In dieser Predigt wird der 16. Vers aus Offenbarung Kapitel 13 behandelt, der sich mit dem Mahlzeichen des Tieres befasst. Der Sprecher erklärt, dass die Formulierung „allen, den Kleinen und den Großen“ alle gesellschaftlichen Schichten umfasst. Es wird betont, dass die Bibel zwischen Wertgleichheit und Rollengleichheit unterscheidet und dass Gott alle Menschen gleichwertig sieht. Die Predigt beleuchtet die Bedeutung von Charakterentwicklung im Hinblick auf das Siegel Gottes und das Mahlzeichen des Tieres.
06.05.2014 Offenbarung 13:16
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für VersWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] So, hallo und herzlich Willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr noch da seid, gekommen seid, wieder dabei seid, live auf joelmedia.tv oder auf der Aufnahme und natürlich schön, dass ihr hier vor Ort seid, zu dem 16. Vers des Offenbarungs Kapitels 13.
[0:20] Bevor wir beginnen mit diesem äußerst wichtigen und spannenden Vers, wollen wir uns einmal niederknien zu einem Gebet. Ladet euch dazu ein, auch wenn ihr zu Hause zuschaut, das auch zu tun. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für all das, was du für uns tust. Wir danken dir für all die Segnungen, die du uns schenkst und dass wir jetzt wieder zu dir kommen können, aus deinem Wort lernen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du zu unserem Herzen sprichst, dass auch wenn es sich um ein prophetisches Endzeitthema handelt, dass du bei aller Dringlichkeit auch unsere Seele erreichst, dass wir erkennen, was du uns heute für den Alltag auch zu sagen hast und dass wir vorbereitet sind auf die Dinge, die auf uns zukommen, die schon sehr bald eintreten können. Denn die Zeichen der Zeit zeigen uns, dass wir in dieser Zeit leben, von der Offenbarung 13 spricht. So bitten wir dich um Ohren, die hören, was dein Geist der Gemeinde zu sagen hat, im Namen Jesu. Amen.
[1:16] Offenbarung 13, Vers 16. Wir hatten gesprochen, Offenbarung 13, Vers 14 und 15, über das Bild des Tieres. Könnt ihr euch erinnern? Und wir hatten gesagt, das Bild des Tieres ist was? Das Bild des Tieres beschreibt im Wesentlichen was? Das Tier aus Offenbarung 13, das erste Tier, beschreibt den Antichristen, aber das Bild des Tieres, genau, beschreibt den Protestantismus, der sich quasi rekatholisiert, wenn man so möchte, der sozusagen die Eigenschaften des ersten Tieres, die Eigenschaften des Vatikans sozusagen auf dem neuen Kontinent, auf der neuen Erde, in der neuen Welt darstellt und somit dem Tier ein Bild formt. Und darüber geht es jetzt weiter in Vers 16. Schauen wir mal in Vers 16. Nicht nur, dass es jetzt Anbetung fordert, das heißt, da werden Gesetze gemacht, die mit Anbetung zu tun haben, haben wir letztes Mal ja schon gesehen.
[2:28] In Vers 16 heißt es: "Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Mahlzeichen geben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn." Was ist wohl das Schlüsselwort hier in diesem Vers? Allen. Also ich denke, auf jeden Fall auch Mahlzeichen, denn alles dreht sich um das Mahlzeichen hier. Es wird geschrieben, wer es bekommt und wer es vergibt und wohin es gegeben wird. Also Vers 16 ist der Vers über das Mahlzeichen. Und das ist natürlich ein besonders heißes und spannendes Thema, das werden wir heute nicht alles schaffen, aber nächstes Mal dann noch weitermachen. Weil das sollten wir gut verstehen, denn das offensichtlich hier ist eines der entscheidenden Dinge.
[3:21] Bevor wir zum eigentlichen Mahlzeichen kommen, lasst uns kurz ein Studium über die erste Hälfte des Verses machen. Da heißt es nämlich: "allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten." Wenn man das beschreiben würde, was wird hier dargestellt? Wie könnte man das beschreiben, diese Formulierung? Das ist eine komplette Hierarchie, okay, ja. Hat jemand noch eine Idee? Es werden alle abgedeckt, ja. Und wie macht das der Schreiber? Die Wichtigen und die Unwichtigen. Die Wichtigen und die Unwichtigen, ja. Genau. Das sind Kontraste, seht ihr das? Kontraste: Klein und Groß, Reich und Arm, Frei und Knecht. Das ist so, wenn man beide Extreme abdeckt, dann ist das in der Mitte auch alles mit abgedeckt.
[4:11] Diese Formulierung "Kleine und Große", kommt die sonst noch wohl in der Offenbarung vor? Die Kleinen und die Großen. Schon mal gehört? Schon mal. Das sind so Formulierungen, die gehen so hier rein und da raus. Wir bleiben mal bei den Tieren und bei den Hörnern hängen, aber das sind so mehr so umschreibende Formulierungen, da achten wir nicht so drauf. Schauen wir mal ein paar Beispiele an. In Offenbarung 11, Vers 18. Offenbarung 11, Vers 18 spricht von der siebten Posaune. Das war das, was die Adventisten vor 1844 erwartet hatten. Und naja, gar nicht so falsch. Offenbarung 11, Vers 18, da heißt es: "Und die Heidenvölker sind zornig geworden. Und dein Zorn ist gekommen. Und die Zeit, dass die Toten gerichtet werden. Und dass du deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst. Und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten. Den Kleinen und den Großen." Also hier haben wir hier, ich schreibe einfach mal jetzt hier, Klein und Groß. Offenbarung 11, Vers 18.
[5:26] Jetzt, von wem spricht das hier, Klein und Groß? Welche Kategorie von Menschen sind das hier? Ist es dieselbe Kategorie von Menschen wie in Offenbarung 13, Vers 16? Nächstes Mal genau. "Und die Zeit ist gekommen, dass die Toten gerichtet werden. Und dass du deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst. Und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten. Den Kleinen und den Großen." Also es ist dieselbe Gruppe von Menschen wie in Offenbarung 13, Vers 16. Wenn Offenbarung 13, Vers 16 steht: "Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Mahlzeichen gegeben wird." Okay.
[6:14] Lesen wir Offenbarung 11. Also Offenbarung 13, Vers 16 sind Ungläubige. Ist das erstmal klar? Moment. Aber da steht doch, dass ja alle ein Mahlzeichen bekommen, ne? Ja. Ja? Manche werden ruhig geworfen. Manche werden nicht geworfen. Ah, ich weiß nicht.
[6:44] Lass uns einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Geht mal mit mir zur Offenbarung 15, Vers 2. Erst Offenbarung 14, Vers 9 und dann Offenbarung 15, Vers 2. Und dann gehen wir wieder zu unserem eigentlichen Thema zurück. Offenbarung 14, Vers 9. Offenbarung 14, Vers 9 beginnt was? Ein dritter Engelsbotschaft. "Ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme." Was ist das erste Wort? Das nächste Wort? Wenn. Was heißt wenn? Das ist eine Bedingung, eine Möglichkeit, eine Option. "Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahlzeichen auf seiner Stirn oder Hand annimmt."
[7:32] Was können wir aus diesem Vers lernen? Nicht, was passiert im nächsten Vers. Was können wir aus diesem Vers lernen? Es ist freiwillig. Könnt ihr das sehen? "Wenn jemand es annimmt." Es stimmt. In Offenbarung 13, 16 steht, es bewirkt, dass allen ein Zeichen gegeben wird. Aber Vers 14 macht deutlich, das ist nicht jeder Mensch auf der Welt, sondern es gibt Menschen. Jeder Mensch kann sich dafür oder dagegen entscheiden. Und Offenbarung 15, Vers 2 sagt: "Ansonsten muss es nicht sein." Und Offenbarung 15, Vers 2 sagt: "Ansonsten würden ja alle Menschen das Mahlzeichen des Tieres bekommen. Und dann würden nämlich alle verloren gehen, weil der nächste Vers sagt, dass alle, die das Mahlzeichen bekommen, werden verloren gehen." Vers 10: "So wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes und so weiter."
[8:18] Offenbarung 15, Vers 2. "Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer mit Feuer vermischt und die, welche als Überwinder hervorgegangen waren über das Tier und über sein Bild und über sein Mahlzeichen."
[8:38] Also, was lernen wir aus dem Vers? Gibt es Menschen, die das Mahlzeichen nicht angenommen haben? Ja, Johannes hat sie gesehen. Sie haben den Sieg über das Mahlzeichen. Also ja, Offenbarung 13, Vers 6 sagt den Großen und den Kleinen, allen wird es gegeben. Aber Offenbarung 14, Vers 9 sagt, jeder hat die freie Entscheidung. Und Offenbarung 15, Vers 2, er hat welche gesehen, die haben es nicht angenommen. Also heißt "alle" nicht im Sinne von jeder einzelne Mensch ohne Ausnahme, sondern alle gesellschaftlichen. Groß, klein. Das heißt, können wir uns einigen: Offenbarung 13, Vers 6 spricht von den Ungläubigen. Offenbarung 11, Vers 18 spricht von den Gläubigen. Es sind nämlich die, die Gottes Namen fürchten. Habt ihr das gesehen, Vers 11? Die seinen Namen fürchten. Offenbarung 11, Vers 18: "Den Kleinen und den Großen." Ein anderer Vers, wo das vorkommt.
[9:26] Offenbarung 19, Vers 5. Das heißt es: "Und eine Stimme kam aus dem Thron hervor, die sprach: Lobt unseren Gott, alle seine Knechte, und die ihr ihn fürchtet, sowohl die Kleinen als auch die Großen." Welche Gruppe ist das? Offenbarung 11, Vers 18, genau. Gottes Volk. Das heißt, was wir lernen können: Im Volk Gottes gibt es Kleine und Große. Egal, wie klein oder groß ich bin, ich kann im Volk Gottes sein.
[10:14] Jetzt gehen wir mal zu der anderen Seite. Wir haben schon Offenbarung 13, Vers 16. Bleiben wir in Offenbarung 19 und gehen zu Offenbarung 19, Vers 18. Offenbarung 19, Vers 18. Da geht es jetzt um diese interessante Szene, wo die Vögel zusammengerufen werden, um das Fleisch zu essen. Vers 18: "Um das Fleisch der Könige zu verzehren, das Fleisch der Starken und das Fleisch der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller, der Freien und der Knechte, sowohl der Kleinen als auch der Großen." Welche Gruppe ist das? Das sind die Ungläubigen. Das sind die Gleichen, sozusagen, von Offenbarung 13. Wir haben in einem Kapitel in Offenbarung 19 einmal Gottes Volk als die Großen und die Kleinen und wir haben auch hier die Ungläubigen als die Großen und die Kleinen. Das heißt, egal ob ich groß oder klein bin, ich kann mich gegen Gott entscheiden. Auf der Seite Satans werden bedeutende und unbedeutende Menschen sein, nach weltlichen Maßstäben.
[11:20] Jetzt schauen wir mal Offenbarung 20 an. Offenbarung 20, Vers 12. "Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen und es wurden Bücher geöffnet und ein anderes Buch wurde geöffnet, das Buch des Lebens und die Toten entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben steht, stand." Was können wir lernen über die Großen und Kleinen hier? Warum? Das ist eine gute Frage. Bei mir steht: "Die Toten, Große und Kleine stehen vor dem Tod und Bücher wurden aufgetan." Und dann geht es weiter: "Und die Toten wurden gerichtet..." Das sind die selben Toten, ne? Es gibt zwei Bücher, ja? Also, ihr braucht gar nicht so hochtheologisch denken. Der einfache Punkt ist: Egal ob klein oder groß, alle werden gerichtet. Ja?
[12:52] Ich möchte einen ganz praktischen Punkt hier machen. Egal ob klein oder groß, man kann zum Volk Gottes gehören. Egal ob klein oder groß, man kann auf der falschen Seite sein. Egal ob klein oder groß, alle werden gerichtet. Und noch ein Punkt in Apostelgeschichte, Apostelgeschichte 26. Aus der Offenbarung raus. Apostelgeschichte 26. Wer spricht in Apostelgeschichte 26? Wisst ihr das aus dem Kopf? Paulus ist ein guter Tipp. Ungefähr die Hälfte von Apostelgeschichte spricht von Paulus. Fast zwei Drittel oder so. Oh, das stimmt. Das Zeugnis von Paulus, wo er sein Zeugnis gibt. Sehr gut. Dort in Vers 22 sagt er: "Aber da mir Hilfe von Gott zuteil wurde, so stehe ich fest bis zu diesem Tag und lege Zeugnis ab vor Groß und Klein."
[14:04] Das heißt, was lernen wir hier über Klein und Große? Alle hören das Evangelium. Vier einfache Punkte, die aber eine ganz, ganz wichtige Schlussfolgerung haben. Im Volk Gottes gibt es Groß und Kleine. Auf der Seite Satans gibt es Groß und Kleine. Im Gericht werden die Großen und die Kleinen beurteilt. Und die Großen und die Kleinen hören alle das Evangelium. Was ist die Summe der Lehre, wenn ich diese vier Punkte zusammennehme?
[14:52] Denkt mal so praktisch, so einfach wie möglich. Was ist die einfache Lehre, die ich daraus ziehen kann? Ja. Er kümmert sich um alle. Es spielt keine Rolle, ob ich groß oder klein bin. Für Gott ist es völlig unerheblich, ob du ein Groß oder ein Kleiner bist. Denn Groß und Kleine können hier sein. Groß und Kleine können da sein. Groß und Kleine werden da gerichtet. Alle werden gerichtet. Alle hören das Evangelium. Und alle können entweder auf der Seite Gottes oder auf der Seite Satans sein. Das heißt, Klassenunterschiede, menschlicher Rang, menschliches Denken in verschiedenen Schichten ist Gott ein Gräuel. Das ist die Wahrheit. Wir sagen natürlich, haben wir schon gewusst. Aber sei mal ganz ehrlich: Wie oft geht es uns nicht auch so, dass wir uns wünschen, dass wenn jemand reich und betucht und ein Mensch von Welt in die Gemeinde kommt, denken wir, den müssen wir gewinnen. Und dann kommt vielleicht jemand, mit dem man sich nur kümmern muss. Das kann vorkommen. Sag bloß nicht, dass es nicht vorkommt. Aber diese vier Beispiele zeigen uns ganz deutlich: Nichts ist so sinnlos im Licht der Offenbarung, wie das Denken in Groß und Klein. Macht ja gar keinen Sinn. Wenn alle, egal was mein sozialer Status ist, was mein gesellschaftlicher Rang ist, wenn ich da sein kann, oder da sein kann, wenn ich da gerichtet werde. Aus Gottes Sicht macht das keinen Unterschied. Und es ist eine Sünde, wenn wir Menschen in Klassen einteilen und dann entsprechend bewerten.
[16:36] Schaut mal in 1. Korinther 12. Da geht es nicht um Groß und Klein, da geht es um einen anderen Gegensatz. 1. Korinther 12, Vers 13. Weiß jemand von euch aus dem Kopf, worum es in 1. Korinther 12 geht? Welches Kapitel das ist? Genau, das ist das Kapitel von den geistlichen Gaben. Und von dem Leib und den vielen Gliedern. Von der Gemeinde. Natürlich gibt es verschiedene Organe. Es gibt kleine Organe, es gibt große Organe. Es gibt Organe, die sind außen sichtbar. Es gibt Organe, die sieht kein Mensch. Aber meistens sind die Organe, die innen drin sind, wichtiger als die, die draußen sind, oder? Auf dem Ohr kann man, manche Dinge, die man draußen hat, kann man vielleicht noch darauf verzichten. Aber so auf dem Herz oder so, das ist ziemlich schwierig. Und in der Lunge sieht man es nicht, aber daher hängt das Leben ab. Aber der Punkt ist jetzt sehr. 1. Korinther 12, Vers 13: "Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hineingetauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist." Hier haben wir ähnliche Kontraste: Juden, Grieche, Knechte, Freie. Das heißt, egal ob wir die Bibel kennen wie die Juden oder die Bibel nicht kennen wie die Griechen, wir alle können in die Gemeinde kommen und durch den Heiligen Geist vereint werden. Und genauso sind auch Juden und Griechen auf der Gegenseite zu finden. Es waren Juden und Griechen, oder Juden und Römer in dem Fall, die sich gegen Jesus vereint haben.
[18:36] Anderer Text. Schaut mal in... Ach übrigens, die Schlussfolgerung hiervon ist, dass wenn es in einer Gemeinde so Unterschiede gibt, wenn man so auf den einen herabschaut und sagt, aber du bist irgendwie schlechter als ich, oder du bist irgendwie von einer anderen Nation. Das gibt es ja auch, dass aufgrund von Nationalität dann Unterschiede gemacht werden. Das möchte man gar nicht für möglich halten, aber das ist durchaus möglich, dass sowas vorkommt, dass man sagt, das ist eine andere Kultur und ich war die. Und dann guckt man so ein bisschen mitleidig auf die. Die Tatsache ist, wenn sowas vorkommt, ist es ein Beweis dafür, dass der Heilige Geist nicht so sehr am Wirken ist, wie er wirken sollte. Denn wenn der Heilige Geist wirkt, wirkt er alle in einer Einheit zusammen.
[19:18] Noch ein Beispiel. Schaut mal in Galater 3, Vers 28. Und wir machen das deswegen, weil wir müssen erst das Original sehen, damit wir später dann die Fälschung sehen können. Denn das Mahlzeichen ist ja nichts weiter als eine Fälschung der wahren Einheit. Auch dort wird ein Geist ausgegossen, um eine Einheit herbeizubringen. Eine Einheit, die nicht wirklich heilen wird, wie wir wissen aus Daniel 2. Galater 3, Vers 28. Wer hat einen Galaterbrief geschrieben? Paulus natürlich. Und zwar mit eigener Hand. Wie ihr wisst, die meisten anderen Briefe hat er nicht mit eigener Hand geschrieben. Er hat sie diktiert, aber den hat er selbst geschrieben, weil er wusste, dass die siebten Schäfchen aufs Irrweg gegangen waren. Und er wollte das nicht diktieren, er wollte es selbst schreiben, in großen Lettern. Konnte er schlecht sehen, der Paulus. In Galater 3, Vers 28: "Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, da ist weder Mann noch Frau, denn ihr seid alle einer in Christus Jesus." Klarer Punkt, oder?
[20:24] Also dürfen auch alle das Gleiche machen, oder? Dürfen auch alle die gleichen Ämter in der Gemeinde haben, oder? Also auf jeden Fall haben alle den gleichen Stand. Alle haben den gleichen Stand. Ich provoziere jetzt ein bisschen. Ich steche jetzt ein bisschen in die Seite. Weil dieser Text und viele andere werden benutzt und sagen: Schau her, da wir alle gleich sind vor Gott, dass es keinen Unterschied zwischen Jude und Grieche, zwischen Mann und Frau, zwischen Groß und Klein gibt, können auch alle Ämter füllen, alle Positionen. Das heißt, das ist sehr wichtig, die Bibel unterscheidet zwischen Wertgleichheit und Rollengleichheit. Menschen können verschiedene Rollen einnehmen und haben trotzdem den gleichen Wert. Aus Gottes Sicht hat eine Nase den gleichen Wert wie ein Herz. Wenn ich aber eine Nase einpflanze bei einer Herztransplantation, wird der Körper sterben. Eine Nase kann nicht die Aufgabe eines Herzens übernehmen. Ist das logisch? Das heißt, wenn Gott einer bestimmten Gruppe Aufgaben übergibt und die allein denen übergibt, ist das keine Diskriminierung der anderen Gruppe. Der Stamm Asser war nicht diskriminiert, weil Gott gesagt hat, die Leviten sollen allein am Heiligtum dienen. Waren die Stämme alle gleichwertig? Ja. Er ist für alle gestorben. Aber der Stamm Levi war allein fürs Heiligtum zugeordnet. Das heißt, das darf man nicht miteinander verwechseln. Es gibt zwei Extreme. Die einen, die sagen, die Bibel sagt auch zum Beispiel, Männer sollen Gemeindeälteste sein. Das heißt, Männer sind wichtiger als Frauen. Mir haben Leute gesagt, dass Frauen an allem schuld sind. Frauen sind an der Sünde schuld, an dem schuld, deswegen hat Gott die Männer. Das ist natürlich totaler Quatsch. Totaler Quatsch. Das andere Extreme ist zu sagen, wir sind alle gleich und jeder kann tun und lassen, was er will. Und wenn du vielleicht noch sagst, dass ein Mann die Gemeinde leiten sollte, dann bist du, dann verstehst du Paulus nicht. Das Problem ist dasselbe. Paulus schreibt woanders, was die Eigenschaften eines Bischofs sein müssen. Und das ist ganz wichtig, dass wir verstehen, dass in der Bibel Gleichheit im Wert etwas anderes als Gleichheit der Aufgaben. Wir haben verschiedene Aufgaben. Und diese ganze Idee, dass einer die Aufgabe des anderen übernehmen soll, die Gott ihm nicht zugeteilt hat, ist etwas, was eigentlich schon im Himmel schiefgegangen ist, wo der Satan sagt, ich möchte eine Aufgabe haben, die Gott mir nicht zugeteilt hat. Und das gibt es in vielen Bereichen, das ist nicht nur Mann und Frau. Das sind viele Bereiche, wo das zutrifft.
[23:08] Manche sagen, naja, aber was ist, wenn Gott sogar eine Prophetin beruft? Ja, natürlich, Gott kann durch eine Prophetin sprechen. Aber Gott kann auch durch ein Esel sprechen. Trotzdem würde niemand ein Esel zum Gemeindeleiter wählen. Verstehen Sie, was ich meine? Das heißt, wir müssen da ein bisschen biblisch klarer denken. Und nicht unseren eigenen Gefühlen manchmal so, ich weiß, das ist ein delikates Thema, ich gebe es dazu, aber ich glaube, es ist wichtig, gerade in der jetzigen Zeit, wo das auch in der Gemeinde so ein bisschen debattiert wird und diskutiert wird, vielleicht verfolgt ihr das auch, vielleicht werden wir da mal ein Spezialthema machen. Hättet ihr Lust, dazu mal ein Spezialthema zu machen? Zum Thema Ordination? Das wäre spannend. Aber ein anderer Mal.
[23:50] Wir brauchen alle. Oh, wir brauchen alle. Wir brauchen sogar den Blinddarm, nicht wahr? Genau. Ich weiß, was du sagen willst. Wir brauchen alle einander. Aber ihr versteht, was ich sagen will. Wenn wir das lesen möchten, ist es einfach, dass uns das klar ist. Gehen wir noch ein, zwei Verse anschauen, dann gehen wir weiter. Epheser 6, Vers 8. Aurepheser natürlich von Paulus geschrieben.
[24:56] Noch ein letzter Vers, Kolosser 3, Vers 11. Und wir können auch im Alten Testament nachlesen, kaum eine andere Sache wird so von Gott betont, wie dass er kein Gott ist, der nicht die Person ansieht. Er geht sogar so weit, dass er sagt, du sollst auch nicht den Armen begünstigen. Einfach nur aus Mitleid. Es soll gerecht sein. Kolosser 3, Vers 11.
[25:28] Warum habe ich den aufgeschrieben? Ach, Vers 11. Ja natürlich, Verzeihung. Ich war in Kapitel 2. Wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnitten, noch Barbar, Sküte, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus. Wisst ihr, warum die Barbaren Barbaren heißen? Echt? Nein. Genau. Wenn ein Nichtgrieche mit einem Griechen gesprochen hat, dann klang das für den Griechen wie "Bar, Bar, Bar, Bar". Das ist in etwa sogar die tatsächliche Herleitung. Das klang halt so, wie wir sagen, und haben die Barbaren genannt, weil man es nicht verstehen konnte. Wir sind Ausländer. Es ist ja manchmal so, dass wir auch Leute, die verstehen nicht, die reden halt irgendeinen Kauderwelsch. Das ist ganz oft so. Wenn man sich nicht versteht, man bleibt auf Distanz. Aber Gott sagt, auch die Barbaren, die nicht unverständlich sind, sind genauso in Christus wie du.
[26:30] Jetzt gehen wir zurück zur Offenbarung. Wir gehen zur Offenbarung 6, Vers 13. Offenbarung 6, Vers 13. Offenbarung 6, Vers 14. Das sechste Siegel. Das ist da, wo die Adventisten gesagt haben, wir sind mittendrin im sechsten Siegel. Und das sind wir immer noch. Vers 14.
[27:16] Da sind zwei Einheiten. Eine Einheit im Volk Gottes, wo alle Nationen, alle Völker, alle Stämme zusammenkommen unter einer Wahrheit. Offenbarung 14, Vers 6 und 7. Wir hätten gesehen in Offenbarung 11, denen, die Gott fürchten, die Kleinen und die Großen. Eine Wahrheit verbindet Menschen aus allen Nationen zu einer echten Einheit. Und dann haben wir eine zweite Gruppe, wo ebenfalls Menschen aus allen Nationen, aus allen Stämmen, aus allen gesellschaftlichen Schichten zusammenkommen, ebenfalls zu einer Einheit. Das ist nicht die Wahrheit, die sie vereint, sondern die Lüge. Die Täuschung. Sie haben keine echte Einheit, sondern nur eine Einheit wie Pontius Pilatus und Herodes, die sich eins wurden, um gegen Christus zu kämpfen. So wie die Römer und die Juden, die sich eins wurden, um gegen Christus zu kämpfen, später haben sie sich wieder abgeschlachtet. Und so wird es auch mit dieser Einheit passieren. Es gibt also eine wahre Einheit, eine falsche Einheit. Und man muss jetzt verstehen, dass beide Einheiten, oder beide Gruppen, die so eins werden, die einen wirklich innerlich, die anderen nur äußerlich, dass sie beide ein Zeichen haben. Das Zeichen der Ungläubigen haben wir jetzt schon gelesen. Das ist nämlich was? Das Mahlzeichen. Und wo wird es sein? An der Stirn oder an der Hand. Wofür steht die Stirn in der Bibel? Fürs Denken. Wofür steht die Hand? Zum Handeln. Das heißt, hier ist es eigentlich egal, ob ich davon innerlich überzeugt bin, oder ob ich einfach nur mitmache. Es wird Menschen geben, die sind mit vollster Überzeugung, mit religiöser Überzeugung in dieser Gruppe. Die Bibel sagt, dass da Menschen sein, wenn die sagen: "Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen Geweiht, Dämonen ausgetrieben und Wunder getan?" Die waren wirklich davon überzeugt, von dem, was sie tun. Jedes sagt: "Ich habe euch nie gekannt, ihr wart auf der falschen Seite." Aber da gibt es auch Menschen, die werden einfach nur mitmachen, weil es pragmatisch ist. Weil wenn deine Kontokarte gesperrt ist, dein Handy nicht mehr funktioniert, du nicht mehr in Facebook reinkommst und du nichts mehr kaufen und verkaufen kannst, und du auch sonst keine inneren weiteren Werte hast, nach denen du orientierst, dann überlegst du, was muss ich tun, damit ich wieder was zu essen habe. Naja, gut, dann wenn die halt wollen, dass ich da mitmache, dann... Natürlich ist das kein wahrer Glaube. Aber das ist halt sozusagen einfach das Tun.
[30:00] Währenddessen gibt es hier auch ein Zeichen. Was ist das Zeichen hier? Das Siegel. Und wo finden wir das Siegel beschrieben? In Offenbarung 7, Vers 3 und 4 und dann noch in Offenbarung 14, Vers 1. Schauen wir erst mal in Offenbarung 7, Vers 3 und 4. "Und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes... Wo versiegelt haben? An ihren Stirn." Hier gibt es nicht die Option Stirn oder Hand. Hier ist niemand, der einfach nur mitläuft. Das zeigt, dass es eine innere... und das ist eine, naja, entweder innen oder halt nur außen. Übrigens, haben die das Siegel auch an der Hand? Noch mal Abstimmung. Wer ist für nur an der Hand? Äh, nur an der Stirn? Wer ist für an der Stirn und an der Hand?
[31:02] Also hier ist es oder, nicht wahr? Stirn oder Hand. Gehen wir jetzt mit mir zu 5. Mose. 5. Mose. 5. Mose 6. Entschuldigung. Es ist ja auch eine Offenbarung, aber die an Mose. 5. Mose 6. Ist auch ziemlich prophetisch. 5. Mose 32 ist mindestens genauso prophetisch wie Offenbarung. Und auf 5. Mose 18. 5. Mose 6, Vers 4 folgende: "Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn deinen Gott nicht anbringen, du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft." Das ist nicht einfach nur äußerlich, das ist innerlich. Und diese Worte, die er heute dir bietet, sollst du auf dem Herzen tragen. Wo ist das Herz in der Bibel? Verstanden. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden oder und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein und wo sollen sie noch sein? Auf den Pfosten deines Hauses und an deine Tore. Das heißt, nicht nur davon überzeugt sein, sondern es auch tun und zwar nicht nur im Geheimen, sondern sichtbar für alle. Das heißt, hier haben wir eine Einheit, wo Leute innerlich überzeugt sind und es auch tun, weil sie überzeugt sind und es öffentlich machen. Hier haben wir Leute, die sind überzeugt von der Lüge oder sie tun es halt, nicht wahr? Aber ich sehe das eigentlich noch viel tiefer. An der Stirn, an der Hand und draußen an den Türpfosten und an den Toren. Also das ist sozusagen erstmal an einem eigenen Haus und einer eigenen Stadt. Ja, so richtig so konzentrisch von innen nach außen. Ja, die Juden haben gedacht, das ist buchstäblich gemeint, nicht wahr? Sie werden errettet, wenn sie hier die Tora an der Stirn haben, aber die Tora muss nicht an die Stirn, die Tora muss in die Stirn. Genau, das ist das Problem. Das ist ein schönes Beispiel für alter Mund, neuer Mund. Der alte Mund sollte sich daran erinnern, aber es war nur ein Beispiel dafür, dass sie verstehen: Hey, in die Stirn damit.
[33:32] Übrigens, wir müssen zum Ende kommen für heute. Das Wort Zeichen ist das, ich hoffe, ich schreibe es jetzt richtig oder spreche es richtig aus, ist das griechische Wort Charakma? So ungefähr, genau. Und dieses Wort hat ein verwandtes Wort. Könnt ihr raten, welches Wort verwandt damit ist? Charakter. Und das, genau, ist mein Eingravieren. Eingravieren.
[34:10] Schaut mal in 5. Mose 28. Äh, 2. Mose 28. 2. Mose 28 und dort Vers 36. 2. Mose 28, Vers 36. Da geht es um den hohen Priester oder die Priester und die sollen ein Stirnblatt haben. "Du sollst doch ein Stirnblatt aus reinem Gold anfertigen und in Siegelgravur eingravieren: Heilig dem Herrn." Der Priester sollte ein Band, wo haben? An der Stirn und da sollte drinstehen: "Heilig dem Herrn." Aber wie sollte es da reinkommen? Es war ein Siegel, das eingraviert wird. Siegel, das eingraviert wird. Gleiche Idee, natürlich ist das Hebräisch, nicht Griechisch. Aber die Idee von eingravieren ist da drin. Und das ist die Idee auch von Charakter. Denn wenn ich etwas graviere, dann schreibe ich den hier auch. Also wenn ich jetzt hier schreibe, da ist nicht viel Anstrengung notwendig. Aber wenn ich es eingravieren würde, was müsste ich tun? Ich muss immer und immer wieder hinein. Wenn du etwas gravierst, musst du immer wieder über die gleiche Stelle, bis es tief hineingeht. Und das ist das Prinzip in dem Charakter. Charakter ändert sich nicht über Nacht, sondern Charakter wird eingraviert. Und beides, sowohl das Siegel als auch das Mahlzeichen, beschreiben so eine Charakterentwicklung. Ihr würdet sagen: Moment mal, ich habe doch gehört, das Siegel ist das und das Mahlzeichen ist das. Nächste Woche werden wir genau das behandeln. Aber heute muss man schon feststellen, was es am Ende eigentlich ist, ist eine Charakterentwicklung. Denn je nachdem, was für einen Charakter ich entwickelt habe, werde ich beim letzten Test, wenn dann das Sonntagsgesetz kommt, mich so oder so entscheiden. Das heißt, die Frage, das Sonntagsgesetz am Ende nur die, wie sagt man, der Auslöser. Was am Ende wirklich entscheidet, ist der Charakter. Denn je nachdem, wo mein Charakter geformt worden ist, werde ich mich in die eine oder andere Gruppe einordnen. Deswegen müssen wir das Thema nächstes Mal weiter studieren.
[36:22] Eure Hausaufgabe ist jetzt folgende. Sehr wichtig. Ihr schaut mal zu Hause alle Bibelverse, die ihr finden könnt, die euch helfen, das Mahlzeichen des Themas, das Mahlzeichen des Tieres, das Mahlzeichen des Tieres zu verstehen. Kein großer Kampf, keine irgendwelche Auslegungsbücher, sondern Bibelstellen, die erklären, was ist das Mahlzeichen des Tieres. Das wäre wichtig, weil das ist so eines der Themen, wo die allermeisten von uns meistens nur wissen, was es ist, ohne zu wissen, warum es so ist. Mahlzeichen des Tieres werden wir dieses Mal dann inhaltlich genauer studieren. Und ihr könnt euch noch mal erinnern, warum wir glauben, dass das Siegel das Siegel ist. Was ist das Siegel und warum? Könnt ihr auch noch da im Zusammenhang gleich mit anschauen. Hausaufgabe klar? Nicht begeistert? Oh, super. Dann hast du einen Grund, Gott zu bitten und zu sagen: Herr, zeig mir, dass ich dieses Thema studieren kann. Das ist wirklich wichtig, weil wenn wir der Offenbarung trauen können, wird die ganze Welt in die beiden Gruppen eingeordnet werden. Das Thema sollten wir eigentlich so aus unserem Ärmel schütteln können. Wenn einmal alle unsere Nachbarn, alle unsere Freunde, alle unsere Bekannten, alle unsere Verwandten in all den beiden Gruppen fallen, sollten wir das Thema können. Heute verwenden wir viel Zeit und studieren alle möglichen Themen in der Bibel. Und manche verwenden viel Zeit und studieren manchmal auch eher nebensächliche Dinge und halten sich auf mit irgendwelchen nebensächlichen Fragen und werden da ganz heiß und diskutieren sich die Seele aus dem Leib. Aber das Thema entscheidet das Schicksal der Welt. Das Thema entscheidet unser Schicksal. Das sollten wir kennen, wissen und weitergeben können. Und zwar ohne so ein Stapel von katholischen Dokumenten. Versteht ihr, was ich meine? Das müsste aus der Bibel relativ flüssig kommen. Und das werden wir das nächste Mal machen, dass ihr dann gut vorbereitet seid, wenn das demnächst auch losgeht.
[38:26] Aber wichtig für heute uns: Egal wer wir sind, egal ob wir viel wissen oder wenig wissen, egal ob wir aufgewachsen sind in der Kirche oder nicht aufgewachsen sind, egal ob wir reich sind oder arm sind, ob wir frei sind oder gebunden, ob wir Angestellte oder Selbstständige sind, ob wir jung oder alt sind, egal wer oder was wir sind, jeder von uns hört das Evangelium, jeder von uns kann gerichtet werden, jeder von uns kann sich für sein Handeln entscheiden und jeder von uns kann sich für Gott entscheiden. Lasst uns einfach mal alle Rangunterschiede beiseite legen und den Menschen so sehen, wie Gott ihn sieht, nämlich als jemand, der Gott nötig hat. Und wenn wir das tun, dann wird auch Gemeindeleben viel einfacher, weil wir plötzlich sehen, worauf es wirklich ankommt und dass es nur menschengemachter Schwachsinn ist. Rangunterschiede sind menschengemachter Unsinn. Das ist eine Tradition, die genauso schädlich ist wie andere Traditionen, die wir richtigerweise tarnen.
[39:22] Wer von euch möchte sagen: Ich möchte auf Gottes Seite dabei stehen, egal ob ich klein oder groß bin, ich möchte meinen kleinen Teil beitragen, als kleines Organ, als kleiner Finger, als kleiner Zeh oder vielleicht auch als Blinddarm im Volk Gottes, was auch immer Gott mir gegeben hat. Ich möchte auf Gottes Seite stehen und das Siegel Gottes erhalten. Lasst uns noch gemeinsam niederknien, so möglich, und beten.
[40:00] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dein Wort studieren konnten. Wir danken dir, dass wir durch dein Wort angesprochen worden sind. Vergib uns, wo wir zu sehr nach menschlichen Maßstäben geurteilt haben, andere Menschen beurteilt haben und nicht dein Maßstab angesetzt haben, der uns zeigt, dass es für dich kein Ansehen der Person gibt. Wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns die richtigen Prioritäten in unserem Leben schenkst, auch in der Gemeindearbeit. Dass wir die Menschen so sehen, wie du sie siehst und dass wir in einer echten Einheit zusammenwachsen, die einen Charakter formt, auf den du dein Siegel setzen kannst. Wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns die restliche Woche behütest. Auch im Bibelstudium werden wir versuchen, dieses Thema vom Siegel und vom Mahlzeichen besser zu verstehen. Und bringt uns alle wieder gesund nächsten Dienstag zusammen, um dieses Thema vertiefen zu können und wirklich verstehen zu können, was das Mahlzeichen des Tieres ist, was das Siegel Gottes ist und wie wir es anderen weitergeben können. Sei du jetzt bei uns, führe uns gesund nach Hause und hab Dank dafür, Jesus. Amen.
[41:10] Damit verabschieden wir uns heute hier aus Stuttgart, auch an alle Zuschauer. Wir sehen uns nächste Woche wieder zum Offenbarungsseminar und davor natürlich zur Zeit des Endes, die Zeit der Verzögerung. Matthäus 25 wird Schritt für Schritt durchlebt. Das wird so spannend sein, ihr dürft es nicht verpassen. Herzlichen Glückwunsch zum Siegen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.
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