In dieser Predigt wird der biblische Begriff „Berg Zion“ tiefgehend beleuchtet. Es wird erklärt, dass Zion nicht nur ein geografischer Ort in Jerusalem ist, sondern auch eine symbolische Bedeutung für das himmlische Jerusalem, den Thron Gottes und die Wohnung Gottes hat. Die Predigt verbindet die Bedeutung von Zion mit zentralen Themen wie der Herrschaft Jesu Christi, der Erlösung und der Identität der Gläubigen als Teil von Gottes Königreich.
01.07.2014 Offenbarung 14:1 Teil 2
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für VersWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Ich möchte euch ganz herzlich begrüßen. Schön, dass ihr da seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de und euch die Aufnahme anschaut. Wir werden heute uns mit Offenbarung 14 Vers 1, dem zweiten Teil beschäftigen. Letztes Mal haben wir gesprochen über, wisst ihr es noch? Das Lamm. Und jetzt werden wir uns den Ort anschauen, wo das Lamm steht, nämlich den Berg Zion. Dazu gibt es ein interessantes und spannendes Bibelstudium. Darauf freue ich mich schon. Aber wie jedes Mal wollen wir vor dem Bibel aufschlagen, uns noch einmal niederknien, wo es möglich ist, und zu Gott beten.
[1:09] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können, dass wir dein Wort studieren können. Wir möchten dich bitten, dass du uns von allem freimachst, was uns stören könnte, innerlich oder äußerlich, dass wir wirklich darauf hören können, was du uns sagen möchtest, dass wir Altes und Neues erkennen können in deinem Wort und dass wir die Wahrheit, die freimacht, in unser Leben lassen. Ich möchte dich bitten, dass du zu uns persönlich sprichst und dass wir gestärkt, ermutigt und erfrischt aus diesem Offenbarungsstudium hinausgehen können. Im Namen Jesu, Amen.
[1:15] Offenbarung 14 und dort Vers 1. Johannes sagt: "Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm die 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben." Wir haben gesprochen, das Lamm ist zentral, das Lamm ist immer zentral in der Offenbarung. Es ist die Offenbarung Jesu Christi. Man spricht auch sehr schnell über die 144.000, über den Namen des Vaters, wenn wir das nächste Mal darüber sprechen, über die Versiegelung. Aber was man manchmal ein bisschen unter den Tisch fallen lässt, ist dieser Berg Zion. Machen wir eine kleine Umfrage. Eurer Meinung nach, wofür steht dieser Berg Zion hier? Ein paar Meinungen, einfach mal so in den Raum geworfen. Was bedeutet oder was ist hier dieser Berg Zion? Sagst du, der Berg Gottes?
[2:10] Ja, vielleicht der Thron Gottes? Stadt Gottes? Berg Gottes? Thron Gottes? Was habt ihr noch? Da, wo Gott ist? Ist das der heilige Berg? Ja, genau. Hier ist 28. Kommen wir gleich zu. Lass uns mal anschauen, was wir über den Begriff Zion alles in der Bibel herausfinden können.
[2:50] Was heißt eigentlich Zion? Jemand eine Idee, was Zion heißt? Das ist ja so ein beliebter Begriff, nicht wahr? Zion kommt in der Bibel vor, die Tochter Zion. Singt man sogar im Dezember: "Tochter Zion, freue dich!" Oder man spricht von den Zionsliedern. Was ist eigentlich Zion? Was heißt Zion? Was ist eigentlich Zion ursprünglich gewesen? Schaut mit mir in 2. Samuel, Kapitel 5, Vers 7.
[3:23] Das ist das erste Mal in der Bibel, dass das Wort Zion vorkommt. 2. Samuel, Kapitel 5 und dort Vers 7. 2. Samuel, Kapitel 5, Vers 7, da heißt es kurz und knapp: "Aber David nahm die Burg Zion ein, das ist die Stadt Davids." Es ist die Stadt Davids. Was ist denn die Stadt Davids? Welche Stadt hat er denn eingenommen hier? Jerusalem. Also Zion ist verknüpft mit Jerusalem. Zion heißt übersetzt, interessanterweise, Hauptstadt und kommt eigentlich von dem Wort Säule. Das kann man sich gut merken. Also wie so eine Säule so eine tragende, stützende Funktion hat, so ist auch die Hauptstadt eine tragende Säule eines Reiches. Wenn ihr mal jetzt gerade an so zentralistische Nationen denkt, wie Frankreich. Frankreich ohne Paris funktioniert nicht. Oder China ohne Peking. Juda und Israel damals ohne Jerusalem wäre undenkbar gewesen. Es war die Säule, es war die Hauptstadt, es war das Zentrum sozusagen. Das ist sehr wichtig im Verständnis.
[4:53] Lass uns mal ein paar andere Texte anschauen, um das noch ein bisschen weiter anzuschauen. Zum Beispiel in 1. Könige Kapitel 8 Vers 1. Nee, Verzeihung, da gehen wir später hin. Wir gehen jetzt mal zu dem Psalm, weil dem Psalm geht es, das können wir aus Zeitgründen besser so machen, Verzeihung. Lass uns gehen zu Psalm Kapitel 2, ganz genau, Vers 6.
[5:21] In Psalm Kapitel 2 Vers 6 dort heißt es: "Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg." Jetzt denken wir mal kurz nach. Wer ist das hier, wer ist "ich"? Wer? Also David schreibt im Psalm. Das ist ein Psalm. Nicht unbedingt, steht jetzt nicht mit, aber es ist wahrscheinlich ein Psalm Davids, ja. Aber es ist Gott, der hier spricht.
[6:06] Also halten wir fest: Zion meint auch einen Berg. Es ist also nicht nur die Stadt mit den Stadtmauern Jerusalem, sondern es ist auch der Berg Zion, denn die Stadt Jerusalem liegt auf einem Berg. Und die nördlichste Erhebung auf diesem Berg ist der Berg Zion und dort war die Stadt Davids. Und wir werden gleich sehen, was da noch sich befand. Es ist ein Berg, der Berg Zion. Aber Gott sagt etwas Interessantes hier. Er sagt: "Auf diesem Berg hat er was getan? Ich habe meinen König eingesetzt." Wer war David? David war König, aber David war nicht einfach irgendein König. Es gab viele Könige in der Bibel. Was ist das Besondere an David von allen anderen Königen? Er war der Geliebte. Das Wort David heißt sogar Liebe, das stimmt, ja. Er war ein Mann nach dem Herzen Gottes. Er war ein Vorbild auf Jesus, nicht wahr? David, der Hirte, der König wird, der den übermächtigen Feind besiegt, den kein anderer besiegen kann. Der sich die einzige Stadt, die damals noch nicht zum Reich gehörte, die einzige Stadt, wo noch Heiden lebten, dass er sich die nicht nur erobert, sondern sie zur Hauptstadt macht. Das ist die Idee.
[7:25] David, so wie Jesus, der ein Hirte war und König sein wird, der den Feind besiegt, den niemand anders besiegen konnte, der sich diesen Planeten, der als einzig abgefallen ist, ausgesucht hat, um hier seine Hauptstadt zu haben. Also David als König ist ein Symbol für Jesus. Jesus heißt ja auch, er ist der Sohn Davids. Und so wie David als buchstäblicher König auf dem buchstäblichen Berg Zion regierte, so hat Gott auch seinen König eingesetzt auf dem Berg Zion. Denn hier spricht es nicht nur von Jesus.
[8:00] Schaut mal, wie es weiter heißt in Vers 7: "Ich will den Ratschluss des Herrn verkünden. Er hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt." Und wenn ihr ein bisschen die Bibel kennt, wisst ihr, dass später Paulus im Hebräer Kapitel 1 diesen Vers nimmt und ihn auf wen anwendet? Auf Jesus. Das heißt, hier geht es um den König David auf dem Berg Zion, aber es geht auch um den König Jesus auf dem anderen Berg Zion. Wir müssen also verstehen, dass Zion genauso wie zum Beispiel Israel oder Kanaan eine doppelte Symbolik hat: ein irdisches oder ein himmlisches.
[8:36] Und das wird ganz deutlich, wenn man den Hebräerbrief anschaut. Und dann haben wir sozusagen die große Klammer schon geschaffen. In Hebräer, schaut mal, Hebräer Kapitel 12. Hebräer Kapitel 12.
[8:45] Das ist eine interessante Passage. Wahrscheinlich kennt ihr die ganz gut. Hebräer Kapitel 12. Da spricht Paulus davon, wie außergewöhnlich die Erfahrung der Israeliten am Berg Sinai war. Könnt ihr euch daran erinnern? Er beschreibt, wie schrecklich das war: das Feuer und das Erdbeben und wie selbst Mose zittert und sagt: "Ich kann es kaum ertragen." Genau. Und er sagt: "Ihr seid nicht zum Berg Sinai gekommen, sondern, Vers 22, sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem." Wo ist das himmlische Jerusalem? Wo ist das eurer Meinung nach? Im Himmel. Wo ist dann dieser Berg Zion? Im Himmel. Wir sehen das weiter. Und zu Zehntausenden von Engeln, wo sind die? Im Himmel. Und zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind. Wo sind die? Ja, die Erstgeborenen, die Gemeinde ist noch im Grab, aber angeschrieben sind sie schon im Himmel. Und zu Gott, dem Richter über alle und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und so weiter.
[10:00] Und jetzt ist der entscheidende Punkt: Berg Zion meint eben nicht nur diesen Hügel von ungefähr 800 Metern dort in Palästina, wo die Stadt Davids drauf war, wo die Burg Zion war, die David erobert hat. Es meint auch einen himmlischen Berg. Ich sage das deswegen, weil natürlich der Berg Zion auch im Laufe der Zeit in der Bibel auch eine symbolische Bedeutung hat, dass er auch für andere Dinge steht, wie wir gleich sehen werden. Und man manchmal dann das immer so vergeistlicht, dass man kaum noch eine Realität hat. Aber Berg Zion ist tatsächlich ein Berg im Himmel. Und wir haben einige Beweise in der Bibel, dass es dort auch so einen großen Berg gibt, so einen besonderen Berg, wie auch immer der aussieht. Kennt ihr die Stelle in der Bibel, wo es von einem besonderen Berg spricht, der da im Himmel eine Rolle spielt?
[10:54] Hier Jesaja 14, der Versammlungsberg im äußersten Norden. Übrigens, an welcher Stelle stand der Berg Zion im Umfeld von Jerusalem? Im äußersten Norden. Die Erhebung Zion war der äußerste Norden von Jerusalem und Jesaja 14 spricht von diesem Versammlungsberg im äußersten Norden, da wo der Thron Gottes ist, da wo der König regiert. Also wenn in Jesaja in Offenbarung 14 das Lamm steht und die 144.000 auf dem Berg Zion, eurer Meinung nach, was ist dann damit gemeint? Der himmlische Berg oder die 800 Meter Erhebung in Palästina? Der himmlische Berg.
[11:33] Das heißt, nach all dem, das ist interessant, weil man liest jetzt so drüber und sagt: Naja, ein Lamm auf dem Berg Zion, naja, und das ist die Versiegelung, die 144.000. Wer sind die 144.000? Man übersieht aber das eigentlich Spannende an der ganzen Geschichte, nämlich, dass nach all den Zeichen und all den Hörnern und den Tieren und Offenbarung 13, dass plötzlich Johannes bis zum äußersten Versammlungsberg schaut, dort wo der Thron Gottes ist und dort sieht er die Erretteten. Offenbarung 14 beschreibt eine der interessantesten Szenen der ganzen Offenbarung. Die Gläubigen sind dort, wo Gott regiert, nicht einfach nur irgendwo im Himmel, sondern auf dem Berg Gottes, wo übrigens der Satan sich selbst hin platzieren wollte, nicht wahr? Sie sind dort.
[12:17] Jetzt lassen wir uns das mal ein bisschen weiter anschauen. Was können wir noch alles lernen über diesen Berg Zion? Lass uns mal ein bisschen Bibelstudium machen. Und wie das ist bei dem Land Kanaan, wo das irdische Land Kanaan ein Hinblick ist, ein Appell ist vom himmlischen Kanaan und wie das irdische Heiligtum ein Appell ist vom himmlischen Heiligtum, so ist auch der irdische Berg Zion ein Appell vom himmlischen. Schaut mal mit mir in Psalm 132.
[12:36] Psalm 132 und dort Vers 13 und 14. Sie wird übrigens auch, er wird genannt auch, die Stadt Zion wird genannt, die Stadt des großen Königs. Wir haben nicht Zeit, alle Verse aufzuschlagen, aber schaut mal Psalm 132 und dort Vers 13 und 14. Dort heißt es: "Denn der Herr hat Zion erwählt, hat sie zu seiner Wohnung gemacht." Jetzt wo wohnt Gott? Sagt nicht im Himmel, das stimmt natürlich. Im Heiligtum. Das heißt, der Berg Zion ist verknüpft mit dem Heiligtum. Wisst ihr, was sich auf dem Berg Zion befand? Auf der Spitze des Berges Zion, des irdischen Bergs Zion. Ratet mal.
[13:22] Das ist sehr gut und die zehn Gebote sind wo? In der Bundeslade, im Allerheiligsten. Das Allerheiligste war auf dieser Spitze des Berges, also auf dieser Erhebung des Bergs Zion gebaut. Im Grunde genommen, ja. Das ist so eine Kette dort, genau. Das ist der Berg Zion. Es gibt ja verschiedene Namen, die dann austauschbar sind zum Teil.
[14:05] Also wir haben jetzt nicht die Zeit. Also wenn du dir die irdische Stadt Jerusalem anschaust, war die Stadt Jerusalem natürlich schon auf diesem Berg, aber sie war nicht direkt auf der Bergspitze, sondern wenn du das geografisch anschaust, das ist ja so eine Art Tafelland, es gibt diese Täler und dann gibt es so diesen Südabhang und da ist die Stadt dran gebaut und dann geht es weiter nach Norden und da stand dann der Tempel. Der Tempel, den Salomo gebaut hat, der war eigentlich tatsächlich außerhalb der Stadtmauern.
[14:29] Das war quasi das Höchste, genau. Man musste also quasi aus den Stadtmauern raus, um zum Tempel zu gehen. Genau. Aber das ist jetzt nur geografisches Detail. Aber das ist interessant, dass der Berg Zion verknüpft ist mit der Wohnung Gottes und damit mit dem Heiligtum. Die Wohnung Gottes. Man hätte also auch schreiben können, Johannes sieht in Offenbarung, er sieht das Heiligtum, er sieht die Wohnung Gottes. Er schreibt zwar Berg Zion, aber das ist im Grunde genommen ein und dasselbe, wie wir gerade sehen.
[14:58] Schauen wir noch ein paar interessante Verse an, zum Beispiel Psalm 102. Gerade in diesem Psalm wird viel mit Zion gesprochen, das ist ein reiches Studium hier. Psalm 102 und dort Vers 20 bis 22. Ich lese mal die drei Verse vor. Psalm 102, Vers 20 bis 22.
[15:26] "Denn er hat herabgeschaut von der Höhe seines Heiligtums. Der Herr hat vom Himmel zur Erde geblickt, um zu hören das Seufzen der Gefangenen und loszumachen, die dem Tod geweihten, damit sie den Namen des Herrn verkündigen, Zion und seinen Lob in Jerusalem." Ich weiß nicht, ob es bei euch schon klingelt. Wenn ihr das lest, vor allem die Verse 21 und 22, woran müsst ihr denken?
[16:04] Ja, also gibt es eine Bibelstelle, die so ähnlich ist? Frage. Gibt es noch eine andere Stelle, wo wir in Vers 22 den Namen des Herrn und Zion miteinander verbunden sind? Eine andere Bibelstelle, wo der Name des Herrn und Zion zusammen in einem Vers vorkommen verbunden sind?
[16:40] Offenbarung 14, Vers 1. Genau, denn die 144.000 stehen auf dem Berg Zion und haben was? Haben was auf ihren Stirn? Den Namen des Vaters, den Namen Gottes. Also wir haben in Psalm 102 den Berg Zion verknüpft mit dem Namen. Und in Offenbarung 14 haben wir die 144.000 auf dem Berg Zion, die den Namen Gottes an ihren Stirnen haben. Was haben wir denn ein Vers vorher? In Psalm 102, Verzeihung.
[17:22] "Loszumachen, die dem Tod geweihten." Wo gibt es denn Todgeweihte im Kontext der Offenbarung? Also in Vers 21 sind die Todgeweihten. In Vers 22 sieht man Berg Zion und den Namen des Herrn. In Offenbarung 14, Vers 1, hat man die 144.000 auf dem Berg Zion mit dem Namen des Herrn an den Stirnen. Wo hat man wohl die Todgeweihten? In Offenbarung 13. Offenbarung 13 spricht von denen, die nicht mehr kaufen und verkaufen können, die sogar getötet werden sollen. Die Todgeweihten. Könnt ihr sehen, dass Psalm 102 an dieser Stelle eigentlich fast eine Wiederholung oder Parallele zur Offenbarung ist? Gott schaut vom Heiligtum herab. Warum? Weil er hört das Seufzen der Gefangenen, die dem Tod geweihten, so wie in Offenbarung es dort Menschen gibt, die seufzen zu Gott: "Wie lange noch? Wann kommst du wieder?" Weil das Malzeichen des Tieres da ist. Das Tier und das Malzeichen und das Bild des Tieres und das zweite Tier, all sie bedrücken und bekämpfen. Sie beten zu Gott und Gott rettet sie, damit sie, wie es hier steht, damit sie den Namen des Herrn verkündigen, Zion. Und in Offenbarung 13 sehen wir diese Verfolgung, wir sehen das alles und im nächsten Vers sehen wir: "Und ich sah, und siehe, das Lamm Gottes stand auf dem Berg Zion und mit ihm die 144.000, die trugen den Namen des Vaters an ihren Stirnen." Könnt ihr sehen, dass Offenbarung 13 und 14 eigentlich nur eine Ausweitung ist von Psalm 102? Ich habe ja letztes Mal schon gesagt, Offenbarung 14 Vers 1 ist eigentlich direkt angeschlossen an Offenbarung 13. Das ist ein Gedanke. Hier sieht man es. Es ist ein Gedanke. Es ist wirklich die Befreiung des Volkes.
[19:13] Jetzt gibt es noch mehr zu entdecken. Was gibt es alles in Zion oder was kommt alles aus Zion? Schauen wir uns mal ein paar Texte auf. Einfach um das zu sammeln. In Psalm 20 Vers 2. Das sind sehr schöne Texte, die uns jetzt helfen, auch persönlich für den Alltag, denke ich. In Psalm 20 Vers 3. Im Englischen ist es Vers 2, im Deutschen ist es Vers 3.
[19:40] Dort heißt es: "Er Gott sende dir Hilfe aus dem Heiligtum und stärke dich aus Zion." Das ist ein Parallelismus. Heiligtum und Zion. Hilfe und Stärke. Das heißt, Zion ist der Ort, wo Stärke für mich zur Verfügung steht. Brauchen wir Stärke im Alltag? Brauchen wir Kraft? Kraft kommt aus Zion, denn Zion ist die Säule. Zion ist die Hauptstadt. Da ist da, wo der König regiert. Da kommt die Kraft her. Und übrigens, was ist die Kraft Gottes? Das ist ein Evangelium. Sein Evangelium.
[20:32] Schauen wir uns noch was an. In Psalm 50 Vers 2. Das ist auch eine tolle Stelle. Psalm 50 Vers 2. Dort heißt es: "Aus Zion, der Schönheit Vollendung, erscheint Gott im Licht." Es gibt nicht viele Dinge in der Bibel, die als Vollendung der Schönheit bezeichnet werden. Da gibt es noch den Luzifer, der das verloren hat. Aber hier steht, Zion ist der Schönheit Vollendung. Und da sieht man, dass Zion eben, also ich meine, die Stadt Davids war auch schön, aber das war nicht der Schönheit Vollendung. Die Vollendung der Schönheit ist dort im Himmel. Dort, wo Gottes Regierung ist. Dort ist der Schönheit Vollendung. Sehr interessant.
[21:28] Schaut mal nur eine Seite weiter. Psalm 53 Vers 7. Psalm 53 Vers 7. Das verknüpfen wir jetzt mit dem, was wir vorgelesen haben. In Psalm 53 Vers 7, da heißt es: "Ach, dass aus Zion Rettung käme! Die Rettung für Israel." Und Rettung ist nichts anderes als das Evangelium. Ich meine, die gute Nachricht. Und das ist wieder die Kraft Gottes. Die Stärke, die aus Zion kommt, ist das Evangelium. Die gute Nachricht. Gott, der König regiert in Zion. Und alle, die dem Lamm folgen, sie folgen, wohin es auch geht, sie enden auf dem Berg Zion. Sie enden am Thron Gottes. Sie enden in der Hauptstadt. Sehr interessant. Das Lamm hat sie dorthin geführt, das Evangelium. Und das Lamm ist von dort gekommen. Dort aus dem, vom Berg Zion.
[22:25] Noch eine Stelle. Psalm 125. Psalm 125 Vers 1. Psalm 125 Vers 1. "Die auf den Herrn vertrauen, sind wie der Berg Zion, der nicht wankt, sondern ewig bleibt." Das ist übrigens wahrscheinlich auch der, also ich gehe davon aus, das ist das himmlische Jerusalem, der himmlische Berg Zion. Denn der irdische wird mal wanken. Wenn Jesus wiederkommt, wird auch der irdische Berg Zion wanken und vergehen. Aber der himmlische, der wankt nicht. Er ist ewiglich derselbe. Und das ist natürlich ein Symbol, weil auf diesem Berg Gott sein Königreich hat. Es wankt nicht. Es ist nicht unsicher. Es ist nicht bedroht. Es ist stabil. Es ist fest. Und das irdische Königreich von David und seinen Nachfolgern sollte eigentlich ein Bild davon sein.
[23:29] Und wisst ihr, dass wir alle durch das Blut Jesu zu Königen und Priestern gemacht sind? Und wenn wir Könige sind, dann muss unser Leben eigentlich auch das Königreich dort im Himmel reflektieren. Und das Königreich dort im Himmel ist auf einem Fundament, das nicht wankt. Und deswegen sagt er ja: "Die, die auf den Herrn vertrauen." Was ist ein anderes Wort für vertrauen? Man stellt die Frage meist andersrum und bekommt dann die Antwort: Vertrauen. Glaube. Genau. Ja, was heißt Glaube? Ja, Vertrauen. Ja, was heißt Vertrauen? Glaube. Die, die Gott wirklich glauben, dienen, vertrauen, die sind wie der Berg Zion. Dieses Nicht-Wanken, das kommt durch den Glauben. Diese Gerechtigkeit kommt durch den Glauben.
[24:14] Denn Zion hat Bewohner. Schaut mal Psalm 147. Das ist natürlich klar. In Psalm 147, Vers 12, Psalm 147, Vers 12 heißt es: "Rühme den Herrn, Jerusalem, Zion lobe deinen Gott." Und natürlich hat David nicht gemeint, dass der Berg anfängt zu singen. Das ist unmöglich. Sondern es sind die Bewohner Zions. So wie in der Offenbarung auch die Stadt Jerusalem einmal für die Stadt steht, aber auch natürlich für die Menschen, die drin wohnen, so steht auch der Berg Zion nicht nur für den Berg selbst, sondern für die, die darauf wohnen. Und auf dem irdischen Berg Zion, da wohnten Leute, da wohnten die, die zum König gehörten. Und auf dem himmlischen Berg Zion, da werden auch Menschen wohnen. Menschen sein, die zu dem himmlischen König gehören. Der Berg Zion.
[25:11] Vers 3: "Die Stadt des großen Königs." Lies mal vor nochmal, ich kann es nicht in den ganzen Auswendigen. Genau, eine sichere Burg, die Stadt des großen Königs. Und das ist alles wieder typologisch auf Gott im Himmel anzuwenden.
[25:41] Jetzt fangen wir mit ein paar Texten an im Jesaja. Jetzt haben wir schon viel in Psalmen gelesen. Schaut mal in Jesaja, Kapitel 2, Vers 3.
[25:46] Jesaja, Kapitel 2 und dort Vers 3. Dort heißt es: "Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns belehre über seine Wege und wir auf seinen Pfaden wandeln. Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem." Was kommt von Zion hervor? Das Gesetz, denn dort ist ja das Heiligtum, dort ist die Grundlage des Rechtes, dort ist das Gesetz, das Wort Gottes.
[26:42] Jetzt denkt mal kurz nach. Die Menschen, sagt Jesaja voraus, werden sich zu dem Berg Zion wenden, weil dort das Gesetz verkündigt wird. So wie es damals einen buchstäblichen Berg gab und ein Volk, das mit diesem Berg assoziiert war, so gibt es heute einen buchstäblichen Berg im Himmel und ein Volk, das mit diesem Berg assoziiert ist. Hebräer sagt: "Ihr seid nicht gekommen zu dem Berg, ihr seid gekommen zu dem Berg Zion, dem himmlischen Jerusalem." Und deswegen ist Vers 2 auch interessant.
[27:21] In Vers 2 heißt es: "Es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Herrn fest gegründet stehen an der Spitze der Berge. Und er wird erhaben sein über alle Höhen und alle Heiden werden zu ihm strömen." Das heißt, ja, es gibt diesen Berg, und das ist jetzt sehr wichtig, es gibt diesen buchstäblichen, tatsächlichen Berg Zion im himmlischen Heiligtum, aber jetzt schon am Ende der Tage, in der Endzeit, kann dieser Berg sehr erhoben sein. Die Menschen, die Heiden, ziehen ja nicht in den Himmel, erst mal, sondern sie ziehen dann zu diesem geistlichen Berg Zion, der das, was im Himmel ist, auf der Erde widerspiegelt. Das ist die Idee. So wie Gott dort König ist und wir sein Königreich widerspiegeln sollen, so sollen wir seinen Berg Zion widerspiegeln. Wenn wir sozusagen geistlich hier auf dem Berg Zion gelebt haben, dann werden wir dort auf dem buchstäblichen Berg Zion sein. Und sich mit dem Berg Zion zu beschäftigen, hilft einem jetzt hier schon quasi auf dem Berg Zion zu leben, diesen Berg Zion hochzuhalten, dass die Leute sagen: "Da ist das Wort Gottes."
[28:26] Wann lebt man auf dem Berg Zion? Wenn andere Menschen sagen: "Da höre ich was über das Wort Gottes." Das ist ein interessanter Punkt, nicht wahr? Denn wenn der Berg Zion hoch erhaben ist, dann sagen nicht die Gläubigen: "Hier ist das Wort Gottes." Dann sagen die Ungläubigen: "Hey, da wird noch das Wort Gottes gepredigt." Das ist, was der Text sagt. Woher kann ich also wissen, ob ich wirklich mit dem Berg Zion in Verbindung bin, ob ich wirklich den Berg Zion in meinem Leben hochhalte? Daran, dass andere zu mir kommen, auf mich zukommen, dass andere angezogen werden, durch dieses Evangelium, durch dieses Gesetz, durch dieses Wort Gottes. Das ist der Punkt hier, der Berg Zion.
[29:15] Lass uns noch einen Schritt weiter gehen. In Jesaja 40, und dort Vers 9, bevor wir das lesen. Hat denn das irdische Volk Israel, das da auf diesem Berg Zion gelebt hat, oder also im Zusammenhang mit diesem Berg Zion, die haben nicht alle auf dem Berg gelebt, aber die haben alle sozusagen dort ihre Hauptstadt gehabt, das war ihre Säule, das war ihr Bezugspunkt. Haben die sich wirklich so verhalten, dass dem Berg Zion Ehre widerfahren ist, ja oder nein? Der größtenteils nicht. Es ging soweit, bis irgendwann der Tempel zerstört worden ist, auf dem Berg Zion. Das heißt ja, auf dem der himmlische Berg Zion wankt nicht, aber der Berg Zion und der David und seinen Nachfolgern, der hat einmal ganz schön gewankt. Ja, da lief oftmals das nicht so, wie es hätte sein sollen.
[30:12] Und deswegen sagt die Bibel folgendes: Schaut mal in Jesaja 40, Vers 9. Das heißt es: "Steige auf einen hohen Berg, o Zion, die du frohe Botschaft verkündigst, erhebe deine Stimme mit Macht, o Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst, erhebe sie, fürchte dich nicht, sage den Städten Judas: Seht, da ist euer Gott!" Was ist eine frohe Botschaft? Das Evangelium heißt sogar frohe Botschaft.
[30:41] Jetzt, einige kennen das vielleicht von euch schon. Wer von euch mag gern Gedichte? Woran erkennt man ein Gedicht? An einem Reim, oder? So ist es im Deutschen, im Englischen, im Italienischen, vermutlich auch im Griechischen, denke ich, eventuell auch. Im Hebräischen jedenfalls ist ein Gedicht ganz anders. Im Hebräischen hat man einen Gedanken A, dann hat man einen Gedanken B, und dann hat man wieder einen Gedanken A-Strich und B-Strich. Man nennt das Parallelismus. Es gibt auch verschiedene Spielarten, das ist eine Form davon. Also typisches Beispiel, das ist immer mein Standardbeispiel: Ich heiße Christopher Kramp. Ich wohne in Stuttgart. Christopher Kramp ist mein Name. Stuttgart ist mein Wohnungsort. Das ist hohe hebräische Poesie gewesen, ob ihr es bemerkt habt oder nicht. Die Hebräer würden sagen: "Wow, das ist ein poetischer Geist." So sind 40 Prozent des Alten Testaments geschrieben. Warum erzähle ich euch das? Weil man es hier sehr schön sehen kann.
[32:00] Schaut mal in Vers 9 nochmal. "Steige auf einen hohen Berg, o Zion, die du frohe Botschaft verkündigst. Erhebe deine Stimme mit Macht, o Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst." Seht ihr den Parallelismus? Das heißt, dieser hohe Berg, also steige auf einen hohen Berg, o Zion, die du frohe Botschaft verkündigst. Erhebe deine Stimme mit Macht, o Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst. Macht ganz deutlich, dass der hohe Berg etwas zu tun hat, diese frohe Botschaft mit Macht zu verkündigen. Seht ihr das? Das heißt, der Berg ist deswegen höher. Symbolisch gesprochen bedeutet ein hoher Berg eine machtvolle Verkündigung. Wie könnte man das noch anders benennen, wenn jemand mit Macht ruft, wenn er mit Vollmacht seine Stimme erhebt? Wie nennt man sowas? Man nennt es laut, genau, man nennt das rufen. Das ist ein lauter Ruf, ein lauter Ruf und zwar nicht einfach irgendwas, sondern das Evangelium laut gerufen. Die gute Nachricht, die gute Nachricht von der Rettung Gottes, von der Kraft Gottes, vom Evangelium, von dem Gesetz Gottes, eine gute Nachricht, von dem Gericht Gottes, was auch eine gute Nachricht ist. Wenn das laut gerufen ist, dann ist das eigentlich im Sinne des Berges Zion.
[33:21] Gott hatte ganz bewusst den Tempel nicht einfach irgendwo ins Tal bauen lassen, wo man erst lange suchen muss, sondern er hat auf dem Berg gebaut, damit man ihn von weit aus sehen kann. Jesus sagt: "Eine Stadt, die auf einem Berg ist, kann nicht verborgen sein. Ihr seid das Licht der Welt. Wenn sie eure Taten sehen, dann werden sie euren himmlischen Vater preisen." Wenn der Berg Gottes erhöht ist, wenn man ihn sieht, wenn man die Kraft Gottes, die aus dem Heiligtum kommt, wenn man die Stärke Gottes, die gute Nachricht, wenn man das sieht, dann werden Menschen da kommen wollen. Sie werden auch dem Lamm nachfolgen. Und dann werden Menschen mit uns gemeinsam dort auf jenem Berg stehen.
[34:06] Lasst uns noch zum Ende ein paar Texte anschauen. Jesaja 28, du hast es vorhin schon erwähnt, das zeigt eben das ganze Fundament. Jesaja 28, Vers 6. Nachdem auf dem Berg Zion, das immer wieder kaputt gegangen ist, immer ein König gut war, einer schlecht und dann wieder einer gut und dann wieder drei schlecht. Sagt Gott: "Ich will ein kontinuierliches, ein ständiges Fundament, eine Säule, die nicht zerbricht." Schaut mal in Vers 16, Jesaja 28, Vers 16.
[34:35] Dort heißt es: "Darum so spricht Gott der Herr: Siehe, ich lege in Zion einen Stein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein." Jetzt hat er es dreimal wiederholt. "Der aufs Festeste." Siehst du das bei euch auch? "Aufs Festeste." Was ist denn noch fester als fest? Gott sagt, er sagt Stein, dann sagt er nochmal Stein, dann sagt er nochmal Stein, dann sagt er, der ist aufs Festeste gegründet. Wörtlich heißt es ein überaus festes Fundament, felsenfest. Genau. Und dann sagt er: "Wer glaubt, flieht nicht." Ja, warum sollte man denn fliehen?
[35:16] Gibt es eine ähnliche Stelle in der Bibel, wo es heißt: "Also wer glaubt, der..." Hebräer heißt es: "Wir sind nicht von denen, die feige zurückdrängen, sondern von denen, die glauben zur Rettung zu tun ist mit der Wiederkunft. Werft euer Vertrauen nicht weg, noch eine kleine Weile, dann wird er kommen, wird nicht ausbleiben. Werft euer Vertrauen nicht weg, aufs Festeste gegründet." Wer ist dieser Eckstein?
[35:45] Dieser, im 9. Sement wird es ganz deutlich gesagt, wird zitiert, dass das Jesus ist. Das Fundament der Regierung Gottes ist die gute Nachricht, dass Christus gekommen ist. Es ist das Gesetz Gottes. Diese beiden Dinge sind aufs Festeste gegründet. Jesus kam auf die Erde, um das Gesetz Gottes zu halten, in all seinen Details, in all seinen Prinzipien, ein Leben lang ohne Abweichung und das ist das Fundament. Richtig? Das Fundament Gottes ist ein Gesetz. Hätte Jesus das Gesetz Gottes nicht gehalten, hätte er nicht weitergehen können. Wenn er gestorben wäre, ohne das Gesetz zu halten, wäre er verloren gewesen. Das heißt, eigentlich ist das ganze Fundament, auf dem unsere Erlösung basiert, dieser Eckstein, ist die Tatsache, dass Jesus das Gesetz Gottes gehalten hat. Das war der Eckstein auf dem Berg Zion. Ohne das Fundament, keine Erlösung, keine Heiligung, keine Gnade, kein Nichts. Denn nur sein Gehorsam, sein Gesetz, sein Gesetzeshalten haben diese gute Nachricht ermöglicht. Christus ist der Eckstein und er ist der König, der auf dem Berg Zion eingesetzt ist.
[36:56] Jetzt zum Abschluss, lasst uns noch ein paar Verse lesen in Jesaja 59. Könnt ihr also noch weiter das studieren, es gibt noch mehr Texte über den Berg Zion. Ja, das wollen wir nicht.
[37:14] Lasst uns zu Joel gehen. Joel ist ganz toll in diesem Zusammenhang. Das Buch Joel. Eines unserer Lieblingsbücher hier.
[37:19] Joel 2, Kapitel 1. Jetzt sehen wir, wie der Berg Zion eine Schlüsselrolle spielt in dem Buch Joel. Joel 2, Vers 1.
[37:44] "Stoßt in das Schofar-Horn in Zion und blast Lärm auf meinem heiligen Berg, dass alle Bewohner des Landes erzittern, denn der Tag des Herrn kommt. Ja, er ist nahe." Die Wiederkunft soll verkündigt werden mit einem lauten Ruf auf dem Berg Zion. Stoßt in das Horn.
[38:00] Weiter in Vers 15. Joel 2, Vers 15. "Stoßt in das Horn in Zion, heiligt euer Fasten, beruf deine allgemeine Versammlung." Vers 23. "Und ihr Kinder, frohlockt und freut euch über den Herrn, euren Gott, denn er gibt euch den Frühling in rechtem Maß und er lässt euch am ersten Tag Regengüsse herabkommen, Frühling und Spätregen." Immer wieder Zion erwähnt.
[38:22] Aber das wichtigste Mal ist in Vers 5 von Kapitel 3. Schaut mal, Kapitel 3, Vers 5. Und das ist ein Vers, der uns zurückbringt zur Offenbarung. In Joel 3, Vers 5. Und ich glaube, dass die Offenbarung sich speziell auch auf diesen Text hier bezieht.
[38:38] "Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Rettung sein, wie der Herr verheißen hat. Und bei den übrig gebliebenen, die der Herr beruft." Krasser Vers, oder? Wer sind diejenigen, die dort auf dem Berg Zion stehen? Die dem Lamm folgen, genau. Und nach diesem Vers, wie heißen sie? Die Übrigen. Die übrig gebliebenen sind die Übrigen. Die noch übrig geblieben sind.
[39:11] Und gibt es die auch in der Offenbarung, die Übrigen? Wo gibt es die Übrigen? Die hier das Zeugnis Jesu haben. Die die Gebote Gottes und das Zeugnis Jesu haben. Offenbarung 12, Vers 17. Der Satan kämpft gegen sie. Und ganz viel, wir haben nicht die Zeit, das alles anzuschauen, aber ganz viele Verse im Alten Testament über Zion sprechen von solch einer Kriegssituation. Die Feinde kommen und belagern Jerusalem, aber der Herr brüllt aus Zion. Der Herr gewinnt aus Zion. Der Herr sendet Hilfe aus Zion. Und diese Idee, dass da ein Krieg ist und Hilfe auf dem Berg Zion ist, dass dort die Übrigen sind, alle übrig bleiben, die gerettet werden, sind auf dem Berg Zion gemeinsam versammelt. Sie rufen den Herrn an. Sie sind dort, weil der Herr dort ist. Sie rufen den Namen des Herrn an.
[40:05] Und wo ist der Name des Herrn noch? Nicht nur im Mund, sondern auch in der Stirn. Interessant, nicht wahr? Hier rufen sie den Namen des Herrn an, da in Offenbarung haben sie ihn in ihrer Stirn. Das heißt, ihr Gebet und ihr Denken sind in Harmonie. Denken wir drüber nach, ob das bei uns auch der Fall ist. Manchmal beten wir viel, aber dann denken wir gar nicht mehr so, wie wir gebetet haben. Wir denken alles mögliche, aber wenn es dann zum Beten geht, dann beten wir im Namen des Herrn. Aber bei den 144.000 ist das, was sie aussprechen, was sie beten und das, was sie denken, identisch. Was würde passieren, wenn wir immer so denken würden, wie wir beten? Interessanter Gedanke, nicht wahr?
[40:50] Zum Beten, da lenken wir ganz bewusst unsere Gedanken auf heilige Dinge, nicht wahr? Weil beim Beten möchte man ja, aber warum nicht eigentlich immer so beten, wie man denkt? Sie rufen den Namen des Herrn an und sie haben den Namen des Herrn in ihrer Stirn.
[41:02] Kennt ihr einen Krieg im Alten Testament, der im Alten Testament beschrieben wird, wo auf dem Berg Zion Rettung war oder Rettung sein wird? Muss ich eigentlich sagen? Ich bin hier auf die Folter gespannt. Steht das Wort Zion direkt da, aber schaut mal mit mir in Daniel Kapitel 11. In Daniel Kapitel 11, da geht es ja um den König des Nordens, der nichts weiter ist als dieses Tier aus Offenbarung 13.
[41:54] Jetzt denkt man scharf nach: Tier aus Offenbarung 13, König des Nordens. Schaut mal, was es heißt in Daniel 11 Vers 44. Aber wir lesen ab Vers 41.
[42:09] "Er wird doch in das herrliche Land kommen." Was ist denn das herrliche Land? Israel, ist eine debattierte Frage, aber es ist, denke ich, ganz deutlich Israel. "Er wird doch in das herrliche Land kommen und viele werden unterliegen. Diese aber werden seiner Hand entfliehen: Edom, Moab und die vornehmsten Ammoniter. Er wird doch seine Hand nach den Ländern ausstrecken und das Land Ägypten wird nicht entfliehen und so weiter und so fort. Vers 44: Aber Gerüchte aus Ost und Norden werden ihn erschrecken. Daher wird er in großer Wut aufbrechen und viele zu verderben und zu vertilgen." Wir haben den König des Nordens am Ende der Zeit, kurz vor der Wiederkunft, wo er einen gewaltigen Feldzug unternimmt, die ganze Welt unter seine Fittiche nimmt und viele verderben und vertilgen möchte. Wie klingt das?
[42:49] Gibt es in der Offenbarung etwas ähnliches? Ja, der Drache geht gegen die Übrigen. Und ganz konkret, Offenbarung 13, da gibt es einen Todesbefehl. Heißt es nicht da, dass all dieses Malzeichen nicht annehmen werden, getötet werden sollen?
[43:05] Und schau mal, was im nächsten Vers steht: "Und er wird sein Prachtzelt zwischen dem Meer und dem herrlichen Berg des Heiligtums." Was ist der herrliche Berg des Heiligtums? Zion. Aufschlagen. Wofür steht das Meer in der Prophetie? Für die Völker, Nationen, Stämme und Völkerscharen. Wofür steht der Berg Zion in der Prophetie? Für das Heiligtum, für das Gesetz Gottes, für das ewige Evangelium, für den lauten Ruf. All das, was die Wahrheit ist, die biblische Wahrheit, die Endzeitwahrheit. Und dazwischen platziert er sich, dieser Antichrist. Und macht es damit unmöglich, dass der eine von der einen Seite zu der anderen geht und so weiter. Und dann heißt es: "Und er wird an sein Ende finden und niemand wird ihm helfen." Das heißt, die Idee ist, da kommt dieser Feind in das herrliche Land. Jetzt stell dir das Bild nicht vor, das Land Kanaan. Er kommt hinein und reißt alles mit sich, aber einige werden ihm entfliehen. Aber wo werden die dann sein, wenn er das ganze herrliche Land einnimmt? Wo werden die dann sein, wenn er seine Zelte aufschlägt zwischen dem Meer und dem herrlichen Berg? Auf dem Berg, oder? Könnt ihr das sehen?
[44:13] Die Idee sozusagen ist, da kommt der Feind von Norden. Er nimmt das ganze Land ein, bis auf diesen Berg. Auf dem Berg Zion wird Rettung sein. Alle, die den Herrn anrufen. Und da wird es sogar Nicht-Israeliten geben, die auf den Berg Zion hinauflaufen werden. Die sagen werden, angesichts der antichristlichen Verfolgung, angesichts der falschen Theologie, der falschen Anbetung, die sagen werden: "Da ist das Gesetz Gottes." Wenn erstmal die Endzeiteignisse kommen, da wird es Menschen geben, die sagen: "Da ist das Wort Gottes, da ist das Gesetz, da wollen wir hin." Sie werden ihm entrinnen, sie werden auf dem Berg Zion sein. Alle, die auf dem Berg Zion sind, werden gerettet werden. Das ist, was Joel 3 sagt. All die Übrigen.
[44:55] Letzter Vers von heute. Schaut mal in Jesaja 4.
[45:00] Jesaja 4, Vers 3. "Und es wird geschehen: Jeder übrig gebliebene in Zion und jeder übrig gelassene in Jerusalem wird heilig genannt werden. Jeder, der zum Leben eingeschrieben ist in Jerusalem." Was heißt denn das zum Leben eingeschrieben sein? Im Buch des Lebens. Könnt ihr euch erinnern, dass wir gesehen haben in Hebräer 12: "Ihr seid nicht gekommen zu dem Berg Sinai, sondern zu dem Berg Zion, wo die Engel sind und wo die Gemeinde Gottes angeschrieben ist im Himmel." Könnt ihr euch erinnern? Dort im himmlischen Jerusalem steht das Buch des Lebens.
[45:54] Und die Frage ist, ob wir heute im Glauben schon dort auf dem Berg Zion leben. Denn wenn wir jetzt im Glauben nicht dort leben und so leben, als würden wir dort sein, wenn wir später mal nicht dort stehen können. Weil das ist die Idee dahinter. Alle, die in Zion sind, die übrig geblieben sind.
[46:12] Und dann heißt es in Vers 4: "Ja, wenn der Herr den Schmutz der Töchter Zions abgewaschen und die Blutschuld Jerusalems aus seiner Mitte hinweg getan hat, durch den Geist des Gerichts und den Geist der Vertilgung. Er tilgt die Sünden aus." Durch das Gericht, durch das Untersuchungsgericht, durch das Gericht vor der Wiederkunft reinigt er sein Volk. Wisst ihr, wie die Tochter Zion auch genannt wird? Sie wird Jungfrau genannt. Und das, obwohl das Volk Israel, die Tochter Zion, sonst an einer Stelle Hure genannt wird. Jetzt, wie kann eine Hure zur Jungfrau werden? Das ist eine interessante Geschichte. Die Bibel sagt, sie sagt zu Israel immer wieder: "Ihr seid eine Hure, eine Hure, eine Hure." Und dann, als sie sich zu Gott bekehren, sagt sie: "Ihr seid die Jungfrau." Gott sagt nicht nur: "Ihr seid eine Hure, die ich vergeben habe." Er sagt: "Ihr seid eine Jungfrau." Und das ist genau das, was das Untersuchungsgericht macht. Sie macht aus Sündern reine Menschen. So, Gott schaut sie an, als hätten sie es nie getan. Und das ist die Kraft des Evangeliums. Die gute Nachricht von Berg Zion ist: Wenn wir uns auf Gottes Seite stellen, wenn wir seine Kraft in Anspruch nehmen, macht Gott uns so jungfräulich, so als hätten wir nie gesündigt.
[47:26] Allerletzter Vers, schaut mit mir in Offenbarung 14.
[47:28] Offenbarung 14. Offenbarung 14, Vers 1 haben wir gelesen. "Und ich sah, siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm die 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben." Vers 4.
[47:47] "Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden, als Erstlinge für Gott und das Lamm. Und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unsträflich vor dem Thron." Judas sagt, der allein Macht hat, uns ohne Fehler, ohne Tadel vor den Thron Gottes unsträflich vor den Thron Gottes hinzustellen. Das ist die Kraft Gottes und die ist dort auf dem Berg Zion. Dort geht sie aus.
[48:25] Und die Frage ist, ob wir heute und morgen bis zur Wiederkunft mit diesem Berg im Blick leben wollen, so wie Abraham, der durch Israel gelaufen ist, aber mit seinen Augen schon auf das ferne Jerusalem geschaut hat. Er wartet auf die Stadt, die Grundfesten hat, die Gott gelegt hat. Ob wir heute schon leben wollen, mit diesem Berg im Blick, auf diesem Berg stehen zu wollen, der wahrscheinlich höher ist als nur 800 Meter, dort im Himmel. Wer von euch möchte sagen: "Ich möchte diesen Berg nicht mehr aus den Augen verlieren. Ich möchte dort stehen mit dem Lamm Gottes auf dem Berg Zion und einer von denen sein, die dort stehen." Euer Wunsch?
[49:03] Dann lasst uns noch gemeinsam niederknien, wenn möglich, und Gott danken. Lieber Vater im Himmel, wir loben und preisen deinen Namen. Wir danken dir, dass wir aus deinem Wort etwas lernen durften, dass wir eine ganz neue Perspektive bekommen haben auf dem Berg Zion. Dass es nicht einfach nur eine Ortsangabe ist, sondern dass im Prinzip alles, was mit dem Evangelium verbunden und verknüpft ist, sich dort auch wiederfindet. Bitte vergib uns, dass wir so oft unsere Gedanken in andere Richtungen lenken, als das, was wir zu dir beten. Und bitte gib, dass wir nicht nur den Namen des Herrn anrufen, sondern dass wir ihn auch auf der Stirn tragen. Dass wir zu diesen Übrigen gehören, die bei allem Abfall um uns herum bei dir bleiben, auf diesem Berg stehen, der nicht wankt und weicht, auf diesem Felsen, der aufs Festeste gegründet ist. Jesus, wir wollen unser Leben dir übergeben und möchten zu dir kommen. Und danken dir, dass du heute gnädiglich zu uns gesprochen hast. In deinem Namen beten wir dies. Amen.
[50:05] So ihr Lieben, nächstes Mal werden wir den Vers beenden, dann werden wir uns nochmal über den Namen Gottes Gedanken machen, über die Versiegelung und über die 144.000. Es lohnt sich immer wieder, darüber nochmal Gedanken zu machen. Das wird sehr spannend werden. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen, viel Freude im Studium seines Wortes und bis nächsten Dienstag. Amen.
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