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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Rabea Kramp aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ wird Jeremia 4:16-5:7 beleuchtet. Die Botschaft thematisiert die ernsten Konsequenzen der Rebellion und Sünde des Volkes Gottes, die zu Zerstörung und Gericht führen. Es wird die Verzweiflung Gottes über die Verblendung seines Volkes und die Suche nach einem einzigen Gerechten, der das Gericht abwenden könnte, thematisiert. Die Predigt zeigt auf, wie wichtig es ist, sich Gott zuzuwenden und seine Nähe zu suchen, um Vergebung und Wiederherstellung zu erfahren.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Gelesen heute zusammen Jeremia Kapitel 4 und wir gehen Kapitel 5 im Buch Jeremia. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du hast eine ernste Warnung für das Volk damals gehabt und hast sie auch heute, weil auch das Gericht nicht allzu ferne Zukunft liegt und du wiederkommen willst. Und wir bitten dich, dass diese Worte, die wir lesen, auch für uns ganz persönlich eine Relevanz bekommen und eine Dringlichkeit, damit wir uns zu dir wenden und unsere Herzen rein waschen lassen von dir. Amen.

[1:10] Wir beginnen in Kapitel 4, in 4:16: „Lasst es die Völker wissen, siehe, verkündet es über Jerusalem: Belagerer sind aus einem fernen Land gekommen und lassen ihre Stimme erschallen gegen die Städte Judas. Wie Feldherren lagern sie sich ringsum Jerusalem, denn es hat sich gegen mich empört, spricht der Herr.“ Also die Rebellion des Volkes Gottes ist der Grund für diese Belagerer. Dein Wandel und deine Taten haben dir das eingetragen. Seine Bosheit ist schuld daran, dass es nun so bitter steht, dass es dir bis ans Herz bringt. Meine Brust, meine Brust, mir ist so Angst. Oder Wände meines Herzens, mein Herz rast in mir. Ich kann nicht schweigen, denn du, meine Seele, hört den Schall des Horns, das Kriegsgeschrei. Ja, Jeremia spricht hier selber und sagt: „Mir schnürt das alles zusammen, wenn ich daran denke, was Gott hier vorher sagt und wenn ich daran denke, dass das Volk ja überrannt wird von den Babyloniern.“ Was für eine furchtbare Botschaft. Zerstörung über Zerstörung wird gemeldet, denn das ganze Land verehrt. Plötzlich sind meine Zelte verwüstet, in einem Augenblick meine Zeltbahnen. Wie lange muss ich noch das Kriegsgeheul und den Schall des Schofar-Hornes hören? Das Schofar ist ja auch ein Signal gewesen, was man zum Kriegsblasen benutzt hat.

[2:35] Weil mein Volk ist töricht, und das erinnert uns an Jesaja 1. Da haben wir schon eine ähnliche Aussage: „Sie kennen mich nicht, närrische Kinder sind sie und ohne Einsicht. Weise sind sie, Böses zu tun, aber Gutes zu tun, verstehen sie nicht.“ Und da spricht wieder Gottes Verzweiflung. „Ich schaue zur Erde, doch siehe, sie war wüst und leer. Und Himmel und zum Himmel, aber sein Licht war verschwunden.“ Das ist ja eine Anspielung auf die Schöpfung, auf den ersten Schöpfungstag, wo alles wüst und leer war, noch nicht erkennbar, was daraus werden soll. Und da geht es hier wieder zurück, weil Gottes Geist nicht erwünscht ist, weil Gottes Gegenwart nicht erwünscht ist. „Ich schaute die Berge an, doch sie erbebten und alle Hügel schwankten. Ich schaute, und siehe, da war kein Mensch mehr und alle Vögel des Himmels waren verschwunden. Ich schaute, und siehe, das fruchtbare Land war zur Wüste geworden und alle seine Städte waren zerstört vor dem Herrn, vor der Glut seines Zorns.“

[3:37] Diese drei Verse erinnern uns an eine andere Zeitepoche, die noch kommen wird, nämlich an die tausend Jahre, in denen auch die Erde wie eine Wüste sein wird. Die Vögel des Himmels werden nicht mehr sein, sie werden verschwunden sein. Und die Berge haben gebebt und sind ja geschwankt. Und diese Beben sind ein Typus auf diese 1000 Jahre. Denn so spricht der Herr: „Das ganze Land soll verwüstet werden, doch ich will eben nicht ganz ein Ende machen.“ Also Gott lässt immer noch eine kleine Hoffnung. Denn so spricht der Herr: „Das ganze Land soll verwüstet werden, doch ich will ihm nicht ganz ein Ende machen. Darum wird die Erde trauern und der Himmel droben sich in Schwarz kleiden, weil ich entschlossen bin zu tun, was ich gesagt habe, und es freut mich nicht, und ich gehe nicht davon ab.“ Als es gibt kein Zurück. Gott hat die Invasion der Babylonier beschlossen. Dieses Gericht. Gott sagt: „Ich wünsche mir, dass sie bereit wären, dann eine Lösung finden, aber diese Invasion kommt.“ Also die Konsequenz der Sünde wird kommen, egal was passiert.

[4:42] „Vor dem Geschrei der Reiter und der Bogenschützen flieht die ganze Stadt. Sie verstecken sich im Gebüsch und steigen auf die Felsen. Die ganze Stadt ist verlassen, kein Mensch wohnt mehr darin.“ Die Menschen sind geflohen, oder die Städte sind auch dann so zur Einöde geworden, dass niemand mehr da war. Und nun, du Verwüstete, was willst du tun? Wenn du dich auch in Scharlach kleidest, wenn du dich auch mit Gold schmückst, wenn du auch deine Augen mit Schminke herausstreichst, so machst du dich doch vergeblich schön. Deine Liebhaber verachten und trachten die ihr nach dem Leben.

[5:19] Das Volk Gottes hat ja sich zurechtgemacht für seine Liebhaber, das heißt, die anderen Götter. Und es ist natürlich ein Bild darauf, dass es sich geholt hat und eine höhere Macht sicher zurecht sie schminkt sich, zieht sich an. Und Gott sagt: „Ihr macht euch vielleicht schön für die anderen Götter, für die anderen Liebhaber, aber das wird ja alles nichts nützen. Sie werden dich im Stich lassen, weil die gar keine Götter sind, weil es nur Holz und Stein ist.“

[5:47] Denn ich höre ein Geschrei von einer, die in Wien liegt, einen Angstschrei von einer, die zum ersten Mal Mutter wird. Die Stimme der Tochter Zion, die stöhnt und ihre Hände ausbreitet. „Wo denn, meine Seele, erliegt kraftlos den Mördern?“ Ja, Gott gebraucht dieses Bild der Geburt, um darzustellen, was für eine schwierige Situation es sein wird, in was für großen Schmerzen des Volkes sein wird. Und die Schmerzen der ersten Geburt werden hier als besonders beschrieben, besonders stark beschrieben.

[6:20] Kapitel 5 streift durch die Gassen Jerusalems und schaut doch nach und erkundigt euch und forscht nach auf ihren Plätzen, ob ihr einen Mann findet, ob da einer da ist, der Recht übt und nach Wahrhaftigkeit strebt. So will ich ihr vergeben. Ganz ähnlich hat Gott es gemacht mit Sodom und Gomorra, als damit Abraham diskutiert hat und Gott sagt: „Wenn da ein gerechter Mensch ist, dann möchte ich vergeben.“ Aber anscheinend war dann niemand. Und wenn sie auch sagen: „So wahr der Herr lebt“, so schwören sie dennoch falsch. Also sind nur Lippenbekenntnisse, nur Reue, die eigentlich keine Reue ist, nur äußerlich. „Sehen deine Augen nicht auf Wahrhaftigkeit? Du hast sie geschlagen, aber das tat ihnen nicht weh. Du hast sie aufgerieben, aber sie haben sich geweigert, Zucht anzunehmen.“ Sie haben ja angesichts Härte als Witz gemacht. Sie haben sich geweigert umzukehren.

[7:14] Ich aber dachte: „Nur die Geringen sind so.“ Sie benehmen sich so töricht, weil sie den Weg des Herrn, das Recht ihres Gottes nicht kennen. Und ja, Jeremia selbst stöhnt hier über das Volk, das sie den Gott, der ihnen einfach eigentlich so viel gegeben hatte, sie so lange begleitet hat, einfach verlassen und nicht anerkennen wollen. Sie einfach die Sünde weiterhin mit voller Absicht tun.

[7:48] Ich will doch zu den Großen gehen und mit ihnen reden, denn sie kennen den Weg des Herrn, das Recht ihres Gottes. Aber sie haben allesamt das Joch zerbrochen, die Bande zerrissen. Also ihre Mail möchte sich an die Elite wenden, viel leichter, die Fürsten oder an die Propheten und Priester. Aber sagt diese doch alle: „Abgefallen! Ich habe niemanden, wohin nicht gehen kann.“ Darum schlägt sie der Löwe aus dem Wald, überfällt sie der Steppenwolf. Der Leopard lauert vor ihren Städten, so dass jeder, der sie verlässt, zerrissen wird, denn ihre Übertretungen sind zahlreich und groß sind ihre Abweichungen.“

[8:24] Diese Bilder, die ihre Mail benutzt, Löwe, Wolf und Leopard, sind die gleichen, die auch Habakuk benutzt für die Babylonier. Also da sind sich die Propheten untereinander auch sehr einig. Warum sollte ich ihr vergeben? Keine Kinder haben mich verlassen und bei denen geschworen, die keine Götter sind. Und nachdem ich sie gesättigt hatte, brachen sie die Ehe und drängten sich scharenweise ins Irrenhaus.

[8:50] Gott sagt: „Sie haben einfach nicht umkehren wollen, sie haben nicht bereut.“ Und weil das so ist, wenn sie einfach nicht bereit sind, diese Katzen zu lassen, um wieder mehr nachzufolgen, deswegen muss ich dieses Unheil über sie bringen. Alles andere, da nützt nichts. Und die Sünde hat Konsequenzen, und Gott kann auch manchmal diese Konsequenzen nicht verhindern.

[9:13] „Mit der Sünde ist der Tod“, sagt Paulus. Und Gott kann den Tod nicht verhindern. Aber er kann machen, dass wir wieder auferstehen. Und so wollte er auch, dass seine Nachfolger nicht vor der Invasion, aber er wollte ja sie vielleicht in anderer Weise retten. Wir haben in der Bibel nicht berichtet, wie Gott sich das vorgestellt hat, aber er hätte einen Ausweg geschaffen und eine Hoffnung für Israel. Aber so war es leider nicht.

[9:39] Und so dürfen auch wir für unser Leben lernen, dass Gott Auswege schaffen kann und will. Wir müssen uns nur zu ihm wenden. Lasst uns beten. Die über Jesus gibt, was das werde ich nie verlassen. Und dann, wenn wir dich verlassen sollten, dass wir deine Nähe so schnell suchen, wie es geht, und sie uns wieder bei dir bergen können, dass du uns vergibst und uns wieder herstellst. Amen.

[Musik]


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