In dieser Predigt wird Offenbarung 12,6 im Detail betrachtet und die Bedeutung der 1260 Tage beleuchtet. Christopher Kramp zieht Parallelen zu biblischen Ereignissen wie dem Auszug Israels aus Ägypten unter Mose und den Erfahrungen des Propheten Elia, um die symbolische Bedeutung der Flucht der Frau in die Wüste und ihrer Versorgung zu verdeutlichen. Er erklärt, wie diese Ereignisse als Vorbilder für die neutestamentliche Gemeinde dienen und welche historischen Verfolgungsperioden damit verbunden sind.
26.03.2013 – Offenbarung 12,6
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für VersWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Ja, hallo und herzlich willkommen hier bei Joelmedia TV, wie man unschwer erkennen kann. Wir freuen uns, dass unser Werbematerial angekommen ist und unsere Techniker waren so begeistert, die haben gesagt, wir wollen es doch gleich mal ausprobieren. Wenn jemand von euch, der jetzt live zuschaut oder auch die Aufzeichnung vielleicht morgen oder übermorgen sieht, auf dem Use in Mission Congress in Mannheim dabei sein wird, jetzt am Wochenende, dann schaut doch einfach mal, ob ihr das hier irgendwo seht. Das wird nicht zu übersehen sein. Und dann kommt vorbei, wir werden Flyer haben, wir werden Visitenkarten haben, wir werden Material haben, das ihr mitnehmen könnt zu Hause, um Joelmedia zu bewerben. Wir freuen uns, da mit euch sprechen zu können.
[0:43] Und wir freuen uns, dass ihr jetzt eingeschaltet habt, dass ihr natürlich immer noch da seid zu unserem Offenbarungsseminar. Und wir haben heute was Spannendes vor, nämlich Offenbarung 12 Vers 6. Bevor wir damit beginnen, wollen wir wie jeden Abend gemeinsam niederknien zu einem Gebet.
[1:05] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen können. Wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort studieren können. Bitte hilf uns, es so zu verstehen, wie du es gemeint hast und dass wir erkennen, wie die Offenbarung uns hilft in unserem Leben, in unserem Alltag. Und wir bitten dich, dass wir durch deinen Geist geführt werden nach deiner Verheißung. Sei jetzt mitten unter uns und halte alle Störende fern. Amen.
[1:34] Offenbarung 12 Vers 6. Es heißt dort, Offenbarung 12 Vers 6: Und die Frau floh in die Wüste, wo sie einen von Gott bereiteten Ort hat, damit man sie dort, wie lange ernähren sollte? 1260 Tage lang ernähre.
[2:08] Jetzt fassen wir kurz zusammen, was finden wir hier? Die Frau geht in die Wüste. Und was passiert in der Wüste? Genau, es ist ein bereiteter Ort von Gott, sehr wichtig. Gott kümmert sich um sie. Obwohl sie in der Wüste ist, Gott kümmert sich um sie. Und was wird noch? Sie wird dort von Gott ernährt. 1260 Tage.
[2:53] Jetzt eines der interessantesten Elemente, ganz klar, egal ob man das schon 100 Mal studiert hat oder zum ersten Mal liest, ist natürlich das Zeitelement, richtig? Frau kennen wir schon, Wüste ist auch eher ein allgemeingeläufiger Begriff, auch in der Bibel. Dass Gott für uns sorgt, ist auch eher etwas, womit wir relativ schnell was anfangen können. Interessant sind vor allem diese 1260 Tage auf den ersten Blick. Aber bevor wir das anschauen, weil es ja hier offensichtlich um ein Zeitelement geht, würde ich euch bitten, ganz kurz nochmal mit mir gemeinsam zu wiederholen, was der Zeitablauf der ersten 5 Verse ist.
[3:16] Also wenn wir eine Zeitlinie aufmalen würden, wann spielt Vers 1, Vers 2, Vers 3, Vers 4 und Vers 5. Dass wir ungefähr so eine Idee haben, wie so die zeitliche Entwicklung diesem Kapitel ist, weil das hilft uns dann das auch besser zu verstehen. Vers 1 sprach nochmal wovon? Von einem großen Zeichen der Bibel, nämlich von der Frau. Und das war die Gemeinde Gottes, haben wir gesagt, das ist Israel. Und das war erstmal kein festgelegter Zeitpunkt, oder? Das heißt, das ist ein allgemeines Zeichen erstmal. Wo finden wir den ersten Hinweis, den wir zeitlich lokalisieren können in der Weltgeschichte? Vers 2, warum? Ja, also kurz vor der Geburt. Das heißt, Vers 2 wäre sozusagen, und was haben wir gesagt, was war die historische Erfüllung kurz vor der Geburt? Welche Zeitepoche ist das, oder welcher Zeitabschnitt in der Geschichte? Jetzt müssen wir die Unterdrückung des Volkes Israel, die Bedrängnis des Volkes Israel kurz vor der Geburt Jesu, ja? Also, Israel oder Judah unter Rom, könnte man sagen, ja? Demzufolge, wovon spricht Vers 1? Zeitlich gesehen. Davor, also irgendwo die gesamte Zeit, aber das gesamte Israel davor wäre dann sozusagen zeitlich gesehen, Vers 1.
[5:16] Dann haben wir Vers 3. Was ist sozusagen Vers 3? Das ist ein anderes Zeichen, nicht wahr? Das war der Satan, aber der Satan, der hier besonders wirkt durch, war das ja studiert, durch Roms, durch das römische Reich, können wir uns erinnern? Das heißt, das ist ungefähr die gleiche Zeit, ja? Vers 3, genau.
[5:45] Und dann Vers 4, mit dem dritten Teil, der dritte Teil der Sterne, das scheint erstmal nicht hier direkt in die Chronologie zu passen, wir werden sehen, das ist ein Rückgriff auf etwas, was schon lange vor passiert ist, das wird dann deutlich, wenn wir das Kapitel weiter studieren werden. Wann kommt der nächste entscheidende zeitliche Einschnitt? Vers 5. Okay, wann spielt das? Wann? Ja, du hast gesagt Taufe, du meinst wahrscheinlich die Geburt Jesu, ne? Da könnte man sich fast sogar ein wenig drüber streiten. Der natürliche Sinn wäre natürlich erstmal der, dass Jesus geboren worden ist, nicht wahr? Das ist der, auch in Bezug auf Erste Mose 3, Vers 5, ich kann aber sehen, was deine Überlegung wahrscheinlich war, dass du sagst, Jesus war der Messias durch die Taufe, nicht wahr? Also, wollen wir uns nicht streiten, aber wir können sagen, Jesus, und das ist vielleicht ganz entscheidend, Jesus war zwar der Messias ab der Taufe, aber er war das verheißene Kind seit dem ersten Luftzug, den er gemacht hat. Er war der kommende Messias von Anfang an, nicht wahr? Er hätte zwar fehlen können, aber er war die Messias-Offenheit, es war kein anderer da, es gab keinen zweiten, der als Alternative da war. Das heißt, wir könnten schon sagen, man geht heute davon aus, dass es wahrscheinlich 4 vor Christus gewesen ist, die Geburt von Jesus, ungefähr. Aber wie gesagt, es gibt kein genaues explizites biblisches Datum, dass das festliegt. Man kann das ein bisschen zurückrechnen durch die Idee, dass Jesus höchstwahrscheinlich 30 war bei seiner Taufe. Das geht in etwa aus der Bibel hervor, nicht ganz explizit, dass er genau 30 war, aber wie gesagt, er war um die 30 ungefähr. Und das passt auch ganz gut mit der Idee, dass ein Rabbi oder ein Priester eigentlich 30 Jahre alt sein sollte, bevor er mit dem öffentlichen Lehren beginnt und so weiter. Und wenn man dann zurückschaut, dann könnte das also ganz gut passen, wenn man das Jahr null berechnet, dann wäre er ziemlich 30 gewesen bei seiner Taufe.
[7:55] Übrigens, in welcher Zeit ist er vermutlich geboren worden? Nur nebenbei gesagt. In welcher Jahreszeit ungefähr? Ist er am 24. Dezember geboren worden? Woher wissen wir, dass er wahrscheinlich nicht am 24. Dezember geboren worden ist? Die armen Hirten, ja? Das war wahrscheinlich so kalt, da hätten sie sogar an die Engel gefroren. Manche sagen früher... Die, ja? Die Hirten sind auch im Winter unterwegs, zumindest im Süden. Ja, also man geht davon aus, dass... Also das ist das, was ich gelesen habe. Also ich kenne mich mit der historischen Klima... Also nicht aus... Es gibt doch manche Gebiete, die sind relativ heiß, aber in der Nacht dann relativ kalt. Also wie gesagt, das ist das, was man vermutet, dass es wahrscheinlich Richtung September gewesen ist. Aber wie gesagt, das ist menschliche Spekulation. Also es könnte wahrscheinlich im Herbst gewesen sein, eventuell. Und das passt deswegen ganz interessant, weil Jesus ja auch, wenn wir Daniel 9 anschauen, im Herbst getauft worden ist. Also er wäre dann im Herbst wahrscheinlich tatsächlich 30 geworden. Aber wie auch immer, ist nicht unser Thema.
[9:06] Aber in Vers 5 sind noch mehr Zeitereignisse. Nicht nur seine Geburt. Sondern? Seine Entrückung. Seine Entrückung. Wann ist die? Die können wir festlegen. Wann war die? Wir können präzise festlegen. Wann war seine Entrückung? In welchem Jahr? 31, genau. 31 war ja die Kreuzigung, nicht wahr? 31 nach Christus. Können wir es sogar noch genauer machen? Wann die gewesen sein muss? Also Moment mal. Wann ist er gestorben? Am 14. Dezember, nicht wahr? 14. Dezember. Dann war seine Auferstehung am? Freitag, Sonntag. 14., 15., 16. Und wie viele Tage sind jetzt zwischen der Auferstehung und der Himmelfahrt? 40. 40 Tage, nicht wahr? Also könnte man jetzt überlegen. Das ist nicht ganz so einfach. Es wurden auch mal Tage eingeführt wegen Schaltmonats und so weiter. Aber man kann ungefähr überlegen. Okay, dann 30 Monate weiter wäre dann der 16. des 2. Monats. Und dann vielleicht noch 10 Tage weiter wären wir irgendwo beim 26. des 2. Monats. Und das ist dann so... Wenn ich jetzt richtig denke, ist es so um den Ende Mai. Kann das sein? Weil März, April ist Nisan. Dann ist April, Mai. Also so ungefähr Mitte Mai vielleicht. Ist auch nicht so entscheidend. Aber da können wir uns fast eine Idee bekommen. Also Anfang, Mitte Mai muss es gewesen sein, als Jesus anders nach Christus aufgefahren ist.
[10:59] Wie auch immer, nicht so entscheidend. Und was ist das nächste Ereignis, das hier jetzt zeitlich angesprochen wird? Was ist das nächste Ereignis hier in Offenbarung 12? Wir sehen, Offenbarung 12 ist nicht sehr detailreich. Ich weiß nur ganz wenige Punkte aus der Weltgeschichte, die hier zusammengepresst werden in dieses Kapitel. Das fliehende Wüste. Wir sehen nur ganz wenige Punkte. Wir werden sehen, wie dann die nächsten Verse ab Vers 7 das noch aufweiten und noch vertiefen mit verschiedenen Details. Aber das ist erstmal so als Grundstruktur. Die alttestamentliche Zeit. Israel unter den Römern. Die Geburt Jesu impliziert sein Leben, sein Tod. Dann seine Auferstehung. Und dann das nächste ist schon die Gemeinde Gottes in der Verfolgung. Jetzt.
[11:48] Frage Nummer 1. Wenn ihr denkt an eine Flucht in die Wüste. Woran denkt ihr? Mose zum Beispiel. Schreiben wir mal. Mose. Bleiben wir mal bei Mose im Moment. Welche Parallelen gibt es zwischen Moses Exodus-Erfahrung und dem Volk Israel und der Frau, die in die Wüste flieht. Welche Parallelen könnt ihr erkennen? Dass sie ernährt werden. Schreibt es mal auf. Mose und die Frau. Beide werden ernährt. Womit wurde Mose und das Volk ernährt? Manna. Und womit wurde diese Frau hier ernährt? Steht da nicht. Steht da nicht, genau. Aber das Manna war ein Symbol für was? Weiß das jemand von euch? Schaut mal ganz kurz den Text an. Mose 8. Da finden wir das. Schön, wenn Bibel das dann selbst auch erklärt. 5. Mose 8. Vers 3. Das heißt es: Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, dass weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von all dem lebt, was aus dem Mund Gottes hervorgeht. Und das ist natürlich ein Vers, der von wem zitiert worden ist? Von Jesus in der wievielten Versuchung? In der ersten. In der ersten, als es heißt, mach die Steine zu Brot. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Also die Ernährung. Der Exodus sozusagen und der Frau.
[13:56] Festgesetzten Zeitraum. Okay. Inwiefern meinst du festgesetzten Zeitraum? Okay, ja. Es heißt sich verzögern. Ich war verlängert. Sogar überdimensional. Okay. Aber es gab keine Zeitprobe, die genau gesagt hat, es war eher so, man ist einfach den geraden Weg gegangen, nicht wahr? Was? Genau.
[14:34] Also die Frage ist jetzt... Gibt es vielleicht noch Parallelen zwischen diesen beiden? Ja, genau. Also Mose und das Volk. Okay. Was noch? Sie wurden... Wann unterdrückt? In Ägypten. Also was würde dann die Entsprechung sein hier bei der Frau? Bevor sie floh, wurde unterdrückt. Jetzt... Okay. Wir fragen schon mal das einfach, damit wir das haben, okay? Weil ich glaube, ihr wisst das alle, oder? Wann sind diese 5... 1260 Tage gewesen? 538. Wir gucken gleich noch die Daten an, was da passiert ist. Das sollten wir jetzt alle gut können, oder? Ich werde euch nachher gleich fragen, was da passiert ist. Genau. Ihr habt es jetzt schon mal vorgegriffen, damit wir wissen, gab es denn vor der Wüstenerfahrung eine Verfolgung? Eine Unterdrückung?
[15:52] Ja, okay. Genau, die gab es. Wie ist die Unterdrückung? Es gab eine Unterdrückung in beiden Fällen. Wie ist das Volk Israel aus Ägypten heraus befreit worden? Durch Wunder, durch Plagen. Ja, das stimmt. Das ist das Erste, was man sagt. Durch Gott, wie? Durch ein Lamm. Ein Lamm, richtig? Das Lamm, das geschlachtet worden ist. Es war ein Wunder. Gott hat gesprochen. Die Erstgeborenen sind gestorben. Das war alles da. Aber das Entscheidende, was sie herausgeführt hat, war das Lamm, richtig? Frage. Wie Gott sein Volk herausgeführt hat. Doch, es war genau das Lamm, das sie herausgeführt hat. Denn warum? Wie hat Gott... Gab es ja auch eine Lamm-Erfahrung? Gab es eine Lamm-Erfahrung für die Frau? Ganz genau. Das hilft uns, die Unterdrückung besser zu verstehen, welche Unterdrückung gemeint ist. Denn wenn bei Mose das Volk aus der Unterdrückung herausgeführt worden ist durch das Lamm, dann ist die Unterdrückung, aus der die Frau herausgeführt worden ist, was für eine Unterdrückung? Die Knechtschaft der Sünde. Nicht unbedingt die Knechtschaft unter den Römern, sondern die Knechtschaft der Sünde. Und das könnte vielleicht sogar der eigentliche tiefere Sinn dahinter sein, dass diese Frau im Geburtssinn war, dass sie in Trübsal hatte, dass sie angefeindet war, weil sie unter der Sünde litt. Und Jesus kommt, um die Frau zu retten. So wie das Volk Israel gerettet hat.
[17:48] Übrigens, gibt es einen Text in der Bibel, der uns sagt, dass all das, was wir jetzt gesagt haben, dass es auch tatsächlich eine Beziehung hat zur neutestamentlichen Zeit? Ganz bestimmt. Weiß niemand, wo das steht? Dass die Erfahrung von Mose und seinem Volk, Gottes Volk, in der Wüste, ein Vorbild ist, oder ein Gleichnis ist, auf die neutestamentliche Zeit. Erste Korinther 10. Ganz genau. Schaut mal mit mir. Erste Korinther 10. Genau. Erste Korinther 10, und dort wird im ganzen Kapitel 10, oder vor allem am Anfang, werden einige Episoden noch einmal geschildert, aus der Erfahrung der Israeliten. Wie sie Wunder erlebt haben, und wie sie dann immer wieder von Gott abgefallen sind. Und dann steht in Vers 11, Erste Korinther 10, Vers 11: Alle diese Dinge aber, die jene wiederfuhren, und jene wiederfuhren sind was? Vorbilder. Im Griechischen steht hier ein Wort, das heißt Typos. Hast du das Wort mal gehört? Und Typos, das wäre ein Vorbild, es gibt den Typos, und es gibt den Antitypos, sagt man. Das Lamm und Christus am Kreuz. Der Hohepriester im Zelt, der Hohepriester im Himmel. Der Schatten und das Original. Und die Bibel sagt uns explizit, dass diese ganze Geschichte, alles was ihnen widerfahren ist, nicht nur die Tatsache, dass sie in der Wüste waren, sondern all die verschiedenen Geschichten, die stehen da so ausführlich, und so exemplarisch, übrigens das ist auch der Grund, warum das Heiligtum so genau beschrieben ist, mit all den Haken und Ösen, und Farben und Materialien, und all die Opfergesetze, wo man beim dritten Buch Mose lesen denkt, das ist alles geschrieben als eine Typos, als eine Warnung, als ein Gleichnis für uns.
[19:58] Jetzt, schauen wir uns den Text weiter an, wie es weitergeht, in Vers 11, sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das was? Das Ende der Weltzeit gekommen ist. Und diese 1260 Jahre gehen ja auf die Zeit des Endes hin, das haben sogar die Leute damals erkannt, wie einer schreibt, der William Cunningham, wir leben in der Zeit des Endes, das kleine Buch, hat damit zu tun.
[20:26] Gibt es noch mal einen Parallelen? Wenn wir das jetzt wissen, dass wir hier wirklich nach Parallelen suchen können, also das Lamm, das am Anfang stand, am Anfang des Weges, gibt es noch mal einen Parallelen zwischen Mose und der Frau? Ein verheißener Ort, genau, es gab, was war der verheißene Ort? Kanaan. Und was ist unser verheißener Ort? Das himmlische Kanaan. Was ist die Hauptstadt von Kanaan damals gewesen? Jerusalem. Was ist die Hauptstadt des himmlischen Kanaan? Jerusalem.
[20:58] Okay, gehen wir weiter, was fällt dir noch an, an Parallelen? Ging das Volk in die Wüste hinein? Ja oder nein? Kam es auch aus der Wüste hervor? Wann kam es aus der Wüste hervor? Lass mich die Frage anders stellen. Als es aus der Wüste hervorkam, war der erste Schritt in das Land Kanaan. Ja oder nein? Nein. Was war zwischen Wüste und Kanaan? Das rote Meer.
[21:42] Jetzt kommt die Geografie. Wir sind doch mal in Ägypten. Wir gehen mal einfach geografisch durch. Ägypten. Obwohl man sich heute auch ein bisschen streitet, wo das genau gewesen ist. Wir bleiben bei den biblischen Begriffen. Das erste, was sie erlebt haben aus Ägypten, als sie raus sind, was war das erste, was sie erlebt haben? Erstmal war Gegend. Das wird gar nicht so genau beschrieben. Irgendwann kommen sie dann an diese Stelle, wo es Berge und da ging es sich vorwärts und nicht rückwärts und vorne war das Meer. Das war das rote Meer. Als sie dahin durch sind, wo sind sie dann durch? In die Wüste. Dann waren sie schon fast am Land Kanaan und dann sollten sie zurück. Dann haben sie sich 40 Jahre lang im Kreis gedreht. Also jetzt sind sie in der Wüste. 40 Jahre lang. Und jetzt irgendwann, nach 40 Drehungen, was ist jetzt, was jetzt kommt? Geografisch, aus der Wüste raus. Wisst ihr das, wo sie lang gegangen sind? Das ist das Land Kanaan. Hier ist der... Meine Güte. Hier ist Sinai. Dann sind sie hier irgendwie durch. Manche streiten, ob es hier gewesen ist oder wo. Hier ist die Wüste. Hier ist das Land Kanaan. Hier waren sie im Akkadischen Baneer. Dann kamen sie zurück, 40 Jahre. Dann sind sie raus, um das Land Edom herum. Habt ihr das mal gelesen in der Bibel? Sie wollten durch Edom. Und Edom war nicht mehr eine Wüste. Edom ist Gebirge. Sie sind um das Gebirge herum und dann in die Ebenen Moabs. Das ist keine Wüste mehr. Das war Hochland. Durch Moab hindurch. Amon. Und dann von dort quer. Das heißt, es gab eine kurze Zeit nach der Wüstenwanderung vor Kanaan. Das war eine Zeit mit enormen Prüfungen. Das war die Zeit mit Baal Peor. Mit verschiedenen Dingen, die noch mal ganz detailliert beschrieben sind. Kurz nach dem Auszug werden viele Geschichten erzählt und dann verliert man sie quasi. Für 40 Jahre in der Wüste. Nach 40 Jahren tauchen sie wieder heraus. Dann kommt die Umgehung von Edom. Das dauert alles länger als geplant. Da sind so viele Lektionen drin. Das ist die Zeit nach der Wüstenwanderung vor dem Einmarsch. Eine kurze Zeit dazwischen.
[24:00] Das ist deswegen interessant, weil wenn die Frau aus der Wüste rauskommt, ist nicht gleich die Wiederkunft da. Es gibt noch eine Zeit dazwischen. Achtung. Und als sie dann jetzt hier durch die ganzen Steppen von Moab und Edom und so weiter gegangen sind, dann mussten sie noch etwas passieren. Was mussten sie passieren? Den Jordan. Das ist jetzt der Jordan. Hier war das Rote Meer. Da war das Rote Meer. Da war der Jordan. Was war bei beiden Fällen dasselbe? Es teilte sich. Warum mussten sie das zweimal machen? Warum hat Gott es nochmal von ihnen gefordert? Frage. Wenn das Volk Israel nicht 40 Jahre sich im Kreis gedreht hätte, hätten sie über den Jordan gemusst? Nein. Sie wären nicht hier einmarschiert im Süden. Warum? Es war eine neue Generation. Die erste Generation, die mit Bewusstsein durch das Rote Meer durchgegangen ist. Was ist mit denen passiert? Die lagen alle hier. Bis auf zwei. 600.000 Soldaten. Übrigens, knapp über 600.000 werffähige Männer. Das sind mehr, als die große Armee von Napoleon, die nach Russland einmarschiert ist. Mit der Armee hätte man Kanada in zwei Tagen erobert. Nur, dass wir eine Beziehung haben zu dem, was wir vorher gehört haben. Das ist eine ganze Menge. Die sind alle gestorben.
[25:44] Der Punkt ist der. Gott hat der zweiten Generation offensichtlich nochmal ähnliche Prüfungen auferlegt wie der ersten. Er hatte Wasser aus dem Felsen. Die zweite hatte Wasser aus dem Felsen. In beiden gab es Feindbürungen. Mit den Amalekitern, mit den Moabitern. Beide mussten durch das Wasser hindurch. Wasser ist ein Bild auf Taufe. Aber historisch gesehen, gibt es am Anfang, kurz nach dem Kreuz, das Rote Meer war ja kurz nach dem Lamm. Gibt es kurz nach der Kreuzigung etwas, was sich kurz vor der Wiederkunft wiederholt? Es gab Pfingsten. Pfingsten war was? Eine Taufe mit dem Heiligen Geist der Frühigen. Und dann gibt es den Spätrigen, kurz davor, die gleiche Erfahrung noch einmal, für die letzte Generation. Das heißt, wir haben diese, wie soll ich das sagen, also, ich schreibe das einfach mal hier auf. Rotes Meer und Jordan. Und hier schreibe ich Früh und Spätregen. Seht ihr, das sind ganz interessante Parallelen. Je mehr man darüber nachdenkt, desto interessanter wird das.
[27:12] Und so wie das Volk Israel auch in den 40 Jahren Wüstenwanderung ziemlich im Verborgenen war, so kennt man von der wahren Gemeinde Gottes relativ wenig aus der Zeit. Frühchristenheit ist relativ gut bekannt und dann für viele Jahre ist das ziemlich obskur. Wir kennen viel aus der Kirchengeschichte. Aber wir werden gleich sehen, dass die Kirchengeschichte und die Gemeinde in der Wüste zwei völlig verschiedene Dinge sind. Erst um die Zeit heraus und wir sind ja gerade dabei. Wir sehen ja gerade auch in unserem Seminar, wie es um diese Zeit viele Dinge der Urchristenheit wieder entdeckt worden sind. Wie die Erwachsenentaufe ich war. Die Frage mit dem Ruhetag beginnt sich zu überlegen. Lebensstil, all diese Dinge, Prophetie, diese Dinge kommen wieder langsam aus der Wüste heraus. In das Bewusstsein der allgemeinen Christenheit. Wo es natürlich von vielen auch abgelehnt wird, aber es ist jetzt wieder sichtbar da. Also wir sehen, Mose und sein Volk ein Typos.
[28:10] Frage, gibt es noch eine Geschichte, die so ähnlich ist, wie das, was wir in Offenbarung 12 lesen in der Bibel? Eine andere? Ganz genau, Elia. Warum Elia? Fangen wir mal mit Elia an. Auch wieder mit Elia und der Frau. Welche Fragen gibt es zwischen Elia und der Frau? Hat Angst? Wird Elia ernährt? Wie wird er ernährt? Genau, also werden beide ernährt. Da kommen Raben, nicht wahr? Und interessanterweise, der Modus ändert sich dann, nicht wahr? Irgendwann ist das dann vorbei und dann muss er dann auch zu der Witwe gehen von Sarepta, und dann wird er dort ernährt. Das heißt, Gott hat nicht die ganze Zeit so einen selbstverständlichen Modus, sondern es war immer wieder auch Glaubensprüfung inbegriffen. Das heißt also, obwohl Gott sich um seine Gemeinde kümmern wird, bedeutet das nicht, dass es ein Selbstläufer ist. Es gab immer wieder herausfordernde Situationen in der Zeit. Was hat Elia gemacht, bevor... Ach, Frage. Wie lange war Elia in der Wüste? Ah, ich weiß es. Jetzt weiß ich es. Ihr seid alle auf dem völlig falschen Trip. Denn die Ernährung meinen wir nicht die Ernährung, wo der Engel kommt, sondern ihr habt auch von den Raben gesprochen, aber die Raben kamen nicht, als er weglief vor Isabell. An dem Fluss Kidron. Wann war das? Das war lange, lange vor dem Weglaufen von Isabell. Aber da ist er doch auch abgehauen. War das nicht nach dem Berg Isabell? Nein, nein, nein. Genau, es gab wie viele Jahre Trockenzeit? Dreieinhalb Jahre Trockenzeit. Dreieinhalb Zeiten sind wie viele Tage? 1260 Tage sind wie viele Jahre? 1260 Jahre.
[30:26] Jetzt gehen wir ganz kurz durch. Erste Könige 17. Elia. Womit geht es los? Elia steht vor dem Ahab und sagt. Was sagt er? Die Elia Geschichte, meine Lieben. Es wird nicht regnen, es sei denn der Himmel ist verschlossen. Warum hat Gott das gemacht? Genau, wegen der Sünde. Was war eine spezielle Sünde? Gott ist so kreativ in seiner Bestrafung. Wofür war Baal da? Baal war der Regengott. Also Gott sagt, okay, ihr wollt nicht zu mir beten für Regen, ihr habt euren Regengott, dann betet mal zu ihm. Ich will mal sehen, wie schnell er mit dem Regen den Regen vor euch besorgen kann. Dreieinhalb Jahre kein einziger Tropfen. Das hat vielen Leuten irgendwie gezeigt. Irgendwas ist bei diesem Regengott falsch. Hat einen falschen Beruf gewählt. Er verschließt also den Himmel.
[31:30] Jetzt haltet euren Finger drin. Wer von euch kann sich daran erinnern, dass wir irgendwo in der Offenbarung etwas gelesen hatten über das Verschließen des Himmels? Ganz genau, danke schön. Die zwei Zeugen, wo? Ja, ganz genau. Und wo ist das? Die zwei Zeugen, die die Macht haben, den Himmel zu öffnen und zu schließen. Wo steht es in der Offenbarung? Nicht zehn, sondern? Elf. Lasst euren Finger in erste Könige siebzehn. Danke. Ich war so stolz auf dich, dass du das noch wusstest.
[32:08] Offenbarung elf. Schaut mal, Offenbarung elf, Vers zwei, da heißt es. Vers drei, können wir Vers drei gleich lesen: Und ich will meinen zwei Zeugen geben, dass sie weiß sagen, wie lange? 1260 Tage lang bekleidet mit Sacktuch. Und dann heißt es im Vers sechs: Diese haben Vollmacht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihrer Weissagung. Und sie haben Vollmacht, über die Gewässer in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, so oft sie wollen. Auf woran spielt das an? Das Wasser in Blut zu verwandeln? Auf, ja, nicht die sieben Plagen, sondern auf die Plagen Ägyptens Mose. Das heißt, einmal haben wir Mose als Typos auf die 1260 Tage und einmal haben wir Elia. Das haben wir in Offenbarung elf auch alles ausführlich studiert. Könnt ihr euch mal auf Joelmedia.tv nochmal anschauen. Den haben wir in jedem Vers ja gut archiviert, um das Gedächtnis noch mal aufzufrischen.
[33:10] Aber der Punkt ist der, so wie Elia 1260 Tage in der Wüste war und vorher den Himmel verschlossen hat, so sagt die Bibel, dass für 1260 Tage die Schriften, das alte und das neue Testament, symbolisch den Himmel verschließen, dass da kein Regen fällt, dass es da kaum geistliches Wachstum gibt und dass die Gemeinde in der Wüste sein wird jetzt.
[33:34] Was passiert, oh ihr Lieben, was passiert, was passiert, als Elia nach den dreieinhalb Tagen, dreieinhalb Jahren aus der, also aus dem Versteck sozusagen, hat sich ja versteckt quasi, aus dem Versteck herauskommen. Was passiert als nächstes? Es gibt einen großen Kampf und eine Erweckung im Volk, richtig? Eine große Erweckung. Wie lange dauert die Erweckung? Lang oder kurz? Sehr kurz. Und was ist das nächste, was passiert? Ja, es regnet, es regnet, der Regen fällt, was macht, was macht? Ja, da war es schon gewesen, der Regen fällt und alles ist wunderbar und am nächsten Tag flieht er, warum? Weil er enttäuscht ist. Es gibt eine große Enttäuschung.
[34:42] Nochmal, Elia ist dreieinhalb Jahre im Versteck, dann kommt er raus als einer, einer der wenigen von den Übrigen und fordert sich heraus, ist Gott der wahre Gott? Betet ihn an, wenn Baal der Gott ist, betet ihn an. Entscheidet euch, ihr könnt nicht länger Wahrheit und Irrtum vermischen, ihr müsst der vollen Wahrheit folgen, richtig? Gott offenbart sich mächtig und es gibt eine kurze Erweckung, sehr kurz, der Regen fällt und es ist eine gewaltige Enttäuschung. Die Gemeinde geht in die Wüste, ins Mittelalter, 538, für 1260 symbolische Jahre, kommt danach heraus und danach haben wir noch die Übrigen, nicht wahr? Die Übrigen, die sagen, die Wahrheit und der Irrtum sind so sehr vermischt worden in Babylon, wir müssen uns entweder ganz für die Wahrheit entscheiden oder ganz für Babylon. Es war eine Entscheidungsbotschaft, Prophetie, die Zeit des Endes, Prophetieauslegung und es kommt zu einer kurzen, weltweiten Erweckung, die Adventbewegung, Advententwicklung und dann kommt es zu einer großen Enttäuschung. Und dann gibt es noch ein paar andere Erlebnisse im Leben von Elijah. Und was ist das letzte, was er erlebt? Er geht lebendig in den Himmel.
[36:08] Also könnt ihr sehen, dass Mose und Elijah mit ihrem Leben quasi die Entwicklung der ganzen neutestamentlichen Gemeinde im Grundriss skizziert, nicht mit allen Details und so weiter, aber im Grundriss skizziert darstellen. Und das ist, glaube ich, eine ganz interessante Sache. Und wie gesagt, ihr könnt das noch weiter studieren, wir haben jetzt mal die Idee im Kopf, okay? Das könnt ihr weiter studieren, wenn ihr zu Hause nicht wisst, was ihr studieren sollt.
[36:34] Letzter Punkt, für die letzten zwei Minuten einfach ganz noch ein bisschen solide Geschichtsfakten. Wer war die Frau? Was war im Jahre 538? Fangen wir mal so an. Genau, es gab einen Sonntag, das ist der eher unbekannte Grund, nicht wahr? Sonntagsgesetz in Frankreich, das erste katholische Sonntagsgesetz, nicht das römische, das erste katholische Sonntagsgesetz in Orléans. Vielleicht der bekannteste, die bekannteste Sache war die, fünf Jahre zuvor hatte Justinian, der oströmische Kaiser, gesagt, der Papst, der Bischof von Rom ist über allen anderen Bischöfen. Und die meisten Prophetieausleger, wie auch William Cunningham und andere, haben gesagt, von dem Zeitpunkt, von 533 gehen die 1260 Jahre los. Deswegen sind sie bis 1793 gekommen, was auch so halb gepasst hat, denn 1793 ist der König von Frankreich, in der Guillotine, und da ging dann die Französische Reformation richtig los.
[37:34] Das ganze passt eigentlich noch besser und ist eigentlich akkurater, denn der Befehl, oder der Erlass von Justinian, konnte die ersten fünf Jahre nicht umgesetzt werden. Weiß jemand warum? Nicht die Chirurgen, die waren schon vorbei? Die Ostgoten, genau, die Ostgoten hatten Rom besetzt. Der Papst war jetzt zwar Herrscher, aber konnte nicht herrschen, weil die Ostgoten haben sich natürlich einen feuchten Kehricht um den Befehl von Justinian geschert. Und erst als Belisarius mit seiner Armee von Ostrom anmarschiert ist und die Ostgoten vernichtend geschlagen hat, das war im Jahre 538, dann konnte der Papst die Autorität, die er vorher schon hatte, jetzt auch mit Kraft füllen. Die Bibel sagt, dass dem Tier der Thron die Kraft und die Autorität gegeben wird. Er hatte die Autorität schon 533, aber die Kraft, es umzusetzen, bekam er 538. Übrigens war es wohl auch das Jahr, wo der damalige herrschende Papst Vigilius zum ersten Mal heiliges Wasser empfohlen hat, habe ich gelesen. Das ist vielleicht nicht der entscheidende Grund, aber es ist vielleicht interessant, da ging es auch los mit solchen heidnischen Bräuchen. Er soll wohl auch entweder 537 oder 538 Papst geworden sein, indem er das Papstamt für 200 Pfund Gold gekauft hat. So ging das damals. Ich weiß nicht, wie es heute geht, aber damals ging das so.
[38:52] Frage, wer war dann die Frau in der Wüste? Von den Sprechen werden wir sagen, die Frau in der Wüste. Meinen wir damit die... Welche Christen wurden da verfolgt? Die Waldenser zum Beispiel. Kennt jemand noch? Wo waren die Waldenser ungefähr? In den Alpen, und zwar in Norditalien, Südfrankreich. Piemont, da gibt es die Waldenser Täler. Wen kennen wir noch? Die Albigenser, genau. Das ist noch weiter in Südfrankreich. Wen kennen wir noch? Hm? Die Hugenotten, ja. Die kamen dann später mit der Reformation. Schauen wir gerne mit auf. Hugenotten. Wer von euch hat was von den Iro-Schotten gehört? Eine der missionarisch aktivsten Kirchen, die sich dem Papsttum deutlich widersetzt haben. Sie lebten in Schottland, da ist das Papsttum nicht hingekommen. Und ihr Trainingszentrum war auf der kleinen Insel Iona. Ich war diese kleine Insel im Niemandsland, in den West-Hebriden. Da, wo ich gewesen bin, genau. Das ist wirklich im Nichts. Da hatten die eine Trainingsschule, da wurden Missionare ausgebildet, 18 Jahre lang. Die konnten Hebräisch, Griechisch, die konnten Bibeln übersetzen, abschreiben, auswendig, weil in der Zeit, im finsteren Mittelalter, hatte man keinen Computer. Entweder man hatte alles im Kopf, oder man war verloren. Und dann sind die zurück nach Europa und haben dann in Frankreich, in Deutschland, in Italien, in der Schweiz, in Burgund und so weiter, haben dann Missionen gemacht im Untergrund. Man sagt, überall dort, wo sie gewesen sind, fingen plötzlich die Leute an, wieder richtig Ackerbau zu betreiben, richtig sinnvoll, richtig zu Wohlstand zu bekommen. Da florierte plötzlich Kunst und der Lebenswert stieg. Und als dann die Inquisition kam, oder dann die Dominikanermönche, die darauf angesetzt waren, kurze Zeit später, haben wir alles kaputt gemacht und das Volk ging wieder in das tiefe, fast tierische Level zurück. Ganz interessante Geschichte.
[40:54] Und wer von euch hat etwas von der Kirche des Ostens gehört? Damit ist nicht die Orthodoxen gemeint, sondern die vielen Christen in Syrien, in Bakterien, im heutigen Iran, im heutigen Afghanistan, im heutigen Turkmenistan, in Zentralasien gab es eine florierende Kirche. Da hatte ihr Hauptzentrum nicht in Rom, sondern in Antiochia. Aber die sind dann später natürlich auch stark verfolgt worden durch den Islam, der dann gekommen ist. Aber die haben es geschafft, bis nach Indien zu gehen. Ihr wisst, wie St. Thomas Christen. Da gab es Christen, die sind bis nach China gekommen. In Hangan hat man ein Dokument ausgegraben, in der alten Königsstadt in China, einen großen Stein aus dem Jahre 781, wo darauf steht, dass Christen dort in Hangan, in der Königsstadt Chinas, eine christliche Kirche gegründet haben. Diese christliche Kirche-Lehre wurde genannt die Lehre des Lichts. Denn sie ist so ganz anders als alles andere, was man vorher jemals gehabt hat. Als der Konfuzianismus und Taoismus und wie es alles hieß. Es war ganz beeindruckend. Und es gibt sogar Berichte, dass von China sogar Einflüsse bis nach Japan gekommen sein sollen. Da war es nicht besonders fruchtbar, aber bis dorthin ist es gewesen. Man findet dann, gerade im Frühmittelalter, gerade in Zentralasien hunderte Berichte, tausende Berichte von frühen Christen, die an der apostolischen Wahrheit festgehalten haben. Und es gab mehrere Gründe, warum sie zurückgegangen sind. Erstens, der Islam, obwohl der zum Teil auch recht human mit ihnen gewesen ist. Zweitens, Zentralasien ist von Sand begraben worden. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst. Man vermutet, es gibt 1000 Städte, die mal florierende Wirtschafts-Städte gewesen sind, die im Mittelalter von den wehenden Sänden, vom Sand aus der Wüste Gobi zugedeckt worden sind. Die mussten dann verlassen werden. Es sind riesige Ruinen heute. Es waren mal christliche Zentren. Das ist alles verlassen. Und dann waren es die Mongolen, insbesondere der Nachfolger von Dschingis Khan, Tamerlan. Der war Mongole und wurde dann Moslem und hatte noch einen ziemlich rabiaten Charakter. Der hat die Christen dann ziemlich ausgerottet. Aber da gab es für einen langen Zeitraum gab es dort Christen, die wir heute mit den Waldensern und Albigensern von ihrem Glauben zusammenbringen würden. Und dann gab es natürlich die Christen in Äthiopien, die den Sabbat gehalten haben bis ins 17. und 18. Jahrhundert. Und überall anders.
[43:30] Die Gemeinde in der Wüste. Letzte Frage für heute und dann sind wir wirklich am Schluss. Was passierte 1798? Das ist jetzt unsere Hausaufgabenfrage. Genau, wann? Am 1. Januar kam der Befehl an General Berthier. Ich weiß nicht mehr noch in welcher Stadt. In Mailand. Und dann, wann war das? Einen Monat später am 15. Februar. Gleichzeitig der Geburtstag von William Miller. Von William Miller, 16. Geburtstag von ihm. Völlig unwichtig. Aber kann ich mich noch erinnern, wie das war mit dem Ring? Er musste ihn erst abgeben und am nächsten Tag hat er ihn wiederbekommen. Und das war alles im Jahre 1798. Und was seitdem passiert ist, glaube ich, wisst ihr jetzt besser als die allermeisten, die jemals die Prophetie studiert haben. Denn das wird meistens so studiert, wie wir es hier gemacht haben, nicht erklärt. Deswegen seid ihr hier wahrscheinlich ganz gut fit. Aber der Punkt ist der.
[44:34] Und dann wollen wir schließen. Gott hat zu allen Zeiten ein Volk gehabt. Und hat es bewahrt. Und hat es genährt. Und wenn wir heute diese Botschaft predigen, das ewige Evangelium für Stuttgart, Deutschland und die ganze Welt, dann predigen wir das, wofür jahrhundertelang Waldenser, Albigenser, Iro-Schotten, Hugenotten, die Kirche des Ostens und all die anderen gestorben sind, verfolgt worden sind, an die entlegensten Orte der Welt, in Höhlen, in Klüften, in tatsächlichen Wüsten, sich versteckt haben. Und sie reichen uns die Fackel weiter. Die wir jetzt in dieser Zeit des Endes leben. Nicht mehr versteckt in der Wüste. Die Gemeinde ist aus der Wüste rausgekommen, wo Gott sie trainiert hat. Wir sind jetzt in den Steppen Moabs. Und wir haben auch ein bisschen Verzögerung gehabt. Edom hat uns nicht durchgelassen. Es ging ein bisschen länger als gedauert. Und jetzt ist der Jordan vor unseren Füßen. Und die Frage ist, werden wir die gleichen Fehler machen, die er uns wieder mit dem Götzendienst verbunden hat. Und wo viele gefallen sind. Denn das ist zur Warnung aufgeschrieben. Und werden wir bereitwillig sein, so im Glauben voranzuschreiten, durch den Jordan. Ihr wisst, die mussten erst mit dem Fuß hinein. Und wisst ihr was? Es waren die Bundesländer, die vorangehen. Werden wir der Bundesländer folgen, werden wir dem Gesetz Gottes folgen, das uns bis in die Heimat bringt. Das kann man so viel lernen. Das nächste Mal gibt es mehr. Wer von euch möchte sagen, ich möchte... Ihr wisst doch gar nicht, was ich sage. Wer von euch möchte mit in die Ewigkeit? In die Ewigkeit, okay. Wollen wir es heute so fangen.
[46:18] Lasst uns gemeinsam niederklingeln und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die vielen Gedanken, die wir haben durften. Wir möchten dich bitten, dass du uns weiterhin leitest in dem Studium deines Wortes, dass die Offenbarung lebendig wird für uns, dass wir erkennen, was sie uns alles zu sagen hat. Und dass wir immer wieder praktische Lektionen für uns gewinnen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, die Fehler nicht zu wiederholen, die das Volk Israel getan hat. Und im Glauben voranzugehen, so wie sie vorangegangen sind, als sie den Jordan durchkreuzt haben. Aber so wie das Volk Israel Tag für Tag der Wolkensäule folgen musste, so müssen wir auch dir folgen, als deine Nachfolger. Bitte gib, dass wir nicht selbst entscheiden, was wir tun, sondern dass wir das tun, was du uns sagst und empfiehlst. Wir möchten dich bitten, dass du uns bald wieder gesund zusammenführst, dass wir weiter dein Wort studieren können, um dich noch besser kennenzulernen. Amen.
[47:24] So, damit verabschieden wir uns von allen Zuschauern. Wie gesagt, wenn ihr in den nächsten Tagen in Mannheim seid beim News & Mission Kongress, freuen wir uns, wenn ihr kommt. An dieser Theke, an diesem Stand, Joelmedia.tv.de. Ansonsten bis zum nächsten Mal, nächsten Dienstag hier, dann mit der nächsten Folge von Die Zeit des Endes, Plattsburg 1814 und Offenbarung 12 Vers 7. Ganz spannender Vers. Bis dahin, Gottes Segen, im Studium seines Wortes. Amen.
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