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In dieser Predigt von Christopher Kramp wird zunächst eine Frage zur Symbolik des Öls im Heiligtum geklärt, bevor er sich dem Studium von Offenbarung 11, Vers 3 widmet. Der Hauptteil des Vortrags befasst sich mit dem Prinzip der „zwei oder drei Zeugen“ in der Bibel. Es wird erklärt, warum dieses Prinzip wichtig ist und wie es sich von der Rechtsprechung bis hin zur praktischen Anwendung in der Gemeinde und in der Prophetie zieht. Abschließend wird die Identität der beiden Zeugen aus Offenbarung 11 untersucht, wobei die Bibel selbst als Zeuge für Gottes Wort und seine Verheißungen herangezogen wird.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr live dabei seid auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr euch die Zeit genommen habt wieder für unser gemeinsames Bibelstudium. Schön auch, dass ihr da seid. Herzlich willkommen auch euch, die ihr den weiten oder kurzen Weg hierher gefunden habt, um bei diesen sonnigen Temperaturen euch mit dem sonnigen Buch der Bibel zu beschäftigen. Wir haben heute ein ganz tolles Thema. Wir werden heute den dritten Vers von Offenbarung 11 gemeinsam studieren. Ich hoffe, ihr freut euch auch schon. Bevor wir das tun, bevor wir eine kurze, präzise Frage beantworten, wollen wir Jesus einladen, dass er mit seinem Heiligen Geist unter uns ist, dass er uns Verständnis schenkt. Und wir wollen ihn gemeinsam niederknien und laden auch euch ein, vor dem Bildschirm niederzuknien.

[0:48] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich loben und preisen für diesen Tag. Wir möchten dir danken für diesen schönen Tag, für die Gnade, die wir heute erlebt haben und für deine Führung. Wir möchten dir danken, dass du bei uns gewesen bist und dass du uns jetzt die Gelegenheit schenkst, dein Wort zu studieren, dass wir von dir lernen dürfen. Und wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, Verstand schenkst und dass wir lernen dürfen für unseren Alltag. Und wir bitten dich, dass du alles Störende fernhältst und mit deinem Heiligen Geist unter uns bist. Habt Dank dafür von ganzem Herzen. Jesus. Amen.

[1:39] Wir haben heute eine sehr interessante und sehr kurze und prägnante Frage gehabt. Ihr könnt eure Fragen ja immer stellen auf fragen.joelmedia.de. Sollte jetzt auch eingeblendet gewesen sein. Die Frage, die wir heute gehabt haben, ist eine Frage hier aus dem Publikum gewesen und eine sehr spannende Frage, nämlich die Frage: War das Öl im Heiligtum in der Wüste bei der Wüstenwanderung? War das Olivenöl oder war das ein tierisches Produkt? Eine Frage, die durchaus wichtig ist. Und wir können die Antwort finden, wenn wir zu 2. Mose gehen. Das ist eine sehr schöne Frage, weil sie eine sehr einfache Antwort bekommt. Ich muss nicht lange um den heißen Brei herumreden.

[2:11] In 2. Mose und dort Kapitel 27, genau. In 2. Mose 27 und 21, da gibt es zwei Verse, die sich genau beschäftigen mit dem Öl für den Leuchter. Von 2. Mose 25 an im Wesentlichen wird ja beschrieben, wie das Heiligtum aussieht. Da werden alle die verschiedenen Abteilungen, der Vorhof, das Heilige, das Allerheiligste, die verschiedenen Gegenstände, der Brandopferaltar, das Waschbecken, der Räucheraltar und so weiter und so fort beschrieben. Und hier in 5. Mose 27, Vers 20 und 21, Verzeihung, 2. Mose, danke, der Techniker hinten hat aufgepasst. In 2. Mose 27, Vers 20 und 21 lesen wir: „Und du sollst den Kindern Israel gebieten, dass sie dir reines Öl aus was? Aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen, damit beständig Licht unterhalten werden kann.“ Und dieses zerstoßene Olivenöl, dieses reine, war kaltgepresstes Olivenöl, das besonders wertvoll war.

[3:47] Und jetzt könnte man sagen: Gut, das ist ja interessant, aber es hat auch eine Bedeutung, dass es Olivenöl gewesen ist. Kann jemand von euch raten, warum es ausgerechnet Olivenöl sein musste und kein tierisches Öl? Okay, das wäre ein chemischer Grund, ja. Das hat mit den Verbrennungseigenschaften zu tun. Das ist wohl dann sehr vorteilhaft, dieses Olivenöl. Die Bibel macht deutlich, dass das Öl ein Symbol ist für den Heiligen Geist. Wisst ihr, wo das steht? Das steht in Sacharja 4. In Sacharja 4 werden auch diese sieben Lampen beschrieben, nicht wahr? Mit dem Öl, das heraustropft aus den beiden Öl-Bäumen. Und da finden wir dann auf die Frage, wer sind diese, eine Teilantwort in Sacharja 4, Vers 6, wo es heißt: „Nicht durch Heer und nicht durch Macht, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr der Herrscher.“ Das heißt, es ist ein Symbol für den Heiligen Geist.

[4:40] Und was genau der Heilige Geist bewirkt, das wird im Leben von Jesus deutlich, nicht wahr? Dieses Öl soll aus Oliven kommen, aus einem bestimmten Öl. Wie gewinnt man das Öl nochmal? Durch das Zerstoßen, durch das Pressen. Man hat die Olive und die Olive muss gepresst werden, nicht wahr? Sie muss gepresst werden. Und wenn man sie presst, dann kommt das Öl heraus, das reine, das kaltgepresste Öl.

[5:09] Jetzt, der gesamte Heiligtumsdienst stellt wen dar? Jesus. Das ist ohne jede Frage. Die Bibel sagt, dass in Psalm 77, Vers 13, nach der Elberfelder Übersetzung: „Dein Weg, o Herr, ist im Heiligtum.“ Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Jesus sagt, er sagt: „Brecht diesen Tempel ab in drei Tagen, brecht den Tempel ab und ich will ihn in drei Tagen wieder aufrichten.“ Johannes 2. Und da sagt die Bibel explizit: „Er sprach vom Tempel seines Leibes, seines Körpers.“ Das heißt, in mehreren Punkten können wir sehen, dass Jesus die Erfüllung des Tempels, des Heiligtums ist. Alle Details im Heiligtum sollten auf Jesus hindeuten. Er ist das Brot des Lebens, er ist das Licht des Lebens, er ist das Lamm, er ist der Hohepriester, er ist der Gesetzgeber und so weiter und so fort. Er ist das Wasser des Lebens.

[6:03] Und er und auch dieses Öl sollte etwas über das Leben Jesu aussagen. Wo im Leben Jesu kam Jesus mit Oliven in Verbindung? In Gethsemane, ist an welchem Berg? Am Ölberg. Und am Ölberg, da waren diese Oliven. Und wisst ihr, was Gethsemane heißt? Ich glaube, wir haben es schon mal hier behandelt, oder? Gethsemane heißt auf Aramäisch Ölpresse. In Gethsemane wurde die Olive Jesus gepresst. Und deswegen musste es kaltgepresstes, reines Olivenöl sein. Man konnte nicht einfach tierisches Öl nehmen, dann wäre dieses Symbol nicht mehr da gewesen. Deswegen muss, das ist ein sehr guter Fall gewesen, es muss tatsächlich Olivenöl sein, nicht einfach nur wegen Verbrennungseigenschaften, sondern wegen dieser symbolischen Charakteristik, die hindeutet auf Jesus, der am Ölberg im Garten Gethsemane gepresst wurde.

[7:01] Und als Jesus gepresst wurde unter der Sünde, was ist aus ihm herausgeflossen? Welche Worte? Das hat er später gesagt am Kreuz, das stimmt auch. Aber was waren diese Worte, die er gesagt hat als Ausdruck des Heiligen Geistes, als er von der Sünde gepresst wurde? Was waren die letztendlichen Worte, die herausgepresst wurden? Das war im Kreuz, alles in Gethsemane. In Gethsemane, nicht in Golgatha, in Gethsemane. Ja, das ist dieses Pressen, nicht wahr? Aber was ist das, was herauskommt, das reine Öl? „Dein Wille geschehe, nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Als ihn alles gepresst hat, von allen Seiten, war das die Quintessenz von seinem Leben: Nicht mein Wille, sondern dein Wille.

[7:54] Das ist das reine, kaltgepresste Öl des Glaubens. Das ist das extra Öl von Matthäus 25. Das ist das Öl, das wir brauchen, wenn wir das Licht der Welt sind. Das war das Öl, das Jesus zum Licht der Welt gemacht hat. „Ich bin das Licht der Welt“, sagt Johannes 8, Vers 12. Und das ist das Öl, das auch uns zum Licht der Welt macht, wenn der Heilige Geist das auch in uns bewirken möchte. Dass wenn wir gepresst werden, von allen Seiten. Kennt ihr das, dass man von allen Seiten gepresst wird? Von Arbeit und von Beruf und von Studium und von der Familie, von den Kindern, von den Eltern. Es scheint von allen Seiten zu kommen, nicht wahr? Links, rechts, oben, unten. Man weiß nicht mehr, wo oben und wo unten ist. Und meistens sind das dann Situationen, wo wir uns dann vergessen, nicht wahr? Wo wir dann die Kontrolle verlieren, wo wir sagen: „Wie soll ich denn da jetzt noch ein guter Christ sein? Jetzt musste ich mal mit der Faust auf den Tisch hauen, nicht wahr?“

[8:46] Aber als Jesus gepresst wurde von allen Seiten, da gab es nur einen einzigen Satz, der als Quintessenz aus allem herausfloss aus ihm, und das war: Nicht mein Wille, sondern dein Wille. Und das ist dieses kaltgepresste Olivenöl. Und deswegen muss im Heiligtum immer Olivenöl verwendet werden, um das zu symbolisieren. Das heißt, wenn ich ein Christ sein möchte nach der Bibel, ist das das Letztendliche, worum es geht: Nicht mein Wille, sondern dein Wille. Das ist die Frage. Das ist eine sehr gute Frage.

[9:16] Wenn ihr weitere Fragen habt, wenn ihr andere Fragen habt zu diesem Thema, zu anderen Themen, sofern es irgendwie mit der Bibel zusammenhängt, könnt ihr eure Fragen stellen und wir wollen sie dann nächste Woche gerne hier an dieser Stelle beantworten. Die E-Mail-Adresse ist immer noch die gleiche: fragen.joelmedia.de. Die ist eingeblendet. Und schreibt uns eure Fragen, und wir sind froh, wenn wir sie hier gemeinsam beantworten können. Dadurch kommen wir nämlich auf viele interessante Themen.

[9:52] Jetzt wollen wir gemeinsam uns der Offenbarung widmen. Und zwar in Offenbarung 11 haben wir heute schon den dritten Vers. Wir schreiten mit großen Schritten vorwärts durch die Offenbarung. Heute haben wir Offenbarung 11, Vers 3. Natürlich wollen wir ganz kurz innerhalb von wenigen Minütchen noch einmal Revue passieren lassen, was wir dann in den letzten beiden oder in den letzten drei Wochen gelernt haben. Wir hatten gelernt, dass Offenbarung 11 im Grunde genommen eine Weiterführung von Offenbarung 10 ist. Ihr erinnert euch, nicht wahr? Offenbarung 11 ist eine Weiterführung von Offenbarung 10. Wir hatten gelernt, dass derselbe Johannes auch hier die Hauptperson ist, der das Volk Gottes darstellt und dass der Johannes, der hier das kleine Büchlein bekommen hatte, das Buch Daniel, dass ihm jetzt in Offenbarung 11, Vers 1 eine Messschnur gegeben wird, gleich einem Stab. Und das war ein Symbol für das Gericht, das anfangs war beim Haus Gottes, für das Gericht vor der Wiederkunft an den Gläubigen seit 1844. Das haben wir ausführlich behandelt in den folgenden Wochen.

[11:07] Und dann wurde gesagt, dass mit dieser Messrute der Tempel gemessen werden sollte, der Altar und die darin anbeten. Das heißt also, dass die Gemeinde, dass all die Menschen, die die Heiligtumswahrheit annehmen, dass sie jetzt im Untersuchungsgericht gemessen werden. Und wir haben letzte Woche dann jetzt zu Vers 2 gegangen und haben gesehen, dass etwas nicht gemessen werden sollte, nämlich was? Der Vorhof sollte nicht gemessen werden. Wir hatten gesagt, dass der Vorhof auch ein Symbol ist für die Erde und das Allerheiligste ein Symbol ist für den Himmel. Und dass für eine gewisse Zeit lang die Gemeinde auf der Erde, das Volk Gottes unter großen Schwierigkeiten war. Das wird hier ausgedrückt, dass Jerusalem, und ihr könnt euch erinnern an diese Parallelen, die wir gemacht haben zwischen den verschiedenen Abschnitten, dass Jerusalem ein Symbol ist für das Volk Gottes und es sollte zertreten werden für, wie lange? Für 42 Monate. Und Heidenvölker sollten diese Stadt zertreten. Das heißt, wir hatten gesehen, dass es über einen langen Zeitraum heidnischen Einfluss gegeben hat in die Gemeinde Gottes. Heidnischen Einfluss, der dazu geführt hat, dass die Wahrheit vom Untersuchungsgericht, vom Messen der Leute, vom Messen der Menschen völlig abhanden gekommen ist. Deswegen heißt es: Messe den Vorhof nicht. Messe den Vorhof nicht. Das heißt, etwas vom Plan Gottes ist schiefgelaufen in dieser Zeit, die wir das Mittelalter nennen. Das ist die Erklärung, warum erst relativ vor einiger Zeit, so um 1800 herum und dann etwas später, bestimmte Wahrheiten jetzt wieder richtig ans Licht gekommen sind.

[12:43] Manche fragen sich: Wie kann das sein? Kann das die biblische Wahrheit sein, wenn jahrhundertelang das vergessen worden ist? Ja, es kann das sein, denn wir sehen in der Bibel offenbart, dass über Jahrhunderte hinweg bestimmte Wahrheiten zertreten worden waren. Wir wollen jetzt zu Vers 3 gehen und schauen, wie das mit Vers 3 zusammenhängt. Vers 3 ist sehr einfach zu verstehen. Es heißt hier: „Und ich will meinen zwei Zeugen geben, dass sie weissagen werden, 1260 Tage lang, bekleidet mit Sacktuch.“

[13:16] Also, fassen wir mal ganz kurz zusammen, was wir hier an Aussage erstmal haben, bevor wir dann ins Detail gehen. Wer ist „ich“, wenn es heißt „und ich will“? Jesus. Das heißt, Gott möchte etwas verursachen, Gott möchte etwas tun. Der Kontext ist von dem, was wir gerade gelesen haben in Vers 2. Gott möchte etwas tun. Und was möchte er tun? Gott hat zwei Zeugen. Okay. Und was sollen diese zwei Zeugen tun? Sie sollen weissagen. Wie? In Sacktuch. Und wie lange? 1260 Tage.

[14:16] Das heißt, wir müssen heute in unserem Studium verschiedene Dinge klären. Wir müssen erstmal klären, was müssen wir alles klären? Wir müssen klären, wer sind die beiden Zeugen? Dann müssen wir klären, was bedeutet es, dass die beiden Zeugen weissagen? Wir müssen klären, was bedeutet es, dass sie ein Sacktuch anhaben? Und eine Sache müssen wir nicht mehr klären. Die haben wir nämlich schon geklärt: die 1260 Tage. Denn das ist im Prinzip eine Wiederholung von dem, was wir in Vers 2 hatten. Denn die 1260 Tage sind wie viele Monate? Es sind dreieinhalb Jahre. Das stimmt. Es ist eine Wiederholung von dem, was wir in Vers 2 haben. Ganz genau, 42 Monate. Wir haben das ja das letzte Mal so ausführlich gemacht, dass ihr das jetzt alle aus dem Schlaf rückwärts beten könnt, oder? 1260 Tage sind, also das ist euch klar, das ist immer das Gleiche.

[15:12] Wie oft kam diese Zeitperiode vor? Wer weiß das noch in der Bibel? Wir haben ja letztes Mal eine Aufstellung gemacht von all den Zeiten, wo sie immer vorkommen, alle Texte, wo diese Zeitperiode vorkommt. Siebenmal. Zweimal in Daniel und fünfmal in der Offenbarung. Siebenmal. Das ist glaube ich kein Zufall. Siebenmal kommt sie vor. Und wie viele Jahre sind das, diese 1260 Jahre? Warum wissen wir das? Das Jahr-Tag-Prinzip. Das Wo steht? Fantastisch, jemand hat es auswendig gelernt. Hesekiel 4, Vers 6. Das solltet ihr euer Leben nicht mehr vergessen. Hesekiel 4, Vers 6.

[16:04] Und weiß jemand noch, warum Gott das Jahr-Tag-Prinzip verwendet? Weil er ihn so sehr liebt. So wie Josef seine Braut geliebt hat und ihm kam auch die, nicht Josef, Verzeihung, Jakob. Ich habe heute Morgen Josef studiert, deswegen bin ich bei Josef. Jakob seine Braut Rahel so sehr geliebt hat, dass ihm die sieben Jahre vorkamen, die sieben Tage. Und so hat Jesus und so hat Gott seine Braut so sehr liebt, dass ihm diese vielen Jahrhunderte und Jahrtausende der Kirchengeschichte vorkommen wie Tage, weil er seine Braut, seine Gemeinde liebt und bei sich haben möchte. 1260 Jahre.

[16:37] Und damit beenden wir dann gleich unsere Wiederholung und Abfragung von Fakten. Diese 1260 Jahre begannen wann? Wir werden es so lange machen, bis ihr es rückwärts in drei Sprachen sagen könnt. 538. Ganz genau. 538 nach Christus, selbstverständlich. Und ihr wisst, zu dieser Zeit, das war die Zeit, als das dritte der drei Hörner von Daniel 7 ausgerissen wurde, die Ostgoten, aber vor allem auch ein Sonntagsgesetz gemacht wurde in Frankreich. Und diese 1260 Jahre gehen bis wohin? Bis 1798. Und wenn ihr euch das Datum nicht merken könnt, das kann man sich merken, oder? 1798 hat man schon tausendmal gehört. Dann rechnet einfach 1260 Jahre rückwärts, da kommt man auch drauf. Ganz genau. Diese Zeit wird auch genannt die Zeit des Endes. Sehr gut aufgepasst.

[17:49] Das heißt, wir haben ja in Daniel 10 sind wir immer von der Zeit des Endes abgegangen und haben dann studiert, was passiert seit der Zeit des Endes mit Gottes Volk. Und jetzt Daniel 11 hat das weitergeführt und jetzt springt Daniel 11 zurück in die Zeit vor der Zeit des Endes, in die Zeit des Mittelalters. Wir hatten schon in Vers 2 ging es um diesen Zeitabschnitt vor 1798 und Vers 3 ist wieder vom gleichen Zeitabschnitt. 1260 Jahre. Das heißt, chronologisch gesehen sind wir in Daniel 10 immer vorwärts gegangen, vorwärts, vorwärts, vorwärts, vorwärts. Daniel 11 auch eins noch. Und bei Daniel 11, Vers 2 und 3 springen wir jetzt wieder in die Zeit zurück. In die Zeit vor 1798. Und da werden wir jetzt eine ganze Zeit lang auch bleiben. Wir werden jetzt eine ganze Zeit lang in den nächsten Wochen in dieser Zeitperiode bleiben, weil Daniel 11 jetzt so ein bisschen Hintergrundinformationen gibt, damit wir das, was dann danach passiert ist, besser verstehen können.

[18:41] Offenbarung 11. Genau. Habe ich Daniel 11 gesagt? Danke. Es ist natürlich Offenbarung 11, nicht Daniel 11. Das heißt, wenn der Zeitabschnitt von Vers 3 und der Zeitabschnitt von Vers 2 der gleiche ist, was können wir schlussfolgern? Dass es eine Wiederholung ist oder eine Vertiefung, ja. Was noch? Dass diese Dinge miteinander zu tun haben müssen, nicht wahr? Dass hier die Dinge zeitgleich stattgefunden haben, offensichtlich.

[19:19] Damit kommen wir jetzt zu unserer ersten wichtigen Frage. Alles steht und fällt damit, dass wir verstehen, wer die beiden Zeugen sind. Vielleicht habt ihr schon eine Idee, aber ruft die Idee nicht hinaus, bevor ihr nicht das Bibelstück begründen könnt, okay? Wir wollen wissen, was die Bibel sagt. Wir wollen nicht mal sagen, was wir irgendwo gehört haben, was das sein könnte oder in welchem Buch gelesen haben. Wir wollen wissen, allein von der Bibel, wie kann man begründen, was diese zwei Zeugen sind. Die zwei Zeugen.

[19:55] Jetzt, wenn wir uns Gedanken machen über zwei Zeugen, woran denkt ihr als allererstes, wenn ihr einfach biblisch denkt, ja? Genau das wollte ich jetzt nicht hören. Ich wollte nicht die richtige Antwort hören, ohne biblische Begründung. Das ist schon in Ordnung, das ist auch ehrenwert, aber ich möchte wissen, wenn ihr biblisch denkt, wenn ihr an Bibelverse denkt, die ihr auch wisst, wo sie stehen, woran denkt ihr beim Begriff „zwei Zeugen“ als erstes? Du denkst, Andi? An das Zeugnis? Ja, okay. Ganz genau. Es gibt Bibelverse über zwei und drei Zeugen oder Zeugnisse und zwar vor Gericht. Wir wollen einige dieser Beispiele mal anschauen.

[20:40] Und zwar schlagen wir auf Johannes 8. Jesus selbst hat dieses Prinzip bestätigt und darauf Bezug genommen, in Johannes 8, Vers 17. Und das ist die Grundlage. Wir wollen eine Grundlage bilden, damit wir heute dann im Laufe der Zeit, der nächsten Minuten, dann auch wirklich biblisch begründen können, was diese zwei Zeugen sind. Also, wenn ihr schon wisst, was sie sind, dann geduldet euch und lernt, wie man es biblisch begründen kann. Johannes 8, Vers 17. Da sagt Jesus: „Übrigens, Johannes 7 und Johannes 8 sind unglaublich interessante Kapitel. Wenn ihr mal wirklich etwas Spannendes lesen wollt in der Bibel, lest mal Johannes 7 und Johannes 8.“ Johannes 8, Vers 17: „Es steht aber auch in eurem Gesetz geschrieben, dass das Zeugnis, wie viele Menschen? Zweier Menschen, was ist? Wahr ist oder glaubwürdig“, sagen auch andere Übersetzungen. Das heißt, wenn Jesus selbst sagt, er bezieht sich auf das Gesetz, er bezieht sich auf das Alte Testament und sagt, Jesus spricht zu den Pharisäern, er sagt: „In eurem Gesetz, in der Bibel steht, dass das Zeugnis von zwei Menschen wahr ist oder glaubwürdig.“ Übrigens, nebenbei, wisst ihr, in dem Kontext, worauf er das bezieht? Er sagt in Vers 18: „Ich bin es, der ich von mir selbst Zeugnis gebe, und der Vater, der mich gesandt hat, gibt auch Zeugnis von mir.“ Er sagt: „Wenn ihr wissen wollt, ob ich der Messias bin, ich gebe Zeugnis von mir und mein Vater gibt Zeugnis von mir.“ Und auf das Zeugnis von zwei Zeugen ist eine Sache bestätigt. Da wendet er es an. Er sagt: „Ich gebe Zeugnis von mir und mein Vater gibt Zeugnis von mir.“ Zwei Zeugen. Jesus ein Zeuge, Gott der Vater ein Zeuge. Könnt ihr das sehen? Und somit verteidigt er sich. Aber Jesus zitiert aus dem Alten Testament und da wollen wir jetzt einige dieser Textstellen mal anschauen.

[22:30] Es war in 5. Mose 17, da kommt es zum Beispiel mal vor. 5. Mose 17, wo wir ein Gefühl bekommen, warum, was die zwei Zeugen, zwei oder drei Zeugen sind, weil das hilft uns dann auch besser zu verstehen, warum Gott im Mittelalter zwei Zeugen hat, okay? Der hat es ja nicht ohne Grund. Es gibt alles für das, für was Gott macht, gibt es einen Grund. Und wir wollen nicht einfach nur wissen, was er macht, wir wollen auch wissen, warum er es macht, oder?

[22:59] 5. Mose 17, Vers 6. 5. Mose 17, Vers 6. Dort sagt die Bibel, das ist das, worauf Jesus Bezug nimmt: „Wer des Todes schuldig ist, soll auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin getötet werden, aber auf die Aussage eines einzigen Zeugen hin soll er nicht getötet werden.“ Was haltet ihr von dieser Vorkehrung? Das ist ja sinnvoll, oder? Das heißt, niemand im Land Israel konnte jemals getötet werden oder bestraft werden, wenn es da nur einen Zeugen gab. Es mussten immer zwei oder drei Zeugen sein, die von verschiedenen Perspektiven das Gleiche aussagen mussten. Und die Bedingungen, das könnte man hier noch vertiefen. Die Bedingung war, dass diese beiden Zeugen absolut übereinstimmend sind. Sie mussten übereinstimmend sein. Wenn man da jetzt zwei Zeugen hat und einer sagt: „Ja, das Auto war rot“, dann sagt er vielleicht: „Das Zelt war rot“, und der andere sagt: „Das Zelt war grün“, dann war der Gerichtsfall beendet, man konnte diesen Menschen nicht mehr verurteilen, denn die Zeugen hatten sich widersprochen. Es mussten zwei oder drei übereinstimmende Zeugnisse sein.

[24:09] Wir werden gleich sehen, warum das so wichtig ist. Noch ein Beispiel für diese Rechtspraxis findet sich in 5. Mose 19. Werdet mal zwei Kapitel weiter. 5. Mose 19, Vers 15. Und übrigens, das ist ein Prinzip, das kann man sich auch ganz gut im eigenen Leben zurecht machen, nicht wahr? Zu Nutze ziehen. Das ist, glaube ich, dafür auch gegeben, nicht nur für die Prophetie, sondern auch für unseren praktischen Nutzen. Da werden wir gleich noch zu kommen.

[24:39] 5. Mose 19, Vers 15, da heißt es: „Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemand auftreten wegen irgendeiner Schuld oder wegen irgendeiner Sünde, mit der man sich versündigen kann, sondern auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache beruhen.“ Also interessanterweise wird selbst diese Regel, etwas soll durch zwei oder drei Zeugnisse begründet werden, selbst wiederholt, sodass es für diese Regel zwei Zeugnisse gibt. Es gibt das Zeugnis in 5. Mose 17 und das in 5. Mose 19. Und ihr werdet auch feststellen, dass das ein Prinzip der Bibelauslegung ist. Keine einzige Lehre der Bibel sollte auf einem Bibeltext basieren, sondern immer mehrere, von verschiedenen Perspektiven, von verschiedenen Büchern sollte das zusammengefügt werden. Wenn ihr sagt: „Oh, ich habe eine ganz neue Theorie und ich habe leider nur einen Vers gefunden, der das unterstützt“, da kommt ihr nicht weit mit. Dann ist es vielleicht eine Theorie, auf jeden Fall nicht die Wahrheit. Es ist nicht die Wahrheit. Kann gar nicht sein, denn bei Gott sind Dinge auf zwei oder drei Zeugen gestellt.

[25:41] Gut, gehen wir ein bisschen weiter und schauen uns an, wie das jetzt praktisch ist. Das ist ein Prinzip aus der Rechtspraxis. Vielleicht sagt ihr: „Naja, heutzutage in der christlichen Gemeinde haben wir keine Rechtsurteile mehr. Wir steinigen keine Menschen mehr. Ist nicht mehr unsere Aufgabe. Wozu brauchen wir das Gesetz noch? Brauchen wir das noch?“ Aber es wird noch angewendet und zwar zeigt Jesus, wie dieses Prinzip des Alten Testaments in der christlichen Gemeinschaft Anwendung findet. Und zwar in Matthäus 18. Matthäus 18 und dort ab Vers 15.

[26:12] Wofür ist Matthäus 18 bekannt? Matthäus 18 ist ein bekanntes Kapitel, weil es da um was geht. Jeder, der ein bisschen sich in der Gemeindeleitung beschäftigt, der braucht dieses Kapitel immer wieder. Matthäus 18 ist das berühmte Kapitel, wo es unter anderem darum geht, was soll ich tun, wenn ich mit einem Bruder, mit einer Schwester in der Gemeinde im Streit bin oder wenn ein Bruder etwas Falsches tut, eine Sünde tut oder was auch immer. Wenn es da also Disharmonie gibt. Und er zeigt Matthäus 18 ab Vers 15 einen ganz präzisen Weg, den man immer einhalten sollte und nach der auch alle sogenannte Gemeindedisziplinen ablaufen sollte.

[26:46] Matthäus 18 ab Vers 15. Die Bibel sagt: „Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter wie viel Augen? Unter vier Augen.“ Das heißt, wie viele Menschen sind da beteiligt bei vier Augen? Zwei. Das heißt, das ist der Sünder und ich, aber kein anderer. Habt ihr schon mal erlebt, dass ihr in der Gemeinde gewesen seid und jemand gesehen habt, der macht was falsch? Schon mal erlebt, dass ihr jemand entweder entdeckt habt oder gesagt habt: „Oh, was der macht, das ist nicht gut.“ Was ist die natürliche Reaktion, wenn man sieht, dass jemand was falsch macht? Nee, das ist nicht die natürliche Reaktion. Die natürliche Reaktion ist, dass man zu seinem Nachbarn geht und sagt: „Hast du gesehen, was der gemacht hat?“ Weil man hat Hemmungen, die Person selbst anzusprechen. Man hat aber keine Hemmungen, darüber zu tratschen. Das ist die Realität meistens. Das ist das natürliche Herz. Das natürliche Herz bemerkt ganz schnell die Fehler eines anderen. Es bemerkt ganz schlecht die eigenen Fehler und es ist ganz schnell dabei, die Fehler eines anderen weiter zu tratschen. Aber es traut sich nicht, zu der Person selbst zu gehen. Aber Jesus sagt: „Wenn du einen Bruder sündigen siehst oder eine Schwester, dann geh zuerst unter ihr mit vier Augen.“ Das heißt, zwei Augen von dir und zwei Augen von der Person selbst. Das ist Schritt 1.

[28:15] Dann geht es weiter. Vers 16: „Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir.“ Warum noch einen oder zwei? „Damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruht.“ Das heißt, wenn wir zwei oder drei Zeugen brauchen und ich bin schon einer, dann nehme ich noch einen oder zwei mit mir. Damit jetzt, wenn diese Person weiterhin auf ihrer Sünde basiert, dass wenn es jetzt der Gemeinde vorgetragen wird, das Ganze nicht nur von mir kommt, sondern von zwei oder drei Zeugen. Hallo, nehmt euch so viel ihr braucht.

[28:41] Und dann heißt es im Vers 17: „Hört er aber auf diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und ein Zöllner.“ Es geht hier darum, dass ein Mensch, der in seiner Sünde, in seiner offenen Sünde verharren möchte, der weder durch persönlichen Ratschlag noch durch kollektiven Ratschlag zu Jesus zurückkommen möchte, dass er nach der Bibel von der Gemeinschaft ausgeschlossen werden muss. Ein bisschen heißes Eisen bei manchen. Aber das ist, was die Bibel sagt. Jesus sagt, er sei wie ein Heide und Zöllner. Jetzt soll man die Heiden lieben. Wunderbar. Hat Jesus die Heiden geliebt? Hat er die Zöllner geliebt? Waren sie Teil der Gemeinde, solange sie sich nicht bekehrt haben? Nein. Das heißt, jemand, der in Sünde verharrt und den Ratschlag ablehnt, geht wieder zurück in diesen Zustand des Heiden oder Zöllner. Er wird genauso geliebt. Er wird sogar wahrscheinlich noch mehr geliebt, denn Jesus sagt, er liebt den Verlorenen. Das eine Verlorene schafft mehr als die 99 Gerechten. Aber dieser Mensch ist in diesem Zeitpunkt verloren, solange er nicht zu Jesus zurückfindet. Er ist trotzdem geliebt. Aber er soll nicht den Eindruck bekommen, dass er weiter gerettet ist, weil er einfach mit den Gläubigen in der Gemeinde volle Rechte hat und den Eindruck gewinnt: „Naja, mit mir ist alles in Ordnung.“

[30:10] Und das ist eigentlich von Jesus so gemacht, dass es einen heilsamen Effekt haben soll. Viele denken, dass sie dadurch aus dem Himmel ausgestoßen werden. Das stimmt nicht. Ihnen wird erstmal ihre wahre Situation vor Augen geführt. Denn jemand, der in Sünde lebt, kommt sowieso nicht in den Himmel runter. Nur wenn man in Sünde lebt und in der Gemeinde volle Mitgliedschaft hat, kann man sich selbst verführen. Und Gemeindedisziplin ist dazu da, diese Selbstverführung aufzubrechen. Das heißt, das größte Verbrechen, das man tun kann, ist, jemand, der offen in Sünde lebt, ihn weiter in der Gemeinde zu lassen, weil man ihn dann darin ermutigt, sich selbst zu betrügen. Und so zeigt man ihm seinen wahren Zustand aus Liebe. Das nur ganz kurz dazu, kleiner Exkurs.

[30:48] Gehen wir gemeinsam zu 2. Korinther 13, Vers 1. Noch einige praktische Beispiele. Und ihr seht, dieses Prinzip kommt jetzt immer wieder vor. 2. Korinther 13, Vers 1. Und auch Paulus hat sich dieses Prinzip bedient aus dem Alten Testament. 2. Korinther 13, Vers 1 sagt: „Es ist das, wievielte Mal? Es ist das dritte Mal, dass ich zu euch komme.“ Und dann sagt er: „Durch zweier oder dreier Zeugen im Mund soll jede Sache bestätigt werden.“ Also er bezieht es auch auf sich, auf seinen persönlichen Missionsdienst. Er sagt: „Ich komme zur Gemeinde Korinth dreimal.“ Und bezieht dieses Prinzip jetzt auf seine Missionsreise.

[31:37] Schaut man noch ein Beispiel an in 1. Timotheus 5. 1. Timotheus 5 und dort Vers 19. Oh, das ist da, das ist ein interessanter Vers. Der ist wirklich gut. 1. Timotheus 5, Vers 19. Ich glaube, an diesem Vers können wir alle noch ein bisschen was lernen. Und zwar alle.

[31:58] 1. Timotheus 5, Vers 19, da steht: „Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer aufgrund von zwei oder drei Zeugen.“ Was heißt das konkret? Da können wir uns mal alle testen, ob wir das in der Praxis so machen. Das bedeutet konkret: Wir sind im Gottesdienst und jemand sagt: „Weißt du was, was der erste Diakon gesagt hat?“ Was ist unsere Reaktion? „Hast du gehört, wo ich den Schatzmeister letztens entdeckt habe? Also, ich will daran nicht drüber sprechen, aber dass sich der Heimatmissionsleiter da letztens erlaubt hat, also das geht ja gar nicht.“ Was ist unsere natürliche Reaktion? „Wie? Wie? Habe ich nicht gehört, erzähl mal genau.“ Was sollte unsere Reaktion sein? „Du bist alleine? Ich will gar nichts hören.“

[33:05] Wenn dort zwei oder drei zusammenkommen und von unterschiedlicher Perspektive sagen: „Hier gibt es wirklich ein Problem“, dann ist das Beweis dafür, dass da wirklich ein Problem vorliegt, nicht wahr? Das man nicht übersehen kann. Und wenn ein Problem vorliegt, muss man auch notfalls einen Gemeindeseltesten absetzen. Aber wenn irgendjemand einfach seine persönlichen Tratschgeschichten weiterhin, und insbesondere gegen Gemeindeleiter, Gemeindeälteste, Leute, die in Leitungsämtern sind, nicht wahr? Auf die hat man es am meisten abgesehen, weil die sind natürlich immer schuld, nicht wahr? Jemand, der die Verantwortung hat, hat auch immer die Schuld, wenn es nicht so läuft, wie es laufen soll.

[33:40] Das wäre doch mal eine interessante Herausforderung, oder? Jedes Mal, wenn das nächste Mal jemand was über jemand anderen sagt, erstmal zu sagen: „Gibt es dafür noch ein oder zwei andere Zeugen?“ Ansonsten will ich es gar nicht hören. Ich will es gar nicht hören. Und glaubt mir, das ist wahrscheinlich eine Herausforderung, nicht so sehr, weil es schwer ist, das zu sagen, sondern weil es schwer ist, die eigene Neugier beiseite zu legen, nicht wahr? Ich will es gar nicht wissen. Wollen wir uns das vornehmen? Ich glaube, das könnte mancher Gemeinde Heilung bringen, oder zumindest Linderung der Gemeindesituation, wenn wir uns vornehmen, nur dann überhaupt über eine Sache nachzudenken, eine negative Sache, wenn sie von mehreren Seiten bestätigt wird und nicht nur von irgendjemandem, der irgendwas gehört und gesagt hat. Und da muss ich lernen, und da musst du lernen, und da müssen wir alle lernen, nicht wahr? Und da haben wir dieses Prinzip von zwei oder drei Zeugen. Könnt ihr sehen, dass das ein sehr praktisches Prinzip ist, das uns im Gemeindealltag und im christlichen Leben, im christlichen Alltag sehr helfen kann?

[34:47] Jetzt schauen wir uns noch ein Beispiel an in Hebräer 10, Vers 28. Hebräer 10, Vers 28. Übrigens, das ist ein interessanter Vers, ich habe ihn deswegen ausgesucht, weil er eine Frage beantwortet, die immer wieder gestellt wird. Schaut mal, Hebräer 10, Vers 28. Dort steht: „Wenn jemand das Gesetz Moses verwirft, muss er ohne Erbarmen sterben, auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin.“ Das heißt, wenn es da ein Gericht gibt, angenommen, ich habe meinem Nachbarn ein Ziegenböcklein gestohlen, angenommen, ich habe ein Ziegenböcklein gestohlen, in der Wüste Sinai, und es haben zwei oder drei Leute gesehen. Ist das schon mein Todesurteil? Ist das mein Todesurteil? Nein, ist es noch nicht. Achtet darauf. Ich habe das Ziegenböcklein gestohlen, zwei oder drei Leute haben es gesehen, und die zwei oder drei Zeugen im Gericht sagen alle das Gleiche aus. Werde ich jetzt automatisch gesteinigt? Nein, sondern nur, wenn was passiert. Vers 28: „Wenn jemand das Gesetz Moses verwirft.“ Das heißt, wenn ich trotz der Aussage der zwei oder drei Zeugen das Gesetz Moses weiterhin verwerfe.

[36:15] Was gehört zum Gesetz Moses dazu? Ja, natürlich. Aber was gehört noch dazu? Das gesamte Zeremonialgesetz mit seinen Opfergesetzen. Das heißt, wenn jemand, wenn ich ein Ziegenböcklein stehle und zwei oder drei Zeugen sehen mich, aber ich bereue meine Schuld und ich opfere, was auch immer gefordert wird dafür, dann sterbe ich nicht, oder? Sondern ich sterbe nur, wenn ich das Gesetz Moses verwerfe, wenn ich das Evangelium verwerfe, wenn ich es verachte. Die englische Übung sagt: „Wenn man es verachtet.“ Wenn man das Evangelium, das Gott mir anbietet, nicht haben möchte, dann müssen es immer noch zwei oder drei Zeugen sein, aber dann gibt es kein Erbarmen mehr. Und das ist letztendlich auch ein Bild für das, was am Ende der Zeit passiert.

[37:06] Halten wir also fest, dass dieses Prinzip von den zwei oder drei Zeugen ein Prinzip ist, das immer wieder durch die Bibel zu finden ist. Das haben wir gesehen im Alten Testament, Neues Testament, im Gerichtssaal der Juden, genauso wie auch im praktischen Leben der Gemeinde. Zwei oder drei Zeugen, zwei oder drei Zeugen. Dieses Prinzip kommt ganz ähnlich auch in der Prophetie vor.

[37:29] Kennt ihr eine Geschichte, wo etwas zweimal wiederholt wird und damit besonders wichtig war? Durch Wiederholung besonders wichtig war. In der Prophetie. Eine Prophetie, die zweimal wiederholt wurde und weil sie zweimal wiederholt wurde, deswegen war sie besonders wichtig. Aber es gibt eine Geschichte in der Bibel von einer Prophetie, wo derjenige, der die Prophetie auslegt, explizit sagt: „Die Prophetie ist zweimal gegeben worden und weil sie zweimal gegeben worden ist, deswegen ist sie so wichtig.“ Ja, aber Jesus hat es sogar dreimal gesagt, ja. Aber das steht nicht explizit im Text, dass es deswegen so wichtig war. Es gibt eine Geschichte, wo der Text der Bibel selbst sagt, wo die Person sagt: „Weil du das zweimal geträumt hast, deswegen ist die Sache fest beschlossen.“

[38:37] Der Nebukadnezzar hat nicht zweimal geträumt. Aber es wurde da auch zweimal geträumt, richtig? Einmal von Nebukadnezzar. Aber das war nicht Nebukadnezzar, sondern das war Potiphar, ganz genau, und Josef. Nicht Potiphar, stimmt ja gar nicht. Pharao, jetzt habt ihr mich selbst durcheinander gebracht. Pharao, nicht Potiphar. Fangen wir mit Pharao an. Sie sind beide aus Ägypten. Aber es waren Unterschiede. Der eine war der Oberste der Leibwache, der andere war der Pharao selbst.

[39:03] Schlagt mal mit mir auf in 1. Mose 41. 1. Mose 41, Vers... Also, was war der erste Traum, den der Pharao geträumt hat? Vers 32, das lesen wir gleich. Er hat geträumt, wie an welchem Fluss? Am Nil. Warum übrigens aus dem Nil? Habt ihr euch Gedanken gemacht, warum aus dem Nil? Dass der Fluss Ägyptens, nicht wahr? Und was haben die Ägypter über den Nil gedacht? Der Gottheit des Lebens, nicht wahr? Der Fluss des Lebens. Das ganze System hing am Nil, nicht wahr? Und da kommen diese sieben Kühe heraus, nicht wahr? Gott geht immer, auch bei Daniel, mit der Stammbildung, auf die Bildersprache der Religion oder die Bildersprache der Kultur ein, nicht wahr? Aber diese sieben Kühe, reichen sie aus für die sieben Hungersnöte? Es kommen nochmal sieben Kühe, die ganz hässlich aussehen, die dann die sieben fetten Kühe auffressen und dann sind die mageren Kühe danach, immer noch mager, immer noch mager. Die sind so, wie ich vor ein paar Jahren, da konnte ich essen und essen. Jetzt werdet ihr jetzt denken, der ist immer noch so. Aber die Idee ist, die Idee ist, dass Gott diesen Nil gebraucht, um den Ägyptern zu lernen: Eure sieben Kühe, eure sieben reichhaltigen Kühe, eure fetten Kühe aus dem Nil reichen nicht aus, um euch über die Hungersnöte durchzubringen, es sei denn, ihr habt dann einen Josef, der genau weiß, wie es geht. Ihr braucht den Josef, ihr braucht die göttliche Weisheit, ihr braucht den Geist Gottes, wie es später heißt, aber das ist ein anderes Thema.

[40:52] Was ist der zweite Traum? Die sieben Ähren, genau das Gleiche, nicht wahr? Da kommt der Ostwind, der dann die anderen sieben Ähren versenkt und die dann die auffressen. Und dann lesen wir Vers 32, 1. Mose 41, Vers 32, dass aber der Pharao den Traum zweimal hatte, das bedeutet was? Dass die Sache bei Gott fest beschlossen ist und dass Gott es rasch ausführen wird. Das heißt, in der Prophetie, wenn etwas wiederholt wird, bedeutet es zwei Dinge: Erstens, es ist fest beschlossen und die Erfüllung beginnt sehr bald. Und bei Josef ging das sofort los. Er war 30 Jahre alt, wurde zum Premierminister gemacht von Ägypten und dann kamen die sieben Jahre schon. Es ging direkt los.

[41:37] Wir haben schon ein anderes Beispiel gesagt, es gibt eine andere Prophezeiung, wo das so ähnlich war, das war die von Daniel, das Standbild. Nebukadnezzar ist einmal geträumt, Daniel ein zweites Mal geträumt, das war auch zweimal geträumt worden, auch dadurch war die Sache bestätigt und sie ging sofort los mit Nebukadnezzar, nicht wahr? Und so können wir dieses Prinzip immer wieder finden. Das heißt, eine Sache ist bestätigt und beginnt rasch, wenn sie zweimal geträumt wird.

[42:04] Jetzt nähern wir uns mal der Frage, wer diese Zeugen sind. Wir haben jetzt gesehen, warum es zwei Zeugen gibt, nicht wahr? Weil es soll die Wahrheit bestätigen, es soll die Festbeschlossenheit bestätigen. Können es Menschen sein, die hier gemeint sind? Fangen wir mal so an. Können es Menschen sein, die hier gemeint sind? Du sagst ja. Besondere Menschen?

[42:37] Denk doch mal scharf nach. Wie lange weissagen die Zeugen? 1260? Jahre, nicht wahr? Tage, aber wir wissen, es sind Jahre. Das heißt, welcher Mensch hat 1260 Jahre lang gelebt? Nicht mal Methusalem. Das heißt, kein Mensch kann hiermit gemeint sein. Es können nicht zwei Menschen sein. Denn diese zwei Zeugen weissagen die gesamte Zeit 1260 Tage. Man könnte vielleicht sagen, dass sie nacheinander gelebt haben. Aber zu dieser Zeit hat kein Mensch mehr 600 Jahre gelebt. Also es ist ausgeschlossen.

[43:14] Ach so, es ist mehrere Generationen. Aber dann wäre die Frage, warum ausgerechnet zwei? Es sind explizit zwei Zeugen. Danke für diese kluge Antwort. Das hatten wir heute schon mal. Aber wir hatten am Anfang gesagt, wir wollen nicht die richtige Antwort haben, es sei denn, du kannst mir begründen, warum das so ist. Aber du hast natürlich vollkommen recht. Aber dazu kommen wir gleich. Das fährt so auf Zäumen, dass jemand, der das auch nicht gehört hat, auch selbst versteht. Denn was nützt es uns, das alles zu wissen, was es sein ist, wenn wir es keinem erklären können, oder? Nützt nicht so viel. Dann wissen wir jetzt, was richtig ist. Aber wir wollen wissen, warum das so ist. Wir wollen das Schritt für Schritt erkennen. Aber du hast natürlich vollkommen recht. Es sind auf jeden Fall nicht Menschen. Können wir das logisch ausfragen? Es können keine Menschen sein.

[44:06] Wenn es keine Menschen sind, was sind dann Zeugen? Gibt es auch Zeugen in der Bibel, die keine Menschen sind? Und da möchte ich mit euch ein paar Beispiele anschauen. Schlagt mal mit mir auf in 1. Mose 31. Und dort Vers 44.

[44:24] Worum geht es in 1. Mose 31? Wer weiß es? Das ist die Flucht von Jakob. Das ist die Flucht von Jakob aus Haran. Von seinem Onkel Laban. Und was passiert, als Jakob flieht? Aus seiner Knechtschaft heraus? Was passiert? Er wird verfolgt. Warum hat Gott das ins 1. Mose schreiben lassen? Warum hat Gott die Geschichte von einem Mann, der aus seiner Knechtschaft flieht und verfolgt wird, ins 1. Mose schreiben lassen? Damit die Israeliten, die im 2. Mose ausziehen, schon mal wissen, dass Gott ihnen helfen wird. Wenn ihr das 1. Mose lest, werdet ihr feststellen, dass viele Geschichten deswegen eingefügt worden sind, weil Mose selbst mit dem 1. Buch Mose nach Ägypten gegangen ist. Er ist mit dem 1. Buch Mose nach Ägypten gegangen. Deswegen werdet ihr feststellen, dass viele Geschichten aus der Perspektive gesehen plötzlich ein ganz anderes Licht werfen. Das heißt, wenn Mose gesagt hat: „Wir ziehen aus Ägypten“, und dann jemand sich gemeldet hat im Publikum: „Was ist, wenn die Ägypter hinterher kommen?“ dann hätte er gesagt: „Okay, ihr Lieben, lasst mal 1. Mose 31 aufschlagen.“ Vielleicht hätten wir jemand gesagt: „Vielleicht sollten wir uns mit den Ägyptern vermischen und die Ägypter von innen missionieren.“ Er hätte gesagt: „Okay, lasst uns mal 1. Mose 16 aufschlagen. Was passiert, wenn ein Israelit eine Ägypterin heiratet?“ Und so könnte die Geschichte durchgehen, eine nach der anderen. Oder er hätte zum Beispiel auch 1. Mose 12 aufschlagen können, wo Abraham wegen einer Hungersnot nach Ägypten geht und dort nicht ganz treu ist und deswegen wieder hinaus muss. So wie auch das Volk Israel wegen einer Hungersnot nach Ägypten gegangen ist, dort nicht ganz treu gewesen ist und deswegen wieder ausziehen muss. Und beide mit großem Wut. Und beide mit großem Wut, genau.

[46:26] Also, wenn ihr das mal anfangt, darüber nachzudenken, interessanterweise sind die Baumaterialien vom Turmbau zu Babel die gleichen, wie auch die Israeliten bei den Pyramiden verwenden mussten, steht in der Bibel. Und ihr könnt weitergehen und weitergehen, das nimmt gar kein Ende. Das ist auch der Grund, warum Gott immer wieder darauf hinweist im 1. Mose, dass Kanaan verflucht ist. Na gut, da könnte man ein ganz eigenes Thema dazu machen. Das ist dieses, jetzt muss ich selbst nachgucken, das ist Mörtel und Lehm und Stroh, genau. Nein, im Hebräischen ist es das Gleiche. Es ist in 1. Mose 11, braucht ihr jetzt nicht aufschlagen, aber ich kann es euch sagen, es ist Asphalt und Ziegel. Ziegel und Asphalt. Und die beiden Dinge im Hebräischen werden auch verwendet in 2. Mose für den Bau, den die Israeliten machen müssen. Aber das ist jetzt nicht so wichtig.

[47:15] Jetzt geht man mit mir zu 1. Mose 31. Ach, übrigens, wisst ihr, womit das 1. Buch Mose aufhört? Was sozusagen der Aufruf ist. Das letzte, was Mose hat reinschreiben lassen. Das allerletzte ist, dass Joseph in seiner Grabesrede sagt, also kurz bevor er stirbt, sagt er: „Und wenn ihr hinausziehen werdet, nehmt meinen Sarg mit euch.“ Damit endet das 1. Buch Mose. Also, wenn Mose das Buch Mose gepredigt hat, wenn er stand vor den Israeliten und das 1. Buch Mose gepredigt hat, seine letzte Predigt war über den Tod von Joseph und seine letzten Worte von Joseph. Und die letzten Worte von Joseph waren: „Wenn ihr auszieht aus Ägypten, nehmt meinen Sarg mit euch.“ Und dann musste Mose nur noch sagen: „Schaut hier, da ist der Sarg von Joseph, lasst uns hinausgehen.“ Könnt ihr euch das vorstellen? Diese Kraft im 1. Buch Mose, wenn man zur Zeit des 2. Buch Mose gelebt hat.

[48:06] Gut, 1. Mose 31. Jetzt haben wir ein bisschen einen Abzweig genommen. Jetzt sind wir wieder auf der Hauptstraße. 1. Mose 31, Vers 44. Wir wollen wissen, gibt es auch Zeugen, die nicht persönlich sozusagen sind, also keine Menschen. Schaut mal in Vers 44.

[48:32] 1. Mose 31, Vers 44. Dort heißt es: „Komm, wir wollen nun einen Bund machen, ich und du. Der soll ein Zeuge sein zwischen mir und dir.“ Also auch ein Bund, ein Vertrag kann ein Zeuge sein.

[48:46] Schauen wir weiter, Vers 48. Vier Verse weiter, Vers 48. „Und Laban sprach: Dieser Steinhaufen sei heute was? Zeuge zwischen mir und dir.“ Der Laban ist ja dem Jakob hinterhergerannt und dann haben sie diesen Vertrag geschlossen. Gott hat übrigens sie ja eingegriffen, hat sich im Traum dem Laban offenbart. Und sie haben einen Vertrag geschlossen. Der Vertrag hieß: Hier machen wir den Steinhaufen. Laban geht nur bis hierhin, das ist die Grenze. Ich werde nicht über diesen Steinhaufen hinweg gehen und Jakob, du kommst auch nicht mehr zurück. Wir treffen uns bis hier. Ich gehe nicht weiter und du gehst nicht mehr zurück. Das ist die Grenze zwischen uns. Und dieser Steinhaufen soll ein Zeuge sein.

[49:27] Okay, Steine können Zeugen sein. Könnt ihr das sehen? Ein Zeuge. Schaut mal weiter in Vers 52. „Dieser Steinhaufen sei was? Zeuge und dieses Denkmal ein Zeugnis dafür, dass ich niemals über diesen Steinhaufen hinaus zu dir kommen will und dass auch du niemals in böser Absicht über diesen Steinhaufen oder über dieses Denkmal hinaus zu mir kommen solltest.“ Das heißt, wenn man einen Vertrag gemacht hat, wenn man Zeugen brauchte, hat man einfach Steine aufeinander gelegt. Das ist der Zeuge.

[49:59] Also Steine konnten Zeugen sein. Gott verwendet auch noch viele andere Dinge. Er verwendet zum Beispiel auch den Himmel und die Erde als Zeugen. Jesaja heißt das. „Ich rufe Himmel und Erde auf als Zeugen.“ Die können es ja nicht buchstäblich hören, die können auch nicht buchstäblich reden, aber sie waren dabei, als es passiert ist. Das war die Idee. Sie waren dabei, als es passiert ist.

[50:19] Schaut mal weiter. Ein anderer Text ist in... Es gibt ein interessantes Beispiel. Das möchte ich mit euch ganz kurz nur anschauen. Aus Zeitgründen nur kurz gerafft. Von Steinzeugen, die zweimal vorkommen. Kennt ihr eine Geschichte, wo jemand zweimal, zwei Zeugen, zweimal an der gleichen Stelle so ein Steinzeugen aufgebaut hat? Jakob, genau. Und an welchem Ort war das? Wo er zweimal... Wo der Engel, wo die Himmelsleiter... Wie hieß der Ort? Betel. Wie hieß der Ort, bevor er Betel hieß? Es ist Luz. Luz war der Kanaanitische Name. Und dann hat Jakob ihn in Betel umbenannt. Wisst ihr, was Betel heißt? Das ist eben Ezer. Betel heißt das Haus Gottes. Weil er sagt: „Hier muss das Haus Gottes sein.“

[51:08] Schlagt mal mit mir auf. 5. Mose 28. Ach, Quatsch. 1. Mose 28. Ich bin heute nicht ganz beieinander. 1. Mose 28. Ihr braucht nicht alle Verse lesen. Ihr kennt die Geschichte. Jakob ist ganz alleine in der Finsternis. Verlässt gerade sein Vaterhaus. Wegen seiner schrecklichen Sünde. Und er hat nichts. Hat nicht mal ein Kopfkissen und schläft auf diesem Stein. Und in dem Traum der Nacht sieht er eine Himmelsleiter. Die Himmelsleiter ist ein Symbol für Jesus. Wissen wir aus Johannes 1. Jesus sagt: „Ihr werdet auf mir die Engel aufsteigen sehen und absteigen.“ Jesus ist der Weg von der Erde zum Himmel. Und er sieht diese Vision.

[51:56] Und es heißt dann, 1. Mose 28, wie Gott zu ihm sagte in Vers 13: „Und siehe, der Herr stand über ihr und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abrams und der Gott Isaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinem Samen geben. Und dein Samen soll werden wie der Staub der Erde. Und nach Westen, Osten, Norden und Süden sollst du dich ausbreiten. Und in dir und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. Und siehe, ich bin mit dir und ich will dich behüten überall, wo du hinziehst, und dich wieder in dieses Land bringen, denn ich will dich nicht verlassen, bis ich vollbracht habe, was ich dir zugesagt habe.“ Und dann sagt er später, der Jakob: „Das ist das Haus Gottes.“ In Vers 17.

[52:29] Das heißt, wir finden hier eine Verheißung. Und dann schaut mal in Vers 18. Vers 18: „Und Jakob stand am Morgen früh auf und nahm den Stein, den er unter sein Haupt gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Gedenkstein.“ Ja, so ein Zeuge. Und er gab diesem Ort den Namen Bethel. Zuvor war hier die Stadt Luz. Und dann macht er ein Gelübde. Das heißt, wir finden den ersten Stein als Beispiel in 1. Mose 28.

[53:06] Was hat Jakob hier erlebt? Auf Deutsch. Er hat eine Bekehrung erlebt, okay. Was hat ihm Gott zugesagt? Er hat ihm eine Verheißung zugesagt. Er hat ihm gesagt: „Ich will deinen Samen mehren. Du wirst das Land bekommen. Nach Nord, Süd, Osten, Westen. Ich will immer bei dir sein.“ Von all diesen Verheißungen hatte sich irgendetwas schon buchstäblich erfüllt zu diesem Zeitpunkt? Nichts, bis auf die Zusage: „Ich will immer bei dir sein.“ Das erfüllt sich immer nicht. Aber im größten Teil war das Verheißung für die Zukunft. Dieser erste Stein war eine Erinnerung an den Bund, der alles noch in der Zukunft liegt.

[53:47] In Vers 7 kommt er wieder nach Bethel zurück. Er ist 20 Jahre bei Laban verfolgt gewesen. Er hat schon ein bisschen in Kanaan wieder gelebt. Jetzt kommt er in 1. Mose 35 zurück nach Bethel. Gott sagt: „Geh nach Bethel zurück.“ Das ist die Gelegenheit, wo der ganze Haushalt nicht nur sich von den Götzen entfernt, sondern auch den Schmuck abnimmt. In Vers 4, wo wir das nicht unerwähnt lassen. Und dann in Vers 7 heißt es: „Da baute er dort einen Altar und nannte den Ort El Bethel, weil sich Gott ihm dort geoffenbart hatte.“ Also sein Bruder Flo. Und dann springen wir zu Vers 9. „Und Gott erschien Jakob zum zweiten Mal, seitdem er aus Paddan Aram gekommen war. Und er segnete ihn. Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob, aber du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel soll dein Name sein.“ Das ist auch das zweite Mal, dass Gott das gesagt hat. Wo hat er das schon mal gesagt? Beim Kampf, beim Jabok in 1. Mose 32. Also ihr seht, wie Gott die Dinge immer wiederholt, wiederholt, wiederholt. Zwei Zeugen, drei Zeugen.

[54:54] Und so gab ihm den Namen Israel, Vers 11. „Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige, sei fruchtbar und mehre dich. Ein Volk und eine Menge von Völkern soll von dir kommen und Könige sollen aus deinen Ländern hervorgehen. Das Land aber, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, das will ich dir und deinem Samen nach dir geben.“ Dann heißt es Vers 13: „Und Gott erhob sich von ihm an dem Ort, wo er mit ihm geredet hatte.“ Vers 14: „Da richtete Jakob eine Säule auf an den Ort, wo er mit ihm geredet hatte, einen Gedenkstein, holte Gott seinen Trankopfer darüber auf und schüttete Öl darüber. Und Jakob gab dem Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, den Namen Bethel, erneut.“

[55:36] Das heißt, wir finden in 1. Mose 35 nochmal die gleiche Geschichte quasi. Hat Gott ihm jetzt wieder neue Verheißungen gegeben? Definitiv. Aber hat sich manches von dem, was er hier verheißen bekommen hat, schon erfüllt? Hat sich manches von diesen Verheißungen hier schon erfüllt? Natürlich. Er ist zurückgekommen. Er ist heil. Er ist gesund. Er hat Kinder bekommen. Es waren sogar ganz zahlreiche. Er ist reich. Das heißt, vieles von dem, was ich hier... Hier haben wir Verheißungen. Und hier haben wir die Erfüllung. Aber über die Erfüllung hinaus noch weitere Verheißungen. Merkt euch dieses Muster. Der erste Zeuge, der erste Stein, hat im Wesentlichen viele Verheißungen. Der zweite hat schon teilweise die Erfüllung und noch weitere Verheißungen für die Zukunft. Merkt euch das.

[56:30] Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns mal folgenden Gedanken an. Joshua 24. Schauen wir uns noch einen Steinzeugen an. Das ist ein bisschen Archäologie. Die alten Steine sind auch Zeugen für die Vergangenheit. Aber in der Bibel ist es ein bisschen anders gemeint.

[56:46] In Joshua 24 und dort Vers 27. Wir nähern uns jetzt der Identität dieser Zeugen. Und wir sehen, dass die Zeugen, die Zeugen, die Zeugen sorgen für die Zukunft der Gedacht, aber die Zeugen sorgen dafür, darf der Zukunft seiner Zeit wird sein. Und das ist unity verteilen. Fest leaves man 20 849 851 853 855 857 859 861 863 865 867 869 871 873 875 877 879 881 883 885 887 889 891 893 895 897 899 901 903 905 907 909 911 913 915 917 919 921 923 925 927 929 931 933 935 937 939 941 943 945 947 949 951 953 955 957 959 961 963 965 967 969 971 973 975 977 979 981 983 985 987 989 991 993 995 997 999 1001 1003 1005 1007 1009 1011 1013 1015 1017 1019 1021 1023 1025 1027 1029 1031 1033 1035 1037 1039 1041 1043 1045 1047 1049 1051 1053 1055 1057 1059 1061 1063 1065 1067

[1:01:00] Welches Lied ist hier die Rede? Vom Lied des Mose. Welches Lied des Mose? Wie viele Lieder des Mose gibt es? Es gibt zwei, ganz deutlich zwei. Das eine ist das Lied des Mose, das sie gesungen haben bei einem Auszug aus Ägypten durch das Rote Meer. 2. Mose 15, das Lied des Mose. Und das zweite kommt gleich, 5. Mose 32, das Lied des Mose. Es gibt zwei Stück. Es gibt das Lied des Mose beim Durchzug durch das Schilfmeer, danach die Befreiung, und dann das Lied des Mose in 5. Mose 32. Aber der Gedanke ist jetzt, es geht hier um dieses Lied in 5. Mose 32, nicht wahr? Die Zusammenfassung der gesamten Wanderung und der Ausblick, der prophetische Ausblick auf die gesamte Geschichte Israels. Mose singt dieses Lied, er dichtet es sozusagen, er schreibt es auf, und jetzt schaut mal, was das weiter heißt.

[1:01:52] Vers 21: „Und wenn sie dann diese Übel und Drangsale getroffen haben, soll dieses Lied gegen sie Zeugnis ablegen.“ Jetzt, in dem Lied des Mose wird beschrieben, wie das Volk Israel durch die Wüste gewandert ist, und dann wird im Lied des Mose, jetzt achtet sehr genau, passt sehr genau auf, wird im Lied des Mose vorhergesagt, dass das Volk Israel in den kommenden Jahrhunderten abfallen wird. Und wenn dann die Zeit des Abfalls gekommen ist, dann ist das Lied des Mose ein Zeuge. Wo befindet sich das Lied des Mose dann zu der Zeit? Wo befindet sich das Lied des Mose? In dem Buch. Und wie heißt das Buch? In der Bibel. Das heißt, wir haben einen Bibelabschnitt, in dem Fall das Lied des Mose, der prophezeit. Er prophezeit von etwas, was passieren wird in der Zukunft, und zwar zum Beispiel über den Abfall eines Volkes, den Abfall des Volkes Gottes. Und wenn dann dieser Abfall eintritt, wenn er dann kommt, nach vielen Jahren, dann ist dieser Bibelabschnitt ein Zeuge.

[1:03:32] Warum? Weil er das vorhergesagt hat. Das heißt, das Lied des Mose sagt: In vielen Jahrhunderten wird es einmal einen Abfall geben. Und als dann zur Zeit der Richter der Abfall da war, oder zur Zeit der Könige der Abfall da war, und man das fünfte Buch Mose gelesen hat, dann war es so, als ob das fünfte Buch Mose ein Zeuge war. Könnt ihr das sehen? Ja, genau. Das ist das Gleiche, genau. Ganz genau. Das wäre noch ein anderes Thema, können wir noch mal ausführlicher reden, aber das Lied des Mose kommt in Offenbarung wieder. Aber der Gedanke, den wir machen wollen, ist der: Die Bibel prophezeit etwas, das eintritt, und wenn es dann eintritt, ist diese Prophezeiung, die früher aufgeschrieben wurde, zu diesem Zeitpunkt ein Zeuge.

[1:04:26] Jetzt haben wir hier zwei Zeugen, die was tun? Sie weissagen. Sie weissagen zur Zeit von Johannes? Nein, sie weissagen nicht zur Zeit von Johannes. Johannes schreibt sie auf zu seiner Zeit, aber er spricht von einer zukünftigen Zeit. Auf einen Zeitpunkt, der genannt wird das Mittelalter. Johannes lebt um 99, 95, 100, aber er weiß Jahrhunderte voraus, schreibt etwas, und als es dann eintritt, ist genau zu dieser Zeit die Prophezeiung ein Zeuge dagegen. Und Gott hat wie viele Zeugen? Zwei Zeugen.

[1:05:02] Könnt ihr langsam sehen, warum wir sagen, dass die Bibel ein Zeuge ist? Es gibt noch mehr dazu. Lesen wir weiter. Und zwar in 5. Mose 31, Vers 24 bis 26. Lesen wir weiter. Im gleichen Kapitel Vers 24 bis 26. Dort heißt es: „Als nun Mose damit fertig war, die Worte dieses Gesetzes wie in einem Buch zu schreiben? Vollständig.“ Das heißt, er hat von 1. Mose 1 bis 5. Mose 34, glaube ich, oder? Alles vollständig in ein Buch geschrieben. Das war sozusagen die erste Bibel. Die damalige Bibel, mehr hatten sie nicht. Stimmt, sie hatten auch das Buch Hiob, richtig? Fünf Bücher Mose und das Buch Hiob. Das war die Bibel. Er hat das alles hineingeschrieben.

[1:05:54] Vers 25: „Da gebot er den Leviten, welche die Bundeslade des Herrn trugen, und sprach: Nehmt das Buch dieses Gesetzes, also die Bibel, ja? Und legt es neben die Bundeslade des Herrn, eures Gottes, damit es dort ein Zeuge gegen dich sei.“ Das heißt, das geschriebene Wort Gottes ist der Zeuge. Es bezeugt genau das, was Gott gesagt hat. Und wenn wir abfallen, dann hat es schon jemand gesehen. Ein Zeuge ist ja jemand, der es gesehen hat, nicht wahr? Wenn ich etwas getan habe, was falsch gewesen ist, und ich werde vor Gericht geladen, und da kommt ein Zeuge, dann ist der Zeuge derjenige, der es gesehen hat. Nicht wahr? Der sagt: „Ich habe genau gesehen, wie Christopher um die Ecke geschlichen ist und dann das und das gemacht hat.“ Und so ist die Bibel ein Zeuge, denn die Bibel hat es vorher gesehen. Sie hat es gesehen und kann es deswegen bezeugen, dass es so stimmt.

[1:06:48] Übrigens, hier ist dieses ganze Buch, diese ganzen Bücher Mose, das 1. bis 5. Buch Mose, sollten wo sein? Neben der Bundeslade, nicht wahr? Gab es noch etwas in der Bundeslade? Und wie wurde das genannt? Wie wurde das Gesetz Gottes genannt auch? Zehn Gebote, oder? Das Zeugnis. Es war die Lade des Zeugnisses. Das heißt, sowohl die Worte Gottes in der Bundeslade waren ein Zeugnis, als auch die Worte Gottes neben der Bundeslade. Sowohl die Worte, die Gott selbst geschrieben hat, in Stein, waren ein Zeugnis, als auch die Worte, die Gott dem Mose eingegeben hat, dass er sie einschreiben soll, als Gedanken in das Buch Mose. Alles war ein Zeuge. Das heißt, das geschriebene Wort Gottes ist, weil es unverrückbar ist, wie ein Steinhaufen. Es kann es zwar selbst nicht hören, es ist leblos, aber weil es so unverrückbar ist, weil es das Wort Gottes ist, ist es ein Zeuge. Das ist das, was die Bibel sagt. Könnt ihr es sehen aus der Bibel heraus?

[1:07:50] Jetzt gehen wir ein bisschen weiter. Wo kommen denn, sind denn nur die fünf Bücher Mose ein Zeuge, oder könnte auch das ganze Alte Testament ein Zeuge sein? Wo im Neuen Testament wird das gesamte Alte Testament zusammengefasst? Kennt ihr ein Kapitel, wo das ganze Alte Testament mehr oder weniger zusammengefasst wird? Ja. Wo im Neuen Testament ein Kapitel mehr oder weniger das ganze Alte Testament so zusammenfasst. Und zwar von Abel, Henoch, Noah. Stephanus auch in Apostelgeschichte 7, das stimmt auch. Aber was ich hören wollte, war ganz genau Hebräer 11. Da geht es von der Schöpfung an, Vers 3. Schaut mal, wie in Hebräer 11 diese ganze Geschichte zusammengefasst wird. Hebräer 11. Und da kommen jetzt all die Leute des Alten Testaments, nicht wahr? Aus dem 2. Buch Mose und dann aus den Richtern. Gideon, Barak, Simson, Jephthah, David, Samuel aus den Büchern, Samuel die Propheten. Vers 32. Und wie werden sie alle genannt? Vers, Kapitel 12, Vers 1. Kapitel 12, Vers 1 sagt: „Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben.“ Das ganze Alte Testament ist eine Sammlung von Zeugen, ein Zeugnis. Aber es gibt noch eine...

[1:09:20] bekannte Aussage, die wir nicht missen wollen. Jesus sagt, genau, schlagt mal mit mir Matthäus 11, Vers 13. Das ganze Alte Testament ist ein Zeuge, ja? Aber die Zeugen sollen was sagen in Offenbarung? Sie sollen Weiß sagen. Und was sagt Jesus über das gesamte Alte Testament? Schaut mal mit mir in Matthäus 11, Vers 13. Da heißt es, denn alle Propheten und das Gesetz haben was? Weiß. Geweiß sagt bis hin zu Johannes. Das heißt, das gesamte Alte Testament von 1. Mose bis, was ist das letzte Buch? Bis? Alte Testament? Maleachi? Von 1. Mose bis Maleachi ist das alles ein Zeugnis, das Weiß sagt. Könnt ihr also sehen, warum wir davon ausgehen können, dass das Alte Testament ein Zeuge ist? Es ist ein Zeuge, das Weiß sagt. Und wer gibt uns den endgültigen Beweis dafür, dass das Alte Testament ein Zeugnis ablegt? Jesus. Womit sagt er das? Ja, ja, ja. Ja, das auch. Aber es gibt einen Satz, wo er das alles zusammenbringt und auf einen gemeinsamen Ende bringt. Ja. Ihr erforscht die Schriften, von welchen Schriften redet er da? Von den Schriften des Alten Testaments. Und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Das Alte Testament nach Jesu Worten ist ein Zeuge, aber wir haben ja gar nicht die Frage gestellt, wovon zeugen sie eigentlich? Sie sind Zeugen von Jesus, von seinem Evangelium, von seinem Reich, von seiner Gnade, von seiner Liebe, von seiner Gerechtigkeit, von seinem Gesetz. Ein Zeugnis von Jesus.

[1:11:32] Jetzt haben wir also ganz deutlich gesagt, das Alte Testament ist ein Zeuge, okay? Da gibt es keinen Zweifel dran. Dass das Alte Testament diese Bedingungen erfüllt, ein Zeuge zu sein. Jetzt schaut mal mit mir in Lukas 24. Lukas 24 ist im Wesentlichen so die Brücke jetzt. Lukas 24. Lukas 24 und dort fährst. Übrigens, was passiert in Lukas 24? Das ist die Auferstehung. Und dann haben wir die berühmte Geschichte von zwei Jüngern, die wohin gehen? Nach Emmaus. Was machen sie auf dem Weg nach Emmaus? Sie sind traurig, niedergeschlagen, niedergedrückt. Wir haben das ja vor einiger Zeit ausführlich studiert. Und dann und wer kommt da zu ihnen? Jesus kommt zu ihnen. Und was macht er mit ihnen? Er erklärt ihnen etwas. Was erklärt er ihnen? Das Alte Testament. Und erklärt ihnen was? Wie das Alte Testament Zeugnis abgibt von ihm. Er erklärt ihnen, wie das Alte Testament ein Zeuge ist. Und nachdem er ihnen erklärt hat, dass das Alte Testament ein Zeuge ist, jetzt haben wir schon wie viel Zeugen? Ein Zeugen haben wir schon, das Alte Testament. Aber wie viele Zeugen brauchen wir? Zwei. Er hat ihnen also erklärt, wie das Alte Testament ein Zeuge ist, aber es gibt noch etwas zu tun. Deswegen sagt er zu ihnen in Vers 48. Zu den Jüngern jetzt sagt er, ihr aber seid Zeugen. Er sagt, das Alte Testament war ein Zeuge, aber ihr, die ihr jetzt lebt, die ihr mich gesehen habt, die ihr mich betastet habt, die ihr mich gehört habt, ihr seid auch Zeugen. Was meint ihr, welches Wort eines der Hauptworte ist durch die ganze Apostelgeschichte? Wir sind Zeugen davon. Wir haben es gesehen. Wir sind die Zeugen. Wir sind Zeugen von der Auferstehung Jesu. Wir sind Zeugen von seinem Tod. Wir sind Zeugen, Zeugen, Zeugen, Zeugen. Johannes sagt das in 1. Johannes auch. 1. Johannes 1. Schlagt mal auf, 1. Johannes 1, ab Vers 1, die ersten drei Verse in 1. Johannes 1. Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens. Und das Leben ist erschienen und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist. Also jetzt kommt der zweite Zeuge. Das eine waren, der eine Zeuge, das waren die im alten Testament, die die Verheißung gegeben haben auf Jesus, nicht wahr? Verheißung auf Jesus, so wie der erste Zeuge bei Jakob. Und jetzt kommt der zweite Zeuge und das sind diejenigen, die die Erfüllung gesehen haben. Die gesehen haben, wir haben das gesehen. Wir haben das betastet. Es hat sich erfüllt. Es gibt noch weitere Verheißungen, hätte ich schreiben sollen. Nämlich Jesus wird in... Das heißt 1. Mose 28 waren nur Verheißungen. 1. Mose 35 ist die Erfüllung, teilweise Erfüllung und mehr Verheißungen. Das alte Testament ist der erste Zeuge. Es verheißt, Jesus wird kommen zum ersten Mal, es wird kommen, er wird kommen zum zweiten Mal. All die Prophezeiungen der Bibel finden sich im ersten, im alten Testament. Und das zweite Testament ist der zweite Zeuge, der schon teilweise die Erfüllung ansagt und sagt, wir haben das betastet. Wir haben gesehen, Jesus ist das erste Mal gekommen. Er ist getauft worden. Er hat die Kranken gesund gemacht. Er hat das und jenes und solches gemacht. Der Rest davon wird sich in der Zukunft erfüllen. Das neue Testament, der zweite Zeuge.

[1:15:25] Ist nicht Jesus Zeugnis für Gott? Der ist ja auch gekommen und zeugt Gott. Ganz genau. Und ich seh, dass sie... Und er muss das gerade erfahren. Was hat er gesagt? Ich bin der Zeuge. Genau. Jesus, das ist ein wichtiger Punkt. Du sagst, Jesus ist der Zeuge. Kennt ihr eine Bibelstelle, wo er sagt, dass er der Zeuge ist? Eine Offenbarung sagt, ich bin der treue Zeuge.

[1:15:51] Jetzt, wie nennt man das alte und neue Testament zusammen? Man nennt es dann das Wort Gottes. Und wer ist noch das Wort Gottes? Jesus. Das heißt, wenn also die beiden Zeugen die Bibel darstellen, dann stellen sie nur den wahren Zeugen dar. Nämlich die beiden Zeugen stellen den wahren Zeugen Jesus dar. Deswegen sind sie beiden Zeugen. Sie zeugen in einer Zeit, in der es dunkel war. Können wir sehen, biblisch, warum wir sagen, dass die beiden Zeugen das alte und das neue Testament sind? Das haben wir uns nicht aber ausgedacht, weil es passt mit der zwei, sondern weil die Bibel das selbst so aufbaut. Genau.

[1:16:29] Aber jetzt möchte ich mit euch, wenn wir den Gedanken schon haben, wenn wir das gesehen haben, wie das erste und das zweite Zeuge zusammenwirken, könnt ihr euch noch an den Anfang erinnern. Was passiert, wenn ich bei Gericht bin, in einem jüdischen Gericht, und da habe ich zwei Zeugen und die beiden widersprechen sich. Was ist dann? Dann ist alles vorbei. Wenn wir sagen, nach der Bibel, dass das alte und das neue Testament zwei Zeugen sind, was haben wir damit auch gesagt? Dass sie identisch sein müssen. Ansonsten können sie keine Zeugen sein. Sie müssen sich beide und zwar... Lasst mich mal eine Frage stellen. Stellt euch mal vor, wir haben da zwei Zeugen. Kreieren wir mal einen Fall. Nehmen wir mal an... Was für einen Kriminalfall wollen wir kurz... Gib mir mal ein Beispiel. Einen Kriminalfall, irgendwas, was passiert ist, eine Straftat. Nicht so anstößig, aber irgendwas, was passiert ist. Ein Diebstahl. Ein Diebstahl, okay. Nehmen wir an, da ist jemand in einem Geschäft gewesen und hat etwas gestohlen. Und ich habe zwei Zeugen und beide sagen übereinstimmend, ja, diese Person hat es gestohlen. Ich habe es ganz genau gesehen. Diese Person war das und ich kann mich ganz genau erinnern, ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass das die Person gewesen ist. Zwei Zeugen. Aber der eine Zeuge sagt, ja, ich war um zwölf Uhr im Geschäft und die Person kam durch den dritten Eingang und war im zweiten Stock. Und die andere Person sagt, nein, ich war um sechs Uhr im Geschäft und habe bin durch den zweiten Eingang gekommen und habe die Person am ersten gesehen im vierten, in der vierten Etage. Aber beide sind sich ganz sicher und überstimmen völlig in der Hauptbotschaft ein, diese Person hat den Diebstahl begangen. Würdet ihr die Person, die angeklagt ist, verurteilen? Nein. Warum nicht? Aber warum seid ihr so kleinlich? Das sind doch nur die Details, ich meine, das sind doch nur Zahlen. Das sind doch nur kleine Nebensächlichkeiten. Die Hauptbotschaft ist doch die gleiche, oder? Die Hauptbotschaft, wir haben die Person gesehen, ist doch die gleiche, oder? Ihr würdet das nicht machen. Und zu Recht. Aber wisst ihr, was die meisten Menschen machen? Die sagen, naja, also die Bibel, in der Hauptbotschaft ist sie schon immer das Gleiche, aber die kleinen Details von den Zahlen und den naturwissenschaftlichen Sachen, da widerspricht sie sich schon. Da kann man sie nicht ernst nehmen. Und dann sagt man, naja, Hauptsache die Hauptbotschaft des Wortes Gottes, dass Jesus uns liebt, dass er für uns gestorben ist, das ist immer gleich. Aber die einzelnen Details jetzt, ob jetzt die Jahreszahlen alle stimmen und ob die Ortsangaben alle richtig sind, naja, wer weiß. Das ist ja auch nicht so wichtig, das ist ja nebensächlich. Jesus ist die Mitte der Schrift. So hört man das ständig, überall. Und wir denken, naja, klar, die Jahreszahlen, vollkommen egal nicht, ob der jetzt um 120 Jahre alt geworden ist, 135, aber vor Gericht wäre uns das nicht egal, vor Gericht würde ich sagen, Moment mal, entweder ihr stimmt überein oder ich kann es nicht ernst nehmen.

[1:19:39] Wenn wir also sagen, dass das alte und das neue Testament zwei Zeugen sind, dann erkennt man Zeugen ja gerade daran, dass sie auch in den, also wahrhaftige Zeugen erkennt man daran, dass sie auch in den Details übereinstimmen, oder? Dann sind sie vertrauenswürdig. Ich hab das mal gehört, was man so populär sagt ist, die Bibel enthält das Wort Gottes. Aber sie ist nicht das Wort Gottes. Sie enthält das Wort Gottes, das heißt, vieles in der Bibel ist göttlich inspiriert. Manches ist halt von Menschen halt so ein bisschen dazu gefügt, so ein paar Jahreszahlen. Habt ihr das mal gehört? Aber wenn das stimmt, dann sind es was? Falsche Zeugen. Und was sagt die Bibel über falsche Zeugen? Oho. Ich würde ein ganz eigenes Studium machen über falsche Zeugen. Die kommen nicht gut weg. Denn die Bibel sagt in dem neunten Gebot, du sollst nicht falsch Zeugnis reden gegen den Nächsten. Das heißt, wenn die Bibel, wenn das Alte und das Neue Testament zwei Zeugen sind, dann müssen sie sich an die zehn Gebote halten. Sie dürfen kein falsch Zeugnis geben. Das ist ganz wichtig. Wir lesen im Vers sagen, ja, zwei Zeugen, Alte und Neue Testament, wunderbar, kommen wir zum nächsten Vers. Aber seht ihr, wie viel dahinter steckt? Hinter diesem Vers steckt so viel über die Autorität der Bibel, was heute so unterwandert wird. Wäre schön, wenn es untermauert werden würde. Also das ist wirklich nicht ganz unwichtig.

[1:21:05] Und warum ist es so wichtig, daran festzuhalten, dass Gott, übrigens, warum sagt es, dass Gott den beiden Zeugen geben wird, dass sie Weiß sagen? Warum sagt der Text in Offenbarung 11 Vers 3, dass Gott es bewirkt, dass die beiden Zeugen Weiß sagen? Hm? Ja? Wie hat Gott es gemacht, dass er es bewirkt hat, dass die Zeugen Weiß sagen? Den Heiligen Geist. Kennt ihr eine Bibelstelle, wo es darum geht, dass Gott ganz genau, wo ist das? Menschen getrieben vom Heiligen Geist? Weiß es irgendjemand, wo es steht? Menschen getrieben vom Heiligen Geist haben geredet im Namen Gottes. Mit P-Fingern. Es war der gute Petrus in seinem Ersten oder Zweiten? Zweiten, genau. Zweiten Kapitel. Kapitel 1, der 20 hat es nicht. 2. Petrus 1 Ab Vers 19, können wir lesen. 19 bis 21. Das ist ein super Standardvers, okay? Der ist so standardmäßig. Es gibt nur einen, der noch standardmäßiger ist, die beiden müsst ihr kennen. 2. Petrus 1 Vers 19 bis 21 und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint. Hat dieses Licht in der Dunkelheit geschienen? Das war finsteres Alter. Im Englischen heißt es Mittelalter, the dark ages. Die finsteren Zeitalter. Aber das prophetische Wort schien, auch wenn es kaum Leute gab, die dran geglaubt haben, aber es war da. Es war ein Zeuge dagegen. Und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Dabei solltet ihr vor allem das erkennen. Was sollen wir erkennen? Wie viel Weissagung? Keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Also wenn jemand sagt, ich glaube die Bibel meint das hier. Ohren zu. Vers 21 Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben, haben die heiligen Menschen Gottes geredet.

[1:23:13] Was ist der zweite ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz wichtige Vers über die Bibelinspiration? Zweite Timotheus 1703 Vers 16 Denn alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, Überführung, Zurechtweisung und Erziehung in der Gerechtigkeit. Das sind die beiden. Zweite Petrus 1 19, 21 und zweite Timotheus 3, 16, 17. Das sind die Verse, die solltet ihr unbedingt, unbedingt, unbedingt kennen. Das sind so die absoluten super Grundlagenverse. Überhaupt, um sich mit der Bibel zu beschäftigen. Gut.

[1:23:57] Gott hat also der Bibel gegeben, die Bibel inspiriert, damit in einem Zeitalter, als es keine Apostel mehr gibt, keine Propheten, es immer noch einen Zeugen gibt. Auch wenn es kaum Menschen gab, die die Bibel gelesen haben, es gab da einen Zeugen. Übrigens, hat die Bibel ganz konkret von dieser Zeit prophezeit, hat sie geweissagt von dieser Zeit, ja oder nein? Nennt mir ein paar Beispiele. Es gibt so viele Beispiele, eigentlich könnte jeder eins sagen, aber nennt mir ein paar. Ruft einfach ein paar rein. Wo prophezeit die Bibel von diesem Zeitabschnitt hier? Sowohl im Alten, als auch im Neuen Testament. Wo prophezeit sie davon? Daniel wo? Sei ein bisschen konkreter. Daniel sieben, genau. Wonach? Also wenn jemand ganz clever ist, würde er jetzt offenbar um elf sagen. Das habe ich jetzt einfach auch schon mal weggenommen, damit ihr ein bisschen überlegen müsst. Also Daniel elf, wonach? Wo spricht die Bibel vom Mittelalter? Daniel sieben, Daniel elf, elf ist gut. Daniel elf ist gut, ja. Daniel elf, Daniel acht, Daniel zwölf, Daniel zwei, Europa, nicht wahr? Europäisches Mittelalter. Wie ist es im Neuen Testament? Außer Offenbarung elf. Wonach? Wo spricht sie noch von diesen 42 Monaten, von dieser Zeit der Gemeinde in der Wüste? In welchem Kapitel? Offenbarung sie spricht von diesem letzten Zeitaufstand. Ja, du hast gerade recht. Offenbarung neun, ja. Ein bisschen Insider-mäßig, ja, aber Offenbarung neun auch. Wie wäre es zum Beispiel mit Offenbarung zwölf? Die Gemeinde in der Wüste. Die Frau in der Wüste, Offenbarung zwölf. Offenbarung dreizehn. Das Tier aus dem Meer. Wie wäre es mit zweite Thessalonicher zwei, der Mensch der Sünde? Lukas einundzwanzig, die große Trübsal. Erste Thimosius vier, das Zölibat. Und, und, und. Also, wir haben jetzt gar nicht die Zeit, die alle aufzuzählen. Aber sowohl im Alten, wisst ihr, dass sogar Hesekiel achtundzwanzig eine Prophezeiung auf das Papsttum ist? Wer von euch hat das gewusst? Hesekiel achtundzwanzig eine Prophezeiung auf das Papsttum? Zeige ich euch ganz kurz. Schlagt mal auf, Hesekiel achtundzwanzig. Woher kennen wir Hesekiel achtundzwanzig immer? Aus welcher Bibelstunde? Aus welchem Thema? Kommt. Ihr Lieben. Satan, ganz genau. Der Fall von Luzifer, also die Entstehung des Bösen, nicht wahr? Hesekiel achtundzwanzig. Da lesen wir immer ab Vers zwölf, nicht wahr? Aber schaut mal, was in Vers eins steht. Und zwei. Hesekiel achtundzwanzig, Vers eins und zwei. Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen, Menschensohn spricht zu dem Fürsten von Tyros. So spricht Gott daher, weil sich dein Herz erhoben hat und du gesagt hast, ich bin ein Gott und setzte auf einem Götterthron mitten im Meer, da du doch nur ein Mensch und kein Gott bist und weil du dein Herz dem Herzen Gottes gleichstellst. Ist das hier von Luzifer die Rede? Nein, denn Luzifer ist kein Mensch. Aber welcher Mensch hat gesagt, ich bin Gott und hat sich in den Tempel Gottes gesetzt und sich ausgegeben, als wäre er Gott? 2. Thessalonicher 3. 2 sagt das. Das heißt, Hesekiel achtundzwanzig ist eine Prophezeiung, hinter dem Bild von Tyros natürlich, genauso wie Babylon, der auch so ein Bild ist, von dem System eines Menschen, der sich an die Stelle Gottes setzt, der sich zum Stellvertreter Christi macht oder wie man im Griechischen auch ausdrücken könnte, zum Antichristen. Übrigens 1. Johannes 4. 1. Johannes 2 ist eine Prophezeiung auf den Antichristen. Das heißt, überall, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, haben wir sehr konkrete und noch viel mehr indirekte Hinweise auf diese Mittelalterszeit. Das heißt, jemand, der die Bibel studiert hätte, hätte zu dieser Zeit wissen können, was die Bibel sagt. Da war ein Zeuge.

[1:28:09] Aber die letzte Minute, die wir noch haben, verwenden wir ganz kurz auf die Idee, der Zeuge hatte was an. Sacktuch. Was ist Sacktuch? Da muss man gar nicht dran überlegen, oder? Trauer. Ganz genau. Schlafen wir uns 2 Verse auf und dann sind wir fertig. Schafft ihr noch 2 Verse? 2. Samuel 3 Vers 31 als Beispiel. Wir könnten noch ungefähr 20 andere aufschlagen, aber es ist immer das Gleiche, von daher glaubt ihr mir das hoffentlich. 2. Samuel 3 Vers 31 Die Bibel sagt, das ist ein interessantes Geschehen übrigens hier, wie ein Herrführer den anderen tötet. 2. Samuel 3 Vers 31 David aber sprach zu Joab und zu dem ganzen Volk, das mit ihm war, zerreißt eure Kleider und umgürtet euch mit Sacktuch und stimmt die Totenklage für Atene an. Und der König David ging hinter der Bar her. Das heißt, Sacktuch ist ein Symbol für Klage, für Trauer, für fast alles, was traurig klagen. Es war kein Fest, das ist Sacktuch. Übrigens nebenbei gesagt, wisst ihr, dass das Wort Sack im Deutschen tatsächlich vom hebräischen Schack kommt? Das hebräische Wort dafür heißt Schack. Und ich glaube das griechische heißt Sackos. Das altgriechische Sackos. Das heißt, die Hebräer haben das an die Griechen weitergegeben und die auch an uns. Deswegen heißt es bei uns Sack. Das ist kein deutsches Wort, das ist eigentlich ein hebräisches Wort. Die Vermittlung der Griechen ist es sonst. Ganz völlig unwichtig.

[1:29:39] Das heißt, warum fährt die Bibel wohl Sacktuch an in dieser Zeit? Warum ist da wohl Trauer? Weil es finster ist. Warum wird es finster? Was ist Finsternis? Finsternis ist die Abwesenheit von Licht. Was ist das Licht? Das Licht ist das Jesus und das Wort Gottes. Dein Wort ist ein Licht auf meinem Weg. Und wenn man das Wort Gottes unterdrückt, dann wird es dunkel. Schaut mal, wo noch ein Sack vorkommt in der Offenbarung. Der einzige Sack, der noch in der Offenbarung vorkommt, findet sich in Offenbarung 6, Vers 12. Offenbarung 6, Vers 12. Wow. Das ist ein ganz anderer Zusammenhang hier. Hat nichts direkt mit dem Mittelalter zu tun, aber einfach nur für das Bild vom Sack. Offenbarung 6, Vers 12. Und ich sah, als das nächste Siegel geöffnete und siehe, ein großes Erdbeben entstand und die Sonne wurde finster oder schwarz, wie ein Herenasack. Das heißt, der Sack steht einmal für die Trauer und für die Finsternis, für die Verfinsterung.

[1:31:00] Und wodurch, ganz praktisch, damit schließen wir, ist in dieser Zeit die Bibel in Sacktuch gehüllt worden. Wodurch ist sie verfinstert worden? Was wurde mit der Bibel gemacht? Bevor sie verfälscht wurde. Sie wurde erstmal verboten und wenn man eine hatte, selbst wenn man eine hatte, was war das Problem? Sie war geschrieben in welcher Sprache? In Latein. Und keiner konnte Latein, bis auf die oberste Elite. Und selbst die, die Latein konnten, durften sie auch mal fündig lesen. Ich finde das immer so spannend, wenn ich das lese von Martin Luther, der ein Doktor der Theologie war. Stell dir das mal vor, ein Doktor der Theologie, einer der besten Studenten. Und eines Tages, nachdem er seinen Doktor gerade für Theologie hatte, findet er zum ersten Mal im Leben eine Bibel und liest drin und wundert sich, was da drin steht. Man fragt sich, was die studiert haben. Aber so war das. Da gab es Doktoren der Theologie, die haben Sonntag für Sonntag gepredigt und hatten auch niemals im Leben eine Bibel gesehen. Und selbst die Bibeln, die es gab, wurden angekettet, dass sie auch gar keiner raubt. Und wenn es eine Bibel gab, die unautorisiert war, wurde sie sofort verbrannt. Es gab Zeiten im Mittelalter, da gab es nur sehr wenig Manuskripte. Und das Licht war kurz vorm Ausflackern. Und warum ist es nicht ausgegangen? Valdenza, Albigensa, diese ganzen Gruppierungen, die irgendwo in den fernen Gegenden Europas der Einsatz ihres Lebens die Bibel auswendig gelernt haben und aufgeschrieben haben, die Hebräisch und Griechisch sich selbst beigebracht haben, um das weiterzutragen. Wir schlagen heute die Bibel auf, wir rennen da zum Schrank und holen uns noch eine Ersatzbibel. Wir schlagen das Internet auf, zum Bibelserver und haben sieben Bibeln. Für das, was wir heute haben, hätten andere Menschen ihr Leben gelassen und haben ihr Leben gelassen. Die hätten dafür ihr Haus verkauft. Und wir, wie gehen wir mit der Bibel um? Wir studieren sie. Wollen wir es hoffen, dass wir sie studieren, nicht wahr? Wollen wir es hoffen. Das stimmt, das stimmt.

[1:32:58] Aber das ist wirklich ein interessanter Gedanke, oder? Das heißt, selbst wenn, wie beim Konzil von Toulouse 1299, die Bibel verboten wurde. Das Licht ist nicht ganz ausgegangen. Die Bibel sagt voraus, dass für den gesamten Zeitraum der 1260 Jahre, die zwei Zeugen, auch wenn sie ein Sackzug sind, sie weiter weiß sagen, man kann sie nicht auslöschen. Auch wenn man sie noch so einhüllt in Sacktuch, ist die Predigung weiter. Und wenn man sie an Mauern festbindet und sie in Sprachen übersetzt, die keiner kann, Gott findet immer einen Weg hindurch. Das Wort Gottes hat überlebt. Und wir werden sehen, dass das restliche Kapitel von 5. Mose, das restliche Kapitel, Aufmachung 11, das Kapitel über die Bibel ist, über die Geschichte der Bibel. Wir werden noch viel mehr lernen über die Geschichte der Bibel und wie Satan versucht hat, gegen die Bibel zu kämpfen, denn die Bibel ist die Grundlage aller Reformen. Und natürlich die Grundlage auch der letzten Reformen, die wir dann in Aufmachung 10 haben. Die Bibel war kurz davor auszulöschen, aber sie hat überlebt. Und sie hat geweißsagt. Und wir täten gut daran, wenn wir diesen Schatz, den wir in den Händen haben, nicht einfach als Buch behandeln, sondern als echten Schatz. Ein echter Schatz. Überlegt euch das nächste Mal, wenn ihr die Bibel ausschlagt, wie viele Menschen dafür ihr Leben gelassen haben, dass ihr das heute lesen dürft, in eurer Sprache, sodass ihr es verstehen könnt. Viele, viele Menschen hatten dieses Vorrecht nicht und hätten sonst etwas gegeben dafür. Wollt ihr euch vornehmen? Wollen wir uns gemeinsam vornehmen, die Bibel wieder mit etwas mehr Wertschätzung zu betrachten? Nicht einfach nur als Arbeitsbuch, sondern etwas, das wirklich ein Schatz ist, das wir nicht einfach aufgeben wollen in unserem Leben. Wollen wir uns das vornehmen? Dann wollen wir gemeinsam hier schließen mit einem Gebet und ich lade euch ein, dazu aufzustehen.

[1:34:52] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein Wort, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du es uns überliefert hast, dass wir es heute in den Händen halten. Wir haben heute gesehen in diesem Kapitel in Offenbarung 11 Vers 3, was da für ein Kampf war um die Bibel und wie uns die Bibel selbst vorhergesagt hat, dass sie für einen langen Zeitraum unter Verschluss gehalten worden ist oder kaum zugänglich war, durch eine fremde Sprache und durch Verbot den einfachen Menschen vornhalten war. Und die Folgen konnte man sehen. Das ganze Mittelalter war voller Ignoranz und voller Ungebildetheit und die schlimmsten Sünden waren weit verbreitet. Und als du dann die Bibel wieder hervor hast scheinen lassen in der Reformation, da sind dann auch Bildung und Intellekt und Kultur wieder zurückgekehrt zur Menschheit. Jesus, deine Bibel ist tatsächlich ein Licht auf unserem Weg. Und ich bitte dich von ganzem Herzen für mich und für jeden Einzelnen hier, dass wir dieses Buch mehr schätzen und dass wir es auch im Licht dieser Prophezeiung als die zwei Zeugen wahrnehmen, die von dir Zeugnis ablegen und die sich nicht widersprechen als treue Zeugen, die völlig übereinstimmen, denn auf das Zeugnis von zwei oder drei Zeugen wird eine Sache bestätigt. Amen.

[1:36:11] Okay ihr Lieben, herzlichen Dank, dass ihr zugeschaut habt und bis zum nächsten Mal nächste Woche, wenn es wieder heißt, auf dem Morgenseminar Vers für Vers hier am Dienstag 19.30 Uhr auf www.julemedia.tv.de Schaut euch mal ein bisschen um auf der Jule-Media-Seite, schaut euch die neue Cannstatt Study Hour an, die seit gestern schon hochgeladen ist. Schaut euch die anderen Videos an, die es gibt und auch dort wird es jetzt die nächsten Tage neue Videos geben von TASCH, ParkLab und von anderen. Freut euch darauf. Gottes Segen euch und bis bald. Gottes Segen auch euch.


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