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In dieser Predigt über Offenbarung 12, Vers 4, analysiert Christopher Kramp die Rolle des Drachen und seines Schwanzes. Er beleuchtet die symbolische Bedeutung des Schwanzes als falschen Propheten und die Parallelen im Buch Daniel, die auf das römische Reich hinweisen. Weiterhin wird die metaphorische Bedeutung des „Mitziehens“ von Sternen und Engeln durch den Drachen untersucht, wobei Vergleiche zu biblischen Beispielen wie der Fischerei und der Verfolgung von Gläubigen gezogen werden. Abschließend wird die Absicht Satans, das Kind Jesus zu vernichten, anhand historischer Ereignisse wie der Kindermord des Herodes und biblischer Prophezeiungen beleuchtet.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] So hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr immer noch da seid. Und wir werden uns jetzt mit dem vierten Vers von Offenbarung 12 beschäftigen. Vorher wollen wir natürlich beten. Heute geht es um etwas wirklich Wichtiges, wie jedes Mal in Offenbarung 12, und ich denke, wo wir etwas auch praktisch lernen können für unseren Alltag. Lass uns niederknien und dann wollen wir gemeinsam beten.

[0:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt die Gelegenheit haben, dein Wort zu studieren. Bitte hilfst du uns, dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast. Bitte hilfst du unserem Verstand. Wir wissen, dass wir nur mit deiner Hilfe die Bibel richtig auslegen können. So bitten wir dich von ganzem Herzen, dass Offenbarung 12, Vers 4 eine Bedeutung für unser Leben bekommt, dass wir erkennen, was du uns sagen möchtest heute an diesem Abend. Amen.

[1:00] Gut, Offenbarung 12, Vers 4. Wenn wir Offenbarung 12, Vers 4 anschauen, sehen wir, dass es im Wesentlichen eine Fortführung von Vers 3 ist. Vers 3 endet nicht mit einem Punkt, sondern mit einem Komma, einem Semikolon. Es heißt in Vers 4: Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde, und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte. Und das gehört offensichtlich zu Vers 3. Fangen wir mal an. Wer ist sein Schwanz? Um wen geht es da? Der Drache. Das heißt, zuerst einmal haben wir die Anbindung an Vers 3. Wir haben eigentlich am Anfang von Vers 4 noch weitere Beschreibungen von dem Drachen in Vers 3. Wir wissen schon, er ist feuerrot. Weißt du noch, wofür feuerrot stand? Wir hatten einen Text gefunden auf Offenbarung, der uns beschreibt, was feuerrot bedeutet. Es bedeutet Krieg, Zerstörung, Unterdrückung, Verfolgung, Mord. Das feuerrote Pferd aus den vier apokalyptischen Reitern. Und dann hatten wir die sieben Köpfe, zehn Hörner, sieben Kronen und so weiter. Haben wir alles angeschaut, wollen wir nicht wiederholen. Aber es heißt hier, er hat einen Schwanz. Und was macht dieser Schwanz? Der Drache hat einen Schwanz und mit diesem Schwanz holt er ein Drittel der Sterne vom Himmel herab und wirft sie auf die Erde. Werden wir gleich noch genauer anschauen. Und was haben wir dann im zweiten Teil des Verses für eine Idee? Was wird da für eine Idee beschrieben? Der Drache wartet darauf, dass das Kind geboren wird. Er steht also vor der Frau, die wir auch schon identifiziert haben, als was? Was ist die Frau? Die Gemeinde. Und wartet darauf, dass das Kind geboren wird. Also schauen wir uns diese beiden Ideen jetzt mal ein bisschen genauer an. Kennt jemand irgendeine Stelle in der Bibel, wo es noch so eine Parallele gibt zu dieser Macht?

[3:59] Bevor ich die Frage stelle, stelle ich jetzt mal die Frage: Der Drache war wer? Was haben wir herausgefunden? Wer war der Drache? Satan. Aber wir haben auch herausgefunden, dass es nicht nur Satan ist. Sondern es gab damals, zu der Zeit, von der wir gerade gesprochen haben, 1810, 1811, gab es Leute, die gesagt haben, der Drache ist Napoleon. Aber das ist nicht die Deutung dieses Verses, sondern römische Macht. Denn es war ja der Drache, der zur Zeit der Wehen der Frau zu sehen ist. Und die Wehen der Frau sind kurz vor der Geburt des Kindes, das Kind Jesus Christus. Das heißt, Satan durch das römische Reich. Okay, jetzt können wir die Frage präzisieren. Ist irgendwo eine Stelle in der Bibel, wo noch einmal über das römische Reich etwas gesagt wird, wo ebenfalls diese Idee benannt wird, dass Sterne zu Boden geworfen werden? Daniel, wo? 8? Das ist sehr gut. Das gefällt mir ausgezeichnet. Daniel 8. Schauen wir mal hier in Daniel 8.

[5:27] In Daniel 8 und dort fangen wir mit Vers 9 an: Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn hervor, das dann außerordentlich groß ging in den Süden und gegen den Osten und gegen das herrliche Land. Und es wagte sich bis an das Heer des Himmels heran und warf von dem Heer und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie. Jetzt, wer ist das kleine Horn hier? Ist es der Papst hier? Daniel 7, das ist klar. Wir sind jetzt in Daniel 8, Vers 9 und 10. Vor allem ist es in Vers 9. Das kleine Horn, das hier kommt, ist das römische Reich, die römische Kirche, oder ist es der Islam, wie damals zu der Zeit, von der wir gesprochen haben, auch einige gedacht haben, wie George Stanley Fair. Warum sagst du das? Es besteht aus einem von ihnen. Hier ist eine interessante Sache. Ist das römische Reich aus einem der vier Diadochenreiche der Griechen entstanden? Ja oder nein? Ihr wisst ja, das griechische Reich, Alexander der Große, über die ganze Welt stirbt. Das Reich wird zerteilt auf vier Königreiche, nicht wahr? Kassander, Lysimachus, Ptolemäus und Seleukos. Und die Frage ist, sind die Römer, kommt das römische Reich von einem dieser vier Reiche? Ja oder nein? Wer ist für ja? Wer ist für nein? Du hast es aufgebracht. Nein, denn das griechische Reich war niemals in Italien gewesen, soweit in Rom. Das heißt, die Römer waren schon existent, sie waren nur ein kleines Fischerdorf zur Zeit von Alexander dem Großen, also ein kleiner Staat, aber sie kamen außerhalb des Reiches. Also, was heißt "von einem von ihnen"? Dieser Vers in Vers 9, "und aus einem von ihnen", bedeutet nicht aus einem der vier Hörner, sondern aus einem der vier Winde. Die vier Winde stehen für die vier Himmelsrichtungen. Genau. Das heißt, aus einem der vier Winde kommt das kleine Horn. Das kleine Horn ist natürlich die Parallele dann zum vierten Reich aus Daniel 7. Ihr wisst, das erste Reich in Daniel 7 ist Nebukadnezar, Babylon, der Löwe. Dann kommt Medo-Persien, der Bär. Dann kommt Griechenland, der Panther. Dann kommt das römische Reich, das schreckliche Tier. Und in Daniel 8 haben wir zuerst Medo-Persien als den Widder und dann kommt der Ziegenbock, Alexander der Große, Griechenland, und dann zerbricht es mit den vier Hörnern, und aus den vier Winden kommt jetzt das kleine Horn. Das muss also die Macht nach Griechenland sein. Das ist der Grund, warum wir sehen können, dass hier das kleine Horn zunächst einmal das römische Reich ist. Das heißt nämlich, es stößt gegen Süden und gegen den, was haben wir gelesen im Text? Es stößt gegen Süden und gegen Osten. Das heißt, es kommt aus Nordwesten. Von Israel aus gesehen liegt Rom im Nordwesten. Es stößt gegen Süden, Osten, gegen das herrliche Land. Das war die Macht, die jetzt das herrliche Land Israel eingenommen hat. Haben die Römer Israel eingenommen? Ja oder nein? Definitiv, haben Israel unterdrückt. Und dann heißt es von diesem römischen Reich, in dem offensichtlich Satan steht, Vers 10: Und es wagte sich bis an das Heer des Himmels heran und warf von dem Heer und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie. Das heißt, wir haben eine ganz ähnliche Parallele, auch wenn nicht unbedingt das Gleiche im Inhalt gemeint sein muss, aber rein sprachlich schon haben wir eine Parallele wieder zum römischen Reich, das Sterne herabbringt. Und da können wir gleich noch ausführlich darauf eingehen. Aber fangen wir uns erst einmal das. Was ist in der Bibel prophetisch gesehen ein Schwanz? Das ist ja das, worum es hier erstmal geht. Der Schwanz. Wofür steht in der biblischen Prophetie der Schwanz?

[9:40] Der falsche Prophet, sagst du. Sehr gut. Weiß jemand warum? Weißt du warum? Welcher Vers zeigt, dass der Schwanz ein Symbol ist für den falschen Propheten, für den Lügenpropheten? Ja, sehr gut. Schaut mit mir gemeinsam da hin, in Jesaja 9, Vers 14, da heißt es: Der Älteste und Angesehene ist das Haupt, und der Prophet, der Lügen lehrt, ist das was? Der Schwanz. Das heißt, Satan in seinem Versuch oder in seiner Vorgehensweise benutzt er den Schwanz.

[10:43] Jetzt, was heißt das praktisch für uns? Welche praktische Lektion können wir für uns daraus gewinnen, wenn es heißt, dass der Schwanz der Lügenprophet ist? Was ist das Besondere an einem Lügenpropheten? Genau, er sagt: "So spricht der Herr", und dann kommt eine ganze Reihe menschlicher Meinung. Ja, das ist ein Lügenprophet. Ein Lügner sagt einfach nur: "Das ist die Wahrheit" und sagt seine eigene Meinung, die Lüge. Aber ein Lügenprophet sagt nicht: "Das ist meine Meinung", sondern sagt: "Das kommt von Gott." Das heißt, eines der Kennzeichen der satanischen Verführung ist es, dass er immer scheinbar im Namen Gottes spricht, scheinbar ein christliches Mäntelchen sich umtut.

[11:30] Aber jetzt kommen wir noch zu einem interessanten Punkt, nämlich, das kennt ihr wahrscheinlich schon, mit dem Lügenprophet habt ihr es schon mal gehört, oder? Jetzt kommt was, was ihr noch nicht gehört habt. Was heißt es wohl, dass er mit dem Schwanz die Engel mitgezogen hat? Hat sie verführt? Ja, okay. Hat sie verführt? Ich habe das Wort "mitziehen" mal nachgeschaut im Griechischen. Wir schauen uns mal all die anderen Worte, die Stellen an, wo es noch vorkommt. Es kommt eben nicht so oft vor, dieses Mitziehen, okay? Man sagt ja: "Ich bin mitgezogen worden." Ich meine: "Er hat mich mitgezogen." Schauen wir uns mal die Stellen an, wo dieses Wort, das heißt Suro im Griechischen, wo das noch vorkommt. Schauen wir erst mal Johannes 21, Vers 8. Und wenn wir alle angeschaut haben, kriegen wir noch eine bessere Idee für dieses Ziehen.

[12:28] Vers 8, da heißt es: Worum geht es in Johannes 21 nebenbei? Was ist die Geschichte von Johannes 21? Genau. Und was ist vorher passiert, bevor es sich offenbart? Sie waren Fischen. Jetzt, warum ist das so eine unglaubliche Sache, nebenbei gesagt? Nicht unser Thema, aber warum ist das so unfassbar? Okay. Was war der Beruf von Petrus und von Johannes und so weiter? Sie waren Fischer, richtig? Dann lernen sie Jesus kennen. Sie gehen über ein Jahr lang mit ihm, sehen seine Wunder, sehen seine Heilungen, hören seine Predigten und so weiter. Sie folgen ihm nach, mehr und mehr. Irgendwann sagt Jesus in Matthäus 4: "Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen." Das heißt, sie verließen ihre Netze sogleich und folgen ihm nach. Nie mehr gefischt, jetzt dieses Menschenfischer sein. Sie sollten Evangelisten sein, sie sollten das Wort predigen. Zweieinhalb Jahre später stirbt Jesus. Was passiert? Sie sind enttäuscht. Tief enttäuscht. Sie sehen keinen Sinn in ihrer Berufung mehr. Was passiert dann? Nein, das noch nicht. Sie sehen Jesus auferstanden. Noch am Sonntag, nicht wahr? Sie sehen ihn, wie er kommt. Dann die Emotion, er kommt zurückgelaufen und sagen: "Schaut her, wir haben ihn gesehen." Sie wissen, dass er auferstanden ist, und nachdem sie das wissen, gehen sie zurück zu ihrem alten Beruf. Sie wissen, dass Jesus auferstanden ist, sie wissen, dass derjenige, sie wissen jetzt auch, dass alles richtig war, was sie erlebt haben, dass die Auferstehung und der Tod Jesu genauso fair gesagt worden sind, und trotzdem gehen sie zurück zu ihrem alten Beruf. Könnte man viel mehr darüber sagen und eigentlich, ich glaube, wir hätten schon längst die Geduld mit dem verloren, oder? Wenn wir Jesus gewesen wären, aber Jesus sagt: "Okay, kommt, er beruft sie erneut, nicht wahr, er beruft sie erneut." Aber schauen wir in Vers 8, darum geht es nämlich eigentlich jetzt hier.

[14:35] Die anderen Jünger aber kamen mit dem Schiff, denn sie waren nicht fern vom Land, sondern etwa 200 Ellen weit und sie zogen was? Sie zogen das Netz mit den Fischen nach. Es hieß das gleiche Wort wie: "Der Drache zog mit seinem Schwanz die Engel." Das heißt, die Idee ist, du hast da ein Netz, du wirfst das Netz um die Fische und dann ziehst du sie und dann zappeln sie und dann kommen sie nicht mehr mit. Das ist ein bisschen die Idee von: "Der Drache zog die Engel mit sich, das Netz."

[15:03] Übrigens, habt ihr gewusst, dass nicht nur wir Menschenfischer sind, dass es noch eine andere Gruppe von Menschenfischern gibt? Nicht nur Christen sind Menschenfischer, es gibt noch eine andere Gruppe von Menschenfischern. Habt ihr das gewusst, schon mal gehört? Kennt ihr den Text, wo es heißt, dass auch Satan quasi die Menschen fischt?

[15:27] Schaut mal mit mir in Habakuk, in Habakuk 1, da geht es um Babylon. Und um die Tatsache, wie Babylon eine Nation nach der anderen erobert, damals schon in der Antike. Und da heißt es in Vers 15 über den babylonischen König: Er fischt sie alle mit der Angel heraus, fängt sie mit seinem Netz und sammelt sie in sein Garn. Darüber freut er sich und frohlockt, darum opfert er auch seinem Netz und bringt seinem Garn ein Räucherwerk dar, denn ihnen verdankt er seinen fetten Bissen und seine kräftige Nahrung. Und dann heißt es, da darf er aber darum sein Netz beständig ausleeren und ohne Erbarmen Völker hinmorden. Die Babylonier in ihrer Eroberung, als die Babylonier ihr Königreich erweitert haben, hat Habakuk das in seiner Prophezeiung beschrieben als Fischerei. Die Babylonier werfen ihr Netz aus und fangen eine Nation nach der anderen. Menschenfischerei. Und Jesus sagt: "Um mein Königreich zu erweitern, mache ich euch zu Menschenfischern." Also, wir sind immer Menschenfischer, entweder für Christus oder für Babylon. Ganz interessanter Gedanke.

[16:45] Also Luzifer war in dem Fall kein Menschenfischer, sondern quasi ein Sternefischer. Jetzt, wofür stehen die Sterne übrigens, nebenbei gesagt? Engel. Woher wissen wir das? Sehr gut.

[17:02] Das stimmt, aber es steht nirgends in der Bibel, es steht nur ein Drittel Sterne. In Offenbarung 12, da sind wir gerade. Genau, es ist ein Drittel Sterne steht da, nicht Engel. Woher wissen wir, dass es Engel sind? Genau, schaut mal nach, wenn ihr es nicht glaubt, in Offenbarung 1, Vers 20 finden wir den Text, dass Sterne Engel repräsentieren.

[17:30] Sterne repräsentieren Engel. Ein Drittel der Engel mitgezogen.

[17:37] Schauen wir uns noch ganz kurz an, wo noch dieses Mitziehen vorkommt. Zum Beispiel in Apostelgeschichte 8, Apostelgeschichte 8, Vers 3. Gleiches Wort hier.

[17:54] Apostelgeschichte 8, Vers 3. Um wen geht es in Apostelgeschichte 8? Worum geht es in Apostelgeschichte 8? Da geht es um Saulus, der die Christen verfolgt. Und da ist es in Vers 3: Saulus aber verwüstete die Gemeinde, drang überall in die Häuser ein. Und was steht dann jetzt? Er schleppte Männer und Frauen fort und brachte sie ins Gefängnis. Sie mitgeschleppt.

[18:31] Also die Idee ist nicht einfach nur, also die Idee ist, das ist mit Gewalt mit verbunden. Mit dem Ziel, sie zu vernichten. Wenn ich Fische fange, ist es ja auch nicht, also ein professioneller Fischer fängt die Fische ja auch nicht, um sie danach wieder zurückzuwerfen, sondern um sie zu vernichten, um sie zu töten.

[18:59] Übrigens, wenn wir Menschenfischer sind, was ist unser Ziel? Dass die Menschen sterben? Ja, der alte Mensch muss sterben. Das ist unser Ziel. Die sollen nicht wieder zurück in ihr altes Leben. Wenn wir Menschenfischer sind und wir fischen hier raus und werfen sie zurück in ihr altes Leben, Paulus sagt: "Ich sterbe jeden Tag." Es geht darum, dass der alte Mensch tot ist. Christus gekreuzigt. Aber natürlich nicht buchstäblich, sondern symbolisch, geistlich. Aber es ist schon die direkte Parallele dazu.

[19:32] Also Satan hat offensichtlich sie gezogen. Übrigens, wie fängt man Fische? Man ködert sie, richtig? Man passt die beste Gelegenheit ab und dann ist es meistens der Köder, der die Fische lockt. Und übrigens, Fische haben noch interessante Eigenschaften. Warum fängt man viele Fische mit Netzen? Warum kann man sie mit Netzen fangen? Weil sie alle in Gruppen schwimmen. Wenn jeder einzelne Fisch ein Individualist wäre, wäre das viel schwerer. Dann könnte man sie nur einzeln rausangeln. Wenn jeder Fisch woanders schwimmen würde, dann würde ein Netz nicht schwimmen. Aber dadurch, dass sie alle in großen Gruppen zusammenschwimmen, wenn einer so macht, machen alle andere so. Ihr habt das schon mal gesehen. Und das ist eigentlich etwas Positives. Gott hat diese Instinkt-Imitation hineingelegt. Aber den machen wir uns zu Nutzen beim Fischen.

[20:30] Und etwas Vergleichbares gibt es auch bei den Menschen. Denn auch wir Menschen haben diese Tendenz zu imitieren, richtig? In vielen Fällen. Vielleicht nicht so wie die Fische, nicht im Instinktsinne, aber schon gibt es auch diese Tendenz. Wenn einer etwas sagt, dann sind viele andere auch geneigt, dem zu folgen. Und Satan kann diesen Umstand benutzen, um zu fischen. Zu ködern. Und dann mit dem Ziel, sie zu vernichten. So wie Saulus das Ziel hatte, sie zu vernichten.

[20:59] Schauen wir noch etwas an. In Apostelgeschichte 14, Vers 19. Überall kommt dieses gleiche Wort vor. Mitziehen. Das auch in Offenbarung 12, Vers 4 vorkommt. Da haben wir eine Idee, wie dieses Wort damals verwendet worden ist.

[21:25] Apostelgeschichte 14, Vers 19: Es kamen aber aus Antiochia und Ikonium Juden herbei, die überredeten die Volksmenge und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die Stadt hinaus, in der Meinung, er sei gestorben. Was ist hier die Idee? Auch wieder, um jemanden zu töten. Auch dieses Schleifen. Sie haben ihn hinausgeschleift, um ihn dort zu töten. Das ist das gleiche Wort, das hier verwendet wird, wie Satan die Engel förmlich hinausgeschleift hat. Nur, dass sie willentlich gefolgt sind. Das ist der Unterschied. Aber trotzdem die Idee, um ihn zu töten, um sie zu töten, um sie zu vernichten. Das finde ich ganz interessant. Ich glaube, es lohnt sich mal, darüber nachzudenken. Weil wir wissen, dass Satan auch uns so gerne verführt. Wir wissen, wie er uns verführt. Wir wissen, dass er das vorhat. Wir wissen, dass er uns ködert. Die wunderbarsten Ködersünden meistens uns vorhält, vor die Nase, im buchstäblichen Sinne. Dann beißen wir an und dann wundern wir uns, warum war eine Angel hängen. Aber das Ziel, das er hat, ist unsere Vernichtung. Das Ziel, das er damals hatte, war die Vernichtung auch der Engel. Obwohl er sich das vielleicht ganz am Anfang selbst nicht so überlegt hat. Aber das ist das Wesen dieses Ichs. Das Ich zielt immer auf die Vernichtung von anderen. Letztendlich sogar auf die Vernichtung von einem selbst.

[22:41] Schauen wir noch das letzte Mal an, wo es vorkommt. Und zwar in Apostelgeschichte... Nee, das ist ein falscher Vers. Okay, den muss ich nachlesen. Ich weiß jetzt nicht, wo der steht. Aber da haben wir schon mal ein bisschen was gesehen zu diesem Vers. Also einen Vers gibt es noch, aber den habe ich mir falsch abgeschrieben. Wie auch immer.

[23:04] Gut. Jetzt heißt es, dass er darauf wartet, das Kind zu töten. Wir gehen mal zum zweiten Aspekt. Er wartet darauf, das Kind zu töten. Es gibt eine Bibel, die diesen Aspekt illustriert. Wo darauf gewartet worden ist, ein Kind zu töten. Herodes hat gewartet, ja. Und bei wem ist das noch so der Fall gewesen? Wo ist noch versucht worden, ein kleines Kind zu töten? Der kleine Junge? Wo ist seine Tante hin? Du meinst aber nicht Mose, oder? Nee. Ja, also wir haben auf jeden Fall Pharao, nicht wahr? Der versucht hat, die Kinder zu töten. Und dann haben wir noch die Königin Athalia. Ja, genau. Die den gesamten Nachfolgeschaft Davids ausgelöscht hat, bis auf einen kleinen Jungen, der versteckt worden ist. Der später König Joasch. Der später den Tempel aufgebaut hat. Der mit acht Jahren König geworden ist. Alle drei haben natürlich was gemeinsam. Alle drei sind böse Könige oder Königinnen. Wer sollte hier ausgerottet werden? Wenn man viele Kinder umbringt, das ist nicht einfach nur ein Kavaliersdelikt. Das ist nicht einfach nur, weil man einen schlechten Tag hatte. Das ist große Intention. Das ist böse geplant, dass Satan dahinter liegt. Das müssen wir nicht lange diskutieren. Wenn Satan diese Menschen benutzt, wie auch das römische Reich benutzt, hat er einen Sinn. Er möchte ein bestimmtes Ziel erreichen.

[25:02] Was war das Ziel, was er hier erreichen wollte? Jesus sollte getötet werden. Jesus sollte nicht in der Lage sein zu kommen. Wer sollte hier getötet werden? Bei Pharao. Alle sollten eliminiert werden. Aber es gab ein bestimmtes Ziel, was er verhindern wollte. Mose. Er wusste, irgendwann gehen diese 400 Jahre zu Ende. Irgendwann kommen sie bald zu Ende. Wenn jemand sie rausführen will, muss er bald geboren werden. Sicherheitshalber töten wir alle. Wenn alle getötet sind, kann ja keiner geboren werden, der sie rausführt. Eine Frau will sie nicht rausführen. Gott hätte auch eine Frau dafür benutzen können. Und wer sollte hier getötet werden?

[25:53] Warum ging es hier? Hier ging es darauf, die vielleicht nicht um eine besondere Person, aber all die Söhne Davids, sozusagen. Alle diejenigen, die sich um Jesus kümmerten. Alle diejenigen, die die Königslinie Davids. Das ist ganz interessant.

[26:16] Wer war Mose nochmal? Was war die Hauptaufgabe von Mose? Er war ein Befreier, richtig? Und was waren Davids Söhne? Was sollten die werden? Das war schon befreit. Das stimmt. Das waren erstmal die Könige, richtig? Und gibt es irgendeine Verbindung hierzu? Er ist der Befreier. Sein Name ist Jesus. Was heißt Jesus übersetzt? Denn er wird das Volk von seinen Söhnen erretten. Er wird sie befreien. Wen der Sohn frei macht, den macht er wirklich frei. Das heißt, dass Mose mit seiner ganzen Geschichte, wie er das Volk herausgeführt hat, ein Symbol auf Jesus war. Er sagt an einer Stelle: "Der Herr wird einen anderen Propheten senden, so einen Propheten wie mich, der das Volk befreit." In dem Fall nicht von den Ägyptern, sondern von der Sünde. Und gibt es auch eine Verbindung von hier zu hier? Er ist der König. Und noch genauer? Er ist in Davids Linie. Und noch genauer? Satan kannte die Prophezeiung. Er wusste, dass der Messias aus der Linie Davids kommen sollte. Deswegen hat er versucht, die Linie auszurotten. Weil er wusste, wenn er sie ausrotten kann, dann kann Gott seine Verheißung nicht wahr machen.

[27:51] In diesem Moment in der Weltgeschichte hing die Verheißung Gottes buchstäblich an einem seidenen Faden. Da war nur dieser eine kleine Junge, acht Jahre alt, der irgendwo versteckt im Hinterhof lebte. Wenn der umgekommen wäre, wäre er verloren gegangen. Der Junge hatte eigentlich eine Garantie, dass er nicht sterben würde, bis er seinen Auftrag erfüllte und mit Nachkommen gezeugt hat. Er konnte gar nicht umkommen. Ich weiß nicht, wie ihm das bewusst geworden ist. Aber wir sehen hier, dass diese Geschichten alle wieder Bilder waren auf die Geschichte von Jesus.

[28:27] Welche dieser drei Geschichten ist wohl die, die tatsächlich direkt hier gemeint ist? Die hier, oder? Das ist die Geschichte, in der Herodes agiert unter dem römischen Reich. Wir können sie ja noch kurz einmal nachlesen. Ihr könnt sie zu Hause nachlesen, aus Zeitgründen, das schaffen wir nicht mehr. In Matthäus 2, Vers 3 bis 16, da hat er die Geschichte, wie Herodes befiehlt, die Kinder von Bethlehem alle umzubringen. Ihr kennt die Geschichte, oder?

[29:03] Schauen wir jetzt auf jeden Fall noch Johannes 8 an. Da steht der Grund, warum er das tut.

[29:13] Johannes 8, Vers 44: Dort heißt es: Ihr habt den Teufel zum Vater und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Der war ein was? Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit.

[29:45] Schaut, als Satan damals, damals noch Luzifer im Himmel, mit den Engeln gesprochen hat, hätte kein Engel vermutet, dass jemals überhaupt jemand nur in der Lage ist. Er war von Anfang an ein Menschenmörder. In dem Moment, wo er seine Rebellion gegen Gott begann, war klar, dass wenn er an dieser Rebellion festhält, er dazu übergehen wird, andere umzubringen, auszulöschen. Das hätte Gott auch gleich sagen können, aber hätte es ihm niemand geglaubt, manche schon, manche nicht. Aber Gott hat das gesehen. Er wusste ganz genau, wohin das führt. Und wir sollten auch. Eines der größten Probleme ist ja, dass wir Sünde tun, weil wir meistens nicht sehen, wohin es führt. Wir sehen immer nur den momentanen Spaßfaktor. Wir sehen das Gute, was scheinbar durchkommt. Wir sehen aber nicht die Konsequenz der Sünde. Jesus hat damals schon das Ende der Sünde gesehen. Und die Engel, die Gott vertraut haben, die haben ihm geglaubt und haben dann auch das Ende der Sünde gesehen, mehr und mehr. Wenn wir die Folgen sehen, dann wird es uns auch einfacher fallen, die Sünde hat gar nichts zu tun, weil wir plötzlich erkennen, was für ein Geist der da ist.

[31:09] Schauen wir ganz kurz an. Daniel 8. Daniel 8, Vers 25. Sind wir gleich am Ende angelangt. Schauen wir mal.

[31:37] Schaut mal Daniel 8, Vers 25: Da geht es auch wieder um Rom. Wegen seiner Klugheit und weil ihm der Betrug in seiner Hand gelingt, wird er sich in seinem Herzen erheben und viele in ihrer Sorglosigkeit verderben. Er wird gegen den Fürsten der Fürsten auftreten, aber ohne Zutun von Menschenhand.

[31:56] Satan nimmt es, egal durch wen, egal durch das römische Reich, die römische Kirche, er nimmt es gegen Jesus auf. Er möchte Jesus vernichten. Jetzt passt auf.

[32:08] Was passiert, wenn Jesus sich in unserem Herzen befindet? Der gleiche Hass, der sich gegen Jesus richtet, richtet sich automatisch, wenn wir sagen, wir wollen Jesus ähnlich werden, dann müssen wir verstehen, dass der Satan dabei einen roten Kopf bekommt. Denn die Jesusähnlichkeit ist die größte Katastrophe. Er möchte, dass alle, die so sind wie Jesus, nicht ausgelöscht sind, ausgerottet sind.

[32:42] Schaut mal mit mir in 1. Petrus 5, 1. Petrus 5, Vers 8, Vers 9, Vers 10, Vers 11, Vers 12, Vers 13, Vers 14, Vers 15, Vers 16, Vers 17, Vers 18, Vers 19, Vers 20, Vers 21, Vers 22, Vers 23, Vers 24, Vers 25, Vers 26, Vers 27, Vers 28, Vers 29, Vers 30, Vers 41, Vers 42, Vers 43, Vers 44, Vers 45, Vers 47, Vers 48, Vers 49, Vers 50, Vers 51, Vers 52, Vers 53, Vers 54, Vers 55, Vers 56, Vers 57, Vers 58, Vers 59, Vers 60, Vers 61, Vers 62, Vers 63, Vers 64, Vers 65, Vers 67, Vers 68, Vers 19, Vers 20, Vers 21, Vers 22, Vers 23, Vers 24, Vers 25, Vers 26, Vers 27, Vers 28, Vers 29, Vers 30, Vers 29, Vers 30, Vers 31, Vers 32, Vers 33, Vers 34, Vers 35, Vers 36, Vers 37, Vers 38, Vers 39, Vers 40, Vers 42, Vers 43, Vers 44, Vers 45, Vers 46, Vers 47, Vers 48, Vers 49, Vers 50, Vers 51, Vers 52, Vers 53, Vers 54, Vers 55, Vers 56, Vers 57, Vers 58, Vers 59, Vers 60, Vers 61, Vers 62, Vers 63, Vers 64, Vers 65, Vers 67, Vers 68.


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