In dieser Predigt über Offenbarung 13, Vers 5, taucht Christopher Kramp tief in die prophetische Bedeutung von „großen Worten und Lästerungen“ ein. Er beleuchtet die Verbindungen zu den Prophezeiungen in Daniel und erklärt, wie diese Macht sich selbst über Gott stellt, indem sie Gesetze erlässt, die Gottes Gebote außer Kraft setzen. Die Ausführungen zeigen, dass Lästerung aus dem Herzen kommt und wie wichtig es ist, diese in unserem eigenen Leben zu vermeiden.
10.12.2013 – Offenbarung 13,5
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für VersWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Wir werden heute einfach weitergehen in den nächsten Vers, und da gibt es einiges Spannendes zu entdecken. Wie immer wollen wir natürlich auch heute mit einem Gebet starten. Ich lade euch herzlich ein, mit mir niederzuknien.
[0:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen können. Wir möchten dir Dank sagen für dein Wort, dass es uns Freude machen wird beim Studieren, dass wir dadurch leben dürfen. Und wir möchten dich bitten, dass du alle Störungen fernhältst und dass wir aus der Offenbarung das erkennen, was wir heute erkennen sollen, und dass du unser Studium segnest nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu, Amen.
[0:47] Heute geht es um Offenbarung 13, Vers 5. Schlagen wir das mal gemeinsam auf. Ist das groß genug geschrieben?
[1:02] Offenbarung 13, Vers 5. Die Bibel sagt: "Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete, und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken." Ich habe das Gefühl, dass wir das so lange schon gründlich studiert haben, dass, obwohl wir den Vers noch gar nicht gemacht haben, ihr mir heute schon eigentlich den ganzen Vers alleine auslegen könntet, oder? Also, wer möchte heute das Thema übernehmen?
[1:35] Es gibt nicht so viel, in Anführungszeichen, Neues zu lernen, aber vieles zu vertiefen. Dieser Vers wiederholt einige Dinge, die wir schon immer wieder mal angesprochen haben. Aber schauen wir mal an, was wir hier beobachten können. Was könnt ihr alles in diesem Vers erstmal erkennen? Was spielt hier eine Rolle in diesem Vers?
[1:51] Da gibt es einen Mund und ein Maul, ja, dem gegeben wird. Genau, der redet nämlich große Dinge. Genau, große Dinge und Lästerungen, ja. Und wir haben wieder eine Zeit, nämlich 42 Monate. Na, die können wir jetzt fast nur im Schlaf, oder? Aber da kommen wir gleich zu. Da kommen wir gleich zu. Also, das sind diese beiden Hauptaspekte: das Maul mit den großen Dingen und den Lästerungen und die 42 Monate. Fangen wir mal mit dem Maul an.
[2:40] Die Macht, genau. Die Macht, die 42 Monate ist die Macht, die ihm gegeben wird. Ganz richtig, danke. Ihm wird Macht gegeben, ja. Absolut. Jetzt fangen wir mal mit dem Maul an. Welche Parallelstelle würde sich als erstes anbieten für dieses Maul? Das ist gut, aber eine Stelle würde sich noch eher anbieten. Ihr habt schon vollkommen recht. Wir werden gleich da hingehen. Aber bevor wir zu Teil 7 gehen, also vorher eben, auf Maul 13, Vers 1. Genau, auf Maul 13, ein Vers. Vers 1 ist auch gut, aber ein Vers wäre noch besser gewesen, nämlich Vers 2.
[3:25] Vers 2, warum? "Und sein Rachen wie ein Löwenrachen." Genau. Das, was hier steht, ist in Vers 2 schon mal angedeutet worden. Wir haben in Vers 5 nochmal eine Wiederholung von Vers 2. Könnt ihr euch erinnern, dass wir gesagt haben, die ersten Verse von Offenbarung 13 ist eine Zeitprophezeihung und dann kommt später nochmal eine ausführliche Wiederholung? Und das haben wir jetzt hier genau. Also das, was in Vers 2 angedeutet wird, wird jetzt hier ausführlicher beschrieben. Das hilft uns aber auch in der Auslegung des Mauls.
[3:56] Denn das Maul ist was für ein Maul? Es ist ein Löwenmaul. Ein Löwe steht für Jesus oder Satan. Aber wenn in einem Vers nicht nur ein Löwe, sondern auch ein Bär und ein Leopard vorkommt, ein Königreich. Was ist ein Königreich? Babylon. Genau. Ihr habt ja wahrscheinlich schon gemerkt, dass Offenbarung 13 sozusagen einmal in Daniel 7 eingetaucht worden ist. An jedem Vers hängen irgendwie ständig Daniel 7 Parallelen und Zitate. Und das ist natürlich mit dem Löwen auch so. Es geht also um ein babylonisches Maul. Und wir haben ja schon ausführlich angesprochen, worin diese babylonische Qualität des Papsttums bestanden hat, aber das nochmal zur Erinnerung.
[4:48] Jetzt kommen wir zu den anderen Versen, die ihr angesprochen habt, in Daniel 7. Wir haben ja schon gesagt, Daniel 7 ist ganz deutlich der Hintergrund von Offenbarung 13. Welche Verse in Daniel 7 sind da als Parallelstellen gut? 25. 25 haben wir gesagt. Da heißt es: "Er wird Reden, oder freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben. Und er wird danach trachten, Zeit und Gesetz danach zu ändern. Und sie werden seiner Gewalt gegeben für eine Zeit, eine halbe Zeit." Da sind also beide Dinge drin. Ganz, ganz enge Parallele. Daniel 7 sagt uns auch, wogegen sich die Lästerungen wenden. Gegen wen wenden sie sich? Gegen Gott. Gegen den Höchsten. Gegen Gott.
[5:35] Haben wir noch mehr Parallelverse in Daniel 7, die das gleiche sagen oder Ähnliches sagen? Schaut mal. Welcher Vers? Vers 20. Genau. Da heißt es auch über die zehn Hörner auf seinem Kopf und über das andere Horn, das im Vorstück und vor dem drei ausfiel, nämlich jenes Horn, welches Augen hatte und ein Maul, das große Dinge redete, das so viel größer aussah als seine Gefährten. Okay.
[6:01] Haben wir noch ein Vers? Gibt noch mindestens zwei Verse, die das gleiche sagen. In Daniel 7. 23. Ja, aber 23 betrifft nicht mal das vierte Tier, das Römische Reich, nicht wahr? 25 hatten wir schon. Genau. Vers 8. Danke, Vers 8. Schaut mal, Vers 8. Da heißt es: "Während ich acht gab auf die Hörner, siehe, da steht kein anderes..." Das ist die Hörneraufnahme. Da heißt es: "Während ich acht gab auf die Hörner, siehe, da steht kein anderes kleines Horn zwischen denselben auf. Und drei der folgenden Hörner wurden vor ihm ausgerissen. Und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redet."
[6:45] Also wir haben Vers 8, Vers 20 und Vers 25. Seht ihr noch ein Vers, wo das vorkommt? Diese große Dinge, die es redet? Gibt noch einen vierten Vers, wo das deutlich vorkommt. In Daniel 7.
[7:14] Schaut mal in Daniel 7, Vers 11. Daniel 7, Vers 11 heißt es: "Ich sah fortwährend hin, wegen des Lärms der hochfahrenden Reden, die das Horn führte. Ich sah zu, bis das Tier getötet und sein Leib umgebracht und seinem brennenden Feuer ausgeliefert wurde." Könnt ihr sehen, welche Wirkung diese hochfahrenden Reden hatte in der Vision? Schaut den Vers einmal genau in Daniel 7, Vers 11. Welche Wirkung hat diese hochfahrende Rede, dieses große Dinge reden?
[7:49] Der Johannes schaut hin und sagt: Warum schaute ich hin? Ich schaute hin, nicht wegen dem Menschenauge drauf und auch nicht, weil es ein kleines Horn war, sondern weil es so hochfahrende Reden hatte. Wegen der Stimme dieses Horns. Das heißt, das ist etwas, was die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
[8:10] Wie viele Verse haben wir jetzt in Daniel 7 gefunden? Vier. Vers 8, Vers 11, Vers 20 und Vers 25. Viermal sagt in Daniel 7, dass er gesehen hat, dass dieses kleine Horn große Dinge redet. Ich glaube, ich habe jetzt nicht genau geprüft, aber ich würde mal schätzen, kein anderes Identifikationsmerkmal vom kleinen Horn wird so oft wiederholt. Das ist also von besonderer Wichtigkeit. Ja, es hat auch dreieinhalb Zeiten und es hat die drei ausgerissen und so weiter, aber das wird besonders in den Fokus gestellt, dass es große Dinge redet. Und zwar, wie wir gesehen haben, gegen den Höchsten.
[8:51] In Daniel 8 wird das kleine Horn auch erwähnt, aber bei Daniel 8 finden wir nicht so sehr einen Hinweis, dass es große Reden oder Lästerungen redet. Aber wir haben so einen Hinweis in einem anderen Daniel-Kapitel, nämlich in Daniel 11. Schauen wir mal in Daniel 11, wo wir nochmal die gleiche Geschichte von Daniel 2, 7 und 8 haben, nur noch etwas komplizierter.
[9:12] In Daniel 11, Vers 36 haben wir genau dieselbe Macht beschrieben, die in Vers 7 und 8 beschrieben wird. Und wir finden hier auch eine ganz ähnliche Formulierung. Schaut mal in Daniel 11, Vers 36: "Und der König wird tun, was ihm beliebt und wird sich erheben und groß tun gegen jeglichen Gott. Und er wird gegen den Gott der Götter was ausstoßen? Ungeheuerliche Reden, unerhörte Worte ausstoßen. Und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber ist, denn was beschlossen ist, wird ausgeführt werden." Also hier haben wir noch eine ähnliche Formulierung, nämlich gegen den Gott der Götter.
[9:57] Und wer ist der Gott der Götter? Gott im Himmel. Interessanterweise, die Tatsache, dass Gott der Gott der Götter ist, wird in der Bibel immer mit einer Tatsache begründet. Mit welcher Sache? Also womit wird begründet in der Bibel, dass Gott im Himmel der Gott aller Götter ist? Weil er der Schöpfer ist. Und wenn ihr das anschaut in der Bibel, dann wird sein Schöpfungswerk immer beschrieben als wunderbar. "Deine wunderbaren Werke, deine großen Werke, die unvergleichlichen Werke." Und das Interessante ist, dass hier im Hebräischen dasselbe Wort verwendet wird, was sonst für die wunderbaren, wunderlichen, nicht ergreifbaren Werke Gottes verwendet wird. Unerhört. Ungeheuerlich. Unfassbar.
[10:42] Das heißt, dieses Horn, diese Macht, spricht sozusagen so, als wäre es Gott. Von der Bibel heißt es, dass Gott ungeheuerliche Dinge, Dinge, die man nicht fassen kann, die großartig sind, die alles übersteigt. Und das Horn, oder diese Macht hier in Daniel 11, redet so, als würde es tun. Ich meine, Gott redet auch. Gott redet auch ungeheuerliche Dinge, unerhörte Dinge, Dinge, die kein Mensch vorher gehört hat. Er sagt zu einer Frau, die schon nicht mehr Kinder kriegen kann: "Du wirst ein Kind kriegen." Das ist unerhört. Und sie kriegt ein Kind. Und er sagt zu einem Fischer: "Geh auf dem Wasser." Unerhört. Und es klappt. Und diese Macht nimmt auch in Anspruch, unerhörte Dinge zu sagen. Mit dem Unterschied, dass es hier nicht funktioniert. Dass hier nichts Göttliches dahinter ist.
[11:35] Da sieht man diesen Anspruch. Und Paulus hat das verstanden, als er dann diese Daniel-11-Geschichte zitiert in 2. Thessalonicher. Schaut mal, 2. Thessalonicher, ich glaube, wir haben das letzte Mal auch schon kurz angesprochen. In 2. Thessalonicher 2 und dort Vers 4.
[12:13] Da geht es um den Menschen der Sünde, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. Wenn man sich selbst für Gott ausgibt, dann muss man von sich selbst sagen: Ich bin Gott. Durch die Worte, die er spricht, durch die Dinge, die er tut, sagt er quasi, dass er Gott ist.
[12:37] Jetzt habe ich mal eine Frage. Wenn ein Tier in der Prophetie Dinge spricht, es ein Maul auftut und Dinge sagt, was wird damit prophetisch ausgedrückt? Dass jemand Macht hat. Ja, das Tier selbst steht für eine Weltmacht und das Horn steht dann auch für Macht, genau, das stimmt schon. Aber der Akt des Sprechens hat in der Prophetie eine bestimmte Bedeutung.
[13:15] Lästerung. Es können Lästerungen sein, genau, das stimmt. Gibt es sonst in der Prophetie noch ein Tier, das spricht, von dem explizit Wert darauf gelegt wird, dass es spricht?
[13:31] Die Schlange. Die Schlange, das stimmt, ja. Das ist sogar auch prophetisch in 1. Mose 3. Offenbarung 13. Wir kommen in wenigen Wochen dahin. Diese Frage muss immer geklärt sein. In Offenbarung 13, dieses zweite Tier, das aussieht wie ein Lamm, spricht wie ein Drache. Und ihr wisst, ohne dass wir jetzt lange hineingehen, welches Tier da besprochen wird. Es ist Amerika.
[14:01] Frage: Sind die Reden des US-Präsidenten die Erfüllung dieser Prophetie? Also, wenn der US-Präsident sich hinstellt und eine Rede hält, ist das dann das Reden dieses Tieres? Nein. Seine Gesetze. Auch wenn der US-Präsident irgendetwas tut, ist es noch nicht unbedingt das, was die USA sagen. Das Reden einer Nation ist das, was die gesamte Nation sagt. Und die gesamte Nation redet nicht in einer Fernsehansprache. Die gesamte Nation redet durch die Gesetze, die im Namen der Nation erlassen werden.
[14:37] Also Obama mag seine Meinung haben, Bill Clinton mag seine Meinung haben und George Bush hat seine Meinung. Aber die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, das ist die Meinung der USA. Das Grundgesetz ist die Meinung Deutschlands, egal was Angela Merkel oder wer auch immer dazu sagen. Das ist das, was für das gesamte Volk gilt.
[14:57] Das heißt, und das ist jetzt sehr wichtig: Wenn die Bibel sagt, dass es lästert und große Dinge redet, so dass es sich selbst für Gott ausgibt, ist damit nicht gemeint, dass der Papst sich hinsetzt und sagt: "Ich bin Gott." Das macht er nämlich nicht. Bis auf ganz, ganz, ganz, ganz wenige Fälle in der Geschichte hat der Papst sich nie Gott nennen lassen. Es gibt zwar ein paar Fälle, wo die ihn angebetet haben und gesagt haben: "Du bist Gott" und so weiter, aber die allermeisten hätten das eher nicht gesagt. Die Bibel sagt nicht, dass der Papst von sich behauptet: "Ich bin Gott" im buchstäblichen Sinne, sondern im prophetischen Sinne.
[15:30] Der prophetische Sinn sagt, dass es Gesetze erlässt, die faktisch darauf hinführen, dass er nichts anderes sein kann als Gott. Er sagt es also nicht direkt, indem er sagt: "Ich bin Gott", sondern er erlässt Gesetze, die, wenn man das wirklich durchdenken würde, den Schluss nur zulassen: Er muss Gott sein. Und was ist damit letztendlich angesprochen? Welche Gesetze erlässt er, oder die darauf hinführen?
[15:58] Genau. Wenn Gott Gesetze gibt und dann jemand anders ein Gesetz gibt und sagt: "Dieses Gesetz steht jetzt über dem von Gott", dann hat er sich über Gott erhoben. Auch wenn er vielleicht sagt: "Ich bin der Diener Gottes." Auch wenn er sagt: "Ich bin der Stellvertreter." Wenn er ein Gesetz erlässt und sagt: "Das gilt jetzt und nicht mehr das, was mein Herr gesagt hat", hat er sich über den Herrn erhoben und sich als Gott ausgegeben, ohne dass er das sagt.
[16:18] Und das ist die Verführung, dass viele Menschen glauben: Naja, er sagt doch gar nicht, dass er Gott ist. Vielleicht nicht mit seinen Worten, aber durch seine Taten ist er faktisch davon überzeugt. Und das ist das, was die Bibel sagt: Große Dinge redet er.
[16:29] Jetzt schauen wir mal weiter an, was mit diesen... Übrigens, das Wort "große Dinge" im Aramäischen Daniel 7 ist "rabrab". Und das steht, das bedeutet, also im Sinn, die Tiere werden auch als große Tiere bezeichnet, also als wirklich mächtig. Aber das nur nebenbei.
[16:48] Jetzt schauen wir mal an, was die Bibel über Blasphemie zu sagen hat. Wir haben ja gesehen, es sagt große Dinge, wodurch er sich zu Gott macht. Und es sagt Lästerungen. Und ihr wisst wahrscheinlich schon, was die Bibel unter Lästerung versteht, nur als Wiederholung. Das haben wir schon oft genug behandelt. Was sind die beiden Punkte, die die Bibel als Lästerung bezeichnet?
[17:09] Vergebung der Sünden. Vergebung der Sünden, genau. Ich gebe euch nur noch mal einen Bibeltext, damit ihr das habt. Und zwar Markus 2, Vers 7 zum Beispiel. Kann ich das notieren? Markus 2, Vers... Genau, da ist es nämlich. Was redet diese solche Lästerung? Wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein? Derselbe Gedanke findet sich unter anderem auch in Matthäus 9, Vers 2 und 3. Da habt ihr die gleiche Idee. Auch Sündenvergebung. Wenn ein Mensch vorgibt, Sünden vergeben zu können, ist das Lästerung.
[17:53] Und dann gibt es den zweiten Punkt. Was ist noch Gottes Lästerung neben Sündenvergebung? Sich selbst zu Gott machen. Genau. Auch da gibt es zwei, drei Stellen, die ich euch sagen kann. Zum Beispiel Matthäus 26, Vers 65. Das ist die berühmte Stelle im Verhör von Jesus, wo Jesus sagt: "Ich bin der Sohn Gottes." Und sie dann sagen: "Das braucht weitere Zeugen. Ihr habt die Lästerung gehört." Matthäus 26, Vers 65. Und besonders deutlich auch Johannes 10, Vers 33. Wo sie sagen: "Wir steinigen dich nicht eines guten Werkes, sondern weil du dich selbst zu Gott machst, obwohl du ein Mensch bist, deswegen steinigen wir dich." Johannes 10, Vers 33. Genau.
[18:36] Schaut mal mit mir, woher eigentlich Lästerung? Was würdet ihr sagen? Woher kommt eigentlich Lästerung? Von Last, okay. Wenn jetzt jemand lästert, was ist die Ursache? Warum lästert er? Unzufriedenheit? Er möchte Aufsehen erregen, ja? Neid? Schaut mal mit mir, was die Bibel dazu sagt. In Markus 7.
[19:03] Markus 7, Vers 21 und 22. Jesus sagt uns nämlich... Markus 7, Vers 21 und 22. Da sagt uns Jesus, woher Lästerung kommt. Sehr interessant. Markus 7, Vers 21 und 22: "Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor: Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft." Lästerung kommt aus dem Herzen.
[19:43] Das heißt, wir müssen betrachten auch die Prophetie. Wenn dieses Tier, wie die Offenbarung sagt, einen Namen der Lästerung auf dem Kopf hat, und wenn es seinen Mund auftut, um Lästerung auszusprechen, wir werden nächste Woche das noch ausführlich betrachten, weil Vers 6 noch mehr über diese Lästerung spricht, dann wird eine Sache ganz deutlich: Dieses Tier ist in seinem Herzen verdorben. Und wenn es in seinem Herzen verdorben ist, dann bedeutet es, dass es noch keine Bekehrung erlebt hat. Was wiederum heißt, wenn es sich um eine scheinbar christliche Macht handelt, die römische Kirche, dann ist es ein Beweis dafür, dass die Bekehrung nur äußerlich stattgefunden hat. Versteht ihr, was ich meine? Denn die Lästerung beweist, dass das Herz noch böse ist. Der Anschein mag zwar christlich sein, die Menschen mögen glauben, dass es christlich ist, aber die Lästerung beweist, dass im Herzen des Systems sich nichts geändert hat. Das Heidentum ist immer noch Heidentum. Es ist nur christlich angemalt. Die Lästerung offenbart das. Dass hier eine Scheinbekehrung vorgenommen worden ist.
[20:52] Schauen wir uns noch einen Text an zum Ursprung der Lästerung. Und zwar in 1. Timotheus 6, Vers 4. 1. Timotheus 6, Vers 4. Und das ist auch ein sehr interessanter Vers, der noch sehr praktisch macht, weil das Ganze wohl auch gekommen ist. Lesen wir mal Vers 4. 1. Timotheus 6, Vers 4. Da heißt es: "So ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgefechten, woraus Neid, Zwietracht, Lästerung, böse Verdächtigung entstehen." Lästerung? Ja, die Sachen kommen auch alle daraus. Das sind auch alles Früchte. Aber was ist die Wurzel?
[21:51] Genau, schaut mal. Sondern krankt an Streitfragen und Wortgefechten. Ist das bei euch auch so ähnlich? Und dann weiter? Weiter? Genau, daraus. Er hat die Seuche der Fragen und Wortgefechte und daraus, aus dieser Seuche, entstehen dann Hader und Streit und Zwietracht und Lästerung und so weiter, diese Dinge. Die Lästerung kommt aus einer Seuche, und diese Seuche sind Wortgefechte. Streitfragen. Und diese Seuche ist noch nicht ausgerottet, ihr Lieben. Die kriecht immer noch um die Welt. Die Seuche von... Das ist alles ganz schön.
[22:42] Aber ich habe den Eindruck, wir müssten die Lehre anders definieren, weil es gibt da ein Vers und ich habe da so ein paar Experten, die sagen mir so und so, und das ist meine Meinung, und ich lasse mich nicht davon abbringen. Viele, viele Irrlehren sind äußerst, wie soll ich sagen, penibel mit bestimmten Punkten. Also fast jede Irrlehre in der Bibel, also über die Bibel, gibt sich den Anschein, als ob sie sehr gründlich wäre. Ich will jetzt keine Beispiele nennen, um mich nicht zu sehr zu verwirren, aber es gibt so viele, die dann...
[23:15] Soll ich ein Beispiel nennen? Nenn mir mal eine Irrlehre, die momentan... Ja? Ja, okay, ja.
[23:35] Hört auf, ich gebe euch ein Beispiel. Unsterblichkeit der Seele ist ein Beispiel, was alles damit zusammenhängt. Woraus entsteht diese Unsterblichkeit der Seele-Theorie? Die entsteht dadurch, weil die Bibel ein klares, harmonisches Zeugnis hat. Leute angefangen haben zu sagen: Aber in Lukas 16, das steht doch ganz deutlich, da steht doch das Wort "Hölle", und da steht, "er ist lebendig". Und das hat man so lange diskutiert und gemacht und getan und über die Worte sich gestritten, anstatt zu sehen, wie die gesamte Harmonie der Bibel das deutlich erklärt. Und in diesen Wortgefechten ist diese Lehre entstanden.
[24:13] Und das ist etwas, was man immer wieder beobachten kann, dass man einzelne Verse nimmt und die dann verteidigt bis zum geht nicht mehr und die größten Belange aus den Augen verliert. Und wenn man sich die Frühgeschichte der Kirche anschaut, dann sieht man, dass es da viele solche Streitfragen gab über bestimmte Fragen der Lehre. Und aus denen haben sich dann die verschiedenen Gruppierungen abgespalten. Und man kann das deutlich sehen, wie nach und nach dann durch solche Streitfragen und Wortgefechte, gerade auch so philosophischer Natur, wo man angefangen hat, so auf platonische Art und Weise in Diskussionen und Argumenten versucht, irgendwelche Dinge zu klären, dann eine Irrelehre nach der anderen eingeführt worden ist.
[24:53] Und das ist sehr interessant, weil es heute viele Leute gibt, die die katholische Kirche meiden würden wie der Teufel das Weihwasser, auf Deutsch oder umgangssprachlich gesagt, und trotzdem genau in der gleichen Seuche leiden. Über bestimmte Nebenkriegsschauplätze ihr letztes Hemd geben und da diskutieren und über Worte streiten, statt das Gesamtzeugnis der Bibel zu betrachten.
[25:17] Und schaut mal, was in Vers 3 steht, wer das für Leute sind. Es heißt: "Wenn jemand fremde Lehren verbreitet und nicht die gesunden Worte unseres Herrn Jesus Christus annimmt und die Lehre, die der Gottesfurcht entspricht." Also das Ganze hat noch einen Schritt vorher. Da kommt jemand und möchte die gesunden Worte, was sind die gesunden Worte? Die ganze Wahrheit von Gott, das ist gesund. Das möchte er nicht annehmen. Und er möchte die Lehre, die der Gottesfurcht entspricht, also dem ewigen Evangelium, möchte er nicht annehmen. Er möchte eine andere Lehre haben und um sie zu bestätigen, muss er jetzt bestimmte Texte nehmen und muss darüber Streitgefechte führen. Und meist sind solche Leute auch sehr verbohrt und verbissen und lassen sich nicht wirklich aus der Bibel belehren. Und dadurch entsteht dann irgendwann Lästerung. Und das ist damals auch passiert.
[26:06] Übrigens, schaut mal mit mir in Offenbarung 2. Auf Offenbarung 2 haben wir die sieben Gemeinden. Und auf Offenbarung 2 finden wir in Vers 9 die zweite Gemeinde, die Gemeinde Smyrna. Können wir noch mal ungefähr so grob sagen, was die Zeitepoche der Gemeinde von Smyrna war? Das war die große Bedrängnis, das war die Zeit der Verfolgung durch das Römische Reich. Das war die Zeit, die ungefähr begann, so Pi mal Daumen oben. Das war die erste Gemeinde, das war die Zeit der Urchristenheit, das war der Apostel, das war so ungefähr bis 100. Das war die Gemeinde Ephesus. Dann kommt die Zeit der Verfolgung unter den römischen Kaisern, die so um 100 beginnt, bis 313, bis Konstantin. Das ist die zweite Gemeinde.
[26:56] Aber schaut mal in Vers 9. Während dieser Zeit, wo die große Märtyrer der Christenheit verfolgt wird und ihr Glaubenszeugnis mit dem Blut der Märtyrer besiegelt, heißt es in Vers 9: "Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut, du bist aber reich und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans." Schon zu jener Zeit gab es Menschen, die etwas vorgegeben haben, was sie nicht waren. Und Juden in dem Fall bedeutet was? Vorgeben, gläubig zu sein. Vorgeben, geistliches Heil zu sein.
[27:32] Was es damals gab, und ich weiß nicht, ob ihr euch das mal angeschaut habt, es gab in den großen Zentren der Weltzivilisation, in Rom und in Alexandria, Leute, die sehr philosophisch waren. Man nannte sie auch die Neuplatoniker. In der Zeit hatte sich das Heidentum sehr gewandelt. Viele Heiden waren nicht mehr davon überzeugt, dass es viele Götter gab, sondern eigentlich nur noch einen Gott, die Sonne. Gerade so zur Zeit Mitte des 2. Jahrhunderts, Anfang des 3. Jahrhunderts war das hochpopulär. Es gab einige römische Kaiser, die fast die gesamte Götterwelt abgelehnt haben, nur noch die Sonne angebetet haben. Konstantin war später übrigens auch einer, aber es gab schon andere vor ihm. Und das Ganze war jetzt viel moralischer, es gab nur noch die unmoralischen Mysterien, aber alles war mehr philosophisch und nicht mehr dieses krude Heidentum, was irgendwie so vorzeitig war.
[28:19] Und dann gab es einige Philosophen, die auch im Christentum bestimmte Dinge entdeckt haben, die sie gut fanden. Und die wollten das miteinander vermischen. Und haben sich den Anschein gegeben, dass sie Christen wären. Und sie haben die Vorstellung gehabt, dass es in allen Religionen etwas Wahres gibt, und man muss es nur zusammenbringen. Und das Christentum ist vielleicht die höchste Offenbarung, aber man muss auch Plato lesen, man muss auch Aristoteles lesen, und aus diesen Dingen die guten Sachen herausbauen und in das Christentum hineinbauen.
[28:47] Und sagt nicht auch die Bibel, dass Christus uns zur Sonne der Gerechtigkeit ist? Ist es dann verkehrt, wenn wir einfach immer nach Osten beten? Sagt die Bibel nicht, dass Gott eine Sonne und ein Schild ist? Vielleicht, wenn wir einfach auch die Sonne als Repräsentant Gottes betrachten, dann können auch die Heiden dazu gewonnen werden. Und das waren einige wenige Philosophen in Rom, vor allem in Alexandria und an anderen Orten, die so eine Art neues Christentum geschaffen haben, von der die Bibel hier spricht: Lästerung.
[29:15] Und das ist die Grundlage, aus der später die katholische Kirche hervorgegangen ist. Denn einer in der Bibel, der in der Bibel, aus der später die katholische Kirche hervorgegangen ist, denn einer ihrer besten Schüler war Origenes, der dann eine der wesentlichen, fundamentalen Kirchenväter der katholischen Kirche geworden ist. Die gesamte katholische Kirche basiert auf seiner Lehre. Denn er kam zur Überzeugung, als man die griechische Philosophie eingeführt hat, sagt die griechische Philosophie, man hat einen Körper, man hat eine Seele und man hat auch einen Verstand. Und was ist in der griechischen Philosophie besser? Die Seele oder der Körper? Die Seele. Ja, der Körper ist nur notwendig, aber die Seele ist besser.
[29:55] Und er hat gesagt: Könnte es nicht sein, dass auch die Bibel so ähnlich ist wie der Mensch? Da gibt es einen Körper, das Offensichtliche, was man lesen kann, und dann gibt es die Seele, die verborgene Bedeutung im Text. Also das, was ich hier lese, die Worte, das ist nur das Äußerliche, das Fleischliche. Aber es ist eine geistliche Bedeutung drin. Also eine allegorische Bedeutung. Man muss das alles allegorisieren, und die Bibel liest, wie sie da steht, das ist halt nur oberflächlich. Klingt doch toll, oder? Vor allem die Intellektuellen hat das sehr angesprochen.
[30:27] Wortgefechte. Und da hat man alles Mögliche, eine zweite, dritte, vierte, fünfte Bedeutung gegeben, bis zu einer sechsten Bedeutung. Daraus kommt dann später der vierfache Schriftsinn, den die Katholiken haben. Dass jeder Text einen vierfachen Sinn hat: einen buchstäblichen, einen allegorischen, einen mystischen. Und welches ist der unwichtigste wohl? Der buchstäbliche. Weil der buchstäbliche ist das, was mit dem Körper entspricht. Das kann ja jeder verstehen. Und deswegen hat man später gesagt: Wer die Bibel so liest, wie sie da steht, der geht in die Irre.
[30:59] Und durch diese Entwicklung kam dann diese Lästerung nach und nach hinein. Denn wenn ich glaube, dass die Bibel neben dem Offensichtlichen, was dort steht, noch was ganz anderes beinhaltet, dann ist ja der Spekulation Tür und Tor geöffnet. Dann kann ich sagen, was immer ich denke. Und wenn ich nur klug genug philosophiere, finde ich irgendwie einen Bezug dazu. Und naja, das hat man gemacht. Und so ist eigentlich dieses Geheimnis der Boshaftigkeit, dieses Geheimnis der Sünde, nach und nach entstanden, diese Lästerung. Die sind nicht von heute auf morgen entstanden. Das hat lange gedauert. Und Jesus hat das hier schon deutlich vorhergesehen.
[31:35] Genau. Vielleicht noch ganz kurz, wenige Minuten, zu den 1242 Monaten. Ja, den 1242 Monaten. Ich habe es schon gesagt, den 1360 Jahren. Wie viele Verse in der Bibel sprechen von dieser Zeitperiode? Mehr als drei ist gut. Und weniger als zehn? Das sind nämlich wie viele? Sieben. Ganz genau. Ich gebe euch mal ganz kurz alle sieben Verse noch mal. Und zwar ist das Daniel 7, Vers 25. Es ist Daniel 12, Vers 6. Und es ist Offenbarung 11, Vers 2 und 3. Jeweils einmal. Es ist Offenbarung 12, Vers 6 und 14. Und es ist Offenbarung 13, Vers 5. Daniel 7, Vers 25. Daniel 12, Vers 6. Offenbarung 11, Vers 2 und 3. Offenbarung 12, Vers 6 und 14. Und Offenbarung 13, Vers 5.
[32:47] Warum sage ich das? Wenn die Bibel eine Zeitperiode sieben Mal wiederholt, was können wir daraus schlussfolgern? Sehr wichtig. Dass es wahr ist. Ja klar, logisch, aber es hat eine besondere Bedeutung. Und offensichtlich gibt es vielleicht auch verschiedene Aspekte. Könnt ihr mir sagen, worum geht es in Offenbarung? Übrigens, bevor wir die Frage beantworten, ist es ganz interessant, dass es verschiedene Ausdrücke gibt. Einmal haben wir die dreieinhalb Zeiten. In Daniel ist es immer nur dreieinhalb Zeiten. Und dann in Offenbarung haben wir einmal 42 Monate und 1260. In Offenbarung 11, Vers 2 und 3. Und dann in Offenbarung 12 haben wir dreieinhalb Zeiten und 1260. Das heißt, durch diese beiden Gruppen hier, Vers 2 und 3 und Vers 6 und 14, kann man das gegeneinander umrechnen. Sowohl die 42 als auch die dreieinhalb. Also die Bibel ist ganz, ganz, ganz, ganz präzise an dem Punkt.
[33:49] Also, wenn ich mich wundere, was die dreieinhalb sind, muss ich nur zu Offenbarung 12 gehen, da weiß ich, dreieinhalb sind 1260. Und wenn ich mich wundere, was die 42 sind, muss ich nur zu Offenbarung 11 gehen, wo ich weiß, dass 42 1260 sind. Und jetzt mal eine Frage. Worum geht es in Offenbarung... Offenbarung 12 und 13. Davon sind fünf Stellen abgedeckt. Was ist das große Thema von Offenbarung 11? Worum geht es in Offenbarung 11 im ganz, ganz Großen? Die beiden Zeugen. Und die beiden Zeugen sind? Die Bibel. Das heißt, Offenbarung 11 beschreibt diese Periode aus Sicht der Bibel. Offenbarung 12. Worum geht es in Offenbarung 12 im Großen und Ganzen? Um die Gemeinde. Das heißt, hier haben wir diese gleiche Zeitperiode aus Sicht der Gemeinde. Und worum geht es in Offenbarung 13 im Großen und Ganzen? Also um das Papsttum selbst. Um die Verfolgung der Macht. Also Offenbarung 11 beschreibt diese Periode aus Sicht der Bibel. Offenbarung 12 aus Sicht der Gemeinde. Und Offenbarung 13 aus Sicht des Papsttums.
[34:59] Deswegen wird es immer wieder gegeben, dass wir diese Periode aus verschiedenen Zeiten, aus verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten können. Und jetzt schaut man Daniel 7, Vers 25 an. Gehen wir zurück, Daniel 7, Vers 25. Aber schaut mal genau hin in Vers 25 und sagt mir, welches der drei Themen: Das Wort Gottes, die Gemeinde oder das Papsttum? Welche der drei kommen hier zum Vorschein, Daniel 7, Vers 25?
[35:29] Schaut mal, Daniel 7, Vers 25. Es heißt: "Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben. Er wird danach trachten, Zeiten und Gesetze zu ändern, und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit." Gottes Wort. Alle drei, ja? In Daniel 7 geht es darum, dass das Papsttum an die Macht kommt. Es geht darum, dass die Gemeinde aufgelöst wird. Und es geht darum, dass das Wort Gottes aufgelöst werden soll. Das heißt, Daniel 7, Vers 25 ist quasi wie ein Embryo. Es ist wie eine Keimzelle, in der schon alles enthalten ist. Und die Offenbarung ist dann sozusagen die Auslegung.
[36:11] Wisst ihr, dass Ellen White mal gesagt hat, dass die Offenbarung die Auslegung von Daniel ist? Meistens nehmen wir es andersherum. Offenbarung ist so schwer, wir sind froh, dass wir zu Daniel gehen können. Aber eigentlich ist es, Offenbarung ist die Auslegung, ist die Offenbarung dessen, was Daniel in seinem versiegelten Buch alles so beschrieben hat. Also da sieht man sozusagen auch, das ist ganz interessant, glaube ich, wenn man sieht, nicht nur, dass es so und so vorkommt, sondern dass es einen Sinn macht. Daniel 7 enthält quasi wie ein Keim die Geschichte gegen die Bibel, die Geschichte gegen das Volk Gottes und die Geschichte des Papsttums. Und Offenbarung 11, 12 und 13 beschreiben diese Dinge sehr ausführlich.
[36:45] Und das Letzte ist Offenbarung 12, Vers 6. Und Offenbarung 12, Vers 6 ist die Antwort auf eine Frage. Schaut ihr mal ganz kurz Vers 4 bis 6 an. Dann sehen wir, was die spezielle Funktion von Daniel 12, Vers 6 ist. Dann heißt es: "Du aber, Daniel..." Daniel 12, Vers 4 hatte ich Offenbarung gesagt? Oh, ich meinte Daniel, Verzeihung. Daniel natürlich, Daniel 12, Vers 6. Entschuldigung. Daniel 12, Vers 6 ab Vers 4, Daniel 12, Vers 4 bis 6. Dann heißt es: "Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegel das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden daran forschen und die Erkenntnis wird zunehmen." Bis wann soll das Buch versiegelt sein? Bis zur Zeit des Endes.
[37:27] Vers 6: "Und einer sprach zu dem in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses stand: Wie lange wird es dauern, bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind?" Ich glaube, es ist Vers 7, nicht Vers 6, wie ihr gerade seht. Dürft mir also nicht vertrauen, prüft es selber nach. Vers 7 sagt: "Ich hörte ihn, da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte und seine Linke zum Himmel erhob und bei dem, der ewig lebt, eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit. Und wenn die Zerschmetterung der Kraft des Heiligen Volkes vollendet ist, wird das alles geschehen." Worum geht es in Offenbarung Daniel 12 hier? Mit der Zeit des Endes. Das heißt, Daniel 12, Vers 7 zeigt, dass diese Zeitperiode die Periode ist, die die Zeit des Endes markiert. Ab dann beginnt die Zeit des Endes.
[38:13] Was wir jetzt noch brauchen, ist etwas, was ihr jetzt schon wahrscheinlich mit links aus eurem Arm schütteln könnt. Nämlich, da es ja das letzte Mal ist, dass wir in Offenbarung das machen werden, das ist das letzte Vorkommen. Jetzt ist es euer Test. Weil die nächsten Jahre werden wir nie wieder darauf zu sprechen kommen. Wann begann die 1260 Jahre? Das freut mich, dass es doch so schnell aus der Pistole geschossen kommt. Könnt ihr mir auch sagen, woher wir wissen, dass es 538 ist?
[38:59] Genau. Das war der Sieg, genau. Kaiser Justinian. Genau, was passiert ist, dass der Kaiser Justinian 533 eine Lasse gegeben hat, dass der Bischof von Rom jetzt das Oberhaupt der ganzen Kirche sein soll. Aber die Ostgoten waren noch in Italien. Und 538 wurden die Ostgoten besiegt. Das war ja Daniel 7. Die drei Hörner müssen ausgerissen werden: die Heruler, die Vandalen und die Ostgoten. Als das dritte Horn ausgerissen war, kommt das kleine Horn im Vorn.
[39:37] Das zweite Punkt ist, dass 538 das erste, ich wiederhole es immer wieder gerne, obwohl es sehr unbekannt ist, das erste Sonntagsgesetz mit Strafe von der katholischen Kirche selbst erlassen wurde. Es gab davor Sonntagsgesetze von Konstantin, vom Römischen Reich, aber das war das erste Sonntagsgesetz von der Kirche selbst. Elmholtz sagt im großen Kampf, damit hat sich seine Karriere begonnen. Das war auf der Synode von Orléans 538.
[40:07] Und jetzt habt ihr eure Abschlussprüfung in 1260 Jahre. Was ist das Endereignis? Und was ist da passiert? Der Papst, welcher Papst? Vierter? Sechster, sehr gut. Und gefangen genommen von? Was für eine Funktion hatte er? General Berthier, genau. Und hat ihn gefangen genommen. Sehr gut. An welchem Tag? Wow. Damit könnt ihr wirklich eindrücken. Sehr gut.
[40:51] Gut. Wohin ist er deportiert worden? Der Papst? Frankreich. Frankreich schon, aber wohin? Er ist an verschiedene Orte, erst in Italien in verschiedene Orte gebracht worden. Aber er ist an einem Ort gestorben, und zwar in Valence. 1799. Nee, das war Marcon. Das klingt alles so ähnlich auf Französisch. Genau. Wunderbar. Tut ihm den Gefallen und vergesst das nie wieder. Weil bis wir bis Offenbarung 22 durch sind und mal wieder da angekommen sind, dauert es noch lange. Aber das ist wirklich wichtig. Also, es gibt viele andere Sachen, die nicht ganz so wichtig sind, aber das ist wirklich von äußerstem Interesse. Weil es zeigt uns, dass die Zeit das Ende ist. Es ist ein besonderer Zeitabschnitt. Und die Bibel hat es deutlich vorhergesagt.
[41:35] Jetzt lesen wir noch einen einzigen Vers. Und dann gehen wir nach Hause. Und zwar in Epheser 4, Vers 31. Eine persönliche Lehre noch ziehen aus dem Thema mit der Lästerung. Nicht nur über die katholische Kirche sprechen, sondern über uns. In Epheser 4, Vers 31 heißt es. Lesen wir Vers 30 und 31.
[42:15] Es bringt gar nichts, wenn man mit Brillanz die Lästerung der katholischen Kirche prophetisch nachweisen kann, wenn man selbst lästert. Und das ist der Sinn der Offenbarung. Die Offenbarung zeigt uns, was in der Weltgeschichte passiert, damit wir selbst in unserem Leben uns fragen: Hey, trifft das nicht auf mich zu? Deswegen sollten wir die Lästerung wegnehmen. Denn die Wahrheit ist, es macht aus Gottes Sicht nur wenig Unterschied, ob eine Weltmacht das Gesetz Gottes beiseite schafft, oder ob ich in meinem eigenen Leben das Gesetz Gottes mit Füßen trete. Denn da höre ich mich nämlich auch und behaupte, dass ich Gott bin. Das ist genau die gleiche Lästerung.
[42:55] Also lasst uns zusehen, dass wir in unserem eigenen Leben nicht lästern und uns nicht über Gottes Gebote erheben und nicht über Gott stellen, sondern ihm treu dienen, als seine Diener. Was sagt ihr dazu? Amen.
[43:09] Lasst uns doch zusammen beten und aufstehen dazu. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein wunderbares Wort und dass wir einige Dinge neu verstehen durften und erweitert verstehen durften und auch wiederholen konnten. Wir möchten dich bitten, dass das Studium der Offenbarung nicht nur uns klüger macht bezüglich Geschichte, sondern auch uns deutlich zeigt, dass dein Wort immer, auch wenn es von dem Mittelalter spricht, auch eine Botschaft für uns hat. So möchten wir dich bitten, dass du, wenn wir bei diesem Thema Lästerung zu kämpfen haben, dass du uns hilfst, es wegzutun, wie wir gerade gelesen haben, dass wir uns nicht über dich stellen, sondern dass wir dir gehorsam sind, aus Liebe und aus lauter Freude. Das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.
[43:57] Gottes Segen euch. Und wir sehen uns nächste Woche wieder um 19:30 Uhr zum Adventsgeschichtsseminar Litsch und Fitsch und dann Offenbarung 13, Vers 6. Gottes Segen euch bis dann. Amen.
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