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In dieser Predigt von Christopher Kramp wird die Bedeutung von Offenbarung 11, Vers 1 beleuchtet, wobei die Messrute als Symbol für das Gericht und gleichzeitig als Zeichen des Trostes interpretiert wird. Es wird erklärt, wie der Stab Aarons, der für das Gericht steht, auch die Erlösung durch Jesus Christus symbolisiert. Weiterhin werden biblische Fragen zu den Vorschriften des 3. Buches Mose behandelt und deren tiefere geistliche Bedeutung für das Leben eines Gläubigen erläutert. Die Predigt gibt Einblicke in die symbolische Sprache der Bibel und ihre Anwendung auf das Leben im Glauben.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen auch allen, die ihr hier live dabei seid und schön, dass ihr auch zuschaut von nah und fern. Wir freuen uns, dass ihr dabei seid und dass wir gemeinsam Gottes Wort studieren können. Wir werden heute den zweiten Teil haben, uns beschäftigen mit dem zweiten Vers von Offenbarung 11 und vorher einige sehr, sehr spannende Fragen beantworten. Dazu gleich mehr, aber bevor wir das tun, wollen wir wie immer unser Offenbarungsseminar beginnen mit einem gemeinsamen Gebet.

[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt dein Wort studieren können, dass wir die Offenbarung besser verstehen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du alle Störende fernhältst, dass wir durch deinen Heiligen Geist geführt werden und dass wir erkennen, was du uns heute zu sagen hast. Hab Dank, dass du durch dein Wort zu mir und zu jedem Einzelnen sprechen möchtest. Amen.

[1:07] Wir haben zwei Fragen gehabt und diese Fragen leiten natürlich dazu über, dass auch ihr live Fragen stellen könnt. Ihr könnt Fragen stellen auf Fragen-at-joelmedia.tv.de. Unsere neue E-Mail-Adresse ist jetzt auch eingeblendet gewesen. Könnt ihr eure Fragen loswerden, wir freuen uns, sie hier beantworten zu können, sofern wir können. Wir werden gleich sehen, wir haben eine Frage gehabt, die es wirklich in sich gehabt hat, aber dazu gleich mehr.

[1:40] Die erste Frage, die wir gehabt haben, bezog sich auf erste Timotheus 2, Vers 2, passend zu unserer dieswöchigen Sabbatschul-Lektion. Für alle, die es noch nicht gesehen haben, die Cannstatt Study Hour Nummer 7 ist bereits online. Wir von Joelmedia haben uns vorgenommen, die Cannstatt Study Hour jetzt so früh wie möglich jede Woche online zu stellen, dass ihr sie schon rechtzeitig anschauen könnt. Wir können nicht versprechen, es immer am Sonntagvormittag schon zu haben, aber wir wollen so früh wie möglich jede Woche sie online stellen, dass ihr sie anschauen könnt. Also, heißer Tipp: Nach dem Offenbarungsseminar, warum nicht gleich noch die Cannstatt Study Hour gucken?

[2:14] In erste Timotheus 2, aber sie läuft ja nicht weg, ihr könnt sie auch morgen noch anschauen, in erste Timotheus 2 und dort Vers 2. Die kommt noch mit dem Text. Verzeihung, es war in zweite Timotheus 2, Vers 2. Vielmehr, genau, zweite Timotheus 2, Vers 2 ist sogar der Merksatz der Cannstatt Study Hour Nummer 7. Zweite Timotheus 2, Vers 2 und der Text heißt: „Und was du von mir gehört hast, vor vielen Zeugen, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren.“ Und die Frage war: Was bedeutet „vor vielen Zeugen“? Warum sagt der Paulus, dass er das, was er gesagt hat, zu dem Timotheus vor vielen Zeugen gesagt hat?

[3:01] Wir wollen uns das ganz kurz angucken. Halten wir fest: Wer ist derjenige, der hier spricht? Das ist Paulus. Paulus schreibt einen Brief an Timotheus. Und wer war Timotheus? Wer von euch weiß, es gibt ja zwei Briefe im Neuen Testament an Timotheus. Und warum schreibt Paulus, der meistens sonst an Gemeinden schreibt – er schreibt an die Römer, er schreibt an die Korinther, er schreibt an die Epheser, die Galater und so weiter, die Philipper, Kolosser – warum schreibt er einen Brief an eine Einzelperson, an Timotheus? Er hat auch noch diesen Brief an Titus aus dem ähnlichen Grund. Wer war Timotheus? Weiß es jemand? Timotheus war ein Schüler, ein sozusagen ein Predigtschüler, ein Evangelistenschüler. Paulus hatte ein sehr wichtiges Prinzip: Er war nicht nur ein begnadeter Evangelist und Prediger, er wollte auch, dass nachdem er gestorben ist, noch weitere das Evangelium predigen. Das heißt, er hat junge Menschen, junge Männer herangezogen und sie für den Predigtdienst vorbereitet. Und Timotheus war einer von ihnen. Und interessanterweise können wir aus der Kirchengeschichte auch lernen, dass Timotheus der erste ordinierte Gemeindeälteste der Gemeinde von Ephesus gewesen ist. Das ist auch der Grund, warum er in einem der Briefe zu ihm sagt: „Niemand verachte dich deiner Jugend.“ Er war noch ganz jung, ein Jugendlicher, war aber schon Gemeindeleiter, Gemeindeältester, einer der wichtigsten Gemeinden, einer der besten Gemeinden in der ganzen Welt, in Ephesus nämlich, die diesen tollen Brief bekommen haben, den Epheserbrief.

[4:36] Und um etwas mehr darüber zu erkennen, können wir in 1. Timotheus lesen, jetzt im ersten Kapitel, warum er vor vielen Zeugen mit ihm gesprochen hat. In 1. Timotheus 1 und dort Vers 3. 1. Timotheus 1, Vers 3. Übrigens, weiß jemand, was Timotheus übersetzt heißt? Toller Name. Also, eine Worthälfte solltet ihr übersetzen können: Theos. Genau, Theos heißt Gott. Genau, da kommt auch die Theologie her, nicht wahr? Theos. Timo. Theos heißt der, der für Gott wertvoll ist, der Gott, in Gottes Augen wertvoll ist, wertvoll für Gott. Schöne Bedeutung, oder? Und er war tatsächlich ein sehr wertvoller Diener für den Herrn.

[5:23] In 1. Timotheus 1, Vers 3 lesen wir: „Ich habe dich ja bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnt, in Ephesus zu bleiben, damit du gewissen Leuten gebietest, keine fremden Lehren zu verbreiten.“ Also, ihr solltet da sozusagen schon auch für die Lehre einstehen. Und der Paulus sagt, spricht hier von etwas, nämlich, dass er auf der Abreise ist nach Mazedonien. Wann war, also, warum war Paulus auf der Abreise nach Mazedonien? Woran erinnert uns das allgemein? Was hat Paulus gemacht? Paulus war auf, was hast du gesagt? Auf Missionsreise, nicht wahr? Er war auf Missionsreise und Timotheus hat ihn offensichtlich begleitet auf der Missionsreise. Das heißt, Ausbildung zum Prediger hieß damals nicht, dass Timotheus für vier Jahre lang auf ein theologisches Seminar irgendwo in Kleinasien gegangen ist. Ausbildung zum Prediger bedeutete damals: Such dir einen erfahrenen Evangelisten, oder vielmehr, werde von einem erfahrenen Evangelisten angesprochen und gehe dann mit ihm von Stadt zu Stadt, von Evangelisation zu Evangelisation, von Gemeinde zu Gemeinde und schau es ihm ab, genauso wie auch die Jünger von Jesus gelernt haben, nicht wahr? Das ist eigentlich die Methode und die war damals sehr erfolgreich. Ich glaube, sie könnte auch heute wieder erfolgreich sein. Da wollen wir das nicht weiter vertiefen, aber zumindest den Gedanken hier festhalten, dass Timotheus von Paulus nicht privat so sehr unterrichtet wurde. Die werden sich natürlich ab und zu auch mal zusammengesetzt haben und privat ein paar Dinge besprochen haben, aber das Allermeiste, was er gelernt hat, hat Timotheus gelernt von Paulus, als Paulus öffentlich gepredigt hat, die Gemeinden ermahnt hat und Evangelisationen gehalten hat. Das heißt, er hat tatsächlich das, was er gelernt hat, vor vielen Zeugen gelernt. Mit anderen Worten, diese vielen Zeugen sprechen von den Gemeinden in Kleinasien, die sie besucht haben, und von den öffentlichen Versammlungen, wo Paulus gesprochen hat, wo er gehört hat, wie Paulus lehrt.

[7:24] Und wenn wir den Text jetzt noch mal so lesen in 2. Timotheus 2, Vers 2, dann heißt es: „Und was du von mir gehört hast, vor vielen Zeugen, also was du von mir in den öffentlichen Predigten, in den öffentlichen Evangelisationen und auch in den öffentlichen Gemeindestunden gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren.“ So dass Timotheus nicht nur ein Schüler ist, sondern selbst zum Lehrer wird, der auch wieder Lehrer ausbildet. Das ist das Modell in der Bibel. Der Schüler wird zum Lehrer, der andere Lehrer ausbildet, damit die Last des Evangeliums, der Evangeliumsverkündigung nicht auf wenigen Schultern, sondern auf möglichst vielen Schultern verteilt ist. Kann man also, glaube ich, ganz gut verstehen.

[8:13] Die zweite Frage bezieht sich auf eine wirklich harte Nuss, und es war nicht ohne Grund, dass wir mehrere Wochen gewartet haben, bis wir sie beantworten heute. In 3. Mose 19. Übrigens, 3. Mose 19 ist ein wunderbares Kapitel. Das 3. Buch Mose verdient leider nicht, bekommt nicht, muss ich sagen, bekommt leider nicht die Beachtung, die es eigentlich verdient. Das 3. Buch Mose ist wirklich ein wunderbares Buch. Es hängt so ein bisschen daran, dass es ein bisschen trocken scheinbar geschrieben ist. Es gibt wenig Geschichten, es gibt, glaube ich, nur zwei Geschichten im ganzen Buch, 3. Buch Mose, und viele Opfervorschriften, viele Regularien. Da gibt es 70 Verse über den Aussatz am Haus. Man fragt sich so ein bisschen, was das zu bedeuten hat, aber es gibt echte Perlen in diesem Buch. Ein wunderbares Buch eigentlich. Es ist eigentlich das Evangelium in alttestamentlicher Sprache.

[9:04] In 3. Mose 19 ist ganz besonders so eine große Perle. Wenn ihr mal wirklich was ganz Tolles lesen wollt, lest 3. Mose 19. Und da gibt es zwei, es gibt viele Verse, die uns sehr bekannt sind und die uns auch sofort deutlich sind: Das Blut soll man nicht essen, man soll keine Wahrsagerei treiben, man soll nicht stehlen, man soll nicht lügen, man soll den Nächsten nicht bedrücken und so weiter, man soll die Person nicht ansehen und so weiter und so fort. Und da gibt es aber einige Vorschriften, die etwas merkwürdig erscheinen und wo es die Frage stellt, was das zu bedeuten hat. Und das sind zwei Vorschriften hier. Die eine in Vers 19. 3. Mose 19, Vers 19: „Meine Satzungen sollt ihr halten. Bei deinem Vieh sollst du nicht zweierlei Arten sich paaren lassen und dein Feld nicht mit zweierlei Samen besäen und es soll kein Gewand auf deinen Leib kommen, das aus zweierlei Garn gewoben ist.“ Ich habe das schon mal gelesen und habe mich gefragt: Ja, was nun? Diese Vorschrift wird übrigens in 5. Mose 22 nochmal wiederholt.

[10:03] Und eine zweite Vorschrift, die etwas merkwürdig ist, ist in Vers 23: „Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume pflanzt, von denen man isst, sollt ihr die ersten Früchte derselben als Unbeschnittenheit betrachten. Drei Jahre lang sollt ihr sie für unbeschnitten achten, sie dürfen nicht gegessen werden.“ Das heißt, wenn ich dort in das Land Kanaan kam und ich habe dort einen Feigenbaum gepflanzt, dann sollten drei Jahre lang die ersten Früchte oder die Früchte an diesem Baum als Unbeschnittenheit gelten, sollten nicht gegessen werden. Wörtlich steht hier: „Sie sollten als eine Vorhaut gelten.“ Das ist natürlich eine interessante Frage. Die Frage war jetzt: Gilt das noch? Und wenn nicht mehr, was soll uns das geistlich sagen? Das ist eine wirklich sehr interessante Frage.

[10:57] Wenn ihr mal den Versuch unternehmt, euch da ein bisschen schlauer zu machen, werdet ihr feststellen, dass die Bibel sonst kaum zu diesen Themen irgendetwas sagt. Das ist dann der Moment, wenn man merkt, die Bibel sagt hier nicht viel zu dem Thema, wo man dann zu den Kommentaren geht. Und wenn man dann merkt, auch die Kommentare, sowohl die inspirierten als auch die nicht so sehr inspirierten, sagen nichts dazu, dann ist der Moment, wo man sagt: Okay, das ist wirklich schwierig. Punkt 1: Für Vers 23 können wir Folgendes sagen. Wir können mit Sicherheit sagen, dass dieser Vers nicht mehr buchstäblich gilt. Warum? Kann mir jemand sagen, warum? Genau, weil die Beschneidung als solch abgeschafft ist. Und wenn Menschen nicht mehr beschnitten werden sollen, dann braucht man auch diese Bäume jetzt, die Beschneidung der Bäume nicht mehr beachten. Interessanterweise heißt es ja gar nicht, dass die Bäume beschnitten werden sollen, sondern nur, dass sie wie eine Beschneidung gelten. Das heißt, die Frucht sollte symbolisch für die Unbeschnittenheit stehen, wie Unbeschnittenheit behandelt werden. Ich bin leider kein biologisch besonders bewandter Mann. Vielleicht gibt es da einen biologischen Vorteil, wenn man die ersten drei Jahrgänge einer Frucht nicht isst. Das weiß ich. Ich vermute, dass es da bestimmt etwas gibt, was dem noch da hinzu arbeitet. Aber halten wir fest: Dies muss nicht mehr buchstäblich gehalten werden, weil die Beschneidung abgeschafft ist.

[12:19] Geistlich, was könnte die geistliche Bedeutung sein, wenn man die ersten drei Jahrgänge sozusagen nicht isst, sondern sozusagen so lässt, wie sie sind? Gibt es da auch andere Regularien in der Bibel, wo ihr wisst, dass eigentlich ein geistlicher Hintergrund dem hinterlegt ist? Wo das Erste nicht für den eigenen Gebrauch gebraucht werden darf? Es gibt die Erstlingsfrüchte. Es war auch so, dass die Erstlingsgeburt geheiligt werden sollte. Alle Tiere, die zuerst geboren wurden, alle erstgeborenen Tiere sollten entweder getötet oder ausgelöst werden. Und das war ja dann im Prinzip mit den Menschen auch so, denn alle Erstgeburt nach 2. Mose 13 ist dem Herrn heilig. Menschen sollten natürlich niemals geopfert werden, sondern ausgelöst werden mit Geld. Interessantes Bild auch für die Erlösung, die Jesus bezahlt hat, damit wir nicht sterben müssen.

[13:19] Das heißt, auch hier scheint es eine geistliche Bedeutung zu sein, dass bestimmte Dinge dem Herrn gewidmet sind und nicht zu seinem eigenen Gebrauch verwendet werden sollen. Und diese geistliche Bedeutung gibt uns auch dann wahrscheinlich etwas mehr Hinweis auf Vers 19. Also, wie gesagt, das, was ich euch sage, ist im Prinzip das, was unter Gebet ich mir dazu überlegt habe. Geht nicht hin und sagt, das ist das Dogma der Bibel, dass es genauso sein muss. Aber alles, was ich finden konnte, ist Folgendes im Vers 19. Wenn es heißt: „Bei deinem Vieh sollst du nicht zweierlei Arten sich paaren lassen“, das ist ja noch einigermaßen verständlich, nicht wahr? Dass man da keine Kreuzung nicht macht. Und dann heißt es: „und dein Feld nicht mit zweierlei Samen besäen und es soll kein Gewand auf deinen Leib kommen, das aus zweierlei Garn gewoben ist.“

[14:14] Jetzt könnte es eine geistliche Bedeutung geben für diese beiden Vorschriften, die uns eine ganze Tiefe des Evangeliums aufschließt. Das Feld nicht mit zweierlei Samen besäen. Genau, denn das Besäen des Feldes kommt wo noch vor? Wer spricht immer vom Besäen des Feldes? Der Seemann. Jesus, in zum Beispiel Matthäus 13, der Seemann geht aus, um Samen zu streuen. Und wofür steht der Samen? Sagt das Gleichnis? Für das Wort Gottes. Und wir wissen, da gibt es verschiedene Böden. Und etwas, was in Matthäus 13 und den anderen Kapiteln nicht so sehr durchkommt, aber wenn wir das hinzunehmen, noch eine zusätzliche Wahrheit uns vermittelt ist: Wenn wir hinausgehen und das Wort Gottes verteilen, soll es auch das reine Wort Gottes sein. Es sollen nicht zwei verschiedene Samen sich mischen. Es sollen nicht Wahrheit und Irrtum vermischt sein. Soll es niemals zweierlei Samen aussäen. Der Punkt ist: Das Wort Gottes nicht mit etwas vermischen, was nicht im Wort Gottes steht. Diese Vermischung von Wahrheit und Irrtum, die so landläufig oft geschieht.

[15:30] Sondern, wenn wir aussäen, und das Aussäen ist sowohl im Alten als auch im Neuen Testament immer ein Bild auch für das geistliche Wachstum eines Menschen. Wenn wir aussäen, dann nur das reine Wort Gottes, ohne unsere menschlichen Ideen und das, was wir noch persönlich aus unserer Philosophie heraus uns gedacht haben. Und der zweite Punkt: Es geht um den Leib, der mit einem Gewand bekleidet sein soll, das nicht aus zweierlei Garn gewoben ist. Wovon könnte das wohl sprechen, als geistliche Bedeutung? Das Kleid der Gerechtigkeit. Und wo wird das Kleid der Gerechtigkeit gewoben? Im Himmel, im Webstuhl des Himmels. Und da soll nicht ein, wie sagt man dazu, nicht ein Faden menschliche Werke, sollen da hineingewoben werden. Nicht ein Faden menschliche, unabhängige Werke von Gott, die irgendwie Selbstgerechtigkeit erzeugen könnten. Sondern das Kleid der Gerechtigkeit ist das, was Jesus für mich getan hat und was er für mich tut und was er für mich tun wird. Und zwar 100 Prozent Vergangenheit, 100 Prozent Gegenwart und 100 Prozent Zukunft. Und das Kleid, mit dem wir uns bekleiden sollen, mit dem Kleid der Gerechtigkeit, soll nicht ein bisschen himmlischer Gerechtigkeitsstoff sein, himmlische Gerechtigkeit von Jesus und ein bisschen unsere eigenen Feigenblätter, sondern es soll hundertprozentig von Jesus kommen. Und Jesus allein kann uns dieses Kleid der Gerechtigkeit geben. Und ich denke, so betrachtet sind diese Verse wirklich sehr, sehr wertvoll und können uns Hinweise geben. Und wenn ihr noch mehr dazu findet, dann sind wir für Vorschläge offen und freuen uns, wenn wir noch mehr dazu erkennen können, zu diesen wirklich spannenden Versen in 3. Mose 19.

[17:13] Wenn ihr weitere Fragen habt, die ähnlich schwierig oder ähnlich interessant sind, dann könnt ihr uns die stellen. Noch einmal sei die E-Mail-Adresse angegeben unter Fragen-at-joelmedia.tv.de. Nächste Woche werden wir sie dann beantworten. Jetzt wollen wir zur Offenbarung kommen. Genau, da steht genau das Gleiche. Offenbarung 11. Und wir haben letzte Woche uns beschäftigt mit Offenbarung 11, ab Vers 1, sind nicht ganz zu Ende gekommen mit Vers 1 und werden heute noch das zu Ende machen und vor allem in Vers 2 übergehen. Und wir haben einiges vor. Ich hoffe, ihr freut euch. Es wird sehr, sehr spannend werden.

[17:53] Wir haben letzte Woche, wie gesagt, uns Vers 1 angeschaut. Wir können mal gemeinsam uns das durchlesen. Offenbarung 11, Vers 1 heißt es: „Und mir wurde eine Messrute gegeben, gleich einem Stab. Und der Engel stand da und sagte: ‚Mache dich auf und miss den Tempel Gottes samt dem Altar und die, welche darin anbeten.‘“ Zunächst einmal haben wir gesehen, dass hier etwas gemessen werden sollte. Und wofür stand dieses Messen noch einmal? Wofür stand dieses Messen? Könnt ihr euch erinnern? Wir haben darüber gesprochen, dass man den Tempel misst, dass man die Stadt misst, dass man die Mauern misst. Wofür stand dieses Messen? Wer kann sich erinnern? Genau, es gab ein Messschnur und ein Messrohr. Aber wofür stand das? Was war die geistliche Bedeutung dieses Messens? Es sollte nicht nur der Tempel gemessen werden, es sollte auch Jerusalem und die Menschen gemessen werden. Okay, wenn ihr euch nicht mehr erinnern könnt, machen wir ganz kurze Mini-Wiederholung. Schlagt mit mir auf in Matthäus 7, Vers 2. Matthäus 7, Vers 2 heißt es: „Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Und mit demselben Maß, mit dem ihr anderen zumesst, wird auch euch zugemessen werden.“ Wofür steht das Messen? Für das Richten und für das Gericht. Und der Johannes bekommt diese Messschnur und er soll jetzt den Tempel messen und die daran anbeten.

[19:55] Und wir haben uns lange darüber Gedanken gemacht, was es bedeutet, diesen Tempel wieder aufzubauen. Wir hatten gesehen, Offenbarung 11, Vers 1 ist eine Anknüpfung an Offenbarung 10. Eigentlich geht es weiter, könnt ihr euch erinnern? Das heißt, diese Vision von dem Engel mit dem Buch Daniel, dem Johannes das Buch Daniel gibt, der es ist, der eine Enttäuschung erlebt, eine süß-bittere Erfahrung und der dann den Auftrag bekommt, in alle Welt hineinzugehen und das Evangelium zu predigen, bekommt gleichzeitig den Auftrag, dass das Volk Gottes selbst gerichtet wird im Tempel. Dabei haben wir gesprochen.

[20:26] Wir wollen uns heute kurz Gedanken machen, warum sieht diese Messrute, die das Volk und den Tempel messen soll, und übrigens ein schönes Bild dafür, dass das Volk Gottes und der himmlische Tempel miteinander parallel sind. Der himmlische Tempel ist der Gottes und wir sind der Tempel Gottes, nicht wahr? Wichtiger Punkt. Wir wollen uns Gedanken machen, warum sieht diese Messrute aus wie ein Stab? Es wird explizit gesagt in Vers 1, dass diese Messrute aussieht wie ein Stab. Wenn ihr Stab hört, woran denkt ihr in der Bibel? Das Kreuz aus Holz. Wo noch? Stab. Aber mit eisernem Stab wird es ihr hüten. Der Stab Aarons, allgemein der Hirte, nicht wahr? Der Hirtenstab. Ein Stab in der Bibel ist ganz oft zusammenhängend mit einem Hirten, und ein Hirte hat Schafe, und mit diesem Stab führt er seine Schafe.

[21:44] Jetzt kennt ihr einen berühmten Vers in der Bibel, wo der Hirte und sein Stab vorkommen. Im Psalm 23, lasst uns da mal kurz hingehen. Im Psalm 23, Vers 1 heißt es: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele. Er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir. Dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.“ Das heißt, der Stab ist wozu da? Um zu trösten. Was sieht noch mal so aus wie ein Stab in der Offenbarung, Vers 1? Wie heißt der Gegenstand, der so aussieht wie ein Stab? Die Messrute, die Messschnur. Und dieses Messrohr, diese Messrute stand wofür noch mal? Für das Gericht, für das Untersuchungsgericht. Aber dieses Gericht, dieses Messrohr sieht gleichzeitig aus wie ein Stab, und der Stab ist wozu da? Zum Trösten. Das ist eine tolle Botschaft, oder? Denn wenn wir an Gericht denken, denken wir nicht meistens an Trost, oder? Wir denken an Zittern und an Fürchten und an Schrecklich, denn wenn Gott richtet, wer kann da bestehen? Aber diese Botschaft vom Gericht, die dem Johannes gegeben wird, das Volk Gottes soll jetzt gerichtet werden am 1844, diese Botschaft soll gleichzeitig eine Botschaft sein des Trostes, denn die Messrute sieht aus wie ein Stab und der Stab erinnert uns daran, dass es einen Hirten gibt, der uns bis hierhin geführt hat und selbst, wenn wir durch das Todesschattental wandern, führt er uns weiter. Er führt uns ganz, bis wir wo angekommen sind. Vers 6: „Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des Herrn.“ Der Hirte führt uns den ganzen Weg hindurch, bis wir im himmlischen Heiligtum angekommen sind. Das heißt, die Botschaft vom Gericht und die Botschaft am Gericht des Volkes Gottes ist keine Botschaft, die uns Angst machen sollte, sondern die uns Trost bringen sollte. Eine Messrute sieht aus wie ein Stab, aber es gibt noch mehr zum Stab zu entdecken.

[24:23] Dankeschön. Das war ein sehr wichtiger Punkt. Der Hirte korrigiert die Schafe auf ihrem Weg nicht. Wenn die Schafe in die falsche Richtung gehen, kommt der Hirte mit einem Stab und zeigt ihnen wieder den wahren Weg und korrigiert sie, dass sie nicht vom Weg abkommen. Wer ist die erste berühmte Persönlichkeit der Bibel, die einen Stab gehabt hat? Mose. Und wozu hat Mose seinen Stab verwendet? Um das Volk zu führen. Denn Mose war ein Hirte und dieses Volk war noch störrischer als die Schafe. Wozu hat er den Stab in Ägypten gebraucht? Für die Plagen. Wann immer er den Stab hochgehoben hat, kamen Plagen, das heißt Strafgerichte, auf die Ungläubigen. Derselbe Stab, der Trost spendet den Gläubigen, den Schafen, die dem Lamm folgen, dem Hirten, dem guten Hirten aus Johannes 10. Derselbe Stab bringt auch Strafgerichte über die, die sich gegen ihn stellen und die ihr Herz verhärten. Und im Gericht, wenn im Himmel Gericht gehalten wird, kommt der Name einer Person vor, deren Herz sich verhärtet hat. Und dieser Stab, diese Messrute, die ein Trost sein könnte für die, die Gott folgen, wird zum Gericht, zur Plage für die, die ihm nicht folgen wollen.

[26:16] Jetzt, wo kommt der Stab noch vor? Also, der Stab verwandelt den Nil in Blut und bringt all die Plagen über Ägypten. Was ist die nächste große Aktion, die der Stab vollbringt? Er teilt das Meer. Das heißt, derselbe Stab, der die Ägypter schlägt, ist derselbe Stab, der den Israeliten einen freien Weg macht und sie befreit aus einer unmöglichen Situation: vorne das Wasser, hinten die Ägypter, links und rechts keine Möglichkeit zu entfliehen. Es ist derselbe Stab, der die Ägypter schlägt und der die Israeliten befreit. Das heißt, das Gericht hat immer einen doppelten Zweck. Wir müssen verstehen, Gericht ist nicht einfach nur der Tag der Abrechnung. Gericht ist immer Strafe für die, die sich gegen Gott rebelliert haben, aber gleichzeitig ist es Befreiung für die Gläubigen, und das ist der Trost.

[27:07] Was hat der Stab noch gemacht? Er hat seine Hände hochgehalten, aber da ist der Stab nicht so explizit erwähnt. In einer Handlung noch, wo Mose mit dem Stab auf den Stein schlägt, genau auf den Felsen. Lass uns das mal aufschlagen in 2. Mose 17. 2. Mose 17, ab Vers 5.

[27:58] Ihr kennt die Geschichte, das Volk Israel hat ein Wunder nach dem anderen erlebt und sie kommen wieder in eine Situation, wo sie erlebt haben, wie sie von den Ägyptern befreit worden sind, wie das Wasser sich geteilt hat, sie haben erlebt, wie Manna vom Himmel fällt, sie haben erlebt, wie das bittere Wasser süß wurde. Ein Wunder nach dem anderen. Jetzt kommen sie in eine Situation, wo ihnen das Wasser langsam ausgeht und schon fangen sie wieder an zu murren. Und dann rennen sie zu Mose und sagen: „Warum hast du uns aus Ägypten herausgeführt?“ Und Gott sagt in Vers 5:

[28:42] Jetzt, spannender Gedanke. Hat sich das Volk Gottes richtig verhalten? Ja oder nein? Was sind ihre Sünden, die sie hier begehen? Sie murren, okay. Was noch? Ja, das ist das Gleiche, sie jammern, okay. Was noch? Sie wollen zurück nach Ägypten? Ja, sie vergessen, was Gott getan hat, das ist auch eine Sünde an sich, nicht wahr? Vergessen alles, was Gott für sie in der Vergangenheit getan hat. Und dann heißt es in Vers 4, dass Mose sagt: „Es fehlt nicht viel, und sie werden mich noch steinigen.“ Sie sind kurz davor, ihren von Gott befohlenen Führer zu steinigen. In ihren Gedanken haben sie den englischen Mord begangen. Haben diese Menschen Gnade verdient? Nicht so sehr, oder?

[29:39] Aber jetzt kommt dieser Stab und Gott möchte den Menschen etwas zeigen. Der Stab, der Hirtenstab, nicht wahr? Der Stecken und der Stab. Kommen im Alten Testament noch in einer anderen Funktion immer wieder vor. Lass uns mal aufschlagen, dann werden wir gleich diese Geschichte besser verstehen. Im Psalm 89, Vers 32 und 33. Psalm 89, Vers 32 und 33. Dort heißt es: „Wenn sie meine Satzungen entheiligen und meine Gebote nicht beachten, so will Gott was machen? So will ich ihre Abtrünnigkeit oder Übertretung mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Schlägen.“ Also, Gott sagt, wenn das Volk sich gegen mich stellt, wenn es rebelliert, dann gibt es eine Sache, und die kann nicht aufgehalten werden. Es muss geschlagen werden. Jeder, der gegen Gott rebelliert, wird geschlagen. Das findet auch in den Sprüchen, nicht wahr, dass der Vater seinen Sohn mit Ruten züchtigt, schlägt. Und diese Züchtigung soll geschehen durch den Stab.

[31:07] Und in 2. Mose 17 haben wir gerade gelesen, dass der Stab den Nil zu Blut gemacht hat, richtig? Es war genau dieser Stab, der die Ägypter gezüchtigt hat, zu Blut gemacht hat. Also, nach der Bibel, was hätte jetzt eigentlich geschehen müssen? Mose hätte den Stab nehmen müssen und die Soliden züchtigen müssen. Aber was macht er stattdessen auf Gottes Anweisung? Steckt Mose seinen Stab einfach wieder zurück und sagt: Okay, diesmal gibt es keine Strafe. Macht er das? Schlägt Mose, ja oder nein? Er schlägt, aber er schlägt auf das Volk, auf die Sünder. Er schlägt auf den Felsen. Das heißt, jemand anderes bekommt die Strafe, die eigentlich die Israeliten hätten ertragen sollen. Die Israeliten hatten Stockschläge verdient, oder? Züchtigung verdient. Aber die Züchtigung, die Schläge prasseln auf den Stein, auf den Felsen. Und wofür steht der Felsen? 1. Korinther 10, Vers 4 sagt uns, dass dieser Felsen, wer war? Jesus Christus. Und aus diesem geschlagenen Felsen kommt Wasser vor. Wasser.

[32:30] Das heißt, der Stab steht für die Gerechtigkeit Gottes, nicht wahr? Denn Gott ist gerecht. Er wird die Übertretung strafen. Aber trotzdem ist dieser Stab ein Stab des Trostes, denn ich weiß, mit dem Stab schlägt nicht Gott mich, sondern Jesus hat er. Schlagt man auf in Jesaja 53, Vers 4 und 5. Jesaja 53, Vers 4 und 5. „Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir aber hielten ihn für bestraft von Gott, der wirklich ist. Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Er wurde bestraft von Gott, geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unsere Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten. Und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“

[33:45] Die Messrute steht für das Gericht. Wir haben gesehen, ab 1844 soll ein Gericht stattfinden. Aber diese Messrute sieht aus wie ein Stab. Der Stab soll uns trösten. Der Stab spricht Gericht über die Sünde. Aber warum kann der Stab gleichzeitig Gericht über die Sünde sprechen und uns trösten, wo wir doch Sünder sind? Dadurch, dass jemand anderes die Strafe für uns getragen hat. Wenn ich in das Gericht gehe, weiß ich, ich bin Sünder. Ich weiß, ich muss die Plagen bekommen. Es sei denn, ich akzeptiere Jesus als derjenige, der für mich die Plage erlebt hat. Und das ist der Trost am Gericht.

[34:33] Das heißt, indem Johannes diese Messrute bekommt, die aussieht wie ein Stab, soll er daran erinnert werden: Das Gericht ist ein gerechtes Gericht. Aber was im Gericht mit dir passiert, wie du durch das Gericht kommst, hängt davon ab, ob du Jesus annimmst oder nicht. Wenn du Jesus nicht annimmst, aber wenn du Jesus annimmst, dann wirst du geheilt werden. Und das ist die gute Nachricht vom Gericht. Die gute Nachricht vom Gericht. Der Stab.

[35:13] Der Stab hat das Wasser zu Blut gemacht. Aber beim Felsen kam Wasser raus. Wasser. Du hast gesagt, der Stab ist aus Holz. An einem Holz hing Jesus, und es kam Wasser aus seiner Seite raus. Blut und Wasser. Blut dafür, dass er gestorben ist, dass er mit seinem Leben bezahlt hat, dass er für die Plage erlitten hat, aber für uns das Wasser fließt. Das Wasser des Lebens. Und das ist dieses Bild.

[35:55] Ihr habt noch erwähnt, der Stab des Aaron. Was ist das Besondere am Stab des Aaron? Lass uns ganz kurz schauen in 4. Mose 17. 4. Mose 17.

[36:31] Was war das Problem in 4. Mose? Was ist das Problem in 4. Mose 16 und 17? Die ganze Gemeinde empört sich gegen Moses und Aaron. Ich war in 4. Mose 16, habe die Geschichte von Korah und seiner Rebellion. Und jetzt gibt es wieder diese Frage: Wer ist der wahre Hohepriester? Wo ist die Wahrheit? Wer ist von Gott diese Position einberufen worden? War doch ein bisschen ungerecht von Gott, nicht wahr? Nur eine Familie zum hohepriesterlichen Familie zu machen. War das nicht ungerecht von Gott? Hat er damit die anderen nicht erhöht? Hat er damit nicht diese Familie erhöht von den anderen? Hat er damit nicht diese Familie erhöht von den anderen? War das nicht ein bisschen exklusiv von Gott, indem er nur einen Stamm als Heiligtumsdiener gemacht hat? Ich provoziere euch ein bisschen, weil man manchmal gesagt bekommt, wenn du glaubst, dass du dort und dort hingehst, dann denkst du auch, du hast die ganze Weile und du bist mehr wert als die anderen oder du bist besser als die anderen. Aber Gott wollte etwas deutlich machen. Er wollte deutlich machen, dass nur eine Familie, nur ein Stamm tatsächlich ausgewählt worden ist, am Heiligtum zu dienen, dass es nichts damit zu tun hat, aber wenn Gott es so sagt, dann ist es so. Und er zeigt das anhand einem Stab.

[38:08] Was passiert mit dem Stab? Er blüht. Womit? Mandeln. Warum mit Mandeln? Warum blüht der Stab des Aaron mit Mandeln? Übrigens, ein Stab, der blüht, soll was bedeuten? Ein Stab ist was? Tod. Todesholz. Ja, ein Todesholz, das wieder blühen kann. Wo kommen Mandeln noch von der Bibel? Mandeln. Im Heiligtum, und zwar der siebenarmige Leuchter hatte solche Mandelblüten.

[39:00] Jetzt, der siebenarmige Leuchter steht wofür? Wo steht der siebenarmige Leuchter? Der siebenarmige Leuchter steht zunächst mal für die wahre Gemeinde, nach Offenbarung 1. Für die wahre Gemeinde, durch alle sieben Zeitalter hindurch, und es steht natürlich auch, und ihr seid das Licht der Welt, nicht wahr? Es steht auch für den Heiligen Geist. Der Heilige Geist, der die wahre Gemeinde befähigt, ein Licht der Welt zu sein.

[39:28] Jetzt schaut man mit mir in Jeremia 1. Wir wollen noch ein bisschen bei den Mandelblüten bleiben. Wir wollen verstehen, warum dem Johannes dieser Stab gegeben worden ist. Jeremia 1, Vers 11. Jeremia 1, Vers 11. „Und das Wort des Herrn ging an mich folgendermaßen: Was siehst du, Jeremia? Da sprach ich: Ich sehe den Zweig eines Wächterbaumes.“ Der Wächterbaum hieß Wächterbaum, weil der Mandelbaum der Frühblüher unter den Bäumen war. Das war der Wächter, der Wache hält. Das war also ein Mandelbaum. Und das Wort „Wächter“ ist deswegen benutzt worden. Schaut mal in Vers 12. Da sprach der Herr zu mir: „Du hast recht gesehen, denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen.“ Das heißt, der Mandelbaum steht dafür, dass Gott über seinem Wort wacht, damit es auch ausgeführt wird. Und wie nennt man das, wenn Gott etwas sagt, was noch ausgeführt werden muss? Prophezeiung. Das heißt, es geht um das prophetische Wort.

[41:06] Jetzt, wir haben also den Heiligen Geist, der die Gemeinde zum Leuchten bringt, nicht wahr, Mandel? Aber insbesondere auch durch das prophetische Wort. Es gab ja, ich versuche jetzt so groß wie möglich zu zeichnen, das Allerheiligste und das Heilige. Und der siebenarmige war wo? Im Heiligen. Unten oder oben? Süden. Genau im Süden. Und gibt es gibt es irgendwo sonst noch Mandeln außer im Heiligen? Der Stab. Aber wo war der Stab? Im Allerheiligsten. Jetzt zeitgeschichtlich gesehen haben wir gesagt, das Heilige beginnt ab 31, das himmlische Heilige. Und dann kommt ab 1844 das Allerheiligste. Und hier war dieser Stab. Hier war nicht nur die Bundeslade. Hier war der Stab des Aaron. Ein toter Stab, der wieder lebendig wurde, der uns erinnern sollte an den Heiligen Geist, der etwas Totes wieder lebendig macht, in Bezug auf Prophetie.

[42:40] Was bedeutet im Allerheiligsten ab 1844? Was hat der Heilige Geist mit Prophetie zu tun? Er ist auch der Geist der Weissagung. Und der Geist der Weissagung, der aus toten Dingen wieder lebendig machen kann. Und wenn ihr das nicht glaubt, könnt ihr ganz kurz nachlesen in Hesekiel 37. Hesekiel 37.

[43:30] Hesekiel 37. Da ist die berühmte Geschichte mit den Totengebeinen. Könnt ihr euch erinnern noch an Taschpaklep? Das wird demnächst auch bald auf unserer Seite zu sehen sein. Kleiner Werbeblock. Morgen Vormittag werden die ersten, 1, 2, 3 Vorträge von Taschpaklep dort zu sehen sein. Also, freut euch darauf und schaut morgen vorbei. Werbeblock zu Ende. Hesekiel 37. Da heißt es ab Vers 2: „Und er führte mich herum an ihm vorüber, und siehe, es waren sehr viele auf der Ebene, und siehe, sie waren sehr dürr.“ Das sprach er zu mir: „Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden?“ Ich antwortete: „Oh Herr, Herr, du weißt es.“ Das sprach er zu mir: „Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hört das Wort des Herrn!“ So spricht Gott, der Herr, Herr zu diesen Gebeinen: „Seht, ich will Odem.“ Das Wort Odem ist das hebräische Wort Ruach und meint auch Geist. Das heißt, der Geist, der Odem, der Atem kam durch die Weissagung. Hesekiel soll weissagen, und als er weissagt, ihr könnt das zu Hause weiterlesen, als er weissagt, kommt der Geist und bringt erst die Gebeine zusammen, also Knochen zu Knochen, und dann kommen die Muskeln da drüber und die Sehnen und das Fleisch und die Haut. Und dann in einer zweiten Weissagung kommt der Lebensodem in sie, und der Geist der Weissagung macht sie lebendig. Und es ist kein Zufall, dass Johannes just zu diesem Zeitpunkt die Messrute gegeben wird, die aussieht wie ein Stab. Denn er befindet sich in einem Zeitpunkt, vom Heiligtum her gesehen, wo es auch einen Stab geben muss. Einen Stab. Er soll messen, er soll das Heiligtum messen, und diese Messrute sieht aus wie ein Stab, der ihn daran erinnern soll: Es gab auch damals einen Stab Aaron, der die Funktion hat zu trösten. Und der Heilige Geist wird auch der Tröster genannt, der Tröster. Das heißt, Gott sendet seiner Gemeinde einen besonderen Trost, den Geist der Weissagung, um sie zu trösten, aber auch um sie vorzubereiten auf das Gericht. Und wenn ihr den Geist der Weissagung lest, dann werdet ihr feststellen, was wichtig ist im Gericht und was nicht so wichtig ist. Das ist der Hauptgrund, warum er gegeben ist. Deswegen gibt Gott, gibt Jesus dem Johannes nicht nur das Buch Daniel zu essen, sondern gibt ihm auch eine Messrute, die aussieht wie ein Stab.

[46:14] Jetzt sagt doch nochmal, dass es nicht deutlich in der Bibel ist, dass der letzten Gemeinde der Geist der Weissagung gegeben wird zur Benutzung als Maßstab, sozusagen. Interessant, oder? Wir haben gesehen, die primäre Bedeutung des Maßstabes ist das Gesetz, aber dieser geistliche Stab des Aaron hat etwas damit zu tun, ohne jede Frage. Wenn wir schon beim Heiligtum sind, können wir noch gleich das dazu machen. In Vers 1 wird ja gesagt, dass jetzt gemessen werden soll, der Tempel soll gemessen werden und die daran anbeten. Und was noch? Etwas wird ganz besonders hervorgehoben, nicht nur der Tempel als Ganzes und die daran anbeten. Es wird ein bestimmter Gegenstand im Heiligtum besonders hervorgehoben, der gemessen werden soll. Offenbarung 11, Vers 1. Was für ein? Der Altar. Hatten wir letzte Woche schon über den Altar gesprochen? Nein.

[47:18] Frage: Wie viele Altäre gab es im Heiligtum? Zwei. Wie hießen die beiden Altäre? Der Brandopfer-Altar und der Räucheraltar. Wo war der Brandopfer-Altar? Der war hier. Wo war der Räucheraltar? Hier war der Räucheraltar. Frage: Wenn wir ab 1844 im Allerheiligsten sind, warum wird dann der Räucheraltar gemessen, der eigentlich im Heiligen ist und nicht im Allerheiligsten?

[48:16] Ja, ja, ja, ja, ja, die Gebete. Das ist schon sehr richtig und schon fast die ganze Antwort, aber es fehlt noch etwas Interessantes. Der Heilige Geist nimmt die Gebete und bringt sie zum Hohen Priester. Ja, im weitesten Sinne hat es auch damit zu tun mit den Gebeten, aber hier ist die Frage, die ich habe: Wo steht der Räucheraltar? Er steht eben im Heiligen. Also, zu welcher Abteilung gehört er? Jemand hat gesagt, er gehört zur zweiten Abteilung. Also, wer ist der Heilige Geist? Er gehört zur zweiten Abteilung. Also, wer ist der Heilige Geist? Er gehört zur ersten Abteilung. Also, wir sind alle einig: Der Räucheraltar steht im Heiligen, er steht in der ersten Abteilung. Aber meine Frage war, wozu gehört er? Gehört er zum Heiligen oder zum Allerheiligsten? Schlagt mal mit mir Hebräer 9 auf. Hebräer 9. Und damit, ich glaube, wir haben es hier vor vielen Monaten schon mal angesprochen. Einige können sich erinnern. Damit lösen wir ein Rätsel, das schon so manchen Bibelstudenten wirklich kopfzerbrechend zerbreitet hat.

[49:42] In Hebräer 9, Vers 2 und 3 und 4. Hebräer 9, ab Vers 2 heißt es: „Denn es war ein Zelt aufgerichtet. Das vordere, das vordere ist die erste Abteilung, das Heilige, in dem sich der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden. Dieses wird das Heilige genannt. Hinter dem zweiten Vorhang aber befand sich das Zelt, welches das Allerheiligste genannt wird. Zu diesem gehört der goldene Räucheraltar und die Bundeslade, überall mit Gold überzogen. Und dieser war der goldene Krug mit dem Manna und der Stab Aarons, der gesprosst hatte, und die Tafeln des Bundes.“ Das heißt, obwohl der Räucheraltar dort steht, gehört er seiner Funktion nach eigentlich ins Allerheiligste, aber er stand nicht im Allerheiligsten. Warum? Weil man sonst nur einmal im Jahr hätte räuchern können. Man hätte nur einmal im Jahr räuchern können. Und das ist der Grund, warum er dort stand. Aber durch den offenen Vorhang wurde deutlich: Die Gebete gehören eigentlich ins Allerheiligste. Da gehören sie eigentlich hin. Das heißt, der Räucheraltar gehört seiner Funktion nach, prophetisch, eigentlich zum Allerheiligsten. Eigentlich zum Allerheiligsten. Okay, haben wir das geklärt.

[51:04] Und gehen wir mal gemeinsam zu Offenbarung 11 nochmal zurück. Offenbarung 11. Wir haben also gesehen, Offenbarung 11 spricht von etwas, was parallel läuft mit Offenbarung 10, Vers 11. Offenbarung 10, Vers 11 spricht von der Evangeliumsverkündigung in alle Welt, die Dreiverengelsbotschaft. Offenbarung 11 spricht von dem, was in der Gemeinde selbst passieren soll, nämlich das Messen, das Gericht, die Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu. Und wir wollen uns kurz Gedanken machen, was ist die Grundlage für dieses Untersuchungsgericht und warum gibt es überhaupt ein Untersuchungsgericht? Kann mir jemand mal beantworten, warum Gott überhaupt ein Untersuchungsgericht braucht?

[52:00] Auf der neuen Erde wird es nichts Böses geben. Okay. Den Lohn. Genau. Offenbarung 22 sagt, er kommt und bringt seinen Lohn mit sich. Das heißt, die Entscheidung muss vor der Wiederkunft gefällt sein. Deswegen spricht man auch von dem Vorwiederkunftsgericht. Aber wozu braucht Gott das? Gerechtigkeit muss auch entschieden werden, aber Gott ist doch gerecht und Gott weiß doch, wen er retten wird, oder?

[52:32] Da ist eine Meldung. Das ist auch eine klassische Antwort, die ist sehr richtig. Wir wissen aus dem himmlischen Gericht, wir werden es gleich lesen, tausend mal tausende und zehntausend mal zehntausende Engel anwesend sind, die nicht die Möglichkeit haben, in unser Herz zu schauen. Bibel sagt, sie, sie interessieren sich auch für das Evangelium, sie begehren dort hineinzuschauen, diese Dinge, ja. Sie haben Interesse daran, sie wissen nicht alles, sie sind nicht allwissend. Gott ist allwissend. Aber es gibt noch einen Grund, warum Gott ein Untersuchungsgericht hat, und das hat er mit dem Wesen der Untersuchung zu tun.

[53:02] Wo hat Gott zum ersten Mal ein Untersuchungsgericht gehabt? In Eden. Wo zum ersten Mal? Also in der Bibel jetzt. Natürlich, wir wissen, im Himmelfall gab es auch schon, aber wo gab es in der Bibel zum ersten Mal ein Untersuchungsgericht? Ja, das ist ziemlich nah dran. Als Gott sagt: „Was war seine erste Frage? Wo bist du?“ Das ist eine untersuchende Frage. Wo bist du? Hat Gott gewusst, wo sie sind? Warum fragt er sie? Musste er den Engeln, haben die Engel das nicht gewusst? Hat er das gemacht wegen den Engeln? Wegen wem hat er das gemacht? Wegen Adam und Eva selbst. Denn wenn ich die Frage stelle: „Wo bist du?“, fängst du an zu denken: „Wo bin ich denn eigentlich?“

[53:56] Als Gott durch den Garten Eden geht und durch all diese Bäume hindurch und die Büsche hindurch spricht, und er weiß ja ganz genau, wo er sich versteckt, er rennt quasi um den Busch herum und ruft laut: „Wo bist du?“ Habt ihr das so gehabt, dass ihr mit kleinen Kindern Verstecken gespielt habt und ihr wisst genau, wo sie sind und ihr sucht sie? So ähnlich ist es auch. Gott geht drum herum und sagt: „Wo bist du?“ Adam steht dort, nackt und fragt sich: „Warum laufe ich eigentlich vor ihm hin? Was ist passiert mit mir, dass ich vor meinem Schöpfer weglaufe? Wo bin ich eigentlich hin? Wo bin ich hingekommen?“ Das heißt, die Frage im Untersuchungsgericht soll mir bewusst machen: Moment mal, mir ist was völlig verkehrt, ich brauche Hilfe. Das Untersuchungsgericht ist dazu da, um in mir das Bedürfnis zu erzeugen: Ich brauche Hilfe, ich bin vom Weg abgekommen. Und ich glaube, dass Gott diese Frage jedem Einzelnen von uns stellt: Wo bist du? Wo bist du jetzt gerade? Auch du, der du zuschaust, live. Wo bist du gerade?

[55:00] Die Menschen sehen vor Augen, aber Jesus sieht in den Zähnen. Aber das ist nicht das erste Untersuchungsgericht. Wir werden gleich auf das nochmal zurückkommen. Bleiben wir kurz da. Was ist das nächste, was Gott fragt? Das erste war: „Wo bist du?“ Die nächste untersuchende Frage: „Wer hat dir gesagt?“ Vers, Kapitel 3, Vers 11. „Wer hat dir gesagt?“ Weiß Gott, wem er gesagt hat? Auf wen sie gehört haben? Natürlich weiß er das. Und es ist auch nicht für die Engel, die Engel wissen auch, auf wen sie gehört haben. Es ist für den Menschen. Gott fragt dich heute, der du auch zuschaust: Wem folgst du? Hast du das, was du glaubst? Wer hat dir gesagt? Nicht, weil er das erstmal wissen muss, er weiß es schon längst, aber mit dieser Frage, es ist eine rhetorische Frage. Das Untersuchungsgericht besteht quasi aus rhetorischen Fragen, mit denen Gott uns zum Nachdenken bringen will.

[56:06] „Wer hat dir gesagt?“ Und was ist die nächste rhetorische Frage, die er stellt? „Hast du etwa von dem Baum gegessen?“ Und was ist die nächste dann? „Warum hast du das getan?“ All diese Fragen dienen nicht so sehr, sie dienen gar nicht dazu, Gott zu informieren, er weiß es schon längst. Sie dienen auch nicht so sehr dazu, die Engel zu informieren, sondern sie dienen dazu, den Menschen zum Nachdenken zu bringen, zur Selbstreflexion: Wo stehe ich eigentlich wirklich? Das heißt, das Untersuchungsgericht Gottes hat eine der primären Funktionen, dass ich darüber nachdenke, wo stehe ich denn überhaupt? Jesus kommt wieder. Was ist meine Situation?

[56:54] Aber, bevor wir das machen, haben wir noch nicht geklärt, wo kommt das Untersuchungsgericht zum ersten Mal vor der Bibel? Wo wird zum ersten Mal noch vor Adam und Eva, in den ersten beiden Kapiteln der Bibel, etwas untersucht? In den ersten beiden Kapiteln der Bibel. Und Gott sah, dass es gut war. Wusste Gott, dass es gut war? Warum hat er nochmal hingeguckt? Gott sagt: „Es werde Licht“, und es wurde Licht. Und dann guckt er nochmal hin, ob es auch wirklich gut war. Seht ihr das? Gott spricht durch sein Wort, es geschieht etwas durch seine Schöpfermacht, und danach schaut er noch einmal, ob es auch wirklich gut ist. Und genauso ist es auch mit der Erlösung. Er spricht durch sein Wort in mein Herz und sagt: „Es werde Licht“, und ich bekehre mich, und es ist seine Neuschöpfung. Und trotzdem möchte er noch einmal gucken, ob es gut ist. Das heißt, es ist nichts verkehrt daran, dass Gott den bekehrten Menschen noch einmal überprüft. Wenn er sogar das Licht überprüft hat, und wenn er das Firmament überprüft hat, und wenn er die Pflanzen überprüft hat, dann kann er gar nicht sündigen. Und wenn er sie trotzdem überprüft, ist es dann nicht gerechtfertigt, dass er uns Menschen, die er neu geschaffen hat, noch einmal überprüft, weil wir die Möglichkeit zu haben, zu sündigen und von ihm wieder abzufallen?

[58:36] Übrigens, derjenige, der die Sünde bekannt werden muss und sie gelassen werden muss, damit sie dann auch vergeben werden kann, das ist richtig. Wir haben gesehen, 1. Mose 1 beschreibt ein Untersuchungsgericht Gottes. 1. Mose 3 beschreibt ein Untersuchungsgericht. Kommt in 1. Mose 4 auch ein Untersuchungsgericht vor? In 1. Mose 4. Was ist die Geschichte in 1. Mose 4? Keine Ahnung. Gibt es da ein Untersuchungsgericht? Was ist die Untersuchungsfrage? „Wo ist dein Bruder Abel?“ Wozu ist die Frage da? Um anzudenken. Übrigens, 1. Mose 3 und 1. Mose 4 sprechen beide von sehr ähnlichen Geschichten mit völlig unterschiedlichem Ausgang. Beide sprechen von einer Sünde, vor der Gott vorher gewarnt hat. Als Adam und Eva die Sünde getan haben, was ist ihre Reaktion? Sie schämen sich und verstecken sich, oder? Aber was ist die Reaktion von Kain? „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Ich schäme mich nicht dafür. Und die Bibel sagt, dass es etwas gibt, lass uns das nachlesen, sonst finde ich die Worte nicht, in Jeremia 3 und dort Vers 3, dass es etwas gibt, also,

[1:00:00] wir können festhalten, wenn es Sünde gibt, führt sie zur Scham. Okay? Ich schäme mich für die Sünde. Jeder, der Sünde, der weiß in seinem Gewissen, eigentlich war das nicht gut, man versteckt sich, man will, dass es rauskommt und so weiter. Und die findet statt in Jeremia 3, Vers 3. Dort heißt es: „Deshalb blieben die Regenschauer aus und kein Spätregen fiel. Warum? Aber du hattest die Stirn eines Hurenweibes und wolltest dich nicht schämen.“ Warum schämt sich eine Hure nicht? Weil die Sünde für sie selbstverständlich geworden ist. Jemand, der Ehebruch begeht, schämt sich dafür. Aber eine Hure in ihrem Denken schämt sich nicht mehr, weil es für sie normal geworden ist. Sie hat sich völlig für die Sünde, hundertprozentig der Sünde hingegeben. Das ist das Denken. In diesem Bild bedeutet das eine Veränderung des Denkens, wo wir uns nicht mehr schämen für die Sünde.

[1:01:18] Und zwar in der Sünde. Gibt es noch eine andere Möglichkeit, sich nicht mehr zu schämen? Eine andere Möglichkeit, sich nicht mehr zu schämen wegen der Sünde? Außer der, dass man einfach die Sünde so oft tut, bis man sich nicht mehr schämt? Was ist die andere Möglichkeit? Schämen wollen wir uns doch nicht, oder? Und gibt es einen Bibeltext, der davon spricht, dass wir uns dann nicht mehr schämen?

[1:01:52] Schlagt mal auf Römer 1, Vers 16. Dort steht Römer 1, Vers 16. Ganz bekannter Vers. „Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht.“ Er sagt: „Ich schäme mich nicht mehr.“ Warum? Weil das Evangelium ist eine Gotteskraft. Und zwar schämen wegen dem Evangelium. Wisst ihr, und das ist der spannende Gedanke: Die Bibel sagt, dass alle Menschen, mit Ausnahme von Jesus, in diese Kategorie fallen. Alle haben gesündigt und alle schämen sich. Alle werden von Jesus gefragt: „Wo bist du?“ Alle Menschen kommen in das Untersuchungsgericht, und durch die untersuchenden Fragen wird deutlich: Sind sie Menschen wie Adam und Eva, die das Evangelium annehmen und sich bekleiden lassen und sich dann nicht mehr schämen? Oder sind sie wie Kain, die das Evangelium ablehnen und in der Sünde verharren und sich dann auch nicht mehr schämen? Das heißt, die gesamte Masse an Menschen tendiert in einer der beiden Richtungen. Manche werden sich hierfür entscheiden und manche hierfür. Das ist das Wirken des Heiligen Geistes. Das ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, könnt ihr das sehen? Die nicht vergeben werden kann. Alle Sünden können vergeben werden, wenn wir dem Heiligen Geist folgen. Das ist das Wirken des Heiligen Geistes. Wenn ich mich gegen den Heiligen Geist stelle, dann begehe ich die Sünde gegen den Heiligen Geist. Und das ist die Hurenstirn, von der die Bibel in Offenbarung 14 und Offenbarung 17 warnt. Babylon. Mahlzeichen des Tieres.

[1:03:54] Und Gott offenbart durch das Untersuchungsgericht, wo wir stehen. Denn Sünder sind wir alle. Wir alle haben gesündigt. Aber die Frage ist: Will ich in meiner Sünde verharren bis zum bitteren Ende, oder will ich die Kraft Gottes des Evangeliums annehmen? Und das wird in 1. Mose 3 und 1. Mose 4 deutlich durch Fragen von einer untersuchenden Natur. Gott sagt: „Wo bist du, Adam?“ „Wer hat dir gesagt?“ „Warum hast du das getan?“ „Kein, wo ist dein Bruder?“ Gott untersucht die ganze Zeit. Beim Turmbau zu Babel geht er hinunter und untersucht den Turmbau zu Babel. Bei Sodom und Gomorra kommt er hinab und untersucht. Er schaut sich das an. Ihr könnt die gesamte Bibel durchgehen. Gott hält ständig Untersuchungsgericht. Also, es ist keine so besonders abwegige Lehre. Es ist von der ersten Seite der Bibel bis zur letzten gegenwärtig das Untersuchungsgericht, und zwar ernsthaft. Wie wir gesehen haben, in den ersten fünf Versen der Bibel kommt das Untersuchungsgericht schon vor. Und auf der letzten Seite der Bibel heißt es: „Wer böse ist, sei fernanböser. Wer heilig ist, sei fernanheiliger.“ Das ist das Ende des Untersuchungsgerichts. Das heißt tatsächlich, von der ersten bis zur letzten Seite der Bibel habt ihr das Untersuchungsgericht. Gott untersucht die ganze Zeit. Aber in einer besonderen Art und Weise heilsgeschichtlich beginnt er 1844 alle Menschen daraufhin zu untersuchen, in welche der beiden Kategorien sie fallen. Und wir haben die Wahl. Und das wird gemessen. Es wird gemessen.

[1:05:22] Gut, gehen wir ganz kurz weiter. Ganz genau, dafür gibt es die Gnadenzeit. Doch, lasst uns das so machen. Wir werden es heute sowieso nicht mehr schaffen, Festzeit zu beginnen. Dann lasst uns noch ein paar Gedanken machen zu den Büchern, dass es nicht so unwichtig ist.

[1:05:50] Kennt ihr Bibelstellen in der Bibel, wo von dem Untersuchungsgericht gesprochen wird? Wo gemessen wird? Welche Stellen kennt ihr? Also, angenommen, jemand würde euch auf der Straße fragen: „Nenn mir fünf Stellen zum Untersuchungsgericht. Warum glaubst du an ein Untersuchungsgericht?“ Würdest du etwas antworten können? Die Frage geht auch an euch, die ihr nicht antworten könnt, aber ihr könnt eurem Nachbarn, mit dem ihr vielleicht zusammenschaut, etwas sagen. Also, ein bisschen, dass ihr auch nicht zu sehr versteckt. Oder ihr könnt es ja uns auch schreiben, wenn ihr sie wisst. Könnt ihr sie auch schreiben unter Fragen.julemedia.tv.de und jeder, der richtige Antworten schreibt, kriegt dann eine belobigende E-Mail zurück. Nein, ernsthaft. Wir glauben, dass es ein Untersuchungsgericht gibt, aber gibt es irgendwelche Stellen, auf die wir uns berufen, dass es da so etwas gibt? Aber die spricht leider von der Zeit nach der Wiederkunft. Von den tausend Jahren. Du hast recht, da werden Bücher aufgetan, aber leider zu einer falschen Zeit für unsere Zwecke hier. Sacharja. Sacharja, ja. Sacharja, wo? Darfst aber nicht... Sacharja, Kapitel? Weiß es jemand? Nein, das ist auf jeden Fall nicht das, was am naheliegendsten gewesen wäre. Am naheliegendsten wäre gewesen Sacharja 3. Aber da kommen wir gleich hin. Sacharja 3. Halt den Gedanken. Halt jemand an. Du hast gesagt, Daniel, richtig? Welches Kapitel? Daniel, Kapitel? Daniel, Kapitel 9 ist leider nicht richtig. 7, genau. Daniel 7. Schlag mal mit mir auf Daniel 7.

[1:07:54] Daniel 7, ab Vers... Ab welchem Vers? Ab Vers 9, genau. Daniel 7 gibt es vorher, die vier Reiche: Babylon, Medo-Persien, Griechenland, Rom und Vatikan. Daniel 7, Vers 9 heißt es: „Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden, und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen, und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden geöffnet.“ Könnt ihr euch noch erinnern, dass wir gesagt haben, die Messrute ist auch eine Feder? Letzte Woche, könnt ihr euch erinnern? Die Messrute ist auch eine Feder. Die Bücher werden aufgetan.

[1:08:46] Jetzt, wonach wird gerichtet? Du sagst, nach dem Gesetz. Woher wissen wir das? Wonach wissen wir, dass das Gesetz der Maßstab ist, nach dem gerichtet wird, dem Gericht? Du hast natürlich recht, aber wir wollen doch wissen, wo es steht. Ja, das ist ein Antrag, da geht es auch um das Gesetz, aber die Frage ist, woher wissen wir, dass das Gesetz im Untersuchungsgericht der Maßstab ist? Das ist genau die Frage. Das Gesetz ist in der Bundeslade im Allerheiligsten, ja. Das ist schon ein Hinweis, aber noch kein eindeutiger Beweis. Der eindeutige Beweis findet sich in Jakobus. Jakobus. Schaut ihr mal, wie wunderbar das ist. In Jakobus. Jakobus 2, Vers 10-12.

[1:10:16] Ich versuch es noch einmal. Da heißt es: „Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden. Denn der, der gesagt hat: ‚Du sollst nicht Ehe brechen‘, hat auch gesagt: ‚Du sollst nicht töten.‘“ Das Gesetz soll gerichtet werden. Warum heißt es das Gesetz der Freiheit? Wir können uns selber entscheiden, ja. Wir können uns selbst entscheiden, aber es halt noch nicht. Warum heißt das Gesetz selbst das Gesetz der Freiheit? Weil das Gesetz der Freiheit wegen gegeben worden ist. Und zwar steht es, die Freiheit in der Überschrift des Gesetzes. Was ist die Überschrift des Gesetzes? „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe.“ Das heißt, ich bin derjenige, der dich frei gemacht hat. Dann gebe ich dir das Gesetz der Freiheit. Denn Sünde ist Sklaverei. Und was macht Satan? Er redet den Menschen ein, die Sünde zu genießen ist Freiheit und Gottes Gesetz zu halten ist eingeengt zu sein. Da ist es genau andersrum. Das Gesetz Gottes zu halten ist Freiheit und Sünde zu tun ist eingeengt zu sein. Jetzt muss man sich erstmal durchdenken, aber es ist die Wahrheit. Es ist nicht Herr seiner selbst, Sklave. Und wer Gottes Gesetz befolgt, ist frei und hat ein befreites Leben. Die Welt sieht es genau andersrum. Aber so ist es eigentlich gedacht. Und Gott sagt, dieses Gesetz soll uns richten.

[1:12:18] Schaut mal genau mit mir in Römer 2. Aber es ist nicht nur das Gesetz. Es gibt noch mehr dazu zu sagen. In Römer 2, Vers 16. Römer 2, Vers 16. Paulus, eine der schönsten Verse. Wenn jemand mal kommt und sagt: „Oh, ich glaube, das Gesetz, das Gericht beginnt im Jahre hat beim Kreuz begonnen.“ Viele Christen glauben das. Sie glauben, dass als Jesus am Kreuz gestorben ist, hat das Gericht begonnen. Dann könnt ihr diesen Vers jetzt zitieren in Römer 2, Vers 16, wo Paulus das Gericht noch in die Zukunft setzt von seiner Zeit aus. Vers 16 sagt: „An dem Tag, da Gottes verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird, wonach? Nach meinem Evangelium.“ Das heißt, es ist nicht nur das Gesetz. Wenn nur das Gesetz da wäre als Maßstab, also das Gesetz ist der Maßstab, aber wenn nur das Gesetz da wäre, hätten wir alle keine Chance. Aber zu dem Gesetz kommt das Evangelium. Und durch das Evangelium werden uns die vergangenen Sünden vergeben und wir können Gottes Gesetz halten. Und dadurch, durch das Gesetz und das Evangelium zusammen, darin besteht die Kraft, durch das Gesetz durchzukommen. Durch das Gericht durchzukommen. Nach meinem Evangelium. Deswegen ist die Botschaft vom Gericht auch ein ewiges Evangelium. „Fürchte den Gott und gib ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Also, je mehr wir das studieren, desto mehr sehen wir, wie das alles zusammenkommt. Es ist eine große Wahrheit, eine große Kette, egal an welchem Glied man anfängt, man kommt immer wieder am Ende raus.

[1:14:00] Jetzt schauen wir noch ganz kurz in Sacharja 3, das ist noch ganz wichtig, bevor wir weitergehen. Sacharja 3. Das haben wir schon öfter hier angeschaut. Wir wollen es aber, weil wir jetzt gerade in Vers 1 hier sind, noch tun. In Sacharja 3, und dort ab Vers 1. Wir haben, glaube ich, das letzte Mal schon kurz angerissen, weil wir letztes Mal ausführlich über das zweite Kapitel gesprochen haben. Könnt ihr euch erinnern? Über die Messschnur, wo Jerusalem gemessen wird. Und jetzt seht ihr den Zusammenhang. Jerusalem wird gemessen, Jerusalem wird auferbaut. Sie sollen aus Babylon fliehen. Babylon, wo sich nicht geschämt wird für die Sünde. Und als Folge daraus kommt es zum Gericht, zum Untersuchungsgericht, in Kapitel 3. „Und er ließ mich den Hohenpriester...“

[1:15:14] Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand. Der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen.

[1:15:22] Also, nur als Erinnerung, denn die Bibel sagt, ich weiß, ich erinnere euch, obwohl ihr es schon wisst. Wer ist unser Ankläger? Satan. Warum klagt er uns an? Und womit klagt er uns an? Und wer hat uns zur Sünde verführt? Er selber. Und ich finde, diesen Gedanken kann man sich nicht oft genug einprägen, dass man immer uns Satan zur Sünde verführen wird. Er kurz Zeit später zum Vater zu gehen wird und sagt zu Jesus, schau her, der hat die Sünde begangen. Wenn das nächste Mal du vor der Sünde stehst und sagst, oh, ich würde es so gerne, dann denk daran, dass dieser Satan, der dich gerade verführt und sagt, es wird nicht so schlimm, dass er derjenige ist, der zum Vater geht und sagt, schau her, er hat es getan.

[1:16:16] Ihr würdet mit einem Freund oder einer Freundin, die so etwas macht, nicht ein zweites Mal reden, oder? Ihr würdet sie nicht mal von hinten angucken, wenn euch jemand so hintergehen würde. Wenn euch jemand eine Falle stellt und euch absichtlich reintappen lässt und euch dann an den Pranger stellt. Ihr würdet nicht ein zweites Mal sie nur angucken. Den Satan gucken wir ständig an. Immer wieder mit seinen Versuchen, keiner wird es merken. Und begreifen nicht, dass er das immer nur tut, denkt darüber nach. Das ist seine Natur. Und er ist unser Ankläger. Wir sind offensichtlich die Beklagten.

[1:16:54] Wer ist unser Fürsprecher, unser Anwalt? Was heißt Fürsprecher? Er spricht für uns. Er spricht für uns. Danke. Da war der richtige Punkt. Er spricht für uns. Wo steht der Text, dass wir einen Fürsprecher haben? 1. Johannes? Fast. 1. Johannes? 2. 1. Johannes 2. Das war knapp daneben. Aber du wärst wahrscheinlich auf 1. Johannes 2 auch gekommen. 1. Johannes 1 ist nämlich sehr kurz. Vers 1 ist es dann gewesen. 1. Johannes 2, Vers 1. Das heißt es, meine Kinder, die schreibe ich euch damit. Was ist das Ziel? Damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen was? Einen Fürsprecher. Das heißt, wenn der Satan Erfolg gehabt hat, uns zu verführen und uns wieder anklagt, dann haben wir einen Fürsprecher, einen Beistand, der für uns spricht.

[1:18:06] Liebe Freund, liebe Freundin, du hast einen Fürsprecher, der für dich spricht, denn wir selbst können uns nicht groß verteidigen. Wir haben nicht viel vorzubringen. Und wenn Jesus der Fürsprecher ist, wer ist dann unser Richter? Jesus, genau. Woher wissen wir das? Dass Jesus auch unser Richter ist? Ja. Wo steht es? Genau, irgendwo im Evangelium in Johannes 5. Johannes 5, Vers 22. Johannes 5, Vers 22. Das heißt es, denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben.

[1:19:04] Und wir haben es schon öfter angesprochen, aber ich möchte es nochmal betonen, weil es so wichtig ist, dass wir über das Gericht reden, denn die Bibel sagt, dass ab 1844 das unser Thema ist. Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Aber wir müssen gleichzeitig den Evangeliumscharakter verstehen im Gericht. Denn wenn du in ein Gericht gehst, wo dein bester Freund nicht nur dein Anwalt ist, sondern sogar dein Fürsprecher, äh, dein Richter, ja, wofür soll ich mich fürchten?

[1:19:36] Wenn ich angeklagt werde, vor einem weltlichen Gericht, und ich lese der Thomas, der wird nicht nur mein Anwalt sein, sondern wird auch den Fall entscheiden, dann habe ich keine Angst, weil ich weiß, der Thomas wird mich nicht reinreiten, und das ist nur ein menschlicher Freund, ja, und ihr habt alle Freunde, von denen ihr wisst, dass wenn der im Gericht ist, wenn der den Fall entscheidet, da brauchen wir keine Gedanken machen. Aber hier ist der Punkt, das Ganze hilft nur dann, solange Jesus auch mein bester Freund ist.

[1:20:08] Denn wenn Jesus nicht mein bester Freund ist, sondern ich ihn zu meinem Feind gemacht habe, weil ich sein Feind sein möchte, durch die Sünde, denn Sünde ist Feindschaft gegen Gott. Im Fleisch zu leben, nicht nach dem Heiligen Geist zu leben, ist Feindschaft gegen Gott. Jesus stirbt zwar für seine Feinde, aber er kann seine Feinde, die Feinde sein wollen, nicht ins Himmel reichen lassen, das geht nicht. Die Feinde müssen raus aus dem Himmel, das wissen wir aus dem großen Kampf. Jesus ist bereit für sie zu sterben, aber er ist nicht bereit, sie in den Himmel zu nehmen, solange sie seine Feinde sind. Er ist bereit für sie zu sterben, damit sie wieder seine Freunde werden. Aber wer nicht sein Freund werden will, kann auch im Gericht nicht von ihm vertreten werden, wenn er für uns spricht.

[1:20:52] Und was passiert mit den Menschen, die während des Gerichtes sich gegen ihn entscheiden und dass er nicht mehr für sie sprechen kann? Was sagt er? Er hat sie ja auf seiner Zunge, nicht wahr, wenn er für sie spricht? Er spuckt sie aus. Aus welcher Gemeinde sind sie? Laodicea. Laodicea heißt Volk des Gerichts. Diejenigen, die eine Sünde festhalten wollen und das Kleidergerechtigkeit nicht kaufen wollen, das was hier in Sahaja 3 ihm angeboten wird, nicht wahr, dem Joshua, die es nicht haben wollen, die werden ausgespuckt.

[1:21:30] Das heißt, die Frage beim Gericht, das Untersuchungsgericht bringt eigentlich nur eine Frage ganz ganz ganz ganz dicht an unsere Herzen an. Bist du wirklich eng mit Jesus verbunden? Das ist die Frage. Denn wenn du wirklich eng mit Jesus verbunden bist, dann kann kommen, was will. Das Gericht macht dir überhaupt keine Angst. Das ist überhaupt kein Problem. Aber wenn du nicht mit Jesus verbunden bist, dann wird es höchste Zeit. Stab. Nicht wahr? Gesetz und Evangelium verbunden. Das ist die Botschaft. Das ist die Dringlichkeit der Botschaft.

[1:22:02] Zum Abschluss wollen wir noch einmal darüber nachdenken über über 1. Mose 4. 1. Mose 4 haben wir zwei Brüder. Der eine ist Kain, der andere ist Abel. Wir haben gesagt, Kain ist derjenige, der sich nicht mehr schämt, oder? Der sich nicht mehr schämt. Was hat Abel gemacht an seinem Opfer? Was war der Unterschied zwischen dem Opfer von Abel und von Kain? Was war der Unterschied zwischen dem Opfer von Abel und Kain? Es war ein blutiges Opfer. Es war ein Evangeliumsopfer.

[1:22:54] Was war die große Auseinandersetzung zwischen Kain und Abel? Um welches Thema ging es? Welches Thema war die Auseinandersetzung? Anbetung. Wie bete ich richtig an? Bete ich so an, wie ich möchte? Oder bete ich so im Wesentlichen richtig, nur mit ein paar Details verändert? Oder bete ich so an, wie Gott es möchte, in allen Details? Gleichzeitig ist es ein Untersuchungsgericht. Gott fragt, wo ist dein Bruder? Was hast du getan? Diese Geschichte offenbart die beiden Klassen von Menschen, die im Untersuchungsgericht sichtbar werden. Beide Klassen von Menschen werden dargestellt.

[1:23:34] Die einen sind die, die dann aufgerufene Gruppen beteiligen, die anderen sind auf vom Widerspruch drehen. Diese Klassen gehören creativität um. Auch herldliche Zusammenarbeit Deutschland. Aber 2008 ist das Deutschland Japan Germany Hebrews 11 Vers 4. Durch Was? Durch Glauben. Durch Glauben. Was sind die einzigen Bedingungen, um gerettet zu werden? Glauben. Hatte er Glauben? Hatte kein Glauben. Aber hat keinem etwas richtig gemacht? Wares richtig Früchte zu bringen? War es in Ordnung? Das war in Ordnung. Aber es fehlte etwas.

[1:24:38] War es richtig, zu Gott zu beten? Ja, aber es war nicht so, wie Gott wollte. Kein hat eine ganze Menge an Sachen richtig gemacht. Aber all seine richtigen Taten haben kein Glauben ausgedrückt. Der Glaube drückt sich nur aus, indem man auf Jesus vertraut, das Blut und alles genau so macht, wie Gott es möchte. Evangelium und Gesetz zusammen. Denn Glaube ist was? Glaube ist Leben aus jedem Wort. Aus jedem Wort. Und die Frage war die Frage der Anbetung.

[1:25:22] Und wie wird es am Ende des Untersuchungsgerichts sein? Da wird es zwei Klassen von Menschen geben. Die einen haben Gerechtigkeit aus Glauben erlebt. Römer 1, Vers 16. Sie schämen sich nicht mehr, denn es heißt ja, es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden. Der Gerechte wird aus Glauben leben, von Gerechtigkeit zu Gerechtigkeit. Und die anderen haben eine Hurenstirn, weil sie sich nicht schämen in der Sünde. Was ist Sünde? Sünde ist die Übertretung des Gesetzes.

[1:25:50] Und woran wird man am Ende erkennen, wer zu welcher Gruppe gehört? Woran erkennt man den Glauben und woran das nicht mehr schämen, das Evangelium und woran erkennt man die Hurenstirn? An der wahren und falschen Anbetung. Was ist die wahre Anbetung? Es ist das Gemessen am Gesetz Gottes. Das vierte Gebot. Da gibt es Menschen, die sagen, wir bringen Früchte. Wir möchten Gott anbeten und Hauptsache, wir haben einen Tag. Es ist egal, welcher Tag. Hauptsache, es ist ein Tag und der Rest ist Gott egal.

[1:26:34] Und da gibt es Menschen, die sagen, nein, wir folgen Jesus. Aus jedem Wort wollen wir leben. Wir glauben, dass das ganze Bibel inspiriert ist. Wir glauben, dass Gott keinen Fehler macht und wir glauben, dass wir Jesus in allen Dingen nachfolgen sollen. Deswegen halten wir seinen Gebet. Was hat Kain gemacht, als er gesehen hat, dass Abel es richtig macht? Er wurde zornig und hat dann Abel umgebracht. Was passiert in der Endzeit? Offenbarung 13. Genauso.

[1:27:14] Übrigens, was hat Gott an den Kain gemacht? An seine Stirn? Ein Zeichen. Was bekommen diese Menschen an ihre Stirn? Zeichen. Könnt ihr sehen, dass diese einfachen Geschichten aus dem Alten Testament uns die tiefen Wahrheiten des Untersuchungsgerichts deutlich machen, warum Gott so handelt, wie er handelt. Es ist nicht Gottes Absicht einfach nur, Gott hat den Sabbat ausgewählt und gesagt, naja, ich weiß nicht, wie ich die Menschen testen soll, nehmen wir mal den Sabbat als Testfrage.

[1:27:44] Sondern durch den Sabbat werden diese tiefen Fragen, die seit Beginn der Menschheit, die Menschheit in zwei Gruppen spalten, offensichtlich. Für jeden. Und deswegen ist der Test am Ende, nicht weil der Sabbat an sich wichtiger wäre als der Rest, sondern weil er das offenbart, um was es eigentlich geht, nämlich Glaube. Echten Glauben als Kraft Gottes oder das nicht mehr schämen in der Sünde. Dass man offen sagt, ja, wir wissen, der Sabbat wäre der richtige Tag, wir möchten aber trotzdem den anderen Tag halten. Das nennt die Bibel dann die Hurenstirn.

[1:28:22] Und Aaron, Quatsch, Aaron, Johannes, bekommt in der Offenbarung einen Stab. Eine Messrute, die wie aussieht, wie ein Stab. Um was zu messen? Um den Tempel und den Altar und die darin Anbeten. Die Anbetung wird gemessen. Und was war noch in die Messrute? Die Messrute ist das Gesetz Gottes, verbunden auch mit dem Geist der Weissagung. Im Untersuchungsbericht wird die Anbetung gemessen. Ist die Anbetung, die im Tempel dargebracht wird, in Übereinstimmung mit dem Gesetz, ist es lang genug oder kommt es zu kurz? Reicht die Anbetung, reicht es bis zum siebten Tag oder hört man den letzten Tag schon auf?

[1:29:16] Es wird gemessen. Die Anbetung, die Anbeter werden gemessen, genauso wie hier. Die Anbeter gemessen wurden am Altar. Wurden am Altar gemessen. Damals gab es ja noch nicht zwei Altare, nur ein Altar, wo sowohl geschlachtet wurde, als auch der Rauch hochging. Aber am Altar, an der Anbetung, wurden sie gemessen. Und die Bibel sagt, Abel war gerecht durch Glauben und kein ist verloren gegangen mit einem Zeichen an der Stirn.

[1:29:46] Und der Aufruf in Offenbarung, wenn ihr jetzt Offenbarung 10 Vers 11 und Offenbarung 11 Vers 1 zusammennimmt, habt ihr die gesamte Botschaft der Adventbotschaft. Habt ihr in Offenbarung 10 Vers 11 und 11 Vers 1 zusammen. Ich würde behaupten, die allermeisten haben es noch nie richtig studiert, oder? Diese beiden Verse zusammen, schon gar nicht zusammengenommen, oder? Aber in Wirklichkeit geht es hier darum, das Evangelium in alle Welt, die Dreiverengelsbotschaft und gleichzeitig die Frage des Untersuchungsgerichts dieser beiden Gruppierungen anhand der Anbetung zu messen.

[1:30:18] Wer betet Gott an, so wie er möchte, wie Gott es möchte und wer betet an, so wie er es möchte. Nächste Woche werden wir uns Zeit nehmen für Offenbarung 11 Vers 2. Und wir haben so spannende Sachen. Ich bin so traurig, dass ich es heute nicht geschafft habe. Ich habe mich so gefreut darauf. Wir haben so spannende Sachen herausgefunden und es wird so ein großer Segen sein. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten. Und ihr solltet es auch kaum erwarten können.

[1:30:44] Und ich hoffe, ihr seid nächste Woche wieder dabei, ab 19.30 Uhr, wenn es heißt Offenbarung Vers für Vers. In der Zwischenzeit gibt es folgende Dinge, die ihr anschauen könnt. Ab Donnerstag haben wir hier, und ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen, auch die ihr jetzt vielleicht live zuschaut und weniger als 50 Kilometer zu fahren hättet. Seid auch herzlich eingeladen, ab Donnerstag hier mit live dabei zu sein, wenn wir unser Gesundheitsseminar haben mit der Esther Bieling unter dem vielversprechenden Titel Zurück zur Natur, aber nicht zu Fuß. Oder doch?

[1:31:18] Und wir werden dort über Wasser etwas hören und über Holzkohle und über Kräuter und über viele andere interessante Dinge. Wir werden am Sonntagvormittag einen Kochkurs haben. Alle Zeiten könnt ihr auf Yule Media TV im Livestream-Bereich anschauen mit den einzelnen Themen. Es wird sehr, sehr spannend. Seid alle herzlich eingeladen, hier vor Ort und auch live. Sagt es noch euren gesundheitsbewussten Freunden. Es wird jeweils um 19 Uhr beginnen. Donnerstag, Freitag, 19 Uhr. Dann am Sabbatvormittag die Predigt um 10.45 Uhr, dann 16 Uhr, 19 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr ist dann der Kochkurs mit Verkostung. Das ist das Wichtigste, nicht wahr?

[1:32:00] Und natürlich nicht vergessen, wie bereits vorhin angekündigt, TASCH ParkLab, die ersten Vorträge morgen Vormittag auf Yule Media Online. Lange ersehnt. Das war ja unser Startpunkt hier für unsere Ministrie und wir freuen uns, die ersten Vorträge dann online stellen zu können. In den nächsten Tagen wird das dann vervollständigt. Plus die drei Bonusmaterialien, die wir noch aufgenommen haben, die hier nie live gezeigt worden sind. Die werdet ihr dann auch dort finden.

[1:32:24] Wir wollen uns heute entscheiden. Wir wollen uns heute entscheiden, ob wir mit dem Evangelium oder mit dem Gesetz Gottes gemessen werden. Wenn wir gemessen werden, mit dem Evangelium und dem Gesetz Gottes, dass wir auf der Seite stehen, dass wir sagen können, mit Paulus, ich schäme mich des Evangeliums nicht. Aus Glauben, ich werde nicht weichen, genau, ich werde stehen bleiben und werde das tun, wenn wir das tun, werden wir reichlich Eingang finden in das Reich Gottes, sagt uns die Bibel.

[1:33:00] Nächste Woche geht es weiter mit dem zweiten Vers. Wer von euch möchte sich entscheiden, auf dieser Seite zu stehen? Amen. Lasst uns noch zusammen aufstehen zu einem Abschlussgebet.

[1:33:14] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dieses wunderbare Studium, das wir haben durften aus deinem Wort. Und uns daran erinnern konnten, was wir schon einmal gelernt haben, es wieder auffrischen konnten und auch einige Dinge neu sehen konnten aus einer neuen Perspektive. Ich möchte dich bitten, dass du bei uns bist, dass du uns führst und leidest und dass du vor allem uns deutlich machst, worum es geht, wenn wir sagen, dass jetzt Gericht ist.

[1:33:42] Dass wir unsere Herzen erforschen und uns fragen, ob es etwas gibt, wo wir noch nicht mit dir in Übereinstimmung sind. Dass wir diese rhetorischen Fragen, wo ist dein Bruder, wo ist deine Schwester, um die du dich kümmern solltest, dass wir diese Fragen ganz sicher in unser Herz hineinlassen und dir erlauben, diese Fragen in unserem Leben zu klären. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns liebst und dass du von uns gestorben bist, Herr Jesus. Amen.


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