In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp die Geschichte von König Hiskia aus 2. Chronik 31:20-32:18. Sie zeigt, wie Hiskias tiefe Treue zu Gott ihn und sein Volk befähigte, der grausamen Bedrohung durch den assyrischen König Sanherib standzuhalten. Die Predigt ermutigt dazu, auch in persönlichen Krisen mutig und vertrauensvoll an Gottes Verheißungen festzuhalten.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 31:20-32:18
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Chronik, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:
Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute möchten wir zusammen die Seite 508 lesen und verstehen. Und bevor wir das tun, gemeinsam beten.
[0:42] Lieber Gott, wir möchten dir danken, dass du uns jeden Tag Leben schenkst, dass du uns so viele Dinge schenkst, die wir nicht verdienen. Wir möchten dich ganz besonders bitten, dass du uns heute hilfst, treu zu sein und deinen Geboten zu gehorchen und nah bei dir zu bleiben. Und dafür danken wir dir. Amen.
[1:06] Wir beschäftigen uns heute mit Zweiter Chronik 32, lesen aber noch den Rest von 31. Gestern haben wir gesehen, dass Treue sich auszahlt. Hiskia hat alles wieder so eingerichtet, wie Gott es vorhergesehen hat oder bestimmt hat für das Heiligtum. Und die Konsequenz daraus war ein Überfluss an Gaben. Es gab so viele Gaben. Die Bibel spricht von Haufen, die vier Monate, hier monatelang aufgeschichtet wurden für das Heiligtum, für den Tempeldienst. Und Hiskia hat diesen Tempeldienst langfristig und vollständig wiederhergestellt.
[1:50] Wir beginnen heute in Zweiter Chronik 31 ab Vers 20: "So handelte Hiskia in ganz Judäa, und er tat, was gut, recht und getreu war vor dem Herrn, seinem Gott. Und in all seinem Werk, das er im Dienst des Hauses Gottes und nach dem Gesetz und Gebot unternahm, um seinen Gott zu suchen, handelte er von ganzem Herzen, und so gelang es ihm auch."
[2:14] Wir haben schon in den Büchern Chronik und Könige sehr lange solch eine Beschreibung nicht mehr gelesen für einen König. Über Hiskia wird so viel Gutes geschrieben, so positive Verse. Und Hiskia war eigentlich seit David und Salomo so eigentlich der erste König, der wieder so treu und so Gott ergeben ist.
[2:41] Wir wollen heute sehen, wie diese Eigenschaften ihn durch Krisen getragen haben und ob sie ihn durch Krisen getragen haben, ob die Treue zu Gott sich ausgezahlt hat in schweren Zeiten.
[2:54] Und wir beginnen mit Kapitel 32: "Nach diesen Ereignissen und dieser bewiesenen Treue kam Sanherib, der König von Assyrien, und rückte in Juda ein und belagerte die festen Städte und gedachte, sie zu erobern. Als aber Hiskia sah, dass Sanherib in der Absicht gekommen war, gegen Jerusalem zu kämpfen, da beschloss er mit seinen Obersten und seinen Kriegshelden, die Wasserquellen draußen vor der Stadt zu verstopfen, und sie halfen ihm. Und die Leute versammelten sich in großer Zahl und verstopften alle Quellen und den Bach, der mitten durch das Land fließt, und sprachen: Warum sollten die Könige von Assyrien viel Wasser finden, wenn sie kommen? Und er fasste Mut und baute die Mauer überall wieder auf, wo sie eingerissen war, und erhöhte die Türme und baute draußen noch eine andere Mauer und befestigte den Millo der Stadt Davids. Auch machte er viele Wurfgeschosse und Schilde. Und er setzte kriegstüchtige Hauptleute über das Volk und versammelte sie zu sich auf den Platz am Tor der Stadt, sprach ihnen Mut zu und sagte: Seid stark und mutig! Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor dem König von Assyrien noch vor dem ganzen Haufen, der bei ihm ist; denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm. Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der Herr, unser Gott, um uns zu helfen und für uns Krieg zu führen. Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda."
[4:36] Der Sanherib, der Assyrerkönig, bedroht hier Hiskia und Jerusalem. Und wenn ihr schon mal etwas über die Assyrer gehört habt, dann sicher, dass sie ein unglaublich grausames Volk waren. Niemand hat mit den Assyrern gespaßt. Jeder hatte Angst, denn die waren für ihre Grausamkeit berühmt, was sie mit ihren Feinden angestellt haben, das ist keine gute Nacht Geschichte.
[5:04] Aber von Hiskia lesen wir, dass er hier mutig und auch etwas kühn handelt und ermutigt nicht nur sich selber, weil das hat er wahrscheinlich auch selber nötig gehabt, sondern auch das Volk. Und besonders schön ist hier der Gedanke, dass Hiskia sagt: "Mit Sanherib ist ein fleischlicher Arm, aber mit uns ist der Herr, unser Gott, um uns zu helfen und für uns Krieg zu führen."
[5:33] Und ich wünschte mir manchmal für mich selber und ihr vielleicht auch, dass wir in herausfordernden Situationen auch so gelassen und so vertrauensvoll und mit Gott an unserer Seite reagieren würden. Leider sind wir da manchmal nicht ganz so mutig und kühn wie der Hiskia. Aber genau das war es, was das Volk gebraucht hat, denn sie hatten sehr große Angst vor den Assyrern.
[6:05] Danach sandte Sanherib, der König von Assyrien, seine Knechte nach Jerusalem, denn er lag vor Lachisch mit seinem ganzen Heer, zu Hiskia, dem König von Juda, und zu ganz Juda, das in Jerusalem war, und ließ ihnen sagen: "So spricht Sanherib, der König von Assyrien: Worauf verlasst ihr euch, die ihr in dem belagerten Jerusalem sitzt? Verführt euch nicht Hiskia, um euch dem Tod durch Hunger und Durst preiszugeben, indem er sagt: Der Herr, unser Gott, wird uns aus der Hand des Königs von Assyrien retten. Hat nicht derselbe Hiskia seine Höhen und Altäre weggeschafft und Judäa und Jerusalem befohlen, vor einem einzigen Altar sollt ihr anbeten und auf ihm räuchern? Wisst ihr nicht, was ich und meine Väter allen Völkern der Länder getan haben? Konnten auch die Götter der Nationen in den Ländern jemals ihre Länder aus meiner Hand erretten? Wer ist unter allen Göttern dieser Nationen, die meine Väter ganz und gar vernichtet haben, der sein Volk aus meiner Hand retten konnte, dass euer Gott euch aus meiner Hand retten könnte? So lasst euch nun durch Hiskia nicht täuschen und lasst euch nicht auf diese Weise von ihm verführen und glaubt ihm nicht! Denn kein einziger Gott irgendeiner Nation oder eines Königreiches konnte sein Volk aus meiner Hand und aus der Hand meiner Väter retten. Wie viel weniger wird euer Gott euch aus meiner Hand erretten?"
[7:34] Und noch mehr redeten seine Knechte gegen Gott, den Herrn, und gegen seinen Knecht Hiskia. Er schrieb auch Briefe, um den Herrn, den Gott Israels, zu verhöhnen und redete gegen ihn und sprach: "Wie die Götter der Nationen in den Ländern ihr Volk nicht aus meiner Hand errettet haben, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht aus meiner Hand erretten." Und sie riefen mit lauter Stimme auf Jüdisch dem Volk von Jerusalem zu, das auf den Mauern war, um es furchtsam zu machen und zu erschrecken, damit sie die Stadt einnehmen könnten.
[8:10] Der Sanherib überhebt sich hier dermaßen über Gott, um das Volk einzuschüchtern, um es mürbe zu machen, um Hiskia den König zu diskreditieren, aber noch viel mehr, um Gott zu unterhöhlen, den Glauben an Gott zu unterhöhlen und Gott zu verhöhnen.
[8:34] Und wir mögen das vielleicht heute lesen, viele, viele Jahrhunderte, Jahrtausende später, und denken: Wie kann man nur auf diesen Sanherib hören und wie kann man nicht auf Gott vertrauen in dieser Situation? Wir hatten ja gelesen, dass Gottes langer Arm Israel retten kann. Aber ganz ehrlich, wenn ihr damals ein Bewohner von Jerusalem gewesen wärt, wärt ihr sicherlich eingeschüchtert gewesen von diesem Feind. Mit den Assyrern war nicht zu spaßen, jeder hatte Angst.
[9:09] Aber Hiskia stand zu Gott und hat das Volk ermutigt. Und ich glaube, wir müssen uns ganz ehrlich machen: Als Christen knicken wir manchmal bei viel, viel weniger Druck ein, als es hier durch Sanherib auf das Volk von Jerusalem der Fall war. Und viel öfter und bei viel weniger Druck geben wir dem Druck nach und werden Gott untreu, verlassen seine Gebote, verlassen seine Wege. Das hier war echter Druck, war echte Todesangst. Und trotzdem haben Hiskia und das Volk festgehalten an den Verheißungen, denn sie waren gestärkt durch die Erweckung und die Reformation, die sie gerade erlebt hatten.
[9:55] Ich wünsche euch, dass auch wir täglich von Gott gestärkt werden und erweckt und reformiert werden, damit wir Versuchungen standhalten können und damit wir Gott treu bleiben können.
[10:11] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Jesus, wir möchten dich bitten, dass du uns Kraft gibst für schwere Zeiten, Zeiten, in denen Druck und Angst auf uns niederprasselt, Zeiten, in denen wir bedrängt werden, in denen unser Glaube verhöhnt wird, diskreditiert wird. Wir möchten dich bitten, dass wir dann in solchen Situationen wie die Nadel zum Pol stehen, dass wir dich nicht verlassen, sondern zu dir halten. Gib uns dafür die Kraft schon heute. Und hab Dank dafür. Amen.
Lizenz
Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.