Veröffentlicht am
1.286 Klicks

In dieser tiefgründigen Predigt teilt Tim Riesenberger eine bewegende persönliche Geschichte aus Peru, die die Notwendigkeit eines neuen Herzens beleuchtet – sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Er vergleicht medizinische Diagnosen mit geistlichen Erkenntnissen und zeigt auf, wie Gott uns durch verschiedene Wege zu sich zieht. Die Botschaft betont, dass wahre Heilung und ein erfülltes Leben nur durch eine Entscheidung für Gott und die Annahme seines neuen Herzens möglich sind.


Weitere Aufnahmen

Serie: Begegnet, Berührt, Begeistert

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Gesegneten Sabbat! Ich bin so froh, euch alle hier zu sehen. Danke, dass ihr Geduld gehabt habt mit den Schwierigkeiten, die der Jetlag mit sich bringt. Die Geschichte, die wir anschauen werden, ist eine für mich sehr wichtige Geschichte. Sie passierte in Peru und diese Geschichte hat mein Leben verändert. Und ich bete, dass auch Gott in unserem Leben so eine Veränderung vornehmen kann. Bevor wir beginnen, wollen wir noch gemeinsam beten. Wir werden niederklingeln, ihr könnt einfach eure Augen schließen. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir und wir preisen dich, dass du der große Chirurg bist. Ich möchte dich bitten, dass du uns, die wir jetzt sprechen werden, ein neues Herz gibst, dass wir klar und deutlich reden werden, um den Weg der Erlösung zu zeigen. Aber noch darüber hinaus möchten wir durch deinen Geist sprechen, sodass wir nicht nur bloße Informationen weitergeben, sondern Inspiration. Und möge der Geist an uns zuerst wirken. Im Namen Jesu. Amen.

[2:18] Als unsere Geschichte beginnt, gehen wir nach Peru. Wir sind dort in einer sehr entfernten Ecke von Peru gewesen. Keine Elektrizität, kein Wasser. Nur viele Patienten. Und viele von denen waren sehr krank. Ich hatte jetzt nicht besonders viele Medikamente oder Ultraschall oder solche Dinge mit mir. Aber ich konnte über die acht natürlichen Ärzte sprechen. 90% der Diagnose kommt von dem, was man von den Patienten erfährt. Und das findet man auch im Geistlichen. Das Wort Gottes gibt uns die Diagnose. Ich habe jeden Einzelnen dort versucht, auf Jesus Christus hinzuweisen, den großen Heiler. Ich erinnere mich, wie viele Menschen dort in der Schlange standen, um dann untersucht zu werden. Und ein bestimmtes Mädchen wartete ganz am Ende der Schlange, den ganzen Tag. Und ich erinnere mich, wie sie so zu ihrer Mutter gesprochen hat. Und sie sagte: "Er hat bestimmt keine Zeit, mich zu untersuchen. Hier sind ja so viele andere Leute. Er wird jetzt nicht Zeit für mich haben, weil so schlimm geht es mir nun auch wieder nicht." Aber die Mutter hat sich wirklich Gedanken und Sorgen gemacht und hat sie ganz am Ende des Tages zu mir gebracht. Sie sagte: "Meine Tochter hat den ganzen Tag gewartet. Und ich weiß, sie hat etwas wirklich Ernsthaftes. Könntest du sie bitte untersuchen?" Und ich sagte: "Klar, warum nicht." Und das ist sie auf der linken Seite, das ist Helen. Sie hat ein gelbes Shirt. Mit dem gelben Shirt, das ist die Helen. Sieht sie wirklich so krank aus? Nicht wirklich. Aber als ich ihr Herz hörte, hörte ich den schlimmsten Klang, den ich je gehört habe. Normalerweise geht das Herz so. Diesmal hörte ich...

[5:38] Sehr gut, exzellente Übersetzung. Das ist ein deutsches Murmeln. Also habe ich sie gefragt: "Was fühlst du?" Sie sagte: "Meine Brust tut so weh. Manchmal kann ich gar nicht atmen. Früher konnte ich immer spielen, aber jetzt bin ich den ganzen Tag nur müde. Manchmal fühle ich mich so ein bisschen benebelt. Manchmal werde ich sogar ohnmächtig. Ich weiß, irgendetwas stimmt nicht." Also habe ich sie aufstehen lassen. Ich habe sie wieder sitzen lassen. Ich habe sie dann hingelegt. Auf die Seite. Sich so niederzukauen. Dann habe ich herausgefunden, es gab ein großes Loch mitten in ihrem Herzen. Was passierte, war, dass das Blut in die andere Herzkammer ging, ohne zuvor durch die Lungen zu gehen. Und bei dieser Krankheit, wenn man dieses Loch nicht schließt oder das Herz mit einem neuen Herz verwendet, wird die Person sterben.

[7:12] Ich habe ihr also diese Diagnose gestellt. Sie war natürlich völlig angsterfüllt. Und sie sagte: "Was soll ich jetzt tun?" Ich sagte ihr: "Du musst nach Lima gehen, zur Hauptstadt deines Landes. Du musst dich dort von einem Herzspezialisten, einem Herzchirurgen untersuchen lassen. Und die werden viele Tests mit dir machen. Aber du wirst ein neues Herz brauchen. Dein Herz stirbt. Und wenn das so weitergeht, wird es irgendwann aufhören zu schlagen." Und sie sagte: "Reicht das nicht, wenn ich einfach ein bisschen mehr Wasser trinke?" Und ich habe ihr gesagt: "Nein, das wird es auf jeden Fall nicht." Und sie sagte: "Ich habe gesehen, wie du immer so schwarzes Zeug da bei den Leuten drauf tust, kann ich vielleicht sowas machen?" Und ich sagte: "Nein, nein, in deinem Fall kann dir nur noch ein Chirurg helfen. Sie werden dir vielleicht auch ein paar Behandlungsmaßnahmen geben, die dir helfen, aber die werden dich nicht heilen." Aber ich habe mein Dorf nie verlassen. Wie ist das möglich? Könntest du mich vielleicht operieren?" Ich sagte: "Nein, ich bin kein Herzchirurg." Und dann sagte sie: "Werden sie mich denn wenigstens umsonst operieren?" Und ich sagte: "Ich fürchte, nein, die werden wahrscheinlich sehr viel Geld dafür verlangen." Aber ich habe gar kein Geld. Meine Mutter ist ganz arm. Woher werde ich das Geld bekommen?" Und ich habe gesagt: "Gott wird dafür sorgen, ich werde dafür beten. Aber ich weiß, sie werden dir helfen und du wirst dann okay sein."

[9:27] Als ich ihr das so erklärt habe, diese Notwendigkeit, eine Herztransplantation zu haben, hat Gott zu mir gesprochen. Und er sagte: "Tim, du brauchst auch so eine Herztransplantation." Und ich habe realisiert, dass die Geschichte von Helen eigentlich die Geschichte von uns allen ist. Seht ihr, in Hesekiel 36, da haben wir diese Verheißung eines neuen Herzens. Da heißt es: "Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischendes Herz geben." Gott hat uns ein neues Herz versprochen. Er ist der große Herzchirurg, der Herzspezialist. Wo habe ich Helen getroffen? In einem völlig... einem Ort, wo es sonst nichts gab. In der Öde, in der Wüste, in der Wildnis. Was ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Arzt so ein Mädchen mit so einer tödlichen Krankheit just dort trifft, sodass sie noch geheilt werden könnte? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? In Gottes Verständnis der Erlösung ist die Chance, die Wahrscheinlichkeit, sehr gut.

[11:20] Denn das allererste Kapitel im Buch "Schritte zu Jesus", der Weg zu Christus, weiß jemand, wie das erste Kapitel dort in diesem kleinen Büchlein heißt? Das heißt nicht Buße. Das kommt erst in Kapitel 3. Das erste Kapitel, das geht mit Gott los. Der erste Schritt im Plan der Erlösung ist das Verständnis der Liebe, die Gott für den Menschen hat. In diesem Plan der Erlösung macht Gott den ersten Schritt. Er hat Helen zu mir gesandt. Nicht einfach nur, damit ich Helens Leben retten kann, sondern auch, um mein Leben zu retten. Und Gott schaut auch nach dir aus. Jeden Tag benutzt er tausende verschiedene Möglichkeiten, um dich zu erreichen. Die Frage ist: Hörst du zu?

[12:38] In Lukas 19 und dort Vers 10 heißt es: Gott wartet nicht einfach so. Er zieht dich zu sich. Und nicht nur dich. Er zieht jeden Einzelnen. Nicht nur die Menschen, die in einer Kirche aufgewachsen sind, aber auch die, die weit weg sind. Er zieht alle von uns. Er benutzt vielleicht einen Evangelisten, so wie den Tim. Vielleicht benutzt er auch einen Freund. Oder irgendeinen ganz Fremden. Vielleicht diese wirklich nervige Person, die uns immer so einen Flyer geben möchte. Vielleicht durch eine E-Mail-Weiterleitung. Vielleicht durch einen Vogel am Himmel. Aber Gott spricht jeden Tag zu uns. Hörst du zu?

[14:06] Wir wollen uns dieses kurze Zitat hier im "Leben Jesu" anschauen. "Der Heiland kennt uns persönlich und hat Mitleid mit unserer Schwachheit. Er kennt uns alle mit Namen. Er kennt das Haus, in dem wir wohnen. Jeden Bewohner. Von Zeit zu Zeit gab er seinen Dienern Anweisungen, in einer bestimmten Stadt, in ein bestimmtes Haus, in einer bestimmten Straße zu gehen, um eines seiner Schafe zu finden." Eine Überzeugung, ein Überführtsein von der Liebe Gottes. Eine Überzeugung, dass er sich um dich kümmert. Das wird dich nach Hause rufen. Das wird dich zurück zu ihm ziehen.

[14:57] Wo hat aber Helen die meiste Zeit des Tages gewartet? Sie war so ganz außen. Sie war am Ende der Schlange. Was wäre mit ihr passiert, wenn sie niemals zu mir nach vorne gekommen wäre? Ihre Diagnose war 100% tödlich. Es reicht nicht aus, dass wir einfach zur Gemeinde kommen. Es reicht nicht aus, dass wir einfach so in der Bibel lesen. Es reicht nicht aus, einfach zu beten. Du musst eine Entscheidung fällen. Du musst nach vorne kommen. Du musst Gott um Hilfe bitten. Er kann dich einladen, aber du musst die Einladung akzeptieren. Er kann dich ziehen, aber einige, die widerstehen diesem Werben, diesem Ziehen. Er wird dich nicht drängen und nicht zwingen. Er wird dich aber werben. Er wird dich so versuchen, dich zu bringen. Er wird dich viel effektiver drängen, als ich das jemals tun könnte. Ich hatte schon zwölf Stunden gearbeitet. Und es gab noch tonnenweise Menschen, die noch untersucht werden mussten. Jemand hätte sagen können: "Mach dir keine Sorgen, untersucht jemand anders." Aber Gott ist nicht so. Er weiß, wir brauchen ein neues Herz. Ich bin dankbar, dass er etwas nachdrücklicher ist, als das.

[17:07] Könntet ihr euch vorstellen, wie es wäre, wenn Gott uns so behandeln würde, wie wir uns oft gegenseitig behandeln? "Möchtest du vielleicht zu einem Gemeindeprogramm kommen?" "Okay, nein, alles klar, kein Problem." Ich bin dankbar, dass Gott nach so etwas nicht gleich sofort aufgibt. Und ich hoffe, dass auch du nicht gleich sofort dann aufgibst. Ich bin so dankbar, dass die Mutter von Helen wirklich konsequent drangeblieben ist. Denn die Liebe einer Mutter für ihr Kind ist stark. Und ich bin so dankbar, dass auch Gottes Liebe so stark ist. Also musste sie zu Gott kommen. Sie musste eine Entscheidung fällen. Und auch wir müssen so eine Entscheidung fällen.

[18:05] Offenbarung 3 Vers 20 sagt sie: "Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir." Wenn man sich die Bilder, die so gemalt worden sind, zu diesem Bibelvers mal genauer betrachtet, egal wer der Künstler ist oder aus welchem Land der Künstler kommt, in diesen Gemälden zu diesem Bibelvers fehlt immer etwas. Weiß jemand, sieht jemand, was in all diesen Bildern fehlt? Da ist nie so ein Türgriff außen. Was will der Künstler damit ausdrücken? Oder was sollen die Künstler damit ausdrücken? Die Tür muss von innen aufgemacht werden. Jesus klopft. Jesus drückt die Tür niemals mit Gewalt auf. Er steigt auch nicht durchs Fenster hinein. Er ist nicht hinterlistig und versucht dich hinter das Licht zu führen. Er lädt dich nicht zu einem Kochkurs ein und gibt dir stattdessen eine Evangelisationsreihe. Jesus möchte, dass es seine Entscheidung ist und nicht die von irgendjemand anderem. Kein Druck. Keine Bedrohung. Keine Bestechung. Nur Liebe. Liebe, die dich nach Hause ruft.

[20:05] Matthäus 9, Vers 12 und 13. "Jesus aber, als er es hörte, sprach zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Geht aber hin und lernt, was das heißt: Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer; denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße."

[20:25] Aber das ist der Grund, warum viele von uns gar nicht kommen. Eines Abends war ich in der Notaufnahme und ich kam in eine Ruhe und habe gesagt: "Ja, ich bin Dr. Riesenberger, was ist das Problem?" "Oh, es gibt überhaupt gar kein Problem. Ich bin einfach nur vorbeigekommen, um Hallo zu sagen." Und dann habe ich die Psychiatrie angerufen. Niemand tut sowas, oder? Niemand geht zum Krankenhaus, einfach nur um Hallo zu sagen. Wenn man nicht ein bisschen verrückt ist, wie diese Person.

[21:11] Was ist der häufigste Grund, warum Menschen in eine Notfallaufnahme gehen? Nur, nein. Es ist eigentlich Schmerz. Aber es könnte auch Herzschmerz sein. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen. Der allgemeinste Grund ist Schmerzen. Und was sagt der Schmerz in deinem Körper zu dir? Was sagt der Schmerz in unserem Körper uns? Irgendetwas ist verkehrt. Und das möchte man ja jetzt herausfinden. Aber es ist sehr merkwürdig. Da sind in unserer modernen Zeit Menschen nicht mehr so darauf fokussiert. Sie wollen einfach nur, dass der Schmerz aufhört.

[22:09] Stell dir vor, ich hätte zu Helen gesagt: "Für deine Brustschmerzen gebe ich dir dieses Medikament. Und für deine Kurzatmigkeit, da gebe ich dir was zum Inhalieren. Immer wenn du kurzatmig bist, dann machst du einfach puff, puff und dann ist es vorbei." Wäre ich dann ein guter Arzt? Obwohl es ihr ja dann sogar besser gehen würde. Was würde am Ende dann doch passieren? Sie würde sterben. Und sie wäre doch außer sich, weil ich ihr dann nicht gesagt hätte, dass etwas wirklich verkehrt war, etwas wirklich falsch lag.

[23:07] Deswegen bin ich hier, um es euch zu sagen. Wenn du dich leer fühlst, wenn du traurig bist und du dir die Frage stellst: "Ist das alles, was vom Leben so eigentlich übrig bleibt?" Und wenn dir die Sünde für einen kurzen Moment diesen Freudenkick gibt und dann ist es danach wieder genauso leer wie vorher. Und du dir die Frage stellst: "Macht meine Existenz überhaupt irgendeinen Sinn?" Wenn die Musik vorbei ist und du ganz alleine bist und du weinst und du nicht einmal weißt, warum. Das ist die Stimme Gottes, die zu deiner Seele spricht. Das ist deine Seele, die dir sagt: "Da stimmt etwas nicht." Das ist, wo dein Geist dir sagen möchte: "Du hast ein Loch in deinem Herzen." Das spielt gar keine Rolle, ob du es verstehst oder nicht, spielt auch keine Rolle. Das Loch ist immer noch da.

[24:37] Aber die meisten von uns denken: "So schlimm geht es uns nicht." Ich bin aber sehr dankbar, dass in unserem geistlichen Leben Gott uns Symptome gibt. Und zwar körperlich. Wusstet ihr eigentlich, dass Schmerz ein Geschenk ist? Denn wenn du niemals Schmerzen empfinden würdest, dann wärst du wie eine Person mit Diabetes. Ist jemand mal wandern gewesen und du hast einen Stein in deinem Schuh gehabt, dann tut man doch einfach den Stein wieder raus. Aber derjenige, der Diabetes hat, mag vielleicht später, eine Woche später, diesen Stein in seinen Knochen wiederfinden, wenn man dann das tote Fleisch und die Infektion riecht. Aber preis den Herrn, unsere Nerven funktionieren. Beim Lepra funktionieren sie nicht. Bei der Lepra-Erkrankung ist das genauso ein Problem, wo man das Gefühl dann nicht mehr hat. Nicht wegen der Bakterien. Zumindest meistens nicht.

[26:21] Wenn man draußen Essen über dem Lagerfeuer grillt, was macht man am liebsten über das Feuer? Veganer Schnitzel. Das Problem ist, wenn du deine Hand nicht fühlen kannst, dann denkst du: "Es brennt schon, meine Hand." Das ist das Problem, wenn man den Schmerz nicht fühlt. Unsere Gesellschaft fokussiert sich allein darauf, den Schmerz zu entfernen. Wir haben sogar eine Schmerzskala und das Ziel ist, dass alle auf Null sind. Aber das ist verrückt. Menschen gehen nicht auf Null zurück, denn da ist doch etwas verkehrt.

[27:25] Habt ihr manchmal so ein Licht gesehen, das in eurem Auto so aufleuchtet, als Alarmleuchte? Was macht ihr, wenn ihr das Licht seht? "Oh, ich kann noch weitere tausende Kilometer fahren." Nein, tut das nicht. Das Licht ist da, um euch zu sagen, dass etwas falsch ist. Und so ist es auch geistlich. Sünde ist das Symptom. Wenn du Sünde in deinem Leben hast, dann freue ich mich, dass du das erkennst. Denn es bedeutet ja, dass du Jesus brauchst. Ignoriere das nicht. Und lass es auch nicht dazu führen, dass du depressiv wirst. Gott erlaubt es. Er lässt es zu, dass du deine Notwendigkeit, deine Hilfsbedürftigkeit erkennst. Wenn du das Gefühl hast, etwas stimmt in deinem Leben nicht, du bist ein Sünder, dann ist das gute Nachricht. Denn die meisten Leute denken: "Oh, mir geht es ganz gut. Jesus war perfekt. Aber ich töte ja keine Menschen. Ich raube auch nicht andere Menschen aus. Vielleicht erzähle ich mal eine kleine Gelegenheitslüge. Vielleicht schaue ich mir Dinge an, die man sich eigentlich nicht anschauen sollte. Manchmal fahre ich ein bisschen aus der Haut. Aber ich bin halt so, wie alle anderen auch." Aber alle anderen werden sterben. Jeder andere ist auch verloren. Und auch wir müssen das verstehen.

[29:35] Warum wusste Helen, dass etwas nicht stimmte? Weil sie diese Brustschmerzen hatte. Weil sie eine Kurzatmigkeit hatte. Sie ist ohnmächtig geworden. Und ich habe ihr die Diagnose dann gestellt. Aber sie hatte eine Wahl. Sie konnte mir glauben oder auch nicht. Und genau so einfach ist es. In diesem Fall hat sie mir geglaubt. Aber es gab keinen Zwang. Sie hätte sagen können: "Ich nehme ein bisschen Echinacea. Also irgendwelche Kräuter. Ich werde ein bisschen Manuka-Honig drauf tun." Sie hätte alles andere auch entscheiden können. Sie hätte auch sagen können: "So schlecht geht es mir nicht." Sie hätte auch sagen können: "Wahrscheinlich geht es mir doch so schlecht. Aber ich kann das ja auf meine eigene Art und Weise behandeln."

[30:51] Hast du vielleicht schon mal von Patienten gehört oder sie auch getroffen, die, wenn man ihnen sagt, was sie haben, dann sagen: "Ich habe das im Internet schon recherchiert, ich habe etwas ganz anderes." Einige haben manchmal auch Recht, wie hier Desita. Aber die meisten Menschen wissen da gar nicht, was sie tun. In der Medizin sagen wir, dass ein wenig Wissen sehr gefährlich ist. Und Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten, die sind die schlimmsten Patienten. Denn sie denken immer, sie wissen schon genau, was zu tun ist, aber sie wissen es in dem Fall oft gar nicht. Ich kann euch sagen, in Drittweltländern gibt es niemanden, der meine Diagnose infrage stellt. Aber in den USA, in Deutschland, in Schweden, da sagen die: "Ich würde mir gerne eine Untersuchung reinholen. Ich habe da selbst schon ganz schön viel recherchiert. Ich weiß darüber auf jeden Fall mehr als die meisten Ärzte."

[32:09] In der geistlichen Welt ist das auch der Fall. Die Menschen, die am meisten wissen, sind die, die am schwersten zu retten sind. Habt ihr euch schon mal gefragt, warum gerade in Drittweltländern unsere Gemeinde so enorm wächst? Also ich möchte mal sagen, für einen Freitagabend ist das hier wirklich enorm, wie viele Leute gekommen sind. Also wenn man das mit den Vereinigten Staaten in den USA vergleicht. In Jamaika war ich gerade gewesen und da kamen zu jedem Abend genauso viele wie am Sabbatmorgen. In Afrika, da würde das ganze Foyer noch gefüllt sein mit Leuten. Weil sie hungrig sind. Aber in der zivilisierten Welt, da sind wir ja gebildet. Und möglicherweise kann uns diese Bildung dazu führen, dass wir unsere Seelen verlieren. Denn glauben wir Gott? Er sagt: "Dein ganzer Kopf ist krank." Er sagt in Jesaja, dass vom Scheitel bis zur Fußsohle alles voller Wunden ist und ungelinderte Schmerzen. Aber glauben wir ihm das? Oder nicht?

[33:51] Johannes 8, Vers 31-33. Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: "Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen." Sie antworteten ihm: "Wir sind Abrahams Same und sind nie jemandes Knechte gewesen." Aber hey, Moment mal, ich bin noch in der Gemeinde aufgewachsen. Ellen White ist meine Urgroßmutter. Ich bin noch ein Gemeindepastor. Ich bin der Gemeindeälteste. Aber du brauchst immer noch ein neues Herz. Spielt gar keine Rolle. Wir sind zerbrochen. Wir sind als ganze Rasse, als ganze Menschheit gefallen. Und verfehlen die Herrlichkeit, die wir von Gott haben sollten. Die Juden hatten auch dieses Problem. Also sei ermutigt. Dinge haben sich nicht verändert. Sie sagten: "Abraham ist unser Vater. Wir haben niemals irgendjemanden im Knechtsdienst leisten müssen." Obwohl sie in diesem Moment in ihrer Geschichte mit fast jeder anderen Nation als Knechte untertan waren.

[35:17] Aber in der freien Welt ist die Knechtschaft sehr subtil. Jesus sagte hier: "Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde." Sündigst du? Hebe deine Hand nicht. Ich weiß es ja schon. Tim Riesenberger ist der Schlimmste aller Sünder. Aber ihm ist vergeben worden durch das Blut Jesu Christi. Und er wird erhalten und gestärkt durch den Geist Gottes. Wenn ich hier falle, wenn ich stolpere, greift er mich und nimmt mich wieder auf. Und er sagt: "Nein Tim, bleib da nicht unten. Geh weiter, ich helfe dir. Ich werde dir Kraft geben. Ich kann dir ein neues Herz geben." Und das ist die Wahrheit für uns alle.

[36:25] Wenn du realisierst, in meinem Leben gibt es Sünde, dann gratuliere ich dir. Dann hast du schon 90% getan. Dann bist du schon fast da. Die anderen 10% ist, dass wir zu Jesus kommen, sodass er uns verändern kann.

[36:53] Sieht die Helen auf diesem Bild jetzt traurig oder glücklich aus? Ich hatte direkt vor diesem Bild, bevor es geschossen wurde, ihr die Diagnose gestellt. Wie sieht sie aus? Wie schaut sie? Warum sieht sie glücklich aus? Ich habe ihr gerade eine tödliche Diagnose gestellt. Wie kann man da glücklich sein? Denn jetzt wusste sie, was eigentlich verkehrt war. Und so wusste sie auch, es gibt eine Heilung. Es gibt eine Therapie dafür. Sei nicht traurig, wenn du realisierst, ich bin gar nicht so perfekt. Dass du ein Sünder bist und Gnade benötigst. Denn es gibt eine Heilung.

[37:49] Auch wenn dein Zustand, deine Krankheit sozusagen hundertprozentig tödlich ist. Der Arzt, der sich um dich kümmern möchte, hat noch niemals einen Fall verloren. Das kann ich nicht behaupten. Ich habe viele Patienten verloren. In meinem Job, auf meiner Station, da stirbt immer mal wieder einer. Aber wenn du deine zitternde Hand in die Hand des großen Arztes Jesu legst, dann wird er dich retten. Er wird dich niemals wegstoßen. Aber hier ist die Frage: Was muss ich jetzt tun? Und was tut Gott für mich? Hier ist der Schlüssel.

[39:11] Aber dann werden mich die Leute fragen: "Was bedeutet das jetzt? Sag mir doch einfach, was muss ich tun? Was wird Gott tun?" Also die Rolle Gottes hier ist, dass er in dir wirken möchte, sodass du sowohl willst, als auch vollbringst. Aber deine Aufgabe ist es, das auszuführen, was Gott in dir bewirkt. Aber jetzt ganz konkret, was heißt das? Hier ist vielleicht eine ganz einfache Illustration.

[39:59] Es war gerade 2 Uhr morgens in der Notfallaufnahme. Sie sagte: "Hallo, ich bin Dr. Riesenberger, was ist das Problem?" Und sie sagte: "Oh nein, fass diese Hand nicht an." Ich sagte: "Was ist das Problem?" "Mein Finger." "Was ist mit deinem Finger passiert?" "Ich weiß nicht." "Bist du gefallen?" "Ich weiß nicht." "Hat irgendwas drauf gefallen?" "Hat es zerschmettert?" "Ich weiß nicht." "Hast du ihn irgendwie verbogen, verdreht?" "Ich weiß nicht." Ich fragte: "Was weißt du denn?" "Ich habe viel Alkohol getrunken. Ich habe viele Drogen geraucht. Und ich bin ohnmächtig geworden. Und als ich aufgewacht bin, hat mein Finger Schmerzen gemacht."

[40:51] Also habe ich den Finger angeschaut. Also habe ich dann geröntgt. Also wollte ich sicherstellen, dass es keine Infektion gibt. Und die X-Ray hat nicht gezeigt, dass es gebrochen oder abgerutscht war. Es gab keinen Splinter oder einen Fremdkörper. Und der Bluttest hat gezeigt, dass es keine Infektion gab, zumindest keine systemische Infektion. Also habe ich es angeschaut, und es war ein bisschen rötlich auf einer Seite. Und ich sagte: "Ich glaube nicht, dass es einen Abszess gibt. Aber ich glaube, dass es eine frühe Infektion gibt. Aber ich denke, ich gebe dir jetzt eine Dosis Antibiotika. Und was ich dir sagen werde, ist: Nimm diese Präzision. Und nimm die Medikamente. Nimm sie bis ans Ende, auch wenn es dir dann besser geht. Folge der Instruktionen. Kein Alkohol, keine Drogen, kein Rauchen. Wenn es dir dann schlechter geht, komm zu mir zurück." Okay.

[42:33] Also ist sie gegangen. Und nach zehn Tagen kam sie wieder. Und sie sah einen meiner beiden Kollegen. Aber sie haben sich nicht sehr wohl gefühlt. Sie waren so Krankenpfleger, Krankenschwester und dachten: "Das ist ein Fall für dich." Also sagte ich: "Erzähl mir doch ein bisschen mehr über dein Leben." Ihr Finger ist wie eine große Schnitzel, eine große Würstchen. Und es ist rote Farbe und ihre Lymphknoten sind gigantisch. Und sie hat Fieber. Und sie zittert und hat so Schüttelanfälle. Und ihr Blutdruck ist sehr niedrig, ihr Puls ist hoch. Ich denke, sie wird ihre Hand verlieren. Ich denke, sie muss operiert werden. Okay, ich werde sie untersuchen.

[43:49] Also kam ich in den Raum. Und sie sagte: "Das ist Dr. Riesenberger." Und sie sagte: "Oh Doktor, ich bin so froh, dass Sie gekommen sind. Der Arzt, den ich letzte Woche gesehen habe, der hat sich überhaupt nicht um mich gekümmert." Sie hat nicht realisiert, dass ich letzte Woche sie auch untersucht hatte. Und ich sagte: "Oh, das ist eine Schande. Was hat denn der Arzt getan?" "Oh, er hat überhaupt gar nichts getan." Und ich habe gesagt: "Er hat wirklich gar nichts gemacht?" "Nein, er hat gar nichts gemacht, er hat mich einfach nur rausgeschickt." Und ich habe gesagt: "Hat er nicht irgendwelche Tests gemacht?" "Oh, ja doch, ich glaube, sie haben ein Bild gemacht." "Haben sie vielleicht auch ein Blut entnommen?" "Oh, ja doch, ich glaube, sie haben ein paar Tropfen Blut entnommen." "Hat er vielleicht ein bisschen Medizin verschrieben?" "Ich glaube, sie haben mir eine Pille gegeben. Oder war es ein Schuss? Sie haben mir eine Pille gegeben, oder vielleicht irgendetwas anderes, ja." "Hat er dir irgendetwas gegeben, was du mit nach Hause nehmen solltest?" "Oh doch, ich erinnere mich, da war so ein Blatt Papier, das er mir gegeben hat. Ich glaube, das war so ein Rezept für Antibiotikum." Und ich habe dann gefragt: "Haben sie dieses Rezept auch eingelöst?" "Oh, nein, es hat geschneit draußen, ich konnte da gar nicht rausgehen." "Hat er ihnen auch gesagt, mit irgendwas aufzuhören?" "Ja, der war wirklich lustig, dieser Arzt, der hat gesagt, ich soll mit dem Fleisch essen aufhören, mit dem Alkohol, mit dem Nikotin, mit den Drogen." Und ich habe gesagt: "Haben sie mit den Drogen aufgehört?" "Natürlich habe ich damit aufgehört." "Wann haben sie aufgehört?" "Heute."

[45:59] Das ist eine wahre Geschichte, das ist so passiert. Warum ist es mit ihr nicht besser geworden? Sie hat absolut nichts von dem getan, was sie eigentlich hätte tun sollen, was ich ihr gesagt hatte, bis auf eine Sache: Sie kam zurück, als es schlimmer wurde.

[46:25] Was denkt ihr wohl, was habe ich ihr gesagt? Habe ich ihr gesagt: "Sie sind eine Idiotin, Sie sind eine Verliererin, verschwinden Sie, ich habe sie vor einer Woche schon untersucht?" Nein, natürlich nicht. Was habe ich also getan? Ich habe ihr nicht einmal gesagt, dass ich der Arzt war, der sie letzte Woche untersucht hat. Ich habe nur gesagt: "Jetzt werden wir uns wirklich um sie kümmern." Sie hat dann Antibiotikum bekommen und sie ist dann in den Aufwachraum gekommen und sie mussten den ganzen Arm aufschneiden und dann kam die ganze Eiter raus, die ganze Infektion, und dankenswerterweise hat sie ihr Leben nicht verloren, sie hat auch ihre Hand zum Glück nicht verloren, aber ihre Nerven sind sehr beschädigt worden und sie kann ihre Hand nicht mehr normal benutzen.

[47:35] Wisst ihr, was ich da festgestellt habe? Wir sind diese Frau mit dem Finger. Wir kommen zur Erweckung, wir kommen jeden Abend, wir sitzen vielleicht ganz vorne, manchmal sitzen wir in der ersten Reihe, wir hören uns jedes Wort genau an, wir stellen vielleicht sogar Fragen, aber wir tun von all den Dingen, die der Evangelist sagt, überhaupt gar nichts. Und dann denken wir: "Irgendwas ist verkehrt." Also während der Gebetswoche war doch alles ganz wunderbar, aber wenn dann die Gebetswoche vorbei ist, habt ihr jemals so eine Erfahrung gemacht? Ist das nicht schon allen passiert? Wisst ihr, dass auch mir das passiert? Also wenn ich so eine Vortragsreihe halte, dann bin ich so nah bei Gott. Wenn ich nach Hause gehe, mache ich gleich eine weitere Vortragsreihe. Und so gehen die einmal ineinander über. Das ist für mich. Das segnet mich. Und natürlich segnet es auch andere. Denn ihr hört die Worte. Ich sage die Worte. Ich studiere die Worte. Ich bete über die Worte. Und ich höre dann auch, wie Gott in eurem Leben wirkt. Und ich kann glauben, dass er auch mich retten kann. Aber wir haben eine Rolle zu spielen.

[49:37] Und unser Teil ist sehr einfach. Was wollte ich, dass die Frau mit dem Finger tut? Sie sollte einfach ihr Leben ändern. Was sollte sie noch tun? Als sie nach Hause ging, und es waren ca. 6 Stunden nach dem Besuch, was wäre, wenn sie dann ein Klopfen an der Tür gehört hätte? "Wer ist das?" "Oh, es ist Dr. Riesenberger." "Was wollen Sie?" "Ich bin hier mit der nächsten Antibiotika." Macht das euer Arzt mit euch? Warum machen wir das nicht? Weil du das tun kannst. Nicht wahr? Aber hat die Frau mit dem Finger ihr Röntgenbild geordert? Hat sie ihr eigenes Rezept geschrieben? Hat sie den Bluttest bestellt? Hat sie die Diagnose gestellt? Warum hat sie diese Dinge nicht getan? Wer hat diese Dinge getan? Der Arzt. Warum hat sie das nicht getan? Sie kann das nicht. Sie hat ja nie Medizin studiert. Sie hätte die Diagnose nicht stellen können.

[51:21] Aber sie soll tun, was sie kann. Und das ist auch geistlich der Fall mit uns. Kannst du deine eigenen Sünden vergeben? Kannst du dein eigenes Herz verändern? Kannst du deine Gedanken ändern? Nein. Wir können von diesen Dingen nichts tun. Unsere Versprechen sind wie Sand. Wir können es nicht selbst tun. Aber Gott kann und wird für dich wirken. Er kann für dich das tun, was du selbst nicht für dich tun kannst. Aber er lässt dich tun, was du selbst tun kannst.

[52:15] Und ich denke, in der ersten Welt gibt es zwei verschiedene Sorten von Menschen. Da gibt es die, die alles selbst tun können. Und dann die anderen, die sagen: "Gott, tu alles für mich." Aber ich möchte euch sagen: Beide werden verloren. Beide werden verloren gehen. Gott erwartet von dir, dass du das tust, was du tun kannst. Obwohl du deine Gedanken nicht verändern kannst, kannst du Dinge lesen, die dir gute Gedanken geben werden. Kannst du dir Dinge anhören, die gute Gedanken stärken. Kannst du dich mit Freunden umgeben, die dir eine positive christliche Leistung ermöglichen. Kannst du das tun? Natürlich kannst du das tun.

[53:31] Es ist so lustig, wenn ich eine Patientin sehe, die Depression hat, und das ist sehr häufig der Fall. Dann sagen sie: "Ich fühle mich so schlimm. Es gibt keinen Weg hinaus. Das Leben ist hoffnungslos." Und dann schaue ich mir sie an, und sie tragen ganz schwarz. Und vielleicht noch so ein Pentagramm. Und einmal habe ich sie gefragt: "Hey, kann ich mal deine Musik mir anhören?" "Ich werde mich töten, ich werde mich töten." Und dann sage ich: "Da wäre ich wahrscheinlich auch depressiv." Aber so sind wir oft. Wir umgeben uns mit sündigen und weltlichen Einflüssen. Das verletzt nicht nur uns, sondern auch andere Menschen, die um uns herum sind.

[54:35] Wir sind heute in das Fitnesscenter gegangen, und es tut mir so leid zu sagen, dass alle Modelserscheinungen der USA direkt nach Europa weitergereicht wurden. Da gibt es Kinder im Fitnesscenter, die Yoga-Pants tragen. Warum musst du Yoga-Pants tragen? Du bist nur neun Jahre alt. Aber wir sind die Frau mit dem Finger. Aber Gott kann uns helfen. Aber er wird nicht deine Aufgabe übernehmen. Und deine Aufgabe ist es, zu tun, was du tun kannst.

[55:29] Sag mir genau, was ich tun muss. Und es ist sehr einfach. Gott will, dass du 100% tust. Und die Leute fragen: "Wie das aussieht?" Ich sage: "Okay, hier ist eine sehr einfache Geschichte." Dieser junge Mann war mein erster Patient in Kambodscha. Was denkt ihr, ist mit ihm hier verkehrt? Jemand möchte raten? Ja, er hat seine Hand gebrochen. Wenn man sich die Hand anschaut, dann ist sie so gedreht. In einer sehr schlechten Position. Es sollte nicht so gehen. Glaubt ihr, das tut weh? Ihr könnt sehen, wie der Schweiß auf seinen Lippen steht.

[56:43] Wisst ihr, was das Erste ist, was ich tun werde? Ich werde dafür sorgen, dass es noch mehr Schmerz gibt. Und die Leute sagen: "Warte mal, ich dachte, jetzt wird alles besser." Warum ist er da geblieben und hat nicht gesagt: "Oh, du tust mir weh, ich werde jetzt den Raum verlassen?" Warum ist er dort geblieben? Er glaubte, dass ich nicht mit Absicht ihm wehtue. Das Interessante war, er war der erste Patient, er hatte noch nicht gesehen, wie ich irgendjemand anders behandelt habe. Warum glaubt ihr, er war überzeugt davon, dass ich ihm helfen wollte? Ich hatte so einen weißen Kittel, da stand Doktor drauf und seine Mutter stand da drüben und sagte: "Wenn du wehst, ich werde dich schlagen."

[58:01] Weiß jemand, wer das ist? Wer ist das? Aaron Ralston, zwischen einem Stein und einem schweren Ort. Kennt ihr seine Geschichte? Er war mitten in der Bergwüste, ein großer Felsen ist lose geworden, ist auf ihn gefallen und hat seinen rechten Arm an den Berg festgenagelt, aber es hat ihn nicht getötet. Er hat gesagt, es hat nur ein paar Sekunden gedauert, bis er bemerkt hat, er wusste innerhalb von wenigen Sekunden, dass er genau zwei Möglichkeiten hatte. Was waren seine beiden Optionen? Entweder zu sterben. Er hätte um Hilfe schreien können, aber da gab es niemanden. Er war wirklich in der Bergwüste. Die andere Option? Arm abschneiden.

[59:19] Weiß jemand, was seine Glaubensüberzeugung ist? Er ist kein Christ. Er denkt vielleicht, er hat in diesem Moment Jesus gefunden. Nein, er ist ein Atheist, aber er versteht das Evangelium. Deine Sünde wird dich töten. Was immer es ist, es mag vielleicht klein sein in deinen Augen, aber wenn Gottes Wort sagt, es ist verkehrt, wird es dich schlussendlich zerstören. Und die Frage ist: Wirst du es aufgeben? Jesus ist willig und fähig, es wegzunehmen, aber du musst es aufgeben.

[1:00:15] Wie soll es dann so aussehen, als ob du deinen rechten Arm abschneiden musst? Wie hat Jesus es in der Bibel verglichen, die Sünde aufzugeben? Nicht wahr? Hat er es nicht genau so beschrieben? Jeder, der euch sagt, die Sünden aufzugeben, ist so ganz angenehm, der erzählt euch eine Lüge. Das ist kein schmerzloser Prozess, das tut weh. Das hat so einen Kampf, der das mit sich bringt. Es bedeutet auch Bemühungen, die wir mit hineinfließen lassen müssen. Der Kampf gegen das eigene Ich ist der größte Kampf, den es überhaupt gibt. Alles Gott in die Hände zu geben, erfordert einen echten Kampf. Aber Aaron Ralston hat verstanden: Entweder ich schneide mir den Arm ab oder ich sterbe. Verstehen wir das? Das ist die Frage.

[1:01:41] Ich würde jetzt ohnmächtig werden. Was würde Alexandra tun? Hilfe rufen. Eine ganz tolle Idee. Was würdet ihr noch tun? Laura. Sie würde auch Hilfe rufen. Was würde Silvia tun? Der Arzt ist schon gerufen. Erste Hilfe leisten. Er hat keinen Puls, er atmet nicht. Was tut man jetzt? Herzdruckmassage. Aber was, wenn ihr direkt außerhalb meiner Notfallaufnahme wärt? Dann würde ich Sie rufen. Dann würde ich Sie berufen, den Arzt zu rufen. Was würdet ihr tun? Ihr würdet ihn doch einfach direkt zu mir bringen. Und was, wenn ich mich jetzt hinterknien würde und sage: "Oh Jesus, segne doch den Christopher und segne die Missionare. Amen." Wäre das genügend? Nein. Also, was mache ich? Ich mache so ein bisschen Herzdruckmassage, oder? Warum lacht ihr? Ist das nicht okay?

[1:03:17] Was wollt ihr, dass ich tue? Ihr wollt doch, dass ich das dann tue, wozu ich ausgebildet worden bin. Dass er Adrenalin bekommt, geschockt wird und intubiert wird. Wenn man sich das geistliche Leben anschaut, ist es genau dasselbe. Man sollte um Hilfe rufen. Jemand, der Medizin studiert hat, der sollte dann schon auch Reanimation machen können. Aber der Notfallaufnahmespezialist, der sollte alles tun können, oder?

[1:04:11] Gott wird dich niemals retten ohne 100%. Aber deine 100% sind anders als deine 100%, als meine 100%, jeder hat quasi andere 100%. Wenn du sagst: "Meine Versuchungen sind zu schwer." Sagt Gott: "Meine Gnade ist ausreichend für dich." Aber du verstehst nicht: "Ich habe so viele Sünden." Da sagt Gott: "Wo die Sünde überreich geworden ist, ist die Gnade überfließend geworden." Du sagst Gott: "Ich bin nicht stark genug." Und Gott sagt: "Meine Stärke wird vollkommen gemacht in deiner Schwäche."

[1:05:03] Ich sage euch, es wird wehtun. Als ich das Jod aufgetan habe, was habe ich hier in meiner Hand? Eine große Spritze. Und das habe ich dann direkt da hinein gespritzt. Und dann habe ich Medizin dort injiziert. Und nach 5 Minuten haben wir dann das Bild hier geschossen und er hat gesagt: "Es tut gar nicht mehr weh." Als er das gesagt hat, habe ich gesagt: "Es tut gar nicht mehr weh." Und dann ist er ohnmächtig geworden. Sein Pastor ist dann ohnmächtig geworden. Das hat wehgetan. Als ich dann seinen Knochen wieder an die richtige Stelle gerückt hatte, habe ich dann gesagt: "Es tut weh."

[1:06:21] Was denkt ihr, was habe ich danach getan? Also habe ich das gegipst dann. Denn ich wollte ja nicht nur den Knochen wieder an die richtige Stelle bringen, ich wollte, dass der Knochen an der richtigen Stelle auch bleibt. Nicht nur für einen Moment, sondern für immer. Also habe ich da Gips drum getan. Und sobald es dann wieder an der richtigen Stelle war, habe ich noch einmal dagegen gedrückt und es hat nochmal so einen schönen Klang gemacht. Und als er dann am nächsten Tag geröntgt wurde, war das ganz perfekt wieder zusammen.

[1:07:23] Wisst ihr, woran man erkennen kann, wo sich jemand einen Knochen gebrochen hat? Wenn man sich das Röntgenbild anschaut, dann ist das da so ein bisschen stärker, so ein kleiner Hügel. Der Knochen ist an der Stelle stärker als irgendwo sonst. Wusstet ihr das? Gott wird genau das nehmen, wo du gebrochen bist. Und mit seinem Geist macht er dich dann unbrechbar. Der Knochen wird an dieser Stelle nicht nochmal brechen. Und er möchte, dass das dann für immer so bleibt. Die Frage ist: Wirst du ihn das lassen?

[1:08:19] Denn ich habe ihm ja danach auch nicht gesagt: "Jetzt geh einfach spielen." Glaubt ihr, er ist am nächsten Tag schwimmen gegangen? Er musste sich ja um sein Gips kümmern. Er musste Übungen machen, hatte Reha dann. Und genau so geht es uns auch. Wenn wir zu Jesus gekommen sind und er uns ein neues Herz schickt, dann müssen wir uns darum auch kümmern. Und Leute sagen aber: "Hey, ich kam zu Jesus und da ging es mir so gut. Ich habe mein Leben schlimmer als je zuvor." Dieses Lied gibt es auch. Wir vergessen dieses Lied, wenn wir älter werden. Und ich lese die Bibel nicht mehr. Warum wachse ich nicht?

[1:09:35] Wir bilden Menschen nicht darin aus, sich um ihr transplantiertes Herz zu kümmern. Glaubt ihr, wenn Menschen eine Herztransplantation bekommen haben, dass sie dann sorgsam damit umgehen müssen? Glaubt ihr, sie können einfach essen und trinken, was sie wollen? Natürlich nicht. Müssen sie auch öfter mal wieder zum Arzt zurückgehen? Natürlich. Und sie haben eine ganze Reihe von Medikamenten. Genau die.

[1:10:19] Und selbst eine schnupfende Nase kann schon gefährlich werden. Aber genauso ist es mit uns. Wir müssen uns um unser neues Herz kümmern.

[1:10:35] Was ganz interessant ist mit Menschen, die eine Herztransplantation erlebt haben, ist, dass sie den Geschmack dessen übernehmen, der das Herz gespendet hat. Es gibt einen Mann, der eine Herztransplantation bekommen hat und hat plötzlich angefangen, jeden Tag Erdnussbutter zu essen. Er musste jeden Tag Erdnussbutter haben. Und dann haben sie herausgefunden, dass der, dem das Herz früher gehört hatte, auch Erdnussbutter geliebt hat. Wenn Gott dein Herz verändert, dann ist alles anders. Dein Geschmack, deine Wünsche, deine Pläne, deine Anziehung, deine Ernährung, dein Lebensstil. Dann bist du eine neue Kreatur, eine neue Schöpfung, ein neues Wesen. Und du nimmst den Geschmack dessen an, der dir das Herz geschenkt hat.

[1:11:51] Denn am Ende dieser Geschichte hat Helen sich noch von mir verabschiedet im Bus und sie hat mich umarmt und hat gesagt: "Tim, ich werde dich niemals vergessen." Und dann bin ich zurück zur Notfallaufnahme, wo ich gearbeitet habe. Und sie haben gesagt: "Hey, wo bist du gewesen in den letzten zweieinhalb Wochen?" "Oh, ich habe medizinische Missionsarbeit in Peru gemacht." Und sie haben gefragt: "Hast du irgendwas Interessantes gesehen?" "Ich habe einen Fall gehabt", habe ich gesagt, "mit einem Eisenmenger-Syndrom, ganz schwerer Herzfall." "Oh, sie ist wahrscheinlich gestorben, oder?" "Nein, sie lebt noch. Hoffentlich wird sie eine Transplantation bekommen."

[1:13:05] Am nächsten Tag, auf der Arbeit, es war nicht ein Arzt, nicht eine Krankenschwester, es war eine Helferin, eine Krankenschwester-Helferin. Und sie kam mit 1.000 Dollar in Cash und sagte: "Das ist für Helen." Wahre Geschichte. Und diese Helferin hat gar nicht an Gott geglaubt. Aber Gott hat sie benutzt, damit Helen wirklich ein neues Herz haben konnte. Sie hat also das Geld genommen, Helen hat das Geld bekommen, sie wurde behandelt, sie wurde geheilt und es war noch genug Geld übrig, um dann in die Adventistische Schule zu gehen. Und ich erinnere mich, als ich mit der Person sprach, die dann ihr Unterricht gegeben hat, obwohl sie zu dem Zeitpunkt keine Sieben-Tags-Adventistin war, sie ging durch all diese Studien, durch all das, was wir mit ihr studiert haben, schneller hindurch als alle anderen, die wir gesehen haben, denn sie hatte das Evangelium schon auf ihrem Herzen geschrieben. Sie kannte schon den Weg der Erlösung, in der realen Welt schon quasi erlebt. Sie musste ja zum Arzt kommen. Sie musste dem Arzt vertrauen. Sie musste tun, was der Arzt gesagt hatte. Sie musste dem Behandlungsplan folgen und sie musste immer weiter dranbleiben an den ganzen Nachbehandlungen. Sie wusste, was sie zu tun hatte und sie wusste, was Gott für sie tun würde.

[1:14:47] Aber wenn ihr alles andere vergesst, dann erinnert euch an diesen einen Vers. "Und Abram antwortete: Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen." Wenn du ein krankes Herz hast und keine Medizin dich heilen wird, kein Karottensaft dir mehr helfen kann, wenn keine Operation, kein Stent, wenn keine Verbesserung dir noch helfen kann, dann wirst du auf eine Liste gesetzt. Dann wirst du auf eine Liste gesetzt. Es ist die Transplantationsliste. Wenn du so krank bist, dass nichts anderes dich mehr retten kann, als ein neues Herz. Wisst ihr, was jeder auf dieser Liste betet, was passieren soll? Wisst ihr, worauf sie hoffen? Sie hoffen darauf, dass jemand anders stirbt. Dass jemand für sie stirbt. Denn damit dieser Mensch auf der Warteliste leben kann, muss jemand anders sterben.

[1:16:21] Jesus musste sterben. Denn mein Herz war verloren. Ich kann nicht überleben. Ich kann nicht so weitermachen, wie ich bin. Ich brauche eine Herztransplantation. Ich kann sie nicht von dir bekommen. Kein Vorwurf, aber du bist genauso krank wie ich. Aber es gibt ein menschliches Wesen, der geboren wurde, um zu sterben. Der sozusagen geboren war, um ein Organspender zu sein. Der einzige Mensch, der eine perfekte Kindheit gelebt hat. Eine tadellose Erwachsenen-Leben. Ein sündloses Leben. Sein Herz ist stark. Sein Herz ist so gesund, dass es für immer schlagen wird. Aber er ist nicht nur der Herzchirurg. Er ist der Herzspender. Damit du leben kannst, musste Jesus sterben. Er musste sein vollkommenes Herz für dich geben. Und dein zerbrochenes Herz nehmen. Das hat ihn nicht nur getötet, es hat ihn für immer verwundet, sodass dein Herz für immer schlagen kann.

[1:18:15] Erinnert euch daran, dass die Erlösung für dich frei ist. Aber es ist sehr teuer für Jesus. Es kostet ihm nicht nur ein Leben des Leidens und des Todes. Aber es hat ihm Wunden eingebracht, die für alle Zeit bleiben werden. Es gibt Wunden, die werden niemals heilen. Aber wir können dankbar sein, dass unsere Wunden alle heilen werden. Mein Gebet ist, dass ihr das nicht nur wertschätzt, aber dass ihr euch um dieses neue Herz, das Gott euch gibt, auch wirklich kümmert. Es wird Bemühungen erfordern, aber vertraut Gott. Bete jeden Tag. Lies deine Bibel. Gib deinen Glauben weiter. Jesus wird dir helfen. Und sorg dafür, dass dieses transplantierte Herz stark bleibt. Er wird dich dabei behalten, dass du dieses neue Herz nicht abstößt.

[1:19:41] Möchtest du ihm vertrauen? Möchtest du ihn um ein neues Herz bitten? Wenn das dein Wunsch ist, deine Entscheidung, dann steh doch auf, wenn wir jetzt ein Abschlussgebet sprechen. Danke, dass du Helen gerettet hast. Aber danke, dass du auch mich gerettet hast. Ich bitte dich, nicht nur heute, aber dass wir jeden Tag sterben können. Dass wir sagen: "Nicht mein Wille geschehe, sondern dein Wille." Dass wir unser Leben nicht so leben, wie wir fühlen oder was wir so denken und verlangen, sondern dass wir unser Leben nach dem ausrichten, was du in deinem Wort und im Geist der Weisheit sagst. Vertrauen in all dem, was wir nicht für uns selbst tun können, sondern was du tun wirst. Aber gib uns auch Gnade und Kraft, dass wir unseren Teil tun, dass wir unsere Hand in deine Hand legen können, indem wir wissen, dass deine allmächtige Kraft uns halten wird und dass selbst wenn wir fallen und stolpern, unendliche Gnade uns gegeben wird. Ich bete für Helen, wo immer sie sich jetzt gerade befindet. Möge ihr Herz weiter stark schlagen und möge ihre Geschichte und ihr Erbe weiter erleben, zeigen uns allen, dass wir ein neues Herz haben können. Nicht nur in diesem Leben, sondern für das ewige Leben. Im Namen Jesu. Amen.

[1:22:01] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.