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In diesem Video der Serie „Aber seine Liebe bleibt“ führt Christopher Kramp in das Thema „Der Thron und der Garten – Wie alles begann“ ein. Er betont, dass die Bibel, oft unterschätzt, Gottes unveränderlichen Charakter als reine, ewige Liebe offenbart. Mit der Analogie einer Sightseeing-Tour lädt Kramp die Zuhörer ein, Gottes Wort nicht nur für Informationen zu erkunden, sondern um dem Gott persönlich zu begegnen, dessen größter Wunsch es ist, von seiner Schöpfung zurückgeliebt zu werden, da sie seine höchste Priorität ist.


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Serie: Aber seine Liebe bleibt

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Transkript

[0:03] Herzlichen Dank, liebe Kinder, für dieses wunderschöne Lied: "Du hast mich wunderbar gemacht". Ich weiß nicht, ob uns das überhaupt so bewusst ist, dass wir jetzt gerade hier nur sitzen können und sehen können und hören können und hoffentlich auch ein bisschen mitdenken können, weil Gott uns nicht nur gemacht hat, sondern während wir jetzt gerade hier sitzen und hören und denken, uns am Leben erhält.

[0:39] Ein herzliches Willkommen Ihnen allen zu diesem besonderen Tag, zu diesem besonderen Vortragsereignis. Ich freue mich, dass ich so viele Gesichter sehe. Gestern hat man mir gesagt, wahrscheinlich wird alles abgedunkelt, du wirst gar niemanden sehen. Jetzt freue ich mich aber, dass ich doch so viele lächelnde Gesichter sehen kann und ich das nicht das Gefühl habe, dass ich ganz alleine hier bin.

[1:04] Ich möchte mich auch ganz herzlich, oder ganz herzlich, all diejenigen begrüßen, die als russischsprachige Teilnehmer hier dabei sind. Minya zovut Christopher Kramp. Das ist aber alles, was ich kann. Und deswegen bin ich sehr dankbar für alle, die jetzt übersetzen. Und wenn Sie neben den Vorträgen beim Zuhören noch so eine kleine Kapazität haben, sagen Sie ein Gebet für die Übersetzer, oder besser für mich, dass ich nicht so schnell spreche, dass die Übersetzer dann auch gut hinterherkommen werden.

[1:38] Wir haben heute etwas ganz Besonderes vor. Wir wollen uns nämlich mit diesem Buch hier beschäftigen. Es ist ein bekanntes Buch, es ist ein berühmtes Buch und es ist ein völlig unterschätztes Buch.

[1:54] Ich weiß nicht, wer von uns vielleicht heute zum ersten Mal in so einer Veranstaltung ist oder zum ersten Mal sich ausführlich mit der Bibel beschäftigen möchte oder vielleicht relativ neu dabei ist. Haben Sie keine Angst, wir werden heute etwas sehr Interessantes tun, und das ohne dass große Vorkenntnisse nötig sind. Also jeder, wenn er einfach Ohren hat und ein Gehirn, ist heute genau richtig.

[2:26] Das Entscheidende, worum es heute gehen wird, ist, dass wir alle gemeinsam mitdenken. Ich werde versuchen, das Thema so zu gestalten und die Themen so zu gestalten, dass egal wie viel wir bisher schon gewusst haben, wir auf jeden Fall ganz gut mitverfolgen können, was das eigentliche Hauptanliegen ist. Und auch wenn wir absolute Superexperten sind, dann glaube ich, dass jeder hier herausgeht und sagt: "Ich habe noch was Neues gelernt." Also es sollte für jeden was dabei sein.

[2:57] Ich weiß nicht, wer von Ihnen schon mal eine berühmte Stadt besucht hat und nur wenige Stunden Zeit hat, obwohl die Stadt riesig war und an Sehenswürdigkeiten kaum zu überblicken. Was machen Touristen, wenn sie eine berühmte Stadt sich in nur wenigen Stunden mal so ganz überblicksartig zu Gemüte führen wollen? Sie buchen eine Sightseeing-Tour, nicht wahr? Sie steigen auf irgendeinen Bus, und der Bus fährt dann durch diese berühmte Stadt und sagt: "Da ist eine berühmte Sache und das ist eine tolle Sache und hier und so weiter." Man hat nicht die Zeit, sich alles genau im Einzelnen anzuschauen, aber man bekommt so einen Überblick, und der Reiseführer erzählt dann so die wichtigsten Dinge, warum die wichtig sind, und vielleicht, wenn es sehr gut geht, auch noch ein paar ganz interessante Details. Er muss natürlich die Details auswählen, weil er nicht alles auf einmal erzählen kann.

[3:46] Der ganze Sinn davon ist ja, dass wenn man diese Sightseeing-Tour beendet hat, man hinterher so beeindruckt ist von der Stadt, dass man das nächste Mal sich eine ganze Woche nimmt und alles im Einzelnen anschauen möchte.

[4:02] In gewisser Art und Weise werden wir heute eine kleine Sightseeing-Tour durch die Bibel unternehmen. Ich bin sozusagen Ihr Reiseführer, wenn Sie so wollen, und ich habe mir ein paar absolute Highlights aus diesem Buch ausgesucht und werde Ihnen auch bestimmt ein paar interessante Details dazu erzählen, aber eigentlich nur mit einem einzigen Ziel: Nicht, dass Sie heute Abend nach Hause gehen und sagen: "Aha, jetzt weiß ich also, worum es geht, jetzt bin ich informiert", sondern dass Sie so viel Freude, so viel Interesse bekommen, so viel Lust an diesem Buch, dass Sie sich noch mehr Zeit nehmen und all die einzelnen Sehenswürdigkeiten – und es sind deutlich mehr Sehenswürdigkeiten als in jeder berühmten Stadt – sich diese Sehenswürdigkeiten einmal genauer anschauen, selbst entdecken und auch die Details entdecken, die für Sie ganz besonders interessant und relevant sind.

[4:59] Das Thema heißt "Aber seine Liebe bleibt". Und dieses Thema ist so ein bisschen auch der Leitfaden, der uns ein bisschen hindurchführt durch dieses Buch. Es geht aber eigentlich gar nicht so sehr nur um dieses Buch. Ich möchte eigentlich nicht, dass Sie dann viel Wissen über dieses Buch, sondern in diesem Buch spricht Gott zu mir, uns, zu dir, lieber Freund, liebe Freundin. Und mein großer Wunsch ist, dass wir alle Gott besser kennenlernen durch dieses Buch.

[5:34] Und ich habe gesagt, es ist notwendig, dass wir alle gemeinsam mitdenken, aber selbst unser bestes Denken wird uns nicht eigentlich Gott erklären oder Gott näherbringen. Es muss Gott selbst sein, der uns nahekommt, damit wir empfangen können. Und wir haben zwar schon einmal gebetet, aber ich würde gerne noch einmal mit einem Gebet beginnen, damit wir Gott einladen, dass er in den kommenden Minuten zu uns persönlich spricht und sich uns offenbart. Sie können dazu gerne sitzen bleiben.

[6:08] Lieber Vater im Himmel, wir möchten Dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass Du uns lieb hast, dass Du für uns da bist und dass Du jedem Einzelnen heute Morgen eine ganz besondere Botschaft mitgeben möchtest. Herr, wir möchten Dich besser kennenlernen. Ich möchte Dich bitten, dass Du alles Störende fernhältst und dass wir im wahrsten Sinne des Wortes echte Sehenswürdigkeiten in Deinem Wort über Dich erkennen, verstehen und begreifen, wie sie unser eigenes Leben verändern, wirklich verändern können. Und dafür danken wir Dir, dass Du gegenwärtig bist. Im Namen Jesu.

[7:15] So, mit dem ersten Thema heute Morgen: "Der Thron und der Garten – Wie alles begann". Auch wenn Sie noch niemals eine Bibel aufgeschlagen haben und vielleicht noch niemals eine Kirche betreten haben, kennen Sie wahrscheinlich doch höchstwahrscheinlich diesen Vers hier. Und der, genau, wenn Sie vielleicht irgendwann mal auf einer Hochzeit gewesen sind, die auch nur so eine Spur von christlichem Anstrich gehabt hat, dann dürfte Ihnen dieser Vers mal untergekommen sein:

[7:47] "Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe beneidet nicht. Die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre. Sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu. Sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit. Sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles."

[8:13] Wer von uns hat diesen Vers schon irgendwann in seinem Leben mal gehört? Man nennt das auch "Das Hohe Lied der Liebe". Und wenn man das so hört bei einer Hochzeit, denkt man sich: "Oh ja, das wäre ja schön, wenn es das wirklich geben würde." Das klingt so ein bisschen wie ein sentimentales Ideal einer Beziehung, das man vielleicht nie erstrebt, nie erreicht – erstrebt vielleicht schon, aber nie erreicht.

[8:36] Aber dieser Vers hier ist eigentlich weniger eine Beschreibung emotionaler Zustände zwischen zwei Menschen – das kann es und soll es hoffentlich auch sein. Eigentlich ist dieser Vers das Fundament, auf dem die gesamte Weltgeschichte basiert. Dieser Vers ist nämlich nichts anderes als eine Personenbeschreibung. Dieser Vers beschreibt, wie der wahre Gott – nicht irgendein Gott, sondern der Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, der wahre Gott – wie er ist.

[9:16] Denn jemand, der Gott sehr gut kannte, hat einmal gesagt: "Gott hat nicht Liebe, Gott ist nicht ab und zu liebenswürdig, sondern er ist die Liebe."

[9:33] Aber da "Liebe" so ein – auch zumindest heute – so ein breitgestreuter Begriff ist, ja, wir sagen vielleicht: "Ich liebe meine Frau", und im nächsten Atemzug sagen Sie: "Ich liebe Vanillepudding", und wir meinen hoffentlich zwei verschiedene Dinge, müssen wir verstehen: Was ist eigentlich Liebe, wenn wir von der Liebe sprechen, die Gott ist? Und er hilft uns genau dieser gerade gelesene Vers.

[9:56] Gott ist langmütig, das heißt, er ist geduldig. Er ist gütig. Ich weiß nicht, ob Sie so ein Bild vor Augen haben von einem Menschen, der gütig ist. Gott ist gütig. Er prahlt nicht. Er sucht nicht das Seine. Mit anderen Worten: Ihm sind andere wichtiger als er sich selbst.

[10:19] Ich glaube, das ist einer der Hauptgründe, warum wir Menschen es so schwer haben, uns Gott richtig, richtig vorzustellen, wie er wirklich ist, weil uns das so schwerfällt, uns vorzustellen, dass jemand andere mehr mag als sich selbst. Das kommt uns sehr schwer ins Gehirn, oder? Wir sind ja meistens irgendwie ein bisschen anders. Und warum, werden wir gleich noch ein bisschen genauer verstehen.

[10:42] Gott sucht nicht das Seine, und er lässt sich nicht erbittern. Ohne Frage, diese Welt, in der wir leben, ist voll von schlimmen Dingen, und das schon seit nicht erst zehn Jahren. Und wenn ich die Bibel richtig lese, schaut Gott seit Jahrtausenden auf diese Welt mit all ihren Schrecken, und er lässt sich nicht erbittern. Er wird nicht bitter, so wie wir vielleicht irgendwann mal sagen: "Jetzt habe ich genug, jetzt habe ich keine Lust mehr, ich will das nicht mehr sehen, bleib mir fern davon." Gott lässt sich nicht erbittern.

[11:17] Wir könnten über jedes einzelne Attribut, über jede einzelne Beschreibung hier genauer sprechen, aber ich möchte, dass wir das mal im Hinterkopf behalten, weil es für den ganzen Vortrag, für die ganzen Vorträge von Bedeutung sein wird: Gott ist die Liebe, er ist genauso, wie es hier beschrieben ist.

[11:33] Vielleicht haben Sie die Frage: "Na, okay, das kann ich mir vorstellen. Wie oft ist er denn so? Ist er jeden Sonntag so? Acht Tage, acht Stunden am Tag? Ist er immer so? Wenn er Ferien hat? Oder ist er zumindest meistens so?"

[11:48] Nun, die Bibel sagt uns interessanterweise: "Gott ist die Liebe", und sie sagt: "Denn ich, der Herr, verändere mich nicht." Mit anderen Worten, Gott ist immer der Gleiche.

[12:05] Man könnte also sagen, wir haben jetzt schon zwei Dinge über Gott gelernt, und die sind wie das Fundament, wie zwei Säulen, auf denen alles andere basiert. Das eine ist sozusagen die Qualität seines Charakters: Gott ist Liebe. Er ist langmütig, geduldig, er ist sanftmütig, er denkt an andere mehr als an sich selbst. Er ist – das ist seine qualitative Eigenschaft – er ist die Liebe. Und das andere, sozusagen eine quantitative Eigenschaft: Wie oft ist er so? Er ist immer so.

[12:34] An einer anderen Stelle in der Bibel heißt es: "Bei ihm gibt es keinen Wechsel, keine Veränderung. Er ist immer derselbe." Und da brauchen Sie nicht Theologie studiert haben: Wenn Gott die Liebe ist und wenn er immer derselbe ist, wie kann man dann die Liebe Gottes charakterisieren? Es muss wohl eine ewige Liebe sein.

[12:58] Und genau das sagt er selbst in Jeremia 31. Dort sagt er: "Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade."

[13:08] Die Idee und die These, die ich heute quasi den gesamten Tag durch all die verschiedenen Vorträge versuche zu illustrieren – ja, beweisen kann ich das nicht, beweisen tut das Gott selbst, aber ich kann es versuchen zu illustrieren mit verschiedenen Geschichten aus der Bibel, mit Geschichten, die zu unserem eigenen Herzen sprechen, in denen wir sehen, wie Gott auch in unserem Leben gewirkt hat. Die These ist, dass egal was passiert, egal was auf Gott einströmt, egal womit Gott konfrontiert wird, egal was Gott in den Weg gestellt wird, er reagiert immer unter allen Umständen mit Liebe.

[13:42] Nun, wie nennt man etwas, das unter allen Umständen immer gleich bleibt? Also, wenn ich jetzt zum Beispiel – nehmen wir mal, na ja, ich will jetzt hier keinen Schaden anrichten, aber das ist ja gar nicht so, ich dachte, das ist ein richtiger Stein, sah nur so aus, ganz leicht, ich bin nicht stark – wenn ich diesen Pseudostein loslasse, was wird passieren? Ich will jetzt nichts kaputt machen, aber was würde passieren? Er würde runterfallen, oder? Und tatsächlich, jetzt, wenn wir alle den Raum verlassen und ich allein übrig bleibe und ich ihn loslassen würde, was würde passieren? Er würde immer noch runterfallen, oder? Wenn wir das Licht ausmachen und ich ihn loslasse, was würde passieren? Wenn es draußen donnert und schneit, wenn noch hundert Leute mehr im Saal wären, egal wie die Umstände wären, egal was wir im Raum an Umständen verändern würden, wenn ich diesen Stein loslasse, fällt er.

[14:47] Warum? Es gibt eine, man nennt das, es ist eine Gesetzmäßigkeit, oder? Die Tatsache, dass dieser Stein immer fallen wird, egal was um ihn herum passiert, nennt man eine Gesetzmäßigkeit. Das ist die Gesetzmäßigkeit der Schwerkraft, der Gravitation. Das Gesetz der Schwerkraft beschreibt die Schwerkraft und sagt: "Egal was passiert, diese Schwerkraft funktioniert immer."

[15:09] Also, wenn ich diesen Vortrag halte, dann gibt's immer irgendeinen Physiker, der dann studiert hat, dass irgendwo im Universum die Schwerkraft nicht funktioniert. Aber auf dieser Erde funktioniert die Illustration, nicht wahr? Egal was passiert in unserem Umfeld hier, das Gesetz der Schwerkraft funktioniert immer, egal welche Umstände hier auf diesen Stein einwirken würden, er würde immer fallen.

[15:36] Wenn wir sagen, dass Gott immer die Liebe ist, egal welche Umstände auf ihn einwirken, dann können wir sagen, seine Liebe ist gesetzmäßig. Es ist sozusagen ein Gesetz, dass Gott immer mit Liebe reagiert.

[15:52] Und deswegen, das ist vielleicht eine schon interessante Feststellung, die für viele Christen oft gar nicht so selbstverständlich ist: Spricht die Bibel von Gottes Liebe auch als von seinem Gesetz. Deswegen sagt die Bibel: "Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes." So wie das Gesetz der Schwerkraft die Schwerkraft beschreibt, so beschreibt das Gesetz Gottes, wie Gott ist, nämlich – haben Sie aufgepasst? – er ist die Liebe, und zwar immer. Gott ist immer die Liebe.

[16:30] Nun, ich weiß nicht, wer von – ich frage Sie jetzt einfach mal, Sie dürfen sich melden, müssen aber nicht – wer von Ihnen war schon mal verliebt? Die Ehepartner gucken jetzt auf sich. Auch meldet. Ist es nicht so, dass wenn man liebt, wenn man verliebt ist, dass man anfängt, auch kreativ zu werden? Selbst Männer fangen an, vielleicht mal ein Gedicht zu schreiben, nicht wahr, wenn sie gerade frisch verliebt sind? Vielleicht. Ja, wenn wir unsere Kinder lieben, dann sind wir kreativ und versuchen für unsere Kinder das Beste vielleicht zu basteln und zu machen. Ein Mensch, der liebt, der ist kreativ.

[17:09] Gott ist im wahrsten Sinne des Wortes kreativ, weil er die Liebe ist und weil er Freude hat, anderen für andere da zu sein, hat er, so sagt es die Bibel, Welten geschaffen. Nicht nur uns. Durch ihn, durch Jesus Christus – also der damals der Sohn Gottes, oder der Sohn Gottes ist, der hieß noch nicht Jesus, da kommen wir heute noch zu – aber Gott Vater und Gott Sohn, Gott der Heilige Geist, die wir auch die Dreieinigkeit nennen, sie alle drei, weil sie gemeinsam Liebe sind, haben auch gemeinsam geschaffen. Heißt, Gott hat durch seinen Sohn die Welten geschaffen.

[17:59] Und wenn Gott etwas schafft, dann hat er großes Interesse an dem, was er gemacht hat. In einem meiner absoluten Lieblingsverse in Jeremia 32 heißt es: "Damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun." Also, wenn Sie Gott eine Freude machen wollen, erlauben Sie ihm, Ihnen etwas Gutes zu tun. Gott hat Freude daran, mir etwas Gutes zu tun. Das Problem ist nur, oft erlaube ich ihm das gar nicht, weil ich gar nicht mit ihm kooperiere, weil ich gar nicht ihn in mein Leben hineinlasse. Aber Gott hat Freude daran, Gutes zu tun. Und: "Ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele."

[18:34] Wie nennt man das, wenn man etwas von ganzem Herzen, von ganzer Seele tut? Man könnte sagen, das, was er geschaffen hat, seine, die, für die er wirkt, die sind seine Priorität, oder? Sein ganzes Denken, sein ganzes Herz, sein ganzes Wesen ist darauf gerichtet, anderen Gutes zu tun. Was ist Ihre Priorität?

[18:56] Übrigens, wussten Sie, nur eine Fußnote, wussten Sie, dass das Wort "Priorität" fünfhundert Jahre lang nur im Singular, in der Einzahl, existierte? Ja, heutzutage sagen wir: "Man muss Prioritäten setzen", oder: "Das ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts", weil Priorität heißt "das Wichtigste". Und ich glaube, Sie werden mir zustimmen, es gibt zwar viele wichtige Dinge auf der Welt, es gibt aber nur das Wichtigste, nur die Priorität. Erst der Mensch im 20. Jahrhundert, der so verrückt war, sich völlig zu überarbeiten, kam auf die Idee, dass es Prioritäten geben könnte.

[19:30] Was will ich damit sagen? Gottes geschaffene Wesen sind für ihn die Priorität. Haben Sie das gewusst, dass Sie, dass du, lieber Freund, liebe Freundin, auf Gottes großer Agenda der Dinge, die er in der Regierung des Universums zu tun hat, die Nummer eins bist, noch vor ihm selbst? Von ganzem Herzen, von ganzer Seele, sagt Gott.

[20:01] Nun, wenn man jemanden von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebt, was ist dann eigentlich so der größte Wunsch, den man hat? Ich frage mal wieder alle, die verliebt gewesen sind schon mal in ihrem Leben: Was ist der größte Wunsch, wenn man jemandem von ganzem Herzen liebt, von ganzer Seele liebt? Was ist der größte Wunsch, den man hat? Ihm Gutes zu tun, das stimmt. Ja, Gemeinsamkeit.

[20:32] Wissen Sie, was Gottes größter Wunsch ist? Jesus ist mal gefragt worden: "Was ist eigentlich das Größte, was Gott sich wünscht?" Also die Frage hieß: "Was ist das größte Gebot?" Aber wenn Gott etwas gebietet, ist ja das, was er sich wünscht, dass es passiert, nicht wahr? Was ist Gottes größter Wunsch? Und er antwortete mit diesem Bibelvers: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft."

[20:57] Vielleicht ist Ihnen dieser Vers bekannter als der da. Und ich habe mich so oft als Heranwachsender Christ und Jugendlicher und auch später noch gefragt: "Warum, wie kann Gott von mir gebieten, ihn zu lieben?" Ja, weil wir lesen immer, oder wir sagen oft: "Ja, ein Mensch, der mit Gott lebt, der soll Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele."

[21:22] Bis ich verstanden habe, dass es Gott ist, der mich nicht nur ein bisschen liebt, der mich nicht nur irgendwie durchs Leben bringen will, sondern für den ich die Priorität bin. Wenn ich das verstanden hatte, konnte ich langsam begreifen oder langsam dazu übergehen, dass auch Gott die Priorität für mich wird, von ganzem Herzen.

[21:48] Gott wünscht sich, geliebt zu werden. Ist sein größter Wunsch. Er liebt von ganzem Herzen und er wünscht sich, dass Wesen, die er geschaffen hat, ihn von ganzem Herzen zurücklieben.

[22:00] Diesen Vers werden wir heute öfter hören, wir werden ihm öfter begegnen: "Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz." Worum es jetzt an dieser Stelle geht, wir werden ihn von verschiedenen Seiten aus beleuchten heute. Was ich jetzt hier andeuten möchte, ist, dass für die Liebe...

[22:13] andeuten möchte, ist, dass für die Liebe in der Bibel ein interessantes Phänomen, eine interessante Metapher verwendet wird, nämlich sie wird beschrieben als Feuerglut, eine Flamme des Herrn.

[22:24] Eigentlich ist das nicht so abwegig, oder, dass man die Liebe als ein Feuer beschreibt. Wir sagen ja heute noch: Das ist meine Flamme, nicht? Wir sagen: Ich bin entbrannt für den oder sie oder so. Ja, Gott beschreibt auch in der Bibel die Liebe als ein Feuer, um deutlich zu machen: Das ist nicht einfach nur so eine theologisch abstrakte Idee, so ein platonisches irgendetwas, sondern das ist ganz real.

[22:52] Und ich möchte, dass wir heute Abend oder heute Morgen – äh, heute alle verstehen, dass wenn Gott sagt, dass er uns liebt, es wirklich tatsächlich um dieses Prinzip, um dieses Gefühl, um diese Liebe geht, die wir alle zumindestens ein Stück weit aus unserem eigenen Leben kennen. Er liebt uns wirklich.

[23:17] Und interessant ist, wenn man einen der Propheten dann fragt, der tatsächlich sogar Gott in einer Vision gesehen hat, zumindestens so in einem Traumgesicht. Und als er Gott auf dem Thron gesehen hat, hat er Gott beschrieben und er den Thron beschrieben. Und als er den Thron beschrieben hat, sagt er: Der Thron war Feuerflammen. Das war also nicht ein Thron aus Marmor und da brannte eine Kerze oder so. Der gesamte Thron war aus Feuer und die Räder des Thrones waren Feuerflammen, um deutlich zu machen: Gott thront auf Feuer. Nicht um uns Angst zu machen, nicht um zu sagen: Meine Güte, was ist das für ein komischer Sitz, sondern um uns deutlich zu machen: Der Thron Gottes – denn nebenbei gesagt, was ist der Thron? Also, was symbolisiert der Thron? Ein Thron symbolisiert was? Macht. Wer sitzt auf einem Thron? Also, ich sitze eigentlich nicht auf einem Thron. Wer sitzt auf einem Thron? Ein König. Der Thron symbolisiert den König, symbolisiert, symbolisiert das Königtum, das Reich Gottes. Seine Königsherrschaft basiert auf Liebe. Das ist nicht nur ein Teilaspekt, es war nicht nur der rechte Teil des Thrones, sondern der gesamte Thron ist aus Feuer, um deutlich zu machen: Alles, was Gott selbst entscheidet, alles, was von ihm ausgeht, alles, was aus seiner Initiative heraus geschieht, geschieht aus Liebe, ein brennendes Feuer.

[24:48] Und deswegen sagt die Bibel: Recht und Gerechtigkeit sind die Grundfesten seines Thrones. Wir haben ja gesagt, sehen Sie sich an den Stein, nicht wahr? Wenn etwas immer unter allen Umständen gleich ist, dann nennt man es eine Gesetzmäßigkeit, oder? Dann ist das ein Gesetz. Anderes Wort für Gesetz ist das Recht, die Gerechtigkeit, das nur die Begriffe, die Satzungen, die im Alten Testament verwendet werden, aber es meint immer das Gesetz Gottes. Der Thron Gottes basiert auf seinem Gesetz.

[25:17] Die große These, die ich heute hier vertreten möchte und die die Bibel vertritt und die leider so oft nicht vertreten wird und verzerrt wird, ist, dass die gesamte Herrschaft Gottes im Universum bis in mein Herz hinein auf dieser Prämisse beruht, dass Gott unter allen Umständen die Liebe ist.

[25:43] Denn seine Liebe bleibt. Und was bedeutet das für uns? Da Gott unendlich ist und er größer ist als alles, was Sie uns vorstellen können, und er in allem, was er ist, Liebe ist, folgt logischerweise, dass seine Liebe größer sein muss, als wir uns das überhaupt vorstellen können, oder? Denn wenn Gott größer ist als ich und er in allem, was er ist, die Liebe ist, dann gibt es so viel Liebe, wie sie in mein kleines Gehirn gar nicht reinpasst. Gottes Liebe ist größer, als ich sie messen könnte, als ich sie beschreiben könnte, als ich sie irgendwie ausrechnen könnte. Gottes Liebe ist größer. Seine Gedanken, sagt die Bibel, sind viel höher als meine Gedanken. Mit anderen Worten: Da gibt es gute Dinge, die er über mich denkt, von denen ich Mühe habe, sie überhaupt zu verstehen.

[26:32] Was macht man, wenn man mehr empfindet, als der andere es gerade begreift? Weiß nicht, ob Sie die Situation schon mal in Ihrer Ehe gehabt haben. Man hat so viel Liebe, die der andere scheinbar gar nicht zu begreifen scheint. Was, was macht man? Die einzige Möglichkeit, mit der Gott uns mehr von seiner Liebe zeigt, wenn wir sie von alleine nicht begreifen können, ist, dass er uns davon erzählt.

[27:03] Jedes Eheseminar, das es auf dieser Welt gibt, wird Ihnen erklären, dass Liebe nur funktioniert, wenn es Kommunikation gibt, oder? Nur wenn man miteinander redet, kann man sich seine Gefühle auch ausdrücken und sie können wachsen. Deswegen sagt die Bibel: Im Anfang war das Wort. Ich habe schon davon gesprochen. Gott der Vater und Gott der Sohn und der Heilige Geist sind alle gemeinsam. Und einer von ihnen, der Sohn Gottes, wird insbesondere genannt in der Bibel: Das Wort Gottes. Heißt von ihm: Er war bei Gott und er war Gott. Irgendeinem Grund und er war Gott. Mit anderen Worten: Er war auch so Gott, wie Gott der Vater Gott ist nicht einsam, sondern Gott besteht aus mehreren sozusagen. Und einer von ihnen, Gott der Sohn, hat die Aufgabe sich gegeben, zu beschreiben, zu erklären, wie Gott ist.

[28:00] Denn was ist eigentlich ein Wort? Wenn ich Ihnen die Frage stellen würde: Was ist ein Wort? Was würden Sie sagen? Eine Schwingung? Ja, aber wenn ich 'Ma' ist auch eine Schwingung, oder? War nicht direkt ein Wort, oder? Aber schon eine gute Richtung. Was ist ein Wort? Musik? Okay, ja, Musik sind auch Worte. Der Heiden hat mal gesagt: Meine Sprache versteht man überall. Aber was ist ein Wort? Aussage, ein Gedanke, den man hören kann, oder? Denn wenn ich nicht mehr rede und nur noch weiter denke, dann wissen Sie nicht mehr, was ich denke. Und so geht es mit Gott auch. Ohne das Wort Gottes können wir nicht verstehen, was er denkt. Und deswegen brauchen wir Jesus. Wir brauchen den Sohn Gottes, der uns zeigt, wie Gott ist. Das werden wir heute im Laufe dieses Tages auch sehr genau uns anschauen. Gott ist Kommunikation, er möchte verstanden werden.

[29:06] Übrigens, wenn Ihnen irgendjemand mal erzählt – hören wir gut zu – wenn irgendjemand erzählt: Dieses Buch ist so schwer verständlich, da muss man erst jahrelang Theologie studiert haben, bevor man es überhaupt irgendwie verstehen kann. Wenn jemand sagt: Einzelne Bücher, die sind nicht für Sie gedacht, das ist zu schwer, dann sagen Sie: Nein, es stimmt nicht. Gott ist das Wort, er möchte mit mir kommunizieren. Es stimmt, Gott denkt Gedanken, die sind höher als unsere. Haben Sie schon mal mit einem Kind gesprochen und wollten einem Kind etwas Kompliziertes darlegen? Was macht man dann, wenn man einem Kind, das fünf Jahre ist, sieben Jahre ist, irgendetwas eigentlich relativ Kompliziertes erklären will? Was macht man? Man erzählt das ganz einfach so, dass ein fünfjähriges Kind das begreifen kann. Dieses Buch ist Gottes gelungener Versuch, sehr komplexe Dinge so einfach zu erklären, dass sogar ich sie verstehen kann und Sie auch. Vergessen Sie das nie: Gott ist Kommunikation, er möchte verstanden werden. Und deswegen kann jeder von uns, der möchte, ihn auch verstehen.

[30:04] Aber Gott redet nicht nur selbst. Gott ist nicht selbst nur das Wort. Er hat auch Menschen, stimmt, er hat Wesen geschaffen, die insbesondere damit vertraut gemacht worden sind, über ihn zu reden, Botschaften von ihm weiterzugeben. Diese Boten nennt man im Hebräischen die Malakim. Man nennt sie auf Griechisch die angeloi. Das sind – da kommt unser Wort Engel her. Das sind keine kleinen Wesen mit so Putten, mit so Pausbäckchen, sondern sind starke Helden, die seinen Befehl ausführen und Gehorsam der Stimme seines Wortes sind. Das sind Wesen, die Gott insbesondere für die Kommunikation geschaffen hat, um mit all seinen Welten, die er geschaffen hat, in Kontakt zu sein. Ohne Frage, diese Engel müssen insbesondere viel von der Herrlichkeit, von der Liebe Gottes wissen, ansonsten können Sie sie nicht kommunizieren, oder?

[30:55] Und es gibt sogar, wenn Sie das interessiert, in der Bibel verschiedene Arten von Engeln. Es gibt die Kerubim und die Seraphim, und die singen alle im Himmel um den Thron Gottes aus Feuer herum und die singen: Heilig, heilig, heilig. Und einige von ihnen sind sehr, sehr nahe am Thron, die verstehen besonders viel von der Liebe Gottes, die kennen ihn besonders gut. Und die Bibel zeigt uns, dass es jemand gab, der so eng bei ihm stand, so viel von seiner Liebe wusste, dass es niemand gab, der so gut Gott verstehen konnte. Von ihm heißt es: Er war das Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit. Er war so klug, er war so perfekt, dass selbst ein vollkommener, ein allmächtiger Gott ihn nicht vollkommener hätte machen können. Er war das Siegel der Vollendung.

[31:41] Ich stell mir das mal so vor, dass wenn Gott den Engeln irgendwas erklärt hat, was er gerade wieder Neues geschaffen hat, irgendeinen neuen Stern, irgendein neues Sonnensystem, irgendwas, ja, und ihnen erklärt hat, wie das alles funktioniert mit der Physik und so weiter, und die Engel vielleicht noch mal Probleme hatten, das zu verstehen, ich meine, was genau, wie genau, genau, dass dieser da sofort gesagt hat: Ich weiß, Gott, ich habe es verstanden, ich weiß genau, was du gemacht hast. So klug.

[32:10] Wie nennen Sie Menschen, die genau verstehen, was Sie denken, die zumindestens besser verstehen als alle anderen Menschen um sie herum? Wie nennen Sie so einen Menschen, der so alles, also, was Sie sagen, besonders gut versteht und besonders gut nachvollziehen kann? Ja, vielleicht intelligent. Ich nenne solche Menschen Freunde, die mich gut verstehen, oder? Die, wenn ich etwas sage, nicht erst tausendmal nachfragen, sondern sagen: Ja, ich weiß. So Seelenverwandte, oder Menschen, die einen nachvollziehen können. Dieser Engel da war, so vermute ich, von allen Engeln Gottes bester Freund.

[32:49] Interessant ist, wie er beschrieben wird. Er wird beschrieben als ein Kerub, der nicht nur irgendwo stand, sondern der schirmend schützend stand. Sie müssen sich vorstellen: Am Thron Gottes gibt es einige Engel, die sind in seiner direkten Nähe. Die sind – also das Wort Bodyguard würde es nicht treffen, weil es gibt ja keine Gefahr im Himmel für Gott, nicht wahr? Aber die beschützen seinen Thron, die beschirmen ihn, die sehen sozusagen mehr als alle anderen, worauf die Regierung Gottes basiert, nämlich auf dieser Idee, dass Gott die Liebe ist und es immer ist. Niemand kannte die Idee der Liebe Gottes so gut wie jener Engel, der als Schirm-Kerub dieses Gesetz, diese Gesetzmäßigkeit der Liebe quasi beschirmte. Dazu war er eingesetzt.

[33:38] Interessant ist, wie er beschrieben wird. Er wird beschrieben mit Edelsteinen. Es heißt hier mit allerlei Edelsteinen: Sardes, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold. Und interessant ist, was Sie wahrscheinlich die meisten noch nie gehört haben, ist, wenn man sich das Hebräische dort genau anschaut, ist nicht so einfach, weil das Wort hat ziemlich Kompliziertes. Wenn sich das anschaut, dann sieht es so aus, dass diese Edelsteine ihn bedeckt haben und zwar das gleiche Wort, was ein Vers später dann gesagt wird: Der beschirmt. Mit anderen Worten, dieser Engel war der, der den Thron Gottes aus Feuer, das den Thron der Liebe Gottes beschirmt hat. Und er selbst wurde beschirmt von Edelsteinen, sodass jeder nachdenkende, selbst von uns – für ihn war das kein, für ihn war sofort klar – verstehen kann: Wenn die Edelsteine mich beschirmen und ich ein Schirm-Kerub für Gott bin, dann brauche ich die Edelsteine nicht. Ich bin auch so die Edelsteine. Das ist einfach nur, das ist schön, dass es sie gibt. Ich freue mich an ihnen. Ich bin ein Edelstein für Gott.

[34:59] Dieser Engel war Gott so wertvoll, dass er ihn als ein, wie ein Schmuckstück betrachtet hat, wie ein Edelstein, wie seinen besten Freund, der ihn schmückt, wie so ein Edelstein, den man in das Licht hält und der strahlt dann so und der reflektiert das Licht in alle möglichen Richtungen. Und tatsächlich hat er geleuchtet. In einer anderen Stelle sagt ein anderer Prophet über denselben Engel: Er wäre ein Glanzstern gewesen. Das Hebräische sagt: Er war ein Helel. Er war der Leuchtende im Meer. Die Engel leuchten alle, sagt die Bibel, aber der leuchtete mehr als alle anderen. Warum? Weil er näher an Gottes Liebe war als alle anderen. Er war derjenige, der leuchtete, er war der Sohn der Morgenröte, wird es poetisch genannt. Der Sohn der Morgenröte ist eigentlich eine Beschreibung für den Morgenstern. Weiß jemand von Ihnen, kennt sich jemand mit Astronomie aus?

[35:54] Ähm, welchen Stern wir als den Morgenstern bezeichnen? Der Morgenstern. Ich kenne mich auch nicht mit Astronomie aus, ich habe es auch googeln müssen. Der Morgenstern, das ist der helle Stern am Firmament, der am Morgen ganz hell strahlt, bevor die Sonne aufgeht. Und in Wirklichkeit ist das gar kein Stern, es ist die Venus, ein Planet, der angestrahlt wird und deswegen in diesem besonderen Moment heller strahlt als alle anderen, nicht weil er selbst leuchtet, sondern weil er Licht reflektiert.

[36:35] Und genau das war das, was ihn auszeichnete. Er war so nahe bei Gott, dass er mehr als alle anderen die Liebe Gottes weitergeben konnte. Man könnte sagen, er war der Prediger, er war der Evangelist des Universums. Er hatte die Aufgabe, allen anderen zu erklären, wie gut Gott ist und wie beständig Sie sich drauf verlassen können, dass er das Beste für sie will.

[37:01] Glanzstern, Sohn der Morgenröte. Warum hatte er Licht? Weil die Herrlichkeit Gottes über ihm aufging.

[37:08] Übrigens, an anderen Stellen in der Bibel, weiß ja nicht, ob sich für alte Sprachen interessieren. Ich interessiere mich unglaublich für alte Sprachen. Meine Frau denkt, ich bin verrückt.

[37:19] Ähm, da wird der Morgenstern auch auf Griechisch Phosphoros genannt. Und Phosphoros heißt wörtlich: Phos ist das Licht und Foros der Träger, der Lichtträger.

[37:35] Jetzt machen wir was völlig Verrücktes, okay? Jetzt übersetzen wir gemeinsam Altgriechisch in Latein. Hat jemand Latein gehabt in der Schule?

[37:46] Phosphoros, der Lichtträger, auf Latein übersetzt heißt, weiß es jemand vielleicht zufällig? Luzifer. Der Luzifer, der Träger des Lichtes. Mein Name Christopher heißt der, der Träger von Christus. Christus-Träger, Christopher. Luzifer ist der Träger des Lichtes. Das war sein Name.

[38:14] Aber es gab einen Unterschied zu allen. Es gab einen Unterschied zu Gott. Er war nur ein geschaffenes Wesen. Er war das vollkommenste geschaffene Wesen, das man schaffen konnte. Man konnte ihm nicht mehr geben, als er hatte, aber er war nicht Gott.

[38:29] Und als Gott das nächste Mal, also Gott der Vater und Gott der Sohn, sich miteinander beraten haben, was Sie als Nächstes schaffen wollen, da hat sich dieser Luzifer gefragt: Ich, der ich so nah bei Gott bin, ich so viel mit ihm teile, warum darf ich nicht mitmachen? Warum kann ich nicht auch was schaffen? Ihm war nämlich aufgefallen, dass alle, die etwas schaffen können, angebetet werden. Gott der Vater, Gott der Sohn, die die schöpferisch tätig werden, die aus dem Nichts heraus etwas schaffen können, die wurden angebetet von allen anderen Engeln. Er wurde nicht angebetet. Er wurde zwar geachtet, sie mochten ihn, er wurde nicht angebetet, weil er hat bisher nie was geschaffen. Und jetzt, als ein neues Projekt man anfangen wollte, ein neues Projekt zu beginnen, da war er nicht dabei. Und in dem Moment ist in seinem Herzen ein Gedanke entstanden, der dazu führt, dass Sie heute hier sitzen auf dieser verdorbenen Erde. Ein Gedanke, der einen Riss gemacht hat durch das gesamte Universum, nämlich folgender Gedanke:

[39:46] Vielleicht ist Gott nicht immer die Liebe. Vielleicht will er nicht immer das Beste für mich. Ah, er ist gut, keine Frage, er ist gut, er ist gut, hat mich ja geschaffen, wir haben gute Freundschaft, aber vielleicht gibt es Tage, vielleicht gibt es Momente, vielleicht gibt es besondere Situationen, da macht Gott halt das, was er will und könnte mir etwas Gutes geben, aber tut es nicht. Wenn Sie diesen Gedanken einmal zu Ende denken, dass Gott eben nicht das Beste für mich will und nicht mehr an mich denkt als an sich selbst, dann kommen Sie zu einem logischen Schluss, nämlich: Wenn Gott nicht das Beste für mich will, dann gibt es etwas Gutes, was Gott mir nicht gibt. Ja, das wäre dann die logische Schlussfolgerung. Dann gibt es etwas, was gut für mich wäre, aber ich bekomme es nicht von Gott. Es würde dann nicht mehr ausreichen, Gott zu glauben, ihm zu folgen, ihm zu vertrauen. Dann müsste man selbst aktiv werden.

[40:41] Und genau das beschreibt die Bibel. Sie sagt: Bis Sünde in dir gefunden wurde. Und Sünde ist nichts anderes als das Gegenteil von dem Gesetz der Liebe. Im Griechischen steht hier die Anomia. Vielleicht kennen Sie das, es ist so bei griechischen Begriffen, da gibt es vor einem Wort manchmal das A. Man sagt: Ein Atheist ist jemand, der nicht an Gott glaubt. Ja, das Gegenteil von Gott sozusagen. Und Nomia ist Norm, ist das Gesetz. Anomia ist das Gegenteil von dem Gesetz. Das Gesetz ist, was wir gelernt haben, nicht wahr? Gott ist immer unter allen Umständen die Liebe. Und als er anfängt zu sagen: Nee, vielleicht ist Gott nicht immer unter allen Umständen die Liebe, war das die Geburtsstunde der Sünde. Sünde sind nicht einfach nur schlechte Taten, böse Taten, sondern Sünde beginnt mit dem Gedanken: Gottes Liebe bleibt nicht immer, sie ist nicht immer dieselbe, sie ist nicht immer auf mich gerichtet. Vielleicht gibt es einzelne Tage, einzelne Momente, wo Gott mir etwas geben könnte, aber es nicht tut.

[41:43] Und aus diesem Grund fing er an zu sagen: Ich, ich will zum Himmel emporsteigen, meinen Thron – er war schon ein König, er hat einen Thron – meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen. Ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen. Die Idee in diesem Vers ist: Dieser Engel begann zu sagen: Ich, ich, ich, hinauf, hinauf, hinauf. Ich will mir etwas nehmen, was mir nicht gegeben wird.

[42:13] Und wenn Sie ganz ehrlich sind, wenn wir alle ganz ehrlich sind, dann können wir eigentlich alle Probleme dieser Welt, seien sie Hunger, seien sie Krieg, seien sie Eheprobleme, global oder lokal oder persönlich, auf diese drei Buchstaben zurückführen: Ich.

[42:31] Ich, ich will das Land haben, weil da gibt's Öl. Ich will nicht abgeben, weil ich möchte alles für mich haben. Ich will jetzt machen, was ich will und nicht auf dich Rücksicht nehmen. Ich ist das Problem.

[42:46] Und es war der Beginn eines großen Konfliktes. Genau das Gegenteil von dem, was die Liebe ist. Die ist nämlich langmütig und gütig, die sucht nicht das Ihre. Gott sagt niemals:

[43:00] Ich. Und für uns, die wir so viel mit diesem Gedanken des Luzifers, der zu Satan wurde, infiziert sind – da kommen wir noch heute zu – ist es so schwer vorstellbar, dass jemand tatsächlich nicht sagt: Ich, sondern Du.

[43:19] Und wie schon gerade gesagt, es kam zu einem Kampf, einem Kampf nicht auf dieser Erde – einem Kampf, die gab's noch gar nicht – ein Kampf im Himmel. Michael, ein anderer Name in der Bibel für Jesus. Das würde zu weit führen, das jetzt alles genau zu belegen. Wie gesagt, das ist ja nur eine Bustour, nicht wahr? Gibt noch viele Details, die man da weiter studieren könnte. Aber Michael, dessen Name...

[43:38] studieren könnte, aber Michael, dessen Name bedeutet: Der so ist wie Gott. Und wie ist Gott? Das wissen Sie jetzt schon: Gott ist die Liebe, und zwar immer. Jesus, der Sohn Gottes, der das Wort Gottes, der diese Liebe beschreibt, der sie auslebt, der sie erklärt. Er und seine Engel kämpften gegen den Drachen, gegen den Teufel und den Satan, den Luzifer, der vom Himmel dann hinabgeworfen wurde, weil er vom besten Freund Gottes und vom Verkündiger der immerwährenden Liebe Gottes zum Feind wurde. Hebräisch zum Satan, zum Widersacher, Diabolos, dem Durcheinanderwerfer, der das Prinzip des Universums durcheinandergewirbelt hat, indem er ein Prinzip eingeführt hat, was damit nicht kompatibel ist, nämlich: Ich! Weil er nämlich nicht mehr glaubte, dass Gott das Beste für ihn wollte.

[44:31] Der große Kampf. Gott war in einer interessanten, prekären, gar nicht so einfachen Situation. Stellen Sie sich vor: Nur für einen Moment, okay, nur für einen Moment. Was Sie tun, ist vollkommen, und das, was Sie tun, kann nicht verbessert werden. Es ist absolut vollkommen. Und jemand sagt: Du bist nicht vollkommen, du müsstest dich verbessern, du müsstest etwas reformieren, du musst etwas anders machen. Wie beweist man, dass das, was man tut, vollkommen ist, ohne arrogant zu wirken? Wie beweist man, dass die eigene Regierung nicht verbessert werden kann, ohne den Eindruck zu vermitteln, dass man einfach keine Kritik abkann und deswegen einfach das abtut? Ist gar nicht so einfach. Jetzt verstehen Sie vielleicht auch, warum es keine Lösung gewesen wäre, einfach zu sagen: Satan, Engel, stellt euch dahin! Das hätte das Problem nicht gelöst. Denn das Problem dieser Sache ist nicht eine Person, ist nicht der Satan, das Problem. Das Problem ist der Gedanke, den er entwickelt hat. Den muss man bekämpfen. Und heute, an diesem Tag, wollen wir in ausgewählten Episoden im Laufe des Tages sehen, wie Gott diesen Gedanken bekämpft hat, dass er nicht immer die Liebe ist.

[45:58] Es begann damit, dass er eben diese neue Welt geschaffen hat, die er schon geplant hatte und aufgrund dessen sich der Luzifer gegen ihn gewandt hatte. Und als er die Welt geschaffen hat, müssen sich die Engel erstmal ein bisschen die Augen gerieben haben, denn bei Gott ist alles Licht und es ist alles Ordnung und es ist alles Fülle. Und als er die Welt schuf – ja, sag es werde Welt oder so, ja – als er sie schuf, da war sie dunkel und finster und leer, chaotisch. Das Hebräische sagt: Tohu. Weiß nicht, kennen Sie das Wort Tohu-Bohu? Sie kennen das Konzept, wenn Ihre Kinder klein waren am Sonntagmorgen und Sie um 6 Uhr morgens aufgewacht sind, weil Ihre Kinder so geschrien haben und Sie in das Zimmer Ihrer Kinder hineingetapst sind, nicht wahr? Und kaum gehen konnten, weil alles voller Lego ausgeräumt war und alle Spielsachen. Das ist ein Tohu-Bohu, Chaos, Durcheinander. Und mitten in diesem, als die Engel das gesehen haben, diese Erde finster, leer, so genau das Gegenteil von dem, was Gott ist, eigentlich mehr so das, ja, was vielleicht Satan darstellt, da war der Geist Gottes, die dritte Person der Gottheit, schon gegenwärtig und schwebte mitten in der Dunkelheit, bis Gott sprach: Es werde Licht! Und das Wort Gottes, das wir gelernt haben, ja, seine Liebe erklärt, sein Wesen kommuniziert, brachte Licht. Hat nicht nur einfach geredet, das hat getan. Das Wort Gottes hat immer Kraft. Wenn Gott spricht, geschieht es. Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Ich muss das kurz erklären: Meine Worte können nur beschreiben. Ich kann sagen, das ist ein Mikrofon, ich kann sagen, das sind Sonnenblumen. Aber wenn ich jetzt mich hier hinstelle und sage: Dies sind rote Rosen, was macht das mit den Sonnenblumen? Gar nichts, oder? Ich kann beschreiben, und entweder sage ich die Wahrheit oder ich sage eine Lüge. Wenn ich also sage: Dies sind rote Rosen, und meine Worte treffen auf die Realität, wer gewinnt? Die Realität. Oder wenn Gottes Wort auf die Realität trifft, wenn es dort finster und dunkel ist und kein Licht scheint und Gott sagt: Es werde Licht! Wenn sein Wort, wenn der Inhalt seiner Aussage auf die Realität trifft, wer zieht den Kürzeren? Die Realität, lieber Freund, liebe Freundin! Wenn Gottes Wort auf die Realität deines Lebens trifft, egal ob du in deinem Herzen gerade Finsternis oder Chaos oder Probleme hast, wenn du Gottes Wort hineinlässt, dann zieht die Realität vor dem Wort Gottes den Kürzeren.

[48:51] Gottes Wort verändert die Realität. Und so sagt die Bibel weiter, dass Gott diese Welt schuf und er machte sie wunderbar. Und in jedem einzelnen Tag, in jedem einzelnen Schritt, zeigte sich, wie er ist. Zeigte sich die Schönheit seines Charakters, zeigte sich mit welcher Ordnung, mit welcher Planmäßigkeit, mit welcher Kreativität er die Welt schuf. Ups, Moment, hat sich abgestürzt. Nutzen Sie es einfach als eine Ein-Minuten-Pause.

[50:03] So, und die Pflanzen, die er schuf, und die Tiere, die er schuf, die zeigten: Gott ist wirklich gut. Ja, es waren im Prinzip wie Gleichnisse, wie Illustrationen. Sie wissen ja, wenn man einen Apfelbaum pflanzt, was kommt da raus? Ein Apfel. An einem Apfelbaum kann man keine Bananen ernten. Ein Orangenbaum trägt Orangen, weil er ein Orangenbaum ist. Jesus hat mal gesagt: Der gute Baum bringt gute Früchte. Und die Engel und niemand im Universum konnte in Gott hineinschauen. Man konnte nur seine Früchte sehen. Man konnte nur sehen, wenn er etwas tut, wie ist es? Und die Bibel sagt uns jedes Mal, wenn Gott etwas geschaffen hat, war es gut. Und es war gut, und es war gut, und es war sehr gut. Alles, was er tat, war immer nur gut. Die Schlussfolgerung konnte man also ziehen: Alles, was Gott tut, ist gut. Seine Früchte sind gut. Gott ist ein guter Baum. Er ist gut, er ist wirklich, wirklich gut. Den Tieren sagt er, dass sie sich vermehren sollten. Sie wurden gesegnet. Es sollten mehr von ihnen geben. Und weiß nicht, wer von – gibt's jemanden, der ein Lehrer ist hier unter uns? Ein Lehrer, Lehrer, Lehrer. Was macht man, wenn die Schüler es einfach nicht begreifen wollen, wenn man es erklärt und noch mal erklärt und ein drittes Mal erklärt und sich den Mund fusselig geredet hat? Was gibt's da noch für eine Methode? Man kann vormachen, genau. Ja, also, ich bin auch ein Lehrer ab und zu, also unterrichte auch ein bisschen. Und eine sehr bewährte Methode ist, man geht an die Tafel und malt ein Tafelbild. Oder? Und das Tafelbild sagt manchmal mehr als tausend Worte. Denn das Tafelbild, wenn man jetzt irgendwie, weiß ich, über Elefanten redet oder so und will erklären, wie ein Elefant aussieht, dann malt man vielleicht einen Elefanten an die Tafel. Der Elefant an der Tafel ist natürlich bei weitem nicht so komplex und so schön wie das Original, aber zeigt doch alles, was wichtig ist, um den Elefanten zu verstehen. Oder? Nun, Gottes Problem war: Seine Regierung wurde angezweifelt, seine Güte, seine Art zu regieren wurde in Frage gestellt. Gott wollte dem ganzen Universum zeigen, wie er regiert. Und er hatte diesen, dieser Schöpfung eins nach dem anderen erklärt, aber am sechsten Tag malte er ein Tafelbild. Das heißt: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild. Und zwar, warum? Die sollen herrschen über die Tiere. Klar, natürlich. Der Mensch wurde geschaffen im Bilde Gottes, weil wir in unserem Charakter, sicherlich auch in einer gewissen Weise, in unserem Äußeren, in einer gewissen Form irgendwie ein Ebenbild von Gott, ein Abbild von Gott sind. Aber da steckt mehr dahinter. Wir sind ein Bild in dem Sinne, dass wir etwas erklären sollten. Sollten mit anderen Worten, wenn die Engel im Himmel auf Adam und Eva geschaut haben und gesehen haben, wie sie mit den Ponys umgehen, wie sie die Krokodile streicheln, wie sie den Kolibris Essen bringen, wie sie sich um die Tiere kümmern, sollten die Engel im Himmel verstehen: Ah, so regiert Gott über uns. Können Sie sich vorstellen, wer kein Interesse an diesem Tafelbild hatte? Der, der dieses Tafelbild schnellstmöglich verwischen wollte, wer dieses Tafelbild, wer den Unterricht stören wollte, genau der, der überzeugt war, dass Gott eben nicht die Liebe ist: der Satan.

[53:34] Gott hatte den Menschen geschaffen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase. Und interessanterweise heißt es hier: Er pflanzte einen Garten in Eden. Vielleicht können Sie sich daran erinnern, dass wir vorhin gelesen haben, dass der Cherub, der Luzifer, im Garten Eden im Himmel gewesen ist. Also Gott baut jetzt quasi auf der Erde sozusagen eine Art Nachbildung des Himmels, könnte man sagen. So wie es im Himmel einen Garten Eden gegeben hatte, wo am Thron Gottes der Luzifer die Herrlichkeit Gottes widerspiegeln sollte, so gab es plötzlich auf der Erde einen Garten Eden, wo Adam und Eva die Herrlichkeit Gottes widerspiegeln sollten. Ich denke, der Luzifer wird sich erinnert haben, gesagt haben: Genau das wollte ich doch bekämpfen! Und Gott, das muss ich vielleicht noch kurz dazu erwähnen: Wir haben gesagt, Gott ist die Liebe. Und Gott ist es immer. Eine Sache, die man über die Liebe verstehen muss, ist: Die Liebe, die Pflanze der Liebe, wächst auf dem Boden der Freiheit. Ist ja ganz selbstverständlich, oder? Wenn Sie Ihre Frau zu Hause anketten und ihr drei Mahlzeiten am Tag geben und die besten Anziehsachen ihr kaufen und sie mit Küssen überschütten, aber sie anketten, dann wird Ihre Frau nicht denken, dass Sie sie lieben. Liebe wächst auf dem Boden der Freiheit. So war es im Himmel. Deswegen hat Gott auch den Satan nicht einfach aus dem Weg geräumt, hat die Freiheit gegeben, sich zu entscheiden. So hat Gott auch den Menschen die Freiheit gegeben, sich zu entscheiden. Und es gibt nur zwei Möglichkeiten, für die man sich entscheiden kann: Will ich leben oder will ich nicht leben? Denn der Einzige, der Leben geben kann, der Einzige, der Leben erhalten kann, ist Gott. Die Möglichkeit bestand: Will ich leben oder will ich nicht leben? Denn Gott konnte ja den Menschen nicht fragen, ob er leben will. Ist ja unmöglich. Man kann den Menschen nicht, bevor er geschaffen wird, fragen: Willst du leben? Und niemand von uns wurde gefragt, ob sie existieren wollen. Oder wurden Sie gefragt vor der Geburt, ob Sie existieren wollen? Nee. Gott ist einfach sozusagen in Vorleistung gegangen. Er hat sie einfach mal gemacht. Aber er stellt uns allen, mir und Ihnen, die Wahl: Möchtest du eigentlich leben oder nicht? Und er zeigt uns in seinem Wort, durch die Natur, dass es sich absolut lohnt, mit ihm zu leben.

[56:03] Gott hatte die Erde und das ganze Meer vollendet. Sechs Tage hat er gebraucht. Und jetzt kommt was Interessantes: Nach sechs Tagen war die Erde vollkommen, sie war perfekt, sie war fertig. Und als sie nach sechs Tagen vollendet war, sagt der hebräische Text im Original: Vollendete Gott die Erde. Ihr was? Am sechsten Tag war sie vollendet, und am siebten Tag vollendete er sie. Luzifer im Himmel war vollkommen gewesen. Es gab nichts mehr, was man hinzufügen konnte. Und doch ist er am Ende gescheitert, weil er in der Liebe Gottes nicht geblieben ist. Können Sie mir sagen, was ist das Entscheidende, damit eine Ehe, eine Partnerschaft auf Dauer bleibt? Man kann das perfekte Haus haben, man kann die perfekte Arbeit haben, man kann perfekte Kinder haben. Damit die Liebe bleibt, seine Liebe bleibt, brauchst du Zeit mit mir. Und so schuf Gott Zeit, nicht als ein weiteres Add-on zur Schöpfung, sondern das, was die gesamte Schöpfung zusammenhält und an Gott bindet, sozusagen wie ein Siegel auf die Schöpfung. Er ruhte am siebten Tag, an dem Tag, den wir heute zusammen sind. Man nennt ihn auch biblisch den Sabbat, den Ruhetag, der Tag, an dem wir uns an die Schöpfung Gottes erinnern, ein Tag, der uns zeigt, dass Gott uns liebt. Er segnete ihn, um deutlich zu machen, es sollte immer wieder Sabbate geben, jede Woche. Und er heiligte ihn. Gott allein ist heilig, und alles, was mit ihm in Berührung kommt, wird heilig, wie wir heute noch lernen. Der Sabbat, der Tag, an dem wir heute hier zusammen sind, der siebte Tag der Woche, der Ruhetag Gottes, ist heilig, weil Gott in besonderer Weise gegenwärtig ist.

[58:13] Wie gesagt, der Satan hat versucht, das Ganze zu attackieren und das Tafelbild zu verwischen. Sollte Gott wirklich gesagt haben? Meint er, was er sagt? Und dann: Keineswegs werdet ihr sterben, wenn ihr von der verbotenen Frucht esst! Und dann – achtet jetzt gut zuhören – sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet und ihr werdet sein wie Gott. Gott weiß etwas, dass etwas Gutes für euch gibt und er gibt es euch nicht. Kommt der Gedanke bekannt vor? Er weiß etwas Gutes und er gibt es euch nicht. Die einzige Möglichkeit, es für euch zu nehmen, ist: Nimm das selbst in die Hand! Wie oft in deinem Leben, lieber Freund, liebe Freundin, rede du zu mir, haben wir gedacht: Hier gibt es etwas Gutes für mich und Gott gibt es mir nicht. Ich muss es mir selber nehmen. Das ist die Geschichte, die wir alle schon erlebt haben. Das ist die Geschichte, mit der die ersten Eltern unserer menschlichen Rasse konfrontiert worden sind. Und als die Eva ihm da so zuhörte am Baum, da hatte sie nur noch Augen für diese drei Dinge, nämlich dass der Baum gut schmecken würde (also die Frucht natürlich), dass er schön anzusehen war und dass er weise macht, dass sie jetzt mehr weiß als vorher. Und schauen Sie mal, was hier steht: Hab nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn genau das: die Fleischeslust (oh, es wird gut schmecken!), die Augenlust (oh, das sieht gut aus!) und der Stolz des Lebens (oh, dann bin ich klüger als alle anderen!) ist von der Welt. Wenn ich die beiden Gedanken zusammennehme, heißt das: In dem Moment, als die Eva vor dem Baum stand und sich die Frage stellte: Soll ich oder soll ich nicht?, hat die eine Sache gefehlt: das Wissen über die gleichbleibende Liebe Gottes. Die war zwar da, aber sie hat nicht dran gedacht. Die Liebe des Vaters war nicht in ihr. Und deswegen hat sie gebissen und also in den Apfel hineingebissen und deswegen hat sie davon gegessen und deswegen kam die Sünde in die Welt. Aber Gottes Liebe bleibt. Sie hörten die Stimme Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war. Gott hat sie nicht aufgegeben. Und ich habe in meinem Leben erlebt, ganz persönlich, wenn ich Fehler gemacht habe – und ich habe viele Fehler gemacht in meinem Leben – hat Gott mich nicht aufgegeben. Er ist mir hinterhergegangen, er hat mich gerufen, hat auch mir die Frage gestellt: Wo bist du? Gott war immer in den Garten gekommen, um mit Adam und Eva zu sprechen, Zeit mit ihnen zu verbringen. Und als sie an dem Tag sich versteckten, da hat er sie vermisst. Ich weiß nicht, lieber Freund, liebe Freundin, wo du heute Morgen stehst. Wir sind jetzt am Ende dieses ersten Themas. Weiß nicht, wo du persönlich stehst, gedanklich, bezüglich auf Gott. Aber wo immer du auch stehst, du solltest eine Sache wissen: Gott liebt dich und er fragt: Wo bist du?, weil er dich vermisst, wenn du von ihm weggelaufen bist. Als Adam mit dieser Frage konfrontiert wurde, hätte er sich einfach entschuldigen können, oder? Nein, er konnte es nicht entschuldigen. Wenn dieser Gedanke, dass Gott nicht die Liebe ist, dass er nicht beständig die Liebe ist, diese Sünde ist wie eine Fessel, ist wie eine Kette, wie es ein Gefängnis, das uns festhält und aus dem wir nicht mehr herauskommen aus eigener Kraft. Er hatte nur ein einziges Mal gesündigt, nur einmal in diesen Apfel gebissen oder den aufgegessen, was auch immer. Aber er konnte nicht mehr sagen: Gott, es tut mir leid, ich möchte wieder zurück. Als Gott ihn konfrontierte, da kam ihm die Antwort schnell über die Lippen: Die Frau, die du geschaffen hast. Wenn wir sündigen, sind immer alle anderen schuld, nicht wahr? Die Politiker sind schuld, die Wissenschaftler sind schuld, die Ehefrau ist schuld, die Kinder sind schuld, Gott ist schuld. Alle anderen sind schuld, nur ich bin nicht schuld, weil aus eigener Kraft können wir das nicht erkennen. Aber Gottes Liebe bleibt. Wir sind dann, wenn wir gesündigt haben, wie diese Dornen hier. Wissen wir, dass Dornen eigentlich Blätter sind? Blätter, die verkrüppelt sind, die nicht mehr ihr volles Potenzial entfalten, sondern die sich eingezogen haben und die quasi sagen: Fass mich nicht an! Und wenn wir sie anfassen wollen, tun sie uns weh. So ist jeder, der sündigt. Er ist eigentlich geschaffen dafür, ein Segen zu sein. Er ist geschaffen, Gottes unendliche Liebe zu repräsentieren. Aber durch die Sünde, die wir nicht glauben, dass Gott die Liebe ist, können wir auch selbst keine Liebe mehr geben und wir werden zu dornigen, spitzigen Stacheln, die andere Menschen auch noch verletzen, weil wir uns selbst verletzt fühlen. Das sind die Folgen der Sünde. Aber Jesus, Gott gab nicht auf. Seine Liebe bleibt. Und als er sah, dass der Satan die Menschheit für seine Seite gewonnen hat, hat er nicht gesagt: Okay, war ja ein schönes Experiment, hat nicht funktioniert. Seine Liebe blieb und er entschloss sich, den Kampf, den er im Himmel gewonnen hatte über den Satan und seine Engel, auf dieser Erde weiterzuführen und um seine geliebten Menschen zu kämpfen. Wenn Sie jemanden wirklich lieben und der geht auf Irrwege, der verlässt Sie, der hat plötzlich komische Gedanken, wenn Sie jemanden wirklich lieben, dann kämpfen Sie für den. Oder Sie kämpfen um die Liebe, Sie kämpfen um die Gemeinschaft und Sie versuchen, den Trennungsgrund aus dem Weg zu räumen. Nach der Pause, wenn wir uns dann etwas kürzere Zeit nehmen, um zu verstehen, in einer weiteren Episode der Bibel, wie Gott uns das erklärt hat. Wer von uns möchte jetzt in diesem Moment sagen: Ich glaube, ich habe etwas besser verstanden, dass Gott wirklich die Liebe ist und dass er es immer ist und seine Liebe bleibt? Kann ich unsere Hände sehen, wer das besser verstanden hat? Gott sei gelobt. Wir wollen vielleicht noch kurz zum Ende beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen. Danke, dass dein Wort zu uns spricht und dass es uns besser erklärt, wie du bist. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist auch weiter erfüllst an diesem Tag. Wir danken dir, dass wir verstanden haben, dass du besser bist, als wir uns das oft vorstellen. Und Herr, wir wollen von ganzem Herzen dir glauben.

[1:04:45] von ganzem Herzen dir glauben und vertrauen, dass du das Beste, das wirklich Beste für uns möchtest. Hab Dank dafür von ganzem Herzen, dass wir das insbesondere an diesem besonderen Tag, dem Sabbat, tun können. Amen.


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