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In dieser Predigt, die auf Offenbarung 11,17b-18a basiert, beleuchtet Christopher Kramp die Allmacht Gottes und seine Herrschaft. Er erklärt, wie die Allmacht Gottes sich in seiner Ewigkeit und Unveränderlichkeit zeigt und wie das Reich Gottes durch Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist charakterisiert ist. Die Predigt verbindet biblische Konzepte mit praktischen Lebensanwendungen und betont die Kraft des Evangeliums, die sich in der Erlösung und der Wiederherstellung des Reiches Gottes manifestiert.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] 2012, das macht uns aber nicht traurig, weil auch ein Jahr 2013 kommen wird und wir werden da weitermachen. Wir haben in diesem Jahr viel gelernt, oder? Als wir in diesem Jahr angefangen haben, da waren wir noch mitten in Offenbarung 10, dann sind wir irgendwann zu Offenbarung 11 übergegangen und jetzt sind wir mit Offenbarung 11 fast am Ende. Wir werden am Ende dieses Jahres alles gemacht haben, nur noch ein Vers wird übrig bleiben, den werden wir Anfang nächsten Jahres machen und dann fangen wir dann zu Beginn des nächsten Jahres an, in Offenbarung 12 hineinzugehen, dazu aber mal später noch mehr. Wir wollen jeden Abend, wie jeden Abend auch heute, beginnen mit einem Gebet und dann geht's direkt an unser Thema.

[1:04] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein wunderbares Wort, für die Gelegenheit jetzt es zu studieren. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns Weisheit schenkst und Verstand, dass du uns deinen Heiligen Geist hast, dass du ihn ausschüttest, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest und dass wir die Offenbarung so verstehen, wie du sie gemeint hast. Und wir bitten dich, dass wir die Wahrheiten in unser Herz hineinlassen und dass sie uns praktisch verändern und dass wir dir ähnlicher werden nach deiner Verheißung. Amen.

[1:37] Da wir letzte Woche mit Vers 17 nur bis zur Hälfte gekommen sind und wir deswegen heute Vers 17b und 18 haben, habe ich mir gedacht, lassen wir heute mal die Fragen weg und gehen direkt in die Offenbarung hinein. Wir hatten auch nicht so viele neue Fragen. Noch aufstehende Fragen werden wir dann das nächste Mal beantworten. Aber heute wollen wir uns direkt hineinbegeben, weil wir heute viel vorhaben und wir es gut verstehen wollen. Wir haben letzte Woche uns Gedanken gemacht über Offenbarung 11 Vers 17. Wir können das nochmal lesen. 11 Vers 17, da ging es um dieses Gebet der 24 Ältesten, die da im Thron Gottes sind, niedergefallen sind und gesagt haben und sprachen in Offenbarung 11 Vers 17: „Wir danken dir, oh Herr Gott, du Allmächtiger, der du bist und der du warst und der du kommst, dass du deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast.“ Kann sich jemand von euch erinnern, was wir letzte Woche studiert haben? Das Thema Dank. Wir haben uns Gedanken gemacht, warum man und wofür man alles Gott dankbar sein kann. Könnt ihr euch erinnern? Und es war ein sehr interessantes und sehr wichtiges Studium. Wir wollen das nicht alles wiederholen. Ich habe hier nochmal das aufgeschrieben oder nochmal rausgeholt. Wir haben gesehen, dass Nichtdanken dazu führt, dass unser Licht, das wir haben, verschwindet. Ich weiß, dass das finster wird im Herzen. Und falscher Dank führt dazu, dass wir keine Vergebung bekommen. Aber hier haben wir eine ganze Reihe von Gründen und es ist sicherlich keine vollständige Liste. Angefangen von dem sehr allgemeinen, wir danken für alles. Darüber, dass man die Bibel als Gottes Wort annimmt. Wir danken für die Güte, für die Freundlichkeit, für ein reines Gewissen. Dafür, dass wir die Prophetie verstehen können, dass er Gebete erhört. Dass Gott so spricht, wie er zu uns spricht. Dass er auch uns Unwaisen oder Nichtstudierten gerne weitergibt. Dass wir für das Essen danken, für das Trinken usw. Für Missionserfolg, fürs Abendmahl, für unaussprechliche Gaben. Dinge, die wir gar nicht bezeichnen können. Für Kraft und Berufung zum Dienst, für die Gnade in Jesus, für Bewahrung, für Sieg in Jesus, Heilung. Für die Neubekehrten, für deren Missionseifer, dass wir ein Erbe haben. Für Worte und Taten in Christus und die Liste, die sich fortsetzt. Wir haben gesehen, danken ist ein wichtiges Thema in der Bibel und es ist sehr praktisch. Wer von euch hat eigentlich versucht, in der letzten Woche mehr zu danken? Schön. Wir wollen das ja, was wir lernen, auch praktisch umsetzen.

[4:05] Heute wollen wir uns weitere Gedanken machen über diesen Vers 17. Es heißt ja: „Wir danken dir, oh Herr, Gott, du Allmächtiger, der du bist und der du warst und der du kommst, dass du deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast.“ Der nächste Aspekt, der hier eine Rolle spielt, ist offensichtlich die Allmacht Gottes. Da wollen wir kurz ein bisschen uns drüber Gedanken machen. Die Allmacht Gottes. Wenn wir darüber nachdenken, dass Gott der Allmächtige ist. Welche Bibelstellen würden euch einfallen? Gottes Allmacht. Das erste Gebot, okay. Es gibt keine anderen Götter. Der Einzige, der alle Macht hat. Schöpfung ist der Ausdruck der Allmacht Gottes, nicht wahr? Er sprach und es stand da. Es geschah. Ganz genau. Schaut mal mit mir in 1. Mose 17. 1. Mose 17, Vers 1. Ganz genau. Bevor wir da hingehen, schaut mal mit mir zu 2. Mose 6, Vers 3. Was ist der Name Gottes? Ich bin Jahwe, nicht wahr? Und meistens wird es übersetzt mit „der Herr“ in unseren Bibeln, nicht wahr? Schaut mal mit mir in 2. Mose 6, Vers 3. Das ist ein interessanter Vers. Das heißt es.

[6:05] Der Vers ist übrigens sehr interessant, nur nebenbei gesagt. Es gibt einige Menschen, die glauben, man muss den Namen Gottes aussprechen, um erlöst zu werden. Ihr wisst ja, die Bibel sagt, im Namen Gottes ist die Erlösung. Viele Menschen glauben, das bedeutet, man wird nur dann gerettet, wenn man in der Kirche ist, die den richtigen Namen weiß, wie der Name ausgesprochen wird. Und meistens sind das dann Menschen, die darauf bestehen, dass man den Namen Jehova aussprechen muss. Und wenn man den Namen nicht Jehova ausspricht, dann kann man nicht gerettet werden, verkürzt dargestellt. Das Interessante ist, dass wir hier ein Beispiel haben in der Bibel, wo ganz deutlich wird, dass es Menschen gab wie Abraham, Isaak und Jakob, die gerettet werden, oder? Werden die im Himmel sein? Ganz genau, wir haben Bibelstellen, die das beweisen, dass sie im Himmel sein werden. Dass sie ihr ganzes Leben lang mit Gott gelebt haben. In manchen Fällen auch mal gefallen sind, wie aufgestanden sind. Ohne, dass sie jemals gewusst haben, dass Gott J-H-W-H heißt. Also könnt ihr sehen, dass es offensichtlich nicht wichtig ist, diese Buchstabenkombination zu kennen. Und dass es keine Erlösungsfrage ist, was genau der richtige Name Gottes ist. Weil wir haben Leute hier in der Bibel, die das auch nicht gewusst haben. Und Gott hätte es ihnen offenbaren können, aber aus einem bestimmten Grund hat er das nicht gemacht. Das wäre jetzt nicht unser Thema, das jetzt genau zu erörtern, warum er das in dem Moment gemacht hat, hier in 2. Mose. Aber das nur so nebenbei. Worauf es mir eigentlich ankommt hier in Vers 3 ist, dass Gott sich hier als welcher bezeichnet? Gott der Allmächtige. Und das ist ein Begriff, wenn wir das Alte Testament durchlesen, ich würde sagen 1. Mose durchlesen, kommt dieser Begriff immer und immer wieder. Gott der Allmächtige, El Shaddai. Gott der Allmächtige. Ein Beispiel, das wir vorhin aufgeschlagen haben, 1. Mose 17, Vers 1.

[7:52] 1. Mose 17, Vers 1. Da heißt es: „Als nun Abram 99 Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige, El Shaddai. Wandle vor mir und sei untadelig.“ Das ist ein Begriff, der immer wieder vorkommt im Bezug im 1. Buch Mose. Gott der Allmächtige, der Allmächtige, der Allmächtige. Jetzt kommt der Begriff Gott der Allmächtige auch im Neuen Testament vor. Ratet mal, in wie vielen Büchern er vorkommt. Ihr habt ja schon ein bisschen was im Neuen Testament gelesen. Galaterbrief gelesen, Römerbrief gelesen, Apostelgeschichte usw. Jetzt, wie oft liest man da Gott der Allmächtige, Gott der Allmächtige? Eigentlich nicht so oft, oder? Und im Grunde genommen, es steht in keinem neutestamentlichen Buch, außer in einem. Es gibt nur ein neutestamentliches Buch, wo steht Gott der Allmächtige. Und das ist die Offenbarung. Und wir wollen uns die paar Stellen anschauen, wo das vorkommt. Das ist ganz interessant. In Offenbarung 1 Vers 8 zum Beispiel.

[9:24] Offenbarung 1 Vers 8 sagt uns: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Sprich daher: Der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“ Da sind einige wichtige Gedanken drin. Erstens ist Gott Anfang und Ende. Und zweitens, warum steht da Alpha und Omega? Das wisst ihr, oder? Genau. Omega ist bei uns der letzte Buchstabe im Griechischen. Das ist der Grund. Und habt ihr mal darüber nachgedacht, dass Gott hier über sich selbst in Buchstaben spricht? Das Wort Gottes, nicht wahr? Das ganze Wort Gottes, egal womit man sein Wort macht, man muss es mit etwas machen, was zwischen Alpha und Omega ist. Und Gott ist das Alpha und das Omega. Anfang und Ende. Das ist ein interessanter Gedanke. Er ist der Allmächtige. Schauen wir weiter in Offenbarung 4 Vers 8.

[10:27] Offenbarung 4 Vers 8. Und ihr seht bestimmte Elemente, die immer wieder vorkommen hier. Offenbarung 4 Vers 8: „Und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.“ Haben wir jetzt gleich die Idee, nicht wahr? Der war und der ist und der kommt. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Offenbarung 15 Vers 3.

[11:15] Offenbarung 15 Vers 3, da heißt es: „Und sie singen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sprechen: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr Gott, du Allmächtiger. Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Heiligen.“ Da geht es darum, dass egal was Gott tut, egal was er mit seiner Macht ausführt, es ist immer gerecht. Es ist immer richtig. Oder werden wir alle mal zukommen, dass wir das sagen, nicht wahr? Jeder von uns wird das mal sagen. Die Frage ist nur, sagen wir es zum richtigen Zeitpunkt oder zu spät. Das ist die entscheidende Frage. Offenbarung 16 Vers 7.

[11:54] Da haben wir auch den gleichen Gedanken. Offenbarung 16 Vers 7 sagt uns: „Und ich hörte einen anderen vom Altar her sagen: Ja, oh Herr Gott, du Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte.“ Also seht ihr, es sind immer die gleichen Ideen, die mit der Allmacht Gottes zusammenhängen. Seine Ewigkeit, seine Unveränderlichkeit, der ist, der war und der kommt, dass er sozusagen das Absolute ist, das Alpha und Omega, und dass alles, was er tut, gerecht ist. Und dann haben wir noch Offenbarung 16 Vers 14, als letztes Mal, wo das vorkommt.

[12:23] Offenbarung 16 Vers 14. Es sind nämlich dämonische Geister, die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes des Allmächtigen. Jetzt, das Wort „Gott Allmächtiger“ wird also schwerpunktmäßig vor allem in 1. Mose und in der Offenbarung verwendet. Warum ist das so interessant? Anfang und Ende. Gibt es einige Verbindungen zwischen 1. Mose und Offenbarung? Haben die beiden Bücher was miteinander zu tun, außer dass es das erste und letzte Buch ist? In 1. Mose? Ich meine 1. Mose und Offenbarung, was sind die Verbindungen? Es gibt aber besonders die ersten zwei Kapitel und die letzten zwei Kapitel, also in der Offenbarung. Es ist von eben zu eben, also vom Paradies ist verloren gegangen und wird wiederhergestellt. Genau, nur die Offenbarung und das erste Buch Mose sprechen von einer sündlosen Welt. 1. Mose spricht in 1. Mose 1 und 2 von dem Paradies und Offenbarung spricht dann im vorletzten und letzten Kapitel von dem wiederhergestellten Paradies. Übrigens, wovon spricht 1. Mose im dritten Kapitel? Vom sündigen Fall. Wovon spricht Offenbarung im drittletzten Kapitel? Wie die Sünde ausgerottet wird durch das Feuer, das fällt. Also wir haben die Schöpfung der Welt, den Garten Eden, erstes, zweites Kapitel, das Paradies, alles ohne Sünde, dann im dritten Kapitel kommt die Sünde. Und dann kommen noch viele Kapitel, viele Bücher, der ganze Erlösungsplan und ganz am Ende kommt die Offenbarung. Im drittletzten Kapitel wird die Sünde ausgerottet und im vorletzten und letzten Kapitel ist das Paradies wiederhergestellt. Da sieht man den großen Wurm der Bibel. Es ist wie eine gewaltige Klammer, die die ganze Bibel umspannt. Gibt es noch mehr Dinge, die vor allem in 1. Mose und in Offenbarung vorkommen? Wo es so eine Klammer gibt, eine Verbindung zwischen 1. Mose und Offenbarung? Ja, die Schöpfung habe ich schon gesagt. Was würde er sagen? 1. Mose und Offenbarung. Andere Themen, die in 1. Mose vorkommen, die dann in der Offenbarung nochmal groß aufgegriffen werden? Die Auseinandersetzung um Anbetung geht los mit 1. Mose 4, der Kampf um die Anbetung. Das ist ein wichtiges Thema, das da kommt und das in der Offenbarung wieder vorkommt. Zwei Gruppen von Menschen, eine wahre Anbetung und eine falsche Anbetung. Was noch? Themen, die in 1. Mose ganz wichtig sind, die in der Offenbarung wieder vorkommen. Worum geht es in 1. Mose 10 und 11? 1. Mose 10 und 11, da geht es... Ja, auch. Da kommt dann ein bestimmter... Der Turm von Babel, Babylon. Die Rebellion gegen Gott, Babylon, die Gewalt, die große Stadt. Kommt das in der Offenbarung auch wieder vor? Die große Stadt, die rebelliert, die alle Nationen, also die Einheit zusammenführen will. Gleiche Idee. Und dann haben wir Abram, der herausgerufen wird aus Babylon. „Geh aus deiner Stadt heraus, aus deiner Nation, aus deinem Volk. Dein Land werde ich dir zeigen.“ Und was haben wir in der Offenbarung? Jesus ruft zu seinem Volk: „Kommt aus ihr heraus, mein Volk.“ Das wird auch eine schwierige Entscheidung sein. Da geht man auch nicht einfach so. Da muss man auch vieles zurücklassen. Und das sind jetzt nur einige wenige Beispiele. Denkt an Sodom und Gomorra, wo Feuer vom Himmel fällt, die Sünder vernichtet. Und gibt es da eine Parallele in der Offenbarung? Offenbarung 20, Feuer fällt vom Himmel. Das heißt, das erste Buch der Bibel und das letzte Buch haben durchaus eine ganz interessante Verbindung zueinander. Das ist eigentlich nur so ein Nebenpunkt, den wir machen wollten. Und das drückt sich auch daran aus, diese Verwendung von „Gott der Allmächtige“. Vor allem in 1. Mose und Offenbarung. Ich habe euch eine Sache falsch gesagt. Es gibt eine andere neutestamentliche Stelle, wo das Wort „Gott Allmächtiger“ vorkommt. Das ist 2. Korinther 6 Vers 18. Nur so als noch Ergänzung. Also in 2. Korinther 6 Vers 18 kommt das Wort „Gott Allmächtiger“ auch nochmal vor im Griechischen. Nur an diesen Stellen? Genau, an diesen Stellen. Ansonsten wird er meistens nur Gott genannt oder der Herr. Das reicht ja auch so, um zu wissen, dass er allmächtig ist. Aber das kommt gar nicht so oft vor.

[17:00] Jetzt schaut mal mit mir. Lass mich noch eine Frage stellen. Bezieht sich „Gott, der Allmächtige“ allein auf Gott den Vater oder auch auf Jesus? Auch auf Jesus. Aber haben wir eine Bibelstelle, die sagt, dass Jesus allmächtig ist? Ja. Er ist der Schöpfer, er hat alles gemacht. Ja, er hat sich selbst wieder auferweckt, genau. Aber steht eine Stelle explizit, dass Jesus allmächtig ist? Oder dass er alle Macht hat? Er sagt... Wenn ich euch das sage, würde ich sagen, ja, natürlich. Ganz bekannter Vers, den habt ihr ja alle schon auswendig genannt. Genau, Missionsbefehl. Was sagt er nämlich? „Mir ist gegeben, alle Gewalt und alle Macht im Himmel und auf Erden.“ Egal was es gibt, deine Macht im Himmel und Erden ist alles meins. Ich habe es, ja. Und es wird ihm wieder... Nicht, dass er es jetzt im Himmel bekommt, sondern er bekommt es wieder zurück. Er hatte alle Macht gehabt, hat sie zurückgelassen, nicht wahr? Er kam auf die Erde, wurde Mensch und als er in den Himmel kommt, wird ihm die Macht wieder gegeben. Er sagt: „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.“ Also, wenn es hier von Jesus, von Gott heißt, dass er allmächtig ist, meint das natürlich auch die anderen Personen der Gottheit mit. Und dann hatten wir gelesen, dass der Allmächtige, dass er war, ist und kommt. Was drückt das aus? Ewigkeit, nicht wahr? Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Und wie wird das über Jesus auch gesagt? Dass er war, ist und kommt. Natürlich.

[18:45] Ich gebe zu, es ist nicht ganz so einfach. Das könnte man schon mal gelesen haben. Schaut mal mit mir in Hebräer. Hebräer 13... Vers 8, das ist ein schöner Vers. Hebräer 13, Vers 8. Hebräer 13, Vers 8 sagt uns: „Hebräer 13, Vers 8: Jesus Christus ist derselbe, gestern und heute und auch in Ewigkeit.“ Also genau die gleiche Idee. Der ist, also der war, der ist und der kommt. Jesus Christus ist derselbe. Das heißt, der war und der ist und der kommt, deutet darauf hin, dass Gott sich nicht ändert. Es gibt Leute, es gibt Theologen, die sagen tatsächlich, ich weiß nicht, ob ihr das schon mal gehört habt, aber es gibt Leute, die sagen tatsächlich, dass Gott sich verändert. Dass er sich quasi den Menschen anpasst von Kultur zu Kultur. Und der Grund, warum manche das sagen, ist ganz einfach, weil sie natürlich sagen können, das steht zwar in der Bibel so, das war damals so, Gott hat sich geändert. Das ist natürlich ein billiger Trick, um so manche Anweisungen der Bibel umgehen zu können. Aber die Bibel ist ganz deutlich, Gott ändert sich nicht. Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Derselbe Jesus, der auf der Erde war, ist derselbe Jesus heute. Jetzt, das hat praktische Implikationen. Denkt mal darüber nach. Wenn derselbe Jesus, der damals auf der Erde ist, derselbe Jesus, der heute im himmlischen Heiligtum ist, dann bedeutet das, wenn derselbe Jesus in meinem Herzen wohnt, dann möchte derselbe Jesus auch dasselbe tun. Das heißt, wenn ich wissen will, was bedeutet es, dass Jesus in meinem Herzen wohnt, muss ich einfach nur fragen, was hat denn Jesus früher gemacht, als er auf der Erde war? Welchen Charakter hat er gehabt? Was hat er für Dinge getan? Welche Dinge hat er nicht getan? Worauf hat er verzichtet und was war für ihn wichtig? Und wenn Jesus in meinem Herzen wohnt, wird derselbe, weil Jesus sich nicht ändert, der wird nicht plötzlich säkular und sagt, naja, wir machen jetzt alles ganz anders. Der bleibt der gleiche, nicht wahr? Und darin kann man erkennen, inwieweit Jesus wirklich in meinem Herzen lebt. Man kann es tatsächlich vergleichen, denn Jesus ist derselbe gestern und in Ewigkeit. Und schaut mal mit mir in Maleachi 3, Vers 6, wo Gott diesen Gedanken auch nochmal deutlich macht.

[21:12] Maleachi, letztes Buch des Alten Testaments. Wisst ihr, was Maleachi heißt, übersetzt? Maleachi heißt „mein Bote“, der Bote des Herrn, Maleachi. Maleachi 3. Übrigens ist es interessant, weil in Maleachi 3, Vers 1 sagt er auch: „Siehe, ich sende meinen Boten, meinen Maleachi sozusagen, der von mir den Weg bereiten soll.“ Aber das war natürlich nicht Maleachi mit gemeint, sondern Johannes der Täufer. Aber das ist gar nicht unser Thema. Maleachi 3, Vers 6 sagt uns: „Maleachi 3, Vers 6.“ Und dann sagt er etwas Interessantes: „Deshalb seid ihr, die Kinder Jakobs, nicht zugrunde gegangen.“ Manche übersetzen auch: „Aber ihr hört nicht auf, euch zu verändern.“ Aber der entscheidende Punkt steht in Vers 1, im ersten Teil des Verses. Und das hat was mit seiner Allmacht zu tun. Gott ist berechenbar. Viele heidnische Religionen haben eine unglaubliche Angst entwickelt gegenüber ihren Göttern. Die hatten auch viel Macht, die waren Naturgewalten. Aber sie hatten Angst vor ihren Göttern, weil die vermeintlichen Götter waren unberechenbar. Die haben auch nur ihr eigenes Ding gemacht. Man wusste nie genau, was sie jetzt im Schilde führen. Aber Jesus sagt, ich bin derselbe. Gott sagt, ich bin derselbe, ich ändere mich nicht. Du kannst dich darauf verlassen, dass die selben Prinzipien, die hier stehen, auch heute noch gelten, das ändert sich nichts. Und das ist in unserem Leben, wo sich so viel ändert, wo alles hoch und runter geht, links und rechts, und man ständig sich anpassen muss an manche Dinge, wie eine Nadel zum Pol. Man kann sich nicht mehr darauf ausrichten. Das bleibt. Und es ist wichtig, dass man einen Anker hat. Egal was ist, Gott ändert sich nicht. Und sein Angebot bleibt immer das gleiche. Habt ihr mal das Gefühl gehabt, dass ihr euch zu weit von Gott entfernt habt? Das passiert. Weil es ist eine Methode, Satan zu uns erst in die Sünde zu führen. Und wenn wir dann drin sind, uns einzureden: „Du bist jetzt zum 220. Mal gefallen, jetzt ist sozusagen die letzte Chance vorbei.“ Aber wenn wir diesen Vers verstehen, Gott ändert sich nicht, heißt das, Gott ist immer konstant. Er bleibt die Tür immer offen. Und wenn wir rausgehen, bleibt die Tür offen. Es wäre unsere eigene Schuld, wenn wir uns einreden lassen, dass die Tür zu ist. Wir können zurückgehen. Natürlich bis zu dem Zeitpunkt, wo die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen ist. Und dann keine Umkehr möglich ist. Er klopft an unsere Tür. Er kommt immer wieder. Und Gott bleibt derselbe. Das heißt übrigens, in Bezug auf die Sünde gegen den Heiligen Geist, wo wir gerade beim Thema sind, das bedeutet übrigens, dass Gott sich dann auch nicht ändert. Es ist nicht so, wie viele denken, dass Gott sagt, ich bin gnädig, gnädig, gnädig. Er versucht irgendwann auch gnädig zu sein. Sondern er ist nach dem Ende der Gnadenzeit genauso gnädig. Das Problem ist, dass die Menschen sich so weit entfernt haben, dass die Gnade sie nicht mehr erreicht. Das ist das Problem. Die Gnade ist immer noch da. Es ist nicht so, dass Gott mit der Gnade aufhört, sondern die Menschen haben sich immer mehr hinausbewegt, bis zu dem Punkt, wo selbst Gott die Gnade nicht mehr erreichen kann. Aus ihrer eigenen Entscheidung. Deswegen hört Gott dann auf und sagt: „Ich kann euch nicht mehr erreichen.“ Aber Gott bleibt der Gleiche. Auch dem Ende der Gnadenzeit ist Gott immer noch gnädig. Nur es nützt den Menschen nichts mehr, weil sie sich dagegen entschieden haben.

[24:52] Jetzt wollen wir uns noch kurz Gedanken machen über die Herrschaft Gottes, wie sie hier in Offenbarung 11, Vers 17 angedeutet. Dann gehen wir bald in Vers 18, weil da haben wir einiges Spannendes zu studieren heute. In Offenbarung 11, Vers 17 heißt es ja: „Wir danken dir, oh Herr Gott, du Allmächtiger, der du bist und der du warst und der du kommst, dass du deine große Macht an dich genommen hast und die Königsherrschaft angetreten hast.“ Was ist die Herrschaft Gottes? Er sagt: „Du hast deine große Macht genommen und hast deine Herrschaft angenommen.“ Heißt das, dass Gott vorher nicht regiert hat? Das heißt ja hier, am gewissen Zeitpunkt, „wir danken dir, dass du deine große Macht an dich genommen hast und die Königsherrschaft angetreten ist.“ Wäre übrigens ein extra Grund zu danken. Ich war, danke Gott, dass du regierst. Hat Gott jetzt, hat Gott die Königsherrschaft angenommen und die Königsherrschaft angenommen? Hat Gott jetzt aufgehört zu regieren oder regiert er schon immer und immer gleich? Was ist die Herrschaft Gottes? Was würdet ihr sagen? Vielleicht das Gericht? Ja? Was würdest du sagen? Wenn ich das Beispiel Jesu anschaue, ist eigentlich, besteht es darin, dass Gott uns eigentlich dient. Ja, also Jesus sagt: „Wer Gott retten will, sei euer Diener.“ Das heißt offensichtlich, Herrschaft hat was mit Dienst zu tun. Das ist ein ganz entscheidendes Charakteristikum der Herrschaft Gottes. Das Kreuz, da war er König der Juden am Kreuz. Das ist sozusagen der letztendliche Punkt vom Dienst, von der Liebe. Genau.

[27:00] Es gibt diesen Zeitpunkt, wo, also wenn wir hier so eine Zeitlinie machen, diese Zeitlinie haben und sagen, okay, hier ist die Wiederkunft, dann gibt es hier vorher den Zeitpunkt, wo Jesus gekrönt wird, ja? Im himmlischen Heiligtum. Wir werden gleich noch später dazu kommen und uns darüber Gedanken machen. Aber wenn er hier zum König gekrönt wird, war er vorher schon König? Okay.

[27:56] Fangen wir mal systematisch an. Wenn ich eine Herrschaft, wenn ich herrsche, was habe ich dann? Ein Reich. Und ich habe Macht. Ich brauche ein Reich, und in diesem Reich herrsche ich mit Macht. Das sind zwei entscheidende Dinge. Frage Nummer eins: Was ist das Reich Gottes? Das hat er schon mal, genau. Das freut mich. Da gibt es einen Bibeltext. Fast genauso. Römer 14.

[28:36] Vers 17. Römer 14, Vers 17. Das heißt: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern was? Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.“ Das heißt, das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Mit anderen Worten, wo diese Dinge sind, das Reich Gottes. Und wo diese Dinge nicht sind, das Reich Satans. Ungerechtigkeit, Krieg und die Abwesenheit des Heiligen Geistes. Übrigens, was ist das Gegenteil? Was ist das Gegenteil von Gerechtigkeit? Ungerechtigkeit. Was ist Ungerechtigkeit? Sünde. Die Bibel sagt in 1. Johannes 5, Vers 17: „Jede Ungerechtigkeit ist Sünde.“ Das heißt, das Gegenteil vom Reich Gottes ist Sünde. Mit anderen Worten, da wo Sünde ist, ist nicht das Reich Gottes. Was ist das Gegenteil von Friede, haben wir schon gesagt? Krieg. Da wo Krieg ist, das Reich Gottes, das ist das, was Satan angefangen hat. Es entstand Krieg oder ein Kampf im Himmel. Und was ist das Gegenteil von Freude? Das ist Trauer, nicht wahr? Was ist das Gegenteil vom Heiligen Geist? Ja, das Gegenteil vom Heiligen Geist. Es gibt, gerade der Paulus verwendet immer so einen Wechsel, Gegensatz. Geist und Fleisch. Das Fleisch, nicht wahr? Da wo solche Menschen nach dem Fleisch leben und einfach nur nach ihrem eigenen lüsten, das ist das Reich Gottes. Das sind sozusagen die Gegensätze. Sünde, Krieg und Fleisch. Und unsere Welt ist genau in diese Dinge hineingegriffen. Hineinge... Wie soll man sagen? Hineinge... Nicht geplumpst, aber wir sind da hineingegangen. Durch unsere eigene Entscheidung. Wir haben uns für die Sünde entschieden. Wir haben uns für den Kampf, für die Rebellion gegen Gott entschieden, für das Leben nach dem Fleisch. Und Gott möchte das Reich Gottes zu uns bringen, nicht wahr? Und wie hat er das gemacht, dass er das Reich Gottes zu uns brachte? Mal ein bisschen Wiederholung. Wir haben das in Vers 16 schon mal ein bisschen angeschaut. Wie hat er das gemacht, dass das Reich Gottes wieder... Übrigens, als Gott die Welt geschaffen hat, gehen wir jetzt da so lang, als Gott die Welt geschaffen hat, war das vorhanden hier? Gerechtigkeit, war da Gerechtigkeit? Völlige Gerechtigkeit zwischen Adam und Eva und den Tieren, war alles gerecht, nicht wahr? War da Friede? War da Freude im Heiligen Geist? Und dann kommt Kapitel 3 und dann war das alles weg, nicht wahr? Da war plötzlich Sünde. Da haben sie angefangen sich zu streiten. Und sie sind traurig, aus dem Garteneben verlassen. Mussten den Garteneben verlassen. Und nach vielen tausenden Jahren dringt, möchte Gott diesen Zustand wieder herstellen. Und wie macht er das? Ja, schon vorher. Schon vorher. Letztendlich durch den Opfertod.

[32:00] Das Reich Gottes kommt auf die Erde, nicht wahr? Durch wen? Durch Jesus. Was sagt Jesus, als er seinen Predigtdienst beginnt? Schaut mal mit mir nach. Das auch, ja. Und in Markus, genau, Markus 1, Vers 15.

[32:46] Da heißt es: „Und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nah.“ Er sagt an einer anderen Stelle: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte.“ Könnt ihr euch erinnern? Sondern: „Das Reich Gottes ist in euch.“ Und zwar, es kommt durch Jesus. „Tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Jesus sagt, das Reich Gottes kommt, er beginnt seine Predigt damit, er wird getauft, nicht wahr? Er beginnt seine in Galiläa zu predigen nach einiger Zeit und sagt: „Das Reich Gottes ist nah.“ Das heißt, was ist nah gekommen? Was ist nah gekommen? Sagen wir es nochmal. Gerechtigkeit. Was sagt die Bibel über Jesus und Gerechtigkeit? Er ist unsere Gerechtigkeit, der Herr unserer Gerechtigkeit, nicht wahr? Was sagt die Bibel über Jesus und Frieden? Er ist der Friedefürst, nicht wahr? In einer der Prophezeiungen, 1. Mose 49, wird er der Schilo genannt, der den Frieden bringt. Gibt es eine Verbindung zwischen Jesus und dem Heiligen Geist? Gott ist Geist, er war erfüllt vom Heiligen Geist. Er sagt: „Ich habe eine Taufe, mit der die Welt getauft werden muss.“ Er tauft mit Heiligem Geist. Johannes sagt: „Ich taufe mit Wasser, weil der nach mir kommt, tauft mit Wasser und mit dem Heiligen Geist.“ Jesus hat also den Heiligen Geist gebracht. Er hat die Freude im Heiligen Geist gebracht.

[34:12] Dann gibt es etwas über das Reich Gottes, was wir noch lernen wollen. Nein, bevor wir das anschauen. Es gibt das Reich Gottes und es gibt die Macht oder Kraft. Die Kraft oder Macht ist sozusagen die Autorität, mit der der Herrscher in seinem Reich regiert. Wenn ich ein Kaiser bin, dann habe ich ein Kaiserreich. Dann habe ich immer noch meine Kaiserautorität, mit der ich alles bewirken kann. Das sind zwei eng verwandte, aber doch unterschiedliche Dinge. Die Frage ist, worin besteht die Kraft Gottes, mit der er es schafft, diese Dinge hervorzubringen? Ein Kaiser hat als Macht zum Beispiel eine starke Armee. Das gehört zur Macht eines Kaisers. Er hat viel Geld. Mithilfe seiner Truppenstärke und seiner finanziellen Macht kann er sein Königreich oder sein Kaiserreich aufrechterhalten oder es erobern oder vergrößern. Die Frage ist, mit welcher Kraft kann Gott sein Reich, das heißt Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist, aufrechterhalten und vergrößern? Das heißt, dass es zu anderen auch kommt.

[35:28] Sehr gut. Wo steht, dass das Evangelium die Kraft ist? Stimmt, auch in dem Psalm. Erstmal steht hier natürlich: „Das Reich Gottes ist nahe gekommen, glaubt an das Evangelium.“ Da sehen wir schon die Verbindung, aber der deutlichste Vers ist Römer 1. Römer 1, Vers 16.

[36:02] Genau, denn es ist Gottes Kraft. Es ist Gottes Kraft zur Rettung. Seine Macht liegt im Evangelium. Was sagt die Bibel? Wie viel Macht hat er? Alle Macht. Gottes Allmacht. Jetzt werdet ihr über Gottes Allmacht nachdenken. Was denken die meisten? Die denken einfach nur, Gott kann einfach alles, was er will. Und das stimmt ja auch. Aber das ist nicht die letztendliche Tiefe vom Thema Allmacht, dass Gott einfach alles machen kann, was er will. Sondern es geht noch ein ganz enges Ende tiefer, nämlich die Allmacht, mit der er herrscht, ist sein Evangelium. Die gute Nachricht, seine Liebe, seine Opferbereitschaft. Denn durch diese Kraft ist er in der Lage, sein Reich aufrechtzuerhalten und sein Reich zu anderen zu bringen. Durch das Evangelium kann er Gerechtigkeit bringen. Durch das Evangelium kann er Frieden bringen. Durch das Evangelium kann er Freude im Heiligen Geist bringen. Die Kraft ist das Evangelium.

[37:10] Ganz genau. Schaut mal mit mir in 1. Korinther. In 1. Korinther, der Paulus hat das gewusst. Der Paulus war ja ein guter Evangelist. Der Paulus ist erst durch Kleinasien gezogen, dann ist er nach Griechenland gegangen, auf den Ruf: „Komm, wir rüber nach Mazedonien.“ Und er kam nach Athen. Und Athen war berühmt. Wofür war Athen berühmt? Die Philosophen. Die epikureischen Philosophen und die stoischen Philosophen. Also die Griechen, die waren wirklich, oder sind wahrscheinlich heute immer noch, Denker. Große Denker. Und er hat sich gedacht, zu denen kann ich vielleicht nicht kommen, einfach sagen, es ist vor euch gestorben. Da muss ich erstmal philosophisch anfangen zu argumentieren. Und hat versucht, hat wirklich eine brillante Rede gehalten auf dem Areopag. Wirklich brillant. Und es haben sich ein paar Menschen entschieden. Ein paar Menschen haben sich für Christus entschieden. Viele haben gesagt: „So ein Quatsch. Das ist unwissenschaftlich.“ Aber es ist keine große Gemeinde entstanden in Athen. Der Paulus hat versucht, Logik mit Logik zu argumentieren, Wissenschaft mit Wissenschaft. Er war hochintellektuell. Der Paulus konnte das. Aber dann kommt er nach Korinth, zur nächsten Stadt. Und Korinth ist auch eine große Stadt. Aber er sagt sich, als er zurückschaut nach dem, was er in Athen erlebt hat, sagt er sich: „Das hatte nicht so viel Kraft, wie es hätte haben können. Lass mich einen anderen Plan probieren.“ Und er sagt dann in 1. Korinther 2, 1. Korinther 2, Vers 2, sagt er: „Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch, das heißt unter den Korinthern, nichts anderes zu wissen, als nur Jesus Christus und zwar als Gekreuzigten.“ Ich lasse jetzt den ganzen Quatsch mit der Philosophie. Er hat in Athen auch griechische Philosophen zitiert, hat versucht Brücken herzustellen. „Das haben eure Leute auch schon gesagt.“ Und hat da groß argumentiert. Hat alles gar nicht so viel gebracht. Ich predige jetzt nur noch Jesus, den Gekreuzigten. Das einfache, simple Evangelium. Was passiert? Eine riesige Gemeinde in Korinth ist entstanden. Und er hat es verstanden. Denn er sagt dann, schaut mal, in 1. Korinther 1, Vers 17, 1. Korinther 1, Vers 17, heißt es: „Denn Christus hat mich nicht gesandt, sondern das Evangelium zu verkündigen, und zwar nicht in Redeweisheit, also in Rhetorik, in irgendwie blumigen Worten und in großen Reden, damit nicht das Kreuz des Christus, was steht da? Entkräftet wird.“ Jetzt, was passiert, wenn man hochgestochen, blumig, rhetorisch, hochwissenschaftlich über das Kreuz von Jesus redet? Man lenkt ab vom Thema, es verliert seine Kraft. Man kann über das Kreuz Jesu reden und es kraftlos machen, indem man einfach mit menschlicher Weisheit es irgendwie überstülpt und groß philosophiert darüber, statt einfach die simplen Worte der Bibel sozusagen abschießen lassen. Und dann sagt er im nächsten Vers, in Vers 18: „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit.“ Was heißt Torheit auf modernen Deutsch? Dummheit, nicht wahr? Es ist eine Torheit denen, die verloren gehen. Aber denen, die gerettet werden, ist es eine Gotteskraft. Er hat verstanden, das Evangelium selbst, diese einfache Botschaft, die jedes Kind begreifen kann und die manche nie begreifen wollen, das hat die Kraft. Das heißt, wenn wir Erfolg haben wollen, wenn wir kraftvoll das Reich Gottes bauen wollen und das Reich Gottes weitertragen wollen, brauchen wir diese Kraft. Diese Kraft liegt im Evangelium und nicht in menschlicher Weisheit und im menschlichen Plan. Die Versuchung ist so groß, das Reich Gottes zu bauen, indem man jetzt einfach ganz logisch überlegt, wie es sein muss und alles gut systematisch plant. Nichts gegen Planung, nichts gegen Überlegen, auch nichts gegen intellektuell mal nachdenken, nichts dagegen. Aber er sagt, die Kraft liegt in der einfachen Botschaft. Die Kraft liegt im Evangelium und wenn immer vom Evangelium abgelenkt wird, hast du nur noch einen Schwulst von menschlichen Meinungen. Das war das, was die Rabbis gemacht haben. Die Rabbis hatten damals auch das Evangelium in dritte Mose, die ganzen Opfergesetze, das Evangelium ist da, zweite Mose, dritte Mose, vierte Mose, alles da. Was haben sie gemacht? Rabbi X, Rabbi Y, Rabbi Z und Fußnote hier und der sagt und der sagt dagegen und vielleicht gehen wir den Mittelweg und die Leute haben nichts mehr verstanden vom Evangelium. Die Kraft liegt im Evangelium.

[41:38] Frage. Wirkt diese Kraft an allen Menschen? Woher wissen wir das? Das stimmt. Können das auch alle Menschen erkennen? Können auch alle Menschen diese Kraft, die da wirkt? Ja, stimmt. Wenn etwas passiert, wenn jetzt eine Regierung steht, das weiß ich. Die Kraft wirkt und man entweder entscheidet sich dafür oder dagegen, das stimmt. Aber kommt diese Kraft auch sichtbar, hörbar zu allen Menschen? Wenn zwanzig steigt, hat es nicht den meisten der Welt zu tun gehabt. Ich dachte, du meintest Römer 1, Vers 20.

[42:30] Absolut, du hast recht. Aber wir sind hier gerade bei der Kraft, wie sie erkannt wird und Römer und Vers 20 in Römer 1 ist da der entscheidende Vers. Schaut mal in Römer 1, Vers 20.

[42:42] „Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben.“ Das heißt, die Kraft, die im Evangelium ist, kann, wenn die Kraft nicht kann, wenn vielleicht auch nur sehr schattenhaft oder sehr umrisshaft, sie kann erkannt werden durch Nachdenken von jedem Menschen schon in der Natur. Und wie hat Jesus das Evangelium meistens dargestellt? In Bildern, die er woher nahm? Aus der Natur, weil in der Natur sozusagen umrisshaft das Evangelium schon beschrieben ist. Ich gebe euch nur ein Beispiel. Das haben wir, glaube ich, letztes Mal auch schon angeschaut, deswegen nur zur Erinnerung. Eines meiner Lieblingsgleichnisse von Jesus in Markus 4, Vers 26 bis 29. Da lernen wir etwas über das Reich Gottes.

[43:54] Markus 4, Vers 26 bis 29. Die Bibel sagt: „Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Samen keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt es sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da.“ Jetzt. Was lernen wir hier prinzipiell über das Reich Gottes? Es wächst. Es fängt klein an und wächst. Das Reich Gottes kommt nicht einfach, sondern ist ein Wachstumsprozess, offensichtlich. Diese Dinge erleben wir in unserem Leben. Durch das Evangelium wächst es, nicht wahr? Was lernen wir noch? Es wird kräftiger. Es wird größer. Es wird irgendwann sichtbar. Am Anfang ist es nicht sichtbar, nicht wahr? Es wächst zum Licht hin, genau. Und irgendwann bringt es Frucht. Und wenn die Frucht es zulässt, wenn sie reif genug ist, wird geerntet. Und die Ernte steht wofür in der Bibel? Für das Kommen Jesu. Wenn Jesus wiederkommt, kommt am Ende die Sichel auf der Wolke. Das heißt, das wäre der Punkt. Wenn sie zulässt, kommt Jesus wieder. Dann ist sozusagen das Reich Gottes voll geworden, sozusagen. Oder völlig entstanden. In diesem Bild von einer Pflanze, die wächst, wo liegt die Kraft? Wo liegt die Kraft für den Wachstumsprozess? In dem? In dem Samen, nicht wahr? In dem kleinen Samen. Da ist schon die ganze Kraft drin. Die ganze Kraft liegt in dem Samen. Der hat die Fähigkeit, sich selbst zu reproduzieren.

[45:44] Schauen wir mit mir in Johannes. Johannes 12.

[46:00] Das ist ein interessantes Prinzip hier. Johannes 12, Vers 24. Schauen wir mal, was da steht. Das heißt es: „Wahrlich, wahrlich. Das haben wir gestern studiert. Das habe ich vor kurzer Zeit herausgefunden. Sehr interessant. Wisst ihr, was Amen, aus welcher Sprache kommt? Amen ist ja nicht Griechisch. Amen kommt aus dem Hebräischen. Was heißt Amen? Was wissen wir normalerweise? Amen heißt: So soll es sein. Wir beten und dann sagen wir: So soll es sein. Amen.“ Aber das ist nicht die primäre Grundbedeutung. Das ist auch die Bedeutung von Amen. Aber es kommt von einer, hat noch eine gewisse andere Grundstruktur. Und zwar, das Wort Amen wurde verwendet im Hebräischen, auch im Gericht. Und hier ist die eigentliche Ur-Bedeutung. Wenn die Israeliten, die Patriarchen waren Nomaden. Und Nomaden leben in was für? In Zelten. Und die Nomaden ziehen von Ort zu Ort. Wie Abraham und Isaak, sie wohnten in Zelten. Und wenn man ein Zelt hat, wenn man da gut drin schlafen möchte, worauf kommt es an, wenn man ein guter Nomade ist? Man braucht guten Boden. Was ist, wenn der Boden zu weich ist? Und man tut da die Heringe rein. Was passiert dann, wenn der Boden zu weich ist? Dann ist es kein sicheres Fundament. Das heißt, wenn man von Ort zu Ort geht, sucht man nach einem festen Boden, der fest genug ist, dass das Zelt drin bleibt. Man sucht nach festem Grund. Und das Wort, das die Hebräer verwendet haben für den festen Grund, ist das Wort Amen. Und davon kommt Amen. Das heißt, das Wort Amen bedeutet eigentlich, das was gesagt worden ist, ist ein fester Grund, auf dem ich bauen kann. Da kann ich mein Lebenszelt drauf schlagen. Wir sind ja auch Wanderer. So wie Abraham und Isaak und Jakob sind wir auch Wanderer auf dieser Welt. Wir sind, wie sagt die Bibel, Fremdlinge. Wir wandern zu der himmlischen Stadt hin. Und von Ort zu Ort. Wir haben unser Zelt und wir wollen festen Grund haben für unser Lebenszelt. Und deswegen sagt Jesus hier: „Wahrlich, wahrlich.“ Mit anderen Worten, sogar im doppelten Sinne, ein festes Fundament. Auf diese Worte, die jetzt kommen, kannst du dein Leben draufbauen. Du kannst dein Lebenshering da reinschlagen, dein Zelt einbauen. Wenn wir beten, übrigens, das hat eine praktische Komponente. Wenn wir im Gottesdienst sind, und jemand sagt: „Jesus Christus ist mein bester Freund, ich liebe ihn so sehr.“ Dann können wir Amen sagen. Dann kann ich sagen: „Darauf kann ich mein Leben bauen.“ Wenn aber jemand sagt, wie auch immer, ich komme nach oben und sage einfach nur: „Hallo und herzlich willkommen.“ Und jemand ruft: „Amen!“ Dann ist das schön, das macht auch schöne Gefühle, aber eigentlich ist es sinnlos, weil auf meine Begrüßung kann man sein Leben nicht bauen. Man kann das Wort Amen auch ein bisschen inflationär verwenden. Es gibt ein zu viel, es gibt ein zu wenig. Wenn ich sage Amen, dann meine ich eigentlich: Wahrlich, wahrlich. Wenn wir beten, meinen wir das ja auch. Auf die Verheißung Gottes hin, darauf kann ich bauen. Deswegen bitte ich das, deswegen danke ich dafür, weil ich weiß, ich kann darauf bauen. Amen! Jesus hat gesprochen, das ist die Bedeutung. Jetzt schauen wir an, was er gesagt hat.

[49:38] „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein.“ Was passiert dann? Bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Jetzt, das Weizenkorn hat genau zwei Optionen. Wie viele Optionen? Zwei. Entweder es stirbt nicht, was passiert dann? Bleibt es allein. Oder es fällt in die Erde und stirbt, und dann verbreitet es sich. Und wir wissen, von wem Jesus hier spricht, oder? Von wem spricht er? Er spricht von sich selbst. Denn er war derjenige, der vom Himmel in die Erde gefallen ist. Er hat sich erniedrigt. Er ist buchstäblich begraben worden, wie ein Samenkorn begraben wird. Er ist gestorben. Hatte Jesus die Option, nicht zu sterben? Ja, er hatte die Option. Niemand hat ihn gezwungen. Aber dann wäre er allein geblieben. Er hätte Jakob nicht retten können. Er hätte Adam nicht retten können. Er hätte dich nicht retten können. Er wäre allein geblieben. Und deswegen hat er sich dafür entschieden, zu sterben. Und in dieser Wahrheit, in diesem Weizenkorn, in diesem Wort von dem Evangelium, steckt die Kraft. Aber jetzt passt auf. Wenn das Weizenkorn stirbt und durch die Kraft, die in dem Weizenkorn ist, dass der Same das Wort Gottes ist, entsteht jetzt Frucht. Und was enthält die Frucht? Weitere Samen. Das heißt, der Same reproduziert sich selbst. Gott hat es so gemacht, dass wenn ein Same stirbt, dass am Ende, wie viel auch immer, aber eine Vielzahl von identischen Samen da sind, die dadurch entstanden sind. Wenn der eine Same nicht sterben würde, blieb er allein. Aber wenn der eine Same stirbt, entstehen dadurch ganz viele andere, die im Charakter und in der Identität genauso sind wie der erste. Was bedeutet das? Weil Jesus der Erste war, der in die Erde fiel und starb, dadurch möchte er etwas produzieren. Nämlich andere, die dem Wesen und der Identität nach so sind wie er selbst. Schaut, ein Weizenkorn, das in die Erde fällt, produziert keinen Löwenzahn. Es produziert Weizen. Und ein Senfkorn produziert seine Frucht. Seine Art. Jede Pflanze produziert nur die Art, die es selbst ist. Das heißt, wenn Jesus in die Erde fällt und stirbt, was produziert er durch die Kraft seines Evangeliums? Andere Menschen, die dem Wesen nach genauso sind wie er. Und zwar, wenn die Frucht es zulässt. Wenn die Frucht gewachsen ist, dann ist es genau das gleiche da. Aber nicht mehr alleine, nicht mehr er, sondern viele. Und schaut mal, was die Bibel sagt in Galater 3. Wenn wir das verstanden haben, haben wir vielleicht einen Punkt im Galaterbrief besser verstanden und sehen mit neuen Augen. In Galater 3.

[53:20] In Galater 3, Vers 16.

[53:42] Also es war am Anfang nur ein Samen, ja, nur ein Samen. Und dieser eine Samen hat die Option, entweder sterben, in die Erde fallen und sterben und viele Samen produzieren oder nicht sterben und alleine bleiben. Ein Samen. Und was lesen wir im gleichen Kapitel? In Vers 29, 13 Verse weiter unten. Galater 3 Vers 29: „Wenn ihr bei Christus angehört, so seid ihr Abrahams Kinder, oder? Samen.“ Das ist das gleiche Wort, was hier steht wie im Vers 16. „Wir werden auch Samen nach der Verheißung erben.“ Weil Jesus, der eine Same in die Erde fiel und starb, produziert er durch die Kraft seines Evangeliums. Und das ist das Wesen des Reiches Gottes Schritt für Schritt, so wie die Pflanze. Jesus sagt ja, mit dem Reich Gottes ist es so wie mit einer Pflanze, Schritt für Schritt. Und wenn diese Dinge, Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist immer mehr zunehmen, steht am Ende der Prozess, dass dort Menschen sind, die so sind in dem Charakter wie Jesus. Das Reich Gottes ist dann in ihnen. Und wenn die Frucht es zulässt, sagt er, wenn dieser Moment erreicht ist, kann Jesus jetzt auch äußerlich sozusagen die Krone sich aufsetzen und äußerlich als König kommen und seine Ernte einsammeln, damit sie dann bei ihm sind, wo auch er ist. Den Gedanken so weit verstanden? Das heißt, das Reich Gottes. Amen, da kann man wirklich Amen zu sagen, nicht wahr? Und die Kraft, das sind entscheidende Themen, das sind wirklich wichtige Themen. Wir müssen verstehen, wie das funktioniert und warum das so ist. Und offensichtlich kommt hier dieser Zeitpunkt, wo Gott diese Macht jetzt hier zu einem besonderen Blickpunkt führt. Wir gehen jetzt zu Vers 18 und wollen uns in Offenbarung 11 Vers 18 noch einige Dinge anschauen, die von äußerstem Interesse sind. Das können wir heute alles schaffen.

[55:42] Offenbarung 11 Vers 18. Das ist jetzt der zweite Teil von dem, was die 24 Ältesten sagen. Wir wissen ja, Kontext. Wir sind in der siebten Posaune. Und die siebte Posaune, es schallt, nicht wahr? Wir lesen ab Vers 15 nochmal, dann haben wir den ganzen Kontext, okay? Offenbarung 11, ab Vers 15: „Der sechste Engel stieß in die Posaune. Da ertönten laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus zuteil geworden und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Er war schon immer Herrscher, nicht wahr? Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Ab einem bestimmten Zeitpunkt nimmt diese Herrschaft jetzt sichtbar an. Denn es gab sozusagen eine Zwischenzeit. Es gab Gott hat die Welt geschaffen und dann gab es so einen Abfall, nicht wahr? Gott war immer noch der Herrscher, aber es gab sozusagen eine Gegenmacht. Man könnte es so illustrieren. Stellt euch vor, ihr habt ein Kaiserreich und ihr seid der rechtmäßige Kaiser dieses Kaiserreichs. Und dann fängt da so eine Revolution an, irgendwo. So ein paar aufständische Freisteller fangen an, so ihren eigenen Staat zu gründen. Das passiert ja manchmal, nicht wahr? So Unabhängigkeitsbewegung. Jetzt sind wir immer noch der rechtmäßige, der rechtmäßige Kaiser vom ganzen Kaiserreich, ohne Frage. Aber es mag sein, dass es da Zeiten gibt, wo ganze Territorien nicht mehr unter unserer Kontrolle sind, weil alle Bürger dieses Reiches sich an den Oppositionsführer gerichtet haben. Und so war das sozusagen. Es war immer Gottes Erde, er sagt: „Mir gehört die ganze Erde.“ Aber die Menschen sind in Rebellion gegen mich. Und Gott war jetzt in der Herausforderung, sein Reich wieder zu erobern und dabei nur diese Methode anzuwenden: Nur Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Weil das ist sein Reich. Wenn er Krieg benutzt hätte, wenn er Kampf benutzt, also wenn er Lüge oder Strategie benutzt hätte und all diese Dinge, hätte er sein Reich verloren. Also um sein Reich wiederzubekommen, musste er diese Dinge anwenden: Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Und sein Gegner, dieser Freisteller, dieser Oppositionsführer Satan, der hatte alle möglichen anderen Strategien in der Hand: Täuschung, Betrug, Vorwand, all diese Dinge, nicht wahr? Und eigentlich ist es aus menschlicher Sicht unmöglich, einen Krieg zu gewinnen, wo man immer ehrlich ist, oder? Wie soll man einen Krieg gewinnen, wenn man immer nur ehrlich ist? Aber Gott beweist, dass man letztendlich tatsächlich, dass das möglich ist. Der einzige Sieg ist der, der wirklich zählt. Indem er selbst starb. Indem er selbst sich aufgab, hat er bewiesen, dass diese Prinzipien ewig sind. Und wird am Ende das ganze Reich wieder zurückerobert haben. Und das ist der Prozess. Statt sozusagen mit einer Invasionsarmee zu kommen, alle kurz und klein zu schlagen, geht er hinein in das Oppositionsgebiet und lebt das Reich Gottes vor. Und zeigt, wie es ist. Und er stirbt, er gibt das Opfer. Und zeigt damit den Menschen den Weg sozusagen wieder heraus. Bis das Reich Gottes in den Menschen entweder Gestalt angenommen hat oder sich selbst quasi disqualifiziert haben. Genau. An einer anderen Stelle sagt Jesus: „Das Reich Gottes ist wie ein Sauerteig.“ Der irgendwann, er brauchte nur ein bisschen von diesem Sauerteig hineinzulegen, und es hat das ganze Sauerteig gesäuert, sodass das ganze Oppositionsreich irgendwann wieder Reich Gottes sein wird. Ja, das ist sozusagen die Idee. Und es war nur möglich durch dieses Evangelium. Okay, jetzt sind wir wieder abgeschweift. Gehen wir zurück zu Vers 16.

[59:23] Und die 24 Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: „Wir danken dir, oh Herr Gott, du Allmächtiger, der du bist und der du warst und der du kommst, dass du deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast.“ Und die Heidenvölker, jetzt achten wir auf Vers 18. „Und die Heidenvölker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen, und die Zeit, dass die Toten gerichtet werden, und dass du deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und dass du die verdirbst, welche die Erde verderben.“ Jetzt, der Vers ist unglaublich inhaltsreich und da können wir eine ganze Menge von Dingen lernen. Wir wollen uns erstmal konzentrieren auf die erste Hälfte des Verses. Da werden bestimmte Dinge erwähnt. Was wird dort erwähnt? Die Völker sind zornig geworden, okay? Was noch? Die Zeit gekommen, die Toten zu richten, genau, da fehlt aber noch was in der Mitte. Dein Zorn. Und dann, dass du deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst. Wir haben also die zornigen Heiden, dann haben wir die Zeit des Zornes, dein Zorn ist gekommen, und dann die Zeit, dass die Toten gerichtet werden. Könnt ihr das sehen? An anderer Stelle, manche übersetzen auch: „Die Heidenvölker sind zornig gewesen und dein Zorn ist gekommen, die Zeit, dass die Toten gerichtet werden.“ Man kann also die Idee bekommen, da gibt es etwas, das war in der Vergangenheit, die Völker sind zornig geworden, das ist schon passiert, und jetzt ist deine Zeit, der Zorn gekommen, wir leben in der Zeit des Zornes, und die Zeit ist gekommen, auch wo du jetzt die Toten richten wirst. Das heißt, wir haben den Zorn der Heidenvölker, führt zu Gottes Zorn, führt zu Zeit des Gerichts über die Toten. Könnt ihr das sehen? Und dann der Lohn an die Heiligen. Jetzt, das ist sehr, sehr interessant, weil wenn ich euch fragen würde, wann beginnt die Zeit des Gerichts, was würdet ihr sagen? 1844. Aber Frage: Würde das mit dieser Aufzählung hier passen? Also offensichtlich gibt es einen Ist-Zustand, wo Johannes sich sozusagen gerade befindet, ja, ein Ist. Und von dieser Gegenwart sieht er eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft. Und die Vergangenheit ist Zorn der Heiden, die Gegenwart ist die Zeit des Zornes, deines Zornes Gottes ist gekommen, Zukunft, und die Toten werden gerichtet werden. Ja, jetzt, wenn das 1844 ist, Zeit des Gerichts, was ja denkbar ist, denn wir wissen, dass Gerichte im Himmel, 1844, dann müsste was vor 1844 passiert sein. Gottes Zorn. Aber haben wir Hinweise auf Gottes Zorn vor 1844? Okay, ja, aber dann müssten wir auch noch die Heiden zornig werden. Bisschen merkwürdig. Frage: Wie viele Gerichte gibt es in der Bibel? Zwei. Wie viele Gerichte gibt es in der Bibel? Zwei. Zwei? Mindestens. Wann wurde der Satan gerichtet? Am Kreuz. Bibel sagt ganz deutlich in Johannes, dass am Kreuz der Satan gerichtet wurde. Das Gericht über Satan war am Kreuz. Wann ist das Gericht über die Gläubigen? Oder über die Gläubigen? Ja, die Toten und auch die Lebenden. Wir sind noch nicht bei dem Vers. Einfach nur. Okay, Frage anders, ich verwirre euch. Am Kreuz wurde Satan gerichtet. Wann findet das nächste bedeutsame Gericht statt? Vorher, vor der Wiederkunft. Ab wann? 1844. Und da geht es darum, wer darf in den Himmel und wer nicht. Da geht es darum, dass die Bücher nachgeschaut werden und jeder Fall besiegelt wird. Das ist zuerst an den Toten und dann an den Lebenden. Aber gibt es nach diesem, und das Gericht geht von 1844 bis zur Wiederkunft. Gibt es danach immer noch ein Gericht? Welches Gericht? Das Gericht über die Ungläubigen. Und wie lange geht das? 1000 Jahre. Werden da auch Tote gerichtet? Ja, ja doch, die sind ja auch tot. Das heißt, die Zeit des Gerichts, die Toten zu richten, könnte zwei Dinge meinen. Das könnte einmal meinen, die Zeit von 1844 bis kurz vor der Wiederkunft, wo Tote gerichtet werden. Im Vorwiederkunftsgericht. Es könnte aber auch meinen, die zweite Phase des Gerichts nach der Wiederkunft, die 1000 Jahre, wo auch die Toten noch mal gerichtet werden. Ihr habt den Hinweis. Schaut mal in Offenbarung 22.

[1:04:49] Vers 12. Das ist jetzt im Zusammenhang mit den 1000 Jahren. Offenbarung 20 Vers 12: „Ich sah die Toten, kleine und große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet.“ Haben wir die Bücher im Gericht? Ein Ansatzbuch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens. „Und die Toten wurden gerichtet, gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben steht.“ Das heißt, also nach den 1000 Jahren findet auch ein Gericht statt. Wer richtet dort? Wir. Das heißt, in der Bibel, im Korintherbericht: „Wisst ihr nicht, dass wir die Welt richten werden? Wisst ihr nicht, dass wir die Engel richten werden?“ Das heißt, dieser Begriff „Zeit des Gerichts über die Toten“ ist ambivalent. Könnte zwei Dinge bedeuten, okay? Wir können also daran nicht genau festmachen, von welcher Zeit es hier spricht. Es könnte die Zeit von 1844 sein. Es könnte auch die Zeit sein nach den 1000 Jahren. Aber es gibt einen anderen Begriff in dieser Reihe, der eindeutig fest zu nageln ist, sozusagen prophetisch. Und dann verstehen wir auch, welche Zeit hier gemeint ist. Einer dieser drei Begriffe ist absolut dingfest zu machen, zeitlich gesehen, auf einer Zeitlinie. Welche von diesen drei Ideen kann man auf einer Zeitlinie sagen, da und nirgendwo anders in der Weltgeschichte? Wir wissen ja nicht, ob das 1844 ist oder die Zeit nach den 1000 Jahren oder die 1000 Jahre. Welche dieser drei Begriffe, Zorn der Heiden, Gottes Zorn oder Zeit des Gerichts? Der Zorn des Gerichts ist so eineindeutig in der Bibel, dass es nur einen Zeitpunkt gibt in der Bibel, wo das sozusagen sich völlig offenbart. Der Zorn Gottes. Es gibt nur eine Stelle in der Bibel oder nur einen Abschnitt in der Weltgeschichte, wo der Zorn Gottes sich völlig ungehindert und ohne Gegenmittel sozusagen entfaltet. Und wann ist das? Bei den sieben Plagen. Lass uns mal ein paar Verse dazu kurz anschauen. In Offenbarung 14 Vers 10. Fangen wir damit an.

[1:07:11] Vers 9. Offenbarung 14 Vers 9 und 10. Wie nennt man das? Das ist die dritte Engelsbotschaft. In Offenbarung 14 Vers 9 und 10 heißt es: „Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Mahlzeichen auf seine Stirn oder auf seine Hand annimmt, so wird auch er von dem Glutwein oder Zorneswein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist im Kelch seines Zornes, und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.“ Das heißt, da gibt es einen Zorneskelch und in diesem Zorneskelch Gottes ist der Glutwein Gottes drin und der ist was? Da gibt es ein entscheidendes Adjektiv. Es ist, was ist dieser Wein? Er ist unvermischt. Was heißt unvermischt? Wein. Da ist nichts anderes drin. Wenn Gott normalerweise ein Zornesgericht ausgießt, das macht er oft. Es gibt ja oft Dinge, dass Gott sagt, ich bin zornig bei euch. Was mischt er normalerweise immer damit dazu? Gnade. Zum Beispiel. Das Volk Israel hat jahrzehntelang Abfall betrieben. Gott ist zornig und schickt sie nach Babylon. Aber er ist gnädig und gibt die Möglichkeit wieder zurückzukehren. Es ist immer Gnade mit dem Zorn dabei. In diesem einen Fall, zum ersten Mal, ist der Zorneskelch unvermischt. Frage: In Offenbarung 14 Vers 10, ist die Zeit des Zorns schon gekommen? In Offenbarung 14 Vers 10, genau nachdenken. Ist in Offenbarung 14 Vers 10 die Zorneszeit schon da?

[1:09:09] Genau, sie ist noch nicht da. Warum kann sie da noch nicht da sein? Warum nicht? Warum ist in Offenbarung 14 Vers 10 die Zorneszeit noch nicht da? Ja, er wartet. Denn das ist ja die dreifache Engelsbotschaft. Und die dreifache Engelsbotschaft wird ja gepredigt, damit die Menschen noch Gnade annehmen. Das heißt, während der dreifachen Engelsbotschaft ist der Zorn Gottes noch nicht ausgeschüttet, weil ansonsten bräuchte man nicht predigen. Die dreifache Engelsbotschaft ist der Zeitpunkt kurz vor der Zorneszeit. Wenn wir eine Zeitlinie haben und sagen, hier beginnt die Zorneszeit Gottes, dann wäre sozusagen hier die dreifache Engelsbotschaft. Die dreifache Engelsbotschaft, die darauf hinweist, die davor war. Das ist die Zeit davor, kurz davor. Es gibt einen Zeitrahmen, der warnt vor dieser Zorneszeit.

[1:10:19] Jetzt schauen wir weiter in Offenbarung 15 Vers 1.

[1:10:27] Offenbarung 15 Vers 1. „Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: sieben Engel, welche die sieben letzten Plagen hatten, denn mit ihnen ist der Zorn Gottes vollendet.“ Das heißt, vorher war der Zorn Gottes nie vollendet. Es war immer nur 20% Zorn, 40% Zorn, 95% Zorn, immer gemischt mit Gnade. Aber in den sieben letzten Plagen ist der Zorn Gottes vollendet. Es heißt, der Zorn Gottes, der hier gemeint ist, die Zeit des Zornes, sind die sieben letzten Plagen. Das ist exakt die Zeit. Allein dieser Hinweis reicht uns jetzt aus.

[1:11:15] damit wir verstehen, dass die Zeit des Gerichts, die hier gemeint ist, nicht 1844 sein kann. Denn die Zeit des Gerichts, die hier gemeint ist, muss nach den sieben letzten Plagen sein. Und damit wissen wir, es muss die Zeit während der tausend Jahre gemeint sein. Das heißt, hier ist nicht das Vorwiederkunftsgericht gemeint, das hier stattfindet, sondern dieses Gericht ist die zweite Phase des Gerichts während der tausend Jahre.

[1:11:37] Dann haben wir die Frage auch geklärt. Aber wir wollen uns noch kurz hier weiter damit beschäftigen. Schauen wir uns das weiter an. Ja. Genau.

[1:12:05] Das ist eine Warnung, bevor es kommt. Schauen wir weiter in Offenbarung 15, Vers 7. 17, Vers 7. 15, Vers 7, dort heißt es: Es gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll von der Zornglut Gottes, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Da kommen jetzt die sieben Schalen und dann kommt Offenbarung 16, und da werden diese sieben Schalen besprochen.

[1:12:41] Bevor wir da anschauen, schauen wir uns Vers 8 an. Und der Tempel Gottes, oder der Tempel wurde erfüllt mit Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft, und er konnte in den Tempel hineingehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren. Hier steht etwas Entscheidendes. Wer kann noch hineingehen? Wer kann hineingehen? In den Tempel? Niemand.

[1:13:05] Was bedeutet es, wenn niemand in den Tempel hineingehen kann? Das Opfer findet das sowieso nicht statt im himmlischen Heiligtum, denn das eine Opfer, das stattfinden musste, fand auf der Erde statt. Was bedeutet es, wenn niemand hineingehen kann? Keine Vermittlung mehr. Kein hoher präsentierlicher Dienst. Das Opfer kann nicht mehr vermittelt werden. Da ist niemand mehr, der für uns. Wir können nicht mehr im Glauben hineingehen, sozusagen.

[1:13:41] Denn können wir jetzt noch im Glauben ins himmlische Heiligtum gehen? Was heißt das? Es heißt, tretet wie zum Thron der Gnade mit Freimut, mit Kühnheit hinzu. Aber dann kann jemand hineingehen. Das heißt, dieser Zeitpunkt. Ich hätte es besser machen müssen. Das ist eigentlich genau der hier, sozusagen.

[1:14:05] Dieser Zeitpunkt, das korrespondiert mit dem hier. Könnt ihr euch das vorstellen? Das zusammenzuschieben. Das ist der Moment, wo Jesus aufhört, als Hohepriester zu fungieren. Gott seine hohen priesterlichen Gewänder sozusagen auszieht und seine königlichen Gewänder anzieht und jetzt als König wiederkommt.

[1:14:25] Denn solange Jesus als Hohepriester dient, solange kann Gott seinen unvermischten Zorn nicht ausgießen, weil es immer noch Möglichkeiten der Gnade gibt. Solange die Gnadenzeit noch währt, kann Gott seinen Zorn nicht ausgießen, und solange kann Jesus sich nicht als König bereit machen für die Wiederkunft. Und wenn Jesus wiederkommt, kommt er als König der Könige und Herr der Herren, er kommt nicht als Hohepriester. Das heißt, kurz vorher muss diese Zeit am Ende sein. Das ist die Zeit des Zornes Gottes.

[1:14:49] Und vielleicht fragt ihr euch: Moment mal, was wird denn mit uns, wenn der Zorn Gottes völlig ausgegossen wird, ohne untermischende Gnade?

[1:15:03] Schauen wir mal in Jesaja 26. Jesaja 26, Vers 20. 21. Jesaja 26, Vers 20 und 21. Es geht um die Versiegelung. Jesaja 26, Vers 20 und 21.

[1:15:39] "So gehe nun, mein Volk, in deine Kammern und schließe die Tür hinter dir zu. Verbige dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergegangen ist. Denn siehe, der Herr wird von seinem Ort ausgehen, um die Bosheit der Erdenbewohner an ihn heimzusuchen, und die Erde wird das auf ihr vergossene Blut offenbaren und die auf ihr Erschlagenen nicht länger verbergen." Also Gott kommt.

[1:16:03] Was lernen wir aus diesem Vers? Was sagt uns Vers 20? Was sagt Vers 20? Was soll Gottes Volk tun? Was sagt er zu seinem Volk? Ein schönes Bild, nicht wahr? Da kommt eine riesige Zerstörung. Geht mal in eure Kammer, macht eure Kammer zu und wartet mal, bis es vorbei ist. Einfach warten. Wird es uns treffen? Nein, wir sind in der Kammer.

[1:16:33] Von welcher Kammer spricht er wohl? In welche Kammer sollen wir uns einschließen? Vollkommen richtig. Schaut mal mit mir in Psalm. Psalm 91.

[1:17:03] Ihr kennt Psalm 91, ist der berühmte Vers. Da geht es um den Schutz während der Plagenzeit. Da heißt es dann, während tausend und so weiter. Keine Plage wird sich deinem Zelt nähern, nicht wahr? Und da wird die Begründung genannt. In Psalm 91, Vers 1 heißt es: Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt. Woran denkt ihr bei Schirm? An so einen Schirm, nicht wahr? Aber wisst ihr, was das Wort auch bedeuten kann? Wörtlich steht dort: Im Verborgenen.

[1:17:31] Was haben wir gerade gelesen? Mein Volk, geh in die Kammer und verbirg dich. Wer im Verborgenen sitzt. Wer im Verborgenen. Wer unter dem Schatten des Allmächtigen ist. Schaut mal. Wenn ich im Schatten des Allmächtigen bin, nicht wahr? Im Schutz des Allmächtigen, nicht wahr? Wie ein kleines Küken sich an die an die Fittiche der Mutter hinanpresst. Wo müssen wir dann sein? Ganz nah dran.

[1:17:59] Wo ist er? Ja, das stimmt auch. Aber eben durch den Heiligen Geist in unserem Herzen. Aber wo ist er konkret? Im Heiligtum. Wo? Im Allerheiligsten.

[1:18:13] Das Allerheiligste. Das Allerheiligste ist wie eine Kammer, nicht wahr? Wenn du gerettet werden willst, komm in die Kammer. Komm ins Allerheiligste. Bleib nicht vorne am Altar stehen, bleib nicht im Heiligen stehen. Komm den ganzen Weg, nicht wahr? Das Heiligtum bedeutet einen Weg, nicht wahr? Das Heiligtum ist der Weg, wie ich als Sünder zu Gott komme.

[1:18:41] Wenn du in dieser letzten Plagenzeit gerettet sein willst und das dir nicht kommen, komm zu mir, da wo ich bin. Komm in die Kammer, schließ dich ein. Aber ist nicht die Versiegelung das? Das ist selbstverständlich, das ist die Versiegelung.

[1:18:55] Das ist natürlich jetzt nur ein Bild. Das heißt nicht, dass wir im Buchstaben ins Allerheiligste gehen können. Was ist im Allerheiligsten? Was befindet sich dort? Das Gesetz. Das heißt, der Schutz ist.

[1:19:09] Was wir praktisch wissen mit der Versiegelung, wovon wir gerade symbolisch gesprochen haben, im Allerheiligsten sein, verborgen zu sein, bedeutet praktisch, runtergebrochen, bedeutet es, das Gesetz Gottes zu halten. Das ist der Schutz. Das ist nur symbolisch ausgedrückt, weil das Gesetz Gottes im Allerheiligsten ist. Der Schutz ist im Allerheiligsten da, im Verborgenen, nicht wahr, wo niemand sonst hin konnte.

[1:19:29] Das Verborgene Gottes war das Allerheiligste, wo er sich quasi, ich will nicht sagen versteckt hat, aber das war verborgen, keiner konnte hin, nicht wahr. Das Gesetz Gottes ist dieser Schutz.

[1:19:39] Und gehen wir nochmal ganz kurz zurück zu Jesaja 26, zu Jesaja 26 und schauen uns Vers 20 nochmal an. Da gibt es noch ein ganz tolles Element, das haben wir bisher übersehen. Da gibt es noch etwas, was wir lernen können über die Plagenzeit. Jesaja 26, Vers 20.

[1:19:59] Schließt die Tür zu, ja, also macht das Ding fest, nicht wahr. Das hat ja auch etwas mit Versiegelung zu tun, nicht wahr, dass man sozusagen etwas beschließt, etwas festmacht, nicht, dass man ständig rein und raus rennt. Zumachen, zuschließen. Genau. Ist übrigens so ein bisschen ähnlich wie mit Noah, nicht wahr, der auch in eine Kammer sollte, nicht wahr, und die Tür zugeschlossen. Ihr seht, die Parallelen sind ganz interessant.

[1:20:23] Aber was, etwas ist noch ein interessantes Element hier. Wie lange sollen wir uns verbergen? Kurz, einen kleinen Augenblick. Was heißt das? Die Plagenzeit wird wie sein? Kurz. Es sind keine Jahre, tausend, also Jahrzehnte sein und was weiß ich wie lange. Es wird kurz sein. Er sagt, verbirg dich für einen kurzen Moment. Es wird schnell sein, es wird intensiv sein, es wird tödlich sein, es wird grausam sein, aber für alle, die verborgen sind, sie werden es nicht selbst erleben, es wird sie nicht treffen. Es wird ein kurzer Augenblick sein. Eine interessante Beweisung, oder? Verbirg dich für einen kurzen Augenblick.

[1:21:01] Das heißt, dieser Zeitpunkt hier, zwischen Gottes Zorn und der Wiederkunft, ist sehr kurz. Also, ich würde an dem Punkt nicht spekulieren. Also, was wir wissen können, es muss ein kurzer Augenblick sein.

[1:21:17] Und schaut, wenn ihr darüber nachdenkt, dass da Wasser zu Blut wird und dass die Menschen versenkt werden von der Hitze, das werden die wahrscheinlich nicht viele Jahre aushalten zu überleben. Also, ich vermute, dass diese Dinge sehr, sehr schnell gehen werden. Wie schnell? Können wir nicht sagen. Es wird ein sehr kurzer Augenblick sein. Aber ich vermute, dass diese Dinge sehr, sehr schnell werden.

[1:21:39] Da ist noch die Spitze. Genau. Jetzt gibt es viele Dinge, die jetzt noch dazu kommen, die wir jetzt nicht besprechen können, aber ich wollte sehen, dass ihr seht, wie dieser Vers einzuordnen ist. Das heißt, diese siebte Posaune, wie wir damals auch schon gesagt haben, spricht von diesem Zeitpunkt, wo Jesus gekrönt wird, vom Übergang von der Gnadenszeit zu der letzten Zeit vor der Wiederkunft. Das ist der Zeitpunkt der siebten Posaune.

[1:22:05] Die siebte Posaune hat ihren Höhepunkt oder ihren Fokus nicht auf 1844, wie manche glauben oder gesagt haben, sondern eigentlich auf der Zeit des Versuchungsgerichts, wenn die Plagenzeit beginnt. Deswegen sagt er: "Die Heiden sind zornig gewesen, und nun ist dein Zorn gekommen."

[1:22:21] Das ist die letzte Frage für die letzten vier Minuten. Den Rest machen wir nächstes Mal. Wir schieben so die Verse mit uns vor uns her. Gibt es vor den sieben letzten Plagen so? Frage: Wo endet die sechste? Das ist jetzt ein bisschen gemein, aber weiß jemand noch, wo die sechste Posaune geendet hat, zeitlich? Die sechste Posaune, die hat es glaube ich mal vor einigen Wochen sind wir mal so sporadisch durchgegangen. Könnt ihr euch erinnern durch die Posaune, wo wir das mit den mit den verschiedenen Germanen nochmal durchgegangen sind, mit Oduaka und Alarich und Attila, könnt ihr euch erinnern? Und dann kam die fünfte Posaune, das waren die Sarazenen, die sechste Posaune waren die Ottomanen, und das ging bis, weiß jemand noch?

[1:23:11] Genau 1840. Könnt ihr nochmal zu Hause nachschauen oder wie auch immer. Das heißt, die sechste Posaune geht bis 1840. Und jetzt kommt die siebte Posaune, und sie hat ihren Schwerpunkt hier an der Zeit der sieben letzten Plagen.

[1:23:27] Und da heißt es jetzt, jetzt schaut den Vers nochmal genau an. Es heißt: "Die Völker sind zornig geworden, dein Zorn ist gekommen, und die Zeit, dass die Toten gerichtet werden." Das heißt, hier haben wir die tausend Jahre nach der Wiederkunft, wie wir gesagt haben. Hier haben wir die Zorneszeit Gottes, die sieben letzten Plagen. Und wir haben hier offensichtlich eine Zeit zwischen 1840 und den sieben letzten Plagen, wo die Heiden zornig werden.

[1:24:01] Jetzt, was könnte das bedeuten? Jetzt die fünf Minuten noch, um das zu klären. Was bedeutet der Zorn der Heiden? Wann geht es los?

[1:24:23] Also, schaut, der Punkt ist, Gottes Zorn beginnt hier, nicht wahr, bei den sieben letzten Plagen. Alles, was wir mit dem Zorn der Heiden sahen, muss davor sein. Also nicht in der allerletzten Endzeit, sondern davor. Das heißt, während der sieben letzten Plagen schaut man sich zurück und sagt: "Die Heiden sind damals zornig geworden, da ging Zorn los unter den Heiden."

[1:24:43] Worauf könnte sich das beziehen? Wenn Heidenvölker zornig werden, was passiert dann mit ihnen? Was tun sie dann? Krieg.

[1:25:01] Heißt es einfach, die Heidenvölker sind zornig geworden. Da ist Wut, da ist Krieg, da ist Zerstörung unter den Völkern. Und genau das ist interessant. Wenn ihr das zurückverfolgt, ist genau das, was hier geschichtlich passiert ist. Es ging los kurz nach 1840.

[1:25:21] Weiß jemand, wo das erste Mal so richtig der Zorn der Massen hochgekommen ist? Wir werden das nächstes Mal ausführlich besprechen, damit wir einen Überblick haben. Das ist schon lange her. Französische Revolution. Was von den großen Revolutionen 1848 gehört? Deutsche Revolution, österreichische Revolution, 1848 Revolution. Wir werden uns nächstes Mal ausführlich damit beschäftigen. Was gab es an weiteren Ereignissen in dieser Zeit, die die Völker zornig gemacht haben?

[1:25:59] Denn nicht vergessen, Jesus hätte ja durchaus hier schon kommen können. Das heißt, wenn Jesus 1870 gekommen wäre oder 1890, dann wäre das sozusagen der Zorn der Heiden alleine gewesen. Wir wissen, es gibt noch mehr Zorn der Heiden. Was kommt noch mehr dazu von da bis zu den sieben letzten Plagen? Könnt ihr mir noch ein paar mehr Ereignisse nennen, wo die Völker zornig geworden sind? Es sind nicht nur die zwei Weltkriege, sondern im 20. Jahrhundert waren sehr, sehr viele Kriege, die auch weltweit zugenommen haben, waren Größe und Anzahl.

[1:26:31] Genau. Es nahmen noch verhältnismäßig überschaubare Anfänge. Das war schon ziemlich krass hier. Zu der Zeit hat man wirklich geglaubt, Europa zerbricht an diesen europaweiten Revolutionen. Damit haben sich die Kommunisten gegründet. Der Zorn, die einzelnen Klassen, die herrschende Klasse und hin und her und dann der Kalte Krieg und all diese verschiedenen Dinge.

[1:26:55] Wenn wir uns das jetzt mal ein bisschen ausführlicher anschauen, sind letztendlich zunächst einmal der Zorn der Heiden. Die Bibel sagt, dass am Ende der Zeit, in der Zeit der letzten Posaune, die Völker so zornig werden wie nie zuvor. Und wenn ihr in die Jahrtausende vorher zurückgeht, es gab immer Kriege, aber niemals so intensiv und so zerstörerisch wie diese Zeit. Die Heidenvölker werden zornig, und das wird beantwortet mit Gottes Zorn, sieben letzten Plagen.

[1:27:25] Und wir werden das nächste Mal, wenn wir uns damit noch ausführlicher beschäftigen. Das war jetzt nur ein Aspekt. Hier kommen noch mehr Aspekte dazu. Ich wollte erstmal heute, dass wir den Überblick sehen bei diesen drei Dingen: Zorn der Heiden, Gottes Zorn, sieben letzte Plagen, Zeit des Gerichts. Könnt ihr das soweit sehen?

[1:27:41] Ein letzter Gedanke noch, damit wir den Zusammenhang kriegen, und dann machen wir für heute Schluss. Und zwar in Psalm 2. Schaut mal in Psalm 2.

[1:28:11] Psalm 2, Vers 1 sagt es: "Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf und verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesandten. Lasst uns ihre Bande zerreißen, ihre Fesseln von uns werfen." Wir werden nächstes Mal noch ausführlicher darüber reden.

[1:28:31] Und dann heißt es in Vers 4: "Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie. Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken in seinem Grimm." Könnt ihr das sehen? Erst werden die Heiden zornig, dann wird Gott zornig, und sie erschrecken in seinem Grimm. Und was sagt er? In seinem Zorn: "Ich habe meinen König eingesetzt und erweiht auf Zion, meinem heiligen Berg."

[1:28:53] Jetzt, was ist das? Das ist die Krönung, nicht wahr? Könnt ihr es sehen? Die Völker sind zornig, sie lehnen sich auf, sie schmieden Pläne, da gibt es Koalitionen hin und her, zack, zack, zack. Und irgendwann, also Gott sieht das eine Weile zu und dann wird er zornig, heißt es. Könnt ihr es sehen? Dann schreckt es ihn in seinem Zorn. Erst schaut er zu.

[1:29:19] Dann die Krönung.


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