In dieser Predigt spricht Nicola Taubert über die Botschaft Christi und die Wichtigkeit, sich des Evangeliums nicht zu schämen. Er beleuchtet, wie das wahre Evangelium oft im Widerspruch zum Zeitgeist steht und warum dies gerade seine Relevanz ausmacht. Taubert ermutigt dazu, die Kraft und die Botschaft des Evangeliums in vollem Umfang anzunehmen und zu verkündigen, auch wenn dies bedeutet, in den Augen der Welt als „peinlich“ oder „extrem“ zu gelten. Die Predigt betont, dass wahre Relevanz nicht im Gefallen der Menschen liegt, sondern in der Kraft Gottes, die sich in der Gerechtigkeit Gottes offenbart.
1. Die Botschaft Christi – Ich schäme mich des Evangeliums nicht
Nicola Taubert · Botschafter an Christi Statt ·Themen: Autorität der Bibel, Bibel, Bibelstudium, Erweckung, GemeindeWeitere Aufnahmen
Serie: Botschafter an Christi Statt
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Transkript
[0:00] Die Freude liegt auf meiner Seite, dass ich so viele liebe Gesichter wieder sehe nach längerer Zeit. Ich schaue gerade, wen ich nicht kenne, es gibt ein paar Kinder, die ich noch nicht gesehen habe, aber danke für die Einladung hier nach Burgstetten. Ich bin zum ersten Mal hier und es ist ein verheißungsvoller Name, Burgstetten. Der Name sagt ein Ort scheinbar, ich kenne den Ort nicht so gut, scheint hier eine Burg zu geben. Gibt es hier eine Burg? Zumindest hat dieser Ort jetzt eine Gemeinde, die eigentlich hier in diesem Ort das Lichtzentrum werden soll, darf, ist schon. Und es ist eine Herausforderung für euch, die hier seit März hier seid. Ich wünsche euch viel Segen, Kraft und viel Weisheit und Verständnis, was zu tun ist.
[1:08] Oftmals ist es so, dass wir als Adventgläubige denken, allein schon, dass wir existieren, ist schon genug. Aber das ist nicht der Fall. Mir fällt es immer wieder auf in den letzten Monaten und das will ich jetzt nicht lange ausdehnen, aber ich möchte es kurz mal erwähnen. Ich stelle einfach fest, seit einigen Jahren, seitdem ich nicht mehr als Bezirksprediger arbeite und mehr mit Andersgläubigen zusammenkomme und mit auch Nicht-Adventisten, auch Andersgläubigen anderer Religionen, sei es in Deutschland oder im Ausland, ist mir aufgefallen, was ich schon vorher wusste, aber nicht so hautnah erlebt habe, wie jetzt, dass wir sehr unbekannt sind. Und das ist schade, denn wir haben nichts zu verstecken. Wir haben nichts, wofür wir uns schämen müssen, was unser Thema heute Abend ist. Botschafter an Christi Statt – Ich schäme mich des Evangeliums nicht. Und ich könnte jetzt ganz viel darüber erzählen, vielleicht kann ich morgen ein oder zwei Erfahrungen erzählen. Ich bekomme seit einem knappen Jahr so viele Rückmeldungen per E-Mail und per Anrufe von Andersgläubigen und von Christen aus anderen Kirchen. Teilweise lerne ich sie persönlich kennen, wie jetzt am Bodensee vor ein paar Wochen bei öffentlichen Organisationen. Und ich bin so dankbar, wenn ich merke, sobald sie verstehen, was wir glauben und was wir zu sagen haben, gibt es so viele Menschen, die einfach so durstig sind und so hungrig sind nach Wahrheit.
[2:53] Und mir kommt es so vor, das kommt mir nicht nur so vor, sondern man kann es beobachten, dass gerade jetzt, wo so viele Menschen suchen, wie noch nie zuvor, noch nie zuvor, gerade jetzt diese Zeit, der Zeitgeist, in dem wir leben, alles sich auf diesen Punkt hin sich entwickelt, dass alles, was außerhalb der allgemeinen Sicht und allgemeinen Weltanschauung in die Ecke gedrückt wird und dann man dazu neigt, diese Besonderheiten, die man hat im Glauben, dass man die nicht so in den Vordergrund stellt. Ich halte das für einen großen Fehler. Ich erlebe das jetzt, dass Leute aufwachen und sagen, das ist wunderbar. Sabbat entdecken. Ich war vor einigen Monaten in Norddeutschland in einer Stadthalle bei einer Eintagesevangelisation. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, was das ist, eine Eintagesevangelisation. Das ist ein Revolver, der eine Patrone drin hat. Und die Veranstaltung geht nur einen Tag lang. Vier Themen an einem Tag für Fremde. Und ich hatte schon lange das Herzensanliegen, dass ich mal das Thema Sabbat mache. Und ich habe dann einfach den ganzen Tag, von morgens bis abends, nur über den Sabbat gesprochen. Für die Öffentlichkeit. Und die Veranstalter haben Angst gehabt, weil wir hatten 500 Sitzplätze. Und ihr werdet es nicht glauben, die Halle war drei Viertel voll. Und die kamen aus ganz Deutschland, aus Holland und überall her. Nicht Adventisten. Und es ist hochinteressant zu beobachten, dass in den Kirchen überall so viele Leute sind, die sich über das hinaus Gedanken machen, was sie bisher hören. Und sehr, sehr, sehr, sehr sehnen sich nach biblischer Wahrheit. Und da haben wir einiges zu sagen.
[4:55] Ich schäme mich des Evangeliums nicht. Das wird unser Thema sein, an diesem heutigen Abend und morgen zwei Themen. Es wird intensiv, aber es wird sicherlich gesegnet. Und das gesamte Thema wird verkürzt sein. Ich habe das länger gemacht, dieses Thema, Botschafter an Christi Statt. An dem Gedanken wird sich alles ausrichten, heute Abend und morgen, in der Predigt und am Nachmittag. Und ich glaube, ich habe erst überlegt, ob wir etwas anderes machen, aber dann hat Gott das Geist mich überzeugt, dass wir dieses Thema studieren. Weil ich glaube, dass es momentan kaum ein wichtigeres Thema gibt, über das wir studieren können. Und vielleicht gerade als junge Gemeinde hier in Burgstetten. Man kommt hierher, was macht man jetzt in diesem Ort? Was ist zu tun? Was würde Jesus tun an unserer Stelle? Was würde der Paulus als Missionar, wenn der hierher kommen würde, nach Burgstetten, was würde er machen? Worauf würde er sich konzentrieren? Was wären seine Kernthemen? Was wären seine Aktionen in die Öffentlichkeit hinein? All diese Dinge werden berührt von dem Thema. Und so bin ich ganz froh und bete, und ich hoffe, das ist auch euer Gebet, dass morgen auch kommt, dass wir etwas erleben, was mehr ist als einfach nur jetzt Informationen, die wir zusammen austauschen und studieren werden. Sondern dass, wenn viele Gedanken hier geäußert werden, Zeugnisse, Erfahrungen, und morgen früh die Predigt, dass all diese Bausteine einen Guss geben. Und das kann nur der Heilige Geist tun. Es ist ein Wunder, dass wir eins werden. Nicht nur einfach, dass ihr hört, ich rede, sondern dass wir, so wie die Bibel es sagt, eins werden im Geist. Im Geist und in der Wahrheit eins werden. Und wenn das passiert, dann kann etwas Großes passieren in unserem Leben und auch hier in dieser Gemeinde. Und zwar erfüllt zu werden im Heiligen Geist und dann bereit zu sein, für das Evangelium einzustehen, koste es, was es wolle. Und das sage ich bewusst.
[7:06] Wir leben gerade jetzt in einer Phase der Weltgeschichte, besonders in unserem Land, ganz stark, wo das Evangelium, so wie es in der Bibel steht, nicht wie es interpretiert wird, sondern so wie es in der Bibel steht, das Evangelium ein Anstoß ist. Und dann neigt man dazu, zu denken, als guter, liebevoller Mensch, niemand ein Anstoß sein zu wollen. Paulus sagt ja, es sei niemand ein Anstoß. Aber er sagt, sofern es an euch liegt. Aber hier steht Botschafter an Christi Statt. Und als Jesus auf dieser Erde war, war er permanent ein Anstoß. Überall, wo er hinging, war er ein Anstoß. Und ich werde euch heute Abend zeigen, es geht gar nicht anders. Dieses Evangelium vom Reich Gottes, so sagt die Bibel, motivierte Paulus zu einem pausenlosen, unermüdlichen Leben als Evangelist und Missionar. Und nicht deswegen, weil er irgendwas abzuarbeiten hatte, sondern weil es seine ganze Lebenserfüllung war. Es war das, wovon er lebte, wovon er zehrte, was ihm Kraft gegeben hat. Und er konnte mit Recht sagen, der Paulus, der diesen Text geschrieben hat, auf den wir unser Studium heute Abend aufbauen, er konnte mit Recht sagen, so sind wir nun Botschafter an Christi Statt.
[8:43] Wir leben in einer Zeitepoche, in der Anpassung das Leitmotiv geworden ist, unserer ganzen Gesellschaft. Anpassung an alles. Alles muss sich irgendwie anpassen. Das ist eine Zeit, in der das Christentum immer weniger unterscheidbar ist, und ich denke, das fällt nicht nur mir auf, ich hoffe, euch fällt das auch auf, in der das Christentum immer weniger unterscheidbar ist von Kultur und Zeitgeist. Das Denken, so sein zu müssen, wie die Kultur und der Zeitgeist es vorgeben, hat ein, ich würde mal sagen, ein Evangelium hervorgebracht, das bestrebt ist, relevant zu sein. Das ist so ein Stichwort. Relevant zu sein, akzeptabel zu sein. Wir wollen so oft mit dem Evangelium relevant sein und wir wollen gerne, dass die Menschen es akzeptieren, oder? Und das ist ja grundsätzlich eigentlich an der Oberfläche gesehen nicht so verkehrt. Doch ich sage es euch ganz offen, denn das wird heute sehr offen sein, unser Studium, das wahre Evangelium, so wie es die Bibels lehrt, ist nicht relevant, weil es den Normen und den Vorstellungen der Welt entspricht. Das Evangelium, an das wir hoffentlich glauben, ich weiß ja nicht, was in jedem Herzen vor sich geht, und das wir hoffentlich verkündigen, das ist relevant, weil es sich total vom Zeitgeist unterscheidet. Nicht, weil es Ähnlichkeiten gibt, sondern weil es sich komplett unterscheidet. Deswegen wird es relevant. Das Evangelium, wie die Apostel es in der Bibel verkündigt haben und die ersten Christen gepredigt haben, hat Kraft. Und zwar deshalb nicht, weil es relevant ist für ungläubige und fleischliche Menschen und akzeptabel, sondern das biblische Evangelium hat Kraft. Und das werde ich jetzt länger erklären müssen, was ich damit meine, weil es ein Skandal ist. Es ist ein Skandal für die Welt.
[11:19] Paulus sagte den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Dummheit. Und schon zu Paulus Zeiten widersprachen alle Ideologien, ich habe mal nachgeschaut, alle Ideologien, von denen ich weiß, in der Zeit vor 2000 Jahren, die bekannten Ideologien, die Strömungen, die es gab, die Weltanschauungen, sämtliche Ideologien, sämtliche Religionen, inklusive der griechischen Philosophie, widersprachen in jedem Punkt dem, was Christus sagte. In jedem einzelnen Punkt. Alles. Und ich betone und werde das belegen und könnte es auch, wenn wir mehr Zeit hätten, noch tiefer belegen. Alles, komplett alles, was die Apostel über das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt haben, stand in direktem Widerspruch zu dem, was die Masse damals geglaubt hat. Direkt.
[12:23] Und wann immer und wo immer Paulus aufgetreten ist, deswegen habe ich vorher gesagt, was würde Paulus machen, wenn er hierher, seine Missionsreise, damals über Burgstetten ginge, oder wenn er heute leben würde und würde hier ein Jahr bleiben in dieser Gegend. Wann und wo immer Paulus aufgetreten ist, das kann man lesen in der Bibel, schien es so für die Normalität und für das Etablissement, als ob der Mann ein irregeleiteter Spinner ist. Ein Schwärmer. In der Apostelgeschichte zum Beispiel, ihr dürft eure Bibel mit aufschlagen, ich habe die Texte hier alle, ich habe auch ganz bewusst keine Präsentation gemacht, weil ich glaube, dass man manchmal intensiver in die Bibel reinguckt, wenn man keine Präsentation hat. Also wenn ihr mitlesen wollt, dann sehen wir in der Apostelgeschichte, in Kapitel 26, sehen wir zum Beispiel nur eine solche Begebenheit, wo Paulus vor Agrippa steht und dem Stadthalter Festus, ihr kennt die Geschichte wahrscheinlich, um sich zu verteidigen. Und ich lese mit euch mal diesen Vers, diese zwei Verse in Apostelgeschichte 26, Vers 24. Als aber Paulus dies zu seiner Verteidigung vorbrachte, sprach Festus mit lauter Stimme, Paulus, du bist von Sinnen. Dass viele Bibel studieren, bringt dich um den Verstand. Das Bibel, habe ich hinzugefügt. Aber da steht, dass viele studieren, bringt dich über den Verstand. Aber was hat Paulus studiert damals? Aristoteles oder was? Was hat er studiert? Die Bibel. Das Wort Gottes. Deswegen habe ich es hinzugefügt. Paulus, du bist bekloppt. Du bist von Sinnen. Und der Grund, warum du von Sinnen bist, ist, du studierst zu viel in deiner Bibel.
[14:38] Und ich habe mich gefragt, was würde passieren, wenn wir so intensiv Bibel studieren würden, das Wort Gottes zu unserer Normalität werden lassen würden, als Gemeinde, als Bewegung weltweit, wie Paulus das getan hat. Ob nicht dann die Welt genauso sagen würde, wir sind bekloppt. Wir sind von Sinnen. Tut sie das nicht schon? Dass viele Bibel studieren, bringt dich um den Verstand. Geschwister, ihr Lieben, ich sage euch was. Es dauert nicht mehr lang, da wird dieser Vers, Apostelgeschichte 26, Vers 24, wird sich wiederholen, prophetisch. Wo Advent folgt, die tatsächlich mit und in der Bibel leben und die Bibel in ihnen, in uns. Wenn das geschieht, wird bald die Zeit kommen, wo das, was Paulus erlebte, zur Haltung werden wird, uns gegenüber. Ihr seid von Sinnen. Ihr seid nicht mehr klar bei Verstand. Und der Grund ist, ihr seid so Bibelfanatisch. Bibel, Bibel, Bibel. Überall habt ihr ein Bibelzitat. Überall hört man was von der Bibel. Leute, seid doch mal normal. Das wird sich bald wiederholen. Wenn immer mehr diese Fragen, die jetzt die Gesellschaft bewegen, von Gender bis zu Öko-Weltrettung und all diese Dinge, wenn wir dort das Wort Gottes sprechen lassen, werdet ihr erleben, dass wir in der Zukunft genau das erleben werden, was Paulus erlebt hat. Dass die Menschen uns für unnormal halten. Und das wollen wir nicht so gerne. Wir wollen nicht gerne so unnormal sein.
[16:28] Paulus, was erzählst du von diesem Christus und diesem Evangelium für die Heiden, dass sie sich bekehren sollen, ich zitiere, von der Herrschaft Satans zu Gott hin. Apostelgeschichte 26, 17 und 18. Du bist nicht ganz dicht. Das war die Aussage. Aber ich bin mir sicher, dass Paulus als Bibelstudent die Aussage im Psalm 119 kannte. Da bin ich mir ganz sicher. In Vers 46 heißt es, ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen, Agrippa, und schäme mich nicht. Ja, Paulus konnte das bekennen. Wir sehen das auf jeder Seite in seinen Briefen. Paulus konnte von ganzem Herzen bekennen, was in Römer 1, 16 bis 17 steht. Das möchte ich mit euch lesen. Denn dieses Zitat führt uns jetzt durch das Studium. Römer 1, 16. Paulus bekannte von ganzem Herzen, ich schäme mich des Evangeliums nicht. Ist es doch eine Kraft Gottes zum Heil für alle, die daran glauben.
[17:46] Selbst Christus blieb nicht davon verschont. Wiederholt wurden Jesus und die Apostel im Neuen Testament als irrsinnig, verrückt und als extrem beschrieben. Das heißt zum Beispiel in der Schrift in Markus 3, 21. Und als es die seinen hörten, also noch nicht mal Leute jetzt, die total eine andere Philosophie und Weltanschauung hatten, hier steht, als es die seinen hörten. Welche seinen? Wovon spricht das hier? Johannes 1, Vers 10. Er kam in sein Eigentum, aber die seinen nahmen ihn nicht an. Diese seinen sind gemeint. Als es die seinen hörten, nämlich das Evangelium in voller Macht, so wie es Jesus gepredigt hat. Er hat nicht referiert. Wir kommen gleich noch drauf in Markus 3. Als es die seinen hörten, was Jesus gepredigt hat und wie er gepredigt hat, machten sie sich auf und wollten ihn festhalten, denn sie sprachen, Vers 21, er ist von Sinnen. Merkt ihr das Muster? Der Paulus ist bekloppt. Warum? Weil er zu viel Bibel bestudiert. Der lebt nicht mehr auf dieser Welt. Für Jesus wird hier genau das Gleiche gesagt. Er ist von Sinnen.
[19:24] Als es die seinen hörten, was hörten sie denn? Lesen wir mal Vers 14. Markus 3, Vers 14. Dort heißt es, die er aussandte, um zu verkündigen, dass sie Vollmacht haben sollten. Merkt ihr das, was da steht? Vers 21 baut darauf auf, auf Vers 14. Jesus hat seine Jünger nicht einfach rausgesandt und hat gesagt, erzählt den Leuten von mir, vom Himmelreich und so weiter. Von den Propheten und vom Gesetz. Er hat gesagt, es heißt hier in Vers 14, die er aussandte, damit sie verkündigen sollten und dass sie Vollmacht haben sollten. Und das geht einher in der Bibel miteinander. Die Berufung Jesu der Jünger und der Apostel war nie einfach nur eine Berufung, wohin zu gehen und zu reden über Gott und über Jesus, über das Evangelium, sondern dass sie verkündigen sollten in Vollmacht. Und nicht nur verkündigen, sondern die Vollmacht zeigte sich auch anders. Sie haben Kranke geheilt, sie haben verschiedene andere Sachen, wo die Vollmacht Gottes deutlich wurde. Und das Gleiche wird von Jesus gesagt.
[20:52] Schaut mal in Markus 3, Vers 22. Und während wir das alles lesen, ist ja mein Wunsch, dass wir uns mal reflektieren, selber reflektieren. Wenn wir darüber nachdenken, jetzt in den nächsten Bibelarbeiten, die wir zusammen haben und Predigten, mit uns vergleichen. Botschafter an Christi Statt. Paulus konnte das sagen. An Christi Stelle heißt ja, nicht, dass ich irgendwie nur was erzähle von dem, der mir geschickt hat, sondern an Christi Stelle. Ein Botschafter ist ja gerade in den Nachrichten mit den Botschaftern aus Russland und so weiter, die jetzt aus Deutschland ausgewiesen werden. An Christi Stadt heißt ja, dass der Botschafter die Vollmacht hat, die gleiche Vollmacht hat, wie der, der ihn beauftragt hat. Die volle Vollmacht. Das heißt nicht nur, ich erzähle etwas von jemandem. Das hat er mir gesagt, das soll ich dir weitererzählen. Sondern ich soll an Jesu Stelle hier in Burgstetten sein oder wo immer du bist. Das wird herausfordernd, wenn ich mir überlege, was würde sich verändern, wenn Jesus an meiner Stelle wäre. Was würde er reden? Was würde er sagen? Wie würde er tun? Was würde er handeln? Und so weiter. Es ist nicht nur erzählen. Habt ihr das soweit? Macht euch einen fetten Strich da dran. Er sandte sie aus, um zu verkündigen und dass sie Vollmacht haben sollten. Verkündigung ohne Vollmacht führt zu nichts.
[22:33] Vollmacht ohne Verkündigung, wenn es das überhaupt gibt, wird eine egozentrische Performance. Ich denke an Apollos in Apostelgeschichte 19, der mit einigen Leuten dort im Hochland lehrt. Und das heißt von ihm, er lehrte vollmächtig und widerlegte die Juden und er lehrte richtig, aber es passierte nichts. Es passierte gar nichts in der Gegend. Der hatte ihn Grund und Boden gelehrt und gepredigt, sodass die Juden nichts mehr sagen konnten. So ein vollmächtiger Lehrer war Apollos. Könnt ihr nachschlagen, Apostelgeschichte 19. Aber es passiert nichts dort. Er predigte und predigte. Apollos kommt in das Hochland und das Erste, als er die Gläubigen dort trifft, Apollos und die anderen, die erste Frage, die er stellt ist, wisst ihr es? Der sieht sofort, dieser Mann Gott, der sieht sofort, hier stimmt was nicht. Die erste Frage, habt ihr nicht den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sagen Heiliger Geist, Taufe? Wir sind auf Johannes getötet und dann fragt er, was seid ihr denn getauft? Taufe des Johannes. Apollos überlegt gar nicht lange, der tauft ihn und legt ihn in die Hände auf. Und jetzt schaut, was danach passiert. Sie gehen in die Stadt rein und die nächsten Verse, sie sammeln alle Zauberbücher und bringen sie auf den Marktplatz und verbrennen sie die Einwohner. Das war der Unterschied zwischen Reden, Apollos, richtig in Vollmacht, menschlicher Vollmacht, gelehrige Vollmacht, aber nicht erfüllt mit dem Heiligen Geist.
[24:25] Und bei Markus 3,22, da heißt es von Jesus, die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen, und die gesteigerte Form von er ist von Sinnen, er hat den Belzebub. Könnt ihr euch vorstellen? Gab es einen interessanteren Prediger, den man zuhören könnte als Jesus? Ich kann es mir nicht vorstellen, so wie der gelehrt hat. Wenn du genau analysierst, wir haben ein Fach gehabt, als ich mein Master gemacht habe in den Philippinen, da haben wir ein Fach gehabt, das ging drei Monate. Das hieß, das ist Dynamic Design and Sermon Delivery, wie man dynamisch und wie man biblisch predigt. Und der Lehrer von uns, der hat drei Monate lang nichts anderes gemacht, als mit uns analysiert, wie Jesus in den Evangelien gepredigt hat. Satz für Satz, wie er aufgebaut hat, Gedankenführung, wie er das gefüllt hat. Und ich dachte mir, drei Monate, das kann man doch mal in zwei Wochen abhandeln. Drei Monate. Und ich weiß noch, deswegen habe ich das Fach belegt, weil er hat mich neugierig gemacht. Er sagte, ihr werdet bei mir nichts lernen, aber ihr werdet alles vergessen müssen, was ihr bisher in eurem Studium gelernt habt, in Theologie über Predigen. Ich dachte, na, der hat sich an wie ein Schwätzer. Was will ich wissen? Aber der Mann, der ist jetzt Sekretär in der Generalkonferenz, der Dr. Aung, und der hört seine Predigten an. Die haben nur einen Punkt. Wenn der Berichte gibt, der macht das immer auf eine ganz besondere Art und Weise. Der lebt das, was er gelehrt hat. Und der hatte nur einen Fokus. Und hier wird interessanterweise hier gesagt, dass Jesus, der der Lehrer war, der Prediger schlechthin, dass die Leute, die ihm zuhörten, nicht alle, aber hier heißt es, die Mehrheit, sagten, er hat einen Teufel. Er ist besessen. Merkt ihr die Steigerung? Der eine sagt, bei Agrippa, dein Bibelstudium führt dich dahin, dass du deinen Verstand verlierst. Die Steigerung ist, du bist besessen aufgrund deines Bibelstudiums. Das hat Jesus erlebt.
[26:59] Geschwister, und das kommt genauso wieder. Dass die Welt glaubt, wir sind besessen. Wir sind von Sinnen, weil wir die Bibel predigen. Das kommt.
[27:16] Warum haben sie gesagt, er ist vom Belzebub besessen? Lasst uns weiter studieren. Geht Markus 3, zwei Kapitel zurück. Markus Kapitel 1. Hat jemand einen kleinen Schluck Wasser für mich? Schaut mal, Markus 1, 22. Also kann man sich gut merken. 3, 22, zwei Kapitel zurück. Genau im selben Vers. Schaut mal, dieses kleine Detail, was da steht. Warum haben sie gemeint, dass er vom Teufel besessen ist? Weil er nicht so verkündigt hat, wie die Schriftgelehrten. Die Schriftgelehrten, die nicht so verkündigt haben, diejenigen waren, die das Wort Gottes weitergegeben haben, haben ja ihn genannt, dass er vom Teufel besessen ist. Und der Grund war, das lesen wir hier gleich in dem Vers, weil er nicht so verkündigt hat. Es heißt nämlich, und Jesus lehrte mit voll, Entschuldigung, es heißt wörtlich, könnt ihr nachlesen, und das Volk entsetzte sich über seine Lehre. Denn er lehrte nicht, wie die Schriftgelehrten lehrten, sondern mit Vollmacht steht dort.
[28:39] Jetzt müsste man wissen, wie die Schriftgelehrten gelehrt haben damals. Weiß das jemand? Was war das kennzeichnende Merkmal, warum es hier einfach heißt, nicht wie die Schriftgelehrten? Für viele sagt das gar nichts. Wir haben Schriftgelehrte damals, übrigens bis heute noch, bei den orthodoxen Juden ganz, ganz intensiv, kann man das beobachten. Also wer das nicht sich vorstellen kann, kann ich ein paar YouTube Links geben, dann sieht er das. Wir haben sie gelehrt. Richtig, ganz genau. Sie haben ihre Autorität gestützt auf das, was irgendein bekannter Rabbi gesagt hat. Und schon wenn du den richtigen Namen gesagt hast, von dem Rabbi, haben die Leute gezittert. Oh, der hat das gesagt. Gamaliel. Der hat bei Gamaliel studiert. Das war damals der bekannteste Rabbi, bei dem übrigens auch Paulus studiert hat. Und jetzt müsst ihr euch vorstellen, sie lehren die ganze Zeit und sagen, der hat gesagt, der hat gesagt. Danke. Und der hat gesagt.
[29:53] Und wie lehrte Jesus? Jesus sagte immer, wahrlich, wahrlich, entweder es steht geschrieben oder wahrlich, wahrlich, ich sage euch, er war die Autorität oder sein Vater. Es steht geschrieben. Er hat nie eine Ausnahme gemacht, nie. Er hat nie auf irgendjemand verwiesen, außer bei Gleichnissen. Dieser, wie heißt er, ich habe seinen Namen gerade vergessen, der in dem Schoß Abrahams sitzt. Lazarus. Er war die Autorität. Sein Wort. Die Bibel. Und deswegen sagen die Schriftgelehrten, der Mann ist besessen. Wenn die Schriftgelehrten gelehrt haben, sind die Leute nämlich, ging es ihnen nachher noch schlimmer als vorher. Wenn sie Jesus zugehört haben, ging Kraft von ihm aus.
[31:04] Wie viele Prediger und Botschafter an Christi Statt, wurden seit 2000 Jahren mit demselben Label etikettiert. Schwärmer. Spinner. Fanatiker. Fundamentalist. Polemiker. Heretiker. Spalter. Gefahr für das Gemeinwohl der Gesellschaft und der Einheit der Kirchen. Wo gab es einen Verkündiger, sagt mir bitte einen Verkündiger in den letzten 2000 Jahren, der nicht ein Verkündiger Gottes, Entschuldigung, ein Verkündiger Gottes, der in den letzten 2000 Jahren nicht zum Anstoß geworden wäre für die Ohren seiner Zeit. Paulus sah das voraus, dass das nochmal kommen wird. Lest mit mir in 2. Timotheus 4, Verse 3-4. 2. Timotheus 4, Verse 3-4. Digital geht das alles viel schneller, aber man verlernt dann das Aufschlagen. Ich habe das mal bei mir gemerkt, als ich eine Zeit lang hauptsächlich digital gelesen habe. Man ist nicht mehr so flüssig im Aufschlagen. 2. Timotheus 4, Verse 3-4. Hört mal zu. Denn es wird eine Zeit kommen. Er spricht von der Zukunft. Er spricht als Prophet Paulus. Da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden, sondern nach ihren eigenen Gelüsten, werden sie sich selber Lehre aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken. Vers 4. werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln zuwenden. Genau das sagt er voraus, was damals bei Jesus passierte. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er ist das Licht der Welt. Die Seinen nehmen nicht auf. Warum? Weil er die Wahrheit gesagt hat. Dann haben sie sich hingewendet zu denen, die die Fabeln erzählen. Bis heute noch. Mishnah, Talmud, das sind Märchenbücher. Und es gibt noch andere nicht jüdische Märchenbücher. Es gibt auch christliche Märchenbücher, die immer weiter innen werden. König von Narnia und wie das ganze Zeug heißt, diese vermärchen, romanisiert, wie soll ich sagen, überarbeiteten christlichen Überlegungen, die in Märchen reingegossen werden. Das wollen die Leute hören.
[33:38] Nicht ein Reformator entkam dem Vorurteil seiner Zeit. Nicht ein einziger. Aber Nicholas Ridley sagt euch wahrscheinlich nicht viel. Alle, die ich jetzt nenne, sind verbrannt worden. John Bradford, John Hooper, Thomas Cranmer, Jan Hus, Martin Luther ist nicht verbrannt worden. Oder viele andere, die wir hier nennen können. Ihr kennt wahrscheinlich noch andere Namen. Man könnte hier eine ganze Stunde Namen aufzählen und viele, viele andere Botschafter an Christi Statt. Sie waren geächtet, sie waren verspottet und sie wurden nicht selten getötet. Aber keiner von ihnen schämte sich des Evangeliums. Das scheint so ein Schlüssel zu sein, bei diesen Männern und Frauen war das, dass sie sich nicht geschämt haben. Für etwas verwirrt sich die ganze Welt. Was ist das? Werden wir gleich noch sehen. Und der Grund, warum sie sich nicht schämten, ist, es war für sie alle eine Kraft Gottes zum Heil, für alle, die daran glauben.
[34:41] Um Botschafter an Christi Statt sein zu können, ihr Lieben, ob in Burgstetten, in Berlin oder in der Wüste oder in einer Millionenstadt, Stuttgart oder sonst wo, müssen wir bereit sein, um seinetwillen selber ein Skandal zu werden oder ein Ärgernis, aus der Sicht der Welt natürlich. Wir sind Pilger, sagt die Bibel, wir sind Fremde, ein Hebräerbrief, wir sind in den Augen der Masse peinlich. Und ich erzähle hier manches, was ich selber nach meiner Taufe in meinem ersten Anfangs-Laufen als Christ erlebt habe, wo ich merkte, wie immer mehr ich peinlich wurde für meine Freunde, die ich hatte, mit denen ich jeden Abend ausgegangen bin, mit denen ich Sport gemacht habe abends, Badminton spielen gegangen bin, Kegeln gegangen bin, je mehr sie mich kennenlernten, wie ich jetzt war, in meinem Glaubensanfang, desto mehr, desto peinlicher wurde ich für sie. Und sie haben sich alle getrennt von mir. Ich habe keinen einzigen Freund mehr aus dieser Zeit. Nicht, weil ich mich von ihnen getrennt habe. Ich bin auch manchmal an meinen Geburtsort gefahren und habe Leute besucht, mit denen ich aufgewachsen bin. Freunde, mit denen ich durch die Schule gegangen bin. Ich habe zu denen Kontakt gesucht. Auch nach meiner Glaubenstaufe. Sie haben sich von mir getrennt, weil ich peinlich war.
[36:15] Und das wollen wir nicht sein. Stimmt's? Wer kommt nach Burgstetten und gründet eine Gemeinde und möchte hier in dem Ort peinlich sein? Wir sind doch nicht hergekommen, um peinlich zu sein. Ich provoziere ein bisschen. Geschwister, wenn ihr nicht peinlich seid aus den Augen der Welt, dann stimmt was nicht. Wenn wir nicht peinlich sind. Jesus war peinlich für seine Umgebung. Die Apostel waren peinlich für ihre Umgebung. Peinlich kommt ja von Schmerzen. Die Leute haben Schmerzen gekriegt in ihrer Gegenwart.
[36:54] Die Frage ist, bin ich bereit für die Schmach Christi? Das wird unser Thema in der Predigt morgen früh sein, ihr Lieben. Das wird es in sich haben, das Studium. Bin ich bereit für die Schmach Christi? Kann ich mit Paulus bekennen, ich schäme mich des Evangeliums nicht? Antwortet nicht zu schnell. Kann ich wirklich sagen, ich schäme mich des Evangeliums nicht? Nicht das Modifizierte, das ich mir irgendwoher zusammenbastele. Oder wie ich es mir so zurechtbiege des Evangeliums, damit ich nicht mehr peinlich bin in der Welt. Schäme ich mich dieses Evangeliums nicht? Das Evangelium vom Reich Gottes, das gepredigt werden wird, der ganzen Welt, und dann wird das Ende kommen. Markus 8, Vers 38, Jesus versicherte, wer sich aber meiner und meiner Worte schämt, unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. Lasst das in euren Gedanken ein bisschen hin und her bewegen. Hier geht es um die Wiederkunft. Und hier steht, das steht nicht direkt dort, das müsst ihr implizit aus diesem Text herauslesen. Das Thema, von dem hier Jesus redet, in dem Kontext mit Scham, ist die Zeit der Wiederkunft. Als ob Jesus sagen will, dass zur Zeit der Wiederkunft das Thema Schämen eine besondere Rolle spielen wird. Wer sich schämen wird meiner und meiner Worte in der Zeit der Wiederkunft, ist das ein Thema jetzt gerade? Scham für das, was wir glauben? Man schämt sich selten, wenn man die Mehrheit ist. Aber was ist, wenn die ganze Mehrheit Dinge sagt und das, was du und die Welt geglaubt hat in den christlichen Jahrhunderten, wo die Welt christlich geprägt war, unsere Gesellschaft, vom Denken her auch die Wissenschaft christlich geprägt war, aber wenn jetzt plötzlich dieses Denken so zur Minorität wird, dann hat das Thema Scham, bekommt es eine besondere Bedeutung für uns.
[39:24] Hört mal, haltet euch fest, ihr habt keine Henkel da an euren Stühlen, doch an der Seite könnt ihr euch festhalten. Ich möchte euch was vorlesen. Ich musste schlucken, als ich das das erste Mal las. Grundlagen christlicher Erziehung, Seite 288. Seid ihr bereit? Wenn wir den Maßstab erreichen, den wir nach Gottes Willen erreichen sollen, werden Weltmenschen Siebenten-Tags-Adventisten als seltsame, verschrobene und engstirnige Extremisten ansehen. Zitat Ende. Soll ich das wiederholen? Wenn wir den Maßstab erreichen in unserem Leben, in unserem Wirken, in unserem Leben, den wir nach Gottes Willen erreichen sollen, das heißt, wenn wir dort ankommen, wo Gott uns haben will, wird die Welt sofort sagen, wir sind seltsam, verschroben und engstirnige Extremisten. Das heißt auf Deutsch, du hast keine andere Wahl. Wenn du Botschafter an Christi Stelle sein willst, steht hier, wenn wir nach Gottes Willen so sind, wie er uns haben will, nämlich wie ich, wie er selbst, Botschafter an Christi Statt, werden wir peinlich sein. Und die Welt kann nicht anders, als uns extrem fanatisch, engstirnig und seltsam betrachten. Aber Geschwister, genau das wird uns eingeredet, dass wir das nicht sein sollen in der Welt. Genau das sollen wir nicht sein, peinlich. Warum nicht? Wenn Jesus peinlich war und wenn Gott in seinem Wesen in diese Welt eintaucht und sobald er hier unter die Menschen kommt, die Weltmenschen nichts anderes denken als, der ist besessen, warum glaubst du, dass es uns anders geht, wenn wir genau so sind wie Christus in unserem Charakter? Können wir gar nicht anders, als dass die Welt uns so sieht.
[41:31] Versteht ihr, das ist der Trick Satans, uns einzureden durch Psychologie, Philosophie, ein modernes, angepasstes Evangelium, durch Gruppendynamik und welche Kräfte auch immer wirken. Uns einzureden, wir müssen relevant für die Welt sein. Nein, wir müssen eine Schmach für die Welt werden. Und warum sage ich euch theologisch jetzt, es geht gar nicht anders. Als ich begriffen habe, dass das Evangelium, wie es in der Bibel ist, so radikal anders ist, als das Evangelium, das heute gelehrt wird. Und teilweise auch bei uns, das sage ich ganz offen. Da ist bei mir ein Licht aufgegangen. Da habe ich mir entschieden, entweder oder. Das heißt nicht, dass man danach sucht, dass man als Blödian gilt in dieser Welt. Christen sind keine blöde Knallköppe. Nein, wir sollen studieren, wir sollen unser Bestes geben, wir sollen exzellent sein in unserer Arbeit und in unserem Studium, dass die Leute sehen, hey, der hat es drauf. Aber davon reden wir nicht, wir reden von dem Charakter, von unserem Wesen, von dem, was wir reden. Das wird niemals, niemals solange die Erde steht, wird die Welt sagen, das ist toll, was du sagst, wenn du die Bibel predigst. Und wenn du Christus, Wesen und Charakter annimmst immer mehr, wird die Welt niemals, solange sie steht, sie könnte noch mal tausend Jahre länger stehen, sie würde niemals zu dem Schluss kommen, das ist die Lösung für uns. Da muss was anderes passieren.
[43:21] Wenn ihr keine Spannung erlebt, jetzt innerlich, bei dem Zitat, das ich gerade gelesen habe, wenn wir den Maßstab erreichen, den wir nach Gottes Plan erreichen sollen, werden die Weltmenschen, Siebenten-Tags-Adventisten, als seltsame, verschrobene, engstirnige Extremisten sehen. Wenn ihr bei dem Zitat keine Spannung innerlich erlebt, dann seid ihr entweder, schlaft ihr oder seid tot. Ich kriege da eine Spannung. Und das ist auch gut so.
[43:55] Johannes 15,19. Wählt ihr von der Welt, so hätte die Welt das ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, wir kommen nachher noch dazu, zu was? Darum hasst euch die Welt. Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe, sagt Jesus. Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Und ich springe gleich in 2. Timotheus 3,12. Weil Paulus baut auf dieses Wort auf und sagt, alle, und er streicht euch das fettes Wort alle, alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus. Wer möchte das? Im Ernst, möchtest du gern gottesfürchtig leben in Christus? Was immer das bedeutet, nach biblischer Definition. Lest weiter. Werden Verfolgung erleiden. Das ist eine Kausalität, nicht der Möglichkeiten. Das ist eine verbindliche Kausalität. So wie die Gesetzmäßigkeit diesen Gegenstand nach unten zieht. Warum? Weil es Gravitation gibt. Das ist eine Gesetzmäßigkeit in der Bibel. Das sind nicht meine Worte, das sage nicht ich. Jesus sagt das und Paulus, der inspiriert ist als Prophet, sagt, wenn du gottesfürchtig leben willst, was ist das anderes als Grundlagen christlicher Erziehung? 288. Das ist genau dasselbe Zitat. Nur ein paar hundert Jahre später. Sie sagt genau das gleiche wie Paulus in 2. Timotheus 3,12. Alle, die gottesfürchtig leben wollen, den Maßstab erreichen, den wir nach Gottes Willen haben sollten. Das ist genau die gleiche Aussage. Werden Verfolgung erleiden, werden seltsam verschoben und engstellende Extremisten sein. Aber das Thema lasse ich weg, weil da kommen wir noch morgen dazu.
[45:54] Wir sind ein Schauspiel geworden, geht das Zitat weiter, aus Grundlagen christlicher Erziehung. Wir sind ein Schauspiel geworden und jetzt hört die Worte an. Es hört sich so an, als ob es Gottes Plan ist, dass er etwas zu schaustellen will in der Welt. Hört ihr das raus? Sie zitiert ja hier nur Paulus in Korinther 4, Vers 9. Wir sind ein Schauspiel geworden der Welt, den Engeln und den Menschen. Für mich hört sich das so an, dass es Gottes Plan ist, dass seine Nachfolger eine Schmach und eine Schande sein sollen. Genau das ist Golgatha. Golgatha war kein Hollywood inszenierter Hero Act von einem Superhero. Das war Schmach und Schande. Aber in dieser Schmach und in dieser Schande hat er den Teufel besiegt. Es gibt keinen anderen Weg, diesen mächtigen Engel zu besiegen. Macht wird in Schwachheit vollendet. Das ist der einzige Weg. Schwach zu sein, eine Schmach zu sein, eine Schande zu sein. Aus den Augen der Welt, logisch. Nicht aus Gottes Sicht, aus der Sicht der Welt.
[47:26] Erlebst du die Spannung? Hoffentlich in dir, wenn wir darüber reden, wenn wir die Texte lesen. Oder gehörst du zu den Menschen, die gerne ein spannungsfreies Evangelium möchten? So relaxen, wohlfühlen. Die Beine ausstrecken, nach hinten lehnen. Jetzt müsste der Prediger aber zu seinem Schlusswort kommen.
[47:56] 1. Thessalonicher 2,4. Paulus schreibt, weil Gott uns für Wert geachtet hat, uns das Evangelium anzuvertrauen, darum reden wir nicht, als wollten wir Menschen gefallen, sondern Gott. Das ist das Zitat aus Fundamentals of Christian Education, 2,88. Wenn wir den Maßstab nach Gott erreichen, werden uns die Welt so und so betrachten. Hier steht genau das Gleiche. Weil wir Gott gefallen wollen, nicht den Menschen gefallen wollen. Also ich habe nichts gegen das Wort relevant. Natürlich soll das Evangelium für die Leute, wollen wir nicht an denen vorbeireden. Aber hütet euch davor mit diesem, wir müssen relevant sein für die Menschen. Was bedeutet das? Das muss erstmal geklärt sein, was das bedeutet, dass wir relevant sind. Was heißt relevant sein? Dass die Leute sagen, oh das hat mir gefallen, was du gesagt hast. Das ist nicht relevant. Relevant ist, wenn die Leute sich in die Brust schlagen und sagen, ihr Männer, liebe Brüder, was soll ich mir tun? Das ist Relevanz. Nicht wenn die Leute beim Worshipen ihre Hände immer schwingen, bei Konzerten und solchen Dingen, das ist nicht Relevanz. Relevanz ist, wenn die da stehen und weinen und nach Hause gehen und ihre Sünden bekennen mit den Leuten und gerade rechten mit denen sie sich. Relevanz ist was ganz anderes, als wir uns das vorstellen. Relevanz heißt für uns heute in der Sprache, oh ich mache Eindruck auf den, der findet das gut. Das ist nicht biblische Relevanz.
[49:43] Oder man denkt an die Worte in Galater, kennt ihr natürlich auch, Galater 1, 10. Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Ihr merkt, Paulus hat das begriffen. Derjenige, der sagt, ich schäme mich des Evangeliums nicht. Oder suche ich Menschen gefällig zu sein, wenn ich, jetzt hört diese Kausalität, er sagt, wenn ich, Schlussfolgerung, wenn ich Menschen gefällig wäre mit meiner Predigt, das heißt übersetzt, wenn die Leute, das was ich predige, den Leuten gefällt, der Welt gefällt, dann wäre ich nicht Christi Botschafter. Radikal. Geht völlig entgegen dem, was wir die ganze Zeit in den letzten Jahren, je näher wir an die Wiederkunft kommen, geht völlig entgegen dem, was wir glauben und denken und lernen. Wir denken, je mehr die Welt uns gut findet, das ist die ganze Philosophie, womit die Christenheit in den Todesschlaf geführt wurde in der Ökumene. Man muss relevant sein, man muss gefallen als Christentum. Den Heiden, den Buddhisten, alle müssen sagen, das finde ich toll an euch.
[51:02] Der Paulus ist so anders, der tickt völlig anders. Der sagt, wenn ich den Menschen gefalle, bin ich nicht mehr Botschafter an Christi Statt. Sagt er wörtlich, könnt nachschlagen. Und dann geht er weiter, ich habe jetzt nicht die Zeit, ich habe auch das Thema aus der ganzen Serie rausgeholt hier in Burgstetten, weil es zu lang wäre, aber wenn ihr weiterlest den Vers 11, sagt Paulus, ich möchte es nur kurz erwähnen, es wäre eine ganze Predigt. Er sagt, denn das Evangelium, das ich verkündige, ist nicht nach menschlicher Art. Ich habe nachgeschaut, könnt nachschauen, bei Luther steht, menschlicher Art. Was er sagte ist, ich habe lange darüber nachgedacht, was ist denn menschlicher Art? Natürlich, dass es Menschen gefällt. Das Wort Art könnt ihr übersetzen mit Natur. Es ist nicht der menschlichen Natur entsprechend. Die menschliche Natur sagt, oh ja, das ist schön, ich darf so bleiben, wie ich bin. Erzähl mir mehr vom ewigen Leben. Erzähl mir mehr von Sündenvergebung. Erzähl mir mehr davon. Hauptsache, ich darf so bleiben, wie ich bin. Hauptsache, ich muss mich nicht überwinden. Hauptsache, ich muss mich nicht ganz ausliefern an Gott. Das ist nach menschlicher Art. Und dazu gibt es haufenweise Prediger, die nach dieser Art predigen. Paulus sagt, ich bin nicht so ein Prediger.
[52:22] Wenn ich predige, das gefällt den Menschen nicht. Ich habe vor langer Zeit aufgehört zu glauben, ich muss Menschen gefallen und Geschwistern gefallen. Mich freut das, wenn man im Geist und der Wahrheit eins wird. In der Gemeinde und mit Menschen, die einen anderen Glauben haben. Das freut mich, das erbaut mich, weil man merkt, man wird eins im Glauben und in der Wahrheit, die man zusammen glaubt. Das heißt aber nicht menschengefällig zu sein. Das wird der große Test werden in der nächsten Zukunft, ob wir Menschen gefallen wollen. Wenn die Masse sagt, du gefällst mir nicht mehr.
[53:06] Und ihr lieben jüngeren Leute, wir haben jetzt keine Teenager hier. Was glaubt ihr, warum in den letzten, oder doch, da haben wir eine Entschuldigung, ich bin schon blind. Ja, ja, ich meine eben noch jüngere. Aber das gilt uns allen, was ich jetzt sage. Glaubt ihr, dass das Zufall ist, dass in den letzten Jahren, seit die digitale Welt so eine Revolution erlebt und fast alles nur noch digital läuft? Glaubt ihr, dass die Erfindungen von sozialen Medien zufällig alle genau gleich funktionieren? Von YouTube über Facebook, nennt es wie es will, es funktioniert alles gleich, nämlich über Likes. Was heißt das denn übersetzt? Das gefällt mir, das gefällt mir, das gefällt mir. Dann postest du dein Essen, das du gerade isst. Das gefällt mir, machst ein Bild auf deiner Reise. Gefällt mir, gefällt mir, das gefällt mir. Oh, was du machst, was du geschrieben hast, das Zitat, das gefällt mir, gefällt mir. Dreht das mal um. Was passiert psychologisch, wenn die ganze Welt nur noch sagt, das gefällt mir nicht, was du machst. Was du sagst, gefällt mir nicht mehr. Das gefällt mir nicht, wie du dich kleidest, wie du isst, wie du dich bewegst. Das gefällt mir nicht, gefällt mir nicht. Wenn das alle anfangen zu tun, werden die Kinder und die jungen Leute und die Erwachsenen, die aufgewachsen sind mit dieser Mentalität, ich muss jedem gefallen, werden ihr Genick brechen beim Sonntagsgesetz. Geistlich gesehen. Weil da wirst du niemandem mehr gefallen. Du wirst schuldig sein an den Plagen und an den Katastrophen, die über diese Welt kommen. Und die größte Katastrophe, die es überhaupt gibt, ist welche? Sag es mir. Die größte Katastrophe. Wie im Tsunami 2004. Die größte Katastrophe ist die Klimakrise. Die Welt geht unter. Wenn wir nicht sofort was machen, geht die Welt unter. Das ist die größte Katastrophe in Weizsack voraus. Dass diese Katastrophe uns zugeschoben werden wird. Dass die Welt kaputt geht an Klimasachen usw. Es gibt keine größere Krise. Es wird bis zur Wiederkunft keine größere Krise geben, die die Welt sich ausdenken kann, als die Klimakrise. Wir sind mittendrin. Wenn du was anderes lehrst und du sagst, das ist Schwachsinn, dieser ganzen CO2-Quatsch, diese Religion, und kannst es belegen wissenschaftlich, bist du ein Terrorist, du bist fanatisch, du bist ein Verschwörungstheoretiker, du wirst belegt mit allen Schimpfwörtern, die es gibt, du bist von Sinnen, Paulus. Durch dein Bibelstudium bist du von Sinnen. Du bist vom Beelzebub besessen.
[55:54] Versteht ihr, wie aktuell das werden wird? Schwul ist eine Sünde. Du bist besessen. Hasssprache. Vor einigen Wochen wurde eine ehemalige Ministerin in Finnland, die wurde mit der Polizei abgeführt zu Hause. Warum? Die wurde angezeigt, hat ein Gerichtsverfahren an den Hals gekriegt. Die Polizei hat ihr Haus abgeriegelt, hat Bilder gesehen im Internet. Wisst ihr warum? Könnt ihr nachschauen. Weil sie auf Twitter geschrieben hat, dass sie nicht glaubt, dass die Genderbewegung von Gott gewollt ist. Und dass Homosexualität nicht nach Gottes Plan ist. Das war ihr Twitter. Die Polizei hat ihr Haus abgeregelt, abgesperrt. Und die wurde mitgenommen. Hat ein Gerichtsverfahren an den Hals gekriegt. Weil sie Person der Öffentlichkeit ist, als Ministerin. Wer die Frau Meier von nebenan gewesen hätte, hätte keinen Hahn gekriegt. Aber weil die Politikerin ist und so einen Einwirkungsradius hat und die Leute sagen, guck mal was die sagt, ist eine Christin. Ja, ist eine Christin. Die hat es gepostet. Die stand dazu, hat ein Gerichtsverfahren gekriegt. Besessen. Vom vielen Bibelstudium. Versteht ihr, was ich meine? Peinlich. So eine Ministerin ist peinlich, die muss entlassen werden. Die hat keine Zukunft in der Politik, diese Frau. Wegen einem Zitat. Die hat noch nicht mal Bibeltexte geschrieben. Die hat nur gesagt, die hat nur das Wort Bibel erwähnt.
[57:36] Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Wenn ich Menschen gefalle, wäre ich nicht Christi-Botschafter. Wir haben uns heute so weit vom biblischen Evangelium verabschiedet, liebe Leute. Das Normal krank ist und alles Kranke normal ist. Das verstehen wir gerade. Man kann es nicht mal anders sagen. Es ist krank, was hier passiert. Es ist eine Form von Geisteskrankheit, die wir gerade durchleben in der Gesellschaft. Ich nenne das Besessenheit. Aus Mangel an Bibelstudium. Es gibt heute eine Legion an Botschaftern, die ein anderes Evangelium predigen. Ein Evangelium zum Wohlfühlen. Aber, und das ist der Punkt, es fehlt die Kraft. Was sagt Paulus in Römer 1, Vers 16? Habt ihr noch den Finger drin? Römer 16 und 17? Wir haben nur 16 gelesen. Das ist sein Argument, warum er sagt, warum er sich nicht schämt. Er sagt, denn das Evangelium ist eine Kraft Gottes. Und diesem Evangelium fehlt die Kraft, das so angenehm ist, das so relevant ist. Aber es hat viel Schein.
[59:04] 2. Timotheus 3, 5. Immer mehr Menschen in den Kirchen scheinen das bemerkt zu haben. Denn die neueste Studie, ich habe die schwarz auf weiß, die ist ganz neu von diesem Jahr. Die neueste Studie der beiden Großkirchen in Deutschland prognostiziert einen Mitgliederschwund, ich habe sie hier, die Statistik, von über 50% ihrer Mitglieder in den nächsten 30 Jahren. Habt ihr das verstanden? Ich habe die schriftlich, ich habe sie erst im Radio gehört, dann habe ich danach gesucht. Die evangelische und die katholische Kirche haben zusammen eine Studie veranlasst, mit ein paar, wie heißen sie, statistische Agenturen. Das heißt, sie rechnen damit, dass die großen Kirchen in Deutschland in den nächsten 30 Jahren die Hälfte ihrer gesamten Mitglieder verlieren. Ich habe hier die Quellen. Das ist vom Mai dieses Jahres die Studie. Habt ihr gewusst, ich vermute nicht, denn diese Sachen kommen nicht in die Massenmedien, aber ich habe es trotzdem gefunden. Habt ihr gewusst, dass im Jahr 2017, als wir die Reformation, 500 Jahre Jubiläum hatten, traten in Deutschland fast 700.000 Menschen aus den beiden Kirchen aus. In diesem Jahr allein, nur 2017, fast 700.000 Menschen aus der Kirche ausgetreten. Versteht ihr, warum die Panik kriegen? Sofort eine Studie angelegt, was muss in der Kirche sich verändern, damit die Leute nicht mehr gehen. Ich habe die mir runterkopiert aus dem Internet, wo sie dann reinschreiben, was sie in den nächsten Jahren verändern wollen, damit die Leute nicht mehr gehen. Ratet mal, was da drin steht, was für Vorschläge sie machen. Es muss noch relevanter für die Leute sein, es muss noch gefälliger sein für die Leute, damit sie Konzerte, Bratwurst backen, Tiersegnungen und weiß ich nicht was alles. Hardrocker-Metal-Treffen in der Kirche. Hauptsache skurril, Hauptsache anders, Hauptsache es ist ätzend. Aber die Leute kommen. Das ist das Motto der nächsten Jahre. Es geht darum, um die Kirchen zu füllen. Warum? Wenn sie leer werden, muss man sich nämlich...
[1:01:35] Das ist der Punkt. Das Schlimmste, was einem Botschafter Christi passieren kann, das Allerschlimmste, ist nicht der Scheiterhaufen, sondern das Schlimmste, was dem Volk Gottes widerfahren kann und jedem Botschafter in Christi statt ist, kultiviert zu werden. Kultiviert. Der Kultur angepasst. Und populär zu werden. Dass die Leute dir auf die Schulter klopfen und sagen, ach das war so toll, was du gesagt hast. Das ist nicht der Heilige Geist. Wenn der Heilige Geist einen ins Mark trifft, durch das Wort Gottes, dann geht die Faust auf die Brust. Was sollen wir tun? Es mag sich gut anfühlen, aber es ist keine Kraft drin. Und das mag der Grund sein, warum es heute in immer mehr Kirchen so viele Worte und Predigten gibt. Ohne Konsequenzen. Es wird geredet und geredet, aber es hat keine Konsequenzen. Es gibt kaum noch Herzensbekehrungen. Denn Paulus sagt, ich zitiere, das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft.
[1:03:00] Da ist es wieder. Das Gleiche, der Paulus ist durchgängig, konsequent. Er ist konsistent in seinen Aussagen. Er sagt, das Reich Gottes, natürlich sind Worte wichtig in der Verkündigung. Das würden wir machen ohne Worte, ohne Botschaft. Aber er sagt, das ist nicht das Reich Gottes. Das Reich Gottes manifestiert sich dort, wo Gottes Kraft wirkt. Das heißt, Botschafter an Christi's Stelle ist in erster Linie nicht, ich erzähle über Gott und über Jesus. In erster Linie heißt Botschafter an Christi's Stelle, an Christi statt, ich bin erfüllt mit Gottes Kraft. Weil das Evangelium in mir ist. Was ist das Evangelium? Das ist die große Frage. Wer weiß das denn noch? Immer weniger Christen wissen, was Evangelium heißt.
[1:03:49] Machen wir noch eine kleine Exegese, bevor wir heute schließen. Von dieser Kraft spricht Paulus, warum er sich nämlich nicht schämte. Es war seine eigene Erfahrung, dass er die Kraft der Erlösung erlebte. Er wusste, wovon er spricht. Oder in 1. Johannes, denkt daran, in Kapitel 1, was die Apostel sagen. Sie sagen, was wir gehört und was wir gesehen und was wir betastet haben. Davon verkündigen wir. Die haben nicht aus zweiter Hand geredet. Das ist schön, was der Abraham erlebt hat. Und schön, was der Noah erlebt hat. Wunderbar, das sind tolle Geschichten, was der Daniel erlebt hat in der Löwengrube. Aber warst du schon mal in der Löwengrube? Hast du schon mal Mobbing erlebt für deinen Glauben an deinem Arbeitsplatz? Warst du schon mal im Ofen? Persönlich? Das ist schön, dass Daniel das erlebt hat. Aber wenn du es nicht selber erlebt, nicht selber betastest, nicht selber geschmeckt hast. Glaubt ihr, warum in Offenbarung 10 das Buch gegessen werden muss? Warum nicht einfach das Buch nehmen und daraus predigen? Da steht gegessen. Nimm und verschling es. Und dann wird es bitter. Aber anders kann man es nicht predigen. Was soll ich denn predigen, was ich nicht selber habe? Petrus ist vor dem Tempel. Ihr erinnert euch daran. Er ist mit seinen Kollegen am Tempel. Sie wollen zum Tempel leeren gehen und ein Bettler steht an der Treppe und bettelt nach Geld. Was sagt Petrus? Gold und Silber habe ich nicht. Aber was ich habe, das kann ich dir geben. Im Namen Jesu Christi sei gesund. Steh auf. Der Mann steht auf und geht weg. Der wollte zwei Skroschen haben. Deswegen kam er, wegen einem Euro. Aber er ging weg, als Gotteskind. Weswegen? Viele Worte. Wie viele Worte hat er gemacht? Ein Gebet, wie der Elia. Ein Satz und das Feuer kommt. Der Grund, warum Paulus hier das so predigen konnte, mit Vollmacht, war, weil er diese Macht erlebt hat.
[1:06:05] Und das mag einer der Gründe sein, warum wir uns heute so gerne an Superhelden hängen. Habt ihr mal überlegt, wie die Kinofilme sich am meisten verkaufen lassen? Superman, Spiderman, Batman. Wie heißen diese Männer alle? Ich kenne nur die Alten noch. Aber da gibt es ja mittlerweile alles Mögliche. Da gibt es hunderte von Superhelden. Und jetzt Superfrauen und Superwomen. Und bald kommt das Super-Teeny und Super-Baby. Und weiß ich nicht, was alles. Alles Super-Superhelden. Warum ist die Masse so gierig nach Superhelden, nach Kraft? Weil sie keine hat. Sie sehnt sich nach Leuten, die Kraft verkörpern. Ich glaube, das wäre unsere Möglichkeit. Das, was die Leute überall suchen. Ich habe keine Ahnung, was in den Burgstätten hier ist, wer hier ist, welche Bildungsschicht, welche soziale Schichten hier wohnen. Das ist alles nett zu wissen. Aber was ihr sicher wisst, ohne Studie vorher, hier sind tausende von Leuten, die sich nach Kraft sehnen. Nach Veränderung. Nach Kraft zu erleben. Übernatürliche Kraft, die nicht von dir kommt, sondern von Christus, an dessen Stelle du Botschafter bist. Deswegen boomt das Geschäft mit Superhelden.
[1:07:28] Bei Paulus ist das ganz anders. Die Macht, die Paulus repräsentierte, war nicht menschliche Natur. Die war Gotteskraft. Das ist eine traurige Tatsache, ihr Lieben. Aber man muss es sagen, dass viele, die heute im Namen Christi bekennen, und hiervon sind ihr Schwester als STA nicht ausgenommen, sich schämen manchmal und Angst haben, uneingeschränkt zu verkündigen. Durch Wort und durch Tat. Man schämt sich. Und dieses Geschäft schied nur aus einem Grund. Aber wir sind nicht so konsequent, dass wir das zugeben. Weil wir die Kraft des Evangeliums am Herzen nie oder nicht in voller Kraft erlebt haben. Denn wer das erlebt hat, kann nicht mehr anders. Es geht nicht mehr anders. Das ist der Grund, warum die Apostel, der Petrus sagte, wir können es nicht lassen. Es geht nicht. Jeremia sagte, es ist wie ein, Entschuldigung, Jeremia oder Jesaja? Jesaja. Er sagte, er wollte aufhören. Er wollte das Wort Gottes in sich verbergen. Nicht mehr drüber reden. Bitte? Was, Jeremia? Was, Jeremia? Und dann sagte er, er wäre fast vergangen. Er hatte Feuer in seinen Knochen, in seinen Gliedern. Es ging nicht mehr. Er konnte nicht mehr das zurückhalten.
[1:09:01] Lesen wir noch Römer 1,17. Die Frage, die wir uns jetzt stellen, und das ist jetzt wirklich tricky, das ist sehr, sehr, sehr wichtig, dass ihr das jetzt versteht. Der 17. Vers im Römer Kapitel 1. Gibt die Antwort darauf, was diese Kraft im Evangelium ist. Wir können viel darüber reden. Ja, das Evangelium hat Kraft. Aber was ist es, das im Evangelium so Kraft hat? Was ist es? Ja, wir können sagen, es ist Gottes Kraft. Dann haben wir eine Lösung. Ah, von Gott kommt alle Kraft. Okay. Nein, wir müssen hier oben verstehen, was ist es, das diese Kraft bewirkt? Schaut mal, das ist unglaublich. Wenn man die Sachen genau liest und nicht so schnell liest. Ich kenne den Text schon Jahrzehnte. Aber ich habe ihn erst dieses Jahr noch mal tiefgründig studiert für mich. Und das Ergebnis war dieses Studium. In Römer 1,17 steht, denn, ich zitiere, denn darin, jetzt mitdenken, worin? Im Evangelium. Darin wird was offenbar? Die Gerechtigkeit Gottes. Festhalten. Markieren. Lesen wir den ganz. Denn darin wird offenbart, die Gerechtigkeit Gottes. Luther, meine liebe Luther-Übersetzung, die ich zur Taufe bekommen habe, übersetzt hier, die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Ist nicht ganz verkehrt, aber ist nicht das, was da steht. Schaut mal, die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Ich stelle mir das mal bildlich vor. Plastisch. Hier ist Gott. Und jetzt sagt der Luther, die Gerechtigkeit trennt die von Gott. Und sagt, die gilt vor Gott. Mit der bestehst du vor Gott. Ist nicht ganz falsch. Wenn man weiß, worum es hier geht mit der Gerechtigkeit. Aber er trennt es sprachlich. Die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Also ich habe jetzt die Gerechtigkeit und stehe vor Gott. Steht da nicht. Da steht wörtlich, könnt ihr nachschauen, interlinear Übersetzung. Da steht wörtlich, denn darin wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart. Genitiv. Nicht die, die vor Gott gilt, sondern die Gerechtigkeit Gottes wird im Evangelium offenbart. Nicht meine. Und dann steht da, der Gerechte wird aus Glauben leben.
[1:11:43] Und jetzt gehen wir ans Eingemachte. Jetzt müsst ihr voll konzentriert sein. Das wird der Übergang für morgen sein. Bisschen Theologie jetzt. Was ist die Gerechtigkeit Gottes? Das müsste aus einem adventistischen Mund wie eine Kugel kommen. Das ist wo sie stattfindet. Und wie sie stattfindet, richtig. Korrekt. Aber es ist nicht die ganze Antwort auf meine Frage. Was ist die Gerechtigkeit Gottes? Paulus sagt, die Kraft im Evangelium. Sagt er wörtlich. Die Kraft, die selig macht, alle die daran glauben, ist die Gerechtigkeit Gottes, die im Evangelium offenbart wird. Meine Frage ist, was ist die Gerechtigkeit Gottes? Und wie wird sie im Evangelium offenbart?
[1:12:49] Gut, dass du schon das Ergebnis sagst. Wie kommst du denn da hin? Wie kommt es, dass Gottes Kraft wirkt in der Welt, aber so wenige da hinkommen, dass sie sagen, sei mir sünderknedig. Wunderbar. Glaube. Das Wort, das kannst du für alles einsetzen. Und du hast immer recht mit der Antwort. Es stimmt ja auch, was du sagst. Aber was ist im Detail? Was geschieht im Evangelium im Detail, dass die Gerechtigkeit Gottes Kraft bewirkt? Schlagt mit mir mal 5 Mose auf. Wir haben heute Abend noch 2 Bibeltexte. Aber die müssen wir verstehen. 5 Mose, Kapitel 6, bekanntes Kapitel. Dieses berühmte Wort. Ich bin in Vers 25. Wir können jetzt nicht das ganze Kapitel lesen. Hier verkündet Mose, nachdem er die 10 Gebote nochmal verkündigt. Er hat sie im 2. Buch Mose schon mal, die 2 Tafeln, und dann gab es nochmal eine Verkündigung an das ganze Volk. Das ist jetzt hier der Kontext. Seid ihr bereit? Und das wird unsere Gerechtigkeit sein. Bitte genau mitlesen. Es ist erschütternd wichtig. Ich betone jetzt extra. Unsere Gerechtigkeit sein, dass wir alle diese Gebote tun und halten. Klingelingeling. Vor dem Herrn. Das ist die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Jetzt nehme ich mal die Übersetzung, weil hier gerade die Präposition steht. Vor dem Herrn. Das ist die Zeit, in der wir permanent, hypnotisch eingetrichtert wird, dass sobald du mit Gehorsam und dem Gesetz zu tun hast, du gegen die Gerechtigkeit Gottes arbeitest. Alles ist Gerechtigkeit Gottes im Glauben. Bloß nicht die Gesetze Gottes. Jetzt zeige ich euch gleich was aus dem Alten und Neuen Testament, die genau das Gegenteil sagen. Und das wird unsere Gerechtigkeit sein, dass wir alle diese Gebote tun und halten vor dem Herrn, unserem Gott, so wie er es uns geboten hat. Halten wir diesen Text erstmal fest. Für viele mag dieser Gedanke nicht nur abwegig sein, ja sogar unbiblisch. Prüf dich selber, ob das für dich Spannung verursacht. Meine Gerechtigkeit, Gebot erhalten, meine Gerechtigkeit. Mir hat man gelehrt, dass man keine Gerechtigkeit vor Gott gewinnt, durch Gebote halten. Hört bitte genau zu, bei den Worten ist es wichtig.
[1:15:56] Darin sagt Paulus in Römer 1, ich spring nochmal zurück, darin wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart. Nicht erwirkt, offenbart. Johannes im Neuen Testament unterstreicht diesen alttestamentlichen Gedanke von Mose 1 zu 1. Das ist kein alttestamentlicher Gedanke. Oh, das alte Testament, das war alles noch werksgerecht. Jetzt leben wir aus dem Glauben. Johannes hat den gleichen Gedanken im Neuen Testament, unterstreicht das und beachtet. Und jetzt wird es interessant, wenn wir das jetzt lesen in 1. Johannes 3. Er findet mit dieser Aussage eine Warnung vor Verführung. Das ist kein Zufall, dass er das jetzt dazuschreibt am Anfang, bevor er den Inhalt sagt. Er warnt zuerst, er sagt, Kinder, lasst euch von niemanden verführen. Und jetzt kommt der Inhalt. Worin verführen? Der Christ soll nicht rauchen und kein Alkohol trinken. Lasst euch bloß nicht mit Alkohol verführen.
[1:17:10] Das ist ja recht nett, aber darum geht es hier nicht. Womit verführen? Ellen White schreibt im großen Kampf, ich glaube, es ist Kapitel 35 oder 33. Das Kapitel heißt: Die Bibel, unsere Schutzwehr. Und da steht drin, dass die letzte Täuschung an dem Original so eng sein wird, dass selbst die Auserwählten es kaum noch unterscheiden können. Die Täuschung vom Original.
[1:17:37] Das kann nicht die Frage sein: Dürfen wir trinken? Dürfen wir rauchen? Dürfen wir am Sonntag Gottesdienst halten? Gut, das wird die Testfrage letztendlich weltweit. Der Sabbat. Für die Welt. Aber das ist nicht, wovon er spricht. Er sagt: Lasst euch von niemandem verführen. Und jetzt sagt er: Worin? In welcher Sache? Wer die Gerechtigkeit – das habe ich mir in meiner Bibel groß geschrieben – wer die Gerechtigkeit hört, spricht, predigt. Was? Wer die Gerechtigkeit tut. Wessen Gerechtigkeit? Gottes Gerechtigkeit. Wir müssen jetzt nur noch herausfinden, was Gottes Gerechtigkeit ist. Was seine Gerechtigkeit?
[1:18:26] Hier steht: Lasst euch von niemandem verführen. Wer die Gerechtigkeit Gottes tut, der ist gerecht, wie Christus gerecht ist. Botschafter an Christi Statt. An seiner Stelle in Burgstetten, in Stuttgart, in Hongkong, Honolulu. Egal, wo du bist. An Christi Statt. Gerecht, sagt er hier, der Johannes, wie Christus gerecht ist. Hier steht im Griechischen das Wort "poion". Das ist ein Partizip. Fortlaufende Handlung. Nicht am Montagnachmittag bin ich gerecht gewesen, am Dienstagmorgen war ich gerecht, und vor allem am Sabbatmorgen war ich gerecht. "Poion" im Partizip meint, das sind Menschen, die sind gerecht. Partizip. Fortlaufend.
[1:19:28] Geschwister, das ist etwas, was heute gepredigt wird, was sie sagen: Das geht nicht. Ein Mensch kann nicht gerecht sein. Doch, er kann es. Hier steht es: Wer die Gerechtigkeit tut. Die Gerechtigkeit Gottes ist nicht einfach eine Gerechtigkeit im abstrakten Sinn. Aha, an mir ist was passiert, so ein Wunder. Zack, ich bin gerecht. Da passiert was. Lasst uns das noch schnell lesen. Gottes Gerechtigkeit ist der Ausdruck des rechtschaffenen Charakters Gottes, die sich im Halten seiner Gebote offenbart. Hört mir bitte genau zu, dass ihr sagt, der Taubert hat in Burgstetten gelehrt, dass man gerecht wird durch das Halten von Geboten. Hier steht, dass sich durch das Halten der Gebote offenbart.
[1:20:27] Die Gerechtigkeit Gottes wird im Evangelium offenbart. Ich habe diese Woche in der Morgenandacht einen Text gelesen, der war einfach klasse. Ein Zitat, ein Satz, auf den Punkt gebracht. Das Evangelium, das Evangelium in Praxis. Genau, was Johannes sagt: Wer die Gerechtigkeit tut.
[1:21:00] Lesen wir den letzten Abschnitt. Schlagt mal in Jesaja auf, wie Gott durch den Jesaja erzählt, wie Gott durch Jesaja etwas in Kapitel 51 etwas offenbart, was von so großer Wichtigkeit ist, dass da drin steht, dass alle Völker das hören sollen. Das sind nicht meine Worte. Jesaja 51. Ich lese hier jetzt ab Vers 4. Ihr könnt das dann zu Hause noch mal das ganze Kapitel lesen. Ab Vers 4. Habt ihr es? "Merkt auf mich, ihr Völker. Achtet darauf, wer hier als erstes angesprochen wird. Merkt auf mich, ihr Völker." Ist es nicht die Dreiecksbotschaft? Einstimmen, Nationen, Sprachen und Völkern? Eine Botschaft, die an die gerichtet ist? "Merkt auf mich", sagt Gott. "Schaut auf mich, ihr Völker. Und ihr Menschen, hört mir zu. Denn das Gesetz – jetzt schaut mit, lest mit – denn das Gesetz, das steht im hebräischen Tora, wird von mir ausgehen und mein Recht will ich schon bald zum was machen für die Völker? Zum Licht der Völker machen."
[1:22:38] Bevor ihr weiterlest, verdaut das kurz. Gott ruft durch den Jesaja – übrigens wird der Jesaja genannt, der Prophet des Evangeliums, der evangelistische Prophet, weil dort die ganzen evangelistischen Themen drin sind: Christus, das Kreuz, alles ist drin. Aber jetzt hört, was da steht. Gott ruft auf, alle Völker und alle Menschen, ihm zuzuhören. Das ist eine Botschaft, die nicht für Adventisten ist, nicht für eine Spezialelite in der Christenheit. An alle Nationen, an alle Völker und Religionen soll diese Botschaft gehen. "Das Gesetz wird von mir ausgehen und ich will mein Recht – das ist ein Parallelismus – will ich bald zum Licht der Völker machen." Kennst du in der Offenbarung vor der Wiederkunft ein Licht, das alle Völker erleuchten wird? Alle Völker. Spät, ich weiß. Richtig. Der vierte Engel, der die zweite Engelsbotschaft wiederholt und die Triämelndes Botschaft damit abschließende Kraft gibt, dass die Menschen aus Babylon rauskommen werden und werden sich abwenden von einer menschengemachten Religion hin zur wahren Religion, hin zum wahren Glauben. Dieses Licht wird es bewirken, steht. Und ich sah einen Engel, der hatte große Kraft und er schrie mit lauter Stimme. Und dann steht, dass dieser Engel die ganze Erde erleuchtet, alle Völker erleuchtet.
[1:24:21] Jetzt zurück in Jesaja 51. Wird das vorausgesagt? Offenbarung 18, da steht: "Mein Recht, das Gesetz werde ich zum Licht machen für die Völker." Genau das Gegenteil von dem, was wir glauben. Lasst die Leute in Ruhe mit dem Gesetz, das ist für Gläubige, das ist nicht für Ungläubige, Gesetz. Wo sticht das? Der Sabbat, noch nicht so an, das ist ein heikles Thema, fass es noch nicht an. Ich habe eine Organisation gemacht von morgens um 10 bis abends um 6, vier Themen in der Halle mit fast 400 Besuchern. Da ist keiner nach Hause gegangen. Gut, es waren auch Adventisten da, aber die Hälfte waren ungefähr nicht Adventisten. Sabbat. Ich habe nichts anderes geredet als über den Sabbat. Und interessant ist nicht, was wir sagen, sondern wie wir es sagen. Und wie wir das einbinden.
[1:25:12] Lesen wir weiter, Vers 5. Und jetzt begründet er es. Er sagt: "Denn meine Gerechtigkeit – jetzt kommt das Thema von Paulus – meine Gerechtigkeit ist nahe und mein Heil tritt hervor." Jetzt überspringe ich, damit es zusammenhängender ist, könnt ihr dann für euch weiterlesen. Ich verändere nichts an dem Inhalt und der Theologie dieses Aussages. Bitte prüft es. Vers 6: "Aber mein Heil bleibt ewiglich und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen." Frage war gerade eben: Welche? Die Gerechtigkeit Gottes.
[1:25:51] Vers 7: "Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt." Jetzt seht ihr das. Stellt es euch plastisch vor. Erst spricht er zu wem? Vers 4: "Merkt auf mich. Hört mir zu." Wer? Ihr Völker, ihr Menschen, die Ungläubigen, die anderen Gläubigen. Hört mir zu. Jetzt kommt in Vers 7: "Hört mir zu." Und jetzt spricht er nicht zu den Menschen und Völkern, jetzt spricht er zu seinem Volk. Was sagt er? "Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt. Meine Gerechtigkeit. Du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist. Fürchtet euch nicht, wenn die Leute euch schmähen." So ein Zufall. Wenn ihr zum Spott werdet, aufgrund wessen? Aufgrund was? Weil wir Gottes Gerechtigkeit in unserem Herzen haben. Was ist laut diesem Text? Das Gesetz Gottes, seine Gerechtigkeit. Genau.
[1:26:57] Hebräer 8, Vers 10: "Und das ist der Bund, den ich mit euch schließen will nach diesen Tagen. Ich will mein Gesetz in ihr Herz und in ihren Sinn möchte ich es schreiben. Und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein." Das ist das neueste männliche Gegenstück dazu. Aber schaut, was da steht. Das ist fantastisch. Gott offenbart hier in Jesaja seine Gerechtigkeit und sagt, die wird er zum Licht machen für alle Völker. Seine Gerechtigkeit. Jetzt passt auf. Seine Gerechtigkeit, sagt er, ist sein Gesetz. Absolut identisch mit den Aussagen von Ellen White. Sie sagt: Das Gesetz Gottes ist das – Transcript of his character. Die Abschrift seines Charakters.
[1:27:41] Jetzt ist noch nicht alles. Wir haben es gleich. Wenn ich wiederkomme, wird es wieder fünf Jahre dauern. Dann kriegt ihr eure Portion für die nächsten fünf Jahre gleich. "Hört mir zu, die ihr Gerechtigkeit kennt, ihr folgt dessen Herzen mein Gesetz ist. Fürchtet euch nicht." Das ist nicht zufällig, dass jetzt genau das, wenn das passiert, wenn das Licht offenbart wird, in der ganzen Welt, unter allen Völkern. Das ist nicht zufällig. Dass dann was ist, und Gott sagt: Fürchtet euch nicht, wenn das dann passiert, dass die Leute euch schmähen. Und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verspotten. Wisst ihr noch die Warnung, die wir vorhin gelesen haben von Johannes? Die Warnung, dass das kommen wird, der Spott und der Hohn. Nach Christi, wenn wir den Maßstab erreichen, Fundamente christlicher Erziehung 288, wenn wir den Maßstab Gottes erreichen, den wir nach seinem Willen erhalten haben, wird die Weltmenschen uns so und so betrachten: eigensinnig, engstirnig, fanatisch usw. Merkt ihr das? Gott bereitet uns darauf vor, durch den Propheten, dass wir eine Zeit kommen, wo alle, die sich schämen, nicht für Gott und Bibel, Evangelium, irgendeinen Christus, sondern die sich schämen für die Kraft Gottes, die wirkt und die dahin führt, dass ich nicht bereit bin, im Halten seines Willens einen Kompromiss zu machen.
[1:29:17] Und dann noch mal zum besseren Verständnis. Das heißt, was hier steht: Gott offenbart seine Absicht, seine Gebote zum Licht der Völker zu machen und nennt diese in Zusammenhang mit seiner Gerechtigkeit, die wiederum zum Heil der Völker dienen wird. Ich weiß, jetzt kompliziert, viele Informationen, aber jetzt kommt der letzte Punkt. Ohne den können wir den Karton nicht zumachen oder den Kreis nicht schließen von der Argumentationslinie von Römer 1, 16 und 17.
[1:29:50] Diejenigen, die Gottes Gerechtigkeit kennen, sind diejenigen, deren Herzen – so heißt es hier in dem Text – Gottes Gesetz ist. Das heißt, diese Gerechtigkeit nennt Gott: Meine Gerechtigkeit. Habt ihr es? Das heißt, wenn ein Mensch sein Ich in den Staub legt, sein Ego, und nicht mehr tut, was er will, sondern wie Jesus sagte: Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe, dann wird Gott erhöht und ich werde erniedrigt.
[1:30:29] Jetzt erinnert ihr euch an Johannes' Evangelium, wenn Jesus sagt: "Wenn ich erhöht werde von dieser Erde, werde ich alle zu mir ziehen." Wie kannst du als Sünder Gott erhöhen? Wie geht das? Sag mir, wie kannst du Gott erhöhen? Du als Sünder, als sterblicher Sünder, wie willst du Gott, den heiligen Gott, erhöhen und höher machen? Das kannst du gar nicht. Wie willst du Gott höher machen? Geht doch gar nicht. Kannst du ihn höher machen als im Heiligtum im Himmel? Kannst du ihn höher machen als auf Golgatha? Wie kannst du ihn erhöhen? Nicht indem du versuchst, Gott noch höher zu halten und noch mehr und noch ernster und noch ein Weg, wie du ihn erhöhst, ist, indem du dich erniedrigst. Gott ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Wenn du dich jetzt vor ihm erniedrigst, erhöhst du Gott. Das meint die Bibel. "Alle, die das tun, zu mir ziehen." Zu mir ziehen heißt, die Ernte wird abgeschlossen. Ich ziehe alle zu mir, die sich erniedrigen vor mir.
[1:31:50] Wie erniedrigen? Jetzt haben wir fast alles geschafft. Wie erniedrige ich mich vor Gott? Peitschen, schlagen, schlecht von mir denken, mich selber für minderwertig halten? Wie erniedrigt sich ein Mensch vor Gott? Du hast vorhin das Ergebnis schon gesagt. Das Ergebnis ist, dass man sagt: Herr, ich bin Sünder, vergib mir. Denn er ist treu und gerecht, wenn wir unsere Sünde bekennen, sodass er uns vergibt, alle unsere Sünden vergibt und reicht uns von aller Ungerechtigkeit. 1. Johannes 1, Vers 9. Das ist das Ergebnis. Aber wie kommt ein Mensch dahin, dass er sich so erniedrigt vor Gott?
[1:32:36] Und jetzt wird es bei euch hoffentlich klick machen. Was heißt das? Das ist der Punkt. Versteht ihr, das Gesetz kann keinen Menschen retten. Keinen. Es kann auch nicht gerecht machen. Aber das Gesetz erniedrigt dich. Es ist das, woran du erkennst, dass du Sünder bist. Römer 7, 7. Denn wenn es nicht heißen würde: Du sollst nicht begehren, woher wüsste ich, sagt Paulus, dass ich begehre, wenn das Gesetz es nicht sagt. Das heißt, bevor der Mensch dahin kommt, dass er sagt: "Ich elende Mensch, wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leib?" Wie kommt er dahin, indem Gott ihn durch den Heiligen Geist dann zerbricht der Mensch und geht in den Staub? Durch das Gesetz. Nimm das Gesetz weg, dann nimmst du den Grund weg, warum Menschen sich bekehren wollen. Weil darin wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart. Deswegen sagt er: Ich werde es zum Licht für alle Völker machen, mein Gesetz. Das soll leuchten.
[1:33:58] Ich werde das Buch nicht mehr drüber reden. Aber bitte erst im 14. Thema in der Evangelisation. Nein, dann, wenn der Heilige Geist es zeigt. Diejenigen, die Gottes Gerechtigkeit kennen, sind diejenigen, die seine Gerechtigkeit tun.
[1:34:16] Fassen wir zusammen. Gottes Gerechtigkeit und Herrlichkeit wird also da offenbar, ihr Lieben, wo menschliche Gerechtigkeit aufhört und im Staub liegt. Es gibt nur einen Weg, die menschliche Gerechtigkeit in den Staub zu legen. Nur einen Weg. Das ist, dass er an den Geboten vorbeigeht und jetzt einen nach dem anderen Erlöser sucht und ruft nach einem: Wer wird mich erretten? Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leib? Warum sollte ein Mensch um Vergebung bitten, wenn er gar nicht der Meinung ist, dass er Sünder ist? Das macht doch gar keinen Sinn. Warum soll ich Sünde bekennen, wenn ich gar nicht denke, dass ich Sünder bin? Das ist das Problem dieser Welt. Alle Superhelden, jeder findet sich toll, jeder macht Selfies bis zum Umfallen.
[1:35:13] Letztes Zitat heute Abend. Was ist die Gerechtigkeit aus Glauben? Ich lese aus dem Andachtsbuch "Der Glaube, aus dem ich lebe", Seite 111. Hört zu. Was ist die Gerechtigkeit aus Glauben? Es ist das Werk Gottes, die Herrlichkeit des Menschen in den Staub zu legen und für den Menschen das zu tun, was nicht in seiner Kraft steht, für sich selbst zu tun. Und jetzt kommt es: Erst wenn die Menschen ihre eigene Nichtigkeit erkennen, sind sie bereit, mit der Gerechtigkeit Christi begleitet zu werden. Boom!
[1:35:59] Jetzt gehen wir in die Welt und sagen: Die müssen die Gerechtigkeit Christi hören. Jetzt predigen wir die Gerechtigkeit Christi. Allein das Glaube, Christus, Golgatha, vertraue ihm, lass deine Sünden vergeben. Soll ich nochmal lesen? Wenn die Menschen ihre eigene Nichtigkeit erkennen, sind sie erst bereit, mit der Gerechtigkeit Christi begleitet zu werden. Frage: Wann erkennt ein Mensch seine Nichtigkeit? Wann?
[1:36:33] So ist es. Nimm das Gesetz aus dem Evangelium und die Menschen sehen gar keinen Grund mehr für einen Erlöser. Schaut! Und jetzt kommt der Punkt. Hier steht nicht, um Christen werden und sich zu Jesus bekennen. Steht dort nicht. Hier steht: Wenn die eigene Gerechtigkeit im Staub liegt. Du kannst in die Kirche gehen, du kannst Adventist sein, du kannst weiß ich nicht was sein und dein Ego ist nicht gestorben. Und Jesus jetzt bekennen und an Christi Statt verkündigen und in die Mission gehen, es wird nicht viel bringen. Es wird kaum Frucht bringen, kaum Bekehrungen, kaum Taufen. Keine echte Herzensbekehrung unter den Menschen. Warum? Hier steht es.
[1:37:21] Erst wenn meine Nichtigkeit ich erkenne. Also nochmal der letzte Satz: Wenn die Menschen ihre Nichtigkeit, also Sündlichkeit erkennen, sind sie bereit, mit der Gerechtigkeit Christi begleitet zu werden. Das muss uns klar sein. Denkt an die Warnung von Johannes. Der sagt: Lasst euch von niemandem verführen. Wer die Gerechtigkeit tut, der ist gerecht, wie Christus gerecht ist.
[1:37:48] Also das Evangelium ist Gottes Mittel gegen die Sünde. Das Evangelium – die Übertretung des Gesetzes ist. Aber das Evangelium rettet, aber das Gesetz führt zum Retter. Nimm das Gesetz weg, und keiner will mehr gerettet werden. Und das ist das Problem der Christenheit im 21. Jahrhundert. Sie möchten alle in den Himmel, aber als Sünder. Sie möchten alle irgendwo die Christen, die Sahne haben. Das Gute. Aber wenn es geht, das Ego behalten.
[1:38:32] Es ist also sinnlos, das Evangelium zu verkündigen, zu predigen, ohne die Notwendigkeit der Erlösung zu zeigen. Und die Notwendigkeit der Erlösung zeigt nur das Gesetz. Das ist das Einzige, was auf meine Sünde hinweist. Und hier möchte ich schließen. Psalm 119, 4-6: "Du hast uns geboten, deine Gebote gewissenhaft einzuhalten. Oh, dass meine Wege darauf gerichtet werden, deine Gebote zu halten. Wenn ich alle deine Gebote befolge..." Hört es zu, das ist inspiriert. Wenn ich wie viele? Wenn ich alle deine Gebote befolge, werde ich mich nicht mehr schämen müssen."
[1:39:14] Hört auf die Kausalität. Erst dann werden wir sagen können: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht", wie Paulus es sagte. Wenn ich alle seine Gebote halte. Mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr. Sabbats zwischen 10 Uhr und 1 Uhr. Was steht da? Partizip. Anhaltend. Und das wird der große Test sein. Denn wir erleben jetzt ein Evangelium, das sich durch die Welt geht. Das brauchen wir gar nicht. Hütet euch.
[1:39:59] Und da wollen wir einen Strich machen. Bis morgen. Jesus ist unser Bruder geworden. Nicht nur unser Bruder geworden. Er ist uns gleich geworden. Aber das ist nicht das Größte, was ich nicht begreifen kann. Das Größte, was ich kaum begreifen kann, ist, dass er nicht nur wie wir geworden ist, sondern dass er sagt: Geh du jetzt in die Welt und repräsentiere mich. Das geht mir kaum in den Kopf. Dass er uns auserwählt hat, ihn zu repräsentieren. Aber genau das ist der biblische Plan. Glaub es. Denn wenn du aufhörst, das zu glauben, dann wirst du es nicht. Denn das Evangelium, an das wir glauben, ist eine Kraft Gottes, selig zu machen, alle, die daran glauben. Amen.
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