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In dieser Predigt wird der biblische Vers Offenbarung 11,10 unter die Lupe genommen, der beschreibt, wie sich die Menschen auf der Erde über die Vernichtung der zwei Zeugen freuen und einander Geschenke schicken. Der Sprecher erklärt, wer diese Zeugen sind und warum die Menschen sich über ihr Leid freuen. Dabei werden Parallelen zu biblischen Geschichten wie der von Simson und zu historischen Ereignissen wie der französischen Revolution gezogen. Die Predigt beleuchtet die tiefere Bedeutung von Freude, Schadenfreude und dem Senden von Geschenken im biblischen Kontext und zeigt auf, wie das Wort Gottes, die Bibel, für manche eine Qual sein kann, wenn sie sich bewusst dagegen stellen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Guten Abend, schön, dass ihr trotz des Regens draußen hierher gefunden habt. Ihr sitzt vor dem Bildschirm und wir wollen mit einem Gebet anfangen. Herr, lieber Gott, wir möchten dir danken, dass du heute Abend bei uns sein wirst. Wir danken dir für deinen heiligen Geist. Herr, führe uns in alle Wahrheit und gib, dass wir dein Wort verstehen, dass wir es annehmen und dass wir es auch für unseren Alltag gebrauchen. Herr, gib, dass das Wort nicht nur ein roter Buchstabe ist oder ein Wort, das wir nicht verstehen. Herr, lass es praktisch und plastisch für uns sein, dass wir wissen, wie wir danach leben sollen. Das binden wir in deinem Namen. Amen. Wer weiß, um welchen Vers es heute Abend geht? Wer weiß es auswendig? Welchen Vers? Offenbarung 11, Vers 10. Genau. Elf Vers neun war letzte Woche. Könnt ihr euch noch ein bisschen erinnern, was der Christopher letzte Woche gemacht hat, worum es ging? So ein paar Schlagwörter. Was war so das große Thema? Ja, genau, die französische Revolution. Und der ganze Kontext von Kapitel 11 handelt wovon? Was kehrt immer wieder? Welches Element kommt immer wieder in Kapitel 11? Worum geht es? Wir kennen Kapitel 10 gut, wir kennen Kapitel 12 gut. Kapitel 10, wo das Büchlein gegessen wird. Kapitel 12, die Frau und der Drache. Aber Kapitel 11 ist ein bisschen schwierig. Worum geht es? Ja, genau, die zwei Zeugen. Und das zieht sich durch das ganze Kapitel. Und in Vers 10 heißen diese zwei Zeugen sie. Lasst es uns lesen. Offenbarung 11, Vers 10.

[2:05] Und die auf der Erde wohnen, werden sich über sie freuen und frohlocken und werden einander Geschenke schicken, weil diese zwei Propheten diejenigen gequält hatten, die auf der Erde wohnen. Also wie werden sie genannt? Propheten. Zeugen werden hier Propheten genannt. Wer sind die Propheten? Ja, das Alte und das Neue Testament. Und wie können wir das begründen? Weil das kann ja jeder sagen, das ist das Alte und Neue Testament. Aber wie können wir das begründen? Schaut mal in Vers 3. Vers 3 heißt es, und ich will meinen zwei Zeugen geben, dass sie Weissagen werden, 1260 Tage lang, bekleidet mit Sacktuch. Wer kann Weissagen? Propheten, nicht wahr? Propheten können Weissagen. Das heißt, die zwei Zeugen, von denen wir wissen, das Alte und Neue Testament, die Weissagen. Und das sind Propheten. Schaut mal in Vers 4. Was ist das Synonym in Vers 4 für Propheten und Zeugen? Ölbäume und Leuchter. Genau, das sind quasi die vier Synonyme, die wir haben für die Bibel: Zeugen, Ölbäume, Leuchter, Propheten. Zwischendurch wird noch von ihnen als Leichname gesprochen, aber das ist nicht so sehr ein Synonym. Es ist mehr eine Bezeichnung, wie es ihnen ergeht. Und was machen die Propheten hier in Vers 10? Was wird von ihnen ausgesagt? Was machen die Propheten? Guckt in das Verb. Propheten, sie quälen, oder? Sie quälen andere.

[4:21] Jetzt, das Thema des heutigen Offenbarungsseminars könnte man auch nennen: Warum quälen Propheten? Und wir werden die ganze Stunde brauchen, um dieses Thema zu beantworten und werden viele Texte dazu lesen, um zu verstehen, warum diese Propheten quälen, wenn die Propheten doch die Bibel sind. Wie kann die Bibel quälen? Jetzt lasst uns einmal schauen. Jetzt sind wir ein bisschen von hinten den Vers angegangen. Jetzt gehen wir wieder nach vorne. Die auf der Erde wohnen. Wer sind das? Wer sind die, die auf der Erde wohnen? Die Menschen. Das ist richtig. Das sind wahrscheinlich nicht die Tiere. Das sind die Menschen. Welche Menschen genau? Schaut mal in Vers 9. Und viele aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen und so weiter. Woher kennen wir das? Völker, Stämme, Sprachen und Nationen. Ja, Offenbarung 14, Erste Engelsbotschaft, genau. Das sind quasi alle Menschen von Nord nach Süd, von Ost nach West, alle Menschen. Und was tun sie? Über sie werden drei Dinge gesagt. Was tun diese Menschen, die auf der Erde wohnen? Helft mir. Welche drei Dinge tun sie? Es steht alles im Vers 10. Sie freuen sich. Geschenke schicken und guter Dinge. Genau, bei mir steht frohlocken, bei dir steht guter Dinge. Warum tun sie das? Ja, weil sie sich freuen. Sie sind schadenfroh über die Propheten, weil die Propheten wurden vernichtet oder wurden geschlagen. Also sie freuen sich über die Propheten, weil sie geschlagen wurden, weil die Propheten haben sie gequält. Behaltet das im Hinterkopf. Die auf der Erde wohnen. Schaut mal in Kapitel 13, Vers 8. Dort heißt es, und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens, des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an. Was wird hier ausgesagt über die, die auf der Erde wohnen? Schaut in den Vers. Was wird ausgesagt über diese Gruppe? Genau, worum geht es in Kapitel 13? Um das Tier. Also sie beten das Tier an und sie sind nicht im Buch des Lebens. Also, wenn dein Name nicht im Buch des Lebens steht, betest du das Tier an. Wenn dein Name und wer nicht im Buch des Lebens steht, der wird von der Bibel gequält. Nochmal, wenn der Name nicht im Buch des Lebens steht, betest du das Tier an. Und wenn dein Name nicht im Buch des Lebens steht, wirst du von der Bibel gequält. Das heißt, entweder werde ich vom Tier gequält oder von der Bibel. Entweder ich entscheide mich für das Tier, dann werde ich von der Bibel gequält, oder ich entscheide mich für die Bibel, dann werde ich vom Tier gequält. Und in ein paar Monaten werden wir noch ausführlich zu Kapitel 13 kommen. Dann werdet ihr das alles noch näher studieren. Aber ich denke, wir wissen alle, was damit gemeint ist. Schaut mal in Matthäus 10, Vers 22.

[8:02] Matthäus 10, Vers 22 ist eine interessante Anwendung für diese Begebenheit. Matthäus 10, Vers 22 steht, und ihr werdet von jedermann gehasst sein um meines Namens willen. Wer aber aushält bis ans Ende, der wird gerettet werden. Wer sagt das hier? Jesus sagt das zu seinen Jüngern. Die Anwendung heißt, dass die, die auch gegen Gott sind, hassen auch die, die an Gott glauben. Deswegen gibt es Christenverfolgung schon seit tausenden von Jahren. Also die, die Gott hassen, hassen auch die, die Gott folgen. Jetzt, was tun sie nochmal? Welche drei Dinge? Freuen, verlocken, Geschenke schicken. Interessante Sachen, oder? Als ich den Vers gelesen habe, und ich kannte diesen Vers vorher nicht gut, habe ich gedacht, freuen, verlocken, okay, Geschenke schicken. Das klingt interessant, das würde ich gern wissen, was das bedeutet, Geschenke schicken. Aber wir werden jetzt mal nachdenken über verlocken und freuen und dann werden wir uns ein bisschen anschauen, warum sie sich Geschenke schicken. Schlagt mal auf Psalm 13, Psalm 13, Vers 4 und 5.

[9:49] Schaut her und erhöre mich, o Herr, mein Gott. Erleuchte meine Augen, dass ich nicht in den Todesschlaf versinke, dass mein Feind nichts sagen kann, ich habe ihn überwältigt und meine Widersacher nicht verlocken, weil ich wanke. David bittet Gott hier, dass er nicht einschläft, weil wenn er einschläft, besteht die Gefahr, dass die Feinde ihn überwältigen. Kennt ihr eine Geschichte, wo die Feinde Gottes verlocken, weil jemand eingeschlafen ist? Fällt euch da was ein? Gibt es nicht nur eine. Eine Geschichte, wo Feinde Gottes verlocken, weil jemand eingeschlafen ist, der auf Gottes Seite ist. Ihr kennt die Geschichte von Simson, der eingeschlafen ist und dann wurde er überwältigt. Wir werden gleich noch mehr über Simson reden. Verlockt haben auch die Pharisäer, als Jesus am Kreuz hing. Sie haben sich gefreut, endlich haben sie es geschafft und Jesus und die beiden Zeugen haben sehr, sehr viele Gemeinsamkeiten. Jesus wird in Johannes 1 genannt, das Wort Gottes. Die zwei Zeugen sind das Wort Gottes und beide weissagen. Das Wort Gottes weissagt, Jesus weissagt. Beide werden getötet. Jesus wird getötet und hier in Kapitel 11 lesen wir auch davon, dass die Propheten oder die Zeugen getötet werden. Beide werden verspottet. Menschen aller Zeitalter haben über die Bibel gespottet und Jesus wurde verspottet. Wenn ihr nächste Woche zum Offenbarungsseminar kommt, dann werdet ihr auch lernen, dass die zwei Zeugen wieder auferstehen. Jesus ist auch auferstanden. Es gibt sehr viele Parallelen zwischen den beiden Zeugen und Jesus.

[12:09] Jetzt lasst uns noch mal zu Simson gehen in Richter 16. Schlagt mal auf Richter 16. Da werden wir eine interessante Sache entdecken. Richter 16, ab Vers 23 und Vers 24. Als nun die Fürsten der Philister sich versammelten, um ihrem Gott Dagon ein großes Opfer zu bringen und ein Freudenfest zu feiern, sprachen sie: Unser Gott hat den Simson, unseren Feind, in unsere Hand gegeben. Und als das Volk ihn sah, lobten sie ihren Gott, denn sie sprachen: Unser Gott hat unseren Feind in unsere Hand gegeben, ja, den Verwüsterer unseres Landes, ja, den, der so viele der unseren erschlagen hat. Das ist wie eine schadenfrohe Hymne darüber, dass sie Simson endlich gefangen genommen haben und sie jetzt im Begriff sind, ihn zu töten. Und sie frohlocken. Ja, sie frohlocken. Warum ist Simson gefallen? Was hat ihm so die Schlinge um den Fuß gelegt, dass er gefallen ist? Die Verliebtheit zu einer Frau. Es war Dalila, nicht wahr? Und war es gut, dass er mit ihr zusammen war? Oder war es Gott gewollt oder nicht? Es war nicht Gott gewollt. Es war, man kann es Hurerei nennen. Er war nicht mit ihr verheiratet. Und als er geschlafen hat, hat sie seine Haare abgeschnitten. In seinen Haaren war die Kraft. Nicht in seinen Haaren, aber Gott hat gesagt, die Haare dieses Naziräers bedeuten die Kraft. Und sie hat die Haare abgeschnitten. Das heißt, Simson hat Hurerei getrieben, hat seine Kraft verloren. Und wer hat gesiegt? Ja, wie heißen die? Die andere Seite. Ja, die Philister, die Heiden. Ja, genau, die Heiden. Also nochmal, Simson hat Hurerei getrieben, hat seine Kraft verloren und das war ein Sieg für die Heiden.

[14:30] Jetzt, die Christen haben Hurerei getrieben. Die Offenbarung spricht davon, dass sie getrunken geworden sind von dem Wein der Hure. Und dann haben sie die Bibel ignoriert. Wenn ihr daran denkt, die katholische Kirche hat ganz viel Heidentum in die Tür gelassen, hat die ganzen Heiligen, die eigentlich aus dem Heidentum kamen, hineingelassen, haben die Bibel ignoriert. Das heißt, sie haben die Gesetze geändert. Dadurch haben sie die Kraft verloren und dann hat das Heidentum sie besiegt, weil das Heidentum dann den wahren Glauben oder die Wahrheit verdrängt hat. Und so wie Simson mit der Hurerei gespielt hat und die Christen mit der Hurerei gespielt haben, haben sie gegen das Heidentum verloren. Und es ist immer gefährlich, mit dem Heidentum zu spielen.

[15:32] Schauen wir mal in Psalm 35, Psalm 35, Vers 19. Hier geht es darum, gottfeindlich zu sein. Denn wir müssen uns ja die Frage stellen, haben Menschen überhaupt einen Grund, gottfeindlich gegenüber zu sein? Gibt es irgendwelche Begründungen, die gerechtfertigt sind? Vers 19. Es sollen sich nicht über mich freuen, die mir ohne Ursache feind sind. Es sollen nicht mit den Augen zwinkern, die mich ohne Grund hassen. Die Bibel sagt, es gibt keine Ursache, gottfeindlich zu sein. Sie sind mir ohne Ursache feind. Der einzige Grund, den sie vorbringen, warum sie gottfeind sind, ist welcher? Und das ist der Bogen zur Offenbarung 11, Vers 10. Sie werden durch die Bibel gequält. Das ist der einzige Grund, den sie vorbringen. Aber das ist nicht die Schuld der Bibel, oder? Wenn die Bibel uns quält, ist das wessen Schuld? Es ist nicht die Schuld der Bibel, es ist unsere Schuld, nicht wahr? Weil die Wahrheit macht frei und die Bibel ist die Wahrheit. War es Davids Schuld, dass Saul ihn gehasst hat? David war ein Mann nach dem Herzen Gottes, als er jung war. Es gab keinen Grund, dass Saul ihn gehasst hat. Aber er hat so einen großen Anstoß Saul gegeben, weil er Gott so gehorsam war, dass Saul ihn gehasst hat.

[17:32] Schaut mal in den gleichen Zahlen, Vers 24-26. Schaffe mir recht nach deiner Gerechtigkeit, Herr mein Gott, dass sie sich nicht freuen dürfen über mich, dass sie nicht sagen können in ihren Herzen: So haben wir es gewollt. Lass sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen. Es sollen alle zu Schanden werden und sich schämen, die sich über mein Unglück freuen. In Scham und Schande sollen sie sich kleiden, die gegen mich groß tun. Solche Verse lesen wir oft in den Psalmen, nicht wahr? David hat oft geschrieben: Lass meine Feinde zu Schanden werden. Und das ist tatsächlich das, was Gott verheißt. Gott verheißt, wenn Feinde oder gottlose Menschen die Gläubigen verachten oder wenn Ungläubige Gott verachten und verspotten, dann wird es ihnen nicht gut ergehen.

[18:32] Und wie war das mit der französischen Revolution? Welchen Ausgang hatte das für die Menschen, dass sie Gott rebelliert haben, dass sie Gott in die Ecke gedrängt haben, nichts mehr wissen wollten von ihm? Es gab Terror, es gab Chaos und am Ende haben sie sich alle gegenseitig umgebracht. Es gab ständig Tote und kein Zeitalter gab es, wo die Guillotine so im Einsatz war wie zur Zeit der französischen Revolution.

[19:08] Schau aber mit mir in Sprüche 24, dort haben wir einen Vers, der das Ganze ein bisschen umdreht. Sprüche 24, in Vers 17. Freue dich nicht über den Fall deines Feindes und wenn er strauchelt, so frohlocke dein Herz nicht. Jetzt haben wir die ganze Zeit gelesen, ja, die Bösen haben frohlockt über die Bibel, über die Gläubigen, aber hier haben wir wie ein Aufruf, ein Gebot. Freue dich nicht über den Fall deines Feindes und wenn er strauchelt, so frohlocke dein Herz nicht. Das heißt, auch wenn die Feinde über uns frohlocken und die Feinde eines Tages zugrunde gehen, haben wir kein Recht zu sagen: Haben wir es nicht gewusst? Wir frohlocken jetzt über euren Untergang. Die Bibel sagt, das dürfen wir nicht tun. Wir dürfen nicht Böses mit Bösem vergelten.

[20:14] Schaut mal mit mir in 2. Mose 23, Vers 4 bis 5. Dort ist ein sehr interessanter Aufruf von Gott an uns, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollen, weil ich glaube, jeder von uns hat irgendwann mal im Leben einen Menschen, der ihm Böses will oder der ihm nicht gut gesinnt ist oder mit dem er Probleme hat. Und Gott gibt uns viele, viele Hinweise, vor allem auch im Neuen Testament, wie wir mit so jemand umgehen sollen. Aber auch im Alten Testament geht es nicht immer Auge um Auge, Zahn um Zahn.

[20:55] Vers 4 und 5 in 2. Mose 23. Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel antriffst, der sich verlaufen hat, so sollst du ihm denselben auf jeden Fall wieder bringen. Siehst du den Esel deines Feindes unter seiner Last erliegen, könntest du es unterlassen, ihm zu helfen? Du solltest ihm samt jenem unbedingt aufhelfen. Gott sagt, hilf deinen Feinden. Und hier sind es die Feinde. Wir machen das gerne für unsere Nachbarn vielleicht, für unsere Freunde, für unsere Familie, aber für unsere Feinde ist es viel, viel schwerer, ihnen Gutes zu tun oder eine gute Einstellung ihnen gegenüber zu haben. Aber Gott sagt, geh die extra Meile auch für deinen Feind. Liebe deine Feinde, sagt Jesus, und hilf ihnen unbedingt.

[21:50] Schaut mit mir in Jeremia 50. Jetzt gehen wir ein bisschen zum Freuen über. Jetzt haben wir das Frohlocken ein bisschen angeschaut. Gehen wir zum Freuen. Jeremia 50, Vers 11 bis 12. Ja, freue dich, ja, frohlockt nur, die ihr mein Erbteil geplündert habt. Ja, hüpfe nur wie eine dreschende Kuh und wiehre wie die Hengste. Eure Mutter wird doch ganz zu Schanden werden, die euch geboren hat, wird beschämt dastehen. Siehe, sie ist das Letzte der Völker, eine dürre Wüste, eine öde Steppe. Worüber spricht Jeremia hier wortwörtlich? Wen meint er hier jetzt? Die Feinde. Wer sind die Feinde zu Jeremias Zeiten? Ja, genau, Babylon. Jeremia hatte zur Zeit der Wegführung gelebt. Das heißt, siehe, sie ist das Letzte der Völker, eine dürre Wüste, eine öde Steppe. Was fällt euch ein bei dürre Wüste, öde Steppe und Babylon? Ja, dass sich das wörtlich erfüllt hat. Die Stadt Babylon gibt es nicht mehr. Sie ist eine öde Steppe, sie ist nicht mehr aufgebaut worden. Einige haben es versucht aufzubauen, aber sie ist nicht aufgebaut worden und Gottes Verheißung, und das ist nicht die einzige Verheißung darüber, ist wahr geworden, dass sie nie wieder aufstehen wird. Und Babylon hat sich erhoben. Babylon war prächtig. Babylon war ein Feind des Volkes Gottes. Babylon hat das Volk Gottes weggeführt und Gott hat sie aber dann später dafür bestraft, weil sie dann vom Erdboden verschwunden ist, diese Stadt.

[24:10] In Micha 7, nach Jona, Micha 7, Vers 8 bis 10, dort haben wir eine Verheißung, die ist so wunderbar. Micha 7, Vers 8 bis 10. Freue dich nicht über mich, meine Feinde, denn wenn ich auch gefallen bin, so stehe ich doch wieder auf. Wenn ich auch in der Finsternis sitze, so ist doch der Herr mein Licht. Den Zorn des Herrn will ich tragen, denn ich habe gegen ihn gesündigt, bis er meine Sache hinausführt und mir Recht verschafft. Er wird mich hinausführen ans Licht. Ich werde mit Lust seine Gerechtigkeit schauen. Wenn meine Feindin das sieht, wird Schamrüte sie bedecken. Sie, die zu mir sagt: Wo ist der Herr, dein Gott? Meine Augen werden es mit ansehen. Nun wird sie zertreten wie Kot auf den Gassen. Welchen Vorteil haben wir, wenn wir auf Gottes Seite sind und fallen? Welche Gewissheit können wir haben, dass Gott uns immer wieder aufhebt? Der Gerechte fällt siebenmal, aber er steht immer wieder auf. Und Gott sagt, wenn der Feind dich zu Fall bringt, wenn Satan dich immer wieder dazu verleitet zu sündigen, aber du bereust das und du kommst zu mir, dann helfe ich dir immer wieder auf. Und manchmal, wenn wir eine schwere Sünde begangen haben, dann sind wir vielleicht so am Boden und denken, jetzt das war jetzt zu viel, jetzt geht es nicht mehr, jetzt kann ich nicht mehr, das war zu schlimm. Gott kann mich jetzt nicht mehr anschauen, aber Gott sagt, ich helfe dir immer wieder auf. Und auch wenn du in der Finsternis sitzt, so ist der Herr dein Licht.

[26:15] Schaut mal in Johannes 16, Vers 20. Johannes 16, in Vers 20. Da sagt Jesus, Johannes 16, Vers 20, da sagt Jesus zu seinen Jüngern: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen und ihr werdet trauern, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. Wovon spricht dieser Text? Warum werden die Jünger trauern? Wegen der Kreuzigung. Das war eine große Enttäuschung für die Jünger, oder? Sie haben Jesus ganz anders erwartet, was er wird. Sie wollten, dass er der wirkliche, buchstäbliche König wird, aber er musste sterben und das haben sie nicht verstanden erst. Erst später haben sie es verstanden. Und deswegen haben sie geweint und wehgeklagt und hier steht, aber die Welt wird sich freuen. Wer hat sich denn gefreut über die Kreuzigung? Also im negativen Sinne gefreut. Ja, die Juden, die Jesus ans Kreuz gebracht haben, die haben sich ganz, ganz besonders gefreut. Die Heiden wussten nicht so sehr, noch nicht in dem Moment, was sie damit anfangen sollen, aber die Welt hat sich gefreut und die Jünger haben geweint. Aber Jesus sagt, eure Trauer wird sich in Freude verwandeln, nicht wahr? Und selbst in dieser Situation, ihr kennt diese Situation, als die Jünger nach der Kreuzigung solche Angst hatten, haben sie sich versteckt, haben sie sich abgesondert, sind quasi untergetaucht, weil sie solche Angst hatten. Aber Gott hat sie beschützt und Gott hat gesagt, diese Trauer wird von kurzer Zeit sein. Und wie gut es ist, dass Gott Jesus nicht dreieinhalb Jahre im Grab gelassen hat, sondern nur dreieinhalb Tage. Er hätte es ja auch länger machen können, aber es waren nur zweieinhalb Tage, also drei Tage. Und diese Trauer wurde sehr schnell in Freude verwandelt.

[28:57] Jetzt denkt nochmal darüber nach, die Juden haben ihren König umgebracht. Jesus war der König der Juden. Sie haben ihren König umgebracht. Bei der französischen Revolution hat das Volk den König abgesetzt und umgebracht. Sie wollten nicht mehr von dieser Obrigkeit regiert werden. Und die Macher der französischen Revolution haben sich dann gewandt zum Heidentum. Und was haben die Juden getan nach der Kreuzigung? Oder nicht nach der Kreuzigung, was haben sie getan bei der Kreuzigung? Ja, genau, sie haben sich mit den Römern verbündet. Sie haben sich quasi ans Heidentum gerichtet, ans Heidentum gewandt, um diesen König umzubringen. Die französische Revolution hat mit dem Heidentum den König gestürzt. Auch die Juden haben durch das Heidentum den König gestürzt. Seht ihr diese Parallele?

[30:07] Einen Psalm habe ich gefunden diese Woche und ich habe echt gestaunt. Schaut mal mit mir in Psalm 14, Vers 1, wie gut dieser Psalm auf dieses Thema passt, was wir haben. Psalm 14, Vers 1. Dort heißt es, der Narr spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott. Sie handeln verderblich und abscheulich ist ihr Tun, da ist keiner, der Gutes tut. Es gibt keinen Gott, das ist so etwas wie einer der Leitsprüche der französischen Revolution. Genauso wie später jemand gesagt hat: Religion ist Opium fürs Volk. Es gibt keinen Gott und sie alle sind Narren, sagt die Bibel. Sie sind Narren und sie handeln verderblich und abscheulich. Das heißt, sie tun nichts Gutes, heißt es hier, sie tun nichts Gutes. Und wenn wir an die französische Revolution denken und alles, was die Menschen getan haben, wie grausam das war, wie viele Menschen sie einfach umgebracht haben und wie willkürlich das auch war, ist da nichts Gutes drin zu finden.

[31:25] Kommen wir zu den Geschenken. Geschenke senden. Schaut mal mit mir in Nehemia 8. Dort können wir jetzt ein bisschen erforschen, was es mit den Geschenken auf sich hat. Denn die, die auf der Erde wohnen, sie freuen, verlocken und senden sich Geschenke. In Nehemia 8, Vers 9 bis 12. Zwischen Esra und Esther ist Nehemia. Esther ist von dem Psalm. Vers 9. Und Nehemia, das ist der Stadthalter. Und Esra, der Priester, der Schriftgelehrte und die Leviten, die das Volk lehrten, sprachen zu dem ganzen Volk: Dieser Tag ist dem Herrn, eurem Gott, heilig. Darum seid nicht traurig und weint nicht. Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte. Darum sprach er zu ihnen: Geht hin, esst Fettes und trinkt Süßes und sendet Teile davon auch denen, die nichts für sich zubereitet haben. Denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig. Darum seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke. Und die Leviten beruhigten das ganze Volk und sprachen: Seid still, denn der Tag ist heilig, seid nicht bekümmert. Und das ganze Volk ging hin, um zu essen und zu trinken, Teile davon zu senden und ein großes Freudenfest zu machen, denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen verkündigt hatte.

[33:04] Jetzt haben wir zweimal den Auftrag, etwas zu senden, nämlich Fettes und Süßes und alles, was man gerne isst, sollen sie senden. Aber in welchem Kontext ist das hier? In welchem Kontext? Warum senden sie das oder warum sollen sie das senden? Ja, es gibt ein Fest, es gibt ein Freudenfest, einen heiligen Tag. Hier in diesem Abschnitt geht es um das Laubhüttenfest. Und es ist quasi ein Ausdruck der Freude, wenn man anderen Geschenke sendet. Ist doch so, oder? Wenn ihr, wenn eure Mama Geburtstag hat, dann freut ihr euch und ihr schickt ihr ein Geschenk. Ihr sendet ihr etwas. Das ist immer ein Ausdruck der Freude, ein Geschenk zu senden.

[33:55] Wir machen das noch klarer. Schaut mal in Esther, das ist gleich nebenan. Esther 9, Vers 19 und folgende. Esther 9, Vers 19. Darum machen die Juden auf dem Land, die in den offenen Städten wohnen, den 14. Tag des Monats Adar zu einem Tag der Freude, des Gastmahls und zum Festtag und senden einander Geschenke. Und Mordechai schrieb diese Begebenheiten auf und er sandte Briefe an alle Juden, die in allen Provinzen des Königs Ahasveros wohnten, in der Nähe und in der Ferne, worin er sie verpflichtete, dass sie den 14. und 15. Tag des Monats Adar Jahr für Jahr feiern sollten, als die Tage, an denen die Juden vor ihren Feinden zur Ruhe gekommen waren und als den Monat, in welchem ihr Kummer in Freude und ihre Trauer in einen Festtag verwandelt worden war. Dass sie diese feiern sollten als Tage des Gastmahls und der Freude, an denen sie einander Geschenke machen und die Armen beschenken sollten. Ja, hier ist noch viel deutlicher. Wir senden Geschenke aufgrund von Freude. Das sind jetzt zwei positive Beispiele. In der Offenbarung ist ein negatives Beispiel. Das ist eine schlechte Freude, wenn die Feinde sich freuen, dass die Bibel oder dass die Zeugen und die Propheten getötet wurden. Aber die Bibel macht hier diese Anspielung und Offenbarung, weil wir eigentlich wissen von diesen Geschichten, ah, Geschenke senden hat was zu tun mit Freudenfesten und mit, ja, dass sich Menschen einfach freuen über irgendwas. Und oft, also in diesen beiden Beispielen haben wir ja, oder in diesen Beispielen haben wir dieses, ein Fest, das zu einem jährlichen Fest gemacht wird. Und wir haben jährliche Feste wie Geburtstag, Hochzeitstag, was auch immer für einen Tag, irgendwelche Feste. Und wir machen quasi diese Feste wie zu einem Denkmal. Ja, diese Feste, wir stellen keine Statue auf, aber diese Feste sind wie ein Denkmal, wo wir an etwas denken.

[36:20] Und auch Satan hat es geschafft, der französischen Revolution ein Denkmal zu setzen. Jetzt, wie hat er das gemacht? Ein Fest feiern wir, um uns immer an etwas zu erinnern. Quasi, wir setzen ein Denkmal. Satan hat es geschafft, dass wir immer wieder an die Revolution, an die französische Revolution denken und sie als etwas Gutes betrachten und darüber freuen, weil wir heute sagen, sie war der Anfang oder der Kugelstoß für die Aufklärung. Humanismus, genau. Es war wie der Freistoß im Fußball. Ja, da wird was angestoßen. Und alle Kinder, die heute zur Schule gehen, lernen von der französischen Revolution. Alle. Aber alle lernen, und Christopher hat es in den letzten, vor allem letzte Woche, hat das auch gesagt, dass wir alle in der Schule eine bestimmte Seite von der Revolution lernen, aber bestimmte Seiten weggelassen werden. Und ich weiß nicht, wie es euch im Geschichtsunterricht in der Schule ging. Ich fand Geschichtsunterricht immer interessant, aber manchmal hatte ich so einen Missing Link, ja, also so einen Baustein, der mir gefehlt hat, um richtig, wirklich vollständig zu verstehen, warum das oder das passiert ist. Und ich habe eigentlich erst nach der Schule angefangen, wirklich Geschichte zu verstehen. Es war alles interessant, aber um wirklich das Ganze zu verstehen, braucht man alle Informationen, oder so viele wie möglich, und man braucht verschiedene Perspektiven. Aber die französische Revolution wird in der Schule immer als etwas Positives dargestellt. Es ist zwar viel Leid passiert, aber es wird immer gefeiert und als etwas Gutes angesehen.

[38:10] Jetzt lasst uns mal schauen in 1. Korinther 13, Vers 6. Das kennt ihr wahrscheinlich mehr oder weniger auswendig. 1. Korinther 13, Vers 6. Hier geht es um die Liebe, nicht wahr? Sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit. Die Liebe freut sich nicht an der Ungerechtigkeit. Alle, die sich über die Feinde freuen, oder über jemanden anders freuen, aus Schadenfreude, haben demzufolge keine Liebe. Denn die Liebe freut sich nicht an der Ungerechtigkeit. Aber wenn sich jemand an der Ungerechtigkeit freut, hat er keine Liebe. Und die Menschen in der französischen Revolution haben sich an der Ungerechtigkeit gefreut. Sie haben sich daran gefreut, dass man den König endlich unter die Guillotine kriegt, haben viel geplündert, geraubt und alle diese Dinge. Sie hatten eigentlich ein gutes Ziel, nämlich, dass das Volk befreit wird. Aber die Mittel, mit denen sie es getan haben, waren sehr, sehr ungerecht, äußerst ungerecht. Und da sprach keine Liebe daraus.

[39:35] Ihr kennt ein Vers, klagt mal auf, in Matthäus 24. Da geht es auch um Liebe und um Ungerechtigkeit. Und Matthäus 24 spricht unsere Zeit an, unsere Zeit heute. Deswegen ganz wichtiges, ganz wichtiger Vers, ganz wichtiges Kapitel, Vers 12, Matthäus 24, Vers 12. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. In der französischen Revolution nahm die Gesetzlosigkeit überhand. Wie ist das passiert? Das ist jetzt eine These. Sagt mir, wie ist das passiert, dass die Gesetzlosigkeit überhand genommen hat? Sie haben das Wort Gottes beseitigt, an die Seite gedrängt und die Bibel sagt, sie haben es umgebracht dadurch. Das heißt, die Gesetze Gottes an die Seite. Keine Gesetze mehr, Gesetzlosigkeit. Gesetzlosigkeit, Lieblosigkeit. Das ist eine ganz einfache Formel. Und manchmal begegnen uns Leute, die sagen, du bist so gesetzlich und lieblos. Passt das zusammen? Wenn man auf das Gesetz achtet, kann man dann lieblos sein? Nicht wirklich. Also entweder, vielleicht machen die Leute irgendwas falsch, die aufs Gesetz achten. Aber wenn man wirklich das Gesetz liebt und auf das Gesetz achtet, kann man gar nicht lieblos sein. Sonst ist irgendwas falsch. Also muss der Hase irgendwo anders begraben sein.

[41:28] Derjenige, der Gott liebt, der hält das Gesetz. Danke. Sehr gut. Und was in der Französischen Revolution auch passiert ist, dass die Gesetze Gottes ausgetauscht wurden durch Menschenrechte. Es kamen neue Gesetze und neue Rechte, die quasi über das Gesetz Gottes gestellt wurden. Ich sage nicht, dass Menschenrechte schlecht sind. Das habe ich nicht gesagt. Aber diese Gesetze sollten Gottes Wort abschaffen und ersetzen. Und Gott wurde damit in die Ecke gedrängt.

[42:10] Jetzt gehen wir nochmal zurück. Wir waren da, in Matthäus 24. Und wir schauen uns nochmal das Umfeld von Vers 12 ein bisschen an. In Vers 12 haben wir gelesen, Vers 13 heißt es, wer aber aushält bis ans Ende, der wird gerettet werden. Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker. Und dann wird das Ende kommen. Woran müsst ihr bei Vers 14 denken? Ja, an die Zeugen, an das Evangelium, das auf der ganzen Welt gepredigt wird. Welches Kapitel fällt euch ein? Ja, Offenbarung 14. Das heißt, wenn Vers 14 in Matthäus 24 von der dreifachen Engelsbotschaft spricht und Vers 12 in der direkten Umgebung von Vers 14 steht, dann heißt es, dass in der Zeit, wo die dreifache Engelsbotschaft gepredigt wird, auch diese Sache passiert, dass nämlich die Gesetzlosigkeit überhand nimmt und die Liebe erkaltet. Und das merken wir, oder? Das merken wir, dass die Welt immer liebloser und kälter wird. Und dass immer mehr Egoismus gefördert wird, statt diesen Prinzipien, die wir zum Beispiel in 2. Mose 23 gelesen haben. Wenn jemand seinen Esel verliert, dann nimmt er den Esel und bringt ihn ihm zurück. Aber diese Dinge beobachten wir sehr selten heutzutage. Und dann können wir uns ganz persönlich an die eigene Nase fassen, ob wir immer nach diesen Prinzipien handeln, dem Anderen, dem Nächsten, wer immer es auch sei, ob es unser Freund, unser Feind, unser Verwandter, wer auch immer es sei, nur Liebe entgegenzubringen. Das ist eine Herausforderung, aber Gott hat verheißen, er hilft uns dabei.

[44:14] Jetzt haben wir geklärt: Frohlocken, freuen, Geschenke schicken und was haben wir gerade behandelt? Die Liebe. Die Liebe und wie wir sie ausüben können. Jetzt kommen wir zu den Propheten. Wir nähern uns dem Kern des Verses und unserem großen Motto heute. Wie können die Propheten, die das Wort Gottes sind, Menschen quälen?

[44:51] Wir schlagen auf Offenbarung 11. Offenbarung 11 und dort Vers 5. Das ist ein so interessantes Kapitel. Vers 5. Und wenn jemand ihnen Schaden zufügen will, das heißt den Ölbaum leuchten erzeugen und so weiter, geht Feuer aus ihrem Mund hervor und verzehrt ihre Feinde. Und wenn jemand ihnen Schaden zufügen will, so muss er getötet werden. Christoph hat, glaube ich, letztes Mal ein bisschen, oder die letzten Male, mit euch ein bisschen das durchgescannt, auf welche biblischen Geschichten diese Verse alle sich beziehen. Welche Geschichte fällt euch ein, wenn es darum geht, dass die Feinde Gottes mit Feuer verzehrt werden oder wo es um Feuer geht? Dass Gott quasi wie Feuer speit, um den Feinden Angst zu machen. Mir fallen zwei Geschichten ein. Elia auf dem Berg Karmel hat Feuer vom Himmel erbeten und Gott hat Feuer vom Himmel geschickt und seine Feinde, die als Priester waren, sie haben den ganzen Tag das gleiche versucht, haben es nicht hingekriegt. Und Elia betet und es passiert. Und das Feuer hat nicht sie verzehrt, sondern Elia hat sie nachher umgebracht. Aber die Baalspriester haben Gott abgelehnt und Gott hat Feuer geschickt. Eine andere Geschichte ist mir eingefallen, wo es noch deutlicher ist, dass das Feuer gottlose Menschen verzehrt. Daniel 3. Die drei Freunde von Daniel im Feuerofen. Sie werden in den Feuerofen geworfen und die Männer, die sie in den Feuerofen werfen, werden vom Feuer verzehrt, weil es so heiß ist. Das heißt, wenn man der Bibel Schaden zufügen will, dann wird man durch das Feuer gequält.

[47:23] Offenbarung 11, Vers 6. Schaut mal da rein. Diese haben Vollmacht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihrer Weissagung. Und sie haben Vollmacht, über die Gewässer sie im Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, so oft sie wollen. Was tun die Zeugen hier? Was wird gesagt über die Zeugen? Was machen sie? Was ist die Qual, auf Deutsch gesagt? Was ist die Qual, die hier beschrieben wird? Den Himmel zu verschließen. Dürre. Kein Regen. Worauf spielt das an? Welche Geschichte kennt ihr, wo das passiert ist? Auch bei Elia. Auch der Himmel war verschlossen. Kein Regen. Dürre. Das war eine Qual für das Volk. Und sie haben Vollmacht, über Gewässer sie im Blut zu verwandeln. Mose. Die Zehn Plagen. Warum war das so eine große Plage in Ägypten, dass das Wasser zu Blut wurde? Ja, wenn der Nil nicht wäre, wäre Ägypten wie die Sahara. Wäre da wahrscheinlich niemand wirklich ansässig geworden. Das heißt, wir haben hier eine Plage in Form von Dürre und in Form von Wasser zu Blut.

[49:09] Jetzt haben wir Elia angesprochen. Was war Elia in Bezug auf Ahab? Welches Verhältnis hatten die? Beste Freunde? Schlimmste Feinde. Was hat Ahab zu Elia gesagt, wegen diesem Regen, den nicht kam? Was hat er gesagt? Du bist schuld. Hat er gesagt. Du bist schuld an diesem, dass das passiert? Dass Gläubige beschuldigt werden an Naturkatastrophen, all diesen Dingen und schlimmen Dingen, die passieren in der Welt. Also, dass sie von gottlosen Menschen beschuldigt werden. Es wird am Ende der Zeit auch so sein, oder? Sagt Daniel White, dass die Gläubigen beschuldigt werden, dass sie schuld sind am Leid dieser Welt. Es gibt so Menschen, die schauen in den Spiegel und denken, der Spiegel, der ist schuld. Der macht mich dreckig. Und dann machen sie den Spiegel kaputt und dann freuen sie sich, dass sie nicht mehr dreckig sind. Aber sie sind dreckig. Das ist nicht der Spiegel. Der Spiegel ist wie das Wort Gottes. Das Wort Gottes ist ein Spiegel, wo wir die Wahrheit gegenübergestellt bekommen.

[50:51] Beim Pharao. Ich wollte nochmal auf den Pharao. Was war das Problem beim Pharao? Warum ist diese Plage überhaupt gekommen? Warum hat Mose die Plagen senden müssen? Er wollte das Volk nicht gehen lassen. Hat er gewusst, dass Gott wollte, dass er das Volk gehen lässt? Er hat es gewusst. Vielleicht hat er es nicht geglaubt, aber er wollte es nicht. Er hätte ja hunderte von Sklaven verloren. Er wollte nicht, dass sie gehen.

[51:40] Jetzt fassen wir das zusammen. Wenn wir, wie in Vers 5, was wir gelesen haben, bewusst der Bibel schaden wollen, sowie die Feinde, die Daniels Freunde in den Feuerofen geworfen haben, dann quält uns die Bibel. Wenn wir ihr bewusst Schaden zufügen wollen, indem wir falsche Wahrheiten verbreiten, wenn Menschen ganz bewusst falsche Dinge über die Bibel lernen, zum Beispiel das Gesetz ändern oder sie so auslegen, dass sie ihnen passt, obwohl sie genau wissen, dass es das falsche ist. Wenn wir bewusst an der Sünde festhalten, am Götzendienst festhalten, so wie Ahab am Götzendienst festhalten wollte, dann ist die Bibel eine Qual für uns. Deswegen war Elia eine Qual für Ahab, weil Elia die Wahrheit verkündigt. Und wenn wir genau wissen, so wie der Pharao genau wusste, was Gott von ihm wollte, aber es nicht getan hat. Wenn wir genau wissen, was Gott von uns will, aber wir stemmen uns dagegen. Sei es, dass wir vielleicht in wilder Ehe leben oder so und genau wissen, Gott möchte, dass wir heiraten und das nicht tun, dann ist das Wort Gottes eine Qual für uns und wir schlagen es lieber nicht auf, als es zu lesen. Oder wenn wir rauchen und wir wissen ganz genau, Gott möchte das nicht, dann ist die Bibel eine Qual für uns und wir schlagen sie nicht auf.

[53:27] Ein interessantes Beispiel ist mir eingefallen, wo Menschen von dem Wort Gottes gequält wurden, nämlich bei Stephanos' Predigt. In Apostelgeschichte 7, schlagen wir das mal auf. Apostelgeschichte 7, Vers 54 bis 57. Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz und sie knirschten mit den Zähnen über ihn. Er aber, voll heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen. Und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen. Sie aber schrien mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los. Wenn ihr nicht genau wisst, was in Kapitel 7 steht, lest euch das heute Abend durch. Diese Predigt von Stephanos ist unglaublich. Es ist die reine Bibelwahrheit. Er legt eigentlich nur die biblische Geschichte, biblische Geschichten von Moses und anderen Glaubenshelden, Abraham und so weiter. Aber immer ist es eine Anklage an die Pharisäer, weil sie der Wahrheit trotzen. Und deswegen schneidet es ihnen ins Herz. Und vielleicht, wenn wir, so ging es mir, als ich das die ersten Male gelesen habe, das Kapitel 7, habe ich gedacht, was haben die jetzt eigentlich für ein Problem? Warum regen die das so auf? Und schon gar nicht, schon gar warum bringen sie ihn um nach dieser Predigt? Weil er sagt ja einfach nur, Moses hat das und das gemacht, Abraham hat das und das gemacht, Josef hat das und das gemacht, Jakob hat das und das gemacht. Das lernen wir doch in jedem Kindersabbat-Schulunterricht. Aber sie konnten es nicht hören, weil es sie angeklagt hat, dass sie Gott nicht gehorcht haben. Und es sagt so schön hier in Vers 54, es schneidet ihnen ins Herz.

[55:42] Ihr kennt Hebräer 4, Vers 12, oder? Das Wort ist ein zweischneidiges Schwert, das scheidet Mark und Bein. Das tut, glaube ich, ganz schön weh, wenn ein Schwert kommt und Mark und Bein scheidet. Und es ist nicht einfach so. Das tut weh. Und wenn die Bibel uns wirklich trifft und wirklich unsere Sünde zeigt, dann tut das weh.

[56:09] Schlagt mal auf in 5. Mose, 30, Vers 6. 5. Mose 30, Vers 6. Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst. Gott ist quasi ein Kardiologe. Gott beschneidet jedes Herz. Wenn wir sagen: Herr, nimm mein Herz. Gott macht nur Herztransplantationen. Gott macht nicht mal die Aorta und die Arterie irgendwie weg. Gott sagt, ganz neues Herz, ein beschnittenes Herz, pflanze ich dir ein. Und in 5. Mose, 10, Vers 16, finden wir auch einen super Vers darüber. So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und seid nicht mehr halsstarrig. Gott möchte, dass wir ein neues Herz haben. Und wenn wir dieses neue Herz haben, dann ist die Bibel auch keine Qual mehr für uns. Dann lieben wir sie und dann sagen wir so wie David: Ich habe Lust an deinem Gesetz.

[57:34] Wir sind fast am Ende. Schlagt noch mit mir auf, Jeremia 38. Jeremia 38. Und dort Vers. Es geht eigentlich um Vers 4, aber wir lesen Vers 2 und 3 noch dazu, damit wir es ein bisschen besser verstehen. Jeremia 38, Vers 2 bis 4. So spricht der Herr: Wer in dieser Stadt bleibt, der muss sterben, durch Schwert, Hungersnot oder Pest. Wer aber zu den Chaldäern hinausgeht, der soll am Leben bleiben. Er wird seine Seele als Beute davontragen und leben. So spricht der Herr: Diese Stadt wird ganz gewiss in die Hand des Heeres und des Königs von Babel gegeben werden und er wird sie einnehmen. Da sprachen die Fürsten zum König: Dieser Mann, nämlich Jeremia, muss endlich getötet werden. Denn damit macht er nur die Hände der Kriegsleute schlaff, die in dieser Stadt noch übrig geblieben sind und auch die Hände des ganzen Volkes, weil er solche Worte an sie richtet. Denn dieser Mensch sucht nicht das Wohl, sondern das Unglück dieses Volkes.

[58:44] Jeremia hatte ein ganz schlimmes Schicksal. Er war ein Prophet für ein Volk, das ihn nicht hören wollte und das ging sein ganzes Leben so. Jeremia hatte wirklich ein hartes Los und das Volk war in Jeremias Zeit so halbstarrig und so widerspenstig. Ihr wisst, er war der Prophet vor der Wegführung und dann wurden sie weggeführt, weil sie einfach nicht umkehren wollten. Aber Jeremia hat Gottes Botschaft verkündigt und hat sie gewarnt, solange er konnte, bis sie ihn umgebracht haben. Und hier sagen sie auch: Lasst ihn uns töten, weil er macht die Kriegsleute schlaff. Sie können seine Botschaft nicht ertragen und sie wollen unbedingt in der Rebellion bleiben. Die Bibel sagt an anderer Stelle: Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten, die ich zu dir gesandt habe. Kann es sein, dass wir manchmal auch die Propheten töten, die Gott zu uns gesandt hat, indem wir nicht auf sie hören, indem wir die Ohren zumachen und indem wir sie ablehnen und sei es nur, dass wir sie einfach nicht lesen oder dass wir sie schlecht machen oder dass wir sie verspotten, dann sind wir eigentlich genauso wie diese Menschen damals, die Jeremia abgelehnt haben.

[1:00:17] Erster Könige 22, Vers 8. Dort geht es auch um eine Botschaft von einem Propheten, die jemand nicht hören wollte. Erster Könige 22, Vers 8. Der König von Israel aber sprach zu Joschafat: Es gibt noch einen Mann, durch den man den Herrn befragen kann, aber ich hasse ihn, denn er sagt mir nichts Gutes, sondern nur Böses, Micha, der Sohn Himmlers. Joschafat aber antwortete: Der König rede nicht so. Der König braucht einen Rat und der einzige Mann, der ihm helfen kann, ist ein Prophet, aber weil er ihn hasst, will er ihn nicht hören und deswegen ist er verloren. Ich glaube, vielen Menschen geht es so. Es gibt diesen einen Weg im Leben, auf die Propheten zu hören, auf die Bibel zu hören, aber wenn man sagt, ich weiß schon, was da drin steht, will ich nicht hören, dann hat Gott keine Chance. So hatte Gott auch keine Chance, zu diesem König zu reden, weil er den Propheten abgelehnt hat. Und Gott sucht einen Weg zu uns durch die Bibel, aber wenn wir die Bibel nicht lesen und wenn wir nicht auf sie hören und wenn wir sagen, ich will davon nichts wissen, dann hat Gott keine Möglichkeit, zu uns zu kommen.

[1:01:59] Und hätte man auf die Bibel gehört, während der französischen Revolution, dann wäre die Revolution erschlafft, so wie Jeremia geschrieben hat, dass sie gesagt haben, er macht die Kriegsleute schlaff durch sein Predigen. Die ganze Rebellion, der ganze rebellische Geist, der erschlafft, wenn das Wort Gottes verkündigt wird. Und vielleicht hast du das in deinem eigenen Leben erlebt, dass das Wort Gottes dir gepredigt wurde, du das Wort Gottes gehört hast und deine Rebellion ist erschlafft. Das ist eine gute Nachricht. Und ich hoffe nicht, dass du von der Bibel gequält wirst. Ich hoffe, dass du ein Freund der Bibel bist und dass wir Freude haben am Gesetz, so wie David sagt: Ich freue mich über dein Gesetz und denke darüber nach Tag und Nacht. Und das ist eine wichtige Sache für uns, dass wir Tag und Nacht darüber nachdenken, weil wenn wir ablassen von ihr, dann fallen wir, so wie wir heute Abend gelesen haben, dann fallen wir. Gott kann uns aufhelfen, aber vielleicht hätten wir gar nicht fallen müssen, wenn wir auf sie gehört hätten. Und immer, wenn wir fallen, sind wir feindlich gegenüber der Bibel. Aber das muss nicht sein.

[1:03:33] Ich freue mich, diese Themen mit euch, dass ich das mit euch studieren durfte und ich hoffe, wir haben ein bisschen was mitnehmen können darüber, dass Gottes Wort uns ein besonderes Licht auf unserem Weg sein soll und dass wir das Wort Gottes brauchen jeden Tag und dass es uns hilft, standhaft zu sein und zu überwinden.

[1:03:54] Wollen wir zum Gebet aufstehen und damit abschließen? Herr, lieber Gott, wir möchten dir danken für dein wunderbares Wort, für deine Zeugen, dass du sie uns gegeben hast. Herr, es ist ein großes Vermächtnis, was du uns Menschen gegeben hast, dass wir dein Wort in Buchform haben, es lesen können jeden Tag. Herr, vergib uns, wo wir das vernachlässigt haben, wo wir es nicht geachtet haben, wo wir nicht darauf gehört haben, auf die Ratschläge, die du uns gegeben hast. Herr, gib, dass wir dein Wort mehr schätzen lernen und dass wir vor allem angesichts der kommenden Zeiten, die auf uns zurollen, die turbulent werden, dass wir dein Wort in unserem Herzen haben, dass wir beschnittene Herzen haben und dass dein Wort darin wohnt und wie ein Same aufkeimt und dass unser Herz wie ein Baum ist, mit vielen Früchten. Und wir bitten dich, dass wir eines Tages auch unter dem Baum des Lebens sitzen dürfen. Herr, wir bitten dich, sei du mit uns auf unserem Weg. Du kennst jeden hier, und du weißt, welche Schwierigkeiten wir in unserem Leben haben. Herr, kämpfe du an unserer Seite und mach uns stark und gib, dass wir nie von dir ablassen. Das bitten wir in deinem Namen. Amen.


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