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In dieser Predigt beleuchtet Eric Flickinger die Bedeutung der Reformation und Martin Luthers Erbe für unsere heutige Zeit. Er untersucht, wie Luthers Erkenntnisse über das Evangelium und die Autorität der Schrift weiterhin relevant sind und wie spätere Reformatoren darauf aufbauten. Die Predigt betont die Notwendigkeit, die Bibel als Grundlage des Glaubens zu nehmen und die persönliche Beziehung zu Christus zu vertiefen, um den Herausforderungen der heutigen Welt zu begegnen.


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Serie: Macht. Glaube. Hoffnung.

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Transkript

[0:00] Noch einmal einen wunderschönen guten Abend. Gott hat uns nochmal einen sehr wunderschönen Tag heute geschenkt, ein bisschen Regen, ein bisschen Sonnenschein und wir werden sehen, ob wir noch ein bisschen Wärme in den nächsten Tagen haben. Wir werden ja sehen. Wir sind heute hier im Warmen und im Trocknen und erneut haben wir die Gelegenheit, Gottes Wort zu öffnen. Wir wollen heute Abend wie jedes Mal mit einem Gebet beginnen.

[0:53] Lieber Vater im Himmel, wir sind so dankbar, dass wir auch heute Abend hier sein können. Abend für Abend sind wir inspiriert und ermutigt worden durch das Leben von Martin Luther. Jeder Bereich unseres Lebens ist in einer größeren oder kleineren Weise durch ihn mit beeinflusst worden. Und als wir sein Leben in den letzten Tagen studiert haben, haben wir etwas besser verstehen können, wie das alles so gekommen ist. Aber am wichtigsten ist es, dass wir verstehen können, dass wir heute Abend Hoffnung haben können in Jesus Christus. So möchten wir dich auch heute Abend darum bitten, dass du unser Studium gemeinsam segnest. Wir bitten dies im Namen Jesu. Amen.

[2:00] Unser Thema heute Abend ist Reformation Wohin, Luther zu Ende gedacht. Luther thought to the very end. We're going to begin tonight with a brief, mit einer kurzen Wiederholung. We'll have a short review, very short. Luther sagte, hier stehe ich. Luther said, hier ist er. And now we move forward. Und jetzt geht's weiter. Tonight we want to pick up and just move into what Martin Luther was really trying to help us understand. Heute Abend wollen wir direkt weitergehen und versuchen zu verstehen, was Luther uns für heute sagen möchte. We are now 500 years past his time. Wir sind jetzt 500 Jahre nach seiner Zeit. 500 years is a long time. 500 Jahre sind eine lange Zeit. The world has most certainly changed. Die Welt hat sich ganz stark verändert. But the question we have to ask ourselves is this. Die Frage, die wir uns stellen müssen allerdings ist, die Frage ist, sind die Dinge, die Luther damals fand und entdeckte, haben die noch irgendeinen Nutzen für uns heute in dieser Zeit? This 500th anniversary of the Reformation, is this simply something that we can look back on as a piece in a museum or should it have real importance to our lives today?

[3:53] Paul wrote this in Philippians 1, 6. Der wird es auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. In der Bibel sehen wir ganz deutlich dieses Prinzip, dass Glaube sich entwickelt. Gott wirkt auch in unserem Leben nicht so, dass er alles auf einmal tut, sondern er führt uns so Schritt für Schritt. Genauso hat er auch in der Geschichte der Reformation gewirkt. In Sprüche 4, Vers 18 lesen wir, das Licht der biblischen Erkenntnis ist so von Zeitalter zu Zeitalter immer ein bisschen heller geworden. Spätere Reformatoren haben ihre Theologie und ihre biblische Erkenntnis auf dem Fundament, das Luther gelegt hatte, aufgebaut. Einige von ihnen haben dann auch Dinge erkannt, die Luther zu seiner Zeit nicht gesehen hat. Wir haben hier einige Beispiele, die wir anführen wollen. Denn durch die gesamte Reformation hat dieses Licht immer heller geschehen, um die Wahrheit zu erleuchten.

[5:40] Zum Beispiel könnte man dort auch das Leben von Ulrich Zwingli anführen. Er hatte ebenfalls das biblische Evangelium entdeckt, unabhängig von Martin Luther. Er war in Zürich aktiv, kam aber zu ziemlich ähnlichen Schlussfolgerungen. In einigen Gebieten war er Luther sogar weiter voraus. Luther war ja aus tiefer Finsternis gekommen und hatte sehr erstaunliche Entdeckungen gemacht. Aber einige, die nach ihm kamen, haben noch mehr Licht erkannt. Zum Beispiel auf dem Gebiet des Abendmahls. Luther war bei diesem Thema der Wahrheit deutlich näher, als Luther das war. Dann gab es natürlich Melanchthon, der ebenfalls ein Zeitgenosse von Luther war. Der ebenfalls theologisch noch weiter vorangeschritten war als Luther. Melanchthon war ganz besonders bekannt dafür, dass er die Wichtigkeit der Bildung verstand, was natürlich auch dem Studium der Bibel zugute kam. Das führte dazu, dass der Erfolg der Reformation vor allem auch durch Melanchthon gesichert wurde.

[7:25] Dann war da Menno Simons. Vor einigen Abenden haben wir ihn schon mal kurz erwähnt. Er hat die Bedeutung der Erwachsenentaufe betont. In den Tagen von Martin Luther, und kurz danach, haben viele Leute ihn und seine Follower als Fanatiker betrachtet. Aber er hat behauptet, dass seine Position biblisch war. Dadurch hat er das große protestantische Prinzip der Sola Scriptura, der Bibel und nur die Bibel, verstärkt. Dann zum Beispiel auch Roger Williams. Er war ein christlicher Leiter in Später in Nordostamerika. Was er entdeckte, war, dass viele protestantische Menschen, die in den USA kamen, auch Protestanten waren. Die aufgrund der Verfolgung Europa verlassen hatten, jetzt in der neuen Welt ebenso andere verfolgten. Und so setzte er sich dafür ein, dass das verhindert wurde durch eine klare Trennung von Kirche und Staat. Was dann später zu einem grundlegenden Prinzip in der Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde.

[9:05] Dann gab es John Wesley zum Beispiel. Wesley war ja bekehrt worden durch Schriften von Martin Luther. Als er damals ja diese Predigt hörte über den Römerbrief, das sein Leben verändert hatte. Er betonte nicht nur die Vergebung der Sünden, sondern zusätzlich auch noch die Kraft, Sünde zu überwinden. Und dann William Carey zum Beispiel. Viele Christen hatten lange Zeit die Wichtigkeit der Mission auch zu den Heiden nicht wirklich verstanden, wie es heute ist. Er war ein Pionier, der das Evangelium nach Indien brachte. Und somit auch uns diese Bedeutung vor Augen hält, dass wir das Evangelium anderen weitergeben sollten.

[10:06] Dann war da zum Beispiel Manuel Lacunza. Er war mit seinem jesuitischen Gesetzentwurf in den USA verabschiedet. Er wurde mit dem Jesuitenorden aus Südamerika verbannt. Was er entdeckte, war, dass Jesus bald wiederkommen würde. Eine sehr bedeutsame Wahrheit der Bibel. Dann zum Beispiel auch Josef Wolf. Ein äußerst exzentrischer Weltmissionar. Er war einer von denen, die sich jetzt ganz besonders für die Endzeitprophetie interessierten. Er und seine Mitstreiter betonten, was auch für uns so wichtig ist, das Studium dieser prophetischen Bücher Daniel und Offenbarung.

[11:11] Was ist also mit Luthers Positionen heute? Und wo stehen wir heute? Wären wir bereit, dieselben Überzeugungen einzunehmen, wie Luther es tat, wenn wir in seiner Zeit gelebt hätten? Und anders gedacht, wenn er in unserer Zeit gelebt hätte, was würde er über die Herausforderungen sagen, die wir heute erleben? Wie würde er mit den Schwierigkeiten, die uns so entgegenstehen, umgehen? Ein entscheidendes Prinzip, das wir verstehen müssen ist, das Evangelium ist zu allen Zeiten gültig. Es bezieht sich nicht nur auf eine bestimmte Zeitperiode. Es ist vielmehr eine Konstante, die durch die gesamte Geschichte hindurch geht. Egal, was für philosophische Ideen sonst so vorhanden sind. Die Wahrheit bleibt. Jesus ist der einzige Weg zur Erlösung. Und das sollte der Fokus für alle Menschen sein. Egal, was wir über Politik oder über gesellschaftliche Fragen glauben, das ist eigentlich das Herz von allem.

[12:51] In Johannes 3, Vers 16 heißt es in einer wunderbaren Zusammenfassung von all dem: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Diese Wahrheit ist immer noch genau dieselbe in diesem Vers. Vor 2000 Jahren gab Jesus sein Leben am Kreuz. Vor 500 Jahren hat Martin Luther die Bedeutung dessen verstanden. Es hat heute noch dieselbe Kraft. Das ändert sich nicht. Was wir tun müssen, ist das anzunehmen und zu glauben. Und wenn wir das annehmen und akzeptieren, dann können wir den Frieden haben, der aus dem Wissen kommt, dass wir durch Glauben gerettet werden. Da spielt es keine Rolle, was für einen Hintergrund wir haben. Da spielt es keine Rolle, was wir in unserem Leben getan oder gesagt haben. Da sind wir alle sozusagen in demselben Boot. Wir werden alle auf dieselbe Art und Weise gerettet. Es ist durch Glauben, nicht durch Glauben. Wir werden alle auf dieselbe Art und Weise gerettet. Aufgrund von Gnade, durch den Glauben.

[14:19] In Römer 1, Vers 16 und 17 schreibt Paulus: "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird daran geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben." Für Paulus und für Luther war Christus das Zentrum ihres Lebens.

[14:49] Es gibt eine Herausforderung, die wir heute in der Gesellschaft erleben. Es gibt viele Menschen heute, die sich selbst Christen nennen. Aber die Frage ist, wie viel von ihrem Leben ist wirklich von Christus beeinflusst. Für viele Menschen gibt es da so eine Trennung. Da haben sie ein Leben, das sie so in der Welt leben. Dann haben sie aber auch ihr christliches Leben, und diese beiden Leben haben manchmal nicht viel miteinander gemeinsam. Aber da sollte eigentlich keine Trennung zwischen den beiden sein. Diese beiden sollten eigentlich eins sein.

[15:37] Luther wusste, wie bedeutsam das ist. Er wusste, dass er Erlösung brauchte. Aber was ihn dazu brachte, war die Realisierung seines eigenen Lebens. Was ihn dazu geführt hatte, war, dass er erkannt hatte, wie verloren er ist. Er wusste, etwas fehlt in meinem Leben. Und das hat ihn dazu angetrieben, das zu suchen, was gefehlt hat. Luther wusste, dass er etwas brauchte, was er selbst nicht hat. Damit wir das aber finden können, müssen wir erst einmal unsere eigene Verlorenheit erkennen.

[16:37] Was ich herausgefunden habe, oder was ich bemerke, ist, dass das Thema der Sünde in christlichen Kirchen längst nicht mehr so oft thematisiert wird, wie das früher der Fall war. Die Lehre im menschlichen Herz, das Christus nicht hat, ist immer noch dieselbe, das hat sich nicht geändert. Aber wie sollen Menschen diesen Frieden, diese Erlösung finden, wenn sie nicht sich ganz im Klaren sind über dieses Bedürfnis, was da ist.

[17:17] In Johannes 8 Vers 34 steht, dass der Sünder der Knecht ist. Sünde ist keine kleine Sache. Sünde versklavt uns. Wir sind dann Sklaven des Widersachers. Wir sind Sklaven der Gedanken und der Gewohnheiten, die letztendlich zum Tod führen. Aber was ist Sünde? Wir brauchen hier eine Definition. In 1. Johannes 3 Vers 4 steht: "Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit." Also Sünde ist das Gegenteil vom Gesetz Gottes. Deswegen muss man auch die Rolle des Gesetzes Gottes in unserem Leben verstehen.

[18:24] Das wäre Erlösung durch Werke. Das wäre das Gegenteil von dem, was Luther entdeckt hat. Das Evangelium gibt uns diese Hoffnung. Das Gesetz dagegen zeigt uns, dass wir in einem verlorenen Zustand sind. Wenn wir das dann verstanden haben, wissen wir auch, dass wir uns darum kümmern müssen, dass wir jemanden brauchen, der uns hilft. So zeigt uns das Gesetz eigentlich den Weg zu Christus. Denn im Gesetz Gottes wird der Charakter und sein Wesen beschrieben. Die Bibel nennt dieses Gesetz auch das Gesetz der Freiheit. Es zeigt uns, was für uns am besten wäre. Und so wie Gottes Charakter selbst ist es unveränderlich.

[19:30] Wie ein Spiegel zeigt es uns, dass wir in einem verlorenen Zustand sind. Wenn du jemals in einen Spiegel geschaut hast und herausgefunden hast, meine Güte, mein Gesicht ist dreckig, dann hast du bestimmt verstanden, dass der Spiegel dieses Problem nicht lösen wird. Man kann den Spiegel nicht von der Wand nehmen und versuchen, damit sein Gesicht zu waschen. Das ist nicht der Sinn und Zweck des Gesetzes. Das ist auch nicht das, wofür der Spiegel da ist. Der Spiegel soll uns ja zeigen, dass wir dreckig sind. Was macht uns dreckig? Die Sünde macht das. Jetzt finden wir heraus, ich bin dreckig. Was tun wir als nächstes? Wir brauchen etwas, das uns reinigt. Was kann uns reinigen? Es gibt nur eine Sache. Das ist das Blut Jesu Christi.

[20:51] Der Sinn und Zweck des Gesetzes ist es also, dass wir Reinigung brauchen. Das führt uns dann zu Jesus. In Prediger 12, Vers 14 lesen wir: "Lasst uns am Ende die Summe von allem hören. Fürchte Gott und halte seine Gebote." Denn es gibt viele Christen heute, die die Position vertreten, dass Gottes Gesetz heute keine Bedeutung mehr hat. Dass es einfach abgeschafft wurde oder ans Kreuz genagelt worden ist. Sie wollen Gottes Gesetz einfach beiseite schieben. Aber vielleicht können wir uns noch einmal die Anwendung des Gesetzes als einen Spiegel vornehmen.

[21:51] Ich werde jetzt mal ganz besonders zu den Damen heute Abend sprechen. Sind Sie schon jemals nach einem langen Tag nach Hause gekommen? Sie schauen in den Spiegel. Und dann sehen Sie fest, dass hier der... der Eyeliner... dass man im Gesicht nicht mehr so aussieht, wie man es geplant hatte. Und das eigene Visage ist ein echtes Desaster. Was tut man, um das Problem zu lösen? Man nimmt den Spiegel von der Wand und man schmeißt ihn in den Mülleimer und man sagt, ich habe den Spiegel abgeschafft. Und jetzt ist alles in Ordnung. Ist das wahr? Nein, das Gesicht ist immer noch eine Katastrophe. Das hat sich nicht geändert. Was tut man also, um das Problem zu lösen? Das tut man. Man schaut in den Spiegel und sieht, es gibt ein Problem. Wie wird das Problem gelöst? Man geht unter das Waschbecken und man nimmt das Schränkchen und man zieht den... Was? Den... Den Make-up-Entferner. Und man... Und man reibt sich und man strengt sich ganz doll dabei an und man nimmt Wasser und man nimmt das Handtuch und reibt sich ab und dann schaut man wieder in den Spiegel. Und wenn man jetzt in den Spiegel schaut, was sieht man dann? Jetzt sieht man, dass man rein ist. Reinigt. Was heißt das? Das Waschbecken? Make-up-Entferner. Den Make-up-Entferner. Der, der, das. Der. Der Make-up-Entferner. Das ist das Blut von Jesus.

[24:56] Man schaut in den Spiegel und man merkt, man braucht das, um sich zu reinigen. Nichts anderes versteht ich, muss mich reinigen. Nichts anderes kann mich wirklich sauber machen. Der Spiegel wird das nicht bewerkstelligen können. Wenn man den Spiegel wegschmeißt, ist das Problem nicht gelöst. Der Make-up-Entferner. Den Make-up-Entferner. Der Spiegel sagt uns, dass wir diesen Make-up-Entferner brauchen. Das ist der Sinn und Zweck des Gesetzes. Um uns zu Jesus zu führen, weil wir seine Erlösung brauchen.

[25:42] In Römer 13, Vers 10 heißt es: "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung." Es ist wichtig, dass wir festhalten, dass es hier nicht nur um ein äußerliches Einhalten von Geboten geht. Es geht um eine Herzenseinstellung. Gottes Gesetz sollte jeden Aspekt unseres Lebens verändern, sodass wir eine echte Liebe zu ihm haben. Und das wird alles durchdringen, was wir denken und sagen und tun. Dann kommt man nicht mehr zum Gesetz Gottes und sagt, das möchte ich eigentlich gar nicht tun. Denn wir werden uns daran erinnern, dass Gottes Gesetz ein Bild dessen ist, was er an Charakter hat. Es ist ein Gesetz der Freiheit. Es befreit uns.

[26:47] Gottes Gesetz ist nicht abgeschafft. Gottes Liebe hat sich nicht verändert. Genauso hat auch sein Gesetz sich nicht verändert. Dieses Gesetz bleibt immer bestehen, damit wir wissen, was gerecht und was richtig und falsch ist und wie Gott ist.

[27:11] In Psalm 97, Vers 10, verglichen mit Sprüchen 8, Vers 13, lesen wir: "Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse; und die Furcht des Herrn bedeutet, das Böse zu hassen." Wenn wir also Gott lieben, können wir Gottes Gesetz nicht aus eigener Kraft und Stärke halten. Wenn ich mit einem Handzeichen bitten würde, was ich jetzt nicht tun werde, aber wenn ich fragen würde, wer von uns hat versucht, das Richtige zu tun, und man hat dann irgendwann doch das Falsche gemacht, dann könnte ich mir vorstellen, wie viele Hände hier hochgehen würden. Und für die meisten von uns würden vielleicht sogar beide Hände hochheben. Denn wir alle haben das ja schon erlebt. Wir haben es versucht, es aus eigener Kraft zu tun. Und es funktioniert einfach gar nicht.

[28:18] Wenn wir aber Jesus in unser Herz einladen und wir unsere Entscheidungen ihm übergeben, dann ist das ein großer Unterschied. So illustriert das Gesetz Gottes die Beziehung, die wir mit ihm haben sollen. Er möchte, dass wir ihn lieben. Und unser Leben wird gebessert werden, wenn wir bereit sind, seinen Richtlinien zu folgen. Wir wollen Gott nicht enttäuschen.

[28:58] Oft spricht die Bibel darüber, Gott zu fürchten. Das bedeutet nicht, dass man vor ihm Angst hat, sondern ihn zu respektieren. Und das bedeutet nicht, dass man vor ihm Angst hat, sondern ihn zu respektieren. Zu verstehen, wer er ist und welchen Einfluss er auf unser Leben hat.

[29:32] Es gibt eine Phrase, die uns hilft, zu verstehen, worum es dabei geht: Soli Deo Gloria. Alle Ehre gebührt Gott allein. Gott die Ehre zu geben, ist nicht nur eine Angelegenheit des Gottesdienstbesuchs. Da geht es in Wirklichkeit um die Beziehung, die alle Bereiche unseres Lebens durchdringen soll. Jeden Moment unseres Lebens können wir in einer positiven Beziehung zu Jesus leben. Selbst die kleinsten alltäglichen Dinge können wir tun, mit einem Bewusstsein, dass Gott gegenwärtig ist. Die Dinge, über die wir nachdenken. Die Orte, wo wir hingehen. Die Dinge, die wir tun. Sogar, wie wir uns um unseren Körper kümmern.

[30:43] In 1. Korinther 10, Vers 31 heißt es: "Ob ihr nun esst oder trinkt, oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre." Egal, ob wir essen oder trinken, ob wir denken, oder was auch immer wir tun, wir können alles zur Ehre Gottes tun.

[31:09] In 1. Korinther 3, Vers 16 und 17 heißt es: "Ihr wisst nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt. Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören; denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr." Unsere Körper gehören Gott. Wir sollten sie mit großer Sorgfalt behandeln. Denn er hat sie uns als Geschenk gegeben. Entweder behandeln wir dieses Geschenk mit Respekt, oder wir zerstören dieses Geschenk.

[31:46] Es ist wichtig, dass wir verstehen, welcher Preis für dieses Geschenk bezahlt worden ist. Jesus hat sein Leben gegeben als Preis, dass wir unsere Körper haben können.

[32:01] Vielleicht kann ich das so illustrieren. Stellen wir uns vor, jemand schenkt uns ein neues Auto. Vielleicht ein Mercedes-Benz oder ein Porsche. Also ein besonders luxuriöses Auto. Mit Lederausstattung. Und alles ist ganz wunderbar dran. Und es ist ein Geschenk. Was würdest du mit diesem Auto tun? Wie würdest du es dir kümmern? Würdest du sagen, ich würde gerne einen schönen Schlammweg finden. Ich würde gerne auf so einem Bauernhof eine richtig schöne Schlammstrecke finden. Und ich werde auf dieser Schlammstrecke so richtig mal langfahren. Und dann werde ich mir einen Wald suchen. Mit vielen Büschen. Und ich werde mit meinem neuen Auto durch all diese Buschwerke durchfahren. Und dann werde ich eine Schotterpiste mir suchen. Und dann werde ich 240 km/h auf dieser Schotterpiste fahren. Und dann werde ich das Auto parken und es mir anschauen. Das Auto ist dann voller Schlamm. Und alles zerkratzt von den Büschen. Überall hängen jetzt die Blätter an dem neuen Porsche. Alles ist mit dem Schotter aufgekratzt.

[34:13] Würde man das mit so einem schönen Geschenk machen? Würde man sich nicht sehr um dieses Geschenk sorgen und kümmern? Würde man es nicht polieren? Und es wachsen? Würde man das Öl nicht häufiger wechseln als es eigentlich vorgeschrieben wäre? Ich weiß ja nicht, ob man jetzt vielleicht sogar sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten würde oder vielleicht noch weniger fahren würde. Denn es ist zwar schön, die Autobahn zu haben. Aber man würde sich auf jeden Fall um dieses Auto sehr bemühen und sorgen. Weil man ein sehr schönes Geschenk bekommen hat.

[35:06] Das ist das selbe Prinzip. Gott hat uns ein Geschenk gegeben und er bittet uns, dass wir uns gut darum kümmern. Und ich glaube, wir alle wissen, dass es Dinge gibt, die unserem Körper sehr schaden können. Giftige Stoffe, die uns wirklich schaden. Wenn wir Gott aber die Ehre geben wollen, dann werden wir diese Dinge Gott übergeben und ihm bitten, dass er uns hilft. Gott möchte, dass wir nicht einfach nur Leben haben, sondern ein wirklich positives, ein volles Leben. Das ist das, was er uns gesagt hat.

[35:55] Als Martin Luther die Bibel studierte, begann er, die Bedeutung einer positiven Beziehung zu Christus zu verstehen. Aber er bemerkte auch, dass ein Tag der Entscheidung kommt. Seine Erfahrung des Evangeliums hatte immer diesen Hintergrund, dass ein Gericht kommen würde.

[36:28] In Prediger 12, Vers 14 heißt es: "Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, sei gut oder böse." Es gibt also viele Bibelfersen, die über dieses Gericht sprechen. Dieses Gericht wird alle Dinge untersuchen, die unserem Leben eine Rolle gespielt haben.

[36:50] In Römer 2, Vers 16 können wir lesen: "An dem Tag, an dem Gott das Verborgene der Menschen durch Christus Jesus richtet, wie es mein Evangelium bezeugt." Paulus spricht ganz deutlich in seinem Römerbrief über ein Gericht. Er sagt, dieses Gericht ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Evangeliums. Das faszinierte Luther. Aber dann die Frage ist, wann ist dann dieses Gericht? Luther, als er das studierte, hatte die Idee in seinem Geist, dass es wohl noch 300 Jahre dauern würde.

[37:38] Schauen wir uns mal an, was es in dem Buch von Apostelgeschichte 17, Vers 31 sagt. Paulus sprach von einem bestimmten Zeitpunkt, den Gott vorher bestimmt hatte, wo das Gericht beginnen sollte. Und Prediger 5, Vers 8 sagt: "Und eines weisen Herdes weiß um Zeit und Gericht." Wir können nicht jemanden haben, der den Tod des Todes aufweckt, der den Tod des Todes aufweckt. Es ist also möglich zu wissen, wann das Gericht beginnen wird. Aus Zeitgründen können wir heute das nicht weiter verfolgen, dieses Thema.

[38:33] Wir haben ja am Anfang verschiedene Optionen auch angeführt, mit denen man weiter die Bibel studieren kann. Dann werden wir heute Abend noch mal einige Dinge nach dem Vortrag ansprechen. Jeder von uns kann sich etwas aussuchen, was für ihn am besten funktioniert. Ein Studium über dieses Gericht ist so faszinierend, dass ich hoffe, dass niemand das verpassen wird.

[39:00] Eine Sache ist aber ganz klar: Weil nach der Bibel Jesus im Gericht zum König gekrönt wird, was nach der Bibel im Himmel stattfinden wird, und wir dann diesen Vers hier sehen, in Offenbarung 14, Vers 14, wo wir Jesus mit einer Krone wiederkommen sehen. Wenn er also als gekrönter König wiederkommt, dann ist die logische Schlussfolgerung, dass das Gericht bereits vor der Wiederkunft begonnen haben muss. Und das macht auch allein Sinn. Denn es muss ja vorher klar sein, wen er retten wird, wenn er wiederkommt. Und wie gesagt, hoffentlich wird jeder von uns sich diese Option zu Gemüte führen, um das weiter studieren zu können.

[40:07] Ein besonderes Fundament der Reformation ist die Idee von Sola Scriptura. Denn es ist die Idee, dass die Reformation die Grundlage für die Reformation ist. Viele Menschen haben unterschiedliche Fundamente für ihre Glaubensüberzeugung. Menschliche Philosophie oder auch Tradition. Aber wenn man nicht das richtige Fundament hat, spielt es keine Rolle, was man oben drauf baut.

[40:49] In Luthers Zeit haben viele Menschen große Teile der Bibel einfach ignoriert. Auch heute werden viele Dinge der Bibel einfach ignoriert und abgetan. Viele Menschen glauben, die Bibel ist veraltet. Oder sie denken sich vielleicht, bei bestimmten Fragen der Archäologie oder Geschichte, ich bin mir nicht ganz sicher. Aber wenn wir ganz ehrlich mit dem umgehen, was man in der Archäologie und Geschichte findet, und wir sie durch die Brille auch dessen sehen, was wir in der Bibel finden, dann werden wir sehen, wie alles harmonisch zusammenkommt. Es ist Zeit, zurück zu diesem Buch zurückzukehren.

[41:47] 1. Thessalonicher 2, Vers 13: "Darum danken wir auch Gott unerblässlich, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid." Obwohl die Bibel von vielen verschiedenen Menschen, verschiedenen Hintergründen geschrieben worden ist, es ist doch nicht einfach nur ein Buch voller menschlicher Meinungen. Die unglaubliche Kraft in diesem Buch zeigt, dass Gott hier zu Menschen und durch Menschen spricht.

[42:31] Die Bibel beschreibt, wie sie entstanden ist. 2. Timotheus 3, Vers 16: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit." Es ist inspiriert wörtlich, es ist von Gott eingehaucht. Wenn man es mit offenem Herzen, mit offenem Denken studiert, wird es unser Leben verändern, so wie auch bei Martin Luther. Es wird auf ganz positive Art und Weise unser persönliches Leben verändern. Gott wird uns dann führen und erziehen, Schritt für Schritt.

[43:16] Psalm 119, Vers 105: "Sag, dein Wort ist meines Fußes Leuchte und dein Licht auf meinem Wege." Es ist eine Hilfe für unser alltägliches Leben. Es erleuchtet auch das, was vor uns noch liegt. Die Bibel zeigt uns den Weg, den wir in unserem Leben gehen sollten.

[43:44] Um das zu verstehen, werden wir immer wieder auf ein Ereignis am Anfang der Geschichte zurückgeführt. Wie hat das am Anfang alles begonnen? Die Botschaft der Schöpfung ist für uns absolut entscheidend, um das große Bild verstehen zu können. Was heute oft passiert ist, Menschen haben verschiedene Weltanschauungen, verschiedene philosophische Ideen, sogenannte wissenschaftliche Spekulationen, und sie diskreditieren den Bibelbereich der Schöpfung. Aber wenn wir diese Geschichte ausmisten, dann verlieren wir das Bild von Gott als unserem Schöpfer.

[44:41] Die Reformation kommt immer wieder zurück. Denn wir müssen wissen, dass es dort einen Gott gibt, der uns geschaffen hat, der uns liebt. Das Wort Gottes hat diese schöpferische Kraft. Er hat alles aus dem Nichts geschaffen. Diese Kraft ist die selbe Kraft, die auch der Evangeliumsbotschaft, die Macht der Botschaft, verleiht. Weil wir in uns nichts Gutes haben. Aber aus dem Nichts heraus kann Gott Gutes schaffen. Er kann uns helfen, in die richtige Richtung zu gehen. Das war eine Basis für Martin Luther in seinem Verständnis.

[45:40] Kolosser 1, Vers 16 und 17 sagt: "Denn in ihm ist alles geschaffen, was wir sehen, ist das Sichtbare und das Unsichtbare. Es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen." Paulus bezieht sich hier auf Jesus. Und er sagt, Jesus ist derjenige, der alles geschaffen hat. Natürlich waren auch der Vater und der Heilige Geist daran beteiligt. Jesus ist also nicht nur unser Erlöser. Er hat uns zuerst erschaffen. Wir sehen hier sehr deutlich die Verbindung von Jesus bis ganz an den Anfang zurück.

[46:34] Heute gibt es eine andere Theorie in der Welt, die sehr populär ist, wenn es um den Anfang geht. Das ist vielleicht ein etwas brisantes Thema. Was ist mit der Evolutionstheorie? Evolution verneint die Idee eines allmächtigen Gottes, der uns geschaffen hat. Wenn man sich die Resultate dieser Theorie anschaut, dann gibt es einige Dinge, die einen wirklich nachdenklich machen müssten. Diese Theorie kann mit dem Evangelium nicht harmonisiert werden.

[47:22] Deswegen gehört die biblische Lehre von der Schöpfung zum absoluten Zentrum der christlichen Lehre. Luther hat diese Evangeliumsbotschaft als das Zentrum der biblischen Botschaft entdeckt.

[47:40] Wenn man sich die Details der Schöpfungsgeschichte anschaut, gibt es einige interessante Dinge zu entdecken. Luther hatte grundsätzlich eine Einstellung, sich gerne belehren zu lassen von der Bibel. Er wollte die Wahrheit aus dem Wort Gottes wissen. So hat er im Laufe seines Studiums Dinge entdeckt, auf die er gar nicht vorbereitet war. Viele Lehren seiner Kirche waren im Irrtum. Wenn wir im selben Geist wie Luther die Bibel lesen, werden wir auch Dinge entdecken.

[48:35] Wenn man die Geschichte der Schöpfung liest und studiert, stellt man fest, Gott hat die Welt in sechs Tagen geschaffen und am siebten Tag geruht. Der siebte Tag in der Bibel ist der Tag, den wir heute Samstag nennen. Viele Christen haben die Frage, wann hat Gott den heiligen Tag von Samstag auf Sonntag geändert? Das ist eine fantastische Frage. Das ist eine wichtige Frage, die es würdig und wert ist, in der Bibel genau untersucht zu werden. Denn das ist ein Thema, das Gott sogar in den Zehn Geboten anspricht.

[49:21] In Vers 8 und 11 von 2. Mose 20 heißt es: "Gedenke an den Sabbatag und heilige ihn, denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist." Schauen wir uns Markus 2 Vers 27 und 28 an. Jesus hat in seinem Leben den Sabbat gehalten. Er glaubte, dass es etwas sehr Wichtiges ist in seinem eigenen, persönlichen Glaubensleben.

[50:00] Zurück zu Martin Luther. Martin Luther wollte seinen Glauben auf die Bibel gründen. Er warnte auch vor Babylon. Er verstand, dass die Lehre der Bibel des Evangeliums mit den Lehren Roms im Gegensatz standen. Je mehr er sich für die Bibel einsetzte und je mehr er die Bibel verstand, desto mehr distanzierte er sich von Rom. Rom hat seine Lehren nicht geändert und wird es auch nie tun. Rom hatte die Lehren nicht geändert und so musste Luther sich gegen diese falschen Lehren wenden.

[50:54] Wenn wir Luther nachfolgen wollen, dann müssen auch wir uns gegen falsche Lehren stellen. Wir sollten keine Scheu vor der Wahrheit haben. Wir sollten die Bibel uns vornehmen und einfach beten: Herr, zeige mir die Wahrheit.

[51:23] Wenn Luther die Wahrheit erkannte, war er bereit, dafür offen einzustehen. Er hat das selbst dann getan, wenn das unpopulär war. Er hatte sein starkes Rückgrat. Und auch wir brauchen genau das. Das hatte er nur, weil er Christi Liebe für sich verstanden hatte. Als er verstand, wie viel Jesus bereit war, für ihn zu geben, war er auch in der Lage, für Jesus einzustehen.

[52:03] In Apostelgeschichte 20, Vers 30 heißt es auch: "Aus eurer Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes reden, um die Jünger an sich zu ziehen." Schon Paulus hatte erkannt, dass falsche Lehren in die Gemeinde eindringen würden. Wir können jetzt zurückschauen und nachvollziehen, wie das in der Kirchengeschichte so nach und nach gekommen ist.

[52:29] In Offenbarung 18, Vers 4 heißt es: Es ist sehr wichtig, etwas zu verstehen. Die Bibel unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Dingen: Ein System, das im Irrtum befindet, und die Menschen, die Teil dieses Systems sind. Denn oftmals lieben die Menschen, die in diesem System sind, immer noch sehr Jesus. Sie wollen die Wahrheit wissen. Sie wollen der Wahrheit folgen. So verurteilt Gott oft Systeme, ohne die Menschen darin zu verurteilen. Er möchte, dass seine Gläubigen, sein Volk vom Irrtum weggezogen werden. Er möchte sie von Traditionen wegziehen.

[53:39] Die Wahrheit ist, dass er seine Kinder überall auf der ganzen Welt hat. Er hat seine Kinder in jeder Kirche. Aber weil er seine Kinder liebt, ruft er sie vom Irrtum hinweg. Denn wenn wir weiter am Irrtum festhalten, dann positionieren wir uns dort, wo wir in großer Gefahr sind. Aber Gott möchte nicht, dass wir in Gefahr sind. Er möchte uns retten und uns aus der Gefahrenzone hinausführen.

[54:23] Um die Zukunft dieser Welt besser zu verstehen, kann man nichts Besseres tun, als biblische Prophezeiungen zu studieren. Luther hat sich mit biblischer Prophetie beschäftigt und sie auch verstanden. Und andere Reformer haben sich später noch viel intensiver damit beschäftigt. Zwei der wichtigsten Bücher, die sich besonders mit unserer Zeit beschäftigen, sind die Bücher Daniel und Offenbarung. Oftmals schauen sich Christen diese Bücher an und sagen, dass sie voll von Dämonen und Engeln sind. Und die Vier Reiter der Apokalypse. Und ich verstehe das überhaupt nicht. Aber es gibt gute Nachrichten.

[55:21] Die gute Nachricht ist, die Bibel beginnt die Offenbarung. Die Offenbarung Jesu Christi. Mit anderen Worten, dieses Buch zeigt uns, wer Jesus ist. Es gibt einen Segen hier in Vers 3, für alle diejenigen, die das Buch der Offenbarung studieren. Deswegen sollten wir jede Gelegenheit nutzen, diese Bücher zu studieren, weil das, was dort geschrieben ist, sich auf unsere Zeit bezieht.

[56:09] Etwas, was für Luther sehr wichtig war, war die Gewissensfreiheit. Er wusste, es ist wichtig, dass wir für uns selbst denken können, dass wir für uns selbst treffen können. Wenn man sich die Endzeitprophezeiungen deiner Offenbarung anschaut, entdeckt man etwas sehr Faszinierendes. Was dort angedeutet wird, ist, dass es noch einmal eine enorme Abnahme von religiöser Freiheit geben wird, wenn wir uns auf die Wiederkunft Jesu zubewegen. Am Dienstag werden wir uns besonders mit diesem einzelnen Thema hier noch im Detail beschäftigen und das sehr viel klarer ausführen.

[57:13] Wir werden sehen, dass alle, die heute auf der Erde leben, wenn dann Jesus wiederkommt, eine ähnliche Gewissensentscheidung treffen müssen, wie es auch Luther tat damals. In Offenbarung 13, Vers 15 heißt es: "Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, sodass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten." Und 17: "und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, oder den Namen des Tieres, oder die Zahl seines Namens."

[57:47] Wir können heute aus Zeitgründen das nicht im Detail anschauen, aber die Offenbarung sagt voraus, dass es in der näheren Zukunft erneut große Verfolgung geben wird. In Daniel 11, Vers 31 steht: "Aber die vom Volk, die ihren Gott kennen, werden stark sein und danach handeln." Was wird uns durch die schwierigen Zeiten vor uns hindurchtragen? Dasselbe, was auch Martin Luther gestärkt hat. Eine persönliche Beziehung zu Gott, der uns gerne retten möchte und wird, wenn wir gerettet werden möchten.

[58:33] Wir haben also gesehen, wie Gott immer wieder Reformatoren benutzt hat, durch die Geschichte hindurch, um die Welt zu erleuchten. Wer trägt also heute noch diese Fackel der protestantischen Prinzipien? In Revelation 14, Vers 12 finden wir die Antwort. "Hier ist die Geduld der Heiligen, die erhalten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus." Die Bibel spricht von Menschen, die in unserer Zeit leben, die auch in der näheren Zukunft leben werden, die für Jesus eine Entscheidung treffen. Die den Glauben Jesus haben. Die damit also auch den Glauben hatten, den Luther gehabt hat. Und die diese Fackel immer noch hochhalten werden.

[59:31] Was ist also diese Botschaft, die diese Reformbewegung am Ende haben wird? Eine Botschaft, bei der das ewige Evangelium auf ganz besondere Weise für diese letzte Zeit formuliert ist. Beginnend in Vers 6 lesen wir in Offenbarung 14: "Ich sah einen anderen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkünden." Also hier sehen wir das ewige Evangelium, das sich niemals ändert. Zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, alle Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. Das sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott. Hier sehen wir neu diese Furcht Gottes. Das Respektieren Gottes aus Liebe. Ihm die Ehre zu geben, die ihm zukommt. Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Das Gericht, das wir gerade angeschaut haben. Die Stunde des Gerichts ist gekommen.

[1:00:55] So, dass man sein Leben leben sollte, nicht in Angst, sondern in dem Bewusstsein, dass Gott uns retten möchte. Und seiner Leitung und Führung in unserem Leben zu vertrauen, weil er uns liebt. Und bietet an den, der gemacht hat, Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen. Wer hat alles gemacht? Wir wissen, es war der Schöpfer. Wer ist der Schöpfer? Jesus Christus. Wir sollten Gott fürchten, ihm die Ehre geben und uns daran erinnern, dass er derjenige war, der uns geschaffen hat.

[1:01:49] Und ein zweiter Engel folgte der Sprache: Sie ist gefallen. Hier sehen wir, dass Luther auch im Fokus hatte, wie Babylon von der Wahrheit der Bibel abgefallen war.

[1:02:15] Was war Luthers wichtigste Entdeckung? Das eine Doktrin, die wirklich alles andere überstrahlt. Es war etwas, das man Gerechtigkeit aus dem Glauben hat. Die Tatsache, dass Jesus mich liebt. Dass er mir vergibt. Dass er mir ein neues Leben schenken möchte. Was ich für mich selbst niemals tun könnte, schenkt er mir frei. Wenn ich aus eigener Kraft nicht gehorchen kann, gibt er mir seine Kraft. Diese einfache Botschaft ist das Zentrum von dem, was wir wissen müssen, um in dieser letzten Zeit zu leben.

[1:03:21] Durch den Glauben an Christus können diese modernen Reformatoren ein Leben leben, das von der Sünde befreit ist und die Sünde überwinden. Wenn wir uns mit Christus verbinden, schenkt er uns die Fähigkeit, neue Leben zu leben. Wenn wir gefallen sind, schenkt er uns die Möglichkeit, wieder aufzustehen. Wir können es nicht selbst tun, aber wir können uns an ihn klammern. Er sendet uns seinen Heiligen Geist, um uns zu ermutigen und uns zu trösten.

[1:04:15] Was wir heute brauchen, ist eine persönliche Reformation. Wir müssen von vorne anfangen. Noch einmal von vorne anfangen. Die einzige Möglichkeit, wie das geschehen kann, ist, wenn wir es dem Jesus erlauben, Teil unseres Lebens zu werden. Die Bibel gibt uns sehr klare Bilder dessen, was die Wahrheit ist. Die Reformer kamen und formulierten diese Ideen für uns klarer.

[1:05:05] Da sind dann diese sogenannten Soli entstanden. Wenn wir diese Soli verstehen, dann sind sie ein wirkliches Fundament, das wir in unserem Leben bauen können. Da ist zum Beispiel allein auf die Gnade Gottes zu vertrauen. Gott liebt uns doch unendlich. Dann gibt es Solafide. Wir wollen aus dem Glauben leben, weil Gottes Wort die Kraft hat, die Realität zu verändern. Die Bibel und die Bibel allein sind die Grundlage unseres Glaubens. Dann gibt es Solus Christus. Er allein ist unser Schöpfer. Er ist unser persönlicher Erlöser. Er ist unser Vorbild. Wir sollten immer den Wunsch haben, ihm zu folgen, wohin er uns führt. Dann gibt es Solideo Gloria. Wir wollen Gott mit unserem ganzen Leben ehren. Wir wollen ihm danken für die großen Dinge, die er in unserem Leben getan hat.

[1:06:31] Martin Luther hat es einfach so ausgedrückt: Hier stehe ich. Sollte das nicht auch unser Verlangen sein? Dasselbe, was auch Martin Luther wollte. Er hat sich entschieden, allein auf dem Wort Gottes zu stehen. Ich möchte heute Abend die Gelegenheit geben, genau dasselbe zu tun.

[1:07:05] Heute Abend ist da auch noch mal so eine Karte ausgeteilt worden. Sollte so ein wenig aussehen wie diese. Ich möchte uns einladen, diese Karte jetzt herauszunehmen. Wenn aus irgendeinem Grund jemand keine Karte bekommen hat, oder man sie nicht mehr zur Hand hat, dann gibt es noch restliche Karten, die ausgeteilt werden können. Wer keine Karte hat, einfach mit der Hand kurz anzeigen, dass eine Karte benötigt wird. Es gab ja auch auf dem Stuhl Stifte. Also, auf diesen Stift bitte gerne jetzt gehen.

[1:07:53] Auf dieser Karte gibt es einige Dinge, die jeder von uns heute ausfüllen kann. Wenn man also diese Karte und auch den Stift hat, werden wir kurz einmal hier über diese Sätze sprechen. Auf jeden Fall sollte man unten schreiben, wie man kontaktiert werden kann. Schreiben Sie Ihre Namen, Ihre Adresse oder E-Mail-Adresse, was immer. Und ganz kurz hier über diese Sätze.

[1:08:37] Der erste Satz sagt: Ich möchte die Bibel zum Maßstab meines Lebens machen. Ich hoffe und bete, dass jeder, der jetzt diese Vortragsreihe besucht hat, diese Entscheidung machen kann. Wenn das deine Überzeugung ist, dann kreuze das an. Der zweite Punkt sagt: Ich möchte die Erlösung durch Jesu Gnade annehmen. Das ist die einzige Möglichkeit, die wir Erlösung haben können. Das kann man dann hier ankreuzen.

[1:09:13] Der dritte Satz sagt: Ich möchte nach den Soli der Reformation leben. Diese Soli haben uns die Hoffnung gegeben, die wir heute haben. Sie geben uns das Fundament, auf dem der Glaube bauen kann. Wenn das dein Verlangen ist, dann kreuze das an. Der vierte Satz sagt: Ich möchte, dass jemand persönlich mit mir die Bibel studiert. Wenn du die Bibel besser kennenlernen möchtest, dann kreuze das an. Wenn du gerne mit jemandem persönlich das studieren möchtest, dann kannst du das hier ankreuzen.

[1:10:03] Im fünften Satz haben wir die Möglichkeit, sich einem Bibelhauskreis anzuschließen. Manche Menschen mögen es lieber, wenn man eins zu eins die Bibel studiert. Andere sind es eher gewohnt, das in einer Gruppe zu machen und mögen das mehr. Was immer deine Vorliebe ist, wir möchten da eine Möglichkeit für schaffen.

[1:10:35] Martin Luther hat uns ein wunderbares Beispiel gegeben. Er sagte, ich möchte der Bibel folgen, ich möchte Jesus folgen. Er war bereit, eine Überzeugung zu vertreten. Ich glaube, es wäre gar nicht angemessen, wenn ich jetzt versäumen würde, dass wir alle so einen Standpunkt einnehmen können. Das Seminar ist jetzt ziemlich am Ende. Wir sind noch nicht ganz am Ende angelangt. Luther war ja auch in Worms auf seiner Reise angekommen. Aber er fand, dass es wichtig war, jetzt eine klare Entscheidung zu bekunden.

[1:11:27] Wenn du Martin Luthers Vorbild folgen möchtest, Jesus allein zu glauben und die Bibel als Maßstab des Lebens zu nehmen, dann möchte ich dich einleiten, auch deinen Stand zu nehmen, dafür aufzustehen. Lass uns aufstehen und Jesus sagen, dass wir auf seiner Seite stehen wollen.

[1:11:59] Wenn du aufgestanden bist, dann nimm die Karte, die du gerade ausgefüllt hast, nimm sie und falte sie hier in der Hälfte. Leite sie einfach hier zum Gang durch, dass sie durchgereicht wird. So wie gestern Abend werden jetzt die Saalordner durchgehen und diese Karten einfach einsammeln. Wir wollen für diese Entscheidungen beten, denn jede dieser Entscheidungen ist eine Entscheidung für Jesus zu stehen. Und wenn du eine Entscheidung für Jesus triffst, dann ist das nicht nur etwas, was dich selbst betrifft, es betrifft jeden oder hat einen Einfluss auf jeden, mit dem du in Kontakt trittst. So dass auch andere dadurch eine Entscheidung für Jesus fällen können. Deine Entscheidung kann dazu führen, dass auch jemand anderes noch das Reich Gottes erreicht.

[1:13:11] Jemand noch, der die Karte nicht abgeben konnte, möchte sicherstellen, dass jeder die Gelegenheit hatte. Wenn sie noch nicht durchgereicht worden ist, einfach hochhalten, dann werden die Saalordner sie noch einsammeln.

[1:13:27] Wir wollen heute Abend gemeinsam beten, dass der Herr uns segnen wird. Lieber Vater, danke dir. Danke für dein Wort. Danke für deinen Sohn. Danke für deine Liebe. Wir möchten dich bitten, dass du uns reichlich segnen wirst. Hilf uns, dass wir bereit sind für deine baldige Wiederkunft. Wir bitten dies im Namen Jesus. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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