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In dieser Predigt wird Offenbarung 12, Vers 15 ausgelegt, der die Verfolgung der Gemeinde durch den Satan beschreibt. Der Sprecher erklärt, dass das „Wasser“, das der Satan ausstößt, symbolisch für Völker und Nationen steht, die zur Gefahr für die Gläubigen werden. Anhand von biblischen Beispielen aus den Psalmen und Jesaja wird verdeutlicht, wie feindliche Armeen und Invasionen als Wasserströme dargestellt werden. Die Auslegung führt zu der Erkenntnis, dass diese Verfolgung oft durch päpstliche Armeen erfolgte, die im Namen des Satans gegen die Heiligen kämpften.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] So, hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr gekommen seid und dass ihr geblieben seid und dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.tv.de. Wir haben heute den drittletzten Vers des zwölften Kapitels vor uns. Einen interessanten Vers, einen spannenden Vers und vielleicht auch nicht den gewöhnlichsten Vers.

[0:22] Und wir wollen uns Gedanken machen und wie immer zunächst einmal Gottes Heiligen Geist bitten, dass er uns führt in alle Wahrheit, nach der Verheißung in Johannes 16,13. Jetzt bitte ich euch, gemeinsam mit mir niederzuknien und dann können wir beginnen.

[0:35] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir jetzt zu dir kommen können und dass wir noch einmal dein Wort studieren können. Bitte hilfst du uns zu erkennen, was die Offenbarung uns heute zu sagen hat, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es für uns gemeint hast. Halte du alles Störende fern, sprichst du direkt zu unserem Herzen und gib, dass wir Freude am Prophetiestudium haben und bekommen und dass es ein Licht auf unserem Weg sein wird. Wir danken dafür von ganzem Herzen. Amen.

[1:15] Wie gerade gesagt, Offenbarung 12, Vers 15 ist unser heutiges Thema. Der Vers an sich ist erstmal von seinem eigentlichen wörtlichen Inhalt nicht so schwer zu verstehen. Was heißt du denn Vers 15? Nun müssen wir nicht nochmal zum hunderttausendsten Mal wiederholen, wer die Schlange ist, denn die Schlange wissen wir, ist der Satan und wir wissen, die Frau ist die Gemeinde.

[2:01] Wir haben letztes Mal darüber gesprochen, wie der Frau zwei Adlerflügel gegeben worden sind und sie wohin geflohen ist? In die Wüste. In die Wüste? Für wie lange? Für die dreieinhalb Zeiten oder 1260 Tage, die 1260 Jahre sind, die noch einmal von welcher Zeit bis welcher Zeit ging? Nach der biblischen Auslegung? Von 538. Ja, 538. Das ist schon gut. 538. 538, Dankeschön. Bis 1798.

[2:31] Wenn wir noch vergewissern, weil wenn wir jetzt im Adventgeschichtsseminar manchmal so die Position von anderen hören, die so knapp daneben waren oder schon auf dem halben Weg, dann ist man vielleicht verwirrt, wir wollen uns daran erinnern, biblisch ist es natürlich 538 bis 1798. Und dort in der Wüste hat sie einen Ort, wo sie von Gott ernährt wird. Das ist so ein bisschen ähnlich wie mit der Geschichte mit Elia, der auch für dreieinhalb Zeiten in der Wüste war und dort von Gott ernährt worden ist. Wisst ihr von wem er ernährt worden ist? Von den Raben, nicht wahr? Die haben ihn ernährt.

[3:08] Und so haben wir gesehen, dass auch die wahre Gemeinde, die wahren Christen, die an der Bibel und ihren reinen Lehren festgehalten haben oder weitestgehend meistens festgehalten haben, zum Teil haben sich auch kleine Irrtümer dort eingeschlichen, aber weitestgehend festgehalten haben, dass die sich versteckt haben in abgelegenen Gebieten. Könnt ihr euch erinnern, welche Gruppen wir dort erwähnt haben? Die Valdenser, die Albigenser, die Huguenotten, die Iruschotten zu bestimmten Zeitaltern, manche von ihnen waren länger gegenwärtig, manche waren nur kurz, manche früher, manche später, manche in abgelegenen Inseln in Schottland, manche in den Tälern in Norditalien oder in abgelegenen Gebieten in Südfrankreich, manche wie die Kirche des Ostens, im heutigen Afghanistan, in Zentralasien oder in Indien.

[4:00] Es gab so Orte, wo der Glaube, vor allem in der Muttersprache der einzelnen Völker, die Bibel dort weitergegeben worden ist und wo der Glaube einigermaßen rein blieb und wo Gott seine Gemeinde gepflegt und versorgt hat. Und jetzt lesen wir in Vers 15, die Schlange der Satan schleudert aus ihrem Maul der Frau Wasser nach wie einen Strom, damit sie von dem Strom fortgerissen würde. Was ist das Ziel des Satans? Was ist ganz offensichtlich hier in diesem Vers? Zu töten. Ja und? Was wolltest du sagen? Die Frau töten. Erseufzen.

[4:38] Das heißt, obwohl die Frau in der Wüste ist, ist sie nicht völlig abgeschnitten von der Verfolgung des Satans. Können wir das sehen? Es ist, nachdem sie in die Wüste geführt wird, dass der Satan nach ihr Wasser schleudert. Und das ist ein interessanter Gedanke, dass Gott zwar für uns sorgt, er uns aber nicht unter eine Käseglocke stellt, wo dann nichts von uns herankommen kann. Obwohl die Frau in der Wüste war, war es für die Schlange noch möglich, Wasser nach der Frau zu schleudern.

[5:15] Jetzt wollen wir uns Gedanken machen, was das eigentlich konkret bedeutet und wie sich das dann historisch erfüllt hat. Dazu müssen wir vor allem welches Wort verstehen? Was meint ihr? Was? Wasser. Genau. Die Erde kommt in den Vers 16, richtig? Ach so, stimmt. Genau. Da hast du schon gut weitergedacht, wenn wir das nächste Mal noch weitergucken. Aber Wasser.

[5:37] Und das ist wahrscheinlich eure einfachste Übung, denn ihr alle könnt mir sagen, wofür steht das Wasser in der biblischen Prophetie? Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen und das steht wo? In der Offenbarung. Das grenzen wir noch ein bisschen ein. Die Offenbarung hat wie viele Kapitel? 22. 22, genau. Aber in welchem Kapitel steht das? Das ist so ein Schlüsselvers. Also vor 12. Ja, es ist nicht vor 12. Nein, es ist 14. 14 ist es auch nicht. Ganz bekannter Vers. Solltet ihr euch gut merken.

[6:05] Ich glaube, wir haben bestimmt schon in den letzten Jahren in diesem Offenbarungsseminar mindestens 300 Mal erwähnt. Und davon habe ich bestimmt 250 Mal gesagt, dass ihr euch merken sollt. Jetzt sage ich es zum 251. Mal. Aber auch denen, die zuschauen, merkt euch diesen Vers. Er hilft. Im Daniel-Offenbarungsstudium. Es ist Offenbarung 17, Vers 15. Wenn ihr den lest, würdet ihr sagen, ach ja. Offenbarung 17, Vers 15.

[6:31] Und wenn ihr jetzt gerade das Gefühl habt, Mensch, ich kann mir das nicht so gut merken, jedes Mal, wenn der Christopher das fragt, fällt es mir wieder nicht ein. Dann macht doch was ganz Einfaches. Schreibt euch doch zum Beispiel bei Offenbarung 12, Vers 15. Nur als Beispiel. Daneben Offenbarung 17, Vers 15. Wenn das nicht schon in eurer Bibel steht. Dass ihr das nächste Mal, wenn ihr gefragt werdet, wisst, ich weiß sogar, wo es steht. Das könnt ihr dann auch bei Daniel 7 machen. Daniel 7, Vers 1, 2, 3, wo die Tiere aus dem Wasser steigen. Und in Offenbarung 13, Vers 1, wo das Tier auch aus dem Wasser steigt. Dann habt ihr das für alle Fälle sicher. Und wenn man solche Dinge sich ständig in die Bibel schreibt, dann kann man innerhalb von kurzer Zeit den Menschen ganz, ganz viel über Prophetie erzählen. Und muss nicht nur auf Internetseiten verweisen, sondern kann es selbst aus der Bibel erklären. Das ist doch wunderbar, oder?

[7:25] Genau, deswegen machen wir das und wiederholen das immer wieder, bis es bei uns ganz fest in unserem Kopf drin verankert ist. Offenbarung 17, Vers 15 sagt natürlicherweise, die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzen, sind Völker, Scharen, Nationen und Sprachen. Aber das ist merkwürdig, oder? Jetzt müssen wir uns die Frage stellen, warum sagt die Bibel, dass der Satan Völker auf die Gemeinde schleudert, die da in der Wüste der Abgeschiedenen ist. Was bedeutet das konkret?

[7:51] Und dazu wollen wir uns einige Verse anschauen, die, glaube ich, sehr, sehr interessant sind. Die vielleicht nicht so bekannt sind, die aber jetzt diesen Gedanken von Offenbarung 17 noch vertiefen. Und wenn man all diese Verse jetzt liest, dann versteht man, warum Offenbarung 17 das dann so zusammenfasst. Schaut mal mit mir in Psalm 18. Psalm 18 und dort Vers 5. Wer mag das mal lesen? Gibt es jemanden, der das lesen möchte? Psalm 18, Vers 5.

[8:45] Es empfingen mich Bande des Todes und Bäche des Verderbens erschreckten mich. Okay, welche Übersetzung hast du? Elbefelder. Elbefelder sagt Bäche des Verderbens. Hat jemand eine andere Übersetzung außer Bäche des Verderbens? Fluten des Verderbens. Fluten des Verderbens. Was hast du für eine Übersetzung? Luther. Luther. Hat jemand noch etwas anderes außer Elbefelder und Luther? Haben wir nicht. Ich habe Schlachter und Schlachter sagt die Ströme Belials.

[9:14] Und Belial ist nicht einfach nur das Böse, sondern vor allem auch der Böse. Eine andere Übersetzung ist auch ganz gut. Das sind Ströme oder Bäche oder Flüsse oder was auch immer, die mit dem Bösen zu tun haben. Aber die Schlachter sagt das etwas genauer. Sie personalisiert das. Und auch die englische King James sagt, das sind the floods of ungodly men. Also die Fluten von bösen Menschen. Nicht einfach nur eine Flut des Verderbens im Sinne von Wasser, von H2O, sondern eine Flut symbolisch für böse Menschen, für Belials Menschen, wie die Bibel manchmal sagt, Menschen die nutzlos sind, die wertlos sind, die böse sind, die von Satan regiert werden. Und die werden hier als eine Art Flut oder ein Strom dargestellt und die erschrecken.

[10:00] Er sagt hier, die Fesseln des Todes empfingen mich, die Ströme Belials schrecken mich. Und wenn wir das übertragen auf Offenbarung 12, Vers 15, dann ist es glaube ich ganz einfach zu sehen. Auch dort ist das Wasser ja sozusagen ein Strom. Da heißt es ja ganz deutlich, das Wasser, das herausgeschleudert wird aus dem Mund des Drachen, war wie ein Strom. Und der Belial ist ein anderes Wort für wen? Für den Satan, richtig? Die Bibel sagt, was hat Belial gemeinsam mit Christus? Einen Korinther.

[10:30] Und so wie hier in Psalm 18 der David sagt, die Ströme Belials schreckten mich, so können wir davon ausgehen, dass als der Drache symbolisch sein Wasser schleuderte auf die Gemeinde, dass auch sie sich erschreckt haben, oder? Dass, wie es hier heißt, die Fesseln des Todes empfingen mich. Die waren in Todesgefahr. Also Psalm 18, Vers 5 macht uns deutlich, die Gemeinde ist in Todesgefahr.

[11:04] Über den großen Zeitraum dieser 1062 Jahre war die Gemeinde, obwohl in der Füste, immer noch in Todesgefahr. Sie haben da nicht Jahre und Jahrhundert lang friedlich in den Waldenser Tälern gelebt. Es war immer eine Herausforderung. Sie waren sicher, in den großen Städten der Welt hätten sie gar nicht überleben können. Sie wären in kurzer Zeit ausgerottet worden. Aber selbst dort an den entlegten Orten war es immer noch gefährlich. Fesseln des Todes umringen sie.

[11:35] Noch ein anderer Vers, der in eine ähnliche Richtung geht, ist Psalm 65. Psalm 65 und dort Vers 8. Auch dort haben wir diese Verbindung von dem buchstäblichen und dem symbolischen mehr. Da lesen wir, der du das Brausen der Meere stillst, das Brausen ihrer Wellen und das Toben der Völker, der Nationen.

[12:08] Also auch hier im Alten Testament, in der Poesie der Psalmen, wird das aufgewühlte Meer, das Brausen des Meeres, verglichen mit den aufbrausenden Nationen. Interessant dabei ist, sagt die Bibel, dass genau so, wie das Meer von Gott gestillt wird, so auch die Nationen gestillt werden. Kennt ihr eine Stelle in der Bibel, wo Gott das Meer stillt? Jesus, nicht wahr? Wie war das? Was war das für eine Geschichte? Die Jünger waren unterwegs auf ihrem Schiffchen und dann kam der Sturm.

[12:53] Und was haben die Jünger gehabt? Was für eine Angst? Todesangst, nicht wahr? Jetzt, Jesus war bei ihnen. Es gibt zwei Geschichten. Einmal die Geschichte, wo er auf dem Wasser kommt. Aber in beiden Fällen haben die Jünger Todesangst und glauben, das ist ihr Ende. Und in beiden Fällen zeigt die Bibel, wie diese Todesangst überwunden worden ist. Wie hat Jesus den Sturm gestillt? Durch sein Wort.

[13:28] Und so wie das brausende Meer durch das Wort Gottes limitiert wird und gestillt wird, so ist Gott auch in der Lage, die Todesgefahr seiner Gemeinde, selbst im Mittelalter, der Einheit zu gebieten und im entscheidenden Moment seine Gemeinde zu retten. Das ist das, was in den Versechzen kommt, wenn es darum geht, dass die Erde, wie es schon J.A. angesprochen hat, die Erde ihr Mund auftut und das Wasser verschlingt. Und auch dort ist das Wort Gottes, was sich erfüllt. Das muss man schon mal als Hinterkopf behalten.

[13:59] Noch ein Vers, den wir anschauen wollen, ganz kurz, hier ist Psalm 93. Psalm 93, Vers 3 und 4. Der auch nochmal durch den Gedanken der Herrschaft Gottes über das Meer deutlich macht. Die Wasserströme brausen oher, die Wasserströme brausen stark, die Wasserströme schwellen mächtig an. Das ist diese Steigerung. Sie brausen, sie brausen stark, sie brausen mächtig an. Doch mächtiger als das Brausen großer Wasser, mächtiger als die Meereswogen ist der Herr in der Höhe.

[14:39] Also wir sehen die Steigerung, die Ströme brausen, sie brausen stark, sie schwellen mächtig an, aber stärker ist der Herr in der Höhe. Übertragen, wenn das Wasser und die Ströme ein Symbol sind für die Feinde Gottes, für die Todesgefahr, dann kann es sein, dass wir in Todesgefahr sind, es kann sein, dass wir in sehr starker Todesgefahr sind, es kann sein, dass die Todesgefahr mächtig sich gesteigert hat, aber immer noch größer ist der Herr unser Gott.

[15:07] Und das sind Dinge, die wir eigentlich nur aus den Büchern kennen. Da wir keiner von uns haben, ist ja wirklich eine Todesgefahr für Gott, oder? Wir haben vielleicht mal, vielleicht waren wir in der Situation, dass wir um unseren Arbeitsplatz Angst haben mussten, oder um Familienangehörige, oder es gab schon schlimme Situationen, aber Todesgefahr für unseren Glauben waren wir fast alle noch nicht, denke ich. Und wie viel Zeit selbst in diesen äußersten extremen Situationen, dass Gott in der Lage ist, es zu bewahren.

[15:35] Und wenn ihr die Geschichte der Valdenser lest und euch damit beschäftigt, wie sie dort manchmal in den Klüften und in den Tälern gejagt worden sind und verfolgt worden sind, dann werdet ihr diese Valdenser besser noch verstehen, wir werden gleich noch ein bisschen drüber reden. Aber wir wollen uns jetzt noch konkreter Gedanken machen, was dieser Strom aus dem Mond des Satans konkret ist, weil wir wissen, es ist irgendwie Todesgefahr. Wir wissen, es steht für Völker und Nationen.

[16:06] Die Frage ist also, wie können Völker und Nationen erstens aus dem Mond des Drachen hervorkommen und wie können dann Völker und Nationen zur Gefahr werden für jene übrigen Gläubigen, dort in den abgeschiedenen Gebieten Europas und darüber hinaus. Und dazu wollen wir zwei Verse anschauen, die wirklich wichtig sind. Bevor wir die noch zwei Ansätze anschauen, schauen wir mit mir in Psalm 74, Vers 13.

[16:29] Da haben wir etwas Interessantes gelernt mit den Drachen. Das haben wir vielleicht schon ab und zu mal gesagt. Psalm 74, Vers 13, da heißt es, du teiltest das Meer durch deine Kraft. Du zerschlugst die Köpfe der Drachen, wo? Auf dem Wasser. Da haben wir einen Hinweis darauf, auf etwas, was wir auch gleich in einem anderen Vers noch lesen können, zum Beispiel in Hesekiel 29, Vers 3, wollen wir den auch noch aufschlagen, bevor wir die Schlussfolgerung ziehen.

[17:10] Hesekiel 29, Vers 3. Rede und sprich, so spricht Gott der Herr. Siehe, ich komme über dich, Pharao, du König von Ägypten, du großes, was? Du großes? Silber. Silber, ja, habt ihr auch eine Anpassung? Manche setzen mal auch Drache oder Schlange. Es gibt viele Texte, die deutlich machen, dass der Drache in den Schriften des Altertums immer verbunden war auch mit dem Wasser. Der Drache lebte oft, was übrigens, wenn ihr nach China geht, werden sie auch heute noch sagen, der Drache auf dem Wappen Chinas ist ein Wasserdrache, kein Landdrache, deswegen hat er keine Beine. Er ist ein Wasserdrache.

[18:06] Also Wasser und Drache, das hat was miteinander zu tun. Es ist also nicht ungewöhnlich für das Denken der damaligen Zeit, dass ein Drache Wasser aus seinen Mauern herausspringt. Aber jetzt wollen wir die beiden Texte anschauen, die wirklich wichtig sind, die uns helfen, das Vers zu verstehen. Und zwar in Jesaja 8. Schaut mal in Jesaja 8 und dort Vers 7.

[18:22] Jesaja 8, Vers 7, dort heißt es. Siehe, so wird der Herr die was? Hat jemand von euch aufgeschlagen, Jesaja 8, Vers 7? Siehe, so wird der Herr die? Die starken und großen Wasser des Stromes über sie bringen. Und jetzt erklärt er, was er damit meint. Er sagt, das Volk Israel wird von einem Strom überfallen werden. Der Strom wird auf sie kommen, das Wasser wird über sie gebracht werden. Hier in dem Fall ist es Gott, der das zulässt und auch dass es am Ende sich erfüllt und nicht abgebrochen wird.

[19:13] Aber interessant ist, wie der Strom benannt wird. Es heißt nämlich, den König von Assyrien mit seiner ganzen Herrlichkeit, der wird sich über alle seine Flussbetten ergießen und über alle seine Ufer treten. Das heißt, die Invasion der Assyrer in das Land Israel hinein wurde dargestellt als ein Übertreten des Flusses über seine Ufer. Wenn der Strom sich sozusagen ergießt über die Menschen.

[19:40] Und wir haben ja noch die Bilder im Kopf, was passiert, wenn nicht nur in Mesopotamien, sondern auch in Deutschland die Ströme über ihre Ufer treten. Das ist verheerend. Das ist wirklich verheerend. Und genauso verheerend war es damals. Und deswegen benutzt Gott das als ein Bild für die Invasion von feindlichen Armeen. Der Strom, der das Volk damals bedroht, war nicht einfach nur die ganze Nation Assyrien im Ganzen, weil es nicht die gesamte assyrische Nation nach Jerusalem marschiert, sondern es war die Armee Assyriens. Es war eine assyrische Armee, die Israel zerstört hat.

[20:19] Das heißt, was wir lernen aus diesem Vers ist, was Offenbarung 12 Vers 15 wirklich prophezeit, ist, dass Satan dazu übergehen wird, feindliche Armeen, weltliche Armeen zu inspirieren. Er wird Könige Europas inspirieren, um mit feindlichen Armeen jene Gebiete aufzusuchen, um diese Ketzer, wie sie damals genannt wurden, auszurollen. Das ist eine direkte Prophezeiung auf Kriegszüge gegen die Valdenser, Kriegszüge gegen die Albigenser usw. Das ist ein ganz oft gebrauchtes Mittel in der Bibel, eine feindliche Invasion, einen Kriegszug mit einem Übertreten des Wassers zu beschreiben.

[21:14] Ähnliches Bild finden wir auch in Jesaja 59. Jesaja 59 und dort Vers 19. Sehr interessanter Vers, Jesaja 59 und dort Vers 19. Seid ihr da oder bin ich zu schnell? Bist zu schnell. Oh, es tut mir leid.

[21:43] Jesaja 59, Vers 19. Das Problem ist eigentlich nicht, dass ich zu schnell bin, das Problem ist, dass die Uhr zu schnell ist. Da muss ich halt hinterher. Jesaja 49, Vers 19. Seid ihr jetzt da? Da heißt es, dann wird man im Westen den Namen des Herrn fürchten und im Osten seine Herrlichkeit, wenn der Bedränger kommt, wie ein was? Wie ein? Wie ein drängendes Strom. Wie ein Wasserstrom. Wird der Hauch des Herrn ihnen die Flucht schlagen.

[22:17] Also auch hier wird der Bedränger, der Feind, der das Volk bedrängt, wie ein Wasserstrom beschrieben. Das heißt, wenn hier in Offenbarung 12, Vers 15 vom Satan aus seinem Mund ein Wasserstrom gegen die Gemeinde ausgestoßen wird, dann heißt das, dass in dieser Zeit des Mittelalters, wo die Gemeinde jetzt ins Exil geht sozusagen, wo sie in die abgeschiedenen Täler und Inseln und Gebiete der Welt geht, dass der Satan sich damit nicht zufrieden gibt, sondern dass er dafür sorgen wird, dass feindliche Armeen versuchen, sie aufzuspüren und zu vernichten. Und das ist etwas, was wir in der Geschichte natürlich immer wieder entdecken können und sehen können.

[22:59] Übrigens, es heißt hier, dass jener Bedränger vom Hauch des Herrn gestoppt wird. Habt ihr das gelesen? Epheser 19? Dass der Bedränger kommt wie ein Wasserstrom, aber mit seinem Hauch wird er den Bedränger in die Flucht schlagen. Kennt ihr eine Stelle im Neuen Testament, wo ein Feind der Gemeinde Gottes durch den Hauch Gottes zerstört wird? Gibt es eine Stelle im Neuen Testament, wo im Zuge der Endzeit davon gesprochen wird, dass Gott einen seiner Feinde, einen Bedränger des Volkes sozusagen, durch seinen Hauch zerstören wird?

[23:45] Offenbarung? Also jetzt haben wir die Stelle, dass aus seinem Mund das Schwert hervorkommt, mit dem dann die Völker geschlagen werden. Ich meine die Stelle in 2. Thessalonicher. Schlagt mir bitte auf. Wisst ihr, worum es in 2. Thessalonicher geht? In 2. Thessalonicher 2. Darum geht es in 1. Thessalonicher 4. In 2. Thessalonicher 2 ist das berühmte Kapitel, wo der Paulus sozusagen eine Predigt über Daniel 7, Daniel 8 und Daniel 11 hält. Er spricht über den Mann der Sünde. Oder um in der Sprache von Daniel zu bleiben, über das kleine Horn.

[24:18] 2. Thessalonicher 2 ist quasi die Neu-Testamentliche Variante zu Daniel 7, 8 und 11. Paulus spricht über den Mann der Sünde, der sich erhebt, als wäre er Gott, in den Tempel Gottes setzt. Könnt ihr euch erinnern? Ihr wisst, worum es geht. Es geht um das Papsttum. Und dann heißt es in Vers 7, denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am wirken. Du musst der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein. Und dann wird der gesetzlosig offenbart werden. Das ist der Mann der Sünde. Gesetzlosigkeit ist Sünde. Das kleine Horn.

[24:46] Den der Herr verzehren wird durch den was? Durch den Hauch seines Mundes. Und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird. Also wir haben gerade gelesen, da gibt es einen Bedränger. Und der Bedränger bedrängt das Volk Gottes wie ein Wasserstrom. Aber Gott wird am Ende Gericht halten durch seinen Hauch. Und wird ihn in die Flucht schlagen.

[25:10] Und hier finden wir in der Offenbarung ebenfalls Bedrängnis für das Volk Gottes. Ausgehend von Satan, der jetzt feindliche Armeen schickt. Und dann sagt uns die Bibel, dass aber Gott auch im neuntesten Moment in der Endzeit seinen Feind mit dem Hauch in die Flucht schlagen wird. Oder in dem Fall sogar vernichten wird. Und das ist das Papsttum. Das heißt, daraus können wir Schlussfolgern, dass diese feindlichen Armeen nicht einfach nur irgendwelche Armeen sind, sondern es sind päpstliche Armeen. Das ist der Bedränger, der Krieg führt gegen das Volk der Heiligen.

[25:44] Jetzt bin ich gespannt. Wisst ihr, wo steht, dass das Papsttum Krieg führt? Gegen die Heiligen. Offenbarung? Ja, sehr gut. Wo? Offenbarung 13, sehr gut. Jetzt ist es nicht mehr schwer. Jetzt müsst ihr noch Offenbarung 13 aufschlagen, dann findet man es auch so. Offenbarung 13, wo? Offenbarung 13.

[26:26] Sieben. Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden. Das ist das Gegenstück zu der Drache und die Schlange aus ihrem Mund. Das ist das Wort. Was ist das Wort des Satans? Was sagt der Bibel über seine Worte? Er ist ein Lügner. Der Bibel sagt in Johannes 8, Vers 44, der Satan ist ein Menschenmörder und ein Lügner. Er lügt, um Mensch zu werden. Was war seine erste Lüge? Ihr werdet nicht sterben. Was wollte er erreichen? Er wollte sie umbringen. Beides zusammen. Lüge und Menschenmord. Beides zusammen. Er wollte sie umbringen und sagt, ihr werdet nicht sterben.

[27:06] Und so belügt er die Nationen der Welt. Er redet ihnen ein. Er hat damals den französischen, den deutschen, den italienischen, österreichischen, englischen, allen möglichen Königen und Herrschern eingeredet, dass jene Feinde, also dass jene Albigenser, Paulikaner, Waldenser gefährlich sind, dass man sie beseitigen muss. Die Huguenotten. Erinnert euch vielleicht an das schlimme Massaker an den Huguenotten. Die Bartholomeusnacht. Bartholomeusnacht. Und viele andere Dinge.

[27:34] Und durch seine Lügen hat er es geschafft. Viele Völker an sich zu binden, die jetzt Nationen und die jetzt Armeen geschickt haben, um jene Gemeinde auszulöschen. Es sind regelrechte Kreuzzüge geführt worden. Nicht nur im Nahen Osten, um Jerusalem zu erobern, sondern auch in Europa gegen die Waldenser und gegen andere. Es gab Kreuzzüge, um sie auszulöschen. Und das ist genau das, was Aufmachung 12 bis 15 sagt.

[27:59] Und es gab Zeiten, da sah es fast so aus, als würde die wahre Gemeinde Gottes fast zugrunde gehen. Aber Gott hat seine Gemeinde durch all diese Schwierigkeiten durchgetragen. Ein Vers, der das noch sagt, zu dem hättet ihr auch kommen können. Und zwar in Daniel 7. Das ist quasi die Parallelstelle zu Aufmachung 13. In Daniel 7 Vers 25.

[28:34] Daniel 7 und dort Vers 25. Dort heißt es... Wir können schon Vers 21 lesen. Wie lange? Eine Zeit. Zwei Zeiten. Eine halbe Zeit. Das ist genau das, was die Offenbarung 12 bis 15 sagt. Die Gemeinde flieht in die Wüste. Für eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit. Aber der Satan wird einen Strom des Wassers nach ihnen ausgießen. Und versuchen, sie ganz auszulöschen.

[29:10] Wird er sie ganz auslöschen können? Nein. Aber wird es Menschen geben, die für ihren Glauben sterben? Ja. Ich glaube, wir können daraus etwas lernen. Wir können daraus lernen, dass Gott seine Gemeinde beschützt. Aber wir können auch daraus lernen, dass Gott es manchmal zulässt. Dass trotzdem von außen Verfolgung und Druck kommen werden. Und manchmal sogar in einem ziemlich bitteren Ausmaß.

[29:36] Das ist das, was die Gemeinde in der Wüste erlebt hat, wo sie durchgegangen ist. Es waren feindliche Armeen. Die kamen. Es waren nicht nur gefährliche Irrtümer, die sich eingeschlichen haben in die Kirche. Irgendwann kamen die Schwerter in die Waldenser Täler. Und diese armen Gläubigen mussten mit Kind und Älteren und Schwachen über lebensgefährlich hohe Gebirgspässe und Grate wandern. Manche sind abgestürzt. Es sind unglaublich interessante Geschichten. Wie sie sich in Höhlen versteckt haben, nur um ihres Glaubens zu finden.

[30:14] Und ich denke, das ist etwas, was wir im Hinterkopf behalten sollen. Wenn wir davon ausgehen, dass diese Macht noch einmal in die Macht kommen wird. Und dass auch wir noch einmal verfolgt werden. Und dass auch wir noch einmal in die Abgeschiedenheit fliehen müssen. Und dass auch dann der Satan nicht plötzlich zufrieden sein wird, sondern dass auch dann er seine Armeen ausschicken wird. Und wir wissen aus Offenbarungen und auch aus Psalm 91 und aus vielen anderen Versen, dass es diesen Zeitpunkt gibt, wo es dann keine Märtyrer mehr geben wird. Wo die Gnadenzeit zu Ende ist und jeder Fall entschieden ist.

[30:50] Aber wir müssen diese Geschichten aus Offenbarungen gut studieren, damit wir wissen, wie der Satan arbeitet und wie Gott arbeitet. Und wie das Ganze weitergeht, sehen wir nächstes Mal, wenn wir in Offenbarung 12, Vers 16 sehen, wie diese Todesgefahr dann gebannt wurde durch Gottes gewaltiges Eingreifen. Was ist passiert, um diesen Strom des Wassers, der gedroht hat, die Frau förmlich zu erseufern? Was ist passiert, damit die Gemeinde aus dieser gefährlichen Situation herauskam?

[31:21] Die Erde hat sich... und das werden wir nächstes Mal studieren und uns anschauen. Was ist diese Erde? Was hat sich da passiert, geschichtlich? Und dann werden wir auch sehen, wie Gott seine Gemeinde über die Hunderte führt. Das wird sehr spannend sein. Wir laden euch dazu ein, nächsten Dienstag wieder dabei zu sein. Und auch euch, die ihr live zugeschaut habt und wünschen euch Gottes Segen beim Studium seines Wortes. Wenn ihr Lust habt, studiert schon ein bisschen vor, was die Erde ist und was das bedeuten könnte. Und dann können wir das nächste Mal zusammentragen.

[31:48] Jetzt muss ich, bevor wir schließen, noch eine wichtige Ansage machen. Für alle, die ihr live zuschaut oder auch die Aufnahme anseht oder aber auch natürlich jetzt hier vor Ort seid. In wenigen Tagen, das ist am Montag, was für ein Wochentag ist Montag? Der 8. Am 8. Juli wird ganz offiziell die Anmeldung freigeschaltet werden für das Army Bible Camp unter www.armybiblecamp.de.

[32:16] Und ihr solltet das unter keinen Umständen verpassen. Meldet euch schnell an. Die Plätze sind begrenzt und sehr begehrt. Und wer zu spät kommt, sagt es an die Bibel. Aber es ist trotzdem wahr. Denen wird dann das Leben bestrafen. Meldet euch ganz schnell an. Es wird ganz, ganz spannend werden.

[32:39] Wir werden dort beim Army Bible Camp lernen in Blaubeuren vom 2. bis 6. Oktober nicht nur, was die Bibel sagt, sondern vor allem, wie man die Bibel selbst für sich noch gewinnbringender, tiefer studiert und vor allem weiß, was biblische Argumente sind, was keine biblischen Argumente sind. Und das wird, glaube ich, etwas ganz, ganz Wichtiges sein. Auch auf die Zeit hin, auf die wir zukommen.

[32:59] Die Bibel sagt, es wird eine Zeit sein, wo wir keinem mehr a priori trauen können und keinen anderen für unser Maßstab machen können, sondern wo wir selbst gegründet sein müssen im Wort Gottes. Und das ist eine Gelegenheit, wie sie es selten gibt, mal wirklich sich vier, fünf Tage Zeit zu nehmen, sich ganz daran zu vertiefen, wie studiere ich die Bibel, dass ich selbst weiß, was ich glaube. Army Bible Camp vom 2. bis 6. Oktober. Jetzt anmelden. In wenigen Tagen geht es los. Und nicht verpassen.

[33:27] Gottes Segen euch. Kommt gut nach Hause. Schaltet bald wieder ein, nächste Woche, zu unserem Adventsgeschichtsseminar und Aufentbarungsseminar. Und bis dann wünschen wir euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.

[33:42] Wir haben noch gar nicht gebetet. Ihr habt mich gar nicht daran erinnert. Wir beten noch gemeinsam.

[33:53] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort studieren konnten, dass wir sehen konnten, was dein Wort sagt und wie es uns vorbereiten möchte auf die Zeit, in der wir selbst in solchen Krisensituationen sind. Gibt es, wir lernen von jenen, die über Jahrhunderte ausgehalten haben in der größten Finsternis, die sich an dein Wort gehalten haben und selbst dann mutig zur Wahrheit standen, wenn fast alles gegen sie war. Hab Dank, dass wir auf ihren Stufen hab Dank, dass wir auf ihren Schultern stehen dürfen, dass wir in ihren Fußstapfen folgen dürfen, dass wir dieses Werk zu Ende führen können.

[34:26] Und wir bitten dich, dass du uns festgründest in deinem Wort, dass die Bibel unser Ereignis wird, dass wir wissen, was die Bibel sagt und dass wir sie verteidigen können. Und deine Wahrheit. Und wir danken dir, dass du zu uns sprichst und dass du alles in deinen Händen hältst. Wir bitten dich, dass du uns jetzt behütest auf dem Hauseweg und bitten das im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.

[34:50] Okay. Die Schlussrede spare ich mir jetzt. Haben wir gerade schon gesagt. Gottes Segen euch und bis bald.


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