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In dieser Predigt wird Offenbarung 12, Vers 8 im Detail betrachtet, der den Fall Satans und seiner Engel aus dem Himmel beschreibt. Der Sprecher beleuchtet die Hintergründe dieses himmlischen Kampfes, die Bedeutung von Anbetung und Gesetz Gottes sowie die verschiedenen biblischen Berichte über Satans Sturz. Es wird erklärt, wie Sünde innerlich entsteht und sich nach außen veräußert, und wie dies im Gegensatz zum göttlichen Prinzip steht, Gutes nach außen zu tragen. Die Predigt thematisiert auch die Rolle des Menschen als Stellvertreter Gottes auf Erden und wie Satan diese Position durch Verführung an sich riss. Abschließend wird die Hoffnung auf die Wiederherstellung himmlischer Wohnungen für Gläubige thematisiert, die durch den Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz und den Glauben an Jesus Christus möglich wird.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich Willkommen zum Offenbarungsseminar von der verschneiten und zugefrorenen Weser zur gerade mal aufgetauten Neckar. Der Frühling zieht langsam ein und wir freuen uns, dass wir gemeinsam jetzt das Offenbarungsstudium weitermachen können in Offenbarung 12 Vers 8.

[0:20] Bevor wir das aber tun wollen, wollen wir wie jeden Abend, zumindest auch heute, euch herzlich begrüßen, auch die, die ihr live zuschaut. Wollen wir gemeinsam beten und wir wollen gemeinsam niederknien und dann fangen wir an.

[0:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für das, was wir schon lernen durften heute Abend und wir möchten dich bitten, dass du jetzt bei uns bist, wenn wir dein Wort studieren und genau uns anschauen, was Offenbarung 12 Vers 8 uns sagen möchte. Bitte hilfst du uns praktische Lektionen von unserem Alltag daraus zu ziehen und zu erkennen, was du für uns getan hast und wie du uns helfen kannst in diesem großen Kampf, in den wir alle hineingeworfen sind. Bitte schenkst du uns Weisheit und sei du durch den Heiligen Geist gegenwärtig nach deiner Verheißung. Amen.

[1:05] Offenbarung 12 Vers 8 ist heute unser Thema und wenn man den Text liest in Offenbarung 12 Vers 8, stellt man relativ schnell fest, dass das ja eigentlich nur eine Fortführung von Vers 7 ist. Da heißt es nämlich in Vers 8: Aber sie siegten nicht und ihre Städte wurden nicht mehr im Himmel gefunden. Wer ist sie? Der Drache und seine Engel. Wenn man den ganzen Vers vorliest: Und es stand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften. Damit ist klar, aber sie, Drache und die Engel, siegten nicht und ihre Städte wurden nicht mehr im Himmel gefunden.

[1:45] Wir haben letzte Woche ja schon uns mit diesem großen Kampf ausgetauscht, wir haben gesehen, was die Prinzipien dahinter sind, wir haben gesehen, wer Michael ist. Michael ist Jesus Christus, wir haben gesehen, wer der Drache ist, der Drache ist Satan, wir haben gesehen, dass es ein Kampf der Ideen und der Gedanken ist. Wir haben gesehen, das große Thema im großen Kampf ist, was für ein Gegenstand. Worum geht es? Es geht um welches Thema? Anbetung. Anbetung, ja das stimmt, aber die große Auseinandersetzung geht um ein bestimmtes Schriftstück und das Gesetz Gottes, nicht wahr? Und die zehn Gebote. Wir haben gesehen, dass Jesus in seiner Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist und dass Satan mit seiner Sünde die Übertretung des Gesetzes verkörpert. Und darum geht es: die Frage, brauchen wir das Gesetz, brauchen wir es nicht, kann man es halten, kann man es nicht halten, muss man es halten, muss man es nicht halten. All diese Fragestellungen sind im Zentrum dieses großen Kampfes. Und wir haben gesehen, dass dieser große Kampf nicht nur zwischen Michael und Satan stattfand, sondern auch zwischen deren Engel, deren Nachfolgern. Und wir haben gesehen, dass ein Drittel aller ungefallenen Engel sich auf die Seite Satans geschlagen hat.

[2:52] Jetzt lesen wir hier: Sie siegten nicht und sie wurden deswegen aus dem Himmel geworfen. Kennt jemand noch eine Stelle in der Bibel, wo darüber gesprochen wird, dass Satan vom Himmel gefallen ist oder aus dem Himmel geworfen worden ist? Genau, wir haben diese Stelle in Jesaja 14 und dort Vers 12. Da wird von der gleichen Sache geredet. Wir können uns das ganz kurz nochmal anschauen, wir haben es, glaube ich, letztes Mal ja schon ein bisschen näher betrachtet.

[3:31] In Jesaja 14 Vers 12 heißt es: Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du heller Morgenstern. Hier steht in der Vulgata, in der lateinischen Übersetzung, das Wort Lucifer. Lucifer ist nichts anderes als was? Der Lichtträger, so wie der Morgenstern das Licht trägt. Und die Frage ist eigentlich, sind wir eigentlich berechtigt, Lucifer, Lucifer zu nennen? Wenn das auch nur aus der katholischen, aus der lateinischen Übersetzung der Bibel kommt? Ist es berechtigt, ihn Lucifer zu nennen, wenn der Text doch gar nicht im Hebräischen Lucifer sagt, sondern das Wort Lucifer nur aus der lateinischen Übersetzung kommt, aus der Vulgata? Also im Hebräischen heißt es übersetzt dann der Morgenstern. Das genaue Wort fällt mir jetzt gar nicht ein. Ist das ein Problem, wenn wir ihn Lucifer nennen? Das stimmt, die Frage ist, also das Wort, das ist ja ein lateinischer Name und im Himmel ist er wahrscheinlich nicht mit diesem lateinischen Namen angeredet worden, Lucifer. Ich glaube, ich stoße jetzt eine Krise, aber ihr braucht keine Krise haben.

[4:57] Frage: Hat irgendjemand auf den Namen Nebuchadnezzar gehört in Babylon? Nein, der hieß Nabu-Kuduri-Usur auf babylonisch. Warum nennen wir ihn Nebuchadnezzar? Weil es in unserer Sprache. Was meint ihr, wenn ihr in China nach Peking fragt, wo kommt er raus? Nirgendwo. Die Stadt heißt wie in Chinesisch? Beijing. Und so kann man durchgehen. Es gibt so viele Fälle, wo wir Konfuzius, glaubt ihr, irgendjemand weiß in China, wer Konfuzius ist? Das ist ein lateinischer Name, das heißt eigentlich Kung-Fu. Aber trotzdem sagen wir Konfuzius. Und ich glaube, das ist kein Problem, weil wir alle wissen, was gemeint ist. Also lasst euch davon nicht irre machen, wenn jemand sagt, ja, wir können den Lucifer nennen, weil das ist auch ein lateinischer Name. Ja, aber wir wissen, wer gemeint ist. Und Namen sind, ich will nicht sagen Schall und Rauch, aber das ist etwas, was in der Bibel ganz oft vorkommt. In der Bibel werden auch Könige mit Namen genannt, die sie in ihrer Landessprache so nicht gehabt haben, wie zum Beispiel Nebuchadnezzar oder zum Beispiel Kyros, der auch nicht Kyros hieß im Persischen und so weiter. Das ist also ganz gängige Praxis. Klammer zu, war auch gar nicht so ein wichtiges Thema.

[6:05] Gehen wir weiter. Es heißt: Wie bist du über den Höhlen abgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte? Wie bist du zu Boden geschmettert, du überwältigende Nation? Und dann haben wir das ja gelesen, was er vorgenommen hat in seinem Herzen: Ich, ich, ich. Okay, also das ist eine Stelle, wo ganz deutlich wird, dass er, der sich, übrigens, ganz kurz nebenbei gesagt, es heißt in Vers 13: Ich will zum Himmel hervorsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen. Wer sind die Sterne Gottes? Die Engel, nicht wahr? Morgen 1, Vers 20. Und was heißt es, deinen Thron über die Sterne Gottes zu erhöhen? Er will Gott gleich sein. Was heißt es, über den Engeln zu sein? Erzengel sein, denn Erzengel ist der, der über den Engeln ist. Er wollte tatsächlich die Position haben von Jesus und deswegen sagt er: Ich will Gott gleich sein, denn Jesus war Michael, der so ist wie Gott.

[6:57] Der ganze Punkt an der Sache im großen Kampf ist, dass er Jesus gehasst hat. Er wollte die Stelle von Jesus haben, denn wenn er die Stelle von Jesus hätte, wäre er Erzengel gewesen über den Engeln und dann wäre er auch Gott gleich gewesen. Sein Kampf richtete sich also eigentlich so im Fokus und nicht mal so sehr gegen Gott, sondern gegen seinen Vater. Obwohl das natürlich daran impliziert ist, du kannst nicht gegen Jesus kämpfen, ohne gegen Gott, den Vater zu kämpfen, klar. Aber sein Denken war vor allem gegen eine Person gerichtet, gegen Jesus. Das ist interessant, nicht wahr? Und ich denke, das ist heutzutage ganz genauso. Es gibt eine Person im Universum, die er am meisten hasst, und das ist Jesus Christus. Und dann könnt ihr mal euch vorstellen, wie ihr mit den Menschen, mit den Menschen denkt, die dann diesem Jesus Christus nachfolgen, seinem Erzfeind, den er am meisten hasst, die dann vielleicht sogar dem Jesus Christus erlauben, in ihrem Herzen zu regieren, dann hat er nämlich nur einen Jesus. Dann hat er ganz viele, die so denken wie Jesus. Das ist ja noch furchtbarer. Das ist der Grund, warum er uns so bekämpft.

[7:54] Kennt ihr noch eine Stelle, wo es heißt, dass der Satan, in Lukas 10, Vers 18? Wer spricht dort in Lukas 10, Vers 18? Das ist Jesus. Und Jesus sagt es ganz deutlich. Er sagt: Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. Nicht mal ein interessanter. Ich meine, es ist nicht, dass wir das nicht schon vorher gewusst haben, aber auch ein schöner Text, um zu zeigen, dass Jesus schon immer da war, nicht wahr? Dass er dabei war bei diesem großen Kampf, nicht wahr? Ich habe es selbst gesehen, ich bin Augenzeug. Ich habe gesehen, wie der Satan aus dem Himmel geworfen worden ist.

[8:34] Kennt ihr noch einen Text, wo der Satan aus dem Himmel geworfen wird? In 1. Mose 1? Nee, da kommt der Satan nicht vor. Der kommt erst in 1. Mose 3 vor. Also wir haben jetzt Jesaja 14, wir haben Lukas 10, auf Mang 12 natürlich. Also eine Stelle solltet ihr noch. Genau, Hesekiel. Welches Kapitel? Genau, Hesekiel 28. Schaut mal, da steht es nicht so explizit, aber wenn man die anderen Texte kennt, kann man das dann hier auch erkennen. Ihr kennt Hesekiel 28, da geht es um den Satan, wie er in der Form des Königs von Tyros dargestellt wird, nicht wahr? In Jesaja 14 wird er unter dem Symbol des Königs von Babylon beschrieben, hier unter dem Symbol des Königs von Tyros. Und hier wird, wie in keiner anderen Stelle, sein Leben als treuer Engel beschrieben, als er noch voller Weisheit, voller Schönheit, ein Siegel der Vollkommenheit war. Das heißt in Vers 14: Du warst ein gesalbter, schützender Cherub. Und ihr wisst ja, ich glaube, das haben wir schon behandelt, nicht wahr? Der schützende Cherub hatte welche Aufgabe? Das Gesetz Gottes zu bewahren und zu beschützen, dort hineinzuschauen. Und dann heißt es: Ich hatte dich dazu eingesetzt, du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mitten um den folgenden Stein. Der heilige Berg Gottes ist offensichtlich ein Symbol für den Himmel, ja, dort, wo er gewesen ist.

[10:02] Vers 15: Du warst vollkommen deine Wege, vom Tag deiner Erschaffung an, bis was in dir gefunden wurde? Missetat oder Sünde. Und steht bei euch an oder in? Genau, manche übersetzen an dir, manche in dir. Jetzt das Hebräische ist eigentlich genauer, wenn man es übersetzt: in dir. Macht auch schon einen Unterschied, nicht wahr? Man sagt, da ist Sünde an dir oder Sünde in dir. Es fing nicht äußerlich an, es fing innerlich an und ging dann von innen nach außen. Eigentlich alles in der Welt geht von innen nach außen, nicht wahr? Sünde geht von innen nach außen, das Evangelium geht von innen nach außen, Mission geht von innen nach außen. Das ist ein Grundprinzip des Lebens, von innen nach außen. Und so ging es bei Sünde auch. Es ging mit dem Denken los, nicht wahr? Sünde wurde in ihm gefunden. Und dann hat es sich veräußert, nicht wahr? Wir sprechen auch, wenn man Handelsgeschäfte treibt, ich veräußere etwas. Deswegen heißt es hier in Vers 16: Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden. Es begann also innen drin, aber indem er das nach außen getragen hat, hat es sich vertieft in seinem Herzen. Interessanter Mechanismus, nicht wahr? Weil diesen Mechanismus hat Gott eigentlich geschaffen für das Gegenteil, für das Positive. Das Gute, dass er in uns anfängt, wenn wir es nach außen tragen, wird mehr in uns. Das ist das Prinzip in der Mission. Fang mit dem wenig, was du hast, an, geh nach außen, sag es einem anderen und indem du das Gute verkaufst sozusagen, indem du das Gute weitergibst, wird es mehr in dir.

[11:28] Und wie bei allen Mechanismen, die Gott geschaffen hat, wenn man sie umdreht, wenn man sie pervertiert, funktionieren sie immer noch nach dem gleichen Prinzip, nur als entgegengesetzter. Er hat das Böse, was er selbst überlegt hat, nach außen getragen, dadurch wurde er immer mehr mit Bösem erfüllt. Heißt also, übrigens, dahinter ist ein Prinzip, falls ihr mal darüber nachgedacht habt: Eine Sache ist schon schlimm genug, wenn ich sie denke, okay? Das ist schon Sünde. Wenn ich sie aber nach außen trage, wenn ich sie ausspreche oder sogar danach handle oder sogar noch viertens andere dazu auch anstifte, dann wird die Sünde immer schlimmer. Es macht also schon einen Unterschied, ob ich etwas nur denke oder noch tue. Genau.

[12:15] Das heißt, selbst dann, wenn ich, man kann nicht auf die Idee kommen, zu sagen, okay, jetzt habe ich in Gedanken schon gesündigt, jetzt ist es eh zu spät, jetzt kann ich sie auch ausführen. Ich muss ja ohnehin um Buße dann beten, ich muss ja ohnehin um Reue bitten, ich muss ja ohnehin mich bekehren. Weißt du, wenn du das schon mal so gedacht hast? Einige Stunden ganz energisch mit dem Kopf. Ich denke, das kann einfach passieren, dass man sich ertappt und man ist plötzlich in Gedanken gewesen, hat bestimmt eine bestimmte, hat vielleicht schlecht gedacht über jemanden oder hat einen unreinen Gedanken gehabt oder was auch immer, in Gedanken etwas gedacht und man sagt, jetzt muss ich sowieso mich bekehren, ich muss sowieso um Verzeihung bitten, jetzt kann ich es auch gleich noch tun, ich kann es gleich noch aussprechen. Aber der Text macht ganz deutlich, je weiter wir gehen, desto schlimmer wird es. Deswegen ist es immer besser, sofort aufzuhören und nicht zu sagen, okay, naja, kann ich noch einen Schritt weiter gehen, weil wer weiß, ob ich mich dann nicht schon verhärte. Deswegen, das ist eine praktische Lektion, die wir lernen können. Selbst dann, wenn ich einen Gedanken gesündigt habe, ist es besser, gleich zu Jesus zu kommen, als erst noch das in die Tat umzusetzen.

[13:13] Er hat es jedenfalls nach außen getragen und hat dadurch sein Inneres mit Frevel erfüllt. Was heißt erfüllt? Was bedeutet das Wort erfüllt? Voll sein, nicht wahr? Und mit anderen Worten, in ihm war es dann irgendwann ganz voll nur noch mit Bösem. Und kennt ihr eine Anzugsstelle in der Bibel, wo irgendjemand nur noch Böse war? Wo da nichts Gutes mehr war? Wo jemand oder irgendwer ganz angefüllt war mit Bösem? Jules, stimmt, der Satan, nicht wahr, ist dein Herz getrogen? Gibt noch eine Anzugsstelle im Alten Testament, da war es nicht nur eine Person, sondern sogar eine ganze Menge. Ja, aber man konnte doch gerettet werden, da war irgendwo noch so eine kleine Kammer, nicht wahr? Vor der Sintflut, da heißt es vor den Menschen, denn ihr Sinnen war nur Böse, immer nur Böse den ganzen Tag, nicht wahr? Nur Böse den ganzen Tag, immer nur. Das heißt, da gab es, da war kein, in dem Herzen war kein Luftloch mehr übrig, da war kein Spalt mehr frei für den Heiligen Geist. Das war alles angefüllt bis oben hin, da passte kein Blatt Papier Heiliger Geist mehr dazwischen, ja? Bis an den Rand angefüllt mit Bösem. Und das war der Punkt, wo Gott sagen konnte: Ich kann nicht mehr, nicht wahr? Ich kann nichts mehr für sie tun, ich ziehe mich zurück.

[14:27] Und das ist der Prozess, den Satan durchlaufen hat. Er war nicht durch eine Sünde plötzlich verloren, dass ihm das bewusst ist. Er hat sein Inneres mit Frevel angefüllt, erfüllt, Stück für Stück, Stück für Stück, bis es irgendwann nicht mehr weiter ging. Und wir können davon ausgehen, dass Gott versucht hat, ihn zu ermahnen, ihn zu zeigen, was die wahre Position von Jesus ist, warum es keinen Sinn macht, gegen den eigenen Schöpfer anzurebellieren, dass Gott Liebe ist und so weiter, hat es ja alles gesagt. Aber Lucifer hat ihm buchstäblich nicht geglaubt. Und Gerechtigkeit kommt nun mal aus Glauben. Hat ihm nicht geglaubt, hat immer weiter gemacht, immer weiter gemacht, immer weiter gemacht, bis er im wahrsten Sinne des Wortes die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hat. Und das Zeichen davon war dann offener Kampf, offene Rebellion, offener Krieg gegen Gott.

[15:15] Und dann heißt es hier in Vers 17: Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit, du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt, so habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor den Königen zum Schauspiel gemacht. Da haben wir dieses Bild: Ich habe dich herabgeworfen auf die Erde. Fast. Die Idee ist die, wir haben es ja vielleicht schon ab und zu mal angesprochen, in der ganzen Bibel gibt es nicht eine einzige Stelle, wo der Satan selbst persönlich, wie er aussieht, dargestellt wird. Jedes Mal, wenn der Satan beschrieben wird, finden wir ihn beschrieben hinter irgendjemand anders. Beispiel: 1. Mose 3, wer spricht da? Die Schlange. Jetzt die Schlange ist nicht gleich Satan, der Satan die Schlange benutzt, dahinter. In Offenbarung 12 finden wir nicht den Satan, wie er da wirklich als Engel dasteht, sondern wir finden ihn in dem Symbol des Drachen. In Jesaja 14, was wir gerade gelesen haben, ich will mich emporheben. Wenn ihr ans Anfang des Kapitels geht, heißt es da über den König von Babylon. Hier steht der König von Tyrus. Das heißt, jedes Mal wird der Satan angeschrieben oder angesprochen hinter einem Symbol.

[16:38] Und hier ist das Kuriose an der Sache, das Paradoxe: Er, der sich ständig versucht zu erhöhen und sagt, ich möchte größer sein, ich möchte bekannter sein, muss sich ständig verstecken, damit man ihn nicht entdeckt. Während Jesus, der dienen möchte und dienen möchte, ständig offenbar wird. Er offenbart sich. Das ist die Offenbarung Jesu Christi. Gott ist ein transparenter Gott, aber Satan, der ständig versucht, sich selbst zu erhöhen, kann das nur tun, indem er sich selbst versteckt. Und eigentlich merkt man, wie krank das System ist und wie unmöglich er sein muss, weil er nie das wirklich bekommt.

[17:09] Ein anderes Prinzip ist in Offenbarung 13, da heißt es, dass der Drache angebetet wird, weil das Tier angebetet wird. Mit anderen Worten, jeder, der das Tier anbetet, betet auch den Drachen an, ohne es zu wissen. Denn der Satan weiß, er kann die allerwenigsten Menschen beten zu ihm direkt. Es gibt ein paar total Verrückte, die beten zu Satan direkt. Die sind wirklich hilflos, also ziemlich daneben. Aber die allermeisten würden das nicht machen. Also findet er einen Umweg. Er ist auch zufrieden, wenn man ihn quasi second-hand anbetet. Das zeigt sein Denken.

[17:44] Und wenn man das genau anschaut, merkt man, der König von Tyrus kann das hier nicht wirklich gewesen sein. Und wenn ihr noch weiter hinschaut, werdet ihr sehen, dass in Hesekiel 28, Vers 2 spricht von dem Fürsten von Tyrus und in Vers 12 von dem König von Tyrus. Es ist fast so, als wenn man sagt, die Prophezeiung geht an den Fürsten von Tyrus. Da gibt es einen Herrscher von Tyrus, aber über dem Fürsten steht noch der König von Tyrus. Das ist so, als wenn ein Prophet zum Königsthron kommt, den König anspricht, anspricht, anspricht und irgendwann quasi über die Augen schaut und sagt: Ich weiß, wer dahinter steht, wer die Fäden wirklich in die Hand zieht und da wirklich den König lenkt und leitet.

[18:17] Und einer der Gründe, warum diese Nationen genannt werden, der König von Babylon wird erwähnt, weil natürlich Babylon diese Idee hatte schon von allen Zeiten her, Selbsterhöhung, nicht wahr? Turmbau zu Babel. Der König von Tyrus wird hier gewählt, weil Tyrus war eine bekannte Handelsstadt. Und diese Idee von Verkaufen, nicht wahr? Die Idee Verkaufen wird dadurch deutlich. Also Gott wählt auch in diesen Prophezeiungen immer die Symbole, die einen bestimmten Aspekt verdeutlichen. Deswegen König von Tyrus hier. Und wenn ihr weiter studiert, werdet ihr sehen, dass Tyrus und Babylon oftmals in der Bibel fast identisch, also in der Prophetie verknüpft werden. Dass das, was über Tyrus gesagt wird, gilt auch für Babylon und so weiter. Aber da kommen wir heute jetzt nicht hin. Das wäre ein anderes Studium für sich. Frage beantwortet ein bisschen? Gut.

[19:07] Genau. Gehen wir jetzt einen Schritt weiter und fragen uns die Frage: Als der Satan aus dem Himmel geworfen worden ist, war das ein vollständiger Rausschmiss? Ja oder nein? Für alle, die es nicht gehört haben. Wir haben dort offensichtlich lange nach dem Rausschmiss aus dem Himmel, in Hiob diesen Hinweis, dass er da noch im Himmel gewesen ist. Schaut mal in Hiob, Hiob 1 und dort Vers 6. Dort heißt es: Es geschah aber eines Tages, dass die Söhne Gottes vor den Herrn traten und unter ihnen kam auch der Satan. Jetzt. Warum kann er wieder in den Himmel kommen, wenn er vorher aus dem Himmel rausgeschmissen worden ist? Könnt ihr mir das erklären?

[20:25] Also dann kommt die Stelle, dass er an 1. Johannes 12 auch noch aus dem Himmel geschmissen wird. Wollen wir das noch zur Verkomplizierung der Situation hinzuziehen? Lasst euren Finger an Hiob 1 und schaut mal in Johannes 12 noch. Johannes 12, Vers 31. Johannes 12, Vers 31. Da heißt es: Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden. Und dann heißt es ganz deutlich, bei welchem Ereignis das sein wird. Nämlich in Vers 32 heißt es: Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin. Welches Ereignis ist das? Die Kreuzigung. Werde alle zu mir ziehen. Jesus sagt, bei der Kreuzigung werde. Also, was wir wissen, bei der Kreuzigung wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen. Ja, war der denn vorher überhaupt hinausgeworfen? Hat er im Himmel gelebt? Die Kraft ist beschränkt.

[21:51] Erste Frage: Gibt es einen Rausschmiss aus dem Himmel vor dem Kreuz? Ja oder nein? Wer sagt ja? Wer sagt nein? Frage. Wer sagt, ich weiß nicht genau. Wer ist, also was wir von Johannes 12, 31 lernen können. Wer ist aus dem Himmel geschmissen worden? Das steht nicht in Johannes 12, 31. Das stimmt. Was steht in Johannes 12, 31? Fürst dieser Welt. Das heißt, vorher war er der Fürst dieser Welt. Logisch. Macht das soweit Sinn? Okay. Er wird hier ausgestoßen als Fürst dieser Welt. Ist das das gleiche Ereignis, das wir in Offenbarung 12, 8 haben? Ja oder nein? Schaut mal in Offenbarung 12, 8. Genau. Was steht in Offenbarung 12, 8? Wer wird dort hinausgeworfen? Der Drache und seine Engel. Werden hier Engel hinausgeworfen? Steht das irgendwas, dass Engel hinausgeworfen werden? Erstmal nicht. Das ist Offenbarung 12, 7 und 8. Das ist ein Vers davor. Es entsteht ein Kampf im Himmel. Genau, das sind wir jetzt gerade. Genau diesen Vers studieren wir gerade. Das heißt, es gibt einen Rauswurf vom Drachen plus Engel. Und wenn wir das genau lesen, schaut mal nur ein Vers weiter, lasst mal euren Finger in hier und gehen wir zur Offenbarung 12, Vers 9. Da heißt es: Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt. Jetzt, wann hat er den verführt? Vor dem Rauswurf oder nach dem Rauswurf? Danach. Aber ist die Verführung vor dem Kreuz oder nach dem Kreuz? Vor dem Kreuz. Ihr könnt es sehen, dass offensichtlich das zwei Ereignisse sind.

[24:20] Der Drache und der Engel wird rausgeworfen, auf die Erde geworfen, wo er die ganze Erde verführt und dadurch zum Fürst dieser Welt wird. Hier wird er rausgeworfen als der Drache, der Kampf wird gegen Christus. Hier wird er rausgeworfen als der Fürst dieser Welt. Das sind auf jeden Fall zwei Ereignisse.

[24:36] Jetzt müssen wir es noch ein bisschen besser zusammenpuzzeln. Wir wissen, es gibt zwei Rausschmisse. Den ersten und den zweiten. Fakt Nummer eins ist, hier ist der Drache und der Engel rausgeworfen. Hier wissen wir nur, dass der Fürst dieser Welt rausgeworfen ist, der identisch ist mit dem Drachen, nämlich Satan. Was ist mit den Engeln passiert? Fangen wir mal mit den Engeln an. Was ist mit den Engeln passiert? Dürften die Engel nochmal zurück in den Himmel? Die anderen Engel? Ja, aber der Satan wurde ja auch mit ihm geworfen und durfte später immer noch bei Hiob in den Himmel. Das haben wir gesehen. Der Satan wurde auch aus dem Himmel geworfen und durfte später immer wieder zurück in den Himmel. Hiob.

[25:11] Schaut mal mit mir in Judas. Spannendes Studium, oder? In Judas 1, Vers 6. Judas 1, Vers 6. Dort heißt es: Und dass er die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, ja, das sind diejenigen, die rebelliert haben, sondern ihre eigene Behausung verließen. Übrigens, ist das nicht interessant? Die Idee hier ist, dass sie gar nicht mal rausgeschmissen worden sind. Die sind quasi wie freiwillig gegangen, innerlich zumindest. Sie haben ihre Behausung verlassen. Sie haben den Himmel verlassen. Sie wollten mit Jesus nichts mehr zu tun haben. Deswegen wurden sie rausgeschmissen. Sie haben ihre eigene Behausung verlassen. Da heißt es: für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat. Judas 1, Vers 6. Das heißt, diese Engel, die rausgeschmissen worden sind, werden festgehalten auf den großen Tag. Und sie werden ihr Urteil empfangen. Wer wird sie richten? Die Engel? Wir, sagt der Korintherbrief. Und das wissen die. Die wissen, dass Menschen sie richten werden. Also versuchen sie die Menschen zu verführen, dass keine Menschen sie richten können.

[26:34] Es gibt Menschen, die haben Angst vor Dämonen. Wisst ihr, dass die Dämonen mehr Angst haben vor uns? Weil die Dämonen wissen, dass wir sie mal richten werden. Wir werden mal sagen, das wird ihr Urteil sein. So und so viel Stunden, Tage, Wochen, Monate, ich weiß nicht, wie viel Feuer herabkommen wird. Das wird unsere Aufgabe sein, das zu bestätigen. Diese Dämonen so viel. Das wissen die. Glaubt ihr, die haben Angst? Aber sie versuchen uns Angst zu machen, damit wir irgendwie vom Weg abkommen. Aber es hilft einmal, das mir wieder in die Perspektive zu bekommen. Damit wir ihre Gefahr nicht runterspielen. Ich will nicht sagen, dass sie ungefährlich sind. Ihr wisst schon, das ist keine Sache, mit der man spielen sollte oder irgendwie auf die leichte Schulter nehmen sollte. Aber in Christus sind wir Sieger.

[27:29] Jetzt. Die Engel sind also oft nicht festgehalten. Die haben auch keinen Grund. Wenn sie einmal aus dem Himmel geschmissen sind, warum sollten wir zurückkehren? Genauso ist es mit Satan. Eigentlich, als Satan hier rausgefallen ist aus dem Himmel, was war seine Position vorher gewesen? Er war Lichtträger. Er war ein Cherub. Was ist ein Cherub? Genau. Also zu welcher höheren Ordnung gehört ein Cherub? Ein Cherub ist eine Unterart von? Seraphim ist eine andere Unterartung von Engeln. Genau. Es gibt Engel, da gibt es dann Cherubim, Seraphim und wahrscheinlich noch andere, keine Ahnung, aber es sind die beiden, die in der Bibel erwähnt werden. Ja, es sind Engel. Man könnte auch sagen, ein Löwe ist eine Raubkatze und ein Tiger ist eine Raubkatze. Engel ist der Oberbegriff und das sind Unterarten davon. Also Cherubim ist eine besondere Art von Engeln, eine besondere Form von Engeln. Er ist ein Engel gewesen und als Engel hinausgeschmissen worden und als Engel hat er auch nie wieder Zutritt.

[28:40] Was ist die Aufgabe eines Engels? Was ist ein Engel? Ein Bote, ein Kurier, jemand, der Aufgaben übernimmt. Die Bibel sagt, dass sie Diener sind. Hebräer 11, dass sie Gesandte sind, um denen zu dienen, die das Heil ererben sollen. Gott sagt, wenn Gott dein Gebet beantworten möchte, dann sagt der Engel XY, vorwärts, da hin, runter, schnell und sie führen den Auftrag aus. Und in dieser Funktion, die hat er gehabt, er hat einen besonderen Auftrag gehabt, nämlich das Gesetz Gottes zu beschützen und diese Funktion hat er verloren und es gibt auch keine Möglichkeit, wie er sie zurückbekommen kann. Das heißt, wann immer er auf der Erde war, nicht als eine Funktion eines Engels, obwohl er ja von seiner Physikonomie her, von seiner Natur immer noch ein Engel ist, aber er hat dafür keine Verwendung im Himmel, auch kein Recht mehr, dort im Himmel zu sein, weil er kein Engel mehr sein wollte. Wenn er also in den himmlischen Rat nochmal gekommen ist, dann nur deswegen, weil er offensichtlich jetzt eine neue Funktion angenommen hat, die aber nur er hat und nicht die Engel.

[29:41] Und das schauen wir doch mal 1. Mose 3 an. Ihr kennt 1. Mose 3. Bevor wir 1. Mose 3 anschauen, lasst uns 1. Mose 1 anschauen. 1. Mose 1, Vers 28.

[30:00] 1. Mose 1, Vers 28, die Bibel sagt: Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, mehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan, herrscht über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt, auf der Erde. Welche Aufgabe hatte Adam? Und Eva natürlich auch. Wie nennt man das? Fürsten, Könige. Sind wir Könige? Sollten wir Könige sein? Sowohl im Alten Testament, als Gott den Bund mit dem Volk Israel macht, sagte, ihr seid ein königliches Priestertum. Mit den Christen sagt er genau das gleiche, 1. Petrus 2, Vers 9: Ihr seid eine heilige Nation, ein königliches Priestertum. In Offenbarung 1, Vers 5 und 6, glaube ich, ist es, wo es heißt: Der euch zu Königen und Priestern gemacht hat. Gott wollte schon immer, dass wir mit ihm herrschen, Könige sind.

[31:00] Jetzt im Mittelalter hat er eine interessante Sache. Ich glaube, das ist eigentlich durchaus von Gott. Das sogenannte Lehnswesen. Ihr könnt es so vorstellen: Gott ist der König der Könige. Der Mensch hat dann Herrschaft von Gott bekommen, die er jetzt ausübt über wen? Über die Tiere. Und wenn man jetzt ein bisschen genauer hineingehen würde, würde man sagen, okay, selbst in der Tierwelt gibt es da Hierarchien. Da gibt es Tiere, die mehr Kraft haben als andere. Es gibt sozusagen eine Rangfolge, eine Struktur, wie das so aufgebaut ist. Übrigens ist es ja offensichtlich auch bei den Engeln so, dass es da Leiter gibt und so weiter. Nein, natürlich, es sind Armeen, es sind Herrscharen. Jede Armee dieser Welt hat eine Hierarchie. Ganz, ganz, ganz deutlich. Sagt mir der Geisterbeistung auch ganz deutlich, es gibt kommandierende Engel.

[32:16] Hierarchie ist nichts Schlimmes, weil Hierarchie im Sinne Gottes, war der Mensch irgendwie benachteiligt, weil er unter Gott war? Nein. Es gab auch einen höchsten Engel, den Lucifer. Das war nicht alles alle gleich im Sinne von Rang. Es gab Hierarchien. Jetzt, der Mensch war Fürst oder König oder, also wenn wir ihn als König der Könige bezeichnen, war er der König sozusagen. Aber so ein System funktioniert nur so lange, solange jeder dem anderen quasi dient. Und Dienst ist in diesem System immer so, dass der, der oben steht, am meisten dient. Das ist das himmlische Prinzip. Gott sagt: Wer euer erster sein will, der sei euer aller Diener. Jesus ist das Haupt der menschlichen Familie, weil er am meisten gedient hat.

[33:13] Aber der Dienst, den Gott für uns tut, soll dazu führen, dass auch wir ihm treu sind und das tun, was er sagt. Das Problem in unserem Denken ist, dass so sehr drin ist, dass jemand, der oben ist, hat Macht und drückt nach unten. Das hat die Sünde so tief in uns eingegraben, dass es schwer für uns zu verstehen, dass der, der oben ist, am meisten dient. Aber so ist es im göttlichen System. Aber es bedeutet, dass wir aufgrund des Dienstes, den Gott für uns tut, aufgrund der Liebe, die er hat, dass wir ihm treu gehorchen sollen.

[33:40] Und was ist in 1. Mose 3 passiert, wenn wir dieses System betrachten? Was ist da passiert? Genau, der Mensch hat einem anderen Befehl gehorcht, nämlich ist von der Frucht. Und indem er das tut, hat er sich automatisch unter eine andere Regierung gestellt. Jetzt, wenn ich ein Fürst bin, angenommen, ich bin der Fürst von Obertürkheim. Obertürkheim gehört mir. Und der Ronny ist der Fürst von Uhlbach. Und eigentlich hat der Ronny hier nichts zu sagen in Obertürkheim, weil ich bin der Fürst von Obertürkheim. Aber wenn er jetzt kommt und macht mir Vorschläge und ich folge allen seinen Vorschlägen und tue mir das, was er sagt, im Effekt ist es dann so, dass er der Fürst von Obertürkheim geworden ist, weil ich nur das tue, was er sagt. Wenn er es schafft, mich zu versklaven und ich nur noch das tun kann, was er tut, was er sagt, dann habe ich mein Fürstenamt verloren. Dann hat er sich sozusagen das Fürstenamt von Obertürkheim geschnappt.

[34:43] Genau so ist es passiert. Der Satan hat sich durch Verführung. Es ging ihm ja nicht einfach nur darum, Jesus weh zu tun, es ging ihm darum, den Menschen zu schaden, aber er wollte dabei noch etwas für sich gewinnen, nämlich den formalen Anspruch, das formale Recht, die Erde vertreten zu dürfen.

[35:07] Was wir in Hiob 1 finden, wo die Gottesdienste zusammenkommen, scheint so zu sein, man kann es nicht hundertprozentig beweisen, aber es scheint so zu sein, dass hier diese Gotteshöhen, ihr wisst ja, Gotteshöhen heißt alle, die vom Geist Gottes geleitet sind, sind Gönne Gottes, müssen nicht Engel sein, können auch andere Wesen sein. Dass hier die verschiedenen Vertreter verschiedener ungefallener Welten zusammenkommen zum göttlichen Rat. Es scheint so zu sein, dass Gott auch so eine Art Ausschussarbeit hat, dass sie sich als Alleinentscheider, dass sie mal zusammenkommen und dann so ein Parlament bilden oder Rat oder was auch immer und dann Gott die Dinge mit ihnen bespricht, dass sie teilhaben können. Und aufgrund dessen, weil er jetzt der Vertreter der Erde ist, er das Recht hat, dort im Himmel zu sein, nicht als Engel, nicht als der gefallene Engel, sondern als Fürst dieser Welt, als formaler Vertreter der Erde.

[35:53] Jetzt, wie lange? Warum ist er dann beim Kreuz rausgeschmissen worden? Warum heißt es: Jetzt ergeht ein Gericht, jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen? Er wurde besiegt. Jesus kam und ist in seine Grafschaft eingedrungen. Er hat sie von innen erobert. Das Reich Gottes kam von innen. Und wer ist jetzt der Fürst dieser Welt? Er ist jetzt rausgeworfen. Ich weiß nur eins, aber wer ist der Fürst dieser Welt jetzt? Jesus. Denn Jesus ist jetzt der Hohepriester. Wann immer es jetzt einen Fall gibt, der im himmlischen Universum besprochen werden muss für die Erde, ist es Jesus, der dafür spricht, nicht mehr Satan. Natürlich, selbstverständlich, selbstverständlich.

[36:51] Aber versuchen wir den Gedanken zu verstehen. Jesus ist ab dieser Zeit, deswegen ist diese Heiligtumslehre so wichtig, weil er jetzt durch seinen Tod zum Hohen Priester gemacht worden ist. Der Hohepriester im alttestamentlichen System ist der Stellvertreter des Volkes, und zwar des gesamten Volkes, egal ob da einige sündigen oder nicht. Er ist der Stellvertreter des ganzen Volkes. Und Jesus ist für alle Menschen gestorben. Er ist Stellvertreter für alle, ob sie das annehmen oder nicht, nicht wahr? Denn wir waren alle unter der Herrschaft von Satan, aber wir mussten es nicht annehmen. Wir konnten eine Rebellengruppe bilden und sagen: Da kommt bald unser Führer, da kommt bald unser Jesus, der wird uns befreien. Wir glauben daran, dass er kommt. Und jetzt ist er gekommen, aber die meisten lassen sich nicht befreien. Die wollen lieber ihre eigene Rebellengruppe gegen Jesus starten und sagen: Wir fanden das andere besser. Aber rein formal im Himmel ist Jesus der Vertreter der Erde.

[37:46] Und das ist der Grund, warum er das Recht hat, wiederzukommen, diese Erde neu zu gestalten und die Seinen mitzunehmen. Und das ist der Grund, warum es diesen Rausschmiss aus dem Himmel damals gab, als er als der Engel verworfen worden ist und dann erst später, und wir werden das noch genauer anschauen, eines der nächsten Male, wenn wir dann Offenbarung 12 weiter anschauen. Das kommt in Offenbarung 12 noch genau beschrieben. Wir haben in Offenbarung 12 Vers 7 und 8 diesen Rausschmiss und in den nächsten Versen geht es dann zu diesem, wird in Offenbarung 12 alles genau beschrieben. Habt ihr bis dahin erstmal noch eine Frage oder soweit klar?

[38:21] Ja, ganz genau, offensichtlich. Aber offensichtlich nicht mehr als Engel oder ständig, sondern immer dann, wenn es darum ging, die Erde zu vertreten in irgendwelchen Angelegenheiten. Und natürlich, ganz offensichtlich, wie wir sehen im Buch Hiob, hat er das genutzt, um seine eigene Propaganda durchzudrücken und sagen, er sagt es ja so voller Liste, er sagt: Ich gehe auf der Erde umher, vom Umherstreifen und durchkreuzen der Erde, ich war überall Zutritt. Und dann sagt Gott: Kennst du meinen Knecht Hiob? Mit anderen Worten, ich habe da eine Burg, eine Festung im Land, da bist du nicht reingekommen bisher. Du hast das ganze Land erobert, aber diese Burg, die steht, da steht noch das Banner des Königreichs Gottes, mein Knecht Hiob.

[39:09] Ja, das ist ein spannendes Thema, das Reich Gottes und das Reich Satans, wie sie miteinander kämpfen. Schauen wir gemeinsam einen noch schönen Vers an in Johannes 14. Und damit schließen wir dann in Johannes 14 und dort Vers 1 bis 3. Ich würde sagen, das hat doch gar nichts mit dem Rausschmiss aus dem Himmel zu tun. Ihr werdet sehen, viel mehr, als man denkt.

[39:36] Es heißt, Johannes 14, Vers 1 bis 3: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind was? Viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt, ich gehe hin, um euch eine was? Städte zu bereiten. Darüber nachgedacht, dass diese beiden Passagen eigentlich zusammengehören. Der Satan und seine Engel haben ihre Städte verlassen und verloren. Sie hatten das mal und haben es verloren. Jesus sagt: Ihr, die noch nie da wart im Himmel, nicht wahr? Die auf dieser dunklen Erde mit dem ganzen, ganzen Dilemma geboren und seid, ich bereite euch diese Städte, die die verloren haben, bereite ich für euch vor, damit ihr genau den entgegengesetzten Weg gehen könnt.

[40:31] Mit anderen Worten, es gibt den Weg raus aus dem Himmel und den Weg rein in den Himmel. Wie, aus welchem Grund sind sie rausgeschmissen worden? Sünde. Ungehorsam gegen Gottes Gesetz. Was ist also der Weg zurück? Gehorsam. Gehorsam gegen das Gesetz Gottes. Durch die Kraft Jesu, nicht wahr? Durch den Glauben an Jesus. Sie haben damals nicht an Jesus geglaubt. Sie haben Jesus nicht geglaubt und haben deswegen die zehn Gebote gebrochen. Haben die Städte verlassen. Jesus sagt: Ich bereite die Städte vor. Durch den Glauben an mich könnt ihr gehorsam sein und den Weg in den Himmel antreten.

[41:11] Und deswegen sagt er in Vers 3: Wenn ich euch eine Städte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Nicht nur hat diese Städte vorbereitet, er holt uns auch, damit wir dann bei ihm sein können. Ganz genau. Die Engel mussten alleine gehen, aber Jesus holt uns ab. Denn er weiß, dass wir es alleine nicht schaffen können, aus eigener Kraft. Er holt uns ab. In allem. Er ist für uns gestorben, er ist unser Hohepriester, er wird für uns wiederkommen, er wird uns mit sich nehmen.

[41:40] Und ich glaube ganz fest, dass diese Plätze, die da vakant geworden sind, durch die Engel, die verloren gegangen sind, die müssen aufgefüllt werden. Und Gott möchte auch aus dir jemanden machen, der diese Position einnehmen kann. Und es gibt noch viele andere Positionen im Himmel, die zu besetzen sind. Und viele andere Freuden, auf die wir uns freuen können. Aber das ist ein interessanter Gedanke. Es gibt eine Städte im Himmel. Man kann sie verlieren, man kann sie gewinnen. Und du und ich, wir haben die große Gelegenheit, sie zu gewinnen. Wer von euch möchte sagen: Ich möchte diese Städte gewinnen? Ich möchte dabei sein.

[42:23] Wollen wir noch zusammen beten?

[42:28] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein wunderbares Wort. Wir möchten dir Dank sagen, dass wir sehen konnten, dass wir diese Städte, die Satan und seine Engel freiwillig verlassen haben, weil sie nicht geglaubt haben, dass wir diese Städte gewinnen dürfen. Dass du sie vorbereitest für uns, dass wir einmal bei dir sein dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du durch deine Kraft und diesen Gehorsam schenkst, den wir brauchen. Denn das Gesetz war schon immer und wird immer sein das große Streitthema in diesem großen Kampf. Und so danken wir dir von ganzem Herzen, dass du für uns wirkst, dass du uns hilfst und dass du uns beistehst. Und dass du uns auch heute wieder neue Dinge hast erkennen lassen, dass wir dir folgen dürfen und dich erkennen, wie du wirklich bist. Ich bitte dich, dass du uns jetzt gesund nach Hause führst und uns bald wieder gesund zusammenbringst. Amen.

[43:30] So, damit verabschieden wir uns. Nicht vergessen, jetzt am Freitag, wie viel Uhr? 19 Uhr, Gott mit uns, der erste Teil unserer Serie. Und dann am Samstagabend auch 19 Uhr. Und dann am Dienstag, wie viel Uhr? 19 Uhr, nicht 19:30 Uhr. Entgegen der Gewohnheit werden wir uns hier schon um 19 Uhr versammeln. Seid pünktlich da, wenn es dann heißt: Liebes Lieder, Gott erkennen, wie er wirklich ist. Ich freue mich schon darauf, ich hoffe, ihr auch. Bringt jemand mit und sagt es jemandem weiter. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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