In dieser Predigt, gehalten im Rahmen des Erweckungswochenendes 2011, beleuchtet Emanuel Baek die biblische Geschichte von Jakob und Esau, um eine tiefgreifende Lektion über den Wert des geistlichen Erstgeburtsrechts zu vermitteln. Er vergleicht Esaus leichtfertigen Tausch seines Erbes gegen eine Mahlzeit mit modernen Verlockungen, die uns dazu verleiten können, geistliche Segnungen für vergängliche Freuden aufzugeben. Die Predigt warnt davor, weltliche Dinge über das Himmlische zu stellen und betont die Wichtigkeit, auch in kleinen Dingen treu zu sein.
Wie die Nadel zum Pol: 3. Der Tauschhandel
Emanuel Baek · Erweckungswochenende 2011: Wie die Nadel zum Pol ·Themen: Altes Testament, Bibel, Erweckung, Theologie, TypologieWeitere Aufnahmen
Serie: Erweckungswochenende 2011: Wie die Nadel zum Pol
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Transkript
[1:10] Guten Nachmittag euch. Das wird jetzt etwas herausfordernd, weil wir einiges abzudecken haben. Es ist immer etwas schwierig dieser Zeit nach dem Mittagessen, und ich möchte euch einfach sagen, wenn ihr mal aufstehen müsst, weil ihr Bewegung braucht oder etwas Wasser trinkt, das macht mir überhaupt nichts aus.
[1:57] Das Motto, unter dem das Wochenende steht, ist ja wie die Nadel zum Pol. Und es erinnert uns an diese Aussage, wo es heißt, was die Welt am meisten braucht, sind Männer. Männer, deren Gewissen so zuverlässig auf die Pflicht zeigt, wie die Nadel zum Pol. Wir studieren das Leben von Jakob, weil er jemand war, der schwere Prüfungen durchzustehen hatte. Eine Prüfung, durch die auch Gottes Volk einmal gehen muss, nämlich ganz am Ende der Zeit. Und wir werden jetzt einfach den Faden wieder aufnehmen von heute Vormittag und weitergehen durch das Leben Jakobs.
[3:02] Bevor wir das tun, möchte ich euch gerne einladen, dass wir kurz unser Haupt neigen und beten. Unser Vater im Himmel, wir bitten dich, dass dein Geist jetzt unter uns ist. Wir bitten dich, dass du zu uns sprichst durch das Leben und die Geschichte von Jakob. Mögen wir diese kostbaren Vorrechte, die wir als Volk erhalten haben, nicht gegen etwas anderes eintauschen. Wir danken dir und beten im Namen Jesu. Amen.
[3:42] Öffnet bitte eure Bibeln mit mir. 1. Mose 25 und dort Vers 30. Ich gehe noch ein Vers zurück. Und Jakob kochte ein Gericht, und Esau kam vom Feld und war erschöpft. Daher wurde sein Name Edom genannt. Und Jakob sagte, verkaufe mir diesen Tag dein Geburtsrecht. Und Esau sagte, sieh, ich bin auf dem Punkt, um zu sterben. Welchen Profit soll dieses Geburtsrecht mir leisten?
[4:54] Der Titel meines Vortrags heute Nachmittag ist Tauschhandel mit dem Erstgeburtsrecht. In den Vereinigten Staaten war eine Frau, die einen Porsche verkaufte und eine Anzeige machte. Aber es war sehr, sehr, sehr teuer. Es war sehr, sehr billig. Ich weiß nicht mehr genau wie viel, aber es war jedenfalls nicht mal 100 Dollar. Und ihr könnt euch denken, der war sofort weg. Und was war die Geschichte dahinter? Die Frau war gerade in einer Scheidung und der Porsche gehörte ihrem Mann. Ich könnte euch vielleicht vorstellen, wie das ihrem Mann wehgetan hat, der Verlust. Aber so komisch es ist, stellen wir auch in unserer Geschichte heute Nachmittag fest, dass Esau etwas enorm Kostbares verkauft hat für etwas eingetauscht, was praktisch wertlos war.
[6:24] Nun, wir müssen verstehen, was mit dem Erstgeburtsrecht verbunden war, um den Wert zu erkennen. Die Bibel sagt uns, das Erstgeburtsrecht umfasste dreierlei. Der Erstgeborene war der erste Erbe, sozusagen, und er bekam den größten Anteil vom Erbe seines Vaters. Rein vom materiellen Standpunkt war das etwas erstrebenswertes. Und es gab ja nur zwei Söhne in diesem Fall. Und in dem Fall wäre das so gewesen, dass der Erstgeborene zwei Drittel bekam vom Erbe und der zweite ein Drittel. Aber darüber hinaus war der Erstgeborene auch der geistliche Führer der ganzen Verwandtschaft von dem Punkt an. Aber eigentlich war es der dritte Punkt, der das Erstgeburtsrecht so ungeheuer kostbar machte. Der Erstgeborene, nämlich, sollte ein Vorfahre werden des Messias. Was für ein Vorrecht!
[8:04] Und trotzdem sagt die Bibel, eines Tages kam Esau vom Feld. Und natürlich, keine Frage, Esau hatte gejagt, und er war gerannt und so weiter, und jetzt war er unheimlich hungrig. Er kommt also direkt aus der Wildnis, und da sieht er, wie Jakob da ein wunderschönes Gericht zubereitet hat. Und hier lernen wir noch etwas kennen vom Charakter Esaus. Denn Freunde, jetzt sagt der Esau, gib mir etwas von diesem Gericht. Und was Jakob jetzt vorschlägt, das ist eigentlich unglaublich anmaßend, denn er sagt ihm, gut, aber dafür will ich dein Erstgeburtsrecht. Ich weiß, wir sind in der Nähe von Stuttgart, da ist Mercedes-Benz zu Hause. Und ihr stellt euch mal vor, dass ein Mercedes-Maybach, das ist eines der luxuriösesten Autos überhaupt, und der ist Hunderttausende Euros wert. Und jemand möchte das eintauschen gegen einen Kaugummi. Das wäre natürlich lächerlich, so ein Handel. Aber das ist ein kleines Beispiel dafür, was hier zwischen Jakob und Esau geschah.
[10:06] Wenn Jakob ein guter Christ gewesen wäre, oder als sein Bruder, hätte er doch sagen müssen, ich teile gerne mit dir. Aber Jakob machte einen tragischen Fehler. Denn sein ganzes Leben lang, schon von früher Kindheit, hatte Jakob gewusst, was der Engel damals war. Obwohl er noch nicht bekehrt war, war es der Wunsch von Jakob und seine größte Sehnsucht, einmal der geistliche Führer zu sein und ein Vorfahre des Messias. Aber obwohl er ein Verlangen nach geistlichen Dingen hatte, sollten wir glücklich geben und mit ihnen teilen. Aber all diese Jahre, in denen er zu dem hörte, was der Engel gesagt hatte und die Sehnsucht, die Jakob jetzt hatte, manifestierten sich in diesem kritischen Moment und Jakob sagte, erzähle mir dein Geburtsrecht. Nach diesem einen führten jetzt zu einem Höhepunkt, wo Jakob sagt, gut und jetzt verkaufe mir dein Erstgeburtsrecht. Und obwohl dieser Vorschlag schon lächerlich sein muss, wenn man die beiden Dinge mal miteinander abwägt, ist es umso unglaublicher, dass Esau zugestimmt hat. Und beachten wir, was er sagt. In Vers 32. Und Esau sprach, siehe, ich gehe hin zu sterben. Und wozu nützt mir da das Erstgeburtsrecht?
[12:22] Freunde, Tatsache ist, ein Mensch kann ohne Luft überleben. Er kann nur einige Tage ohne Wasser überleben. Aber ohne Nahrung kann man ziemlich lange überleben. Also es ist ganz offensichtlich, dass Esau hier nicht in Todesgefahr war, also im Englischen heißt es, ich bin kurz davor zu sterben, in dem Vers, nur weil er ein, zwei Mahlzeiten vermisst hatte. Sondern eigentlich war Esau ungeduldig. Er wollte nicht warten. Er war es gewohnt, dass wenn er etwas wollte, dass er es sofort bekam, ohne zu warten. Und jetzt spürt Esau diesen großen Hunger und er sagt, okay, ich mach es.
[13:30] Freunde, die Bibel sagt, in Vers 34, Vers 33, und Jakob sprach, und er schwor ihm und verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob. Und Jakob gab Esau Brot und ein Gericht Linsen und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das Erstgeburtsrecht.
[14:10] Nun Freunde, da ist eine ganz wichtige Lektion über Esau drin. Esau hatte keine Wertschätzung für das Erstgeburtsrecht, weil es hauptsächlich eine geistliche Segnung war, die damit verbunden war. Und nicht nur das, sondern das Erstgeburtsrecht, das würde ihm irgendwann in der Zukunft erst was nützen. Und deswegen bedeutete das für Esau in der Gegenwart nicht viel und er war bereit für ein abflotten Ei oder für eine Suppe es zu verkaufen.
[15:00] Wir können also sagen, Esau war das Irdische viel wichtiger als das Himmlische. Er hat das Vergängliche als wichtiger angesehen als das Geistliche. Er hatte kein Interesse an göttlichen Dingen, nur das Leben hier zählte. Und wenn wir die Geschichte lesen von Jakob und Esau, dann sind wir vielleicht angewidert, wir sind wütend über die Dummheit, die Esau hier demonstriert. Aber uns ist kaum bewusst, dass jeden Tag das Gleiche passiert und Menschen ihr geistliches Erstgeburtsrecht verkaufen wie Esau.
[15:54] Seht ihr, Freunde, noch heute geschieht es immer wieder, dass Menschen das geistliche Erstgeburtsrecht, das Gott ihnen anbietet, austauschen. Und wie geschieht sowas? Es geschieht immer dann, wenn uns das Weltliche wichtiger wird als das Geistliche. Gott hat euch große Talente geschenkt. Ihr seid brillant. Aber statt dass du diese Brillanz und diese Talente einsetzt für Gottes Werk, gebrauchst du es nur um dich selbst zu befriedigen und daran Freude zu haben, indem du viel Geld machen möchtest. Anstatt dass du Gottes Dinge wertschätzt, legst du Mehrwert auf die Dinge dieser Welt und verkaufst dein Erstgeburtsrecht.
[17:06] Ja, es ist wahr. Es gibt viele Beispiele dafür, dass Menschen ihr Erstgeburtsrecht verkaufen und sie merken es kaum, es ist wie eine Kleinigkeit. Man kommt vielleicht nach Hause von der Arbeit und dort auf dem Tisch zu Hause ist eine Fernbedienung und daneben liegt eine Bibel. Und wenn du dich jetzt in den Sessel setzt, dann möchtest du ein bisschen dich entspannen und jetzt hast du eine Entscheidung. Eine Entscheidung würde bedeuten, dass das Geistliche dir wichtiger ist als das Weltliche. Aber so oft geschieht das Gegenteil. Die Welt wird uns wichtiger. Und dann greifen die Leute nach der Bedienung, machen den Fernseher an und dann haben sie diesen beglückenden Zustand der inneren Leere und drei, vier, fünf Stunden sind vorbei, vergangen. Jedes Mal wenn uns die Dinge wichtiger sind als das Geistliche, verkaufen auch wir unser Erstgeburtsrecht.
[18:45] Ich möchte euch sagen, dass Satan gerade diese Versuchung des Fernsehens in meinem Leben sehr stark eingebracht hat. Und versteht mich nicht falsch, wenn ihr zum Beispiel eine sehr gute Sache, aber ich weiß, in Amerika, da schaut jeder Amerikaner durchschnittlich vier Stunden Fernsehen täglich. Und was passiert? Wenn du vier Stunden täglich Fernsehen schaust und sagen wir mal, du wirst 65 Jahre alt, dann macht das zusammen neun Jahre vor dem Fernseher. Ihr Lieben, das ist keine gute Investition, wie man mit seiner Zeit umgeht. Außer es ist Light Channel. Aber selbst in dem Fall sollten wir das nicht übertreiben.
[19:57] Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, das geschah vor etwa 60 Jahren. Und zwar in Brasilien. Und ihr könnt euch auch die Bestätigung für diese Geschichte holen, das ist eine wahre Geschichte, wenn ihr in Kalifornien an die südliche Universität geht. Dort in den Archiven ist das verzeichnet. Es gab in den 1950er Jahren in Brasilien einen Missionsehepaar und sein Name war Leo Hallowell. Leo Hallowell arbeitete entlang des Amazonas für die Völker dort im Dschungel. Und eines Tages wurde seine Frau diagnostiziert mit Krebs. Also hat die Generalkonferenz die beiden, ihn und seine Frau, zurückgeholt in die Vereinigten Staaten um Behandlung zu erhalten. Damit die Arbeit weiter geht dort hat die Generalkonferenz ein junges Missionsehepaar mit zwei jungen Mädchen dorthin geschickt, er war Arzt. Also hat diese Familie die Arbeit übernommen in den Völkern entlang des Amazonas. Und nach einiger Zeit geschah etwas Tragisches. Die zwei jungen Mädchen von dem Arzt haben eine seltene Krankheit bekommen und beide sind verstorben. Und ihr könnt euch vorstellen, dass der Arzt am Boden zerstört war. Und die Folge davon war, dass sozusagen er in Depression geriet. Wochen vergingen, Monate und die Arbeit blieb total liegen. Aber nach einiger Zeit hat er doch wieder begonnen und hat sich richtig in die Arbeit reingestürzt, um zu vergessen, was passiert war.
[22:46] Eines Tages kam ein Besucher von einem Nachbardorf zum Doktor. Und er sagte zu ihm, Doktor, komm in unser Dorf, wir haben dort eine Veranstaltung. Der Arzt wusste allerdings, dass so ein typisches Treffen, eine Veranstaltung dort, die in den Dörfern ablief, dass das spiritistische Elemente enthielt und dass ein Adventist bei so etwas unmöglich mitmachen konnte. Und er war so weise genug zu sagen, ich kann nicht mitkommen. Aber dann sagte er im Gegenzug, wir haben in unserem Dorf ja auch Veranstaltungen, vielleicht kommt ihr zu uns. Aber dann war die Antwort des Dorfbewohners, Herr Doktor, ich komme zu euren Treffen, wenn du zu unseren kommst. Und der Arzt machte einen großen Fehler, denn er antwortete, gut.
[24:08] Am ersten Abend, als er teilnahm an dem Treffen, wer lief ihm da entgegen, um ihn zu begrüßen, zwei kleine Mädchen, die genauso aussahen wie seinen. Alles war genau gleich. Sie sahen so aus, die gleiche Stimme. Und alles sah danach aus, es mussten sie sein. Aber siebenten Tags Adventisten wissen, dass die Toten nichts wissen. Und die Bibel lehrt uns, dass die Toten im Grab schlafen und warten auf die Wiederkunft Jesu oder auf eine andere Auferstehung. Aber es war einfach zu überwältigend, diesen Mädchen zu begegnen, die wie Kopien waren von seinen Töchtern. Und der Doktor blieb. Nach diesem ersten Abend kam er wieder. Er ging wieder hin. Nur, um die Mädchen zu sehen. Die konnten natürlich nicht mitkommen. Aber einen Abend nach dem anderen ging er immer wieder hin. Seine Frau hatte keine Ahnung von dem, was geschah. Und er ging nicht nur hin, er saß nicht nur da, er sah alles, was dort ablief. Und eines Abends, als er dort in der Veranstaltung saß, war es, als würde der Heilige Geist ihn schütteln. Und einen Moment lang wurde ihm klar, was er hier machte. Und nach dem Treffen verlangte er, mit dem Verantwortlichen zu reden. Sie trafen sich und der Doktor sah ihn an und sagte, ich weiß, wer du bist und ich weiß, was hier abläuft. Und der Führer antwortete ihm, ich weiß auch, wer du bist. Und der Doktor sagte, ich habe hier in euren Veranstaltungen gehört, dass es einen Plan gibt. Ihr redet von einem Plan, um Gottes Volk zu täuschen, damit sie an Spiritismus glauben. Ein Plan, wo ihr die Hoffnung habt, dass Hunderte und Tausende weggeschwemmt werden in die Täuschungen Satans. Sag mir, was steckt hinter diesem Plan? Worum geht es da?
[27:14] Der Führer sah den Doktor an und sagte, ich kann dir sagen, was der Plan ist, aber wenn du es irgendjemand anders sagst, wirst du innerhalb von drei Tagen sterben. An dem Abend ging der Doktor heim und weckte seine Frau auf. Obwohl es gerade in der Morgendämmerung war, hat er ihr sein ganzes Herz ausgeschüttet und alles erzählt, was in den letzten Wochen passiert war. Und dann kam er zu dem Plan, über den er gesprochen hatte. Und er sagte seiner Frau, er sagte zu mir, wenn ich es irgendjemandem verrate, würde ich innerhalb von drei Tagen tot sein. Seine Frau sagte, sag mir nichts, er will es nicht hören. Aber der Doktor sagte, doch, ich muss es dir sagen, es ist egal, was mit mir passiert, du musst es wissen.
[28:27] Dem Doktor war gesagt worden, von diesem Führer, dass das Mittel, das sie gebrauchen würden, der Plan, um Gottes Volk in den Spiritismus hineinzuziehen, etwas sein würde, das man Fernsehen nennt. Vergessen wir nicht, das war in den 1950er Jahren. Und wisst ihr was, Freunde, drei Tage später starb der Arzt. Als ich diese Geschichte erzählt habe in Loma Linda, hat mich jemand angesprochen, an der Ausgangstür, und hat mir gesagt, dass die Frau dieses Arztes noch immer in den Vereinigten Staaten lebt.
[29:26] Ich mache mir heute Sorgen um Gottes Volk. Wenn Fernsehen das Mittel wäre, um Erlösung zu erlangen, dann habe ich den Eindruck, dass vielen Adventisten es sehr gut geht. Aber wenn ich mir bewusst mache, was Fernsehen wirklich vermittelt, dann habe ich Angst um Gottes Volk.
[30:02] Wenn in eurer Gemeinde die Neuigkeit, die Nachricht käme, dass irgendwo in Stuttgart jemand ist, der dich in Kontakt bringen könnte mit Toten, dass du mit ihnen sprichst, oder dass sie sogar verstorbene Familienangehörige von euch wieder zum Leben erwecken könnten, dass ihr mit ihnen sprecht. Was glaubt ihr, für wie viele Geschwister, Gemeindeglieder wäre das eine Versuchung? Es ist nicht die Zeit, um unser Geburtsrecht billig wegzutauschen.
[30:49] Ich bin mir sicher, dass auch Esau der Meinung war, das ist doch nur eine Kleinigkeit. Aber Freunde, wenn wir nicht treu sein können in den kleinen Dingen, dann können wir auch nicht treu bleiben in den großen Prüfungen. Manche Leute sagen, ich kann nicht in meinem Zimmer beten, also ich schaffe es nicht, mein persönliches Gebet, aber ich bin bereit, auf den Scheiterhaufen zu gehen. Ich muss am Sabbat leider arbeiten, aber wenn das Zeichen des Tieres kommt, dann werde ich treu sein. Aber wisst ihr, Freunde, die Wahrheit ist, wenn wir nicht treu bleiben können in den kleinen Dingen des Lebens, dann ist es unmöglich, treu zu bleiben in den großen Prüfungen. Jeden Tag stellt Gott uns auf die Probe. Verkaufen wir nicht unser Erstgeburtsrecht billig.
[32:08] Schauen wir, was jetzt als nächstes passiert in der Geschichte. Schlagen wir 1. Mose 27 auf und wir lesen ab Vers 6. Ich nenne diesen Teil der Geschichte von Jakob den Beginn des Leidens.
[32:34] Was geschieht hier eigentlich? Rebekah sprach zu ihrem Sohn Jakob und sagte, siehe, ich habe deinen Vater zu deinem Bruder Esau reden hören, bring mir ein Wildbrät und bereite mir ein schmackhaftes Gericht, das ich esse und das ich dich vor dem Herrn segne vor meinem Tod. Und nun mein Sohn, höre auf meine Stimme in dem, was ich dir gebiete. Geh doch zu deiner Herde, hole mir von dort zwei gute Ziegenböckchen und ich will sie zu einem schmackhaften Gericht bereiten für deinen Vater, wie er es gern hat. Und du sollst es deinem Vater bringen, dass er esse, damit er dich segne vor seinem Tod.
[33:38] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Eine Frage. Das, was Rebekah hier Jakob vorgeschlagen hat, war das richtig oder falsch? Es war falsch. Sie schlägt Jakob vor, seinen Vater zu betrügen.
[34:08] Jetzt, wer war Rebekah? Wer war das? Jakobs Mutter.
[34:20] Freunde, da steckt eine wichtige Lehre für uns drin. Die Versuchung kommt oft aus einer Ecke, von der wir es am wenigsten erwarten. Denn die Wahrheit ist, als Rebekah zu Jakob kommt, da wusste er ja, es war ihm bewusst, dass er als Sohn Vater und Mutter ehren sollte. Aber das, worum sie ihn bat, war falsch.
[34:54] Ich möchte euch eine Frage stellen. Von wem kam der Vorschlag an Abraham, eine andere Frau sich zu nehmen? Sarah, seine eigene Frau. Woher kam die Versuchung an Jesus, nicht ans Kreuz zu gehen? Woher kam sie? Von wem? Es kam von Peter, einer seiner ganz engen Jünger.
[35:32] Freunde, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Satan benutzt oft Zugänge, um uns zu versuchen, die wir nicht erwarten.
[35:54] Ich möchte dieses Prinzip mal ganz praktisch veranschaulichen. Rebekah liebte Jakob. Aber ihre Liebe war irregeführt. Ja, sie liebte ihren Sohn. Aber diese Liebe hat zu einer unglaublichen Tragödie in ihrem Leben geführt. Es war eine irregeführte Liebe.
[36:28] Ich habe einige Eltern kennengelernt, die ihren Kindern sagten, es wäre gut, wenn du ihn heiratest, denn er ist ein Arzt. Und wenn du ein gutes christliches Leben führst, auch obwohl er jetzt nicht ein Christ ist, solltest du mit der Zeit ihn auf deine Seite ziehen können. In ihrer Liebe, ihr Wunsch ist es, der Wunsch der Eltern, dass ihre Kinder sicher sind im Hafen der Ehe. Aber die Bibel lehrt uns doch ganz deutlich, dass wir nicht in einem ungleichen Joch laufen sollen. Weil die Versuchung kommt, von dem wir es am wenigsten denken, greifen wir oft nach dem Becher, obwohl Gift drin ist, weil wir dem Geber vertrauen.
[37:40] Ich habe einige Eltern gehört, die ihren Kindern den Rat geben, das musst du tun für deine Karriere. Und dann später, wenn du einen guten Job hast, dann kannst du ein Missionar werden. Freunde, täuschen wir uns hier nicht. Obwohl echte Liebe dahinter steckt, dass man nämlich sein Kind sicher und versorgt wissen möchte. Es ist dennoch eine Versuchung von Satan, dringend etwas zu tun, was gegen biblische Prinzipien ist.
[38:30] Und heute sind viele Menschen nicht aufmerksam genug und ihnen ist gar nicht bewusst auf, über welche Kanäle Satan sie versucht. Ich möchte aus meinem eigenen Leben dort berichten. Ich möchte nicht, dass jemand, der mir sehr nahe steht, begann eine freundschaftliche Beziehung, eine partnerschaftliche Beziehung mit jemand. Wenn man... Also sein Lebenslauf, wenn man das gelesen hat, der war beeindruckend. Er war ein Arzt. Sein Vater war sogar adventistischer Prediger. Er hatte unsere eigenen Gemeindeschulen besucht. Und äußerlich sah alles danach aus, dass er empfehlenswert war. Alles in Ordnung. Das einzige Problem war, dass er seit zehn Jahren nicht mehr den Gottesdienst besucht hatte. Und wenn man mit ihm sprach, dann bekam man schnell heraus, dass er gar nicht mehr an die Adventbotschaft glaubte. Er war ein Predigersohn. Aber jetzt begann diese Person, die mir so nahe stand, mit ihm eine Beziehung aufzubauen. Und ihre Eltern sagten, das ist okay, das wird schon klappen, aber ich konnte sehen, dass mit der Zeit in ihrer Beziehung, statt dass der Starke dem Schwachen half, wurde der geistlich Starke immer schwächer und schwächer. Aber weil mir diese Person wichtig war, habe ich versucht, etwas zu sagen. Aber wisst ihr, was passierte? Wenn zwei Leute miteinander ausgehen und sich sehr nahe kommen, dann gibt es einen Punkt, wenn man da zu viel sagt, dann kappen sie die Beziehung mit dir. Und das geschah. Und das Problem waren die Eltern, die gesagt hatten, ja, geh die Beziehung ein, du kannst ihn wieder zurückholen zum Glauben. Und mir brach es das Herz, denn diese Person war mir so nahe. Aber was konnte ich tun? Der Hochzeitstermin stand fest, die Einladungen verschickt und eines Tages bekam ich einen Anruf. Und am anderen Ende weinte jemand. Und ich hörte, verstand die Worte, wir haben uns getrennt.
[41:45] Freunde, ich erzähle euch die Geschichte heute. Weil es Zeiten geben kann, auch in unserem Leben, wo wir aufschauen zu unseren Eltern, zu unseren Freunden, die uns nahestehen. Aber es kann Momente geben, wo sie aus einer irregeführten Liebe, die nicht auf den biblischen Prinzipien ruht, selbst zu uns kommen. Und es kann auch sein, dass sie sich nicht mehr mit uns verliebt haben. Und es kann auch sein, dass sie sich nicht mehr auf den biblischen Prinzipien ruht, selbst für uns zum Versucher werden. Wir müssen immer die Bibel zum Maßstab machen, wenn wir Entscheidungen treffen.
[42:30] Was geschieht als nächstes? In Vers 11. 1. Mose 27, Vers 11. Da sprach Jakob zu Rebekah, seiner Mutter. Siehe, mein Bruder Esau ist ein beharrter Mann, und ich bin ein glatter Mann. Vielleicht wird mein Vater mich betasten, und ich werde in seinen Augen sein, wie einer, der Spott mit ihm treibt. Und ich werde Fluch auf mich bringen und nicht segen.
[43:03] Was sagt Jakob hier eigentlich? Es ist wie ein Geschäftsmann, der in der Versuchung steht, eine dumme Sache zu drehen, und jemand macht ihm einen Vorschlag, anstatt dass er sagt, das ist falsch, sagt er, ja, aber was, wenn man uns erwischt? Es ist wie eine Frau, die in der Versuchung steht, ihre Jungfräulichkeit aufzugeben. Und statt dass sie Nein sagt, sagt sie, was ist, wenn die Leute das rauskriegen?
[43:43] Freunde, wenn es uns nur um die Folgen geht, wenn das unsere einzige Sorge ist, dann werden wir in der Sünde landen.
[43:57] Freunde, unsere Sorge sollte sein, ob wir Gott im Himmel beleidigen, weil wir seine Gebote brechen. Wie hatte Josef damals geantwortet? Er hat gesagt, wie kann ich diese große Sünde, diese Übeltat gegen Gott begehen? Und wie Daniel sollten wir uns immer in unserem Herzen vornehmen, dass wir Gott treu bleiben wollen. Und wie Daniel sollten wir uns immer in unserem Herzen vornehmen, dass wir Gott treu bleiben wollen.
[44:33] Und was passiert als nächstes? In Vers 18. Und er ging zu seinem Vater hinein und sprach, mein Vater. Und er sprach, hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn? Und jetzt 19, beachten wir das. Und bitte zählt mal mit, wie viele Lügen Jakob sagt. Ich bin Esau, dein Erstgeborener. Ich habe getan, wie du zu mir geredet hast. Steh doch auf, setze dich und iss von meinem Wildbret, damit deine Seele mich segne.
[45:17] Freunde, wie viele Lügen sind hier drin von Jakob? Wie viele? Zwei. Erstmal sagt er, ich bin Esau. Und dann sagt er, iss von meinem Wildbret. Wildbret, was ist das für ein Fleisch? Woher kommt es? Ja, das ist Wild.
[45:53] Wild, hat er gesagt, aber was war es in Wirklichkeit? Das war eine Ziege. Nächster Vers. Isaac sprach zu seinem Sohn, wie hast du es denn so schnell gefunden, mein Sohn? Und er sprach, weil der Herr, dein Gott, es mir begegnen ließ.
[46:17] Habt ihr schon mal gelogen? Wenn ihr lügt, dann bekommt ihr ein Problem. Denn wenn ihr einmal anfangt, dann braucht ihr entweder das beste Gedächtnis in der Welt oder ihr braucht eine neue Lüge, um die erste zu decken. Und was geschieht jetzt? Im Vers 20, also die nächste Lüge. Aber die Hände sind die Hände von Esau. Und er hat ihn nicht unterschätzt, weil seine Hände schmutzig waren, wie die Hände seines Bruders Esau. Also hat er ihn gebeten.
[47:29] Jetzt, Freunde, habt ihr bemerkt, dass, wenn ihr auf den Weg der Sünde geht, das ist eine glitschige Fahrt. Ein Schritt führt zum nächsten Schritt und es geht immer leichter und immer schneller. Ich spreche bei Jakob vor seinem Vater.
[48:05] Freunde, wenn wir einmal unsere Füße auf diesen Weg der Sünde setzen, wir wissen nicht, wo wir am Ende ankommen. Der verlorene Sohn hat sich nie gedacht, dass er eines Tages, er hat nie gesagt, ich möchte einmal Schweine hüten. Das war nicht sein Ziel. Aber er hat den ersten Schritt getan und dann kam der nächste und der weitere und der Pfad wurde immer glitschiger und am Ende war er verlassen und einsam. Judas wollte auch nicht zu dem berüchtigtsten Jünger einmal werden und einen Namen tragen, der auf ewig verbunden ist mit Betrug und Schande. Aber er ist den ersten Schritt gegangen in Richtung Gier und haben wollen und dieser Pfad hat ihn hingeführt, bis er schließlich bereit war, den Sohn Gottes zu verleugnen und zu verraten.
[49:07] Jetzt gibt es noch etwas anderes, was wir nicht wissen, aber wir wissen, dass der Vater, der den Sohn Gottes verleugnen und verraten wollte, den Sohn Gottes verleugnen und zu verraten. Aber wir müssen noch etwas anderes hier bemerken.
[49:35] Die Bibel sagt uns, lasst euch nicht täuschen. Gott lässt sich nicht spotten. Was ein Mensch seht, das wird er auch ernten. Erinnern wir uns, Jakob hatte ja seinen Bruder Esau ausgenutzt, als der etwas von ihm wollte.
[49:57] Freunde, wir ernten, was wir sehen. Später nämlich geschah es, dass Jakob eine wunderschöne Frau traf, sie hieß Rahel. Und weil er sie wollte, hat sein späterer Schwiegervater ihn ausgenutzt.
[50:21] Also Jakob hatte sich verkleidet wie sein Bruder Esau, und er gab sich als sein Bruder aus und hat so seinen Vater betrogen. Als Jakob heiratete, der Prediger hat gesagt, sie dürfen jetzt die Braut küssen, und Jakob hebt den Schleier hoch, und dann entdeckt er, das ist ja gar nicht Rahel, das ist jemand, die sich ausgibt als Rahel. Täuscht euch nicht. Gott lässt sich nicht spotten. Was ein Mensch seht, was er erntet.
[51:17] Wenn ihr jemals das Lebenszeugnis gelesen habt von dem Direktor von Amazing Facts, das heißt der Höhlenmensch, da ist eine Geschichte drin, die ich noch, bevor ich mit Gebet schließe, erzählen möchte. Bevor er zu Christus gefunden hatte, war er eine Art Krimineller. Er ist zum Beispiel bei den Leuten zu Hause eingebrochen und hat gestohlen. Eines Tages brach er in einem Haus ein, und während er sich umschaute, was er mitnehmen kann, wurde er hungrig. Und auf dem Tisch war eine Packung Kekse, die war noch geschlossen, und weil er Hunger hatte, hat er die ganze Packung gegessen. Aber ihm fiel auf, da war ein Preisetikett drauf. Da stand drauf 1,19 Dollar.
[52:23] Also einige Tage lang hat er an verschiedenen Orten sich immer wieder umgeschaut, was er stehlen kann, und nach etwa drei Tagen ging er dann zurück in sein eigenes Wohndomizil. Aber während er weg gewesen war, hatten seine Freunde ihn besucht. Aber weil er nicht da war, haben sie sich bedient, bei allem, was da so zu finden war. Aber bevor er gegangen war, hatte er eine brandneue Flasche von einem Getränk gekauft. Aber weil er nicht da war und seine Freunde waren gekommen, hatten sie alles ausgetrunken. Und als er dann den Krug hochhob, das Gefäß, dann schaute er auf den Deckel, und da war ein Etikett drauf. Und da stand drauf 1,19 Dollar. Das ist etwas, was in jedem Leben, jeder erleben kann. Das Böse, das wir tun, das kommt wieder. Wir sehen die Ergebnisse selbst. Aber auch das Umgekehrte ist stimmt. Denn auch das Gute, das wir tun, wird eines Tages zurückkommen.
[53:49] Freunde, wir wollen jetzt gleich schließen, aber vorher wollen wir noch unseren Chor einladen, dass er uns ein Musikstück vorsingt. Und bitte hören wir genau zu, was sie singen.
[54:21] Jesus, dein Name auf meinem Herzen
[54:27] Jesus, Rettung der Menschheit
[54:33] Zeige mir Gerechtigkeit und Glück
[54:37] Zeige mir Begeisterung und Liebe
[54:43] Und meine Seele mit Liebe und Gnade
[54:45] Mach mich glücklicher als der Tod
[54:49] Und mit deinem Gesicht auf meinen Kontinenten
[54:53] Schreib deinen Namen auf mein Herz
[55:05] Wenn der Tod mich schlägt
[55:09] Und meine Seele mit Liebe und Gnade
[55:17] Wenn der Tod mich schlägt
[55:23] Und meine Seele mit Liebe und Gnade
[55:55] Und mit deinen Gesicht auf meinen Kontinenten
[55:57] Schreib deinen Namen auf meinen Herz
[55:59] Und alles meine Worte
[56:26] Oh meine Seele, mit Liebe und Gnade
[56:31] mach mich glücklich wie der Welt
[56:36] und lege ein Bild in mein Gelegenheit
[56:45] Leih dein Name auf mein Herz
[56:58] und lege ein Bild in mein Gelegenheit
[57:29] Seid ihr wie Jakob vielleicht auf einen Weg gegangen, wo ihr gar nicht wisst, wo ihr hinführt? Vielleicht schaut ihr in euer Leben und ihr stellt fest, wie damals auch Jakob, dass ihr einiges von dem erntet, was ihr einmal gesät habt. Wir brauchen das Gebet. Und wenn wir jetzt beten, dann bitten wir doch Gott, dass er unser Herz erforscht. Und dass er uns zeigt, ob wir auf irgendwelchen bösen Wegen sind. Und dass er uns auf den ewigen Weg führt. Wollen wir zusammen aufstehen und gemeinsam mit Gebet schließen?
[58:14] Unser Vater im Himmel, Herr, wir kommen heute zu dir. Und uns ist bewusst, wie sehr wir deine Gnade brauchen. Vater, wir bitten dich, zeige uns unseren wahren Zustand. Vielleicht haben wir schon seit Jahren unser Geburtsrecht verkauft, für wenig Geld. Und uns ist nur wenig klar, was für enorme Kostbarkeiten du uns gerne geben möchtest. Herr, hilf uns, dass wir die Zeit auskaufen, weil wir doch sehen, dass die Tage böse sind. Herr, einige von uns sind blind dafür, sie sehen nicht, was sie säen und was sie einmal ernten werden. Zeig uns, wie wir wirklich sind. Und wenn wir jetzt weiter diesen Sabbat verleben, dann sprich zu uns. Und wenn wir bitten, das alles im Namen Jesu. Amen.
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