Veröffentlicht am
1.366 Klicks

In dieser Predigt beginnt Christopher Kramp die Auslegung des Buches Offenbarung, Kapitel 12, Vers 1. Er erklärt die symbolische Bedeutung der Erscheinung einer Frau im Himmel, bekleidet mit Sonne, Mond und Sternen. Dabei wird die Frau als die Gemeinde Gottes interpretiert, die aus einer tiefen Beziehung und Einheit mit Christus hervorgeht. Die Predigt beleuchtet die biblischen Grundlagen dieser Symbolik und die Erwartung einer reinen und makellosen Gemeinde.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen im Jahre 2013. Wir sind wieder 215 Jahre vorwärts gesprungen und sind im Offenbarungs-Seminar hier in Bad Cannstatt. Wir haben ein paar Minuten gebraucht, um umzubauen und vielleicht habt ihr die Gelegenheit genutzt, etwas zu trinken, euch die Beine zu vertreten oder sonstiges zu tun. Wir freuen uns, dass ihr wieder dabei seid, dass auch ihr immer noch dabei seid und wir uns jetzt die restliche Zeit wieder dem besten Buch widmen, das es gibt, nämlich der Bibel, und darin ein besonderes Buch, nämlich dem Buch der Offenbarung. Und wir wollen heute ein ganz neues Kapitel und damit einen ganz neuen Abschnitt und ein ganz neues Zeitalter in der Offenbarung sozusagen gemeinsam besprechen. Das heißt, auch alle, die heute zum ersten Mal da sind oder wieder mal da sind, es lohnt sich heute anzufangen, denn wir haben nichts verpasst. Wir haben in den letzten Wochen Offenbarung 11 zu Ende gemacht und heute geht was ganz Neues los. Wir fangen alle auf der gleichen Seite an und wir freuen uns über alle, die jetzt auch live dabei sind. Wir wollen mit einem kurzen Gebet noch einmal beginnen und dann geht es los. Lasst uns gemeinsam niederknien.

[1:04] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein wunderbares Wort, möchten dir Dank sagen, dass du uns Weisheit schenkst, es zu verstehen. Bitte gib, dass wir jetzt erkennen, was du uns sagen möchtest, dass wir die Offenbarung so auslegen, wie du es möchtest, und dass wir erkennen können, was es uns für unseren Alltag sagen möchte. Dank Jesus, dass du mit deinem Wort gegenwärtig bist. Amen.

[1:31] Offenbarung Kapitel 12 Vers 1.

[1:42] Offenbarung Kapitel 12 Vers 1 und wir werden heute auch nur Vers 1 schaffen, wenn überhaupt. Das werden wir mal sehen, wie schnell wir vorankommen. Unsere Devise ist ja in diesem Offenbarungsseminar: lieber gründlich als schnell. Meine Mama hat immer gesagt, es gibt zwei Arten von Männern, es gibt die gründlichen und die schnellen. Ich weiß nicht, ob sich das mit eurer Erfahrung auch deckt. Beim Offenbarungsseminar wollen wir nicht schnell sein, sondern gründlich. Das ist auch der Grund, warum wir bei unserem Adventsgeschichtsseminar auch Jahr für Jahr durchgehen. Viele Informationen findet man sonst eher nicht, aber wenn man das mal so gründlich gesehen hat, wird man dann auch viele der anderen Ereignisse, die dann später kommen, in den 20er, 30er Jahren, viel besser verstehen und viel klarer sehen. Und man hat mal richtig das richtig verstanden, statt immer nur so Auszüge gesehen. Und so wollen wir es auch bei der Offenbarung handhaben. Offenbarung 12 Vers 1.

[2:32] Wir lesen es mal gemeinsam. Es heißt: „Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau mit der Sonne bekleidet und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen.“ Also, fassen wir mal kurz zusammen, was wir hier sehen. Was sehen wir alles? Wir sehen eine Frau, das ist schon mal gut beobachtet. Wie wird das Ganze beschrieben erst mal? Ein Zeichen. Was für ein Zeichen? Ein großes Zeichen am Himmel. Okay, es ist ein großes Zeichen am Himmel. Und dieses große Zeichen am Himmel ist was? Es ist eine Frau, wie schon gesagt wurde. Und was hat diese Frau an oder was charakterisiert diese Frau? Sie hat eine Sonne sozusagen als Kleidung. Was noch? Sie steht auf dem Mond. Und eine Krone mit zwölf Sternen.

[3:58] Erste Frage, wie bei jedem Bibeltext, den wir uns stellen: Ist das buchstäblich oder symbolisch zu verstehen, das Ganze, was wir hier lesen? Kann mir jemand sagen, warum symbolisch? Ja, die Sonne anzuziehen wäre buchstäblich schwierig. Deswegen war es nur das Wort, ein heißes Outfit. Unmöglich. Und das Wort „Zeichen“ an sich macht das schon deutlich. Das griechische Wort für Zeichen ist „Semaino“, glaube ich, wird es ausgesprochen. Semion. Okay, mit der Aussprache habe ich es mir immer so ein bisschen… Das Gleiche, so ein verwandtes Wort davon, findet sich schon in Offenbarung 1 Vers 1. Schaut mal in Offenbarung 1 Vers 1. Da sieht man es nicht ganz so deutlich, aber da wird auch schon deutlich, dass die Offenbarung eigentlich in Zeichen und Symbolen gegeben ist. Offenbarung 1 Vers 1 heißt: „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hatte, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll. Und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinen Knecht Johannes gesandt, dieses Wort bekannt gemacht.“ Ist das gleiche Wort, das hier, oder ein verwandtes Wort, das hier für Zeichen steht. Das heißt, Johannes, der Engel hat dem Johannes die Offenbarung in Zeichen gegeben. In Zeichen und Symbolen. Wir wissen, wenn wir die Offenbarung lesen, da kommen viele Zeichen und Symbole vor. Das heißt, es handelt sich um ein großes Zeichen. Es gibt viele Symbole in der Offenbarung. Wir wissen auch, manche sind vielleicht, alles ist wichtig, aber das ist besonders wichtig. Das ist ein großes Zeichen. Es hat eine zentrale Stellung, nicht nur in Kapitel 12, sondern in der gesamten Offenbarung. Dieses Kapitel und diese Prophezeiung hier ist eine der zentralen, ist vielleicht die zentrale Prophezeiung der ganzen Offenbarung und damit eine der wichtigsten Kapitel sogar der gesamten Bibel. Ein großes Zeichen. Also, wollen wir das gut verstehen, um was es hier geht. Übrigens, warum ist das Zeichen wohl am Himmel? Jetzt bin ich mal gespannt, vor allem, ob vielleicht jemand von denen, die in den letzten Wochen schon da waren, damit was sagen kann. Warum befindet sich das Zeichen am Himmel?

[6:07] Damit es von allem gesehen wird.

[6:09] Damit es von allem gesehen wird, das stimmt. Etwas, was am Himmel ist, kann von allen besser gesehen werden, als wenn es auf der Erde rumkreucht. Das ist wahr. Warum noch?

[6:16] Ja, wir wissen, dass die Sonne, Mond und Sterne auch als Zeichen gegeben worden sind, um zu zeigen, was Tag und Nacht sind und so weiter.

[6:31] Ja, das ist sehr wahr. Genau, einen Vers vorher in Offenbarung 11, Vers 19. Und wir haben ja gesagt, die Kapiteleinteilung der Bibel ist nicht immer so glücklich, zumindest in der Offenbarung, weil die ja später gemacht worden ist. Und es könnte durchaus sein, dass Offenbarung 11, Vers 19 schon so eine Einleitung ist, haben wir gesagt. Wir haben uns nicht genau festgelegt, aber wir haben gesagt, es könnte durchaus sein, dass Offenbarung 11, Vers 19 eine Einleitung ist zu Kapitel 12. Und da heißt es: „Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel. Es geschahen Blitze und Stimmen und Donner, ein Erdbeben, ein großer Hagel.“ Und wir haben gesagt, bei diesem Tempel handelt es sich um was? Um den himmlischen Tempel, nicht wahr? Den Tempel im Himmel. Und wenn dort eine Tür geöffnet ist, dann ist es die Tür zum Allerheiligsten. Wir wissen, es gab zwei Abteilungen im Heiligtum, ein Heiliges und ein Allerheiligstes. Und dort im Himmel öffnet sich die Tür zum Allerheiligsten und da wird etwas gesehen, nämlich die Bundeslade. Und in der Bundeslade befindet sich das Gesetz. Das heißt, das Thema vom Bund Gottes und von seinem Gesetz ist das Hauptthema, das jetzt durch Kapitel 12 hindurchgeht. Da geht es um den Bund Gottes und um das Gesetz. Und das erste Zeichen ist am Himmel, dort, wo es sich gerade schon aufgetan hat, nicht wahr, wo man die Bundeslade gesehen hat. Und übrigens in Vers 3 findet ihr die gleiche Formulierung nochmal, auf Mark 12, Vers 3. Da heißt es: „Siehe, ein anderes Zeichen erschien im Himmel; siehe, ein großer, feuerroter Drache.“ Und wir werden später noch darauf eingehen, wer dieser Drache ist. Hat der Drache was mit dem Thema Bund und Gesetz zu tun? Hat das Kapitel was mit dem Thema Bund und Gesetz zu tun? Werden wir noch sehen. Hat es ganz gewaltig. Aber bevor wir uns mit dem Drachen beschäftigen in den nächsten Wochen, zunächst mal haben wir es zu der Frau.

[8:21] Frage. Ich glaube, ich würde vermuten, die allermeisten von euch haben schon so eine Idee, was die Frau ist, nicht wahr? Genau, das habe ich mir gedacht. Aber wenn wir das noch nicht wüssten, allein diese Tatsache, dass es da um den Bund vorher ging in Kapitel 11, Vers 19 und jetzt eine Frau kommt. Welche Gedanken schießen euch durch den Kopf? Bund und Frau, Bund und Frau. Ehemann, Ehebund, nicht wahr? Ehebund. Und wo kommt die Ehe eigentlich her? Aus dem Paradies, Adam und Eva. Wir können das mal kurz nachlesen. 1. Mose 2. Wer war zuerst da, Mann oder Frau? Jetzt kann man darüber philosophieren, was das bedeutet, nicht wahr? Machen wir jetzt nicht.

[9:15] In 1. Mose 2, da wird uns aber gesagt, wie die Frau entstanden ist. In Vers 21 und 22 und 23. Da ist es so, da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen, verschloss sie ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott der Herr bildet die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu den Menschen. Da sprach der Mensch: „Das ist endlich!“ Im Hebräischen kommt da so eine, das ist noch, im Hebräischen ist es noch mehr als im Deutschen sowas. Das ist so wie, na endlich! So, jetzt, jetzt aber. Er hat ja alle möglichen Tiere gesehen, das Krokodil hat nicht wirklich zu ihm gepasst, nicht wahr? Und der Elefant hat nicht wirklich zu ihm gepasst, die Giraffe war zu groß, das Stinktier hat nicht zu ihm gepasst. Und endlich, endlich jemand, der zu mir passt. Er sagt: „Das ist endlich gemeint von meinem Gebein und Fleisch, von meinem Fleisch; die soll „Männin“ heißen, denn vom Mann ist sie genommen.“ Im Deutschen kann man das nicht so schön machen, dieses Wortspiel. Im Hebräischen ist es Isch und Ischah. Isch ist der Mann und Ischah ist die Frau. Da könnt ihr euch mal merken, könnt euch gegenseitig anreden: Isch und Ischah. Im Englischen geht es auch ganz gut, da sagt man Man and Woman. Wenn man sich das Wort Woman anschaut, ist es auch davon abgeleitet. Im Deutschen klappt das halt eben nicht so gut, Mann und Frau, das ist ja. Im Deutschen ist das richtig zum Tragen gekommen, dass Mann und Frau unterschiedlich sind. Aber im Hebräischen sind sie eigentlich viel ähnlicher und das hat der Luther versucht mit Mann und Männin. „Die soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen.“ Vers 24: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden was sein? Ein Fleisch.“ Da kommt dieser Bund zum Tragen. Sie werden sich verbinden, sie werden eins sein. Aber in Offenbarung 12 geht es ja nun nicht so wirklich um den Bund zwischen Mann und Frau, es geht um Gott oder um seinen Bund. Und die Frage ist, mit wem hat er einen Bund? Wer ist seine Frau? Fragen wir uns mal das Alte Testament. Was sagt das Alte Testament? Wer ist sozusagen in Anführungsstrichen die Frau Gottes, die mit der er einen Bund hat? Israel. Okay, könnt ihr mir auch einen Text dazu nennen? Gibt es einen Text, wo Israel als Frau dargestellt wird?

[11:45] Schaut mal in Jesaja 54.

[12:06] Da spricht Gott zum Volk Israel, okay? Und schaut mal, was er sagt in Vers 5. Jesaja 54, Vers 5: „Denn dein Schöpfer ist dein was? Ehemann. Herr, der Herr Zebaoth ist dein Name, und dein Erlöser ist der Heilige Israels. Er wird Gott der ganzen Erde genannt.“ Reicht eigentlich schon in Vers 5. Da macht es also die Idee deutlich, dass das Volk Israel Gottes Ehefrau quasi ist. Die Beziehung zwischen mir und dem Volk ist wie zwischen Mann und Ehemann. Zwischen Ehemann und Frau, Entschuldigung, Entschuldigung.

[12:37] Schaut mal mit mir jetzt im Neuen Testament. Kennt ihr eine Stelle im Neuen Testament, wo das zum Tragen kommt? Sehr gut. Gemeinsam haben wir es, 2. Korinther 11, Vers 2. Das ist so die klassische Stelle, nicht wahr?

[12:58] 2. Korinther 11, Vers 2, es heißt hier: „Denn ich eifere euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen.“ Übrigens, das ist nicht nur Paulus, der das gesagt hat. Schaut mal zum Beispiel auch den Johannes an, Johannes den Täufer, in Johannes 3, Vers 29. Kennt ihr wahrscheinlich die Stelle. Johannes, also Johannes der Evangelist, schreibt in seinem Evangelium über Johannes den Täufer, in Johannes 3, Vers 29: „Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber ist, der da steht und ihn hört, der ist hoher Freude über die Stimme des Bräutigams; diese meine Freude ist nun erfüllt.“ Ist nicht so ganz deutlich, aber es wird auch deutlich, Johannes der Täufer ist quasi der Freund des Bräutigams. Wer ist der Bräutigam? Jesus. Jesus kommt zu seiner Braut, ja, und Johannes ist der, der das alles vorbereitet hat, der die Hochzeit vorbereitet hat. Und wenn dann die Hochzeit kommt, wer steht im Mittelpunkt? Nicht der, der die Hochzeit vorbereitet hat, nicht wahr? Alle Fotografen stürzen sich nicht auf ihn, sondern auf den Bräutigam. Und so hat Johannes das verstanden: Ich muss abnehmen, er aber muss zunehmen.

[14:11] Gut, schauen wir uns noch einen Text an, der ist sehr, sehr schön. Schaut mal mit mir in Epheser 5. Das ist einer der schönsten Texte, wo die Bibel diesen Gedanken hier beschreibt. Epheser 5, Vers 25 bis 27. Da heißt es: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie dahingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzel noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben, wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.“ Das war nicht wahr? Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleich wie der Herr die Gemeinde. Und jetzt Achtung, denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein. Woran nennt euch das? Das ist Fleisch von meinem Fleisch und das ist Gebein von meinem Bein. Und dieses gleiche Prinzip gilt für uns.

[15:29] Ein wahrer Christ kommt genauso von Christus, wie Eva von Adam kommt. Und deswegen heißen wir auch Christen, denn so wie die Frau Männin nach dem Mann genannt wurde, so werden wir Christen genannt, weil wir von Christus kommen.

[15:50] Frage: Wenn man von mir eine Rippe nimmt und er würde eine Frau daraus formen, was würde er sozusagen… Jetzt muss ich überlegen, wie ich die Frage formuliere, damit ihr nicht gleich wisst, was ich meine.

[16:12] Okay. Waren sich Adam und Eva ähnlich?

[16:19] Keine Ahnung.

[16:21] Sie sahen sicherlich ein bisschen anders aus, nicht wahr? Also die Frau hatte wahrscheinlich lange Haare, der Mann kurze Haare wahrscheinlich, wie Paulus es sagt. Aber der entscheidende Punkt ist, sie waren sich doch relativ ähnlich. Warum? Warum waren sie wohl ähnlich? Rein biologisch mal gedacht.

[16:35] Genetisch.

[16:37] Er war ja aus dem gleichen Fleisch und Bein. Sie. Er auch von ihr.

[16:42] Das heißt, wenn wir von Christus abstammen, wenn wir sein Fleisch und sein Gebein sind, müssen wir uns fragen, was ist sozusagen die geistliche Genetik von Jesus? Die Gene bestimmen ja unser Leben, nicht wahr? Größtenteils.

[16:55] Übrigens, ihr wisst ja, dass man die Gene auch durch eigene Entscheidungen ein bisschen beeinflussen kann. Aber die Gene bestimmen so ein bisschen die Richtung unseres Lebens. Sie bestimmen die Gesetze unseres Handelns und sie bestimmen die Gesetze, wie wir aussehen und so weiter. Die Frage ist, was ist sozusagen die geistliche Genetik von Jesus?

[17:09] Und dann ist die Frage, haben wir die gleiche Genetik? Sind die gleichen Lebensprinzipien von Jesus auch unsere Lebensprinzipien?

[17:21] Es ist ja ein Unterschied, ob zwei völlig verschiedene Wesen, die Gott, einer hat auf der Erde geschaffen, einer auf dem Mars und dann bringt er sie zusammen. Das wäre auch möglich gewesen, oder? Aber in dieser Einheit, in der Schöpfung wird schon deutlich, eigentlich, diese Einheit kommt aus einer Einheit und geht wieder zueinander zurück.

[17:39] Das heißt, die Frage ist, die wir uns stellen müssen, wenn wir sagen, wir sind Teil der Gemeinde Gottes, wir wissen, die Frau ist die Gemeinde. Die Frau kommt ja irgendwoher, die Frau ist nicht vom Himmel gefallen. Die Frau kommt aus dem Mann. Die Gemeinde kommt aus Gott. Und die wahre Gemeinde muss auch die gleiche Genetik tragen, die gleiche Identität tragen, die gleichen Werte haben.

[18:04] Schaut mal, wie das heißt, in Vers 31 und 32 heißt es: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden was sein?“ Was Paulus sagt: „Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.“ Ich habe mich gefragt, was bedeutet das? Ich meine, wenn Mann und Frau eins werden, das ist klar, das kann man erklären. Aber wie kann man jetzt mit Christus eins werden, in dem Sinne? Was bedeutet das? Praktisch.

[18:35] Liebe im Lieben.

[18:42] Ja, das stimmt.

[18:43] Schaut, hier ist ein interessanter Punkt. Liebe ist das, was uns treibt. Die Liebe treibt mich zu meiner Frau. Aber ich kann auch meine Frau lieben, ohne mit ihr eins zu sein. Die Einheit mit meiner Frau oder die Einheit zwischen Mann und Frau ist sozusagen die tiefste innige Verbindung, die es überhaupt gibt. Und dazu muss es eine geistliche Korrespondenz geben, sozusagen.

[19:02] Schaut mal, was der Paulus uns sagt, was es bedeutet. In 1. Korinther 6, Vers 17. Und ihr habt den Punkt schon getroffen, kann man nicht anders sagen. Aber wir wollen es mal so ausdrücken, wie er es sagt.

[19:17] In 1. Korinther 6, Vers 17. Empfangen wir jetzt Vers 16 an. 1. Korinther 6, Vers 16. Dort heißt es: „Oder wisst ihr nicht, dass wer einer Hure anhängt, was es? Ein Leib mit ihr ist.“ Also, wenn ein Mann zu einer anderen Frau eingeht und er schläft mit ihr, dann ist er mit ihr ein Fleisch, sagt er ganz deutlich. „Denn es werden, heißt es, die zwei ein Fleisch werden.“ Das heißt, es bezieht sich nicht nur darauf, dass man sie heiratet, sondern wann immer das passiert, dass Mann und Frau eins werden, sind sie ein Fleisch.

[19:45] Und jetzt schaut mal, was er sagt in Vers 17: „Wer aber dem Herrn anhängt, ist was? Ein Geist mit ihm.“ Das heißt, das Ein-Fleisch-Werden auf der zwischenmenschlichen Ebene korrespondiert zu einem Ein-Geist-Werden mit Gott.

[20:02] Übrigens, ihr wisst ja, wie die Bibel das nennt, dass Adam und Eva miteinander geschlafen haben. Sie nennt es: „Adam erkannte sein Weib, und sie war schwanger.“ Jetzt, die geistliche Komponente davon ist, wir können Gott so nahe kommen, dass wir mit ihm quasi einen Geist haben. Dass wir so denken wie er. Und das habt ihr jetzt schon ein bisschen gesagt, wir sind so wie er. Aber nicht äußerlich, dass wir alle Regeln einhalten wie er oder alle Maßnahmen von ihm übernehmen oder alles so tun wie er es getan hat, sondern, dass wir einen Geist mit ihm haben. Denn wenn wir einen Geist mit ihm haben, wenn wir so denken wie er, dann tun wir auch das, was er getan hat. Das ist ja logisch, oder? Und das ist ein wichtiger Punkt. Die Bibel sagt, das ist das ewige Leben, dass wir dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

[20:53] Ein-Geist-Werden. Diese Frau steht für alle diejenigen, steht für die Gemeinde. Das klingt meistens so, das steht für meine Gemeinde. Für meine Kirche, steht für meine Dimension. Und alle, die jetzt in meiner Kirche mitgehen, sind Teil dieser Frau. Naja, das ist so eine Sache. Erstmal steht es dafür, dass die Frau, die Gott sich vorstellt, ist die, die mit dem Ehemann ein Fleisch, das heißt ein Geist wird.

[21:22] Jetzt schauen wir ein bisschen weiter. Es gibt noch ein paar interessante Dinge zu dieser Frau. Übrigens, ist die israelitische Frau auch abgefallen? Die Frau Israel?

[21:34] Schaut mal, wie es die Bibel beschreibt. Schaut mal in Hosea. In Jeremia 3. Das sind keine schönen Beschreibungen. Jeremia 3, Vers 20 zum Beispiel. Das ist nur eines von vielen Beispielen.

[21:54] Jeremia 3, Vers 20. Da heißt es: „Aber wie eine Frau ihrem Gefährten untreu wird, so seid ihr mir untreu geworden, Haus Israel, spricht der Herr.“ Jetzt Frage: Wenn der Ehepartner untreu wird, was für ein Gefühl beschleicht er?

[22:14] Traurigkeit.

[22:18] Was noch?

[22:20] Schuldgefühle.

[22:22] Das ist interessant, dass du das sagst, Schuldgefühle. Wir sammeln mal.

[22:26] Traurigkeit, Schuldgefühle.

[22:28] Schmerz.

[22:30] Misstrauen.

[22:32] Ein Gefühl habt ihr noch nicht gesagt.

[22:34] Enttäuschung.

[22:36] Zorn.

[22:38] Eifersucht. Nicht?

[22:42] Eifersucht. Man ist eifersüchtig. Ist Gott auch eifersüchtig? Die Bibel sagt es ganz deutlich. Manche sagen, Gott kann nicht eifersüchtig sein. Wenn er nicht eifersüchtig ist, kann er auch nicht lieben. Wenn zwei sagen, wir lieben uns und dann einer untreu ist und der andere sagt, das ist kein Problem, da kann ich mit leben. Was sagt das über seine Liebe aus? Nicht viel. Das ist nicht wirklich eine echte Liebe. Wenn Gott nicht eifersüchtig wäre, dann würde er uns auch nicht wirklich lieben. Er ist wirklich eifersüchtig.

[23:18] Ist er auch traurig, wenn wir abfallen? Hat er Schmerz? Du hast, glaube ich, Misstrauen gesagt, oder?

[23:28] Schuldgefühle.

[23:30] Hat Gott so eine Art Schuldgefühle? Wie äußern sich eure Schuldgefühle? Angenommen, dein Partner betrügt dich und du hast Schuldgefühle. Welche Art von Schuldgefühlen hast du dann? Du meinst, ich habe etwas falsch gemacht. Habe ich etwas falsch gemacht? Habe ich nicht genügend dich geliebt? Hätte ich noch mehr machen können?

[23:52] Was sagt Gott zu seinem Volk? Schaut mal mit mir in Jesaja 5. Da hat man durchaus diesen Aspekt hier auch vor Augen. Er beschreibt in Jesaja 5, Vers 2, was er getan hat: „Und er grub ihn um und säuberte ihn von Steinen, bepflanzte ihn mit edlen Reben, mitten darin baute er einen Turm und tief auch eine Kelter darin aus. Und er hoffte, dass er gute Trauben brächte, aber er trug schlechte.“ Und dann sagt er in Vers 4: „Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, dass ich es nicht getan habe?“ Er sagt: „Sag es mir doch.“ Habe ich etwas verkehrt gemacht? Warum?

[24:26] Und dann sagt er: „Habe ich etwas verkehrt gemacht? Warum seid ihr mir untreu geworden?“ Und das ist übrigens ein Sonderpunkt. Gott fragt uns: „Warum folgst du mir nicht nach?“ Das ist eine echte Frage, die Gott hat. Wenn wir ihm nicht nachfolgen, fragt er uns: „Was hätte ich noch tun können? Was hätte ich noch tun können?“ Ich habe alles gegeben. Ich habe meinen eingeborenen Sohn gegeben am Kreuz. Ich habe dieses ewige Risiko eingegangen, dass vielleicht er auch sein ewiges Leben verspielt. Und ich habe alles in meine Erreichbarkeit gebracht, dass du das ewige Leben erreichen kannst. Was hätte ich noch tun können? Die Liebe Gottes hat sich dort deutlich gezeigt.

[25:04] Ich wollte euch… Genau, schaut mal, was Gott… Jetzt, wenn das Volk Israel abgefallen ist, wenn eine Frau oder ein Mann Ehebruch begehen, soll dann die Ehe auf jeden Fall unter allen Umständen geschieden und beendet werden? Nach der Bibel? Oder gibt es, ich meine, darf die Ehe geschieden werden? Hätte Gott das Recht also, wann immer sein Volk sich von ihm trennt, sich von dem Volk zu trennen? Ja oder nein? Hätte er das Recht dazu? Warum tut er es nicht? Aus Liebe.

[25:40] Schon ein interessanter Punkt, nicht wahr? Durch die Tatsache, dass Gott selbst sagt, Ehebruch ist das Einzige, was zu einer Trennung berechtigt, macht er eigentlich deutlich, dass er uns nur deswegen immer noch sein Volk nennt, weil er uns liebt. Aus keinem anderen Grund. Denn rein rechtlich, sozusagen, haben wir schon längst verspielt, durch unsere Sünden. Es ist nur seine Gnade. Wir können nicht sagen: „Aber hey, du hast ja damals mal gesagt, als ich mich taufen lassen, oder als ich damals der Kirche beigetreten bin, deswegen musst du mich noch lieben, Gott.“ Was würde Gott sagen? Schau mal. Das, das, das, das, das, ich hätte schon 27 Mal mich scheiden lassen können. Warum bin ich noch bei dir? Weil ich dich liebe.

[26:24] Ist interessant, oder? Jetzt sieht man mal wieder die Gnade, die Gnade Gottes.

[26:28] Schaut mal, was er tut in Hosea 2. Hosea 2, Vers 19 und 20. Hosea 2, Vers 19 und 20. Fangen wir schon mal in Vers 18 an.

[26:52] Das ist interessant, in Vers 18: „An jenem Tag wird es geschehen, spricht der Herr, dass du mich mein Mann und nicht mehr mein Baal nennen wirst.“ Wisst ihr, was Baal heißt? Was heißt Baal? Übersetzt Herr. Baal heißt übersetzt Herr. Das heißt, wenn das Volk Israel um so eine Baal-Statue getanzt hat und sie haben da den Götzen angebetet, Baal, was haben sie eigentlich gerufen? Herr, wir loben dich. Herr, wir danken dir. Herr, wir sind dir so dankbar. Herr, wir lieben dich. Klingt ja fast wie moderne christliche Lieder. Herr.

[27:38] Und wen haben sie eigentlich angesprochen? Nach dem Text? Wen haben sie angesprochen? Den Baal. Nein?

[27:48] Schaut den Text genauer. Wer spricht hier? Gott. Er sagt: „Ihr habt mich Baal genannt.“ Mit anderen Worten, sie hatten ein falsches Bild von Gott. Sie haben Herr hergerufen, haben aber Götzendienst getrieben.

[28:04] Was ist Götzendienst?

[28:08] Ja, das stimmt.

[28:10] Was ist Götzendienst ganz pragmatisch gesehen? Was muss ich tun, um Götzendienst zu machen? Nicht unbedingt andere Götter. Nein?

[28:20] Sie haben ja Götzendienst betrieben. War das goldene Kalb Götzendienst? Ja oder nein? Haben sie Gott verleugnet? Nein, sie haben ein Fest für Jahwe gefeiert.

[28:32] Genau. Ich nehme meine Hände, ich nehme irgendwelche Materialien, entweder von einem anderen Gott oder auch von dem richtigen Gott. Ich tue etwas und bete dann meiner Hände Werk an. Ich bete meine eigenen Werke an. Denn ein Götzenbild ist immer mein Werk, richtig? Götzenbilder fallen nicht vom Himmel. Habt ihr das schon mal vom Himmel fallen sehen? Ein Götzenbild ist immer die Anbetung meiner eigenen Werke. Und das kann ganz atheistisch oder ganz heidnisch mit anderen Göttern zu tun haben. Es kann auch mit Gott zu tun haben, es kann auch mit Gott der Bibel zu tun haben. So wie beim goldenen Kalb. Die haben ja nicht plötzlich andere Götter angebetet. Sie haben den wahren Gott des Himmels angebetet. Aber mit ihren eigenen Werken. Ihre eigenen Werke standen höher als Gott. Und das ist die Idee hier.

[29:18] Da gibt es viele, die rufen zu Gott: „Herr, Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen…“ Und dann werden ihre eigenen Werke aufgezählt. Zack, zack, zack, zack. Aber Gott sagt: „Wenn ihr wirklich euch bekehrt, werdet ihr nicht mehr sagen Baal, sondern mein Ehemann.“ Dann ist es nicht mehr dieses: Du bist unser Herr und wir tun was für dich und wir sind so stark und wir sind so toll und wir sind so gut und danke, dass du unser Herr bist. Aber in Wirklichkeit beten wir uns selbst an. Sondern er ist unser Ehemann. Und in einer Verbindung, in einer Beziehung geht der Blick von mir zu der anderen Person.

[29:56] Das ist das, was Gott hier beschreibt. Er sagt: „Die Zeit wird kommen, wenn ihr euch darauf einlasst, jeder Einzelne, dass wir uns von uns selbst wegschauen auf ihn.“

[30:04] Schauen wir mal weiter in Vers 19: „Ich werde die Namen der Baal aus ihrem Mund entfernen, dass an ihre Namen nicht gedacht wird.“ Und dann schauen wir mal in Vers 21, was er dort sagt: „Und ich will dich mir verloben auf ewig. Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen.“ Ist das nicht ein schöner Vers? Er sagt: „Ich will mich verloben mit dir.“ Übrigens, zu wem er hier spricht, zum Volk Israel, nicht wahr? Zum Nordreich. Und wisst ihr, wie das Nordreich Israel zu der Zeit geistlich aktiv war, oder was sie so getan haben? Hosea muss da ein Gleichnis ausführen. Wisst ihr, was Hosea ausführen musste? Er musste eine Hure heiraten. Jetzt stellt euch das mal vor. Ihr seid Prophet Gottes. Würdet ihr euch freuen, wenn ihr Prophet Gottes seid? Ah, endlich eine prophetische Botschaft für das Volk tragen, nicht wahr? Kommt der erste Auftrag: Heirate eine Hure. Man musste eine Hure heiraten. Hat Hurensohn und Kinder mit ihr gezeugt. Und dann macht die Bibel deutlich, ist diese Frau wieder von ihm weggelaufen. Und dann hat er gesagt: Naja, okay, hab ich ja meinen Auftrag erfüllt, nicht wahr? Dann sagt Gott: Geh hin und kauf sie wieder zurück. Bezahle Geld, um diese Hure, die von Anfang an schon eine Hure war, die Hurenkinder geboren hat, die von dir weggelaufen, die dich betrogen hat, du hast für sie, du hast ihr den Unterhalt gegeben, du hast ihr Geld bezahlt, du hast für sie gesorgt, hast versucht, sie zu gewinnen. Sie hat dich belogen und betrogen, ist wieder abgehauen und jetzt ist sie da auf dem Sklavenmarkt als Prostituierte, geh hin und kauf sie. Schon krass, oder? Was muss Hosea tun? Sie ist hingegangen, hat sie gekauft. Geld bezahlt, hat sie wieder losgekauft. Warum? Was ist wohl das Bild? Jesus, nicht wahr? Jesus hat uns als seine Frau, nicht wahr? Wir haben ihn betrogen, unterlogen und so weiter und sind wieder in der Sklaverei. Und Jesus ging hin und hat uns wieder zurückgekauft. Und das ist ein interessantes Bild.

[32:12] Schaut mal mit mir in Sprüche 12, Vers 4. Da bin ich heute drüber gestolpert, das ist ganz frisch, okay? Sprüche 12, Vers 4. Ganz toller Vers. Sprüche 12, Vers 4. Was sagt die Liebe in Sprüche 12, Vers 4? „Eine tugendhafte Frau ist sie was? Eine Krone.“ Ist doch schön, oder? Übrigens, naja, gut. Eine tugendhafte Frau ist die Krone eines Mannes. Und der Vers geht natürlich auch weiter, wollen wir ihn auch der Vollständigkeit weiterlesen. „Eine schändliche ist was? Eiter.“ Okay, was steht bei euch? Wurmfraß. Wie ein Wurm, der sich durch die Beine frisst. Übrigens, die Frau ist ja eigentlich Bein von meinem Bein, Fleisch von meinem Fleisch, aber wenn sie schändlich ist, dann frisst sie ihrem Mann sozusagen das Gebein auf. Ja, sie zerstört quasi nicht nur ihre eigene Identität, sondern auch die Identität ihres Mannes. Und stellt sozusagen den Mann falsch dar. Und das ist übrigens auch bei Gott so. Nicht, dass wir Gott zerstören könnten, aber wir stellen Gott im falschen Licht dar, wenn wir schändlich handeln, oder? Wir sind dann sozusagen wie Wurmfraß für Gott. Aber wenn wir so sind, wie Gott uns haben möchte, was sind wir dann? Eine Krone.

[33:46] Jetzt, über Sonne, Mond und Sterne werden wir uns nächste Woche unterhalten. Lass uns zwar diesen Gedanken mal kurz durchdenken. Der Mann hat eine Krone. Diese Krone ist eine tugendhafte Frau. Jetzt, was heißt tugendhafte Frau? Das würde mich ja gerne interessieren. Vielleicht sagen mal die Frauen, was ist eine tugendhafte Frau? Was bedeutet das? Vielleicht nicht das allerläufigste heutige Deutsch. Wir sagen ja nicht: „Oh, die ist aber sehr tugendhaft, oder?“ Fleißig, okay. Bei mir in der Elbe fällt das Übersetzen tüchtig auf. Tüchtig, das klingt nochmal nach fleißig, nicht wahr? Steht schon früh am Morgen auf. Ja, aber natürlich, klar. Tüchtig, ja.

[34:32] Treu. Ja?

[34:36] Was heißt Tugend eigentlich? Was ist das Wort Tugend übersetzt? Charakter, einen guten Charakter. Und dann heißt es hier: „Die tugendhafte Frau ist eine was? Eine Krone.“ Wenn man eine Krone aufhat, wer ist man dann? Ein König. Wodurch wird ein Mann zum König? Durch den Charakter der Frau. Ist das interessant? Kein König dieser Welt war wirklich ein König, wenn seine Frau nicht einen guten Charakter hatte. Der Kleine kann gar nicht König werden, habt ihr das gewusst?

[35:14] Frage. Wir haben ja gesagt, das ist ein Bild für Christus und die Gemeinde. Das ist doch interessant, oder? Ist Christus König? Ja oder nein? Ist er jetzt schon gekrönt? Er ist doch ein Hohepriester, nicht wahr? Wann wird er gekrönt? Kurz bevor er wiederkommt, nicht wahr? Das wissen wir. Kurz bevor er wiederkommt, wird er gekrönt. Nach diesem Text, wann wird er gekrönt?

[35:50] Die tugendhafte Frau ist die Krone. Mit anderen Worten, Jesus möchte als König wiederkommen. Nicht wahr? Die Offenbarung spricht davon, dass er als König, der König, als Herr der Herren wiederkommt mit einer Krone auf dem Haupt. Aber was ist die Krone? Die Krone ist die Tatsache, dass seine Gemeinde seinen Charakter widerspiegelt. Dass sie von dem Zustand einer schändlichen Frau, mit all den Dingen, die immer wieder schief laufen, dazu kommt, dass sie seinen Charakter widerspiegelt. Denn dann ist die Gemeinde die Krone Jesu.

[36:24] Schauen wir uns noch einen Text an, bevor wir Schluss machen. In Hohelied 4 Vers 7, vorletzter Text heute Abend. Hohelied 4 Vers 7.

[36:50] Wer hat das Buch Hohelied geschrieben? Salomo. Wie viele Frauen hat er, als er das Buch Hohelied geschrieben hat? Eine. Das war auch gut so. Später hat er aus politischen Erwägungen ein paar mehr geheiratet. Wie viele sind es gewesen? 999. Zu der anderen dazu. Das waren 1000 Frauen. War das eine gute Idee? Nein, das war keine gute Idee. Denn obwohl er König war, war er quasi entkönigt. Er war nicht mal wirklich ein echter König für das Volk. Eine Frau macht ihn König. Viele Frauen. Wie auch immer.

[37:32] Aber wer war Salomo eigentlich? David. Das stimmt, aber von seiner Herkunft her? Er war der Sohn Davids. Wer ist noch Sohn Davids? Jesus. So wie Salomo in Hohelied beschreibt, wie es ihm geht, in seiner Liebesbeziehung zu seiner Frau, so beschreibt dieses Buch Hohelied letztendlich auch die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk. Das ist übrigens sehr, sehr spannend. Wenn ihr etwas wirklich Spannendes tun wollt, studiert mal das Buch Hohelied und sucht mal all die Anspielungen darauf, was man auf Jesus und seine Gemeinde übertragen kann. Das ist wirklich super spannend.

[38:10] Wir schauen uns mal einen Text an. In Hohelied 4, Vers 7. Was sagt es hier? Das klingt wie ein schönes Liebesgedicht. Wie Schwerverliebte, die sich gerade zwei Wochen kennen und SMS schreiben. So klingt das. Und wir sagen: Naja, das war ja schöner, als wir das mal hatten. Schön war die Zeit, jetzt sind wir erwachsen. Aber schaut, das sind die Gefühle, die Gott für seine Gemeinde haben möchte. Habt ihr das noch mal nachgedacht? Manchmal denken wir, Gott ist halt der Sohn des Volkes. Und Gott ist halt der Sohn der Souverän des Universums. Und er möchte eine rechtmäßige Beziehung zu seiner Gemeinde haben. Nicht wahr, wo alles nach Recht und Ordnung läuft. Und alles nach Strich und Faden organisiert ist. Aber das ist nicht das, worum es eigentlich geht. Gott möchte so eine Liebesbeziehung zu seinem Volk haben.

[39:04] Stellt euch vor, Jesus würde kommen und würde zu der Gemeinde sagen: Stellt euch mal unsere Gemeinde vor. Oder irgendeine andere Gemeinde, die euch in den Sinn kommt. Und Jesus, der nach vorne kommt und sagt: „Schön bist du, meine Freundin. An dir ist kein Makel.“ Und dann lest du dir das Buch Hohelied durch und stell dir vor, könnte Gott das zu unserer Gemeinde sagen? Das sind so viele andere Verse, die man anstimmen könnte. Aber können wir sehen, dass das Gottes Wunsch ist, dass wir makellos sind? Jetzt werdet ihr sagen: Ja, aber Moment, wir sind nicht makellos. Übrigens, wenn ihr etwas Interessantes machen wollt, studiert mal, warum es dann heißt, dass ihre Zähne wie Schafe sind, die von der Schwemme hervorkommen. Das hat alles eine Bedeutung. Nicht aber nur Poesie, da gibt es Bedeutung dazu. Aber ich will euch nicht alles vorher verraten.

[39:54] Die letzte Frage, die wir uns stellen können, ist vielleicht die: Wie kann man dazu gelangen, dass wir so eine makellose Gemeinde werden? So eine reine Frau. Ist es möglich, noch mal dahin zu gelangen? Wir haben es doch quasi schon verbockt, wir haben es doch quasi schon gefallen. Er kann uns zwar vergeben, aber können wir noch mal so makellos werden? Können wir im Bibeltext sagen, wo das explizit steht, dass wir noch mal richtig makellos werden können als eine makellose Frau?

[40:24] Ja, schaut mal mit mir. Schaut mal in Epheser 5. Letzter Vers für heute Abend. Epheser 5. Epheser 5 und dort Vers 25, 26. Ich habe mir das schon vorhin angeguckt, aber jetzt noch mal dem Gesichtspunkt. „Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat.“ Das ist das Blut, was ihr gesprochen habt. „Damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat, durch das Wasserbad im Wort.“ Was reinigt die Gemeinde? Das Wort. Ich meine, Jesus, das Wort. Das ist ja ganz richtig. Und dann heißt es weiter: „Damit er sie selbst darstelle als eine Gemeinde, die was sei? Herrlich sei, so dass sie weder Flecken, noch Runzeln, noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.“ Wodurch wird die Gemeinde heilig und tadellos? Durch das Wasserbad des Wortes. Aller Schmutz, aller Unrat, alles, was nicht hingehört in unsere Gemeinde, in mein persönliches Leben, soll in das Wort getaucht werden. In das Blut. Wenn wir das Wort richtig studieren, ist es ja gleich das Blut. Das Blut von Jesus, das wir erkennen. Und dadurch können wir gereinigt werden. Und Gott möchte eine gereinigte Gemeinde haben.

[41:52] Und nächste Woche werden wir uns dann noch Gedanken machen, was es heißt, dass da Sonne, Mond und zwölf Sterne sind. Wenn ihr schon was vorstudieren wollt, studiert mal das. Sonne, Mond und Sterne. Was bedeutet die Sonne? Was bedeutet der Mond? Was bedeuten die Sterne? Das kommt noch dazu. Es geht hier um die reine Gemeinde Gottes. Eine der wichtigsten Dinge in der ganzen Offenbarung, dass Gott eine Gemeinde haben möchte, die zu ihm passt. Die ihm entspricht. Die was sein soll? Eine Hilfe. Eine Hilfe, die ihm entspricht. Glaubt ihr nicht, wir können Jesus helfen? Wir sollen mit ihm kooperieren? Wir sollen eine Hilfe sein, die ihm entspricht. Und durch Gottes Gnade und durch Gottes Glück werden wir das auch schaffen.

[42:48] Wir machen jetzt Schluss, bevor die Technikprobleme noch größer werden. Wer von euch möchte sagen: Ich möchte mich im Wasserbad des Wortes so waschen lassen, dass ich Teil dieser Gemeinde sein kann? Was noch weiter dazu geht, werden wir noch sehen. Lasst uns noch für ein Abschlussgebet niederknien.

[43:20] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein Wort. Wir möchten dich bitten, dass wir in unserem Leben umsetzen. Dass wir aus diesem Studium der Offenbarung Freude gewinnen können. Dass wir uns in deinem Wort waschen lassen. Jesus, jeder von uns hat Dinge getan, für die man sich schämen kann. Aber du hast gesagt, dass wir wieder rein sein können, dass wir wieder makellos sein können, dass wir zu dir zurückkommen können. Und dass du uns ganz rein machen möchtest. Du bist kein Gott, der uns nahe zu uns kommen möchte. Und der uns lieb hat. Und der uns lieben möchte. Wir danken dir für dieses wunderbare Angebot, wir möchten uns dir geben und danken dir, dass du uns Schritt für Schritt führst. Ich habe Dank dafür von ganzem Herzen an Jesus. Amen.

[44:14] Damit möchte ich euch, die ihr live vor dem Computer sitzt, verabschieden. Macht es gut, bis zur nächsten Woche, wenn wir dann eine zweite Folge haben werden. Unsere Serie, die Zeit des Endes. Wir werden anschauen, was ist in den ersten Jahren im 19. Jahrhundert passiert. Das neue Jahrhundert steht an und wir werden sehen, was in diesem spannenden Zeitereignis passiert ist. Und wir werden dann die weiteren Aspekte anschauen, von Offenbarung 12-1, Sonne, Mond und Sterne. Um die wird es gehen und ihr werdet sehen, was dort die Bibel uns zu berichten hat. Und bis dann, mit dem Studium seines Wortes und bis bald. Amen.


Lizenz

Copyright ©2013 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.