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In dieser Predigt wird die Idee der „Schule Gottes“ beleuchtet, die weit über das menschliche Schulsystem hinausgeht. Von der ersten Einschulung Adams im Garten Eden bis hin zur himmlischen Schule wird aufgezeigt, dass Bildung ein lebenslanger Prozess ist, der uns näher zu Gott führen soll. Der Sprecher ermutigt die Zuhörer, sich selbst als Schüler Jesu zu sehen und aktiv nach Wissen und Weisheit zu suchen, sowohl im Studium der Heiligen Schrift als auch in der Betrachtung der Schöpfung.


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Serie: „Alle, die ich lieb habe, ... erziehe ich."

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Transkript

[0:00] Ich will ein Sonnenstrahl sein. Du auch? Hast du heute schon drüber nachgedacht, warum die Sonne scheint? Hast du heute schon drüber nachgedacht, warum eigentlich das Gras grün ist und nicht dunkelbraun? Hast du heute schon drüber nachgedacht, warum dein Herz schlägt und deine Lungen sich füllen mit Sauerstoff, ohne dass du eigentlich fühlend darüber nachdenkst? Hast du schon drüber nachgedacht, dass du gerade meinen Gedanken folgen kannst und den Sinn der Worte verstehst? Also vorausgesetzt, sie machen Sinn, nicht wahr? Das ist eigentlich der Grund, warum wir Sabbat haben, oder? Sabbat ist dazu da, darüber nachzudenken, dass Gott uns geschaffen hat. Das war der erste Grund des Sabbats, oder? Nicht, weil wir so überarbeitet sind, dass Gott uns einen Ruhetag geben musste.

[1:14] Der Sabbat ist dazu da, dass wir über die einfachsten Dinge des Lebens nachdenken und erkennen, es ist Gott. Ist euch aufgefallen, dass heute die Sonne aufging, oder war das selbstverständlich für euch? Ich glaube, wir sollten jeden Sabbat-Tag Zeit dafür nehmen, darüber nachzudenken, dass Gott mein Schöpfer ist und dass in all dem, was wir sehen, Gottes Wesen und Charakter eigentlich sichtbar ist, wenn wir nur mal uns Zeit nehmen, darüber nachzudenken. Und wisst ihr, wie all die Dinge gekommen sind, die wir so sehen? Der Sonnenstrahl, der heute unser Herz erfüllt und die Wolken und das Blaue des Himmels und dass dein Herz schlägt. Die Bibel sagt, all das ist entstanden durch das Wort Gottes, denn er sprach und es geschah, er gebot und es stand da. Und deswegen lesen wir am Sabbat besonders gerne in der Bibel, nicht weil es unsere religiöse Pflicht ist, am Sabbat die Bibel zu lesen, sondern weil der Sabbat als Zeichen der Schöpfung ein hervorragender Tag ist, über das Wort Gottes, das mich geschaffen hat und dich geschaffen hat und all das geschaffen hat, was um uns herum ist, weil dieses Wort Gottes in unseren Händen ist.

[2:56] Ich möchte mit euch heute das Wort Gottes studieren und bevor wir beginnen, möchte ich einladen, wo es möglich ist, dass wir für ein Anfangsgebet niederknien. Lieber Vater im Himmel, der du der Schöpfer dieses Universums bist, der du die größten Geheimnisse kennst, der du dem Tag und der Nacht gebietest, dem Meer, der du alle Tiere geschaffen hast, der du Stunde für Stunde, Sekunde für Sekunde unseren Körper am Leben erhältst. Wir haben gerade gesungen, wenn ich die Welt betrachte, aber so ehrlich müssen wir sein, dass wir das oft singen und gar nicht wirklich über die Welt nachdenken. Herr, wir kommen heute zu dir, weil Sabbat ist und weil du diesen Tag geschaffen hast, um uns daran zu erinnern, dass du alles gemacht hast und dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass sich unsere Zunge bewegt und unser Ohr hört, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass unsere Blutzellen uns gerade am Leben erhalten. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Sonne, Mond und Sterne die Erde ihren Lauf so gehen, wie du es festgesetzt hast. Herr, wir kommen zu dir heute an diesem Sabbat-Tag, um uns daran zu erinnern, dass du unser Schöpfer und Neuschöpfer bist und wir aus deinem schöpfungsmächtigen Wort etwas lernen wollen. Du hast gesagt, es werde Licht und es wurde Licht und so wollen wir dein Wort jetzt aufschlagen in dem Bewusstsein, dass wenn unsere Herzen bereit sind, dein Wort Licht in uns hinein spricht und wir etwas lernen, was unser ganzes Leben verändern wird. So bitten wir dich, dass du jetzt zu uns sprichst, dass der Heilige Geist, der am ersten Tag der Schöpfung, selbst im Finstern und Dunkeln und Chaos anwesend war, dass er heute hier anwesend ist und uns vorbereitet, uns ermahnt, uns tröstet und stärkt, damit wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. All das bitten wir im Namen unseres Erlösers und Schöpfers, Jesus Christus. Amen.

[5:55] Schlagt mit mir eure Bibel auf zu 1. Mose 2. 1. Mose 2 und wir lesen Vers 8. 1. Mose 2, Vers 8. Und Gott, der Herr, pflanzte einen Garten in Eden im Osten und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte. Der Text, den wir gerade gelesen haben, beschreibt die erste Einschulung, die jemals auf diesem Planeten stattgefunden hat. Ich weiß nicht, woran du denkst, wenn das Wort Einschulung fällt. An kleine Knirpse mit großen Zuckertüten, wo man sich immer fragt, werden sie gleich zusammenbrechen unter der Last dieser großen Zuckertüte. Sind Einschulungen für dich eine Gelegenheit, sich zurück zu erinnern, wie das war vor 10, 30, 60 Jahren? Eine Gelegenheit, einfach sich zurückzulehnen und sagen, ach, wie süß, die Kleinkinder. Vielleicht noch hinterher dem kleinen Schulanfänger die Hand zu schütteln und zu sagen, jetzt fängt der Ernst des Lebens an. Wobei wir alle wissen, so ernst ist es in der ersten Klasse noch nicht. Woran denkst du beim Wort Einschulung?

[7:55] Hier haben wir die erste Einschulung, die jemals passierte. Und Gott, der Herr pflanzte einen Garten in Eden im Osten und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte. Dieser Mensch war kein Knirps und ich verrate euch, er hatte keine Schultüte. Er war mehr als vier Meter groß. Und man würde sich fragen, der soll noch eingeschult werden? Von einer Kraft und Schönheit, das uns Ellen White sagt, der menschliche Körper war 20-fach mehr mit Lebenskraft ausgestattet, dass es 2.000 Jahre kontinuierliche Sünde baute, bis endlich sich wirklich merkbare Krankheiten einstellten. So ein Riese mit ungeheurer Lebenskraft wurde eingeschult und dann denkt mal an sein Gehirn. Als Adam starb, weiß jemand, wie alt Adam war, als er starb? Über 800, das ist gut. Weiß jemand noch genauer? 930, sehr gut. Da wird uns gesagt, dass er am Ende seines Lebens sich noch an alles erinnern konnte, nicht nur was er erlebt hatte, sondern an jedes Wort, das er gesprochen hatte und das zu ihm gesagt worden ist. Ich meine, ich weiß manchmal nicht mehr, was ich gestern gegessen habe und manchmal bin ich mir ganz sicher, dass ich das und das und das gesagt habe, aber das habe ich gar nicht gesagt, oder? Ist es auch schon mal so gegangen? Hier war ein Mann und das war übrigens nach dem Sündenfall, hat er noch solche Gehirnkraft gehabt. Ich weiß, liebe Eltern, deren Kinder heute eingeschult werden, wenn euer Kind, das heute sechs Jahre alt ist, sich an jedes Wort erinnern könnte, was es im letzten Jahr gesagt hat und gehört hat, würdet ihr nicht zu der Direktorin gehen und sagen, mein Kind kann zwei Klassen überspringen? So klug wie es ist. Hier war ein Mann, vier Meter groß, stark wie nie ein Mensch danach und intelligent wie nie ein Mensch danach und er kam in die Schule.

[10:06] Dieser Vers beschreibt nicht ein Examen, nicht eine Abschlussprüfung, sondern eine Einschulung. Ihr Lieben, wenn Adam eine Schule benötigte, sündlos, mit einem Gehirn, wie sich kein Mensch von uns vorstellen kann, dann brauchen wir auch eine. Der Garten Eden, so sagt uns Ellen White, war der Schulraum. Die Natur war das Unterrichtsbuch und der Schöpfer war der Lehrer. Lasst uns ein bisschen etwas lernen über diese Schule, in die Adam eingeschult worden ist. Schaut mal mit mir in Lukas Kapitel 3. Lukas Kapitel 3 und dort Vers 38.

[11:16] In Lukas 3, am Ende des Kapitels finden wir ein Geschlechtsregister, wo beschrieben wird, dass ein Mensch der Sohn des Nächsten war, der Sohn des Nächsten, der Sohn des Nächsten und die Liste geht los aus der Familie Jesu bis hin über die Könige und die Patriarchen und dann kommen wir in Vers 38, des Enosch, des Zed, des Adam Gottes. Die Idee in diesem Vers ist, dass Enosch war der Sohn von Zed und Zed war der Sohn von Adam und Adam war der Sohn von Gott. Jetzt wenn Adam der Sohn von Gott war, dann war Gott sein Vater. Wer war sein Lehrer? Eden war eine Heimschule. Habt ihr noch nie so gesehen, oder?

[12:14] Eden war eine Heimschule. Adam hatte Unterricht bei seinem Vater. Lasst uns mehr lernen über diese Schule. In Erste Mose 2, Vers 16 und 17. Erste Mose 2, Vers 16 und 17. Was sollte es zu lernen geben? Es gab nicht nur Hafenunterricht im Paradies. Erste Mose 2, Vers 16 und 17. Die Bibel sagt uns, Gott, der Herr, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon isst, musst du gewisslich sterben. Der Vers sagt uns, es gab eine Erkenntnis, die sollte nicht gelernt werden. Im Garten Eden wurde nicht alles gelehrt. Es gab eine Kenntnis, die Gott dem Adam ersparen wollte. Die Kenntnis von Leid und Trauer und Elend und Sünde. Er wollte nicht, dass Adam überhaupt davon erfährt, aber alles andere. Wie viele Bäume der Kenntnis gab es da? Einen. Alles andere war da zu ihrer Erkundung. Gab es da geistigen Unterricht? Meint ihr, Adam und Eva hatten etwas geistiges zu lernen? Welche Unterrichtsfächer schlagt ihr vor? Welche Unterrichtsfächer könnt ihr denken, die im Garten Eden unterrichtet worden wären?

[13:55] Fürsorge. Okay, da kommen wir gleich noch zu. Erstmal so an geistigen Fächern. Wir haben geistige, geistliche und noch ein anderes Fach. Geistige Fächer. Was haben die so gelernt? Was hätten die lernen sollen? Ja, natürlich. Sie hätten vielleicht auch Gärtnerei gelernt. Ja, natürlich, selbstverständlich. Aber geistig, mit ihrem Intellekt. Was hätte Gott mit ihrem Intellekt gemacht? Was hätten sie lernen sollen? Mathe zum Beispiel, oder? Hätten sie Mathe gelernt? Sie hätten zählen können und rechnen können, die größten Geheimnisse der Zahlen erforschen können, von denen bis heute niemand weiß, wie sie eigentlich funktionieren. Was noch? Hätten sie Astronomie gehabt? Hätten sie lernen können, wie Gott das Universum geschaffen hat, wie die Sterne funktionieren? Hätten sie Biologie gehabt? Musste nicht Adam die Tiere beobachten und sehen, wie sie sich verhalten? Musste er nicht verstehen, wie die Tiere funktionieren, welche ihre Lebensgewohnheiten sind? Hätten sie Geschichte gehabt? Ellen White sagt uns, die Engel kamen und unterrichteten sie über die Geschichte. Leider nicht die Weltgeschichte, also nicht die Weltgeschichte, da gab es ja noch nicht viel, nicht wahr? Sondern die Universumsgeschichte. In jedem einzelnen Wissenszweig sollten Adam und Eva sich weiterentwickeln. Aber nicht nur das. Eden war nicht nur eine intellektuelle Schule. Schaut mal in Vers 15, 1. Mose 2 und dort Vers 15. Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.

[15:28] In dieser Schule sollte nicht nur gelernt werden, nicht nur intellektuell mit dem Kopf gearbeitet werden, in dieser Schule sollte mit den Händen gearbeitet werden. In unserem Schulsystem sind die Arbeit und das Denken irgendwie voneinander getrennt. Aber im Gottesschulsystem sollte der Mensch sich allumfassend bilden. Alle seine Organe, sein Denken, seine Muskelkraft, alles sollte harmonisch ausgebildet werden. Aber dann gab es eine wichtigste Erkenntnis. Wichtiger noch als die Mathematik und als die Astronomie der Sterne. Wichtiger als die Zellbiologie, die sie vielleicht auch gelernt hatten. Es war die Erkenntnis Gottes. Schaut mal mit mir in Römer, Kapitel 2. In Römer 1 und dort Vers 19.

[16:33] Römer 1 und dort Vers 19 und 20. Weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat, denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. Adam und Eva sollten die Natur nicht nur betrachten, um zu wissen, jetzt weiß ich, wie der Fortpflanzungszyklus des Leoparden funktioniert. Sie sollten die Natur nicht nur betrachten, um zu wissen, ich erkenne die Umlaufbahn des Mondes. Adam hätte sie bestimmt sogar im Kopf berechnen können. Sondern in der Beobachtung des Leoparden und in der Beobachtung des Mondes und in der Beobachtung ihres eigenen Lebens sollten sie etwas erkennen, was auf jedem Leoparden und auf dem Mond, auf jedem Grashalm geschrieben ist, nämlich wie Gott ist.

[17:31] Wenn du draußen in die Natur gehst, denkst du nach? Ich meine, niemand von uns, gehe ich mal davon aus, zweifelt daran, dass Gott die Welt geschaffen hat. Wir schauen vielleicht so ein bisschen Nase rümpfen auf diejenigen, die denken, dass es per Zufall gekommen ist. Und wir gehen in die Natur und sagen, wir freuen uns an der Schöpfung Gottes. Und alles, was wir machen, ist, wir schauen uns die Natur an und denken, ach, wie schön, wie schön. Aber denkst du nach? Denn der Vers sagt, dass wir die Natur nicht einfach nur genießen sollen im Sinne, ach, wie schön ist diese Brise, ach, wie herrlich ist das nicht wahr, ach, das tut so gut den Augen. Wir sollen nachdenken. Der Vers sagt in Vers 20, denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen.

[18:29] Wer von euch war im Urlaub am Meer? War jemand am Meer im Urlaub? Macht man gerne, nicht wahr? Ist doch schön da. Oder geht man am Strand spazieren? Seid ihr am Strand spazieren gewesen? Okay. Was habt ihr dabei gedacht, als ihr das Wasser gesehen habt und den Sand? Ach, wie schön. So entspannend. Habt ihr jemals darüber nachgedacht, warum das Wasser da bleibt, wo es ist? Die Bibel spricht davon. Die Bibel sagt, dass Gott einen Befehl gegeben hat. Er hat eine Schranke gesetzt, damit die Wasser dort bleiben, wo sie sind. Und in der Bibel, in Jeremia zum Beispiel, sagt Gott, dass das ein Symbol ist für sein Gesetz Gottes, für das Gebot Gottes. Jedes Mal, wenn man am Strand spazieren geht und das Wasser so um die Füße sich wickelt, nicht wahr, und man dieses schöne Gefühl hat, nicht wahr, einzusinken, könnte man eigentlich nachdenken über das Gesetz Gottes. Und wir würden darüber nachdenken und sagen, ja, Moment mal, was passiert, wenn das Wasser diese Schranke übertritt? Was passiert, wenn aufgrund einer Sturmflut das Wasser diese Schranke übertritt? Gut oder schlecht? Überschwemmung, Katastrophe, Zerstörung. Wir würden sofort erkennen, warum Sünde schlecht ist. Wenn du an einen Baum gehst, einen Apfelbaum, nicht wahr, und du siehst den Apfel, das meiste, was wir denken ist, ach wie schön ein Apfel, nicht wahr, wir nehmen ihn und essen ihn. Hast du mal darüber nachgedacht, über das, was Jesus sagt, dass an der Frucht der Baum erkannt wird? Was ich sagen will, wir sind umgeben von Lektionen über die Liebe Gottes und wir merken sie gar nicht.

[20:20] Ist euch heute aufgefallen, dass es Tag wurde? Wer von euch ist gestern Abend ins Bett gegangen und hat sich gefragt, ich bin mir nicht ganz sicher, wird morgen die Sonne wieder aufgehen? Oder seid ihr selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Sonne wieder aufgeht, dass es wieder Tag wird? Oder habt ihr irgendwelche Bedenken gehabt? Die Bibel sagt uns, Gott sei genauso sicher, wie mein Bund ist mit Tag und Nacht, ist mein Bund mit dem Volk Israel. Aber hier sind wir und fragen uns ständig, ist Gott noch mit mir? Meint er, was er sagt? Kann er mich wirklich darauf verlassen? Wird er mir vergeben? Und jeden Tag und jede Nacht gibt Gott uns durch das Aufgehen der Sonne einen Beweis dafür, dass sein Bund gilt. Das ist, glaube ich, ganz kurios für die Engel. Wir beten ständig her, offenbare dich uns, zeig uns endlich, ob du uns lieb hast und Gott umgibt uns mit der Natur, mit allen möglichen Dingen und sagt ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja und wir gehen da durch und alles, was uns einfällt, das ist ja schön und denken nicht nach. Das war das, was Adam und Eva als Unterricht hatten. Alles, was sie gesehen hatten, die kleinsten Banalitäten des Lebens waren voller Bedeutung. Um Gott kennenzulernen, muss ich nicht ständig Daniel 11 vor Augen haben. Es würde schon reichen, darüber nachzudenken, warum ist das Gras eigentlich grün und nicht dunkelbraun?

[21:52] Habt ihr darüber nachgedacht? Irgendwie sagt uns Gott, er hätte das Gras auch dunkelbraun machen können. Er hat es grün gemacht, weil er wusste, dass es unseren Augen gefällt, als Ausdruck seiner Freundlichkeit und seines Charakters. Also das nächste Mal, wenn du an der Wiese spazieren gehst und du denkst, hier ist ja nicht viel zu sehen außer Gras. Jedes einzelne Grashalm ist ein Hinweisschild. Gott liebt dich, Gott liebt dich. Übrigens interessant, dass es so viel Gras gibt. Adam und Eva waren umgeben von diesen Dingen. Darin bestand ihre Schule. Könnte es sein, dass wir auch noch ein wenig von solchem Schulunterricht gebrauchen könnten?

[22:42] Vielleicht habt ihr gedacht, die Schule ist aus, als ihr eure Prüfung gemacht habt. Ob Realschule, Abitur oder Hauptschule. Prüfung gemacht, seid fertig gewesen und wart dann froh. Nie wieder Schule, oder? Wem ist es von euch so gegangen? Nie wieder Schule. Ich habe interessante Nachrichten für euch. Schlagt mal bitte auf Hesekiel 28. Hesekiel 28, Vers 13 und 14. Wir wollen heute hier jetzt an dieser Stelle nicht über den Luzifer sprechen, das ist ein anderes Thema, sondern einen Punkt nur rausgreifen. Hesekiel 28, Vers 13 und 14. Wie geht es weiter? In Eden, im Garten Gottes warst du mit allerlei Edelsteinen, was du bedeckt, mit Sardes, Topas, Diamanten, Chrysolit, Onyx, Jaspis, Saphir, Türkis und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamborine und Flöten waren bei dir. Am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet. Du warst ein gesalbter Schützender, Cherub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. Das spricht vom Himmel. Könnt ihr das alle sehen? Ja oder nein? Ein Cherub ist ein Engel. Wo leben die Engel? Im Himmel. Das spricht vom Himmel und wie wird dieser Ort im Himmel genannt? Wie wird er genannt? Er wird genannt der Garten Gottes, der Eden. Das heißt, der Eden auf Erden, die Schule auf Erden war eine Kopie.

[24:07] Die war was? Eine Kopie von was? Vom Paradies im Himmel. Und wenn das Paradies auf Erden eine Schule war, jetzt könnt ihr nicht fehl gehen, dann war, dann ist der Himmel, oh oh, der Himmel ist eine Schule. Jeder, der sagt, ich möchte in den Himmel kommen, sagt, ich möchte in die Schule gehen. Ihr glaubt es mir nicht? Ellen White, Edmund Stone, Himmel, der Himmel ist eine Schule. Sein Studienfach, das Universum. Der Lehrer, der Unendliche. Ein Zweig dieser Schule wurde in Eden aufgebaut und wenn der Plan der Erlösung vervollständigt ist, wird die Ausbildung in der Edenschule wieder aufgenommen.

[25:03] Was? Man hat immer gedacht, wenn der Plan der Erlösung vorbei ist, dann sind wir angekommen. Dann haben wir das Examen, dann sind wir fertig. Nein ihr Lieben, dann geht es erst los. Der gesamte Erlösungsplan, so wichtig er ist und wie zentral er ist in unserem Denken, der gesamte Erlösungsplan ist nur ein Umweg. Gott begann mit der Ausbildung vom vier Meter hohen, brillanten Adam am ersten Schultag, nicht wahr? Und es ging eine Zeit lang gut und dann kam die Sünde. Dann musste Gott den gesamten Erlösungsplan zwischenschieben, inklusive Kreuz, Auferstehung, Wiederkunft, Millennium, Zerstörung der gottlosen, Wiederschaffung der Erde. Der Eden kommt zurück auf die Erde und dann geht es gerade da weiter, wo Adam stoppen musste. Da geht die Schule gerade erst los. Das erinnert mich an den Satz, den Ellen White im Buch Erziehung ganz an den Anfang stellt. Kennt ihr den Satz? Unsere Ideen von Erziehung und Ausbildung, Education ist so ein Begriff für alles, auch für Schulbildung, sind zu eng. Wir sind zu engstirnig. Gott hat einen viel größeren Plan.

[26:34] Du willst in den Himmel? Du kommst in eine Schule und um dort in der Schule überhaupt zu verstehen, was dort unterrichtet werden wird, sollten wir jetzt in dieser Zeit die Schule besuchen, die Gott jetzt für uns hat. Denn obwohl Adam sündigte und er nicht mehr den Kurs weiterbelegen konnte, den Gott für ihn vorgesehen hatte, musste er erstmal jetzt Nachhilfe bekommen, weil er es nicht verstanden hatte. Eigentlich ist der gesamte Erlösungsplan Nachhilfeunterricht, damit wir endlich befähigt werden, im Himmel das zu lernen, was wir eigentlich lernen sollten. Aber was ist, wenn man den Nachhilfeunterricht schwänzt? Was ist, wenn man im Nachhilfeunterricht nicht aufpasst, seine Hausaufgaben nicht macht? Dann wird man nicht zur Schule mehr zugelassen werden.

[27:32] Übrigens, im Alten Testament finden wir immer und immer wieder die Idee, dass Gott sein Volk erzieht. Ihr kennt vielleicht die Geschichte von Samuel, oder? Was hat Samuel getan, als er sah, dass das Volk Israel im Abfall war und die Richter das Problem nicht auf die Reihe kriegen konnten? Was war die Lösung, die Samuel sich ausdachte? Prophetenschulen an mehreren Orten. Diese Prophetenschulen waren sehr interessant, dort wurden verschiedene Dinge unterrichtet. Es gab Geschichtsunterricht, es gab Musikunterricht, es gab Poesieunterricht, aber am meisten wurde das Wort Gottes unterrichtet. Übrigens, wer wurde denn in die Prophetenschulen eingeschult? Sechsjährige? Siebenjährige? Nee, da wurden Leute eingeschult, die nach unserem Verständnis mit der Schule fertig waren. Jugendliche, ältere Jugendliche, junge Erwachsene, die lernen sollten, wie Gott in ihrem Leben wirken kann und was sie für Gott tun können. Es scheint fast so zu sein, dass wenn wir denken, Schule ist aus, dass es bei Gott erst richtig losgeht. Jetzt beginnt erst die Ausbildung.

[28:46] Übrigens, diese Prophetenschulen waren sehr wichtig, auch für David und für Salomo. Schaut mal mit mir in Psalm 119. Der David hat einige Prinzipien dieser Prophetenschulen gelernt, er war ja noch eine kurze Zeit bei Saul. Psalm 119, Vers 97 bis 100. Wie habe ich dein Gesetz so lieb? Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. Deine Gebote machen mich weiser als meine Feinde, denn sie sind ewiglich mein Teil. Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach.

[29:38] Liebe Geschwister, liebe Eltern, worauf kommt es an in der Ausbildung von Menschen? In dieser Welt wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass Menschen sich das merken können, was man ihnen vorgekaut hat. Daten, Formeln, alle möglichen Dinge. Nur wenig Menschen werden zum Selberdenken angeleitet, nur wenig Menschen werden dazu angeleitet, dass sie einmal klüger sein werden und weiser sein werden als ihre eigenen Lehrer. Es gibt nur einen Weg, das zu erreichen. Solange der Lehrer oder das Elternteil den Schüler oder das Kind nicht weiterführt als zu sich selbst, wird das Kind nicht weiter wachsen. Und was Gott sich von Anfang an gewünscht hat, seit den Tagen Adams ist eine Ausbildung nicht nur von sechsjährigen und neunjährigen, sondern von jedem Menschen, die das ganze Leben lang andauert und die direkt auf Jesus zielt.

[30:45] Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, lernst du von Jesus? Ist er dein Lehrer? Und nicke nicht einfach mit dem Kopf, weil es richtig ist mit dem Kopf zu nicken. Lernst du etwas? Hast du die Erfahrung gemacht in der letzten Woche, dass du Dinge gelernt hast, die dir vorher nicht klar waren? Denn wenn wir nicht in der Schule sind, dann können wir diese Erfahrung nicht machen, die von David hier berichtet wird.

[31:18] Gibt eine andere interessante Geschichte im Alten Testament. Stellt euch vor, Jesus kommt zu euch und sagt: In einer Woche oder in einem Monat, in einem Monat wirst du in den Himmel entrückt werden, so direkt Wolken des Himmels. Also du hast noch einen Monat auf dieser Erde zu leben, du wirst nicht sterben, sondern du wirst in einem Monat, wird ein Wagen kommen vom himmlischen Hof aus dem himmlischen Fuhrpark mit Feuer, der wird kommen und dich abholen. Sei bereit, die Uhrzeit nicht verpassen. Was würdest du in dem Monat noch machen, den du hast? Verwandte besuchen? Ihr kennt die Geschichte, oder? Ist jemand vom himmlischen Fuhrpark abgeholt worden in einem feurigen Wagen im Alten Testament? Wer war derjenige? Elia, Erste Könige 2. Was hat er gemacht, bevor er in den Himmel aufgefahren ist? Erste Könige 2. Erste Könige 2.

[32:23] Verzeihung, Zweite Könige 2, nicht Erste Könige 2. Zweite Könige 2 natürlich. Wir lesen noch ein paar Verse. Vers 2. Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe doch hier, der Herr hat mich nach Bethel gesandt. Elisa sprach: So wahr der Herr lebt, so wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht. So kamen sie hinab nach Bethel. Da gingen die Prophetensöhne, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und so weiter und so fort. Wer war in Bethel? Prophetensöhne. Prophetensöhne war ein Begriff für die Studenten der Prophetenschulen. Und was wir lernen hier ist, dass als Elia wusste, ich habe nur noch wenige Tage, wenige Wochen auf dieser Erde, was hat er besucht? Die Prophetenschulen von Gilgal und Bethel und Jericho, wenn ich mich nicht irre, ganz genau.

[33:19] So wichtig war für Elia die Schule, die Gott durch Samuel installiert hatte, dass das sein Letztes war, was er auf dieser Erde tat. Wie wichtig wäre es dir, dass es Schulen gibt, die von Gottes Geist geführt sind. Wäre es so hoch auf der Prioritätenliste, dass du noch die letzten Tage deines Lebens, die letzten Wochen deines Lebens danach sehen würdest, dass es ihnen gut geht. Könnt ihr sehen, dass die Prophetenschulen für Elia höchste Priorität hatten? Er wusste, meine letzten Worte, das Letzte, was ich noch tun kann, das soll für diese Prophetenschulen geschehen. Er hat sie besucht, um sicherzustellen, dass es ihnen gut geht, wollte nach dem Rechten sehen. Wie weit oben auf deiner Prioritätenliste ist das Thema Schule? Und damit meine ich eine adventistische Bekenntnisschule, aber nicht nur, sondern das Thema Schule, wie Gott das Thema Schule sieht. Schule für dich und Schule für die Kinder. Wie hoch in deiner Prioritätenliste ist das Thema Schule angesetzt? Wie viele Gebete steigen auf, dass eine Schule entsteht, die diesem Modell der Prophetenschulen entspricht?

[34:40] Lasst uns gehen zu Johannes Kapitel 1. Johannes Kapitel 1 Vers 37 bis 39. Johannes 1 Vers 37 und die beiden Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach. Als aber Jesus sich umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sprachen zu ihm: Rabbi, das heißt übersetzt, Lehrer, wo wohnst du? Er spricht zu ihnen: Kommt und seht. Sie kamen und sahen, wo er wohnte und sie blieben jenen Tag bei ihm. Es war um die zehnte Stunde.

[35:34] Der Text, den wir gerade gelesen haben, beschreibt eine Einschulung. Könnt ihr das sehen? Hier geht eine Einschulung los. Keine Zuckertüte, kein Schulranzen, aber eine der wichtigsten Einschulungsfeiern, die es jemals gegeben hat. Menschen entscheiden sich, Jesus als ihren Lehrer zu nehmen. Nicht einfach nur als Prediger. Es gab viele Menschen, die sich hingesetzt haben und gesagt haben, Jesus predige uns mal. Toll. Ganze Volksmengen saßen da und haben gesagt, was für eine tolle Predigt, die Bergpredigt, so erbaulich. Staunlich, wie der predigen kann. Und sie kamen auch alle, wenn es ihnen schlecht ging, wenn sie krank waren, standen sie alle aufgereiht, wollten sich alle heilen lassen. Aber nicht viele von ihnen haben gesagt, Jesus sei mein Lehrer. Wir folgen dir nach und wollen von dir lernen. Wie alt waren die bei dieser Einschulung? Sechs, sieben, acht und ein bisschen älter, oder?

[36:56] Ich glaube, ihr merkt schon meinen Punkt. Einschulung ist nicht nur für Sechsjährige. Es kann sein, dass du sogar ein Jünger des Johannes bist und die gegenwärtige Wahrheit kennst, liebst und ihr folgst. Denn Johannes hatte die gegenwärtigste Wahrheit oder eine prophetische Botschaft ernst und mit Vollmacht und gegen die Sünde und für den kommenden Messias, all das. Und sie waren mit Feuer Eifer dabei, aber sie waren noch keine Schüler von Jesus. Sie mussten sich einschulen lassen bei Jesus. Wie schwer war das? Was war denn die Schulgebühr? Wie hoch ist die Schulgebühr bei Jesus? Wie viel muss man bezahlen? Alles, also eigentlich nichts. Es kostet ein sündiges Herz, das man geben muss. Und wie kompliziert war der Anmeldevorgang? Wie viele Sekretärinnen mussten das bearbeiten? Jesus sagte, komm und sieh.

[38:01] Lieber Bruder, liebe Schwester, vielleicht bist du in diesem Sinne ein Jünger des Johannes. Du glaubst die Botschaft, du kennst die Botschaft, du kämpfst für die Botschaft, aber vielleicht ist Jesus nicht dein Lehrer, der dir Tag für Tag etwas beibringen möchte, indem du die Natur anschaust und nachdenkst, indem du sein Wort anschaust und nachdenkst, indem du dich für Dinge interessierst, die geistlich sind. Denn jeder, der lernen will, will ja mehr lernen, oder? Ganz ehrlich, nicht melden. Bist du zufrieden mit dem religiösen Wissen, das du hast, oder willst du mehr lernen, mehr aus Gottes Wort lernen, mehr über die Prophezeiungen lernen? Hier ist ein Tipp, sei immer dort, wo darüber gesprochen wird. Denn wenn man die Schule schwänzt, muss man sich nicht wundern, wenn es am Ende nur eine vier wird. Und wenn Gelegenheiten da sind, Gottes Wort kennenzulernen, zum Beispiel das Buch der Offenbarung oder die Evangelien, nutzt du die Gelegenheiten, das zu lernen, was du lernen könntest? Hast du ein Interesse an den Dingen, die Jesus betrifft?

[39:44] Wisst ihr, warum man das gut merken kann? Also jetzt im Gottesdienst hier, wo alle so schön angezogen sind und alle mit dem Kopf liegen, liegen wir auch mit dem Kopf. Das merkt man am allerbesten dann, wenn man ganz allein zu Hause ist, niemand da ist und man wenig Zeit hat und man sich jetzt entscheiden muss: Andacht oder Hobby? Andacht oder Fernseher? Andacht oder E-Mails? Andacht oder Essen? In Extremfällen, aber kommt fast nicht vor. Das ist der Lackmustest. Wie viel Interesse ich an ihm habe, denn wenn ich in die Schule gehe und habe kein Interesse, das ist euch auch so gegangen, oder? Habt ihr das mal erlebt, ihr seid in der Schule gewesen, habt kein Interesse gehabt? Mir ging das so, als ich nicht zuhörte. In der zwölften Klasse war, ich saß da und es hat mich überhaupt nicht interessiert. Ich hatte meine Partituren, ich wollte der Dirigent werden, ich war und das ging da rein und raus. Entsprechend habe ich nicht viel gelernt in manchen Fächern, bis heute bin ich in Biologie eine Niete. Der Punkt ist, wir können zwar da sein, wir können vielleicht sogar zu den Vorträgen kommen, wir können zur Evangelisation kommen, wir können sogar am Dienstagabend kommen, wir können alles möglich machen, aber wenn wir kein Interesse haben danach.

[40:49] Ich gebe nur ein Beispiel. Könntest du eine Bibelstunde über 1844 geben? Manche von uns, wir sind vielleicht schon seit zehn Jahren getauft, 15 Jahren, 30 Jahren getauft. Wäre es nicht an der Zeit, sich dafür zu interessieren, es selbst zu wissen? Bist du in der Schule? Interessierst du dich für alles, was irgendwie mit der Bibel zu tun hat? Interessierst du dich für alles, was mit der Schöpfung zu tun hat, mit Gott zu tun hat, mit deinem Leben, für die anderen Menschen? Denn ihr wisst ja, die Schule Gottes war nicht nur theoretisch, war nicht intellektuell, es war nicht nur 1844 im Kopf. Es ging darum, den Garten Eden zu bebauen, es ging darum, Frucht hervorzubringen, es war praktisch. Das Interesse an der Schule. Übrigens, heute ist Schultag, also so im geistlichen Sinne. Wir haben ein bisschen theoretischen Unterricht und dann haben wir praktischen Unterricht. Bist du in der Schule? Bist du da, wo du etwas lernen kannst oder bist du zufrieden mit dem, was du hast?

[41:50] Matthäus 4, Vers 19. Matthäus Kapitel 4 und dort Vers 19. Und er spricht zu ihnen: Folgt mir nach und ich will euch zu Menschenfischern machen. Jesus wollte ihnen nicht nur intellektuelle Erkenntnis geben, nicht nur, dass sie die Bibel besser verstehen, obwohl das wichtig war. Und wenn ihr es später im Neuen Testament lest, waren sie in der Lage, vollmächtig das Wort Gottes auszulegen, aber das hatte ein Ziel, das hatte einen Zweck. Schule ist immer dazu da, dass es praktisch wird.

[42:28] Ich habe vor kurzem bei Ellen White gelesen, dass Gott uns nur das Wissen gegeben hat, was für uns praktisch ist. Sie sagt, alles andere Wissen hat er uns vorenthalten, weil wir es eh nicht nutzen könnten. Gott wünscht praktisches Wissen. Bist du in der Schule?

[42:43] Matthäus 16, Vers 12. Auch in der Schule von Jesus gab es bestimmte Dinge, die man nicht lernen sollte. Schule bedeutet nicht, ich bin offen für alles, sondern Schule im Sinne Gottes bedeutet, ich bin offen für alles Gute, alles was von Gott kommt, alles was mit Gott zu tun hat, alles was ihn irgendwie erklärt, sei es zwischenmenschliche Beziehungen, bei denen ich etwas lernen kann, sei es das Wort Gottes, wo ich etwas lernen kann, sei es die Natur, wo ich etwas lernen kann, was immer mich näher zu Gott bringt, dafür habe ich Interesse. Aber es gibt Dinge, die nicht gut für mich sind. Matthäus 16, Vers 12, da sahen sie ein, dass er nicht gesagt hätte, sie sollten sich hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer. Es gibt falsche Lehren, es gibt falsche Ideen über Gott, es gibt falsche Konzepte und die sind gefährlich. Und ihr Lieben, was glaubt ihr, was ist gefährlicher? Die Lehre der Pharisäer, die den Kindern immer noch beigebracht hat, das Buch 5. Mose auswendig zu lernen oder die Lehre der Atheisten, die die Evolution unterrichten und Gender Mainstream. Jesus sagt uns, hütet euch vor der Lehre.

[44:06] Wäre es nicht an der Zeit, dass wir das ernst nehmen und sagen, wir wollen alles in unserer Macht Stehende tun, um uns selbst und unsere Kinder zu bewahren vor Lehren, die wie Sauerteig sie verderben. Denn wisst ihr, wie wir gesehen haben, in den allermeisten Fällen, wenn die Bibel von Schule redet, redet sie von erwachsenen Menschen, von Jugendlichen und Erwachsenen. Und lasst mich ganz deutlich reden, Gott hat kein Interesse an einer adventistischen Bekenntnisschule, wo die Kinder vier Jahre lang vor der Evolutionstheorie geschützt werden können, obwohl die noch gar nicht dran wären in vier Jahren, wenn alle Erwachsenen um sie herum in Gemeinde, Elternhaus und Lehrerschaft selbst keine Schüler sind. Denn dann lernen sie nur den Zank und den Streit und die Ungeistlichkeit, die schon sowieso geherrscht hat. Es müssen Schüler sein, die andere unterrichten.

[45:27] Das Projekt Schule beginnt nicht mit einem Haus und es beginnt nicht mit Geld oder mit den richtigen Lehrern, die den richtigen Abschluss haben. Es beginnt mit der Einstellung, ich bin Schüler und weil es mir so wichtig ist, mit Gott verbunden zu sein, deswegen möchte ich auch, dass meine Kinder dasselbe haben. Damit geht's los und wenn das der Fall ist, wenn wir die Prioritäten richtig setzen, dann kann Gott in schnellster Zeit sehr viel erreichen. Ich war jetzt in Malaysia, habe ein Workshop gegeben über die Geschichte vom Fall und Wiederaufbau Jerusalems und da ist mir Folgendes aufgefallen, wisst ihr noch, Klammer auf, wisst ihr noch, wie lange die Israeliten in Babylon waren? 70 Jahre. Wer hat den Befehl gegeben, dass sie wieder nach Hause dürfen? Kyrus, ja Kyrus und dann konnten sie nach Hause aber nur den Tempel bauen, oder? Niemand hat gefragt, können wir auch die Stadt aufbauen? Wie lange? 80 Jahre lang hat niemand gefragt. Erst nach 80 Jahren fragte Ezra und Artaxerxes sagt, ja okay, ihr könnt die Stadt aufbauen. Also mit anderen Worten, die waren 70 Jahre in Gefangenschaft und dann waren sie frei, aber haben 80 Jahre lang im Wesentlichen die Zeit verdödelt. Haben ein bisschen was gemacht, ein Tempel gebaut, nicht wahr? Und als sie dann endlich durften, haben sie angefangen und 12 Jahre später war nichts geschehen. Also so gut wie nichts.

[46:50] Interessantes Bild, oder? 70 Jahre in Gefangenschaft, dann sind sie frei, es braucht 80 Jahre, bis überhaupt jemand mal auf die Idee kommt, wir könnten ja theoretisch die Mauern aufbauen und dann fangen sie so halbherzig an und nach zwölf Jahren ist immer noch nichts großes geschehen und dann kommt Nehemia. Was sagt Nehemia? Das ist ja eine Katastrophe. Wir machen jetzt seit Jahren hier rum und nichts geschieht. Nichts, nichts, nichts. Und er entscheidet sich, wir bauen diese Stadt auf. Komme was da wolle. Geht nach Jerusalem. Wie lange hat es gedauert? 52 Tage, da stand die Mauer.

[47:28] Vielleicht denkst du, wir machen mit dem Thema Schule rum, seit Jahren, wir beten, machen Kreise, das, jenes, wer weiß. Vielleicht liegt es daran, vielleicht fehlt uns der Geist von Nehemia. Der sagt, das ist nicht einfach nur ein wichtiges Thema. Wir müssen die Mauer bauen. Wir brauchen eine Schule. Wir brauchen eine Schule im Geist Jesu. Das hat weniger damit zu tun, wie viele Schüler oder wie groß oder wie das und jenes. Wir brauchen eine gesamte Schule. Unsere Gemeinde ist eine Schule. Jeder von uns ist ein Lehrer, ein Schüler bei Gott und dann können wir der Umgebung bieten, in der Kinder auch tatsächlich eine Edenschule erleben können.

[48:10] Wisst ihr, es gab einzelne Generationen, da haben wenige Lehrer mit dem richtigen Geist viel erreicht. Zur Zeit von Martin Luther, da gab es Martin Luther in Wittenberg in einer Generation. Wenn ich euch die Liste vorlese, all ihre Schüler, William Tyndale, englischer Bibelübersetzer, Johannes Bugenhagen, Reformator Norddeutschlands, Nikolaus Decius, Reformator in Pommern, Johann Gramann, Reformator in Preußen, Johann Eberlin von Günzburg, Reformator in Franken, Kaspar Quiller, Reformator in Saalfeld, Johann Brießmann, Reformator in Preußen, Peter Becker, Reformator in Pommern, Bartholomäus Riesberg, Reformator der Altmark, Georg Röhrer, der Chronist Luthers, Olaus und Laurentius Petri, Reformatoren Schwedens, Johann Pfeffinger, Reformator in Leipzig und so weiter. Alle innerhalb von wenigen Jahren in einer Klasse, weil Luther und Melanchthon nicht fanden. Sie haben eine Schule gegründet im richtigen Geist, denn Luther und Melanchthon waren Schüler Jesu, waren immer bereit Neues zu lernen und ihre Schüler haben die Welt auf den Kopf gestellt.

[49:06] Sind wir nicht aufgerufen adventistische Schulen zu haben? Wäre es nicht schön, dass die nächste Einschulung, die wir hier feiern, eine fein adventistische Schule wäre? Wo ist der Nehemia heute? Wo sind die Nehemias heute, die Nehemias und die Nehemiainnen, was die weibliche Form von Nehemia ist, ich weiß es nicht. Fühlt euch angesprochen, liebe Schwestern. Wo sind die Nehemias heute, die sagen, das reicht jetzt, zwölf Jahre so lange hin und her, wir bauen die Mauer. Und wo sind diejenigen, die sagen, ich bin nicht zufrieden mit meinem geistlichen Stand. Ja, ich bin dankbar für alles, was Gott mir gezeigt hat, aber ich merke, ich bin seit Jahren auf demselben Level, weil ich irgendwie so selbstzufrieden bin geistlich. Ich möchte mehr lernen und ich möchte mich dorthin begeben, wo ich lernen kann. Ich möchte mehr lernen über Charaktere, ich möchte mehr lernen über meine Rede. Wie ich Menschen freundlich begegnen kann. Ich möchte mehr lernen darüber, wie ich Probleme lösen kann. Ich möchte mehr lernen, wie ich Geduld haben kann. Ich möchte lernen, wie ich Sünden überwinden kann. Wie ich in Versuchung bestehen kann. Ich möchte lernen, wie man Daniel 11 auslegt. Ich möchte lernen, wie man eine Bibelstunde gibt. Ich möchte lernen, wie man richtig betet. Ich möchte lernen, wie man gesund leben kann. Ich möchte lernen, ich interessiere mich dafür.

[50:30] Heute ruft Gott uns auf, eine Schule zu gründen. Du kannst Jesus nachfolgen, nicht nur als dein Erlöser, nicht nur als dein Schöpfer, nicht nur als derjenige, der dich heilt, sondern auch als dein Lehrer. Ich frage mich, wie viele heute möchten sich gerne einschulen lassen? Wie viele heute möchten sagen, ich möchte in dieser Schule sein? Es gibt keine Zuckertüte, aber ich möchte in meinem Leben etwas verändern. Ich möchte Interesse haben für die Dinge, die Gott betreffen. Und dann, glaube ich, wird es sehr kurz dauern, bis Gott uns segnen kann und diesen Geist weiterbringen kann in eine Schule für unsere Kinder. Nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die Großen, damit wir darüber nachdenken können, wie wir selbst unseren Jugendlichen eine gute Erziehung angedeihen lassen können. Wer von euch möchte sagen, ich freue mich auf die Schule des Himmels? Ich kann es gar nicht erwarten, was ich da alles lernen würde über Astronomie. Ich freue mich auf Geschichte im Himmel übrigens.

[51:45] Zum Schluss, vor kurzem hat mir meine Frau was vorgelesen, das habe ich schon mal erzählt. Da bin ich hoch und runter gesprungen. Sie hat erzählt, dass im Himmel werden wir Geschichtsunterricht haben und das wird aufbauen auf dem Geschichtsunterricht, den wir hier schon gehabt haben. Also ich freue mich darauf. Vielleicht seid ihr schon ein bisschen beängstigt, aber kein Problem. Da werden wir alles lernen, was in der Bibel nicht steht und was mit dem Himmel gewesen ist, was mit den ganzen Weltreichen und dies und jenes. Ich bin begeistert. Vielleicht hast du mehr Interesse an Naturwissenschaften. Wunderbar, Gott wird auch für dich einen ewig langen Kurs haben. Ich hoffe, du alles lernst. Aber hier auf dieser Erde müssen wir erst einmal die Nachhilfe bestehen. Wir müssen erst einmal wieder lernen, Jesus ganz nachzufolgen und es beginnt damit, dass du heute an diesem Sabbattag, am Rest des Tages, dir Zeit mal nimmst und auf die Blätter schaust, den Sonnenschein, all das, was Gott tut und du wirst feststellen, Gott ist gut. Wer von euch möchte gern ein Schüler sein? Amen.


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