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Entdecke die tiefgreifende Verbindung zwischen der zweiten Engelsbotschaft und dem Gebet. Christopher Kramp enthüllt, wie wir durch Gebet Wahrheit von Irrtum unterscheiden lernen und die Botschaft der Endzeit verstehen können. Lass dich inspirieren, deine Beziehung zum Gebet neu zu entdecken.


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Serie: 10 Tage des Gebets 2022

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu den 10 Tagen Gebet. Schön, dass ihr heute Abend wieder dabei seid in Stuttgart-Wangen und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt oder später euch dieses Video anschaut. Wir wollen heute, nachdem wir die ersten sieben Tage uns vor allem mit der ersten Engelsbotschaft beschäftigt haben, die natürlich auch aufgrund des Evangeliums ein besonderes Gewicht hat, jetzt auch in den kommenden Tagen uns mit der zweiten und dritten Engelsbotschaft beschäftigen, wie immer, weil es ja die zehn Tage Gebet sind, unter der Perspektive des Gebetes. Und vielleicht fragt ihr euch, was hat die zweite Engelsbotschaft mit Gebet zu tun? Eine ganze Menge werden wir entdecken können mit Gottes Hilfe.

[1:00] Die wollen wir jetzt erbitten, indem wir, wo es möglich ist, niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du uns heute an diesem Tag geführt hast, dass du für uns da gewesen bist, dass du uns Freude geschenkt hast, schon über dich und dein Wort nachzudenken und dass wir jetzt auch gemeinsam uns Gedanken machen können erneut über das Gebet aus der Perspektive der Endzeitbotschaft des Evangeliums für diese letzte Zeit. Herr, wir möchten dich auch heute bitten, dass du durch deinen heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst, dass du uns die Wahrheit offenbarst, wie sie in dir ist und dass wir Wahrheit von Irrtum unterscheiden lernen. Herr, ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, sei jetzt unser Lehrer im Namen Jesu. Amen.

[1:57] Was hat die zweite Engelsbotschaft mit dem Gebet zu tun? Ich würde denken, dass es bisher recht wenig Gebetsversammlungen gab, in der über die zweite Engelsbotschaft gesprochen worden ist. Und doch, werden wir sehen, hat die zweite Engelsbotschaft eine ganz entscheidende Botschaft zum Gebet. Wir wollen sie zunächst einmal lesen in Offenbarung 14 und dort Vers 8.

[2:38] In Offenbarung 14 Vers 8 heißt es: „Und ein anderer Engel folgte ihm.“ Der zweite Engel ist selbstverständlich nicht isoliert. Man kann die zweite Engelsbotschaft nicht alleine betrachten. Sie folgt der ersten. Das bedeutet auch, dass in unserer Verkündigung die zweite Engelsbotschaft auf die erste folgen muss. Bedeutet, wenn wir nur die erste predigen und die zweite und dritte weglassen, dann ist das ewige Evangelium unvollständig. Wenn wir allerdings gleich mit der zweiten und dritten ins Haus fallen und sofort damit beginnen, weil uns das vielleicht so besonders interessiert, dann fehlt eigentlich jedem Hörer das Verständnis. Denn man muss erst das Evangelium, wie es in der ersten Engelsbotschaft beschrieben ist, mit der Anbetung, wie wir sie studiert haben, mit der Buße und dem himmlischen Heiligtum, dem Gericht, dem Gesetz Gottes, dem Gehorsam, dem Sabbat, all das verstanden haben, um dann die zweite Engelsbotschaft einordnen zu können. In der Bibel wird immer zuerst die Wahrheit präsentiert und dann der Irrtum im Kontrast dazu. Wer sich nur mit dem Irrtum beschäftigt, der regt sich vielleicht auf, aber er kennt nicht die Wahrheit. Wir müssen die Wahrheit kennen, dann werden wir den Irrtum von der Wahrheit genau erkennen können.

[4:14] „Ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen ist, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.“ Nun, die Bibel ist sehr deutlich, wer Babylon ist. In Offenbarung 17 finden wir die Beschreibung einer Frau auf dem Tier. Ihr kennt vielleicht diese gesamte Passage. Es heißt ab Vers 3: „Und er brachte mich im Geist in eine Wüste und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Namen der Lästerung war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen. Und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Gräueln und der Unreinheit ihrer Unzucht. Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde.“ Später in Vers 18 wird auch gesagt: „Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die Herrschaft ausübt über die Könige der Erde.“ Das ist die große Stadt, die Frau, die in Offenbarung 18 bis 17 beschrieben wird, die wir auch in Offenbarung 14 finden. Gefallen, gefallenes Babylon, die große Stadt. Diese Stadt ist offensichtlich symbolisiert als eine Frau. Und ihr wisst vielleicht, in der biblischen Prophetie steht eine Frau wofür? Für eine Gemeinde, für eine Kirche, für eine Gruppe von Menschen, die sich als Volk Gottes bezeichnen. Und in der Offenbarung gibt es zwei Frauen: die Offenbarung 12, die reine Frau mit den übrigen ihres Samens am Ende, und die Hure Babylon. Kirchen, die offensichtlich vom richtigen Weg abgedriftet sind.

[6:16] Und das bringt uns direkt zum Thema. Diese Frau sitzt auf einem Tier. Wir haben heute natürlich in diesen wenigen Minuten nicht Zeit, all die Aspekte der Prophetie in Daniel und Offenbarung zu studieren und die prophetischen Erfüllungen in der Geschichte nachzuweisen. Aber ich denke, das meiste davon kennt ihr auch oder habt dann die Gelegenheit im Internet, zum Beispiel auf Joelmedia, euch das Ganze dann anzuschauen. Ich möchte auf ein paar Aspekte hinweisen, die interessanterweise vor allem mit Babylon in der Prophetie zusammenhängen. Ihr wisst, dass diese Macht, die hier zunächst einmal ganz deutlich die römisch-katholische Kirche ist, bereits als Kirchenstaat in Daniel 7 vorkommt.

[7:02] In Daniel 7 wird uns Folgendes gesagt. In Daniel Kapitel 7, da gibt es mehrere Merkmale, woran dieser römisch-katholische Kirchenstaat, der im Mittelalter 1060 Jahre regierte, erkannt werden kann. Und eines der wesentlichsten Merkmale ist in Daniel 7 und dort Vers 25. Dort heißt es: „Daniel 7 Vers 25: Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben. Wir haben schon gerade gelesen, das Tier war voller Lästerung, voller Lästernamen. So auch in Offenbarung 13 wird auch das Tier mit Lästerung in Verbindung gebracht. Und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern. Und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.“

[7:54] Die römische Kirche hat tatsächlich im Laufe ihrer Geschichte das Gesetz Gottes verändert. Und jetzt an welchen Stellen ist das Gesetz Gottes verändert worden? Welche der zehn Gebote sind insbesondere Zielpunkt der Attacken der mittelalterlichen Kirche gewesen? Das vierte Gebot und das zweite Gebot.

[8:19] Nun, worum geht es im zweiten Gebot? Wir können uns ja noch mal das kurz vor Augen führen, was ist der Inhalt des zweiten Gebotes? Also das erste Gebot sagt: „Du sollst keine anderen Götter haben.“ Und dann: „Man soll sich kein Bild machen, weder im Himmel, von dem, was im Himmel, noch auf der Erde, noch unter der Erde ist, diene ihnen nicht und bete sie nicht an.“ Steht es nicht so in 2. Mose 20? Warum hat man dieses Gebot vollständig entfernt aus dem Katechismus?

[8:53] In 2. Mose 20 und dort heißt es in Vers 5: „bete sie nicht an und diene ihnen nicht.“ In dem Moment, als man anfing, Heiligenbilder zu verehren, störte das Gebot. Der Angriff auf das zweite Gebot war also ein Angriff auf das richtige Gebet, denn es geht in 2. Mose Vers 4 bis 6 darum, wie wir anbeten.

[9:20] Was ist das andere Gebot? Ihr habt es schon gesagt, das zweite Gebot und das vierte Gebot. Worum geht es im vierten Gebot? Da geht es um den Sabbat, den Tag, von dem es heißt im ewigen Evangelium: „Betet denen an, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen.“ Der Angriff auf das Gesetz Gottes in Daniel 7 ist eigentlich ein Angriff auf das Gebet, denn in dem Heilige verehrt werden, was passiert mit dem wahren Gebet? Zu wem soll eigentlich unser Gebet aufsteigen? Zu Jesus Christus, der uns direkt vor Gott, dem Vater, vertritt. In dem Moment, wo man den Menschen beibringt, dass andere Heilige im Himmel für sie Fürsprache halten, dann gehen die Gebete nicht mehr dorthin, wo sie eigentlich hingehen sollen. Es ist ein direkter Angriff auf das Gebet.

[10:19] Das zweite Gebot ist attackiert worden, man hat nicht mehr den Schöpfer angebetet, sondern die Schöpfung, geschaffene Menschen. Und das vierte Gebot ist angegriffen worden, man hat den Tag, den Gott geschaffen hatte, der Anbetung, den Tag der Anbetung, den Gott geschaffen hatte, ersetzt durch einen Tag der Anbetung, den man selbst geschaffen hat: den Sonntag statt den Sabbat. Könnt ihr sehen, dass eigentlich im Herzen der Zeichenengelsbotschaft, im Herzen dieses Angriffs auf das Gesetz Gottes die Frage des Gebetes steht?

[11:05] Nun, gibt es Menschen in den Kirchen, zum Beispiel in der römisch-katholischen Kirche, deren Gebete zu Gott im Vorsteigen? Kann ein Mensch, auch wenn er in einer Kirche mit falschen Lehren ist, trotzdem zu Gott beten? Hört Gott ihr Gebet, wenn sie es von ganzem Herzen meinen? Schaut mal mit mir in Matthäus. Niemand muss Angst haben, dass seine von Herzen gehenden Gebete zu Gott, obwohl er Dinge falsch verstanden hat, nicht bei Gott angekommen sind.

[11:30] In Matthäus und dort Kapitel 15, dort finden wir eine Frau, die als eine kananäische Frau beschrieben wird. Diese Frau war tief im Götzendienst verstrickt. Sie hatte gerade noch zu Baal gebetet und sich Rettung erhofft und vielleicht noch zu anderen Götzen, zu Aschera oder Astarte, und nichts hatte geholfen, und jetzt kommt sie hier zu Jesus. Es heißt in Vers 22: „Und sie, eine kananäische Frau, kam aus jener Gegend, rief ihn an und sprach: Erbarme dich über mich, Herr, du Sohn Davids, meine Tochter ist schlimm besessen.“ Hat Jesus gesagt: „Na, du bist in der falschen Kirche, du glaubst falsche Dinge, du hast gerade noch zu Baal gebetet, deswegen kann ich dir nicht helfen“? Nein, wenn ein von Herzen gehendes Gebet zu Jesus empor geht, wird er es immer beantworten, egal in welcher Kirche wir eingeschrieben sind.

[12:30] Aber glaubt ihr nicht auch, dass es einfacher ist zu Gott zu beten, wenn man die Wahrheit über ihn weiß? Denn was passiert, wenn ich denke, dass ich Heilige brauche, die für mich eintreten, damit mein Anliegen auch wirklich gehört wird? Was passiert mit meinem Bild von Gott oder mit meiner Beziehung zu Gott? Ich fange an zu glauben, dass Gott selbst vielleicht gar nicht, also unbewusst, so unbedingt das Beste für mich will. Ich muss erst jemanden haben, der ihn überredet. Es ist sehr schwer, festes Gottvertrauen zu entwickeln, wenn ich gleichzeitig glaube, dass Menschen für mich eintreten müssen im Himmel, die ja dort auch gar nicht sind, nach der Bibel.

[13:19] Wir sehen also, dass der Angriff auf diese Gebote eine Veränderung der Beziehung zu Gott bewirkt. Und Gott wünscht sich, dass diejenigen, die in diesen Kirchen sind, die ihn von Herzen anbeten, aber es sehr schwer haben, dass sie die Wahrheit kennen. Und deswegen sagt er in Offenbarung 18, in Offenbarung 18 und dort Vers 4 über Babylon, als es nochmal heißt in Vers 2: „Und er rief: Dieser Engel, der die ganze Erde leuchtet mit seiner Herrlichkeit, er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große! Ja, eine Behausung der Dämonen geworden, ein Gefängnis aller unreinen Geister, ein Gefängnis aller unreinen und verhassten Vögel.“ Da heißt es in Vers 4: „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk!“

[14:12] Da gibt es Menschen, die beten zu Gott in Babylon. Und warum möchte Gott, dass sie hinausgehen? Weil die Lehren Babylons es ihnen schwer machen, wirklich ein echtes Gebetsleben zu haben. Ein Gebetsleben, das ohne Angst ist. Ein Gebetsleben, das aus Vertrauen entstanden ist. Ein Gebetsleben, bei dem ich weiß, Gott hat Zeit für mich, weil ich den Tag mit ihm verbringe, den er sich beiseite gesetzt hat. Damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt.

[14:46] Schaut mit mir kurz zu Daniel Kapitel 8. Über diese Macht, das kleine Horn, wird noch mehr gesagt. Nicht nur hat es das Gesetz Gottes angegriffen und zwar interessanterweise genau die beiden Gebote, die am engsten mit dem Gebet verbunden sind, weil der Satan weiß, dass nichts uns so sehr bei Gott erhält, wie das Gebet. Die Mission ist wichtig, das Bibellesen ist unersetzlich, aber nichts bringt uns so nahe zu Gott, wie das Gebet. Deswegen war der Räucheraltar auch am allernächsten zum Thron Gottes im Heiligtum.

[15:21] Seid ihr in Daniel Kapitel 8? Ich noch nicht. In Daniel 8 heißt es über dieses kleine Horn in Vers 12: „Und das Heer wurde dahin gegeben samt dem Beständigen wegen des Frevels, und das Horn warf die Wahrheit zu Boden und sein Unternehmen gelang ihm.“

[15:32] Noch ein Punkt, der im Mittelalter passiert ist. Die Kirche hat die Bibel aus dem Gesichtskreis der Menschen genommen, und wir haben gesehen, die echten Gebete in der Bibel basieren immer auf Bibelfersen. Daniel betet und sagt: „Du hast damals uns aus Ägypten geführt.“ Nehemia betet und sagt: „5. Mose 30 sagt.“ Die Leviten in Nehemia beten und beten sich durch die Geschichte des Alten Testaments. Die Gebete der Bibel basieren immer auf der Bibel. Gott hat gesagt, und deswegen bete ich, weil ein Gebet ja ein Gespräch ist. Gott redet zu mir und ich rede zu ihm. Wenn ich aber die Bibel gar nicht verstehe, weil sie auf Latein ist, weil sie verboten ist, selbst persönlich eine Bibel zu haben, dann rede ich zu Gott, aber ich höre nicht mehr viel, vielleicht oder viel weniger, und weiß gar nicht mehr, was auf meine Bitten er eigentlich antwortet. Und dann ist der Weg zum Aberglauben nicht mehr weit. Dann ist der Weg zu falschen Ideen über Gott nicht mehr weit, und genau das ist passiert. Deswegen braucht es eine Reformation, die genau das hier, das Wort Gottes, wieder den Menschen nahe brachte, damit sie wieder mit Verstand beten konnten.

[16:48] Übrigens heißt noch etwas hier in Vers 11: „Ja, bis zum Fürsten des Heeres erhob es sich und es nahm ihm das Beständige weg und seine heilige Wohnung wurde verwüstet.“ Vers 13: „Und ich hörte einen Heiligen reden und ein anderer Heiliger fragte den Betreffenden, der redete: Wie lange gilt dieses Gesicht, nämlich das von dem Beständigen und von dem verheerenden Frevel, dass sowohl Heiligtum als auch Opferdienst der Zertretung preisgegeben wird?“ Hier wird ein Angriff auf das Heiligtum selbst dargestellt. Wusstet ihr, dass die Lehre der römisch-katholischen Kirche ein Ersatz ist für die Lehre des himmlischen Heiligtums? All das, was im himmlischen Heiligtum stattfinden soll, wird gegen Gottes Willen wieder auf die Erde zurücktransferiert. Unsere Gebete würden dann nicht mehr zu Gott gehen, sondern zu einem Priester. Unsere Sündenbekenntnis geht nicht zu Gott, sondern zu einem Priester in der Beichte.

[17:50] Wir haben gelernt, das Heiligtum ist eigentlich das Zentrum, in dem das Gebet kanalisiert wird. Ein Angriff auf die Heiligtumslehre, in dem nämlich auf der Erde ein falsches Heiligtum errichtet wird, mit Weihrauch und Oblate und all den Dingen, die sozusagen an das irdische Heiligtum erinnern sollen, aber vom himmlischen weg lenken, führt dazu, dass Menschen zwar noch religiös sind, noch irgendwie glauben, dass es Jesus Christus gegeben hat, aber diese enge Verbindung im Gebet sehr erschwert wird. Und deswegen hat Gott die Reformation gegeben. Deswegen hat Gott die Bibel wieder ins Licht gerückt, damit Menschen erkennen, wie Gott wirklich ist und was wirklich der Plan der Lösung ist und wie wirklich echtes Gebet funktioniert.

[18:38] Denn wenn ich nicht richtig weiß, wie ich beten soll, wie will ich meine Beziehung zu Gott erhalten? Wenn ich das Gefühl habe, dass meine Gebete zu Gott nur dann erhört werden, wenn jemand anderes noch für mich eintritt, wie werde ich jemals ihm wirklich vertrauen können? Und das Dramatische ist, dass nicht nur die römisch-katholische Kirche im Laufe der Jahrhunderte das Gebet völlig verändert hat. Es ist kein Wunder, dass dann viele heidnische Praktiken in das Gebet eingedrungen sind. Ihr erinnert euch vielleicht, was Jesus sagt in Matthäus Kapitel 6 und dort in Vers 7: „Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen.“ Heute glauben viele liebe Menschen, dass sie deswegen gehört werden, weil sie ein Vaterunser oder ein Ave Maria oder den Rosenkranz so und so oft mal gebetet haben. Immer und immer wieder, als ob die Menge etwas ausmacht.

[19:44] Das Gebet, das von dem Heiligtum abgekoppelt wird, weil das Heiligtum ignoriert wird. Das Gebet, das durch den Angriff auf das Gesetz von seiner eigentlichen Bedeutung angegriffen wird. Dieses Gebet wird immer offener für heidnische Einflüsse. Und das ist nicht nur ein Problem in der römisch-katholischen Kirche.

[20:06] In dem Maße, wie protestantische Kirchen sich vom Wort Gottes distanzieren, sei es, indem sie durch Bibelkritik das Wort Gottes nicht mehr ernst nehmen, sei es, dass sie, was leider oft in evangelikalen Kreisen geschieht, so einen starken Wunderglauben haben und so Eindrücke, dass das Wort Gottes zurücksteht in der Bedeutung, dann wird Gebet meistens ein Gefühl, eine emotionale Sache, aber sie basiert nicht mehr auf dem Wort Gottes.

[20:38] Was wünscht sich Gott in der zweiten Engelsbotschaft? Wünscht er sich einfach nur, dass Leute dastehen und sagen: „Wir haben recht, wir kennen den richtigen Tag, wir kennen die richtige Lehre“? Nein, er wünscht sich, dass Menschen zu ihm beten und zwar mit der vollsten Überzeugung, wie man nur beten kann, wie er es offenbart hat. Und deswegen warnt er vor abgefallenen Kirchen. Nicht, weil er rechthaberisch ist, sondern weil er weiß, dass durch die falschen Lehren das Gebet in seiner Reinheit getrübt wird. Das Gebet verliert seine Kraft, das Gebet wird offen für heidnische Einflüsse.

[21:20] Und das heißt, wenn wir in unserem eigenen Leben erleben, dass unser Gebetsleben lau ist, dann sollten wir erst unser eigenes Gebetsleben reformieren. Jeder sollte bei sich anfangen. Ich bei mir, du bei dir. Es nützt ja nichts, wenn wir anderen Kirchen sagen, dass sie falsch liegen, aber dann das, worum es ja eigentlich geht, nämlich ein echtes Gebetsleben, selbst nicht praktizieren. Dann kommt am Ende nur Rechthaberei bei heraus. Aber wenn mein Gebetsleben echt ist, dann weiß ich, was man mit Gott erleben kann, wenn die Lehre rein ist. Denn wenn schon Menschen in Kirchen mit falscher Lehre zu Gott beten können und Erfahrung machen können, wie viel größer könnte unsere Erfahrung sein, wenn wir die Wahrheit über Gott wissen. Wir sollten uns nicht zufrieden geben mit dem, was wir bisher erlebt haben. Denn Gott gibt die Lehre immer dazu, damit unsere praktische Erfahrung noch einfacher wird, noch stärker wird, noch intensiver wird. Dass wir nicht Zweifel haben müssen, ob Gott uns hört, sondern die Wahrheit über das Heiligtum, die Wahrheit über das Gebet, die Wahrheit über das Gesetz Gottes führt uns dazu, dass wir Gott besser kennenlernen und unser Gebet stärker wird.

[22:45] Ich wünsche mir, dass wir deswegen die zweite Engelsbotschaft verkündigen, weil wir wissen, dass wir damit anderen Menschen helfen, aufrichtigen Christen in anderen Kirchen eine tiefere Gebetserfahrung zu haben. Das wäre doch eine interessante Perspektive, oder? Und ich glaube, das kann man nur dann mit Überzeugung tun, wenn man selbst eine immer tiefere Gebetserfahrung macht und sieht, wie die Wahrheit über das Heiligtum, das Gesetz Gottes, all die Dinge, die in der dritten Engelsbotschaft angesprochen sind, wie sie alle dazu führen, dass wir näher zu Gott kommen und hören, was er sagt und zu ihm reden können.

[23:28] Und in diesem Sinne wollen wir hier die Gelegenheit nutzen, dann wieder gemeinsam zu beten. Ich möchte euch allen danken, wie ihr jetzt live zugeschaltet habt. Wir sehen uns morgen wieder um 19:30 Uhr. Ihr könnt dann wieder einschalten. Jetzt könnt ihr die Gelegenheit ergreifen und in kleinen Gruppen beten, in Zoom-Kreisen, in Hauskreisen, Bibelkreisen, im Familienkreis, wo auch immer. Und wir sehen uns morgen wieder, wenn es dann um die dritte Engelsbotschaft geht und das Gebet. Bis dahin, Gottes Segen euch. Amen.


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