In diesem Video der „10 Tage Gebet 2022“-Serie spricht Christopher Kramp über das ewige Evangelium und die Bedeutung des Gebets. Er beleuchtet, welche Art von Gebet zur Rettung führt und wie wichtig echte Buße im christlichen Glauben ist. Das Video ermutigt dazu, sich auf die Herzenseinstellung im Gebet zu konzentrieren und die transformative Kraft des Evangeliums im eigenen Leben zu erfahren.
10 Tage Gebet 2022: Tag 2 – Das ewige Evangelium und das Gebet
Christopher Kramp · 10 Tage des Gebets 2022Weitere Aufnahmen
Serie: 10 Tage des Gebets 2022
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Transkript
[0:07] Hallo und herzlich willkommen zu den zehn Tagen Gebet. Schön, dass Sie heute Abend hier in Stuttgart-Wangen sind. Schön, dass Sie jetzt live eingeschaltet haben auf joelmedia.de oder später dieses Video zum Beispiel auch auf YouTube sehen. Wir möchten alle begrüßen, wo immer ihr seid.
[0:24] Wir haben gestern angefangen, wir wollten mit einem kurzen Bibelstudium und dann haben wir gemeinsam gebetet. Und wir möchten heute noch all denjenigen, die jetzt zuschauen, aber dann hinterher keinen Gebetskreis, keine Gemeinde, kein Zoom-Meeting haben, noch einen Vorschlag machen. Es gibt ein Zoom-Meeting von Freunden von uns, das ist jetzt eingeblendet ab 20 Uhr. Wenn ihr also jetzt alleine zuschaut und nicht wisst, mit wem ihr dann danach beten könnt, könnt ihr euch dort bei diesem Meeting mit einschalten und findet doch eine große Gruppe von Leuten, die auch genau zu diesem Thema dann beten werden.
[0:57] Heute geht es um das ewige Evangelium und das Gebet. Wir wollen ja in diesen zehn Tagen uns ein bisschen durch die dreifache Engelsbotschaft entlanghangeln und was man selten genug tut, diese dreifache Engelsbotschaft mit dem Gebet verbinden. Und die dreifache Engelsbotschaft ist vieles. Sie beinhaltet eine ganze Reihe von Elementen, aber vor allem ist sie das Evangelium. Und wenn ihr jemanden mal die dreifache Engelsbotschaft predigen hört und es kommt kein Evangelium drin vor, dann ist es nicht die wahre dreifache Engelsbotschaft.
[1:37] Es heißt dann Offenbarung 14, Vers 6: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Zunge und jedem Volk." Und wir wollen uns heute kurz Gedanken machen, warum das ewige Evangelium so im Zentrum steht. Wir wollen uns Gedanken machen, was das Evangelium mit Gebet zu tun hat und wollen uns heute neu daran erinnern, was das Evangelium für uns tun möchte und warum das Evangelium im Zentrum unserer Gemeinde-Arbeit stehen muss und im Zentrum unserer Verkündigung. Und wie wir das Evangelium selbst erleben.
[2:17] Und wir wollen mit einem kurzen Gebet starten. Und wie es möglich ist, da lade ich ein, mit mir kurz niederzuknien.
[2:35] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir auch heute uns versammeln können, nicht nur wir hier in Stuttgart-Wangen, sondern in Deutschland, Österreich, der Schweiz, an vielen Orten, ja, weltweit beten zu unterschiedlichen Zeiten. Männer und Frauen, Alte und Kinder, gemeinsam um die Ausgießung des Heiligen Geistes, um Erweckung und Reformation, um ein besseres, praktisches Verständnis der dreifachen Engelsbotschaft. Wir haben gestern gesehen, dass es nicht nur darauf ankommt, eine Botschaft weiterzugeben, sondern zuhören im Gebet, was du uns täglich sagen möchtest. Dann werden wir nicht einfach nur 08/15 etwas weitergeben, sondern wirklich aus eigener Erfahrung, so wie Jesus, der größte aller Evangelisten, der jeden Morgen gehört hat, was du eben gezeigt hast, lieber Vater. So möchten auch wir jetzt dich bitten, dass du durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist und durch das Gebet, das wir nachher haben werden, zu uns sprichst, uns erweckst, uns berührst durch dein Wort und uns stärkst und tröstest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[3:56] Was muss man beten, um gerettet zu werden? Wir kennen die Frage meistens anders. Wir fragen: Was muss man tun, um gerettet zu werden? Aber eins ist sicher: Wer nicht betet, wird wohl auch nicht erlöst werden. Oder kein Mensch wird im Himmel sein, der nie in irgendeiner Weise mal kommuniziert hat mit Gott, auf die eine oder andere Art und Weise. Und so ist die Frage wohl nicht unberechtigt: Was muss ich beten, um gerettet zu werden? Was ist das Gebet, das entscheidend ist für das Evangelium? Wir wissen, es gibt viele Arten von Gebeten. Es gibt Dankgebete, Lobgebete, Fürbittengebete. Aber welches Gebet muss ich beten, damit ich weiß, ich bin erlöst?
[4:39] Ihr werdet staunen. Schaut mit mir in Matthäus 14. Die Bibel kennt eine ganze Reihe von solchen Gebeten, die zur Rettung von Menschen geführt haben. In Matthäus Kapitel 14 und dort, fast 30, eine gut bekannte Geschichte. Matthäus 14, Vers 30: "Petrus geht auf dem Wasser." Eine Zeit lang. Und dann heißt es in Vers 30: "Als er aber den starken Wind so fürchtete, er sich und da er zu sinken anfing, schrie er und sprach: Herr, rette mich!"
[5:18] Dieses Gebet hat Petrus gerettet. Manchmal denken wir, wir müssen lange und ausgefeilte Gebete beten. Wir müssen auf die richtige Formulierung achten. Wir müssen schöne Worte wählen, die richtigen Verheißungen parat. Aber als Petrus betete: "Herr, rette mich!", war die Hand von Jesus schon darauf. Wenn du heute bist: "Herr, rette mich!", ist die Hand von Jesus schon da.
[5:46] Was hat Jakob gebetet? Als er am Jabbok realisiert hat, dass der mit ihm kämpft, das ist eigentlich der König des Universums, das ist Jesus. Was er gebetet hat: "Lass mich nicht, es sei denn, du segnest mich." Es hat schon ausgereicht. Was hat der römische Hauptmann zu Jesus gesagt? Das war ja quasi auch sozusagen ein Gebet, auch wenn es ihm nicht so richtig bewusst war. Es war nicht in der Position, aber was hat der Hauptmann zu Jesus gesagt, als Jesus zu seinem Haus kommen wollte? Er sagt: "Sprich nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund."
[6:28] Die Gebete, die in der Bibel für Heilung und Rettung gesorgt haben, sind oft kürzer als die, die wir beten. Was uns deutlich machen sollte: Es kommt nicht auf die Länge unserer Worte an, nicht auf die Schönheit unserer Worte, sondern zunächst einmal darauf, dass wir beten und mit welcher Herzenseinstellung wir beten.
[6:46] Ja, es gibt sogar Gebete in der Bibel, die haben zur Erlösung geführt, bei denen ist nicht ein einziges Wort gesprochen worden, das wirklich Gebet war. Vielleicht erinnert ihr euch an den Mann aus Gadara, der so besessen war, dass als er zu Jesus kam und beten wollte, dass Jesus ihn frei macht, er nicht ein einziges Wort herausbrachte. Nur dann die Dämonen haben geschrien und geschimpft. Aber allen weiß, sagt, dass Jesus in seine Augen gesehen hat, dass, obwohl er nicht mal mehr Worte artikulieren konnte, er gesehen hat, dass dieser Mann gerettet werden wollte.
[7:32] Wenn ich also so tief gefallen bin, dass ich vielleicht nicht einmal ein Wort herausbringen kann, aber ich mache deutlich in meinem Herzen: Ich möchte gerettet werden, dann ist das auch ein Gebet. Nun, freilich, wenn wir nicht besessen sind und wenn wir gut bei Sinnen sind, können wir auch Gebete sprechen mit vielen Worten, keine Frage. Aber das soll zeigen, dass Gott nicht auf eine bestimmte Anzahl an Worten angewiesen ist.
[7:54] Gott untersucht seine Gebete, ob sie gut genug waren. In Daniel Kapitel 9 gibt es eine schöne Stelle. Daniel 9 ist eines der beeindruckendsten Gebete, die es in der Bibel gibt. Und in Daniel 9, wenn ich das in Bibelstunden behandle, dann versuche ich diesen Punkt immer auch herauszubringen. Es gibt in Daniel 9 sehr viel, was man erklären kann und sehr viel, was wichtig ist und sehr viel, was spannend ist. Aber es gibt diesen interessanten, praktischen Punkt, weil ich immer wieder auch Menschen treffe, die an Gott glauben, aber die sich nicht trauen zu beten. Und sie sagen: "Ich weiß nicht genau, was ich beten soll. Ich weiß nicht genau, wie ich es ausdrücken soll."
[8:31] Es gibt ja manchmal so in der Gemeinde Leute, die beten mit einer solchen Schönheit und mit solch gewählten Worten, dass man dann denkt: "Also, meine Worte sind die nächste Liga." Aber schaut, was hier steht in Daniel 9, Vers 20 und 21: "Und es war sicherlich ein schönes Gebet, noch ein tiefgründiges Gebet, was Daniel gebetet hat." Daniel 9, 20-21: "Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte und meine Bitte für den heiligen Berg meines Gottes vor den Herrn, meinen Gott, brachte, ja, während ich noch redete und betete – er hatte noch gar nicht mal Amen gesagt, oder er war noch gar nicht am Ende mit seinem Gebet – rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte, als ich völlig erschöpft war um die Zeit des Abendopfers."
[9:19] Wir ein Gebet, das wird schon erhört, bevor das Amen gesprochen worden ist. Und schaut mal, was der Gabriel sagt. Er sagt in Vers 21-23: "Als du anfängst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen, es dir zu verkünden." Mit anderen Worten: Der Gabriel hat sich gerade – nicht Gabriel, der Engel mit dem Namen Gabriel – hat sich gerade hingekniet, hat vielleicht seine Hände emporgehoben oder gefaltet, hat seine Augen vielleicht zugemacht und wollte gerade anfangen zu beten. Und als die ersten Silben aus seinem Mund kamen, geht im Himmel schon die Antwort.
[9:57] Gott wusste ja ohnehin schon, was alles beten wird, oder? Gott wartet nicht, bis unsere Gebete zu Ende sind und dann schaut, ob sie richtig gut waren, sondern Gott kennt unser Herz. Und das ist das entscheidende Geheimnis.
[10:10] Es gibt auch viele Gebete in der Bibel, die waren lang und breit, und Gott hat sie nicht erhört. Denkt vielleicht an das Gebet des Pharisäers, ja, der vor Gott steht und sagt: "Ich danke dir, dass ich nicht so bin wie jener." Dann hat er vielleicht viele gute Worte verwendet, aber es war kein Gebet, das Gott erhören konnte.
[10:28] Was ist also das Entscheidende bei einem Gebet für Rettung? Wenn es nicht die Worte sind, die Herzenseinstellung. In Daniel 9 sehen wir, dass Daniel seine eigene Sünde erkannte und bekannte, dass er die Sünde des Volkes erkannte und bekannte. Kein Gebet macht das so deutlich in der Bibel wie das Gebet von David in Psalm 51.
[10:52] Und es heißt, wenn wir in Sünde gefallen sind, ist das das Gebet, das uns den Weg wieder herausweisen kann. Und dieses Gebet ist ein bisschen länger, und wir wollen jetzt hier nicht alle Details anschauen, das würde die Zeit gar nicht erlauben. Aber dieses Gebet zeigt, in welchem Geist man beten soll und welches Gebet Gott immer hört.
[11:18] Also gut verstehen: Das bedeutet nicht, dass wir diese Worte nachplappern sollen, aber wir sollen verstehen, in welchem Geist sie gesprochen sind. Und wir werden sehen: Der Geist dieses Gebets in Psalm 51 ist derselbe Geist, den auch Petrus, Gabriel und Daniel gehabt haben.
[11:36] Was sagt David hier in Vers 3: "Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte; tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit. Wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde; denn ich erkenne meine Übertretung, und meine Sünde ist allezeit vor mir." David hat seine Sünde nicht entschuldigt. Hätte ich gesagt: "Na ja, aber das war, weil der so böse war." Nicht gesagt: "Ja, aber ich bin halt dazu gezwungen worden. Ich wollte ja eigentlich gar nicht." David wusste: Ich bin Sünder. Paulus sagt: "Ich bin der größte aller Sünder." Und er wusste: Gott ist gnädig. Gott ist gnädig.
[12:21] Ich bin, sondern es heißt in Vers 8: "Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten." Wie viele sagen einfach nur Verzeihung, und meine ist gar nicht richtig so. Oft sagen wir vielleicht auch: "Gott, bitte vergib mir", weil wir Angst vor der Strafe haben, aber keinen Wunsch, gereinigt zu werden. Gott sieht genau in unser Gebet, ob wir einfach nur um Vergebung bitten, weil wir denken: "Na ja, ich muss halt um Vergebung bitten", ob wir einfach nur sagen: "Verzeihung", weil wir Angst haben vor der Strafe, oder ob wir wirklich anders werden wollen, ob es uns leid tut, dass wir so sind, wie wir sind, ob unsere Gedanken, die wir hegen, uns leid tun, ob wir wirklich verändert werden wollen, ob wir die Schuld wirklich loswerden wollen.
[13:04] Es heißt in Vers 12: "Verzeihung und sündige mich mit Hyssop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee." Vielleicht wisst ihr, bei welchem Ritual im Alten Testament Hyssop verwendet werden sollte, wann wurde ein Mensch mit gereinigt? Im Alten Testament, zeremonielles Gesetz des Mose, es gab einen besonderen Fall, wenn ein Mann so krank war, dass er Aussatz hatte. Aussatz, eine Krankheit, die so schlimm war, dass man eigentlich ausgestoßen war. Ihr kennt die Geschichten. Und wenn ein Mann dann geheilt wurde, wurde er mittels Hyssop gereinigt.
[13:48] Was David mit anderen Worten sagt: Er sagt: "Ich bin nicht einfach mal ausgerutscht, das war halt ein Versehen, ein Kavaliersdelikt." Er sagt: "Wenn ich mich wirklich betrachte – und das ist hier nicht David, bevor er Gott zum ersten Mal kennengelernt hat, sondern David, der Jahrzehnte mit Gott gegangen ist – sagt er: Wenn ich mich alleine betrachte, wenn ich in Sünde falle, merke ich: Ich bin tief schwarz in meiner Seele. Mein Herz ist ganz tief dunkel, dunkelrot. Ich muss komplett gewaschen werden."
[14:17] Er sagt in Vers 12: "Schaffe mir, Gott, ein reines Herz." Warum? Schaffe als Gott die Welt geschaffen hat, wie viel war vorher? Nichts. Oder Gott hat aus dem Nichts geschaffen. Und David sagte: "Mir ist auch nichts Gutes." Wird Paulus auch sagen: Echte Erlösungserfahrung besteht darin, dass der Heilige Geist unser Herz lässt. Und auch wenn er vielleicht schon Jahre und Jahrzehnte in der Gemeinde sind, unsere Sünden erkennen und sagen: "Ich schaffe mir ein neues Herz. Gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern."
[15:05] Wisst ihr, was ich glaube? Ich glaube, wir predigen – das habe ich mich selbst dabei ertappt – wir predigen zu wenig echte Buße. Wir freuen uns, wenn Menschen in die Gemeinde kommen und sie haben die dreifache Engelsbotschaft, die Fakten erkannt, sie haben erkannt, dass Jesus existiert, sie haben erkannt, was die Prophetie sagt, sie sind begeistert, ja, und wollen missionieren. Doch wir denken, das ist schon alles, was notwendig ist.
[15:29] Wenn Menschen sagen, dass sie Gott lieben und seine Gesetze mögen, aber ihr Lieben, das reicht nicht. Paulus hat gesagt: "Ich weiß, das Gesetz Gottes ist gut und heilig und gerecht, aber ich bin oder die Sünde verkauft."
[15:46] Es reicht nicht, wenn wir einfach nur die Adventbotschaft kennenlernen und lieben. Wir müssen echte Buße erleben. Das hat Jesus gepredigt, als das Evangelium gepredigt hat: "Tut Buße!" Das Evangelium kann man nicht besser predigen als Jesus. Und wenn es keine Buße gibt in meinem Leben, in deinem Leben, dann gibt es noch keine Erweckung. Und ich glaube, eines der größten Beweise dafür, dass die letzten zwei Jahre – wenn manch einer das denkt – eine große Erweckung waren, liegt darin, dass so wenig Buße zu sehen war. Man hat viel gesagt, wer schuld ist, wer Fehler gemacht hat, wer alles falsch ist, sonst alles liegt. Aber wie wenig habe ich Menschen sagen hören in der Gemeinde: "Ich habe erkannt, ich liege falsch. Ich habe erkannt, ich muss mich ändern." Aber genau das ist der Beginn echter Erweckung und echter Reformation.
[16:44] Und deswegen sagt er hier in Vers 13: "Verwirre mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir." Und dann sagt er was Interessantes in Vers 18: "Denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen, sonst wollte ich dir geben; Brandopfer gefallen dir nichts." Die Opfer waren ja sowieso eigentlich nur ein Typus auf wen? Auf Jesus, seinen Kreuzestod. Und damit wusste ganz genau: Gott ist nicht einfach zufrieden, wenn ich einen ein Lamm schlachte oder einen Stier schlachte. Das kann sogar jemand tun, der keine Buße empfindet. Jemand kann zu den zehn Tagen Gebet kommen und mitbeten und völlig ohne Buße sein. Jemand kann sich Predigten anschauen und alles wissen und begeistert weiterleiten, aber keine Buße erleben.
[17:34] Er sagt: "Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist und ein zerschlagenes Herz." Dass ein verbrauchter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz, du Gott nicht verachtest. Was ist das, was wir brauchen? Was ich brauche, was wir alle brauchen, was wir als ganze Gemeinde weltweit brauchen? Buße. Und die Buße fängt immer bei mir an.
[18:01] Darum zu beten. Bei David wusste: Wenn mein Herz geworden ist, wenn mein Denken zerknirscht ist, wenn ich mich vor Gott demütige, dann kann er wirken. Und dann kommt auch die Zeit für die Opfer, nicht? Dann kommt auch die Zeit für die langen Gebete, dann kommt auch die Zeit für die Mission. Und da kommt alles. Ja, Vers 21: "Dann wirst du gefallen haben Opfer der Gerechtigkeit, ein Brandopfer, ganz Opfer. Dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar." Wo Gott sich – wonach Gott sich übersehen kann, ist, dass wir erkennen: Ich muss mich ändern.
[18:38] Und ich glaube, dass das wieder in den Fokus unserer unseres Glaubens und unserer Verkündigung grad muss. Ein ewiges Evangelium, die Erfahrung: Ich bin ein Sünder, ich, Christopher, und ich bin zu schwach, um mich alleine zu retten, und ich brauche jeden Tag Jesus, und er muss mich rein waschen und die Kraft geben. Und dann wird er mich verändern können.
[19:05] Wisst ihr, und das ist der abschließende Gedanke: Es sind nicht unsere Gebete zur Lösung führend. Es gibt noch ein wichtiges Gebet. Als mein Gebet um eine Erlösung, mein Gebet ist zwar notwendig, denn wenn ich nicht bete, wenn ich nicht bitte, werde ich nicht bekommen. Weil ich nicht anklopfe, wird mir nicht aufgetan. Wenn ich nicht suche, werde ich nicht finden. Ich muss also mich auf die Suche machen, ich muss Gott rufen. Aber das ist nicht das Wichtigste. Es ist nur die Anwendung dessen, was ohnehin schon geschehen ist.
[19:35] Es gibt ein anderes Gebet, das noch wichtiger ist. Schaut mit mir in Lukas 22, wie der Petrus in Lukas 22 und dort Vers 31 und 32. Lukas 22, Vers 31 und 32: "Sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen." Glaubt er, es gibt auch eine Sichtungszeit in unserer Zeit. Glaubt er, der Satan geht umher wie ein brüllender Löwe, und zwar nicht, um Gottlose gottloser zu machen, sondern um treue von Jesus wegzubringen. Um Gläubige, die wie Petrus denken, dass sie bereits schon sind für die letzte Krise, um sie auf den falschen Weg zu bringen.
[20:24] Aber was sagt Jesus? "Ich aber habe für dich gebetet." Wenn die Erlösung von Petrus an seinen Gebeten hing, nur an seinen Gebeten, der Petrus verloren gegangen, aber Jesus hat für ihn gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du einst umgekehrt bist, wenn du einst Buße getan hast – da war Petrus schon ein bekehrter Mann, also ein gläubiger Mann. Er war schon Gemeindemitglied, war schon Gemeindeleiter, einer der wichtigsten. Manchmal müssen auch wir umkehren und Buße tun, aber vielleicht schon seit 30, 40 Jahren in einer Gemeinde sind.
[21:04] "So stärke deine Brüder." Ihr wisst, der Moment kam, als er umgekehrt ist, als er schon fast am Abgrund stand, dreimal Jesus verleugnet hat. Und dann sagt Lukas, die Augen von Jesus gesehen hat. Hat er kein langes Gebet gesprochen, aber seine Augen haben die Augen von Jesus...
[21:22] Seine Augen haben die Augen von Jesus getroffen und seinem Herzen ist genau das passiert, was in Psalm 51 steht, was in Daniel 9 steht, was er schon mal gesagt hat: "Rette mich!" Und Jesus konnte ihn retten. Der letzte Vers für heute: Jesaja 53. Diese so beeindruckende Schilderung der Kreuzigung Jesu, des Leidens von Jesus für dich und für mich.
[21:49] Und wir fokussieren uns meistens auf die Verse 4, 5, 6, 7, wo es heißt, dass Jesus unsere Missetaten getragen hat, nicht nur unsere Schuld ihm aufgeladen worden ist, dass er für uns gestorben ist, für unsere Sünden. Schaut mit mir aber in Vers 12 an, den letzten Gedanken dort in diesem Kapitel. Das heißt es: "Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat." Er hat den Tod für sich, er hat den Tod für uns auf sich genommen und sich unter die Übeltäter zählen ließ. Naja, ist ja mit Verbrechern gekreuzigt worden und die Sünde vieler getragen. Ja, Johannes sagt, er trägt die Sünde der ganzen Welt.
[22:34] Und jetzt kommt: "Und für die Übeltäter gebetet hat." Jesus hat nicht nur für den Petrus gebetet, so als weil er sein spezieller Freund war. Jesus hat für jeden Menschen gebetet. Wusstest du, dass Jesus für dich gebetet hat? Dass er jetzt für dich betet? Es sind nicht unsere Gebete, die ihn überzeugen müssen. Es sind eigentlich seine Gebete, die versuchen, uns zu überzeugen. Und wenn wir dann zu Jesus flehen mit einem zerknirschten und reumütigen Herzen, dann deswegen, weil uns seine Liebe und sein Geist und seine Gebete überhaupt dahin gebracht haben.
[23:21] Und unsere Gebete, die wir auch heute beten werden, wo immer ihr auch seid, sind eigentlich nur die Antwort auf sein Gebet. Und damit haben wir ein tolles Bild für die Erlösung. Das entscheidende macht Jesus, aber wir müssen einen Teil dazu beitragen. Jesus betet, und wir beten zu ihm. Es ist nicht unser Gebet, das uns rettet, aber es ist entscheidend, dass wir danach suchen. Es ist entscheidend, dass uns an den Wänden.
[23:45] Und deswegen wollen wir heute auch gemeinsam beten, ganz besonders um diesen Aspekt des Evangeliums. Denn wie wollen wir das Evangelium in die Welt tragen, wenn es in unserer eigenen Mitte nicht wirklich erlebt wird? Hier machen wir wieder Schluss. Wir freuen uns, wenn ihr am Morgen Abend wieder einschaltet. Ihr könnt euch jetzt haben in eurer Hauskreise, Bibelkreise, Familienkreise zum Gebet treffen oder aber auch zu dem Zoom-Meeting einschalten, das wir am Anfang schon angekündigt haben. Dort sind eine ganze Reihe von ganz netten Geschwistern, die dann mit euch gemeinsam beten werden.
[24:23] Und wir verabschieden uns hier aus dem Livestream und sehen uns morgen dann wieder. Amen.
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