In dieser Predigt beginnt Christopher Kramp die Auslegung von Offenbarung Kapitel 13. Er erklärt die symbolische Bedeutung des Tieres, das aus dem Meer aufsteigt, und beleuchtet die Parallelen zu früheren prophetischen Büchern wie Daniel. Dabei wird die historische Entwicklung von heidnischem zu päpstlichem Rom thematisiert und die Bedeutung von Lästerung im biblischen Kontext erläutert.
08.10.2013 – Offenbarung 13,1
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für VersWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Herzlich willkommen zurück zu unserem Offenbarungsseminar und heute mit einem ganz spannenden neuen Kapitel. Wir haben jetzt lange Zeit uns beschäftigt mit Offenbarung 12 und viel gelernt und jetzt kommen wir zu Offenbarung 13. Freut ihr euch schon auf Offenbarung 13? Und ich hoffe, ihr freut euch auch, die ihr live zuschaut auf www.joelmedia.de oder die ihr später die Aufnahme anschaut. Wir wollen jedes Mal beginnen mit Gebet und dann uns direkt hineinwagen in dieses spannende und wirklich tiefe Kapitel. Lasst uns gemeinsam wieder knien zum Gebet.
[0:42] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass wir dein Wort studieren können. Bitte öffne du es, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Bitte zeig uns, was wir heute lernen dürfen und dass wir Vertrauen haben können in dein prophetisches Wort. Und wir bitten dich, dass du uns durch deinen Heiligen Geist führst, so wie du es versprochen hast. Denn du hast gesagt, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt und das möchten wir jetzt in Anspruch nehmen. Im Namen Jesu, Amen.
[1:15] Vielleicht hat sich jemand gewundert, warum wir gar nicht über Offenbarung 12, Vers 18 sprechen. In einigen Bibeln gibt es noch Offenbarung 12, Vers 18. Wer von euch hat in seiner Bibel Offenbarung 12, Vers 18? Wer hat es nicht? In manchen Bibeln ist nämlich Vers 18 Teil von Kapitel 13, Vers 1. Und wenn man Vers 18 in Offenbarung 12 liest und dann mit Kapitel 13, Vers 1 anschließt, dann seht ihr auch warum. Eigentlich sollte nämlich Vers 18 von Offenbarung 12 zu Kapitel 13 gehören. Da heißt es nämlich: „Und ich stellte mich auf den Sand des Meeres.“ Das ist ein relativ seltsamer Abschluss, wenn man davor von den Übrigen und der Frau und dem Drachen spricht, nicht wahr? Der letzten Endzeitkampf zwischen der Gemeinde Gottes und dem Satan. Aber wenn man versteht, dass Vers 18 oder dieser nächste Satz dann zu Offenbarung 13 gehört, dann macht das vollkommen Sinn. Denn in Offenbarung 13, Vers 1 heißt es: „Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung.“ Wir wollen diesen Satz: „Und ich stellte mich auf den Sand des Meeres“ mit dazu nehmen. Hier beginnt sozusagen ein ganz neues prophetisches Kapitel. Wir haben Offenbarung 10 gehabt, das bis Offenbarung 11, Vers 1 ging. Wir haben Offenbarung 11 gehabt, das ab Vers 2 ging bis Vers 8, 9. Dann haben wir Offenbarung 12 gehabt, mit seiner doppelten Schicht, die wir studiert haben. Und jetzt beginnt Offenbarung 13 eine ganz neue prophetische Aussage.
[2:54] Halten wir mal fest, was wir alles an Elementen dort haben in Offenbarung 13. Also fangen wir mal chronologisch an. Was finden wir zunächst einmal? Genau, sozusagen mit dem Vers noch an. Wir finden den Sand des Meeres. Also das Erste ist, dass Johannes sich auf den Sand des Meeres stellt. Und der Sand des Meeres ist natürlich per Definition nicht so weit weg vom Meer. Deswegen schaut er jetzt auch auf das Meer. Was haben wir noch? Den Sand des Meeres. Was haben wir noch? Wir haben das Meer. Was haben wir noch? Ein Tier. Da kommt ein Tier aus dem Meer. Jetzt, wenn wir nicht weiter lesen und nichts noch nie in unserem Leben aus Offenbarung 13 gehört haben, nehmen wir an, wir lesen das zum ersten Mal. Das ist schwer, wenn man es schon tausend Mal gehört hat. Aber nehmen wir an, wir haben es zum ersten Mal gelesen, jetzt gerade. Aber wir kennen schon das Alte Testament. Woran werdet ihr automatisch erinnert? Okay, Moment, halt, stopp. Nehmen wir an, du hast das gerade zum ersten Mal gelesen, hast Offenbarung 17 auch noch nie gelesen. Aber eine Sache aus dem Alten Testament könnte einem sofort in den Sinn kommen, wenn man Meer und Tier aus dem Meer hört. Wenn man nur das Alte Testament kennt, aber noch nie die Offenbarung gelesen hat, könnte man sich an dieser Stelle doch an eine Stelle im Alten Testament sofort zurückerinnern. Ein Tier aus dem Meer. Daniel, ganz genau, Daniel 7. In Daniel 7 gibt es auch, wie viele Tiere aus dem Meer? Vier Tiere. Aus dem Meer und Tier kommen wie viele Tiere aus dem Meer? Eins. Aber wir haben auf jeden Fall schon mal so einen ersten Gedankengang: Tier und Meer. Wir werden gleich mehr dazu sagen.
[4:56] Was finden wir noch? Erst mal sammeln wir erst mal, was wir dort finden. Das Tier hat sieben Köpfe und was noch? Zehn Hörner. Wenn ich jetzt das lese, ohne dass ich irgendeine Interpretation, einen Kommentar gelesen habe, woran erinnern mich sieben Köpfe und zehn Hörner? An die Prophetie? Daniel gibt es auch Tiere mit mehreren Köpfen. Und zehn Hörner gibt es da auch. Okay, das ist mal etwas. Okay, sehr gut. Gibt es noch etwas, woran ihr euch erinnern würdet? Angenommen, ihr lest jetzt die Bibel chronologisch durch. Ihr habt schon Daniel und die Evangelien und alles durchgelesen und ihr seid jetzt nach Offenbarung 12 bei Offenbarung 13 angelangt. Gibt es noch etwas, was ihr schon mal gelesen habt, wo etwas mit sieben Köpfen und zehn Hörnern vorkommt? In Offenbarung wo? In Offenbarung 12. Vers 3. Da geht es um wen? Um den Drachen, von dem es in Vers 9 heißt, dass der Satan ist, richtig? In Vers 3 heißt es: „Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, siehe, ein großer, feuerroter Drache. Der hatte wie viele Köpfe? Sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen wie viele Kronen? Sieben Kronen.“ Wie viele Köpfe hat dieses Tier? Sieben Köpfe. Wie viele Hörner? Zehn. Und wie viele Kronen? Zehn Kronen. Also was ich sehe, was können wir schon mal festhalten? Bis auf, genau, eben nicht genau so, sondern ganz ähnlich. Also die Ähnlichkeit ist so groß, dass es kein Zufall sein kann. Sieben Köpfe, zehn Hörner ist nicht allgemein so, als wenn man sagen würde, naja, das Tier hat ein Fell und das hat auch ein Fell, dann würde man sagen, okay, das ist vielleicht nicht wahr. Aber es hat sieben Köpfe und zehn Hörner in beiden Fällen. Das ist deutlich genug, dass hier eine enge Parallelität besteht, aber trotzdem gibt es einen Unterschied. Wir können also nicht sagen, dieses Tier ist dasselbe Tier wie der Drache. Macht das Sinn? Oder zumindest ist es nicht dasselbe, oder ist es nicht der gleiche Zustand wie dieses andere Tier. Irgendetwas hat sich hier verändert oder ist ein wenig anders.
[7:19] Gibt es noch irgendetwas, was wir erstmal aus dem Text heraus aufzählen müssen, bevor wir dann in die Interpretation gehen? Er hat auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung. Okay. Er hat Namen. Wie viele Namen? Einen. Genau, einen Namen der Lästerung. Wo? An den Köpfen, ja. Hatte der Drache auch Lästernamen auf seinem Körper? Irgendwo. Könnte in Offenbarung 10 irgendetwas sehen, dass der Drache Lästernamen hat? In Offenbarung 12, Verzeihung, Offenbarung 12. Nein. Das heißt, wir haben hier auch ein neues Element, ja. Okay. Wir haben also den Sand des Meeres, wir haben das Meer, wir haben das Tier, wir haben die sieben Köpfe, zehn Hörner, zehn Kronen und Namen der Lästerung. Das ist alles, was wir in diesem Vers haben. Die nächsten Verse werden mehr dazu bringen, aber vielleicht können wir schon heute hier eine ganze Reihe interessanter Dinge herausfinden.
[8:41] Jetzt von all den Dingen, die wir hier aufgeschrieben haben, was ist wohl das, worüber man am wenigsten spricht? Okay, andere Frage. Welche dieser Symbole sind am einfachsten zu erklären? Ohne, dass ihr sagt, was es ist. Sagt mir nur, welche sind am einfachsten zu erklären? Das Meer und das Tier, nicht wahr? Das geht so. Aber über welches Symbol spricht man am allerallerwenigsten? Die Kronen, ja. Über den Sand des Meeres, nicht wahr? Habt ihr jemals schon mal einen Vortrag gehört, wo jemand was gesagt hat über den Sand des Meeres? Also ich noch nicht. Das übergehen wir einfach so ein bisschen und kommen gleich zu dem Meer, weil das so einfach ist, nicht wahr? Und ich würde nicht behaupten, dass ich jetzt schon alle Weisheit darüber erforscht habe, über den Sand des Meeres, aber wo wir schon so systematisch sind durchgehen, wollen wir doch mal ein paar Minuten verbringen, über den Sand des Meeres nachzudenken, bevor wir dann zum Meer kommen, nicht wahr? Weil Meer wissen wir schon, wahrscheinlich können wir das schon auswendig. Aber was ist der Sand des Meeres?
[9:30] Wenn ihr an den Begriff Sand des Meeres in der Bibel denkt, was kommt euch in den Sinn? Sand des Meeres. Abraham, nicht wahr? Was war mit Abraham und Sand des Meeres? Seine Nachkommen sollten zahlreich sein wie der Sand des Meeres. Okay, noch eine Stelle? Ich schalte das mal auf, wir sammeln mal hier, ja? An Möglichkeiten. Abraham, okay? Okay. Und diese Verheißung, die in 1. Mose 13 gegeben wird, deine Nachkommen sollen sein wie der Sand am Meer, wie der später im 9. Sammel aufgegriffen ist, nicht wahr? Wo es sich dann erfüllt hat. Zum Beispiel können wir mal lesen, in Römer 9, Vers 27, wo dann Jesaja zitiert wird. Römer 9, Vers 27: „Jesaja aber ruft über Israel aus: Wenn die Zahl der Kinder Israels wäre wie der Sand am Meer, so wird doch nur der Überrest gerettet werden.“ Warum wird hier Sand des Meeres verwendet bei Abraham und bei Jesaja? Was soll damit ausgedrückt werden? Eine Menge, im Sinne von unzählbar viele, nicht wahr? Wer von euch hat schon mal versucht, die Sandkörner am Strand zu zählen? Das wäre ein fruchtloses Unterfangen, nicht wahr? Ich bin an der Ostsee aufgewachsen, ich weiß, wie viel Sand da rumliegt und das ist nur ein kleiner Abschnitt von all dem Sand, den es gibt am Sand des Meeres. Es ist einfach quasi wie unzählbar, ja?
[11:16] Wird der Sand des Meeres nur für die Gläubigen verwendet oder auch mal für die Ungläubigen? Wo? Das stimmt, das ist interessant, ja, in dem Sinne, ja. Dass also, auch wenn die Kinder Israels nur wie der Sand am Meer sind, würden sie doch nur zuteil gerettet werden, wie ein Überrest? Kennt ihr noch eine Stelle, wo ganz deutlich gesagt wird, dass alle Ungläubigen, hier ist ja ein Teil gläubig, ein Teil ungläubig in dem Fall, wo alle Ungläubigen wie der Sand des Meeres beschrieben werden? Wenn ihr das lest, würdet ihr sagen, ach ja, natürlich. Wo alle Ungläubigen beschrieben werden als zahlreich wie der Sand des Meeres. Und zwar im buchstäblichsten Sinne alle Ungläubigen. Es gibt nicht so viele Stellen in der Bibel, wo alle Ungläubigen bezeichnet werden. Gleichzeitig. Schaut mal mit mir in Offenbarung 20. In Offenbarung 20 und dort Vers 8. In Offenbarung 20, Vers 8 heißt es: „Und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gog und Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, wie der was? Sand am Meer.“ Also Sand des Meeres bedeutet nicht automatisch, dass es hier um Gottes Volk geht. Sand des Meeres bedeutet erstmal, dass es viele sind. Und das kann sich sowohl auf Gottes Volk beziehen, als auch auf die Ungläubigen.
[13:05] Das heißt, wir haben jetzt noch nicht so wirklich einen klaren Begriff davon, was jetzt Sand des Meeres in Offenbarung 13 bedeutet, denn es gibt noch einen ganz anderen Vers, der etwas ganz anderes ausdrückt in Bezug auf den Sand des Meeres. Und den würde ich gerne mit euch kurz anschauen. Schlagt mal mit mir auf Jeremia 5, Vers 22.
[13:35] Jeremia 5, Vers 22. Jetzt schauen wir mal hier an, was hier gesagt wird und was wir daraus lernen könnten. Vielleicht auf Offenbarung 13. Jeremia 5, Vers 22. Dort spricht Gott zu seinem Volk durch den Propheten Jeremia: „Mich wollt ihr nicht fürchten, spricht der Herr, vor mir nicht erzittern, der ich dem Meer den Sand zur Grenze gesetzt habe, zur ewigen Schranke, die es nicht überschreiten darf. Werde ich seine Wogen auch dagegen auflehnen, so sind sie doch machtlos. Und wenn sie auch toben, können sie sie nicht überschreiten.“ Frage: Welche Funktion hat hier der Sand des Meeres? Eine Grenze, eine Schranke für was? Für das Meer. Das heißt, hier haben wir eine Interpretation oder eine Bedeutung für den Sand des Meeres in Bezug auf das Meer. Ihr könnt sehen, dass hier Sand und Meer in Verbindung gesetzt werden. Wir haben das Meer, das tobt und das wütet. Aber der Sand des Meeres ist die Grenze. Der Sand des Meeres ist die Grenze. So wie auch in Natur. Seid ihr mal an der Küste gewesen? Wenn dort so richtig der Wind tobt und die Wellen peitschen und wenn man da im Wasser ist, kann man fast ertrinken, aber der Sand wird nicht erreicht. Der Sand ist die Grenze. Die Wellen kommen und gehen wieder zurück. Sie kommen und gehen wieder zurück. Es ist wie eine Grenze. Während oftmals in der Bibel Sand des Meeres einfach nur für, dass halt viel verwendet wird, sehen wir hier, was Sand des Meeres auch bedeuten kann, wenn es im Kontext zum Meer steht.
[15:25] Und Offenbarung 13 hat ja eben nicht nur den Sand des Meeres, sondern auch das Meer. Ist in Offenbarung 13 das Meer ein aufgewühltes Meer? Ja oder nein? Was würdet ihr sagen? Ist in Offenbarung 13 das Meer ein aufgewühltes Meer? Er sieht das Tier aufsteigen, ja? Genau, es steht nicht drinnen. Auf jeden Fall steht es nicht explizit, aber wir könnten vielleicht einen Hinweis darüber bekommen, wenn wir uns daran erinnern, wo schon mal Meer und Tier vorkamen. Habt ihr richtig gesagt? War nämlich in Daniel 7. Und wie kommen in Daniel 7 alle Tiere aus dem Meer hervor? Durch die Winde, nicht wahr? Das sind die Winde und die wühlen das Meer aus und dadurch kommen die Tiere aus dem Meer. Durch die Winde, nicht wahr? Das sind die Winde und die wühlen das Meer aus und dadurch kommen die Tiere aus dem Meer. Es steht also nicht explizit da, aber wir können durchaus vermuten, dass auch hier kein ruhiger, stiller See gewesen ist, wo plötzlich so ein Tier herauskommt, sondern es wird wohl schon aufgewühlt sein. Spätestens dadurch, dass das Tier heraussteigt, tut sich ja das Wasser so ein bisschen aufwühlen, ja?
[16:35] Das heißt, dass der Sand des Meeres ist in Wirklichkeit die Grenze des Meeres. Denkt mal drüber nach, warum das so interessant ist. Denn wir wissen ja alle, was das Meer in der Bibel ist, oder? Wofür steht das Meer in der Bibel? Völker, Nationen, Stämme und Sprachen, sagt uns 17, Vers 15. Ganz genau. Ihr könnt es nochmal aufschlagen, wenn ihr euch nicht mehr daran erinnert. In Offenbarung 17, Vers 15. Da heißt es: „Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzt, sind Völker und Stämme und Sprachen, Nationen und Sprachen.“ Und wenn ich jetzt das beides in Beziehung setze, ich habe den Sand des Meeres und das Meer, das sind die Völker und Nationen, dann sehe ich plötzlich einen interessanten Punkt. Nämlich, dass so wie der Sand die Grenze des Meeres ist, so haben auch die Völker Grenzen, richtig? Ja oder nein?
[17:56] Jetzt, was sind die Grenzen der Völker biblisch gesehen? Anders verstanden, lass mich anders fragen. Wer hat den Sand als Grenze des Meeres festgesetzt? Gott. Jetzt nehmen wir mal diese Analogie, dass Gott den Sand als Grenze des Meeres festsetzt und fragen uns: Hat Gott auch den Völkern Grenzen gesetzt? Nein. Das stimmt, das ist ein Gesetz, okay. Oder setzten die Völker nicht alle selbst ihre Grenzen? Israel. Er hat dem Volk Israel Grenzen gesetzt? Nur dem Volk Israel oder den anderen auch? Das ist natürlich für alle, das Volk hat seine Beamten vormachen sollen, ja, und an ihnen sollten sie sich interessieren, die Degenungen und so. Ja, aber du bist jetzt schon bei der geistlichen Grenze, ja? Du bist bei der geistlichen Grenze? Lass uns kurz bei der buchstäblichen Grenze bleiben, denn wir haben ja quasi schon ein Symbol, das wir jetzt alles ausgelegt haben. Gott hatte dem Volk Israel, dem buchstäblichen Israel gesagt: Das ist eure Grenze, vom Bach Ägyptens bis zum Euphrat, vom Mittelmeer bis da. Das ist eure Grenze, die hat er festgelegt. Die haben sie nie wirklich ganz erfüllt, weil sie ungehorsam gewesen sind, aber er hat diese Grenze vorgesehen. Hat Gott auch die Grenzen von anderen, bestimmt Gott auch die Grenzen von anderen Reichen? Hat auch eine Grenze gemacht, ja, eine Grenze um den Garten innen gemacht, ja? Hat Gott die Grenzen von Babylon, Mittelpersien, Griechenland, Rom und all den anderen, hat Gott die Grenzen festgelegt? Wenn ich schon so komisch frage, dann wahrscheinlich nicht, ja?
[19:44] Schlagt mal mit mir auf in Apostelgeschichte 17. Schaut mal, das ist Paulus, der spricht da jetzt nicht zu den Juden, wo spricht Paulus in Apostelgeschichte 17? Zu den Griechen, nicht wahr? Erst in Thessalonich und dann in Beroea und dann in Athen. Schaut mal in Vers 26, wie Paulus dort in Athen vor den besten Philosophen seiner Zeit folgendes sagt, und das ist sehr interessant. Er sagt: „Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, dass wir auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen.“ Spricht er nur von den Juden? Er spricht von allen, die von Adam abstammen, ja? „Und hat ihm voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt.“ Das ist ein interessanter Vers. Die Bibel sagt, dass Gott ihm voraus bestimmt hat, wo und wie lange Babylon regieren würde, wo und wie lange Medo-Persien regieren würde, wo und wie lange Griechenland und Rom und das Römische Reich und das Deutsche Reich und Frankreich und all diese Länder, China, all die verschiedenen Nationen, Reiche, die es gibt und gab, sind von Gott vorher bestimmt. Er hat ihre Grenzen und ihre Zeitdauer bestimmt.
[21:27] Der Sand des Meeres steht für die Begrenzung. Es gibt zwei Grenzen. Welche Art von zwei Grenzen haben wir hier? In diesem Vers werden zwei Arten von Grenzen sozusagen benannt. Genau, die territoriale Grenze und die zeitliche Grenze. Jetzt Johannes sagt: „Ich ging oder ich stand auf dem Sand des Meeres und aus dem Meer steigt ein Tier hervor.“ Der Sand steht für eine Begrenzung. Jetzt, was haltet ihr für wahrscheinlicher? Steht der Sand hier für eine territoriale Begrenzung oder für eine zeitliche Grenze? Warum territorial? Das ist eine interessante Frage, oder? Wir bringen Offenbarung 13 auf ein ganz neues Level. Territoriale oder zeitliche Grenze? Einer hat schon gesagt territorial. Die anderen gucken noch so, als ob es sich nicht ganz sicher setzt. Lass uns mal auf den 13. zurückgehen und schauen wir mal, von dem, was wir da lesen, haben wir es hier mit einer territorialen oder mit einer zeitlichen Grenze zu tun? Warum?
[23:19] Okay, es ist auf der Erde begrenzt, das stimmt, ja. Warum sagst du eine zeitliche? Eine zeitliche? Wir schauen mal ganz vorsichtig in Vers 2 hinein, das werden wir das nächste Mal ausführlich behandeln. Schauen wir mal in Vers 2 auf Offenbarung 13, Vers 2. „Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen.“ Das erinnert an Daniel 7, nicht wahr? An die verschiedenen Reiche. Und dann haben wir noch den Drachen: „Der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.“ Was passiert, wenn einer dem anderen etwas übergibt? Also man sagt, der Drache übergibt ihm seine Macht und Vollmacht und Autorität. Der Nächste macht weiter. Ist es dann eine territoriale oder eine zeitliche Grenze, wenn der Nächste weitermacht? Eine zeitliche Grenze, nicht wahr? Wenn ein Pastor geht und der andere kommt, dann gibt es eine Übergabe. Der eine übergibt dem anderen die Amtsgeschäfte. Wenn ein Kanzler aufhört und der Nächste kommt, oder eine Kanzlerin, dann gibt es eine Übergabe. Der eine übernimmt vom anderen. Hier haben wir gerade den Drachen. In welchem Kapitel hatten wir den Drachen ganz schwer im Fokus? Kapitel 12. Und auf Offenbarung 13 kommt jetzt das Tier, das vom Drachen all das bekommt. Und vor dem Drachen war der Leopard, und vor dem Leopard war der Bär, und vor dem Bär war der Löwe, Daniel 7. Das heißt, was auf Offenbarung 13 beschrieben ist, ist sozusagen eine Übergangsperiode von der Zeit des Drachen, historisch, zur Zeit des Tieres. „Ich stand auf dem Sand des Meeres.“ Übergang. Jetzt kommen wir zum nächsten Reich. Das ist also, was der Vers eigentlich aussagen möchte.
[25:15] Okay, jetzt gehen wir mal einen Schritt zurück und schauen uns noch ein bisschen mehr an, was wir anschließend hier sehen können. Das Tier. Helfen wir mal nach biblischer Prophetie. Wofür steht ein Tier? Ein Königreich oder eine Weltmacht, nicht wahr? Woher wissen wir das? Welcher Bibelfers sagt uns das? Wahrscheinlich blättert ihr schon ganz automatisch ins Buch Daniel zurück. Dann habt ihr gut getan. Jetzt müsst ihr noch das Kapitel finden. Am besten, ihr guckt in dem Kapitel, wo es ja auch Tiere gibt, die aus dem Meer hervorkommen. In 7, genau. Und da gibt es auch die Erklärung in Daniel 7, Vers. Genau, das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird. Ja, ein viertes Königreich. Tier bedeutet Reich oder Königreich. Eine politische Macht, die hier aus dem Völkermeer sich erhebt.
[26:19] Offenbarung 13 beschreibt also eine Übergangsperiode. Die eine Macht ist vorbei, die nächste kommt. Jetzt das Interessante ist, dass dieses Tier, was dort kommt, wem sehr ähnlich sieht? Dem Drachen. Und der Drache war welche Macht? Die Macht, die davor ist, nicht wahr? Das heißt, wenn wir das praktisch aufschreiben würden, würden wir sagen: Drache geht über zu dem Tier aus dem Meer, okay? Nur das Ding ist, dass das Tier fast genauso aussieht wie der Drache. Nur eine Kleinigkeit ändert sich. Der Drache hatte sieben Köpfe, das Tier hat sieben Köpfe. Der Drache hatte zehn Hörner, das Tier hat zehn Hörner. Der Drache hatte sieben Kronen, das Tier hat zehn Kronen. Kleine Änderung. Aber fast Kontinuität.
[27:17] Gibt es in Daniel irgendwo einen Wechsel von einem Weltreich zum nächsten, wo fast alles gleich ist, nur ein bisschen sich ändert? Beim kleinen Horn, wo genau? In Daniel 7 hatten wir auch das vierte Tier. Und dann kommt dieses kleine Horn dazu. Das steht dann im Fokus. Aber das Tier bleibt noch. Wie ist es in Daniel 2? Gibt es in Daniel 2 auch einen Übergang von einem Reich zum anderen, wo vieles gleich bleibt? Die Metalle werden schwächer. Aber gibt es von Eisen zu Eisen und Ton? Bleibt fast gleich, nur der Ton kommt dazu. Das heißt, in der Abfolge der Weltreiche, die wir gut kennen, gibt es einen Übergang, wo vieles gleich bleibt, sich nur ein wenig ändert. Eisen zu Eisen und Ton. Viertes Tier aus Daniel 7 zum kleinen Horn. Das Tier bleibt beschrieben. Wie wird dieser Übergang beschrieben in Daniel 8?
[28:24] Okay, bevor wir dahin gehen in Daniel 8, helfen wir ganz kurz. Wer ist das Eisen in Daniel 2? Das römische Reich. Wer ist Eisen und Ton? Das vereinte Europa, das unter Kontrolle steht von Kirche und Staaten. Kirche und Staat sind da der entscheidende Punkt. Und in Daniel 7, wofür steht das vierte Tier? Das römische Reich. Und das kleine Horn steht für? Das Geistliche Rom. Heidnisches Rom, päpstliches Rom. In Daniel 2. In Daniel 7. In beiden Fällen haben wir auch Europa mit dabei. Aber der Schwerpunkt ist: Heidnisches Rom, päpstliches Rom. Heidnisches Rom, päpstliches Rom.
[29:11] Gibt es diesen Übergang von heidnischem Rom zu päpstlichem Rom auch in Daniel 8? Wie wird das heidnische Rom in Daniel 8 dargestellt? Mit welchem Symbol? So richtig schönes, gutes, altes Prophetiestudium heute. Das ist fantastisch. Als kleines Horn. Das römische Reich wird in Daniel 8 als kleines Horn dargestellt. Schaut mal in Daniel 8, Vers 9. Da heißt es: „Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn hervor, das tat außerordentlich groß, gegen den Süden und gegen den Osten und gegen das herrliche Land.“ Wer ist das herrliche Land? Was ist das herrliche Land? Israel. Das war die Nation, die Israel besetzen würde. Das war das römische Reich. Die Römer haben Israel besetzt und haben zur Zeit von Jesus die Juden unterdrückt. Sie kommen von Nordwesten, gehen gegen Süden, Ägypten, gegen Osten und gegen das herrliche Land. Das ist das römische Reich. Das römische Reich wird als kleines Horn dargestellt. Wie wird das päpstliche Rom in Daniel 8 dargestellt? Auch als kleines Horn. Das bleibt das kleine Horn. Es verändert sich nur ein bisschen. Denn wir sehen später in Vers 12: „Und das Herr wurde dahingegeben samt dem Beständigen wegen des Frevels, und das Horn warf die Wahrheit zu Boden. Unser Unternehmen gelang ihm.“ Erst kämpft es gegen politische Mächte, Norden, Süden, herrliches Land. Dann kämpft es gegen die Wahrheit.
[30:52] Das heißt, wir finden etwas, was wir beobachten müssen, schon nach Daniel 2. In Daniel 2 haben wir das Eisen. Das Eisen bleibt, aber mit Ton vermengt wird. In Daniel 3 bleibt Rom, bleibt Rom, verändert sich aber ein bisschen. In Daniel 7 haben wir das vierte Tier, das schreckliche Tier. Das bleibt, aber jetzt da ein kleines Horn im Fokus steht. In Daniel 8 haben wir ein kleines Horn. Das kleine Horn bleibt, aber seine Kampfweise verändert. Von horizontal Richtung vertikal. In allen drei Bildern ist eine Idee die gleiche. Nämlich, dass da etwas bleibt und sich nur geringfügig verändert und dadurch das fünfte Reich entsteht. Das fünfte Reich ist eigentlich nur eine Veränderung des vierten Reiches und das ist der Hintergrund für Offenbarung 13. Genau dieser Wechsel auf dem Sand des Meeres von dem Drachen zu dem Tier ist genau das, was wir gerade sehen. Denn es sieht fast genauso aus, hat aber eine kleine Veränderung.
[31:55] Wofür steht dann also der Drache nach dieser Logik? Wenn wir also in der Prophetie zwei Reiche finden, die fast identisch sind, nur leichte Änderungen haben für das heidnische Rom. Ja stimmt, der Drache steht für Satan, aber der Drache steht historisch auch für das heidnische Rom. Denn der Satan in seinem Kampf gegen Jesus hat nicht Babylon benutzt, nicht Medopersien und nicht Griechenland, sondern das heidnische Rom. Und das ist auch der Drache gewesen, der die Frau verfolgt hat, das heidnische Rom, das die Christverfolgung gehabt hat.
[32:41] Dazu muss man etwas verstehen, dass ich euch nur ganz kurz andeuten will. Ich hoffe, dass ich euch nicht zu sehr verwirre. In Offenbarung 12 und Offenbarung 13, weiß jemand, wo dieses Tier nochmal vorkommt? Dieses Drache, dieses Tier mit sieben Köpfen, zehn Hörnern, erst als Drache, dann als Tier aus dem Meer, wo kommt es nochmal vor? In Offenbarung 17 kommt es nochmal vor. Was hat sich da geändert? In Offenbarung 17, schaut mal in Offenbarung 17 und dort in Offenbarung 17 sehen wir es fest. Drei. Es hat sieben Köpfe, zehn Hörner. Wie viel Kronen? Keine Kronen, dafür aber, wie viel? Genau, viele Namen der Lästerung am ganzen Körper. Wir sehen also eine weitere Transformation. Es gibt also davor noch eine heidnische Phase, eine päpstliche Phase, mittelalterliche Phase und etwas, was wir noch sehen werden.
[34:04] Warum mache ich das? Ich will euch kurz etwas Wichtiges zeigen, weil man sonst verwirrt wird. In Offenbarung 12 ist der Fokus heidnisches Rom. Aber Offenbarung 12 beschreibt auch, was davor war, das ist der Ursprung, daher kommt der Kampf. Und dann beschreibt Offenbarung 12 auch schon ausblickartig das päpstliche Rom, wenn es heißt: „Die Frau floh in die Wüste.“ Der Schwerpunkt ist beim heidnischen Rom, aber es gibt auch einen Hinweis schon, woher kommt das Ganze und wohin geht das Ganze. In Offenbarung 13 haben wir dann das päpstliche Rom und trotzdem gibt es einen Hinweis auf das, was schon war. Zum Beispiel in Vers 2 haben wir gesehen, der Drache übergibt all seine Macht und so weiter. Es gibt diesen Hinweis noch und dann ist der Schwerpunkt in Offenbarung 13 auf dem päpstlichen Rom, aber dann gibt es auch schon Hinweise auf das, was wir dann später studieren werden. Nämlich auf das, was in Offenbarung 17 steht. Die Hauptmenge der Verse spricht dann von der Endzeit. Es gibt also in jedem Kapitel eine Menge an Versen, die von dem Hauptfokus sprechen, aber dann gibt es auch einige wenige Verse, die weisen schon hin auf die Zukunft und in dem Fall dann zurück an die Vergangenheit und dann in die Endzeit. Und Offenbarung 17 hat dann seinen Schwerpunkt in der Gemeinde. Deswegen gibt es tatsächlich in Offenbarung 12 schon Verse auf das Mittelalter, die 1260 Jahre zum Beispiel. Aber das ist nicht der Schwerpunkt. Der Schwerpunkt ist hier der Kampf zwischen der Frau, der Gemeinde, und mit Jesus zusammen und dem Satan, der versucht Jesus umzubringen und der dann am Kreuz gerichtet wird und der dann kurz danach die Gemeinde verfolgt.
[36:24] Die Transformation dieses, diesen einen Tier. Das heißt, jetzt haben wir es eigentlich schon gesagt, wir wollen es mal kurz nachweisen. Warum ist hier von Rom die Rede? Schauen wir mal an, was bedeuten die sieben Köpfe? Die sieben Köpfe. Genau, Offenbarung 17 ist das. Erstmal lesen wir Vers 9, da heißt es nämlich: „Hier ist der Verstand nötig, der Weisheit hat. Die sieben Köpfe sind die sieben Berge.“ Die sieben Berge sind die sieben Berge von Rom, weil da eine Frau drauf sitzt. Manche Leute sagen, na ja, Rio de Janeiro hat auch sieben Berge, das stimmt. Aber in Rio de Janeiro sitzt keine Kirche mit ihrem Sitz, es ist nur Rom, eine Stadt, wo eine Kirche ihren Sitz hat, wo sieben Berge sind. Deswegen ist hier Rom gemeint. Das heißt, das Tier mit sieben Köpfen in drei Phasen. Und Offenbarung 13.1: „Ich stand auf dem Sand des Meeres“ zeigt sogar zeitlich jetzt den Übergang von heidnischen Rom zu mittelalterlichen Rom.
[38:10] Wann ist eigentlich das heidnische Rom zugrunde gegangen? Das war dann so einer der Punkte, wo es dann langsam runter ging, aber wann ist das heidnische Reich zugrunde gegangen? Also politisch, militärisch, wann ist es zerstört worden? Es gibt ein exaktes Datum in der Geschichte. Haben wir mal bei den Posaunen angeschaut, aber das ist wahrscheinlich schon zu lange zurück. Es war im Jahre 476. Das ist der, wo dann Rom in Trümmern lag. 476 nach Christus und das ist so diese Zeit, diese Übergangszeit vom heidnischen Rom dann zur mittelalterlichen Rom. Wo jetzt das Meer, aus dem Meer dieses neue Tier raussteigt, das so ähnlich aussieht, aber wo die Kronen jetzt nicht mehr auf den Köpfen sind, sondern auf den Hörnern.
[39:06] Jetzt, die sieben Berge stehen vor Rom. Wofür stehen wohl die sieben Hörner? Ach übrigens, die zehn Hörner. Nur eine Sache, wir haben ja gesagt, dass Daniel 7 so die Grundlage dafür bildet, dass er vier Tiere zusammenzählt. Wie viele Köpfe haben wir dann? Wie viele Köpfe hat der Löwe? Eins. Wie viele Köpfe hat der Bär? Eins. Wie viele Köpfe hat der Leopard? Vier. Und wie viele Köpfe hat das vierte Tier? Eins. Und wie viele Hörner hat der Löwe und der Bär und der Leopard und das vierte Tier? Eins. Aber wie viele Köpfe haben die zwei? Eins. Wie viele Köpfe hat der Leopard und das vierte Tier? Eins. Und wie viele Köpfe zum Beispiel? Eins. Wie viele Köpfe hat der Löwe und wie viele Köpfe hat das vierte Tier? Eins. Und wie viele Köpfe hat das vierte Tier? Eins. Und wie viele Köpfe hat das vierte Tier? Eins. Waren die auch von einem König der griechischen Reichsaufstellung aufgenommen? In das mit sechs Körper, wofür die sieben. Dank für einen quasi, die sind die europäischen Könige, sind die europäischen Könige?
[40:50] Frage. Warum sind in Offenbarung 12 die Köpfe gekrönt, aber in Offenbarung 13 die Hörner gekrönt? Inwiefern Machtwechsel? Heidnisches Rom bedeutet, dass die Könige oder die Kaiser in Rom saßen, richtig? Da war der Kaiser, da war das gekrönte Haupt. Offenbarung 13, päpstliches Rom bedeutet, die Macht geht immer noch von Rom aus, aber der König oder der Kaiser sitzt nicht mehr in Rom, er sitzt jetzt, das sind jetzt die europäischen Staaten, nicht wahr? Da sind die Kaiser und Könige und genau dieser Machtwechsel wird beschrieben durch den Wechsel der Könige und der Kronen. Und übrigens, wie viel Kronen hat nochmal das endzeitliche Rom? Hat wie viel Kronen? Keine. Aber am Ende gibt es keine Könige und Kaiser, nicht wahr? Da gibt es dann Republiken und Demokratien und alte Dinge, aber Rom hat immer noch die Macht. Vom römischen Kaisertum zu den europäischen Königshäusern zu unseren heutigen Regierungsformen. Rom bleibt immer dasselbe, es verändert sich nur ein bisschen um den entsprechenden Geschichtslauf sich anzupassen.
[42:08] Und bevor wir schließen, ganz kurz, noch in zwei Minuten, was sind die Namen der Lästerung? Auch das ist ein Unterschied zwischen dem heidnischen Rom und dem päpstlichen Rom. Es beginnt jetzt zu lästern. Wofür steht lästern in der Bibel? Blasphemie, genau. Was bedeutet nach der Bibel Blasphemie? Gotteslästerung, genau. Wann lästert man Gott? Ja, wenn man schlecht von ihm spricht? Da war es interessant. Moment, also nicht jede Übertretung des Gesetzes ist Gotteslästerung. Das ist noch ein Unterschied. Also nicht jede Sünde ist notwendig als Gotteslästerung, denn die Bibel sagt, dass die Lästerung gegen den Heiligen Geist nicht mehr vergeben werden kann. Das heißt, es stimmt, Gotteslästerung ist Übertretung des Gesetzes, aber nicht die Übertretung des Gesetzes ist Gotteslästerung. Das ist ein kleiner Unterschied. Aber schaut mal mit mir in Matthäus 26. Matthäus 26 und dort Vers 65. Da heißt es: „Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert! Über wen spricht er? Jesus. Was brauchen wir weitere Zeugen? Siehe nun, habt ihr seine Lästerung gehört.“ Was hatte Jesus gesagt, was den Hohenpriester veranlasst, zu sagen: Jesus hat gelästert? Das hat er an einer anderen Stelle gesagt, aber hier in Matthäus 26. Er hat gesagt: „Ich bin der Sohn Gottes“, was im Wesentlichen heißt: Ich bin Gott. Er hat sich mit Gott, er hat gesagt, ich bin der Sohn Gottes. Er hat sich mit Gott, er hat gesagt, ich bin der Sohn Gottes. Ich bin von göttlicher Autorität. Und das, wenn er nicht Gott gewesen wäre, was die Juden ja geglaubt haben, vorgegeben haben, wäre das Gotteslästerung gewesen. Also erste Gotteslästerung, erster Punkt ist: Vorgeben, göttliche Autorität zu haben. Okay.
[44:05] Zweitens, schlag mir mit mir auf in Johannes 10, Vers 33. Johannes 10, Vers 33. Dort heißt es: „Damit es noch deutlicher: Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung. Und jetzt erklären wir dir, was das heißt. Und zwar, weil du, der du ein was bist, ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.“ Wenn jemand, der nur ein Mensch ist, sagt: Ich bin Gott und ich habe göttliche Autorität, ist das Gotteslästerung. Die Frage natürlich: Ist das passiert hier im Übergang vom heidnischen zum päpstlichen Rom?
[45:03] Schauen wir mal noch gemeinsam in Markus 2, Vers 7. Das ist jetzt das, was du sagen wolltest. In Markus 2 und dort Vers 7. Markus 2, Vers 7 sagt uns: „Was redet dieser solche Lästerung? Wer kann Sünden vergeben, als nur Gott allein.“ Das zweite Punkt ist: Sünden vergeben. Sündenvergebung. Wenn ich also sage, ich habe göttliche Autorität und ich vergebe dir deine Sünden, in dem Moment lästere ich Gott. Das ist biblische Gotteslästerung. Und genau das ist natürlich passiert, als vom heidnischen das päpstliche Rom sich entwickelt hat.
[46:00] Es gibt noch drei andere Verse, ganz kurz noch, da sind wir am Ende. Einen Vers müssen wir anschauen. Schaut mal in Offenbarung 2. Da haben wir noch einen Hinweis darauf, dass tatsächlich genau das gemeint ist. In Offenbarung 2 haben wir die sieben Sendschreiben und da finden wir im zweiten Sendschreiben, das ist ja die Zeit der Verfolgung der Christenheit, folgenden Hinweis. In Offenbarung 2, Vers 9.
[46:36] Wir haben schon gelernt, dass der Begriff Jude oder Israel im Neuen Testament bedeutet Volk Gottes, Christen. Es geht hier also um Christen, die behaupten Christen zu sein, aber in Wirklichkeit eine Kirche Satans sind. Und welche Gemeinde hat schon im 2. und 3. Jahrhundert, noch lange vor dem allgemeinen Abfall, begonnen, diese Theorien von göttlicher Autorität, von Sündenvergebung, von Änderung des Gesetzes durchzudrücken? Das war die römische Gemeinde. Das ist die Gemeinde, als alle anderen verfolgt wurden, war die römische Gemeinde schon dabei, das zu tun. Man sagt, dass die Sonntagsheiligung in Rom lange vor den anderen christlichen Gemeinden schon ungefähr im 2. Jahrhundert begann. Und dort wird es auch als Lästerung bezeichnet. Dieser erste Abfall schon, als die anderen noch rein blieben, ist ebenfalls Lästerung. Und das ist hier dieses Tier.
[47:35] Jetzt schauen wir uns noch ganz kurz die Verse an, sind wir am Ende, wo das Wort Lästern in der Bibel im Urtext noch verwendet wird, was uns etwas zeigt über jene Macht. Schaut mal mit mir in Epheser 4, Vers 31.
[48:02] Schaut man in Epheser 4, Vers 31: „Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit.“ Wisst ihr, was im Vers davor steht? „Und betrübt nicht den Heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid.“ Was ist also, wenn ich Lästerung begehe? Ich betrübe den Heiligen Geist. Und das ist das eigentliche Problem. Die Bibel sagt, wir sollen uns davon fernhalten. Das Tier hat es am Kopf. Und Kopf heißt Denken. Kopf ist die Zentrale. All das, was dieses Tier tut, wird von diesem Gedanken gesteuert.
[48:44] Noch der vorletzte Text. Schaut mal in Judas 1, Vers 9. Da wird auch dieses Wort für Lästern gebraucht. Schaut mal in Judas 1, Vers 9.
[49:14] Von wem ist hier die Rede? Wer ist der Erzengel Michael? Jesus. Und die Bibel sagt, selbst Jesus, der Gott ist, hat kein lästernes Urteil über den Teufel gefällt. Aber die Macht, die vorgibt, Jesus Stellvertreter zu sein, lästert. Und hat es sogar nicht nur irgendwo an der Hand oder irgendwo am Bein so als Nebenprodukt, sondern am Kopf. Was deutlich zeigt, wie weit sie von Jesus innerlich getrennt ist.
[49:56] Letzter Vers. Schaut mal, woher die Lästerungen kommen. Jetzt verstehen wir etwas über den Ursprung dieses Abfalls. Schaut mal in 1. Timotheus 6, Vers 3 und 4. Übrigens, welche Lehre entspricht der Gottesfurcht? Ja, das stimmt, noch konkreter. Welche Lehre entspricht der Gottesfurcht? Welche Lehre beginnt mit den Worten: „Fürchtet Gott“? Das Ewige Evangelium. Das heißt, wer dieses Ewige Evangelium nicht annimmt, wer die Prinzipien des ganzen Evangeliums nicht annimmt und fremde Lehren verbreitet, was passiert mit dem? Vers 4: „Überheblich, nicht wahr? Und versteht doch wie viel? Nichts, sondern krank an Streitfragen und Wortgefechten, woraus Neid, Zwietracht, Lästerung, böse Verdächtigung entstehen.“ Woher kommt die Lästerung bei diesem Tier? Wenn ihr Vers 3 nochmal anschaut, was ist die Ursache dafür? Ist Stolz, genau. Die Ursache ist, dass Verbreitung der Lästerungen in diesem Tier stattfindet. Das heißt, die Lästerungen entstehen, die Ursache ist das Verbreiten fremder Lehren. Zu stolz sein, einfach die reine Wahrheit anzunehmen. So etwas Neues zu erfinden, etwas Fremdes zu verbreiten und dadurch sich selbst zu überheben und dadurch kommt die Lästerung. Die Bibel sagt, gibt uns einen Hinweis darauf, wie das, diese päpstliche Irrlehre eigentlich entstanden ist. Dadurch, oder diese Idee, die dann sich hier ihren Ausdruck verleiht, das kommt nicht einfach von ungefähr, sondern es begann damit, dass man die einfache Wahrheit nicht annehmen wollte, stattdessen fremde Lehren verbreitet hat und sich dann aufgeblasen hat und nicht bereit war, sich korrigieren zu lassen.
[51:47] Glaubt ihr, es ist möglich, dass genau dasselbe uns auch passiert? Dass jemand, der fest im Wort Gottes steht, irgendwann nicht mehr die reine Lehre möchte und einfach mal mit etwas anderem anfängt und sich dann so aufbläst, dass er plötzlich anfängt zu lästern. Und ich glaube, und sich selbst göttliche Autorität zumäst, genau das kann uns auch passieren.
[52:14] Und, was können wir daraus lernen? Was meint ihr, was können wir daraus lernen? Aus diesem Übergang, aus dieser Entstehung der Lästerung. Wenn ich euch fragen würde, würdet ihr jeden Tag in eurem Leben Gott lästern? Würden wir alle sagen: Niemals, oder? Es würde uns gar nicht in den Sinn kommen. Glaubt ihr, die ganz frühen Christen in Rom, wenn man die gefragt hätte: Würdet ihr jemals Gott lästern oder eure Nachkommen? Würden auch niemals. Aber es entstand dadurch, dass man fremde Lehren verbreitet hat und die gesunden Worte nicht annehmen wollte. Und der Stolz, der dann entsteht, wenn man etwas Neues, Neuartiges, was nicht ganz hundertprozentig übereinstimmt mit der Bibel, und sich nicht korrigieren lassen möchte, führt automatisch dazu, dass man dann dort endet. Und deswegen sind viele, viele schon an einem Punkt geendet in ihrem Leben, wo sie niemals gedacht hätten, dass sie dahin kommen. Das hat dann zu schweren Komplikationen geführt. Aber das werden wir das nächste Mal anschauen. Nächstes Mal werden wir dann mehr über Vers 2 erfahren, über den Inhalt dieses Reiches. Heute haben wir den Übergang gemacht. Vers 2 wird uns dann sagen, was ist da alles genau vorgefallen. Bis dahin wollen wir uns vornehmen. Wir wollen uns vornehmen, keine fremde Lehre zu verbreiten, oder? Und einfach die gesunden Worte anzunehmen. Und zwar nicht nur den anderen zu geben, sondern erstmal selbst anzunehmen, damit wir selbst wachsen dürfen.
[54:42] Wollen wir noch gemeinsam beten? Lass uns noch beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen. Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Dank sagen, dass deine Bibel so viel Freude macht, wenn wir sie studieren dürfen. Danke, dass dein Wort so klar und deutlich ist, dass wir immer wieder neue Dinge entdecken dürfen. Und danke, dass du heute auch zu unseren Herzen gesprochen hast. Wir wollen keinesfalls der Gotteslästerung schuldig werden. Wir haben gesehen, dass es dafür Ursachen gibt. Und manchmal wissen wir auch in unserem Leben, dass wir uns zu leicht aufblasen, dass wir uns für wichtig halten, dass wir uns für gut und großartig halten und uns dabei überheben. Bitte, Jesus, schenke uns die Demut, vor der wir auch im ersten Vortrag von William Miller gehört haben, dass er sich immer wieder seiner Schwachheit, seiner Demut bewusst war und seiner Bedürftigkeit. Gib, dass du alles in uns vollbringst und dass du uns bewahrst vor den Irrlehren dieser Zeit. Wir danken dir, dass wir dein Wort studieren können und dass du uns zeigst, wo wir stehen. Und wir bitten dich, dass du uns jetzt gesund nach Hause bringst und bald wieder zusammenführst nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu. Amen.
[55:01] Damit wollen wir uns verabschieden, euch Gottes Segen wünschen bis zum nächsten Mal in einer Woche. Und wir wünschen euch Gottes Segen im Studium seines Wortes, vor euch ein guter Heimweg. Amen.
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