In dieser Folge von „Gottes Plan für deine Gesundheit“ beleuchtet Claudia Bien die immense Heilkraft der Sonne. Sie erklärt, wie die Sonne bereits im Schöpfungsbericht eine wichtige Rolle spielt und wie sie die grundlegenden Bedürfnisse unserer Zellen erfüllt. Von der historischen Bedeutung der Heliotherapie bis hin zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über Vitamin D und dessen Einfluss auf die Prävention von Krankheiten wie Krebs und Depressionen, bietet dieses Video umfassende Einblicke. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel optimieren und die positive Wirkung der Sonne für Ihre Gesundheit nutzen können.
Gottes Plan für deine Gesundheit – 4. Heilfaktor Sonne
Claudia Bien · Gottes Plan für deine Gesundheit ·Themen: Christlicher Lebensstil, Ernährung, Gesundheit, Krankheiten, PrinzipienWeitere Aufnahmen
Serie: Gottes Plan für deine Gesundheit
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Transkript
[0:28] Hallo und herzlich willkommen hier bei joelmedia zu unserer neuen Serie "Gottes Plan für deine Gesundheit". Schön, dass Sie heute eingeschaltet haben und mit dabei sind. Ich begrüße Sie ganz herzlich zu unserem heutigen Thema: die Heilkraft der Sonne. Sie ist geliebt und gefürchtet, sie kann Segen, aber auch Fluch sein. Bei heidnischen Völkern wird sie sogar zum Gegenstand der Anbetung. Aber sie ist auch einer der acht Naturärzte, die uns Gott gegeben hat. Und bevor wir uns das näher anschauen, gestatten Sie mir ein kurzes Gebet.
[1:03] Lieber Vater im Himmel, ich bitte dich, dass du diese Aufnahme segnest und dass das Gehörte für alle, die es hören, zum Segen wird. In Jesu Namen danke ich dir dafür. Amen.
[1:21] Im ersten Buch Mose, Kapitel 1, Vers 14, da lesen wir: "Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels werden, die da scheiden Tag und Nacht; sie seien zu Zeichen und zur Zeit und zu Tagen und Jahren; und sie seien zu Lichtern an der Feste des Himmels, dass sie leuchten auf die Erde." Und es geschah so. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
[2:05] Laut dem Schöpfungsbericht wurde die Sonne also am vierten Tag geschaffen. Die Pflanzenwelt dagegen schon einen Tag vorher. Wie gut, dass Gott nur 24 Stunden gebraucht hat, um die Sonne in die Existenz zu rufen, sonst hätten die Pflanzen ganz schön lange im Dunkeln bleiben müssen. Diesen Gedanken fand ich sehr bemerkenswert, als ich ihn das erste Mal bewusst wahrgenommen habe.
[2:35] Wir haben schon im Biologieunterricht in der Schule gelernt, dass die kleinsten Bausteine, aus denen wir bestehen, die Zellen sind. Und dass auf der Ebene der Zelle über Tod und Leben, Gesundheit und Leiden entschieden wird. Jeder dieser kleinen Bausteine braucht genau fünf Dinge. Jede Zelle hat fünf Bedürfnisse, um zu leben, gesund zu bleiben und optimal zu funktionieren.
[3:02] Und auch wenn an diesen Bedürfnissen nicht vordergründig gleich zu erkennen ist, welche Rolle dabei die Sonne spielt, so brauchen wir sie genauso wie die Luft zum Atmen. Und welche Bedürfnisse sind das jetzt?
[3:16] Da ist der Sauerstoff. Ohne Sauerstoff kann die Zelle nicht atmen. Der Sauerstoff wird benötigt, um Energie herzustellen, um den Zucker in der Zelle zu verbrennen. Auch ein Feuer brennt nicht ohne Sauerstoff.
[3:34] Das Wasser, was das zweitwichtigste Bedürfnis einer Zelle. Denn Wasser löst die Nährstoffe mit, mit denen die Zelle ernährt wird. Aber es ist auch ein Lösungsmittel für die Abfallstoffe, die abtransportiert werden müssen.
[3:48] Und das dritte Bedürfnis sind die Nährstoffe. Und dazu gehören eben nicht nur die Makronährstoffe, die wir alle kennen, wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiße, sondern auch die vielen wichtigen Mikronährstoffe, wie Vitamine und Spurenelemente und Elektrolyte.
[4:06] Und wir brauchen eine gute Müllentsorgung. Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Ofen und in dem verbrennen Sie Kohle oder Holz. Was entsteht dann? Asche. Und wenn wir die Asche nicht aus dem Kamin nehmen oder aus dem Ofen, dann wird er bald nicht mehr gut brennen. Und genauso verhält sich das auch mit unseren Zellen.
[4:24] Und dann gibt es ein Bedürfnis, an das wir eigentlich am wenigsten denken. Und dieses Bedürfnis heißt: Die Zelle braucht kein zusätzliches Gift von außen.
[4:38] Gott hat eine Antwort auf diese Bedürfnisse, oder nennen wir es eine Gebrauchsanweisung des Produktes "Mensch". Wir sehen, dass er damit reagiert, dass wir einen Doktor haben, den wir mal frische Luft nennen, oder sauberes Wasser, oder die tägliche Bewegung, der Sonnenschein, die persönliche Ruhe, die gesunde Ernährung, anhaltende Mäßigkeit und dass Gott vertrauen. Dass Gott weiß, was er getan hat und wie wir funktionieren.
[5:21] Berühmt, verkannt, vergessen. Ich spreche von dem Schweizer Chirurgen Dr. Oskar Werner. Er wurde am 24. Mai 1861 in Samedan geboren und er ist der Begründer der Heliotherapie. Er behandelte Gelenk- und Knochentuberkulose in dem wunderschönen Kurort St. Moritz in den Schweizer Alpen, und das ganze vor der Ära der Tuberkulostatika, das sind Antibiotika, die man heute bei Tuberkulose einsetzt. Damals gab es die Antibiotika nicht. Damals wurde Tuberkulose operiert, und die Folge war, dass wir gesunde ...
[6:04] ... gezeugt haben. Aber ein Arzt erkannte das Potenzial eines göttlichen Heilfaktors. Dr. Werner hatte erkannt, dass Sonnenlicht desinfizierend wirkt und Bakterien tötet. Diese Erkenntnis aus der Beobachtung der Herstellung des Trockenfleisches hat er sich zunutze gemacht und die mit ...
[6:25] ... bergbad ihren infizierten Wunden seiner Patienten mit Sonne bestrahlt.
[6:37] Der Doktor Werner sagte einmal: "Schön ist es einem leidenden Menschen seine Schmerzen zu stillen. Herrlich, ihn vor Krankheit und Siechtum zu bewahren. Das Höchste aber, was ein Menschenherz erleben kann, ist das Bewusstsein, einem Menschen das Leben gerettet zu haben." So spricht ein Arzt, dessen Berufung Beruf ist.
[7:03] So viel zur Einleitung. Erinnern wir uns noch einmal: Gott gab uns acht Heilfaktoren oder acht Naturärzte. Der dänische Arzt in Freiburg, Finsen, erhielt 1903 für die Erfindung des künstlichen Sonnenlichtes den Nobelpreis. Er setzte es ein zur Behandlung von Infektionserkrankungen wie Tuberkulose und Pocken.
[7:28] Bedingt durch die Entwicklung der Antibiotika als hochwirksame Medikamente gegen Infektionserkrankungen, verloren die Sanatorien in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg nach und nach an Bedeutung in der Medizin. Heute kämpfen wir mit einer zunehmenden Zahl an resistenten Antibiotika. Aber die gute Nachricht ist: Die Sonne gibt es immer noch, und ihre Heilkraft funktioniert auch heute noch.
[8:00] Vergessen Sie die gute alte Praktik des Bettenlüftens nicht. Ein einfaches, aber sehr effizientes ... Wir gehen im Prinzip: Bakterien werden durch Sonnenlicht getötet. Das funktioniert auch heute noch.
[8:16] Auch die Trinkwasseraufbereitung kann man auf diese Weise durchführen. Wir haben das in Afrika eingesetzt. Sonnenlicht durchdringt die Wasseroberfläche bis zu einem Meter tief und wirkt so keimtötend und desinfizierend. In der Dritten Welt ist das ein probates Mittel, Trinkwasser aufzubereiten.
[8:38] Sonnenlicht heilt Depressionen. Ich glaube, das kann jeder nachempfinden. Man braucht keine wissenschaftlichen Studien, um diese Erkenntnis zu erfahren. Im sonnendurchfluteten Afrika sind Depressionen kaum ein Thema, im Gegensatz zu den dunklen, sonnenarmen skandinavischen Ländern.
[8:59] Wie funktioniert das? Licht steuert die Bildung der körpereigenen Hormone Melatonin und Serotonin. Durch Sonnenlicht steigt der Spiegel des Glückshormons Serotonin, das unter anderem positiv auf unsere Stimmung wirkt. Die Bildung des Schlafhormons Melatonin aus Serotonin sinkt bei Helligkeit. Darum kann Sonnenlicht und dem Sonnenlicht ähnliches, sehr helles Kunstlicht die Stimmung im wahrsten Sinne des Wortes aufhellen, während Lichtmangel im Herbst und Winter auf das Gemüt schlagen. Die Erfahrung machen wir jedes Jahr im Frühjahr wieder neu. Wenn der Frühling seine ersten warmen Sonnentage hat, dann hält es niemanden mehr drin, außer die armen Gefangenen, die an die Handys gekettet sind.
[9:50] Menschen, Tiere, Pflanzen – alle brauchen Sonne, ihre Wärme und ihr Licht. Lassen die Stimmung steigen durch das Glückshormon Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Es wird der Schlaf-Wach-Rhythmus gesteuert. Die Sonne bewirkt die Bildung von Vitamin D in der Haut, und sie ist lebenswichtig für unseren Knochenstoffwechsel. Sie stimuliert das Immunsystem, und ohne Sonne gäbe es überhaupt keine Photosynthese, und wir hätten nichts zu essen. Ein Mangel an Sonnenlicht steigert das Risiko für Alzheimer, Herzinfarkt und Depressionen.
[10:38] Wie entsteht Vitamin D in unserem Körper? Unsere Leber produziert aus Cholesterin die erste Vorstufe, das Pro-Vitamin D. Und das Pro-Vitamin wird an einen Eiweißkörper gebunden und zur Haut transportiert. Und die UV-B-Strahlung – das sind 280 bis 320 Nanometer Wellenlänge – baut daraus das ...
[11:03] ... schon zur Ruhe. Vitamine sind wichtig, und die Sonne produziert auch 1 das Vitamin D. Und deshalb wird es auch als Sonnen-Vitamin bezeichnet. Genauer gesagt ist es ein Hormon.
[11:15] Schauen wir uns mal an, wie es gebildet wird. Unsere Leber produziert aus Cholesterin die erste Vorstufe, das Pro-Vitamin D. Das Pro-Vitamin wird an einen Eiweißkörper gebunden und dann zur Haut transportiert. Und die UV-B-Strahlung baut daraus das lokal zur Führung.
[11:36] Dieses fährt dann mit einem Eiweiß-Taxi zurück zur Leber, und die Leber baut daraus das 25-OH-Vitamin D3, was wir kennen. In unseren Zellen wird daraus dann das aktive Calcitriol gebildet. Und das Calcitriol bindet an unsere Vitamin-D-Rezeptoren in den Zellen und steuert hier über eine Signalübertragung den Stoffwechsel und zahlreiche Gene. Und nach getaner Arbeit wird es vor Ort durch ein Enzym inaktiviert und als Calcitronensäure wieder ausgeschieden.
[12:12] Vitamin D gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Dazu gehört auch E, D und K, oder man kann sich als EDEKA merken. Und chemisch ist es verwandt mit Östrogen und Testosteron, und das sind die Sexualhormone, und dem Schilddrüsenhormon. Sensationell war die Entdeckung, dass nicht nur Knochen-, Darm- und Nierenzellen über Vitamin-D-Rezeptoren verfügen, sondern viele andere Organe auch.
[12:38] Vitamin D steuert nämlich unsere Gene, nicht die Gene steuern Vitamin D. Und jetzt wird sicher auch erkennbar, warum ein Vitamin-D-Mangel mit Krebserkrankungen und Infektionskrankheiten, inklusive Corona, assoziiert ist.
[12:59] Wie bekomme ich denn überhaupt einen Vitamin-D-Mangel? Eigentlich ist unsere Haut ja in der Lage, mit Hilfe des Sonnenlichtes genügend Vitamin D für den Körper zu produzieren. Aber es gibt Faktoren, die diese Fähigkeit einschränken. Und dazu gehört das Alter. Ältere Menschen produzieren leider weniger Vitamin D.
[13:23] Abhängig davon, wie viel Vitamin D wir produzieren, ist auch der Sonnenstand oder der Breitengrad unseres Wohn- und Aufenthaltsortes. Dann haben wir Faktoren, die die Jahreszeit. Winter ist Vitamin-D-Mangel-Zeit. Auch unsere Hautfarbe, unser Lebensstil, verhüllende Kleidung oder Sonnenschutzcreme, UV-B-Filter auf Fensterscheiben – all das beeinflusst die Aufnahme bzw. Produktion unseres Vitamin D.
[13:53] Welche Krankheiten entstehen denn nun durch Sonnenmangel? Rachitis. Was ist Rachitis? Rachitis ist eine Knochenerkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Durch einen Vitamin-D-Mangel kommt es zu einem ungestörten Einbau von Mineralien, vor allem Kalzium, und dadurch wird die Knochensubstanz geschwächt. Wir haben eine Knochenerweichung und dadurch verkrümmen sich die Knochen. Kinder mit Rachitis können unter Knochenschmerzen leiden und langsamer als andere Kinder wachsen.
[14:32] Der Name Rachitis beruht auf der erstmaligen Entdeckung Mitte des 16. Jahrhunderts in Großbritannien. Verbreitet war sie als englische Krankheit im Zeitalter der industriellen Revolution allerdings in ganz Europa. Die Leidtragenden waren in erster Linie Kinder von Hunger und Arbeitslosigkeit in die rasch wachsenden Industriestädte getrieben.
[14:56] Er hoffte sich die arme Landbevölkerung dort ein besseres Leben. Dafür bekamen dann die Ärzte die schlimmen Folgen der Erkrankung zu Gesicht. Die Kinder, die in diesen schornsteinverpesteten Luft der Städte aufwuchsen und später als groben und Fabrikarbeiter nahezu rund um die Uhr ausgebeutet wurden, bekamen kein oder nur wenig Tageslicht zu Gesicht.
[15:22] Heute bekommt jedes Baby eine Rachitis-Prophylaxe mit Vitamin-D-Tropfen ab der zweiten Woche, da die Mutter oftmals unterversorgt ist und dann auch in der Muttermilch nicht genügend Vitamin D vorhanden ist. Das bedeutet, jede werdende Mama sollte ganz besonders auf ihren Vitamin-D-Spiegel achten.
[15:45] Denn nur mit Vitamin D, das im Kindesalter wachstums-wichtige Kalzium gelöst und in den Knochen transportiert werden kann, war das optische Krankheitsbild symptomatisch: Knochenerweichung des Schädels, Hühnerbrust und X-Beine, schwere Wachstumsstörungen. Dieser akute Kalziummangel führte auch nicht selten zum Tod der Kinder.
[16:12] Und hier sehen Sie mal die Auswirkungen des Sonnenmangels als Röntgenbild und auch in natura.
[16:22] Sonne auf der Haut fühlt sich nicht nur angenehm an, sondern führt zu einer starken Hautreaktion und zur Entwicklung von Pigmenten. Die Hautfarbe wird vererbt. Hellhäutige Menschen haben weniger Schutz, weil sie weniger Pigmente haben. Und Personen mit Pigmentstörungen müssen ganz vorsichtig sein. Dazu gehören so genannte Albinos, Vitiligo oder Lupus erythematodes. Tod des Patienten.
[16:55] Sonne ist ein Heilfaktor, aber wir haben auch den Heilfaktor Mäßigkeit bekommen. Denn selbst gute Dinge können im Übermaß angewendet schädlich sein.
[17:08] Welcher Vitamin-D-Spiegel ist denn jetzt gesund? Optimal wären zwischen 30 bis 100 Nanogramm. Das heißt, aber je höher, je besser. Und so einen Wert aufrechtzuerhalten, braucht es eine Erhaltungsdosis von täglich mindestens 4.000 Einheiten Vitamin D. Stillende Mütter dagegen sollten sogar 6.000 Einheiten als Erhaltungsdosis bekommen. Die Einnahmedosis richtet sich nach dem Ausgangswert und ist auch abhängig von der Zeit, in der ich einen bestimmten Zielwert erreichen möchte.
[17:49] Und welcher Spiegel ist jetzt gesund unter Vitamin D?
[17:51] Joelmedia.de im Internet kann man seine Dosis bei Eingabe vom Ausgangswert, also vorher müssen Sie ihn messen, in Kilogramm Körpergewicht und den Zielwert berechnen lassen. Das Ganze kostet circa 10 Euro für ein Jahr. Und die Tagesdosis von Vitamin K2, was man unbedingt dazu nehmen sollte, wenn man hochdosiert mit Vitamin D arbeitet, liegt bei 200 Mikrogramm. Das wären ungefähr 10 Tropfen, wenn ein Tropfen 20 Mikrogramm enthält. Vitamin K2 empfiehlt sich ab einer Dosierung von 10.000 Einheiten täglich in Kombination mit Vitamin D einzunehmen. Und auch Magnesium sollte unbedingt in der Ernährung forciert eingenommen werden.
[18:38] Bei Erhaltungsdosen ist Vitamin K2 nicht zwingend erforderlich. Die Aufnahme von Vitamin D hängt auch von unserer Magnesiumversorgung ab. Und deshalb sollte man bei hochdosierter Vitamin-D-Gabe auch Magnesium in die Substitution mit einbeziehen. Es empfiehlt sich täglich so circa 300 Milligramm Magnesium dazu zu nehmen. Wer es gut verträgt und keinen Durchfall bekommt, kann sogar 500 Milligramm nehmen, weil Magnesium sehr, sehr viele positive Effekte auf unseren Körper hat.
[19:13] Ich habe mal recherchiert: Vitamin D kann man sogar zu Hause testen. Viele mögen in diesen Zeiten einen Arztbesuch vermeiden. Und es gibt aber auch die Möglichkeit, seinen Vitamin-D-Test zu Hause selbst zu bestimmen oder seinen Spiegel. Er ist ganz leicht durchzuführen, dieser Test, preislich auch erschwinglich und erstaunlich genau. Ich habe es selber ausprobiert und meinen Spiegel im Krankenhaus messen lassen und parallel dazu auch zu Hause. Und ich konnte feststellen, dass das Ergebnis auf einen Nanogramm genau übereinstimmt. Der Test liefert also wirklich reale Werte. Ich habe hier diesen Test von Porta genommen. Es gibt auch andere Anbieter, aber die sind ähnlich gut.
[20:02] Und mitgeliefert wird auch gleich die Auswertung, wenn man das Ergebnis zurückgeschickt bekommt. Und da heißt es: Zwischen 0 und 10 sprechen wir von einem schweren Mangel. Haben dann ein erhöhtes Risiko für Rachitis, nämlich Knochenerweichung bei Kindern und bei Erwachsenen. Wir haben ein hohes Risiko für Rachitis bei Kindern und ein hohes Risiko für Infektionskrankheiten und für diverse Krebsarten.
[20:33] Wenn der Spiegel zwischen 10 bis 30 liegt, sprechen wir immer noch von einem Mangel. Da ist ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche und Osteoporose im Alter zu verzeichnen und natürlich ein erhöhtes Infektionsrisiko.
[20:48] Ist der Spiegel über 30, zwischen 30 bis 100, sprechen wir von einem optimalen Vitamin-D-Spiegel. Ist der Vitamin-D-Spiegel über 100, dann wird Ihnen Ihr Arzt sagen: "Sie sind überversorgt, pausieren Sie etwas und arbeiten Sie dann mit der Erhaltungsdosis von 4.000 Einheiten täglich weiter."
[21:10] Wofür brauche ich Vitamin D dann überhaupt? Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Es trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei. Es sorgt für die normale Aufnahme und Verwertung von Kalzium und Phosphat. Es sorgt für einen normalen Kalziumspiegel. Und Vitamin D trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei. Es trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und es hat eine Funktion bei unserer Zellteilung.
[21:49] Hier haben wir einen Vitamin-D-Barometer. Und hier muss man genau hinschauen. Hier sind nämlich zwei verschiedene Einheiten. Darauf einmal Nanogramm pro Milliliter und einmal Millimol je Liter. Wenn man seinen Vitamin-D-Spiegel bestimmen lässt, sollte man genau darauf achten, welche Einheit wurde denn gemessen. Und hier sehen Sie: Oberhalb von 30 Nanogramm haben wir sonnige Zeiten für unsere Zellen und damit auch für unsere Gesundheit. Unter 30 wird es kritisch, wenn ich Infektionskrankheiten vermeiden möchte. Unter 20 wird es sogar gefährlich.
[22:24] Und auffallend im Klinikalltag ist auch, dass besonders Adipositas-Patienten, als Mensch mit Übergewicht, unterirdische Vitamin-D-Spiegel aufweisen. Adipositas-Patienten gehören zur Risikogruppe. Das wird auch durch einen Vitamin-D-Mangel begünstigt, weil ein Mangel ein geschwächtes Immunsystem bedeutet. Achten Sie bitte auch auf die Einheiten. Ganz wichtig, dass Sie hier nicht durcheinanderkommen.
[22:56] Vitamin-D-Mangel begünstigt auch Herzerkrankungen. Und wie vertraut wie mit dieser Tatsache leben, zeigt diese Karikatur. "Ist es dein Vater, hat nur eine Gefäßerkrankung?" Und "Mein Vater hat drei..."
[23:16] Vitamin-D-Mangel fördert die Entstehung von Krebs, wie wir gleich noch genauer betrachten werden.
[23:24] Schauen wir uns jetzt mal die Wirkung von Vitamin D und Darmkrebs an. Wir haben die Wissenschaftler Friedman et al. zwei Gruppen untersucht. Es wurde verglichen: eine Gruppe, die einen Vitamin-D-Spiegel von über 32 hatte, mit einer Gruppe, die einen Vitamin-D-Spiegel unter 20 Nanogramm hatten. Und dann wurde festgestellt, dass es eine Risikoreduktion, einem bösartigen Tumor zu entwickeln, von 72 Prozent gab. Das heißt, die Gruppe, die über 32 hatte, also einen hohen, vergleichsweise hohen Vitamin-D-Spiegel, hatte 72 Mal weniger Darmkrebs bekamen als die Gruppe, die weit unter 20 lag.
[24:14] Das bedeutet, je höher der Vitamin-D-Spiegel ist, desto niedriger wird das Risiko, einen Dickdarmtumor zu entwickeln. Der im Friedman et al. haben in ihrer amerikanischen NHS3-Studie vom November 2007 diese Ergebnisse publiziert. Und untersucht wurden hier eine Stichprobe von 16.800 Patienten. Das ist eine sehr große Stichprobe im Zeitraum von 1988 bis 2000. In den amerikanischen Studien wird das Vitamin D gerne in Millimol pro Liter gemessen. Und die blau hinterlegten Zahlen sind die Nanogramm-Zahlen, mit denen wir hier in Deutschland arbeiten.
[24:57] Die amerikanischen Brüder gelernt haben für die USA berechnet, dass die Anhebung des Vitamin-D-Spiegels von 40 auf 60 Nanogramm pro Milliliter jedes Jahr etwa 49.000 Neuerkrankungen von Darmkrebs verhindern würden und dass drei Viertel der Todesfälle durch diesen Tumor verhindert werden könnte.
[25:23] Bösartige Tumoren des Dickdarms sind die häufigste Krebsart von Frauen und Männern gleichermaßen, und die Prognose ist ungünstig, wenn zu spät operiert wird. Ein hoher Vitamin-D-Spiegel reduziert die Neuentstehung um 72 Prozent, und es verbessert die Überlebenschancen bei Betroffenen um 75 Prozent. Also, selbst wenn Sie schon ein ... an Darmkrebs erkrankt, entschuldigen Sie, dann können Sie davon profitieren, wenn Sie einen hohen Vitamin-D-Spiegel anstreben.
[25:58] Hier eine weitere Studie: Die Aufnahme von 800 Einheiten Vitamin D – das entspricht zwei Tropfen Olio-Veto – im Vergleich mit nur 400 Einheiten, das wäre nur ein Tropfen Olio-Veto, führte zu einer Absenkung des Risikos an Brustkrebs zu erkranken um 34 Prozent.
[26:21] Und bei Frauen ist Brustkrebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Diese Ergebnisse stammen aus der großen Oval Woman Studie von Professor Kim Robin und Mitarbeitern, in der 34.000 Frauen in Amerika zwischen 1986 und 2004 untersucht wurden.
[26:44] Vitamin D und Brustkrebs. Eine weitere Studie: In der ersten Gruppe wurde ein Vitamin-D-Spiegel über 120 in unserer Einheit 40 Nanogramm pro Milliliter angestrebt. In der zweiten war der Wert unter 10. Die Gruppe mit dem hohen Vitamin-D-Spiegel hatte eine Risikoreduktion von 50 Prozent an Brustkrebs überhaupt zu erkranken. Also eine bessere Prophylaxe kenne ich gar nicht.
[27:12] In einer Heidelberger Studie konnte sogar eine Risikoreduktion von 69 Prozent berechnet werden. Anders ausgedrückt: Bleiben sieben von zehn Frauen von einem Mammakarzinom verschont, wenn sie einen Vitamin-D-Spiegel von über 40 Nanogramm pro Milliliter aufweisen. Wir haben gelernt: Zwischen 30 und 100 ist der Wert normal. Und diese Studie hat halt berechnet, wenn wir 40 Nanogramm Spiegel haben an Vitamin D, dann haben wir ein 50 Prozent geringeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken.
[27:51] Die Gebrüder Gahlen fassten 2007 die Ergebnisse von zwei Studien mit insgesamt 1760 Patienten mit einem neu nachgewiesenen Brustkrebs zusammen. Und das waren die Ergebnisse.
[28:06] Die Gebrüder Gahlen berechneten 2009 für die USA und Kanada, dass die Anhebung des Vitamin-D-Spiegels der weiblichen Bevölkerung durch die Gabe von 2.000 Einheiten täglich jedes Jahr etwa 58.000 neue Fälle von Brustkrebs verhindern könnte. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
[28:26] Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Jedes Jahr könnten 58.000 Fälle von Brustkrebs verhindert werden, wenn man den Frauen 2000 Einheiten Vitamin D am Tag geben würde. Auch mit Phasen, mögen im Übrigen keine Sonne, und das betrifft jeden, fast jeden Krebs. 510 Frauen wurden nach der Brustkrebsoperation zehn Jahre lang nachuntersucht. Nur 24 Prozent der Frauen hatten vor der Operation leider keinen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel. Das Risiko, Metastasen zu bilden, stieg bei den Frauen mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel auf 94 Prozent. Bei den Frauen, die einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel hatten, stieg das Risiko, vorzeitig zu versterben, das heißt unter fünf Jahren, auf 73 Prozent.
[29:30] Fazit: Wenn das Vitamin-D-Hoch ist, haben wir weniger Metastasen und eine höhere Lebenserwartung bei Brustkrebspatientinnen. Wir sollten immer den Vitamin-D-Spiegel auf ungefähr 50 Nanogramm pro Milliliter anstreben.
[29:51] Vitamin D in der Tumorsorge spielt eine genauso große Rolle in der Nachsorge. Ein Vitamin-D-Spiegel von 50 nutzt nicht nur das Risiko für Metastasen, Lokalrezidive und eine vermehrte Sterblichkeit, sondern wirkt auch positiv auf typische Beschwerden wie Depressionen, die im Rahmen des Tumor-Geschehens ja häufig auftreten. Ferner werden Begleiterkrankungen wie Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Erkrankungen mehr positiv beeinflusst oder sogar verhindert.
[30:31] Die Dosis macht das Gift. Die Haut ist keine schutzbedürftige Hülle des Körpers, sondern ein sehr belastbares Organ mit lebenswichtigen Funktionen. Eine dieser Aufgaben ist die Bildung von Vitamin D mit Hilfe der UV-Strahlung der Sonne. Vernachlässigen wir diese Funktion, dann werden wir krank. Eine übermäßige Sonnenbestrahlung kann jedoch zu Hautkrebs führen, bei dem unser Sonnenhormon allerdings ebenfalls eine Schutzfunktion ausübt. Es kommt somit, wie immer im Leben, auf die Dosis an, oder wir nennen es auch Mäßigkeit in allen Dingen.
[31:16] Eine epidemiologische Studie aus Japan in den 1980er Jahren zeigte, dass die Rate der prämenopausalen Brustkrebspatientinnen in Japan bei einem Viertel lag, im Vergleich zu westlichen Populationen. Bei postmenopausalen auftretenden Brustkrebs lag sie sogar nur bei einem Neuntel. Das bedeutet, Frauen in Japan haben die geringste Krebsinzidenz gegenüber der gesamten Weltbevölkerung. Was ist der Grund?
[31:46] Der Grund ist der Verzehr von Meeresalgen. In Meeresalgen befindet sich sehr viel Jod. Und die Schilddrüse konkurriert mit der weiblichen Brust um das Spurenelement. Jod wird gebraucht, um das krebserregende Östradiol, unsere weiblichen Hormone, in nicht krebserregendes Thron und Estriol umzuwandeln. Die Schilddrüse braucht das, um Schilddrüsenhormon herstellen zu können. Und die beiden Parteien streiten sich quasi darum. Und die Schilddrüse setzt sich durch, wahrscheinlich, weil die Schilddrüsenhormone mehr systemrelevant sind.
[32:35] Was kann jetzt Vitamin D? Man hat in einer Studie festgestellt, bei einem Vitamin-D-Spiegel von über 30 Nanogramm, also der untersten Normwert, das folgende positive Effekte beobachtet wurden: Es senkt den Blutdruck, es verringert das Risiko für Herzinfarkt und die Sterblichkeit danach. Es senkt das Risiko für Diabetes Typ 1 und 2. Es verringert Arteriosklerose oder auch die PAVK, die Schaufensterkrankheit. Es hemmt Allergien. Es mäßigt Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa. Es lindert Multiple Sklerose und es verringert Krebs. Es regt die Produktion von körpereigenen Antibiotika, das sind so genannte Defensine und antimikrobielle Proteine, an, die Viren und Bakterien bekämpfen.
[33:24] Das bedeutet für uns: Jede Erkrankung wird sich bessern unter dem Einsatz von Doktor Sonne, weil es Gottes Heilfaktor ist. Deshalb ist Vitamin D so ein Allrounder. Ich möchte Sie ermutigen, Ihre Vitamin-D-Spiegel zu überprüfen und gegebenenfalls zu substituieren, wenn er zu niedrig ist.
[33:56] Was macht Vitamin D für unser Skelettsystem? Das Sonnenhormon stärkt nämlich nicht nur die Knochen, und das bereits im Mutterleib, sondern es kräftigt vielmehr auch die Muskulatur in jedem Alter und reduziert damit das Sturzrisiko und das Risiko für Knochenbrüche, insbesondere bei älteren Personen. Dies wiederum erspart manch einem älteren Menschen, frühzeitig in ein Heim gegeben zu werden. Also bringt eure Senioren an die frische Luft.
[34:33] Hier ein göttlicher Rat: Es gibt ein Werk, das getan werden muss, welches darin besteht, den Kranken Wasserbehandlungen zu geben und sie zu unterweisen, wie man den größten Nutzen aus Sonnenlicht und körperlicher Bewegung zieht. Und so können wir die Menschen in einer einfachen Sprache unterweisen, wie sie die Gesundheit bewahren und Krankheiten vermeiden können.
[35:02] Gottes Heilfaktoren sind in erster Linie zur Prävention gedacht, aber wir erinnern uns leider erst wieder daran, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Möge dieser Vortrag als kleine Gedächtnisstütze dienen, wieder einmal über das Thema Sonne nachzudenken und auch danach zu handeln.
[35:29] Testen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel. Bleiben Sie gesund, aber tun Sie auch was dafür. Gott segne Sie. Es bis zum nächsten Mal bei Gottes Plan für deine Gesundheit.
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