Veröffentlicht am
738 Klicks

In dieser Predigt wird Offenbarung 13,10 Teil 2 behandelt, wobei der Fokus auf dem „standhaften Ausharren der Heiligen“ liegt. Christopher Kramp erklärt die Bedeutung dieses Begriffs im biblischen Kontext und vergleicht ihn mit anderen Stellen in der Offenbarung und im Neuen Testament. Es wird beleuchtet, wie dieses Ausharren durch Glauben und Geduld erlangt wird und welche Rolle es im Leben eines Gläubigen spielt, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Endzeit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] So, wir begrüßen euch ganz herzlich zum Offenbarungsseminar, allen, die noch da geblieben sind oder neu dazugekommen sind und auch alle, die ja jetzt am Computer seid. Bevor wir beginnen mit Offenbarung 13, Vers 10, zweiter Teil, den wir letztes Mal nicht geschafft haben, wollen wir noch ein Gebet sprechen, dazu dazu ein Litanei niederzuknien.

[0:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt dein Wort studieren können und dass wir aus der Offenbarung noch vieles lernen dürfen, was für unser Leben so wichtig ist. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist zu seinen Herzen sprichst, dass das, was wir lesen, unseren Alltag verändern kann und dass du durch dein Wort uns zeigst, wo wir stehen und was du von uns möchtest. Wir bitten dich, dass du alle Störungen fernhältst und dass durch dein Wort wir neue Kraft bekommen für das, was vor uns liegt. Im Namen Jesu. Amen.

[1:05] Offenbarung 13 und dort Vers 10. Dort heißt es: Wenn jemand in Gefangenschaft führt, so geht er in die Gefangenschaft. Wenn jemand mit dem Schwert tötet, so soll er durch Schwert getötet werden. Hier ist das standhafte Aussagen und der Glaube der Heiligen. Letztes Mal haben wir gesprochen über den ersten Teil des Verses. Könnt ihr euch erinnern? Wo wir gesprochen haben über das Prinzip der Gerechtigkeit, über Auge um Auge, Zahn um Zahn. Und wir haben auch über die historische Anwendung dieses Verses gesprochen. Was war die historische Erfüllung dieses Verses? Genau, als der Papst gefangen genommen wurde von den Franzosen, in die Gefangenschaft geführt worden ist und durch das Schwert, das er selbst mal gezogen hatte, die militärische Macht der europäischen Nation selbst die tödliche Wunde bekommen hat. Und genau zu jener Zeit, welche Zeit war das nochmal? Ganz genau.

[2:15] In jener Zeit heißt es hier, ist das standhafte Aussagen und der Glaube der Heiligen. Jetzt, wenn ihr diesen Satz hört: Hier ist das standhafte Aussagen der Heiligen und der Glaube der Heiligen. Was fällt euch sofort ein? Gibt es irgendwas, was euch in den Sinn kommt? Offenbarung 14 Vers 12. Warum Offenbarung 14 Vers 12? Da ist das... Schauen wir mal, vergleichen wir Offenbarung 13,10. Also wir haben 13,10, ja? Mit 14,12. Also, dass die beiden Verse eng verwandt sind, dann kann es keinen Zweifel geben, ja? Und Offenbarung 14 Vers 12 heißt es: Hier ist das standhafte Aussagen der Heiligen. Hier sind die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Was haben die beiden Aussagen gemeinsam? Das standhafte Aussagen, was noch? Den Glauben, was noch? Heilige und hier, ja? Hier ist, also ganz viele Parallelen, die uns keinen Zweifel daran lassen, das ist die Parallelstelle, ja? Aber trotzdem gibt es auch Unterschiede. Was sind die Unterschiede? Ja, also es ist ja auch, genau, also einmal ist es der Glaube der Heiligen und der Glaube, den die Heiligen bewahren und es dürfte das Gleiche sein, aber hier wird es spezifiziert als der Glaube Jesu, ja? Da wird nur Glaube gesagt und da Glaube Jesu. Okay, äh, Entschuldigung. So, und was ist noch ein Unterschied? Was in dem einen steht, aber im anderen nicht? Die Gebote, hier in Offenbarung 14 haben wir die Gebote Gottes. Jetzt, wenn ihr die beiden vergleicht, haben wir von Offenbarung 13, Vers 10 eine Zunahme oder eine Abnahme geistlich gesehen? Eine Zunahme nicht, wa? Das heißt, hier haben wir schon Glauben, wir haben schon Heilige, wir haben schon standhaftes Aussahnen, aber hier haben wir standhaftes Aussahnen und den Glauben Jesu und wir haben die Gebote Gottes, ja? Wenn man die beiden vergleicht, würde man sagen, von dort zu dort hat es sich geistlich entwickelt, ja? In beiden Fällen heißt es, hier ist. Dieser Vers spielt in Jahre 1798. Wann spielt Offenbarung 14, Vers 12? Jetzt, und vielleicht sogar noch konkreter. Ja, genau, 1844 und bis Ende, denn es geht um die dritte Engelsbotschaft, ja, die jetzt schon gilt, aber die natürlich ihre volle Entfaltung wann haben wird und hat die dritte Engelsbotschaft ihre völligste Anwendung? In der Trübsal-Zeit nachher ist es dann fast zu spät. Genau, es gibt einen Punkt, die dritte Engelsbotschaft heißt ja, wenn jemand das das Tier und sein Bild und sein Mahlzeichen, das heißt, erst wenn das Mahlzeichen da ist, dann hat es die endgültigste Erfüllung. Natürlich, jetzt warnen wir schon vor dem Mahlzeichen, das ist unsere Botschaft jetzt und deswegen stimmt, es ist schon jetzt, aber natürlich, wenn es dann da ist, dann kann man im hundertprozentigsten sagen, hier sind, ja? Das heißt, wir haben von 1798 bis quasi kurz vor der Wiederkunft, also ab 1844 kurz vor der Wiederkunft, ja, da ist auch noch eine Entwicklung, nicht wahr?

[5:53] Das heißt, wenn wir hier sagen, hier ist der standhafte Aussahn der Heiligen, der Glaube, dann sprechen wir von einer Gruppe von Menschen, die vielleicht noch nicht so eindeutig charakterisiert sind, wie in Offenbarung 14, Vers 12, aber die trotzdem Gottesgemeinde sind. Schauen wir mal das ein bisschen genauer an. Das Aussahnen. Wer sind die Heiligen eigentlich? Vielleicht darfst du ganz kurz. Wer sind Heilige? Gläubige. Kann mir jemand einen Bibeltext sagen, der sagt, Heilige sind Gläubige? Oder wo das deutlich wird, dass Heilige ein Begriff ist, der nicht für verstorbene Wohltäter verwendet wird. Genau. Wo spricht der Paulus die meistens an? Selbst wenn du nicht wirst, wo es steht, kann man es ziemlich schnell finden, wenn man kurz überlegt. Wenn der Paulus die als Heilige anspricht, wo spricht der, was hat der Paulus geschrieben? Okay, also was, also die Korinther, die Epheser, die Galater und so weiter, was sind das? Das sind Briefe. Und wo redet man die Person den Brief an? Am Anfang, genau. Also du musst eigentlich nur einen Brief finden, wo er das am Anfang tut. Man muss nicht den ganzen Korinther durchlesen, sondern man kann zum Beispiel schauen in 1. Korinther Kapitel 1, Vers Habt es? Korinther, 1. Korinther 1 Vers Welcher Vers? Vers 2. In Vers 1 sagt der Paulus, Berufender Apostel Jesu Christi, durch Gottes Willen und Sosthenes der Bruder an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist. Und jetzt erklärt er, wer das ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die Berufenen Heiligen. Wer sind die Berufenen Heiligen? Es sind die, die geheiligt sind in Christus und es sind die, es ist die Gemeinde Gottes. Das heißt, Heilige, könnte man auch übersetzen, es sind zwei Dinge, die ihr seht, ja? Heilige sind die Gemeinde, aber dann gibt es noch etwas, nämlich es sind die, die geheiligt sind, ja? Könnt ihr das sehen? Und zwar in wem? In Christus. Frage, haben die Korinther heilig gelebt? Was schreibt der Paulus über die Korinther alles so? Hat jemand den 1. Korinther Brief gelesen? Da ging es drunter und drüber. Erstmal waren sie zerstritten, einer hat gesagt, ich gehöre dem Apollos, der andere sagt, ne, ich bin einer von Kephas, ne, ich gehöre Christus, nein, ich gehöre Paulus an. Dann gab es Unzucht in der Gemeinde. Und zwar, Paulus sagt so schlimm, dass nicht mehr die Heiden so etwas machen. Dann, was gab es noch? Ja, es gab Probleme, also Probleme mit der Ehe im Allgemeinen, ja? Dann gab es Unordnung in der Gemeinde, nicht wahr? Da gab es Leute, die hatten die Sprachengabe und konnten also in Fremdsprachen reden und meinten, es ist besonders erbaulich für die Gemeinde, wenn sie dort sich vorne hinstellen und stundenlang irgendwie chinesisch oder burmetisch reden oder was auch immer, ja? Und die Geschwister haben gedacht, was soll das? Es ging alles durcheinander, ja? Und er sagt, lasst alles ordentlich geschehen. Also, die Gemeinde da gab es ganz viele konkrete Probleme und trotzdem nennt er sie heilig. Sind sie heilig oder sind sie nicht heilig? Aber sind sie schon heilig? Aber er nennt sie doch heilig.

[9:42] Es ist ein Prozess, ja? Das Wort heilig oder geheiligt sein hat zwei Aspekte, die man gut voneinander trennen muss. Und wisst ihr, warum man das gut sehen kann? Am Sabbat. Denn der Sabbat ist ein Zeichen für die Heiligung. Sagt nicht, Hesekiel 20, 12, ich gab den Sabbat als ein Zeichen, dass ich es bin, der euch heiligt. Jetzt ist der Sabbat heilig, ja oder nein? Letzten Samstag, 99,995 Prozent der Menschen hier in Schottland, haben sie ihn heilig gehalten, ja oder nein? War der Sabbat trotzdem geheiligt in ihrem Leben? Er war trotzdem heilig, ja? Gott kann etwas für heilig erklären und es bleibt auch heilig, auch wenn der Mensch es ganz anders benutzt, es missbraucht. Der Sabbat wird nicht unheilig dadurch, dass ich ihn nicht halte. Versteht ihr, was ich meine? Nur das Problem ist, dass wenn ich den Sabbat, der heilig ist, nicht heilig halte, nützt er mir nichts. Der Sabbat ist zwar noch heilig, aber wenn ich ihn nicht nütze, dann kann ich nicht dadurch profitieren. Die andere Seite ist auch wahr, er bleibt heilig. Ich kann also nicht durch das Nichthalten des Sabbats die Heiligkeit von ihm wegnehmen. Was bedeutet das? Das bedeutet, in der Heiligung tut Gott etwas und dann ist es an den Menschen, das anzunehmen oder nicht. Wenn ich mich also zu Christus bekehre, dann heiligt mich Gott. Aber es ist meine Aufgabe, das auch, wie gesagt, Stück für Stück auch anzunehmen. Ich kann also von Gott geheiligt sein, abgesondert sein von der Welt in die Gemeinde und trotzdem in der Gemeinde leben wie ein Weltmensch. Dann bin ich von Gott geheiligt, aber ich selbst habe es nicht umgesetzt. Und das ist dieser Gedanke. Deswegen kann Paulus Menschen als Heilige bezeichnen, als geheiligt in Christus, die trotzdem noch nicht heilig leben. Und Gottes Plan für den Christen ist, dass der Christ nach und nach das alles lebt, was Gott für ihn schon tut. Dass diese äußere Heiligung und die innere Heiligung eins werden. Das ist dieser Prozess, von dem wir gesprochen haben. Gott hat ein Ziel, das er setzt und der Mensch soll danach leben. Das nur vielleicht dazu.

[11:57] Lass uns mal jetzt aber das eigentliche Schlüsselwort anschauen in Offenbarung 13, 10. Das ist das Wort Ausharren. Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Gibt es in der Offenbarung noch irgendwo jemand oder irgendwer, der ausharrt? Gibt es in der Offenbarung noch Stellen, wo es um das standhafte Ausharren geht? Offenbarung 3? Vers? Vers 10 zum Beispiel? 3 Vers 10 hat sie gesagt. 2 Vers 3 können wir auch lesen. 2 Vers 3, genau. Lass uns die erst mal lesen. Und du hast schweres ertragen und hast standhaftes Ausharren und um meinen Namenswillen hast du gearbeitet und bist nicht Mühe gewonnen. Das ist die Gemeinde Ephesus. Wer ist nochmal die Gemeinde Ephesus in der Kirchengeschichte? So grob gesagt. Welcher Abschnitt ist das? Also genau, die urchristliche Gemeinde nach Jesu Himmelfahrt. Von 31 bis ungefähr 100, bis zum Ende des letzten Apostels, bis zum Tod von Johannes ungefähr. Die haben standhaftes Ausharren gehabt. Warum? Warum braucht die standhaftes Ausharren? Die frühen Christen wurden verfolgt, nicht wahr? Zur Zeit von Nero und auch schon von Saulus, nicht wahr? Schon gleich am Anfang. Immer wieder. Oder schauen wir, was hatten wir Offenbarung 3? Vers? Offenbarung 3, Vers 10. Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren von der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, damit die versucht werden, die auf der Erde wohnen. Wer ist denn hier in Philadelphia gemeint? Mittelalter? Ist hier die 6. Gemeinde, nicht wahr? Die 6. von 7. Also das Mittelalter...

[14:13] Also, wenn man das so grob überblickt, würde man sagen, Ephesus ist Frühchristenheit, dann Smyrna die verfolgte Gemeinde bis Konstantin, Pergamos, Konstantin bis Beginn des Mittelalters. Dann Thyratira ist ziemlich die Zeit des Mittelalters. Und dann Sardis ist eigentlich die Zeit, nachdem die Hure ihre Zeit gehabt hat, 1798. Und das ist so die Zeit, wo in Sardis heißt es, du hast den Namen, dass du lebst und bist tot. Die Protestanten, die es schon gibt, brauchen eine Erweckung. Und diese Erweckung kommt in Form der Adventbewegung. Und Philadelphia ist ziemlich genau diese Gruppe von Menschen, innerhalb der Adventbewegung, denen eine Tür geöffnet wird, wenn du das lest in Vers 80. Ich habe eine Tür geöffnet, eine geöffnete Tür. Niemand kann sie schließen, denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet. Da wird eine Tür geöffnet und die, die hindurch gehen, die haben nur ganz wenig Kraft, nur ganz wenige. Aber sie haben Standort ausgehart. Könnt ihr innerhalb der Adventbewegung irgendwo eine Gruppe ausmachen, wo eine Tür geöffnet worden ist und wo Leute ausgeharrt haben?

[15:30] So weit sind wir natürlich in unserem Adventgeschichte. Nach der Enttäuschung, nicht wahr? Als die meisten dann gesagt haben, oh nee, doch nicht, da haben einige das Wort vom standhaften Ausfahren behalten. Eine Tür wurde geöffnet, sie hatten ein wenig Kraft, es waren nur ganz wenige. Freut euch schon, das wird so spannend werden, wenn wir da in ein paar Wochen dazukommen. Das heißt, standhaftes Ausfahren hat nicht nur etwas mit buchstäblicher, körperlicher Verfolgung zu tun, es hat auch etwas zu tun mit, alle anderen geben den Glauben auf. Werde ich dabei bleiben? Hast du diese Frage? Wenn alle Glieder deiner Ortsgemeinde die Gemeinde verlassen würden, würdest du alleine bleiben? Wenn alle Prediger, die du bisher gerne angeschaut hast, im Internet oder wo auch immer, den Glauben aufgeben würden, würdest du dran bleiben?

[16:18] Ganz genau, aber wir lernen aus der Geschichte auch, dass die meisten Menschen am Ende doch nicht so denken, dass sie sich dann doch beeinflussen lassen, auch von dem, da ist Gruppendruck, Gruppendruck hat eine Dynamik. Wir können nicht sagen, es macht mir nichts aus, wir können nur sagen, mit der Hilfe Gottes will ich standhaft ausharren. Die Wirkung spürt jeder, aber die Frage ist, bleibe ich stehen oder lasse ich mich mitreißen?

[16:46] Schaut mal, wer schon vom standhaften Ausharren spricht, das war Johannes in Offenbarung 1, Vers 9. Der schreibt nämlich nur davon, er hat es selbst erlebt, schaut mal in Offenbarung 1, Vers 9. Da sagt er, ich Johannes, der ich auch euer Bruder bin und mit euch Anteil habe an der Bedrängnis und am Reich und am was? Am standhaften Ausharren, was ist jetzt so besonders? Jesu Christi. Es ist nicht irgendeine Geduld, es ist die Geduld Jesu. Was ist wohl der Unterschied zwischen der Geduld Jesu und der normalen Geduld? Es ist die Kraft Christi, ja.

[17:51] Wie Christus ausgeharrt hat, hat Christus auch warten müssen? Hat er auch ausharren müssen? Und im Leid auch, haben Christus auch alle verlassen? Seine besten Freunde und ist alleine geblieben? In Jesus haben wir ein Beispiel darin, was standhaftes Ausharren bedeutet. Wenn wir sagen, wir, die wir in Offenbarung 14, Vers 12 sein wollen, hier ist der standhafte Ausharren der Heiligen, dann tut es uns gut darüber nachzudenken, was ist das für ein Ausharren? Das ist nicht einfach nur, ich bin so geduldig, sondern das ist das Ausharren, das Christus gehabt hat, die standhafte Geduld, die er gehabt hat. Aber ich meine, Jesus ist noch immer geduldig. Oh ja, er ist immer noch geduldig.

[18:37] Das ist wohl warm. Schaffen wir mit mir ein Klagelieder? Wo kommen Klagelieder? Vor dem Psalm oder nach dem Psalm? Nach Jeremia. Die sind gar nicht bei den Sprüchen im Psalm. Die sind zwischen den Propheten. Das war ein bisschen gemeint von mir. Klagelieder 3, Vers 6. Das ist quasi der Anhang zum Buch Jeremia. Jeremia hat seine ganzen Prophezeiungen und dann, als sie sich erfüllen, die ganzen Gerichtsprophezeiungen, dann singt ihr diese Klagelieder. Klagelieder 3, Vers 26. Das Hohelied ist nicht so klagevoll. Das Buch Klagelieder ist übrigens sehr interessant. Aber wir haben nicht die Zeit, jetzt darüber zu sprechen. Klagelieder 3. Klagelieder 3, Vers 26. Da gibt es etwas Interessantes, was wir lernen können, über das Warten auf Gott. Wir haben ja gerade auch in dem 40-Tage-Buch, übrigens Empfehlung für alle, die zuschauen, wenn ihr das Buch 40 Tage noch nicht kennt, besorgt es euch unbedingt und macht das. Das ist eine ganz gute Sache. In Klagelieder 3, Vers 26, dort heißt es: Gut ist, wie zu warten? Schweigend zu warten auf die Rettung des Herrn.

[20:26] Was drückt das aus, wenn man schweigend wartet? Geduldig sein, vertrauensvoll sein. Wenn das Kind von der Mutter irgendwo abgestellt wird und sagt, jetzt warte hier auf mich, und es muss dann 2 Stunden dort stehen, und hat dann 2 Stunden lang nur gequengelt und geschrien und gezetert, dann hat es auch gewartet. Es musste ja warten. Wir müssen so ohnehin warten, bis Jesus wiederkommt. Es gibt keine Option, nicht zu warten. Die Frage ist nur, warten wir zeternd und klagend, und mir geht es so schlecht, und das ist so schlimm, und Hilfe hier, und Gott, warum machst du das? Oder warten wir schweigend? Also bewusst warten, bewusst Gott vertrauen. Denn keiner von uns sucht sich auszuwarten. Deswegen auch das standhafte Ausharren.

[21:38] Schaut mal mit mir in Lukas 21. Bevor ihr dort seid, sagt mir doch mal, worum geht es in Lukas 21? Wenn ich euch gefragt hätte, Matthäus 24, was hättet ihr gesagt? Endzeitrede. Lukas 21 ist dieselbe Endzeitrede, nur in der Lukas Variante. Wir haben ja bei solchen Dingen immer unser Lieblingsevangelium. Für die Endzeitrede nehmen wir Matthäus 24, und für manche Gleichnisse nehmen wir lieber Markus, oder für manche lieber Lukas. Aber Lukas 21 hat ganz interessante Nebenaspekte, die von Matthäus nicht erwähnt werden. Also wenn ihr Matthäus 24 im Detail studiert, solltet ihr auf jeden Fall auch Lukas 21, und dann natürlich auch Markus 13 studieren. Schaut mal in Lukas 21, und dort Vers 19. Interessant, nicht wahr? Das heißt, Jesus sagt hier mitten in der Endzeitrede: Gewinnt eure Seelen durch euer standhaftes Ausharren. Und dann in Offenbarung 13 und 14 heißt es: Hier ist das standhafte Ausharren. Wir lesen das meistens nur, aber wir wissen gar nicht, dass sich das direkt auf eine Aussage bezieht. Vor allem, wenn es um das Ausharren geht, dann ist das Ausharren nicht das Ausharren, sondern das Ausharren ist das Ausharren. Wir lesen das meistens nur, aber wir wissen gar nicht, dass sich das direkt auf eine Aussage bezieht von Jesus in der Endzeitrede. Jesus sagt, in der Endzeit könnt ihr eure Seele gewinnen. Was bedeutet das Seele gewinnen? Das ewige Leben bekommen, nicht wahr? Durch standhaftes Ausharren. Das heißt, wenn es jetzt hier ist, das standhafte Ausharren, bedeutet das, sie haben die notwendige Bedingung, um ewiges Leben zu haben. Sie gewinnen ihre Seelen. Matthäus hat das so ähnlich. Was ist denn bei Matthäus? Ganz bestimmte Aussage. Ohne, dass ihr nachschaut. Wer wird dort gerettet werden? In Vers 14 heißt es, also Matthäus 24, 14, das Evangelium wird gepredigt in der ganzen Welt und in Vers 13 heißt es, wer Ausharren bis ans Ende hat, wird gerettet werden. Prüfte Vers. Und Lukas hat diese Variante, wer standhaftes Ausharren hat, der gewinnt seine Seele. Der gleiche Gedanke. Seele gewinnen.

[24:03] Das heißt, dieses standhafte Ausharren ist von äußerster Wichtigkeit. Von äußerster Wichtigkeit für uns in unserem praktischen Leben. Übrigens, wisst ihr, was der Kontext von Lukas 21 ist? Schaut mal, was er vorher sagt. In Vers 16 und bis 18. Es heißt, ihr werdet aber von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden und man wird etliche von euch töten. Und ihr werdet von allen gehasst werden und meines Namens willen doch kein Haar von eurem Haupt wird verloren gehen, gewinnt eure Seele durch ihr standhaftes Ausharren. Das heißt, bevor Jesus sagt, standhaftes Ausharren, sagt er, ihr werdet verfolgt werden und einige werden getötet werden.

[24:46] Was sagt Jesus vor Offenbarung 14 Vers 12? Das kommt direkt davor. Weil er sagt, hier ist das standhafte Ausharren. Offenbarung 14 Vers 12, was ist direkt in den Versen vorher? Welche Botschaft die? Also die dritte dann. In der dritten geht es um das Tier, sein Bild und das Mahlzeichen. Und wenn wir das studieren, Offenbarung 13, finden wir genau das, wir finden Verfolgung und wir finden ein Todesbefehl. Also in der dritten Engelsbotschaft spricht es auch genau von diesen Mächten, die uns verfolgen werden und die unseren Tod suchen werden. Und Jesus sagt, ihr werdet verfolgt werden und einige werden sterben, aber habt standhaftes Ausharren, dadurch werdet ihr eure Seelen gewinnen. In der dritten Engelsbotschaft spricht es von dem Tier und dem Mahlzeichen und dem Bild und so weiter. Und dann heißt es, hier ist das standhafte Ausharren. Also eigentlich ist das Offenbarung 14 ganz eng gebaut an die Endzeitrede von Jesus. Ganz eng verknüpft.

[25:47] In Matthäus 24 ist es auch so, dass es heißt, ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen und das Gesetz wird übertreten werden, die Liebe der Menschen wird erkalten wegen der Gesetzlosigkeit, weil sie überhand nimmt. Da kommen wir gleich noch zu.

[26:05] Lass uns ganz kurz noch die Frage nachgehen, woher bekomme ich standhaftes Ausharren? Wir wissen, es muss das standhafte Ausharren sein von Jesus. Es soll schweigend sein. Wir werden dadurch unsere Seelen gewinnen. Schlagt mal mit mir auf Kolosser 1 Vers 11. Wer hat Kolosser geschrieben? Paulus, ganz genau. Kolosser 1 Vers 11. Wir können auch schon Vers 10 lesen. Kolosser 1 Vers 10 und 11. Heißt es, damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid, in jedem guten Werk furchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend, jetzt Achtung, mit aller Kraft gestärkt, gemäß der der Macht seiner Herrlichkeit zu allem stärksten und der zu zu allem standhaftem Ausharren und aller Langmut mit Freude.

[27:14] Was brauchen wir, damit wir standhaftes Ausharren haben können? Das stimmt, aber noch genauer nach diesem Vers, du hast ja vollkommen recht, aber was ist, wie wird es genannt hier? Vers 11, was brauchen wir? Seine Kraft. Wir werden von Gott, von Jesus, mit wie viel Kraft gesteckt? Ich bin ja kein geduldiger Mensch. Ich bin das nicht gewohnt, geduldig zu sein, vor allem in Schwierigkeiten. Dann haben wir die Zusicherung, dass Gott alle Kraft, und hat Gott viel oder wenig Kraft? Und Jesus sagt, alle diese Kraft, die es gibt, gehört mir. Und er sagt, alle diese Kraft steht zur Verfügung, um dich geduldig zu machen. Wisst ihr, was das bedeutet? Dann habe ich mich nicht stärken lassen von Jesus. Denn wenn ich sage, ich kann das nicht überwinden, ich kann nicht geduldig sein, dann sage ich, dass Jesus nicht genügend Kraft hat. Ich kann es überwinden, aber Jesus in mir, und dazu muss ich mit ihm kooperieren, das muss ich ihn einladen. Und zwar gemäß der Macht seiner Herrlichkeit. Was ist denn seine Herrlichkeit? Die Herrlichkeit Gottes. Sein Charakter, nicht wahr? Moses fragte, lass mich deine Herrlichkeit sehen, und Gott sagt, ich will alle meine Gnade, meine Barmherzigkeit, meine Güter in dir vorüberziehen lassen. Von Jesus heißt es in Johannes 1, Vers 14, wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit. Wir haben keine Lichtstrahlen gesehen, Gnade und Wahrheit. Das ist die Macht des Charakters Gottes. Je mehr wir uns mit dem Charakter Gottes beschäftigen, desto mehr Kraft bekommen wir, standhaftes Aushand zu haben, geduldig zu sein.

[29:12] Wir kommen gleich zum Ende, nur noch ganz wenige Verse. Schlagt mal mit mir auf, Hebräer 6, Vers 12. Das sind einige ganz wunderbare Texte zum standhaften Aushand. Hebräer 6, Vers 12. Zumindest vom Gedanken her haben wir hier die gleiche Idee. Schaut mal, Hebräer 6, Vers 12. Übrigens, wer hat Hebräer geschrieben? Vers 12. Damit ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch was? Glauben und Geduld, die Verheißungen erben. Paulus sagt etwas Interessantes im Hebräerbrief. Jetzt haben wir hier Hebräer 6, Vers 12. Er sagt, was bewirkt die Geduld? Wenn ich Geduld habe, was bewirkt das? Die Verheißung. Was ist eine Verheißung? Versprechen. Was bedeutet es, wenn ich Verheißungen erbe? Sagt dann Gott, ich vererbe dir meine Versprechung? Was bedeutet das, wenn ich Erbe der Verheißung werde? Ganz einfach, sie erfüllen sich. Wenn Gott mir etwas verspricht, dann bedeutet es, wenn ich Erbe seiner Verheißung bin, dass diese Verheißung in meinem Leben sich erfüllt. Aber jetzt schaut genau hin, was brauche ich also, damit die Verheißungen sich erfüllen? Glaube und Geduld. Das vergessen wir manchmal. Wir denken, Glaube allein. Das stimmt ja eigentlich auch, aber Geduld ist auch eine Funktion von Glauben. Glaube zeigt sich auch in der Geduld. Genau.

[31:12] Das heißt, was ich brauche, ich brauche die Einstellung, dass ich glaube, Gott meint es ernst, und er wird es tun. Und dann brauche ich die Geduld, zu warten, bis er es tut. Manche Menschen sind überzeugt davon, dass Gott es tut, aber sie haben keine Geduld und wollen es sofort und sind dann enttäuscht von ihm, wenn er es nicht tut. Aber die Bibel macht ganz deutlich, wir brauchen zwei Dinge. Wir brauchen Glaube und Geduld. Und deswegen werden diese Menschen hier alle Verheißungen Gottes erleben. Weil sie haben nämlich Glaube und sie haben Geduld. Und die Verheißungen Gottes sind stark. Durch die Verheißungen Gottes werden wir Teilhaber göttlicher Natur. Und er prüft uns durch Geduld. Ganz genau, er prüft uns dadurch. Wisst ihr, was das bedeutet? Wenn hier in Offenbarung 14 Vers 12 steht, sie haben Glaube und Geduld, das bedeutet, dass die Verheißungen Gottes sich bei ihnen erfüllen. Das sind Verheißungen dabei, wie, wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals fallen. Das sind Verheißungen wie, der, der die Macht hat, euch unstreflich vor den Thronen Gottes zu stellen. Verheißungen, die so groß sind, dass wir uns sie kaum vorstellen können, werden erfüllt durch Glaube und Geduld. Hier beschreibt die Bibel und auch hier Menschen, Heilige, die das erleben.

[32:24] Bevor wir ans Ende kommen, lasst uns im Hebräerbrief bleiben und Hebräer Kapitel 10 Vers 36 ausschlagen. Hebräer 10, das ist so die Einleitung zum berühmten Kapitel 11, wo die Glaubensfelden dargestellt werden. Hebräer 10 Vers, fangen wir mal Vers 35 an. Hebräer 10, Vers 35. Dort heißt es: So werft nun eure Zuversicht nicht weg, der eine große Belohnung hat. Warum würde man seine Zuversicht wegwerfen, wenn es noch eine große Belohnung gibt? Wenn man ungeduldig ist, wenn man zu Überzeugungen kommt, vielleicht bin ich ja getäuscht, vielleicht kommt das ja nie. Wenn ich sage, oh, wir warten schon so lange auf Jesus. Er ist immer noch nicht gekommen. Vielleicht haben wir uns ja geirrt. Vielleicht stehen wir auf dem falschen Gleis. Vielleicht kommt nie ein Zug lang. Er sagt, werft eure Zuversicht nicht weg und dann sagt er Vers 36: Denn was haben wir nötig? Standhaftet euch und tut euch Not. Warum? Damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erbt.

[33:30] Das heißt, Gott möchte, dass wir Verheißung erleben, oder? Aber damit wir sie ererben können, brauchen wir Geduld und deswegen muss er uns testen. Wenn Gott überlegt mal das genau, wenn Gott uns immer alles sofort geben würde, könnten wir gar nicht die Verheißung Gottes erleben. Das ist interessant, oder? Wenn Gott uns immer alles sofort geben würde, könnten wir gar nicht seinen Charakter entwickeln. Weil wir könnten seine Verheißungen gar nicht wirklich testen. Es gibt einige Verheißungen, die deutlich machen, dass Gott uns zu seiner Zeit, nicht mehr zur richtigen Zeit, und dann er sagt ganz deutlich, es tut euch Not. Es ist nicht also, dass Gott sagt, oh, wir können uns noch ein bisschen mehr quälen. Er sagt, es gibt keine andere Wahl, um euch auf die Wiederkunft vorzubereiten, als euch standhaftes Ausharren zu lernen. Schaut mal in Vers 37. Denn auch eine kleine, ganz kleine Weile, dann wird der kommen, der kommen soll, und wird nicht auf sich warten lassen, und jetzt zitiert er, der Gerechte wird aus Glauben leben. Woher zitiert er das? In Römer zitiert er es auch. Genau. Das ist derselbe. Paulus zitiert es auch in Römer. Er zitiert es auch in Galater. Aber woher hat er es? Das ist Habakkuk. Habakkuk, ganz genau. Habakkuk 2. Das hat ihm angetan, dieser Vers. Der Gerechte aber wird aus Glauben leben. Doch wenn er feige zurückweicht, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben. Könnt ihr sehen, dass hier auch Glaube und Geduld eine Rolle spielen. Übrigens, wir haben nicht die Zeit hinzugehen, aber wisst ihr, worum es in Habakkuk 2 geht? Da wird berichtet von dem Propheten, der auf seiner Warte steht und wartet darauf, was Gott ihm antworten wird. Und Gott sagt dann, schreibe die Offenbarung auf Steintafeln auf, damit man es geläufig lesen kann. Wenn ihr wissen wollt, wie sich das erfüllt habt, kommt ihr nächste Woche zum Die Zeit des Endes. Und dann sagt er, und wenn es sich verzögert, wartet drauf. Geduld. Aber die Antwort in Vers 4 ist dann, der Gerechte wird aus Glauben leben. Also Glaube und Geduld kann man nicht trennen. Wer ungeduldig ist, hat kein Glauben. Und echter Glaube führt immer zur Geduld. Genau.

[35:42] Und dann schließen wir, in Hebräer 12, Vers 3 und 4. Wir haben gesprochen von dem Aussagen Jesu. Das Aussagen Jesu. Vorletzter Abschnitt heute. Hebräer 12, Vers 3 und 4. Hebräer 12, da geht es um Jesus, nicht wahr? Den Anfängern von Ende des Glaubens. Vers 3. Achtet doch auf wen? Auf ihn. Der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert. Was ist, wenn ich müde werde, wenn ich den Mut verliere? Was fehlt mir dann? Geduld. Und damit das nicht passiert, was soll ich tun? Streng dich an, geduldig zu sein. Nein, achte auf ihn. Und worauf besonders? Der so viel Widerspruch erlitten hat. Wie oft hat Jesus Opposition bekommen, Widerspruch, Gegenwind. Und wenn wir das anschauen, wie war Jesus geduldig dann? Dann werden wir nicht müde werden, den Mut verlieren. Vers 4, er sagt, ihr habt noch nicht was. Bis aufs Blutwiderstand im Kampf gegen die Sünde. Das ist die Wahrheit. Dafür brauchen wir das. Nicht, weil Gott uns testen will, einfach nur aus Spaß, sondern er weiß, der Kampf gegen die Sünde erfordert noch mehr Charakterumwandlung. Und diese Charakterumwandlung kommt nur, wenn wir seine Verheißung in Anspruch nehmen. Und dazu brauchen wir Geduld. Denn Jesus hat bis aufs Blut mit der Sünde gekämpft und überwunden. Bis das Blut herauskam. Und hat ausgeharrt. Er hat sogar dann geduldig ausgeharrt, als er wusste, dass er vom Vater getrennt ist. Spätestens dann hätte er sagen können, mit meiner Göttlichkeit steige ich jetzt vom Kreuz hinab. Das ist mir zu gefährlich, was hier passiert. Ich riskiere mein ewiges Leben. Jesus hat selbst dann ausgeharrt, als er wusste, die Situation, in der er jetzt ist, trennt ihn für ewig vom Vater. Und er hatte alle Möglichkeiten in der Hand, es selbst zu beenden. Und trotzdem hat er gewartet. Und gewartet. Bis der Vater ruft. Komm hervor. Er hat sich selbst auferweckt, aber er hat gewartet. Achtet auf ihn.

[38:04] Es ist am Ende mit jedem Thema in der Bibel so. Die Antwort findet sich beim Kreuz. Das Kreuz ist der Schlüssel für die Offenbarung an jeder Stelle. Diese Geduld. Wenn wir auf sie schauen, dann bekommen wir die Kraft, im Kampf gegen die Sünde bis aufs Blut zu widerstehen. Hast du schon mal mit einer Sünde so gekämpft, dass du gesagt hast, ich gebe auf, ich verliere den Mut. Ich habe es schon so oft probiert. Es will nicht funktionieren. Ich lasse es einfach. Das bringt nichts. Er sagt, achte auf ihn. Deswegen sagt er in Vers 1, da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit was laufen? Mit, in Vers 1, mit Geduld, mit Ausdauer laufen im Kampf, der vor uns liegt. Was ist der Kampf? Der Kampf gegen die Sünde. Die Sünde, die uns so leicht umstrickt. Er sagt, lasst uns mit Ausdauer kämpfen. Vor uns liegt ein, liebe Freunde, vor uns liegt ein Kampf. Wenn wir in dieser Gruppe dabei sein wollen, die den Glauben Jesu hat, dann liegt vor uns ein Kampf. Und diesen Kampf müssen wir geduldig kämpfen. Wir werden nicht von heute auf morgen alle Sünden in unserem Leben überwinden. Wir werden nicht von heute auf morgen einen Charakter für den Himmel haben. Es ist ein Kampf. Und dieser Kampf, wenn ich ihn alleine kämpfe, dann geht es mir so wie Petrus, der von Jesus weggeschaut hat und dann mutlos wurde und gesungen ist. Wenn ich auf Jesus schaue, dann kann ich gegen die Sünde bis aufs Blut widerstehen.

[39:36] Und das ist ein Geheimnis. Letzter Vers, schaut mal in Jakobus 1. Direkt nach Hebräer. Jakobus 1, Vers 2-4. Der rundet das so alles ab, was wir studiert haben. Jakobus 1, Vers 2-4. Meine Brüder, achtet es für was? Lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung geratet. Da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Aushandeln wirkt. Oh nein, ich habe Anfechtung und betet für mich. Es ist so schlimm, so tragisch. Und ich wünsche, dass Gott sofort das aufhören würde. Was sagt Jakobus? Achtet es für lauter Freude, da ihr ja wisst, dass wenn durch die Bewährung eures Glaubens in der Anfechtung entsteht standhaftes Aushandeln. Diese Charaktereigenschaft fällt nicht vom Himmel. Sie entsteht durch Glaubensbewährung in der Anfechtung. Und dann heißt es, das standhafte Aushandeln soll ein vollkommenes Werk haben. Das heißt, ihr sollt vollständig ausgereift sein. Ihr sollt nicht ein bisschen geduldig sein, sondern vollkommen geduldig, damit ihr vollkommen und vollständig und es euch an nichts mangelt. Das ist in Kurzform der Weg zu einem Charakter für den Himmel. Ein Charakter, der von jedem Makel der Sünde gereinigt ist. Durch Anfechtung. Das ist interessant, oder? Das ist so interessant.

[41:22] Und deswegen gibt es am Ende der Zeit auch solche Trübsal. Glaubt ihr, Gott hat eine Freude daran, dass es am Ende der Zeit Trübsal gibt, dass es alles so dramatisch endet? Aber er weiß, die meisten von uns würden in einer friedlichen Umgebung, wo ihnen alles offen steht, wahrscheinlich niemals vollkommen werden. Niemals. Da würde selbst die Ewigkeit nicht ausreichen. Jemand hat mal gesagt, die Zeit der Trübsal ist wie Gottes Schnellkochtopf, wo wir endlich fertig gemacht werden für den Himmel. Weil wir das dann lernen, was wir hier in Friedenszeiten nie wirklich gelernt haben. Und die Anfechtung, die wir jetzt schon haben in unserem Leben, sollten wir dankbar sein. Dankbar sein und sagen, Gott sei Dank, dass er an mir wirkt, damit ich mich im Glauben bewähren kann, dass ich standhaftes Aussagen haben kann. Das heißt, diese Menschen hier, die hier sagen, hier ist das standhafte Aussagen, die haben Anfechtung erlebt. Ansonsten könnte man das nicht von ihnen sagen. Hier die Gläubigen, 1798, die Protestanten, die gerade als das Papsttum seine tödliche Wunde bekommt, da gibt es auch eine Gemeinde Gottes, die Protestanten. Die haben vielleicht noch nicht alle Gebote Gottes gehalten. Die haben auch nicht vielleicht genau das geglaubt, was Jesus geglaubt hat. Aber sie waren doch Gottes Gemeinde. Sie haben nach ihrem Licht, das sie gehabt haben, gehandelt. Und sie kamen aus einer Zeit der Verfolgung. Sie hatten standhaftes Aussagen. Sie haben als Lutheraner, Hugenotten, Albigenser, ausgeharrt. Und deswegen werden sie hier genannt. Hier ist das standhafte Aussagen. Von denen können wir lernen.

[42:52] Jetzt müssen wir leider Schluss machen. Ich habe so bitterböse überzogen, aber ich habe heute standhaftes Aussagen bewiesen. Wir müssen leider beten. Nächstes Mal gehen wir dann zu Offenbarung 13, Vers 11. Lass uns gemeinsam aufstehen zum Gebet. Und lass uns niederknien.

[43:22] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von Herzen Dank sagen, dass dieses Studium uns noch einmal offenbart hat, wie wichtig es ist, standhaftes Aussagen zu haben. Und welche großen Dinge davon abhängig sind. Um einen Charakter zu entwickeln, der für den Himmel tauglich ist, brauchen wir diese standhafte Aussagen. Und wir bekommen es, wenn wir unseren Glauben ausleben in schwierigen Situationen, Anfechtungen. Dass wir über Dinge klagen, die du eigentlich zu unserem Guten zulässt. Und dass wir gar nicht vertrauen, dass du uns sicher führst, auch durch das Tal des Todesschattens. Jesus, vergib du mir und jedem Einzelnen von uns, wenn wir gemurrt haben und ungeduldig waren. Schenke uns dieses kindliche Vertrauen in deine Führung. Und wirke dir in unserem Herzen, dass wir einmal in dieser Gruppe sein können, von denen es heißt, hier ist das standhafte Aussagen der Heiligen. So danken wir dir für alles, was du uns gezeigt hast. Und bitte nicht, dass du uns bald wieder gesund zusammenführst. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[44:30] Nächste Woche eine neue Ära, 1842 Teil 1. Dann auch etwas zur Taufe von Ellenhamen. Sehr spannend wird das. Und dann auf morgen, 13.11, wir wechseln den Kontinent. Aber damit fahren wir noch nicht in der Prophetie von der Neuen Welt, von der Alten Welt in die Neue Welt. Ich wünsche euch Gottes Segen. Und verpasst nicht, jetzt am Sabbat einzuschalten zur Predigt, wenn ihr keine Gemeinde in der Nähe habt. Oder schaut euch später die Aufnahme an. Die Predigt, die jetzt am Sabbat kommt, die solltet ihr euch anschauen. Bis dann wünsche ich euch Gottes Segen. Und bis bald. Amen.


Lizenz

Copyright ©2014 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.