In dieser Predigt über Jeremia 3,19-4,15 spricht Rabea Kramp über Gottes emotionale Seite und seine Geduld mit seinem Volk Israel. Sie beleuchtet die Untreue des Volkes, die Folgen des Götzendienstes und die dringende Aufforderung zur Umkehr. Die Botschaft betont die Notwendigkeit, das Herz zu reinigen und sich Gott zuzuwenden, um dem Gericht zu entgehen und Rettung zu finden.
Gott auf (m)einer Seite: Jeremia 3:19-4:15
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, JeremiaPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, wir kommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute wollen wir uns Jeremia Kapitel 3 im Buch Jeremia anschauen und beginnen mit Kapitel 4. Und dafür wollen wir gemeinsam beten. Lieber Herr, es ist nie zu spät für Hoffnung. Und so wie wir beim Volk sehen können, dass du immer wieder zurückrufst und Geduld hast, hast du es auch mit uns. Wir wollen heute aus dem Wort lernen, für uns ganz persönlich. Und wir danken dir dafür. Amen.
[1:04] Wir beginnen in Vers 19 von Kapitel 3, und es heißt: "Ich hatte zwar gedacht: Was für eine Stellung will ich dir geben unter den Söhnen? Ich will dir das erwünschte Land schenken, das allerschönste Erbteil der Völker. Und ich hatte auch gedacht, ihr würdet mich Vater nennen und ihr werdet euch nicht mehr von mir abwenden."
[1:26] Das ist einer der Verse im Buch Jeremia, die von dieser sehr emotionalen Seite Gottes sprechen. Und ich glaube, Jeremia, der selbst ein sehr emotionaler Mensch war, hat Gott hier ganz besonders gut verstanden. Und nicht ohne Grund hat Gott ihn ausgewählt, um diese sehr emotionale Botschaft auch ans Volk zu bringen. Gott wollte ihm das allerschönste Erbteil geben, das Beste. Aber sie haben es ausgeschlagen. Und Gott sagt: "Ich dachte, ihr würdet mich Vater nennen." Und ihr habt es nicht getan. Aber wie eine Frau ihrem Gefährten untreu wird, so seid ihr untreu geworden, Haus Israel.
[2:03] Spricht daher eine Stimme, hört man auf den kahlen Höhen? Ist das das flehentliche Weinen der Kinder Israels, weil sie ihren Weg verkehrt und den Herrn, ihren Gott, vergessen haben? Jetzt spricht von diesen kahlen Höhen, auf denen standen eigentlich große Bäume, Zedern vom Libanon. Aber es ist alles abrasiert. Das ganze Nordreich ist ja, schaut ganz erbärmlich aus, weil die Assyrer dort natürlich eingewandert und eine Inflation gemacht haben.
[2:30] "Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder", spricht der Herr, "ich will eure Abtrünnigkeit heilen." Siehe, wir kommen zu dir, denn du bist der Herr, unser Gott. Wahrlich, die Höhen haben uns betrogen, das Lehen auf den Bergen. Wahrlich, bei dem Herrn, unserem Gott, steht das Heil.
[2:49] Das Lehen auf den Bergen, das war ja wahrscheinlich ihr sehr lauter Gottesdienst, der mehr mit Lärm beschrieben werden konnte als mit Musik. Und vielleicht haben sie damit auch so manchen Schrei der Menschenopfer übertönen wollen. Aber die Schande hat den Erwerb unserer Väter verzehrt. Von unserer Jugend an, ihre Schafe und ihre Rinder, ihre Söhne und ihre Töchter. Wir müssen in unserer Schande da liegen und unsere Schmach bedeckt uns. Die Schande, damit ist der Götzendienst gemeint. Und unsere Schmach bedeckt uns, denn wir haben an dem Herrn, unserem Gott, gesündigt, wir und unsere Väter, von unserer Jugend an bis zu diesem Tag. Und wir haben uns nicht, haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes.
[3:43] Ja, jetzt, wo es schon zu spät ist, sagt das Volk Israel tatsächlich: "Wir wissen jetzt, woran es gelegen hat." Wenn du umkehrst, Israel, damit es dort, das Nordreich spricht daher, wenn du zu mir umkehrst und wenn du deine Treue von meinem Angesicht entfernst, brauchst du nicht mehr umher zu irren in der Diaspora, in der Verstreuung. Weil sie wurden ja von den Assyrern verschleppt und überall angesiedelt. Und wenn du in Wahrheit Recht und Gerechtigkeit schwerst, so wahr der Herr lebt, so werden sich die Heiden in ihm segnen und sich rühmen in ihm.
[4:18] Denn so spricht der Herr zu den Männern von Juda und Jerusalem: "Pflügt einen Einbruch und seht nicht unter die Dornen." Gott bringt dieses Gleichnis, und das erinnert uns natürlich an das Gleichnis vom Sämann. Und sagt, diesen Neuland, den müsst ihr pflügen. Das heißt, ihr müsst die Erde wirklich umdrehen, ihr müsst sie auflockern, ihr müsst sie weich machen und bereit machen für den guten Samen des Evangeliums. Und die Dornen, das sind die Sorgen, das sind die Vergnügungen, die Laster des sündigen Lebens.
[4:53] "Beschneidet euch für den Herrn und beseitigt die Vorhaut eurer Herzen, ihr Männer von Juda und der Einwohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbricht wie ein Feuer, das niemand löschen kann, wegen der Bosheit eurer Taten." Total interessant ist, dass wir hier davon lesen, dass Gott sagt: "Beseitigt die Vorhaut eurer Herzen." Und damit ist natürlich der neue Bund gemeint, die Beschneidung des Herzens, das Gesetz im Herzen haben. Und wir sehen ein ums andere Mal, wie der neue Bund sich immer schon neu im Alten Testament niederschlägt.
[5:27] Das Feuer, das niemand löschen kann, das ist natürlich kein buchstäbliches Feuer, sondern es sei ein fest beschlossenes Feuer. Und wir sehen ja auch in anderen Kapiteln, auch in der Offenbarung, dass es da ein verschlossenes Feuer gibt, ein ewig brennendes Feuer, wobei ewig auch dieses fest beschlossen meint und nicht ein Feuer, das in alle Ewigkeit brennt. Jerusalem wurde ja verbrannt von Feuer, und Jerusalem brennt ja heute nicht mehr. Das heißt, das Feuer war zeitlich begrenzt, aber es war fest beschlossen. Es konnte niemand löschen, weil Gott es einfach beschlossen hatte. Konnte niemand es verhindern.
[6:08] Und so ist auch das Höllenfeuer ein fest beschlossenes Feuer, nicht ein Feuer, was in alle Ewigkeit brennt.
[6:13] "Verkündet es laut und lasst es hören in Jerusalem und sagt: Stoßt in das Horn im Land! Ruft aus voller Kehle und sprecht: Versammelt euch, und lasst uns in die festen Städte ziehen!" Ja, vor der Invasion der Babylonier. Und hier beginnt ja ein ganz neuer Abschnitt. Vor der Invasion haben sie gesagt: "Wir müssen in die festen Städte ziehen." Und die festen Städte waren ja Lachisch, Jerusalem, die hatten starke Mauern, bei großen Städten. Und wenn ihr schon mal im British Museum wart oder mal hin wollt, dann könnt ihr dort einen Raum finden mit einer ganz, ganz großen Relief-Tafel der Assyrer, wo sie die Zerstörung von Lachisch darstellen. Und das ist natürlich hier geschehen.
[6:56] "Richtet ein Banner auf nach Zion hin! Flieht und steht nicht still, denn ich bringe Unheil von Norden her und eine große Zerstörung." Der Löwe, damit das Babylon gemeint ist, aus einem Dickicht hervorgekommen. Und der Feind, der bei den Völkern aufgebrochen ist, er ist ausgegangen von seinem Ort, um dein Land zu verwüsten, damit deine Städte zerstört werden und niemand mehr darin wohnt.
[7:21] Darum heißt es auch: "Hört, das ist ein Bild für die Buße. Klagt und jammert, denn der Zorn Gottes des Herrn hat sich nicht von uns abgewandt." Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der Herr, da werden der König und die Fürsten den Mut verlieren, und die Priester werden entsetzt sein, und die Propheten erstarrt. Also Gott sagt, es wird ein Tag kommen, da wird die ganze Elite wird erstarren, dass das wirklich eintrifft, was ich vorher gesagt habe.
[7:50] Da sprach ich: "Herr, du hast wahrlich dieses Volk und die Leute sehr getäuscht, indem du sprachst: Ihr sollt Frieden haben. Aber nun ist ihnen das Schwert an die Kehle gesetzt." Ja, sie haben gedacht, dass Josia hat durch seine guten Reformen das Gesetz, das Gericht verhindern kann. Aber Gott hat gesehen, dass in ihren Herzen der Götzendienst nicht ausgemerzt wurde.
[8:21] Und es ist ja so ganz häufig, dass wenn wir in Sünde waren und dann mit Gott gewandelt, uns befreit und wir befreit wurden von der Sünde und dann wieder in Sünde fallen, dann ist es das zweite Mal schlimmer als das erste. Und das dritte Mal schlimmer wird es immer schlimmer als das davor. Also wir sinken immer tiefer, weil wir mehr Erkenntnis haben, weil wir eigentlich wissen, wie wir Gott suchen, wie wir Vergebung bekommen. Und so sinken wir eigentlich immer tiefer.
[8:49] Und so ist auch mit dem Volk Gottes zu jener Zeit, wird zu diesem Volk und zu Jerusalem gesagt werden: "Ein heißer Wind kommt von den kahlen Höhen der Wüste zu der Tochter meines Volkes, nicht zum Würfeln und nicht zum Säubern. Ein Wind zu heftig dafür kommt von mir." Nun will ich auch ich ihnen ein Urteil sprechen.
[9:10] Also dieser Wind kommt nicht zur Sichtung, sondern zur Zerstörung. Das Gericht. Siehe, gleich wollte sie der Herr auf und wie ein Sturm sind seine Streitwagen, schneller als Adler sind seine Rosse. Wir uns, wenn wir denn wir sind verwüstet. Falsche dein Herz rein von deiner Bosheit, Jerusalem, dass du gerettet wirst. Wie lange sollen deine heillosen Pläne deinem Herzen bleiben?
[9:46] Denn eine Stimme meldet es von der Höhe und verkündet Unheil vom Bergland Ephraim. Aus Juda liegt im Norden, und von Norden her kamen ja die Babylonier. Von dort kam das Unheil. Und Ephraim ist schon ein ganzes Stück näher an Jerusalem und zeigt, dass die Invasion immer näher rückt und die Bedrohung es ist nur noch wenig Zeit, sagt Gott mit dieser geografischen Angabe.
[10:09] Und sagt: "Bitte bekehrt euch und hofft auf mich und gesteht eure Sünden." Und das ist natürlich eine große Warnung, Botschaft und Gottes große Bitte, nicht nur die Israeliten damals und das Volk in Juda, sondern auch an uns. Lasst uns beten.
[10:30] Herr Jesus, wirke du in unseren Herzen, dass wir immer gerne kommen mit unseren Sünden, um sie bei dir abzugeben, um Vergebung zu bekommen und wiederhergestellt zu werden. Denn das möchtest du tun. Und das ist das Gebet, was du auf jeden Fall sofort und immer in jedem Fall. Erst dafür danken wir dir. Amen.
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