In dieser Predigt von David Nießner geht es um das Lied „Welch ein Freund ist unser Jesus“ und die tiefere Bedeutung dahinter. Anhand der Lebensgeschichte von Horatius Bonar, der trotz schwerer Schicksalsschläge an seinem Glauben festhielt, wird die Bedeutung einer tiefen Freundschaft mit Jesus beleuchtet. Die Predigt ermutigt dazu, im Gebet eine lebendige Beziehung zu Gott zu pflegen und sich auf seine bedingungslose Liebe zu verlassen.
An seiner Hand: 3. Welch ein Freund ist unser Jesus
David Nießner · An seiner Hand ·Themen: ZeugnisWeitere Aufnahmen
Serie: An seiner Hand
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Transkript
[0:32] Ein herzliches Willkommen an alle Zuschauerinnen und Zuschauer hier zu unserer Serie "An seiner Hand" bei Joelmedia TV. Wir sind heute schon beim dritten Teil dieser Serie, werden insgesamt vier Teile haben. Und heute werden wir uns das Thema anschauen: "Welch ein Freund ist unser Jesus". Bevor wir allerdings mit dem Vortrag beginnen, möchte ich noch mal alle einladen zu einem kurzen Gebet, dass Gott selber das Zentrum ist in diesem Vortrag, dass es nicht um mich geht, wenn ich auch einige Erfahrungen erzähle, dass es auch weniger um die Person geht, von der wir zu Beginn gleich etwas hören werden, sondern dass es wirklich um denjenigen geht, an dessen Hand wir alle laufen. Himmlischer Vater, wir möchten dir von Herzen danken, dass wir uns heute wieder ein Thema anschauen können und uns bewusst werden können, welch ein Freund wir in dir eigentlich haben, weil wir es doch so oft vergessen. Und so bitten wir dich auch jetzt in deine Führung, dass dein Name allein geehrt wird durch diesen Vortrag, dass du auch mir die richtigen Worte gibst, das zu sagen, was wichtig ist, dass am Ende jeder, der das gesehen oder gehört hat, dir näher gekommen ist. Das ist unsere Bitte und wir danken dir, dass du dafür arbeitest. Im Namen Jesu. Amen.
[1:45] Welch ein Freund ist unser Jesus. Wohl eins der bekanntesten und auch beliebtesten christlichen Lieder überhaupt. Ich denke, die wenigsten werden das Lied nicht kennen. Aber in diesem Vortrag möchten wir uns anschauen, was steckt eigentlich hinter diesem Lied. Weil ich persönlich bin immer sehr fasziniert von Liedern, wo man die Geschichte dahinter versteht. Weil, wenn man die Geschichte kennt zu einigen Liedern, es gibt ja "Amazing Grace" oder gerade auch das Lied, wo wir uns jetzt anschauen werden. Die Geschichte dahinter macht das Lied umso tiefer noch. Und wenn wir das Lied dann wieder hören, dann werden wir verstehen, warum das Lied genauso geschrieben wurde, wie es geschrieben wurde. Und das macht es dann so erhebend, dann auch umso motivierender dieses Lied zu singen.
[2:29] Und dieses Lied beginnt im Jahr 1844, bzw. die Geschichte davon. Und 1844 ist mit uns Adventisten ja ein verbundenes Jahr. Hat aber mit dem Adventglauben in erster Linie nichts zu tun, sondern es ist einfach in diesem Jahr, wo diese Geschichte beginnt. Wir möchten wir uns ein paar Bilder anschauen jetzt und dadurch die Geschichte dann auch bildhaft verstehen. Es war, wie gesagt, der Frühling im Jahr 1844 und die Hügel in Irland waren grün. Das Wasser des Regens in den vergangenen Wochen hat die Berge getränkt und die Pflanzen haben angefangen zu wachsen. Und wunderschöne Wolken sind über diese schönen Täler und Hügel geflogen. Und es waren wirklich sehr idyllische Orte.
[3:14] Besonders auch für den jungen Horatius Bonar, der gerade seinen Universitätsabschluss gemacht hat und jetzt zurückkehrt in seine kleine Heimatstadt außerhalb von Dublin. Und in dieser Zeit, wo er nicht nur gerade seine berufliche Karriere beginnt, hat auch etwas anderes begonnen, was für ihn sehr schön war. Und zwar stand er kurz davor, seine Kindheitsliebe zu heiraten. Die beiden haben sie schon, wie gesagt, ihr ganzes Leben gekannt und haben dann über die Jahre diesen Kontakt behalten. Und aus besten Freundinnen wurde dann eine tiefe Freundschaft, dann eine Verlobung. Jetzt standen sie kurz davor, sich eben nicht nur zu vermählen, sondern auch zu heiraten. Dann und die Vorbereitungen liefen gut.
[3:58] Und an dem Tag vor der Hochzeit haben sich die beiden dazu entschlossen, sich hier an dem Fluss zu treffen. Sie konnten beide mit ihren Pferden reiten, kamen aus verschiedenen Richtungen. Und so haben sie gesagt: "Wir möchten noch einige Details vielleicht durchsprechen für die Hochzeit noch mal und sehen und vielleicht noch mal zusammen beten." Weil sie sehr gläubige Menschen waren. Und so haben sie sich also verabredet und haben gesagt: "Wir werden uns um die Zeit an diesem Ort treffen." Dann sind sie dann losgeritten.
[4:29] Das Tragische in der ganzen Geschichte war, dass sie ein paar Momente, vielleicht weniger Minuten, schätzt man vor ihm, ankam. Und als sie an diesem besagten Treffpunkt eintraf, ist ihr Pferd aus irgendwelchen Gründen hochgeschreckt. Sie ist kopfüber in den Fluss gestürzt, sondern durch den Aufprall bewusstlos geworden und dann ertrunken. Und wie gesagt, einige Momente später, als Horatius Bonar mit seinen Freunden ankam, weil sie den Körper von seiner Verlobten aus dem Fluss gezogen haben, hat er später gesagt: "In diesem Moment ist der ganze Boden seiner damals existierenden persönlichen, privaten Welt einfach weggebrochen."
[5:11] Er hat gesagt, er hat dieses Gesicht geschaut von dieser Frau, wo er einen Tag später sagen konnte: "Sie ist meine Frau geworden." Und hat gesagt: "In diesem Moment ist alles für ihn kaputt gegangen." Und er hat ein Schmerzgefühl, den die wenigsten von uns vielleicht wirklich nachempfinden können. Das Tragische dabei, einen Tag vor der Hochzeit. Und er hat dann auch gesagt, im Laufe der nächsten Tage und Wochen, egal was er in Irland betrachtet hat, es hat ihn alles an diesen einen Tag erinnert, an den er sich so gefreut hat, auf den beide sich so gefreut haben, wo sie beide hingearbeitet haben, der aber letzten Endes nie kommen sollte.
[5:54] Und er hat trotz all dem Schmerz die Kraft gefunden in einem Gott, den er als seinen Freund betrachtet hat, und hat sich in ihm zugewandt und konnte somit auch dieses ganze Leid überbrücken. Trotzdem hatte er sich dazu entschlossen, ihr Land zu verlassen und ist wahrscheinlich ungefähr ein Jahr später nach Kanada ausgewandert und hat sich hier an der Küste von dem Lake Ontario niedergelassen. Und dort, genau genommen, in der kleinen Hafenstadt Tollhouse.
[6:22] Und er hat dann gesagt: "Ich habe so ein schlimmes Leid erfahren und wenn ich jetzt schon hier bin, dann möchte ich mich den Lehren der Bergpredigt widmen." Er hat gesagt: "Ich werde von jetzt an denen helfen, die sich selber nicht helfen können. Ich werde für die da sein, die selber keine Möglichkeiten haben." Und er hat immer den Witwen geholfen, den Waisen, den Armen, alle, die durch so einen Schicksalsschlag durchgegangen sind wie er. Hat er unterstützt. Und das ging sogar so weit, dass er dann auch später in der Geschichte der Stadt als der gute Samariter eingegangen ist. Und es wurde auch über ihn gesagt, dass er nie in seinem ganzen Leben, also dahin gekommen ist, hat er von dort an sein restliches Leben in dieser Stadt verbracht.
[7:08] Es wurde gesagt, dass er nie in seinem ganzen Leben auch nur eine kleine Bitte nach Hilfe ausgeschlagen hat. Er hat den Menschen immer geholfen. Und so kam es dann, dass er eben jeden Tag diese Straßen in diese Stadt hoch und runter gelaufen ist und dort geholfen und wohl helfen konnte. Und eines Tages fand ich auch eine sehr interessante Begebenheit. Haben ihn zwei Menschen gesehen, wie er so eine Säge getragen hat. Und der eine hat dann gesagt: "Also von diesen zwei Personen, Horatius Bonar ist ein fleißiger Mann. Wahrscheinlich geht er wieder Holz sägen für jemand." Und der andere hat dann gemeint: "Wenn er so fleißig ist, vielleicht werde ich ihn auch mal für mich anheuern."
[7:51] Und dann hat die andere Person wieder gesagt: "Bonar wirst du nicht bekommen, weil er hilft wirklich nur denen, die sich selber nicht helfen können." Und das ist schon eine sehr eindrucksvolle Geschichte, wie ich finde. Weil er wirklich aus der Tiefe seines Herzens denjenigen die Liebe Gottes weitergeben wollte, die selber diese Hoffnung im Leben nicht mehr hatten oder die Mittel, Möglichkeiten nicht mehr hatten. Und das war wirklich ein Mann, der Gottes Charakter in dieser kleinen Stadt wunderbar repräsentiert hat. Und wie gesagt, für viele ist er dann als der gute Samariter, der barmherzige Samariter in dieser Stadt bekannt geworden.
[8:31] Und auf seiner Reise, Preise in dieser Stadt, wo er rumgewandert ist, wurde Menschen geholfen hat, kam er dann eines Tages auch in das Haus von einem alten britischen Seemann mit dem Namen Robert Bentley. Und dort hat er dann im Haushalt geholfen. Er hat die Kinder unterrichtet, seine Enkelkinder und ja auch die eigenen Kinder. Dann hat einfach im Garten mitgearbeitet und hat auch dort sich wirklich gut eingebracht. Und da kam es dann auch, dass in diesem Haus die Nichte von Robert Bentley kennengelernt hat, Eliza Rash.
[9:05] Und die Eliza Rash war zwar einige Jahre jünger als er, aber auch die beiden haben sich irgendwann verliebt und wollten heiraten. Und auch hier war das Glück quasi vorprogrammiert. Das war dann circa zehn Jahre nach diesem Zwischenfall mit seiner ersten Verlobten. Und so haben sie dann diesen Bund sich quasi im Herzen vorgenommen: "Wir wollen heiraten." Das Tragische an der ganzen Geschichte ist, dass Eliza Rash eine Lungenentzündung bekommen hat. Und auch wenn Horatius sie wirklich herzlich umsorgt hat, ist auch sie einige Wochen vor der Hochzeit leider verstorben.
[9:43] Und so muss Horatius Bonar zum zweiten Mal in seinem Leben seine Verlobte beerdigen. Wir sehen ja auch ein Bild von dem Grabstein. Oben drüber steht: "Esther sie Rash." Und runterscrollen: "Street art was auf Deutsch soviel heißt wie: Es Griffins Schatz oder seinen Liebling." Und auch hier hat er gesagt: "Es war wieder ein Moment, wo er selig gesehen, kurz vor dem Abgrund standen."
[10:07] Ich denke, es ist für viele, viele haben das vielleicht von uns auch erfahren, dass Großeltern sterben oder vielleicht auch die Eltern. Dann, je jünger man wird, desto schlimmer ist das natürlich. Aber ich denke, das ist schon noch mal ein Stück schlimmer, wenn man den Ehepartner, bzw. den zukünftigen Ehepartner verliert, weil das auch irgendwie eine ganz andere Art von Beziehung ist. Und trotzdem hatte auch hier nicht sein ganzes Leben hingeworfen.
[10:36] Er hat nämlich dann im Jahr 1854, das war dann ein Jahr später nach diesem Tod, ein Gedicht geschrieben. Seine Mutter in Irland, das zunächst anonym veröffentlicht wurde. Und erst zehn Jahre später hat Bonar an einem Nachbarn verraten, dass er und der Herr dieses Gedicht zusammen geschrieben haben. Und dieses Gedicht in der englischen Originalsprache hier auf der rechten Seite, auf Deutsch die Übersetzung links.
[11:06] Schreibt er folgendes: "Was für einen Freund haben wir in Jesus, der all unsere Sünden und Traurigkeiten trägt? Und was für ein Vorteil ist es, alles im Gebet zu Gott zu bringen?" Und jetzt die nächsten beiden Zeilen finde ich sehr bemerkenswert, wenn man zweimal seine Verlobte verliert. Welchen Frieden sind wir oft nutzlosen Schmerz tragen wir, weil wir nicht alles zu Gott im Gebet bringen? Wie kann jemand sagen, der zweimal seine Verlobte begraben muss, welchen nutzlosen Schmerz tragen wir, weil wir nicht alles zu Gott im Gebet bringen? Haben wir Pläne und Versuchungen, gibt es irgendwo Probleme. Wir sollten nie entmutigt sein. Bring es zu dem Herrn im Gebet. Können wir einen so treuen Freund finden, der alle unsere Sorgen teilt. Jesus kennt jede unserer Schwachheiten. Bring es zu dem Herrn im Gebet.
[12:09] Dieses Gedicht, wie gesagt, wurde erst anonym veröffentlicht, erst zehn Jahre später, 1864, hatte Bonar dann einem Nachbarn ganz still und heimlich in einem privaten Gespräch verraten, dass er das eigentlich zusammen mit Jesus geschrieben hat. Auch eine sehr schöne Hintergrundinformation dazu.
[12:29] Und ja, dieses Gedicht, wie gesagt, ist die Grundlage für ein christliches Lied, das heute fast jeder kennt, das fast jeder liebt und das wirklich so eine Botschaft trägt. Und wie ich von bereits gesagt habe, wenn wir in manchen Liedern den Hintergrund dazu kennen, dann verstehen wir noch besser und noch tiefer, was eigentlich dahinter steckt. Und es dann für uns auch eine Ermutigung, so eine Freundschaft zu suchen.
[12:54] Heutzutage finden wir außerhalb von Tollhouse in dieser kleinen kanadischen Stadt ein Denkmal, das Bonar gewidmet wurde, wo dieses Gedicht in den Stein gemeißelt wurde. Das sogar ziemlich groß ist, wenn man hier anschaut. Aber es ist schön, es ist wie so eine kleine, wie so ein kleines Wahrzeichen, was auch so eine Botschaft für die Welt ist, wenn man dieses Gedicht liest, was dahinter steckt, das so in Stein gemeißelt wurde.
[13:26] Und darum, was dieses Gedicht und dieses Lied uns zeigen möchte: Wir vergessen so oft, was für einen treuen Freund wir eigentlich in Jesus haben. Das Gute ist, manchmal schickt Gott uns solche Geschichten wie die hier von Bonar oder andere Zeugnisse, wo wir erinnert wären, wie persönlich Gott eigentlich mit den Menschen umgeht. Und Jesus hat das in einer Stelle im Neuen Testament, Johannes 16:27, gesagt, wo er meint: "Der selbst, der Vater, hat euch lieb." Und das griechische Wort für "hat euch lieb" ist dieses Wort "Phileo". Diese Bruderliebe, die eigentlich, wenn man es frei übersetzt, nichts anderes bedeutet, wie: Gott mag euch, will genau so eine Freundschaft mit euch wie mit einem Freund oder wie mit einem Bruder. Das ist die Art von Beziehung zu Gott, mit uns haben möchte.
[14:13] Und wie gesagt, wir vergessen das leider sehr oft. Wir sind oft durch die, auch wenn es nur ganz, ganz kleine Schwierigkeiten sind, so weggeworfen und so in Angriff genommen und so abgelenkt, dass wir uns gar nicht bewusst werden und bewusst sind, was wir eigentlich mit Gott machen können. Abraham zum Beispiel wurde auch ein Freund von Gott genannt in der Bibel. Und wenn das kann, dann können wir das auch. Bei Abraham hatte keine anderen Möglichkeiten, wie wir sie hatten. Nur er hat seine Möglichkeiten genutzt.
[14:49] Und jetzt ist natürlich die Frage: Wie können wir diese Freundschaft mit Gott aufrechterhalten? Wie können wir auch so sagen, wie Bonar: "Was haben wir eigentlich einen treuen Freund in Gott?" Möchten uns ein paar Zitate aus der Bibel dazu anschauen. Wenn aus dem Geiste Weissagung und den ersten Vers, den wir lesen, finden wir in Markus 13:5. "Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand Jesus auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort." Ich denke, das ist nichts Neues für uns, dass wir das Gebet brauchen, um die Freundschaft mit Gott aufrechtzuhalten. Aber steckt auch sehr viel in diesen Text drin.
[15:25] Dieser Text sagt: "Als es noch sehr früh am Morgen war, ging Jesus an einen einsamen Ort." Und wahrscheinlich hat der ein oder andere diese Erfahrung auch schon gemacht. Ich habe sie als die letzten Tage wieder gemacht. Wenn man sich morgens wirklich früh die Zeit nimmt, bevor die Familie vielleicht auch aufwacht, bevor draußen die LKW's auf der Straße fahren, bevor einfach die Sonne auch zu schnell aufgeht. Wenn man diese frühe Zeit hat, dann ist die Andacht ganz anders. Wenn man verliert, das 8:19, halb elf ausschläft und dann so mitten im Tag quasi den Tag mit Gott beginnt, das hat einen ganz anderen Stellenwert. Wenn der Tag frisch und frei ist, dann ist man nicht abgelenkt. Dann ist noch alles ruhig. Man kann diese Zeit umso intensiver mit Gott erleben.
[16:14] Und das andere, was wichtig ist: Jesus hat morgens gebetet. Lukas 6:12: "Es geschah an jenen Tagen, dass er hinausging auf den Berg, um zu beten, und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott." Also Jesus hatte Gebet zu seinem Lebensstil gemacht. Sie lesen auch im Buch Daniel, dass dann jetzt dreimal am Tag gebetet hat. Und es ist sehr wichtig, dass wir wirklich die ganze Zeit mit Gott in der Zwiesprache sind.
[16:41] Und es ist auch wichtig zu bedenken, dass es eine Zwiesprache ist. Weil manchmal haben wir so den Eindruck, dass das Gebet zum Monolog ist, wie Gott zu texten, dann irgendwann einen armen da hinterher klatschen, das Gebet verlassen und völlig immer noch völlig belastet sind von unseren Problemen und Sorgen. Das ist aber kein Gebet. Gebet ist ein Dialog. Wenn wir auch lesen, dass Henoch mit Gott gewandelt ist oder Mose oder Noah, es war immer ein Dialog zwischen ihnen, Gott. Und das müssen wir auch bedenken, dass es nicht nur darum geht, Gott irgendwas hin zu werfen und dann zu erwarten, dass irgendwas macht. Wir müssen auch auf das hören, was er uns dann sagt.
[17:26] Und da gab es auch letztens eine Karikatur, die ich gesehen habe. Da war ein Mann auf der Kirchenbank und er hat quasi so im Gebet gesagt: "Lieber Gott, warum rede eigentlich immer nur ich und warum antwortest du nicht?" Und Gott hat ihm dann geantwortet: "Vielleicht, weil ich der einzige von uns beiden bin, der wirklich zuhört." Und deswegen: Gebet ist nicht nur reden, Gebet ist auch zuhören.
[17:52] Und abgesehen davon, ich weiß nicht, wer von uns Zuschauern schon mal die ganze Nacht gebetet hat. Ich weiß noch, als ich 2016 im Urlaub damals mich tiefer mit dem Gebet befasst habe, habe ich eine Predigt gehört über das Gebet. Und der Prediger hat unter anderem diesen er zitiert. Dann habe ich mir gedacht: "Okay, ich werde das gleiche tun. Ich werde die ganze Nacht durch beten." Was glaubt ihr, wie lange habe ich durchgehalten? Ungefähr eine Stunde. Und dann hatte ich keine Lust mehr. Ich war so frustriert, weil ich nicht gewohnt war.
[18:27] Und das ist genau dasselbe, wie auch wenn wir mit Menschen reden, die wir nicht wirklich kennen. Wenn man nicht gerade verliebt ist, dann ist es unmöglich, mit diesen Menschen stundenlang zu reden, weil diese Vertrautheit einfach nicht da ist. Wenn man sie aber besser kennt, dann kann man auch tagelang, gut, man muss auch mal schlafen, aber er versteht das Prinzip. Man kann mit ihnen länger reden. Und genau so ist es im Gebet. Wenn wir von jetzt auf nachher, von null auf hundert beten wollen, funktioniert das nicht. Wir müssen langsam wachsen. Und je mehr wir darin wachsen, desto einfacher wird es auch an, desto normaler wird es auch lange zu beten. Und desto entspannter wird es dann auch, wenn wir auch für andere beten, dann Fürbitte dazu haben.
[19:11] Wir haben ein Zitat in dem Buch "Das Gebet" auf Seite 37: "Wer Gott in der Stille sucht, ihm seine Probleme vorträgt und ihn um Hilfe bittet, wird nicht vergeblich beten." Das ist ein sehr, sehr schönes Versprechen hier im Geiste Weissagung. Denn Jesus versprach: "Dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird's dir vergelten." Matthäus 6:4, 6. Wenn wir Jesus zu unserem täglichen Begleiter machen, spüren wir, dass wir von unsichtbaren Mächten umgeben sind. Das ist ein sehr schönes Zitat hier.
[19:48] Wir lesen gleich noch weiter, aber für diejenigen von uns, die Roger Moore kennen. Er war auch Siebenten-Tags-Adventist. Er hat sich auch das Gebet zum persönlichen Leitfaden gemacht in seinem Leben. Und es war so, also eines Tages auf einer Geschäftsreise in einer Firma kam er in das Büro von dem Chef dieser Firma. Und er hat dann die Tür gerade aufgemacht und der Chef hat die nicht beachtet. Aber er hat mitbekommen, wie der Chef mit seinen Mitarbeitern telefoniert hat und sich fürchterlich aufgeregt hat, fürchterlich geschimpft hat und geflucht hat und diesen Mitarbeiter am Telefon zur Schnecke gemacht hat.
[20:23] Und Roger Moore hat dann in der Tür einfach gebeten, gesagt: "Herr, bitte brich diese dämonischen Verbindungen um diesen Mann. Und ich denke in deinen Geist, dass er ihnen beruhigt, dass sie in Frieden schenkt und dass er ihn zu einem friedlicheren Menschen macht." Und wenige Momente danach hatte sich dann tatsächlich beruhigt. Das hat Verständnis.
[20:43] tatsächlich beruhigt das hat Verständnis für den Mitarbeiter gezeigt und es war für den Mitarbeiter gezeigt und es war wirklich dann eine ganz andere Atmosphäre und sie haben dann gesprochen, haben sich begrüßt und nach dem Motto, dann gehen wollte, hat dann dieser Mitarbeiter, dieser Chef von dieser Firma ihm gesagt: "Wissen Sie, als Sie reingekommen sind, es war, als würde Sie irgendwie eine friedliche, wundervolle Gegenwart begleiten."
[21:10] Und genau das ist das, was sie im Geiste weissagung versprochen wird, wenn wir beten, wenn wir auch innerlich aufgewühlt sind. Wenn ihr aber solange beten, bis wir inneren Frieden haben von Gott, dann werden auch die Menschen um uns herum den Kontakt haben, merken, dass irgendwas uns begleitet und dass dieses irgendwas Gott ist. Und das ist das, was die Menschen anziehen wird, diese friedliche Gegenwart, diese unsichtbaren Mächte, wie wir hier gelesen haben, die die Menschen zu tief bewegen.
[21:43] Weiter im Zitat: Indem wir auf ihn blicken, werden wir seinem Bild ähnlich. Durch intensives Betrachten werden wir verwandelt. Das ist ja auch was selbstverständlich ist, eigentlich, wenn wir das anschauen, was wir sein wollen, werden wir auch das kopieren. Es gab viele, viele Menschen, die das ist ja eigentlich nichts Neues, die sich irgendwelche Sportler zum Idol gemacht haben.
[22:07] Hab' auch vor einiger Zeit von jemandem gehört, der Elvis Presley so wundervoll bewundert hat und alles gemacht hat, was er gemacht hat, sich angezogen hat. Und wenn man die nebeneinander gestellt hätte oder die Bilder verglichen hätte von diesem echten Elvis Presley und dem, der Kopie, du hättest sagen, ich nicht wirklich Unterschied erkennen können. Aber genau so soll es auch sein, wenn es um geistliche Dinge geht.
[22:31] Wenn wir beten, wenn wir uns mit Christus beschäftigen, dass wir im Gebet ihn besser kennenlernen. Und das wird ja auch gleich noch weiter erklärt. Unser Charakter wird geläutert und veredelt für das himmlische Königreich. Ganz sicher führen der Umgang und die innige Gemeinschaft mit unserem Herrn dazu, dass ihr vertrauensvoller, selbstloser und eifriger werdet.
[22:57] Und jetzt kommt was Interessantes. Wir werden besser verstehen, wie wir beten können und sollen. Und das ist auch was sehr, sehr essenziell ist. Die Jünger haben gemerkt, als sie mit Jesus gegangen sind, irgendwas ist bei ihm anders. Die Bibel sagt ja auch als Beispiel, direkt nach der Bergpredigt, dass die Menschen verwundert waren über ihn, weil er sie gelehrt hat und geredet hat wie jemand, der Vollmacht hat, göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten und Pharisäer.
[23:26] Und auch als er gebetet hat, spätestens bei der Verklärung merkt man das dann, dass sein Aussehen angefangen hat zu leuchten, dass seine Kleider strahlend weiß wurden. Und so haben die Jünger gemerkt, irgendwas ist anders bei ihm. Und sie haben gefragt, beziehungsweise haben ihm die Bitte zukommen lassen: "Herr, lehre uns zu beten." Und deswegen kann Gebet gelernt werden.
[23:46] Und das Schöne ist, wenn wir diese Gemeinschaft mit Gott haben im Gebet, auch wenn wir nicht wissen, was für ein ich beten soll. Je mehr wir beten, je mehr wir diese Gemeinschaft haben und je mehr der Heilige Geist auch uns verändert, desto mehr werden wir merken, wie sich unser eigenes Gebetsleben verändert und unsere Gebete sich irgendwie, es klingt es vielleicht bisschen komisch, geistlich anhören, wie wir einfach merken, dass die Gebete zielführender werden.
[24:13] Wo es nicht nur ist dieses "Ach, lieber Gott, bitte hilf mir meine Hausaufgaben" und Hilfe, sondern wo das Gebet wirklich sich ändert und dahingehend geht, wie Jesus gebetet hat. Wir werden von unserem himmlischen Vater erzogen, und das wird sich im Alltag in unserem Eifer und Fleiß zeigen. Wer sich täglich ernsthaft im Gebet an Gott wendet, um seine Hilfe, Unterstützung und Kraft zu empfangen, der wird bald hohe Ziele erstreben.
[24:44] Eine klare Vorstellung von der Wahrheit und von seinen Pflichten erhalten, aus edlen Bewegt handeln und eine große Sehnsucht nach Rechtschaffenheit verspüren, nach dieser Gerechtigkeit, die Jesus ist. Durch eine ständige Verbindung mit Gott können wir den Menschen in unserer Umgebung das Licht, den Frieden und die Gelassenheit vermitteln, die unser Leben bestimmen.
[25:07] Die Stärke, die wir aus der Zwiesprache mit Gott empfangen, verbunden mit dem Bemühen und zu denken, zu erziehen, dass sie auf andere Menschen achten, bereitet uns auf unsere täglichen Pflichten vor und bewahrt uns in jeder Situation Frieden. Das ist was sehr Wunderbares, was wir hier gelesen haben. Und man könnte das noch sehr viel tiefer anschauen und was das im Einzelnen bedeutet, aber würde vielleicht auch den Rahmen sprengen.
[25:34] Deswegen, wenn jemand das noch tiefer studieren möchte, macht hier eine Pause an dem Video und lässt das Zitat noch mal vielleicht auch unter Gebet und einfach dann zu sehen, was dahinter steckt. Ist nämlich sehr viel, was darin verborgen ist. Und es zeigt uns einfach, wenn wir beten, es wird nicht nur das Denken anders, es wird das Handeln anders. Unser ganzes, unser ganzes Wesen, die ganze Person wird anders.
[25:58] Und die Menschen um uns herum werden das merken. Dann können wir das weitergeben, was Gott uns im Gebet gegeben hat. Und genau so hat jedes ja auch gehandelt. Erst frühmorgens sind die Berge und hat nicht vor sich gebeten, gesagt: "Hol, liebe Gott, hilf mir, dass ich nicht mein kleines stoße oder dass ich genug Essen habe." Das hat mich immer fasziniert, wenn man das im Leben Jesu liest.
[26:20] Er hat nie für sich gebetet. Er hat nur in dem Sinne für sich gebetet, im anderen helfen zu können. Das ist wirklich wundervoll. Gebet ist sehr wichtig, um das die Freundschaft und diese Verbindung mit Gott aufrechtzuerhalten. Aber es hat noch einen anderen wichtigen Aspekt. Und davon lesen wir in Lukas 4, Vers 4.
[26:41] Und Jesus antwortete ihm und sprach: "Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes." Also, es geht hier um die Bibel. Auch hier sagt der Geist der Weissagung, Intellekt, Charakter im Personale, Seite 103: "Das Wort Gottes sollte die Grundlage allen Studiums sein, denn das offenbarte Wort berührt und stärkt Herz und Verstand."
[27:10] Wenn man es eingehend studiert, viele Menschen, und das ist so faszinierend, finde ich, warten auf irgend eine Botschaft von da draußen. Sie schicken irgendwelche Satelliten ins All mit Schallplatten aus den 50er Jahren, um den Aliens zu zeigen, welche Art von Musik wir hören. Sie schicken Bilder von Leonardo da Vinci und irgendwelche Anatomie-Bilder vom menschlichen Körper und den Menschen da draußen, den Wesen da draußen zu zeigen, wer wir eigentlich sind hier auf der Erde.
[27:38] Und so viele Menschen sagen: "Ja, wir sind bereit, die Aliens zu hören, wir sind bereit, mit ihnen Kontakt zu treten." Aber was ist, wenn wir eigentlich schon eine Botschaft von da draußen haben? Was ist, wenn wir das schon längst unter uns haben? Und deswegen ist das Zitat ja umso gehaltvoller, weil der Gast weiß, sagen sagt: "Jedes Studium sollte auf Grundlage der Bibel passieren."
[28:04] Auch in der Naturwissenschaft, weil es letzten Endes göttliches Wort ist, das müssen wir uns bewusst werden. Weiter heißt es: "Wir müssen unseren Verstand einsetzen, wenn wir die Offenbarung des Willens Gottes begreifen wollen." Wo Gottes Geboten gehorchen möchte, darf sein Verstand nicht vernachlässigen, denn Gott hat uns unsere intellektuellen Fähigkeiten nicht gegeben, damit wir sie mit nutzlosen, leichtsinnigen Gedanken vergeuden.
[28:36] Also, das, was wir haben, sollen wir auch einsetzen, um es weiterzuentwickeln, weil sonst die Gedanken, genau wie die Muskeln, erschlaffen. Der vertraute Umgang mit der Schrift schärft das Unterscheidungsvermögen und schützt die Seele vor den Angriffen Satans. Die Bibel ist das Schwert des Geistes, das den Feind niemals verfehlen wird.
[28:58] Wenn wir immer mit der Bibel kommen, es wird Satan jedes Mal treffen. Die Bibel, das ist die einzige zuverlässige Anleitung in allen Glaubens- und Lebensfragen. Auch das könnte man es noch weiter ausführen, aber ich will es einfach mal so stehen lassen.
[29:15] Die Bibel hat auf jede Lebenslage, auf jede Lebenssituation eine Antwort. Das habe ich selber erfahren. Aber wie gesagt, es würde natürlich sehr tief noch gehen, wenn man das jetzt im Einzelnen studiert, aber lassen wir es einfach mal so stehen. Und letzten Endes, wenn jemand daran zweifelt, dann ist eingeladen, das selbe zu studieren, dann selber nachzuforschen. Und ich gebe mein Wort darauf, aber es ist nichtig, da wir das erfüllt sein.
[29:41] Es ist letzten Endes Gottes Versprechen, dass man auf jede Frage eine Antwort findet, wenn man die Bibel dazu befragt. Die Ursache dafür, dass Satan über den Verstand und die Herzen der Menschen so viel Macht hat, liegt darin, dass sie das Wort Gottes nicht als Ratgeber benutzen und ihre Lebensweise nicht daran messen.
[29:59] Die Bibel zeigt uns, welchen Kurs wir einschlagen müssen, wenn wir Erben der Herrlichkeit Gottes werden möchten. Also, der Grund, warum auch gerade bei uns in der christlichen Gemeinde im Allgemeinen, also ja, das ganze Christentum, warum dort so wenig von dieser ursprünglichen Macht und Kraft zu sehen ist, wie wir sie in der frühen Gemeinde erfahren oder nicht erfahren, sondern sehen, ist, weil wir als Christen die Bibel zu sehr vernachlässigen.
[30:35] Und es gibt dann auch ein anderes Zitat in diesem Zusammenhang aus dem Geist der Weissagung. Wohin weiß schreibt, dass wir Christen, beziehungsweise wieder Adventisten im engeren Sinne, die Zeugnisse von Gottes Geist, also den Geist der Weissagung, überhaupt nicht nötig gehabt hätten, wenn wir die Bibel wirklich tiefgehend studiert hätten.
[30:57] Und dann sagt sie aber in diesem Zitat weiter: "Dadurch, dass Gottes Volk diese tiefen Wahrheiten zu erforschen und zu studieren vernachlässigt hat, hat Gott einfach durch einfache Mittel es noch einfacher aufgeschrieben und durch den Geist der Weissagung an sein Volk gegeben, damit die großen Wahrheiten, die Gottes Volk leider nicht in der Tiefe studiert hat, verständlicher werden würden."
[31:22] Und das ist eben der Grund, warum der Geist der Weissagung dieses kleine Licht ist, was auf das Große hinläuft, weil diese einfache Schreibweise diese tiefen Wahrheiten erklärt. Ein Pastor wurde in dem Zusammenhang mal gefragt, was wichtiger ist: Gebet oder Bibelstudium für das geistliche Leben?
[31:41] Und er hat dann als Antwort gegeben: Eine Gegenfrage: Welcher Flügel bei einem Vogel ist wichtiger? Der linke oder der rechte? Und das ist natürlich eine paradoxe Frage, weil du kannst nicht sagen, der linke Flügel ist wichtiger als der rechte. Aber genau so ist es auch im geistlichen Leben. Gebet und Bibelstudium so eng verbunden, man kann es nicht trennen.
[32:03] Man kann nicht den Fokus merkt das eine als auch das andere legen. Das Gebet öffnet uns vor Gott, macht uns fähig, seine Stimme zu hören. Und in der Bibel finden wir seinen Willen und seine Weisungen ganz klar definiert, ganz klar geschrieben, damit wir es verstehen können.
[32:21] Und das ist die einzige Möglichkeit, wie wir diese Freundschaft zu Gott wirklich am Leben erhalten können, durch diese qualitative Zeit. Und die Bibel verspricht uns darüber hinaus, wenn wir Gottes Werk und seine Reich an die erste Stelle setzen, hier in Matthäus 6:33: "Trachtet ich mir zuerst nach dem Reich Gottes, nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden."
[32:45] Also, alles, was jetzt im Leben brauchen, werden wir von Gott bekommen, allein durch den Fakt, dass sie mit ihm gehen. Weil wenn er derjenige ist, wie es auch im Psalm lesen, da diese ganzen Flügel gemacht hat, er diese Pflanzen, diese Tiere, der die ganze Wetter, alles gemacht hat, wenn er darüber verfügt, dann kann das doch auch genauso führen und fügen, dass wir es bekommen, wenn wir es brauchen.
[33:09] Und deswegen ist ein sehr schönes Versprechen hier, ein sehr tiefgehendes Versprechen. Und ich habe das auch oft erfahren. Zum Beispiel, wenn man morgens, würde ich dir an nach durch jetzt gerade, früher, wo ich in meiner alten Firma gearbeitet habe, da bin ich morgens um fünf aufgestanden, muss dem Viertel nach sechs Stunden gehen. Und eine Stunde ist für mich vergleichsweise wenig für die Andacht, wenn man sich noch anziehen muss, dann essen muss und so weiter.
[33:35] Und wenn ich mir nicht die Zeit wirklich genommen habe morgens und so schnell zwischen Aufstehen und Kleider anziehen und aufs Klo gehen, noch schnell irgendwie so ein Gebet da nach oben geschickt habe, wo ich kann ich gar nicht wusste, was bete ich eigentlich, oder dann noch kurz auf dem Klo und verselesen habe, ich meine, es war keine Andacht, aber dann war der Tag meistens auch so unruhig.
[33:55] Und egal, was ich gemacht habe, es war alles so komisch, es war alles hat vielleicht funktioniert, aber es war alles so durcheinander, irgendwie Mann war innerlich so aufgewühlt und kommt abends heim und denkt sich: "Was war das für ein Tag?" Aber auf der anderen Seite, wenn man sich die Zeit nimmt, gerade dann, wenn es auch drängend, wenn man sich bewusst macht, die Zeit mit Gott ist die wichtigste, dann hat man auch Erfolg.
[34:19] Eine ganz, ganz kleine Erfahrung, die hatte ich vor letzte Woche, da musste ich mein Auto zur Inspektion in die Werkstatt bringen. Ich habe einen Tag vorher das Auto stand da abgestellt und bei der Werkstatt den Schlüssel in den Kasten geworfen, einen Briefkasten. Und dann bin ich am nächsten Tag, glaube ich, um sieben aufgestanden und waren gerade im Gebet, also mit der Andacht noch nicht fertig.
[34:45] Und dann bekomme ich die Nachricht: "Ich habe den falschen Schlüssel abgegeben, also nicht von meinem Auto, sondern von dem Auto von meiner Mutter." In dem Fall, der Schlüssel sei gleich aus. Und die brauchen einen Schlüssel an sich, sollten so schnell wie möglich bringen, weil sie sonst nicht anfangen können. Und innerlich, da kommt dann dieser Kampf.
[34:59] Auch wenn man sich denkt: "Okay, jetzt muss ich loshetzen, den Schlüssel abgeben, ich kann dann zurückkommen, dann weiter beten." Oder man nimmt sich vor: "Ich mache erst Jahre nach zu Ende, komme was wolle, und dann kann ich den Schlüssel aufbringen." Und wie gesagt, ist ein kleines Beispiel.
[35:15] Da stand nämlich viel auf dem Spiel dabei, dann hätte ich vielleicht ist auch ein Tag später erst bekommen oder so. Aber in diesen Momenten merkt man, worauf, was einem wirklich wichtig ist. Will ich die Zeit mit Gott wirklich verbringen, oder will ich die ganzen weltlichen Angelegenheiten dann schnell noch abschließen und Gott kriegt dann Zeit, wenn Zeit bekommt?
[35:36] Ich habe mich dann in dem Tag entschlossen, die Andacht, das Gebet und das Bibelstudium weiterzumachen. Ich bin dann erst auch Content Schlüssel, es glaube ich dann 200 Stunden später abgeben. Aber dadurch, dass ich Gott an erster Stelle gesetzt habe, hatte ich inneren Frieden den ganzen Tag hindurch und ich wusste, ich habe das Richtige getan.
[35:59] Und mein Gott sei Dank, das Auto ist dann immer noch an dem Tag fertig geworden. Aber selbst wenn es nicht fertig geworden wäre, die Entscheidung, Gott primär zu betrachten und dann alles andere war sehr, sehr wichtig. Und da gibt es noch viele andere Geschichten, die man dazu erzählen kann.
[36:14] Jedenfalls, es ist wichtig, Gott nach vorne zu setzen. Und wenn wir irgendwas anderes braucht, und dann wird er es geben. 3. Mose 34:17 ist auch ein wundervolles Versprechen, dass diese Freundschaft mit Gott beschreibt, beziehungsweise seine Gedanken über uns. Und dort heißt es: "Der Herr, dein Gott, ist in seiner Mitte ein Held, der red't. Er wird sich über dich freuen mit Wonne. Er wird still sein in seiner Liebe. Er wird über dich jubeln, frohlocken."
[36:45] 3. Mose 34:17 ist sowie Johannes 3:16. Ich finde, ein Text, der überall zitiert wird. Das steht auf jedem Verskärtchen drauf, das steht an jeder Wand, in jedem Instagram-Post über die Liebe Gottes wird so ein Text verwendet, weil es sich schön anhört. Und es ist schön, aber müssen wir? Nein, wir müssen uns bewusst machen, was in solchen Text leider nicht drin steckt.
[37:09] Können wir uns das wirklich vorstellen, was es bedeutet, dass der allmächtige Gott auf seinem Thron sitzt, in seiner Liebe wie ein frisch verliebter junger Mann oder junge Dame über seine seine Nachfolger nachdenkt, Schmetterlinge im Bauch hat und anfängt zu singen, wenn er an seine Kinder denkt?
[37:31] Wenn man das rein menschlich betrachtet und auch unter dem Aspekt von dem Gottesbild, das leider heutzutage in der Welt weit verbreitet herrscht, dann erscheint so ein Vers dermaßen übertrieben und unlogisch und dermaßen extravagant, dass man das gar nicht wahrhaben kann. Aber die Bibel sagt, ist, dass wir so einen Freund im Himmel haben.
[37:49] Der singt über uns, nicht mit schiefen Tönen, sondern alles in Dur und jeden Ton treffend, wirklich, wirklich mit Herzen und von tiefster Seele. Und letzten Endes, ich denke, Gott wird nicht viel anders. Wir wollen uns schauen, wie dieses kleine Kind, dass wir da unten gesehen haben, mit diesen Zähnchen, genauso wie sich dieses Kind da freut, genauso freut sich auch unser Vater, unser Freund über uns.
[38:18] Und eingangs habe ich auch schon erwähnt, Abraham wurde ein Freund Gottes genannt. Und Abraham hatte keine andere Möglichkeit, wie wir sie haben. Er hat genau die gleichen Verheißungen, auf die er zurückgreifen konnte in der Bibel. Hatte genau den gleichen Heiligen Geist daneben arbeitet. Er hatte genau den gleichen Gott, wie wir ihn haben.
[38:38] Und er wurde ein Freund Gottes genannt, weil er diese Schritte gegangen ist, an Gott zu tiefe erfahren hat, wofür wir auch sehr dankbar sein können, dass wir so eine Freundin Jesus haben. Ist noch folgender Aspekt der Dankbarkeit. Wir möchten uns das mal anschauen, den ersten Thessalonicher 5, Vers 18.
[38:57] Da sagt die Bibel: "Seid in allem dankbar, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch." Es gibt nur sehr wenige Stellen in der Bibel, wo die Bibel ganz klar sagt, das ist der Wille Gottes. Wir können in vielen Stellen ableiten, was Gottes Wille ist, aber es gibt nur sehr wenige Stellen, die uns ganz explizit sagen: "Das ist der Wille Gottes für euch."
[39:21] Und die Bibel sagt hier: "In allem dankbar sein." Das ist Gottes Wille für uns. Wer vielleicht auf den ersten Teil dieser Serie angeschaut hat, "An seiner Hand" mit dem Thema "Sorgen um morgen", der auch schon ein bisschen aus meiner persönlichen Geschichte mitbekommen hat.
[39:38] Und in dem Zusammenhang, als mein Vater gestorben war, da gab es natürlich auch viele Menschen, die das sehr getroffen hatte, ihn jahrelang kannten, auch in der Gemeinde oder im Freundeskreis. Und manche Menschen dann auch gesagt: "Weißt du, das Schöne ist, die Bibel sagt ja, du musst in allem dankbar sein, aber nicht für alles."
[39:59] Und genau das ist ein springender Punkt, weil die Bibel in der Phase 5, Vers 20 trotzdem sagt: "Sagt alles hat Gott dem Vater Dank für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus." Und das ist auch so ein Zitat, denke ich, dass man oft missbrauchen könnte, wenn irgendjemand eine schwere Lage erlebt oder durchlebt, man ihm dann sagt: "Sei dankbar für alles."
[40:23] Hat das, was die Bibel sagt, aber letzten Endes haben wir dann ein Problem, weil die Bibel eben genau das sagt: "Für alles dankbar sein." Und jetzt, warum sollten wir für irgendetwas dankbar sein, was uns schadet? Wir lesen auch im Geist der Weissagung ganz, ganz klar, wie es dort heißt, dass Gott niemals verlangen würde, für irgendetwas dankbar zu sein, dass uns...
[40:43] für irgendetwas dankbar zu sein, dass uns schadet. Aber genau hier kommt die Freundschaft mit Jesus ins Spiel, weil wir im zweiten Teil des Verses lesen: Wir sollen für alles dankbar sein im Namen des Herrn Jesus.
[40:56] Was bedeutet das? Das ist auch ein tiefes Studium an sich, aber ich will es kurz umreißen. Wenn wir auch aufgefordert sind, im Namen Jesu zu beten, dann bedeutet das ja nicht, dass wir irgendetwas dahin sagen und am Ende noch sagen: „Im Namen Jesu, Amen.“
[41:12] Sondern dadurch, dass der Name ja Charakter bedeutet, sollen wir in der Gesinnung Jesu beten. Das bedeutet es eigentlich, im Namen Jesu zu beten.
[41:25] Und wenn es jetzt hier heißt, dass wir im Namen Jesu Gott allezeit Dank sagen sollen für alles, bedeutet das genau das Gleiche: für alles in der Gesinnung Jesu dankbar zu sein.
[41:36] Viele abstruse Wörter, die ich jetzt verwendet habe, aber vielleicht wird's ein bisschen klarer. Wir haben uns in dem ersten Teil der Serie auch ein Zitat angeschaut aus „Materialien Propheten“ auf Seite 4105.
[41:51] Und dort schreibt Ellen White, dass Gott seine Kinder nie anders als so führt, wie sie es sich selber wünschten, wenn sie von Anfang das Ende sehen könnten und die Herrlichkeit des Planes, den sie verwirklichen.
[42:04] Also nicht alles, was in unserem Leben geschieht oder eintritt, ist automatisch die Führung Gottes. Aber – und das ist das, was dieser Text hiermit „für alles dankbar seinem Namen Jesus“ bedeutet – Gott kann alles verwenden zu unserem Besten.
[42:21] Und um auf die Geschichte vom Eingang dieser dieses Vortrags zurückzukommen: Ich denke nicht, und ich denke, die meisten von euch werden diese Meinung auch teilen, es war nicht Gottes Absicht, der Plan oder Wunsch oder Wille, was auch immer, dass er so viel Leid zufügt, dass er zweimal seine Verlobte begraben muss.
[42:41] Und ich denke auch nicht, dass es Gottes Wille war, um irgendjemand zu knechten, weil der Vater, der Ehepartner, die Mutter, was auch immer, stirbt. Aber Gott kann das alles verwenden.
[42:55] Und dadurch, wenn er uns durch dieses Leid hindurch trägt und durchführt, werden wir ihn besser verstehen und die Freundschaft wird tiefer. Und deswegen ist es ein sehr wichtiger Aspekt in der Freundschaft mit Jesus, auch für alles dankbar zu sein.
[43:07] Natürlich nicht, wenn man sich den Kopf an schlägt, gesprochen. Danke, dass jetzt eine Beule bekommen, aber Gott kann alles zum Guten verwenden. Und darum können wir wirklich dankbar sein, für alles dankbar sein zu dürfen, um diese Freundschaft zu intensivieren.
[43:25] Jakobus sagt in Kapitel 1, Vers 17, in gewisser Weise, dass ähnliche oder dasselbe sogar: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten.“
[43:42] In Folge von Wechsel der Gruppe sagt: Alles, was uns Gutes widerfährt, kommt direkt von Gott. Und ich, es gibt ja diese Serie auf YouTube „Open Doors“. Das ist ja auch von seiner Organisation, eine christliche Organisation, die viele Erfahrungsberichte aus dem Nahen Osten mit dieser Christenverfolgung und diese ganzen Geschichten teilt.
[44:05] Und es sind manchmal wirklich sehr, sehr bewegende Geschichten, die man da hört. Das erinnert uns immer, oder mich persönlich sehr, daran, dass wir eigentlich hier diese westliche Krankheit haben, die man auch irgendwie geistliche Blindheit nennt.
[44:19] Wir sind immer schnell dabei, über irgendetwas zu jammern, was uns widerfährt, und vergessen manchmal, es könnte viel schlimmer sein. Und deswegen diese Dankbarkeit in den kleinen Dingen, die müssen wir auch lernen.
[44:33] Jakobus sagt ja auch weiter, dass alles, was wir Gutes erfahren, direkt von Gott kommt. Diese Woche zum Beispiel war ich bei bekannten Geschwistern zu Hause, habe dort übernachtet und habe ihnen auch im Garten ein bisschen geholfen beim Arbeiten.
[44:48] Und sie haben eine kleine Tochter, die gerade ihre ersten Worte lernt. Und das Schöne war, als wir uns dann am ersten Tag fertig gemacht haben, angezogen haben, habe ich mir gerade die Skischuhe angezogen. Dann kommt dieses kleine Mädchen, bringt mir die Gummistiefel von ihren Eltern.
[45:04] Wollte sie mir geben zum Anziehen, dass ich Schuhe habe. Und in dem Moment ist mir auch wieso bewusst geworden, durch diesen kleinen Menschen, der wahrscheinlich gar nicht wusste, dass es nicht meine Schuhe sind, aber einfach aus der Güte seines Herzens mit das gibt, geben hat, mir das geteilt hat, wurde mir in diesem Moment Gottesliebe mir bewusst.
[45:27] Dass, wenn man so kleine, unschuldige Wesen sieht und sieht, wie sie sich kümmern, so Dingen, die eigentlich, wenn man so betrachtet, falsch sind. Das war so schön zu sehen. Und genau so können wir in jeder Kleinigkeit die Liebe Gottes erkennen, wenn wir so etwas erleben.
[45:42] Darum ist es umso schöner, wenn wir dann uns bewusst sind, dass diese Freundschaft mit Jesus in den kleinen Dingen anfängt und jetzt große, dann umso mächtiger wird.
[45:55] Und dieser Text sagt auch, dass bei Gott keine Veränderung ist. Das heißt, wie ich vorhin schon oft gesagt habe, der gleiche Gott, der Abraham erwählt hat, der Abraham als Freund hatte, ist genau der Gott, den wir heute auch haben, mit dem auch wir eine Freundschaft haben können.
[46:15] Jesaja 33, 5 und 6. Hier sein Versprechen für die Endzeit gegeben, für die Schrecken der Trübsal, um genau zu sein, wo es heißt: „Der Gläubige wird auf Höhlen wohnen, felsenfesten sind seine Burg, sein Brot wird ihm gegeben, ist dann Wasser versiegt nie.“
[46:30] Wenn wir also diese Zeit kommen, wo wir nicht mehr kaufen und verkaufen können, dann dürfen wir wissen, dass wir einen besten Freund haben, der der General einer Armee ist, die weitaus mächtiger ist als jede dämonische und teuflische Armee. Und der uns Essen und Trinken geben wird.
[46:47] So, wir brauchen, und ich sage auch immer, wenn wir dann irgendwann nicht mehr kaufen und verkaufen können, wer braucht so ein abgerissenes Brötchen vom Aldi, wenn er Männer haben kann? Wer will so ein komisches weißes Toastbrot? Es ist weiß, ich auch nicht, was das eigentlich ist. Manchmal, der wir so ein abgerissenes Toastbrot, wenn er Männer haben kann.
[47:09] Wer wollte nicht schon immer mal wissen, wie man schmeckt? Und die Zeit wird kommen, wo wir das bekommen werden.
[47:20] Manuskript Trendone, Seite 11, aus dem Jahr 1900 sagt: „Das Geschenk Gottes an die Menschen ist jenseits aller Vorstellungskraft. Nichts wird zurückgehalten. Gott würde es nicht erlauben, dass jemals gesagt werden würde, er hätte mehr tun können oder er hätte der Menschheit ein größeres Maß an Liebe offenbaren können.“
[47:42] In dem Geschenk Christi gab er den ganzen Himmel der Höchste, damit dem Vater war, bevor die Welt war. Ordnete sich der Demut unter, um die Menschheit erhöhen zu können.
[47:56] Das ist auch was unfassbar Tolles. Ich meine, jede Freundschaft mit einem Menschen macht man hin und wieder Geschenke, um die Freundschaft am Leben zu erhalten, um auch zu zeigen: Du bist mir wichtig, ich gebe dir was.
[48:09] Und hier haben wir gelesen, dass Gott es nicht erlauben würde, dass jemals irgendjemand sagen würde: „Du hättest doch mehr für die Menschen tun können.“ Indem er Jesus gegeben hat, hat er alles gegeben, was möglich und nötig war.
[48:23] Wir werden das in der nächsten Folge, im vierten Vortrag, noch ein bisschen vertiefen, was das im Einzelnen bedeutet. Aber es ist wirklich, wirklich interessant, wie ich finde, dass Gott alles, was möglich war, gegeben hat und nichts zurückgehalten hat. Und wie gesagt, werden wir beim nächsten Mal das noch bisschen genauer anschauen.
[48:44] Aber dies ist dieser Plan der Erlösung war definitiv nicht ohne Risiko, denn wenn es schief gegangen wäre, dann hätte zum einen wäre die Gottheit zerbrochen, der Friede des Himmels war kaputt und die Menschheit wäre komplett verloren.
[49:05] Das war kein Spiel ohne Risiko. Und dennoch hat Gott es nicht erlaubt, irgendetwas zurückzuhalten, damit nämlich das ganze Universum sieht, wie er wirklich ist. So einen Freund haben wir in den himmlischen Regionen.
[49:25] Einen Text noch, bevor ich noch eine Erfahrung erzählen möchte, inwieweit wir im persönlichen Leben diese Freundschaft zu sehen können. Wir lesen 1. Petrus 5, Vers 7: „Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“
[49:38] Auch das ist ein sehr, sehr bekannte Texte, überall zitiert wird. Aber auch hier ist es sehr wichtig zu verstehen, was sagt dieser Text eigentlich und was bedeutet er?
[49:49] Wenn wir nämlich das griechische Wort anschauen, was hier mit „werfen“ übersetzt wird, dann bedeutet das im weiteren Stil nichts anderes. Beziehungsweise es wurde auch verwendet, als Jesus die Jünger aussendet, also Dämonen austreibt, oder es wird auch verwendet, wenn man Steine wegwirft.
[50:07] Also, wenn die Bibel sagt, dass wir alle unsere Sorgen auf Gott werfen sollen, dann bedeutet das, wir werfen die Sorgen weg und die Sorgen bleiben dort. Wenn man Steine wegwirft, der Stein bekommt keine Füße, läuft wieder zurück.
[50:23] Wenn Jesus die Dämonen austreibt, dann sind die Dämonen draußen und kommen nicht mehr zurück, weil hier eine größere Macht dann wirkte. Und auch als er die Jünger ausgesandt hat, die kamen natürlich später, kamen sie wieder, aber erst dann, dass der Auftrag beendet war.
[50:38] Aber diese dieses Wort „ekballo“ bezeichnet eine Art von Werfen, das geworfen wird und dann bleibt es auch da liegen, wo es aufkommt. Und genauso sollten wir unsere Sorgen auf Gott werfen. Nicht, dass wir sie ihm sagen und im Gebet, aber nicht übergeben, sondern es nur in meinem Kopf werfen, dann wieder zurücknehmen und dann noch deprimierter nach dem Gebet sind, weil sie nichts verändert.
[51:02] Sondern die Sorgen auf Gott werfen und dort lassen. So eine Art von Werfen bezeichnet das hier. Und Gott ist durchaus in der Lage, diese Sorgen auch zu tragen.
[51:15] Und so eine Sorge hatten wir auch in unserer Familie vor etwa drei Jahren. Und dazu möchte ich, wie gesagt, eine kleine Geschichte erzählen, die auch einfach in meinem Leben der Person, um dieses gleich geht, deutlich gemacht hat, wie wundervoll diese Freundschaft ist mit Gott und dass wir wirklich einen Freund haben in diesen himmlischen Regionen.
[51:39] Ich nenne diese Geschichte immer die Geschichte, wie Gott einen alten, spuren und halsstarrigen Mann gerettet hat. Und ja, was verbirgt sich jetzt dahinter? Ich möchte diese Geschichte erzählen, wie Gott meinen Opa gerettet hat. Hier seht ihr ein Bild von ihm.
[51:54] Er ist fast 82, erst 82 Jahre alt geworden und möchte ein bisschen jetzt von ihm erzählen, weil die Geschichte wirklich faszinierend ist und nicht nur mich, sondern auch viele andere bewegt hat. Und ich weiß noch, nachdem ich diese Geschichte erlebt habe, damals im Oktober 2018, bin ich bei uns in der Gemeinde in der lebendigen Gemeinde nach vorne gekommen und habe diese Geschichte erzählt.
[52:22] Und ich habe angefangen, indem ich gesagt habe: „Ich war noch nie so froh, dass jemand gestorben ist.“ Und manche Blicke, die haben mich dann wirklich getroffen, solch aufgerissenen Augen, so nach dem Motto: „Was kommt jetzt?“ Aber ich meinte natürlich nicht: „Ich bin froh, dass er gestorben ist“, sondern ich war sehr froh, wie er gestorben ist.
[52:39] Und das, wie gesagt, jetzt hier in dieser Erfahrung zum Hintergrund, damit ihr so ein bisschen verstehen könnt, wer mein Opa war und wie er war. Mein Opa ist 1937, quasi direkt vor dem Zweiten Weltkrieg geboren, im bayerischen Wald, in einem kleinen Ort, der heißt Hochzipfel.
[53:03] Und damals war es wirklich ein sehr kleiner Ort. Dieser Ort bestand aus drei Bauernhöfen, die alle 2, 3, 4 Kilometer auseinander lagen. Also, es war mehr oder weniger hattest du in deinem eigenen Haus ein eigenes Dorf.
[53:19] So, und er hat dort gelebt. Und es waren ziemlich schwierige Verhältnisse, weil damals noch sehr viel geschneit. Und er hat oft erzählt, wie es in einigen Wintern meterhoch geschneit hat, das ganze Haus eingeschneit wurde und wo sie dann das Haus freigraben mussten.
[53:36] Und manchmal war der Winter so kalt, dass sie einfach den Kuhstall, der direkt im Haus war, aufgemacht haben, damit die warme Luft von den Kühen, die zwar furchtbar gestunken hat, aber damit diese warme Luft in das Haus hineinkam, damit sie nicht erfroren sind.
[53:50] Und hat viele Geschichten erzählt. Damals dann auch so ein kleiner Junge war so gegen Ende des Krieges, dann ist einmal durch so eine kleine Schlucht gelaufen, einige hundert Meter von seinem Haus weg. Und obendrüber gab es ein kleines Feuergefecht zwischen deutschen und, ich meine, es waren Franzosen.
[54:10] Und so ist er damit aufgewachsen. Er musste auch viel schuften auf diesem Hof. Und seine Mutter hat, soweit ich weiß, hat er seinen Vater auch nie kennengelernt. Und seine Mutter hat dann jemand anderes geheiratet. Aber dieser Stiefvater, der mochte ihn nicht aus irgendwelchen Gründen.
[54:26] Und er hat ihn wirklich sehr hart schuften lassen, dann sehr geknechtet auch und hat ihn dann passiv dazu getrieben, dass er dann mit zwölf Jahren bis zur 17 bei seiner Oma gelebt hat und von zu Hause weggegangen ist. Oder als er zurückgekehrt ist, hatte dann festgestellt und mitbekommen, dass ihr uns ein Stiefvater enterbt hat, obwohl er eigentlich einige Anteile an diesem Hof gehört hätten.
[54:51] Und so hat er damals schon ziemlich viel Leid erlebt, wo ja einfach das genommen wurde, was ihm zugestanden hätte. Und dann hat er sich entschieden mit 17, dass er von zu Hause weg will. Er hat gesagt: „Entweder gehe ich zur Marine oder ich gehe zur Eisenbahn.“
[55:06] Er hat sich dann für die Eisenbahn entschieden und dann ist er mit einem Freund von Bayern nach Stuttgart gekommen und da hat man bei der Eisenbahn gearbeitet. Und damals haben sie diese Waggonzüge noch von Hand zusammengekoppelt. Also, da war nichts mit Maschinen, das war alles Handarbeit.
[55:24] Und da hat er dann auch schwer arbeiten müssen, hat sich dabei relativ gut eingelebt. Und ja, seine beste Freundin damals begleitet hat, der mochte das, aber dann nach einiger Zeit nicht. Ist dann nach einigen Wochen zurück nach Bayern gefahren mit dem Motorrad.
[55:38] Aber auf dem Heimweg ist dann verunglückt und gestorben. Und so hat er dann auch seinen besten Freund damals verloren. Hat dann aber meine Oma kennengelernt und die beiden geheiratet und Kinder bekommen.
[55:52] Und wir haben es kurz zu machen. Meine Mutter hat oft gesagt, dass viele Dinge, die mein Opa als Vater und Ehemann gemacht hat, nicht würdig waren, zu dass sie wiederholt werden. Ich habe auch nie nachgefragt, was es genau war.
[56:09] Aber letzten Endes, irgendwie, reicht es mir zu wissen, dass viele Dinge einfach nicht würdig waren, dass man sich wiederholt. Und meine Mutter hat oft gesagt, dass sie manchmal sogar mehrmals im Jahr neu tapezieren mussten, weil mein Opa so viel geraucht hat und alles verraucht und verstummten war zu Hause.
[56:27] Und es ging ja noch so weit, dass er irgendwann eine Operation machen musste, wurde dann vom Bein bis inhalt seine künstliche Arterie bekommen hat, weil das alles verpackt war. Und so war es ein relativ schlechtes Leben eigentlich.
[56:40] Der Wendepunkt in seinem Leben war dann aber, und das hat meine Mutter mir oft gesagt, als mein Bruder und ich geboren wurden, bei meinen beiden Großeltern, Oma und Opa, da war wie eine 180-Grad-Wende in ihrem Leben. Und so, wie ich sie als Großeltern kenne, ich kann mir nicht vorstellen, dass die beiden früher als Eltern und Ehemann so schlimm gewesen sein mussten.
[57:02] Das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ihr heute meine Oma oder auch mein Opa früher kennengelernt hätten, das waren typische Großeltern. Einfach, du kommst zu ihnen, bekommst das zu essen, bis völlig hat, und die Oma fragt: „Willst du noch was essen?“ Du sagst: „Nein, ich bin so voll.“ „Mann, okay, hier kriegst du nochmal einen Löffel.“ Typische Großeltern.
[57:21] Und mein Opa nicht. Wir haben beide seine Leidenschaft für Gartenarbeit gehabt und wir haben viel zusammen im Garten gemacht. Und ich glaube, er war auch so ein bisschen so eine treibende Kraft, warum ich später die Ausbildung zum Landschaftsgärtner gemacht habe, weil er mir die Liebe so hingelegt hat.
[57:39] Jedenfalls, warum ich die Geschichte erzähle. Mein Opa war zeit seines Lebens nie gläubig, aber war wirklich so ein netter Mann und ich habe ihn so sehr geliebt als Opa. Und ich habe dann, als ich selber angefangen habe, mich so für den Glauben zu interessieren, auch angefangen für die beiden zu beten, meine Großeltern.
[57:59] Und ich habe dann auch meinem Opa, das war glaube fünf Jahre vor seinem Tod, so um die Zeit. Meine Pause haben wir dann auch gesprochen und ich habe mich oft gefragt, so die Erfahrung erzählt und ich wollte wissen, warum er nicht so gläubig ist.
[58:14] Und er hat dann immer gesagt: „Ja, weißt du, ich habe Gott noch nie gesehen.“ Und das war sein Statement. Und haben wir da, habe ich viel weiter gebetet und so. Und irgendwann habe ich ihm dann auch versucht zu erklären, sie auf seiner Ebene: „Schau doch mal, wie komplex allein seine Schuld ist, kann doch kein Zufall sein.“
[58:31] Und er hat dann gesagt: „Ja, das stimmt so. Schön komplex, aber ist halt so.“ Und irgendwie, ich habe gemerkt, ich komme an seine Grenzen. Habe ich weiter gebetet.
[58:42] Und das ging an einige Jahre vor nicht wirklich eine Regung gezeigt hat, bis er im Sommer 2018, beziehungsweise im Spätherbst, dann ins Krankenhaus kam, weil er anfangs Fieber hatte. Er kam ins Krankenhaus und da kam dann im Jahr eins zum anderen.
[58:57] Man hat herausgefunden, ein Magengeschwür. Und ich weiß nicht mehr genau warum, aber es ging auch um eine Operation, zusammen, die er einfach nicht so gut verkraftet hat. Ist er dann nach zwei Wochen im Krankenhaus ins Koma gefallen und war von da an für die letzten drei Wochen seines Lebens nicht mehr ansprechbar.
[59:17] Und das war sehr tragisch, weil ich wusste, er ist nicht gläubig, er kennt Jesus nicht. Ohne ist kurz zu seinem Ableben, und ich habe dann auch gebeten, gesagt: „Herr, dieser Mann kennt dich nicht. Er wird wahrscheinlich bald sterben. Wir können ihm nichts mehr sagen, aber bitte rette ihn.“
[59:36] Und das ganze ging dann leider noch bisschen schlimmer mit ihm. Irgendwann haben angefangen die Nieren zu versagen, dann haben die Verdauungssystem nicht mehr funktioniert, haben den Geist aufgegeben. Und dann später muss er auch künstlich beatmet werden, weil die Lunge nicht mehr tat.
[59:50] Und dann hat er auch im Zuge dessen Medikamente bekommen, die tausendfach stärker waren als Morphium. Und dann war wirklich weg.
[1:00:02] Und wir immer gebetet haben, gesagt: „Herr, der Tod hat dich nicht aufgehalten. Also kann es auch so ein billiger Morphiumschlaf nicht, weil er kennt dich nicht. Aber bitte offenbare dich ihm, dass er die Möglichkeit hat, dich anzunehmen und gerettet zu werden.“
[1:00:15] Und ja, es gab nicht viel Regung von ihm. Er hatte manchmal so kleine Lichtmomente, wo er ansprechbar war, wo er auch so auf eine Frage nicken konnte. Aber die meiste Zeit lag er eben still daran. Man zwar seine Beine so hochgezogen und dann die Arme gehoben und irgendwie so in sein Gesicht wollte irgendwas machen, dann seine Hände, hatte mittagsstunden wieder die Beine.
[1:00:42] Und es war sehr komisch irgendwie. Und ich erinnere mich dann auch noch, dass mir meine Oma erzählt hat, als er dann mit dem Krankenwagen abgeholt wurde damals und ins Krankenhaus gefahren ist, ist ja auch an...
[1:00:52] ins Krankenhaus gefahren ist, ist ja auch an seinem Gartens Stück vorbei gefahren und
[1:00:54] seinem Gartens Stück vorbei gefahren und dann hatte damals schon gemeint, ob ich
[1:00:57] dann hatte damals schon gemeint, ob ich denn jemals wieder sehen werde.
[1:00:59] denn jemals wieder sehen werde.
[1:01:02] Und danach hat er dann gesagt: "Jetzt
[1:01:04] kommt mich der Teufel holen!" Und aus
[1:01:06] meiner Oma das erzählt hat und meine
[1:01:07] Mutter dann bei ihm im Krankenhaus waren.
[1:01:10] Der Intensivstation hat sie mir später
[1:01:12] auch gesagt: "In dem Moment, sie konnte ja
[1:01:13] irgendwie gar nicht anders, als ihm das
[1:01:15] zu vergeben, was damals alles falsch
[1:01:18] gemacht hatte, weil er da so elendig lag."
[1:01:20] Und sie hat dann auch auf seine Brust
[1:01:22] geklopft und hat gesagt: "Papa, der Teufel
[1:01:25] kommt dich nicht holen, weil Gott wohnt
[1:01:28] in dir. Du musst nur Ja zu ihm sagen." Und
[1:01:29] wie gesagt, wir wussten nicht, ob
[1:01:30] irgendwas zu ihm durchdringt, aber wir
[1:01:33] haben viel, viel gebetet und auch mein
[1:01:36] Vater hat viel für ihn gebetet, dann. Und
[1:01:37] es ging dann so Tag um Tag, Woche um
[1:01:40] Woche. Und ich sag mal so, wenn man halt
[1:01:42] in so einem schlechten Zustand ist,
[1:01:43] es zeichnet sich irgendwie so Tag für
[1:01:45] Tag ab, dass es irgendwann halt dann zu
[1:01:47] Ende geht.
[1:01:50] Und ja, es war, wie gesagt, eine sehr
[1:01:53] schwierige Zeit, dann aber weiter gebetet.
[1:01:56] Haben gesagt: "Herr, wenn du willst, dann
[1:01:58] kannst du, kannst dich irgendwie offenbaren.
[1:02:00] Du kannst ihn irgendwie den Kopf reden,
[1:02:01] und da wird er es verstehen.
[1:02:04] Bitte, gib ihm Zeit, wer du bist, dass er
[1:02:06] dich annehmen kann, weil er kennt dich
[1:02:09] nicht." Und das war dann so zwei Tage vor
[1:02:12] seinem Tod. Es war ein Sonntag, da waren
[1:02:14] wir dann das letzte Mal bei ihm, also ich
[1:02:15] zumindest letzte Mal bei ihm im
[1:02:16] Krankenhaus.
[1:02:20] Und die standen da und haben gebetet. Und
[1:02:22] ich wusste halt, dass ja auch die ganzen
[1:02:23] Jahre zuvor, wenn wir zu Hause gebetet
[1:02:27] haben, da saß er und hat es akzeptiert,
[1:02:30] aber nicht so mitmachen wollte. Und
[1:02:32] jedenfalls war dann dem Krankenhaus, und
[1:02:35] wir haben ihn dann gefragt, ob er uns
[1:02:36] versteht. Und das war doch ein ganz
[1:02:38] schöne Geste auch, so im Kopf nicken.
[1:02:40] Und dann haben wir auch gefragt, ob er
[1:02:42] die Zunge rausstrecken kann. Also wir wollten
[1:02:44] halt wissen, ob er wirklich auch gerade
[1:02:46] ansprechbar ist. Dann hat er das dann
[1:02:49] auch gemacht. Und dann haben wir auch ihn
[1:02:52] gefragt, ob wir mit ihm beten können,
[1:02:54] bevor wir gegangen sind. Und da hat er
[1:02:57] ganz merklich genickt. Und das war schon
[1:02:59] ziemlich interessant, weil, wie gesagt, die
[1:03:01] Jahre zuvor, das nie so mochte er. Und auf
[1:03:04] einmal im Krankenhaus bejahte das so. Und
[1:03:06] ich habe damals auch noch eine
[1:03:08] Erfahrung erzählt, die schon einige Jahre
[1:03:10] zurückliegt, die aber auch mit ihm zu tun
[1:03:13] hat. Und zwar war das damals so, meine Oma
[1:03:15] war damals in der Reha für vier Wochen.
[1:03:18] Und ihr müsst euch das so vorstellen:
[1:03:22] Meine Großeltern, die waren so ein
[1:03:26] typisches schwäbisches Ehepaar. Und meine
[1:03:28] Oma hat im Haushalt alles gemacht, mein
[1:03:32] Opa hat die Mülltonnen herausgestellt.
[1:03:34] Und als meine Oma dann weg war, ist
[1:03:35] natürlich bei ihm alles
[1:03:37] zusammengebrochen, weil er nicht gewohnt
[1:03:41] war, irgendwas zu machen, so richtig. Und
[1:03:44] nach 10, 11, 12 Tagen kam man der
[1:03:46] Mutter, meine Tante zu ihm. Sie waren
[1:03:47] jeden Tag da.
[1:03:49] Und irgendwann saß er nur noch da auf
[1:03:50] seinem Sessel, hatte den leeren
[1:03:52] Fernseher angestarrt. Die Rollen waren
[1:03:54] mittags um halb eins nach unten, hat das
[1:03:56] Essen von vor drei Tagen aufgewärmt.
[1:03:59] Und meine Mutter hat damals gefragt: "Was
[1:04:00] machst du denn hier?"
[1:04:02] Dann hat er gesagt: "Ja, ich lege dir halt
[1:04:04] so vor mich hin." Und das hat mir damals
[1:04:06] so leid getan, dass wir dann auch für ihn
[1:04:08] gebetet haben und gesagt haben: "Herr,
[1:04:11] bitte schicke deine Engel, dass seine
[1:04:13] Engel ihn eine Beschäftigung geben, wenn
[1:04:15] er hier nicht eingeht."
[1:04:17] Zwölf Tage, wie gesagt, hat er nichts
[1:04:19] gemacht, vielleicht sogar 14 Tage. Dann
[1:04:22] einen Tag nach diesem Gebet kam meine
[1:04:24] Mutter wieder zu ihm, hat ihn draußen im
[1:04:25] Flur getroffen, wer mit den Nachbarn
[1:04:27] gesprochen hat. Und da hat er ganz
[1:04:30] zufrieden erzählt, wie er das Bad geputzt
[1:04:33] hat, das Wohnzimmer geputzt hat, wie er
[1:04:35] sich von seinen Nachbarn, was er vorher
[1:04:36] nie gemacht hätte, in den Garten hat
[1:04:39] fahren lassen. Und wie er dieser Menschen,
[1:04:41] scheuer Mensch, Formulare zur Bank
[1:04:44] gebracht hat. Einen Tag nach diesem Gebet
[1:04:46] und viele Menschen mögen vielleicht
[1:04:49] sagen: "Ja, die Ratschläge seiner Tante,
[1:04:50] deine Mutter haben endlich gefruchtet."
[1:04:53] Aber wenn wir mit Gott gehen, so etwas
[1:04:55] kann nicht auf menschlichen
[1:04:58] Errungenschaften basieren. Es war Gottes
[1:05:00] Führung. Und Gott hat seine Engel gesandt,
[1:05:03] um ihm diese Beschäftigung zu geben. Und
[1:05:04] das habe ich ihm damals im Krankenhaus
[1:05:06] dann erzählt. Und ich habe gesagt: "Opa,
[1:05:09] weißt du, wenn du der einzige Mensch im
[1:05:11] Universum wärst, Gott würde sich
[1:05:13] genauso um dich kümmern, weil du ihm so
[1:05:16] unfassbar wichtig bist." Und ich weiß
[1:05:17] nicht, vielleicht interpretiere ich dazu
[1:05:19] viel, aber ich hatte damals den Eindruck,
[1:05:22] dass er sehr gespannt und sehr bewegt
[1:05:25] zugehört hat. Und ich habe ihm dann auch
[1:05:27] damals gesagt: "Weißt du, aber ich muss jetzt
[1:05:29] gehen, aber ich werde am Mittwoch wieder
[1:05:32] kommen, dann können wir weiterreden."
[1:05:34] Und da hat er auch so ganz merklich
[1:05:36] genickt. Und es war wirklich bewegend. Das
[1:05:37] war
[1:05:38] Man hat in dem Moment gemerkt, dass da
[1:05:40] eine besondere Gegenwart auch in diesem
[1:05:42] Raum war.
[1:05:45] Und ja, dann sind wir gegangen. Gerade als
[1:05:46] wir die Treppe im Marienhospital
[1:05:48] Stuttgart runter gelaufen sind, da kam mir
[1:05:52] so ein Gedanke, der wie ein Blitz
[1:05:54] durch den Kopf geschossen ist:
[1:05:55] "Hoffentlich war das nicht das letzte Mal,
[1:05:58] gesehen zu haben, weil ich wollte ihm
[1:06:00] dann noch erzählen von dem verlorenen
[1:06:02] Schaf, von dem verlorenen Sohn, dass er
[1:06:04] das alles ist, aber dass Gott ihn
[1:06:07] zurückholt und sich für ihn einsetzt."
[1:06:08] Dann sind wir nach Hause gegangen und
[1:06:10] ich hatte diese Woche gerade
[1:06:11] Berufsschule. Das heißt, ich musste später aufstehen.
[1:06:15] Und an diesem Dienstagmorgen dann habe
[1:06:17] ich schon zum Aufwachen mitbekommen, wie
[1:06:19] meine Mutter ganz hektisch draußen im
[1:06:22] Wohnzimmer hinterherläuft. Und ihr habt
[1:06:23] ja irgendwie schon gehört, dass irgend
[1:06:27] jemand angerufen hat. Und mein Vater war
[1:06:28] dann irgendwie raus, nachher mit ihr
[1:06:31] geredet. Und dann bin ich aufgewacht und
[1:06:33] hab dann nur die Bibel genommen, habe so
[1:06:34] gesagt: "Herr, was wird dieser Tag wohl
[1:06:38] bringen? Was kann ich erwarten?" Und ich
[1:06:41] hab dann bis 1:45 gelesen. Und da stehen
[1:06:43] so schöne Dinge drin, wie: "Ich werde die
[1:06:45] Taten des Herrn verkünden allezeit. Ich
[1:06:48] werde seinen Ruhm weitererzählen. Ich
[1:06:50] werde den Herrn loben laut." Diese
[1:06:53] positiven Dinge. Und ich habe mich dann
[1:06:55] gefragt: "Herr, was willst du mir damit
[1:07:00] sagen? Was für wunderbare Taten?" Und ja,
[1:07:01] dann ich habe noch einen anderen Text
[1:07:03] dann gelesen, in dem Zusammenhang aus dem
[1:07:07] Buch Habakuk, wo drin Gott sagt: "Ich
[1:07:09] werde in euren Tagen ein Werk tun, das,
[1:07:11] wenn man es erzählte, man es nicht
[1:07:16] glauben würde", spricht der Herr. Und dann
[1:07:18] habe ich das zur Seite gelegt.
[1:07:19] Habe er noch kurz gewählt. Und dann
[1:07:21] kam mein Vater schon rein und meint: "Der
[1:07:23] Opa liegt im Sterben und Mama fährt ins
[1:07:26] Krankenhaus. Aber mach du deine Sache.
[1:07:28] Du kannst zur Schule gehen und alles
[1:07:30] wird gut und so weiter." Aber ich habe
[1:07:31] dann gesagt: "Nein, nein, nein, ich gehe
[1:07:33] nicht zur Schule, ins Krankenhaus."
[1:07:35] Und da bin ich hinterher gefahren. Und
[1:07:38] kam da unten an, hat das Auto abgestellt.
[1:07:39] Und habe ich sie angerufen und wollte
[1:07:42] wissen, ob sie schon da ist. Und dann hat
[1:07:44] sie gesagt: "Ja, ich bin schon oben und Opa
[1:07:47] ist eingeschlafen." Und ich bin dann
[1:07:48] ausgestiegen. Als im Auto, ich habe gesagt:
[1:07:51] "Lieber Gott, nein, ich wollte ja noch so
[1:07:53] vieles erzählen und wir hatten doch
[1:07:54] einen Deal.
[1:07:56] Er bleibt so lange am Leben, bis es sich
[1:07:59] für dich entschieden hat." Und ich habe
[1:08:01] dem Autor seiner kleinen Taschenbibel
[1:08:04] und bevor ich weiter zähle, ich glaube
[1:08:05] nicht.
[1:08:06] Eigentlich bin ich überzeugt davon, dass wir
[1:08:09] die Bibel, das Orakel, verwenden sollen. So
[1:08:11] Wasser, Gott heute heute sagte, du, dass man
[1:08:13] strickt und hängt sich morgen sagt,
[1:08:15] dagegen tut das gleiche.
[1:08:18] Also so zufällig irgendwo aufschlagen.
[1:08:20] Aber ich glaube durchaus, dass wenn wir
[1:08:22] demütigen Herzens von Gott kommen und
[1:08:24] sagen: "Herr, was kannst du mir sagen?" Und
[1:08:26] wir dann die Bibel öffnen, etwas lesen,
[1:08:29] dass Gott durch diesen Text ganz
[1:08:30] persönlich zu uns sprechen kann.
[1:08:32] Und ich habe das einige Male schon
[1:08:35] erfahren. Und deswegen habe ich da in
[1:08:39] diesem Moment auch gesagt: "Herr, was ist
[1:08:41] jetzt? Hast du ihn retten können oder
[1:08:44] nicht? Wird er dabei sein? Wird er nicht
[1:08:45] dabei sein?"
[1:08:47] Und ich hab dann die Bibel auch wieder
[1:08:49] aufgeschlagen. Da bin ich dann bei zu
[1:08:51] fahren, Drive erst 20 gelandet. Und dort
[1:08:53] heißt es: "Zur selben Zeit will ich euch
[1:08:55] nach Hause bringen und zur selben Zeit
[1:08:58] euch sammeln", spricht der Herr. Und ich habe
[1:08:59] da nicht verstanden. Ich hab gesagt: "Ja,
[1:09:01] bitte nicht so ein bisschen, wie sag
[1:09:02] einfach: Ja oder Nein, hast du ihn gerettet
[1:09:06] oder nicht?" Und ich habe dann gesagt: "Herr,
[1:09:07] bitte gib mir einen neuen Vers." Dann kam
[1:09:09] irgendwie geschlechtsregister. Ich habe
[1:09:11] verstanden, okay, irgendwie will Gott nicht
[1:09:12] mehr antworten.
[1:09:14] Dann habe ich gesagt: "Ja, dann was
[1:09:16] wolltest du mit diesem Vers sagen?" Dann
[1:09:17] ist es mir wie Schuppen von den Augen
[1:09:18] gefallen.
[1:09:21] "Zur selben Zeit in der Auferstehung wird
[1:09:23] er uns sammeln und nach Hause bringen."
[1:09:25] Und ich habe mit diesem Text verstanden,
[1:09:28] dass Gott mir sagen wollte, dass der Opa
[1:09:30] gerettet hat. Ich meine, ich wusste ja,
[1:09:31] dass er auf einmal dann auf seinem
[1:09:35] Sterbebett bereit war, dass wir für ihn
[1:09:37] beten. Und ich wusste dann zu dem
[1:09:39] Zeitpunkt, weil ich dadurch auch zu
[1:09:41] inneren Frieden auf einmal bekommen habe,
[1:09:44] dass mein Opa in der Auferstehung dabei
[1:09:46] sein wird, obwohl er 82 Jahre lang nicht
[1:09:49] mit Gott gelebt hat. Aber ich habe nicht
[1:09:50] gewusst, wie das alles vonstatten
[1:09:54] gegangen ist. Und das hat mich immer so
[1:09:57] erinnert an diese Stelle im Matthäus bei der
[1:09:59] Kreuzigung, als dieser Schächer, der die
[1:10:02] neben Jesus hing, gesagt hat: "Denn nur
[1:10:04] gesagt hat: "Herr, denk an mich, wenn du
[1:10:05] dann reich kommst." Ja, denn nur gesagt:
[1:10:06] "Denk an mich."
[1:10:09] Jesus hat gesagt: "Wahrlich, ich sage dir,
[1:10:12] heute du wirst mir im Paradies sein."
[1:10:13] Dieser Mann, der hat denn in diesen letzten
[1:10:16] Stunden von seinem Leben noch mal alles
[1:10:18] überdacht, noch mal alles Revue passieren
[1:10:21] lassen und hat verstanden, dass er einen
[1:10:23] anderen Weg im Leben gehen musste. Und
[1:10:26] Jesus hat ihm, obwohl er nur gefragt hat
[1:10:29] oder gesagt hat: "Denk an mich", hat ihm
[1:10:30] das ewige Leben versprochen.
[1:10:32] Und das war für mich damals auch so
[1:10:34] kostbar. Und als ich das verstanden habe,
[1:10:35] dann bin ich mit dem Aufzug nach oben
[1:10:39] gefahren zur Intensivstation. Und ich
[1:10:41] meine, es war ja eine ernste Situation,
[1:10:43] dass er gerade jemand gestorben, aber ich
[1:10:44] war so fröhlich und so glücklich
[1:10:47] innerlich. Ich habe für meinen Opa keine
[1:10:50] einzige Träne geweint. Ich vermisse ihn
[1:10:52] sehr und ich habe ihn sehr geliebt und
[1:10:53] ich freue mich, ihn wieder zu sehen. Aber
[1:10:55] über seinen Tod habe ich keine einzige
[1:10:57] Träne geweint, weil die Freude, dass er
[1:11:00] gerettet war, gerettet ist, größer ist.
[1:11:02] Jedenfalls kam ich dann bei ihm in die
[1:11:04] Intensivstation. Meine Mutter kam mir
[1:11:05] dann gerade entgegen. Und ich habe mir
[1:11:07] dann so diese ganzen Gebetserfahrungen
[1:11:10] und diese Verse so erzählt. Dann ist sie
[1:11:12] auch in dieser aufgeblüht. Und dann kamen
[1:11:15] wir da rein, und meine ganze Familie war
[1:11:17] dann da. Und es war eine sehr ernste
[1:11:19] Situation, natürlich alle waren traurig. Und
[1:11:21] es war irgendwie paradox, weil meine
[1:11:24] Mutter nicht so fröhlich waren dabei. Und
[1:11:26] meine Tante ist dann auch ganz
[1:11:28] hysterisch geworden und das Fenster muss
[1:11:30] aufgerissen werden, die Seele muss raus!
[1:11:34] Seele muss raus, die Seele muss raus! Und
[1:11:36] wirklich, es war eine ernste Situation,
[1:11:38] weil er ja gerade da liegt, ja eine
[1:11:39] Leiche.
[1:11:41] Aber meine Mutter und ich, wir haben uns dann
[1:11:42] angeschaut. Wir mussten echt bisschen
[1:11:45] schmunzeln, weil natürlich dann keine
[1:11:49] Seele rausfliegt. Und meine Mama hat dann
[1:11:51] auch in dem Moment gesagt: "Stopp.
[1:11:54] Er schläft seine Seligkeit. Nirgends hin.
[1:11:57] Er schläft." Und hat sie gesagt: "David hat
[1:11:59] etwas Wundervolles erlebt. Jetzt erzähl
[1:12:01] mal." Dann stand ich da so völlig
[1:12:02] verdutzt und habe das meiner Familie
[1:12:05] erzählt. Und sie waren dann auch haben
[1:12:06] zugehört. Und irgendwie hat es diese
[1:12:08] gepackt. Und ich habe dann später
[1:12:12] erfahren von meiner Tante, dass sie auch
[1:12:14] einige Tage zuvor bei meinem Opa im
[1:12:16] Krankenhaus war und erst an die Decke
[1:12:19] hoch gestarrt hat. Und dann hat sie ihn
[1:12:21] gefragt, ob er was sieht. Dann hat er
[1:12:24] genickt. Hat sie ihn gefragt: "Einen
[1:12:25] Gegenstand, weil da was ein
[1:12:28] Belüftungsschacht?" Nach dem Kopf
[1:12:30] geschüttelt. Nach dem gefragt: "Siehst du
[1:12:33] deine Person?" Nach dem genickt hat sie
[1:12:36] gefragt: "Kenne ich die Person?" Aber dann
[1:12:37] war es still.
[1:12:40] Und als ich dann abends darüber
[1:12:43] nachgedacht habe,
[1:12:45] habe ich auch gesagt: "Herr, wie konnte er
[1:12:47] eigentlich gerettet werden? Was hieß es
[1:12:49] vonstatten gegangen?" Und ich wusste, wie
[1:12:52] gesagt, er ist gerettet. Er hat da
[1:12:54] irgendeine Person gesehen. Und dann ist
[1:12:55] es mir auch da wie Schuppen von den
[1:12:57] Augen gefallen. Er hat immer mit seinen
[1:12:59] Händen so nach oben gezeigt und dann auf
[1:13:01] seine Hände. Und ich hab dann damals auch
[1:13:04] gesagt: "Mama, ich kenne nur eine Person im
[1:13:07] Universum, die zerstochene Hände hat, die
[1:13:08] Menschen retten kann."
[1:13:13] Die mit ihm geredet haben, könnte er halt
[1:13:15] immer so nach oben gezeigt hat. Meine
[1:13:17] Tante dann mitgeteilt, dass sie da eine
[1:13:19] Person dann hat, dann so auf seinen Mund
[1:13:22] getippt, noch seine Hand. Und wie gesagt,
[1:13:25] einige mögen das sicherlich nicht
[1:13:26] glauben. Deswegen ich habe euch die
[1:13:29] Erfahrung erzählt. Es liegt an euch, das
[1:13:30] zu glauben oder nicht. Aber ich glaube
[1:13:33] wirklich, dass mein Opa irgendeiner Art
[1:13:35] und Weise eine Vision hat er auf seinem
[1:13:39] Sterbebett und Jesus ihm irgendwie die
[1:13:41] Grundlagen des Lösungsplans mitgeteilt
[1:13:42] hat, so dass er sich für ihn entscheiden
[1:13:46] konnte. Und das war was unglaublich
[1:13:48] faszinierendes für mich, weil es eine so
[1:13:49] große Sorge war.
[1:13:51] Ich habe meinen Opa sehr geliebt. Wir als
[1:13:54] Familie sehr geliebt. War im Alter,
[1:13:57] erwarten Alterstufe, halsstarriger Mann
[1:14:00] manchmal. Aber war sehr lieb. Und ich habe
[1:14:02] mir so sehr gewünscht, dass er Jesus
[1:14:03] kennen lernt. Und diese Sorge, die wir
[1:14:05] hatten, haben wir auf ihn geworfen. Haben
[1:14:07] gesagt: "Herr, wir können nichts machen. Wir
[1:14:08] können nicht durchdringen. Wir wissen
[1:14:11] nicht, was er aufnimmt und was nicht." Und
[1:14:13] als wir angefangen haben für ihn zu
[1:14:15] beten, haben Dinge begonnen zu geschehen,
[1:14:17] die Menschen nicht zustande bringen
[1:14:20] könnten. Manche Sachen konnten wir ihm
[1:14:22] sagen, wir konnten für ihn beten. Aber das,
[1:14:25] was er auf diesem Weg erfahren hat, was
[1:14:27] er genau gesehen hat, das ist das
[1:14:29] interessante. Irgendwie er hat uns so viel,
[1:14:31] oder Gott hat es möglich gemacht, dass er
[1:14:34] uns so viel mitteilen kann, dass wir
[1:14:35] diese Dinge weiter erzählen können. Und
[1:14:37] dann ist mir auch klar geworden, warum
[1:14:39] ich an diesem Morgen gelesen hab: "Ich
[1:14:41] werde die Taten des Herrn verkünden für
[1:14:43] alle Zeit." Und ich war den Bremern und
[1:14:45] Preisen. Und warum ich auch diesen Text
[1:14:47] gelesen habe, wo Gott zu Habakuk gesagt
[1:14:49] hat: "Ich werde ein Werk in euren Tagen
[1:14:52] tun, dass, wenn man es erzählen würde, man
[1:14:55] es nicht glauben könnte." Das ist was das
[1:14:56] wirklich außergewöhnliche
[1:14:58] Erfahrung habe ich seitdem auch nicht
[1:15:00] mehr gemacht. Aber es ist eine Erfahrung,
[1:15:04] die mir zeigt: Gott hat Möglichkeiten und
[1:15:07] Wege, wie wir es auch in Jesaja 55 lesen,
[1:15:12] die wir nie uns ausmalen könnten. Und wie
[1:15:15] gesagt, dieser alterstufen Mann, der sich
[1:15:17] 82 Jahre lang nicht auf ein Leben mit
[1:15:19] Gott eingelassen hat, obwohl er einige
[1:15:21] Möglichkeiten gehabt hat, hat in den
[1:15:24] letzten fünf, vielleicht drei, vielleicht
[1:15:26] sogar zwei Wochen von seinem Leben, als
[1:15:28] kein Mensch zu ihm durchdringen konnte,
[1:15:31] sich für Gott entschieden, weil Gott
[1:15:34] diese Möglichkeiten hatte. Und darum ist
[1:15:35] es eine Ermutigung für mich gewesen,
[1:15:37] weiter diesen Weg mit Gott zu gehen,
[1:15:39] diese Freundschaft mit Jesus noch
[1:15:41] intensiver zu machen, weil es wirklich
[1:15:43] faszinierend ist, solche Dinge mit Gott
[1:15:46] zu erleben. Und deswegen auch jetzt noch
[1:15:49] mal die Empfehlung an alle jungen Leute,
[1:15:52] vor allem, wenn ihr in den besten Jahren
[1:15:54] eures Lebens steht, wenn ihr voll im Saft
[1:15:57] steht, übergibt dann heute euer Leben
[1:16:00] Gott. Weil Gott wird Dinge machen, wenn
[1:16:02] wir zu ihm beten und wenn wir diese
[1:16:06] Dinge vorlegen, die wir nie, nie uns
[1:16:08] vorstellen könnten.
[1:16:10] Und ja, es ist schön, wenn sich Menschen
[1:16:12] spät bekehren. Opa ist nicht ganz, ganz
[1:16:16] spät bekehrt. Nach 82 Jahren. Einige Leute
[1:16:19] kommen vielleicht mit 40, 50 zu Gott. Aber
[1:16:21] warum nicht jetzt schon am Anfang des
[1:16:23] Lebens? Wir werden Dinge erleben, die so
[1:16:25] schön sind. Und wir werden erkennen, was
[1:16:27] für einen wunderbaren Freund wir in Jesus
[1:16:32] haben. Und das wird uns beflügeln und es
[1:16:33] wird uns alle Schwierigkeiten durchtragen
[1:16:34] können.
[1:16:38] Wir möchten im nächsten Vortrag, der den
[1:16:41] Titel trägt: "Mehr als Engel", noch ein
[1:16:43] bisschen tiefer hineingehen und uns
[1:16:46] anschauen, was eines Tages mal sein wird,
[1:16:48] inwieweit wir Gott nahe kommen und
[1:16:51] welche Schönheiten Gottes Charakter
[1:16:54] steckt. Wir haben es jetzt durch Gottes
[1:16:56] Gnade, durch einige Erfahrungen, die ich
[1:16:57] mit euch teilen konnte, das schon gesehen,
[1:16:59] wie Gott in meinem persönlichen Leben
[1:17:00] wirken kann.
[1:17:02] Aber wir werden es noch einen Blick
[1:17:04] weiter schauen beim nächsten Mal und
[1:17:07] dann uns anschauen, welche wundervollen
[1:17:09] Dinge dahinter stecken, wie
[1:17:12] Gottes Regierung funktioniert und
[1:17:15] welchen Plan er mit uns hat, wenn das
[1:17:17] ewige Leben begonnen hat. Wenn Menschen
[1:17:18] wie mein Opa in der Auferstehung
[1:17:20] dabei sein werden. Und wie schön es dann
[1:17:24] sein wird. Und bevor wir aber jetzt
[1:17:26] abschließend, möchte ich noch mal zu
[1:17:28] einem Gebet einladen, dass wir diese
[1:17:30] Beziehung, diese Freundschaft mit Jesus
[1:17:33] aufbauen, dass wir sagen können: "Welchen
[1:17:36] Frieden verpassen wir und
[1:17:38] welchen Schmerz tragen wir, der so
[1:17:40] nutzlos ist, weil wir nicht alles im
[1:17:43] Gebet zu Gott bringen."
[1:17:45] Himmlischer Vater, ich möchte dir von
[1:17:47] Herzen danken, dass wir uns das Thema
[1:17:49] anschauen konnten, dass wir sehen konnten,
[1:17:52] welche Art von Freundschaft du hast,
[1:17:55] möchtest, nämlich die einer besten
[1:17:56] Freundschaft, wie mit deinem besten
[1:17:59] Freund hier auf der Erde. Und wir möchten
[1:18:01] dir danken, dass es möglich ist, sich so
[1:18:03] intensiv zu erfahren. Und wir bitten dich,
[1:18:06] hilf uns jeden Tag näher und intensiver
[1:18:08] diese Freundschaft aufzubauen, zu
[1:18:13] auszubauen. Und dass wir einfach dich aus
[1:18:15] unserem besten Freund bezeichnen können,
[1:18:16] dass auch die Menschen um uns herum
[1:18:19] sehen, dass du wirklich lebst und dass du
[1:18:22] Menschen retten kannst und willst, dass
[1:18:24] deine Liebe unfassbar tief geht.
[1:18:27] Wir danken dir dafür, Herr. In deinem Namen,
[1:18:28] Herr Jesus. Amen.
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