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In dieser Predigt wird Offenbarung 12, Vers 16 aus der Bibel beleuchtet, der die Reaktion der Erde auf den verfolgenden Wasserstrom beschreibt. Der Sprecher erklärt die symbolische Bedeutung von Wasserströmen als kriegerische Invasionen und wie die Erde die Frau (die Gemeinde) rettet. Es werden historische Beispiele wie die Albigenser- und Waldenser-Kreuzzüge sowie die Rolle des Papsttums und die Entdeckung Amerikas als Zufluchtsort für verfolgte Christen diskutiert. Die Predigt betont Gottes schützende Hand über seine Gemeinde durch alle Zeiten.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Und herzlich willkommen zu unserem Offenbarung-Seminar. Auch heute haben wir die vorletzte Folge vor der Sommerpause. Und das ist ganz passend, denn wir haben den vorletzten Vers der Offenbarung, Kapitel 12, Offenbarung 12, Vers 16. Bevor wir den anschauen und gemeinsam betrachten, wollen wir uns Zeit nehmen, kurz niederzuknien und zu beten. Und dann wollen wir beginnen.

[0:29] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen können. Wir danken dir für die Lehren, die wir jetzt schon gerade im Adventsgeschichtsseminar erkennen konnten und die wir übertragen konnten, auch für unser Leben. Und wir bitten dich jetzt, dass wenn wir diesen Vers in Offenbarung studieren, dass du uns hilfst, ihn richtig zu verstehen. Öffne du uns die Schrift, öffne du uns deine Gedankengänge, die du gehabt hast, als du das Vers niederschreiben lassen. Und bitte gib, dass wir erbaut werden dadurch, gekräftigt werden und von dir geführt und geleitet werden. Wir danken dir, dass du jetzt bei uns bist nach deiner Verheißung und bitten dich um deinen Segen. Wir beten im Namen Jesu. Amen.

[1:15] Offenbarung 12 und dort Vers 16. Wir haben das letzte Mal uns kaum zurückhalten können, den noch nicht anzusprechen, weil er so intensiv verbunden ist mit dem Vers 15. In Vers 15 hatten wir gelesen: „Und die Schlange schleuderte aus ihrem Maul der Frau Wasser nach, wie einen Strom, damit sie von dem Strom fortgerissen würde.“ Und die Erde half der Frau, und die Erde, das ist jetzt Vers 16: „Und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Maul geschleudert hatte.“

[1:54] Also um den Vers richtig zu verstehen, müssen wir den Vers 15 richtig verstehen. Wir haben es ja letztes Mal angesprochen. Vielleicht ganz kurz zur Wiederholung. Wir wissen ja, der Drache steht für den Satan und für all die Mächte, die er benutzt, um sein Werk zu tun. Die Frau steht für die Gemeinde. Und der Wasserstrom stand wofür?

[2:19] Denn hier ist ja ein Wasserstrom, wir haben darüber gesprochen, dass es in der Bibel Stellen gibt, wo ein Wasserstrom tatsächlich erwähnt wird, nicht nur Wasser. Also Wasser steht für Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen, das stimmt. Welcher Vers war es nochmal? Letztes Mal haben wir uns vorgenommen, es auswendig zu lernen. Genau, Offenbarung 17, Vers 15. Offenbarung 17, Vers 15 sagt uns, dass Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen durch Wasser dargestellt werden. Aber vielleicht nochmal ganz kurz als Wiederholung, damit wir das auch haben. Zum Beispiel in Jesaja 8 und dort Vers 7.

[3:04] Ich glaube, es war letztes Mal nicht ganz so super deutlich. Hat mich hinterher jemand nochmal gefragt, deswegen wollen wir es nochmal wiederholen. Es geht um die Frage: Wenn Wasser Völker, Nationen, Stämmen und Sprachen sind, wofür steht dann ein Wasserstrom? Und da heißt es in Vers, in Jesaja 8 und dort Vers 7: „Siehe, so wird der Herr die starken und großen Wasser der Stromes über sie bringen.“ Wen bringt er? Den König von Assyrien mit seiner ganzen Herrlichkeit. Der wird sich über all seine Flussbetten ergießen und über alle seine Ufer treten.

[3:45] Jetzt, wovon spricht der Prophet hier? Was hat der prophezeit, der Jesaja? Wenn er dieses Bild verwendet, also wie hat sich das erfüllt? Genau, wie wurde das Volk eingenommen, also wie wurde Israel eingenommen? Kriegerisch, durch eine Armee. Da kam also eine Armee und kam in das Land Israel und hat das Land Israel zerstört. Das war die assyrische Armee. Jetzt, warum wird das mit einem Strom verglichen, der über seine Ufer tritt?

[4:23] Genau, das ist die Idee. Solange der Wasserstrom in seinem Flussbett ist, ist es sozusagen das Volk, das in seinen eigenen Grenzen bleibt. Wenn der Wasserstrom sich ergießt und es zu einer Überschwemmung kommt, dann ist es ein Symbol dafür, dass diese Nation seine Grenzen überschreiten wird, eine andere Nation einnehmen wird oder verheeren wird. Und wir wissen, dass Überschwemmungen ein verheerendes Resultat haben. Haben wir uns erst vor kurzem wieder davon überzeugen dürfen. Und genauso ist es auch mit Kriegen. Wenn eine Nation sich erhebt, andere Nationen einzunehmen, dann ist eine verheerende Konsequenz die Folge.

[5:01] Es gibt auch andere Verse, die das deutlich machen. Schaut mal zum Beispiel einen ganz berühmten Vers, den haben wir letztes Mal vergessen, deswegen möchte ich ihn noch nachtragen, in Daniel 9. Worum geht es in Daniel 9? Es geht um das Gebet, das stimmt. Die allermeiste Zeit geht es ums Gebet und ganz am Ende geht es dann auch noch um die Prophetie. Was für eine Prophezeiung geht es da in Daniel 9? Die 70 Wochen, die sich dann auf den Messias beziehen, den kommenden Messias. Und dann gibt es ein Detail in dieser Prophezeiung, das wir meistens nicht so ausschuldig behandeln, wenn wir Infektion haben, weil es jetzt nicht direkt mit dem Messias zu tun hat. Aber dort in Vers 26 heißt es: „Und nach 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden.“ Wer war der Gesalbte? Jesus, der Messias. Und die Ausrottung bezieht sich auf? Auf die? Wie ist der Messias ausgerottet worden? Auf die Kreuzigung, richtig, durch den Tod. „Und ihm wird nicht zu teilen werden.“ Und jetzt Achtung: „Die Stadt aber, samt dem Heiligtum, wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören und sie geht unter in der überströmenden Flut und bis an das Ende wird es Krieg geben. Festbeschlossene Verwüstung.“

[6:11] Frage: Um welche Stadt geht es hier? Um Jerusalem. Welches Heiligtum? Der irdische Tempel. Und wie soll nach dieser Prophezeiung die Stadt und das Heiligtum zerstört werden? In der überströmenden Flut. Wie viel Wasser ist angestiegen, um Jerusalem zu begraben? Keines. Es ist also ein Symbol. Wie hat sich das erfüllt? Was war diese Flut, die Jerusalem zerstört hat? Der Krieg, die römische Armee.

[6:48] Das heißt, wir haben jetzt zwei typische Beispiele aus der Prophetie, aus Jesaja und aus Daniel, die zeigen: Der Krieg durch eine feindliche Armee wird durch einen Wasserstrom oder eine Flut dargestellt. Das wird auch im Vers 27 mal deutlich. Da wird mit den vielen einen festen Bund schließen, eine Woche lang. Und in der Mitte der Woche wird der Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen. Und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt. Und zwar bis die festbeschlossene Vernichtung sich über den Verwüste ergießt. Also dieses Bild von Verwüstung und Wasser sich ergießt, das ist etwas, was in der Bibel ganz oft zusammen geht.

[7:20] Das heißt also, halten wir fest, Wiederholung ist damit abgeschlossen: Dieses Wasser, das aus dem Mund des Drachen kommt, war was in Wirklichkeit? Kriegische Konflikte, feindliche Soldaten, die im Auftrag des Satans und damit seiner Gefährten, der Kirche der damaligen Zeit, die letztendlich Satans Werk getan hat, wie wir aus Daniel 7 wissen, auf dem Magen 13, die dort in dessen Auftrag versucht haben, die wahren Gläubigen zu töten. Beispiel, das haben wir letztes Mal angedeutet: die Kreuzzüge gegen die Albigenser, gegen die Waldenser und gegen viele andere Gruppierungen, gegen die Hugenotten, wo die etablierte Kirche immer tatsächliche Soldaten, tatsächliche Armeen verwendet hat. Das heißt, die Prophezeiung hatte uns gesagt, die wahre Kirche wird bedroht werden durch kriegerische Maßnahmen.

[8:16] Jetzt in Vers 16, den wir heute anschauen, wird uns gesagt, was die Antwort Gottes darauf ist. Was passiert in Vers 16? Die Erde verschwindet, aber was passiert vorher noch? Die Erde hilft und sie tut sich auf und verschlingt das Wasser. Jetzt, wenn das Wasser symbolisch ist, dann ist wahrscheinlich das Auftun der Erde auch nicht buchstäblich gemeint, richtig? Also wir sollten nicht erwarten, dass jetzt mitten irgendwo in Norditalien bei einem Kreuzzug gegen die Waldenser plötzlich die Erde sich aufgetan hat und die Armee des Herzogs von Savoyen dann zum Erdmittelpunkt gefahren ist. Das ist nicht passiert. Aber offensichtlich zeigt die Bibel hier, dass es Dinge geben wird, die dazu führen, dass die feindlichen Armeen nicht mehr die wahren Christen erreichen können, genauso wenig wie das Wasser die Frau erreichen kann. Die Erde tut sich auf und das Wasser kann die Frau nicht mehr erreichen. Die Frau bleibt sozusagen trocken. Und so wird es offensichtlich im Laufe der Zeit Entwicklungen geben, die dazu führen, dass diese Staaten der damaligen Zeit es nicht mehr schaffen werden, diese Heretiker, wie sie sie genannt haben, unter ihre Kontrolle zu bringen.

[9:40] Wo kommt in der Bibel nochmal die Idee vor, dass die Erde ihren Mund auftut? Die Rotte Korach, nicht wahr? Kommt diese Idee noch vorher einmal auf? Bei Kain und Abel. Jetzt schlag mal mit mir auf.

[10:04] Ja, der Flut haben sich auch die großen, die Erde auch aufgetan, aber nicht um das Wasser zu verschlingen, sondern um das Wasser herauszubringen. In 1. Mose 4 und dort Vers 11. Dort heißt es: „Und nun sollst du verflucht sein, von dem Erdboden weg, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen.“ Das ist ein interessanter Vers. Warum hat sich der Erdboden hier aufgetan? Warum ist der Abel umgebracht worden?

[10:45] Ja, das ist die halbe Antwort, weil er treu war, aber deswegen ist er noch nicht umgekommen. Es gab jemanden, der neidisch auf ihn war, jemanden, der zwar auch Gott dienen wollte, aber halt nicht so genau, wie die Bibel es sagt, wie es damals das Wort Gottes gesagt hat, sondern halt auch ein bisschen auf eigene Art und Weise. Und als er gesehen hat, dass es dem anderen gut geht, ihm nicht, ist das passiert, was wir gesehen haben, immer passiert, wenn Fleisch und Geist gegeneinander kämpfen. Das Fleisch verfolgt den Geist. Wenn man sozusagen die Geschichte jetzt übertragen würde aufs Mittelalter, dann wäre Abel die treue Gemeinde und Kain die andere Gemeinde, die Kirche, die auch ein Opfer bringen will, aber ein falsches Opfer. Übrigens, welches Opfer bringt die Kirche eigentlich? Opfert die Kirche? Die holt jeden Sonntag ein Opfer. Und wie viel Blut ist da in dem Opfer drin? Er wird zwar gekreuzigt, aber ihr wisst, dass unter normalen Umständen in aller Regel man nur dort die Hostie nimmt, aber nicht vom Becher, ohne Blut. Ganz interessant, ich will das nicht zu weit ausführen, aber einfach nur, dass wir ein bisschen die Idee haben, dass tatsächlich diese Prinzipien sich immer wieder finden, von der Urzeit her bis in unsere Zeit hindurch.

[12:17] Aber jetzt denken wir drüber nach. Hier sagt es uns, dass die Erde den Mund auftut, um das Blut des Märtyrers aufzunehmen. Jetzt, was sagt Offenbarung 12 Vers 16? Sie nimmt was auf? Sie verschlingt den Strom. Wofür steht der Strom nochmal? Also in unserem Bild von Abel und Kain, wer wäre das dann? Der Kain. Das heißt, in anderen Worten: dieselbe Erde, die zuerst getränkt wird mit dem Blut der Märtyrer, sie ist es, die dann ihren Mund auftut und die Verfolger aufnimmt. Das ist ein ganz interessanter Gedanke, dass in der Bibel also beides zutage tritt.

[13:08] Jetzt gehen wir ganz kurz, wir werden das gleich noch vertiefen, zur Rotte Korach. Wo ist die Geschichte von der Rotte Korach zu finden? Es sind vierte Mose und vierte Mose Kapitel... Weiß es jemand von euch? Kapitel 13, 14, 15, 16 ist es. Vierte Mose Kapitel 16. Wir müssen jetzt nicht das Ganze lesen, aber könnt ihr mir kurz zusammenfassen, worum geht es in der Geschichte von der Rotte Korach? Es gibt Rebellion. Gegen wen? Ja, das stimmt, aber gegen wen rebellieren sie eigentlich? Gegen Aaron. Gegen Gott. Es ist Rebellion gegen Gott. Und worum besteht diese Rebellion? Was ist ihr Ziel von Korach? Sie wollen eine Position von Aaron. Was ist Aarons Position? Hohepriester.

[14:20] Jetzt, was war ihre eigentliche Position? Es waren Leviten. Es waren sogar Leviten von der Gruppe der Leviten, die die Geräte anfassen durften. Ich wüsste, die Leviten waren in drei Gruppen geteilt: die Kahatita, die Mersonita und die Gersonita. Nee, die anderen hießen anders. Gersonita, wie hießen die dritten? Mahatita? Aber es waren die Kahatita, die den Auftrag hatten, die Bundeslade und all die anderen Geräte zu tragen. Von all den Aufgaben, die man im Volk Gottes haben konnte, hatten sie die höchste Aufgabe überhaupt. Und waren trotzdem unzufrieden. An wen erinnert euch das? Der die höchste Position hatte, die man haben konnte, nämlich am Thron Gottes. Im Universum sozusagen. Und hat trotzdem dagegen rebelliert.

[15:27] Und die Bibel sagt, dass sich die Erde aufgetan hat, um sie zu vernichten. Gibt es im Mittelalter auch so eine Form von Korach-Rebellion? Gibt es da Menschen, die auch eine Position in Anspruch nehmen, die ihnen nicht zusteht? Das Papsttum. Denn was für eine Position nimmt das Papsttum für sich in Anspruch? Den Schlafnass. Er ist der Vermittler. Er nimmt für sich den Anspruch, Hohepriester zu sein. Er nimmt für sich den Anspruch, Sünden vergeben zu können. Das, was allein der Hohepriester kann. Wir haben da in der Geschichte eine Gruppe von Menschen, die das Amt des Hohenpriesters für sich in Anspruch nehmen. Und das als eine Rebellion.

[16:26] Und wir haben im Mittelalter eine Rebellion, wo Menschen auch das Amt des wahren Hohenpriesters für sich in Anspruch nehmen. Die Menschen, die es damals im Mittelalter gemacht haben, waren ja Leute, die viel Wissen über die Bibel hatten. Sie waren reich gesegnet. Und sie haben nach etwas getrachtet, was ihnen nicht zusteht. Und das ist das, was die Rebellion zu Rebellionen geführt hat. Und wie wir sehen, auch in der Geschichte von Korah, wenn jemand rebelliert, so wie bei Kain, wird er immer auch gegen die kämpfen, die treu sind. In dem Fall Aaron und Mose usw. und bringt die dann noch mit in Gefahr. Und das ist das, was wir im Mittelalter erlebt haben. Die nehmen den Teufel auf ein Drittel Hilfe. Und dann auch den Volk. Und gegen Mose und Aaron. Wir sind auch gleich, so wie du. Und das ist das Problem. Da nehmen sie sich nicht nur die. Bei Kain war er der Einzige. Und da ist jetzt ganz Erfolg.

[17:32] Du hast einen wichtigen Punkt gesagt, dass so eine Rebellion nie alleine bleibt, aber sowohl bei Satan als auch bei Korah sehen wir das, dass da andere mitgezogen werden in diese Rebellion. Und das finden wir natürlich im Mittelalter genauso. Und die Bibel sagt uns, wie Gott mit dieser Rebellion umgeht. War das etwas Gewöhnliches, dass die Erde sich auftut? Wie nennt man das?

[17:56] Schaut mal mit mir in Vers 29. Nimm dir vor, Vers 32. Es ist in Vers 29 und 30. Da sagt Mose etwas ganz Spannendes. Er sagt in Vers 29 und 30: „Wenn diese sterben werden, wie alle Menschen sterben, und gestraft werden mit einer Strafe, wie sie alle Menschen trifft, so hat der Herr mich nicht gesandt.“ Anhalt der Art und Weise, wie Korah und seine Rotte sterben würden, sollte das Volk erkennen, hat Mose von Gott gesandt. „So dass der Erdboden seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunterfahren ins Totenreich, so werden sie erkennen, dass diese Leute den Herrn gelästert haben.“

[18:37] Das heißt, die Art und Weise ist nicht einfach nur eine Strafe, sondern sie offenbart die Kraft und die Helligkeit Gottes. Diese Art und Weise, dass die Erde sich auftut, ist etwas Neues. Und sie hat einen bestimmten Zweck. Nämlich sie soll die Menschen, die das beobachten, dazu bringen, Gott zu erkennen. Das heißt, mit anderen Worten, was doch immer dort passiert ist, im Laufe des Mittelalters, was Vers 16 erfüllt, es war nicht nur etwas, was die feindlichen Armeen abgehalten hat, sondern es war etwas, was dazu geführt hat, dass Gott erkannt wird, wie er wirklich ist.

[19:13] Und unsere Frage, die wir uns jetzt noch fragen wollen, ist einfach die... Nein, einen Vers müssen wir noch lesen. Aber wir können uns die Frage schon mal legen. Wie hat sich das praktisch erfüllt, im Mittelalter oder in dieser Zeit? Wie hat sich diese Erde aufgetan? Wie ist dieser Strom an Verfolgung durch Militär, wie ist der gestoppt worden, zumindest für eine ganz erhebliche Zeit? Aber einen Text wollen wir noch anschauen, nämlich was dieses Verschlingen bedeutet. Wir haben ja gelesen: „Die Erde verschlang den Wasserstrom.“ Und zwar in 1. Korinther 15, 1. Korinther 15, Vers 54.

[20:15] Das ist eine Zeitung aus der Bibel. „Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Der Tod ist was? Verschlungen in den Sieg.“ Was bedeutet das, dass der Tod verschlungen ist in den Sieg? Wo ist der Tod dann? Er ist nicht mehr da. Das Verschlingen bedeutet, dass das, was verschlungen ist, nicht mehr da ist. Wenn ich eine Melone verschlinge, ist die Melone immer noch da. Aber das ist nicht das, was hier gemeint ist. Der Tod ist nicht einfach im Leben irgendwo verborgen. Der Tod ist weg. Dieses Wort Verschlingen meint in diesem Zusammenhang, es ist dann nicht mehr da. Nicht einfach nur irgendwo eingesperrt.

[21:13] Wir suchen eine Erfüllung, wo tatsächlich die Gemeinde zu einem Punkt kommt, die Gemeinde Gottes, wo sie durch die Vorsehung Gottes gar nicht mehr in der Gegenwart von feindlichen Mächten ist. Und jetzt ist meine Frage an euch: Wie hat sich dieser Vers erfüllt? Was ist passiert, als die Erfolgung durch feindliche Armeen aufgehört hat? Was ist die Erfüllung davon? Wie hat es sich praktisch erfüllt? Wodurch? Sie wurden geschützt.

[22:20] Das ist ein interessanter Gedanke, dass die Gefangenheit des Papstes 1798 einen Unterschied bewirkt hat. Aber Versechten spielte noch in der Periode, noch innerhalb dieser 1260 Jahre. Innerhalb dessen ging schon etwas los. Was ist es gewesen, dass der Gemeinde geholfen hat vor der Verfolgung? Das sind zwei Dinge. Eine Sache können wir noch mit erwähnen: Aus den Städten raus. Aber dann kam ja der Verfolgungsstrom auch dorthin. Die sind ja nicht Jahrhunderte ohne Deck geblieben. In Valencia, Thälern zum Beispiel. Oder in ihren Gebieten. Gott hat ihnen gegeben ein Land. Was für ein Land war das? Amerika.

[23:14] Wie wird Amerika, kommt Amerika in der Prophetie nochmal vor? Wie wird es da beschrieben? Ein Lamm-ähnliches Tier. Ein Lamm-ähnliches Tier? Das woher kommt? Aus der Erde. Warum ist dieses Tier Lamm-ähnlich? In Aufmang 13 bis 11, was Gemeinsam aufschlagen heißt, es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm. Das Lamm steht für Christus. Das war eine Nation, die christlich bis in ihre Fundamente war. Einige der Politiker, selbst wenn sie keine tatsächlichen Christen waren, haben so biblische Prinzipien in der Regierung gehabt. Wir wissen, heute ist mehr Drache als Lamm zu sehen. Aber dieses Land war wirklich tiefchristlich. Weil die ganzen wahren Christen, die wahren Gemeinde dort hin sind. Die Erde halb der Frau.

[24:29] Sicherlich kann man noch hinzufügen, dass es nicht nur Amerika war, sondern durch die Reformation, die auch in diese Zeit fällt, sind eine ganze Reihe von Gebieten auch in Europa sicher geworden. Die Idee des Verses ist, dass es Gebiete gibt, wo keine päpstliche Armee hin kann. Um 1300 herum gab es so ein Gebiet nicht. Jedenfalls das, was in der damaligen Welt bekannt war. Aber dann um 1600, es gibt Württemberg, wo die Hugenotten hinfliegen konnten. Wisst ihr, dass es in Württemberg eine ganze Reihe von Waldenser-Dörfern gibt? Perus zum Beispiel, Pienasche. Das sind alles Dörfer zwischen Stuttgart und Frankfurt, die angelegt worden sind von Hugenotten und von Waldensern, die auf der Verfolgung geflohen sind und dann ein Gebiet erreicht haben, Württemberg, das reformatorisch war, wo die päpstlichen Armeen nicht hinkommen konnten. Oder andere Gebiete wie in Brandenburg zum Beispiel, Niederlande und dann natürlich ganz besonders Amerika, denn dort konnte man nun wirklich nicht hin. Da war ein langer Ozean dazwischen.

[25:48] Da gab es dann irgendwann auch freie Gesetze. Das hat dann noch ein bisschen gedauert, bis die Christen sich der Freiheit bewusst geworden sind und die Prinzipien alle verstanden haben, aber die gab es dann auch. Das heißt, was wir sehen ist, dass es einen Ort gibt, wo die Menschen hinkonnten. Und wir können davon ausgehen, dass viele dieser Dinge, die in dieser Zeit stattgefunden haben, wie die Entdeckung von Amerika und die Reformation, eins und allein oder vor allem das Ziel hatten, einen Hafen zu bieten für diejenigen, die verfolgt und gejagt worden sind. Und das blieb dann auch so bis 1798.

[26:30] Die Verfolgung hat dann nicht noch mal groß zugenommen. Es ist eher abgenommen. Jesus sagt ja, die Zeit wird verkürzt werden. Vielleicht kann man den Vers noch lesen. Diese große Zubereitungszeit in Matthäus 24 bezieht sich ja auf das Mittelalter. Und da heißt es in Vers 22: Matthäus 24, Vers 22: „Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden. Aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.“ Ungefähr 25 Jahre vor 1798 hatte die Verfolgung selbst in den päpstlichen Ländern so gut wie fast aufgehört. Es gab es noch ein bisschen, aber eigentlich hat es wesentlich aufgehört, in den protestantischen sowieso. Gott hat dafür gesorgt, dass das früher zu Ende ging, damit die Gemeinde überlebt. Damit der Gedanke des wahren Christentums überlebt.

[27:40] Ich denke, das hat auch für uns eine wichtige Relevanz. Aber der eigentliche Kontext von Matthäus 24 ist an dieser Stelle ganz definitiv das Mittelalter. Und wird auch so im großen Kampf ganz ausgelegt.

[27:59] Gut, ihr Lieben, damit sollen wir es heute bewenden lassen für Offenbarung 12, Vers 16 mit diesem Gedanken, dass Gott zu allen Zeiten seine Gemeinde bewahrt. Meint ihr, bewahrt sie auch heute? Wird es eine Verfolgung geben? Wird diese Verfolgung dann kurz sein? Wird es Plätze geben, die Gott vorbereitet hat, wo wir uns zurückziehen können? Und Gott bereitet sie jetzt schon vor. Wenn ihr aufmerksam aufgepasst habt, auch bei der Adventgeschichte wisst ihr, Gott bereitet lange im Voraus vor, bevor wir die Handlung vollnehmen. Er bereitet wahrscheinlich jetzt schon vor, oder hat schon längst vorbereitet, die Plätze, wo wir hin können. Aber wir müssen uns bewusst sein, dass Gott das tut. Dann segle ich nach Amerika, dann gehe ich nach Baden-Württemberg, dann nach Württemberg. Wir müssen auch die Zeichen der Vorsehung, die Gott uns gibt, auch erkennen.

[29:05] Und in diesem Sinne, lasst uns Gott danken für diese Ermutigung. Und nächstes Mal werden wir dann mit Vers 17 beginnen. Und das wird natürlich eine Bombe, denn Vers 17 ist einer der wichtigsten Verse des ganzen Kapitels. Und da werden wir viel zu lernen und viel zu studieren haben. Vers 17 beschreibt dann die Epoche ab 1798. Was passiert mit den letzten Generationen der wahren Gemeinde. Das werden wir dann anschauen. Seid herzlich eingeladen dazu.

[29:38] Jetzt wollen wir noch Gott danken dafür, dass er uns das gezeigt hat heute. Und dann wollen wir noch gemeinsam niederknien.

[29:51] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von Herzen für dein Wort. Wir danken dir, dass du uns gezeigt hast, was dein Wort uns sagen möchte. Wir haben gesehen, dass du in der Lage bist, uns zu bewahren und zu beschützen, auch dann, wenn Verfolgungen uns drohen. Und dass du Wege und Mittel hast. Du hast tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Und Herr Jesus, davon danken wir dir von ganzem Herzen. Vergib uns, wo wir das vergessen haben oder uns nicht vertraut haben. Wir möchten unser ganzes Leben in deine Hände legen. Und ich bitte, dass du uns bewahrst und behütest. Und wir danken dir, dass wir dir vertrauen dürfen, dass du alles wohlmachst. Und dass du uns auch in dieser letzten Zeit Schritt für Schritt führen möchtest. Sei du bei uns, halte uns fest in deiner Hand. Und schenke uns deinen Heiligen Geist nach deiner Verheißung.

[30:45] Wir wünschen euch einen guten Nachhauseweg. Kommt nächstes Mal wieder. Bringt noch jemanden mit. Zur letzten Folge vor der Sommerpause. Nicht verpassen, die ersten Predigten von Miller. Das solltet ihr unter gar keinen Umständen verpassen. Und auf morgen, 12:17 Uhr, ein großes Highlight vor der Sommerpause. Dass ihr wirklich was zum Knabbern habt. Wir sehen uns nächste Woche wieder. Gott ist gegen euch. Viel Freude beim Studium seines Wortes. Amen.


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