[0:00] Hallo und herzlich willkommen hier auf joelmedia.de zu einer weiteren Folge von "Die Bibel erklärt". Und heute ist unsere Frage: Wie ist der Ablauf des Gerichts? Letztes Mal, wir erinnern uns, haben wir uns angeschaut in der Bibel, wann fängt das Gericht an? Und wir haben die Frage nicht komplett beantwortet. Wir haben gesehen, dass das Gericht nach 1798 anfangen muss, aber noch vor der Wiederkunft. Und heute bringen wir das quasi einen Schritt weiter und wir fragen uns, was ist eigentlich der Ablauf des letzten Gerichts?
[0:40] Wenn man die Bibel oberflächlich liest, dann liest man sehr viel von dem Gericht. Das Gericht kommt relativ oft vor in der Bibel, besonders im Alten Testament, aber genauso im Neuen. Und wenn man die Bibel oberflächlich liest, dann könnte man meinen, dass es sich hier um ein einzelnes, punktuelles Ereignis handelt. Allerdings ist es wie bei den irdischen Gerichtssitzungen: Man kommt nicht einfach direkt zur Verurteilung. Es gibt eine Gerichtssitzung, es werden die Beweise vorgelegt, also es ist ein ganzer Prozess. Und so ist es auch in der Bibel. Das letzte Gericht ist ein Prozess und er erstreckt sich über viele, viele Jahre. Und das schauen wir uns heute an.
[1:30] Und dazu gehen wir direkt in die Bibel. Und wir fangen direkt an mit dem Vers, mit dem wir beim letzten Mal aufgehört haben, oder den wir uns beim letzten Mal wirklich angeguckt haben: Daniel 7. Und den kennen wir schon. "Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden, ein Hochbetagter sich setzte, sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen." Nun, wir kennen jetzt diese Idee hier, dass es ein Bild von Gott ist. Aber wir schauen uns hier was Interessantes an: Sein Thron waren Feuerflammen. Das heißt, er saß auf seinem Thron. Wir sehen schon, Throne wurden aufgestellt. Also, wenn Throne im Spiel sind, dann geht es oft um das Gericht. In der Bibel habe ich herausgefunden, bei meinem Wortstudium. Also, sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder brennen das Feuer. Ich markiere das mal hier. Warum? Weil, wenn die Bibel ausdrücklich sagt, dass der Thron Räder hat, dann sagt die Bibel das aus einem bestimmten Grund. Und Dinge, die Räder haben, was tun die normalerweise? Die bewegen sich normalerweise in eine Richtung. Und wir kennen das ein bisschen: Wer schon mal Ezechiel gelesen hat, der weiß, dass Ezechiel auch eine Vision hat von Gott. Und da hat auch der Thron Räder. Relativ komplizierte Räder noch dazu. Und er bewegt sich in allerlei Richtungen, in allerlei Positionen. Also, es zeigt uns hier, dass Gottes Thron nicht feststeht, sondern er kann sich bewegen von A nach B. Das wird noch, oder das ist ganz wichtig hier. Nicht für das heutige Studium, aber für das, was noch kommt.
[3:11] "Ein Feuerstrom ergoss sich und er ging von ihm. Tausend mal Tausende dienten ihm und zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm." Das haben wir schon festgestellt: Das sind Engel. Das findet hier im Gericht statt. Wer das nachlesen will: In Offenbarung Kapitel 5, Vers 11. Wenn man die beiden Verse vergleicht, hier Vers 10 und Offenbarung 5, Vers 11, dann sieht man eindeutig, dass diese Herrscher hier Engel sind, die vor Gottes Thron stehen. Und natürlich, das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Wir haben ja den Anfang des Gerichts. So weit sind wir beim letzten Mal gekommen.
[3:44] Jetzt, was wir jetzt gerade machen, und es steht hier oben schon, eine generelle Übersicht. Wir schauen uns mal ein paar Verse an, die uns so diese Schritte oder diese verschiedenen Phasen im Gericht Gottes nahe bringen. Offenbarung 20 ist der nächste. Kurze Info: Wie habe ich das rausgefunden? Wie bin ich auf die Verse gekommen? Ganz einfach: Einfach in die Konkordanz oder in das Computerprogramm "Gericht" eingegeben und wir sehen, dass hier Gericht vorkommt. Wir sehen, dass hier Gericht vorkommt und einfach wirklich alle Verse durchgelesen und geguckt: Passt der Vers? Sagt er mir was über das Gericht? Und hier bei Offenbarung 20, Vers 4, eindeutig hat es gesagt, dass da passiert was mit dem großen letzten Gericht und wir lesen das durch.
[4:28] "Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf und das Gericht wurde ihnen übergeben." Jetzt machen wir schon die erste Beobachtung: Erstmals sehen wir hier wieder Throne. Es gibt hier Throne und hier oben Throne. Das heißt offensichtlich, es scheint ja eine Gerichtsthrone, es scheint eine Verbindung zu geben zwischen den zwei Szenen. Hier setzt sich auch jemand auf das Gericht. Hier setzt sich das Gericht, hier setzt sich jemand auf den Thron oder mehrere Personen setzen sich auf die Throne und man könnte denken: Ah, okay, vielleicht ist es das Gleiche, die gleiche Beschreibung. Aber hier steht: "und das Gericht wurde ihnen übergeben." Das heißt, hier findet eine Übergabe statt. Erst war das Gericht so und jetzt wurde es anderen Leuten übergeben. Ich markiere das gerade mal. "Wurde ihnen übergeben." Und hier wurden die Throne aufgestellt, wonach hier aber die Throne schon da sind. Also, wir haben hier eine andere Phase im Gericht.
[5:30] "Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild und das Malzeichen weder auf ihre Stirn, noch auf ihre Hand angenommen hatten und sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus." Wow, das ist eine Menge. Jetzt fädeln wir ein bisschen auseinander, was das bedeutet. "Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren." Das heißt, hier wurden Menschen enthauptet, getötet und offenbar waren sie hier wieder sichtbar. Sie waren wieder lebendig und Johannes konnte die hier erblicken. Und warum wurden sie getötet? Wegen des Zeugnisses Jesu. Ich markiere das einfach mal mit einer anderen Farbe hier mit grün. Sie wurden also enthauptet. Warum? Wegen des Zeugnisses Jesu und wegen des Wortes Gottes. Das heißt, es ist ein Märtyrertod. Sie blieben standhaft in einer Zeit, als die Leute, die Gott standhaft blieben, umgebracht wurden. Und sie haben das Tier nicht angebetet.
[6:40] Jetzt, was ist das Tier? Das Tier repräsentiert eine Macht oder ein Königreich. Im heutigen Sinne sagt man nicht mehr Königreich, sondern wir sagen Reich oder Republik oder Land, Nation. Also das Tier repräsentiert eine Nation oder eine Macht. Es gibt ja noch dieses Bild. Das erkläre ich jetzt nicht. Da gehe ich jetzt nicht rein in dieses Detail. Das kann man schön im Offenbarungsseminar von Christopher Kramm angucken. Und hier gibt es ein Malzeichen und wer dieses Malzeichen nicht annimmt auf die Stirn oder auf die Hand, der wird verurteilt. Der wurde offensichtlich umgebracht. Und wir sehen ja schon rein aus diesem Vers, dass diejenigen, die das Malzeichen nicht annehmen, das sind diejenigen, die gleichzeitig standhaft bleiben für Jesus und für das Wort Gottes. Und das ist ein ganz wichtiges Thema in der Offenbarung. Das kommt nämlich vor allem in den Offenbarungen 13 und 14 vor, genau dieses Bild, dass es hier eine Macht gibt, die alle umbringt, die ja nicht ihr Malzeichen annehmen, was zur gleichen Zeit diejenigen sind, die Jesus treu bleiben.
[7:54] Also Johannes sieht hier diejenigen und sie wurden lebendig, heißt es hier, deswegen sieht er die. Die wurden enthauptet, das heißt sie waren tot. Jetzt wurden sie wieder lebendig. Jetzt muss ich wieder mit der anderen Farbe, weil das gehört wieder zum Gericht. Sie wurden also wieder lebendig und regierten 1000 Jahre mit Christus. Was sagt uns dieser Vers? Er sagt uns, dass es hier 1000 Jahre gibt, in denen gottestreue Menschen, gottesfürchtige Menschen mit Jesus regieren werden. Das ist genau die gleiche Zeit, in dem das Gericht an diejenigen, also die gottestreuen Menschen übergeben wurde. Ich habe einen Grund zu glauben, dass es diejenigen, die Johannes hier sieht, die sich auf die Throne setzen, die das Gericht bekommen, sind nicht nur diejenigen, die hier enthauptet wurden. Die sind unter dieser Menge, sondern wenn wir den den Kontext angucken, nachher mit den nächsten zwei Versen, mit 5 und 6, dann sehen wir, dass es sich hier um alle treuen Nachfolger Gottes handelt, die hier wieder lebendig werden und nicht nur diese, die in der letzten Zeit, während dieser Zeit des Malzeichens und des Tieres enthauptet wurden.
[9:12] Das heißt, wir haben den zweiten Hinweis, den ersten Hinweis, wir haben den Anfang des Gerichts, dann haben wir einen Wechsel. Wir wissen, am Anfang waren die Engel mit Gott, jetzt wurde das Gericht übergeben an die treuen Nachfolger Jesu, die mit Jesus regieren und richten, für diesen Zeitraum der 1000 Jahre. Das heißt, wir sehen hier den Anfangszeitpunkt der 1000 Jahre.
[9:31] Gehen wir weiter zum nächsten Vers, wieder in Offenbarung 20 und ich habe den Vers 5 mit reingenommen. Wir haben gerade Vers 4 gelesen, jetzt lesen wir Vers 5: "Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung." Das heißt, es wird uns noch gesagt, dass alle lebendig werden, außer der übrigen. Es gibt andere, die waren nicht wieder lebendig, erst wieder am Ende der 1000 Jahre. Das heißt, wir springen vom Anfang der 1000 Jahre direkt ans Ende der 1000 Jahre und dann wird uns hier, was mit dieser ersten Auferstehung gemacht, gesagt, das schauen wir uns später an. Wir schauen uns erst mal jetzt hier an, was passiert am Ende der 1000 Jahre.
[10:14] Vers 11: "Und ich sah einen großen weißen Thron, und wir können schon erahnen, wer da drauf sitzt, und den, der darauf saß, vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden." Wir haben ja also das Gericht des großen weißen Thrones, nennt man das auch, und hier auf diesem Thron sitzt Gott, ja, der das Gericht dann. Wir lesen einfach weiter, dann sehen wir, was passiert.
[10:40] "Und ich sah die Toten, kleine und große, vor Gott stehen, offensichtlich vor Gott, also wer saß auf dem Thron? Gott. Und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet." Ganz interessant hier: Erstmal also vor Gott stehen die Leute, und dann wurden hier wieder Bücher geöffnet. In Daniel 7, da werden auch Bücher geöffnet, also wir haben hier wieder die gleiche Idee, aber es ist nicht der gleiche Zeitpunkt, weil das hier nach den 1000 Jahren passiert, also es kann nicht die gleiche Szene sein, aber die Bücher spielen hier wieder eine Rolle. "Wurden die Bücher geöffnet, ein anderes Buch wurde geöffnet. Dieses andere Buch ist das Buch des Lebens." Wir haben uns das schon angeguckt in der ersten Folge. Es gibt also Bücher, in die unsere Werke aufgeschrieben werden, die werden im Gericht benutzt, um uns, um zu richten, ja, wer in den Himmel kommt und wer nicht. Und es gibt dann dieses Buch des Lebens, in dem stehen nur Namen, und zwar die Namen derjenigen, die gerettet werden. Und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Genau, das habe ich gerade erklärt.
[11:44] Wir haben hier also die letzte Szene des Gerichts. Nach den 1000 Jahren tritt Gott auf den Plan, eröffnet die Bücher, das Gericht, also diese ganze Gerichtssitzung hat jetzt stattgefunden. Es wurde alles entschieden, ja, die Engel, den Engeln wurden gezeigt, wer wird gerettet und wer nicht und warum. Dann den geretteten Menschen wurde gezeigt, wer wird gerettet, warum und wer nicht und warum. Und jetzt am Ende stehen die Toten, ja, die Kleinen, die Großen, stehen diejenigen, die nicht treu waren zu Gott, und bei den, wenn wir uns die Auferstehung angucken, dann puzzelt sich das ein bisschen besser noch zusammen. Diejenigen, die nicht treu waren zu Gott, die Verlorenen, stehen jetzt hier vor Gott, und sie werden jetzt mit dem Gerichtsspruch konfrontiert. So wurde entschieden.
[12:32] Das heißt, Gott macht alles klar, macht alles offen. Er zeigt dem ganzen Universum, das ist die Entscheidung, das ist der Gerichtsspruch, so ist es und jeder weiß Bescheid. Das ist übrigens auch interessant, weil das ist hier ein Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte, wenn jeder Mensch vor Gott stehen wird, und zwar zur gleichen Zeit.
[12:53] Okay, was möchte ich damit sagen? Wir haben jetzt diese drei wichtigen Punkte im Gericht. Wir haben den Beginn von dem Gericht, Gott und die Engel, die hier richten und regieren. Dann wir haben den Beginn der tausend Jahre, haben wir uns in der vorherigen Folie angeguckt, da wurde das Gericht an die Engel, an die Heiligen, an die Geretteten übergeben, und jetzt haben wir das Ende der tausend Jahre, und hier ist es tatsächlich dieser Gerichtsspruch, wo wir uns die meiste Zeit aufhalten, wenn wir über das Gericht nachdenken, der Gerichtsspruch über die Verlorenen.
[13:34] Genau, was müssen wir jetzt tun? Jetzt sind wir ja fertig. Nein, was wir uns jetzt angucken wollen ist: Wann findet es statt? Wann sind diese Zeitpunkte? Wie können wir das mit der Menschheitsgeschichte kombinieren? Und jetzt gehen wir noch mal zurück in den Anfang und schauen uns an, wann beginnt das Gericht.
[13:47] Was wir jetzt, was wir wissen vom Anfang des Gerichts, ist, dass der Anfang des Gerichts in Daniel 7 beschrieben wurde. Und wir haben gelesen, letztes Mal, da gibt es diese Prophezeiung über die Tiere, und dann kommt dieses letzte Gericht, und dann kommt noch mal was danach, und zwar der Menschensohn, wie er in den Wolken kommt.
[14:10] Jetzt schauen wir uns, und was wir jetzt machen ist, wir vergleichen die verschiedenen Prophezeiungen von Daniel. Denn das Interessante ist: Diese Prophezeiungen verwenden verschiedene Symbole, gehen aber über die gleiche Bedeutung. Das heißt, sie gehen über die gleichen Weltreiche, gehen diese Prophezeiungen. Wir können die alle nebeneinander legen und gucken, was passiert denn zur gleichen Zeit wie dieses Gericht.
[14:38] Gehen wir hier rein, Daniel 2. In Daniel 2 haben wir dieses Standbild, relativ bekannt. Und wem das jetzt neu vorkommt, ich versuche wieder Links in die Beschreibung, in das Manuskript reinzusetzen, damit man sich das in aller Ruhe noch mal angucken kann. Aber diese Punkte wurden wirklich sehr gut abgedeckt hier auf Joel Media und in verschiedenen Vortragsreihen schon. Da kann man sich das in Ruhe angucken und verstehen. Okay, wir haben hier das Standbild: goldener Kopf, silberne Brust, dann die bronzenen Lenden, wir haben die Beine aus Eisen und dann die Füße gemischt Eisen und Ton. Und wir wissen, da oben, das ist Babylon, dann haben wir Medo-Persien, wir haben Griechenland, wir haben das Römische Reich und dann haben wir die europäischen Mächte, die so nicht wirklich zusammenpassen. Und danach in dieser Offenbarung, der wirklich einfachen Prophezeiung, kommt dann Jesus, symbolisiert durch diesen Stein, wo Gott dann das Weltreich aufrichtet.
[15:47] Jetzt vergleichen wir das mit Daniel 7. Nächste Folie. Wir sind schon bei Daniel 7, hier geht es um diese Tiere. Das heißt, ich nehme mal den Stift zur Hand, vielleicht grün. Der Kopf ist hier das Gleiche wie dieser Löwe mit den Flügeln, wieder repräsentiert ist Babylon. Dann Medo-Persien wird hier repräsentiert durch diesen Löwen mit den Rippen im Maul. Dann Griechenland wird repräsentiert durch diesen Leoparden oder Panther auch in anderen Übersetzungen. Rom wird repräsentiert durch dieses schreckliche Tier mit diesen zehn Hörnern. Und hier unten diese europäischen Mächte, hier geht es mehr um das Papsttum und da sehen wir hier dieses kleine Horn mit diesem Menschenkopf da drauf. Übrigens, die Bilder hier, die habe ich von der Milleritenkarte genommen, die die damals verwendet haben, um zu predigen. Ich dachte mir, vielleicht hat da niemand mehr Urheberrechtsansprüche drauf und ich kann mir die Bilder mal erlauben zu nehmen. Und wir sehen, hier ist dann wieder die Wiederkunft Jesu.
[16:59] Und jetzt nehmen wir noch Daniel 8 mit dazu. Jetzt verschwinden wieder meine Linien. In Daniel 8 haben wir keine Repräsentation hier von Babylon, weil Babylon zu dem Zeitpunkt, als Daniel diese Vision bekommt, schon vorbei ist. Das Reich, das damals aktuell war, war Griechenland, äh, nicht Griechenland, sondern Medo-Persien. Der Medo-Persien wird dann repräsentiert durch diesen Widder. Dann Griechenland wird repräsentiert durch diesen Ziegenbock, namentlich erwähnt in dieser Prophezeiung. Und dieses schreckliche Tier, das heißt das Römische Reich und dann das Papsttum, das daraus hervorgeht, in Daniel 8 wird es jemals durch dieses Horn, das aus dem Ziegenbock herausgeht, repräsentiert. Und da gibt es dann, das Horn hat verschiedene Phasen. Wir sehen dann, dass hier die Beschreibungen sich decken mit dem Römischen Reich und dann danach vor allem das Papsttum mit den Dingen, die es tut.
[17:59] Und was wollen wir jetzt daraus wissen? Wir wollen daraus wissen: In Daniel 7 befindet sich das Gericht, ich mache mal hier Gericht, das Gericht befindet sich genau hier zwischen diesem Tier und der Wiederkunft. Hier in Daniel 2 haben wir nichts. Da gibt es nichts dazwischen. Die Offenbarung ist nicht so detailreich, die Prophezeiung. Und es wird quasi übersprungen, dieser Teil. Man geht direkt zur Wiederkunft Jesu. Aber hier in Daniel 8, da fehlt die Wiederkunft Jesu. Oder sagen wir mal, Miller dachte, dass sie da ist, aber wir wissen heute, dass sie fehlt. Aber hier ist trotzdem was. Und hier ist eine Prophezeiung, ja eine Zeitprophezeiung. Und wenn wir zur nächsten Folie gehen, dann habe ich das hier mal etwas vergrößert. Also wir haben hier wieder das Tier, dann das Gericht, das sich setzt, die Wiederkunft. Wir haben hier das Horn, das sich hier gleich setzt. Die Wiederkunft wird hier nicht erwähnt. Aber wir haben hier diesen Vers, der quasi, wenn wir diese Prophezeiungen gleichstellen, der sich quasi mit dem Gericht hier paart. Und dieser Vers ist Daniel 8, Vers 14.
[19:16] "Er sprach zu mir: Bis zu 2300 Abenden und Morgenden, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden." Diese 2300 Abende und Morgende, diese Zeitprophezeiung, die endet im Jahre 1844. Ich nehme das hier einfach vorweg, weil ich möchte jetzt nicht diese Prophezeiung erklären. Ich setze einen Link rein. Wir haben wundervolle Vorträge, die diese Prophezeiung sehr ausführlich und detailreich erklären und zeigen, dass diese 2300 Abende und Morgende 1844 enden, genau in diesem Jahr. Und wir nehmen diese Information und wissen, dass wir den Beginn des Gerichts mit 1844 paaren können.
[20:10] Das heißt, passt es zu unserem letzten Studium? Es passt, denn 1844 ist nach 1798, aber vor der Wiederkunft Jesu, denn die Wiederkunft Jesu ist noch nicht passiert. Wir haben unseren Startpunkt für das Gericht. Jetzt schauen wir uns an, was passiert hier und was passiert hier. Und hierzu gehen wir zurück in Offenbarung Kapitel 20 und jetzt schauen wir uns das ein bisschen mehr im Detail an. Wir lesen nicht nochmal alles durch, wir haben das ja schon gelesen. Und auf was wir jetzt gucken, ist die erste Auferstehung. Uns wurde ja schon gesagt, dies ist die erste Auferstehung. Was passiert bei der ersten Auferstehung? Es werden Leute wieder lebendig. Wer wird wieder lebendig?
[20:50] Hier im Vers 6, den lesen wir jetzt: "Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht." Der zweite Tod, das ist ganz logisch, weil der erste Tod, das ist, wenn wir sterben. Wenn wir wieder auferstehen und nochmal sterben, dann haben wir den zweiten Tod. Und das ist genau, was passiert mit denen, die dann am Ende wieder auferstehen. Da kommt dann nämlich der zweite Tod ins Spiel, denn die werden verurteilt und dann letztendlich und endgültig getötet. Das ist der zweite Tod. Aber diejenigen, die in der ersten Auferstehung auferstehen, über die hat der zweite Tod keine Macht. Und deswegen sind auch wirklich alle, die gerettet werden, dabei in dieser ersten Auferstehung. Sondern sie werden Priester Gottes und Christus sein und mit ihm regieren tausend Jahre. Das wissen wir schon, sie regieren mit ihm tausend Jahre lang.
[21:52] Das heißt, die Treuen Gottes werden auferstehen vor den tausend Jahren, alle mit Jesus Christus im Himmel regieren. Welches Ereignis geht einher mit dieser ersten Auferstehung? Das lesen wir im 1. Thessalonicher 4, denn "der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen. Der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen." Zuerst, erste Auferstehung.
[22:33] Das heißt, das hier ist die Wiederkunft Jesu. Die erste Auferstehung passiert zur Wiederkunft Jesu. Danach werden wir, die wir lebendig sind und übrig geblieben, zusammen mit ihnen entrückt werden in die Wolken zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft. Und so werden wir mit dem Herrn sein alle Zeit. Das heißt, Paulus sagt hier noch, natürlich nicht alle sind tot zu dem Zeitpunkt, wenn Jesus wiederkommt. Manche leben auch und die werden dann zusammen mit denjenigen, die auferstehen, entrückt in die Luft. Sie erheben sich in die Luft, treffen sich mit Jesus in der Luft, irgendwo also nicht auf der Erde. Jesus wird nicht die Erde betreten bei der Wiederkunft. Wir treffen uns in der Luft und werden mit dem Herrn sein alle Zeit. Er nimmt uns dann mit in den Himmel, während dieser tausend Jahre mit ihm zu regieren.
[22:53] Selbst Jesus sagt es hier in Johannes 5: "Wundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören." Das heißt, alle werden seine Stimme hören und sie werden hervorgehen, die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts. Wenn man das oberflächlich liest, dann könnte man meinen, Jesus spricht hier einfach über eine Auferstehung und er sagt ja, das gibt dann die eine Gruppe und es gibt halt die andere Gruppe. Aber wir wissen, dass es zwei Auferstehungen gibt und wir wissen, dass Jesus hier über zwei Auferstehungen spricht.
[24:02] Diejenigen, die Gutes getan haben, die Auferstehung des Lebens und die Auferstehung des Lebens ist am Anfang der tausend Jahre. Und dann gibt es diejenigen, die Böses getan haben, die verloren sind, mit der Auferstehung des Gerichts, mit der Auferstehung des Richts, des Urteils, ja, des Richturteils. Und das ist am Ende der tausend Jahre.
[24:29] Das heißt, wir können feststellen, dass, ich gehe wieder hier auf meinen roten Stift, was passiert am Anfang der tausend Jahre? Es passiert die erste Auferstehung und es passiert die Wiederkunft. So, Wiederkunft. Das heißt, die Wiederkunft markiert den Anfang der tausend Jahre, markiert die erste Auferstehung, markiert die Übergabe von dem Gericht mit Gott, mit den Engeln, zu dem Gericht mit Gott, mit den Heiligen. Das heißt, das Gericht mit den Engeln ist fertig, Jesus bringt die Belohnung mit, er weiß, wer gerettet und übergibt das Gericht an die Menschen, die geretteten Menschen.
[25:19] Jetzt kommen wir zur zweiten Auferstehung. Wir gehen wieder zurück zur Offenbarung 20. Wir haben Vers 12 schon gelesen, jetzt lesen wir noch 13, 14 und 15. Wir wissen noch, hier standen die Großen und die Kleinen, hier standen die Toten vor Gott, sie wurden gerichtet, die Bücher wurden aufgetan, und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod, und das Totenreich gab die Toten heraus. Also, das Meer gab die Toten heraus, das Totenreich gab die Toten heraus, das ist die zweite Auferstehung, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Also, was Jesus gesagt hat, sie werden auferstehen zur Auferstehung des Gerichts, das ist hier die zweite Auferstehung, denn sie stehen auf zum Gericht.
[26:14] Ein paar interessante Fakten. Erstmal, wir sehen, dass die Kleinen und Großen gerichtet werden, bevor sie auferstehen. Das scheint ein bisschen verwirrend. Wie können wir das verstehen? Wir können das so verstehen, genauso wie Daniel, wer das gelesen hat, in Daniel 12, wie Daniel in seiner Position steht am Ende der Zeit, er ist zwar tot, immer noch tot, aber er steht in seiner Position, in dem die Menschen seine Bücher lesen werden und seine Bücher verstehen werden. So stehen die Großen und die Kleinen, die Toten vor Gott, repräsentiert in den Büchern. Dann kommt der Richtspruch, und das Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Geworfen, das ist der zweite Tod, also dieses letztendliche Töten, dieses letztendliche Vernichten der Sünde, der Sünder, das ist der zweite Tod, der letztendliche Tod, die Vernichtung. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens geschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.
[27:12] Das heißt, das Buch des Lebens, am Ende diejenigen, die nicht in dem Buch stehen, diejenigen sind verloren. Und jetzt was ganz Interessantes: Wenn jetzt ein Protestant, wenn jetzt ein Protestant das hier liest, dann seht ihr, okay, wenn jemand stirbt, dann kommen die Seelen in den Himmel, und die Seele steht dann vor Gott. Und siehst du, das Totenreich, der Feuersee, klar, der Feuersee ist die Hölle. Warum kann das nicht sein? In diesem Text können wir ganz klar feststellen, dass die Toten wirklich tot sind, die Seelen nicht mit Gott sind, und die Hölle kein ewiges Feuer brennendes Reich ist. Wie können wir das sehen?
[27:59] Wir schauen hier rein. Erstmal wissen wir, dass es eine Auferstehung gibt. Nun, wenn die Seelen schon nach dem Tod mit Gott sind, dann macht eine Auferstehung schlicht und ergreifend keinen Sinn. Denn warum soll jemand auferstehen, wenn er eh mit Gott ist? Das heißt, es macht nur Sinn, wenn die Toten wirklich tot sind, dann wieder auferstehen müssen, um von Gott den Richtspruch zu erfahren, uns ihre Knie zu beugen und zu Gott zu bekennen, dass Gott gerecht ist. Es macht nur dann Sinn, wenn wir wissen, dass die Toten tot sind, nichts denken, nichts mitkriegen und erst wieder auferstehen müssen, damit sie diesen Richtspruch erfahren und hören können.
[28:39] Dann ist noch was anderes sehr interessantes, und zwar Tod und Totenreich. Und zwar wird hier das Totenreich in den Feuersee geworfen. Wenn wir Feuersee lesen, dann können wir sagen, Feuersee, vielleicht ist das die Hölle. Dieses Wort hier für Totenreich im Griechischen ist das Wort Hades. Hades, und das finde ich schön, dass es in der Schlachter mit Totenreich übersetzt wird, denn Hades bedeutet nichts anderes als Totenreich oder Grab. Totenreich, dort wo die Toten sind, einfach unter der Erde im Grab. Aber in den meisten Übersetzungen, die wir kennen, oder wie wir das Wort eher übersetzt kennen, ist Hölle.
[29:26] Das heißt eigentlich, in herkömmlichen Übersetzungen steht hier: "Der Tod und die Hölle wurden in den Feuersee geworfen." Nun, wenn der Feuersee die Hölle ist, dann kann die Hölle nicht in den Feuersee geworfen werden. Versteht ihr das Prinzip? Das heißt, hier wird die Hölle vernichtet. Wenn die Hölle vernichtet ist, dann kann die Hölle nicht für Ewigkeiten existieren und die Verlorenen darin brennen lassen.
[29:54] Das heißt, hier sehen wir ganz eindeutig, dass die Hölle das Totenreich ist und dass der Feuersee nicht ein ewig existierendes Strafe für die Verlorenen ist, sondern es ist ein Mittel für den zweiten Tod, ein Mittel, diejenigen, die verloren sind, zu vernichten und ein Ende zu machen. Ein Ende mit Satan, ein Ende mit den Sündern, ein Ende mit der Sünde, ein Ende mit dem Tod.
[30:24] Und jetzt gehen wir zur nächsten Folie hier. Und ich sah, das ist direkt dann in der nächsten Vers, im Kapitel 21, erster Vers: "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen und das Meer gibt es nicht mehr."
[30:46] Johannes sieht einen neuen Himmel, er sieht eine neue Erde, denn das, was vorher war, das gibt es nicht mehr, das ist vergangen. Gott macht zu diesem Zeitpunkt, wenn er den Richterspruch gibt, er vernichtet die Sünde, er vernichtet die Sünder, er macht ein Ende mit der Misere auf dieser Erde, er macht ein Ende mit diesem großen Kampf zwischen Satan und Jesus. Satan ist vernichtet, das Universum bekennt Gott als den Schöpfer, bekennt Gott als den Gerechten, den Richter und somit zeigt Gott, dass Satan der Lügner ist. Satan ist der Töter, Sünde ist etwas Schlimmes, wer das Gesetz nicht befolgt, ist ein Sünder und das kann niemals zu etwas Gutem führen. Und wirklich Gott wartet keine Sekunde. Zu dem Zeitpunkt, wo jeder Mensch und jedes himmlische Wesen das erkennt, macht Gott ein Ende mit dem Himmel, Gott macht ein Ende mit dieser Erde, mit dem Himmel und der Erde, also mit der Atmosphäre, er macht ein Ende mit dieser Erde und erschafft sie neu und sagt: "Und jetzt machen wir das so, wie ich das von Anfang an gewollt hatte, so wie das Leben eigentlich sein sollte, so starten wir jetzt von Neuem."
[32:07] Das bedeutet, am Ende der tausend Jahre haben wir die, jetzt mache ich hier mit diesem Text, am Ende der tausend Jahre haben wir die zweite Auferstehung, kann ich jetzt noch ein bisschen rumziehen hier, zweite Auferstehung und wir haben die Erneuerung, muss ich ja sagen, Erneuerung der Erde. Das heißt, zu dem Zeitpunkt, wo das Gericht gesprochen wird, wird Gott diese neue Erde erschaffen und uns dieses ewige Leben geben, das er von Anfang an für uns vorgesehen hat.
[32:53] Damit sind wir am Ende in unserem Studium über diesen Ablauf des Gerichts. Oh, jetzt ist es verschwunden, naja, wir haben es gesehen, über den Ablauf des Gerichts, wir haben gesehen, wie es funktioniert und was passiert, aber wir sind noch nicht am Ende, denn beim nächsten Mal schauen wir uns an, was passiert eigentlich in diesem Zeitraum, als die Engel mit Gott regieren, bevor Jesus wiederkommt, aber wo das Gericht schon anfängt. Wir nennen diesen Zeitpunkt das Untersuchungsgericht. Das ist kein biblisches Wort, aber es ist ein sehr gutes Wort, weil es beschreibt, was dort passiert und wir schauen uns an, was untersucht das Untersuchungsgericht. Bis dahin Gottes Segen in eurem Bibelstudium. Amen.