Veröffentlicht am
204 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andacht zu Jeremia 11-12 spricht Rabea Kramp über die Fragen, die Jeremia an Gott hat, und wie Gott darauf antwortet. Es geht um die Verfolgung Jeremias durch die Priester, die Gott ankündigt zu bestrafen, und um Jeremias Klage über den Erfolg der Gottlosen. Gott erklärt Jeremia, dass die Zeit der Trübsal noch schlimmer wird und dass er sich selbst überlassen muss. Die Andacht beleuchtet auch die Zerstörung des Volkes Gottes und die Hoffnung auf Wiederherstellung und die Integration der Heiden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Wir lesen heute Jeremia, Kapitel 11 und starten in Kapitel 12. Wir haben eine kleine Fragestunde von euch, an Gott, für uns. Ganz interessant, wie Gott auf eure Fragen antwortet. Und bevor wir das lesen und verstehen wollen, lasst uns beten.

[0:54] Lieber Gott, wir haben in unserem Leben auch oft Fragen an dich und wollen Dinge verstehen. Und wenn wir heute deine Antworten auf eure Fragen lesen, dann gib uns auch die Zuversicht, dass du auch unsere Fragen in unserem Leben beantwortest, eines Tages. Amen.

[1:13] Wir waren noch in Kapitel 11 und haben dort gelesen über die Götzen und über das Volk Gottes und wir unheilbringend. Und wir haben zuletzt davon geredet, dass es eine Verschwörung gab, Jeremia umzubringen. Und da steigen wir nun ein: "Aber die Heerscharen, du gerechter Richter, der die Nieren und Herzen prüft, lass mich deine Rache an ihnen sehen, denn hier habe ich meine Rechtssache anvertraut." Gott prüft auf Herz und Nieren. Wir haben das sogar heute als Sprichwort in unserer Sprache aufgenommen, das kommt aus der Bibel. Dieses Sprichwort.

[1:59] Und Jeremia hat ja schon Kapitel 1 deutlich gemacht, dass er vom Mutterleib an, als er noch kaum gewirkt war, dass Gott ihn dort schon auserwählt hat als einen Propheten. Also Gott schaut in unser Innerstes hinein und kennt uns wirklich, kennt jeder einzelne Faser unseres Körpers. Darum spricht der Herr: "Über die Männer von Anatot und die Männer von Anatot sind Priester." Weil Anatot war eine Priesterstadt, also die geistlichen Leiter des Volkes, die dir nach dem Leben trachten. Die Priester haben also Jeremia verfolgt und sagen: "Du sollst uns nicht mehr im Namen des Herrn weissagen, sonst musst du durch unsere Hand sterben." Und hier zeigt sich diese etliche Verschwörung der Priester.

[2:47] "Darum spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich will sie heimsuchen. Die jungen Männer sollen durchs Schwert umkommen und ihre Söhne und Töchter sollen vor Hunger sterben, und es soll ihnen kein Überrest verbleiben, denn ich will kein Unheil über die Männer von Anatot bringen im Jahr ihrer Heimsuchung." Also Gott tröstet hier Jeremia und sagt: "Die haben das vor, ich sag's dir vorher, aber du musst keine Angst haben. Ich werde mich um die kümmern. Ich kümmere mich darum, dass die umkommen und dir nichts anhaben werden." Und das ist natürlich eine tröstliche Sache für Jeremia, der sowieso ein sehr sensibler und sehr emotionaler Mensch war und den solche Sachen garantiert sehr bewegt und beschäftigt haben.

[3:37] Kapitel 12: "Woher du bleibst dem Recht, wenn ich mit dir recht. Dennoch will ich über deine Rechtsentscheide mit dir reden." Warum ist der Weg der Gottlosen so erfolgreich und bleiben alle, die treulos handeln, unangefochten? Jeremia macht deutlich: "Ja, Gott, ich hinterfrage nicht deine Entscheidungen, ich weiß, dass sie richtig sind, aber ich möchte trotzdem verstehen, warum du so und so entschieden hast." Und das ist eine tolle Unterhaltung, die Ehre mit Gott führt. Und die Frage, die er stellt, die erinnert uns natürlich ganz stark an den Psalm von Asaph, der den gleichen Gedanken ausdrückt und sagt: "Warum geht es den Gottlosen gut und den, die Gott fürchten, nicht?"

[4:21] "Du hast sie gepflanzt, sie schlagen auch Wurzeln, sie gedeihen und bringen sogar Frucht. Du bist zwar in ihrem Mund, nah, aber fern von ihren Herzen." Und damit meint Jeremia natürlich das Volk Gottes. Und hier wird wieder deutlich, dass das Volk eine äußere Religion praktiziert. Nach außen hin bekennen sie sich zu Gott, aber sie können sich Gott eigentlich nicht komplett ausliefern, weil sie an der Sünde festhalten wollen und weil sie auch gar nicht bereit sind, überwinden zu wollen. Sie wollen einfach weiter sündigen und somit bleiben sie von Gott her. Denn wir haben ja schon in den letzten Wochen gelesen, dass die Sünde die Trennung von Gott verursacht.

[5:07] "Doch du, Herr, kennst mich. Du schaust mich geprüft, wie mein Herz zu dir steht. Reise sie wie Schafe hin zur Schlachtbank und weil sie für den Tag der Schlachtungen." Wie lange soll das Land noch trauern und das Gewächs auf dem ganzen Feld verloren, infolge der Bosheit derer, die darin wohnen werden? "Vieh und Vögel weggebracht, denn sie sagen: Er wird unser Ende nicht sehen."

[5:32] "Wenn du mit den Fußgängern gelaufen bist und sie dich müde gemacht haben, wie willst du dann mit Pferden um die Wette laufen? Und wenn du dich nur in einem friedlichen Land sicher fühlst, fühlst, was willst du tun im Dickicht des Jordan?" Das sind interessante Fragen, Rückfragen, die Gott hier stellt. Und es gibt uns so ein bisschen Rückschlüsse auf den Charakter von Jeremia, der ja auch ein sehr feinsinniger, ein sehr sensibler Mensch war.

[6:05] Und Gott sagt hier: "Na ja, also, wenn du bei den Fußgängern schon müde wirst, Schritt zu halten, wie willst du dann erst neben Pferden laufen? Da wirst du erst recht müde werden." Und Gott möchte Jeremia hier darauf vorbereiten, dass er sagt, indem er ja, dass er ihm zeigt, dass was er bis jetzt geschehen ist, das Unheil oder den Fluch, den ich jetzt über das Volk Gottes gebracht habe, es ist noch gar nichts. Es wird noch viel schlimmeres kommen. Und weine doch nicht jetzt schon alle Tränen aus, die du hast. Spar dir noch ein paar auf. Es wird noch viel, viel schlimmer werden.

[6:38] Und wir können das natürlich auch auf uns anwenden, die wir vielleicht schon bei kleinen Dingen anfangen zu jammern. Vielleicht ja, wenn die Preise steigen, wenn das Leben kostspieliger wird, wenn die Gesellschaft kühler wird, wenn die Liebe erkaltet und wir jetzt schon so jammern, als wenn ja die schlimmste Endzeit wäre. Denkt doch mal zu uns: "Ihr werdet schon bei den Fußgängern müde. Wie wird es erst sein, wenn ihr dann wirklich in der Zeit der Trübsal seid? Was wollt ihr da noch sagen, wenn ihr jetzt schon so weit und so klagt wie in der Trübsal?"

[7:20] Das heißt, weiter: "Denn auch deine Brüder und das Haus deines Vaters sind tollwütig gegen dich gewesen. Sie haben dir aus voller Kehle nachgeschrieben. Glaube ihnen nicht, wenn sie auch freundlich mit dir reden." Also Gott sagt nicht nur, die Leute aus dem Volk werden die nach dem Leben trachten und dich belügen und betrügen, sogar deine eigenen Verwandten, deine Brüder, die aus deinem Haus, die werden dir Böses nachsagen.

[7:49] "Ich habe mein Haus verlassen, mein Erbe verstoßen. Ich habe den Liebling meiner Seele in die Hand seiner Feinde gegeben." Und der Liebling seiner Seele, das ist das Volk Israel, das ist der Liebling von Gottes Seele. Und ja, Gott möchte, dass die das Haus verlassen haben, das meint das Heiligtum, dass sie eigentlich wieder zurückkommen, aber müssen in die Hand der Feinde geben, um sie zur Umkehr zu bewegen. Er sieht keinen anderen Ausweg mehr.

[8:26] "Mein Erbteil ist mir geworden wie ein Löwe im Wald. Ein Löwe, der brüllt und das Volk Gottes hat gebrüllt im Götzendienst, hat furchtbare Dinge getan. Im Dienst, es hat seine Stimme gegen mich erhoben, darum hasse ich es." Also Gott muss sein Volk loslassen. Er muss die loslassen, die er eigentlich so sehr liebt, weil es nicht anders geht.

[8:55] "Ist mein Erbteil für mich zu einer jenen Höhle geworden, um die sich die Raubvögel ringsum scharen? Geht hin und versammelt alle Tiere des Feldes, bringt sie hierzu, damit sie fressen." Viele Hirten haben einen Weinberg verwüstet und meinen Acker zertreten, meinen kostbare Acker haben sie zu einer Wüste gemacht. Gott stellt sich hier da als guten Hirten und seine Herde als einen Weinberg. Ja, das Volk Gottes als Weinberg. Das Bild kennen die aus mehreren Bibelkapiteln, aber der Weinberg ist zertreten und er hat keine Ernte, hat keine Frucht.

[9:33] Und das ist der Zustand des Volkes Gottes. Man hat ihn verehrt, verwüstet. "Trauert er vor mir, das ganze Land liegt wüste. Niemand nahm es sich zu Herzen. Über alle kahlen Höhen der Steppe sind Zerstörung gekommen, denn das Schwert des Herrn frisst von einem Insel-Landes bis zum anderen. Da gibt es keinen Frieden für alles Fleisch. Sie haben Weizen gesät und dort dann geerntet. Sie haben sich abgemüht und doch nichts erzielt. So müsst ihr zuschanden werden an euren Erträgen wegen des grimmigen Zornes des Herrn."

[10:07] Also Gott sagt: "Ich muss euch euch selber überlassen. Ihr müsst die Folgen, die Konsequenzen eurer Sünde selbst spüren, sonst glaubt ihr nicht, dass die Sünde so eine vernichtende, ja, so etwas Vernichtendes ist."

[10:20] "So spricht der Herr über alle meine bösen Nachbarn, die das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Israel gegeben habe. Siehe, ich will sie aus dem Land herausreißen, und ich will das Haus Juda aus ihrer Mitte wegreißen." Hier spricht Gott diese Nachbarn an, und da ist auch das Volk Edom ganz prominent gemeint. Sie haben die Schwäche Israels ausgenutzt, als die Babylonier kamen und haben sich dort bereichert mit Beute und mit Land.

[10:52] "Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, will ich mich wieder über sie erbarmen und will sie wieder heim führen, jeder zu seinem Erbteil und jeden in sein Land." Inmitten dieser Prophezeiung über die Zerstörung und das Unheil schickt Gott immer wieder diese wunderbaren Verheißungen und sagt: "Ja, wird diese schlimme Zeit kommen, aber ich mache auch wieder alles neu." Was für eine tröstliche Sache.

[11:17] "Und es wird geschehen, wenn sie die Wege meines Volkes eifrig gelernt haben, so dass sie bei meinem Namen schwören: 'So wahr der Herr lebt', so wie sie mein Volk auch gelehrt haben, beim Baal zu führen, so sollen sie inmitten meines Volkes aufgebaut werden." Gott wünscht sich, dass sein Volk den Heiden beibringt, bei Gott zu hören, dass der Missionsauftrag dem Gottesvolk hat, dass es den Heiden von Gott erfüllt.

[11:48] Und ja, Gott wollte eigentlich, dass die Heiden sich dann integrieren in das Volk Gottes, in ihrer Mitte sind und darin aufgehen. Er wollte eigentlich diese ethnischen Unterschiede auflösen, weil ihm jeder Mensch am Herzen liegt. Er wollte nicht nur das Volk Gottes erlösen, sondern alle Menschen. Und so ist auch heute, und wir dürfen ihm dabei mithelfen. Vielleicht bist auch du, der diese Andacht hört, jemand, der von Gott gefunden wurde und den Gott erlöst hat oder erlösen möchte. Dann lass dich von ihm retten. Lasst uns beten.

[12:20] Herr, lieber Vater im Himmel, mache unsere Herzen weich und weit, damit ein Wort hineinbringt und wir verändert werden, dass wir ja, dein Charakter zutage fördern und dass wir so werden, wie du. Das bieten wir dann an. Amen.


Lizenz

Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.