In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Deutung von Symbolen in der Offenbarung, insbesondere um die zwei Zeugen, die als Altes und Neues Testament identifiziert werden. Es wird erklärt, warum sie mit Sacktuch bekleidet sind und welche Bedeutung Ölbäume und Leuchter haben. Die Ausführungen beleuchten die biblische Symbolik von Wahrheit, Treue, Gerechtigkeit und Schönheit, die mit dem Ölbaum verbunden sind.
05.06.2012 – Offenbarung 11,4
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Altes Testament, Bibel, Neues Testament, Offenbarung, Offenbarung, Prophetie, SachariaWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr hier vor Ort dabei seid und schön, dass ihr live vor dem Computer sitzt auf www.joelmedia.de. Wir freuen uns, dass wir heute drei sehr interessante Fragen haben und einen interessanten Vers heute. Wir werden uns heute Vers 4 betrachten, Offenbarung 11, Vers 4. Aber bevor wir das tun, lade ich euch ein und uns ein, gemeinsam niederzuknien, um zu beten.
[0:49] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt dein Wort studieren dürfen. Schenkst du uns Ruhe ins Herz, schenkst du uns Frieden. Gib, dass wir alle unsere Sorgen und alle unsere Lasten vor dich legen dürfen, auf dich legen dürfen. Und dass wir uns jetzt konzentrieren können auf dein Wort. Dass wir Trost bekommen durch dein Wort und Stärke. Und dass wir erkennen, was du uns sagen möchtest heute. Und wir bitten dich, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass du alle Störende fernhältst. Und dass wir dich erkennen, wie du wirklich bist. Amen.
[1:34] So, wir hatten heute drei wirklich interessante Fragen. Die eine ist mehr eine technische Frage, im Sinne von Bibelauslegungstechnisch. Und zwar hat jemand die Frage gestellt: Christopher, du zitierst immer mal wieder, was das Wort im Hebräischen und was das Wort im Griechischen heißt. Nun kann ich aber nicht Griechisch und Hebräisch, wie kann ich das rausfinden? Nun, Punkt Nummer eins, ich kann auch weder Hebräisch noch Griechisch. Aber der Punkt ist, dass man Hebräisch und Griechisch nicht unbedingt können muss, um die Bibel zu verstehen. Warum sage ich das? Wenn wir Hebräisch und Griechisch können müssten, um die Bibel zu verstehen, dann hätte Gott uns die Gabe gegeben, Hebräisch und Griechisch zu verstehen, oder? Der Punkt ist der, wenn Gott die griechischen Schreiber inspiriert hat, hat er ihnen nicht die Worte diktiert, sondern er hat ihnen Gedanken gegeben, hat ihnen Gedanken eingehaucht, sagt die Bibel. Alle Schrift ist von Gott eingegeben, ist eingehaucht. Und ein Schriftsteller hat dann sozusagen das Wort dafür verwendet, der gleiche Schriftsteller hat dann ein anderes Wort für den gleichen Gedanken nochmal verwendet, oder das gleiche Wort für einen anderen Gedanken, oder ein anderes Wort für den gleichen Gedanken. Das heißt, nur weil ein Wort das gleiche im Hebräischen ist an allen Stellen, bedeutet nicht, dass immer das gleiche gemeint ist notwendigerweise. Das heißt, man muss immer den Kontext betrachten, immer das Allgemeine. Das ist der erste Punkt.
[3:32] Der zweite Punkt ist der, man kann ein bisschen Hebräisch und Griechisch sich natürlich beibringen, wenn man die Zeit hat, und man kann interessante Ressourcen nutzen. Die beste Ressource, die es gibt im Deutschen, ist die sogenannte Elberfelder Studienbibel. Und zwar die mit Sprachschlüssel, da sind dann so bestimmte Worte im Text unterstrichen, dann steht da so eine Nummer, 5483, und dann geht man hinten hin und schaut, was ist 5483, und dann steht das Wort dort, Hebräisch und Griechisch, und mit Erklärung. Da kann man wirklich eine ganze Menge machen und viele interessante Dinge noch rausfinden, die jetzt nicht zwingend notwendig sind, aber die sozusagen noch zusätzlichen Reichtum bieten, zusätzliche Informationen.
[4:21] Genau, das ist das eine. Das andere ist, wenn man Englisch kann, empfehle ich die Strong's Concordance. Das ist die einzige Konkordanz, die ich kenne, mit Wörterbuch, die sozusagen jedes einzelne Wort verzeichnet. Da kann man sogar eine Wortstudie zum Wort "und" machen. Da kann man nachschauen, wo überall in der Bibel das Wort "und" vorkommt. Seitenweise Listen, auf jeden Vers, zweimal, dreimal, viermal, fünfmal, sechsmal. Das ist so ein, ah, ich habe es, glaube ich, sogar hier. Das ist dann so ein dickes Buch. Wenn man Englisch kann, das ist wirklich ganz toll. Und dann kann man so vorwärts und rückwärts, und da sind hinten alle, also hier das ist zum Beispiel für "und". Das sieht dann so aus. Das sind nur die Verse aufgeschrieben. Das ist nur eine Seite. Aber Wortstudien zum Wort "und" sind relativ fruchtlos, überhaupt nicht unbedingt. Aber da kann man wirklich jedes einzelne Wort finden. Auch in der Elberfelder Studienbibel hat man auch hinten solche Angaben zu den ganzen Namen. Am meisten liebe ich es, mal Namen nachzuschauen. Weil jetzt so die ganzen normalen Wörter, da man eh keine Grammatik kann, hilft einem das nicht so viel. Aber Ortsnamen, Personennamen, das ist ganz interessant mal zu wissen. Ja, wenn man weiß, wie die Ortsnamen, was die bedeuten, was die Personennamen bedeuten. Namen tragen immer so eine Bedeutung mit sich. Und wer das hat, wer da Zugriff zu hat, der kann durchaus etwas Interessantes dazu lernen. Also das wären die beiden Hilfsmittel, die ich empfehlen würde.
[5:44] Ansonsten kann man auch im Internet auf Bibleserver, das ist .org.de, einfach Bibleserver bei Google angeben, da findet man auch Bibelübersetzungen mit Strong's Concordance. Da kann man das auch finden.
[5:58] Zweite Frage, jetzt eine inhaltliche Frage. Und zwar zu dem Text in Johannes 8, Vers 5. Dort heißt es: "Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst nun du?" Und die Frage ist gestellt: Wie ist das mit der Steinigung? Sagt das Alte Testament nicht, dass wenn eine Frau oder ein Mann Ehebruch begehen, müssen sie auf jeden Fall gesteinigt werden, oder? Hat Jesus sozusagen nicht das alttestamentliche Gesetz hier übertreten oder abgeändert? Wir können mal das alttestamentliche Gebot uns betrachten. In 3. Mose 20, 3. Mose 20, Vers 10. "Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn er Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide das alttestamentliche Gebot auf jeden Fall gesteinigt werden." "Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, so sollen beide, der Ehebrecher und die Ehebrecherin, unbedingt getötet werden." Die Pharisäer haben natürlich nur die Frau hingebracht. Das ist schon mal eine Sache. Der hat einen Unterschied gemacht zwischen dem Ehebrecher und der Ehebrecherin. Gott macht da keinen Unterschied. Aber Punkt 2 ist, und das löst die Verwirrung aus: Hier steht, "der soll unbedingt getötet werden." Wie steht es in eurer Bibelübersetzung? Habt ihr? "Der soll getötet werden?" "Muss getötet werden", ja? "Soll", nicht wahr, "soll sterben", "muss sterben", "unbedingt", "gewisslich", sagen andere Übersetzungen. Also man bekommt die Idee, egal was der macht, und wenn er 100 Mal bereut, er muss sterben, ja? Wie kann dann Jesus dieser Frau vergeben? Und was ist das für ein Gott, der sagt, okay, du hast Ehebruch, eine Sünde, es gibt ja noch andere Sünden, die mit Ehebruch bestraft werden, die so schlimm ist, dass man keine Vergebung mehr bekommen kann. Warum steht hier, "der soll unbedingt getötet werden", "der muss getötet werden", "der soll getötet werden?" Was würdet ihr mir sagen? Wie würdet ihr darauf antworten? Aber man kann weiterlesen, da kommen noch mehr solche Gesetze.
[8:58] Aber es steht ja auch unten, was ist, wenn sie bereut haben? Aber es ist doch gefährlich, wenn es keine Regel gibt fürs Bereuen, oder? Ja, aber Jesus hat sie auch erwischt, die Ehebrecherin, und hat sie nicht gesteinigt. Ja, aber das stimmt, das stimmt. Jesus macht ganz deutlich, wer den ersten Stein wirft, der muss ohne Sünde sein. Was uns auch ein bisschen was sagt, über den Charakter, den das Volk Israel haben sollte in der Wüste. Denn was bei Jesus gilt, gilt auch da. Gott wollte ein heiliges Volk haben. Übrigens, gab es einen sündlosen Menschen dort bei der Ehebrecherin? Ja, wen? Jesus war sündlos. Und was war denn, was die Frau wohl erwartet hat? Also auf jeden Fall, da standen die Pharisäer da, und als normale Jüdin hat sie gedacht, die Pharisäer sind sündlos, so oft wie die beten, so laut wie die beten, so viele Zehnten wie die geben, das müssen die heiligsten Menschen der Welt sein. So haben die Juden gedacht, die Pharisäer, das sind die ganz oben. Und wenn die nicht sündlos sind, wenn ihr daran Interesse habt, dass die Sünden aufgedeckt werden, wenn ihr es unbedingt wollt, dass Sünden aufgedeckt werden, dann decke ich mal eure Sünden auch auf und schreibe denen den Sand. Und sie gehen von ihrem Gewissen überführt weg. Okay, das ist klar. Aber das beantwortet noch nicht die Frage, warum Jesus sie dann vergibt. Denn er hätte auch sagen können, okay, dann müssten ja alle gesteinigt werden. Ja, das sagt er. Aber warum vergibt er?
[10:52] Ganz kurz, wenn das Gebot sagt, er soll unbedingt getötet werden. Aber manch einer hat die Idee beim Lesen, dass es Sünden gibt, die sind so schrecklich, dass man einfach unbedingt getötet werden muss. Egal was passiert. Aber jetzt eine sehr wichtige Frage. Wo kommt zum ersten Mal dieser Satz vor, "da musst du auf jeden Fall sterben?" Bei Adam und Eva. Und zwar kommt es sogar, im Hebräischen heißt es, "da musst du sterbend sterben." Also doppelt. Ja, also ganz sicherlich. Gott sagt zu ihnen, dann bist du verloren. Wenn du davon isst, dann bist du definitiv verloren. Heißt das, dass es keine Gnade mehr gab? Wir sehen am Beispiel von Adam und Eva, selbst wenn man ein Gebot übertritt, wo es heißt, dann musst du unbedingt, definitiv sterben, dann musst du unbedingt sterben. Das heißt, das Gebot, auch wenn es nicht heißt, "er muss unbedingt getötet werden", es steht im Hebräischen, es ist genau das gleiche, wie auch in 1. Mose 2, Vers 16, das heißt, das was bei 1. Mose 2 gilt, gilt auch hier bei 3. Mose 2. Das heißt, du musst unbedingt sterben. Es geht um die Gnade, die du dir gegeben hast. Aber es liegt auch hier, wenn man die Gnade nicht ausübt, dann ist es nicht so, dass du nicht sterben kannst. Es gilt auch hier, egal wie tief wir gefallen sind, dass wenn wir zu Jesus kommen, dann können wir Vergebung bekommen. Das ist sehr wichtig. Deswegen zeigt Jesus uns in Johannes 8, wie diese Regeln damals ausgewogen sind. Deswegen lesen wir nicht ständig von Steinigung. Die Regel war, dass die Leute sich bekehrt haben und zum Heiligtum gegangen sind und ihre Sünden bekannt haben. Das ist ein sehr wichtiges Prinzip.
[13:18] Die letzte Frage für heute ist eine sehr interessante Frage, wie ich finde. Und zwar geht es um die Frage, ob Frauen in den Tempel durften. Ich glaube, es war eine Fragestellerin. Ich weiß nicht mehr genau. Vermutlich war es eine Fragestellerin. Sie hat mal gehört, dass es Frauen nicht erlaubt war, in den Tempel hineinzugehen. Und wenn es Frauen nicht erlaubt ist, in den Tempel hineinzugehen, wie sollen sie dann Sündenvergebung bekommen? Frauen erlaubt in den Tempel zu gehen, ja oder nein? Woher wissen wir, dass es Frauen erlaubt war, in den Tempel zu gehen? Schauen wir uns das mal an in Lukas 2. Dort haben wir die Prophetin Hannah, genau, Vers 36, da war auch Hannah, eine Prophetin, die Tochter Fanuels aus dem Stamm Asser, die war hochbetagt und hatte nach ihrer Jungfreundschaft mit ihrem Mann sieben Jahre gelebt. Sie war eine Witwe von etwa 84 Jahren, die wich nicht vom Tempel, sondern diente Gott mit Fasten Tag und Nacht. Also, wenn sie nicht vom Tempel wich, dann muss sie im Tempel gewesen sein. Man kann sich vom Tempel nicht weichen, wenn man gar nicht da sein darf. Der zweite Punkt ist, dass Maria und Josef mit dem kleinen Baby Jesus in den Tempel hineingehen. Kennt ihr im Alttestament auch eine Geschichte, wo eine Frau im Tempel gewesen ist? Hannah, genau, haben wir ja gesagt. Heißt auch Hannah, nicht wahr? Was für ein Zufall, ist kein Zufall. 2001 finden wir Hannah im und am Tempel. Wie hieß damals der Priester? Das war der Priester Eli, nicht wahr? Und dann, ihr kennt die Geschichte, die Hannah hatte einen Mann, der noch eine zweite Frau genommen hatte, weil die Hannah unfruchtbar war und er wollte unbedingt Kinder haben. Und, das war die Penina, nicht wahr? Und die Penina war nicht ganz so lieb zu der Hannah, hat sie geärgert und hat sie betrübt. Und eines Tages beim Fest ist die Hannah dann zum Priester, oder nicht zum Priester, zum Heiligtum gegangen. Und wir lesen ab Vers 9: "Und eines Tages stand Hannah auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatte. Eli, der Priester, saß eben auf seinem Stuhl beim Türpfosten des Tempels des Herrn. Sie aber, betrübt wie sie war, betete zum Herrn und weinte sehr. Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: Herr der Herrscher, wenn du das Elend deiner Magd angesehen und mich gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen Sohn geben wirst, so will ich ihn dem Herrn geben, und er hat das Gelübde so lange erlebt, und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen." Während sie nun lange vor dem Herrn betete, beobachtete Eli ihren Mund, und dann, in Vers 14, hören wir den Tadel. Was ist der Tadel? Ist der Tadel: Hannah, du hast hier nichts zu suchen, du bist eine Frau, du darfst nicht in den Tempel? Denn der Tadel glaubt, sie ist betrunken. Wenn es nicht erlaubt gewesen wäre, für eine Frau in den Tempel zu gehen, hätte er schon längst, hätte er nicht erst geguckt, was sie macht, er hätte sofort gesagt: Raus mit dir! Das heißt natürlich, in das Heilige und Allerheiligste hinein, natürlich nicht, weil das war nur den, das war aber auch für die Männer, die allermeisten Männer verboten, das war nämlich nur den Priestern vorbehalten, das waren aber sowieso nur einige wenige Familien.
[17:06] Genau. Also, das waren interessante Fragen. Wenn ihr mehr Fragen habt, wir haben noch eine Frage bekommen, die werden wir nächstes Mal machen. Ich hatte letztes Mal schon eine Frage. Stimmt, das letzte Mal eine Frage. Mit der Menora, mit den neun Pflanzen. Achso, ja okay, lass mich das ganz kurz erklären, das dauert nur zwei Minuten, die andere Frage würde länger dauern. Und zwar war hier letzte Woche, das stimmt, das habe ich vergessen, hatte ich versprochen, dass wir es diese Woche machen. Kannst du nächste Woche machen? Okay, dann machen wir das nächste Woche auch. Schickt sie uns an fragen.joelmedia.tv.de. Ist jetzt auch eingeblendet, ganz genau. Fragen.joelmedia.tv.de und dann werden wir diese Frage nächste Woche auch noch mitbehandeln.
[17:56] Jetzt kommen wir zur Offenbarung. Wir haben uns, in welchem Offenbarungskapitel aufgehalten? Offenbarung 11. Schlagen wir Offenbarung 11 auf. Und dort haben wir diesmal Vers 4. Machen wir eine kurze Zusammenfassung, was haben wir letzte Woche gehört? Wir haben letzte Woche gesprochen über Vers 3. Was war in Vers 3 das Wesentliche? Was haben wir gesprochen in Vers 3? Über die zwei Zeugen, richtig? Wir haben nach langem Studium etwas bewiesen, was viele von euch schon vorher wussten, oder es kaum an sich halten konnten, ist zu sagen, nämlich, dass die zwei Zeugen was sind? Das Alte und das Neue Testament. Die über einen langen Zeitraum, über den Zeitraum der 1260 Tage, die wie viele Jahre sind? 1260 Jahre. Über die Zeit des Mittelalters hinweg, geweißsagt haben. Das heißt, sie haben Prophezeiungen. Die Prophezeiungen, die schon damals aufgeschrieben wurden, zur Zeit des Alten und Neuen Testaments, haben sich erfüllt. Aber die Zeugen sind bekleidet mit was? Mit Sacktuch. Da steigen wir nochmal ein. Wir haben das ganz kurz angesprochen mit dem Sacktuch. Wollen das noch ein bisschen erweitern. Und dann direkt in Vers 4 gehen. Wir können Vers 4 schon mal... Schaut euch mal Vers 3 an. Dass sie bekleidet sind mit Sacktuch. Könnt ihr euch erinnern, was wir letzte Woche gesagt haben, über das Sacktuch, was das ausdrücken soll? Trauer. Wir hatten einige Beispiele angeführt. Ich möchte noch ein, zwei Beispiele hier euch geben, die nicht so unwichtig sind. Schaut mal in 2. Könige 19, Vers 1 und 2. Es heißt dort: "Und es geschah, als der König Hiskia dies hörte, da zerriss er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des Herrn. Und er sandte Eliakim, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, den Schreiber, samt den Ältesten der Priester, in Sacktuch gehüllt, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amors." Warum haben sich der König und die Diener in Sacktuch gehüllt? Hier, wir kennen ein bisschen die Geschichte von Hiskia, was da passiert. Er wurde belagert. Er wurde angegriffen. Und als Ausdruck dieses Angegriffenseins, dieses Attackiertwerdens, hat er jetzt zu Gott gebetet, hat er Sacktuch getragen, um Gott deutlich zu machen, ich möchte beten, ich möchte fasten, ich möchte meine Seele demütigen, dass du mir hilfst. Das heißt, es war nicht nur ein Zeichen der Trauer, sondern auch ein Zeichen des Angegriffenseins. Und wir haben ja darüber gesprochen, dass diese zwei Zeugen Symbole sind für das Alte und Neue Testament, die in dieser mittelalterlichen Zeit angegriffen wurden. Könnt ihr euch noch erinnern, wodurch wurden sie angegriffen? Wodurch hat man die Bibel angegriffen? Wie hat man sie aus dem Verkehr gezogen? Sie war unbekannt. Warum war sie unbekannt? Für wen war sie verboten? Für das gemeine, normale Volk war sie verboten. Und wenn man eine gehabt hätte, in welcher Sprache stand sie normalerweise? Latein. Da geht es uns dann genauso mit Griechisch und Hebräisch. Latein konnten die meisten dort auch nicht verstehen. Und ich habe das letzte Mal, glaube ich, erzählt, Theologiestudenten haben keine Bibel zu Gesicht bekommen. Martin Luther war Doktor der Theologie, bis er irgendwann mal eine Bibel in den Händen hielt. Das gibt es ja gar nicht. Dieses Buch existiert tatsächlich. Und man kann sich ungefähr vorstellen, wie niedrig sozusagen das Bildungsniveau und das kulturelle Niveau waren.
[22:44] Interessanterweise sagt man, dass wahrscheinlich das allgemeine gesellschaftliche Niveau vor dem Mittelalter sehr, sehr viel höher war und allein oder vor allem durch den Wegfall der Bibel die Menschen sehr, sehr degeneriert sind in ihrem Denken, in ihrer Kultur. Man hat viele Hinweise darauf, dass wenn Missionare dieser übrig gebliebenen apostolischen Kirchen, es gab ja überall so kleine, versprengte Gruppen von Waldensern, Albigensern, Iroschotten, wenn die irgendwo hinkamen, haben die nicht nur die Bibel mitgebracht, die haben den Leuten auch wieder beigebracht, wie man richtig Ackerbau betreibt, die haben den Leuten gezeigt, wie man richtig ein vernünftiges, ordentliches, menschenwürdiges Leben lebt. Ich meine, ihr wisst, ihr kennt ja die Berichte aus dem Mittelalter, wie es da so oft zugänglich war. Das heißt, wo überall, wo die Bibel war, war gleichzeitig auch Kultur und also Fortschritt sozusagen. Und wo die Bibel nicht war, ging es immer weiter bergab. Und als dann Martin Luther auf die Szenerie kam, die Bibel übersetzt hat, brauchte man nicht lange zu warten. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten gab es nicht nur im religiösen Gebiet eine Großreformation, es gab auch kulturell plötzlich eine Großreformation, es gab die Aufklärung. Plötzlich hat sich der gesellschaftliche Standard unglaublich erhöht. Menschen haben wieder selbst gedacht. Und ich wage zu behaupten, dass in unserer Zeit, wo die Bibel zwar überall verfügbar ist, aber keiner mehr dran glaubt, weil wir sie für ein Märchenbuch halten, dass einer der Hauptgründe ist, warum die Gesellschaft sich immer weiter auf dem Sinkflug befindet. Ich würde Jugendlichen schimpfen, aber ich mir selbst nicht. Aber dieser allgemeine Sinkflug, der moralische und kulturelle Sinkflug der Gesellschaft hat damit zu tun, dass wann immer die Bibel bekannt und geglaubt wird, geht es der Menschheit immer besser. Wann immer sie attackiert wird, geht es ihr schlechter, wenn sie keinen Einfluss hat. Und es gibt verschiedene Methoden, wie man der Bibel den Einfluss nehmen kann. Entweder man verbietet sie, oder man übersetzt sie in eine Sprache, der man sie nicht lesen kann, oder man kettet sie an Klosterwände an. Oder aber man behauptet, die Bibel kann jeder lesen, ist halt nur ein Märchenbuch. Das ist nicht von dem, das ist nicht von dem, das ist eine Lüge, das ist ein Märchen, das ist eine Fabel, das haben die später zusammengeschrieben. Also glaubt es keiner mehr. Da kann man es noch lesen als Kindergeschichten, aber keiner hält es mehr wirklich für die Wahrheit. Und dann ist es genauso gut, als wenn sie verboten wäre. Es ist eigentlich fast sogar noch schlimmer.
[25:12] Deswegen nennt man ja auch, im Englischen das Mittelalter die Dark Ages, das finstere. Das finstere Mittelalter. Und wir haben letztes Mal schon den Text angeschaut, in Offenbarung 6 Vers 12, wo es darum geht, dass die Sonnenfinsternis auch mit einem Sack dargestellt wird. Schaut mal mit mir noch einen Text in Daniel 9. Ah, in 1. Mose 37, Vers 34. Die Bibel sagt: "Und Jakob zerriss seine Kleider und legte Sacktuch um seine Lenden und trug lange Zeit Leid um seinen Sohn." Warum hat Jakob sich Sacktuch angezogen? Was meint ihr? Nach dem Text. Warum hat er sich Sacktuch angezogen? Er war traurig. Ja, aber warum war er traurig? Es war nicht nur Trauer, sondern es war eine besondere Trauer, eine bestimmte Trauer. Er hat einen Verlust erlitten. Er war nicht einfach nur traurig, sondern er hat etwas verloren, was er vorher hatte. Und wenn es hier heißt, dass im Mittelalter die Bibel, die zwei Zeugen, auch in Sacktuch gekleidet sind, ist es auch ein Symbol dafür, dass sie etwas verloren haben. Was haben sie verloren? Was hat die Bibel verloren? Symbolisch gesehen, die Bibel hat ja keine Gefühle. Die Bibel ist ja nicht traurig. Aber symbolisch gesehen hat sie etwas verloren. Das Wort Gottes kann nicht das Wort Gottes verlieren. Was hat die Bibel verloren? Die Bibel hat auch nicht an Wahrheit verloren. Was hat sie verloren? Sie hat auch keine Kraft verloren. Das Wort Gottes hat immer Kraft. Was hat sie verloren? Was hat sie dadurch verloren? Gültigkeit. Gültigkeit ist immer noch. Sie kann ihre Gültigkeit nicht verlieren. Autorität hat sie immer noch. Was hat sie verloren? Menschen verloren, Leser verloren. Leser, die sie lesen. Denn was nützt es der Bibel, dass sie Autorität und Gültigkeit und Würde und alles hat, was sie immer noch hat? Aber keiner nutzt sie. Denn die Bibel ist für uns nur zum Nutzen, wenn wir die Autorität anerkennen. Wenn wir sie lesen. Wenn wir sie umsetzen. Ich kann mir die Bibel in den Schrank stellen und die Bibel hat Autorität, aber wenn ich sie nicht lese, ist es so, als wenn es einfach an mir vorbeizieht. Es ist noch da. Aber sie hat mich sozusagen verloren. Das macht sie so traurig. Die Bibel hat dort erzwungenermaßen, zum Teil auch einfach, weil die Leute selbst nicht mehr wollten, Leser verloren. Ich glaube, das ist auch eine Lektion für uns.
[28:22] Schauen wir noch. Daniel 9. Daniel 9, Verse 3. Er geht zu seinem Herrn. Er versucht, ihn zu suchen. Mit Gebet. Und Pflege. Mit Fasten. Im Sacktuch. Und in der Asche. Warum hat Daniel gebeten? Was soll er wissen? Er wollte etwas verstehen. Okay. Es ging auch um die Prophezeiung. Wenn ihr das gebetet habt, was betet er die ganze Zeit? Fast 20 Verse. Sündenbekenntnis noch konkreter. Was ist das Problem? Das Volk war untreu gewesen. Und was ist das äußere Zeichen der Untreu des Volkes? Sie sind in Babels Kirche. Davon betet er nicht so viel. Davon spricht er nicht so viel. Es ist etwas passiert. Was ist seine Situation? Er ist im Babylon. Er lässt sich um all deine die war? Nicht nur eingenommen. Zerstört. Zerstört. Da war nichts mehr. Da war nur noch Ruin. Und er betet darum, weil er weiß, diese Zerstörung von Jerusalem, dieses Volk Israel sollte nach Babylon weggeführt werden, aber nicht für ewig, sondern für wie lange? Für 70 Jahre. Und er wusste, die Zeit kommt, wenn das wieder aufhört. Das heißt, wir haben einen Zeitraum von 70 Jahren, wo die Stadt Jerusalem, über der der Name Gottes ausgerufen ist, zerstört ist. Ruinen. Keiner kann da richtig wohnen. Aber Daniel weiß, wenn die Prophezeiung zu Ende ist, wenn die Zeit vorbei ist, dann wird es wieder eine Reformation geben und die Stadt wird wieder aufgebaut. Er ist der Tempel. Mit seinem Sacktuch drückt er also nicht nur die Trauer aus, dass es verloren gegangen ist, er drückt auch die Erwartung aus, dass es wieder hergestellt wird. Dass die Stadt wieder in ihrem alten Glanz erstrahlt. Übrigens, nebenbei gesagt, völlig exkurs, okay? Kleine Klammer auf. Schaut mal mit mir Vers 18. Das heißt es: "Neige dein Ohr, mein Gott, und höre, tue deine Augen auf und siehe unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist." Habt ihr euch mal Gedanken gemacht, warum das in der Bibel immer wieder steht, "die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist", "das Volk, das nach deinem Namen genannt ist"? Oder manchmal sagt ja auch die Stadt, "über der dein Name ausgerufen ist." Das Volk Gottes, über dem dein Name ausgerufen ist. Habt ihr euch mal Gedanken gemacht, warum das so steht? Ja? Ja, das ist sein Volk, nicht wahr? Jetzt dieses Bild, dein Name ist über uns ausgerufen oder die Stadt ist nach deinem Namen genannt. Woran erinnert euch das? Ja. Das gehört ihm ja, das gehört ihm ja. Aber wo machen wir das in unserem Leben, dass der Name eines anderen über uns gerufen wird? Wo wir den Namen eines anderen tragen? Bei der Hochzeit. Bei der Hochzeit entscheidet sich die Frau, dass der Name des Mannes über ihr ausgerufen wird, sozusagen. Dass sie nach dem Namen ihres Mannes genannt wird. Es gibt auch Ausnahmen. Manchmal entscheidet man sich auch, seinen eigenen Namen zu behalten. Wenn man eine große Künstlerin ist oder Sportlerin, ich mache einen Doppelnamen. Aber in aller Regel wird die Frau genannt nach dem Namen des Mannes. Und wenn Gott sagt, das Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, die Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, sagt er, ich bin mit dieser Stadt verheiratet. Die Stadt Jerusalem nennt er ja auch seine Braut. Deswegen sagt er ja auch, das nennt er sein Volk seine Braut, weil es seinen Namen trägt. Mit anderen Worten, wir tragen den Nachnamen Gottes. So eng. Dass man eng zusammen gehört. Dieser Entitätswechsel, das ist jetzt ein Fleisch geworden, das sagt Gott. Indem ich meinen Namen ausrufe über diese Stadt, ich habe diese Stadt geheiratet. Ich bin der Ehepartner von der Stadt. Von dem Volk. Nicht einfach nur, das ist meins, Stempel. Sondern es ist diese Verbindung. Schöner Gedanke, oder? Daniel bittet also, dass diese Stadt, über der Gottesname ausgerufen ist, wieder aufgebaut wird. Die Prophetin hatte vorher gesagt, es wird einen Zeitraum geben, wo sie zerschlagen ist, wo sie zerstört ist. Und dann soll sie wieder aufgebaut werden. Wir haben ja in Offenbarung 3 auch diesen Zeitraum gehabt, von den 1260 Jahren, die vorhergesagt waren, dass das Buch, das nach Gottes Namen genannt ist, nicht mal das Wort Gottes, auch angegriffen ist. Da niederliegt, in Sack und Asche. Aber weil es Sacktuch an hat, und durch diese Parallele können wir sehen, dass sozusagen erst eine Hoffnung besteht, dass das Ganze sich wieder ändert. Dass etwas passiert. Und wir werden noch im Laufe der Zeit studieren, was hier passiert ist.
[35:20] Genau. Das ist das, was wir gerade versuchen darzustellen, dass dieses Sacktuch verschiedene Aspekte hat. Dass man etwas verloren hat, dass man überhaupt traurig ist, dass man auf etwas wartet, wie hier, dass man angegriffen ist, wie beim Hiskia. Und all diese Punkte spielen ein bisschen rein, auch bei dieser Geschichte mit der Bibel und dem Mittelalter. Also haben wir gesagt, gehen wir jetzt zur Offenbarung 11 und dort Vers 4. Also wir haben jetzt über diese beiden Zeugen gesprochen, das Alte und das Neue Testament. Beide Zeugen von Gott, weil Jesus sagt, ihr erforscht die Schriften. Er meinte in ihnen, was zu haben? Ewiges Leben. Und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Die Zeugen. Und sie weiß sagen, die Prophetie, 1060 Tage, Sack und Asche, sozusagen, bekleidet mit Sacktuch. Vers 4. Das ist unser heutiger Vers. Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Gott der Erde stehen. Punkt. Also worum geht es? Es geht um zwei Ölbäume und um zwei Leuchter. Müssen wir noch interpretieren, was die Ölbäume darstellen, was die Leuchter darstellen? Ja oder nein? Müssen wir es noch interpretieren? Lies mal, was ist das erste Wort in diesem Vers? "Diese sind" oder "das sind". Was bedeutet das? Er bezieht sich auf Vers 3. Das heißt, er sagt, diese zwei Zeugen, die wir nach anderthalb Stunden Studium als identifiziert haben als das Alte und das Neue Testament, er sagt, die sind was? Die zwei Ölbäume und das sind die beiden Leuchter. Also zum ersten Mal in der Geschichte unseres Offenbarungsseminars müssen wir nicht klären, was das bedeutet. Wir wissen es schon. Das ist das Schöne. Je tiefer man in die Offenbarung reingeht und je mehr man herausfindet, desto mehr erklärt sie sich dann selbst. Wenn man jetzt Vers 4 alleine studieren würde, müssten wir durch die ganze Bibel gehen, um herauszufinden, was das bedeutet. Und dann würden wir am Ende auch darauf kommen, so wissen wir es schon, weil wir Vers 3 studiert haben, es sind das Alte und das Neue Testament. Aber weil wir jetzt noch nicht nach Hause gehen wollen, wollen wir uns nicht die Frage stellen, was bedeuten die? Sondern wir wollen uns die Frage stellen, warum werden das Alte und das Neue Testament als Ölbäume bezeichnet und warum werden das Alte und das Neue Testament als Leuchter bezeichnet? Dazu müssen wir natürlich auch durch die ganze Bibel gehen. Weil das ist ja nicht das Allergewöhnlichste und die meisten von euch hätten wahrscheinlich auch bei Leuchter, mindestens bei Leuchter, nicht sofort an die Bibel gedacht, sondern an etwas anderes. Und wenn wir uns die Frage stellen, was hat es damit auf sich, dass die Bibel, das Alte und das Neue Testament, hier symbolisch als Ölbäume und als Leuchter dargestellt werden? In dem Fall gesagt, haben Ölbäume und Leuchter miteinander was zu tun? Was haben sie miteinander zu tun? Das Öl! Denn das Öl vom Ölbaum wird verwendet für die Leuchter. Wir hatten letztes Mal oder vorletztes Mal diese Frage über das Öl. Könnt ihr euch erinnern, das kaltgepresste Olivenöl? Kommen wir gleich nochmal drauf zu.
[38:54] Jetzt schauen wir uns mal ein bisschen erstmal an, wofür der Ölbaum steht. Also Ölbaum ist eigentlich der Baum der Oliven, hatten wir ja. Ölbaum. Schauen wir mal einige Beispiele an. Psalm 52 Vers 8. Ein bisschen mal suchen und forschen. Psalm 52 Vers 8. Es hätte Vers 10 sein sollen, seht ihr? Das ist das Problem, wenn man eine englische Bibel studiert. In dem Psalm sind die Verse immer anders als in der deutschen. Vers 10. Vers 10. Psalm 52. Vers 10. Psalm 52, 50 Vers 10. Was? Das ist wahrscheinlich Vers 8 dann. Vers 8 wahrscheinlich bei dir. Wahrscheinlich hast du die gleiche Verseinteilung wie im Englischen. Was für eine Übersetzung hast du? Welche Sprache? Weil die Deutschen, vor jedem Psalm gibt es so eine Einführung. Könnt ihr das lesen? Da steht dem Vorsänger, ein Maskil von David, als Doeg, der Doeg, der Edomiter kam und Saul anzeigte. Da steht kurz, was der Hintergrund ist. Wahrscheinlich ist das bei dir noch kein Vers, oder? Aber bei uns ist das schon Vers 1 und 2. Das ist nur die Einleitung bei dir. Im Englischen ist es auch nur die Einleitung, dann kommt Vers 1 und bei uns ist es dann Vers 1, Vers 3. Also wenn ihr mal aus dem Englischen jemanden übersetzt, der aus dem Psalm zitiert, dann wisst ihr, dass meistens es ein oder zwei Verse weiter ist. Das ist nur nebenbei. Lesen wir also Vers 10 oder Vers 8 im Serbischen. "Ich aber bin wie ein grüner Ölbaum im Haus Gottes. Ich vertraue auf die Gnade Gottes für immer und ewig." Also symbolisch gesehen befindet sich der Ölbaum wo? Im Hause Gottes oder im Tempel. Ganz kurz nur zu der Geschichte. Wie viele von euch kennt die Geschichte von Doeg dem Edomiter und David? Was war die Geschichte als David vor diesem Doeg spricht? Das war Schimei. Das war später, das ist in 2. Samuel. Aber die Geschichte hier ist aus 1. Samuel. Du meinst ja als Absalom ihn dann verfolgt hat. Das war dieser Schimei, der mit Stein nach ihm geworfen hat. Das war aber 2. Samuel 16 glaube ich. Das ist aber 1. Samuel. Wann ist es die Geschichte als David vor dem Saul weggelaufen ist? Kennt ihr die Geschichte? Ihr wisst, in 1. Samuel 17 ist David gegen Goliath. David wird hoch berühmt. Die Menschen laufen ihm nach. Und der Saul wird neidisch. David heiratet die Frau vom Saul. Und er flieht dann. Was habe ich gesagt? Die Tochter vom Saul. Und er flieht dann. Und in 1. Samuel 20 könnt ihr zu Hause nachlesen, ist die Geschichte, wie er dann zu den Priestern von Nob kommt. Ganz abgewetzt. Abgehetzt. Und er bittet um die Schaubrote. Aber er darf die Schaubrote essen. Und er bekommt auch das Schwert. Das zerbrochene Schwert vom Goliath. Und er macht einen Fehler. Er sagt nämlich dem Priester nicht, dass er auf der Flucht ist. Das kommt dem Priester teuer zu stehen. Ein Kapitel weiter. Weil der Saul alle Priester umbringen lässt. Weil er das Verrat des bezichtigt. Und der Grund, warum der Saul das mitbekommt, wo der David sich versteckt hat, liegt an diesem Doeg. Der Edomiter. Der sich dort befindet. Und der sieht, ah, der David kommt. Der David ist hier. Und der das dann weiterberichtet an Saul. Dass Saul ihn weiterverfolgen kann. Das heißt, dieser Doeg ist ein Verräter. Ein boshafter Verräter im Dienste Sauls. Der aber in der Nähe von David dort gewesen ist. Der ihn gesehen hat. Und dann still und heimlich ihn verraten hat. Das ist der Kontext. Und jetzt schaut mal, was er sagt. Der David in Vers 3. Wir lesen mal Vers 3. Im Serbischen auf Vers 1. "Was rühmst du dich des Bösen, du Tyrann? Ich spreche dir jetzt quasi einen Psalm rhetorisch gesprochen an diesen Doeg. Die Gnade Gottes ist den ganzen Tag da. Deine Zunge trachtet nach Schaden wie ein scharfes Schermesser, du Betrüger. Du ziehst das Böse dem Guten vor, redest lieber Lüge als Gerechtigkeit. Du liebst alle verderblichen Worte, du trügerische Zunge. Das ist immer die gleiche Idee. Du bist ein Lügner, du bist ein Betrüger, du bist ein Verräter. So wird auch Gott dich stürzen für immer. Du wirst sich als ein Schlüssel verstellen und dich ausrotten aus dem Land der Lebendigen. Das werden die Gerechten sehen und sich fürchten und sie werden über ihn lachen. Seht, dass es der Mann, der Gott nicht zu seiner Zuflucht machte, sondern sich auf seinen großen Reichtum verließ und es seiner Habgier mächtig wurde." Vers 10. "Ich aber, wer ist ich? David. Was bedeutet aber? Im Gegensatz zu. Da haben wir Doeg, der Verräter, der Lügner, der Böses im Sinn hat. Er beschreibt ihn und dann sagt er: Ich aber, David. Im Gegensatz dazu. Bin was? Ein grüner Ölbaum. Das heißt, der Ölbaum steht dann wofür? Wenn das das Gegensatz ist zu dem, was der Edom ist. Für den Doeg ist. Er steht für die Wahrheit. Nicht für die Lüge, nicht für die betrügerische Zunge. Für die Wahrheit und für die Treue und für die Gerechtigkeit. Macht das Sinn? Er beschreibt den Doeg ganz ausführlich. Du Verräter, der du Gerechtigkeit nicht liebst. Ich aber, im Gegensatz zu dir, bin wie ein Olivenbaum. Ein grüner Olivenbaum. Ich vertrete das nicht, was du machst. Das heißt, wenn die Bibel als Olivenbaum dargestellt wird, was können wir schlussfolgern? Die Bibel ist wahr und treu und gerecht. Also haben wir schon mal einen Punkt hier gesehen. Könnt ihr sehen, warum die Bibel Olivenbaum verwendet? Oder Ölbaum?
[45:10] Gut, gehen wir weiter. Schauen wir das nächste an. Und zwar in Jeremia 11, Vers 18. Ne, das lassen wir mal. Wir haben nicht die Zeit dazu. Gehen wir gleich zu Hosea 14, Vers 6. Hosea 14, Vers 7. Entschuldigung. Hosea 14, Vers 7. Hosea 14, Vers 7. Das heißt es: "Seine Schösslinge sollen sich ausbreiten. Es soll so schön werden wie ein wie ein Ölbaum. Und so gut man das kann, so gut man das kann, wie ein Ölbaum. Und so guten Geruch geben wie der Libanon." Wofür steht hier der Ölbaum? Was soll der Ölbaum ausdrücken? So? In dem Vers. Er sagt, er soll so schön sein wie der Ölbaum. Das heißt, der Ölbaum steht für was? Für Schönheit. Ganz einfach. Das ist, was der Text sagt. Der Ölbaum war ein Symbol für Schönheit. Hosea 14, Vers 7. Habt ihr das? Schön, wie ein Ölbaum. Das heißt, wenn die Israeliten, wenn die Hebräer an einen Ölbaum gedacht haben, haben sie nicht nur an Wahrheit und an Treue und an Gerechtigkeit gedacht, sie haben auch an Schönheit gedacht. Jetzt, warum würde die Bibel sich Ölbaum nennen, wenn der Ölbaum für Schönheit steht? Ist die Bibel schön? Ja, der Inhalt ist schön. Ja, das stimmt. Das ist sehr schön, ja. Das heißt, der Inhalt ist schön. Das, wovon sie spricht, ist sehr schön. Wie ist es mit der äußeren Form? Die Sprache ist auch schön, oder? Gut, da muss man natürlich zustehen, dass man, wenn man die Ursprachen könnte, dann noch ein bisschen mehr Erleuchtung hätte, als wir Deutschen. Habt ihr gewusst, dass 40% des gesamten Alten Testamentes in Poesie geschrieben sind? Das heißt, 2 von 5 Versen sind in Gedichtform geschrieben. Das ist ein halber Gedichtband, die Bibel eigentlich. Nicht nur die Psalmen, auch hier die Teile der Prophetie sind in Poesie geschrieben. Das heißt, es ist nicht einfach nur Informationen, die richtig sind, sondern sie sind oft sehr schön verpackt, mit vielen kleinen neckischen Ideen. Wer von euch kennt diese alphabetischen Psalmen? Habt ihr davon gehört? Psalm 119 zum Beispiel, wo immer 8 Verse mit einem Buchstaben anfangen? Das sind so Kleinigkeiten, die sind völlig unwichtig für unsere Erlösung. Aber da geht so viel verloren. Im Hebräischen, wenn ihr Psalm 119 lest, das ist nur ein Beispiel, es gibt viele andere Psalmen, die ersten 8 Verse fangen alle mit dem Aleph an, jeder Satz 8 Verse lang. Die nächsten 8 Verse fangen alle mit B an. Und dann kommt der dritte, das ist der Gimmel, nicht wie unser C, aber wie unser G vielleicht. Und das geht durch alle 22 Verse des Hebräischen Alphabets. Und wenn ihr 22 mal 8 habt, dann wisst ihr auch, warum der Psalm 119 so lang ist, nämlich 176 Verse, 22 mal 8. Denn die Aussage von Psalm 119 hätte man weitaus kürzer machen können. Wenn ihr mal Psalm 119 gelesen habt, wisst ihr, das wiederholt sich ganz oft. Das Gesetz ist gut, das Gesetz ist toll, ich liebe das Gesetz, ich möchte das Gesetz halten. Aber man fragt sich, das hätte man auch in 100 Versen oder in 76, warum in 176 zusammen? Der Grund ist ganz einfach, dass durch das gesamte Alphabet hatte den Vorteil, wenn Kinder das Alphabet gelernt haben, haben die gleichzeitig den Psalm 119 gelernt. Und Psalm 119 ist einer der großartigsten Verse, der Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz ist. Quasi wie ein Schulkind konnte man diesen Vers auswendig lernen. Wir würden das heute wahrscheinlich nicht schaffen, oder? Wenn man etwas wiederholt, da geht ja immer noch drin. Und darum, wenn man Jesus guckt, manchmal wiederholt, und da ist ja das Gesetz sehr wichtig, den ich liebe. Und das hat er so vielmals eingedeutet. Obwohl das nicht der wichtigste Aspekt ist von der Bibel, wo man sich da auch nicht 1000 Jahre mit beschäftigen muss, halten wir fest, die Bibel ist auch von ihrer Sprache, von ihrer Struktur, wie sie gebaut ist, unglaublich schön. Wenn man sich mal ein bisschen hineinvertieft, im ersten Buch Mose, wie die aufgeschrieben sind, was alles gesagt wird, was weggelassen wird, das ist einfach unglaublich toll gemacht. Deswegen gibt es viele Leute, die einfach die Bibel lesen, weil sie so ein literarisches Meisterwerk ist. Dummerweise beten sie nicht um den Heiligen Geist und glauben nicht, was sie da lesen. Das würde ihnen mehr helfen. Aber die Bibel ist nicht nur wahr und gerecht, sie ist auch schön. Und das ist auch das Zeichen Gottes in der Natur. Gott zeigt uns, dass er nicht einfach nur richtig ist. Gott hätte auch die Bibel schreiben können, als ein Regelbuch mit Paragraphen. 789 Paragraphen. Das sollst du tun, das darfst du tun. Oder den ganzen Erlösungsplan als Gebrauchsanweisung, 85 Schritte aufschreiben können. Nur Gebrauchsanweisungen sind nicht besonders poetisch. Nicht besonders schön. Und so gibt es eine unglaubliche Vielfalt. So wie ihr raus schaut, und ihr seht verschiedene Bäume, verschiedene Tiere, verschiedene Vögel, ihr seht auch verschiedene Bücher. Der eine beschreibt es als Prophet Jesaja, mit großen Bildern. Der nächste, Erste Mose, beschreibt das so mit interessanten Geschichten aus dem Familienleben von alten Patriarchen. Der nächste schreibt Lieder, David. Der nächste beschreibt das mehr als spannende Geschichtserzählungen wie Erste Könige. Immer wieder der gleiche Gedanke wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet, damit für jeden was dabei ist. Stellt euch nur für eine Sekunde vor, die Bibel wäre geschrieben wie der Koran. Wo man einfach in einem Stil 170 Suchen durch hat, Kapitel, ohne Veränderung des Stils. Zack, zack, zack. Das macht so ein bisschen dann... Aber die Bibel möchte, da gibt es Liebeslieder, da gibt es auch sehr traurige Passagen. Habt ihr das Klagelied gelesen? Da kann man wirklich depressiv werden. Es ist für alle Lebensbereiche von unterschiedlichsten Perspektiven einfach um zu zeigen, dass Gott das ganze Spektrum der menschlichen Emotionen, das ganze Spektrum der Schönheit der Sprache abgedeckt hat. Es gibt Sachen, die sind unglaublich klar auf den Punkten. Es gibt Sachen, die sind unglaublich abstrakt. Die Bibel hat für alles was dabei. Das Tollste an der Sache ist, obwohl sie so literarisch komplex ist, ist sie doch völlig einzig. Und ganz kurz noch, diese literarische Komplexität geht ja nicht nur einfach, dass man sagt, okay, die Geschichte hier, das ist so und so aufgebaut, sondern es geht ja so, dass ganze Bücher zueinander passen. Ihr wisst vielleicht, dass die ersten fünf Bücher Mose so einen riesigen Berg bilden, wo das Erste und das Fünfte, das Zweite und das Vierte sich entsprechen, das Dritte in den Kapiteln auch, und bis auf ein Zentrum hochgehen. Dritte Mose 16, der große Versöhnungstag. Ihr könnt die ganzen Mose-Bücher durchlesen und immer Parallele, Parallele. Jemand, der es auswendig kannte wie die Pharisäer, hätten sie es wirklich begriffen, hätten sie gesehen, wie die ganze Thora geht auf diesen einen Punkt. Das andere ist zum Beispiel die Psalmen. Habt ihr gewusst, dass die Psalmen fünf Bücher haben eigentlich? Habt ihr gewusst, dass die Psalmen fünf Bücher sind? Wenn ihr die Psalmen durchleset, werdet ihr feststellen, es gibt das erste Buch der Psalmen, dann kommt irgendwann das zweite. Die ganzen 150 Psalmen sind so, erstes Buch, zweites Buch, drittes Buch, vierte Buch, sie sind zusammengefasst als ein Buch. Aber eigentlich sind es fünf Bücher. Jetzt ratet mal, warum es fünf Bücher der Psalmen gibt. Weil es auch fünf Bücher Mose gibt. Die fünf Bücher Mose sind das, was Gott der Gemeinde sagt, und die fünf Bücher Psalmen sind das, was die Gemeinde als Antwort darauf sagt. Und ihr habt ganz viele Parallelen. Wenn ihr mal wirklich was Spannendes machen wollt, sucht euch den Psalm raus und überlegt mal, zu welcher Stelle in den Büchern Mose das passt. Da gibt es Psalmen zum Versöhnungstag, da gibt es Psalmen zur Schöpfung, da gibt es Psalmen zum Fall des Menschen, da gibt es Psalmen zur Erlösung. Zu allem Möglichen. Oder jetzt auch Psalmen zu anderen Geschichten. Das macht dann nochmal ganz viel her. Übrigens, nebenbei gesagt, wir wissen ja, wie viele Bücher gibt es in der Bibel? Wie viele Bücher gibt es in der Bibel? 66. Wenn ihr jetzt aber die Psalmen nicht als ein Buch zählt, sondern als fünf, dann kommen noch vier dazu, dann sind es wie viel? Interessant, oder? Gut, lassen wir das. Also da könnte man wirklich ein Leben lang studieren, einfach nur an der Schönheit der Bibel, an der Oberfläche. Ich meine, das Wichtigste war, dass die Bibel uns einspricht. Absolut. Soll ich das wieder erleben? Soll ich es David erleben? Soll ich es den anderen erleben? So wie jede Mama, ich lese jeden Tag einen Psalm. Wie er ihn zurückziehend zu mir spricht. Und das ist das Wichtigste. Absolut. Dass so das Heilige Geist auf unsere Gewissen, auf unsere Denken, auf unsere Wanderungen die Wahrheit ist. Ganz genau, da kommen wir jetzt auch, die nächste halbe Stunde ist reserviert für diesen Punkt. Aber wir wollen das also nicht ganz ausklammern, dass es da auch Schönheit gibt. Und wo man ein Leben lang immer wieder erstaunt sein kann, immer wieder, was da für Schätze sind. Und je mehr ihr in der Bibel lest, desto mehr werdet ihr diese Schätze auch finden. Und es gibt nichts Schönes. Jemand hat einmal gesagt, wir können jeden Tag ein Fest voller guten Dinge haben. Gemeint ist das Bibelstudium am frühen Morgen. Sie hat gesagt, wir können jeden Tag ein Fest voller guten Dinge haben. Ich habe mir das aufgeschrieben, über meinen Schreibtisch geschrieben. So, kleine Karte. Ich freue mich jeden Morgen, wenn ich wieder das Fest guter Dinge gehabt habe. Wenn ich wieder neue Dinge herausgefunden habe. Ich habe nicht gewusst, dass das in der Bibel steht. Oder dass das so schön beschrieben ist. Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen Punkt.
[56:08] Ölbäume und Leuchter kommen an einer Stelle in der Bibel vor, die so offensichtlich die Vorlage ist für Offenbarung 11 Vers 4, dass wir jetzt den Rest der Zeit damit verbringen wollen. Es gibt eine Stelle im Alten Testament, wo Ölbäume und Leuchter vorkommen, die quasi die Grundlage ist für Offenbarung 11 Vers 4. Sacharja 4. Das ist genau die richtige Antwort. Das gibt 100 Punkte. Lasst uns mal gemeinsam Sacharja 4 aufschlagen. Gott sei gelobt für Querverweise, nicht, oder? Sacharja 4. Übrigens, ganz kurz. Wir haben ja schon in den letzten Wochen immer mal wieder in Sacharja geschnuppert. Wer von euch weiß noch, worum es ganz grob gesagt in Sacharja 2 ging? Sacharja 2. Sacharja 4. So ganz grob gesehen. Wer weiß noch, worum es in Sacharja 2 ging? Es ging um die Messschnur. Das heißt, wir hatten in Sacharja 2 hatten wir die Messschnur und den Ruf raus aus Babylon. Könnt ihr euch erinnern? Worum ging es in Sacharja 3? Das haben wir auch schon behandelt. Das ist der Hohepriester und da steht der Josua und er steht vor dem Hohen Priester und er wird was? Gerichtet. Da geht es um das Gericht. Das himmlische Gericht, wo dem Josua das neue Kleid gegeben wird. Und jetzt kommen wir zu Sacharja 4. Wissen wir nicht, worum es geht. Lesen wir ganz kurz nur die ersten beiden Verse. Dann kommen wir nochmal darauf zurück. Schaut mal. Vers 1-3. "Da kam der Engel wieder, der mit mir zu reden pflegte, und weckte mich auf wie einen, der aus seinem Schlaf geweckt wird. Und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe und siehe, ein Leuchter, seid ihr alle da? Ein Leuchter, ganz aus Gold und sein Ölgefäß obenauf. Darauf und seine sieben Lampen daran und sieben Gießrohren zu den sieben Lampen, die oben offen sind. Und zwei Ölbäume, dabei einer zur rechten des Ölgefäßes, der andere zur linken." Das heißt, hier geht es um Leuchter und um Ölbäume. Sacharja 2 geht um eine Messschnur, raus aus Babylon. Sacharja 3 geht um ein Gericht und Sacharja 4 geht um Leuchter und Ölbäume. Woran erinnert euch das? An Offenbarung? 11, genau. In Offenbarung 11, Vers 1 hatten wir die Messschnur. Wir hatten schon nebenbei gesagt, in Offenbarung 10, Vers 11, den Ruf raus aus Babylon. Ein Ruf an alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen. Die drei Engelsbotschaften, den Ruf raus. Dann die Messschnur, die bedeutet, dass jetzt das himmlische Untersuchungsgericht, das haben wir dann in Vers 1 und 2 gehabt, das himmlische Untersuchungsgericht. Und dann kommt in Vers 3, kommt die Bibel, die dargestellt wird in Vers 4 als Leuchter und Ölbäume. Könnt ihr sehen, wie Offenbarung 11 sozusagen die Bilder sogar in der richtigen Reihenfolge sich nimmt aus Sacharja. Könnt ihr das sehen? In Offenbarung 11, Vers 1 kommt das Messschnur vor, es kommt das Gericht vor und so weiter haben wir alles behandelt. Jetzt wollen wir uns mal ein bisschen Gedanken machen über diesen Abschnitt. Sacharja 4. Fangen wir mal an. Wer ist hier die Hauptperson? In diesem Kapitel. Nach diesen drei Versen, die wir gelesen haben. Da kommt wer? Wer kommt dort? Da kommt ein Engel. Zu wem kommt er? Zu Sacharja. Und er weckt ihn. Woraus weckt ihn auf? Aus einem Schlaf. Okay. Und dann stellt ihn eine Frage. Was siehst du? Also wollen wir mal sehen, was er sieht. Was sieht er? Er sieht einen Leuchter. Ich hoffe, ich kann das jetzt... Dann haben wir hier die sieben Leuchter. Okay. Was haben wir noch? So eine Schale hier. So eine Schale. Oben da drauf. So eine Schale. Und was haben wir noch? Das ist aus Gold. Sieben Lampen dran. Sieben Lampen. Okay. Sieben Gießröhren zu den Lampen. Schnauzen meint Gießröhre. Also Rohre. Also so Rohre von hier zu den Lampen. Das sind so Rohre, die etwas hier hin tun. Ich habe nie behauptet, dass ich gut zeichnen kann. Das sind also diese Rohre oder Schnauzen. Das ist so ein Gefäß. Und von da geht es sozusagen herab. Es fließt nach unten. Und was steht daneben? Fest 3. Ölbäume. Ich weiß nicht genau, wie so ein Ölbaum aussieht. Aber wahrscheinlich wird er einen Stamm haben. Und hier auch noch einen. Weiß jemand von euch, wie ein Ölbaum aussieht? Kleiner sind sie. Also das sind jetzt sehr symbolische Ölbäume. Und was haben wir? Okay, bis dahin erstmal. Also wir sehen diesen Leuchter. Wir sehen diese Schüssel. Oder dieses Ölgefäß. Und dann haben wir die Lampen und diese Schnauzen und diese Gießröhren zu dem Leuchter. Okay, jetzt gehen wir weiter. Und ich ergriff das Wort. Und sprach zu dem Engel, der mit mir redete, eine sehr verständliche Frage, die wir auch haben. Was sind diese? Man möchte wissen, was das bedeutet. Aber statt einer Antwort bekommt er jetzt eine andere Frage. Da antwortet der Engel, der mit mir redet und sprach zu mir: Weißt du nicht, was diese bedeuten? Stell dir vor, ihr seht einen Traum und ihr seid völlig perplex. Was soll das bedeuten? Ich kann mir keinen Reim darauf machen. Und ihr sagt, ein Engel kann mir das bestimmt erklären. Der Daniel hat auch vom Engel die Antworten bekommen. Erklär mir, was bedeutet das? Und dann hat das Engel gesagt, das bedeutet das, das bedeutet das. Dann sagt er, weißt du das nicht? Was kommt dann mit rüber, wenn er sagt, weißt du das nicht? Der Engel ist unverständlich. Warum ist der Engel unverständlich? Warum sagt er, ich verstehe das nicht, dass du es nicht verstehst? Er sagt, es ist doch selbstverständlich, dass du es wissen musst. Habt ihr euch schon mal gefühlt, dass ihr in der Gemeinde saß beim Bibellesen und gesagt habt, das müsste ich jetzt wahrscheinlich sagen, weil man hörte diese Engelstimme. Weißt du nicht, was das ist? Kann man sich gut reinversetzen, oder? Übrigens, in welchem Zustand war der Sacharja gewesen? Aus dem Schlaf. Bei wem klingelt es schon? Schlaf. Öl. Zehn. Die zehn Jungfrauen, die schlafen auch, werden auch geweckt. Da geht es auch ums Öl. Und offensichtlich bedeutet dieser Schlaf, dass man eigentlich etwas, was selbstverständlich ist, nicht wirklich begriffen hat. Also Sacharja 4 kann es wahrscheinlich einiges lernen. Die zehn Jungfrauen betreffen uns, oder? Was brauchen die zehn Jungfrauen? Extraöl. Ganz genau.
[1:05:07] Gehen wir weiter. Und wir wollen ja wissen, wo kommt das Extraöl her? Denn offensichtlich gibt es hier einen Ölbaum, es gibt ein Ölgefäß, es gibt Gießröhren, wo das Öl hindurchkommt, auf den Leuchter, wo das Öl dann zum Brennen gebracht wird. Das ist ziemlich detailliert, nicht wahr? Okay. Dann sagt er, ist ja ganz ehrlich, und das sollten wir immer tun, wenn wir etwas nicht wissen. Wir sollten nicht sagen, ja, ich weiß es schon, weil er hätte keine Antwort bekommen. Ich weiß es nicht. Nein, mein Herr. Das ist das Wort des Herrn an Zerubbabel. Zerubbabel war der Stadthalter, derjenige, der verantwortlich war für den Aufbau des Tempels, nicht wahr? Und für die Aufbauarbeiten dort in Jerusalem. "Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist." Ganz bekannter Vers, nicht wahr? Wir zitieren den meisten aus dem Kontext. Wir kennen nur diesen Vers und nicht, was drum herum steht. Aber die Bibel sagt, dass das zu tun hat mit dem Öl. Das ist eine der Hauptideen, warum wir sagen, das Öl steht für den Heiligen Geist. Jetzt schauen wir weiter. "Wer bist du, großer Berg? Vor Zerubbabel sollst du zur Ebene werden. Und er wird den Schlussstein hervorbringen, unter lautem Zuruf: Gnade, Gnade mit ihm." Das heißt, er wird das Werk vollenden. Wir haben das Bild von einem Menschen, der etwas aufbauen will. Er baut an den Mauern, er baut an dem, er baut an jenem. Und die Frage ist, wird er es vollenden können? Und die Prophezeiung sagt, nicht durch Macht, nicht durch Herr, nicht durch Stärke, sondern durch den Geist wird er das Werk vollenden können. Das ist deswegen so wichtig, weil in Matthäus 25 geht es auch um die letzte Generation. Diejenigen, die das Werk vollenden sollen, die brauchen auch das Öl. Nicht einfach nur, damit sie sehen können, sondern damit sie das Werk vollenden können, den Schlussstein auf das Gebäude setzen können. Damit das Werk zu Ende ist, das sie bauen sollen. Jetzt gehen wir weiter. Vers 8. "Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Die Hände Serubabels haben dieses Haus gegründet. Seine Hände sollen es auch vollenden. Und du wirst erkennen, dass mich der Herr, der Herrscher, zu euch gesandt hat." Und das ist ein schöner Vers. Merkt euch den Vers. Vers 10. Das ist ein ganz toller Vers. Denn wer ist's, der den Tag geringer Anfänge verachtet? Dieser Vers kann einem viel helfen im Leben. Der bedeutet nämlich, dass Gott kein Problem damit hat, wenn Dinge ganz klein anfangen. In Wirklichkeit werdet ihr feststellen, dass Gott immer klein angefangen hat. Er hat nicht eine Milliarde Menschen geschaffen, sondern zwei. Er hat nicht einfach ein großes Volk berufen, sondern hat eine Person berufen, Abraham. Und die hat sich vermehrt. Er hat nicht 30.000 Jünger gemacht, sondern zwölf. Er hat in der Adventbewegung nicht eine komplette Weltkirche bekehrt, sondern einige wenige. Gottes Dinge fangen immer kleiner. Ihr kennt das Bild von dem Senfkorn, das wachsen muss. Das heißt, wir sollten uns niemals schämen, wenn das, was wir tun für Gott, sehr klein beginnt. Oft haben wir das Gefühl, ich kann erst für Gott etwas tun, wenn ich das, das, das, das gemacht habe. Wenn ich so viel vorbereitet habe und dann mit entsprechendem Auftreten wirklich etwas machen kann. Wenn ich da wirklich gleich ganz viel Aufmerksamkeit auf mich ziehen kann. Ganz genau. Aber diesen Fehler machen sehr viele. Sie glauben, sie können erst dann in der Mission wirken, wenn sie alle Ressourcen zusammen haben, wenn alles gesetzt ist, wenn alles organisiert ist und dann sozusagen mit großem Karacho, mit großem Marschbefehl los. Nur das passiert nie, weil zu diesem Punkt wird es nie kommen. Das einzige Punkt, die einzige Methode, die es gibt, ist immer klein anzufangen. Mit dem bisschen, was wir haben, klein anfangen und dann wachsen lassen. Wir sollten niemals den Tag geringer verachten. Kleine praktische Lektion hier.
[1:09:09] Gehen wir weiter. Denn jetzt im nächsten Satz, immer noch in Vers 10, kommt plötzlich die Antwort. "Denn wer ist's, der den Tag geringer Anfänge verachtet? Und jene sieben werden mit Freuden das Senkblei in der Hand sehen, die Augen des Herrn, sie sind's, welche die ganze Erde durchstreifen." Das heißt, jene sieben. Was ist hier sieben? Welche sieben? Die sieben Leuchter stehen wofür? Für die? Sie stehen in der Offenbarung für die Gemeinden, aber hier stehen sie für? Für die? Für die Augen des Herrn. Das heißt ja, diese sieben werden sehen. Und was in dem Vers ist als gegebenes Lied? Die Augen, nicht wahr? Das stimmt, in Offenbarung 1, Vers 20 steht der siebenarmige Leuchter für die Gemeinden. Aber ihr wisst, ein Symbol kann in der Bibel auch verschiedene Bedeutungen haben. In 1. Petrus 5, Vers 8 ist der Löwe ein Symbol für Satan. In Offenbarung 5 ist er ein Symbol für Jesus. Nur weil ein Löwe ein Löwe ist, ist er nicht immer das gleiche. Genauso auch gibt es differenzierte Anwendungen für den siebenarmigen Leuchter. Halten wir fest, er steht für die sieben Augen Gottes. Jetzt werdet ihr euch fragen, ich hab noch nie was von den sieben Augen Gottes gehört. Was sind die sieben Augen Gottes? Es wird noch etwas genannt über die sieben Augen Gottes. Was wird gesagt? Welche? Die alle Lande durchziehen, welche auf der ganzen Erde umherziehen. Die sieben Augen Gottes. Wer von euch hat schon mal eine Predigt gehört über die sieben Augen Gottes? Sieben Augen Gottes?
[1:10:39] Wo kommen in der Bibel noch sieben Augen Gottes vor? Die sieben Augen Gottes. In der Offenbarung, ganz genau. Schlagt mal auf, Offenbarung 5. Es ist so typisch Bibel, man hat ein Symbol, das man nicht versteht und dann kommt die Erklärung mit dem anderen Symbol, das man auch nicht versteht. Und dadurch wird man angeregt, immer weiter zu forschen.
[1:11:01] Offenbarung 5, Vers 6. Und jetzt, glaube ich, gehen euch die Lichter auf. Offenbarung 5, Vers 6. Dort heißt es: "Und ich sah und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet." Das steht für Jesus, ohne Frage. Es hatte sieben Hörner und sieben Augen. Welche was sind? Die sieben Geister Gottes sind die ausgesandten über die ganze Erde. Das heißt, die sieben Augen, die ausgesandten über die ganze Erde, sind in Wirklichkeit die sieben Geister Gottes. Jetzt, wie nennt man die sieben Geister Gottes? Der Heilige Geist, nicht wahr? Denn Zahl sieben hat zu tun mit der Vollkommenheit, mit der Heiligkeit. Ihr wisst, Jesus war getauft worden mit dem Geist der Weisheit, mit dem Geist der Erkenntnis, mit dem Geist der Furcht und so weiter. Die sieben Geister. Könnt ihr nachlesen? Jesaja 11, Vers 1.
[1:11:53] Das heißt, diese sieben Leuchter stehen wofür? Für den Heiligen Geist. Sieben Leuchter, Heiliger Geist. Jetzt kann man sich schon eine Frage stellen. Wir denken doch immer, dass – und es stimmt ja auch in vielen Fällen – dass das Öl der Heilige Geist ist. Aber wenn der siebenarmige Leuchter der Heilige Geist ist, wie kann denn das? Müssen wir doch drüber nachdenken, was das Öl ist. Muss irgendwo mit dem Heiligen Geist zu tun haben. Aber wenn explizit der siebenarmige Leuchter in diesem Bild der Heilige Geist ist, dann müsste es für das Öl, das ja da raufgegossen wird, noch eine zusätzliche, eine distanzierte Bedeutung geben. Gucken wir weiter. Lesen wir weiter.
[1:12:49] Gehen wir zurück zu Sacharja 4. Sacharja 4. Und ich bin auch gleich da. Sacharja 4 und dort ab Vers 11. "Und ich ergriff das Wort und sprach zu ihm: Was sind das für zwei Ölbäume zur Rechten und zur Linken des Leuchters? Und ich ergriff wiederum das Wort und sprach zu ihm: Was bedeuten die beiden Ölbaumzweige zur Seite der beiden goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl fließt?" Das heißt, wir haben noch etwas in unserem Bild, was wir gesehen haben. Es gibt also noch von den Bäumen was, noch mal zwei Röhren. Nicht die sieben Röhren, sondern die zwei Röhren. Das ist jetzt schon ein ziemlich komplexes Röhrensystem.
[1:13:59] Das heißt, wir haben zwei Ölbäume. Von den zwei Ölbäumen fließt das Öl in das Gefäß und von dort fließt es auf den siebenarmigen Leuchtern. Könnt ihr es sehen? Sehr geordnet. Und wir müssen uns natürlich fragen, was bedeutet das? Er stellt zweimal die Frage: Was bedeuten diese Ölbäume, diese Zweige hier an diesen Röhren? Schauen wir mal, was jetzt die Antwort ist. Er sprach zu mir: "Was fragte?" Vers 13. "Weißt du nicht, was diese bedeuten?" Ich glaube, der Sacharja hat es nicht gut gefühlt, oder? "Ich antwortete: Nein, mein Herr." Da sprach er: "Das sind die beiden Söhne des Öls." Wie steht es in eurer Übersetzung? Die Gesalbten. Und jetzt, was steht weiter? "Die vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen." Wo haben wir das schon mal gelesen? Die vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen.
[1:15:09] In welchem Vers? Viel einfacher. Wo haben wir gerade schon mal gelesen, dass zwei, auf dem 11, Vers 4. Es ist genau unser Vers. Das sind die beiden Ölbäume, die vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen. Das sind die beiden Ölbäume, die vor dem Herrn der Erde stehen. Hier werden sie anders genannt: die Gesalbten, die Söhne des Öls. Das sind die beiden. Diese beiden Ölbäume, direkt aus der Offenbarung, sind die hier. Und wofür stehen die beiden Ölbäume? Die stehen für das Alte und das Neue Testament. Das Alte und das Neue Testament.
[1:15:53] Jetzt halten wir fest, was wir wissen. Wir wissen, es gibt das Alte und das Neue Testament. Aus diesem Alten und dem Neuen Testament kommt das Öl heraus. Dieses Gefäß. Und von dem Gefäß geht es weitergeleitet auf diesen siebenarmigen Leuchter, der für den Heiligen Geist steht. Und was muss mit diesem Öl passieren? Es muss brennen. Dadurch wird es zum Licht. Das Ganze ist noch eine Anspielung an Matthäus 25, in dem er sagt, es kommt das Öl her. Das Öl für die Lampen kommt woher? Es kommt aus dem Alten und aus dem Neuen Testament. Aber offensichtlich geht es hier um etwas, was wir eigentlich wissen müssten, aber nicht wirklich verstehen. Denn ihr wisst ja, ein Prophet in einer Vision steht immer für das Volk Gottes. Seine Aktion, seine Worte sind ein Symbol für das ganze Volk. Gott fragt zweimal sein Volk, was er will. Aber offensichtlich wäre es selbstverständlich, dass wir es wüssten.
[1:17:01] Als Daniel seine Prophezeiung bekommt, sagt Gott nicht: "Weißt du nicht, was der Wetter ist?" Er erklärt es ihm einfach ganz normal. Worüber soll das Daniel wissen? Aber hier ist es so, dass er sagt: "Das müsstest du eigentlich wissen." Also, wir haben das Alte Testament und das Neue Testament. Und da kommt etwas aus der Bibel heraus. Das, worauf es ankommt. Diese Extraportionen, die auch die zehn Jungfrauen brauchen. Das zusammen mit dem Heiligen Geist. Wenn der Heilige Geist nicht da wäre, wo würde das Öl hinfließen? Wenn hier kein Leuchter wäre, wo würde das Öl hinfließen? Auf die Erde. Und könnte es da brennen? Nein. Das heißt, das Öl kann nur brennen, wenn es da einen siebenarmigen Leuchter gibt. Das heißt, ohne Heiligen Geist ist das, was wir suchen, wertlos. Aber wir suchen etwas, was aus der Bibel herauskommt. Das ist das Wort Gottes. Das Öl. Das, um das es eigentlich wirklich geht.
[1:18:23] Wir haben schon die Parallele gesehen zu Matthäus 25. Das wird uns helfen, das zu verstehen. Was es ist. Wir sind uns ganz sicher, wir müssten wissen, was das Öl ist. Denn offensichtlich brauchen wir das Öl. Und eigentlich denken wir, wenn es nicht das Wort Gottes ist und nicht der Heilige Geist. Das ist eine interessante Idee. Könnte sein.
[1:18:59] Das ist eine interessante Beobachtung. Die habe ich auch nachgedacht. Offensichtlich ist Sacharja 4 eine Endzeitprophezeiung. Denn Sacharja 4 prophezeit schon voraus, dass es da ein neues Testament gibt. Selbst das alte Testament war nicht mehr vollständig. Das Buch Maleachi hat es noch gar nicht gegeben. Das heißt, in einem gewissen begrenzten Sinne spricht Sacharja 4 von der Zeit von Sacharja. Aber im eigentlichen Sinne spricht Sacharja 4 von unserer Zeit. Genauso wie auch Sacharja 3 im begrenzten Sinne von der Zeit von Josua spricht, aber eigentlich von der Zeit des Untersuchungsgerichts. Diese ganzen kleinen Propheten sprechen ein bisschen, so ein kleiner Prophet spricht von seiner Zeit und von der Endzeit gleichzeitig. So wie Matthäus 24, wo Jesus von seiner Zeit spricht, die Zerstörung von Jerusalem, und gleichzeitig vom Ende der Welt. Das ist die Methode immer: Von seiner Zeit im kleinen, Ende der Welt im großen, globalen. So ist es hier bei Sacharja 4 auch. Das ist eine sehr gute Beobachtung.
[1:20:01] Jetzt schaut mal Matthäus 25. Ihr kennt das Gleichnis, oder? Die Jungfrauen. Genau die. Die Thüringer und die Weißen. Wie viele schliefen von denen? Alle. Und sie mussten alle geweckt werden. Wodurch wurden sie übrigens geweckt? Durch den lauten Ruf. Durch den Schofarhorn, steht ja nicht explizit. Durch den Mitternachtsruf. Könnte man eine längere Studie machen, was der Mitternachtsruf ist. Aber einer der Hauptelemente des Mitternachtsrufs ist: "Siehe, der Bräutigam kommt. Geht ihm entgegen." Vers 7. "Da erwachten alle junge Frauen und machten ihre Lampen bereit. Die Thüringer aber sprachen zu dem Klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen." Aber die Klugen, Vers 9, antworteten und sprachen: "Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst." Selbst.
[1:21:07] Frage. Die Thüringer jungen Frauen wollen was haben? Öl. Sie sehen, die Klugen haben es. Die Klugen haben das extra Öl, die Thüringer haben es nicht. Sie wollen es haben. Warum geben die Klugen es den Thüringern nicht ab? Es ist etwas, was offensichtlich nicht übertragbar ist. Es ist nicht übertragbar. Wenn das Öl der Heilige Geist ist, wenn das Öl die Bibel wäre, man muss einfach die Bibel lesen, kann man die Bibel übertragen? Man kann sofort die Bibel in die Hand geben. Wenn das Öl der Heilige Geist ist, wäre das übertragbar? In einem gewissen Sinne doch. Wenn jemand den Heiligen Geist haben möchte, kann er ihn bekommen. Aber gibt es etwas, was nicht übertragbar ist? Was aus dem Wort Gottes hervorkommt?
[1:22:11] Könnt ihr euch an das zerpresste Olivenöl erinnern? Etwas, was herauskam, kam aus Jesus? Dieses "Nicht mein Wille, sondern dein Wille"? Wie nennt man das auf Deutsch? Das, was ihn ausgemacht hat? Sein Charakter. Es war sein Charakter. Denn am Ende der Zeit wird was entscheiden? Unser Charakter. Ob wir Jesus ähnlich geworden sind. Die Frucht des Geistes. Und Charakter kann nicht übertragen werden. Wenn ich da stehe und sage: "Jesus kommt wieder", und ich sehe, du bist geduldig. "Gib mir was von deiner Geduld ab." Kann ich nicht. Die jungen Frauen sind ja nicht geistig. Die sagen: "Für dich nicht." Die sagen: "Wir würden ja gerne, aber wir können nicht." Das geht nicht.
[1:23:11] Das ist eine gute Frage. Schauen wir mal in Vers 7 und 8. "Da wachten alle jene jungen Frauen und machten ihre Lampen bereit. Die Törichten aber sprachen zu dem Klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erloschen. Aber die Klugen antworteten und sprachen: Nein." Die jungen Frauen antworteten: Nein. Die jungen Frauen antworteten: Nein. Die jungen Frauen antworteten und sprachen: Nein. "Es würde nicht reichen für uns und für euch." Das heißt, wenn ich etwas abgebe, wenn ich die Bibel abgeben würde, reicht es für mich und für dich. Ich kann auch den Heiligen Geist abgeben, der reicht für dich und für mich. Wenn ich dir etwas von meinem Charakter abgeben würde, würde...
[1:24:05] ...dann kann man etwas, kann man Charakter tauschen? Eigentlich nicht. Aber denkt mal ein bisschen tiefer. Kann man Charakter tauschen oder nein? Tauschen. Wer gibt uns den Charakter? Jesus. Man kann in einer gewissen Art und Weise Charakter tauschen, indem man nämlich Jesu Charakter annimmt und meinen schlechten Charakter auf Jesus legt, der dafür gestorben ist. In diesem Sinne kann man schon Charakter tauschen. Das ist jetzt ein Bild. Ich mit meinem schlechten Charakter lege ihn auf Jesus. Jesus gibt mir seinen Charakter. Dafür muss Jesus aber den zweiten Tod stemmen, den ewigen Tod. Wenn ich das jetzt mit einem anderen machen würde, dann würde es für mich nicht reichen.
[1:24:59] Das Bild ist Charakter. Charakter macht nur Sinn, wenn er vollständig ist. Oder mit anderen Worten: Gott möchte, dass wir einen ausgereiften Charakter haben. Wenn ich etwas davon abgebe, dann reicht es für mich nicht. Wenn ich sozusagen weniger bin als das, was ich habe, weniger als das, was Gott mir geschenkt hat, dann reicht es für mich nicht. Gott hat mir so und so und so viel gegeben, so viel Gnade, und wenn ich mit weniger Gnade ankomme, weil ich abgegeben habe an Charakter, dann reicht es für mich nicht. Verstehst du, was ich meine? Ich würde den Maßstab nicht mehr erreichen. Du kommst durch den himmlischen Maßstab nur, wenn du den völligen Charakter, den Gott dir schenken möchte, einbringst.
[1:25:53] Wir können sprechen, aber wir können nicht den Heiligen Geist geben. Das muss er. Ja, aber man kann den Heiligen Geist geben. Apostel haben die Hände aufgelegt und haben den Heiligen Geist gegeben. Ja, natürlich. Das ist ja mit allen Sachen so. Das ist total klar, das ist mit allen Sachen so. Aber lass uns ganz kurz nochmal diese Frage, weil das ist sehr wichtig, nachgehen.
[1:26:17] In Hebräer 4. Hebräer 4. Es kommt ja aus dem Wort Gottes. Und ein anderer Weg, das zu zeigen, wäre zu sagen: Was bewirkt das Wort Gottes? Denn das, was aus dem Wort Gottes herauskommt, ist das Öl. Und wir haben es hier in Vers 12 steht dann: "Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein. Und es ist ein Richter der was? Der Gedanken und Gesinnung des Herzens." Das heißt, wenn ich mich mit dem Wort Gottes beschäftige, dann kommt etwas heraus. Nämlich, dass mein Gedanken und meine Gesinnung geschnitten werden. Beschnitten werden. Das ist sozusagen die Folge des Bibelstudiums. Wisst ihr, was ich meine? Und wenn meine Gedanken, meine Gesinnung verändert werden, verändert sich automatisch, denn mein Charakter ist nichts weiter als das, was ich denke und was ich aufgrund meines Denkens tue und was ich spreche und was ich sage. Mein Denken, mein Charakter, das kommt alles hier aus dem Herzen. Und das ist das, was die Bibel bewirkt.
[1:27:51] Und wenn der Heilige Geist in unser Leben kommt, denn wie nennt man den Charakter auch erst? Die Frucht des Geistes. Da wirken sie zusammen. Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freundlichkeit und so weiter. Dann wird es brennen, richtig? Dann gibt es ein Licht. Und was sagt Jesus über dieses Licht, das durch das Öl angezündet wird? "Ihr seid das Licht der Welt. Wenn die Menschen eure eure guten Werke sehen, werden sie ihren Vater..." Das ist Matthäus 5, Vers 16. Schaut mal nach, da könnt ihr das sehen. Matthäus 5, Vers 16. Genau. "So sollen euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."
[1:28:53] Schaut, die Bibel ist von wem inspiriert worden? Vom Heiligen Geist. Das heißt, hier drüber steht wieder der Heilige Geist, nicht wahr? Aber wenn ein Mensch jetzt die Bibel, wenn ein Mensch jetzt den Heiligen Geist empfängt und ein Licht wird, was wird er predigen? Er wird wieder die Bibel predigen. Das heißt, es ist so ein ewiger Kreislauf, ein ewiges Ineinandergreifen von Dingen. Das wird auch durch diese Röhren ausgedrückt. Gottes Gnade fließt durch seine Mittel, durch die Bibel und durch den Heiligen Geist in unser Leben hinein. Und das ist, was wir verstehen müssen.
[1:29:35] Dass es etwas gibt, dieses Öl, das ist jetzt so ein zertresster Olivenöl, erinnert euch an den Garten der Ölpresse. Was dort Jesus gesagt hat, das war sein Wesen, so wie er war. Das hat sich in der Krise offenbart. Und je mehr wir die Bibel studieren, in dem Sinne, wie sie studiert werden will, desto mehr werden wir in der Lage sein, auch ein Licht zu sein für die Menschen.
[1:30:13] Der entscheidende Punkt an der Sache ist: Weiß ich, wie das funktioniert? Denn der Sacharja wusste es nicht. Er wusste nicht, was das zu bedeuten hat. Er war ein guter Jude, ein guter Prophet, er wusste nicht, was das zu bedeuten hat. Er wusste nicht, wie man aus der Bibel die Vorbereitung bekommt, die es braucht für die Endzeit. Denn wir brauchen das Öl für die Endzeit. Und das Bild ist ganz deutlich: Es kommt aus dem Alten und aus dem Neuen Testament. Aus der Bibel. Die Frage ist die, die wir uns stellen müssen: Lesen wir die Bibel so, dass wir das Gefühl haben, dass Gott uns vorbereitet, oder lesen wir die Bibel, da wir das Gefühl haben, wir haben heute noch nicht unser Pensum geschafft? Oder lesen wir die Bibel mit der Intention, dass Gott uns dieses Öl schenken möchte, diese Vorbereitung für die Krise, dass da Genügen da ist. Das bedeutet, dass ich bereit bin, die Bibel direkt auf mich wirken zu lassen, direkt zu mir sprechen zu lassen, sie zu lesen, genau das, was da steht, um zu fragen: Was bedeutet das für mich? Was will Gott mir sagen? Was bedeutet das für mich? Was will Gott mir sagen?
[1:31:29] Und damit schließen wir heute. Könnt ihr euch vorstellen, warum die Bibel Ölbäume genannt werden, in dieser Zeit, während der 1062 Jahre? Wir werden nächstes Mal noch weitermachen, wir sind noch nicht ganz fertig mit dem Thema. Wir können nächstes Mal vielleicht noch ein paar mehr Fragen beantworten dazu, was vertiefen. Aber warum wurde die Bibel genannt, ein Ölbaum während der 1062 Jahre? Es war finster. Finster wie zu Mitternacht. Und in der Mitternacht braucht man Öl. Nicht nur in der Endzeit, auch in der Krise, im Mittelalter, hatte sie genau diese Funktionen gehabt. Das heißt, obwohl sie ein Sacktuch war, obwohl so wenig Menschen sie gehabt haben, wer sie gehabt hat, kam damit durch das Mittelalter hindurch. Und auch wenn er in der Höhle gelebt hat, als Waldenser irgendwo, aber er hatte die Bibel und wusste, ich meine, stellt euch das mal vor, ihr wisst, die nächsten 500 Jahre wird sich nichts ändern an dem Zustand. Was muss man da für Mut bekommen aus der Bibel? Was braucht man da an extra Trost aus der Bibel, oder? Wir haben die Hoffnung, dass es bald zu Ende ist, nicht mal, dass bald Jesus kommt. Aber wenn die die Bibel studiert haben und wussten, das dauert noch hunderte von Jahren, vielleicht tausend Jahre, aber die Bibel kann diesen Trost geben.
[1:32:47] Jesus möchte uns dieses Öl geben. Dieses reine, letzte Gedanke, was für eine Farbe hat es? Golden. Und wofür steht Golden? Für den Glauben. Und Glaube ist: Leben aus jedem Wort. Wenn ich dem glaube, was er sagt. Und das ist letztendlich, man kann sich überschreiten, ob man das jetzt Charakter nennt, ob man das die Gerechtigkeit Jesu nennt, ob man das seine Gnade nennt, denn Gottes Gnade führt dazu, dass mein Charakter verändert wird. Man kann nicht die Gnade Gottes haben und gleichzeitig keine Charakterveränderung erleben. Es geht alles zusammen, wenn man das zu sehr trennen will. Aber es geht darum, dass die Gnade Gottes, wenn ich daran glaube, und Gottes Wort beim Wort nehme. Nur dann. Und deswegen ist das Wort Gottes so unendlich wichtig.
[1:33:47] Es gibt Leute, die reden ihr ganzes christliches Leben über den Heiligen Geist. Wie der Heilige Geist sie führt, aber sie lesen nicht das Wort Gottes. Das sind Menschen, die den siebenarmigen Leuchter haben, aber die Röhren abgetrennt haben zu den Ölbäumen. Versteht ihr, was ich meine? Wir können beten, und wir können Missionen machen, aber wenn wir nicht jeden Tag neu ein bisschen Öl bekommen, jeden Tag neu, jeden Morgen, ein fest guter Ding, das beste Olivenöl aus Ostgriechenland, das beste Olivenöl, das es gibt, aus Gottes Wort, wertvoll, dann täuschen wir uns selbst. Und dann schlafen wir, wie die Jungfrauen.
[1:34:33] Also, wer von euch möchte sich vornehmen, diese beiden Zeugen zu seinen Ölbäumen zu machen? Einen rechts und einen links, morgens und abends. Dass sie zweimal Zeugnis geben dürfen, damit wir genügend Öl haben auf die Zeiten, die noch vor uns kommen. Ja, wollen wir das machen? Amen. Lasst uns auch zusammen beten.
[1:34:57] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein Wort. Wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass es uns vorbereiten möchte, dass es uns über euch nachdenken möchte. Jesus, dieses Öl, deine Gerechtigkeit, die du dort im Garten Gethsemane gezeigt hast, deinen Charakter, der auch unser Charakter werden darf und soll, bitten wir dich, dass du uns ihn schenkst, wenn wir dein Wort lesen. Dass wir nicht einfach nur Fakten lesen und Gedanken, sondern indem wir uns die Gedanken vor Augen malen, indem wir darüber nachdenken, dass du uns die Gedanken vor Augen schenkst. Jesus, ich bitte dich so sehr, dass du uns hilfst, das besser zu verstehen, dir nachzufolgen, wohin du auch gehst, und dass wir selbst, unabhängig von anderen Menschen, ein Gießrohr haben, ein Rohr haben, direkt zum Ölbaum oder zu den beiden Ölbäumen. Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du uns diese beiden Ölbäume in unsere Hände gegeben hast, damit wir sie lesen können und aus ihnen das Öl bekommen können. Vielen Dank!
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