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In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp, wie man törichte und ungereimte Streitfragen erkennt und warum es wichtig ist, die Einstellung einer Person zu prüfen, bevor man auf ihre Fragen eingeht. Er beleuchtet die Bedeutung von Engeln in der biblischen Prophetie und wie sie auch Menschen darstellen können. Weiterhin wird die Symbolik der Braut Jesu und der Gemeinde thematisiert, wobei die Verbindung zwischen der Gemeinde und dem himmlischen Jerusalem hervorgehoben wird. Abschließend wird die Rolle der Bibel als Schlüssel zum Reich Gottes und die Bedeutung der Verheißungen für unser Glaubenswachstum erörtert.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr euch hier heimgefunden habt und auch schön, dass ihr natürlich wieder live eingeschaltet habt auf unserem Joelmedia Sender. Schön, dass ihr Zeit gefunden habt und wir wollen gemeinsam heute wieder die Offenbarung studieren. Haben einige spannende Themen vor und wir haben sehr interessante Fragen, wie ihr euch denken könnt.

[0:26] Und vorher wollen wir natürlich gemeinsam noch beten. Ich lade euch ein, vor dem Bildschirm auch niederzuknien und uns gemeinsam hier niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für diesen schönen Tag, für das gute Wetter und auch für die Gelegenheit hier zusammen zu kommen, in deinem Wort zu lesen, etwas zu lernen von dir. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, es richtig zu verstehen, dass unsere Fragen beantwortet werden und dass wir tiefer hineintauchen in dein Wort und das, was du uns geschenkt hast. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du bei uns bist und dass du uns durch deinen Heiligen Geist führen möchtest. Amen.

[1:03] Wir haben heute gleich drei Fragen von derselben Person und wenn auch ihr Fragen habt, könnt ihr sie natürlich mir stellen oder aber in der E-Mail-Adresse [email protected] könnt ihr diese Fragen an uns richten. Hier ist die erste Frage, schlagt mal mit mir auf, und das ist eine sehr praktische Frage, ich finde das eine hervorragende Frage, in 2. Timotheus 2 und dort Vers 23. Das heißt es, da bekommt der Timotheus, der Helfer von Paulus, einen praktischen Rat, den man gut beherzigen sollte, auch in der Gemeindearbeit. Dann heißt es: „Die törichten und unverständigen Fragen, aber weise zurück, da du weißt, dass sie nur Streit erzeugen.“

[2:14] Also, jetzt hat jemand gefragt, das ist eine sehr intelligente Frage, ja, woher weiß ich nun, was eine törichte und ungereimte Streitfrage ist? Welche Fragen soll ich jetzt zurückweisen und welche darf ich zulassen? Sind nicht alle Fragen richtige Fragen? Woher soll ich, also, was ist ein Beispiel für eine törichte und ungereimte Streitfrage? Mich würde mal interessieren, einfach so, kurioserweise, was würdet ihr für eine törichte Streitfrage halten? Eine Frage, die man nicht beantworten sollte? Habt ihr so ein Beispiel?

[2:41] Okay, ja, auf jeden Fall rhetorische Fragen, das kommt schon mal der Sache sehr nahe. Rhetorische Fragen, wo eigentlich der Weiß, der Andere weiß schon die Antwort. Ja, wenn man so eine Antwort bekommt, ich sehe das anders. Ich meine, jeder hat das Recht, natürlich zu antworten, wie er, also, das zu sehen, wie er möchte, aber geht auch in die Richtung.

[3:07] Schaut mal mit mir in 1. Timotheus, Vers 6, 1. Timotheus 6 und dort Vers 3 und 4. Hier kriegen wir noch mehr Informationen über dieses Thema. In 1. Timotheus 6, Vers 3 und 4 heißt es: „Wenn jemand fremde Lehren verbreitet und nicht die gesunden Worte unseres Herrn Jesus Christus annimmt und die Lehre, die der Gottesfurcht entspricht – was ist Gottesfurcht? Gottesfurcht bedeutet, das Böse zu hassen, also Gottes Gebote zu halten –, so ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgefechten, woraus Neid, Zwietracht, Lästerung, böse Verdächtigungen entstehen.“

[4:00] Man erkennt Streitfragen daran, dass sie immer zu Streit führen und zu Lästerung und zu Neid und zu Zwietracht. Das heißt, an den Früchten kann man so eine Streitfrage erkennen. Aber man möchte nicht jedes Mal erst die Frucht entstehen lassen, nicht wahr? Es gibt zwei Attribute, die zu diesen Streitfragen genannt werden: Sie sind töricht und unverständlich.

[4:23] Jetzt, was wäre die Frage, gibt es irgendeine Frage, die zu dumm ist, dass man sie nicht stellen könnte? Gibt es zu dumme Fragen für die Bibel? Nein. Man kann jede Frage stellen. Das heißt, es geht nicht so sehr um den Inhalt der Frage. Es gibt also keine Frage, wo Gott sagt, das ist einfach zu dumm, das hättest du wissen müssen. Es geht vielmehr um die Einstellung bei der Frage. Das heißt, jede Frage kann eine gute Frage sein und eine törichte.

[4:49] Was ist denn das Gegenteil von töricht? Klug oder auch weise, nicht wahr? Wir sprechen von den fünf klugen Jungfrauen und den fünf törichten, oder in den Sprüchen geht es immer um die Weisheit, den Weisen und den Tor, den Weisen und den Toren, nicht der in seiner Torheit vergeht und der Weise, der schon das annimmt, was Gott sagt.

[5:16] Das heißt, wir wollen fragen, was ist das Kennzeichen von Weisheit oder von Klugheit? Denn wir wissen, was das Kennzeichen von Weisheit und Klugheit ist, wissen wir auch, was das Kennzeichen von Torheit ist, was töricht ist.

[5:28] Schlagen wir mit mir auf in Sprüche 2, in Sprüche 2, das ist direkt nach dem Psalm. Sprüche 2 und dort ab Vers 1. Ein wunderbares Kapitel übrigens, nebenbei gesagt, lohnt sich sehr, das mal ausführlicher anzuschauen. Sprüche 2 ab Vers 1, dort heißt es: „Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, sodass du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz der Einsicht zuwendest, wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen und zur Erkenntnis Gottes gelangen. Denn der Herr gibt Weisheit, aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.“

[6:37] Also, woher kommt die Einsicht oder die Weisheit? Was macht ein Mensch aus der Weisheit, auch wenn er nicht alles kennt? Also Weisheit hat hier nichts zu tun mit völliger Intelligenz, sondern mit einer Einstellung. Was ist die Einstellung eines weisen Menschen? Er sucht. Das ist ein suchender Mensch. Ja, was noch? Er lässt sich belehren. Die Bibel sagt, dass ein Tor eine Belehrung nicht annimmt. Ja, er lässt sich belehren, er ist offen für neue Ideen. Ja, was wolltest du sagen? Ach so, genau. Und was noch, sagst du? Er nimmt die Gebote Gottes an. Er möchte gehorsam sein. Ja, das heißt, ein Weiser ist jemand, der das, was er bereits gehört hat, annimmt und bewahrt und er sich nach mehr sehnt. Er betet darum, nicht wahr, und er forscht in der Schrift, wie jemand, der nach Silber forscht, nicht wahr? Und wenn man nach Silber sucht, was muss man tun? Ist das anstrengend, oder? Das ist anstrengend, nicht wahr? Jemand, der wirklich es verstehen möchte.

[7:35] Was wäre dann, wenn jetzt ein Törichte, das Gegenteil des von einem Weisen, was wäre dann ein Törichte? Der nicht wirklich sucht, ja, der nicht wirklich etwas Neues wissen will, sondern der einfach nur durch seine Frage seine eigene Meinung bestätigt bekommen möchte.

[7:51] Das heißt, ihr könnt ein und dieselbe Frage haben, sie kann einmal dazu dienen, dass jemand sagt, hey, ich möchte wirklich wissen, was das ist. Und dieselbe Frage kann von jemand anders gestellt werden, der sie als törichte und ungereimte Streitfrage stellt. Ich gebe euch ein praktisches Beispiel. Das Thema Heiliger Geist, okay? Es gibt einige, die Probleme mit dem Heiligen Geist haben, weil sie denken, der Heilige Geist ist keine Person, sondern nur eine Kraft. Ja, jetzt kann jemand, der das Thema nie wirklich studiert hat, sich wirklich fragen, hey, ich möchte das gerne verstehen, ich möchte gerne wissen, was die Bibel sagt, okay? Und er kann fragen: „Ist der Heilige Geist eine Person oder ist er eine Kraft?“ Und man kann dann aus der Bibel zeigen, dass der Heilige Geist zwar eine Kraft hat, aber dass er auch eine Person ist, dass er genauso wie Jesus und Gott, der Vater, eine eigenständige Person ist. Das kann man aus der Bibel zeigen, und jemand, der weise ist, wird die Belehrung aus der Bibel annehmen.

[8:45] Aber dann gibt es auch Leute, die sich so festgebissen haben auf ihre Position, die jetzt vielleicht in einer Versammlung einfach ein bisschen aufmüpfig sein wollen und dann die Frage stellen: „Ist der Heilige Geist eine Person oder eine Kraft?“ Und wenn man das weiß, wenn man die Person schon kennt und weiß, dass er aus vorigen Gesprächen vielleicht weiß, er möchte keine Argumente annehmen, er hat schon alles gehört, lehnt es trotzdem ab, er möchte bei seiner Meinung bleiben, weil es ihm besser gefällt oder aus welchem Grund auch immer, und er stellt jetzt in einer Versammlung diese Frage. Das ist meine Aufgabe zu sagen: „Das ist eine interessante Frage, wir werden sie jetzt nicht beantworten.“ Versteht ihr, was ich meine?

[9:20] Eine törichte und ungereimte Streitfrage, wenn ich den Eindruck gewinne. Normalerweise sollten wir bei jeder Person erstmal vermuten, dass sie offen ist. Wir sollten von niemandem denken, hey, du siehst ein bisschen komisch aus, du bist bestimmt nur töricht. Nein, das sollten wir nicht. Aber wenn ich durch das Gespräch den Eindruck bekomme, hey, er will nur streiten, er will mich nur herausfordern, dann sagt die Bibel: „Geh auf diese Fragen nicht ein.“ Denn die Einstellung, die diese Person an den Tag legt, ist so, dass man sich am Ende nur streitet und dabei nichts dabei herauskommt.

[9:48] Jesus hat ein ähnliches Prinzip angewandt, und zwar nicht so sehr bei Fragen, sondern bei Wundern, aber das Prinzip ist genau das gleiche. Schaut mal mit mir in Johannes, in Johannes, und schaut mal dort in Vers 23 zum Beispiel. Ah, Verzeihung, das ist eine wichtige Information, Kapitel 2, Vers 23. Johannes 2, Vers 23. Was heißt es? „Als er aber am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat.“

[10:43] Jetzt, warum hat Jesus Zeichen getan? Warum hat er Wunder getan? Warum hat er Menschen geheilt? Er hat auch vorher in Kana, nicht wahr, das Wasser zu Traubensaft gemacht und so weiter. Warum hat er die Wunder getan? Warum hat er sie getan? Um den Vater zu verherrlichen, nicht wahr? Er wollte den Vater darstellen. Ja, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Also die Wunder haben immer den Menschen geholfen, und der Grund, warum Jesus letztendlich Wunder getan hat, wird ganz deutlich, damit die Menschen an ihn glaubten. Das heißt, er hat nur dann Wunder, die Wunder deswegen getan, weil er sah, dass die Menschen offen waren, durch das Wunder an ihn zu glauben.

[11:37] Jetzt vergleicht das mal mit Lukas, mit Lukas 23. Lukas 23, Vers 8. Jetzt, Lukas 23 spricht wovon? Was ist das für eine allgemeine Geschichte? Das ist Jesus vor Pilatus, dann vor Herodes und dann hinzuführen zur Kreuzigung, ja, das sind die letzten Stunden von Jesus. Da heißt es in Vers 8: „Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus erblickte.“ Jetzt, nebenbei, wer ist dieser Herodes? Das war der König dort. Genau. Und was hatte König Herodes wenige Jahre zuvor getan? Er hatte Johannes den Kopf abgeschlagen. Ja, die Bibel sagt, dass er Johannes gerne gehört hat, dass er ihn gern predigen hörte, aber gleichzeitig fand er ihn auch irgendwie seltsam, weil der Johannes ihn ständig angeklagt hat, nicht wahr? Und der Heilige Geist hat durch Johannes zu ihm gesprochen, dass seine Ehe, die er führte, mit der Herodias, die eigentlich die Frau seines Bruders war, nicht richtig war. Aber statt auf den Heiligen Geist zu hören und auf den Johannes, hat er irgendwann, überredet von seiner Tochter Salome, also der Tochter von Herodias, Salome, nicht wahr, und ihr kennt die Geschichte, hat er den Johannes geköpft. Er hat sozusagen sich gegen Gott entschieden und sich richtig verhärtet.

[13:11] Und jetzt kommt Jesus zu ihm und Herodes freut sich. Und was steht weiter? „Denn er hätte ihn schon längst gerne gesehen.“ Das wäre doch eine tolle Gelegenheit für Jesus, jetzt noch den Herodes zu bekehren, oder? Eine tolle Gelegenheit. Da freut sich endlich mal. In den letzten Stunden hat sich keiner gefreut, wenn er Jesus sagt, nicht wahr? Alle wollten ihn nur irgendwie umbringen. Und jetzt kommt der Herodes und sagt: „Endlich, endlich kann ich ihm mal das fragen, was ich schon mal wollte, nicht wahr? Endlich kann ich mal so ein Wunder sehen in meinem Palast. Endlich passiert irgendwas Spannendes.“ Und dann heißt es: „Er hätte ihn schon längst gerne gesehen, weil er viel von ihm gehört hatte und er hoffte, zu sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde.“

[13:41] Jetzt, wie viel Zeichen hat Jesus bei Herodes getan? Keins. Weil er wusste, Herodes, er wusste aus der Geschichte vorher, aus dem Leben von Herodes, Herodes ist nicht offen. Er hat keinen Ansatz, ein Zeichen gegeben, dass er irgendwie geistliches Interesse hatte. Er wollte einfach nur ein Wunder, damit es ein bisschen spektakulär ist, so wie die Könige unterhalten werden wollen, nicht wahr? Die wollen ein bisschen Feuerwerk haben, ein bisschen musizieren, ein bisschen Tanz da, und vielleicht noch ein Wunder von Jesus. Ja.

[14:06] Und dann interessanterweise heißt es sogar, schaut mal in Vers 9: „Er legt ihm dann auch viele Fragen vor.“ Was macht Jesus? Keine Antwort. „Törichte und ungereimte Streitfragen“, nicht, weil die Fragen so dumm waren, sondern weil die Einstellung von Herodes so war, dass er eigentlich gar nicht wirklich lernen wollte. Er wollte einfach nur unterhalten werden, er wollte einfach nur sich selbst produzieren, er wollte zeigen, sein Untertanen, schaut her, in meinem Königspalast passiert was Tolles. Und Jesus hat das gemerkt, hat einfach nicht darauf reagiert.

[14:33] Und daraus entsteht dann die Frucht. Schaut man Vers 10, oder daran sieht man dann die Frucht vielmehr, Vers 11. Entschuldigung, Vers 11: „Und Herodes behandelt ihn verächtlich und verspottete ihn samt seinen Kriegsleuten und schickte ihn, nachdem er ihm ein Prachtgewand hatte anlegen lassen, wieder zu Pilatus.“ Das heißt, es offenbart sich dann, was wirklich ein Geist in ihm gewesen war.

[14:49] Und deswegen sollen wir auch wir die Lektion lernen von Jesus. Manchmal haben wir das Gefühl, wir müssen jede Frage beantworten, aber die Bibel sagt auch, dass wir geistiges Unterscheidungsvermögen lernen sollen, zu lernen, ob jemand wirklich Interesse hat, oder ob jemand überhaupt kein Interesse hat, sondern sich nur lustig machen will. Die Bibel sagt an einer Stelle in der Bergpredigt, wir sollen die Perle nicht vor die Säue werfen. Und da ist was Wahres dran. Man kann sich viel Zeit und Ärger und Frust ersparen. Habt ihr schon mal erlebt, dass jemand, der überhaupt kein Interesse hatte, einfach mit euch diskutieren wollte, nur um des Diskutierens willen, und ihr dachtet, ihr bekehrt ihn vielleicht noch? Ihr habt Stunden investiert und wie Engelszungen gesprochen, und am Ende hat es gar nichts gebracht. Und jetzt mit der Lektion hätte man es gleich sein lassen können und lieber für ihn beten. Sagen, das ist ganz interessant, dass wir gesprochen haben, und für ihn beten, dass vielleicht der Heilige Geist an seinem Herzen wirkt, dass zu einem anderen Zeitpunkt er offener ist. Wir sollen nicht mit der Brechstange die Leute brechen, dass sie irgendwie interessiert sind, sondern wir sollen die Leute, die bereits Interesse zeigen, zu Jesus führen.

[15:52] Ganz genau. Das heißt, eine törichte und ungereimte Streitfrage erkennt man nicht am Inhalt der Frage, sondern an der Einstellung, am Charakter der Person. Und das kann jede Frage sein, und die sollten abgewiesen werden.

[16:10] Jetzt die zweite Frage, die kann man ganz kurz beantworten. Da ging es um die Frage, dass wir gesagt haben, dass ein Engel in der biblischen Prophetie auch Menschen bedeuten können. Wir wissen, Engel bedeutet natürlich zuallererst erstmal Engel. Wir wissen, es gibt auch manchmal in der Bibel Stellen, wo ein Engel für Jesus steht. Kennt ihr eine Stelle, wo ein Engel für Jesus steht? Der Erzengel Michael, ja, ganz genau. Und natürlich auch der Engel in Offenbarung 10 mit dem Büchlein in der Hand, haben wir ein halbes Jahr lang studiert. Aber dann haben wir auch irgendwann mal gesagt, und das hat die Person aufgegriffen, dass Engel auch für Menschen stehen können. Wir wissen jetzt zum Beispiel in Offenbarung 14, dass dort Engel die Dreifach-Engelsbotschaft verkündigen, deswegen heißt die Dreifach-Engelsbotschaft. Aber wir wissen, das Evangelium sollen wir verkündigen.

[16:54] Gibt es irgendeine Stelle in der Bibel, die deutlich macht, dass Engel auch in der Bibel für Menschen stehen können? Wenn euch das jemand fragen würde, wie würdet ihr das begründen, dass Engel für Menschen stehen können? Dass Engel auch Menschen meinen können, an bestimmten Stellen, natürlich nicht an jeder, aber an manchen Stellen. Gibt es irgendeine Stelle, die das ganz deutlich macht, wo niemand anderes als ein Mensch gemeint sein kann? Versteht ihr die Frage nicht? Also nochmal die Frage: Die Bibel spricht von Engeln und meistens sind richtige Engel gemeint. Manchmal ist auch mit einem Engel Jesus gemeint, aber manchmal ist mit einem Engel auch ein Mensch gemeint. Und wir wollen wissen, wie man das begründen kann, dass ein Engel auch ein Mensch bedeuten kann. Man könnte natürlich das indirekt begründen und sagen, okay, die dreifache Engelsbotschaft wird genannt, das ewige Evangelium, das wem gepredigt wird? Allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen. Und das wissen wir, steht in Offenbarung 14. Und das Evangelium, das gepredigt werden soll allen Völkern, wurde wem gegeben von Jesus? Wem hat er das aufgetragen? Den Jüngern, nicht wahr? Den Jüngern, sagt in Matthäus 28: „Geht hin und verkündigt das Evangelium, macht hin aller Schöpfung“, sagt auch in Markus 16.

[18:12] Aber hier gibt es einen Text, der uns ganz deutlich macht, dass Engel manchmal Menschen bedeuten können. Schaut dann mit mir in Offenbarung 2. Offenbarung 2. Lesen wir Vers 1. Offenbarung 2, letztes Buch der Bibel, zweites Kapitel, erster Vers: „Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe.“ Also, wir haben hier einen Engel. Was sagt jetzt Jesus dem Engel? Das sagt, der die sieben Sterne seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt. Das ist Jesus. Jetzt spricht Jesus zu diesem Engel und er sagt: „Ich kenne deine Werke und deine Bemühungen und dein standhaftes Ausharren und dass du die Bösen nicht ertragen kannst und du hast die geprüft, die behaupten, du bist ein Apostel, und hast sie als Lügner erkannt und du hast Schweres ertragen und hast standhaft ausgeharrt und um meinetwillen, namenswillen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden.“

[19:13] Frage Nummer 1: Kann es sich bei diesem Engel um Jesus handeln? Nein. Warum nicht? Weil Jesus ja schon spricht, weil Jesus spricht nicht mit sich selbst, er führt keine Selbstgespräche. Kann es sich um einen Engel, einen tatsächlichen, buchstäblichen Engel handeln? Warum nicht? Okay, aber das könnte Jesus auch zu einem richtigen Engel sagen: „Ich kenne deine Werke, du bist ein perfekter Engel.“ Gott sagt ja auch zum Luzifer: „Du warst vollkommen, ich kenne deine Werke.“ Ja, vielleicht haben die Engel auch geprüft, wer Apostel ist. Die Engel gehen ja auch durch die Gemeinde und prüfen genau, wer in Wahrheit Christus ist und wer nicht, oder? Genau. Vers 4: „Aber das haben wir noch nicht gelesen, das war gemein.“ Vers 4 sagt: „Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“

[20:06] Jetzt, kann sich das um einen buchstäblichen Engel im Himmel handeln? Also auf jeden Fall nicht um die guten Engel, denn die haben die erste Liebe nie verlassen. Aber vielleicht meint es ja Dämonen? Was meint ihr? Könnte es sich um Dämonen handeln? Warum nicht? Stimmt. Und noch deutlicher Witz, wenn wir weiterlesen, da heißt es nämlich in Vers 5: „Bedenke nun, wovon du gefallen bist und tue was? Buße.“ Das heißt, kann sich dieser Engel bekehren? Ja, natürlich, dieser Engel kann sich bekehren. Und weil er sich bekehren kann, kann es kein Dämon sein, denn Dämonen können sich nicht mehr bekehren. Das heißt, es kann nicht Jesus sein, es kann nicht ein guter Engel sein, es kann auch kein böser Engel sein. In diesem Fall muss es sich um Menschen handeln. Menschen fallen von der ersten Liebe ab und können aber wieder zur Buße geführt werden.

[20:51] Und der Grund dahinter liegt natürlich der, und wir freuen uns, dass wir griechische Unterstützung haben. Engel heißt auf griechisch Angelos, der Bote, ein Botschafter. Und deswegen heißen die Engel nämlich Engel, weil sie sind Wesen, die Botschafter sind. Sie kommunizieren von Gott zu den Geschöpfen. Deswegen heißen sie Engel. Aber es heißt einfach Botschafter, und das heißt nicht, dass auch jemand anderes mal ein Botschafter sein kann. Also Jesus kann auch mal ein Botschafter sein, nämlich wenn er eine Botschaft hat. Und auch wir sind Botschafter, denn die Bibel sagt, wir sind Botschafter an Christi statt. Und deswegen sind auch wir Engel. Und deswegen beschreibt die Offenbarung in Offenbarung 14, dass das Evangelium gepredigt wird von Engeln.

[21:29] Gut, haben wir noch eine Frage und dann gehen wir direkt in die Offenbarung. Und zwar, wir haben das vor einiger Zeit gesprochen über die Braut. Und wir haben gesagt, die Braut von Jesus ist die Gemeinde. Jetzt gibt es aber eine Stelle in der Bibel, in Matthäus 25 und auch anderen Stellen, wo die Gemeinde als die Hochzeitsgäste dargestellt werden, die Brautjungfern und die Hochzeitsgäste. Jetzt ist die Gemeinde die Braut oder sind sie die Hochzeitsgäste? Sind sie Braut oder sind sie Brautjungfern?

[22:04] Hier ist ein interessantes Prinzip, das wir lernen müssen. In der biblischen Prophetie kommt es durchaus vor, dass ein Symbol mehrere Dinge meint oder dass für eine Sache mehrere Symbole verwendet werden. Ich gebe euch ein Beispiel: Wofür steht in der Bibel der Löwe? Für Jesus und für Satan und für David? Könnte es sein? Juda wird als Löwe dargestellt und Babylon. Wir können also nicht sagen, nur weil in Daniel 7 ein Löwe Babylon ist, kommt jedes Mal in der Bibel, wenn ein Löwe vorkommt, ist es automatisch Babylon. Wir müssen schon den Kontext beachten. Das macht Sinn.

[22:51] Es gibt aber auch ein und dasselbe Ding, das mehrere Symbole hat. Zum Beispiel Babylon wird in Daniel 7 dargestellt, oder ein anderes Beispiel: Medo-Persien wird in Daniel 7 dargestellt als ein Bär. Aber in Daniel 8 wird Medo-Persien dargestellt als ein Widder. Aber in Daniel 2 wird Medo-Persien dargestellt als ein Silber. Das heißt, es gibt manchmal so etwas Fließendes in den Symbolen. Wir können nicht einfach nur ein Symbol nehmen und das einfach ohne darüber nachzudenken durch die ganze Bibel anwenden. Wir müssen schon ein bisschen lesen, was im Kontext steht. Und das gilt jetzt auch für die Gemeinde und für die Braut.

[23:36] Schauen wir mal gemeinsam in 2. Korinther. 2. Korinther 11 Vers 2. Dort sagt die Bibel: „Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer. Denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen.“ Und Verlobung führt natürlich zur Hochzeit. Das heißt, er schreibt ja in die Gemeinde von Korinth, schreibt an die Christen und sagt: „Ich habe euch als eine keusche Jungfrau dem Christus verlobt.“ Also Christus ist der Bräutigam, die Gemeinde ist die Braut. Deutliches Symbol.

[24:35] Aber die Bibel sagt auch in einem anderen Zusammenhang, Jesus hatte immer, jedes Gleichnis oder jedes Bild ist unvollkommen. Jedes Gleichnis deckt nur einen bestimmten Teil vom Evangelium ab. Jede Geschichte im Alten Testament deckt einen bestimmten Aspekt vom Evangelium ab. Aber keine Geschichte ist so vollkommen, dass man sie für sich alleine einfach nehmen könnte. Man braucht die verschiedenen Perspektiven. Und so gibt es dieses Bild davon, dass wir mit Jesus quasi zur Hochzeit eingehen. Das ist ein Bild. Aber es gibt auch das Bild, dass wir auf ihn warten, so wie Brautjungfern auf den Bräutigam warten, dass er endlich von der Hochzeit kommt. Das ist ein anderer Aspekt, der jetzt durch eine andere Symbolsprache, die so ähnlich ist, ausgedrückt wird.

[25:17] Und das wird dadurch verstärkt, dass die Braut auch eine andere Symbolik noch hat in der Bibel. Und zwar in Offenbarung 21. Offenbarung 21. Offenbarung 21 und dort Vers 2. Dort heißt es: „Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.“ Und dann macht es noch mal ganz deutlich in Vers 9 und 10: „Und es kam zu mir einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen hatten, die mit den sieben letzten Plagen gefüllt waren, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau, die Braut des Lammes, zeigen.“ Macht es ganz deutlich. Und das zeigte ihm dann. Und er brachte mich im Geist auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam.“

[26:14] Das heißt, in diesem Sinne heiratet Jesus die Stadt. Es ist seine seine Braut. Und wenn die Stadt seine Braut ist, dann verstehen wir, warum wir die Braut jubeln. Wir warten darauf, dass Jesus sozusagen als König die Stadt in Besitz nimmt, oder sozusagen das Untersuchungsrecht beendet ist. Er jetzt seine königlichen Gewänder anzieht, nachdem er seine hohen christlichen Gewänder ausgezogen hat und dann wiederkommt, um uns alle hineinzuholen. Aber genauso war es auch, dass eine Stadt keine Person ist, keine Emotion. Und Jesus sich aber auch zu einer emotionalen Beziehung sehnt und wir diese emotionale Beziehung zu ihm haben. Deswegen sind wir die Braut.

[26:56] Und außerdem gibt es keinen so großen Unterschied zwischen der Stadt und denjenigen, die in der Stadt wohnen. Ich glaube, ich habe das schon mal gesagt. Wenn ich sage, ganz Stuttgart ist auf den Beinen, wisst ihr, dass die Städte keine, dass die Häuser keine Füße bekommen haben. Die Hochhäuser gehen nicht durch die Straßen, sondern die Leute, die in der Stadt sind, beschreiben wir auch als die Stadt. Muss ich das nicht weiter verdeutlichen. Und so kann ich sagen, dass die Braut tatsächlich, man kann das nicht trennen. Eine Stadt ohne Bewohner ist keine wirkliche Stadt. Und Neu-Jerusalem würde keinen Sinn machen ohne Bewohner. Deswegen möchte Jesus ja unbedingt wiederkommen, weil er diese leere Stadt da hat. Viele Häuser, viele Häuser, viele Wohnungen stehen überall Namen dran, aber die Leute fehlen. Aber ohne Menschen, die drin wohnen, ist die Stadt keine richtige Stadt. Und deswegen braucht er uns. Er liebt uns. Deswegen hat er diese Stadt gemacht. Und die Gemeinde und die Stadt Jerusalem sind in der Bibel, das verschmilzt quasi in eins.

[27:54] Und das wird noch mal ganz deutlich, wenn wir noch zwei Texte anschauen und dann sind wir fertig mit unseren Fragen. In Hebräer 12. In Hebräer 12 und dort Vers 22 und 23. Hebräer 12 Vers 22 und 23. Dort heißt es: „Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten.“

[28:38] Das heißt, die Gemeinde ist im Himmel angeschrieben und wo wahrscheinlich? Im neuen Jerusalem. Da stehen die Namen an unseren Wohnungen. Da sind die Bücher. Dort stehen wir angeschrieben in der Festversammlung am Berg Zion, in der Stadt des lebendigen Gottes. Das heißt, unsere Namen sind schon dort. Unsere Bücher sind schon dort. Und wenn unsere Bücher und unsere Namen dort sind, dann sind wir auch schon dort. Denn in unseren Büchern steht unser Leben. Das heißt, im Grunde genommen ist die Gemeinde sozusagen schon in der Stadt. Nur nicht buchstäblich, nicht wahr, sondern aber mit dem, was sie getan hat, mit ihrem Charakter, ist sie im Prinzip dort schon aufgezeichnet. Wir sind da schon angeschrieben. Deswegen sagt der Paulus auch: „Unser Bürgerrecht ist wo? Im Himmel.“ Ihr habt Stuttgart nicht als Heimatstadt oder wo auch immer ihr wohnt. Stuttgart ist nur euer Durchgangsplatz. Genauso wie auch keine Deutschen seid oder Rumänen oder Italiener oder Griechen oder Serben oder Kroaten oder was auch immer. Ja, was auch immer ihr sein mögt. Ihr seid Himmelsbürger, wenn ihr Jesus annehmt.

[29:43] Und das ist doch schön, oder? Das wäre die Antwort auf allen Rassismus. Wenn die Menschen doch endlich begreifen würden, dass Jesus sie liebt, dann würdest du nicht mehr sagen, ich bin Deutscher, du darfst kein Holländer sein oder so. Gott sei gelobt, im Himmel gibt es keine Grenzen.

[29:58] Genau. Gehen wir jetzt, bevor wir dahin gehen, noch einmal die Einladung an euch. Wenn ihr weitere solche spannende Fragen habt, die sind wirklich gut, es macht wirklich Freude, das zu beantworten, schreibt uns die auf [email protected]. Und auch ihr könnt mir Fragen stellen, die wir nächste Woche dann hier beantworten können.

[30:18] Wir gehen jetzt zur Offenbarung 11, Vers 6. Schlagen wir gemeinsam auf, Offenbarung 11. Und wir wollen uns jetzt wieder ein bisschen Zeit nehmen, über dieses interessante Kapitel ein bisschen mehr zu lernen. Lesen wir einfach mal den Vers 6 und dann machen wir jetzt ein paar allgemeine Beobachtungen, okay? Lesen wir Vers 6, Offenbarung 11, Vers 6. Dort heißt es: „Diese haben Vollmacht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihrer Weissagung, und sie haben Vollmacht, über die Wasser sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, so oft sie wollen.“

[31:00] Frage Nummer 1: Was fällt euch ganz allgemein auf? Vollmacht, okay, hier geht es um Vollmacht. Du hast gesagt, Blut zu Wasser, ja? Äh, Wasser zu Blut, Entschuldigung. Ägypten, da kommt sofort das Ereignis in Ägypten, aber wir werden natürlich noch ausführlicher darüber sprechen. Das Ägypten, die erste Plage in Ägypten kommt da uns in den Sinn. Was noch? Wunderwirken, ja, ganz genau. Ihr habt das Schlüsselwort noch für das Verständnis dieser Passage noch nicht entdeckt. Was ist das Schlüsselwort? Diese. Warum diese? Weil das Wort diese hilft uns schon zu verstehen, um wen es geht. Um wen geht es? Es geht immer noch um die zwei Zeugen, das war euch wahrscheinlich klar, aber weil ihr die letzten Male gut aufgepasst habt. Aber wir wollen nochmal kurz zusammenfassen, es geht immer noch um diese beiden Zeugen, die wir schon in Vers 3 kennengelernt haben, in Vers 4 und in Vers 5. Diese beiden Zeugen sind wer nochmal? Das Alte und das Neue Testament. Wir haben gelernt, sie waren für 1260 Tage, 1260 Jahre im Sacktuch, nicht wahr? Waren für die Zeit des Mittelalters stark unter Druck und wurden verfolgt und wurden vernichtet. Wir haben gelernt, sie sind ein Öl, sie sind Ölbäume, sie sind Leuchter, sie sind das Licht, sie geben uns das Öl, den Heiligen Geist, den Charakter. Und wir haben gelernt, dass wenn jemand ihnen Schaden zufügen will, wird er am Ende vernichtet werden, nicht wahr? Jemand, der aus dem Wort Gottes lebt, wird gerettet und jemand, der versucht, gegen das Wort Gottes zu kämpfen, wird vernichtet werden. Das haben wir alle das letzte Mal angeschaut.

[32:40] Und jetzt kommt ein weiterer Aspekt über diese beiden Zeugen, das heißt mit anderen Worten über die Bibel. Was Offenbarung 11 vor allem beschreibt, ist das prophetische Bild der Bibel. Es gibt kaum ein anderes Kapitel der Bibel, das so präzise über die Bibel schreibt, wie dieses Kapitel.

[32:54] Jetzt schaut mal in Vers 6. Du hast schon das Schlüsselwort gesagt. Das Schlüsselwort am Anfang ist Vollmacht. „Diese haben Vollmacht.“ Jetzt, was könnte das bedeuten? Was bedeutet das, dass sie Vollmacht haben? Was würdet ihr sagen? Sie haben eine Kraft, nicht wahr? Im Wort Gottes ist Kraft. Was für eine Kraft ist da im Wort? Zu verändern, sehr gut. Auszuführen.

[33:22] Die Bibel sagt in Jesaja 55, wir können das mal kurz aufschlagen, weil das gerade ein richtiger Punkt war. Jesaja 55, Vers 11, ganz tolle Verheißung. Überhaupt, Jesaja 55 ist ein ganz wunderbares Kapitel. Solltet ihr unbedingt auch ausführlich mal studieren. Vers 11: „Genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, was ich jetzt gesandt habe.“ Das heißt, wenn immer Gottes Wort gepredigt wird, tut es das, was da steht. Ein Mensch kann sich zwar dagegen entscheiden, aber es hat immer eine Kraft, nicht wahr? Ein Mensch bleibt nicht der Gleiche. Entweder er hat sich dagegen entschieden und hat einen Schritt zurück gemacht, oder er hat sich dafür entschieden und hat einen Schritt vorwärts gemacht. Aber die Kraft ist da, nicht wahr? Die Kraft ist auf jeden Fall da. Und wo kommt das Wort zum ersten Mal vor in der Bibel? Was war die erste Tat des Wortes? Es war das Licht, nicht wahr? Das schöpferische Kraft im Wort. Es hat Macht. Und ich glaube, wir alle haben das in unserem Leben erlebt, nicht wahr, dass das Wort Kraft hat, dass es Macht hat, dass es verändern kann, dass es etwas Neues schaffen kann. Und wir können den ganzen Predigt jetzt alleine darüber halten.

[35:00] Aber das Wort hier Vollmacht meint nicht einfach nur Macht. Das griechische Wort für Vollmacht ist, ich hoffe, ich spreche es richtig aus, ansonsten brauche ich Hilfe, Exusia. Exusia. Exusia. Genau, ihr habt es gehört. Und es meint auch was? Können wir es noch übersetzen? Also im Altgriechischen sagt man, dass dieses Wort auch Autorität bedeuten kann. Autorität. Es hat Autorität. Es hat die Macht, etwas zu bestimmen. Ja, so geben es die Wörterbücher wieder als Autorität.

[35:49] Und worin besteht die Autorität dieser Bibel in diesem Vers, in Offenbarung 11 Vers 6? Was für eine Vollmacht hat die Bibel nach diesem Vers? Den Himmel zu verschließen. Das ist erstaunlich, nicht wahr? Für wie lange? Ganz genau. Jetzt, wie lange weiß, sagt nochmal die Bibel? Für die Zeit der 1260 Tage. Da kommen wir gleich nochmal drauf. Das wird uns auf etwas Spannendes bringen.

[36:19] Jetzt, wenn es heißt, dass die Bibel Vollmacht hat, den Himmel zuzuschließen, an was für einen Gegenstand müssen wir denken? An einen Schlüssel. Das heißt, die Bibel ist sozusagen ein Schlüssel, um den Himmel zuzuschließen. Und wenn man mit der Bibel den Himmel zuschließen kann, was kann man dann auch? Aufschließen.

[36:45] Hey, vielleicht geht es euch wie mir. Ich habe heute in der Vorbereitung darauf etwas gelernt, was ich vorher noch nie gesehen habe. Es gibt nämlich in der Bibel eine Stelle, wo man sich immer ein bisschen fragt, was meint Jesus eigentlich damit? Ganz genau, die Stelle mit Petrus. Schlagt mal auf mit mir, und zwar in Matthäus 16. Da gibt es nämlich gleich zwei seltsame Aussagen oder zwei missverständliche Aussagen.

[37:14] In Matthäus 16, ihr kennt den Zusammenhang, ab Vers 13. Jesus fragt seine Jünger: „Was glauben die Menschen, wer ich bin?“ Und sie sagen: „Naja, vielleicht Elia, vielleicht Jeremia, einer der Propheten.“ Und dann sagt er: „Ihr aber, Vers 15, für wen haltet ihr mich?“ Und dann sagt Simon Petrus, Entschuldigung, Vers 16: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Und Jesus antwortet und sprach zu ihm: „Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel.“

[37:43] Und jetzt kommen diese beiden Verse. Wir lesen die mal und schauen wir mal. Vers 18: „Und ich sage dir auch, du bist Petrus. Und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen. Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben. Und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein. Und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“

[38:04] So, jetzt kann man diese beiden Verse lesen. Wenn man sie oberflächlich liest, bekommt man folgenden Eindruck: Du bist Petrus. Du bist das Fundament. Auf dich werde ich meine Gemeinde bauen. Du bist der erste Bischof von Rom. Und dann heißt es: „Und dir gebe ich auch noch was, die Schlüssel.“ Und wenn du jemandem die Sünden vergibst, wird der Himmel sein. Und wenn du sie nicht vergibst, dann ist er nicht. Das heißt, das ist die Grundlage, auf der auf diesen beiden Versen, oder anders, nein, nicht auf diesen beiden Versen, sondern auf diesem Missverständnis dieser beiden Verse basiert im Prinzip die ganze falsche Theologie des Mittelalters, die sich bis heute fortsetzt, weil man diese beiden Verse im Wesentlichen missversteht.

[38:46] Jetzt gucken wir Vers 18 an. Vers 18 sagt: „Du bist Petrus.“ Und auf diesen Felsen. Was heißt Petrus übersetzt? Kleiner Stein. Ist ein kleiner Stein. Und dann heißt es: „Und auf diesen Felsen.“ Wer ist der Felsen sonst in der ganzen Bibel? Jesus. Weil Petrus hat vorgesagt: „Du bist der Christus.“ Du bist der Felsen. Und das war das Bekenntnis. Das war der Felsen, nämlich die Erkenntnis, dass Jesus der Christus ist. Denn für uns persönlich, ich meine, für uns ist Jesus immer der Christus. Wir haben nie darüber nachgedacht, dass jemand sonst der Christus sein könnte. Oder dass Jesus nicht der Christus ist. Weil wir sagen: „Jesus Christus.“ Aber für die Juden war das nicht so selbstverständlich. Für die Juden war Jesus von Nazareth. Ja, wenn er irgendwo hingegangen ist, haben die Leute gesagt: „Das ist Jesus von Nazareth, der behauptet, der Christus zu sein.“ Weil der Christus war ein Titel. Alle Welt hat auf den Christus gewartet, den Messias. Und es gab viele Leute, die vorher gesagt haben: „Hey, ich bin der Christus.“ Und dann stellte sich heraus, nein, das war ein Spinner. Und dann kam noch ein anderer, der sagt: „Ich bin der Christus.“ Und dann stellte sich heraus, das ist ein Verführer. Und dann kam noch ein anderer, der sagt: „Ich bin Christus.“ Und das war ein Fanatiker vielleicht. Haben die Leute in die Wüste geführt, haben sonst was gemacht. Und es war eigentlich der Christus.

[39:58] Jetzt kommt Jesus von Nazareth, Nummer 37 vielleicht in der Reihe und sagt: „Ich bin der Christus.“ Und manche Leute sagen: „Ja, könnte sein. Der tut viele Wunder, aber sagen, das kann nicht sein, weil der kommt ja aus Nazareth und aus Nazareth kann nichts Gutes kommen. Und außerdem sagt die Bibel, er soll aus Bethlehem kommen, nicht wahr?“ Und dann gibt es diese Streitigkeiten: Ist er der Christus oder ist es nicht? Deswegen sagt Jesus: „Was glaubt ihr, was halten die Menschen von mir?“ Und die sagen: „Ja, Elia, Jeremia, einer der Propheten, aber nicht der Christus.“ Aber Petrus sagt: „Wir glauben, du bist der Christus.“ Und auf diesen Felsen, auf dieses Fundament, dass du der Christus bist, sagt Jesus, dass du das erkannt hast, weil das konntest du nicht von dir aus erkennen, das musst du dir der Heilige Geist erklären. Denn ein Mensch kann nicht von sich aus allein die Wahrheit erkennen. Nur der Heilige Geist kann uns einführen. Er kann uns dafür sensibel machen, wenn wir wollen. Und er sagt: „Darauf, auf diese Erkenntnis, gut, nicht die Gemeinde, auf die Erkenntnis, dass Jesus der Christus ist. Das ist sozusagen das Fundament der christlichen Gemeinde.“ Deswegen nennen wir uns Christen, weil wir glauben, dass Jesus der Christus ist. Das ist das Fundament. Nicht Petrus, weil Petrus war noch nicht besonders standfest an dem Punkt und auch später.

[41:07] Also haben wir das verstanden. Schauen wir weiter in Vers 19. Aber was heißt es, dass er sagt: „Ich will dir die Schlüssel des Himmels geben?“ Warum sagt er zu Petrus, das sagt er jetzt offensichtlich, Petrus bekommt die Schlüssel, um den Himmel aufzuschließen und den Himmel zuzuschließen. Also hat er doch die Macht, Sünden zu vergeben? Er sagt klar und deutlich nein. Denn wir wissen, Sünden vergeben kann nur Jesus, Gott. Aber was ist dann dieser Schlüssel? Die wir jetzt gesehen haben auf Morgen 11. Die Bibel hat die Macht, den Himmel aufzuschließen und ihn zuzuschließen. Jesus sagt: „Ich gebe dir was?“ Ich gebe dir das Wort Gottes, das du predigen sollst.

[41:58] Also diese beiden Verse sagen nicht, dass Petrus der erste Papst ist und dass der Papst die Macht hat, Sünden zu vergeben, sondern die Verse sagen, dass das Bekenntnis, dass Jesus Christus ist, das Fundament der Gemeinde ist und dass deswegen den Aposteln das Wort Gottes gegeben wurde, um es zu predigen. Das ist eine ziemlich andere Interpretation. Aber wenn wir die Bibelverse miteinander vergleichen, kommen wir nur zu diesem Schluss.

[42:26] Jetzt schauen wir mal, wie Petrus das selbst verstanden hat. Petrus hat wie viele Briefe geschrieben im Neuen Testament? Wie viele Briefe hat Petrus geschrieben? Ersten und Zweiten, genau. Das sind zwei. Er hat zwei Briefe geschrieben, den ersten und den zweiten. Und wir können euch mal die Mühe zu Hause machen und mal durchlesen, die beiden Briefe und euch fragen, wie oft er davon spricht, dass er anderen die Sünden vergibt. Und ihr werdet wahrscheinlich feststellen, wie viel Mal spricht er davon? Kein einziges Mal. Diese Macht hat er nie bekommen. Aber spricht er von dem Wort Gottes, von dem Schlüssel, den er bekommen hat?

[42:53] Schauen wir mal einfach auf, nur ein paar Beispiele, okay? 1. Petrus, 1. Petrus 1. Und schauen wir mal, wie der Petrus immer wieder das Wort Gottes in den Mittelpunkt stellt. 1. Petrus 1, Vers 22. Ab Vers 22. „Da ihr eure Seelen im Gehorsam gegen die Wahrheit gereinigt habt, durch den Geist zu ungeheuchelter Bruderliebe, so liebt ihr einander beharrlich und aus reinem Herzen, denn ihr seid wiedergeboren, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit lebt.“ Und dann zitiert er Jesaja: „Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Grases ist wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen, aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.“

[43:57] Er sagt, die Wiedergeburt, die ihr erlebt habt, die Sündenvergebung, kommt nicht durch mich, sondern durch das Wort Gottes. Er hat verstanden, was die Schlüssel sind. Das Wort Gottes ist der Same, der uns neu gebiert. Man braucht ja einen Samen. Damit ein Kind geboren werden muss, muss vorher ein Same hineindringen in den Mutterleib. Und so muss das Wort Gottes in uns hineindringen, damit da eine Wiedergeburt sein kann. Ohne das Wort Gottes geht das nicht. Ich kann nicht einfach zu einem Menschen gehen und sagen: „Kann ich meine Sünden vergeben haben, weil ich will ein neuer Mensch sein?“

[44:24] Und schaut, das ist das Paradoxe am Mittelalter. Im Mittelalter hat man es genau andersrum gemacht. Man hat den Leuten den wahren Schlüssel vorenthalten und einen falschen Schlüssel ihnen gegeben. Man hat den Leuten erzählt, ihr müsst nur zu mir kommen, zu uns kommen, wir vergeben euch die Sünden, dann seid ihr neue Menschen. Aber die wurden keine neuen Menschen, weil der neue Mensch entsteht durch das Wort Gottes.

[44:45] Jetzt schauen wir weiter in 2. Petrus. Noch ein paar Beispiele und ihr könnt sehen, wie sehr der Petrus die Bibel geliebt hat. Das ist wirklich ganz fantastisch. 2. Petrus 1, Vers 3 und 4. Wer von euch hat schon mal diese Verse 1 bis 11 genau angeschaut? In 2. Petrus 1. Das sind super Verse. Ihr glaubt gar nicht, wie viel man aus diesen Versen ausbekommt. Ich glaube, das ist eines der wichtigsten Kapitel der ganzen Bibel. 2. Petrus 1. 2. Petrus 1 ab Vers 3: „Da seine göttliche Kraft uns wie viel geschenkt hat? Alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient.“ Übrigens, das sagt, wenn ihr allein diesen Gedanken versteht, bedeutet das, dass alles, was es braucht, um ein gottgefälliges Leben zu leben, uns geschenkt wird. Viele Christen glauben, naja, Jesus vergibt mir meine Sünden umsonst und dann muss ich mich anstrengen, jetzt selbst gut zu leben. Aber er sagt, alles, was wir brauchen, um in Gottesfurcht zu leben, wird uns geschenkt durch seine göttliche Kraft. Aber woher kommt die? Durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch die Verheißung göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht.“

[46:21] Er sagt, durch die Verheißung. Jetzt, was sind Verheißungen? Gib mir mal ein paar Verheißungen. Aber gib mir ein paar aktuelle, also konkret aus der Bibel. Nenn mir eine Verheißung. „Ich will bei euch bleiben bis ans Ende der Welt.“ Das ist eine Verheißung, nicht wahr? Ich kann sagen: „Herr Jesus, das Ende der Welt ist noch nicht da. Du musst bei mir sein. Du hast es versprochen.“ Und er kann nicht lügen. Er ist bei mir, wenn ich seinen Auftrag ausführe. Was noch? „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ Das heißt, ich weiß, selbst wenn ich sterben sollte, wenn ich bei Jesus bleibe, weiß ich, ich werde das ewige Leben haben. Das ist ein Versprechen. Was ist du? „Ich komme wieder. Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt.“ „Damit ihr seid, wo ich bin.“ „Euer Herz erschrecke nicht.“ „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“ Er hat es uns versprochen. Und wir können sagen: „Herr Jesus, du hast es versprochen, du kommst. Es gibt nicht die Option, dass du vielleicht doch nicht kommst. Wir wissen, er kommt.“ Was ist? Genau. Gott sagt, wenn ich in der Not bin, kann ich sagen: „Oh, wird Gott mich ja retten? Oh, meine Not ist vielleicht zu groß. Vielleicht hat er keine Zeit. Vielleicht hat er noch andere Telefongespräche gleichzeitig.“ Nein, Gott sagt: „Rufe mich an und ich werde dich retten.“ Ja. Noch eins? Da gibt es viele, gibt es glaube ich 365. Fürchte dich nicht. Jemand hat mal gezählt. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber ungefähr so 365 für jeden Tag einmal. „Fürchte dich nicht. Ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen.“ Das ist zum Beispiel eins, nicht wahr? „Du bist mein.“

[48:10] Schaut, eine der kostbarsten Verheißungen, die ihr haben könnt, eine der kostbarsten für mich zumindest, ist die: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass unsere Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Das steht nicht, wenn er dann auch gerade Zeit hat oder wenn es ihm genehm ist oder wenn die Sünden nicht allzu schlimm waren, sondern wenn, egal was für eine Sünde, wenn wir sie bekennen, haben wir die Verheißung. Wir müssen sie bekennen, nicht wahr? Es gibt Bedingungen zu den Verheißungen. Es gibt Bedingungen, aber wenn wir die Bedingungen erfüllen, können wir sagen: „Herr, du hast es versprochen.“ Und deswegen, ihr kennt vielleicht noch die andere, in 1. Johannes 5, wo es heißt, wenn, Wort nicht aufschlagen, wir wissen, dass das, was wir, wenn es in seinem Willen ist, dass wir das, was wir erbeten haben, auch haben. Wir können es darauf verlassen.

[49:01] Und es ist eine Kraft darin, diese köstlichen Verheißungen in Anspruch zu nehmen. Manchmal zitieren wir die einfach so als Spruchkartentexte auf einer Postkarte, nicht wahr? Und sagen: „Na, was für ein schöner Text, nicht wahr? Es gibt dann wieder ein bisschen Mut.“ Das ist auch gut und schön so, aber die Bibel sagt, dass durch diese Verheißungen wir teilhaftig werden an der Natur Gottes. Und wir haben nicht mal ansatzweise die Idee, was es bedeutet. Und denkt mal ganz kurz drüber nach, was es bedeutet, dass wenn wir das Wort Gottes nehmen, dass diese Kraft und wir sagen, ja, es soll in meinem Leben wirken, dann wird diese Verheißung Realität in meinem Leben, ja?

[49:37] Und das ist auch wichtig, auch wenn wir Fälle machen, dann gehört jeder Sinne in unserem Herzen. Das bedeutet für jeden von uns das, dass immer wir kommen mit den Sünden, die wir kennen. Und das ist das Wichtigste, wenn ich versuche, von meiner Sache bei Gott zu sein, meine Werke, die ich nie schaffe, kommen und wir kennen.

[50:12] Ganz genau, du hast nochmal den Punkt betont, der in 1. Johannes 1, Vers 7 steht. Dankeschön, das ist sehr wichtig.

[50:16] Und jetzt heißt es, jetzt kommen diese Punkte, wie wir durch die kostbaren Verheißungen in unserem Glauben wachsen können. Das könnt ihr lesen, Vers 5, da heißt es: „Du setzt es eben deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend, da in der Tugend aber die Erkenntnis.“ Das heißt, mit mir nur Vers 5, in Vers 6, 2. Petrus 1: „In der Erkenntnis aber die Mäßigkeit, die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber die Geduld, das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Frömmigkeit oder Gottesfurcht, in der Gottesfurcht aber die brüderliche Liebe, in der Bruderliebe aber die Liebe.“

[50:54] Das heißt, wir haben dieses Wachstum, Schritt für Schritt für Schritt, durch die Verheißungen. Je mehr wir uns mit den Verheißungen beschäftigen, je mehr wir die Verheißungen in Anspruch nehmen, je mehr wir sagen: „Es steht geschrieben.“ Desto mehr können wir in unserem Glauben wachsen. Und dann sagt er, schaut mal in Vers 11, Vers 10: „Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung festzumachen, denn wenn ihr diese Dinge tut, das ist selbst eine der kostbarsten Verheißungen, die es gibt in der Bibel, werdet ihr niemals zu Fall kommen.“ Ich meine, wenn das nicht in der Bibel stehen würde, würde man vielleicht für gesteinigt werden, aber es steht in der Bibel. Wenn ihr diese Dinge tut, wenn ihr diese Verheißungen in Anspruch nehmt.

[51:32] Seht ihr, das Problem ist nicht, dass die Sünde so stark ist. Das Problem ist, dass wir so vergesslich sind, die Verheißungen in Anspruch zu nehmen. Seht ihr, das ist das Problem. Die Verheißungen sind ja da, die göttliche Kraft ist uns ja geschenkt. Wir haben ja 66 Bücher voller Verheißungen, nur wir haben immer das Gefühl, das ist gerade nicht so relevant, wir brauchen es gerade nicht, oder wir sind selbst stark genug, oder was weiß ich was.

[51:50] Und dann sagt er, und das ist für unser Thema wichtig, denn auf welche Weise, auf so oder auf diese Weise wird euch der Eingang wohin? In das ewige Reich. Wo ist das ewige Reich? Im Himmel. Das heißt, der Eingang, das Aufschließen in den Himmel hinein, kommt wodurch? Durch diesen Prozess, den wir gerade gelesen haben, indem wir die Verheißung Gottes in Anspruch nehmen und dadurch wachsen. Der Schlüssel in das Himmelreich sind die Verheißungen, ist das Wort Gottes. Das ist der Schlüssel.

[52:24] Und jetzt passt auf. Er sagt nicht, das wird dann aufgeschlossen, dass ihr euch gerade noch so durch zwischen Tür und Pfosten so durchzwängen könnt, sondern es heißt, wie? Es heißt, wenn wir die Verheißung nehmen, dann sind die Türen offen. Dann rennen wir bei Gott offene Türen ein.

[52:43] Denkt darüber nach, wer die Verheißung in Anspruch nimmt, rennt bei Gott offene Türen ein. Die sind schon offen. Wenn wir sagen: „Gott, du hast versprochen, wenn wir uns zu Sünden bekennen, bist du treu und gerecht.“ „Gott, du hast versprochen, dass du wiederkommen wirst.“ „Gott, du hast versprochen, dass wenn ein Gebet in deinem Namen ist, dass du es hörst.“ Gott, du hast versprochen, rennen wir bei ihm offene Türen ein. Wir müssen verstehen, die Türen sind ja schon offen, wir müssen nur noch hindurchgehen. Wir müssen nur noch hindurchgehen.

[53:06] Und das kann uns so viel helfen im alltäglichen Leben, oder? Die Bibel ist halt weitaus mehr als einfach nur das Buch, wo unsere Glaubenslehren beschrieben sind. Ich hoffe, dass wir an diesem Punkt das wirklich verstehen. Manche glauben, die Bibel ist ein gutes Buch, da steht drin, was die Wahrheit ist. Und das stimmt. Aber die Bibel ist halt ein Buch, das uns hilft, im täglichen Kampf gegen die Sünde festzuhalten, die Kraft zu geben. Und das ist gut, dass wir diese Verheißung haben. Versprechung.

[53:35] Gehen wir noch ein bisschen weiter zu Petrus. Schauen wir mal Petrus an. Zweite Petrus, 1 Vers 19 und 20. „Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen, was? Prophetischen Wort.“ Petrus sagt: „Wir halten nicht fest an meiner Autorität, euch die Sünde zu vergeben.“ Er sagt: „Wir halten fest am prophetischen Wort.“ Warum? „Es ist gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.“

[54:11] Dabei sollte vor allem das erkennen, dass keine Weisung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Selbst Petrus hatte nicht die Autorität, die Bibel auszulegen. Petrus hatte nicht den Schlüssel zur Bibel. Petrus hatte den Schlüssel, der die Bibel ist. Er hatte die Bibel in seiner Hand, er hat das Wort Gottes, aber nicht den Schlüssel zur Bibel. Im Sinne von: „Ich lege das aus und du musst glauben, was ich dir sage.“ Sondern er bekam nur den Schlüssel, die Bibel, um den anderen Menschen weiterzugeben, sagen: „Mit diesem Schlüssel kannst du auch ins Himmelreich kommen.“

[54:41] Schaut, wenn ihr, angenommen, ihr würdet, angenommen, es gäbe wirklich einen Schlüssel für das Himmelreich, angenommen, im Himmelreich wäre da wirklich eine Tür, die verschlossen ist und man braucht den Schlüssel, um reinzukommen. Und Gott würde euch diesen Schlüssel in einem Briefumschlag zuschicken. Würdet ihr auf den Schlüssel aufpassen? Würdet ihr ihn irgendwo achtlos weglegen oder würdet ihr ihn gut absichern und ihn wirklich als das Wertvollste in eurem Haushalt betrachten?

[55:29] Schaut, das ist der Schlüssel. Das ist der Schlüssel. Mit diesem Buch, dann kommen wir in den Himmel, also natürlich mit Jesus, nicht mal erst das Wort Gottes. Aber wenn wir verstehen, wenn wir diesem Buch folgen, wenn wir dieses Buch aber zuhause haben und es beachten, als wäre es nutzlos, versteht ihr, die Bibel ist halt wirklich mehr als einfach nur ein schönes Buch, das uns sagt, was die Wahrheit ist. Die Bibel ist der Schlüssel. Deswegen sagt Petrus: „Ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht.“

[56:02] Jetzt schauen wir noch einen Text an, was der Petrus sagt und zwar in 2. Petrus 3, Vers 1 und 2. Und ihr seht immer und immer wieder durch die ganzen Petrusbriefe bezieht es sich immer auf das Wort Gottes, auf das Wort Gottes, auf die Bibel. Ich hoffe, ihr kriegt ein bisschen mehr Lust, die Bibel zu lesen, oder?

[56:21] 2. Petrus 3, Vers 1 und 2: „Geliebte, dies ist nun schon der zweite Brief, den ich euch schreibe, um euch durch Erinnerung eure lautere Gesinnung aufzuwecken.“ Wichtiger Punkt, nicht wahr? Wir wissen, wir müssen uns immer wieder erinnern, damit ihr woran gedenkt? An meine Worte? Nein, an die Worte gedenkt, die von den heiligen Propheten.

[56:43] In welchen Büchern der Bibel stehen die heiligen Propheten? Die Worte der heiligen Propheten? Okay, lesen wir den Text zu Ende und dann werdet ihr verstehen, was ich meine.

[56:54] „Damit ihr an die Worte gedenkt, die von den heiligen Propheten vorausgesagt worden sind und dessen, was euch der Herr und Retter durch uns die Apostel aufgetragen hat.“ Das heißt, wir haben die Worte der heiligen Propheten und wir haben die Worte des Jesus, die durch die Apostel weitergetragen werden. Also was stimmen die Worte der Propheten? Altes Testament und neues Testament, man nennt sie auch die zwei Zeugen, den Schlüssel.

[57:14] Und Petrus sagt: „Ich bin hier dazu da, um euch nochmal an den Schlüssel zu erinnern, denn Jesus hat mir gesagt: ‚Ich gebe dir den Schlüssel. Ich gebe dir die Autorität zu sagen, aufzuschließen und zuzuschließen, ich gebe dir den Schlüssel des Reiches Gottes.‘“ Und weil ich den Schlüssel habe, das alte und neue Testament, möchte ich euch daran erinnern: Hier ist der Schlüssel. Ich möchte euch daran erinnern an das Alte Testament, die heiligen Propheten und die Worte der Apostel. Petrus erfüllt mit diesem Vers seine Aufgabe aus Matthäus 16. Er bekommt die Aufgabe: „Gib den Schlüssel weiter.“ Und Petrus sagt: „Ich habe meine Aufgabe zu tun, ich muss euch daran erinnern an das Wort Gottes, weil das ist der Schlüssel.“

[57:53] Und deswegen ist es meine Aufgabe, euch daran zu erinnern und eure Aufgabe ist es, eure Nächsten daran zu erinnern, dass es da einen Schlüssel gibt, einen Schlüssel, den jeder haben kann, nicht zum Wort, sondern zum Reich Gottes, und das ist die Bibel.

[58:07] Schaut einmal, in Matthäus 23. Matthäus 23, Vers 13. Worum geht es in Matthäus 23? Was ist das Kapitel in Matthäus 23? Das ist die Warnung, die Wehrufe gegen die Pharisäer, die Anklage an die falschen Theologen seiner Zeit. Und was sagt er dann in Vers 13? „Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten.“ Was haben die studiert? Den Schlüssel. Sie kennen den Schlüssel, ja? „Und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt. Ihr selbst geht nicht hinein und die, die hinein wollen, die lasst ihr nicht hinein.“

[59:10] Für mich haben das die Pharisäer gemacht. Wie haben sie das Himmelreich zugeschlossen? Sie haben nicht das Wort gelehrt, sondern ihre eigenen Theorien, ihre eigenen Kommentare. Der Kommentar von Rabbi XY und Rabbi AZ und BJ und wie sie alle hießen. Die ganzen Rabbis. Alle auswendig. Und dann ging es immer so: „Der Text könnte das bedeuten. Also Rabbi X hat da das geschrieben. Aber es könnte eigentlich auch das bedeuten. Könnte eigentlich genau das Gegenteil auch bedeuten, wenn ich überlege, was Rabbi Z aus der Schule von dem geschrieben hat. Aber eigentlich in der Fußnote von der Doktorarbeit von Rabbi... kam auch noch der Aspekt zum Tragen. Das widerspricht natürlich jetzt dem. Und außerdem müssten wir auch noch das in Betracht ziehen, was Rabbi, Rabbi, Rabbi so und so gesagt hat.“ Deswegen wissen wir nicht genau, was es heißt.

[1:00:05] Stellt euch vor, die Predigten heute würden alle so laufen. Stellt euch vor, wir würden Predigten haben, wo jemand sagt: „Also, dieser Text hier in der Bibel wurde von dem Theologen so und so ausgelegt. In der Dissertation habe ich das gelesen. Allerdings gibt es auch eine Schule von Philosophen, die das ein bisschen anders sieht. Da würden wir allein schlafen, oder?“ Wisst ihr, das ist der, das ist der Grund, warum auch noch nie jemand durch das Lesen einer Doktorarbeit sich bekehrt hat.

[1:00:34] Ich habe jemanden gefunden, der gesagt hat, ich bin zum Glauben gekommen, weil ich eine Doktorarbeit von einem Theologiestudenten gelesen habe. Diese 800 Seiten über das hebräische Wort. Nichts gegen Doktorarbeiten, falls jemand zuschaut, der akademisch interessiert ist. Wunderbar, alles wunderbar. Aber nicht zu viel Fokus drauf legen, nur weil jemand eine Doktorarbeit geschrieben hat, dass er so viel weiß. Denn das kann dazu führen, dass man in Wirklichkeit das Reich der Himmel zuschließt. Denn der Schlüssel ist das hier, nicht wahr? Und der Schlüssel war begraben unter einer ganzen Menge von anderem Wust. Und er sagt: „Ihr kennt den Schlüssel, ihr benutzt ihn nicht und ihr erklärt ihn auch anderen nicht, sodass andere gar nicht reinkommen können.“

[1:01:14] Was sagt Jesus in Johannes 5, Vers 39? Ihr erforscht die Schriften und meint, dass ihr darin das ewige Leben habt, und sie sind es, die von mir zeugt. Sie haben den Schlüssel nicht erkannt. Denn der Schlüssel, das ewige Leben, kommt natürlich von wem? Von Jesus. Das heißt, der Schlüssel ist nur dann ein Schlüssel, wenn ich Jesus darin sehe. Wenn ich einfach nur die Bibel auswendig kenne, ist es noch nicht der Schlüssel. Aber die Bibel führt mich direkt zu Jesus. Es gibt keine andere Quelle, die so präzise über Jesus spricht wie die Bibel. Nicht die Natur, auch nicht der Heilige Geist durch mein Gewissen. Der kann mir zwar die Prinzipien deutlich machen, aber die ganzen Details über Jesus und sein Wesen, sein Charakter, werden nur in der Bibel offenbart.

[1:02:09] Jesus, den haben wir gesagt, weil er sagt: „Ich bin der Teil, der sehr gut und sehr gut ist.“ Das ist von mir gesprochen. Und andere, die präzisen haben sie oft nicht, aber die anderen haben es erkannt. Und nicht alle. Und da haben wir jetzt wieder das gleiche Phänomen wie im Mittelalter, nicht wahr? Wo die Theologen die Bibel von den Leuten fern gehalten haben. Und Jesus, der gleiche Wehrruf gegen die Pharisäer gilt auch gegen die Theologen des Mittelalters. Und gilt auch gegen die Theologen, die heute alles Mögliche lernen, alle möglichen Philosophien und menschlichen Theorien, aber nicht mehr das klare, simple Wort Gottes.

[1:02:46] Denn wisst ihr, was erstaunlich an der Bibel ist? Sie ist unglaublich tief, ohne dass man studiert haben muss. Und das ist, glaube ich, immer eine Herausforderung für Theologen, nicht wahr? Als Theologe hast du so viel studiert und du hast natürlich den Eindruck, durch deine vier, fünf Jahre, sechs Jahre, zehn Jahre, was auch immer Studium, hast du jetzt ein hohes Level an Akademie. Jetzt aber anzuerkennen, dass das Gemeindeglied dort in der Reihe neben dir, das keine Ahnung von griechisch hat, vielleicht genauso viel Weisheit haben kann, nicht wahr? Wozu denn auch studieren, nicht wahr? Seht ihr die Herausforderung? Die Herausforderung kann sein, das heißt nicht, dass alle Theologen das haben, okay? Habe ich hier gegen Theologen gepredigt? Nein, habe ich nicht. Theologen sind wunderbar. Und Paulus war natürlich viel effektiver als Petrus und Johannes, weil er die Bibel natürlich viel intensiver kannte und deswegen, als er sich bekehrt hat, konnte er viel mehr Briefe schreiben für das Neue Testament als Petrus und Johannes. Aber ein Theologe, der nicht bekehrt ist, ist eine echte Gefahr. Ein bekehrter Theologe ist eine Wunderwaffe, aber ein unbekehrter Theologe ist eine echte Gefahr. Eine echte Gefahr, nicht wahr? Weil er den Eindruck erweckt, dass er etwas wüsste, was er nicht weiß. Und deswegen wollen wir natürlich nicht jemandem vertrauen, nur weil er studiert hat.

[1:03:58] Wisst ihr was? Schaut mal ganz kurz. Genau, lasst uns noch diesen einen kleinen Nadelstich setzen, okay? Schaut mal in Johannes 7, Vers 15. Finde ich zu super. So schön. Johannes 7, Vers 15. Wenn ihr mal wieder entmutigt seid und sagt: „Ich kann die Bibel nicht unterrichten, weil ich habe noch nicht studiert“, dann nennt euch an diesem Vers. Johannes 7, Vers 15. Die Bibel sagt: „Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Woher kennt dieser die Schriften? Er hat doch nicht studiert.“ Wie kann Jesus die Bibel kennen? Er hat doch nicht studiert. Wie kann jemand predigen? Wie kann jemand Sabbat-Schule haben? Seht ihr, der entscheidende Punkt ist nicht, wie viel wir studiert haben, sondern der entscheidende Punkt ist, wie viel wir studiert haben. Nicht wie viel akademische Grade wir haben, sondern wie viel wir studiert haben. Das ist der Schlüssel.

[1:04:51] Denn es wäre natürlich auch fatal zu sagen, naja, denn Gott hat kein Interesse an Faulheit. Lasst mich das ganz klarstellen. Gott hat kein Interesse an Faulheit oder an, naja, ich weiß wenig in der Bibel, das ist doch vollkommen egal. Gott möchte, dass wir viel wissen von der Bibel, Schritt für Schritt. Aber er möchte, dass wir direkt zur Quelle gehen, direkt zum Schlüssel, und nicht, dass wir viele menschliche Meinungen dazwischen haben. Das ist der entscheidende Punkt. Ja, selbstverständlich, mit Gebet. Ganz genau. Denn das hat ja Paulus schon gesagt, Petrus gesagt, der Heilige Geist hat die Menschen inspiriert, deswegen müssen wir den Heiligen Geist fragen. Das ist uns erklärt.

[1:05:33] Schauen wir mal gemeinsam in Lukas 11, Vers 52. Da haben wir den gleichen Gedanken nochmal. Da wird es sogar noch deutlicher. Noch deutlicher als eben gerade. Lukas 11, Vers 52. Jesus, das ist der Parallelbericht, sagt er: „Wehe euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen.“ Hier wird sogar der Schlüssel der Erkenntnis genannt, nicht wahr? Und die Bibel sagt, dass die Erkenntnis Jesu Christi das ewige Leben ist. „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Und dieser Schlüssel zur Erkenntnis, die Bibel, wurde von den Pharisäern weggenommen. Und hier ist etwas sehr Wichtiges: Wir sollten sicherstellen, dass wir uns den Schlüssel nicht wegnehmen lassen. Durch was auch immer. Man kann uns ihn wegnehmen, indem man buchstäblich zwingt, die Bibel aufzugeben und sie uns wegzunehmen. Man kann ihn aber auch wegnehmen, indem man uns Theorien in unseren Kopf gibt, die sagen: „Naja, die Bibel ist ein tolles Buch, aber man kann ihr nicht in allen Punkten vertrauen. Man muss ein bisschen unterscheiden, was jetzt Menschenwort ist und was Gotteswort ist. Man muss da erstmal das kulturell alles verstehen und dann das alles mal auseinander dividieren. Das kann man heute noch so sehen und das ist nicht mehr heute gültig.“ Je mehr sowas geschieht, desto weniger haben wir noch die Kraft des Schlüssels in der Hand. Und dann passiert das genau gleiche wie mit den Pharisäern und Sadduzäern. Also, die Bibel hat Autorität. Sie hat Vollmacht, weil sie ist, wie wir gesagt haben, sie ist der Schlüssel.

[1:07:15] Gut. Also verlegt euren Schlüssel nicht. Habt ihr schon mal das Gefühl gehabt, dass ihr euren Schlüssel gesucht habt und ihn dringend gebraucht habt? Wie wird es sein, wenn wir vor der Himmelstür stehen, symbolisch gesehen, und unseren Schlüssel nicht finden? Schaut, ist es euch schon mal so gegangen, dass ihr gedacht habt, ihr geht nach Hause, ihr wisst, ihr habt den Schlüssel in der Tasche, und dann an der Tür habt ihr festgestellt, ihr hattet ihn gar nicht drin? Ihr habt ihn irgendwo verlegt, habt die ganze Zeit geglaubt, ihr habt ihn, weil ihr ihn nicht benutzt habt. Ihr sagt immer: „Ich weiß, ich hab ihn.“ Und dann war er gar nicht da. Genauso kann es auch passieren, dass wir jahrzehntelang ein christliches Leben leben und sagen: „Wir haben ja die Bibel, wir schlagen sie mal auf“, aber wir haben sie eigentlich nicht wirklich. Wir haben nicht wirklich Jesus in der Bibel erkannt, wir haben nicht wirklich selbst für unseren Glauben das geprüft. Die Bibel ist nicht unser eigenes Buch geworden, sondern wir haben dann nicht wirklich selbst erkannt, sondern wir sind immer abhängig gewesen von dem, was uns andere gesagt haben. Und das ist so, als wenn man den Schlüssel da nicht hat, so wie die Pharisäer.

[1:08:24] Und deswegen sagt, das ist jetzt ein interessanter Punkt. Jesus sagt zu Petrus: „Ich will dir die Schlüssel geben.“ Damit Petrus sie hortet? Nein, damit er sie weitergibt. Denn er sagt ja dann später im Missionsbefehl: „Und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.“ Das heißt, das Wort sollt ihr weitergeben. Und Jesus hat nicht nur ihm den Schlüssel gegeben, sondern allen Jüngern. Das heißt, der Schlüssel meint nicht: „Ich hab die Autorität“, sondern: „Ich hab ein Geschenk, das ich euch weitergebe, dass du auch in den Himmel reinkommst.“ Wir wollen die Menschen in der Evangelisation befähigen, selbst in den Himmel hineinzukommen.

[1:08:58] Okay, jetzt haben wir, glaube ich, ausführlich über den Schlüssel gesprochen. Ist euch das bewusst geworden, was für ein wunderbares Ding die Bibel ist? Es ist ein Schlüssel, der Schlüssel zum ewigen Leben. Jetzt haben wir gesagt, diese beiden Zeugen haben die Autorität, sie haben den Schlüssel, den Himmel zu verschließen, für die Zeit der Weissagung. Welche Geschichte kommt euch automatisch in den Sinn, wenn ihr darüber nachdenkt, dass hier der Himmel verschlossen werden sollte? Elia, nicht wahr? Schlagt mal mit mir gemeinsam auf. Erste Könige 17. Und dort Vers 1. Vers 1.

[1:09:59] Stellen wir also fest, in Lukas, äh, Verzeihung, Erste Könige 17, Vers 1, da heißt es in Vers 1: „Und Elia, der Tisbiter von den Einwohnern Gileads, sprach zu Ahab.“ Übrigens, Ahab war der König von Israel, vom Nordreich. Das heißt, Elia hat genau das Gleiche gemacht, was auch von der Bibel gesagt ist, dass sie die Macht hat, den Himmel zu verschließen. Denn Elia war ein Prophet. Wenn ein Prophet sagt: „So spricht der Herr.“ Der Herr, er sagt das Wort Gottes. Jetzt, wenn ihr kurz darüber nachdenkt, da ist offensichtlich eine Parallele zu Offenbarung 11.

[1:10:48] Gibt es andere Parallelen zwischen Elia und Offenbarung 11? Den beiden Zeugen. Also offensichtlich gibt es hier die Parallele: Die beiden Zeugen können den Himmel verschließen, Elia konnte den Himmel verschließen. Fallen euch noch andere Parallelen ein, zwischen dem, was wir bisher in den letzten Wochen studiert haben, zwischen den beiden Zeugen und Elia. Ja, dankeschön. Das steht auch hier in Vers 1. „Steht vor Gott.“ Was hieß es von den beiden Zeugen? „Sie stehen vor dem Herrn der ganzen Erde.“ Könnt ihr euch erinnern? In Offenbarung 11. Also lasst jetzt immer hier Könige und Offenbarung 11, dass ihr hinterherblättern könnt. „Steht vor dem Herrn.“ Das sind also schon zwei Parallelen.

[1:11:35] Was findet ihr noch Parallelen zwischen Elia, hier in 1. Könige, oder sonst wo Elia, und Offenbarung 11, den beiden Zeugen, was wir in den letzten 2, 3, 4 Wochen studiert haben? In diesen Jahren, okay. Das ist eine Zeitspanne, aber da können wir gleich noch konkreter drauf kommen. Das ist eine Zeitspanne, das werden wir gleich nochmal vertiefen. Was noch?

[1:12:00] Schaut mal in Offenbarung 11, was alles über die zwei Zeugen ausgesagt wird. Was ist noch eine direkte Parallele zu Elia? Ja, aber hat Elia Macht über das Wasser? Das Wasser zu Blut zu machen? Ja, aber in Offenbarung 11 steht ja: „Sie macht das Wasser, um es zu Blut zu verwandeln.“ Das ist eher eine Parallele zu Ägypten, obwohl das entfernt, hast du auch recht, ja. Aber das ist eher eine Parallele zu Mose dann. Kommen wir gleich noch dazu.

[1:12:31] Schaut mal noch die Verse, also nicht Vers 6, sondern noch Vers 5 und 4 und 3 an in Offenbarung 11. Vers 3, 4, 5 und 6. Gibt es da noch Parallelen? Zu Elia. Ja, Elia war ein Prophet, nicht wahr? Er war ein Prophet. Und die zwei Zeugen sind auch Propheten, sie sollen Weiß sagen, Prophezeiung, ja. Drei Parallelen, aber es gibt noch mehr. Ihr habt noch die wichtigsten außer Acht gelassen. Wer von euch war letzte Woche da? Ihr solltet auf jeden Fall eine Parallele, sollte euch aus dem Gesicht geschossen kommen. Was können die zwei Zeugen tun? Sie können Feuer, mit Feuer die Feinde verzehren. Gibt es da eine Geschichte bei Elia? Haben wir gelesen, nicht wahr? Wo er auf dem Berg stand, nicht wahr? Und dann Feuer vom Himmel fiel und die Feinde verzehrt hat. Das heißt, dieses verzehrende Feuer ist eine Parallele zu Elia.

[1:13:34] Noch Parallelen, noch Parallelen. Richtiges intensives Bibelstudium heute, nicht wahr? Richtig zum selber nachdenken angeregt. Ihr könnt auch mitraten oder mitstudieren vor dem Computer. Leider hören wir eure Antworten nicht. Ja, kein Regen. Wie sind die beiden Zeugen angezogen? In Sacktuch. Ist das eine sehr feine Kleidung oder eine grobe Kleidung? Wie ist Elia durch die Gegend gerannt? Mit Kamelhaar, jetzt auch grob oder fein. Also sehr einfach angezogen. Beide haben eine sehr einfache Kleidung, nicht wahr?

[1:14:21] Okay. Also schaut, wenn ihr das lest in Offenbarung 11, nicht wahr? Zwei Zeugen, die den Himmel verschließen können, die vor dem Herrn der Erde stehen, die Weiß sagen, deren Feinde mit Feuer verzehrt werden, die einfache Kleidung anhaben. Wenn ihr die Bibel kennt, würdet ihr sagen: „Wow, das ist Elia.“ So viele Parallelen zu Elia. Das sind direkte Parallelen zu Elia, die uns irgendwie deutlich machen: Schaut her, hier gibt es einen Zusammenhang zwischen der Elia-Geschichte und der Bibel im Mittelalter. Aber jetzt passt auf. Es wurde schon angedeutet, es gibt eine Zeitspanne.

[1:14:51] Was wissen wir über die Elia-Geschichte, über die Zeitspanne dort? Lesen wir gemeinsam in Lukas. Lukas 4, Vers 25. Und wer spricht hier in Lukas 4? Wer spricht in Lukas 4? Schaut mal nach. In Lukas 4, wer spricht dort? Es spricht Jesus, ganz genau. Jesus, es heißt, aber er sprach aber. Vers 24: „Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist anerkannt in seinem Land, Vaterland.“ Vers 25: „In Wahrheit aber, sage ich euch, es waren viele Witwen in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel dreieinhalb Jahre...“ Elia hat den Himmel für buchstäblich dreieinhalb Jahre verschlossen. Und was sagt Offenbarung 11,6?

[1:15:56] Lest du mal Offenbarung 11,6? Dort heißt es: „Sie haben Macht, den Himmel zu verschließen, alle Tage ihrer Weissagung.“ Und wie lange weissagen sie? 1260 Tage, was dreieinhalb Jahre sind. Nur mit dem Unterschied, dass es hier symbolische Tage sind, weil es ein symbolischer Zusammenhang ist, und hier etwas eine buchstäbliche Geschichte. Glaubt ihr, es ist ein Zufall, dass all diese Parallelen zwischen Elia und der Bibel bestehen? Absolut nicht.

[1:16:24] Diese dreieinhalb Jahre in der Bibel von Elia, diese Geschichte von Elia, ist offensichtlich eine typologische, also ein Gleichnis, etwas, was beschreibt, was sich später im großen, im Mittelalter nochmal abgespielt hat. Ihr wisst ja, dass die biblischen Geschichten aufgeschrieben wurden, nicht nur für die biblischen Zeiten damals, sondern auch für spätere Zeiten. Und ein Grund, warum die Elia-Geschichte aufgeschrieben ist, dass sich diese Geschichte hier von diesen dreieinhalb Zeiten, wo es nicht geregnet hat, sich noch einmal im Mittelalter symbolisch wiederholt. Das heißt, der symbolische Elia, also wir haben einen buchstäblichen Elia, und der symbolische Elia wäre dann die Bibel.

[1:17:08] Wir haben das alles schon angeschaut, die Prophezeiung, das verzehrende Feuer, auch das Sacktuch, wir haben das alles studiert. Das waren die 1260 Jahre von 538 bis 1798. Jetzt, wenn wir so deutlich Hinweise haben, wir haben nicht nur ein Vers oder so, es sind 1, 2, 3, 4, 5, 6, mindestens 6 Hinweise in Offenbarung 11, deuten darauf hin, dass die Geschichte von den zwei Zeugen eine Parallele ist zu der Geschichte von Elia. Wir haben jetzt genügend Grund anzunehmen, dass auch andere Details von Elias Geschichte hier noch eine Rolle spielen. Es gibt so eine enge Verbindung, dass wir uns ein bisschen Gedanken machen sollten über die Geschichte von Elia in Bezug auf das Mittelalter.

[1:17:44] Welche Personen spielen noch eine Rolle in der Geschichte von Elia? Das hat er auch gemacht, genau, er hat auch 3,5 Jahre gelebt, das stimmt. Was hast du? Da gibt es eine Königin und es gibt einen König. Jetzt, der König heißt Ahab. Und dann gibt es eine Isabel.

[1:18:13] Jetzt, was wissen wir über Ahab? War es ein guter oder ein schlechter König? Ein schlechter König, ziemlich schlecht. Warum war er ein schlechter König? Weil er eine schlechte Frau gehabt hat, ja. Die Frau macht den Mann, nicht wahr? Warum war er ein schlechter König? Er hat das Volk verführt zum Götzendienst. Und er wurde selbst verführt durch die Isabel. Wir haben eine Frau, die eine falsche Religion dem König aufzwingt. Ein König und eine Königin. Aus welchem Land war diese Königin? War sie aus Israel? Nein, sie war aus Phönizien. Also eine heidnische Königin. War es erlaubt, dass ein Israelit eine Heidin heiratet? Nein, es war eine unerlaubte Verbindung. Eine unerlaubte Verbindung zwischen einem König und einer Königin, die eine Heidin war.

[1:19:17] Aber wisst ihr, was der Name Isabel bedeutet? Ich glaube, ich habe mich schon einmal behandelt, oder? Es heißt... Hm? Na, so negativ sind die nicht. Es heißt: „die Keusche, die Unberührte, die Unverheiratete, die Unschuldige, die Jungfrau sozusagen, die Keusche.“ Das heißt, könnt ihr sehen, dass es einen immensen Kontrast gibt zwischen ihrem Namen, das, was sie behauptet zu sein, und das, was sie wirklich tut.

[1:20:03] Jetzt haben wir einen König und eine Frau. Ein König, natürlich steht der König für das Königreich, nicht wahr? Er hat die staatliche Autorität. Aber wofür steht in der biblischen Prophetie eine Frau? Eine Gemeinde, eine Kirche, nicht wahr? Und diese Frau behauptet, sie ist eine Keusche, Unberührt, Unverändert, nicht wahr? Reine Frau, eine Keusche Jungfrau, nicht wahr? Jetzt, wenn man das auf das Mittelalter übertragen würde, gab es da auch eine unerlaubte Verbindung zwischen Königen und einer Gemeinde, die vorgab, unverändert, jungfräulich, rein zu sein, aber in Wirklichkeit den Götzendienst eingebracht hat. Gab es das im Mittelalter? Aber ohne jede Frage.

[1:20:49] Das heißt, diese Geschichte von Ahab und Isabel symbolisiert die Verbindung von Staat, nicht wahr? Der König, ein schwacher König, der sich von der Frau sagen lässt. Ihr kennt die Geschichten von Ahab, nicht wahr? Wo er sagt: „Ich möchte gerne den Weinberg da haben“, und er kriegt das nicht durch Diplomatie hin, und dann geht er nach Hause und weint, nicht wahr? Und Isabel sagt: „Was hast du denn jetzt schon wieder? Jetzt muss ich mehr ran.“ Das heißt, der König war schwach und die Isabel hat im Hintergrund alles, nicht wahr, die Fäden gezogen. Und diese Isabel steht für eine Gemeinde. Eine falsche Kirche. Eine Kirche, die vorgibt, vom Namen her, rein, keusch, unberührt, jungfräulich, so wie in den Zeiten der Apostel, nicht wahr? Weil wir können unsere Ursprünge zurückverfolgen bis zum ersten Papst, bis zum Petrus. Seitdem hat sich nichts geändert. In Wirklichkeit hat Baal Einzug gehalten, nicht wahr? Die Sonne, die ganzen Götter, Götzen, jetzt halt als Heilige verkleidet. Falsche Kirche.

[1:22:04] Übrigens, wenn ihr mir nicht glaubt, glaubt der Bibel. Schaut mal bitte in Offenbarung 2. Ihr wisst ja, in Offenbarung 2 und 3, da finden wir die sieben Sendschreiben, nicht wahr? Vor vielen, vielen Jahren haben wir hier mal das so studiert. Das muss so ungefähr so im Jahre 2009 gewesen sein. 2009. Ja, das war in der ersten Hälfte 2009. Das ist dann immerhin schon drei Jahre her. Wer war damals schon dabei? Ja, doch. Einige. Ich glaube, da hatten wir noch keinen Livestream. Es gibt keine Aufnahmen davon. Vielleicht werden wir, wenn wir in fünf Jahren fertig sind, wieder von vorne anfangen.

[1:22:40] Schauen wir mal. Offenbarung 2. Und da kommen diese sieben Gemeinden. Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira und so weiter. Und wir wissen, dass diese Gemeinden, das haben wir damals ausführlich studiert. Und wir haben nicht die Zeit, das alles zu wiederholen. Wer Fragen hat, kann mich fragen. Dass diese sieben Gemeinden sieben Zeitabschnitte in der christlichen Epoche darstellen. Könnt ihr euch erinnern? Die erste Gemeinde steht für die Urchristenheit. Die zweite Gemeinde steht für die verfolgte Gemeinde während des Römischen Reiches. Dann ab 100 nach Christus. Die dritte Gemeinde steht für die Zeit von Konstantin und so weiter. Und wir wissen, die letzte Gemeinde, die siebte Gemeinde, ist die Zeit ab 1844. Das Volk des Gerichts, Laodizea. Und mittendrin gibt es diese vierte Gemeinde. Und sie heißt Thyatira. Das ist genau die Gemeinde in der Mitte der christlichen Periode. Im Mittelalter, nicht wahr? Im Mittelalter.

[1:23:28] Und jetzt schaut mal, wie es hier von ihr heißt. „Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen, dessen Füße schimmernden Erz gleichen. Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und dein Glauben und dein standhaftes Aussagen. Und ich weiß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten. Aber ich habe ein Weniges gegen dich, dass du es zulässt, dass die Frau...“ Isabel. Jetzt gab es die Isabel noch zur Zeit des neunten Semesters. Nein, das heißt, Isabel ist tatsächlich ein Symbol. Können wir das sehen? Die Bibel verwendet selbst Isabel als ein Symbol. Im Mittelalter als eine Frau, die was tut. „Sie verführt meine Knechte, lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen.“ Das heißt, Jesus selbst verwendet diese Isabel als ein Symbol für diese falsche Frau. Eine Frau steht für eine Kirche, eine Gemeinde, die seine Knechte, seine treuen Christen verführt. Ihr wisst, es gab ja auch in der Kirche viele, viele treue Menschen, nicht wahr? Die Isabel steht ja nicht für die Menschen in der Kirche, sie steht für das Kirchensystem. Aber sie verführt die Menschen zum Unglauben.

[1:24:36] Und wir können noch viel, viel mehr Details, wir müssen aus Zeitgründen leider hier einen Schnitt machen, viel mehr Details uns anschauen. Wir werden nächste Woche hier noch ein bisschen weitermachen. Aber lasst uns noch diesen Punkt hier kurz, diesen Punkt schließen. Der Elia der damaligen Zeit, das war sozusagen die Bibel, ja? Was war mit Elia während der dreieinhalb Jahre, als er von Ahab und Isabel verfolgt wurde? Wo hat er sich aufgehalten? Er hat sich versteckt, nicht wahr? Und da gibt es eine interessante Geschichte.

[1:25:10] Was war die interessante Geschichte? Geht mal zurück zu 1. Könige 17. Da gibt es eine interessante Geschichte. Er kommt zu dieser Witwe. Und was ist das Problem der Witwe in Zarepta? Nichts zu essen, Hunger ist notwendig. Und dann sagt er: „Mach mir ein Brot, nicht wahr? Ein Kuchen.“ Und dann sagt sie: „Ich habe nur noch das bisschen, was für Zutaten hat sie? Öl und Mehl.“ Was für einen Kuchen hat sie gemacht? Ölkuchen. Ich weiß nicht, warum sie so ein Ding macht. Ölkuchen. Sie möchte Ölkuchen machen. Und es sieht so aus, als ob der Ölkuchen nicht mehr reicht. Also, wenn das Öl und das Mehl nicht mehr ausreichen, dass irgendwann jetzt der Ölkuchen ausstirbt. Dass kein Ölkuchen mehr für die nächsten Jahre zu essen ist. Aber, obwohl es so aussieht, als ob der Ölkuchen nicht mehr, also dass es keinen Ölkuchen mehr gibt, weil das Mehl aufhört und das Öl aufhört, tut Gott ein Wunder. Nämlich, dass es immer genügend Mehl und Öl gibt. Wir können die Geschichte nachlesen. Dann haben wir Zeit, das alles selbst zu lesen. Ab Vers 10, nicht wahr? 10 bis 16. Da heißt es in Vers 16: „Der Mehl-Topf wurde nicht leer und das Öl im Kuchen wurde nicht weniger, nach dem Wort des Herrn, das er durch Elia geredet hat.“ Stellt euch vor, ihr habt so ein bisschen Öl im Kuchen und ihr gießt jeden Tag. Es wird einfach nicht weniger. Nicht weniger. Es wird einfach nicht weniger. Nicht weniger.

[1:26:47] Das heißt, sie konnten jeden Tag, wann immer sie brauchten, was machen? Einen Ölkuchen. Und woran denkt ihr beim Wort Ölkuchen? Was hat geschmeckt wie Ölkuchen? Das Büchlein ist süß wie Honig. Aber so ähnlich. Was hat geschmeckt wie Ölkuchen? Das Manna. In 4. Mose 11. Und jetzt haben wir die Verbindung. 4. Mose 11, Vers 8. Heißt es in 4. Mose 11, Vers 8: „Und das Volk lief hin und her und sammelte und malte es in Handmühlen oder zerstoß es in Mörsern und kochte es im Topf oder machte Kuchen daraus und es hatte einen Geschmack wie Ölkuchen.“ Das Manna schmeckt wie Ölkuchen. Und das Manna ist das Brot, das vom Himmel kommt. Und was ist das wahre Brot, das vom Himmel kommt? Jesus. Das Wort. Denn er sagt ja, das Manna, die Schaubrote im Heiligtum, die für das Wort Gottes standen, waren ja aus Manna. Das war das Manna-Brot.

[1:28:07] Das heißt, was ist die Lehre? Die Krise im Mittelalter war so stark, dass es so aussah, als würde was passieren. Als würde die Bibel aufhören zu existieren. Ich habe euch erzählt, dass es Zeiten gab, in denen es nur noch wenige Manuskripte gab. Denn man hatte versucht, obwohl man einen völlig anderen Anstand hatte. Ich glaube heute noch, dass die Dokumente im Vatikan die allerbesten sind. Ich war da irgendwo, es gibt vielleicht noch die wahren Dokumente. Ich glaube, alle Dokumente haben wenigstens den aus dem Vatikan. Versteht ihr, was ich meine? In dieser Zeit sah es so aus, ich stelle es euch mal vor, wenn über Tausende von Jahren, also Hunderte von Jahren, über Tausend Jahre lang, dieses Buch nur von Hand abgeschrieben werden konnte. Ohne Speichermedien, ohne Buchdruck. Nur auf Pergamentpapier. Und dann jahrhundertelang wird es verfolgt und verbrannt. Es ist eigentlich menschenunmöglich, dass das Buch überleben kann. Nur wie durch ein Wunder, so wie durch ein Wunder immer noch Mehl und Öl da war und für die ganze Zeit gereicht hat, so ist nur ein Wunder zu verdanken, dass nach dem Ende dieser 1062 Jahre, da immer noch Bibelmanuskripte sind. Und ihr wisst, nach der Zeit dann, da wären wir noch zu kommen. Das sagt die Bibel auch voraus, was passieren wird nach dieser Zeit, was dann mit der Bibel passieren wird, wie sie sich verbreitet in alle Zeit. Aber die Bibel hatte vorgewarnt, dass es eine Zeit gibt, wo es wirklich, wo man wirklich darum beten muss, dass man wenigstens ein bisschen, ein Fetzen von der Bibel hat.

[1:29:38] In dieser Zeit hättet ihr euch gefreut, wenn ihr euch eine eigene Kopie von 1. Johannes hättet. Fünf Seiten oder so. Das wäre euer größter Schatz. Ihr würdet das lesen, Tag ein und Tag aus. Ihr hättet nichts anderes. Schaut euch das mal vor. Ich meine, 1. Johannes ist schon genügend Stoff zum Nachdenken für ein paar Jahre. Aber noch einmal, um uns das zu vergewissern, was für einen Schatz wir eigentlich in den Händen halten. Und mit was für einem Schwachsinn wir manchmal unsere Zeit vergeuden. Und dann, ich glaube, die Engel, die das damals schon gesehen haben, die wundern sich nicht mehr. Die würden denken, dass wir wahrscheinlich den ganzen Tag mit der Bibel beschäftigt, auch wenn es natürlich nicht geht. Aber wenn wir mal die Bibel beiseite legen und sagen: „Ach, lass mich jetzt mal ein bisschen, was soll man tun?“ Dann fragen sie sich: „Hey, das gibt es doch gar nicht. Das sind andere für gestorben. Da haben andere ihr Leben für gelassen. Da sind manche Kilometer zu Fuß gelaufen. Tausende von Kilometern über Berg und Tal und Stein und über See und Meer, nur um vielleicht ein kleines Fragment zu bekommen, handgeschrieben, das man kaum lesen konnte.“ Und wir haben es in bestem Deutsch, feinleserlich gedruckt, fünf Ausgaben im Schrank. Und sagen: „Naja, schauen wir im Sabbat-Video rein.“

[1:30:47] Also, wir werden nächste Woche hier weitermachen. Wir haben nicht alles geschafft von Vers X, leider. Es gibt einiges zu entdecken. Wir werden nächste Woche weitermachen. Und ist es nicht wunderbar zu sehen, wie die Bibel uns selbst dazu ermutigt, die Bibel zu lesen und was sie vorher sagt über sich selbst. Kein anderes Buch ist so präzise über sich selbst. Nicht nur, dass die Bibel die Weltgeschichte vorhersagt, die Bibel sagt auch vorher, was mit ihr selbst passieren wird. Jetzt, das versuch mal ohne den Heiligen Geist zu erklären. Das geht gar nicht. Und dafür sind wir dankbar und wollen uns nochmal vornehmen. Wenn wir das in diesen letzten Wochen studiert haben, habt ihr nicht auch das Bedürfnis, einfach mehr die Bibel zu lesen und sie zu schätzen? Und wenn man auch nicht viel liest, aber es wirklich mit so einem Gefühl von: „Wow, das ist durch viel Blut und viel Schweiß und viele Tränen, ist das zu mir gekommen.“ Ein Schlüssel, ein goldener Schlüssel. Wollen wir uns das vornehmen? Amen.

[1:31:41] Lasst uns noch zusammenbeten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben und dass wir es studieren können. Habt Dank, dass wir sehen konnten, dass dein Wort ein Schlüssel ist. Und dass wir, wenn wir diesen Schlüssel haben, niemand uns den Himmel verwehren wird. Da ist kein zweites Schloss, für das dieser Schlüssel nicht passt. Und du hast jedem diesen Schlüssel gegeben heutzutage. Zumindest jedem in unserem Kulturkreis. Jeder hat die Möglichkeit, die Bibel zu haben. Es ist schon ziemlich schwer, heute zu leben und keinen Zugang zur Bibel zu haben. Man muss es schon wirklich ignorieren. Und Herr Jesus, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du uns Klarheit schenkst in unseren Gedanken, dass wir verstehen, was damals passiert ist und dass wir auch verstehen, was heute passiert, wenn wir uns von Menschenmeinungen abbringen lassen und die Bibel nicht selbst lesen. Habt Dank, dass dein Wort so klar und deutlich ist und dass es uns anspricht und uns wieder bewusst macht, dass wir ein Schatz in den Händen halten. Habt Dank, dass so viele treue Männer und Frauen vor uns ihr Leben nicht geliebt haben und keine Kosten oder Mühen gescheut haben. Habt Dank, das Buch die Jahrhunderte zu uns weiter zu tragen. Und habt Dank, dass wir jetzt, wo du bald wiederkommen wirst, solche ungeahnten Ressourcen haben, solche ungeahnten Möglichkeiten gibt, dass wir sie endlich so nutzen, wie es unserer Zeit entspricht. Amen.


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