In dieser Predigt wird Offenbarung 12,17 im Detail beleuchtet und die Bedeutung der „Übrigen“ und des „Zeugnisses Jesu“ erörtert. Anhand von Beispielen aus dem Alten Testament, wie der Geschichte von Hiskia, wird die Dynamik von Abfall, Sammlung und Prüfung verdeutlicht. Der Sprecher erklärt, wie Gott sein Volk trotz Fehlern reinigen und als „jungfräulich“ bezeichnen kann. Abschließend wird die Rolle des „Geistes der Weissagung“ und die Identität von Propheten in der Endzeit anhand von Schlüsselstellen in der Offenbarung und anderen biblischen Büchern dargelegt.
17.09.2013 – Offenbarung 12,17 (3.Teil)
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für VersWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Wir richten uns gerade ein, dass wir gemeinsam jetzt studieren können und freuen uns, dass ihr wieder dabei seid und dass ihr zuschaut. Und wir haben heute die wahrscheinlich letzte Folge über Offenbarung 12 Vers 17. Wir nähern uns mit großen Schritten Offenbarung 13. Auch ganz spannend werden. Aber heute haben wir ein ganz außergewöhnlich tolles Thema vor uns. Und wenn wir es nicht schaffen heute, dann werden wir es nächste Woche noch zu Ende machen. Aber wir wollen uns auch Zeit nehmen, das Wort Gottes zu studieren. Ich möchte euch einladen, wenn wir gemeinsam niederzuknien oder so es möglich ist, und dann werden wir gemeinsam beginnen.
[0:43] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können. Bitte schenkt uns deinen Heiligen Geist. Gib, dass wir verstehen, was die Bibel uns zu sagen hat, dass wir erkennen, in welcher Zeit wir leben und was du alles für uns tust. Und wir bitten dich, dass du deinen Heiligen Geist sendest, dass wir ungestört dein Wort so verstehen können, wie du es gemeint hast nach deiner Verheißung. Amen.
[1:10] Offenbarung 12 Vers 17. Wir haben ja letztes Mal uns Gedanken gemacht über die Übrigen. Könnt ihr euch daran noch erinnern? Und wir haben von diesem Konzept gesprochen, dass es die sichtbare und die unsichtbare Gemeinde gibt, oder vielmehr gesagt, die sichtbare und die wahre Gemeinde. Und in Zeiten der Zerstreuung, da ist die sichtbare Gemeinde und die wahre Gemeinde ziemlich weit auseinander. Das gibt es nur ganz wenig Übereinstimmung. Und dann, was ist das Gegenteil von Zerstreuung? Sammlung. In der Zeit der Sammlung sammelt Gott alle seine wahren Schafe, die Glieder der wahren Gemeinde Stück für Stück immer mehr in seine organisierte, sichtbare Gemeinde. Und genau in dieser letzten Sammlungszeit leben wir jetzt gerade.
[2:08] Lasst uns mal Offenbarung 12 Vers 17 betrachten. Und dort heißt es: "Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben." Wir haben also ganz deutlich gesehen: Es gibt die Gemeinde, die über Jahrhunderte hinweg immer Gottes Wort treu geblieben ist, und es gibt am Ende jene Übrigen.
[2:50] Lasst uns mal gemeinsam eine Passage studieren, die ziemlich interessant ist. Zuvor wollen wir erst einen Vers noch angucken. Schaut mal, wir sind Offenbarung 14 und dort Vers 12. Da haben wir eine ganz ähnliche Aussage. Ihr seht, Offenbarung 12 Vers 17, Offenbarung 14 Vers 12 sind relativ ähnlich. In Offenbarung 14 Vers 12 heißt es: "Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren." Offenbarung 12 Vers 17 haben wir die Übrigen, die die Gebote Gottes haben und das Zeugnis Jesu. Hier haben wir die Heiligen. Was ist gemeinsam an beiden Zitaten, an beiden Stellen? Beide haben die Gebote. Das eine ist der Glaube Jesu und das andere das Zeugnis Jesu. Also, wir haben einmal Glauben und Zeugnis, ein bisschen unterschiedlich. Was ist noch unterschiedlich in diesen beiden Zitaten? Die Heiligen. Das heißt, wenn wir beide zusammen nehmen, können wir sagen, die Übrigen sind die Heiligen.
[3:53] Und wir wollen uns die Frage stellen: Wie werden eigentlich die Übrigen heilig? Denn wie wir gesehen haben, ist da nicht immer alles ganz im Reinen mit der sichtbaren Gemeinde Gottes. Es gibt eine ganz, ganz interessante Geschichte, die ich mir anschauen möchte. Und die steht in 2. Könige. Schreibt man mit mir in 2. Könige. In 2. Könige 21, äh, Verzeihung, 2. Könige 19. Oder fangen wir schon 18 an, 2. Könige 18.
[4:38] In 2. Könige 18 haben wir die Geschichte von Hiskia. Könnt ihr mir sagen, wer war der König vor Hiskia? Es war kein Guter. Genau. Sein Name war Ahas. Was wissen wir, wisst ihr irgendwas aus dem Kopf über Ahas? Nur, dass wir so eine Idee haben. Er war kein Guter. Er war nicht nur kein Guter, er war ein richtig schlechter Bösewicht. Genau. Was hat er so gemacht? Götzendienst eingeführt, hat den Altar geändert, hat den wahren Altar weggeschoben, hat einen neuen Altar aus Damaskus bringen lassen, hat sich mit den Assyrern verbunden, hat irgendwann das Heiligtum zugenagelt. Das war der König, der das Heiligtum zugenagelt hat. Er hat gesagt, hier gibt es kein Heiligtum mehr. Wir beten nur noch auf den Straßen zu anderen Götzen. Das heißt, zur Zeit von Ahas war das Volk im tiefen Abfall, okay? War wirklich schlimm.
[5:50] Jetzt, was passiert unter Hiskia? Zunächst mal, es gibt eine Reformation. Weiß jemand von euch, wie er diese Erweckung, Reformation angefangen hat? Was hat er gemacht? Ja, es gibt, ich habe es euch bewusst gefragt, wir sind zu Königen gegangen, weil in Chroniken steht es noch ausführlich, was er gemacht hat. Ihr kennt ja die Geschichte. Er hat angefangen, das Heiligtum wieder aufzumachen. Das war seine erste Amtshandlung. Hat das Heiligtum wieder aufgemacht und hat das Heiligtum gereinigt und hat dafür gesorgt, dass die Leviten und Priester sich heiligen und von dort aus, also vom Herzstück des israelischen Glaubens aus, ist es dann vorwärts gegangen. Er hat zuerst das Heiligtum wieder in sein Recht gebracht und wiederhergestellt und von dort aus, dann gab es diese Erweckung. Es gibt also eine Reformation.
[6:44] Das heißt, geistlich gesehen, was wäre die Sammlung und was wäre die Zerstreuung? Genau, Ahas ist Zerstreuung, die Ware muss fliehen und das ist die Sammlung. Wir haben also eine Sammlung, okay?
[7:02] Jetzt kommt aber, jetzt ist der Satan aber natürlich nicht erfreut, wenn es so eine Sammlung gibt, wenn das ganze Volk wieder zusammenkommt und zum wahren Glauben kommt. Er bedroht das Volk. Was passiert als nächstes, wenn der zweite König 18 bleibt? Diese gerade sich sammelnde, reformierte, erweckte Gemeinde wird von außen bedroht. Wer kommt? Sanherib. Genau. Sanherib, wer? Ein König. Genau. Noch konkreter. Genau. Warum, was meint ihr, was ist so interessant daran, dass jetzt gerade ein assyrischer König kommt? Die hatten eine große Macht, es war die Weltmacht, erstens, Nummer eins, es war die Weltmacht. Was ist noch so interessant daran? Das war ein Götzendiener, ja? Also die Weltmacht vor Babylon, das stimmt auch.
[8:00] In Bezug auf unsere Geschichte, wenn ihr gut aufgepasst habt gerade am Anfang, gab es schon irgendwas mit Assyrien? Ahas hatte sich verbunden mit den Assyrern, ja? Erst hatten sie die assyrische Invasion geistlich und als sie sich von der assyrischen Ideologie, von den Götzen entfernt haben, kamen die Assyrer mit Waffengewalt. Mit anderen Worten, wenn man die inneren Probleme in den Griff bekommt, dann kommen die äußeren Probleme. Das ist so die Idee. Das Volk Israel hat sich mit Assyrien verbunden und hat dort Götzendienst betrieben und hat sich ganz tief von Gott entfernt und als es eine Reformation erlebt und als es sich sammelt, da ist der Satan nicht auf den Kopf gefallen, sondern er bringt jetzt genau die, mit denen sie sich vorher verbunden haben, bringt sie gegen sich. Es gibt jetzt eine Feuerprobe sozusagen. Die Assyrer kommen mit ihrer ganzen Macht und sie verhöhnen den Gott des Himmels. Wenn ihr vielleicht die Geschichte kennt, der Abgesandte, der Rabschake, stellt sich da vor die Stadtmauern hin und er spricht dann auf Hebräisch, obwohl die die Abgesandten Judas bitten ihn, bitte sprich auf Aramäisch zu uns, dass wir verstehen, aber er spricht explizit Hebräisch, damit er weiß, dass alle es hören und er verhöhnt den Gott des Himmels und sagt: "Welcher von den Göttern hat bisher unserem Gott standhalten können?"
[9:30] Und es ist interessant, dass Hiskia zunächst einmal, das ist sehr, okay, schauen wir uns das mal gemeinsam an. Schauen wir mal in Vers 13 und 14. In Vers 13 und 14 heißt es: "Aber im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas herauf und nahm sie ein. Sanherib, der König von Juda, boten zum König von Assyrien nach Lachisch und ließ ihm sagen: Ich habe mich versündigt, ziehe ab von mir, was du mir auferlegst, das will ich tragen. Da legte der König von Assyrien dem König Hiskia, dem König von Juda, 300 Talente Silber und 30 Talente Gold auf." Vers 15: "Und Hiskia gab ihm alles Silber, das sich im Haus des Herrn und in den Schätzen des Königinnenhauses vorfand. Vers 16: Zu jener Zeit ließ Hiskia, der König von Juda, das Gold abschneiden von den Türen an der Tempelhalle des Herrn und von den Pfosten, die er selbst hatte überziehen lassen, und gab es dem König von Assyrien."
[10:35] Was würdet ihr denken? Wie beurteilt ihr das, was der Hiskia da macht? Er hätte beten können, nicht wahr? Ihr seht diese Armee auf sie zukommen, die größte Armee der damaligen Zeit, die Weltmacht ist böse auf ihn und sie sind schon durch einige Gegenden gezogen, jetzt stehen sie und machen eine Invasion, nehmen eine Stadt nach der anderen ein und er sendet hin und sagt: "Okay, lasst uns Frieden machen, was wollt ihr haben?" Der König von Assyrien sagt: "So und so und so und so viel." Und wo holt er das her? Zum Heiligtum. Das ist nicht die beste Option, oder?
[11:16] Man sieht also plötzlich, wir haben tiefen Abfall, Zerstreuung, dann kommt es zu einer echten, gottgeführten Reformation, wie sie es kaum sonst noch den Königen gegeben hat, eine Sammlung. Aber dann weiß der Satan, vielleicht kriege ich sie doch über äußeren Druck und es gibt äußeren Druck von außen und der König Hiskia, der hier so ein großer Held war, reagiert hier ziemlich schwach, versucht es aus eigener Kraft. Das Problem ist nur, nachdem all das Gold und Silber aus dem Tempel weggeschafft worden ist und dem König von Assyrien in den Rachen geworfen ist, tut der assyrische König sich umwenden? Nein. Er zieht weiter. Alles ist umsonst. Das Problem hört nicht auf. Kompromisse mit dem Feind lösen das Problem niemals.
[11:59] Und jetzt merkt also Hiskia, das hat überhaupt gar nicht funktioniert. Und jetzt kommt auf die Idee, die er vorher schon hätte haben können. Wo geht er jetzt als nächstes? Was macht er als nächstes? Schaut mal. Schaut mal in Kapitel 19. Was macht er? Noch bevor er das macht? Er zerreißt seine Kleider ganz genau und dann geht er zum Haus des Herrn und zum Propheten. Das ist doch interessant, oder? Das Volk Gottes, tiefer Abfall, Zerstreuung, dann gibt es Erweckung, Reformation, es gibt eine Sammlung. Aber dann gibt es Probleme und die guten Führer des Volkes Gottes handeln nicht optimal. Mal auf gut Deutsch, also mal treffen eine Fehlentscheidung, wo man sich an den Kopf fasst und sagt: "Meine Güte, die schleudern das Geld zum Fenster raus und es bringt gar nichts." Aber das Schöne ist, Gott ist noch nicht fertig mit seinem Volk. Er hätte auch sagen können: "Okay, ich setze den Hiskia ab. Er ist unfähig. Verschleudert das Geld für unnütze Aktionen. Er sollte beten." Nein, Gott arbeitet weiter mit Hiskia, denn Hiskia bekehrt sich und er tut jetzt das, was er von Anfang an hätte tun sollen: Er geht zum Propheten.
[13:16] Lass uns mal eine ganz kurze Anwendung machen. Leben wir auch in einer Zeit der Sammlung, wo wir auch Menschen aus dem Abfall rufen in eine organisierte Gemeinde? Wo vielleicht auch ab und zu mal der eine oder andere in Verantwortung eine Entscheidung trifft, von der wir denken, das hätte man auch ein bisschen konsequenter machen können? Vielleicht sogar ein bisschen Geld darauf geht, wo wir denken, meine Güte, müssen wir jetzt wirklich dafür investieren? Was ist die Lösung? Wenn wir uns wenden zum Propheten. Haben die Übrigen den Geist der Weisung unter ihnen?
[13:50] Und jetzt schaut mal, was passiert. Und das finde ich so interessant. Der Jesaja spricht dann zu ihm, Vers 6: "Da sprach Jesaja zu ihm: Sollst du zu deinem Herrn sprechen: So spricht der Herr: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast, mit denen die Knechte des Königs von Assyrien mich gelästert haben." Und dann geht es weiter und er sagt, er wird sie retten. Und dann betet Hiskia, schaut mal in Vers 14, er betet und bekennt seine Schuld. Und dann schaut mal die Antwort an. Also, wir haben jetzt als drittens, haben wir sozusagen, schreiben alle nicht, auch nicht besser. Naja, ihr könnt es ja merken. Prophet und Gebet.
[14:41] Und jetzt schaut euch mal die Antwort an. Und die ganze Geschichte mache ich nur deswegen mit euch, wegen dieser einen Antwort. Die ist wirklich enorm. Schaut mal, was dort steht. In Vers 20. "Da sandte Jesaja, der Sohn des Amotz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Was du wegen Sanherib, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, das habe ich gehört." Seid ihr nicht froh und dankbar, dass wir einen Gott im Himmel haben, der unsere Gebete hört? In den größten Schwierigkeiten.
[15:12] Aber jetzt schaut mal, was ist 21? Und das ist jetzt quasi an den König von Assyrien gerichtet. "Dies ist das Wort, das der Herr gegen ihn, gegen den König von Assyrien, gerichtet hat." Und jetzt lest genau: "Es verachtet dich, es spottet über dich, die Jungfrau, die Tochter Zion, die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt über dich."
[15:36] Also, seid ihr nicht begeistert? Welches Wort ist außergewöhnlich? Tochter Jerusalem? Okay. Es gibt ein Wort, das sollte euch wirklich stutzig machen. Ja? Jungfrau! Wer wird hier mit Jungfrau betitelt? Wer ist die Tochter Zion? Das Volk Gottes. Gott nennt in diesem Moment sein Volk eine Jungfrau. Jetzt, mit der Geschichte, hättet ihr sie eine Jungfrau genannt? Vielleicht, wenn wir sagen, naja, eine Frau, die in tiefe Schande gefallen ist, aber wir haben ihr vergeben, ja? Gott nennt sie eine Jungfrau. Das Besondere an der Jungfrau ist, da gibt es, auf Deutsch gesagt, da gab es noch keinen einzigen Vorfall, richtig? Nur dann ist sie eine Jungfrau. Das sagt etwas über die Vergebung Gottes aus. Ist das nicht erstaunlich? Obwohl das Volk vorher so tief im Abfall war, obwohl es kurz vorher noch halbe Kompromisse gemacht hat, als es sich zum Propheten, als der König sich zum Propheten wendet, als das Volk in Sack und Asche Buße tut, nennt Gott sein Volk eine Jungfrau. So, als hätten sie nie gesündigt.
[17:10] Jetzt, fass mal auf, über diese Heiligen. Jetzt gehen wir zurück zu Offenbarung 14. Offenbarung 14, Vers 1. "Und ich sah und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion, und mit ihm 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirn geschrieben." Und dann in Vers 4: "Achtung, diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind was? Jungfräulich rein." Dem wird's gedacht, wie können Menschen absolut jungfräulich sein, wenn sie vorher so oft in Sünde gefallen sind? Gott nennt sein Volk, das im tiefen Abfall war, das selbst noch wenige Stunden vorher kaum richtig Vertrauen gehabt hat, dass Gott sie retten kann, nennt er sie nach diesem Gebet Jungfrau. Das ist interessant, oder? So wird Gott am Ende auch in der Lage sein, seine Gemeinde, seine Übrigen, seine Heiligen als jungfräulich zu bezeichnen, nicht, weil sie niemals etwas verkehrt gemacht haben, sondern weil Gott sozusagen ihre Jungfräulichkeit wiederherstellen kann. Das ist schon interessant, oder?
[18:24] Man muss fast daran denken an diese Geschichten von den Berliner Krankenhäusern. Kennt ihr die Geschichten? Wisst ihr nicht, dass es Krankenhäuser gibt, wo man seine Jungfräulichkeit wiederherstellen lassen kann? Das ist ganz wichtig für türkische Frauen. Es gibt eine ganze Reihe von türkischen jungen Mädchen, die solche Krankenhäuser aufsuchen. Ist nicht unser Thema jetzt, aber ich musste daran denken, weil wir würden ja meistens davon ausgehen, dass so etwas ist, das kann man nicht wiederherstellen. Das ist also einmal und dann ist es vorbei, nicht wahr? Bei Gott nicht, bei Gott ist alles möglich. Das finde ich interessant, weil das sagt etwas über die Übrigen aus, dass die Übrigen wirklich jungfräulich, rein, makellos, das ist ja das, was die Bibel sagt, nicht wahr? Makellos, untadelig, unsträflich, unverklagbar, das sind alles Worte, die die Bibel verwendet für die Übrigen. Das ist das Ziel und das sollen die Übrigen am Ende sein.
[19:14] Jetzt wollen wir noch etwas anderes anschauen. Schaut mal mit mir in Offenbarung 12, 17. Da spricht es ja von dem Geist der Weissagung. Ich sehe schon, wir werden das heute nicht alles schaffen. Wenn wir nächste Woche noch mal darauf eingehen, wenn ihr nichts dagegen habt, dann haben wir vier Wochen auf diesem Vers, was auch nicht schlimm ist. Hm? Natürlich. Das ist cool interessant, weil du das angemahnt hast, dass die Papstzeit ist. Es steht auch im 2. Könige der Neuen Zeugen, dass Karl Sanherib von Gerüchten erschreckt wird, wie Daniel 11. Ganz genau. Dankeschön. Für alle, die jetzt wissen, wovon, wie er gesprochen hat, Sanherib wurde durch ein Gerücht erschreckt und in der Endzeit sagt uns Daniel 11, dass der König des Nordens, das Papsttum, auch durch Gerüchte erschreckt werden wird. Daniel 11, Vers 44 und 45. Also gibt es mehrere Parallelen. Da könnte man das noch weiter studieren. Das, Dankeschön. Das ist interessant, nicht wahr, dass all diese Geschichten im Alten Testament von Königen und Propheten immer wieder ganz erstaunlich Parallelen zu unserer Zeit haben.
[20:16] Aber wir wollen jetzt über Offenbarung 12, 17, über den Geist der Weissagung reden. Also die erste Frage, die ich euch stelle, von der ich mir sicher bin, ihr könnt sie ganz einfach beantworten: Was ist der Geist der Weissagung? Sie war so einfach, dass ich die Anfrage schon gegeben habe. Also, es steht ja eigentlich das Zeugnis Jesu, es geht um den Geist der Weissagung.
[20:37] Dann stellt sich die zweite Frage, die ist fast genauso einfach. Woher wissen wir, dass das Zeugnis Jesu in Offenbarung 12, Vers 17 der Geist der Weissagung ist? Offenbarung 19, Vers 10. Das stimmt.
[20:47] Jetzt komme ich zu einer Frage, die vielleicht ein bisschen herausfordernd ist. Gibt es noch andere Stellen in der Bibel, wo es sich um den Geist der Weissagung handelt? Gibt es noch andere Stellen in der Bibel, wo von der Endzeit gesprochen wird, wo die Gabe der Prophetie erwähnt wird? Also Offenbarung 12, Vers 17 und Offenbarung 19, Vers 10 erwecken ja den Eindruck, dass es Prophetie am Ende der Zeit geben wird, Propheten oder so weiter. Gibt es noch andere Stellen in der Bibel, außer Offenbarung 12, 17 und 19, 10, die dieselbe Grundidee, wenn auch vielleicht in anderen Worten, verdeutlichen? Und wo steht dieser berühmte Vers? Joel. Genau. Joel.
[21:30] Lass uns mal hingehen zu diesem wunderbaren Buch, in dem es keine Schlangen gibt, sondern nur Schofahörner. Wer es fassen kann, der fasst es. In Joel 3 und dort Vers 1. Joel 3, Vers 1 heißt es.
[22:07] Was wird was für ein Tag sein oder was für eine Zeit sein? Schauen wir mal in Vers 3. Wir sind hier kurz vor der Wiederkunft. Joel 3 ist eine Prophezeiung auf die Zeit kurz vor der Wiederkunft. Und Joel 3 macht ganz deutlich, da wird es Prophezeiungen geben. Also Joel ist so ein Abschnitt. Wir wollen ja sehen, dass uns dieses Verständnis von dem Geist der Weissagung auf mehreren Säulen basiert, nicht auf einem Text oder zwei Texten. Wir wollen ja eine gründliche Basis haben.
[22:48] Kennt jemand noch Bibelstellen, die davon sprechen, dass es am Ende der Zeit den Geist der Weissagung geben wird? Ja, was sagt der Matthäus? Ja, Zeichen werden erwähnt. Wir wollen uns jetzt speziell auf den Geist der Weissagung konzentrieren. Weiß jemand noch, wo Bibelstellen etwas über den... Genau, das haben wir schon gesagt, nicht wahr? Offenbarung 19, Vers 10 ist ja der direkte Vers. 12, 17, 19, 10. Außer den beiden und außer Joel. Apostelgeschichte? Ja, Apostelgeschichte 2 spricht von der Ausgießung des Geistes, ganz genau. Zu Pfingsten und wir wissen, dass am Ende der Zeit nochmal so eine Ausgießung kommen wird. Ja, dankeschön.
[23:54] Schaut mal in Offenbarung 22. Das ist eigentlich so eine Art Erklärungsvers zu Offenbarung 19, wie wir es sehen werden. Genau, schaut mal in Offenbarung 20, Vers... Verzeihung, 22 natürlich, ja, Vers 9, genau. Offenbarung 22, Vers 9 sagt: "Und er sprach zu mir: Siehe dich vor, tue es nicht, denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten und derer, welche die Worte dieses Buches erzählen." Und er sagt: "Siehe dich vor, tue es nicht, denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten und derer, welche die Worte dieses Buches erzählen." Und er sagt: "Siehe dich vor, tue es nicht, denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an."
[24:41] Vergleich das mal mit Offenbarung 19, Vers 10. Diesen Vers, Offenbarung 19, Vers 10, den kennt ihr auch, nicht wahr? "Ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubieten, und er sprach zu mir: Siehe dich vor, tue es nicht, ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, das ist ihr beide, das trifft mich nicht."
[25:02] Was fällt euch auf? Offenbarung 19, Vers 10, Offenbarung 22, Neun. In beiden Fällen möchte Johannes den Engel anbeten, in beiden Fällen sagt der Engel nein. Das ist ganz offenbar nicht ein Parallelvers, das ist die Parallelversation. Was fällt euch noch auf, wenn ihr den Vers anschaut? Beide sagen: "Bete Gott an." Das ist ein sehr fruchtbares Studium, diese beiden Verse zu vergleichen. Der Engel bezeichnet sich als Mitknecht. Ja, er sagt in beiden Fällen, dass er Mitknecht ist. Was noch?
[25:44] Genau, schaut mal, das ist der entscheidende Punkt. In Offenbarung 19 heißt es: "Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Was haben? Das Zeugnis Jesu haben." Jetzt geht er zu Offenbarung 22. Da sagt er: "Denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten." Und genau, da kommt noch mehr. Die Brüder der Propheten. Wenn ihr beide zusammen nehmt die Verse, dann lehren sie, dass die, die das Zeugnis Jesu haben, also die mit dem Geist der Weissagung, besonders geholfen haben, dass das Propheten sind. Genau, da kommen wir gleich noch zu. Aber diesen Gedanken müssen wir ganz tief in euch hineinsinken lassen. Es gibt Leute, die sagen, ja, das Zeugnis Jesu oder der Geist der Weissagung ist, dass wir alle den Heiligen Geist, dass wir die Prophetie auslegen können. Aber die beiden Verse zusammen sagen ganz deutlich: Die, die den Geist der Weissagung haben, wirklich selbst haben sozusagen, das sind Propheten. Und die Offenbarung 12 spricht von den Übrigen, unter denen es Propheten geben muss, mindestens einen. Denn da muss das Zeugnis Jesu vorhanden sein. Das Zeugnis Jesu deutet nicht einfach nur auf ein allgemeines Verständnis von Prophetie, dass wir irgendwie interessiert sind an Prophetie, es deutet tatsächlich auf Propheten im eigentlichen Sinne, im engeren Sinne.
[27:20] Du wolltest noch was sagen in Offenbarung 1.
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