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In Kooperation mit der Adventgemeine Gifhorn-Mitte   https://www.youtube.com/@adventgemeinde-gifhorn-mitte

Christopher Kramp beleuchtet in diesem Vortrag Jesu tiefstes Gebetsanliegen: dass seine Nachfolger einst bei ihm im Himmel sein mögen. Er erklärt, dass Jesu Wiederkunft direkt mit der weltweiten Verkündigung der Liebe Gottes verbunden ist. Dabei betont Kramp, dass die Liebe unter den Gläubigen das entscheidende Erkennungsmerkmal für die Welt ist und wie die Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten die Salbung Jesu zum Hohenpriester widerspiegelt, die den Jüngern Kraft für ihre Mission verlieh.


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Serie: Aber seine Liebe bleibt

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Transkript

[0:03] Ein Thema haben wir noch. Freue mich, dass so viele von Ihnen noch geblieben sind und dass wir uns noch einmal, jetzt wieder etwas kürzer, noch mal Gedanken machen können, noch eine Sehenswürdigkeit uns anschauen wollen. Und ich hoffe, Sie haben gemerkt, man könnte noch viel mehr sagen. Es gibt in allen Bereichen noch so viel interessante Dinge zu entdecken. Und mein größter Wunsch wäre, wenn Sie heute Abend nach Hause gehen und sagen: Ich muss dieses Buch, die Bibel, öfter aufschlagen, lesen, nachdenken, von Gott Dinge zeigen lassen. Das ist wirklich, wirklich faszinierend.

[0:39] Bevor wir jetzt den letzten Teil beginnen und so ein bisschen noch thematisch auf die Zielgerade dann zusteuern wollen. Wir haben ja so ein bisschen den Plan gehabt, so in diesen vier Themen einmal so den ganz großen Bogen zu spannen, auch wenn es kein durchgehender Bogen ist, sondern mehr so einzelne Elemente. Wollen wir noch einmal Gott einladen, noch einmal ihn einladen, dass er zu uns spricht, dass er unsere Gedanken ordnet, uns einmal gut konzentrieren können und noch ein bisschen mehr von ihm verstehen können. Und wir können dazu gerne noch mal sitzen bleiben.

[1:10] Lieber Vater im Himmel, wir möchten Dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass Du uns an diesem Tag bis hierhin so wunderbar geführt hast, dass Du uns Gedanken und Wahrheiten über Dich offenbart hast, unser Herz berühren und in uns den Wunsch wecken, Dich noch besser kennenzulernen. Wir möchten Dich jetzt bitten, dass Du auch diesem letzten Thema noch einmal uns anrührst, dass Du zu uns sprichst und dass wir es gut verstehen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:54] Unser letztes Thema jetzt ist „Die Wolke und die Erde – Ein Blick in die Zukunft, der Hoffnung gibt“. Wer von Ihnen – Sie müssen sich nicht melden, nur so eine Frage zum Nachdenken – wer von Ihnen betet gerne? Es gibt ja Menschen, denen ist das Gebet ein echtes Anliegen. Es gibt auch Menschen, die beten vielleicht selbst nicht so viel, aber sie wünschen sich manchmal, dass andere für sie beten. An Themen, für die man beten kann, mangelt es wahrscheinlich niemandem von uns. Wir alle haben, was man manchmal so nennt, Gebetsanliegen. Wir möchten, dass für unsere Familie gebetet wird, oder wir beten selbst dafür, für unsere Arbeit, für unsere Gesundheit, vielleicht für die Kirchgemeinde, in der wir sind. Es gibt viele Dinge: für die Politik in der Welt, für die Lage in unserer Heimatstadt. Es gibt so viele Dinge, für die man beten kann.

[2:53] Wussten Sie, dass auch Jesus ein Gebetsanliegen hat? Wahrscheinlich hat er sehr viele Gebetsanliegen, aber das Gebetsanliegen Nummer eins, das möchte ich Ihnen jetzt zu Beginn dieses letzten Themas vorstellen. Und zwar, kurz bevor Jesus am Kreuz von Golgatha starb, im Zusammenhang mit diesem letzten, diesem ersten eigentlich Abendmahl, diesem letzten Treffen mit seinen Jüngern, bevor sie dann zum Ölberg gegangen sind und Jesus gefangen genommen worden ist – im Zuge all dieser Ereignisse hat Jesus ein Gebet gesprochen, ein Gebetsanliegen formuliert, das sehr klar und deutlich ist. Als er zu seinem Vater gebetet hat, sagt er unter anderem folgendes: „Vater, ich will...“ Das kann man wohl wirklich als ein Gebetsanliegen bezeichnen, oder? Das ist das, was Jesus sich von Gott dem Vater wünscht, sein Gebetsanliegen: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die Du mir gegeben hast.“

[4:00] Jesus ist nach seinem Tod und nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren. Und sein Gebetsanliegen war, dass die Menschen, die er auf dieser Welt kennengelernt hat und die er erlöst hat, sie nicht für immer von ihm räumlich getrennt sind. Sein Gebetsanliegen war, dass diese Menschen ihn nicht nur durch das Gebet und durch das Bibelstudium und durch das gemeinsame Nachdenken über ihn kennenlernen, sondern dass sie irgendwann auch einmal buchstäblich bei ihm sind, bei ihm wohnen. Und das ist so das große Hauptthema, über das wir heute am Ende noch nachdenken wollen.

[5:34] Jesus, wie gerade gesagt, ist in den Himmel aufgefahren. Die Bibel sagt, er hat die Himmel durchschritten, und zwar dient er dort als ein großer Hoherpriester am Thron Gottes für uns. Wir werden gleich noch ein bisschen mehr darüber sagen. Und ebenfalls kurz bevor er gestorben ist, hat Jesus gesagt: „Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder.“

[6:02] Nun, es gibt in der Bibel Prophezeiungen, die sind in symbolischer Sprache geschrieben. Da gibt es dann Drachen und Tiere und Hörner und alles Mögliche. Es gibt in der Bibel Gleichnisse, ja, die nicht buchstäblich auszulegen sind, sondern symbolisch. Aber das hier ist keine Prophezeiung in irgendwelcher Bildersprache, das ist kein Gleichnis, das ist keine poetische Metapher. Das ist einfaches Deutsch: „Ich komme wieder.“ So komme ich wieder. Jesus hat gesagt, dass er nicht nur das eine Mal hier auf der Erde gewesen ist, sondern dass er wiederkommen würde. Und jeder, der sich Christ nennt und jeder, der Jesus nachfolgen möchte und die Bibel ernst nimmt, sollte dementsprechend auch glauben, dass Jesus ein zweites Mal kommt, dass er wiederkommt. Und zwar, warum?

[6:50] Es gibt einige Menschen, die glauben, dass Jesus wiederkommt, damit er diese Welt beendet. Wir werden schon sehen, die Weltgeschichte kommt an ihr Ende, wenn Jesus wiederkommt, aber das ist nicht der Hauptgrund, warum er kommt. Der Hauptgrund ist auch nicht, damit er das Böse vernichtet, obwohl das dann auch ein Effekt sein wird seines Kommens.

[7:07] Der Hauptgrund der Wiederkunft Jesu, von der, meiner Meinung nach, in den christlichen Kirchen viel mehr gepredigt werden sollte, weil Jesus selbst das zu einem Hauptthema gemacht hat, der Hauptgrund für die Wiederkunft Jesu ist: Er möchte, dass wir bei ihm sind. Wir können also sehen, dass das Thema der Liebe Gottes buchstäblich die gesamte Bibel durchzieht, vom Anfang bis zum Ende. All die verschiedenen Lehren der Bibel, was wir so Lehren nennen, ja, die verschiedenen Ideen, die verschiedenen Konzepte, fügen sich alle nahtlos ein in dieses Konzept, dass Gott uns liebt. Auch bei der Wiederkunft ist es nicht anders.

[7:53] Aber bevor Jesus kommt, ist die Frage: Was machen wir? Und er hat, als er in den Himmel aufgefahren ist, seinen Nachfolgern, die an ihn geglaubt haben, folgendes gesagt: „So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit.“

[8:17] Jesus sagt nicht nur: „Ich komme wieder, macht mal irgendwie.“ Er sagt auch: „Wenn ich nicht buchstäblich physisch bei euch sein kann, will ich doch auf eine enge Art und Weise geistlich mit euch verbunden sein. Geht hinaus und erzählt allen Menschen das, was ihr mit mir erlebt habt.“

[8:35] Wir haben gesehen, das Volk Israel sollte ja damals einen Bund – oder Gott hatte ihnen angeboten, einen Bund mit ihm zu machen –, dass sie sein besonderes Eigentum sein sollten, damit sie als königliche Priester allen anderen Völkern erzählen, was sie mit Gott erlebt haben, wie er sie aus Ägypten befreit hat und wie er einen Bund mit ihnen geschlossen hat. Und das ist sozusagen die Vorlage für uns, die wir Jesus nachfolgen möchten. Auch wir sollen sozusagen königliche Priester sein, die allen Völkern erzählen, was wir mit Gott erlebt haben, wie Jesus uns gerettet hat, und sie auch dazu aufrufen, Schüler zu werden, Schüler von Gott, Schüler von Jesus.

[9:13] Denn Jesus kommt nicht wieder, bevor nicht diese Botschaft von seiner Liebe, dass Gottes Liebe bleibt, in der ganzen Welt verkündigt wird. Denn er sagt ganz deutlich: „Dieses Evangelium vom Reich“, also von der Königsherrschaft Gottes, angefangen von der Tatsache, dass Gottes Thron ein Thron aus Feuer ist, dass seine Herrschaft auf Liebe basiert, über all das, was Jesus uns gezeigt hat, wie er als König ist, als der Dienende, als der Liebende, als der, der bescheiden sich zurücknimmt, um anderen den Vortritt zu geben – die Prinzipien seines Königreiches werden in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.

[9:53] Mit anderen Worten, die Verkündigung der Liebe Gottes, der ewig bleibenden Liebe Gottes, der gesetzmäßigen Liebe Gottes, hängt direkt zusammen mit der Wiederkunft. Jesus kommt wieder, wenn in der ganzen Welt bekannt gemacht worden ist, wie Gott ist und warum er so ist.

[10:10] In gewisser Weise könnten wir sagen, dass die Veranstaltung heute hier in gewisser Weise so ein ganz kleines Puzzleteilchen ist, genau zur Erfüllung dieses Verses. Und jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen.

[10:27] Nun, vielleicht fragen Sie sich und fragen wir uns: Ja, wie soll das denn funktionieren? Woran werden Menschen merken, dass wir wirklich die Botschaft haben? Es ist ja so, dass es heutzutage sehr viele Religionen gibt und viele Konfessionen und dass es viele Weltanschauungen gibt und alle wedeln um die Aufmerksamkeit. Alle behaupten: „Wir haben die Wahrheit.“ Die Marxisten sagen: „Wir haben die Wahrheit.“ Und die Muslime sagen: „Wir haben die Wahrheit.“ Und die Hinduisten sagen: „Wir haben die Wahrheit.“ Und Christen sagen: „Wir haben die Wahrheit.“ Und man könnte die Reihe immer so weitergehen. Jeder sagt: „Wir haben die Wahrheit“, oder: „Wir wissen genau, wie es ist, und ihr müsst jetzt so denken wie wir.“

[11:12] Jesus hat seinen Jüngern nicht gesagt: „Man wird euch daran erkennen, dass ihr einfach jedes Argument widerlegen könnt.“ Tatsache war, es gab sogar Situationen, wo einige seiner Nachfolger konfrontiert worden sind mit Fragen, die sie nicht beantworten konnten. Dann haben sie lieber gesagt: „Kommt und seht, lernt Jesus kennen.“ Aber Jesus sagt, es gibt ein Erkennungsmerkmal, das euch von allen anderen, die so um Aufmerksamkeit heischen, unterscheiden wird. Etwas, woran jeder sehen kann, egal ob er sich in der Bibel auskennt oder nicht: „Das hier ist etwas wirklich Besonderes.“ Und dieses Zeichen steht hier: „Daran wird jedermann – also nicht nur die theologisch Gebildeten, nicht nur die, die in der christlichen Kirche aufgewachsen sind, sondern jedermann, jedermann wird erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr was habt? Wenn ihr Liebe untereinander habt.“

[12:08] Das Thema von der Liebe Gottes ist nicht nur ein theologisches Thema. Es erklärt nicht nur, wie die Welt funktioniert, es erklärt nicht nur die Weltgeschichte, es erklärt nicht nur den Erlösungsplan. Es erklärt auch, wie wir wirklich effektiv Menschen zeigen können, dass sie gerettet werden können. Nur dann, wenn gläubige Menschen echte Liebe untereinander haben, wird die Welt sagen: „Okay, das ist wirklich anders.“ Denn in jeder anderen Partei, in jeder anderen Religion gibt es Meinungsverschiedenheiten, Streitigkeiten, Grabenkämpfe, Flügelkämpfe. Wehe, wenn es die bei uns gibt!

[12:52] Seine Liebe bleibt. Sind diejenigen, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, das Evangelium in die ganze Welt zu tragen, eigentlich fit dafür? Und damit meine ich nicht muskelmäßig und auch nicht intellektuell, sondern sind sie untereinander so stark durch Liebe verbunden, dass deutlich wird: Hier ist etwas anderes, wenn ihr Liebe untereinander habt.

[13:20] Einer meiner Lieblingspsalmen, der ist sehr kurz, der sagt folgendes: „Siehe, wie fein und wie lieblich ist es, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind.“ Eintracht ist so ein altes Wort für Gemeinschaft, nicht wahr? In ja, halt Eintracht, in in in völligem Einvernehmen, wo man liebevoll zusammen lebt und zusammen ist. Wie lieblich ist das! Und dann wird ein sehr interessantes Bild verwendet: „Wie das feine Öl auf dem Haupt.“ Was macht denn Öl auf dem Haupt? Wer von Ihnen gießt sich jeden Morgen Öl auf den Kopf? Nicht, ne? Das macht man nicht. Oder was? Was macht Öl auf dem Kopf? Wann kommt Öl auf den Kopf? Bei der Salbung.

[14:01] Und das – also, man konnte ja beim Charles nicht sehen, wie das da so vielleicht haben die es so rangetupft, aber eigentlich im Alten Testament, da kam das Öl auf den Kopf und dann ging das so an dem an dem an dem Gesicht entlang und tropfte und ging in den Bart, nicht wahr? Hier steht es: „Das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons.“ Und dann fließt das so herab und fließt auf die Kleider und dann tropft das. Und wo tropft das dann hin? Nach den Gesetzen der Schwerkraft, die wir ja kennengelernt haben, auf den Boden. Oder? Das ist eine Salbung. Nun, hier steht Aaron. Aaron war nie ein König. Weiß jemand zufällig, wer Aaron war? War Aaron ein König? Nein, das war er nicht. Er war ein Priester. Denn in der Bibel wurden nicht nur die Könige gesalbt, es wurden auch die Priester gesalbt. Das heißt, die, die im Heiligtum, im Zelt Gottes, im Tempel dienten und auch zum Teil Propheten, ja, Könige, Priester und Propheten. Und hier wird quasi die Salbung eines Hohenpriesters beschrieben, ähm, mit diesem interessanten Bild: Das Öl fließt herab.

[15:01] Nun, und dann heißt es: „Wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zion. Denn dort hat der Herr den Segen verheißen.“ Weiß jemand, welche Stadt auf den Bergen Zion liegt? Welche Stadt liegt auf den Bergen Zion? Jerusalem, ganz genau. Also, die Idee in diesem Vers ist ganz interessant, in diesen drei Versen: Wenn Brüder – ein, also Geschwister, wenn wenn Menschen einträchtig zusammen sind, kein Streit mehr haben, die Liebe untereinander haben, dann ist das so, als wenn ein Priester gesalbt wird und das Öl fließt an ihm herab und dann tropft das auf die Erde, und zwar auf die Berge. Dann ist das hier wie bei den Bergen Jerusalems, denn in Jerusalem hat Gott den Segen verheißen.

[15:45] Kommen wir gleich drauf zurück, was das zu bedeuten hat. Bevor Jesus in den Himmel aufgefahren ist, hat er nämlich seinen Jüngern explizit gesagt: „Geht nirgendwo sonst hin, sondern bleibt genau hier in Jerusalem. Ihr sollt nicht nach Leer gehen, nicht nach Nazareth.“ Sie sollten in Jerusalem bleiben bis zu einem bestimmten Punkt. „Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.“

[16:12] Wir haben gesehen, Jesus wurde gesalbt mit Kraft und mit Heiligem Geist. Wir haben gesehen, als der Heilige Geist auf Jesus kam, dann war das nicht ein Zeichen von irgendeiner Entzückung oder so oder von irgendwelchen komischen Gefühlen, das war ein Zeichen von geistlicher Kraft. Und Jesus sagt: „Genau diese Kraft, dieser Heilige Geist, der mein Leben bestimmt hat, den schenke ich euch auch. Ihr könnt quasi mitgesalbte sein, mit Könige, mit Priester.“

[16:40] Das sagt die Bibel übrigens, dass durch das Blut Jesu wir zu Königen und Priestern werden. „Ihr könnt teilhaben, sozusagen, ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Welt.“

[16:54] Wir haben gesehen, wenn das Evangelium ans Ende der Welt gekommen ist, wenn es gepredigt wird in allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen, dann kommt Jesus wieder. Aber wie wird es gepredigt? Es wird gepredigt durch die Kraft des Heiligen Geistes. Die Nachfolger Jesu brauchen den Heiligen Geist, um es überhaupt predigen zu können. Und der Heilige Geist, der ist wie das Öl, das herabfließt, wenn die Geschwister, die Gläubigen, in echter Einheit sind.

[17:23] Und genau das hat sich erfüllt. Übrigens, wenn der Heilige Geist auf uns kommt, was bringt er mit? Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Wir haben gesehen beim Sinai, wenn Gottes Liebe sich offenbart, dann ist das nicht nur ein Säuseln oder dann hat das Kraft. Diese Kraft der Liebe Gottes, die soll auch in unseren Herzen ausgegossen werden. Und genau das ist passiert, nur wenige Tage, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist.

[17:57] Was ist passiert? Ist die Verbindung unterbrochen? Das liegt, glaube ich, nicht an meinem... Wenn jemand von der Technik eine gute Idee hat, möge er sich jetzt melden, weil das Signal weg ist. Also, wenn er keine gute Idee hat, machen wir einfach so.

[19:00] Ähm, als Pfingsten war, also wenige Tage, nachdem Jesus – super, danke schön! – als, bevor, also wenige Tage, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, da war das ist etwas ganz, etwas passiert, was es in den nächsten 2000 Jahren Kirchengeschichte nicht mehr oft gegeben hat: Alle Gläubigen waren ein Herz und einer Seele. Es gab keinen Streit, sie waren alle einmütig zusammen. Und das war nicht einfach so, weil sie plötzlich mal schöne Gefühle hatten, sondern sie hatten die Zeit genutzt, sie hatten sich ihre Sünden bekannt, sie haben sich voneinander gedemütigt, sie haben das Beispiel von Jesus ernst genommen, den anderen höher einzuschätzen als sich selbst. Ja, denn: „Ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der sich selbst erniedrigt hat.“ Und das hatte zur Folge, dass sie eine echte Liebe untereinander hatten. Und jeder, der die Evangelien kennt, weiß: Das waren raue Kerle, ja, Fischer, ja, das war ein Zöllner, einer war Zelot, das war eigentlich ein Terrorist, der hatte immer einen Dolch mit dabei, ja. Das waren, das waren sehr unterschiedliche Charaktere, die man jetzt nicht so ohne Weiteres so zusammenschweißen konnte. Aber Gottes Liebe war dazu in der Lage.

[20:03] Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, als sie einträchtig beieinander versammelt waren, sagt die Bibel, dass der Heilige Geist ausgegossen worden ist in Fülle. In der Bibel ist ja diese Salbung mit dem Öl ein Symbol für die Salbung mit dem Heiligen Geist. Aber wenn wir uns noch erinnern an den Priester, der da gesalbt wird, dann tropft es ja auf die Erde, nur deswegen, weil der Priester gesalbt wird. Mit anderen Worten, die Ausgießung zu Pfingsten war in Wirklichkeit eine Salbung, nämlich die Salbung von Jesus zum Hohenpriester. Als er dort im Himmel eingesetzt wurde als Hohepriester, da wurde er sozusagen symbolisch gesprochen mit dem Heiligen Geist gesalbt. Und die Folgen dessen, sozusagen das Nebenprodukt, wenn man so möchte, war, dass der Heilige Geist auf der Erde auch noch ankam, sozusagen, ja, der tropfte quasi auf die Erde. Und die Fülle dessen war, dass die, dass die Jünger plötzlich mit großem Mut und mit Freimut und mit Begeisterung über Jesus und seine Liebe gesprochen haben.

[21:16] Der Punkt, den ich machen möchte, ist: Es war nicht so, dass Jesus gesagt hat: „Macht mal, ich gebe euch halt ein Geschenk, den Heiligen Geist“, sondern sie wurden erfüllt mit dem Heiligen Geist, weil Jesus gleichzeitig zum himmlischen...

[21:27] weil Jesus gleichzeitig zum himmlischen Heiligtum gesalbt wurde, zum Hohenpriester. Sie waren also jetzt quasi mitgesalbte. Sie waren so wie Jesus Hohepriester war, sollten sie ein priesterliches Volk sein, sozusagen, ja, das andere Menschen mit Gott verbindet. Sie sollten mit Gott zusammenarbeiten. Paulus sagt: "Die Hauptsache ist, wir haben einen solchen Hohenpriester, der dort dient." Und er, so hat sich der Künstler zumindest vorgestellt, letztlich auch wieder so eine Funktion hatte wie der Hohepriester im Alten Testament mit diesen Steinen, diesen Edelsteinen, und damit gewisserweise das eigentlich jetzt richtig ausgeführt hat, was der Luzifer eigentlich hätte tun sollen.

[21:50] Kein Wunder, dass der Satan natürlich sofort die Christenheit und auch diese Lehre vom himmlischen Heiligtum attackiert hat. Jesus ist der Mittler eines besseren Bundes. Diesen Bund kennen wir schon, oder es ist genau dieser neue Bund, von dem wir gesprochen haben: "Ich will mein Gesetz in ihr Inneres hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben. Ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein." Steht in Paulus ganz deutlich im Hebräerbrief, dass er der Mittler eines besseren Bundes wird und genau das hier zitiert: "Denn sie werden mich alle kennen. Ich werde ihre Missetaten vergeben, an ihre Sünden nicht mehr gedenken." All das wird tatsächlich möglich, es wird tatsächlich Realität, dadurch, dass Jesus im himmlischen Heiligtum genau dieser Priester ist, dieser Priester und König, der für uns eintritt. Er ist nicht nur für uns gestorben und hat es damit möglich gemacht, dass uns vergeben wird, sondern jetzt kann ich zu Gott beten und während ich jetzt heute hier als Christofer bete, ist mein großer Bruder Jesus im Himmel, Gott und Mensch gleichzeitig, für mich gestorben und kann für mich eintreten und sagen: "Den Christofer kenne ich, für den bin ich gestorben, ist mein Freund."

[23:37] Ein neuer Bund. An anderer Stelle heißt es: "Ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut." Gott weiß ja, dass wir aus eigener Kraft ihm gar nicht gehorchen können. Es ist nie so gewesen, dass Gott gesagt hat: "Hier sind meine Gesetze, jetzt mach mal." Und wenn wir das gedacht haben, dann haben wir uns selbst einen Bärendienst erwiesen, ja? Wenn wir gedacht haben, dass Gott uns Gebote gibt, die wir befolgen sollen, damit er dann zufrieden ist, dann haben wir etwas Grundlegendes nicht verstanden. Denn Gottes Gebote sind ja keine Regeln, die er aufstellt, um unsere geistliche Fitness zu testen. Gottes Gebote beschreiben seine immerwährende Liebe. Und wer ihn immerwährend liebt, in seinem Herzen erfüllt mit dem Heiligen Geist, durch den die Liebe Gottes ins Herz kommt, der kann erleben, dass Gott in ihm bewirkt, dass er tatsächlich mit Gott im Einklang denkt und handelt und deswegen auch ihm gehorsam ist.

[24:34] Und so werden wir ein Brief. Wir werden sozusagen ganz automatisch – das ist ganz wichtig im Neuen Testament – dass diejenigen, die vom Heiligen Geist erfüllt sind, auf der einen Seite mit Gott eng verbunden sind und gleichzeitig das nach außen tragen. Es gibt in der ganzen Bibel nicht einen einzigen Fall, wo jemand mit Gott eng verbunden ist und das für sich alleine behält. Das ist unmöglich. Wann immer Gott Menschen eng an sich bindet, dann immer mit dem Ziel, dass sie auch anderen davon erzählen. Das war schon bei Luzifer so, das war beim Volk Israel so, das war in der neutestamentlichen Gemeinde so. Wann immer Menschen besonders an Gott gebunden sind, dann deswegen, damit sie weiterleiten, was sie erfahren haben.

[25:12] "Ihr seid ein Brief des Christus, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinernen Tafeln, sondern auf fleischernen Tafeln des Herzens." Lieber Freund, liebe Freundin, wenn Menschen dein Leben lesen, deinen Brief, was lesen sie? Lesen sie von der Liebe Gottes? Lesen die Menschen, wenn sie meinen Alltag sehen, lesen sie davon, dass Gott immer gut ist?

[25:37] Am Ende kann man eigentlich all das, was das Neue Testament sagen möchte – ist natürlich jetzt sehr vereinfacht – aber man kann es letztlich darauf zurückführen, dass wir mit Gott so verbunden sein sollten, dass unser Leben, unsere Worte, unsere Taten, unser Denken Zeugnis davon geben, dass Gott wirklich ein guter König ist, dass er die Liebe ist, dass seine Liebe bleibt.

[26:01] "Diese Worte, die ich dir heute gebiete", hatte schon Mose gesagt, "sollst du auf dem Herzen tragen." Und wie sieht das praktisch aus? Vielleicht fragt sich jemand: "Ja, aber was heißt das jetzt praktisch?" Hier ist eine ganz praktische Anleitung, oder was heißt Anleitung, eher eine Beschreibung, wie das ist, wenn man Gott von Herzen liebt: "Du sollst sie deinen Kindern einschärfen, davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst oder wenn du aufstehst."

[26:25] Wovon reden Menschen, die Fans des VfL Wolfsburg sind? Ich weiß nicht, ob jemand ein Fan vom VfL Wolfsburg ist, muss sich nicht outen oder sich dazu bekennen, aber wenn jemand so ein richtiger Fußballfan ist und den VfL Wolfsburg liebt, wovon redet er? Der redet, egal ob er aufsteht oder zu Bett geht, egal. Man sieht es ihm ja sogar förmlich an, sogar an seiner Kleidung kann man sehen, nicht wahr, ob er Fan vom VfL Wolfsburg ist. Oder wenn jemand ein Hip-Hop-Fan ist und immer nur Hip-Hop hört, er wird von Hip-Hop reden, er wird aussehen wie die Leute in den Hip-Hop-Videos. Oder das, womit wir uns beschäftigen, was wir wirklich lieben, das zeigt unser Leben.

[27:08] Das jetzt mal so ein Praxistest, okay? Nicht melden, nicht antworten, aber wenn du zu Hause duschst, denkst du, machen wir die Bibel nach? Das steht da, also da steht nicht duschen, ich weiß, aber da steht da, wenn man sich niederlegt, wenn man einschläft, wenn man aufsteht, wenn man zur Uni geht, wenn man die Möhren schnippelt für den Salat. Nicht, dass wir nicht was anderes denken dürfen, das ist keine Frage, nicht wahr, aber was hier steht, ist: Ein Mensch, der Gott liebt, der Gottes Wort liebt, der wird automatisch oft daran denken. Und ich glaube ganz ehrlich, ohne irgendjemand von uns zu nahe treten zu wollen, ich glaube, dass das allgrößte Problem im christlichen Leben von fast allen Christen ist, dass entgegen unserer eigenen Selbstwahrnehmung wir Gott nicht so sehr lieben, wie wir eigentlich sagen, dass wir ihn lieben.

[27:58] Ich frage ein letztes Mal heute an alle, die schon mal verliebt waren in ihrem Leben: Wie oft musstet ihr euch daran erinnern, an euren Geliebten zu denken? So: "Oh, sind wieder sechs Tage vergangen, heute müsste ich mal wieder an meinen Geliebten denken. Heute Morgen habe ich mal zehn Minuten an ihn gedacht, jetzt heute Abend sollten auch noch mal 15 Minuten drin sein. Ja, ich leg mal kurz den Fernseher weg, ich denke..." Ja, nein, wenn jemand verliebt ist, dann denkt er, nicht wahr, an ihn, ob er Zähne putzt, ob er Bus fährt, ob er automatisch. Und so ein bisschen, glaube ich, ist das ein Mittel, um uns, oder ein Gedanke, um uns verständlich zu machen, was Gott sich eigentlich wirklich wünscht. Denn wenn wir an ihn nachdenken, wenn wir uns für ihn interessieren, dann werden wir selbstverständlich viel mehr auch handeln, wie er es sich wünscht, oder?

[28:43] Und dann heißt es hier weiter – ah, hier, genau, das habe ich noch vergessen zu sagen. Ähm, aus irgendeinem Grund, ja, genau hier, bei diesen Worten hier jetzt habe ich vergessen zu sagen, ähm, da geht es im Kontext von 5. Mose geht es um die Zehn Gebote. In 5. Mose 5 werden die Gebote wiederholt und dann sagt er: "Diese Worte, dieser Bund, von dem wir heute Vormittag gehört haben, nicht wahr, diese zehn Worte, das ewig bleibende Gesetz der Liebe Gottes, das sollst du auf dem Herzen tragen." Und deswegen gibt es einen interessanten Satz in der Bibel, da heißt es nämlich: "Binde das Zeugnis zusammen, versiegle das Gesetz in meinen Jüngern." Mit anderen Worten, das Gesetz soll so fest werden, wie dass man ein Siegel drauf tut, dass man es nicht mehr, nicht mehr verändern kann. Und das wird hier auch angedeutet: "Du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein." Was haben sie über den Augen, Stirn, oder hier an der Stirn? Die Worte Gottes, das Gesetz Gottes soll an der Stirn sein. Und natürlich jetzt nicht einfach eintätowiert hier oder so, sondern sie sollen in unserem Denken sein, und zwar als ein Erinnerungszeichen. Die Idee ist dabei, dass wir uns an Gottes Worte immer wieder erinnern sollen, immer wieder daran denken sollen. "Sollst auf die Pfosten deines Hauses schreiben oder deine Tore." So wie wir das mit dem Blut gesehen haben, das Blut an den Torpfosten. Immer wieder darüber nachdenken, sich öffentlich dazu bekennen.

[30:04] Das mit dem Erinnern, interessante Sache. Ich will das kurz mal ausführen. In der Bibel finden wir immer wieder diese folgende Idee: "Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wisst." Warum würde man jemanden an etwas erinnern, was er schon weiß? Der Judas sagt: "Ich will euch an etwas erinnern, was ihr schon wisst." Warum würde man jemanden an etwas erinnern, was er schon weiß? Na, vielleicht hat er es vergessen. Oder aber er sagt ja hier: "Ihr wisst es ja." An anderer Stelle heißt es sogar: "Darum will ich es nicht versäumen, euch stets an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie kennt und in der bei euch vorhandenen Wahrheit festgegründet seid." Okay, jetzt wird's interessant. Der Petrus sagt: "Ich predige euch eine Predigt, die kennt ihr schon, ihr habt es schon gehört, ihr glaubt sie, ihr kennt sie, ihr wisst sie gut, und trotzdem wiederhole ich sie." Hat jemand das schon mal erlebt von allen, die vielleicht öfter mal in eine Kirchgemeinde gehen, dass man eine Predigt zum zweiten Mal gehört hat, dass der Prediger mal vorbeikam und nicht gewusst hat, dass er die Predigt schon mal in der Gemeinde gehalten hat? Hört man sie ein zweites Mal, was macht das Gehirn nach fünf Minuten, wenn man es merkt? "Kenne ich schon, ja, mache ich was anderes." Wir sind eher so, dass wir immer was Neues hören wollen, ja, etwas, was ich noch nicht gehört habe, etwas spannend ist, was mir noch nie in den Sinn gekommen ist, das finden wir spannend.

[31:18] Aber interessanterweise funktioniert Gott auf eine andere Art und Weise. Er wiederholt die Dinge immer. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wenn Sie mal die Bibel durchgelesen haben, dann ist Ihnen aufgefallen, dass viele Dinge sich wiederholen, oder? Man liest Matthäus, dann liest man Markus, da kommt fast das Gleiche vor, dann kommt Lukas, kommt wieder fast das Gleiche vor. Ja, man fragt sich, hätte es nicht auch andere Geschichten gegeben? Und dann kommt Johannes und sagt: "Es hätte noch tausend andere Geschichten gegeben." Ja, und dann fragt man sich: "Ja, Moment mal, aber warum wird das immer wiederholt?" Wenn sich alles andere vergessen hat, was ich heute Nachmittag hier in der vierten Stunde gesagt habe, merken Sie sich diesen Satz: Wahrheit verändert uns nur, wenn sie unsere Aufmerksamkeit hat.

[31:59] Gib mir ein Beispiel, nur so, um das zu illustrieren. Wenn ich Sie morgen früh um neun Uhr morgens anrufe und Sie frage: "Haben Sie Jesus lieb?", was würden Sie antworten? Keiner würde was antworten. Also, was würden Sie antworten, wenn ich sag: "Haben Sie Jesus lieb?" Ja, okay, gut. Jetzt ein rein konstruiertes Beispiel, ja, völlig fern der Realität, aber rein konstruiertes Beispiel: Sie würden danach zehn Stunden lang sich im Fernsehen einfach Quatsch anschauen, Schrott anschauen, dummes Zeug, was keinen weiteren Wert hat. Und nach zehn Stunden um 19 Uhr rufe ich Sie ein zweites Mal an und frage Sie: "Hast du Jesus lieb?" Was würden Sie antworten? "Ja, natürlich." Aber hat diese Gewissheit, dass Gott mich liebt und ich ihn liebe, Sie an diesem Tag verändert? Nein. Es war zwar ein Wissen, es ist eine Realität, ich weiß, Gott hat mich lieb, ich habe ihn lieb, aber ich habe mich zehn Stunden lang damit nicht beschäftigt. Für uns ist oft der Glaube so, dass wir bereit sind, wenn uns jemand antippen würde auf der Straße: "Glaubst du, dass Gott dich liebt?" "Ah, ja, ja, das glaube ich, natürlich, ja, aber selbstverständlich." Aber das verändert uns nicht. Was uns verändert, ist das, woran wir denken, womit wir uns beschäftigen, was unser Denken erfüllt, das verändert uns.

[32:28] Deswegen, das muss Philipper sein, das ist eine falsche Referenz. Philipper 3 Vers 1: "Im Übrigen, meine Brüder, freut euch in dem Herrn! Euch immer wieder dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig." Paulus sagt: "Das mache ich immer wieder, ich schreibe dasselbe und dasselbe und dasselbe, und es stört mich nicht, weil ich weiß, es macht euch..." Und jetzt wird's wichtig: "Es macht euch was? Es macht euch fest." Wenn du dir wünschst, lieber Freund, liebe Freundin, einen festen Glauben zu haben, der auch in den Stürmen der letzten Zeit nicht wankt, dann kommt es nicht so sehr darauf an, ständig etwas Neues zu hören, ständig etwas zu hören, was man noch nie gehört hat. Es kommt viel mehr darauf an, das, was man schon weiß, was einen schon bewegt hat, immer und immer wieder in Gedanken zu durchdenken. Die einfachen, klaren Wahrheiten des Evangeliums immer wieder im Herzen zu bewegen, damit wir im Herzen fest werden.

[34:26] Und das nennt die Bibel auch Versiegelung. "Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben." Dort, wo diese Worte wie ein Erinnerungszeichen, die Zehn Gebote, das Gesetz Gottes wie ein Erinnerungszeichen an unserer Stirn sein sollen. Dann sagt die Bibel, dort ist das Siegel Gottes, das uns versiegelt.

[34:44] Nun, auch der Priester trug ein Siegel, nämlich an der Stirn. "Du sollst ein Stirnband aus reinem Gold anfertigen und eine Siegelgravur eingravieren: Heilig dem Herrn." Wir haben heute schon gelernt, was heilig heißt, oder? Heilig ist immer der oder das, was in der Gegenwart Gottes ist. Ist Gott in der Nähe von Staub, wird der Staub heilig. Ist Gott an einem Tag besonders gegenwärtig, ist der Tag heilig. Wohnt Gott unter einem Volk, dann wird das Volk heilig. Wodurch wird eine Stirn heilig? Wodurch wird diese Stirn heilig? Indem Gott darin wohnt.

[35:23] Jetzt wollte ich eine Frage stellen, vielleicht eine private Frage. Müsst noch nicht antworten: Wohnt Gott in ihrem Herzen oder ist er nur ein gern gesehener Gast? Wohnt er dort oder darf er immer wieder zu Besuch kommen? Ich denke, wir alle kennen den Unterschied. Es gibt Menschen, die laden wir gerne ein, wir freuen uns, wenn sie da sind, aber nach drei Tagen freut man sich auch wieder, wenn sie gehen, oder? Dann möchte man wieder für sich sein. Es macht einen himmelweiten Unterschied, ob man jemand für eine Woche aufnimmt oder für den Rest des Lebens. Und die Frage ist: Wohnt Gott in unserem Herzen oder ist er nur oft gesehener Gast? Hat er dort das Wohnrecht? Und das hat mit diesem großen Thema der Versiegelung zu tun, eines dieser Themen, der, wie man so sagt, der Endzeit.

[36:23] Und interessanterweise steht in Offenbarung, dass genau dort an der Stirn, wo das Siegel Gottes ist, dort, wo das Gesetz Gottes sich verfestigen soll, dort, wo Gott wohnen soll, sein Name geschrieben steht. Und wo ist Gottes Name? In 5. Mose steht, wo Gott seinen Namen hinsetzt, dort wohnt er. Das Heiligtum, also es gibt ja so eine Formulierung: Gott hat seinen Namen dorthin gesetzt, da wohnt er jetzt. In der Bibel steht zum Beispiel auch, dass er seinen Namen über seinem Volk ausgerufen hat. Das würde jetzt zu weit führen, aber ich persönlich bin zur Überzeugung gekommen, dass der Name Israel selbst ein Name von Jesus ist und dass die Israeliten deswegen Israeliten hießen, weil sie so eng mit dem Sohn Gottes verbunden waren. Sie wurden buchstäblich nach seinem Namen genannt. Wir kennen das heute auch noch, oder? Wenn man heiratet, dann nimmt die Frau den Namen des Mannes an. Und das ist so ein bisschen die Idee. Dann wird eine Frau mit dem Namen des Mannes genannt, weil sie so eng verbunden sind. Sie trugen den Namen des Vaters an ihrer Stirn, das Siegel.

[37:34] Ah, da muss ich noch eine Sache fragen. Wenn also das Gesetz Gottes an unserer Stirn versiegelt werden soll und wenn diese Versiegelung damit zu tun hat, dass wir uns an die einfachen Dinge des Evangeliums erinnern, und wenn das Evangelium, wenn die Versiegelung damit etwas zu tun hat, dass wir heilig sein sollen für Gott, dass Gott in unserem Denken wohnt, und wenn sie damit etwas zu tun hat, dass sein Name, dann gibt es ein Gebot im Gesetz Gottes, in dem die Idee des Erinnerns, die Idee der Heiligkeit und die Idee des Namens Gottes in einem Gebot verbunden ist, nämlich das vierte Gebot, der Sabbat. Das heißt: "Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn." Ein Tag, an dem wir uns erinnern sollen an die einfachen Wahrheiten der Schöpfung und der Erlösung und der Heiligung. Ein Tag, an dem Gott besonders gegenwärtig ist und ein Tag, der in der Formulierung des Gebotes besonders mit seinem Namen und mit seiner Identität in Verbindung steht.

[38:42] Der Sabbat ist also nicht einfach nur ein interessanter Tag. Der Sabbat ist ein Tag, der sozusagen als Zeichen uns erklärt, wie Gottes Liebe in uns bleibt, und zwar so sehr, dass wir irgendwann nicht mehr von ihr abweichen und für alle Ewigkeit bei ihm sein können, weil wir nicht mehr auf die Idee kommen werden, gegen ihn zu rebellieren. Der Sabbat ist also quasi wie eine wöchentliche Erinnerung, ein Training sozusagen, eine Möglichkeit, immer wieder neu sich daran zu erinnern, wie Gott uns in seiner Liebe festmacht, durch die Erinnerung, durch dass er in uns wohnt. Jeder Sabbat ist sozusagen ein Zeichen, wie die Bibel sagen würde, dass er uns heiligt. Und da kommen wir jetzt wieder zu Hedsätze: "Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz."

[39:31] Für alle, die sich schon ein bisschen ausführlicher und intensiver mit diesem Thema beschäftigt haben, hier einen Satz dazu: Die Versiegelung in der Endzeit bedeutet nicht, dass ich einfach einen richtigen Tag halte. Kein Mensch wird versiegelt, weil er den Kalender richtig lesen konnte, sondern der Sabbat als Äußeres ist eben ein Zeichen, dass wir Jesus selbst wie ein Siegel in unserem Herzen tragen und wie ein Siegel an unserem Arm. Das heißt, dass wir uns gerne, wie wir es von gelesen haben, auch im Alltag mit ihm beschäftigen, an ihn denken, über seine Worte nachdenken, ihn lieben, dass er bei uns wohnen darf, nicht wahr? Heilig, erinnere dich, Heiligung, dass sein Name über uns ausgerufen ist, dass wir zu ihm gehören. All das symbolisiert das Siegel. Manchmal wird über das Siegel Gottes gesprochen, als wäre das einfach nur ein trockenes Endzeitthema und Leute kriegen die Panik: "Ja, werde ich versiegelt, werde ich nicht versiegelt?" Ja, in Wirklichkeit ist das Siegel Gottes buchstäblich die Versiegelung der Idee, dass Gott die Liebe ist, und zwar für immer, nämlich dahingehend, dass seine ewig bleibende Liebe bewirkt, dass durch seinen Geist auch eine ewig bleibende Liebe für ihn entwickeln, und wenn das der Fall ist,

[41:04] entwickeln. Und wenn das der Fall ist, wenn unsere Liebe zu ihm so beständig ist wie seine Liebe zu uns, dann gibt es keinen Grund, uns nicht in den Himmel zu nehmen. Das ist der größte Wunsch von Gott.

[41:23] Und deswegen ist das Thema der Liebe Gottes auf der einen Seite der allererste Urgrund, das allereinfachste und gleichzeitig auch das große Abschlussziel. Man kann kein tieferes Thema, kein für die Endzeit relevanteres Thema studieren als die Frage, das Thema von der Liebe Gottes.

[41:44] „Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“ Je mehr wir zu Gott kommen, je mehr wir mit Gott in Verbindung sind, desto heller leuchten wir.

[41:56] Wir haben das gesehen beim Luzifer, bevor er gefallen ist. Je näher er am Thron Gottes war, je näher er mit dem Gesetz Gottes verbunden war, je näher er den Charakter Gottes, der ewigen Liebe, studiert hat, desto mehr hat er geleuchtet.

[42:08] Als er sich davon getrennt hat, wurde er zum Feind. Als er sich davon getrennt hat, wurde er zum Fürst der Finsternis.

[42:13] Je mehr wir uns mit Gott beschäftigen, desto mehr werden wir leuchten. Jesus sagte: „Ich bin das Licht der Welt“, und dann sagt er zu den Jüngern: „Ihr seid das Licht der Welt.“

[42:21] Und so werden wir die Aufgabe haben, bis ans Ende die Erde immer mehr zu erleuchten. Die Bibel sagt: „Die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“

[42:31] Und dreimal dürfen Sie raten, wem das nicht gefällt. Und so wie der Satan Adam und Eva attackiert hat, und so wie er das Volk Israel in der Wüste und dann das Volk Israel im Alten Testament attackiert hat, so wie die neutestamentliche Gemeinde attackiert hat, so attackiert er auch am Ende Gottes Volk.

[42:49] Er attackiert Gottes Volk nicht einfach, weil sie mehr wissen. Er attackiert Gottes Volk nicht, weil sie die klügsten sind. Er attackiert dann Gottes Gemeinde, wenn sich darin die ewig bleibende Liebe Gottes wirklich manifestiert. Das will er verhindern.

[43:06] „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“

[43:17] Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, das heißt mit Jesus selbst in der Form seiner Gemeinde. Und das Lamm wird sie besiegen, denn es ist der Herr der Herren, der König der Könige.

[43:31] Wenn die Menschen, die Gott nachfolgen, in dieser Welt angegriffen, verfolgt, befehdet, mit Krieg bedroht werden, sozusagen, wird Jesus eingreifen und er wird sie zu sich holen.

[43:47] Alle, die zu ihm gehören wollen, die zu seinem Königreich gehören wollen, wenn das Königreich Gottes verkündigt worden ist und jeder sagen möchte: „Ich möchte Teil des Königreiches Gottes sein“, wenn jeder, der sein möchte, sich dafür entschieden hat, kommt Jesus wieder.

[44:00] Die Bibel sagt, er kommt mit den Wolken des Himmels. Jedes Auge wird ihn sehen. Wir werden nicht alle Texte lesen, die es dazu gibt, aber sie sagt, er wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen.

[44:11] Die Toten in Christus werden zuerst auferstehen, und dann werden wir, die wir übrig bleiben, entrückt werden. Wir werden verwandelt werden, entrückt werden und bei ihm bleiben und bei ihm sein. Genau das, was Jesus sich gewünscht hat, was sein Gebetsanliegen von Anfang an gewesen ist.

[44:26] Und dann sagt die Bibel, wenn wir 1000 Jahre lang im Himmel bei Jesus, 1000 Jahre mit ihm regieren als Mitkönige und als Mitpriester, dann werden alle, die sich für Jesus entschieden haben, leben.

[44:46] Die, die damals bei der Wiederkunft dann lebendig gewesen sind, und alle, die tot gewesen sind, sind alle auferstanden. Alle, die sich jemals für Jesus entschieden haben, werden alle lebendig sein.

[44:56] Währenddessen wird auf der Erde der Satan sein und alle, die sich für ihn entschieden haben, und zwar alle tot.

[45:10] Die Bibel sagt: „Die Erde war wüst und leer.“ Vielleicht erinnern Sie sich ganz am Anfang, das Licht war verschwunden, also Finsternis. „Ich schaute die Berge an, doch siehe, sie erbebten und alle Hügel schwankten. Ich schaute, und siehe da, war kein Mensch mehr, und alle Vögel des Himmels waren verschwunden.“

[45:25] Und in diesem Moment, das ganze Universum verstehen: Alle Menschen, die Jesu Liebe gefolgt sind, leben, und alle Menschen, die Jesu Liebe abgelehnt haben, die im Reich des Satans sind, sind tot, weil der Satan kann ihnen kein Leben geben.

[45:44] Das war tatsächlich buchstäblich eine Entscheidung zwischen Leben und Tod. Wir alle können uns entscheiden, wollen wir bei Gott sein oder nicht. Wir müssen nicht, wir müssen nur wissen, dass, wenn wir uns gegen Gott entscheiden, es niemand anderen gibt, der uns Leben gibt oder uns am Leben erhalten kann.

[46:02] Wenn du leben möchtest, entscheide dich für den, der Leben geben kann. Entscheide dich für den, der schöpferische Kraft hat, der Leben erhalten kann. Alle, die Jesus folgen, werden leben. Alle, die Satan gefolgt sind, sind tot.

[46:14] Satan ist dann buchstäblich ein König über Tote und Jesus ein König über Lebendige.

[46:22] Der Satan, die alte Schlange, wurde in den Abgrund geworfen 1000 Jahre lang, während die Gläubigen im Himmel sind. Und wir werden nicht alle Details heute hier anschauen, das nur so ein bisschen, um das zum Ziel zu führen und zum Punkt zu bringen.

[46:34] 1000 Jahre lang ist der Satan alleine auf der Erde, und 1000 Jahre lang wird er sehen, wie sein Reich aussieht: ohne Ordnung, ohne Struktur, ohne Fülle, ohne Licht, ohne Leben. Denn all das sind Eigenschaften, die von Gott kommen.

[46:52] Indem er sich von Gott getrennt hat, hat er all das verloren. Aber es gibt noch einen Grund, und der ist sehr interessant.

[47:00] Erinnern wir uns ganz am Anfang: Alles war ja dadurch entstanden, dass der Luzifer sich überlegt hat: „Warum darf ich nicht dabei sein, wenn Gott jetzt was schaffen möchte? Ich möchte auch was schaffen, ich möchte auch so sein wie Gott der Vater und Gott der Sohn. Ich bin auch so toll, ich bin auch so herrlich, ich bin auch so groß, ich bin auch so wunderschön, so klug. Warum kann ich nicht auch etwas schaffen? Warum kann ich nicht auch angebetet werden?“

[47:20] Denn alle, die etwas schaffen, die schöpferische Kraft haben, die sagen: „Es werde Licht“, und es wird Licht, die werden angebetet. Das würde ich auch gerne.

[47:29] Gott hat in all diesen tausenden Jahren der Menschheitsgeschichte eine Anklage Satans nach der anderen widerlegt. Satan hatte behauptet: „Gott ist ungerecht“, und Gott hat seine Gerechtigkeit gezeigt.

[47:41] Satan hatte gesagt: „Gott ist hochmütig und stolz“, und Gott hat seine Demut und seine Selbstaufopferung bewiesen.

[47:48] Es bleibt noch ein einziger Punkt zu widerlegen: Satan hatte behauptet, er könne auch etwas schaffen. Und was Gott jetzt macht, ist wirklich spektakulär.

[47:58] Er nimmt alle seine Leute von der Erde, nimmt sie zu sich und lässt dem Satan alle, die ihm übrig bleiben, alle, die jetzt tot sind, und versetzt die Erde quasi wieder in den Zustand, wie sie war, bevor Gott gesagt hat: „Es werde Licht.“

[48:12] Ja, wie lange hat Gott gebraucht, um aus diesem dunklen, finsteren Tohuwabohu eine wunderschöne, paradiesische Welt zu machen? Sechs Tage, oder halt sieben, wenn man den Sabbat dazuzählt, nicht sechs, sieben Tage.

[48:24] Und jetzt sagt er quasi dem Satan: „Und jetzt, jetzt bist du dran. Your turn. Zeig, was du kannst. Hier ist die Erde, wie ich sie vorgefunden habe. Ich habe sechs Tage gebraucht. Jetzt bist du dran.“

[48:38] Er gibt ihm nicht sechs Tage, nicht sechs Wochen, nicht sechs Jahre, nicht 60 Jahre, sondern 1000 Jahre.

[48:51] 1000 Jahre. Und ich stell mir vor, in meiner Vorstellung – es steht nicht in der Bibel, aber es ist meiner Vorstellung –, wie der Satan vielleicht wirklich sich irgendwann dann aus der Verzweiflung irgendwo hinkniet, den Staub zusammenformt, ein Häschen formt und sagt: „Es werde Häschen!“ Fällt alles wieder auseinander.

[49:10] Wie vielleicht irgendwie in diesen Ruinen dieser apokalyptischen Welt sagt: „Es werde Licht!“, und trotzdem bleibt es so finster, dass er kaum seine Hand sehen kann.

[49:22] Und irgendwann wird es auch dem letzten seiner Engel aufgehen: „Der hat uns belogen, der kann das gar nicht, er kann nichts schaffen. Gott hatte von Anfang an recht. Gott hat ihm nichts vorenthalten. Er hat ihm alles gegeben, was er einem Geschöpf geben konnte. Gott hat ihn nicht zurückgestellt, als er gesagt hat: ‚Du kannst nicht mit uns mitschaffen.‘“

[49:54] Und Gott gibt ihm 1000 Jahre Zeit, damit niemand irgendwann sagen könnte: „Na ja, aber hättest du ihm 10 Jahre mehr gegeben, vielleicht hätte er es ja noch hingekriegt.“ Ja, nach 1000 Jahren ist vollkommen klar: Dieser Satan ist zu nichts in der Lage von dem, was er behauptet hat.

[50:07] Er war von Anfang an ein Lügner, war von Anfang an ein Mörder. Er hat alles falsch gemacht. Gott hat alles richtig gemacht.

[50:13] Und dann, wenn auch der letzte Anhänger Satans, der letzte Dämon, gesagt hat: „Das stimmt ja alles gar nicht“, und wenn sozusagen der Satan selbst sich in den Spiegel sehen muss und sagen muss: „Ich kann das gar nicht“, dann ist das eine gute und eine traurige Nachricht.

[50:32] Eine gute Nachricht in dem Sinne, dass es jetzt zu Ende gehen kann. Eine traurige, weil deutlich wurde, es hätte nie anfangen müssen. All die Sünde war alles umsonst. Es war völlig nutzlos. Es hatte keinen Grund.

[50:52] Und dann, nach den 1000 Jahren, wird Gott seine eigene Hauptstadt, das, was die Bibel das Neue Jerusalem nennt, vom Himmel auf die Erde bringen.

[51:02] Wir haben gesehen, wie Gott den Garten Eden auf die Erde brachte, nicht wahr, bei Adam und Eva. Wir haben gesehen, wie Gott beim Volk Israel sein Heiligtum hat bauen lassen, um so seine Wohnung auf die Erde zu bringen. Wir haben gesehen, wie Jesus auf die Erde kam als Mensch, wie Gott Mensch wurde und damit den Himmel auf die Erde brachte.

[51:26] Man kann die Bibel eigentlich lesen wie ein mehrteiliges Drama, in dem Gott ständig den Himmel auf die Erde bringt. Und ganz am Ende bringt er dann in einem physischen Sinne wirklich die Zentrale des Himmels auf die Erde, und zwar für immer, für alle Ewigkeit, denn seine Liebe bleibt.

[51:49] Wenn dieses Neue Jerusalem auf die Erde kommt, heißt es hier: „Sie kam zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.“

[51:57] Und wenn Sie das vielleicht früher mal gelesen haben, war es ein interessantes, poetisches Bild. Aber wenn Sie heute ein bisschen zugehört haben, dann merken Sie, das ist das große Thema, das sich durchzieht, nicht wahr? Von Anfang an. Es ist immer ein Eheversprechen, es ist immer eine Bindung, es ist immer ein Heiratsantrag. Es ist immer der Wunsch.

[52:14] Dieses Bild von der Ehe, von der Verbindung, von der Liebe, von der Freundschaft zieht sich durch die Bibel bis ganz ans Ende. Selbst das, was auf der neuen Erde sein wird, ist immer in diesen Begriffen der Liebe, der Freundschaft, des Bleibens zusammen ausgedrückt: „Wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.“

[52:32] Und dann, nachdem schon die Gläubigen bei der Wiederkunft auferstanden sind, werden dann nach den 1000 Jahren alle, die nicht gerettet sein werden, die sich gegen Gott und seine Liebe entschieden haben, auferstehen zum Gericht.

[52:46] Satan wird sie ein letztes Mal versammeln zum Kampf. Und dann wird Gott vor dem gesamten Universum noch einmal den gesamten Plan der Erlösung präsentieren.

[53:02] Dann wird der Moment sein, auf den Gott seit Jahrtausenden gewartet hat. Zu diesem Zeitpunkt ist der einzige Zeitpunkt in der gesamten Geschichte des Universums, zu dem zum ersten und zum einzigen Mal alle jemals existierenden intelligenten Wesen gleichzeitig lebendig sind.

[53:20] Alle, die jemals gegen Gott rebelliert haben, alle, die jemals mit Gott zusammengearbeitet haben, alle sind gleichzeitig am selben Ort, zur selben Zeit. Und Gott wird ihnen noch einmal alles zeigen, was er im großen Kampf getan hat.

[53:40] Und dann sagt die Bibel, und dann, wenn deutlich wird, dass der Gott, der auf dem Thron sitzt – „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ –, derselbe ist, der am Kreuz von Golgatha bereit war, auf alles zu verzichten, damit du und ich einmal ewiges Leben haben können, wird jeder sagen:

[53:58] „Es gibt keinen Grund zu behaupten, dass er diktatorisch ist. Es gibt keinen Grund zu behaupten, dass er sich selbst erhöht. Es gibt keinen Grund, ihm irgendetwas vorzuwerfen. Er ist wirklich der beste König, den man sich vorstellen kann.“

[54:08] Dann heißt es: „Damit in dem Namen Jesus sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist.“

[54:24] Sogar der Satan, ohne Gott zu lieben, wird anerkennen, dass er alles verkehrt gemacht hat und dass Jesus alles richtig gemacht hat. Er wird sich beugen.

[54:35] Ich weiß nicht, ob er sich dann daran erinnern wird, wie er früher einmal ganz am Anfang, als seine ersten Zweifel kamen, sich auch gebeugt hat, Gott gelobt hat und drüber nachgedacht hat: „Ist Gott wirklich die Liebe? Ist das nicht?“ als seine ersten Kämpfe begannen und er die Möglichkeit gehabt hätte, einfach Gott zu glauben, einfach ihm zu glauben, dass es so ist, wie Gott sagt.

[55:00] Und vielleicht wird ihm dann aufgehen: „Wenn ich ihm geglaubt hätte, dann wäre das alles nicht passiert. Es wäre alles nicht passiert.“

[55:14] Jetzt ist alles klar, jetzt kann man nicht mehr daran glauben, jetzt ist es offenbar. Und sein Herz lässt sich nicht mehr verändern.

[55:26] Diesen Vers haben wir öfter gelesen: „Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz.“ Wir haben gesehen, die Liebe ist eine Feuerglut, eine Flamme des Herrn. Gott ist ein verzehrendes Feuer. Er liebt den Sünder, er hasst die Sünde. Sein Feuer vernichtet die Sünde.

[55:44] Und wenn Menschen für immer sich gegen Gott entschieden haben und sich für immer mit der Sünde verbunden haben und auch eingestehen, dass Gott Recht hat, dass ihre Sünde eigentlich falsch ist, aber sie nicht loslassen wollen, dann wird Gott die Sünde samt diesen Sündern, die sich mit der Sünde verbunden haben, für immer vernichten.

[56:11] „Es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzehrte sie.“

[56:19] Und dann sagt die Bibel, wenn Tod und Teufel und Sünde vernichtet sind, schafft Gott eine neue Erde.

[56:30] „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr.“

[56:43] Gottes Liebe bleibt. Alles, was Sie in der Bibel sonst noch lesen können, basiert eigentlich auf dieser Kernidee von Anfang bis zum Ende. Jede biblische Lehre, jede biblische Prophetie hat das zum Kern und entfaltet verschiedene Aspekte, verschiedene Gedanken davon.

[57:01] Und wenn wir einmal für alle Ewigkeiten bei ihm sein werden, dann heißt es: „Das Zelt Gottes wird bei ihnen sein. Er wird ihr Gott sein, sie werden sein Volk sein. Er wird ihre Tränen abwischen.“

[57:12] Für alle Ewigkeiten werden wir bei ihm sein. Ich freue mich schon darauf. Du dich auch? Ist auch dein Wunsch, für immer bei Gott zu sein?

[57:26] Ich möchte heute mein Leben Jesus geben. Ich möchte heute mit ihm zusammen durch den Alltag gehen, sodass mein Leben heute schon davon Zeugnis gibt, dass ich mir so sehr wünsche, einmal die ganze Ewigkeit mit ihm zu verbringen.

[57:45] Gibt es heute zum Abschluss dieses letzten Vortrages noch jemand, der sagt: „Ich freue mich auf die Ewigkeit, ich kann es gar nicht erwarten, einmal für immer bei meinem Jesus zu sein, in alle Fragen zu fragen, die ich habe, von ihm zu lernen und mit ihm Zeit zu verbringen“?

[58:06] Gibt es jemand, der sagt: „Ich möchte mich auch vorbereiten auf diese Zeit, ich möchte auf die Wiederkunft Jesu mich vorbereiten, ich möchte einmal für immer bei ihm sein“?

[58:14] Wollen wir gemeinsam aufstehen und mit einem Gebet enden?

[58:27] Lieber Vater im Himmel, wir möchten Dir von ganzem Herzen Dank sagen. Danke, dass Du uns lieb hast und dass wir sehen können, wie das Thema Deiner Liebe durch die gesamte Bibel sich hindurch zu finden ist.

[58:44] Wir danken Dir, dass Du heute zu unseren Herzen gesprochen hast. Herr, wir haben viele Gedanken durchdacht, und wir werden uns vielleicht nicht alles merken können. Aber wir können uns heute merken, dass Du uns mehr lieb hast als Dich selbst und dass Du Dir wünschst, dass wir Dich auch lieb haben.

[59:06] Herr, das können wir nicht erzeugen, aber je mehr wir Dich anschauen, je mehr wir Zeit mit Dir verbringen, desto größer wird unsere Liebe zu Dir werden. Durch Anschauen, sagt die Bibel, werden wir verwandelt. Und das bitten wir Dich, dass Du uns auch mit Deinem Heiligen Geist erfüllst, so wie es die Bibel sagt, dass Deine Liebe in unser Herz gegossen wird.

[59:31] Herr, wir freuen uns auf den Tag, wenn Du uns zu Dir holst, freuen uns auf den Tag, sogar wenn einmal alle Sünde aus diesem Universum hinweggenommen wird und dann nur noch Friede und Harmonie und Glückseligkeit regieren werden, so wie es von Anfang an eigentlich gewesen ist.

[59:50] Herr, bereite uns darauf heute vor und lass uns für alle anderen Menschen ein Brief sein, ein Brief über Deine Liebe, die bleibt. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt als Hohepriester für uns eintritt, damit wir heute von hier gehen können in der Gewissheit, mit Dir im neuen Bund zu leben, im ewigen Bund, den Du gefestigt hast.


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