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In dieser Predigt von Christopher Kramp wird die Bedeutung des Stabes in der Bibel als Symbol für das Wort Gottes beleuchtet. Anhand von Beispielen aus dem Alten Testament, wie der Plagen in Ägypten und der Versorgung des Volkes Israel, wird gezeigt, wie das Wort Gottes Kraft und Führung für unser Leben bietet. Die Auslegung des Stabes als biblisches Symbol verdeutlicht die schöpferische Kraft und die Autorität der Schrift.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Schön, dass ihr auch live dabei seid im Internet. Schön, dass wir uns hier eingefunden haben, dass ihr die Zeit gefunden habt und den Weg. Wir haben heute weiter zu studieren an unserem Vers 6 in Offenbarung 11. Bevor wir das tun, wollen wir natürlich wie immer gemeinsam beten. Ich lade euch ein, vor dem Internet mit mir gemeinsam niederzuknien und euch natürlich auch.

[0:30] Lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar für das, was du für uns getan hast. Wir sind dir dankbar dafür, dass du für uns am Kreuz gestorben bist, Herr Jesus, und dass du alles gegeben hast, damit wir leben dürfen. Wir sind dir so dankbar für das, was du auch in unserem Leben jeden Tag tust, was du heute für uns getan hast und wie du unsere Fragen beantwortest und unsere Sorgen auf dich nimmst. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist gegenwärtig bist, wenn wir dein Wort aufschlagen, wenn wir es studieren und dass du uns hilfst zu verstehen, was wir jetzt erkennen müssen, was wir umsetzen müssen. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns dein Wort gegeben hast. Amen.

[1:15] Gut, wir hatten eine interessante Frage. Bevor wir die beantworten, natürlich wieder auch an euch die Erinnerung. Ihr könnt Fragen stellen unter fragen.joelmedia.tv.de. Und unsere Frage heute geht um einen interessanten Bibeltext und zwar in 2. Timotheus 1, Vers 20.

[2:18] 1. Timotheus 1, Vers 20. Da steht eine etwas merkwürdige Aussage auf den ersten Blick. 1. Timotheus 1, Vers 20. Dort spricht, wer hat den Brief an Timotheus geschrieben? Paulus. Also es ist Paulus, der hier spricht. Wer war Timotheus? Timotheus war sein Mitarbeiter, Assistent, junger Mitarbeiter, genau. Und er schreibt an ihn: „Zu ihnen gehören auch Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie gezüchtigt werden und nicht mehr lästern.“

[2:55] Der Paulus sagt, zusammen mit Timotheus, ihr wisst ja, die beiden Briefe an Timotheus sind so ein bisschen auch Ausbildungsbriefe. Er erklärt so ein bisschen, wie der Dienst für Jesus funktioniert, wie man als Evangelist arbeitet, was man tun sollte, was man nicht tun sollte, worauf man achten sollte, wenn man eine Gemeinde gründet, wen man da als Gemeindeleiter einsetzt, wen man als Diakon einsetzt, wie man das Wort Gottes auslegt und so weiter und so fort. Und hier gibt er etwas preis aus seiner Arbeit. Er sagt, diese zwei Menschen, der Hymenäus und der Alexander, die habe ich dem Satan übergeben.

[3:22] Jetzt, was meint ihr, was möchte der Paulus damit sagen, wenn er sagt, dass er diese beiden Männer, den Hymenäus und den Alexander, dem Satan übergeben hat, damit sie gezüchtigt werden? Das ist doch ein bisschen merkwürdig, oder? Oder habt ihr irgendeinen biblischen Hinweis darauf, was das bedeuten könnte, dass er diese beiden Männer dem Satan übergeben hat?

[3:46] Ja, das wäre eine interessante Erklärung, dass man sie ausgeschlossen hat, aber die Frage wäre, warum nicht? Also woher, wie können wir das Schlussfolgerung aus dem Text nicht? Ah, das ist ein interessanter Punkt, ja.

[4:16] Ja, okay, das ist auch ein interessanter Gedanke.

[4:27] Okay, du sagst, sie haben sich bewusst entschieden gegen das Evangelium, sozusagen, ja?

[4:39] Ha, genau, zu denen kommen wir jetzt.

[4:45] Dann sag mal eine.

[4:46] Genau, wir schauen jetzt die Parallelstellen, danke für den Hinweis.

[4:53] Bevor wir zu den Parallelstellen gehen, wo ist immer die wichtigste Parallelstelle zu jedem Text? Der Kontext, und der findet sich immer genau wo? Ein Vers davor und ein Vers danach, nicht wahr? Warum müssen wir den Vers davor unbedingt lesen? Wenn wir Vers 20 lesen, was fällt euch als erstes auf? Genau, es heißt: „Zu ihnen gehören Hymenäus und Alexander.“

[5:17] Das heißt, Alexander und Hymenäus gehören zu wem? Zu ihnen. Ihr könnt das sehen, wenn es heißt: „Zu ihnen gehören Hymenäus und Alexander“, dann müssen wir uns fragen, zu wem gehören Hymenäus und Alexander, die er dem Satan übergeben hat? Wer sind diese „ihnen“, zu denen auch Hymenäus und Alexander gehören? Und die finden wir im Vers 19.

[5:37] Das heißt: „Indem du den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, dieses haben einige von sich gestoßen und darum im Glauben Schiffbruch erlitten.“ Also, was ist passiert nach dem Vers 19? Was ist nach Vers 19 passiert? Mit den Hymenäus und dem Alexander, ja?

[5:57] Das heißt, der Glaube, sagt er, hat Schiffbruch erlitten, ja? Und einen Schiffbruch erlebt man nur, wenn man vorher auf dem Schiff gewesen ist, nicht wahr? Sie waren auf guter Reise, auf guter Glaubensreise und haben Schiffbruch erlitten. Aber warum haben sie Schiffbruch im Glauben erlitten? Lest den Text nochmal genau, Vers 19.

[6:29] Das sind also Menschen, die im Glauben mal gewesen sind und den Glauben beiseite geworfen haben, die nicht mehr glauben, nicht wahr? Ja, schaut Vers 19 an. Was haben, „dieses haben einige von sich gestoßen“, nicht wahr? Habt ihr es auch? Und was ist mein „dieses“? Genau, das heißt: „Indem du Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst“, das heißt nicht „diese“, sondern „dieses“. Einzahl.

[7:07] Was haben sie von sich gestoßen? Das gute Gewissen. Also, wie soll ich sagen, weggestoßen, ja? Und weil sie das gute Gewissen weggestoßen haben, hat dann ihr Glaube Schiffbruch erlitten. Sie hatten beides, sie hatten Glaube und Gewissen. Und dann haben sie das gute Gewissen weggestoßen und dann hat ihr Glaube Schiffbruch erlitten.

[7:36] Was bedeutet es, sein gutes Gewissen wegzustoßen? Jetzt, wie kann man ein gutes Gewissen wegstoßen?

[7:45] Ja, eigentlich ist ein wichtiger Punkt, was macht das Gewissen? Das Gewissen ermahnt uns. Ich meine, lasst uns mal einen Text anschauen, der sogar für die Heiden gilt, in Römer 1. Lasst euren Finger hier drinnen, Timotheus. Römer 1, äh, Verzeihung, Römer 2, Vers 15. Römer 2, Vers 15 sagt uns, Römer 2, Vers 15.

[8:30] „Da sie ja beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sie untereinander verklagen oder auch entschuldigen.“ Das heißt, das Gewissen bezeugt uns das Gesetz Gottes, ja? Der Heilige Geist kann zu einem gewissen Grad durch unser Gewissen uns deutlich machen, ob wir falsch oder richtig liegen mit dem, was wir sagen und tun. Habt ihr schon mal erlebt, dass ihr etwas getan habt und der Heilige Geist hat euch überzeugt davon, es ist nicht gut, dass du es weitermachst und man fängt an, den Heiligen Geist beiseite zu schubsen, wegzustoßen? Und Paulus sagt, wenn so etwas kontinuierlich geschieht, wenn das Gewissen kontinuierlich weggestoßen wird, dann erleidet der Glaube Schiffbruch und dann ertrinken die Leute sozusagen, ja?

[9:19] Nun, wo bekommt man ein gutes Gewissen? Wodurch bekommt man ein gutes Gewissen? Ja, schaut mal mit mir in Petrus, und zwar in 1. Petrus, 1. Petrus 3, Vers 21.

[9:56] Dort heißt es: „Welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet, in der was? In der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist.“ Ihr wisst, durch die Taufe wird man nicht plötzlich perfekt, man kann danach immer noch sündigen, nicht wahr? Es ist nicht so, dass man plötzlich nicht mehr sündiges Fleisch hat und plötzlich gar nicht mehr sündigen kann, sondern, was ist die Taufe? „Die Taufe ist das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi.“ Das heißt, das gute Gewissen wird uns letztendlich öffentlich zuteil durch die Taufe, denn in der Taufe sagen wir: „Ich glaube, Jesus hat meine Sünden, für meine Sünden bezahlt und ich glaube, Jesus hat die Kraft, mir auch zukünftige Sünden zu vergeben und mich davor zu bewahren.“

[10:42] Wenn ich also das gute Gewissen wegstoße, was stoße ich automatisch auch weg? Den Heiligen Geist und meine Taufe, denn die Taufe ist ja die Bitte um ein gutes Gewissen. Das gute Gewissen haben wir als Christen durch die Taufe, nicht wahr? Und wir wissen, wenn wir danach der Taufe wieder gesündigt haben, dann gibt es das Abendmahl und wir können zu Jesus sowieso kommen, zu unserem Hohen Priester und es gibt das Abendmahl, was uns immer wieder reinigt. Aber wenn ich das gute Gewissen wegstoße und sage: „Interessiert mich alles nicht mehr“, dann mache ich sozusagen meine eigene Taufe mehr oder weniger ungültig.

[11:24] Ja, das ist sozusagen der Punkt, wo man dann die Sünde gegen den Heiligen Geist begeht und der Glaube, den ich in der Taufe ausgedrückt habe, der hat einen Schiffbruch erlitten. Jetzt, wenn, wozu brauche ich Glauben? Wozu brauchen wir den Glauben? Hm? Fürs Leben, nicht wahr? Also, wenn der Glaube Schiffbruch erleidet, was werde ich dann automatisch? Dann führt das automatisch zum Tod, nicht wahr? Und wer hat die Macht des Todes? Der Satan. Das heißt, es ist wieder sozusagen eine natürliche Folge. Es ist also nicht, dass der Paulus sagt: „Oh, was mache ich mit dir denn? Oh, dich übergebe ich dem Satan.“ Ja, sondern er tut nur formal das erklären, was die Person schon lange im Herzen beschlossen hat.

[12:16] Jetzt schauen wir mal noch einige kurze Parallelstellen an, die der Christoph schon angekündigt hat in Bezug auf diese beiden Menschen. Und zwar in 2. Timotheus, Vers 16 und 17. Genau, das hattest du gerade angekündigt, nicht wahr? 2. Timotheus 2, Vers 16 und 17. Dort lesen wir: „Die unheiligen nichtigen Schwätzereien aber meide, denn sie fördern nur noch was? Noch mehr die Gottlosigkeit. Und ihr Wort frisst um sich wie ein Krebsgeschwür.“ Und dann heißt es: „Zu ihnen gehören Hymenäus und Philetus.“ Da gab es noch andere. Hymenäus war jemand, dessen Wort sich verbreitet hat wie ein Krebsgeschwür.

[13:14] Jetzt, was ist das Besondere an einem Krebsgeschwür? Verzweigt sich. Wenn ein Organ befallen ist und das nicht rechtzeitig erkannt wird und rechtzeitig behandelt wird, gibt es Metastasen, andere Organe. Jetzt, der Krebs ist eine Krankheit, die den Körper befällt. Wofür steht der Körper im Neuen Testament? Für die Gemeinde, nicht wahr? Wir sind ein Leib und Jesus ist der Kopf. Und jeder von uns ist ein Organ oder ein Glied oder was auch immer. Wenn jetzt ein Glied Krebs hat und das nicht behandelt wird, was passiert mit dem Leib? Es gibt Metastasen. Andere Glieder werden den gleichen Krebs bekommen.

[14:04] Jetzt, was ist Krebs eigentlich? Ja, Krebs wird verglichen mit der Sünde, nicht wahr? Ja, die Zelle weiß nicht mehr, wer sie wirklich ist, nicht wahr? Ganz genau. Ich bin zwar kein Mediziner, aber so viel wissen wir wahrscheinlich. Die Essenz vom Krebs ist, dass die Zelle nicht mehr das tut, was sie eigentlich tun sollte, sondern sich eine eigene Funktion sozusagen gibt und alles andere zerstört. So eine Ich-Zelle. Jetzt, woran erinnert uns das? Satans Ideologie ist so ein Krebs. Und dieses Krebsgeschwür, sagt er hier, erkennt man an den unheiligen, nichtigen Schwätzereien, die die Gottlosigkeit fördern. Das heißt, der Hymenäus war jemand, der durch sein gottloses, nichtiges Geschwätz dazu beigetragen hat, dass noch mehr Geschwister in der Gemeinde gottlos wurden.

[15:23] Und jetzt gibt es eigentlich nur noch eine Möglichkeit, nicht wahr? Wenn man erkennt, dass jemand Krebs hat, was ist die einzige Möglichkeit, um den Körper zu retten? Das Organ muss raus. Ja, man kann nicht einfach ein bisschen Tee trinken und ein bisschen streicheln und ein bisschen wundern. Das Organ muss raus. Und so ist es auch mit diesem Hymenäus gewesen. Schaut, der Hymenäus war nicht einfach nur krank, es war Krebs. Es ist ein Unterschied, ob man einfach nur eine Krankheit hat. Viele Krankheiten kann man einfach so behandeln, aber Krebs muss rausgeschnitten werden. Es ist ein Unterschied, ob wir einfach in Sünde gefallen sind oder ob wir völlig unser Denken verändert haben, ob wir wieder völlig gottlos denken. Seht ihr, was ich meine? Ein Gläubiger kann in Sünde fallen und wieder zu Jesus kommen. Das passiert immer wieder. Aber dieser Hymenäus hatte angefangen, seine eigene Taufe wegzustoßen.

[16:13] Jetzt schauen wir noch, was Alexander betrifft, und zwar in 2. Timotheus 4, Vers 14.

[16:22] 2. Timotheus 4, Vers 14. „Alexander der Schmied“, das war ein Schmied, nicht Alexander der Große, sondern Alexander der Schmied, „hat mir viel Böses erwiesen. Der Herr vergelte ihm nach seinen Werken.“ Wenn Paulus das schreibt, dann könnt ihr wissen, er hat einiges getan. Wenn Paulus sagt: „Der Herr vergelte ihm nach seinen Werken“, er sagt, der Alexander der Schmied hat sehr viel Böses, nicht nur getan, sondern sehr viel Böses gegen Paulus. Das heißt, dieses Krebsgefühl erkennt man auch daran, nicht nur, dass es nutzloses, gottloses Gelaber ist, sondern dass diese Menschen anfangen, gegen die gottesfürchtigen Leiter in der Gemeinde zu kämpfen. Ja, so eine Art Rebellion. Kennt ihr eine Geschichte im Alten Testament, wo sowas passiert? Miriam, ja, da war es auch so ähnlich, aber es gibt eine Geschichte, wo es noch krasser ist: Korach, die Rotte Korach, die sich zusammenrottet und sagt: „Wir wollen auch heilig sein.“ Und Gott macht deutlich, dass es sich da auch um ein Krebsgeschwür handelt. Er gibt ihnen die Möglichkeit, wollt ihr euch bekehren, wollt ihr bereuen? Und sie denken gar nicht dran. Sie stoßen das gute Gewissen zurück und die Erde öffnet sich nicht mehr. Sie erleiden Schiffbruch, sie gehen unter, nicht wahr? So wie mit Schiffbruch.

[17:46] Jetzt schaut mal, was es weiter heißt hier: „Von 5,15 vor ihm hüte auch du dich, denn er hat unseren Worten sehr widerstanden.“ Also Paulus sagt sogar dem Timotheus: „Hüte dich vor ihm, hab nicht zu viel mit ihm gemein.“ Es gibt Menschen, die tatsächlich darauf bedacht sind, das Evangelium zu zerstören, dass es besser ist, sich nicht zu viel mit ihm zu beschäftigen. Das sagt der Paulus. Hüte dich vor ihm. Übrigens, in welcher Situation war der Paulus hier im zweiten Timotheusbrief? Wisst ihr das? Was seine Situation war? Er war im Gefängnis. Wo war er im Gefängnis? Wo war Paulus im Gefängnis? Er war oft im Gefängnis. Er war hier im zweiten Timotheusbrief in Rom. Er war in Rom im Gefängnis. Er sagt in Vers 7 schon: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“ Er ist kurz vor seinem Tod. Vielleicht kennt ihr so ein bisschen den geschichtlichen Hintergrund, dass er im Gefängnis war zur Zeit von Nero. Ihr kennt ja auch die Geschichten von der Gerichtsverhandlung zwischen Paulus und Nero. Und das ist sehr interessant. Könnt ihr nachlesen auch im Wirken der Apostel. Und in dieser Zeit, als Paulus sich verteidigen musste in Rom vor einem der grausamsten und brutalsten Herrscher, die die Welt jemals gesehen hat, da standen zwei Männer gegeneinander: Nero, dieses Monster, und Paulus, der treue Evangelist. Und in dieser Situation, als Paulus sich verteidigt hat vor dem Gericht und vor allem anderen, hat Alexander der Schmied, ein Gemeindeglied oder ein ehemaliges Gemeindeglied dann zu der Zeit gegen Paulus gearbeitet. Und das ist oft der Fall. Jemand hat einmal gesagt: „Diejenigen, die uns verlassen, werden oftmals unsere ärgsten Feinde werden.“ Und daran erkennt man, wie sehr das Krebsgeschwür in ihnen, sozusagen diese geistliche Krebs, ja, sich ausgebreitet hat.

[19:45] Schauen wir noch gemeinsam in 1. Korinther 5, Vers 5. Genau, wir sind am Vers 1. Da haben wir ein anderes Beispiel, wo Paulus einen ähnlichen Fall gehabt hat. Und da sehen wir ganz deutlich, dass seine ursprüngliche Vermutung, dass es Ausschluss aus der Gemeinde bedeutet, tatsächlich stimmt. 1. Korinther 5, ab Vers 1 heißt es: „Überhaupt hört man von Unzucht unter euch und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unerhört ist, dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat. Und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweggetan wird.“ Er sagt also, wenn dieser Mensch so etwas tut und er will es nicht bereuen, er weiß das gute Gewissen von sich, soll er aus der Mitte hinweggetan werden.

[20:37] Vers 3: „Denn ich, als dem Leib nach abwesend, dem Geist nach aber anwesend, habe schon, als wäre ich anwesend, über den, der dies auf solche Weise begangen hat, beschlossen: Den Betreffenden im Namen unseres Herrn Jesus Christus, und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat, dem Satan zu übergeben, zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus.“ Das heißt, das Übergeben an den Satan bedeutet Ausschluss aus der Gemeinde.

[21:10] Heißt das, dass die Person automatisch verloren ist? Nein, denn eine Person in den Händen Satans kann sie gerettet werden. Natürlich, das haben wir alle erlebt. Wir alle waren in den Händen Satans, wurden wieder gerettet. Es bedeutet nur, dass jemand, der mal aus den Händen Satans gerissen war, jetzt behauptet, ich bin in der Hand Jesu, aber sich verhält, als wäre er in der Hand Satans, ihm wieder realisiert wird: Pass mal auf, mit deinem Verhalten gehörst du nicht zur Gemeinde Gottes, sondern du gehörst zur, du bist wie Jesus sagte in Matthäus, wie ein Heide und Zöllner. Jetzt, Jesus liebt die Heiden und Zöllner. Jesus liebt die Menschen in der Hand Satans, aber wir können nicht von den Menschen, die sich nach Satans Prinzipien verhalten, behaupten, sie wären Kinder Gottes. Das würde die Welt verführen. Und deswegen ist es notwendig, jemanden, der das gute Gewissen wegstößt, also bewusst, wir reden nicht von jemandem, der einen Fehler gemacht hat, der es wegstößt. Wenn ich etwas wegstoße, muss ich mich dafür entscheiden. Der im Glauben Schiffbruch erleidet, dass er aus der Gemeinde ausgeschlossen wird, damit er erkennt, in welcher Situation er ist.

[22:18] Deswegen sagt er: „Damit der Geist gerettet werde.“ Er sagt mit anderen Worten, Paulus: „Ich habe das gemacht, damit, das ist die letzte Chance, die er noch hat.“ Wenn er ausgeschlossen ist, kommt er vielleicht zu seinen Sinnen und das passiert manchmal. Vielleicht kennt ihr Geschichten, ich kenne so eine Geschichte von jemandem, der ausgeschlossen wurde aus der Gemeinde und dadurch erkannt hat, wie es um ihn steht und wie er zum Glauben zurückgefunden hat. Echte Reue, weil manchmal muss man erst mal wirklich verstehen, wo man wirklich ist. Und das ist der Grund, warum Paulus das sagt. Denn es gibt auf der ganzen Welt nur zwei Lager: Jesus und Satan. Das ist der große Kampf. Und entweder man ist auf Jesus' Seite, das ist man durch den Glauben und durch die Taufe und durch das gute Gewissen, das Gott einem schenkt, oder man ist auf der anderen Seite. Und der Paulus hat dann nicht jemanden weggestoßen, sondern hat nur die Entscheidung, die der Mensch im Herzen getroffen hat, jetzt auch öffentlich ihm kundgetan. Er hat gesagt: „Du hast dich von Jesus entfernt.“ Also eine interessante Frage und hat uns auch einen sehr praktischen Punkt verdeutlicht. Und wenn ihr weitere solche Fragen habt, könnt ihr sie stellen unter fragen.joelmedia.tv.de. Ihr könnt mir auch hier vor Ort nach dem Seminar eure Fragen stellen, dann können wir nächste Woche, übernächste Woche, dann die nächsten Fragen beantworten.

[23:36] Jetzt wollen wir zur Offenbarung wieder gehen. Offenbarung 11, und wir hatten letztes Mal nur die erste Hälfte von Vers 6 geschafft. Heute wollen wir uns der zweiten Hälfte widmen. Offenbarung 11, Vers 6. Wer von euch kann sich erinnern, wo wir letzte Woche gesprochen haben? Wir sind immer noch bei den zwei Zeugen und ihr seid es wahrscheinlich jetzt schon. Ihr könnt es im Schlaf schon rückwärts aufsagen. Die zwei Zeugen stehen für das Alte und das Neue Testament. Und wir haben das letzte Mal in Offenbarung 11, Vers 6 im ersten Teil gelesen: „Diese, die beiden Zeugen, haben Vollmacht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihrer Weissagung.“ Jetzt, was haben wir letztes Mal darüber herausgefunden? Wer kann sich noch erinnern? Die Bibel ist der Schlüssel zum Himmel, nicht wahr? Könnt ihr euch daran erinnern? Das ist ein praktischer Punkt, nicht wahr? Die Bibel ist der Schlüssel zum Himmel. Was haben wir noch herausgefunden? An welche Person der Bibel hat uns das erinnert? Wir haben herausgefunden, das steht von dem Herrn, genau. Ja, genau, das sind alles Dinge, die wir auch in... Ah, das waren alles die Parallelen mit Elia, nicht wahr? Wir hatten gesehen, dass es eine enge Verbindung zwischen den beiden Zeugen und Elia gibt. Und da hatten wir ein bisschen die Geschichte von Elia angeschaut und auch Ahab und Isabell und die falschen Propheten und so weiter und haben gesehen, dass die Geschichte von Elia ein Typus ist, ein Gleichnis auf das, was auch im Mittelalter passiert ist. Denn wie lange war die Hungersnot nochmal in Israel? Dreieinhalb Jahre, nicht wahr? Und dann haben wir die prophetischen dreieinhalb Jahre in Offenbarung.

[25:24] Jetzt wollen wir uns im zweiten Teil zuwenden. Und zwar heißt es hier in Vers 6: „Und sie haben Vollmacht, über die Gewässer sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, so oft sie wollen.“ Jetzt sind wir hier immer noch beim Bild von Mose. Geht es immer noch um Mose? Hat Mose jemals Wasser in Blut verwandelt? Ja? Ich wollte Elia sagen. Ich wollte euch fragen, ob wir noch bei Elia sind und wollte natürlich auf Mose. Ja, wir sind bei Mose natürlich. Mose hat natürlich selbstverständlich Wasser in Blut verwandelt, das habe ich schon verraten. Aber ihr wusstet das auch so. Wir sind jetzt bei Mose. Offensichtlich sind wir jetzt bei Mose. Schaut mal mit mir. Welche Plage war das, das Verwandeln von Wasser zu Blut? Das war die erste Plage. Schauen wir uns ganz kurz die erste Plage an, dann gehen wir ein bisschen ins Detail hier. In 2. Mose, ganz genau. Zweite Mose 7 und dort Vers 20.

[26:44] Zweite Mose 7, Vers 20: „Und Mose und Aaron machten es so, wie es ihnen der Herr geboten hatte. Und er hob den Stab und schlug vor dem Pharao und seinen Knechten das Wasser, das im Nil war. Da wurde alles Wasser im Nil in Blut verwandelt.“ Hier haben wir auch die Kraft, die Autorität, die Vollmacht, das Wasser in Blut zu verwandeln. Frage: Wodurch ist das geschehen? Durch Gottes Kraft. Aber was war das äußere Zeichen der Kraft Gottes? Der Stab. Denkt darüber nach. Es war der Stab. Durch den Stab, also natürlich durch Gottes Kraft, aber äußerlich dargestellt durch den Stab, ist das Wasser zu Blut geworden. Von den beiden Zeugen heißt es, also Mose hatte den Stab, und von den beiden Zeugen heißt es, dass diese beiden Zeugen die Autorität haben, die Macht haben, Wasser zu Blut zu verwandeln.

[27:37] Könnte es sein, meine Frage heute, dass der Stab, wir haben ja schon ein bisschen über den Stab gesprochen hier immer wieder mal und einige schon herausgefunden, aber könnte es sein, dass der Stab in der Bibel ein Symbol ist für das Wort Gottes? Könnt ihr die Parallele sehen? Die zwei Zeugen verwandeln Wasser in Blut. Der Stab, auf das Wort Gottes hin, verwandelt Wasser in Blut. Frage: Jetzt ist ein wichtiger Punkt. Oftmals im Bibelstudium, man sieht hier eine Parallele, man sieht da eine Parallele und das scheint zueinander zu passen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Einfach mal sagt: „Oh, ich habe eine neue Lehre gefunden und das müsst ihr jetzt alle glauben“, oder? Was sollte man lieber stattdessen tun? Studieren und prüfen, ob es auch weitere Punkte dafür gibt, ob tatsächlich der Stab hier eine Parallele zum Wort Gottes, zur Bibel ist.

[28:20] Was wisst ihr sonst noch so über den Stab in der Bibel? Das war ein Holz, das war nicht der Stab selbst, das war das in 1. Mose 15, das Wasser von Mara, ein Stück Holz, das stimmt. Der Stab ist im Heiligtum, ja, da kommen wir noch zu. Das Wasser wurde geteilt, es gab eine ganze Reihe von Wundern mit dem Stab, die werden wir gleich alle noch mal ein bisschen anschauen. Genau, wenn ihr mal von Mose weggeht, gibt es noch andere Stellen in der Bibel, die uns sehr gut bekannt sind, wo es um den Stab geht. Psalm 23, was wird über den Stab dort gesagt? „Dein Stecken und Stab, sie trösten mich.“ Der Stab tröstet. Ja, da kommen wir noch zu, ganz genau. Der Stab tröstet.

[29:26] Was war unsere Hypothese, die wir beweisen wollen oder widerlegen wollen? Was war unsere Hypothese? Der Stab und das Wort Gottes, das ist eine Parallele. Jetzt gibt es irgendwo einen Text der Bibel, der auch sagt, dass die Bibel uns tröstet. Der Heilige Geist hat uns die Bibel inspiriert, das wäre schon mal ganz eng. Der Heilige Geist wird der Tröster genannt oder auch der Paraklet, der Beistand. Wo steht in der Bibel, dass uns die Bibel tröstet? Schaut mal mit mir in Römer 15.

[30:07] In Psalm 23 geht es darum, selbst wenn wir durchs Tal des Todesschattens gehen, nicht wahr? „So fürchte ich kein Unglück. Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“ Römer 15, Vers 4, übrigens eine der tollsten Verse in der Bibel, über die Bibel selbst. Römer 15, Vers 4, dort steht: „Denn wie viel? Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Aussagen und den Trost der Schriften Hoffnung fassen.“ Das heißt, die Bibel ist gegeben, damit wir uns trösten. Die Bibel soll uns trösten, sie soll uns Aussagen geben. So wie der Stecken und der Stab Gottes, selbst im Tal des Todesschattens, uns trösten, kann uns auch die Bibel trösten.

[31:12] Wer von euch war schon mal im Tal des Todesschattens? Also nicht, dass ihr vielleicht buchstäblich am Sterben wart, aber schon mal wirklich in einem tiefen, tiefen Tal, nicht wahr? Schon mal in einem tiefen, tiefen Tal gewesen, wo man gedacht hat, es kommt kein Morgen mehr. Die Bibel sagt: „Dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“ Und wir wissen natürlich, der Stab, der kommt woher? Was für ein Beruf? Von welchem Beruf kommt der Stab? Vom Hirten. Und der Hirte, der leitet seine Schafe, nicht wahr? Das heißt, durch die Bibel werden wir auch durch die Schwierigkeiten des Lebens hindurchgetragen, hindurchgeführt und getröstet.

[31:50] Also, wir haben schon mal einen ersten Hinweis darauf. Wir wollen ein bisschen weiter schauen, ob wir noch mehr Parallelen finden zwischen dem Stab, der die Schafe führt oder die Schafe leitet und der Bibel. Wo kommt denn der Stab des Mose zum ersten Mal vor? Zum ersten Mal. Beim Brennenden Dornbusch, genau. Schaut mal mit mir in 2. Mose 3.

[32:16] Jetzt, was war am Brennenden Dornbusch passiert? Fassen wir ganz kurz zusammen. Mose wurde berufen, wozu? Zu seinem Volk zurückzugehen nach Ägypten und eine Botschaft zu predigen, nicht wahr? Die im Wesentlichen heißt: „Kommt heraus, mein Volk.“

[32:42] Kommt heraus, nicht wahr? Und seit wie Leitböcke vor den Schafen her. Eine Botschaft, die es durchaus in sich hat, nicht wahr? Eine schwierige Botschaft. Er sollte Gottes Wort predigen und entsprechend dem Volk helfen herauszukommen.

[33:00] Nun, war Mose davon beeindruckt oder begeistert, diese Botschaft geben zu dürfen? Nicht wirklich. Er hat tausende Einwände gehabt, nicht wahr? Ich bin zu alt, ich kann nicht mehr ägyptisch, ich kann das nicht, ich kann nicht gut sprechen. Und eine seiner Hauptargumente finden wir in 2. Mose 4, Vers 1. Nachdem Gott ihm alles gesagt hat, was er tun soll, sagt er in 2. Mose 4, Vers 1: „Und Mose antwortete und sprach: Aber siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen.“

[33:37] Jetzt, was ist eines der größten Hauptargumente, wenn Gott uns beruft, seine Botschaft weiterzugeben? Sie werden mir nicht glauben, nicht wahr? Ich kann ja gerne zu meinem Nachbarn gehen, aber der glaubt mir ja sowieso nicht. Die werden sowieso sagen: „Ach, das ist nur noch Quatsch, du bildest dir das nur ein, du bist gehirngewaschen, du hast vielleicht schlecht geschlafen. Auf jeden Fall, das mit Gott, das ist nur eine Einbildung, das hast du nicht wirklich erlebt, so ist das nur wirklich nicht, ja?“

[33:59] Wir haben oft das Gefühl, die Leute werden uns sowieso nicht glauben, nicht wahr? Und übrigens, nebenbei gesagt, wenn wir das Gefühl haben, dass die Leute uns nicht glauben werden, werden sie uns auch nicht glauben. Je weniger Vertrauen wir daran haben, dass die Leute auch tatsächlich sich für Jesus entscheiden, desto weniger Vertrauen werden sie auch zu Jesus haben. Das ist meine persönliche Erfahrung. Wenn man den Menschen das Vertrauen, oder wenn man mit dem Vertrauen in ein Gespräch geht: „Hey, dieser Mensch wird wirklich von Jesus berührt werden“, ist das eine ganz andere Sache, als wenn ich sage: „Naja, ich sage dir jetzt einfach mal, was ich glaube, weil ich habe den Befehl von Jesus, ich weiß aber auch, dass es dich nicht wirklich interessiert.“ Das wird uns verändern, das ist eine andere Einstellung, nicht wahr? Und der Heilige Geist kann dann nicht so wirken. Deswegen habt Vertrauen, wenn ihr mit anderen Menschen über Jesus sprecht.

[34:36] Und Gott hat ein sehr einfaches Mittel darauf. Er sagt: „Was ist deine Frage?“ In Vers 2: „Was hast du in deiner Hand?“ Ich meine, das ist immer seine Frage, nicht wahr? Kennt ihr eine andere Geschichte in der Bibel, wo so eine ähnliche Situation ist? Im Neuen Testament? Unmögliche Situation, und Jesus fragt: „Was habt ihr?“ Die fünf Brote und zwei Fische, nicht wahr? Unmögliche Situation, wer soll die alle füttern? Gott sagt: „Was habt ihr in eurer Hand?“ Oder: „Was ist in eurer Nähe?“

[35:07] Gott fragt den Mose: „Was hast du in deiner Hand?“ Und so fragt Gott uns auch: „Was hast du in deiner Hand?“ Was haben wir in unserer Hand gerade? Die Bibel, nicht wahr? Und jetzt schaut mal, was er sagt. „Da sprach er: Werft ihn auf die Erde.“ Also werft jetzt eure Bibel nicht auf die Erde, das ist nicht gemeint, okay? Aber schaut jetzt, was passiert. „Und er warf ihn auf die Erde, da wurde er zu einer Schlange.“

[35:29] Jetzt, könnt ihr mir sagen, was ist das für eine Parallele zur Bibel? Gibt es eine Parallele zur Bibel? Ja, was passiert mit dem Stab? Der Stab wird lebendig. Man würde ja denken, dass der Stab nur so ein trockenes, totes Stück Holz ist, nicht wahr? Aber wenn er in Aktion gerät, dann wird er lebendig. Da ist schöpferische Kraft da, am Wirken. Gott hat den Stab benutzt, um etwas zum Leben zu bringen.

[36:07] Wie ist es mit der Bibel? Die Bibel, wenn Gott wirkt, wird die Bibel lebendig. Was sagt die Bibel über sich selbst? „Das Wort Gottes ist ein zweischneidiges und lebendiges Schwert.“ Nicht nur zweischneidig, es ist lebendig. Die Bibel lebt. Es gibt verschiedene Klassen von Lebewesen. Es gibt Tiere, es gibt Pflanzen, es gibt Menschen und es gibt die Bibel. Die Bibel lebt, auch wenn sie vielleicht keinen Herzschlag hat, aber sie ist lebendig. Die Bibel wird lebendig in dem Moment, wo wir anfangen, uns wirklich mit ihr zu beschäftigen.

[36:43] Denn im Wort haben wir es schon so oft gesagt, nicht wahr? Das schöpferische Kraft. Denn wenn Gott sagt: „Es werde Licht“, dann ist er Licht. Wenn Gott sagt: „Da sei ein Elefant“, dann ist er ein Elefant. Wenn Gott sagt: „Da sei eine Schlange“, dann ist er eine Schlange. Das, was scheinbar in unseren Händen so trocken aussieht, hat die schöpferische Kraft. Da ist Leben drin. Und wenn wir das nächste Mal sagen: „Die Leute werden mir sowieso nicht glauben“, dann sei daran erinnert, ja, die Leute werden dir nicht glauben, aber in deiner Hand hast du etwas, was lebendig wird.

[37:15] Ein lebendiges Schwert. Und deswegen machen wir so oft den Fehler, dass, wenn wir mit Menschen reden, dass wir einfach dann mit unseren eigenen Worten zusammenfassen, was wir glauben, nicht wahr? Wir philosophieren und das irgendwie versuchen darzustellen, wo manchmal einfach nur ganz geschickt in das Gespräch eingefädelt ein Bibelwort reichen würde. So ein Satz, ein Gedanke aus der Bibel. Denn im Wort Gottes ist eine ungeheure Kraft. Je mehr Menschen der Bibel ausgesetzt sind, desto stärker kann der Heilige Geist an ihnen wirken, nicht wahr?

[37:49] Deswegen, was hast du in deiner Hand? In unserer Hand ist etwas, was wirklich, also der Mose hat sich erschrocken, nicht wahr, was alles möglich war mit dem Stab in seiner Hand, das er denn nicht vermutet. Und wenn wir wirklich von Gott berufen sind, werden wir uns wundern, was alles mit diesem Buch, das in unserer Hand ist, möglich ist. Wir werden uns wundern.

[38:04] Also, wir sehen hier die Kraft, schöpferische, ja, schöpferische Kraft durch Gott.

[38:15] Gut, schauen wir weiter. Was passiert noch mit dem Stab?

[38:22] Schauen wir uns mal an, und zwar in 2. Mose, äh, bevor wir das machen, gehen wir noch ganz kurz nochmal, Entschuldigung, zu 2. Mose 4 und schauen uns dort Vers 17 an.

[38:33] 2. Mose 4, Vers 17: „Und nimm diesen Stab in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst.“ Gott sagt: „Alle Zeichen, die du tun sollst, alle Wunder, alle Plagen sollen von dem Stab kommen.“ Ich weiß nicht, ob ihr das auch seht, das ist ein ganz toller Vers.

[38:54] Wenn wir wissen, dass der Stab für Gottes Wort steht, was bedeutet das? Ja, die Waffe, nicht wahr?

[39:03] Das bedeutet, das gibt uns etwas, einen ganz interessanten Hinweis auf die Lehre von den Wundern. Die Bibel sagt, dass es Wunder gibt, nicht wahr? Die Bibel sagt aber auch, dass es falsche Wunder gibt. Woran kann ich jetzt ein falsches Wunder von einem richtigen Wunder unterscheiden? Woher kamen die wahren Wunder? Sie kamen vom Stab. Mit anderen Worten, ein wahres Wunder ist immer in Harmonie mit dem Wort Gottes.

[39:30] Es gibt auch viele andere Wunder in unserer Welt, nicht wahr? Wo Leute einfach plötzlich aus dem Rollstuhl springen, nicht wahr? Und dann weiter gegen Gottes Wort reden, gegen das Gesetz Gottes. Und dann weiß man, das war kein wahres Wunder. Sondern die Wunder, die in Ägypten passiert sind, sind alle durch den Stab gekommen. Wir haben gesehen, der Stab hat etwas zu tun mit der Bibel.

[39:58] Jetzt schauen wir mal ganz kurz, und das ist mir ein sehr wichtiger Punkt, in Vers 14 bis 16 im gleichen Kapitel. Da wurde der Herr sehr zornig, weil Mose immer noch nicht ganz einverstanden ist. „Über Mose sprach er: Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron, der Levit, gut reden kann? Und siehe, er zieht dir entgegen, und wenn er dich sieht, so wird er sich von Herzen freuen.“

[40:19] Bevor wir weiterlesen, möchte ich euch eine Frage stellen. Wir alle glauben ja, dass die Bibel inspiriert ist, richtig? Was bedeutet das Wort inspiriert? Vom Geist erfüllt, eingegeben, eingehaucht, das ist das Wort, nicht wahr? Theopneustos, glaube ich, oder so, ja. Von Gott gehaucht, Gott gehaucht, so steht es in 2. Timotheus 3, Vers 16: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben.“

[40:47] Jetzt gibt es in der Christenheit eine große, große, große Debatte. Und ich wollte euch nur ganz kurz mal fragen, wie ihr das seht, und dann schauen, was die Bibel sagt. Die große Debatte, also ich meine, es gibt erstmal viele Menschen, die sagen, die Bibel ist nur Menschenwort, nicht wahr? Aber unter denen, die die Bibel als Gottes Wort annehmen, okay, unter denen gibt es zwei Lager. Die einen sagen, dass die Bibel von Gott diktiert worden ist. Das heißt, dass jedes Wort sozusagen das Wort ist, das Gott dem Menschen eingediktiiert hat. Das nennt man auch die sogenannte Verbalinspiration. Also, jedes Wort ist genau so, wie Gott es gesagt hat. Oder, die Bibel ist, man spricht von der Gedankeninspiration, dass die Gedanken der Bibel inspiriert sind. Und dass aber jeder Schreiber seine eigenen Worte verwendet hat.

[41:35] Was würdet ihr sagen? Ist die Bibel verbal inspiriert? Oder gedankeninspiriert?

[41:45] Gedankeninspiriert. Das ist deswegen interessant, weil es tatsächlich viele unserer evangelikalen Freunde, die wir haben, sagen, sie ist verbal inspiriert. Das heißt, mit anderen Worten, das wäre so, als wenn der Schreiber wie ein Sekretär ist, eine Schreibmaschine, und Gott diktiert. Aber das wäre ein bisschen merkwürdig, weil, wenn ihr die Bibel lest, werdet ihr feststellen, dass es verschiedene grammatische, stilistische Unterschiede gibt. Ein Schreiber schreibt so, der andere schreibt so. Heißt das also, dass bestimmte Worte falsch sein können? Nein.

[42:21] Das heißt, hier ist der wichtige Punkt, den wir unterscheiden müssen. Obwohl der Gedanke, es ist ein Gedanke, den Gott gibt, nicht wahr? Der Mensch versucht diesen Gedanken am besten seine eigenen Worte zu formulieren. Aber er wird dabei immer noch vom Heiligen Geist geleitet, dass dadurch kein Fehler entsteht, nicht wahr? Denn wenn man falsche Worte verwenden würde, würde auch der Gedanke sich ändern. Und schaut mal, wie die Bibel das beschreibt. In Vers 15 und 16.

[42:45] Habt ihr mal gehört, dass darüber nachgedacht, dass Mose an die Stelle Gottes gerückt ist? Was bedeutet das? Was meint er? Wir haben Mose und wen haben wir noch? Aaron. Und wer ist jetzt Gott von beiden?

[43:32] Jetzt, wer spricht? Wenn Mose und Aaron vor dem Pharao stehen, wer spricht? Aaron, aber wessen Gedanken sind es? Ja, Gottes Gedanken, aber die von Mose, nicht wahr? Das heißt, Mose spricht zu Aaron.

[43:46] Nebenbei, warum hat Mose nicht selbst gesprochen? Okay, das ist eine interessante Vermutung. Die Bibel sagt, er sagt selbst: „Ich habe eine schwere Zunge.“ Aber hier ist das Interessante. Die Bibel sagt, er hat sich geweigert, Sohn des Pharaos zu nennen, oder Sohn der Tochter des Pharaos zu nennen. Eine Formulierung, die nahelegt, dass er Pharao geworden wäre, wenn er in Ägypten geblieben wäre. Und als Pharao, und da kann man viele andere Dinge hinzuziehen, als Pharao war er der militärische, oder als beinahe Pharao, war er der militärische Führer seines Landes. Es ist absolut unwahrscheinlich, dass er nicht gut reden konnte. Aber denkt nochmal darüber nach, warum er wahrscheinlich sagt, er hat eine schwere Zunge.

[44:55] Stellt euch seine Situation vor. Wo ist er gewesen, 40 Jahre lang? In der Wüste. Welche Sprache spricht man dort? Nicht. Er hat 40 Jahre lang keine ägyptische Sprache. Stellt euch vor, ihr seid groß geworden in Ägypten, aber habt für 40 Jahre lang diese Fremdsprache nicht mehr wirklich benutzt. Wie würde es euch dann gehen, wenn ihr in dieser Sprache predigen sollt? Man ist immer von schwerer Zunge, nicht wahr?

[45:23] Also sendet Gott wen? Aaron, der die ganze Zeit noch in Ägypten gewesen ist. Mit anderen Worten, und das ist ein sehr einfaches Prinzip, Aaron war der Übersetzer von Mose. Mose hat die Gedanken von Gott bekommen, nicht wahr? Mose hat dem Aaron gesagt auf Hebräisch: „Pass auf, wir brauchen das, das, das und das, das hat Gott mir gesagt.“ Und Aaron hat es dann übersetzt in die Sprache, die der König verstehen konnte, in Ägyptisch.

[45:49] Das heißt, es wurde übersetzt. Und genau in diesem Sinne sagt Gott: „Bin ich und der Prophet.“ „Du, Mose, sollst Gott sein und er, Aaron, soll dein Mundstück sein.“ Und die Propheten sagen: „So spricht Gott nicht“, weil der Prophet ist das Mundstück Gottes. Das heißt, Mose steht stellvertretend für Gott und Aaron stellvertretend für alle Propheten. Das heißt, wir haben ein Bild davon, wie die Propheten die Gedanken Gottes aufgeschrieben haben. Sie haben sie bekommen und haben sie dann versucht zu übersetzen.

[46:35] Jetzt, wenn ihr einen guten Übersetzer habt, wird der Übersetzer die Gedanken ändern, aber wird er seine eigenen Worte verwenden? Also, wenn ihr jemals in diese Frage kommt, wie ist die Bibel inspiriert? Erinnert euch an dieses Übersetzungsmodell. So wie Aaron den Mose übersetzt hat, so übersetzen die biblischen Schreiber die himmlischen Gedanken aus der himmlischen Sprache in eine Sprache, die wir verstehen können. Und wenn ihr 60 Übersetzer habt, werden sie alle ein bisschen anders klingen. So haben wir auch verschiedene Bücher der Bibel, die verschieden klingen. Aber trotzdem sind sie alle die gleichen Gedanken.

[47:13] Gut, das ist mir sehr wichtig, weil da sollte man ein bisschen Klarheit darüber haben. Jetzt gehen wir weiter zu 2. Mose.

[47:24] 2. Mose 7 und schauen uns eines dieser Wunder an, die durch den Stab, durch die Bibel getan werden. 2. Mose 7 und dort Vers 9.

[47:34] „Wenn der Pharao zu euch sagen wird: Tu dein Zeichen, um euch auszuweisen, so sollst du Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor den Pharao hin, dann wird er zur Schlange werden.“ Kennen wir schon, nicht wahr? Die schöpferische Kraft des Wortes.

[47:47] Aber jetzt passiert etwas Merkwürdiges. Und vielleicht ist euch das auch schon passiert, wenn ihr Missionen gemacht habt. Ihr wart so begeistert von dem Wort Gottes und ihr habt es ausgeteilt, ihr habt es gepredigt, ihr habt es mit jemandem geteilt und wart schon völlig begeistert und habt darauf gewartet zu sehen, was jetzt passiert, nicht wahr? So wirft der Mose und der Aaron den Stab hin, es wird zu einer Schlange.

[48:11] Und was passiert als nächstes? Vers 11: „Da rief der Pharao die Weisen und die Zauberkundigen und auch die ägyptischen Zauberer taten dasselbe mit ihren Zauberkünsten. Und jeder warf seinen Stab hin und es wurden Schlangen daraus.“ Schon mal erlebt, dass man so begeistert war für die Bibel und dann stellt man fest, dass jemand anderes ziemlich gute Gegenargumente hat? Und plötzlich sagt man: „Ja, Moment mal, ich war die ganze Zeit so begeistert und jetzt zitiert er hier aus dem Buch und aus dem Buch und das macht auch alles logische Sinn.“ Hm.

[48:49] Dieses Bild von den beiden Seiten, nicht wahr? Von den beiden Stäben, der Stab Aarons und die Stäbe der Ägypter, scheint etwas zu tun zu haben auch mit den Bildern von verschiedenen Büchern. Zwei Geiste. Mal eine interessante Frage an euch. Die Stäbe in der Hand der Ägypter, wurden die zu Schlangen, ja oder nein? Wer ist für ja? Wer ist für nein?

[49:30] Jetzt haben wir ungefähr ein geteiltes Bild. Einige sind unschlüssig. Sie taten dasselbe, nicht wahr? Also ein Schlang. Also diejenigen, die sagen, es wurden tatsächlich Schlangen, haben natürlich Sagen, es steht da, sie taten dasselbe. Und was sagen die? Wir können jetzt andere von euch sagen, sie haben das nicht gemacht. Warum sagt ihr nein?

[49:57] Jetzt ist ein interessanter Punkt, den du sagst. Nur Gott kann wahres Leben zeugen. Denn die Bibel sagt, deswegen beten wir ihn an. Denn du hast alle Dinge geschaffen. Und der Satan möchte gern angebetet werden, aber hat Satan schöpferische Kraft? Woher wissen wir das? Er hat keine schöpferische Kraft. Woher wissen wir das? Gibt es irgendeinen Beweis in der Bibel, der das ein für alle Mal beweisen wird? Ja, aber gibt es einen Text in der Bibel, der beweist, dass Satan es schaffen kann? In den tausend Jahren, warum? Bei den tausend Jahren gibt Gott dem Satan die Gelegenheit, nicht wahr? Tausend Jahre lang wird es wüst, leer und finster sein, so wie am Anfang der Schöpfung. Weil Satan hat gesagt: „Ich bin der Schöpfer.“ „Ich bin der Schöpfer.“ Weil Satan hat gesagt: „Ich bin wie Gott, ich kann auch schaffen, betet mich an.“ Und Gott sagt: „Okay.“ Als bei mir die Erde wüst und leer war und finster, habe ich wie lange gebraucht? Sechs Tage. Und wie viel habe ich hinbekommen? Eine wunderbare Erde. Jetzt gibt er dem Satan tausend Jahre und wie viel schafft er nach tausend Jahren? Null Komma nichts. Das heißt, wir wissen aus der Bibel, er hat keine schöpferische Kraft.

[51:16] Aber wie können wir denn diesen Text erklären, weil wir es nicht wirklich gefahren haben. Sie taten dasselbe. Oder war ein Schlang da? Satan kann Zeichen und Wunder tun. Ja.

[51:42] Es gibt einen interessanten Text im Neuen Testament, der das erklärt. Jetzt, aus dem Text heraus selbst kann man jetzt nicht das endgültig beantworten. Wir wissen, Satan hat keine schöpferische Kraft. Aber wir können nicht wirklich erklären, warum da steht, sie taten dasselbe. Aber schaut mal mit mir im Neuen Testament in 2. Timotheus. Das ist sehr interessant.

[52:10] Den haben wir heute schon mal gelesen. 2. Timotheus 3. Und dort im 2. Vers 8.

[52:36] Das heißt es: „Auf dieselbe Weise, aber wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, mit Menschen mit völlig verdorbener Gesinnung, untüchtig zum Glauben.“ Paulus sagt dem Timotheus, diese beiden Priester oder diese beiden Zauberkundigen oder Wahrsager, wer auch immer, in Ägypten, hatten Namen. Wie hießen sie? Sie hießen Jannes und Jambres. Und diese beiden haben dem Mose widerstanden. Sie haben ihn bekämpft. Sie haben genau das gleiche getan wie er.

[53:14] Und die Bibel sagt, schaut mal, was ist der entscheidende Ausdruck für uns in Vers 8? Auf welches Wort kommt es wahrscheinlich an? Wenn wir jetzt verstehen wollen, was da passiert ist wirklich. Auf dieselbe Weise. Auf welche Weise? Es gab eine bestimmte Weise, auf eine bestimmte Weise haben Jannes und Jambres dem Mose widerstanden. Sie hatten eine bestimmte Methode. Auf dieselbe Weise.

[53:50] Also welche Weise? Die Weise, die weiter vorne beschrieben wird. Richtig? Macht das Sinn, was ich sage? Seid ihr noch bei mir? Auf dieselbe Weise muss also die Art und Weise sein, die in den Versen vorher beschrieben wird. Und jetzt schaut mal in Vers 2 und 3 und 4. „Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, lästerer, ungehalten, ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind.“ Übrigens, ist eine Zeit, eine Prophezeiung auf die Endzeit, nicht wahr? Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen, sie lieben das Vergnügen mehr als Gott. Und jetzt achtet auf Vers 5: „Dabei haben sie den was? Den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie.“

[54:34] Also, was ist die Methode dieser Endzeitverführer? Sie sind innerlich völlig verrottet, nicht wahr? Sie sind moralisch völlig verrottet. Ihr habt die ganzen Adjektive gesehen. Aber von außen sehen sie aus wie fromm. Ich weiß nicht, sie haben den äußeren Schein. Das heißt, die satanische Verführung in der Endzeit, in Vers 1 heißt es ja: „Du sollst wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden.“ Die Menschen, die in der letzten Zeit die Welt verführen werden, werden Menschen sein, die äußerlich so aussehen wie Christen. Aber innerlich genau das Gegenteil, denn sie haben nicht die Kraft.

[55:12] Und jetzt sagt Paulus: „Auf dieselbe Weise haben Jannes und Jambres dem Mose widerstanden.“ Sie haben etwas fabriziert, was den äußeren Schein hatte, aber was fehlte? Die innere Kraft. Es hatte den äußeren Schein einer Schlange, dass jeder, sowohl Pharao als auch selbst Mose und Aaron, jeder Mensch, denn Satan ist ein ziemlich brillanter, äh, wie sagt man? Er täuscht die Menschen, ziemlich brillant. Aber Gott sieht ins Herz. Dass jeder glaubt, das ist eine Schlange, aber es war keine Schlange. Denn Satan hat keine schöpferische Kraft.

[55:50] So wie auch wir nicht in der Lage sind zu unterscheiden, ist das ein wahrer Christ oder ein falscher Christ. Manch ein Heuchler ist so perfekt im Heucheltum, seiner Heuchelei, dass selbst ein treuer Christ das nicht unterscheiden kann, nicht wahr? Aber Gott sieht ins Herz. Satan kann bis an den Anschlag täuschen, dass ein Mensch das nicht unterscheiden kann, aber Gott sieht ins Herz.

[56:18] Das heißt tatsächlich, sind diese Schlangen, sie sahen aus wie Schlangen, sie haben sich, also ob sie sich bewegt haben, weiß ich nicht, aber sie sahen aus wie Schlangen, nicht wahr? Die Bibel sagt nicht, dass sie sich großartig bewegt haben oder dass sie irgendwie gefressen haben. Wir wissen nur, dass die wahre Schlange von Aaron, die er dann aufgefressen hat, nicht wahr? Das wissen wir. Wie sie sich auch begeben haben, das wissen wir nicht. Wir wissen nur, für ein menschliches Auge sah es aus wie eine Schlange. Deswegen sagt die Bibel, sie taten dasselbe. Aber dasselbe ist nicht mehr das Gleiche, nicht wahr? Oder ist es andersrum? Ich weiß es nicht. Es sah von außen, es hatte den äußeren Schein. Die Bibel sagt, auf dieselbe Art und Weise haben Janus und Janus das gemacht. Den äußeren Schein, aber ohne die Kraft. Okay? Also macht das Sinn? Biblisch gesehen muss es so sein, dass es keine echten Schlangen waren. Denn ansonsten hätten wir ein Problem, denn der Stab, der sich zur Schlange verwandelt, steht für die Bibel. Und es gibt keine zweite Bibel. Aber hat der Satan versucht, Ersatzbibeln zu schaffen, die auch sehr, sehr religiös wirken, mit viel Weisheit, wo viele Geschichten ganz ähnlich sind, wie in der Bibel.

[57:30] Interessanter Punkt, nicht wahr? Und manchmal können wir fast verzweifeln, wenn man mit Menschen redet, die diesem Stab folgen. Es gibt also einen Kampf der Stäbe und einen Kampf der heiligen Bücher. Ja.

[58:00] Ganz genau.

[58:14] Ganz genau. Also, wenn euch das nächste Mal jemand fragt, danke schön, ob die Schlangen echte Schlangen waren oder nicht, wisst ihr, es war der äußere Schein. Der äußere Schein, aber nicht die Kraft. Gehen wir zur ersten Plage. In 2. Mose 7, Vers 20.

[58:30] Erste Mose 7, Vers 20 haben wir schon gelesen vorhin. Wollen wir uns nochmal kurz anschauen. Zweite Mose natürlich. Zweite Mose 7, Vers 20.

[59:36] Was sagst du? Sind wir in Ägypten? Ja. Warum hat Gott ausgerechnet diese Plage als erste Plage gewählt? Das war das Wasser des Lebens für sie, nicht wahr? Der Nil war der Fluss in Ägypten. Warum war der Pharao dort? Die haben jeden Morgen zum Nil gegangen und haben dort angebetet, nicht wahr? Was auch immer sie gemacht haben, ihre Zeremonien, Gesänge und so weiter. Jetzt kommt der Mose, stell dir das vor, gerade der ägyptische Gottesdienst am Laufen, Prozession, und da wird gesungen und die Fahnen geschwenkt und die Priester singen Gesänge, nicht wahr, kann man sich vorstellen? Da kommt der Mose, alle beten sie den Nil an und der Mose schlägt auf das Wasser und plötzlich singt der Nil, die Fische sind tot und das Wasser ist zu Blut geworden.

[1:00:38] Was wollte Gott damit verdeutlichen? Ganz genau, er ist mächtiger als die ägyptischen Götter, wenn wir auch daran denken. Wann wurde das Wasser zu Blut? Als der Stab das Wasser berührt hat. Das Wasser, der Nil, war für die Ägypter das Wichtigste im Leben. Sie haben es angebetet. Als der Stab das Wasser berührt, wurde plötzlich deutlich, wie machtlos das ist.

[1:01:16] Was ist die Parallele? Was ist die geistliche Lektion dahinter? Wir alle haben unseren Nil im Leben, nicht wahr? Etwas, was für uns das Wichtigste im Leben ist. Weil die Ägypter ihr ganzes Leben um den Nil gruppiert haben, alles um den Nil herum, weil alles, was sie getan haben, hing vom Nil ab. So gibt es in unserem Leben Dinge, wo wir glauben, es ist das Wichtigste in unserem Leben. Wovon unser Leben abhängt, wo wir in unser Leben herkommen, nicht wahr? Dass wir anbeten, sei es unser Auto, sei es unser Haus, sei es unsere Familie, unsere Karriere, unser Hobby, unsere Ideen, die wir haben, was auch immer, es ist bei jedem etwas anderes. Aber wehe, es passiert, dass das Wort Gottes mit dieser Sache in Berührung kommt. Wenn man erlebt, dass plötzlich eure größten Träume so wie ein Kartenhaus zusammengefallen sind, wo ihr geglaubt habt, da habe ich so viel Geld reingesteckt und ich dachte, das wird auf jeden Fall, und dann plötzlich habt ihr in der Bibel gesehen: „Hey, das ist eigentlich ganz anders. Eigentlich bin ich auf dem totalen Holzweg.“ Das ist eine interessante Lektion. Eine interessante Lektion.

[1:02:30] Übrigens, was ist die nächste Plage gewesen? Frösche. Warum hat er Frösche gebracht? Die haben Frösche angebetet. Was ist mit den Fröschen passiert? Die kamen aus dem Nil, von überall und blieben, nicht wahr? Und als sie dann gestorben sind, was ist mit ihnen passiert? Die sind nicht einfach wieder verschwunden. Die haben gestunken. Und blieben auf den Haufen. Gott hätte auch machen können, dass die Frösche einfach wieder im Nichts verschwinden, wie ein Zaubertrick. Nein, die blieben da. Wenn wir Dinge anbeten, die nicht angebetet werden dürfen, dann werden wir überrascht sein über die negativen Konsequenzen. Und diese negativen Konsequenzen sind auch nicht immer sofort wieder verschwunden. Ich meine, bleiben noch die toten Frösche in unserem Leben lange liegen und stinken vor sich hin. Ja, die toten Götter, die stinken noch. Das kostet Energie und Zeit, die wegzuschaffen. Die verschwinden nicht einfach. Man muss sich da anstrengen. Und wer möchte schon gerne kiloweise tote Frösche von A nach B verschiffen, nicht wahr? Ja, genau. Gott wollte, dass sie zu viel bekommen von ihren eigenen Göttern. Wir könnten durch jede einzelne Plage hindurchgehen. Machen wir jetzt nicht aus Zeitgründen. Und jedes Mal kam die Plage durch was? Durch den Stab. Das Wort Gottes. Das Wort Gottes führt dazu, dass das, was wir in unserem Leben anbeten, was wir für richtig halten, dass uns die Sinnlosigkeit dessen bewusst wird.

[1:04:18] Und was hat man dann? Dann hat man eine Entscheidung. Was kann man tun? Was haben die Ägypter gemacht? Haben sich alle Ägypter gegen Gott entschieden? Es gab eine ganze Reihe von Ägyptern, die, weil sie das gesehen haben, wie der Stab das Wasser berührt, wie der Stab den Staub berührt und dann die Fliegen entstehen, haben sich entschieden, dem Gott Israels zu folgen, haben die Anweisung Moses beachtet. Aber einer war ganz berühmt dafür, dass er sich auf jeden Fall nicht entscheiden wollte, nämlich Pharao. Und die Bibel verwendet ihn als ein Beispiel für die Menschen, für die hier, die ein gutes Gewissen wegstoßen. Gott kommt einmal, zweimal, dreimal, viermal, fünfmal. Wie oft kommt er insgesamt? Zehnmal, nicht wahr? Zehnmal kommt er insgesamt zum Pharao. Bis der Pharao dann sein Schicksal besiegelt hat. Übrigens, nach wie vielen Versuchungen hat Gott das Volk Israel in der Wüste verworfen, die Generation? Wie viele Versuchungen waren es? Nach zehn, nicht wahr? „Zehnmal habt ihr mich jetzt versucht, eure Generation wird sterben.“

[1:05:38] Gut, gehen wir weiter und schauen uns noch ganz kurz in 2. Mose 14 an.

[1:05:50] Was ist die Situation in 2. Mose 14? Ihr kennt die Geschichte, wir brauchen es nicht ausführlich behandeln. Was ist die Situation in 2. Mose 14? Der Durchzug durchs Rote Meer. Was war die Situation eigentlich? Die waren ganz schön in die Enge getrieben, denn es ging da nicht weiter. Habt ihr euch schon mal erlebt, dass ihr in eurem Leben ziemlich in die Enge getrieben gewesen seid und es gab keinen Ausweg? Links, rechts, hinten, vorne?

[1:06:32] Was rufen die Israeliten? Schauen wir mal gemeinsam in Vers 11. „Und sie sprachen zu Mose: Gibt es etwa keine Gräber in Ägypten, dass du uns weggeführt hast, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast? Haben wir dich nicht schon in Ägypten dieses Wort gesagt: Lass uns in Ruhe! Wir wollen den Ägyptern dienen.“ Stellt euch das mal vor, wir wollen den Ägyptern dienen.

[1:07:04] Aber Gott ist gnädig mit ihnen. Mose sagt diese wundervollen Worte in Vers 14: „Der Herr wird vor euch kämpfen und ihr sollt still sein.“ Wie hat Gott für sein Volk gekämpft? Denn wenn wir wissen wollen, wie Gott für uns kämpfen wird, wenn wir in schwierigen Situationen sind, dann müssen wir wissen, wie er für sein Volk damals gekämpft hat. Wie hat er gekämpft? Was hat Mose gemacht? Er hat den Stab genommen und das Wasser hat sich geteilt.

[1:07:40] Wie wird Gott alleine uns aus schwierigen Situationen helfen? Er öffnet einen Weg. Aber woher kommt der Weg? Aus der Bibel. Manchmal sind wir einfach nur so, dass wir denken, ich bete und Gott wird schon was machen. Dann öffnet sich eine Tür. Aber Gott handelt eigentlich so, dass es der Stab ist, der das Wasser berührt und das Wasser teilt. Es ist das Wort Gottes, das den Weg öffnet. Wenn wir es versäumen, das Wort Gottes zu studieren in einer Krisensituation, dann wird sich auch der Weg nicht teilen. Hätte Mose einfach gesagt: „Ich nehme den Stab nicht in meine Hand, ich stehe einfach, bis was passiert“, es wäre nie im Leben etwas passiert. Nur als Mose seinen Stab genommen hat und es über das Wasser gehalten hat, dann kam der Weg. Nur wenn wir die Bibel in der Hand nehmen und sagen: „Gott, zeig mir, wo es lang gehen soll“, dann öffnet sich plötzlich wundersam der Weg. Für die Verheißung Gottes gibt es immer die Bedingung, die Bedingung ist immer, dass die Bibel uns führt. Sie muss uns führen. Das ist das Grundgesetz des Christendaseins.

[1:08:52] Ganz genau. Wir könnten noch viel mehr dazu sagen. Aber ich möchte noch einen Punkt hinaus, der mir im Studium zum ersten Mal richtig deutlich geworden ist, als wir das vorbereitet haben. Wo kommt der Stab noch vor? Also jetzt hier in den Geschichten von Mose. Also gegen den Felsenschlick. Ganz genau. Schaut mal mit mir in 2. Mose 17.

[1:09:18] Was produziert der Stab dort? Das ist dann in 4. Mose 20. Wir sind jetzt mal in 2. Mose 17. Das passierte zweimal. Wir sind jetzt beim ersten Mal, wo Mose sich nicht versündigt. Wo Gott zu ihm sagt, also die Situation ist wie folgt. Sie gehen durch das Rote Meer. Dann kommen sie an das bittere Wasser. Gott macht das Wasser süß. Sie bekommen Hunger. Gott bricht ihnen Wachteln und Manna. Und dann kommen sie in eine Situation, wo sie für drei Tage kein Wasser finden.

[1:09:52] Und was sagt das Volk? Schaut mal, was sie sagen. Schaut mal, was sie sagen. Vers 3. 2. Mose 17, Vers 3: „Warum hast du uns aus Ägypten herausgeführt, um uns und unsere Kinder und unsere Vieh vor Durst sterben zu lassen?“

[1:10:12] Vers 4 heißt: „Was soll ich mit diesem Volk tun? Es fehlt nicht viel, und sie werden mich noch steinigen.“ Das Volk war kurz davor, Mose zu steinigen. Könnt ihr euch das vorstellen? Die waren kurz davor, den Mose umzubringen. So sehr haben sie gemurrt. Und Gott sagt dem Mose: „Nimm deinen Stab und tu was?“ Schlage gegen den Felsen.

[1:10:44] Und was kommt daraus? Wofür steht der Stab? Für das Wort Gottes.

[1:11:00] Denn das lebendige Wasser, das ins ewige Leben quillt, das Jesus auch der Frau in Johannes 4 anbietet, kommt woher?

[1:11:10] Aus dem Wort. Und natürlich steht es auch dafür, und das wisst ihr, dass dieses Schlagen des Felsens in der Felsenswüste, ihr seht das, Glaube an Jesus. Ihr seht das Glück, das Boom, dass hier in dem Wort glückliches Leben geschieht und Jedermann voller Liebe kann einem sein. Aber was macht er denn als Glücklicher? Wo ist er denn? Das Familiengehirn, den die Egrens. Moment. Es ist in Johannes falsches Gebot. Johannes 7. Johannes 7 Vers 38. Also, wir haben den Stab und wir haben den Felsen. Der Felsen steht für Christus, der Stab steht für das Wort Gottes. Und in Johannes 7 Vers 38 heißt es: Wer an wen glaubt? Wer an mich glaubt, an Jesus glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden was fließen? Ströme lebendigen Wassers fließen.

[1:12:22] Das ewige Leben entsteht dadurch, dass wir an Jesus glauben, aber nicht einfach nur an Jesus glauben, sondern an Jesus glauben, so wie es die Schrift sagt. Ja, ganz genau, das ist das, was er in Johannes 4 auch sagt. Und wisst ihr, liebe Freunde, das macht so einen Unterschied. Es gibt so viele Christen, die folgen Jesus, aber sie folgen nicht Jesus so, wie die Schrift sagt. Sie reden von Jesus, sie singen von Jesus, sie beten sogar zu Jesus, aber sie folgen nicht Jesus so, wie die Schrift sagt. Aber das Wasser floss aus dem Felsen, als der Stab es berührt hat. Als der Stab und der Felsen zusammen kamen, da floss das Wasser aus der Wunde. Und nur, wenn wir Jesus und das, was wir in der Bibel lesen, zusammenbringen, wenn wir in jeder Geschichte Jesus finden, nur dann werden wir von den Strömen lebendigen Wassers trinken. Manche Menschen reden immer nur von Jesus, manche lesen auch nur die Bibel und interessieren sich gar nicht für Jesus. Sie wollen einfach nur wissen, ja, einfach geschichtlich, oder wollen einfach nur wissen, was sagt die Bibel, das kleine Horn, aber Jesus ist mir vollkommen egal. Das kann uns auch nicht helfen.

[1:13:30] Sondern nur, wenn der Stab den Felsen berührt. Wenn Jesus und die Bibel sich treffen. Und Jesus sagt selbst in Johannes 5, 39: Ihr erforscht die Schriften und ihr meint, sie haben, denn in ihnen ist das ewige Leben und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Ein einfacher Punkt, den man an tausend Stellen zeigen könnte, aber eben jetzt sehr wichtig. Aber jetzt, das war nur die Einleitung zu dem Punkt, den wir jetzt eigentlich machen wollten. In 2. Mose 17 gibt es noch eine andere Geschichte. 2. Mose 17 ist die Geschichte, wo der Felsen geschlagen wird. Einmal. Das zweite Mal ist in 4. Mose. Das ist 40 Jahre später. Aber es gibt eine andere Geschichte. Und was ist die andere Geschichte? Der Kampf gegen Amalek.

[1:14:28] Wer waren die Amalekiter, nebenbei gesagt? Die Amalekiter waren Nachkommen von Esau. Könnt ihr in 1. Mose 36 nachlesen. Das heißt, eigentlich Verwandte. Und was haben sie gemacht? Die Bibel sagt an einer Stelle in 5. Mose beschreibt das, dass sie die schwachen Nachzügler angegriffen haben. Das Volk ist ja mit mehreren Millionen durch die Wüste gezogen und die schwachen Nachzügler, die sich kaum halten konnten, die wurden von den Amalekitern angegriffen. Mose wählt jemanden aus. Wen wählt er aus? Joshua heißt übersetzt auf Griechisch. Wenn man Joshua oder Joshua auf Griechisch übersetzt, Jesus. Dieser Joshua soll den Krieg gewinnen. Und ihr kennt alle die Geschichte, oder? Was soll Mose machen? Er breitet seine Hände aus. Und was passiert, wenn er sie hochhält? Dann gewinnt Israel. Und wenn er sie fallen lässt, dann gewinnt Amalek.

[1:15:42] Und das ist natürlich ein Bild auf den großen Kampf. Wenn ihr Amalek anschaut, dann ist Amalek ein Bild auch für den Antichristen. Ein Verwandter des Volkes Gottes, der aber tief in seinem Herzen ein erklärter Feind ist. Und im Gegensatz zu den Edomitern oder den Moabitern, die alle am Leben gelassen werden sollten, sollten die Amalekiter ausgerottet werden. Wir können noch mehr darüber sagen. Die Amalekiter sind ein Typus auf den Antichristen, auf die satanische Macht. Denn der Krieg ist ja immer nur ein Bild vom großen Kampf zwischen Christus und Satan. Also, wir alle sind in diesem Krieg zwischen Israel und Amalek immer hin und her. Oder werdet ihr da angegriffen, wo ihr stark seid? Also, ich werde meistens da versuchen, wo ich schwach bin, so wie Amalek das gemacht hat, an den schwachen Punkten.

[1:16:34] Und wann können wir gewinnen? Durchs Gebet. Das Gebet ist der Schlüssel zum Sieg. Das haben wir schon so oft gehört. Das Gebet ist der Schlüssel zum Sieg. Aber es gibt ein Detail, was wir in der Geschichte meistens nicht erwähnen. Wir wissen auch, der Hur und der Aaron haben die Hände gehalten. Wir müssen nicht nur alleine beten. Wir müssen gemeinsam unsere Lasten tragen. Ganz genau. Schaut mal mit mir in 2. Mose 17. Eine interessante Beobachtung, die man meistens überliest. Dort heißt es in Vers 9: Und Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer und zieh aus, kämpfe gegen Amalek. Morgen will ich auf der Spitze des Hügels stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand. Meistens, wenn man die Bilder sieht, hat man auf den Bildern, sieht man Mose mit den Armen ausgebreitet und er betet. Aber das war nicht der Fall, sondern er stand mit dem Stab Gottes in seiner Hand.

[1:17:34] Was ist der Unterschied? Ja. Er wurde gestürzt. Ja. Wofür steht das Hände aufhalten? Gebet. So viele Menschen beten. Das ist heute bei vielen Christen ein richtiges Thema geworden. Der Kampf, der geistliche Kampf zwischen den Engeln und Dämonen. Wenn wir nur genug beten, werden wir geistliche Sieger sein. Aber was machte den Unterschied aus? Er hat gebetet mit dem Stab, und der Stab steht für das Wort Gottes. Gebet ist nur dann siegreich, wenn wir gleichzeitig der Bibel folgen. Gebet ist nur siegreich, wenn wir gleichzeitig mit der Bibel in der Hand beten und sagen: Es steht geschrieben. Ich habe gerade gelesen und weil ich es gelesen habe, deswegen bete ich. Wenn ich nur bete ohne die Bibel, hat es keinen Wert. Wenn ich nur die Bibel lese ohne zu beten, ist es genauso nutzlos.

[1:18:38] Deswegen beten wir, bevor wir die Bibel lesen. Aber deswegen sollten wir auch die Bibel lesen, während wir beten. Denn diese Verheißungen der Bibel können wir dann in Anspruch nehmen und sagen: Du hast gesagt, es steht geschrieben. Und das ist mir neu bewusst geworden. Es ist nicht einfach nur Bibel lesen und beten. Nein, es ist Bibel lesen unter Gebet und beten mit der Bibel in der Hand. Das macht einen Unterschied. Glaubt ihr nicht auch, dass es einen Unterschied macht? Und bereit sein beim Beten oder beten und bereit sein, auch der Bibel zu folgen, auch bei den unbequemen Entscheidungen. Und Satan versucht das fein säuberlich zu trennen. Dann sagt er: Das sind die Schriftgelehrten, die kennen sich gut aus mit der Bibel, die brauchen nicht so viel beten. Manche denken, ich bin so ein Bibelkenner. Manche sagen, ich bin einfach ein Missionar, Bibel kenne ich nicht so gut, ich rede einfach mit Leuten, wie mir die Schnauze gewachsen ist, und beten ist auch nicht meine Sache. Aber ich kann auch Leuten zugehen.

[1:19:32] Und dann gibt es Leute, die sagen: Ich bin eine Gebetsperson, ich bete einfach. Aber in Wirklichkeit soll das alles zusammenkommen. Das, was ich in der Bibel lese, gebe ich weiter, weil ich sogar gebetet habe. Ich bete dafür, dass die Person eine Entscheidung fällt, weil ich in der Bibel Verheißungen in Anspruch nehme. Das ist der entscheidende Punkt. Gebet ist dann siegreich. Unsere Gebete werden dann erhört werden, wenn wir sie mit dem Stab, mit dem Wort Gottes in der Hand beten. Ganz genau.

[1:20:04] Jetzt wollen wir noch einen Punkt ansprechen und zwar in 4. Mose 17. Letzter Punkt für heute. Ich hoffe, wir können einige praktische Impulse mitnehmen nach Hause für unser Bibel lesen. Die Bibel ist sehr, sehr praktisch. In 4. Mose 17, ihr kennt die Geschichte, oder? 4. Mose 16 beschreibt den Aufstand der Rotte Korachs. Und Gott möchte jetzt dem Volk zeigen, wer ist das wahre Priestertum, welche Familie, welcher Stamm ist auserwählt und so weiter. Und ihr wisst, da werden dann 12 Stäbe gebracht, 12 Stäbe. Und ein Stab soll dem wahren Priester und dem wahren Stamm gehören, der am Heiligtum dienen soll. Und das war der Stamm Aarons, ganz genau.

[1:21:02] Schaut mal in Vers 20. Der Stab des Mannes aber, den ich erwählen werde, der wird dann sprossen. So werde ich das Murren der Kinder Israels, womit sie gegen euch gemurrt haben, vor mir zum Schweigen bringen. Vers 23: Und es geschah am nächsten Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses trat, siehe, da spross der Stab Aarons, des Hauses Levi, und trug reife Mandeln. Das war der wahre Stab. Jetzt, der wahre Stab. Wofür steht das? Dass der Stab Blüten getragen hat. Das ist eine Wiederholung von dem Punkt: Aus dem toten Material kommt Leben hervor. Warum waren es Mandelblüten? Wollen wir das wiederholen? Ihr habt es vergessen. Warum hat der Stab Mandelblüten? Wo gab es noch Mandelblüten? Im Heiligtum und wo? Ja, die Mandeln, Mandelblüten waren da. Der Stab war ja dann im Allerheiligsten, am Leuchter. Werden Mandelblüten?

[1:22:36] Ganz genau. Der Mandelbaum, das sind die Frühblüher, der Wächterbaum. Mandelblüten. Die erinnern uns an den Leuchter. Der Leuchter steht für den Heiligen Geist und für die Gemeinde. Der Stab und die Mandelblüten. Wohin wurde dieser blühende Stab getan? Als er dann geblüht hatte, als Andenken, wohin wurde er getan? In das Allerheiligste, in die Bundeslade. Was war in der Bundeslade drin? Das Gesetz Gottes. Übrigens, nebenbei gesagt, fällt mir eine Klammer auf. Gibt es davon eine Ausnahme? Gibt es etwas in der Bibel, was nicht gedankeninspiriert ist? Bingo! Zehn Gebote sind verbal inspiriert. Jedes einzelne Wort ist genau, wie er es diktiert hat. Das Gesetz Gottes war in der Bundeslade und der Stab, der geblüht hatte, ebenfalls.

[1:23:42] Frage: Gab es noch irgendetwas außer dem Gesetz Gottes und dem blühenden Stab mit den Mandelblüten? Manner. Jetzt, wofür steht das Manner? Ohne jede Frage, für das Wort Gottes. Übrigens, wie schmeckt das Manner? Auch wie Honigkuchen, aber wie Ölkuchen. Und warum ist Ölkuchen so interessant? Weil Ölkuchen. Öl erinnert uns woran? Dargestellt am Leuchter. Denn das Öl war am Leuchter. Seht ihr die Verbindung? In der, im Allerheiligsten, in der Bundeslade waren neben den zehn Geboten zwei Gegenstände: Der Stab und das Manner. Das Manner schmeckte wie Ölkuchen und Öl war in Erinnerung an den Leuchter. Der Stab hatte Mandelblüten getragen und Mandelblüten waren in Erinnerung an den Leuchter.

[1:25:00] Das heißt, Stab und Manner waren. Das fällt mir jetzt gerade auf, zwei Zeugen. Das Wort Gottes. Zwei Zeugen. Wunderbar. Der Stab steht für Gottes Wort und das Manner steht für Gottes Wort. Zwei Zeugen. Wie viel Cherubim waren da nochmal? Zwei Zeugen. Wie viel Tafeln? Zwei. Zwei Zeugen. Der Stab und das Manner. Könnt ihr euch an Elia erinnern? Elia während der Trockenperiode. Hat er was nicht aufhören lassen? Den Ölkuchen. Und das war das Bild, was wir letzte Woche studiert haben, von den zwei Zeugen, die Elia nachahmen. Die zwei Zeugen. Aber heute haben wir die Verbindung zu Mose. Und Mose war nicht so ein Mann vom Ölkuchen. Mose war ein Mann vom Stab. Und der Stab, Mandelblüten, hat eben etwas mit dem Heiligen Geist zu tun. Denn die Bibel ist durchtränkt vom Heiligen Geist. Mh?

[1:26:24] Das stimmt. Das ist ein interessanter Gedanke. Neben Jesus waren auch zwei Zeugen. Aber wenn man da weiterdenkt, kann man viel finden. Wenn wir jetzt zum Schluss kommen, zeige ich euch jetzt den endgültigen Beweis, dass der Stab für das Wort Gottes steht. Schaut mal mit mir Jeremia 1. Eigentlich haben wir jetzt schon genug gesehen, oder? Dass der Stab für das Wort Gottes steht, dass der Stab uns tröstet und wenn er etwas berührt, dass der Stab die Kraft. Betrachtet die Bibel nicht nur als ein Schlüssel zum Himmel. Betrachtet die Bibel auch als euren Stab, auf dem man sich stützen kann, mit dem man ab und zu auch mal ein bisschen Korrektur braucht, mit der Rute, so wie ein verlorenes Schaf wieder zurückgeholt werden muss.

[1:27:10] Schaut mit mir in Jeremia 1. Und dort heißt es: Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: Was siehst du, Jeremia? Das sprach ich: Ich sehe den Zweig eines Wächterbaumes oder eines Mandelbaumes. Nicht wahr? Der Mandelbaum war der Wächterbaum. Könnt ihr in der Anmerkung lesen. Und was ist die Erklärung für den Mandelbaum oder für den Wächterbaum? Das sprach der Herr zu mir: Du hast recht gesehen, denn ich werde über meinem Wort wachen, um es auszuführen. Was sagt Jesaja 55, Vers 11? Denn mein Wort wird nicht leer zurückkehren, sondern es wird tun, wozu ich es ausgesandt habe. Es ist tatsächlich das Wort Gottes.

[1:28:08] Ist es nicht interessant, je mehr man sich mit der Bibel beschäftigt, wie viele Symbole man für die Bibel findet. Das Symbol kann etwas uns lehren, was das Symbol nicht lernen konnte. Das Manner-Symbol kann uns lernen, dass wir uns davon ernähren müssen, jeden Tag, dass wir es kauen müssen. Aber es kann uns nicht lehren, dass wir uns daran stützen können. Das Symbol vom Stab kann uns lehren, dass es uns leitet, dass es uns korrigiert, dass wir uns darauf stützen können. Es kann uns aber nicht lehren, dass wir davon essen müssen. Deswegen hat die Bibel verschiedene Symbole, vor allem dasselbe. Das Symbol vom Schlüssel hat uns verdeutlicht, dass es der Weg ist zum Himmel. Und so ist auch der Stab ein Symbol für das Wort Gottes.

[1:28:50] Und diese zwei Zeugen im Allerheiligsten, der Stab und das Manner. Das Wort Gottes. Die brauchen wir, denn wir leben in der Zeit des Untersuchungsgerichts. Und in der Zeit des Allerheiligsten gibt es drei Dinge von Interesse: Das Gesetz Gottes, den Stab und das Manner. Es gibt drei Dinge von Interesse in unserer Zeit: Das Gesetz Gottes, die Bibel und die Bibel, die zwei Zeugen, das Alte und das Neue Testament. Und natürlich das Gesetz Gottes ganz besonders. Und über allem thront Jesus auf dem Gnadenthron. Die beiden Zeugen plus das Gesetz sind das Fundament seiner Regierung.

[1:29:44] Ihr Lieben, wir werden nächste Woche uns nicht treffen können. Was für eine traurige Nachricht, nicht wahr? Kein Offenbarungsseminar nächste Woche. Es sei denn, ihr wollt euch hier gemeinsam treffen und vielleicht noch gemeinsam beten. Das heißt auch für alle, die live zuschauen, es wird nächste Woche kein Offenbarungsseminar geben. Ich bin in Kalifornien und da ist der Weg zu weit, um am Dienstag schnell rüberzukommen. Aber wir werden uns in zwei Wochen hier wieder treffen und dann werden wir dann diesen großen Abschnitt mit den zwei Zeugen beendet haben und werden zum nächsten geschichtlichen Abschnitt in Offenbarung 11 kommen. Ihr könnt jetzt schon gespannt sein. Wir werden ein ganz neues Tier kennenlernen, das ihr wahrscheinlich aus den Daniel- und Offenbarungsseminaren meistens nicht kennt. Das Tier aus dem Abgrund, das kommt meistens nicht so aus, das kommt meistens nicht so ausführlich vor, weil meistens nicht die Zeit dafür ist. Wir werden ein Tier kennenlernen und einen geschichtlichen Abschnitt, der sehr, sehr spannend ist, der zu tun hat mit der Bibel. Ihr könnt schon ein bisschen vorstudieren, wenn ihr Interesse habt.

[1:30:46] In zwei Wochen also dann Offenbarung 11, Vers 7. Das wird sehr, sehr spannend, ihr wollt es unter keinen Umständen verpassen. Und in der Zwischenzeit, was macht ihr in der Zwischenzeit? Ihr wiederholt natürlich und ihr stützt euch auf den Stab und esst ein wenig von den zwei Zeugen, die wir jetzt in Hülle und Fülle haben und die uns führen werden bis ins gelobte Land. Das ist eine fantastische Frage. Die werden wir nächstes Mal beantworten. In zwei Wochen.

[1:31:22] Wollen wir noch gemeinsam aufstehen und beten? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben, dass dein Wort nicht nur Nahrung für uns ist, dass dein Wort nicht nur lebendiges Wasser ist, dass es auch wie ein Stab ist, an dem wir uns stützen können, der uns führt und leitet, der uns auch mal korrigiert, wie ein Hirte mit seinem Stab die Schafe wieder in die richtige Richtung bringt. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir gesehen haben, wie der Stab des Mose durch die Wunder uns viele geistliche Lektionen beigebracht hat, wie unsere schöpferische Kraft in deinem Wort ist, wie auch unsere Lieblingssünden und Lieblingsgötzen, wenn sie mit der Bibel in Berührung kommen, vernichtet werden. Und wie du uns vor die Entscheidung stellst: Dein Wort oder unsere Lieblingssünden. Jesus, wir möchten dich bitten, dass du uns die Kraft schenkst, deinem Wort zu folgen, auch wenn wir durchs finstere Tal des Todesschattens gehen. Hast du gesagt, dass dein Stecken und dein Stab uns trösten. Wir danken dir auch für den Trost, der in der Bibel zu finden ist. Und bitten dich, dass du uns in zwei Wochen wieder gesund zusammenbringst, dass wir weiter studieren können, wie es mit deiner Bibel weitergegangen ist nach dem Mittelalter und freuen uns darauf, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Amen.


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