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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die prophetischen Worte Jeremias über Untreue und Vergebung. Sie erklärt, wie das Volk Israel und später Juda Gott durch Götzendienst und Untreue hintergingen, und wie Gott trotz allem seine unendliche Liebe und seinen Wunsch nach Umkehr zeigt. Die Botschaft betont die Wichtigkeit von Reue und die Hoffnung auf Gottes Vergebung und Wiederherstellung.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Wir lesen heute Jeremia Kapitel 2, Vers 37 und begeben uns dann in Kapitel 3. Wir werden viele interessante Dinge lesen, vor allem aber den Aufruf zur Buße, der auch für uns ganz persönlich natürlich sehr bedeutungsvoll ist. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam bieten. Lieber Vater, als Christen brauchen wir nichts so sehr, wie dass wir unsere Sünden bereuen, zu dir kommen, uns vergeben lassen, gerechtfertigt und geheiligt werden. Ja, das beten wir, dass wir das heute verstehen und dass wir uns auch ganz persönlich davon angesprochen fühlen. Amen.

[1:16] Wir beginnen Kapitel 2, Vers 37: "Auch von dort wirst du abziehen müssen, die Hände auf dem Kopf, denn der Herr hatte verworfen, auf welche du dein Vertrauen setzt, und es wird dir mit ihnen nicht gelingen." Ja, sie haben sich mit den Heiden verbündet in der Hoffnung, dass sie dann gegen Syrien kämpfen können, in dem Falle macht Ägypten. Und Gott sagt: "Du hast dein Vertrauen nicht auf mich gesetzt, sondern auf Menschen, und damit wirst du scheitern." Und das ist ja auch eine ganz praktische Sache für unser Leben, dass wir uns eigentlich nicht auf Menschen verlassen sollten, bei den großen Dingen im Leben, bei den großen Entscheidungen, sondern auf Gott.

[2:07] Kapitel 3, Vers 1: "Und er spricht: Wenn ein Mann seine Frau verstößt und sie ihn verlässt und einem anderen Mann zeigt, wird dafür wieder zu ihr zurückkehren? Würde nicht dann solches Land dadurch entweiht? Du aber hast mit vielen Liebhabern gebuhlt, doch kehre wieder zu mir zurück, spricht der Herr." Diese Verse in Bezug auf die Angebote in den Mose-Büchern, im fünften Buch Mose, und Gott sagt: "Du hast dich zwar an alle möglichen Liebhaber, damit bei den Göttern, dran geschmissen, aber ich würde dich in jedem Falle immer wieder zurücknehmen." Und darin zeigt sich eine unglaubliche Liebe Gottes. Und er benutzt dieses Bild der Ehe, der gebrochenen Ehe, um uns als Menschen nahezubringen, wie Gott sich fühlt. Denn so ein Ehebruch und so eine Untreue, die nicht einfach nur ein Ausrutscher war hier in diesem Fall, sondern ein vorsätzliches Tun, wie Jeremia es auch nennt, und Gott nennt es natürlich um einiges schwerer wiegt. Um einiges schwerer. Und Gott sagt trotzdem: "Ich möchte euch zurückhaben."

[3:15] "Erhebe deine Augen zu den Höhen und schaue: Wo hast du dich nicht fänden lassen an den Wegen sitzend? Hast du auf sie gewartet? Waren aber in der Wüste, und du hast das Land weltweit durch deine Hurerei und deine Bosheit, deshalb blieben die Regenschauer aus und kein Spätregen fiel. Aber du hattest die Stirn des Hurenweibes und wolltest dich nicht schämen." Ja, sie haben keine Reue, sie haben keine Scham. Und das Resultat daraus ist, dass Gott sagt: "Es gibt keinen Spätregen." Der Heilige Geist wird zurückgezogen. Und das ist auch natürlich ein wichtiges Indiz dafür, wie es am Ende der Zeit, wenn der Regen dann auch fallen wird, sich verhält und wer an den Spätregen kommt und wer nicht. Nämlich die, die immerwährend, der fortwährende Sünde verharren werden, den Spätregen nicht erleben.

[4:06] "Hast du nicht eben jetzt angefangen, mir zuzurufen: Mein Vater, der Freund meiner Jugend bist du? Sollte er ewig Groll hegen? Für immer zürnen? So hast du gesprochen und dabei Böses getan und das durchgesetzt." Ja, Gott erhört ihre Gebete nicht wegen der fortgesetzten Sünde. Und sie sündigen ja nicht einfach so, sondern sie sind mit Vorsatz und mit Absicht Gott ins Angesicht. Und sie bereuen eigentlich nur die Konsequenzen der Sünde, aber nicht die Sünde an sich.

[4:44] Und daher sprach zu mir in den Tagen des Königs Josia: "Hast du gesehen, was Israel, die Abtrünnige, getan hat? Sie ist auf jeden Höhenberg und unter jedem grünen Baum gelaufen und hat dort hoch getrieben." Und ich dachte, nachdem sie das alles getan hat, wird sie zu mir zurückkehren. Aber sie kehrte nicht zurück. Und ihre treulose Schwester Juda sah dies. Das beschreibt das Nordreich, denn die treulose Schwester ist hier Israel, das Nordreich. Und Gott wünscht sich, obwohl Israel schon längst sein Gericht empfangen hat und versprengt wurde, wünscht Gott sich trotzdem, dass der Überrest oder die Versprengten, die in alle Herren Länder jetzt angesiedelt wurden, dass sie trotzdem zu Gott umkehren. Und Gott sagt: "Ich würde ja einen Weg finden, euch wieder zu einen und zurückzubringen." So gibt Gott selbst in dieser, ja, für Menschen aussichtslosen Situationen nicht auf.

[5:48] Ich habe es sah das, obwohl ich die abtrünnigen Israel wegen ihres Ehebruchs entlassen und ihre Scheidebrief gegeben hatte, sich ihre treulose Schwester Juda nicht fürchtete, hinzugehen und auch Hurerei zu treiben. Gott sagt: "Juda, nimm dir doch ein Beispiel an Israel. Schau doch, was mit Israel passiert ist. Sie sind von den Assyrern überrannt worden, die haben sie deportiert, es kaputt gemacht. Es ist ja nur noch ein ganz kleiner Überrest, also eine andere angesiedelt, jetzt vermischt sich das Volk. Es ist eine Katastrophe, was dort passiert ist." Und wenn du in den Wegen Israels wandelst, dann wird es dir ganz genauso gehen.

[6:28] Und so kam es, dass ihr durch ihre leichtfertige Hurerei das Land entweiht. Und sie trieb Ehebruch mit Stein und Holz. Also sie haben sich Götzen gemacht aus Stein und Holz. Trotz alledem ist ihre treulose Schwester Juda nicht von ganzem Herzen zu mir zurückgekehrt, sondern nur zum Schein, spricht der Herr. Und das ist ein ganz interessanter Vers, weil wir ja gelesen haben in diesem Kapitel, diese Prophezeiung zur Zeit Josias stattfindet. Und Juda hat ja große Reformen bewegt. Er hat den ganzen Götzendienst ausgerottet, er hat sogar die Götzen und letzten Altäre auf den Höhen, wo sie geräuchert hatten, was hier angesprochen wird, abgeschafft hat, wirklich restlos alles zertrümmern lassen. Und Gott sagt: "In einem Maße seid ihr eigentlich nur zum Schein umgekehrt. In euren Herzen wohnen die Götter immer noch über mir." Und das ist ja traurig.

[7:19] Denn in den Büchern Könige und Chronik lesen wir das nicht, was wir hier lesen. Da lesen wir nur, dass Juda das alles erfolgreich gemacht hat. Aber Jeremia gibt uns einen Einblick darin, wie es im Volk wirklich aussah und wie Gott sich dabei gefühlt hat. Und daher sprach zu mir: "Israel, die Abtrünnige, steht gerechter da als Juda, die Treulose. Gehe hin, rufe diese Worte aus gegen den Norden hin und sprich: 'Ehre um Israel, Abtrünnige', spricht der Herr. 'Ich will mein Angesicht nicht fürchten, düster, denn ich bin gnädig', spricht der Herr, 'und söhne nicht ewig.'"

[7:58] Also Gott gibt selbst jetzt noch eine Chance zur Umkehr, zum Ausweg, zur Rückkehr für das Nordreich. Nur erkenne deine Schuld. Und das ist die einzige Bedingung, die Gott stellt, dass er ihnen helfen kann. Das ist das Bereuen ihrer Sünde, dass sie die Sünde bereuen und lassen, dass du dem Herrn, deinem Gott, die Treue gebrochen hast und hier und dort hin zu den Stränden gelaufen bist und unter jedem grünen Baum. Aber auf meine Stimme habt ihr nicht gehört, spricht der Herr. Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der Herr, denn ich bin hierher. Und da ist hier ein kleines Wortspiel, weil er heißt natürlich auch Baal. Und er, Herr sagt Gott: "Ja, ihr opfert dem dem Götzen Baal, aber ich bin eigentlich der richtige Baal, der eigentlich richtige Herr."

[8:47] Und ich will euch nie, will euch nehmen aus einer, aus jeder Stadt und zwei aus jeder Familie und euch nach Zion bringen. Und ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die solch weiden mit Erkenntnis und Einsicht. Hirten sind hier Könige. Also Gott sagt: "Ich möchte euch Könige geben, die euch gut führen." Und es wird geschehen, wenn ihr euch dann in jenen Tagen mehrt und fruchtbar werdet im Land, spricht der Herr, so wird man nicht mehr sagen: "Die Bundeslade des Herrn." Und sie wird niemand mehr in den Sinn kommen. Man wird, wenn sie nicht mehr gedenken und sie nicht mehr vermissen.

[9:26] Es wird auch keine mehr gemacht werden. Dieser Vers ist ein ganz interessanter Vers und ein großer Beweis dafür, warum die Bundeslade nicht mehr da ist. Ja, warum sie nie gefunden wurde. Gott hat es so vorgesehen, dass die Bundeslade nicht mehr von Menschen gefunden wird. Sie wurde ja damals versteckt vor der Invasion. Da haben ein paar Priester die Bundeslade in ein Versteck gebracht, und das Versteck scheint so gut zu sein, dass bis heute niemand die Bundeslade gefunden hat. Und ja, sie war natürlich von großer Bedeutung für das Volk, aber Gott hat gesagt: "Die Gebote nutzen euch nichts, wenn sie nicht in euren Herzen sind."

[10:12] Zu jener Zeit wird man Jerusalem Thron des Herrn nennen, und alle Heidenvölker werden sich dort versammeln zum Herrn, zum Namen des Herrn, nach Jerusalem. Und sie werden künftig nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens folgen.

[10:28] Und weiter heißt es: "In jenen Tagen wird das Haus Juda mit dem Haus Israel ziehen, und sie werden miteinander aus dem Land des Nordens in das Land kommen, dass ich euren Vätern zum Erbteil gegeben habe." Und hier gibt Gott schon einen Ausblick auf das Exil und die Rückkehr aus dem Exil. Gott sagt: "Ja, ihr werdet in die Assyrer verschleppt werden, aber ich werde euch auch wieder neue Erbteile bringen." Und Gott liebt das Happy End. Das ist eine gute Nachricht. Und ich glaube, wir Frauen mögen das am meisten, dass Gott ein Happy End liebt. Und darauf können wir uns verlassen. Nicht nur hier gab es ein Happy End, sondern auch am Ende auf der neuen Erde.

[11:05] Lasst uns beten. Vater im Himmel, wir danken dir, dass du so viel Geduld hast, dass du immer so lange wartest. Und selbst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, du immer noch einen Ausweg schaffen kannst und willst, wenn wir unsere Schuld bereuen und wenn wir zu dir kommen. Herr, das ist die einzige Bedingung, die du gibst. Und lasst uns weiche Herzen bekommen, die zu dir sich neigen, die um Vergebung bitten, damit du uns vergeben und verändern kannst. In seinem Namen. [Musik]


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