In dieser Predigt von Nicola Taubert geht es um die Standhaftigkeit im Glauben angesichts von Verfolgung und gesellschaftlichen Veränderungen. Es wird betont, wie wichtig es ist, sich auf die Lehren der Vergangenheit zu besinnen und an den unveränderlichen Wahrheiten Gottes festzuhalten. Die Botschaft ermutigt dazu, die Kraft des Evangeliums zu erkennen und als Botschafter Christi mutig und unerschütterlich zu sein, auch wenn die Welt sich ständig wandelt.
3. Die Standhaftigkeit Christi – Der Vollendung entgegen
Nicola Taubert · Botschafter an Christi Statt ·Themen: Autorität der Bibel, Bibel, Bibelstudium, Erweckung, GemeindeWeitere Aufnahmen
Serie: Botschafter an Christi Statt
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Transkript
[0:00] So, darf ich mal kurz fragen, wer war heute Morgen nicht da? Eigentlich müsste ich jetzt nochmal anfangen, aber das können wir nicht. Wir haben uns Gedanken gemacht seit gestern über "Botschafter an Christi statt". Gestern haben wir uns konzentriert auf die Botschaft und was passiert, wenn wir das Evangelium vom Reich Gottes predigen, uneingeschränkt, welche Konsequenzen das hat und dass wir an seiner Stelle die Schmach Christi uns dafür entscheiden müssen, dass kein Weg dran vorbeigeht.
[0:40] Und heute Morgen haben wir uns dem Thema zugewendet mit dem Botschafter im Fokus über die Dinge, die auf uns zukommen, was geschieht, wenn wir an Botschafter an Christi statt sind, dass wir es nicht vermeiden können, Verfolgung und Drangsal. Wir reden nicht gerne über dieses Thema, weil es natürlich nicht so das schönste Thema ist in Anführungszeichen und weil wir auch selber kaum betroffen sind von Verfolgung in unseren Ländern für den Glauben. Das wird sich bald ändern. Und wir haben das gesehen, dass es keinen anderen Weg gibt, so wie die Bibel es sagt. Wer mir nachfolgt, wer gottesfürchtig leben will, muss Verfolgung erleiden.
[1:32] Und wir haben heute Morgen darüber gesprochen, dass wir der Versuchung widerstehen müssen, dass wir Widerstand und Verfolgung versuchen, aus dem Weg zu gehen, weil wir unsere Verwundbarkeit, diese Anfechtungen nicht mögen und versuchen, wo es geht, aus dem Weg zu gehen. Und wir haben studiert, dass es nicht anders geht. Gott wird das Werk abschließen über diese Erfahrung, wie Jesus es erlebt hat. Seine Macht und seine Herrlichkeit wurde dort am deutlichsten sichtbar, wo er am meisten litt. Und wie er gelitten hat. Jesaja 53, er tat seinen Mund nicht auf. Und welche Folgen das hatte.
[2:28] Und ich habe euch ein Zitat unterschlagen, mit dem ich doch das vorschieben will, bevor wir in unser Folgestudium gehen und uns jetzt das Thema anschauen: "Standhaftigkeit Jesu – halte fest, der Vollendung entgegen." Es geht uns hauptsächlich um diese zwei Wörter: "halte fest", "Standhaftigkeit Jesu". Aber ich würde euch gerne dieses Zitat noch mitgeben, für diejenigen, die nicht da waren, waren da doch eine ganze Menge heute an dem zweiten Thema, vielleicht als Übergang und als Zusammenfassung dessen, was wir heute Morgen studiert haben. Und für die anderen wird es noch eine größere Erweiterung sein, was wir gelesen haben.
[3:11] Ich zitiere aus "Wirken der Apostel", Seite 524. "Wirken der Apostel" 524. "Gottes Fürsorge für sein Erbe ist unaufhörlich. Er lässt kein Leid über seine Kinder kommen." Und viele würden jetzt gerne hier einen Punkt machen: "Er lässt kein Leid über seine Kinder kommen." Außerdem, was für gegenwärtiges und ewiges Wohlergehen unabdingbar ist. Habt ihr verstanden?
[3:46] Der Text sagt uns erstmal bis hierher, dass es Leid gibt, dass Gott nicht einfach nur zulässt, sondern dass er in unser Leben hineinschickt, damit wir – und jetzt lese ich weiter – "es wird seine Gemeinde reinigen, so wie Christus den Tempel während seines Dienstes auf Erden gereinigt hat." So was hören wir nicht. Ich habe dasselbe Zitat dieses Jahr das erste Mal gelesen, obwohl es in dem Buch, das Buch ich kenne, irgendwie habe ich die Augen zu gehabt oder ich weiß nicht.
[4:23] Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass Leid, das Nachfolger Gottes erleben, Nachfolger Jesu erleben, Leid, Verfolgung, nicht nur etwas ist, dass man sagt, ja gut, die Welt hasst einfach die Wahrheit, sondern dass hier steht, inspiriert: "Er wird seine Gemeinde durch Leid reinigen." Ich zitiere weiter: "Alles, was er über sein Volk durch Prüfungen und Schwierigkeiten über sie bringt..." Ihr merkt schon, wir haben ein Problem mit der Sprache hier. Gott bringt doch kein Leid über sein Volk. Er lässt Leid zu, was der Teufel verursacht, das ist unser Denken. Das ist eine Lüge.
[5:13] Das Leid ist die unabdingbare Konsequenz aus der Nachfolge. Oh, der Taubert hat gesagt, jeder, der Jesus nachfolgt, der muss leiden. Dunkel, negativ? Nein, die Größe des Leidens ist die unabdingbare Konsequenz aus der Nachfolge. Das Leid ist die unabdingbare Konsequenz aus der Nachfolge. Dunkel, negativ? Nein, die größte Nähe zu Gott haben die Leute erlebt, die für Christus gelitten haben. Stephanus, während er gesteinigt wird, sieht er den Himmel offen und sagt: "Vater, vergib ihnen, wie Jesus." Und nirgends wurde die Kraft des Evangeliums so deutlich wie bei Jesus auf Golgatha, der sagt: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Oder Stephanus, der für seine Verfolger betet, genau das Gleiche sagt, der den Himmel offen sieht.
[6:07] Und was heißt es von ihm in dem Moment, wo er mit Stein beworfen wurde? Paulus stand dabei, er leuchtete. Er leuchtete. Die Leute haben gesehen, was da passiert, das ist übernatürlich. Über Jesus heißt es: "Er tat seinen Mund nicht auf." Wir haben heute Morgen viele Texte gesprochen. Und wir haben darüber kurz das gestreift, dass wir versuchen, in der Regel Leid und Probleme aus dem Weg zu gehen. Verfolgung, Mobbing, üble Nachrede, wir versuchen das zu vermeiden, indem wir dagegen kämpfen, protestieren, uns rechtfertigen, sagen, das stimmt nicht, was du sagst, und merken nicht, wie wir da durch Gottes Plan durchkreuzen.
[6:51] Und hier schreibt sie jetzt, inspiriert: "Alles, was er über sein Volk durch Prüfungen und Schwierigkeiten nicht zulässt, über sie bringt, geschieht, damit sie eine tiefere Frömmigkeit und größere Kraft erlangen, um die Siege des Kreuzes weiterzutragen bis ans Ende der Welt." Habt ihr schon mal dieses Konzept gehört? Dass Gott Leid zulässt in unserem Leben und Verfolgung zulassen wird, und es wird global zu einer Verfolgung kommen. Global, sagt Offenbarung. Wir haben es ja schon vorausgesagt bekommen. Heute Morgen haben wir gelesen, wie Paulus voraussagt, dass in der Ende der Zeit selbst Kinder werden helfen, ihre Eltern zu töten. Da kommen Dinge, von denen wir hier nicht normal ahnen jetzt, was passieren wird.
[7:47] Und Gott wird diese Dinge über uns zulassen und bringen teilweise, damit, wie es heißt hier, wir nicht nur durch diese Prüfungen und Schwierigkeiten eine tiefere Frömmigkeit selber erleben, das heißt, noch näher an Christus rangehen, sondern auch eine größere Kraft erlangen, damit die Siege des Kreuzes weitergetragen werden können. Und Botschafter an Christi Stelle zu sein, ist einfach zu sagen: Ich möchte teilhaben an den Herrlichkeiten Christi, an den Segnungen Christi. Wir wollen Segnungen durch Zehnten geben, wir wollen Segnungen dadurch, dass wir sehen, wie Menschen sich bekehren. Wir haben gern teil an den Segnungen Christi. Aber Nachfolger heißt: Wer mir nachfolgt, der nehme sein Kreuz auf sich täglich. Das heißt, die Frage, die wir gestellt haben, war: Sind wir auch bereit, an seiner Schmach und an seinen Leiden teilhaben zu wollen? Wenn nicht, kann Christus uns nicht gebrauchen.
[8:50] Und der Grund ist unser Ego. Und wir werden jetzt den nächsten Schritt weitergehen. Ich habe diese Serie, die ich gemacht habe, über "Botschafter an Christi statt" für hier, für euch, etwas verkürzt. Normalerweise sind es fünf Teile, ich springe deswegen zum letzten Teil, wo es um die Frage geht: Wie geht es weiter? Was erwartet Gott von uns? Was geschieht in meinem Leben nach dem, was wir jetzt studiert haben? Haltet fest, das ist die Botschaft.
[9:25] Ich möchte sie mit euch gemeinsam lesen, Hebräer 10, Vers 19. Übrigens, wenn ihr müde werdet, ihr wisst, was eine Erweckungspredigt ist. Eine Erweckungspredigt ist immer die Predigt nach dem Mittagessen, wo man den Kampf hat gegen das Blut, das sich staut im Magen. Also wer müde wird, das kann vorkommen, dann bitte ich euch, falls ihr einschlaft, schnarcht nicht.
[10:05] Hebräer 10, Vers 19. "Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben, zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat, hört bitte das Wort, unterstreichen, als neuen Weg und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist, durch das Opfer seines Leibes und haben einen hohen Priester über das Haus Gottes. So lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigen Herzen, in vollkommenen Glauben, besprengt in unseren Herzen und los vom bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser."
[10:50] "Lasst uns festhalten, Vers 23, jetzt kommt's, lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken, denn er ist treu, der es sie verheißen hat. Und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zu Liebe und zu guten Werken." Diese gesegneten Stunden, die man erlebt, gemeinsam mit dem Wort Gottes, müssen uns dahin führen, dass wir fragen: Wie geht es im Anbetracht dessen, was vor uns auf uns zukommt, dass das Werk abgeschlossen werden soll auf dieser Erde und wir berufen sind? Wir haben heute Morgen darüber studiert, über die Berufung, zu was wir berufen sind, zu verkündigen die Wohltaten dessen, der euch berufen hat, von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht, so heißt es in 1. Petrus 2, Vers 10 und 11.
[11:49] Muss die Frage lauten: Was ist zu tun? Was erwartet Gott von mir in einer Zeit, in der sich alles bewegt, in der sich alles auflöst, in der Moral und Ethik keine Rolle mehr spielen, in der christliches Gedankengut gezielt aus allen Gesetzesgrundlagen, Rechten versucht wird, herauszubekommen, wo normal irre ist und wo irre normal ist, wo krank als gesund gilt und gesund als krank. Wir leben in einer Zeit, in der es im Vergleich der letzten 6.000 Jahre vieles so ist, wie es früher immer war, aber es gibt jetzt einige Entwicklungen, die gab es so in dem Maße nur ein einziges Mal, das war direkt vor der Sintflut, sagt die Bibel, dass die Zeit vor der Wiederkunft und die Zeit direkt vor der Sintflut identisch waren in allem, die waren genau gleich und es löst sich alles auf und die Leute, die wirklich der Wahrheit folgen und danach leben wollen, als verrückt gelten, so wie Noah verrückt war aus der Sicht der Menschen damals.
[13:13] Als Botschafter Christi leben wir in einer Welt, das müssen wir verstehen, was gerade passiert, die uns ständig predigt, dass wir uns verändern müssen und wir wollen uns ja eigentlich auch verändern. Das ist das Kernanliegen des Evangeliums, dass wir Veränderung erleben. Aber Veränderung zu was, wohin? Es ist so, dass unsere jetzige Phase der Geschichte sogar so weit geht, dass man gar nicht mehr fragt, was ist denn das Ziel der Veränderung, sondern Hauptsache, dass es Veränderung gibt. Das ist das Entscheidende, es muss nur Veränderung geben.
[13:55] Ich möchte es noch konkretisieren, das heißt, es geht darum, Neues, das Neue immer wieder zu propagieren. Wir müssen uns entwickeln, das Neue, das Neue. Das hat natürlich damit zu tun, dass wir geprägt sind durch die Evolution in unserer Gesellschaft, die glaubt, dass alles, wohin sich das in die Zukunft entwickelt, muss unbedingt besser sein, weil das Primitive ist hinter uns und das Komplexere, die Lösung, liegt vor uns. Und das hat uns geprägt in unserem Denken, auch als Christen: Veränderung, Neues, das ist das, was wir brauchen. Und das ist gefährlich, denn neu heißt nicht immer richtig, neu heißt nicht immer besser. Das wisst ihr, das brauche ich euch nicht sagen. Es ist schon fast so, dass der Begriff "neu" schon fast so eine Volksdroge wird. Im Ernst, überall seht ihr, wo Erfolg mit kommuniziert werden soll in der Wirtschaft, egal was, seht ihr immer das Wort "neu" dabei. Dann wisst ihr, es ist was Besseres, es kommt was Besseres. Neue Formeln, neue dieses, neue das.
[15:03] Und wir sind ja nicht gegen Neues, aber die Frage ist nicht: Ist es neu? Sondern: Ist es gut und ist es nach Gottes Plan? Und wir haben Angst davor, wenn wir nicht mit uns entwickeln, wenn wir nicht mithalten, nicht Schritt halten, dass wir dann die Zukunft verpassen und altmodisch werden und hinter rückständig sind. Das ist so die unausgesprochene Angst, die auch im Christentum existiert und die ich auch spüre unter uns manchmal.
[15:38] Zukunftsforscher behaupten, dass Veränderung die Grundlage aller Entwicklung ist und Fortschritts, ganz nach dem Prinzip Darwins. Und es ändert sich viel und es ist auch gut so, ich habe das schon gesagt, es ist gut so, dass sich vieles verändert. Ich habe das schon mal erwähnt in einem anderen Zusammenhang. Man kann es kaum glauben, aber ich möchte euch nur zeigen, wie weit das geht. Seit 2006 kann man in Amerika nicht nur seinen Hund heiraten oder seine Katze, man kann sogar Gegenstände heiraten seit 2014. Das heißt, in Amerika kannst du deine Lampe oder deinen Lautsprecher heiraten. Ich meine, ganz ehrlich, vor 25 Jahren hätte man das als geisteskrank bezeichnet und diese Leute, die das machen, hätte man eventuell psychiatrisch behandelt. Heute ist das möglich, Tiere, Gegenstände zu heiraten und wer weiß, was dann noch alles kommt.
[16:42] Das heißt, wir müssen uns auf einiges einstellen vor uns, wenn wir mit so altbackenen Vorstellungen kommen und die Bibel zitieren. Denkt an heute Morgen an dem vorigen Thema, was wir zitierten, studierten, wo Paulus sich zu rechtfertigen hat vor Agrippa und vor Festus. Und wo der Festus ihn anschreit und sagt: "Paulus, du bist ja von Sinnen, dein vieles Bibelstudieren hat dir den Verstand geraubt." Wir haben gesagt, diese Zeit kommt wieder, wo die Bibel und der Bezug zur Bibel, wo man die Bibel hochhält und sagt: "Moment, aber die Bibel sagt so und so", als geisteskrank bezeichnet werden wird.
[17:30] Ihr werdet vielleicht das jetzt nicht glauben, aber wir sind in dem Prozess mittendrin. Und die Christen machen mit. Und die Frage ist: Wie lange wir es noch aushalten als Adventvolk, gegen den Strom zu schwimmen, gegen Entwicklungen, die destruktiv sind und alles zerstören, was in den Weg kommt. Kinder, Jugendliche, Ehen, Gemeinden, Familien, die Gesellschaft – alles wird plattgemacht durch diese auf den Kopf drehen der Werte. Aber es ist nicht nur das, dass sie kaputt gemacht werden, sondern dass diejenigen ausgeschaltet werden, die sagen, wie es war ist. Und das war unser letztes Thema: ausgeschaltet werden durch Druck, Verfolgung, durch Spott, Hohn und so weiter, damit du deinen Mund hältst.
[18:22] Nun, Paulus hat das damals schon erleben müssen. Ich meine nicht das, was ich jetzt gesagt habe, dass man seinen Hund heiraten kann oder seine Lampe, das gab es bei Paulus noch nicht. Auch nicht, dass Männer heute Babys bekommen. Habt ihr mitbekommen, dass in Amerika die ersten Fortschritte gemacht werden, dass Embryonen eingepflanzt werden, in eine künstliche Gebärmutter bei einem Mann im Bauch eingepflanzt? Schaut mal nach, das ist alles momentan Entwicklungen, die in den nächsten Jahren mit voller Kraft auf uns zukommen. Und es wäre gut, wenn wir unsere Kinder darauf fortbereiten.
[19:09] Aber Paulus sah sich damals schon in einer Situation, ich möchte mit euch lesen in Apostelgeschichte 17, wo er in der Herausforderung stand, was er tun soll. Er kam in eine Stadt, er kam in viele Städte auf seinen Missionsreisen, aber er kam in eine Stadt, die war damals weltberühmt dafür, dass sie immer in allen Punkten die Nase vorne hatte und die Trendsetterstadt war. So wie heute zum Beispiel London oder New York oder so, woher die ganzen Musikstile kommen, die Mode und alles. Das bestimmt so, wie die Gesellschaft sich entwickelt, diese Städte. Und damals gab es auch so eine Stadt und zwar Athen.
[19:53] Und da heißt es hier in Apostelgeschichte 17, Abs. 19: "Nehmt ruhig eure Bibel in die Hand, das gibt Muskeln." "Sie, die Athener, nahmen ihn, Paulus, aber mit und führten ihn auf den Areopag und sprachen: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du lehrst? Denn du bringst etwas Neues vor unsere Ohren. Nun wollen wir gerne wissen, was das ist. Und alle Athener, nämlich auch die Fremden, die bei ihnen wohnten, hatten nichts anderes im Sinn, als etwas Neues zu sagen oder zu hören."
[20:35] Also, das heißt, es ist nichts Neues, diese Entwicklung. Es gab es schon vor 2000 Jahren. Immer danach zu schauen: "Komm, sag mir was Neues, das kenne ich schon." Glaubt ihr, dass das eine Gefahr für uns sein kann? Die Welt, die Informationen im Sekundentakt in den Medien bekommt, Bildwechsel, schnelle Bildwechsel, schnelle Botschaften, Fülle an Eindrücken, ständig wechselnd, die seit Jahrzehnten so trainiert werden, die Menschen. Glaubt ihr, dass das eine Versuchung für uns ist? Dass wir nicht immer mit denselben Dingen kommen und immer wieder dasselbe sagen und immer wieder die Sachen sagen, die schon seit Jahrtausenden gesagt werden? Große Versuchung.
[21:21] Hier was Neues zu finden, das kitzelt, das reizt, das die Leute irgendwie in Erregung versetzt. Ein Wald schreibt über Paulus in Areopag, dass er am wenigsten Erfolg hatte dort, weil er auch bemüht hat, die Sachen so zu formulieren, dass es in die griechische Philosophie passt. Er hat dort nirgends anders so wenig Erfolg gehabt wie dort. Es haben sich einige taufen lassen, das steht sogar in der Bibel.
[21:51] Die Frage ist: Was haben wir, und damit meine ich auch ganz lokal, konkret, mit ihr, aber was haben wir im Allgemeinen, was habt ihr als neue Gemeinde in Burgstetten hier, was haben wir einer Welt zu sagen und zu predigen, die sich ständig verändert und immer danach schaut, dass was Neues kommt? Was haben wir zu sagen? Neues Licht? Merkt ihr was? Neues Licht in unseren Glaubensüberzeugungen, neue Gottesdienstformen, neue Anbetungsmusik, neues Evangelium.
[22:29] Sollte Gemeinde Trendsetter sein? Ja oder nein? Das ist die Frage. Sollte Gemeinde, sollte Adventbewegung Trendsetter sein in dieser Welt? Ja oder nein? Sollen wir eine Abstimmung machen?
[22:56] Damit wir von den Menschen in der Zukunft auch verstanden werden, die sie alle nach vorne ausrichten, liest man mit mir Jeremia 6, Vers 16. Jeremia 6, Vers 16. Es gibt manche von euch, die die Bibel auswendig können, das sehe ich. Jeremia 6, Vers 16.
[23:23] Die Gemeinde sollte Trendsetter sein, aber schaut mal in welche Richtung. 5. Mose 28 sagt ganz deutlich, dass wir das Haupt sein sollen in der Gesellschaft und nicht der Schwanz. Das Haupt zeigt den Weg, wo es lang geht. Im Englischen sagt man "pacesetter", der Kopf vorangehen, nicht der Schwanz hinterher. Der Schwanz geht immer dahin, wo der Kopf hingeht. Und Mose sagte ganz deutlich in dem Kapitel Segen und Fluch, wenn ihr meine Gebote haltet, sagt Gott durch Mose, wenn ihr tut, was ich euch sage und dann zählt ihr auf, was dann alles passieren wird. Aber einige besondere Verse, die haben mir immer besonders meine Aufmerksamkeit, wo drin steht: "Ihr werdet immer aufwärts steigen und niemals runter sinken. Und ihr werdet von niemandem borgen, sondern nur anderen geben." Das ist interessant, der Kopf zu sein.
[24:24] Ja, wir sollten den Weg vorgeben in der Gesellschaft, wie es richtig geht. Aber jetzt achtet mal in welche Richtung. "So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei." Wohin geht der gut? Wo ist der gute Weg zu suchen? Wo ist er zu suchen? In der Zukunft? Nein, in der Vergangenheit steht hier. "Geht und fragt nach den Wegen der Vorzeit und seht, welches der gute Weg sei." Ich finde den guten Weg nicht in der Zukunft. Der führt der gute Weg in die Zukunft, aber ich finde ihn dort nicht. Der gute Weg beginnt hinten und wandelt darin. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." Wow, was für eine Verheißung.
[25:23] Wisst ihr, dass er weit vorausgesagt hat, dass es neues Licht geben wird? In zwei Punkten habe ich, sonst habe ich es nirgends gefunden. Ich habe nur bei zwei Themen gefunden, wo sie sagt, da wird es neues Licht geben. Sie sagt einmal zu dem Thema Mahlzeichen und einmal zu dem Thema Sabbat. Neues Licht zum Thema Sabbat? Was heißt das? Was gibt es am Sabbat neu? Haben wir was verpasst? 175 Jahre, 2019, Adventbewegung. Neues Licht zum Thema Sabbat?
[26:05] Habt ihr euch mal darüber Gedanken gemacht? Ich weiß nicht, ob ihr das Zitat kennt. Ich habe es nicht hier, aber ich kann es euch belegen. Neues Licht am Thema Sabbat. Vielleicht müssen wir doch wieder zum Sonntag. Oder was ist das Neue? Was ist das Neue? Was gibt es da zu sagen am Sabbat?
[26:21] Ich sage euch, was das Neue ist: dass wir den Sabbat nicht mehr so verkündigen, wie Gott es will. Wir führen die Leute vor Beweistexte, die sagen: "Schaut, der Sonntag ist falsch, der Sabbat eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, siebter Tag, guckt, Beweis, Konstantin, dieses, das, das, das, Fakten über Fakten." Das ist toll. Ich kann aus der Erfahrung sagen, damit seid ihr immer oberwasser, wenn ihr argumentiert, habt ihr immer Oberwasser. Aber wenige Leute werden sich bekehren. Ich habe früher Musikseminare gemacht, an denen sich keiner bekehrt hat. Da habe ich gefragt: "Irgendwas ist falsch." Da habe ich mir nachgedacht, was mache ich falsch, wo habe ich was? Da habe ich studiert in den Zeugnissen und habe geguckt, gibt es etwas, was ich übersehen habe? Da habe ich gemerkt, ich habe etwas übersehen. Ich habe das verändert, nicht die Inhalte, ich habe das verändert, wie ich das aufgebaut habe und wie ich es präsentiert habe und plötzlich gab es Bekehrungen.
[27:23] Und ich sage euch, was es ist: Wir beweisen sehr gut, weil wir biblisches Wissen haben. Und das Ziel ist oftmals unbewusst. Wir merken das nicht, dass es darum geht, dass wir gezeigt haben, was richtig und falsch ist. Und das ist nicht das Ziel der Verkündigung Gottes, zu zeigen nur, was richtig und falsch ist. Gott könnte das ganz einfach machen. Könnt einfach den Himmel aufreißen und könnt alles sichtbar hinschreiben auf den Himmel. Jeder könnte sehen, was noch passieren wird in der Zukunft. Es wird übrigens noch passieren, dass die zehn Gebote am Himmel aufgeschrieben werden. So wie bei dem Enkel von Nebukadnezzar in Babylon, wo die Schrift kam an der Wand. Genau dasselbe wird passieren im Himmel, wo die ganze Welt, die ganze Welt wird die zehn Gebote am Himmel lesen. Wisst ihr das, dass das passieren wird? Er könnte es jetzt schon tun, macht er aber nicht, weil er einen Plan hat.
[28:24] Darüber wollen wir sprechen: "Botschafter an Christi zu sein". Das, was am Sabbat uns abgeht momentan, ist, dass wir die Ruhe falsch weitergeben. Und deswegen, weil wir sie nicht verstanden haben, was Ruhe bedeutet. Hier steht: "Und wandelt darin in dem guten Weg, dann werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." Kratzt euch mal selber im Kopf und überlegt mal, was Paulus gemeint hat im Hebräerbrief, wo er von der Erfahrung erzählt, in der Wüste, warum die in der Wüste zurückgeblieben sind, das Volk, weil sie ungehorsam waren. Und dann sagt er: "Gott hat aber noch eine Ruhe. Es ist noch eine Ruhe vorhanden für sein Volk." Was meint das? Hatten die den Sabbat in der Wüste, ja oder nein? Hatten die den Sabbat in der Wüste, ja oder nein? Als sie 40 Jahre durch die Wüste sind, hatten die den Sabbat? Ja. Sind sie zur Ruhe eingegangen? Nein. Wie kann das sein, dass Sabbathalter nicht zur Ruhe eingehen?
[29:27] Indem sie den Sabbat verkürzt verstanden haben, so wie die Mehrheit der Adventbewegung heute verkürzt den Sabbat versteht. Und Paulus gibt die Lösung. Er sagt in Kapitel 4, Abvers 9 bis 10, er sagt: "Wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht von seinen Werken." Nicht am Sabbat. Sieben Tage in der Woche tue ich, was Gott will, der ruht von seinen Werken. Nicht mehr, was ich will, sondern was Gott will, tue ich. Und zwar von Sonntag bis Sabbat, sieben Tage die Woche. Dann, wenn ich das tue, Jeremia 6,16, ist nichts anderes, was hier steht: "Tretet hin, fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." Das ist die Ruhe, von der Paulus spricht. Ein Adventist ist ein Mensch, der zur Ruhe gekommen ist in seinem Leben. Das heißt nicht, dass immer alles gut läuft. Das heißt nicht, dass immer alles glatt läuft. Daheim, in der Erziehung oder sonst irgendwas. Das heißt nicht, dass es keine Probleme gibt. Es heißt, dass dieser Mensch total, ganz das tut, was Gott will, in allen Fragen des Lebens. Gehorsam ist Gott. Thema von gestern Abend. Das Licht, das die ganze Erde erleuchten wird. Wenn wir das tun, sagt Paulus, werden wir zu der Ruhe kommen, die mehr ist als ein Sabbat am siebten Tag. Denn der Sabbat ist eigentlich nur die Feier. Es ist die Feier am Ende der Woche. Die Feier, dass ich sechs Tage lang getan habe, was Gott will und mit Gott in Harmonie bin. Am Sabbat feiern wir das. Aber wenn ich sechs Tage in der Woche nicht immer das tue, was Gott will, was habe ich dann zu feiern? Dann komme ich und ich merke, die Predigt ist zu lang, die Predigt gibt mir nichts richtiges und das Kind hat sich schon wieder falsch bewegt und die Vorhänge haben eine falsche Farbe und der Fußboden, der ist nicht sauber, haben die nicht richtig sauber gemacht und so weiter. Dann sehe ich alles ohne Ruhe zu haben.
[31:43] Und das ist der Grund, warum wir den Sabbat momentan gar nicht in voller Kraft verkündigen können. Das ist das neue Licht, von dem Ellen White schreibt. Sie sagt, es wird neues Licht geben in Fragen vom Sabbat. Sie sagt wörtlich, ich zitiere im Englischen: "The Sabbath will be preached more fully." Zitat Ende. Das heißt, der Sabbat wird noch völliger gepredigt werden. Ja, wie kann man den Sabbat noch völliger predigen, als zu sagen, das ist richtig, siebter Tag, Sonntag ist falsch. Was kann man noch völliger machen?
[32:12] Das, was wir seit gestern studieren, dass das Evangelium eine Kraft hat. Denkt daran, was Paulus sagt, unser Thema, Römer 1, Verse 16 und 17: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft, selig zu machen, alle, die daran glauben. Warum? Weil sich die Gerechtigkeit Gottes darin offenbart." Das ist die Kraft. Die Kraft ist, dass seine Gerechtigkeit, wenn ich davor stehe und ihn erhebe und mich erniedrige, indem ich meine Sündhaftigkeit erkenne. Und erst dann, sagt Ellen White, bin ich bereit, mit der Gerechtigkeit Christi begleitet zu werden, wenn ich meine Nichtigkeit einsehe. Und wir haben gestern studiert, dass die Nichtigkeit des Menschen erst dann sichtbar wird, wenn das Gesetz Gottes kommt, das mir zeigt, dass ich Sünder bin. Das ist der ganze Prozess und dann entwickelt das Evangelium Kraft. Und dann wird der Sabbat, die Sabbatbotschaft, mit solcher Kraft zu den Leuten kommen, dass es nicht mehr heißt: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. Wir haben den richtigen Tag und du bist falsch. Das nützt denen auch nichts. Sondern dann wird der Sabbat eingebettet sein, die Botschaft, in eine kraftvolle Erfahrung, die von den Menschen rüberkommt, von einem Frieden, einem tiefen Ruhe, die ausgestrahlt wird. Wir müssen Leute nicht mehr bekehren. Sie dürfen sich bekehren. Sie können nach Hause gehen und können das, was ich sage, in den Müll schmeißen. Das ändert nichts daran, dass Gott einen Plan für sie hat und ich kann sie gehen lassen in Verantwortung. Aber wir haben, und das ist sehr entscheidend, hier steht, und Jeremia, schaut noch mal mit rein, hier steht die Lösung, in wenigen Worten die Lösung, wie die Adventbewegung ins Ziel kommt. Nicht mit dem Trend gehen, Veränderung um der Veränderung willen. Hauptsache, es ist neu.
[34:06] Der Weg von dem Hebräer, wir haben es gerade vorhin gelesen, wenn ihr noch mal, ich weiß nicht, ob ihr euren Finger noch drin habt, Hebräer 10, da steht, dass dieser Weg, den Christus uns durch sein Blut aufgetan hat, wie heißt es hier im Vers 23: "den hat er uns aufgetan als einen neuen Weg, als einen neuen und lebendigen Weg." Vers 20, Entschuldigung. Hebräer 10, 20. Der neue Weg, das Neue liegt in der Vergangenheit. Der gute Weg: "Tretet hin an den Weg, an die Wege der Vorzeit", und das ist eine Herausforderung für uns. Und was steht dann dort? Wie endet der Satz in Vers 16? "So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." Noch mal: Richtet euch nach hinten aus, sucht den Weg in der Vergangenheit, den guten Weg und ihr werdet in die Zukunft kommen, ans Ziel.
[35:08] Aber sie sprechen: "Wir wollen es nicht tun." Ausrufezeichen. "Wir wollen es nicht tun." Was wollen wir nicht tun? Hier spricht der Jeremia zum Volk Gottes, nicht zu den Heiden. "Wir wollen es nicht tun." Fragt euch mal, worum geht es hier? Was wollen sie nicht tun? Helft mir, ich liebe es gerne, wenn man Texte versteht. Was wollen wir nicht tun? Genau, den guten Weg wo zu suchen? In der Vergangenheit. Zurückzugehen. Warum nicht? Weil die Welt uns predigt: Der Fortschritt, die Entwicklung liegt vorne. Du bist rückständig. Jetzt sagen wir mal so ein paar Sprüche: "Du lebst ja hinter dem Mond. Du bist ja altmodisch, rückständig, altbacken, verkrustet und was gibt es noch alles?" Ja, und so weiter. Unser Volksmund ist voll von diesen Aussagen. Das ist falsch. Zurück ist immer falsch, immer falsch. Vorwärts, neu, das ist gut. Neue Formel, neue Kleidung, neues, neu, neu, neues Smartphone. Oh, ich habe gar nicht drauf gedrückt, jetzt läuft es erst. Mein Timer, das müsste noch länger werden. Versteht ihr, so ticken unsere Kinder immer mehr. Wir wollen es nicht tun, wir wollen uns entwickeln, wir wollen nach vorne gucken und man läuft genau in das Netz.
[36:47] Versteht ihr, warum Ellen White sagte in "Life Sketches", Seite 196: "Wir haben für die Zukunft nichts zu fürchten." Ihr kennt es ja auswendig. Lasst mich prüfen. Es sei denn, nicht alle nebeneinander, gleichzeitig, Unity. Sonst verstehe ich euch nicht. Ich will nämlich wissen, ob ihr das wirklich kennt. "Wir haben nichts für die Zukunft zu fürchten, außer..." Also, ich lese es euch: "Wir haben nichts für die Zukunft zu fürchten, außer, dass wir den Weg vergessen, wie der Herr uns in der Vergangenheit geführt hat und seine Lehre." Ich habe den Test so oft gemacht und immer wurde das Zitat beendet: "...wie er uns in der Vergangenheit führte." Die Lehre spielt keine Rolle mehr. Ich provoziere ein bisschen. Aber warum? Weil die Lehre, weil wir sehen, wenn wir in die Vergangenheit gehen und zurückdenken, wie Gott uns geführt hat, was sehen wir dann, wenn wir zurückgehen? Was sehen wir dann, außer wie er uns geführt hat, mit welcher Liebe und mit welcher starken Hand? Was sehen wir in Bezug auf die Lehre? Wenn wir uns zurückwenden in die Vergangenheit, 6.000 Jahre Menschheitsgeschichte und studieren, wie hat Gott sein Volk geführt? Mit starker Hand, mit Liebe, mit Geduld, Langmut. Wir könnten jetzt viele Dinge predigen, haufenweise darüber finden und studieren. Aber was sehen wir noch, was die Lehre betrifft? Denn sie sagt in dem Zitat: "...außer, wenn wir vergessen, wie er uns geführt hat und wir wissen, er hat uns geführt durch prophetisches Wort." Amos 3, Vers 7: "Gott, der Herr, tut nichts, es sei denn, er sagt es seinen Knechten, den Propheten." Das ist, wie er uns geführt hat, zusammengefasst. Aber sie sagt: "...und seine Lehre." Wenn wir zurückschauen, was entdecken wir dann an der Lehre? Sagt es mir. Wenn wir 6.000 Jahre zurückschauen, was entdecken wir dann an Gottes Lehre? Das ist der Punkt.
[39:29] Versteht ihr? Sie hat sich nie verändert. "Der da ist, der da war, der da kommt." Jesus Christus, gestern, heute und in Ewigkeit, bei dem kein Wandel ist, sagt Hebräer. Das ist, was wir lernen, wenn wir zurückschauen. Wir haben ein Fundament, das 6.000 Jahre gilt, das sich nie verändert hat, in einer Zeit, die sich ständig verändert. Alles wird auf den Kopf gestellt, alles. Männer, Männer kriegen Kinder und Frauen tragen Bärte. Das ist der Punkt.
[40:02] Und hier endet der Text in Jeremia 6: "Wir wollen es nicht tun." Was wird die Folge sein, bei denen, die sagen: "Wir wollen das nicht tun?" Helft mir ein bisschen. Das ist Ursache und Wirkung. Das sind Kausalitäten, die kann man sicher sagen. Nein, was wird bei denen passieren, die sagen: "Wir wollen es nicht tun?" Zurückschauen. Die werden auch das nicht entdecken. Was entdecken, dass sich Gott nicht verändert und seine Lehre nicht verändert? Was wird die Folge sein? Sie werden sich verändern in ihrer Lehre, in ihren Gottesdiensten, in ihrer Kleidung, in ihrer Ethik und werden auf den Zug aufspringen, der in der Welt fährt. Von Gender bis zu sonst irgendwas. Es geht gar nicht anders. Wenn wir sagen, wir wollen es nicht tun, ist das fatal für sein Gottesvolk. Was soll er da noch tun? Da steckt so viel drin in diesem Zitat.
[40:57] "Wir haben nichts für die Zukunft zu fürchten." Und Geschwister, wir haben nichts zu fürchten. Aber wer das predigt ohne Kondition, ist ein Irrlehrer. Wir haben nichts, Geschwister, für die Zukunft zu fürchten. Punkt. Das ist Irrlehre. Wir haben nichts zu fürchten, wenn wir nach hinten schauen und wenn wir das festhalten, was 6.000 Jahre sich nicht verändert hat, nämlich seine Lehre, dann haben wir nichts zu fürchten. Und wenn wir Gott erkennen in seiner Treue, wie er uns geführt hat und wenn wir zu der Ruhe kommen, das alles steckt in einem Satz. "So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele", steht hier drin. Lange bevor es Jesus gesagt hat in Matthäus 11: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Nehmt auf mein Joch." Was ist das Joch? Habt ihr ein Bibelstundenstudium gemacht? Was ist das Joch Gottes, Jesu? Das Gesetz Gottes ist das Joch. Und er sagt: "Ich werde mit euch im Joch gehen. Nehmt mein Joch auf und ich werde die Lasten ziehen." Wenn ihr tut, was ihr wollt, werdet ihr die Lasten ziehen. Und ihr werdet die Lasten und die ganzen Konsequenzen tragen müssen. Nehmt mein Joch auf und ich trage eure Last. Ich ziehe eure Last, wenn ihr mit mir Schritt haltet. Das ist der Gedanke. Die gleiche Aussage. Kommt, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Das Gleiche, was hier steht. Es hat sich nichts verändert vom Alten zum Neuen Testament. Es sind immer die gleichen Aussagen, die gleichen Verheißungen.
[42:29] Warum nach hinten und nicht nach vorne? Vier kurze Gründe. Erstens, um nichts zu vergessen, weil wir sind sehr vergesslich. Das ist natürlich. Wir degenerieren, auch wenn die Leute uns immer sagen, der Mensch entwickelt sich immer weiter. Fakt ist, das Gegenteil wird jeden Tag sichtbar. Und wenn ich jetzt in die... Tut euch mal einen Gefallen. Heute Abend nach Sabbatschluss auf Phönix. Ich habe keinen Fernseher, aber im Internet kann man das dann sehen. Auf Phönix oder sonst wo im Internet geht ja heute sehr einfach. Guckt euch eine Bundestagsdebatte an. Bitte tut euch das an. Ihr müsst es gesehen haben und zuhören. Zwei Stunden, drei Stunden. Gebt euch das. Ich mache das ab und zu, damit ich sehe, was da passiert. Und ihr werdet es sehen. Wir sind an einem Punkt gekommen, wo ich mich frage: Haben die Leute studiert? Es ist asozial, was da passiert. Die schreien sich nur noch an. Primitiv. Kinder, die stampfen, schreien sich ins Wort, die lassen sich nicht aussprechen. Das ist wie ein Kindergarten von ungehörigen Kindern, die einfach asozial... Das ist schlimm. Aber wir denken, wir entwickeln uns immer weiter. Wir haben, wir vergessen, wir sind, wir degenerieren immer weiter in unserer Gesellschaft. Es wird jeden Tag sichtbar, überall, wo ihr hinguckt. Wir degenerieren. Und ich lasse lieber das Thema Fridays for Future und dieses ganze Zeug. Da sieht man, wie degeneriert die Menschen sind, dass sie solchen Schwachsinn glauben. Das hat nichts mehr mit Intelligenz zu tun. Wir dürfen nicht vergessen und deswegen müssen wir nach hinten schauen, wie Gott führt und segnet.
[44:24] Zweitens, wir schauen zurück, damit wir dankbar sind. Psalm 103 sagt ganz deutlich: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat." Wo entdecke ich das denn in der Zukunft? In der Vergangenheit erkenne ich das, wenn ich nachdenke darüber, wie Gott mich geführt hat. Dann kann ich nur danken, loben und ihm die Ehre geben. Vorher habe ich jemand gefragt, wie geht es dir? Ja, ich habe ihm gesagt, du musst antworten: "Gut." Du hast zu essen, zu trinken, du hast ein Bett, du musst heute Nacht nicht draußen schlafen bei drei Grad minus, du hast Kleidung auf dem Körper, du hast Bücher zu Hause stehen, du hast die Bibel, du hast den Glauben, du hast Jesus, du hast das Heiligtum, du hast die Gebote, denen du folgen kannst, du hast zu essen, zu trinken, habe ich noch was nicht erwähnt? Du hast Familie, du hast einen Bruder, du hast eine Gemeinde. Soll ich noch mehr sagen? Wir müssten die glücklichsten Menschen auf der Welt sein, aber uns geht es oftmals so, weil, ich sage euch warum, weil wir nicht nach hinten schauen oder selten mal wieder nachdenken.
[45:42] Wie war das denn? Ich mache das ab und zu. Ich denke immer, das war vor kurzem meine Taufe, aber dann muss ich feststellen, das ist ja jetzt schon 2019, das ist ja schon 28 Jahre her. Ich traue es mich kaum zu sagen. Mir kommt es innerlich vor, als wäre es vor ein paar Jahren gewesen. Für mich ganz frisch alles. Und wenn ich darüber nachdenke, ich bin vor kurzem mal durch eine Stadt gefahren, als ich irgendwo gesprochen habe, abends durch eine Stadt gefahren, ich glaube, es war Frankfurt, und ich sehe die Leute auf der Straße und weiß, wo die hingehen jetzt an diese Uhrzeit und zu dem Tageszeit und ich wusste genau damals, wie das bei mir war und ich habe plötzlich Schaudern gekriegt, als ich plötzlich gefühlsmäßig wieder da drin war, wo ich freitags abends hingehe, was dann passiert, Samstag, mein Programm und so weiter. Wo ich einfach nur noch schnell gesagt habe: "Lieber Gott, danke, ich war so dankbar, dass ich das alles hinter mir habe."
[46:42] Geschwister, uns geht es gut, uns geht es gut. Und wenn dich jemand fragt, wie geht es dir, dann kannst du sagen: "Mir geht es gut, sehr gut sogar." Nach hinten schauen, dankbar sein.
[46:58] Und wir schauen zurück, um aus der Vergangenheit zu lernen. Man lernt nun mal aus der Vergangenheit, aus Fehlern, die man getan hat oder Fehler, die andere getan haben. Wir sollten lernen aus der Geschichte Israels, tun wir aber nicht, weil wir keine Zeit zum Bibelstudium haben. Wir haben, am Sabbat sind wir zwei Stunden zusammen und dann mal irgendwann noch. Ich will nicht negativ sein, aber ich möchte die Realität sagen, wie es ist. Wir haben keine Zeit für Gemeinsamkeiten als Gemeinde, für Bibelstudium schon gar nicht, viel zu tun und so weiter. Wann haben wir denn schon Zeit für richtiges, tiefes Bibelstudium? Und dann wundern wir uns, dass wir nicht aus Israels Geschichte lernen, obwohl in 1. Korinther 10, Vers 6 steht wortwörtlich, dass alles, was in Israel aufgeschrieben wurde, uns zur Lehre geschrieben ist, auf die das Ende der Zeit gekommen ist, steht wörtlich drin. Das heißt, es ist unser Lehrbuch: Israels Geschichte. Und ich sage euch was: In so vielen Punkten machen wir es schlimmer als die Israeliten damals, wo wir es besser wissen sollten.
[48:08] Und viertens, wir schauen zurück und sollten zurückschauen immer wieder, um die Entwicklung in der Gegenwart, den Zeitgeist zu verstehen und beurteilen zu können. Wer nicht zurückgeht in die Vergangenheit und den guten Weg sucht und darin wandelt, wird nicht nur keine Ruhe finden, sondern wird den Zeitgeist nicht mehr verstehen, er kann ihn nicht mehr beurteilen, weil er immer aus dem lebt, was gegenwärtig ist. Er wird immer mit dem, was er konfrontiert wird, muss er beurteilen. Aber wie beurteilst du das? Woher? Woher willst du das beurteilen, die Trends und die Entwicklungen in der jetzigen Zeit? Ich sage euch: indem ihr in die Vergangenheit geht. Denn Salomo sagt: "Es gibt nichts Neues auf der Erde unter der Sonne." Es gab es schon mal. Geht in die Bibel, ihr werdet es finden, was es schon mal gab. Ihr denkt, Gender ist was Neues? Das ist nichts Neues.
[49:00] Als ich vor vielen Jahren eine Serie gemacht habe, die hieß "Zeichen der Zeit", da habe ich mich in einem Thema sehr intensiv beschäftigt mit Helena Blavatsky. Das ist die Großmutter, ideologisch die Großmutter der Vereinten Nationen, über Alice Bailey später und andere Leute, die das weitergetragen haben. Aber sie war die Großmutter der Ideologie der Vereinten Nationen, dieses esoterische, satanische Religionskonstrukt. Und ich kann euch erzählen, ich suchte nach ihren Schriften und ich fand ihre Hauptschrift und ich empfehle euch, die nicht zu lesen, wenn es nicht sein muss, aus bestimmten Gründen. Ich habe daraus nur zwei Zitate genommen, damit die Leute mal sehen, was da drin steht. Als ich 2015 über Gender gesprochen habe, da war das noch am Anfang. Und ich wollte wissen, woher kommt diese Idee des Genderismus, dass die Geschlechter aufgelöst werden und ich habe es gefunden, in ihrem Werk, im zweiten Band, das heißt "Die Geheimlehre", Band 1 und 2. Im zweiten Band schreibt sie, sie sagt: "Der Mensch war am Anfang ein ätherisches Wesen, das sich immer mehr verdichtet hat und sich entwickelt hat zu einem geformten Wesen mit Körper." Und sie sagt, und das ist das Entscheidende: "Der Mensch war am Anfang androgyn und hatte kein Geschlecht." Und das ist genau das, was der Satanismus lehrt. Du siehst es auch mit dieser Figur, die da immer steht mit Ziegenkopf und oben ist es eine Frau mit Brüsten, unten ist es ein Mann und ein Ziegenkopf. Das ist satanische Lehre, dass der Mensch seine Bestimmung ist, dass er androgyn, nicht ohne Geschlecht, sondern allumfassend geschlechtlich ist. Das ist satanische Lehre, könnt ihr prüfen. Das ist die Lehre der Vereinten Nationen, die in alle Schulen, Grundschulen, Kindergärten hineinkommt. Das kommt dort her.
[50:52] Aber wie soll ich das wissen, wenn ich nicht zurückgehe in die Weltgeschichte und weiß, das ist nichts Neues. Das gab es in Israel schon genauso. Dieser Trend, ihr müsst es nur suchen, nicht nur in der Bibel, sondern in historischen Quellen, archäologischen Quellen, in Aufzeichnungen, in Wandmalerei, werdet ihr sehen, das ist nichts Neues. Das gab es in Ägypten, das gab es in Babylon, das gab es in diesem ganzen heidnischen System, gab es dieses Konzept von Mann und Frau zusammen in einem Wesen. Also das ist mit ein Grund, warum wir zurückschauen müssen. Wir können den Zeitgeist nur beurteilen, indem wir nach hinten schauen, nicht indem wir sagen, wir bereiten uns für die Zukunft vor. Du bist nicht bereit für die Zukunft, wenn du nicht nach hinten schaust.
[51:37] Gerade jetzt, wo sich die Grundwerte unserer Gesellschaft auflösen, und das tun sie, benötigen wir und Gott benötigt nichts Dringender als eine Grundlage, die sich nicht verändert, unveränderlich ist. Und ich sage euch jetzt schon, egal was ihr hier in diesem Ort tun werdet als neue Gemeinde, wenn wir nicht etwas haben, woran wir festhalten, was nicht sich ändert, haben wir den Leuten nichts zu sagen, weil das, was sich alles verändert, das kennen sie schon, aber sie haben nicht mehr das, was sich nicht verändert. Und das suchen die Menschen, auch wenn sie es nicht offen zugeben, aber sie suchen es. Es ist ein Grundbedürfnis, das Gott in den Menschen hineingelegt hat, so wie das Bedürfnis nach Liebe und nach Frieden, nach Gott, das hat Gott eingelegt in den Menschen, egal wer er ist. Und ich habe den Eindruck, ihr Lieben, dass sich die Menschen immer mehr nach dieser festen Grundlage sehnen.
[52:39] Und schon sehr bald, sagt uns die Bibel in der Prophetie, wird die Erde erschüttert werden. Ihr habt das im Hebräerbrief, das würde ich gern mit euch jetzt lesen, Hebräer Kapitel 12. Und zwar nicht ein Erdbeben, das wird auch kommen, steht auch in der Bibel, ein Erdbeben, das so groß ist, wie es noch nie war in der Weltgeschichte, steht in Daniel 12 und steht in Matthäus 24. Da steht drin, es kommt ein super großes Erdbeben, das sogar Inseln verschwinden lässt. Und die Forscher sprechen darüber, dass das kommt. Selbst nicht christliche Forscher sprechen davon, dass das kommt. Ein super Erdbeben. Aber davon spreche ich nicht. Ich spreche von einem Erdbeben, das noch erschütternder ist. Hebräer 12 Vers 25.
[53:32] Und dieses Erdbeben wird kommen, diese Erschütterung wird kommen, damit nur noch das übrig bleibt, was nicht erschüttert werden kann. Und ich sage es jetzt bevor, wir lesen gleich von vornherein. Und nur deswegen nicht erschüttert werden kann, weil es etwas gibt, woran man festhält, was unerschütterlich ist. Hebräer 12 Vers 25. Habt ihr es aufgeschlagen? "Seht zu, dass ihr nicht den abweist, der da redet. Denn wenn jene nicht entronnen sind, die den abwiesen, der auf Erden redete, wie viel weniger werden wir entrinnen, wenn wir den abweisen, der vom Himmel her redet. 26. Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert. Jetzt aber verheißt er und spricht: Und jetzt kommt Prophetie. Noch einmal will ich erschüttern, nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel." Dieses "noch einmal" interpretiert jetzt inspiriert der Paulus. Dieses "noch einmal" zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden kann. Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen, mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt.
[55:17] Ich habe es extra betont. Hier wird gesagt, dass in der Zukunft, vor jetzt, wir leben in dieser Phase, wo Gott die ganze Erde und den Himmel erschüttern wird. Und das ist Absicht. Wisst ihr, wie man das nennt? Sichtung. Was Paulus hier anspricht, ist ein anderes Wort: Erschütterung, wie Sichtung. Denn als Gott gesprochen hat im Alten Bund und auch am Anfang des Neuen Testaments, hat er seine Gemeinde gesichtet, durch sein Wort. Und er sagt, er wird es noch mal tun. Es ist hochinteressant, ich weiß nicht, ob das Zufall war, ich glaube nicht an Zufälle, aber wisst ihr, dass berichtet wird, dass das in den Geschichtsdokumenten aufgeschrieben ist, steht auch in der Bibel nebenbei, dass es als die Verfolgung anfing gegen die Christengemeinde, gab es ein furchtbares Erdbeben. Genau zu dem Zeitpunkt gab es ein furchtbares Erdbeben. Okay.
[56:19] Das heißt, mehr als je zuvor gilt es jetzt, darüber nachzudenken, was ist das, was man festhalten muss. Was ist es, das was unbeweglich ist? Denn wenn ich nicht weiß, was es ist, was unbeweglich ist und unerschütterlich ist, wie soll ich es festhalten? Denkt daran, Hebräer 10: "Haltet fest", sagt Paulus. "Haltet fest an dem Bekenntnis der Hoffnung." Also schauen wir da ein bisschen, was ist das, was unerschütterlich ist. Hebräer 10, 23, 24, noch mal zur Erinnerung.
[56:54] "Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unwandelbar, unveränderlich auf Deutsch, da verändert sich nichts, festhalten. Denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken." Die Frage ist für mich persönlich: Habe ich den Mut, in einer Zeit, in der der Blick nach hinten rückständig ist, habe ich den Mut, das Evangelium, was wir jetzt studiert haben, das eine Schmach und eine Schande ist für die Welt, das Evangelium. Habe ich den Mut, in einer Zeit, in der sich alles verändert, alles verändert, bereit zu sein, unveränderlich zu sein an dem, was sich nicht verändert? Nicht unser Herz, nicht unsere Heiligung, nicht unser Wachstum, das muss sich verändern, aber hin zu dem, der unveränderlich ist. Das heißt, je mehr wir wachsen, desto unveränderlicher werden wir. Habt ihr das verstanden? Je näher wir Gott kommen, desto unveränderlicher sind wir in dem, was wir glauben, denken und reden.
[57:59] Haben wir den Mut zum Festhalten. Paulus spricht einen neuen Weg an und in dem Zitat wird das Festhalten als neuer Weg bezeichnet. Völliges Paradox. Festhalten – der neue Weg. Das, was alt ist und bewährt als neuer Weg. Es ist wie ein Oxymoron. Wer sein Leben verliert, wird es gewinnen. Die Bibel ist voll von solchen Aussagen und das versteht der normale Mensch nicht. Die Bibel sagt im ersten Korintherbrief, es ist ihm sogar eine Torheit, es ist ihm eine Dummheit. Was sagte Paulus? Was ist das Evangelium? Eine Kraft Gottes, selig zu machen, alle, die daran glauben, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Dummheit.
[59:05] Hebräer 10, 19. Wir haben es schon mal gelesen. Vers 20: "Er hat uns einen Weg aufgetan als neuen und lebendigen Weg und es gibt nur einen einzigen Weg." Johannes Vers 14, Vers 6: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." Ist ja total unpopulär. Diese Botschaft ist sowas von unpopulär. Du machst dir nur Feinde damit. Überwinde das. Sei nicht so direkt, sei nicht so konfrontativ, sei nicht so extrem, sei nicht so fanatisch, sei ein bisschen beweglicher. Muss man doch nicht so formulieren. Wirklich? Es ist kein anderer Name, der uns gegeben würde, in dem wir selig werden sollen. Ist das konfrontativ? Ja. Soll es konfrontativ sein?
[1:00:00] Ja, warum? Weil Gott durch sein Wort die Welt erschüttern will und nicht sie einschlafen lassen will. Weil sie verloren gehen, weil sie für ewig sterben. Deswegen müssen sie erschüttert werden, das ist wie so ein Podium, das zusammenbricht. Verstehen wir? Das muss, es muss aufregen, es muss, das Evangelium muss mich rausschütteln.
[1:00:27] Deswegen ist das Evangelium so klar: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." Kein anderer Name.
[1:00:39] Die Reformatoren hatten das verstanden und ihr Motto war: "Die Bibel – allein." Ich habe es schon mal in der Evangelisation gesagt, 2017, zum 500-jährigen Jubiläum, aber ich muss es zusammenfassen nochmal für euch, falls ihr das nicht gehört habt. Das Problem in der Reformation, warum die Leute auf den Scheiterhaufen gingen, war nicht, dass sie die Bibel hochgehalten haben. Es war nicht, dass sie gesagt haben, der biblische Glaube an Christus, dass sie gesagt haben: Christus, Glaube, Bibel – das war kein Problem. Damit hat Vatikan und Rom kein Problem gehabt. Es war nur ein Wort, das sie zu Weißglut gebracht hat, ein einziges Wort, warum der Scheiterhaufen gebrannt hat, ein Wort: "allein". Das war das Wort, was den Scheiterhaufen entzündete, das war das Streichholz. Nicht Christus, der Name Christus, nicht die Bibel, sondern das Wort "allein".
[1:01:49] Das sind Worte, die erschüttern und es geht nicht anders. Und ich habe den Eindruck, dass auch wir mittlerweile erschüttert werden müssen. Hesekiel 37, ich habe keine Zeit dazu, Hesekiel 37 liest das, die Vision, die Gott dem Hesekiel gibt und er sieht einen ganzen, soweit er gucken kann, wo immer er hinguckt, sieht er nur tote Knochen liegen. Tote Knochen, tot, mausetot und wir wissen aus diesem Zitat, aus diesem Kapitel Hesekiel 37, dass das Israel ist.
[1:02:24] Und dann, ich habe meine Analyse gemacht, sprachlich, wie das syntaktisch aufgebaut ist. Und ihr habt viermal die Aussage, dass sie tot sind, viermal die Aussage. In den Völkischen Versen habt ihr viermal die Aussage, dass sie auferweckt werden. Und das ist interessant, wie sie auferweckt werden. Das ist fantastisch, das Studium, wenn ihr seht, wo es heißt: "Menschen können", siehst du das? "Weissage zu den Knochen." Prophetie, prophetisches Wort. Dann kommt der Geist dazu, der Heilige Geist, der das Wort kräftig macht und verständlich macht. Dann raschelt es ein bisschen, kommen Geräusche und die Knochen rascheln ein bisschen, aber immer noch tot. Dann sprichst du zu den Knochen. Prophetie, Heiliger Geist, sprich zu ihnen, da stehen Gebiete in ihnen, die Gebote. Und dann noch eins, wird es wiederholt, nochmal Weissagen.
[1:03:34] Und dann kommt plötzlich Leben rein und die bewegen sich und sehnen und es ist irgendwie klappert, irgendwie ist Bewegung. Es ist interessant, es kann Gemeinden geben, in denen echt viel Aktivität und Bewegung ist. Und wo man was hört und wo sich was tut. Aber es ist nicht das, was es wird im Vers, ich glaube, es ist Vers ganz zum Schluss, Vers 27 oder so, ganz der letzte Vers, dann steht dran: "Als sie jetzt zusammenkommen, die Knochen, und sie eins werden und sich verbinden und plötzlich steht dort was? Ein Heer Gottes, eine Armee." Aus einem Haufen Knochen wurde eine Armee, die für Gott kämpft. Was für ein Wandel.
[1:04:25] Aber das kommt nicht durch Worship und Feiergottesdienste und Tralala und Hopsasa und durch Märchen und durch irgendwie Unterhaltung. Das kommt durch prophetisches Wort, durch den Heiligen Geist, durch das Wort Gottes, durch die Gebote Gottes, indem man tut, was Gott sagt. Plötzlich steht eine Armee da, zu kämpfen für Gott.
[1:04:56] Festhalten, lasst uns hinzutreten. Hebräer 4, Vers 16. Zweimal sagt hier der Paulus: "Lasst uns, lasst uns." Ist es euch aufgefallen? Es ist eine Aufforderung. Wie beten wir? Ist es mal euch aufgefallen, wie wir beten? Hört mal genau hin, wenn wir beten, wie oft es kommt, dass wir sagen: "Herr, lieber Gott, lass uns, lass uns, lass du uns." Ich meine, das ist jetzt nicht unbedingt ganz falsch, denn er ist ja der Geber aller Gaben, sagt die Bibel. Aber hört mal genau zu: "Lass uns." Ich meine, es gibt Dinge, wo wir beten, wo wir sagen: "Herr, lass uns", wo Gott schon lange gesagt hat: "Mach doch." Ich habe dir schon lange den Weg frei gemacht, ich habe dir schon lange geboten, dass du es tust. Warum fragst du mich: "Lass mich"? Natürlich lasse ich, komm, geh.
[1:05:51] Lass mich. Paulus macht es umgedreht. Er sagt nicht: "Herr, lass uns", er sagt zu den Leuten, zu den Gläubigen: "Lasst uns." Er verschiebt die Verantwortung nicht auf Gott und sagt: "Herr, lass du uns", sondern er sagt: "Lasst uns festhalten." Gott hat schon lange die Erlaubnis gegeben, er hat das Gebot gegeben, festzuhalten an dem, was ihn nicht bewegt. Warum muss ich Gott darum bitten, dass er mich lässt? "Lasst uns" heißt, da ist ein Hindernis. "Lasst uns, lasst die Kinder zu mir kommen." Warum? Weil da die Erwachsenen daran hindern wollten, dass die Kinder zu Jesus kommen. Deswegen sagt er: "Lasst sie zu mir kommen." Herr, lass uns, als ob Gott uns daran hindert. Er hat schon lange gesagt, was wir tun sollen. Es ist alles hier geschrieben: "Geht hin in alle Welt, macht zu Jüngern alle Völker, tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, halten alles, was ich euch befohlen habe. Und sie: Ich bin bei euch bis an der Welt Ende."
[1:06:48] Wir zitieren das auch immer so. Darf ich euch mal fragen, was der große Auftrag ist von Jesus? Wer kann ihn auswendig? Der große Missionsauftrag. Wer kann ihn auswendig? Wir haben heute Morgen mit den Kindern auswendig gelernt. Wer will es versuchen? Der große Missionsauftrag. Wer will es versuchen? Ich sehe keine Knochen, aber es kommt nicht viel. Ich habe nur gesagt, den großen Missionsauftrag. Wer möchte es versuchen?
[1:07:37] Und? War es das? Weiter? Okay, ihr seid alle durchgefallen. Alle. Ich habe euch gefragt, den großen Missionsauftrag von Jesus. Und ihr habt nur nachgeredet, was ich euch gesagt habe. Nichts anderes. Wisst ihr, ich mache den Test so oft. Ich mache den so oft. Und alle Geschwister sagen immer Matthäus 28, Verse 19 und 20. Matthäus 28, Verse 19 bis 20. "Darum geht hin in alle Welt." "Geht hin in alle Welt." Aber ihr Lieben, schaut eure Bibel an. Da steht: "Darum geht hin in alle Welt." Da fehlt doch was, oder? Warum soll ich in alle Welt gehen? Der große Missionsauftrag. Das ist der Punkt. Vers 18 wird immer weggelassen. Macht den Test. Ich mache den jetzt schon x-mal, den Test. Und alle Geschwister zitieren immer von Vers 19. Der Imperativ. "Geht hin." Sie lassen sogar noch das "Darum" weg. Habt ihr auch weggelassen? Okay, so geht nun. Okay, da ist eine Kausalität. Aber schaut mal, was da wirklich steht in eurer Bibel. Da steht: "Und Jesus kam und sprach zu ihnen, indem er sagte: Mir ist gegeben alle Autorität." Es steht dort alle Gewalt bei Luther. Alle Kraft. Im Englischen steht da "all power". Ist mir gegeben. Wo? Im Himmel und auf der Erde.
[1:09:41] Was hat der Paulus gesagt, den Hebräer? Wo soll Erschütterung stattfinden? Im Himmel und auf Erde. Der Himmel soll erschüttert werden und die Erde soll erschüttert werden. "Mir ist gegeben alle Kraft, alle Gewalt im Himmel und Erde. Darum geht hin."
[1:10:01] Wehe dir, wenn du hingehst und von Jesus erzählen willst. Apostelgeschichte. Könnt ihr euch erinnern, als sie gesagt haben, ja, die sind Männer Gottes und so weiter, die Zauberer. Was ist passiert? Was haben die Dämonen gemacht? Sie haben sie verschlagen. Sie haben sie windelweich gehauen. Das ist kein Spaß. Ich habe das in der Wüste erlebt. Das ist kein Spaß. Sie sind reale Dämonen, die mehr Kraft haben, als ihr euch nur vorstellen könnt. Die kann nur Gott in Kontrolle halten. Er sagt: "Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und Erde." Wenn wir das vergessen, dann geht besser nicht.
[1:10:48] Deswegen sagt Apostelgeschichte 1, Vers 6 bis 8, sagt Jesus bei seiner Abschiedspredigt: "Geht nicht aus Jerusalem weg, bis ihr die Gabe des Vaters erhalten habt." Was ist die Gabe des Vaters? Steht dann: "Den Heiligen Geist, der über euch kommen wird. Dann werdet ihr meine Zeugen sein. In Jerusalem, Judäa, Samaria, bis ans Ende der Welt." Warum? Weil die Kraft Gottes. Seht ihr, wie das zusammengeht, was wir gestern gesagt haben? "Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, selig zu machen, alle, die daran glauben. Denn darin wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart." Dann wird die Gerechtigkeit in den Staub gelegt. Dann geht es weiter und macht sie und tauft sie auf den Namen.
[1:11:46] Ich muss euch eine Erfahrung erzählen, die mir Gott so deutlich vor Augen gemacht hat. Ich lese gerne Offenbarungen. Ich studiere gerne Offenbarungen. Das ist mein Lieblingsbuch in der Bibel. Ich brauche manchmal sehr lange für einen Text. Ich habe da manchmal Wochen mit zu tun, weil ich einfach verstehen will, die Details. Mir ist vor einiger Zeit aufgefallen,
[1:12:11] Ich habe das auch schon mal weitergegeben. Ich will jetzt niemanden langweilen, aber mir ist vor kurzem etwas aufgefallen, vor einem Jahr. Also nicht das, was mir aufgefallen ist, was ich euch schon mal gesagt habe, sondern mir ist danach noch etwas aufgefallen.
[1:12:25] In der Offenbarung seht ihr, insgesamt fünfmal, seht ihr in Zusammenhang mit der Drei-Engels-Botschaft, dass Engel kommen, die Kraft haben. Fünfmal. Ich sage euch kurz die Stellen.
[1:12:45] Offenbarung 14, 7: Ich sah einen anderen Engel, ihr kennt den Text, mitten im Himmel, der hat ein ewiges Evangelium zu verkündigen, allen Völkern, Stämmen, Sprachen, Nationen. Ewiges Evangelium. Was haben wir gelernt? Das Evangelium, von dem Paulus spricht, für das er sich nicht schämt, das hat Kraft. Der sagte mit einer lauten Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Erste Stelle.
[1:13:13] Zweite Stelle, Offenbarung 14, Vers 8: Noch mal ein Engel folgt und er sagt: Babylon ist gefallen, sie ist gefallen, die große Stadt, weil sie alle Nationen trunken gemacht hat vom Wein ihrer Hurerei und vom Wein ihres Zorns.
[1:13:27] Nächste Stelle ist Offenbarung 14, Vers 9: Ein dritter Engel folgte ihm, sagte mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen annimmt an seiner Stirn oder an seiner Hand und so weiter, der wird eingeschenkt werden.
[1:13:44] Nächste Stelle, vierte Stelle ist Offenbarung 14, Vers 15. Da steht: Ein anderer Engel kam aus dem Tempel, der schrie mit lauter Stimme zu dem, der auf der Wolke saß, und schrie: Sende deine Sichel, deine scharfe Sichel und ernte, denn die Zeit ist gekommen, für dich zu ernten, denn die Ernte der Erde ist reif.
[1:14:15] Fünfte Stelle in der Offenbarung, Offenbarung 18, Vers 1. Wieder kommt ein Engel, von dem wird jetzt sogar gesteigert gesagt: Nach diesem sah ich einen anderen Engel kommen vom Himmel, der hatte große... jetzt kommt das Wort. Im Englischen, im Deutschen Vers 18. Das gleiche Wort im Griechischen, was da steht, wie bei Jesus, der gesagt hat: Mir ist gegeben alle Gewalt. Sagt Luther: Alle Kraft, alle Autorität im Himmel und auf der Erde. Genau dieses Wort kommt jetzt in Offenbarung 18. Dieses Wort fehlt in Offenbarung 14, obwohl es die gleiche Botschaft ist wie von Offenbarung 14, Vers 8. Gleiche Botschaft mit einem Zusatz: Geht aus von ihr, mein Volk. Sie ist eine Behausung aller unreinen Geister und aller unreinen, verhassten Vögel. Das ist der Zusatz. Aber die Kernbotschaft ist die gleiche wie vom zweiten Engel. Aber jetzt kommt dieses Wort, dass der in Offenbarung 18 plötzlich große Vollmacht hat.
[1:15:28] Und die ganze Erde wird erleuchtet von der Herrlichkeit. Die Gäste, die nicht da waren, verstehen nicht, was wir hier studiert haben. Was haben wir in Jesaja 51 studiert? Gottes Plan? Wer kriegt es noch zusammen ungefähr? Ab Vers 7. Ab Vers 4, Entschuldigung. Hört mir zu, ihr Völker, ihr Nationen, ihr Menschen. Ich möchte mein Gesetz zum Licht der Völker machen.
[1:15:58] In Vers 7 kommt der Ruf dann nicht zu den Heiden, sondern zu seinem Volk: Hört mir zu, ihr Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist, die ihr die Gerechtigkeit, meine Gerechtigkeit kennt. Und dann versteht ihr, wie das zusammengeführt wird. Hier seht ihr Licht, das die ganze Erde erleuchtet, wie in Jesaja 51 vorausgesagt ist. Und jetzt seht ihr hier, dass plötzlich dieses Licht mit Autorität, mit Vollmacht die ganze Erde erleuchtet.
[1:16:26] Das heißt, das Evangelium des Ewigen hat Kraft. Es ist nicht nur Evangelium: Ich gehe hin in alle Welt, ich erzähle von Jesus. Nein, es hat Kraft. Es offenbart sich die Herrlichkeit Gottes darin. Warum? Weil die, die es verkündigen, ihre Nichtigkeit erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit vergeht in der Gegenwart Gottes. Seine Gerechtigkeit. Der Gerechte wird aus Glauben leben.
[1:16:50] Ich kriege jetzt alles, kann ich wieder zusammenwürfeln. Vers 4, Vers 9 und 10. Es ist noch eine Ruhe vorhanden. Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht von seinen Werken. Seine Werke, Gottes Werke. Ich tue seinen Willen gehorsam. Nicht zwischen Sabbatmorgen und Sabbatabend, sondern sieben Tage die Woche.
[1:17:14] Aber jetzt haben wir den Punkt, dass viele glauben, dass das gar nicht möglich ist. Und die Bibel sagt: So wie du den Herrn Jesus Christus angenommen hast, Kolosser 2, Vers 6. So wie ihr den Herrn Jesus Christus angenommen habt, so lebt auch in ihm. Kennt ihr den Text? Kausalität. Auf Deutsch übersetzt. So wie du Jesus annimmst und ihn verstehst, so wirst du auch leben.
[1:17:44] So wie du Jesus verstehst und wie du ihn verstehst, wie er gelebt hat und welches Leben er in dir führen will, so wirst du leben. Wenn du dich begrenzt, wirst du auch begrenzt leben. Nicht umsonst steht in Kolosser 2, Vers 8: In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.
[1:18:08] Und dann sagt er: Was sollen wir den Heiden predigen? Kolosser 1, Vers 27. Was sollen wir predigen den Heiden? Er sagt: Jetzt die Botschaft, die die Heiden... schaut nach, er sagt es direkt. Die Botschaft, die er gepredigt hat den Heiden, war das Geheimnis Gottes. Und dann klärt er auf, was das Geheimnis Gottes ist: Christus in uns. Das ist das, was die Heiden brauchen.
[1:18:38] Das Evangelium in Kraft und die Kraft kommt dadurch, dass Christus in diesem Evangelium lebt in mir. Dadurch, dass ich gehorsam bin und ihm vertraue. Ich vertraue ihm.
[1:18:50] Und dann fiel mir auf, vor einigen Jahren, das wird für manchen von euch kein Neu sein, weil ich habe das mal irgendwann schon in eurem Kontext gesagt, aber es gibt noch was, was ich danach erkannt habe. Das erste, was mir auffiel, ist an den ganzen Engeln, die hier auftreten, alle haben Kraft, alle haben Vollmacht, alle schreien laut, außer einer. Der zweite.
[1:19:12] Jetzt passt auf. Das wurde mir vor vielen Jahren schon klar. Und dann habe ich weiter studiert daran, als ich in Waldbronn war zu einer Gebetswoche. Da ist mir das plötzlich gekommen und ich sah das. Ich habe mich gefragt: Was ist denn diese Lautstärke, die bei einem fehlt? Diese Kraft, diese Lautstärke, was ist das? Diese Lautstärke.
[1:19:32] Und ich dachte mir früher immer, das war meine Überzeugung: Laut bedeutet Dringlichkeit. Laut bedeutet, es sind mehr als einer, denn wenn mehr rufen und mehr predigen, ist es lauter, als wenn einer predigt. Das war mein Denken. Viele und dringlich. Laut. Wenn es was Dringliches gibt, wo es um Leben und Tod geht, dann redest du nicht normal.
[1:19:58] Ich weiß noch, als ich sechs Jahre alt war und wir lebten auf einem Dorf und wir hatten ein Haus mit zwei Parteien. Nebenan hatten wir Nachbarn. Wir waren beim Mittagessen und wir hatten um uns herum lauter Bauern und wir als Kinder, unsere liebste Beschäftigung war mit den Bauern mitzufahren auf dem Traktor. Traktor mitfahren. Und der Bauer fuhr los und man hörte den Traktor und wir waren am Essen und die anderen waren am Essen, die Nachbarn. Sie waren meine Schulkameradin und die hatten drei Kinder und wir waren am Essen und ich war nicht am Essen, ich war Rollschuhfahren und wir sind gegangen, wir hatten einen langen Flur und die Türe war offen und ich fuhr Rollschuh im Flur.
[1:20:48] Und unser Haus stand genau an der Straße, an der Durchgangsstraße, an der Schnellstraße. Genau einen Meter, dann warst du auf der Schnellstraße. Die mussten zwar abbremsen, weil 200 Meter dann später eine Kreuzung kam oder ein Stoppschild, aber es war noch Schnellstraße.
[1:21:06] Und die Cornelia, meine Schulkameradin, die rannte mit und sagte: Ah, der fährt los, der Herr Glaser, ich muss mit. Und sie rannte und wollte mit auf den Traktor und sie rennt durch den Flur, durch an mir vorbei, durch die Türe durch, über die Straße durch, ohne zu gucken. Und die rennt rüber und der Kleine, ihr jüngster Bruder, ich weiß nicht mehr, wie er hieß, der rennt hinterher. Der konnte kaum reden, der war so dreieinhalb, vier, also dreieinhalb. Der war ein bisschen gestört, aber der konnte schlecht reden. Und der hat gerufen: Will mit, will mit, will mit und rennt an mir vorbei, ihr hinterher, durch die Türe durch.
[1:21:48] Und es macht: Boom! Genau frontal in ein Auto rein, das mit 70 daherkam. Und das Kind hat unter das Auto geschlagen, der Kopf auf den Boden geknallt, mehrere Male und der ist im Hubschrauber noch gestorben.
[1:22:02] Und was das Erzählen ist, ich weiß noch wie heute, als ob ich es geahnt hätte. Ich war ein Kind, als ich in solchen Situationen, da kannst du nicht sagen: Im Moment mal, die Tür ist offen, das ist gefährlich. Da rufst du, da schreist du: Ah! Oder Vorsicht! Oder irgendwas.
[1:22:20] Und ich habe früher immer gedacht, die Drei-Engels-Botschaft, die Lautstärke ist Dringlichkeit, Not, mehrere Leute, die sich anstrengen, bis ich an ein Zitat kam. Vor zweieinhalb Jahren habe ich ein Zitat gelesen in Manuscript Releases, 14. Werk, Seite 159. Haltet euch fest.
[1:22:48] Ich habe mich immer gefragt: Was ist die Lautstärke bei den Engeln? Ich lese jetzt, ich habe es leider nur in Englisch hier, aber ich übersetze es für euch. Lasst mich erst kurz so lesen.
[1:23:12] Die Botschaft beinhaltet die zwei vorhergehenden Botschaften, sie spricht von der dritten Engelsbotschaft, die dann in die vierte Engelsbotschaft von Offenbarung 18 geht. Sie hat nur die Verlängerung. Wir nennen das als Adventisten der laute Ruf. Der laute Ruf, weswegen? Wegen: Geht aus von ihr, mein Volk. Aber eigentlich müsste es bei allen laut sein, die sind ja alle laut.
[1:23:38] Und dann sagt sie: Die beinhalten die zwei vorhergehenden Botschaften, die als laute Stimme gegeben werden. Und jetzt sagt sie wörtlich, inspiriert. Das bedeutet die Kraft des Heiligen Geistes. Jetzt wisst ihr, was die Lautstärke ist bei den Stimmen von den Engeln. Es ist nicht die Dringlichkeit, natürlich ist es dringlich, natürlich ist es wichtig, die Botschaft. Aber es ist die Kraft des Heiligen Geistes.
[1:24:08] Mir ist gegeben alle Gewalt. Nehmt hin den Geist, sagte Jesus. Und er blies sie an. Pfingsten, Spätregen.
[1:24:20] Ich habe Beweislasten aus der Bibel und aus den Zeugnissen von Ellen White, dass wir in der Zeit des Spätregens leben. Wir warten auf die Zukunft, dass das sich irgendwann erfüllt und wir verstehen nicht, wie der Spätregen sich entfaltet. Dass das nichts ist, was so kommt, sondern was tröpfend beginnt und in einem Flutstrom vom Himmel endet. Aber egal wann es sein wird, Fakt ist, es geschieht nur durch den Heiligen Geist, durch die Kraft und die Macht des Heiligen Geistes.
[1:24:52] Und das geschieht nur deshalb, weil es Menschen gibt, die eine Hoffnung haben, an der sie festhalten und die sich nicht bewegt. Versteht ihr meinen Punkt? Gott ist unveränderlich, der das Werk abschließen will auf dieser Erde. Wenn wir Veränderung uns hingeben in den fundamentalen Wahrheiten, wird das Werk ohne uns abgeschlossen. Gott wird es, der unveränderlich ist, mit denen abschließen, die nicht erschütterlich sind und nicht zu erschüttern sind.
[1:25:28] Deswegen wird er durch sein Wort nochmal die Erde erschüttern. Dieses Erschüttern in Hebräer ist die Sichtung. Und mit der Sichtung geht die Ausgießung des Geistes parallel. Parallel. Und die Gnadenzeit wird kurz darauf zu Ende sein.
[1:25:46] Lasst uns hinzutreten und der Paulus sagt: Lasst uns festhalten. Zweimal sagt er dieses: Lasst uns. Hinzutreten mit Zuversicht zum Thron der Gnade, damit wir Herzlichkeit empfangen zur Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. Oder Hebräer 3, 14: Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die anfängliche... Merkt ihr die Sprache? Wenn wir die anfängliche Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten.
[1:26:18] Ich meine, deutlicher kann man es nicht mehr sagen. Paulus spricht hier daran, wie am Ende das Werk abgeschlossen wird. Es wird so abgeschlossen, wie es begonnen hat, in der gleichen Kraft, mit derselben Vollmacht, aber nur, wenn man daran festhält.
[1:26:36] Vers 14: Weil wir denn so einen großen Hohepriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis, an dem, was unveränderbar ist.
[1:26:50] Und ich komme hier zum Schlusspunkt. Offenbarung 3, Vers 11 sagt etwas sehr Entscheidendes, nämlich, dass Festhalten und Loslassen ganz nah beieinander liegen. Ich kann nicht festhalten, ohne dass ich etwas loslasse. Ich muss loslassen, um festzuhalten. Das ist ein anderes Paradoxon. Aber wir müssen das Richtige festhalten und das Richtige loslassen. Nicht das Richtige loslassen und das Falsche festhalten, wie es gerade jetzt geschieht in unserer Zeit, wo alles auf den Kopf gestellt wird.
[1:27:26] Vollständig, vollständiger Sieg ist das, an das, was wir glauben müssen und daran festhalten müssen. Denn die Bibel sagt uns voraus, dass diese Überzeugung, diese Verheißung wird so unterminiert werden, dass der Mensch nicht mehr daran glaubt, dass Gott in der Lage ist, dieses Werk zu beenden.
[1:27:46] Was ich meine, ist der große Kampf. Wir sind, Geschwister, auf dem Weg, dem Höhepunkt entgegen zu gehen. Und mit Höhepunkt, da spreche ich von Sachen, die keiner von uns verstehen kann, weil es noch nie erlebt wurde auf der Welt. Es gab noch nie das, was kommen wird. Noch nie. Es gab kein Ereignis, was vergleichbar sein wird.
[1:28:06] An Intensität, an Demonstration der Macht Gottes, aber auch an Demonstration der Macht Satans. Beides wird zu einem Höhepunkt kommen. Verführung und Wahrheit, Licht und Finsternis, wird beides zum kulminierenden Höhepunkt kommen.
[1:28:26] Und wir sagen dann: Dann ist es ja einfach, den Unterschied zu verstehen. Ich brauche mich ja nur für die Wahrheit entscheiden. Es geht nicht darum, dass du dich für eine Wahrheit entscheidest, sondern dass die Wahrheit dich gefasst hat und verändert hat. Nicht, dass ich mich dafür entscheide. Wer bin ich, dass ich mich für die Wahrheit entscheide? Das kann man schnell mal machen.
[1:28:48] Sondern es geht darum, dass wir verwurzelt werden. Dass wir einen Anker haben und Hebräer Kapitel 6 Vers 19 sagt uns, wo uns der Anker, wo der Anker sein muss. Richtig. Der Anker, da heißt es: Lasst uns festhalten, wir haben eine Hoffnung, die hineinreicht hinter den zweiten Vorhang. Einen Anker. Entschuldigung, nicht Hoffnung. Ein Anker der Hoffnung.
[1:29:14] Paulus sagt Hebräer 6, 19, dass unser Anker und das Wort Anker, was heißt das? Was bedeutet das? Anker. Wozu braucht man ein Anker, ihr Lieben? Damit wir nicht weggetrieben werden. Das ist der Sinn von einem Anker, denn du merkst es gar nicht.
[1:29:28] Wir waren auf Sizilien, wir haben ein Boot uns mal ausgeleiht, ausgeliehen und wir haben dann rausgefahren und dann haben wir gesagt: Oh, hier ist es schön still, hier ist das Wasser klar und haben einen Anker runtergelassen. War nicht ganz so tief, aber es hat noch gelangt. Wir haben einen Anker runtergelassen und wenn du den nicht unten hast, wenn der nicht greift, du merkst es nicht auf dem Meer. Das sieht alles gleich aus um dich herum. Da sind die Felsen, da ist die Küste, das sieht alles gleich aus. Da sind ein paar Wellenberge, das sieht alles gleich aus und du merkst nicht, wie du von zehn Minuten dich ein Kilometer bewegt hast. Du merkst es nicht, weil das so langsam geht, aber so beständig geht.
[1:30:05] Der Anker bedeutet, ich werde festgehalten und ich bewege mich nicht mehr. Und jetzt hört auf die Sprache. Paulus sagt: Unser Anker, unser Anker als Adventbewegung, der liegt in der zweiten Abteilung, wo Jesus jetzt ist, in die zweite Abteilung.
[1:30:27] Und jetzt hört die Tragödie, die passiert ist. 1844 kam der erste Engel, der zweite Engel und kurz darauf, um die 70er, 80er Jahre kam der dritte Engel hinzu. Jetzt hört genau zu, was passierte. Die Christen kamen aus den Kirchen heraus, die den Engeln zugehört haben und getan haben, was der Geist der Gemeinde sagt in jeder Epoche. Sie kamen raus, haben die Adventbewegung formiert über die Milleriten und diese sind über die große Enttäuschung.
[1:31:01] Was da passierte, war ja plastisch gesehen, dass Jesus ging von der ersten Abteilung in die zweite Abteilung. 1844, Jom Kippur, der Versöhnungstag. Lasst uns hinzutreten zum Thron der Gnade, der ist wo? In welcher Abteilung? Zweite Abteilung. Was ist in der zweiten Abteilung? Der Hohepriester, Christus.
[1:31:24] Und es geht ja weiter, wo es heißt: Damit wir Hilfe bekommen zur Zeit, zur rechten Zeit, Vergebung und Überwindung. Und jetzt was passiert historisch, damit ihr versteht, wie dramatisch das ist. Diejenigen, die durch diese große Enttäuschung weitergegangen sind mit Christus in die zweite Abteilung, haben die Adventgemeinde gebildet, die Adventbewegung, die daran festgehalten haben und nicht gesagt haben: Das war falsch, was wir geglaubt haben. Wir haben nur das falsch interpretiert, aber das, was wir geglaubt und in der Bibel erkannt haben, war richtig.
[1:32:05] Jetzt gehen sie mit Christus in die zweite Abteilung. Offenbarung 14 Vers 4. Sie folgen dem Lamm nach, wohin es geht. Das Lamm geht in die zweite Abteilung. Diejenigen, die durch die Enttäuschung geprüft wurden von Gott, gehen mit Jesus in die zweite Abteilung. Sie haben jetzt einen Anker, der hineinreicht, Hebräer 6 Vers 19, in die zweite Abteilung. Sie können nicht mehr bewegt werden durch Strömungen, Splittergruppen, Irrlehrer.
[1:32:30] Die wurden verspottet. Ihr habt keine Ahnung, wie unsere Geschwister verspottet wurden nach 1844. Ich habe die Zeitung gesehen, als ich in Kalifornien war, die Originalzeitung, wo plötzlich Adventisten als Schlafwandler auf den Häuserdächern laufen in Schlafklamotten und dann steht drüber: Jesus kommt wieder. Unsere Geschwister wurden so verspottet in der öffentlichen Presse.
[1:32:59] Stellt euch vor, vergleichbarerweise, der Stern, der Spiegel, der Fokus, die Bildzeitung würde über uns berichten und uns fotografieren, abbilden, wie wir als Schlafwandler auf Dächern laufen und als Irrsinnige in der Zeitung dargestellt werden. Das geschah vor 175 Jahren. Aber die, die das ausgehalten haben, die, die weitergegangen sind mit Christus in die zweite Abteilung, hatten jetzt einen Anker, sagt Paulus.
[1:33:22] Die Christen, die nicht mit hineingegangen sind, haben sie Christus verworfen ganz? Ja oder nein? Die Christenheit, die Kirchen alle. Nein, sie haben Christus nicht verworfen. Sie haben weiter geglaubt, sie haben weiter Gottesdienste gemacht, sie haben die Bibel gelesen, Gottesdienste gehalten. In welcher Abteilung? In der ersten Abteilung.
[1:33:44] Wo laut einer Vision, und jetzt haltet euch fest, laut einer Vision, die er weit bekam. Ich kann euch die Quelle genau zeigen. Da sah sie, wie sie, als Jesus sich wegbewegte aus der ersten Abteilung in die zweite, Satan seinen Platz eingenommen hat und er den Kirchen und seinen Thron aufgerichtet hat in der ersten Abteilung. Nicht wirklich, der Satan konnte nicht mehr in den Himmel in die erste Abteilung. Aber theologisch hat er sich an die Stelle Christi gesetzt.
[1:34:15] Und dann sah sie, wie sie angebetet haben. Warum? Weil da viel Kraft war, viel Licht, viel Kraft, Licht und Wahrheit. Ihr müsst verstehen, die Christen damals, Baptisten, Mennoniten und so weiter, die waren nicht so wie heute. Selbst die Protestanten damals, die waren biblisch gläubige Christen. Das ist nicht wie heute, dass ein ökumenischer Einheitsbrei heute überall gibt. Das gab es damals noch nicht, die Ökumene, zu dem Zeitpunkt. Das waren echte Christen, die wirklich glaubten, wie auch heute noch viele Christen es gibt in den Kirchen, die wirklich glauben. Aber sie haben nicht verstanden, dass Christus nicht mehr in der ersten Abteilung ist, sondern dass Satan sich an seine Stelle gesetzt hat.
[1:35:04] Und dann sagt sie: Sie sah, viel Wahrheit war, viel Licht, viel Kraft, aber keine süße Liebe. Ich habe das jahrelang nicht verstanden. Ich dachte, naja, süße Liebe. Dann habe ich die Bibel weitergelesen und dachte ich plötzlich: Hey, süße Liebe. Johannes 14, Vers 15: Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.
[1:35:27] Und ich habe es plötzlich verstanden. Genau das passierte in der Adventbewegung. Die, die mitgegangen sind, die die zweite Abteilung waren, die, die sich formiert haben, als die das Zeugnis Jesu haben und die die Gebote halten. Alle Gebote, inklusive Sabbat, die zurückgeblieben sind nach der großen Enttäuschung und zurück in ihre Kirchen gegangen sind. Was haben sie gemacht? Sie haben Gottesdienst gemacht, sie haben geglaubt und haben den Sabbat und das Heiligtum verworfen als Wahrheit und die Gesundheitsreform verworfen. Das ist die Tragödie.
[1:35:55] Der Anker geht in die erste Abteilung und sie werden weggespült werden, weil der Paulus sagt: Unser Anker geht in die zweite Abteilung. Inspiriert, prophetisch lange bevor es geschieht, sagt er, wo der Anker ist. Warum? In der zweiten Abteilung ist die erste unwichtiger, im Heiligtumserlösungsgeschehen ist die unwichtiger, die erste Abteilung.
[1:36:20] Nein! Was heißt denn Nachfolge? Sie folgen dem Lamm nach, wohin es geht. Wohin möchte dich denn das Lamm führen? Wohin denn? Zur vollständigen Sühnung. Die wohin führt die Sühnung? Übrigens, mir gefällt das englische Wort viel, viel besser: Atonement. Zwei Wörter. Man wird eins mit Gott. Atonement, Versöhnung sagen wir.
[1:37:00] In der zweiten Abteilung sehen wir die Bundeslade, die Gegenwart Gottes. Haben wir gestern verstanden, die Gerechtigkeit Gottes. Wenn der Mensch in die Gegenwart Gottes kommt, erkennt er seine, wie haben wir es genannt, seine, ja seine, ich habe das Wort nicht mehr im Kopf, er erkennt es, dass er eine Gerechtigkeit braucht, die mehr ist als seine Gerechtigkeit in der Gegenwart Gottes. Das ist Christus, aber das sind auch die Gebote.
[1:37:36] Was haben wir gestern gelernt? Jesaja 51: Was sind die Gebote? Die Weisung auf Offenbarung 1, Offenbarung 18. Ich höre mir zu, ihr Völker, hört mir zu, ihr Menschen. Ich will meine Herrlichkeit hervorgehen lassen und meine Gebote werde ich zum Licht der Völker machen.
[1:37:56] Das ist der Plan Gottes. Ein Volk, das erwählt ist, Gott zu repräsentieren, indem sie das tun, was Gott will und nicht mehr, was sie selber wollen. Völlige Hingabe an Gott, in allem, was ich denke und tue. Das hält uns fest, das ist der Anker. Wenn dein Anker nicht in die zweite Abteilung geht, die dahin führt, dass ich alles tue, was Gott will, inklusive der Gesundheitsreform, inklusive all diese Reformen, die nach 1844 kamen, bei denen die anderen nicht mehr mitgegangen sind.
[1:38:33] Wenn das nicht der Fall ist, werde ich weggespült, denn Gott sagt, er will das noch einmal die Erde erschüttern und den Himmel erschüttern, damit nur das übrig bleibt, was unerschütterlich ist. Versteht ihr jetzt die Sprache? Wer ist unerschütterlich? Wer kann nicht weggetrieben werden? Wer ein Anker hat, in die zweite Abteilung.
[1:38:51] Deswegen haben wir eine Verpflichtung, den Menschen gegenüber, den Christen gegenüber, ihnen das Heiligtum erklärbar zu machen und das hört nicht auf mit dem Heiligtum im Himmel, denn das himmlische Heiligtum spielt nur eine Rolle, solange es ein irdisches Heiligtum gibt. Die Reinigung des himmlischen Heiligtums geschieht nur deshalb, weil das irdische Heiligtum gereinigt wird. Der Himmel braucht keine Reinigung, die Erde braucht Reinigung.
[1:39:23] Und die dachten ja früher, die Erde ist das Heiligtum, bis sie erkannt haben aus der Bibel, das Heiligtum bin ja ich. Darum geht es. Wirst du, werde ich in der Zukunft gefunden werden unter denen, die es heißt: Hier ist das Ausharren in Christus der Heiligen, hier sind die, die erhalten die Gebote Gottes am herrschenden Glauben Jesu. Hast du den Text verstanden in Offenbarung 14 Vers 12?
[1:39:51] Weißt du, was dort steht bei dem Wort Ausharren? Luther sagt: Geduld. Hier ist das Ausharren, Geduld. Was da wirklich steht, ist interessant. Hier steht das griechische Wort Hypomonä, zusammengesetzt aus Hypo, unter, Monä, bleiben. Die unterbleiben, drunterbleiben.
[1:40:12] Ja, unter was denn? Liest du mal den Text in Offenbarung 14 Vers 12? Hier ist das Ausharren, das Drunterbleiben der Heiligen. Hier sind die, die die Gebote Gottes halten, die drunterbleiben unter dem Wort Gottes und seinem Wort und seinen Geboten. Das sind diejenigen, die Orientierung geben in der letzten Zeit.
[1:40:51] Warum? Woher weiß ich das? Es steht in einem Wort hier, hier. Das Wort hier zeigt, dass diese Menschen eine Orientierung sein werden in der letzten Zeit, sonst würde das Wort hier nicht stehen. Denn alle werden sich fragen: Wo ist Gottes Volk? Wo sind Gottes Heilige? Die Antwort ist: Hier sind sie. Wo? Hier. Wo, in welcher Kirche, in welcher Straße, in welchem Ort? Hier, die Ausharren unter den Geboten, unter Gottes Wort. Das ist das Erkennungsmerkmal.
[1:41:28] Versteht ihr, wie vollkommen das zusammengeht mit Jesaja 51? Hört mir zu, ihr Völker, ihr Menschen. Ich will meine Herrlichkeit hervorgehen lassen. Ich will meine Gebote zum Licht der Völker machen. Und dann der Aufruf an die Gläubigen: Hört mir zu, ihr Volk, die ihr meine Gerechtigkeit kennt. Ihr, in dessen Herzen meine Gebote geschrieben stehen, sagt Jesaja. Hört mir zu.
[1:41:57] Und dann kommt der Aufruf: Fürchtet euch nicht, wenn die Menschen euch schmähen. Es geht alles auf einen Punkt zu, liebe Geschwister. Ob du das willst oder nicht, Gott wird uns auf den Präsentierteller legen in dieser Weltgeschichte. Ob wir das wollen oder nicht. Wir können uns verstecken wollen, wie wir wollen. Wir können Sachen aus dem Weg gehen wollen. Gott wird uns auf den Präsentierteller legen und sagen: Hier sind sie. Hier sind sie, die ausharren. Hier sind die, die drunterbleiben unter mein Wort.
[1:42:29] Hier ist meine Gerechtigkeit, die offenbart wird. Hier wird meine Gerechtigkeit offenbart, die da gilt, im Glauben, durch Glauben, sagt Paulus. Denn der Gerechte wird durch Glauben leben. Er glaubt Gott in allen Punkten und deswegen tut er, was Gott will, in allen Punkten.
[1:42:50] Ich schließe mit einem Zitat. Der letzte große Konflikt zwischen Wahrheit und Irrtum, ihr Lieben, ist im Kampf und er wird um die Verbindlichkeit, um das Wesen Gottes Gesetzes gehen. Da können wir machen, was wir wollen, wir kommen daran nicht vorbei. Und in dieser Schlussphase, die kurz vor uns steht, ich glaube, wir sind schon drin, befinden wir uns jetzt. Und es geht im Kern um den Charakter Gottes, um Fakten oder Fiktion. Es geht um Bibel oder Tradition. Es geht um menschliche oder göttliche Kraft. Es geht um Glaubensgehorsam oder Rebellion.
[1:43:17] Es war frei zitiert nach Großer Kampf 583. Wo werde ich mich einordnen? Wo wird diese Gemeinde in Burgstetten gefunden werden? Wo ich persönlich? Die Antwort auf Liberalismus ist nicht konservativ. Und das Gegenmittel für konservative Theologie ist nicht mehr Freiheit im Glauben.
[1:43:49] Die Fragmentierung unserer Gemeinde, die ich schon mal angesprochen habe, ist im vollen Gange. Im vollen Gange. Und sie wird noch schlimmer werden, die Fragmentierung. Alle möglichen Gruppierungen werden auftauchen. Nicht nur Trinität, Antitrinität. Stehen beten, knien beten. Das geht noch viel weiter in den nächsten Jahren. Alles wird zerstückelt werden. Alles wird sich bewegen. Jede Wahrheit, die wir glauben, wird sich bewegen. Es wird erschüttert werden, damit nur das übrig bleibt, was nicht erschüttert werden kann.
[1:44:14] Wenn dein und mein Anker nicht ins zweite Heiligtum gehen, ins zweite Abteilung, nämlich dort, wo ich halte, was Gott tut, die Gebote, die dort liegen, der Aaronstab, die Verheißung, dass Gott das schafft, was er versprochen hat, dann werden wir erschüttert werden, gesichtet werden. Da, wo ewige und der heilige Wille Gottes in unserem Leben die Priorität hat, haben selbst Liebe und politisches Denken und Machtstrukturen und jedes menschliche gestrickte Evangelium keine Zukunft.
[1:44:51] Und das Zitat, mit dem ich schließe, ist Lukas 1, Vers 17. Elijah soll kommen. Nochmal. Diesmal wird er nicht in die Wüste rennen aus Angst vor Isabell. Diesmal wird der Elijah sein Werk zum Schluss bringen. Und die Erweckung und Reformation, von der es Propheten und Könige heißt, hätte Elijah, der nicht weggerannt, hätte es in Israel eine große Erweckung, eine große Reformation gegeben. Deswegen hat Gott ihn diszipliniert und er hat ihn aus dem Prophetenamt geholt und hat Elisa eingesetzt. Aber das wird sich nicht noch mal wiederholen.
[1:45:32] Der Elijah, der jetzt kommt, aus Maleachi angekündigt, der wird das Werk zum Schluss bringen. Und wisst ihr wie? Fantastisch zusammengefasst von Jesus aus Lukas 1, Vers 17. Zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten.
[1:45:55] Was ist die Klugheit der Gerechten? Wann ist ein Gerechter klug? Aus der Sicht der Bibel, wenn er tut, nicht was in seinen Augen richtig ist, Sprüche 3, Vers 5, sondern wenn er tut, was Gott will, dann bin ich klug. Zuzurichten dem Herrn ein Volk, das richtig vorbereitet ist. Nicht nur vorbereitet, hier steht das Wort: richtig vorbereitet ist. Im Englischen steht er: to make ready a people prepared for the Lord.
[1:46:21] Also vorbereitet zu sein heißt tatsächlich mit Gott im Geist so untrennbar verbunden zu sein mit Jesu Denken und mit seinem Fühlen und mit seinem Wort, dass uns nichts trennen kann von ihm. Nichts, gar nichts trennen kann. Er in weitem nennt es die Versiegelung. Wortwörtlich, sie sagt: Wenn der Mensch nicht mehr getrennt werden kann, intellektuell und theologisch, in seinem Leben von Christus, nichts mehr trennen ihn kann. Das sagt sie ist die Versiegelung. Nichts mehr mich trennen kann und das ist wunderbar.
[1:46:55] Ihr wisst, dass wir die Verheißung haben in Römer 8, wo Paulus sagt: Was sollen wir hier zu sagen? Ist Gott für uns? Wer kann gegen uns sein? Der seinen eingeborenen Sohn nicht verschont hat? Wie sollte er uns mit ihm nicht alles geben? Wir werden geachtet wie Schlachtschafe den ganzen Tag, aber in all dem überwinden wir weit.
[1:47:26] Und dann wird aufgezählt, was alles kommt und es kommt. Es ist nicht vielleicht, es kommt. Das ist eine Prophetie, was er macht, Paulus hier. Er hat es selber erlebt, aber es ist eine Prophezeiung auf die Zukunft. Er sagt, was kommen wird in meinem Leben, wenn wir noch am Leben sein werden: Schwert, Hunger, Blöße, Verfolgung. Er zählt alles auf. Mächte, die gegen uns sein werden, der Satan selbst, seine Dämonen, alles wird sich gegen uns richten.
[1:47:50] Und Paulus sagt: Was sollen wir hier zu sagen? Wenn Gott für uns ist, kann niemand gegen uns sein. Es dauert nicht mehr lang, dass meine Überzeugung und Christus wird kommen in Kraft und Herrlichkeit und ich möchte Botschafter an Christi Stelle sein. Ich möchte das nicht nur reden, nicht nur parlabern, nicht nur mit Worten, ich möchte es wirklich sein.
[1:48:20] Und ich bete und ich kämpfe und ich versuche alles, dass meine Söhne Männer Gottes werden, das hoffe ich. Das ist ein großer Kampf, den wir heute zu kämpfen haben für unsere Kinder auf den Knien. Das wissen Eltern, die größere Kinder haben, welche Herausforderungen plötzlich kommen seit einigen Jahren, die es vorher auch schon gab, aber nicht so geballt wie heute. Durch die Medien, durch die Smartphones und durch das ganze Zeug Internet, das ist solch eine Herausforderung wie nie zuvor in der Weltgeschichte.
[1:48:50] Und wir können nur eins machen: Wir können uns uneingeschränkt nur an Christi Stelle stellen, an seiner Stelle und sagen: Egal was es ist, egal was passiert, egal was kommt, ich schäme mich nicht für das Evangelium, denn es ist eine Kraft Gottes selig zu machen. Alle, die daran glauben. Ich möchte daran glauben. Du auch? Wollen wir darum beten?
[1:49:26] Unser wunderbarer Vater im Himmel, Herr Jesus Christus, wir danken dir für einen Sabbattag, der zu Ende gegangen ist, der angefüllt war mit Segen und mit Gemeinschaft unter deinem Wort. Herr, es ist wunderbar zu sehen, wie es Sinn macht und wie die Teile zusammenpassen und wie wir immer klarer deinen Plan erkennen, den du für uns hast, der weit über das hinausgeht, was wir uns vorstellen. Höher als die höchsten Grenzen, die wir uns vorstellen können, ist das, was du mit deinen Kindern vorhast.
[1:50:03] Und du hast uns versichert durch den Propheten Jeremia in Kapitel 11, dass deine Gedanken über uns Gedanken des Friedens sind und des Heils, nicht des Unheils. Aber du lässt das Unheil kommen und du lässt auch Dinge zu, die wir heute studiert haben, wie Verfolgung und selbst Tod für manche, aber nicht, um uns zu schwächen, sondern um uns stärker zu machen und bereit zu machen für den letzten Abschnitt dieser Weltgeschichte, als Sieger hervorzugehen gegen Tod und Teufel.
[1:50:35] Und wir möchten mit Paulus gemeinsam bekennen und antworten auf die Frage, was uns von der Liebe Gottes trennen kann, dass wir erfahren dürfen: Es ist nichts, Herr, nichts, außer unsere Entscheidung selbst. Und ich bitte dich, Herr, mach du uns fest und noch fester und nicht nur uns, sondern auch unsere Kinder, Herr, nach denen der Teufel greift. Mach uns fest, dass wir bereit sind, recht vorbereitet sind auf dein Kommen.
[1:50:59] Und es gibt auch Geschwister, Herr, ich weiß auch in diesem Bezirk, die schwach oder müde geworden sind, die aufgegeben haben oder in die Welt sich verabschiedet haben. Und ich bitte dich, Herr, dass du sie aufweckst und dass sie erkennen, dass dieser Weg ins Verderben führt. Führ sie zurück, du kennst sie alle mit Namen.
[1:51:19] Und jetzt bitte ich dich, wenn wir nach Hause gehen in die neue Woche, lass uns viele Erfahrungen machen, die uns dahin führen, dir noch mehr zu vertrauen und in deiner Kraft vorwärtszugehen, als Botschafter an deiner Stadt. Schenk uns ein gehorsames Herz und schenk uns die Fülle des Heiligen Geistes, damit wir uns nichts weniger zu begnügen geben, als mit der ganzen Fülle der Gottheit leibhaftig in uns.
[1:51:45] Du, Christus, als unser Erlöser, Heiland, Priester, als unser Lamm und als unser Friedefürst, der für uns streitet in jeder Situation. Danke für jeden, der hier war und danke, dass du uns jetzt entlässt mit deinem Segen und mit deinem Frieden. Frieden nicht, wie die Welt ihn gibt, sondern Frieden, der höher ist als aller Vernunft. Dafür wollen wir dir herzlich danken und dich loben. Und wir tun es in deinem Namen, Herr Jesus. Amen.
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