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Erlebe die 14. Abendansprache des ARME Bible Camps mit Emanuel Baek. Tauche ein in die tiefgründige Botschaft über die baldige Wiederkunft Jesu, basierend auf Lukas 17. Lass dich von dieser inspirierenden Predigt ermutigen und herausfordern.


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Serie: ARME BIBLE CAMP

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Transkript

[1:01] Es ist nicht nur das Vorrecht, in einem anderen Land sein zu dürfen, sondern Army-Deutschland ist wirklich für mich ein ganz großer Segen gewesen. Was kann schöner sein als diese wunderbare Umgebung, die Bedingungen, unter denen wir hier sind? Eine gute christliche Gemeinschaft. Tolles Essen.

[1:46] Und ich möchte euch sagen, dass ich noch eine ganz besondere Beziehung zu Deutschland habe, denn meine Eltern haben sich in Deutschland kennengelernt. Meine Mutter war hier Krankenschwester. Und mein Vater war durch ganz Europa gereist, aber wie die Vorsehung es wollte, haben sie sich hier in Deutschland getroffen. Und sie haben sich ineinander verliebt und sind dann nach Kanada gezogen und haben dort geheiratet. Ihr könnt also sagen, dass ihr sozusagen meine Existenz Deutschland verdankt.

[2:27] Bevor wir mit unserer Botschaft für heute Abend anfangen, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam beten. Soweit wie möglich möchte ich, dass wir dazu gemeinsam niederknien.

[2:46] Unser Vater im Himmel. Wir sind so dankbar heute Abend für den Segen des heiligen Sabbats. Herr, wir bitten dich, dass du in diesen heiligen Stunden uns ganz nahe kommst. Du hast uns in deinem Wort verheißen, dass wenn wir den Segen dieses Tages erfahren, dass wir über die Höhen der Erde schreiten werden. Möge das für jeden Einzelnen von uns in Erfüllung gehen. Und alle diese Dinge bitten wir in Jesus' Namen. Amen.

[3:49] Mein Thema heute Abend ist die baldige Wiederkunft Jesu. Und wenn wir uns heute Abend der Bibel zuwenden und dieses Thema studieren wollen, dann haben wir als Grundlage das 17. Kapitel von Lukas. Wenn wir dort mit dem 22. Vers beginnen, dann werdet ihr erkennen, dass das Thema von Kapitel 17 ab diesem Vers ganz besonders auf das Thema der Wiederkunft Jesu sich fokussiert.

[4:40] Heute Abend möchte ich aber einen ganz bestimmten Vers aus diesem Abschnitt herausgreifen. Denn dieser Vers beinhaltet eine ganz bestimmte Warnung für die Jünger Jesu. Und ich möchte, dass ihr einmal euch den Vers 32 anschaut. Ein ganz kurzer Vers. Wie besagt hier, gedenkt an Lots Frau. Ein sehr kurzer Vers. Aber dieser Abschnitt ist sehr bedeutungsschwer.

[5:34] Und ich möchte heute Abend die Frage stellen, welche biblischen Gründe haben wir dafür, dass Jesus genau das seinen Nachfolgern gesagt hat? In dem Seminar, was Christopher und ich zusammen gehalten haben, haben wir darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, wenn wir eine Passage in der Bibel studieren, dass wir darauf achten, in welchem Kontext sie steht. Um also hier Vers 32 zu verstehen, ist es wichtig, die vorhergehenden Texte zu verstehen. Und das ist das Wichtigste.

[6:15] Und deswegen schaut mit mir zusammen die Verse 30 und 31 an. Die Bibel sagt uns dort, gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird. Also ganz offensichtlich spricht der Vers 30 hier von seinem Kommen, nämlich von dem Tag, wo Jesus offenbart wird. Wir brauchen uns also nicht die Frage zu stellen, von welchem Tag der Vers 31 spricht, wenn es dort heißt, an jenem Tag, wer an jenem Tag. Das basiert auf dem, was wir gerade in Vers 30 gelesen haben. Dass wir wissen, wenn Jesus in Vers 31 von jenem Tag spricht, dass das nur der Tag sein kann, seines zweiten Kommens, also seiner Wiederkunft.

[7:37] Und dann heißt es in Vers 31, wenn wir weiterlesen, wer an jenem Tag auf dem Dach ist und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um dasselbe zu holen. Oben ebenso, wer auf dem Feld ist, der kehre nicht wieder zurück. Selbst wenn wir ein ganz neuer Siebentagsadventist sind, habt ihr ohne Zweifel schon ein oder zwei Predigten über die Wiederkunft Jesu gehört. Und ihr wisst, dass wenn die Bibel die Wiederkunft Jesu beschreibt, die Bibel beschreibt ein kataklysmisches Ereignis, eine vollständige Zerstörung der gesamten Welt. Die Bibel sagt, dass die Himmel zurückgerollt werden, wie eine Schriftrolle. Es wird gesagt, dass die Erde verbrennen wird und alles, was darin ist, alle Elemente. Es ist davon die Rede, dass jede Insel weggeschwemmt wird. Die Berge werden weggerückt. Und es ist davon die Rede, dass durch den Zorn des Herrn die ganzen Städte zerbrochen werden.

[9:05] Mit anderen Worten, wenn Jesus wiederkommt, dann wird es auf dieser Erde massive Zerstörung biblischen Ausmaßes geben. Ihr müsst euch jetzt mal in Gedanken vorstellen, wenn all diese Ereignisse stattfinden, Erdbeben, Gebäude brechen zusammen, alles wird einfach nur noch vernichtet, wer würde denn noch recht bei Verstand sein, sich Sorgen machen über irgendwelche Dinge, die in dieser Welt stattfinden? Klingt das nicht irgendwie total verrückt? Irgendwie seltsam?

[9:50] Bist du im Staat Kalifornien? Hat man während der vergangenen Jahre einige sehr ernsthafte Feuer gehabt, Buschfeuer, die in der Trockenheit zugeschlagen haben. Und weil es nicht vorhersehbar ist, wie die Winde sich jetzt drehen würden, ist es nicht vorhersehbar, ob du jetzt dein Haus wirklich evakuieren musst oder nicht. Deswegen löst man das so, dass die Helikopter die ganze Gegend beobachten und wenn sie sehen, dass der Wind sich irgendwie dreht, dann werden die Bewohner, die dann in Gefahr sind, sofort benachrichtigt und es wird ihnen gesagt, ihr habt 15 Minuten euer Haus zu verlassen, das Feuer geht auf euch zu.

[10:59] Und ich kann euch sagen, ich bin in den letzten neun Jahren sehr häufig umgezogen. Ich bin in den letzten neun Jahren wahrscheinlich 50 Mal umgezogen. Bevor ihr jetzt denkt, ich bin ein obdachloser Penner, ich bin Evangelist und ich nehme immer meine gesamte Familie mit mir. Das läuft bei uns also so ab, dass wir an einen bestimmten Ort gehen und dort vielleicht so sechs Wochen lang Evangelisation machen, wir haben unsere ganzen Sachen dabei, wir lassen uns dort nieder und dann ziehen wir um an den nächsten Ort. Man kann also sagen, ich bin im Prinzip Experte, wenn es um Umziehen geht. Und ich kann euch sagen, in 15 Minuten ist es absolut nicht möglich, dass man seinen Flügel mitnimmt.

[12:20] Und in den Nachrichten, in den Zeitungen wurde darüber berichtet, was da abgegangen ist mit den Leuten, die gezwungen waren innerhalb von 15 Minuten ihre Häuser zu evakuieren. Und sie haben herausgefunden, dass da ein bestimmtes Muster innerhalb dieser Leute abläuft. Fast keiner von denen hat seine Kleidung mitgenommen. Sie haben auch nicht ihre Fernseher oder ihre Stereoanlage mitgenommen. Wisst ihr, was sie tatsächlich mitgenommen haben? Sie haben die Dinge mitgenommen, die unersetzlich waren. Sie haben also zum Beispiel ihre Fotoalben mitgenommen.

[13:11] Und ich denke, das ist sehr wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass jemand, der bei Sinnen ist, in so einer kritischen Situation sich nicht heften würde an irgendwelche Dinge, irgendwelche Gegenstände, die ersetzbar sind. Sondern das, was Jesus dort in Vers 31 sagt, ist unmissverständlich. Jesus sagt, wenn ich komme, an dem Tag, an dem ich komme, wenn du auf dem Dach deines Hauses bist, dann gehe nicht ins Haus und versuche, irgendetwas von deinen Sachen zu retten. Wenn du auf dem Feld bist, dann komm nicht zurück ins Haus, um deine Sachen zu holen.

[13:56] Und vielleicht sagt einer von euch, das ist doch verrückt. Jesus ist da, Jesus kommt wieder. Wieso sollte irgendjemand auch nur einen Gedanken daran verschwenden, dass er zurückgeht und seine Sachen holt? Und dann sagt uns Jesus drei Worte, die das erklären, was er sagt. Denn direkt danach sagt er, gedenkt an Lots Frau.

[14:26] Möchtet ihr euch eine Frage stellen? Einfach von dem, was Jesus uns hier sagt. Was war der eine Grund, warum Lots Frau sich umgedreht hat? Es ist ein einziges Wort, das wir in Vers 31 finden. Was war das? Was ist dieses Wort, weswegen sie sich umgedreht hat? In Englisch ist es das Wort, ihre Sachen. In der Schlachterbibel steht, ihr Gerät, also ihre Sachen.

[15:02] Was Jesus hier eigentlich sagt, ist Folgendes. Wenn ich komme, dann seid nicht versucht, euch an die Dinge zu klammern, die Dinge sind, einfach nur Sachen in eurem Haus. Und wenn irgendjemand denkt, wie kann man nur so dumm sein, dass man angesichts dessen, dass Jesus kommt, angesichts so einer Situation überhaupt an Dinge, an physische Dinge denkt, sagt Jesus, denkt an Lots Frau. Denn das ist nämlich genau die Situation, in der Lots Frau war. Sie war kurz davor, dass sie die Zerstörung von Sodom und Gomorra verlieren würde und sie hat sich an diese Dinge geklammert.

[15:59] Ich glaube, dass Jesus wusste, dass kurz bevor er wiederkommt, die Welt völlig gefangen sein wird mit materiellen Dingen. Ich möchte vorsichtig sein, wie ich das jetzt formuliere. Der Feind sind nicht Dinge. Wir brauchen bestimmte Dinge, um zu leben. Das Problem ist, wenn wir diese Dinge mehr lieben, als wir die Wahrheit lieben und als wir Jesus lieben.

[16:37] Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Als ich anfing, als Evangelist zu arbeiten, waren meine Frau und ich erst einige Monate verheiratet. Und obwohl meine Schwiegereltern wirklich sehr reich sind, das bedeutete nicht, dass dadurch meine Frau auch reich war. Wir waren also ein ganz normales Ehepaar, das am Anfang fast nichts besaß. Und als wir anfingen, mussten wir von Hawaii wegziehen. Wir lebten damals dort. Und wir sind dann auf den Kontinent von den Vereinigten Staaten gezogen. Und es war für uns ein gewisses Opfer, denn wir wussten, dass wir am Ende nicht wieder nach Hawaii zurückkehren würden. Und wir haben dann alle unsere materiellen Dinge verkauft. Wir haben unser Auto verkauft, wir haben all unsere Hochzeitsgeschenke verkauft, wir haben im Prinzip alles verkauft.

[17:51] Und wir hatten damals, als wir neu anfingen, im Prinzip nicht mehr Dinge als das, was in ein kleines Auto hineinpassen würde. Und wir hatten also einen Honda Accord, vielleicht kennt ihr das Auto, aber alles, was wir hatten, passte in dieses Auto rein. Und wisst ihr, was geschah, als die Zeit verging? Meine Frau wurde schwanger. Wir hatten ein Baby. Ihr wisst also, wenn man ein Baby hat, dann braucht man ein Autositz fürs Baby. Und du musst natürlich auch einen Kinderwagen haben. Und mit der Zeit wurde es dann sehr, sehr schwierig, dass wir alle Sachen, die wir besaßen, wenn wir wieder mal umzogen, in dieses Auto hineinzupacken. Und an irgendeinem Punkt wurde es dann einfach unmöglich. Das Auto war wirklich schon bis an die Decke alles total vollgepackt.

[18:55] Und ich sagte dann, okay, wir müssen einfach ein neues Auto kaufen. Und das taten wir dann auch. Und wir hatten dann ein SUV. Also ein Jeep. Und als wir den dann hatten, das passte alles wieder wunderbar rein und wir hatten noch zusätzlich Platz. Und wenn ich fuhr, konnte ich tatsächlich hinten aus dem Rückfenster wieder rausschauen. Aber sehr schnell und es scheint so, dass also sehr schnell die Situation sich ändert, als wenn die menschliche Natur so ist, dass wenn wir irgendwo Leerräume haben, dass wir so schnell wie möglich diese Leerräume wieder füllen wollen.

[19:53] Und sehr schnell war es dann wieder so, dass wir das Auto voll hatten, bis zur Decke. Es war alles total gefüllt mit unseren Sachen. Und dann kam unser zweites Kind, ein Sohn. Das heißt, wir brauchten zwei Kindersitze. Also von allem, Kinderwagen und so weiter, brauchten wir zwei Dinge. Und bald war es einfach unmöglich, dass wir alle unsere Besitztümer in dieses Auto hineinpacken konnten. Und was ich dann gekauft habe, ist also so ein Jet, ich weiß gar nicht genau, wie das heißt, also so ein Kasten, so einen runden Kasten, den man oben drauf aufs Dach tun kann, vom Auto. Eine Dachbox. Ja, eine Dachbox.

[20:45] Und sobald wir das dann gekauft hatten, war alles wieder wunderbar in Ordnung. Man konnte hinten wieder aus dem Rückfenster rausschauen, wir hatten Platz im Auto. Und es dauerte aber nur ungefähr ein oder zwei weitere evangelistische Serien, bis das alles wieder voll war. Oben auf dem Dach war alles voll und innerhalb des Autos war auch alles wieder bis zur Decke. Was haben wir gemacht? Jetzt haben wir uns einen Anhänger gekauft, den wir hinten anhängen konnten.

[21:35] Und was dann passierte ist, der Anhänger war wirklich groß und alles, was wir vorher im Auto untergebracht hatten, das war jetzt hinten im Anhänger drin. Und das war wirklich toll, wenn man fuhr, man konnte hinten wieder rausgucken, man hatte Platz. Aber das Erstaunliche ist, sehr schnell wurde dieser Leerraum wieder gefüllt.

[22:03] Und seht ihr, ich begann dann Folgendes zu entdecken. Es ist so, dass wir in der menschlichen Natur irgendeine Art Erfüllung empfinden, wenn wir Sachen bekommen. Und sehr schnell war also, der Anhänger war voll, der Jeep war total voll und es wurde richtig eine Last, alle diese Dinge mitzunehmen und zu versorgen. Es waren ja ganz bestimmte Dinge, die wir brauchten, also unsere Projektoren und die technische Ausrüstung und so weiter. Es wurde eine Last, das alles mitzunehmen.

[22:57] Und wir haben dann einige ziemlich schwierige Entscheidungen treffen müssen. Wir haben dann die Menge der Kleidung, die wir mitnahmen, zum Beispiel reduziert. Wir haben also zum Beispiel gesagt, wir dürfen nur ein Paar Jeans mitnehmen. Und wir haben also reduziert, reduziert, aber trotzdem waren da so viele Dinge, die wir brauchten, die einfach nicht mehr hineinpassten.

[23:39] Und unser Apartment wurde also immer voller mit diesen Extra-Kartons, Boxen, irgendwelchen Behältnissen, mit Dingen, die wir brauchten und es wurde einfach immer voller und immer mehr. Wisst ihr, was wir dann gemacht haben? Wisst ihr, was so eine Lagereinheit ist? Also das sind so Einheiten, kleine Lagerplätze, die man mieten kann, wenn dein Haus oder deine Garage schon völlig voll sind. Und wir haben dann in Loma Linda, in Kalifornien, einen von diesen Lagerräumen gemietet. Und zwar haben wir die kleinste Einheit gemietet, die angeboten wurde. Aber wisst ihr, innerhalb von drei Jahren war dieses Lager total voll, bis an die Decke.

[24:41] Und ich nehme mal so ganz vorsichtig an, dass einige von euch in diesem Raum ein ähnliches Problem und eine ähnliche Erfahrung durchgemacht haben wie ich. Ich möchte ganz vorsichtig sein und möchte hier klar sein, es sind nicht die Dinge, die schlecht sind, sondern es ist die Liebe zu diesen Dingen. Also die Liebe zu diesen Dingen und die Energie, die man da reinsteckt für diese Dinge, das sind die Dinge, vor denen Jesus warnt, wenn er sagt, Gedenke an Lots Frau.

[25:32] Es ist so in unserer Gesellschaft, dass wir uns selbst, unser Selbst, auch die Art und Weise, wie andere uns anschauen, irgendwie verknüpft ist mit den Dingen, die wir besitzen. Wenn man ehrlich mit sich selbst ist, dann werdet ihr wahrscheinlich zugeben, dass euer Selbstwertgefühl teilweise auf dem basiert, was ihr habt, also zum Beispiel das Auto, was ihr fahrt, das Telefon, das ihr benutzt, um jemanden anders anzurufen, die Handtasche, die man bei sich hat.

[26:20] Seht ihr, Satan hat die Dinge irgendwie so geführt, dass die Dinge, die wir besitzen, die Sachen, die wir besitzen, irgendwie so viel von unserer Aufmerksamkeit nehmen. Es gab einen deutschen Philosophen, sein Name war Georg Simmel und er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel Die Philosophie des Geldes. Und er sagte Folgendes. Je mehr das Geld ins Zentrum unseres Lebens rückt, je stärker es notwendig ist, dass die Leute einen künstlichen, materiellen Stimulus haben, um selbst befriedigt zu sein.

[27:22] Und all diese Dinge, die wir haben in der Gesellschaft, die unsere Realitäten nachmachen, unsere 3D-Fernseher und so weiter, sind alle nur dazu da, uns dahin zu bringen, dass wir in einem kurzen Moment aus uns selbst heraustreten und etwas erleben. Ab und zu bin ich mal in den osteuropäischen Ländern und sie haben mir etwas sehr Interessantes erzählt. Sie sagten, während der Zeit des Kommunismus, nachdem die Arbeit vorbei war, was also ungefähr um 5 Uhr nachmittags war, sind die Leute nach Hause gekommen, und alle Leute waren irgendwo auf der Straße und sie haben miteinander gesprochen. Die Kinder liefen herum und es gab einfach einen ganz starken Sinn von Gemeinschaft.

[28:22] Aber nachdem dann der Einfluss des Westens sichtbar wurde, besonders das westliche Fernsehen, wenn man dann um 5 Uhr nachmittags auf die Straße ging, war keiner mehr da. Jeder war in seiner Wohnung und hat Fernsehen geschaut. Und seltsamerweise waren die Menschen alle sehr einsam.

[28:50] Jesus wusste, dass bevor er kommt, dass die Welt in diesem falschen Befriedigung des Materialismus gefangen sein würde. Und er sagte ganz spezifisch zu seinen Jüngern, wenn ich komme, dann geht nicht zurück nach euren Sachen. Habt nicht eure ganze, euer Interesse gebunden an diese Dinge dieser Welt. Denn wenn diese, wenn ihr eure Zunahme ganz an diese Dinge der Welt hängt, dann werdet ihr, genau wie Lots Frau, verloren sein, wenn die Zerstörung kommt. Lots Frau hat sich umgedreht, aufgrund von materiellen Dingen.

[29:54] Nehmt bitte eure Bibeln und schaut euch einmal Vers 31 an. Um zu verstehen, warum Jesus hier über Lots Frau spricht, müssen wir verstehen, was er im darauffolgenden Vers dann sagt, Vers 33. Jesus sagt dort, wer sein Leben zu retten sucht, der wird es verlieren. Und wer sein Leben verliert, der wird es erhalten.

[30:30] Warum sagt Jesus hier diese Worte? Weil er nämlich in dem vorhergehenden Vers das Beispiel von Lot und seiner Frau benutzt hat. Um diesen Abschnitt hier wirklich zu verstehen, müssen wir wissen, dass davor etwas kommt, was dazugehört zu dem Verständnis. Schaut euch einmal Vers 26 an. Und danach schauen wir gemeinsam Vers 28 an.

[31:04] Wenn wir jetzt Vers 26 uns anschauen, wen benutzt Jesus hier als Beispiel für jemanden, der wirklich bereit ist, wenn die Zerstörung kommt. Und macht es nicht Sinn, Noah ist hier ein Symbol, für Menschen, die bereit sind, wenn Jesus kommt. Noah hat es geschafft, aus dieser alten Welt der Sünde hinübergerettet zu werden, in die neue Welt, die Gott gereinigt hatte. Und deswegen benutzt Jesus Noah hier als ein Symbol, als eine Illustration der Menschen, die genau wie Noah bereit sein werden, wenn diese neue Welt kommt.

[32:00] Vers 28 dann. Benutzt er eine andere Geschichte aus dem Alten Testament, um etwas anderes zu illustrieren. Und er sagt genauso, wie es in den Tagen Lots war. Das heißt, Jesus benutzt hier eine weitere Geschichte, um klar zu machen, was es bedeutet als ein Symbol der Vorbereitung, die notwendig ist, wenn Jesus wiederkommt.

[32:34] Diese beiden Geschichten haben eine ganz besondere Bedeutung, denn sie sind von Jesus selbst ausgewählt worden. Und ich möchte euch hier einige Fragen stellen, ein kleines Quiz machen, damit ihr die Bedeutung erkennt, warum gerade diese beiden Geschichten von Lot sind, was wir Bibelstudenten als biblisches Kontrast nennen.

[33:14] Und ich möchte das für euch mit einem kurzen Quiz illustrieren. In der Zeit Noahs. Was hat Gott dort benutzt, um die Welt zu vernichten? Wasser. In der Zeit Noahs. Was war das Mittel der Zerstörung, was Gott benutzt hat, was er gegen die Städte Sodom und Gomorra geschickt hat? Es war Feuer. Ihr könnt hier sehen, dass genau an dieser Stelle schon ein direkter Gegensatz ist. Wir haben auf der einen Seite Wasser und auf der anderen Seite Feuer.

[34:00] Aber das ist nicht alles. Wie lange Zeit bevor die Flut tatsächlich kam, hat Gott Noah gewarnt, dass diese Sinnflut kommen sollte? Wie lange? 120 Jahre. Wie lange bevor die Zerstörung Sodoms kam, hat Gott Lot gewarnt, dass die Zerstörung kommen würde? Wie lange? Ihr könnt das also nachgucken in 1. Mose 19. Da wird gesagt, dass die Engel, die Gott gesandt hat, und die Bibel sagt dann, dass sie am nächsten Morgen wieder weggingen. Wie viel Stundenzeit war da? Vielleicht 12 Stunden. Vom Abend bis zum Morgen.

[35:58] Wir haben also in einer Geschichte 120 Jahre Warnungszeit und in der anderen Geschichte 12 Stunden. Wie viele von Noahs Familie wurden dort in der Vernichtung durch die Sinnflut gerettet? Wie viele? Alle. Darum geht es. Jeder Einzelne aus seiner Familie wurde gerettet. Und ich möchte noch etwas betonen. Nicht nur seine Söhne, sondern auch die Frauen seiner Söhne wurden gerettet. Wie viele aus Noahs Familie wurden gerettet? Wie viele? Das ist eine trickreiche Frage. Wir wissen, Noahs Frau wurde nicht gerettet.

[35:52] Und wenn man jetzt die Geschichte von Lot studiert, nachdem seine Töchter aus Sodom herausgekommen waren, haben sie wirklich einige sehr böse Dinge getan, dass Sodom in ihnen war, dass Sodom sie nicht verlassen hatte. Und wir sehen hier diesen interessanten Gegensatz. Auf der einen Seite werden alle gerettet, auf der anderen Seite wird fast keiner gerettet. Und das ist jetzt eine wichtige Frage.

[36:30] Wie viel hat Noah verloren, als die Flut kam? Also was ich meine ist, wie viele seiner eigenen materiellen Gegenstände verlor er? Wie viel? Er hat nichts verloren. Und du fragst jetzt vielleicht, woher weißt du das? Ellen White sagt nämlich, dass Noah alles, was er besaß, in den Bau der Arche investiert hat. Wisst ihr, was das bedeutet? Wisst ihr, das bedeutet, dass Noah an irgendeinem Punkt gesagt hat, meine liebe Familie, wir werden jetzt das Haus verkaufen, denn wir brauchen das Geld. Wir werden die Schafe verkaufen, wir werden die Ziegen verkaufen. Das heißt, alles, was Noah besaß, hat er investiert in den Bau der Arche. Aber jetzt war die Folge. Als die Flut kam, wo war das Geld Noahs? Es war alles in der Arche. Das heißt, Noah hat nichts verloren.

[37:42] Aber das ist jetzt der interessante Punkt hierbei. Wie viel verlor Lot, als die Zerstörung über Sodom kam? Wie viel hat er verloren? Er hat alles verloren. Das ist der Grund, warum Jesus im Vers 33 sagt, und zwar sagt er das ja direkt, nachdem er an Lots Frau erinnert hat. Wir wissen, warum Lots Frau zurückgeschaut hat.

[38:22] Er sagt, wer sein Leben zu retten sucht, der wird es verlieren. Ich möchte euch eine Frage stellen, zwischen Noah und Lot. Wer war derjenige, der gehofft hatte, dass er wirklich ein gutes Leben führen könnte? Wenn wir jetzt zwischen diesen beiden entscheiden sollten. Es war Lot. Erinnert ihr euch an die Geschichte von Lot? Ich gebe euch hier eine Hausaufgabe. Geht heute Abend und lest mal die Geschichte, wie es um die Städte in der Ebene ging. Wenn ihr dort von Lot lest, er ist sehr, sehr reich geworden. Wenn wir mal die Geschichte auf unsere moderne Zeit übertragen, dann war Lot ein großer Mann. Ich glaube, dass er in Sodom und Gomorra Immobilien besessen hat. Wahrscheinlich hat er Aktien und Bonds und alles sowas besessen. Ich glaube, dass er sein Geld investiert hatte, dort in der Bank von Sodom. Seine Kinder haben die Universität von Sodom besucht. Mit anderen Worten, Lot hatte ein wirklich gutes Leben. Er wollte alle diese Vorteile, die das Leben bot, für sich haben.

[39:52] Es ist wirklich ironisch, dass er dachte, dass alle diese Dinge, von denen er dachte, dass sie ihm hier auf dieser Erde ein gutes Leben bieten. Eigentlich die Ursache waren seines großen Verlustes, den er erlitt, als die Zerstörung zuschlug. Seht ihr, Noah ist die Person in Vers 33, von dem gesagt wird, und wer es verliert, wer sein Leben verliert, und ich möchte hier hinzufügen, um meinetwillen, der wird es erhalten.

[40:30] Wenn du 120 Jahre lang damit zugebracht hast, ein einziges Projekt durchzuführen, und du all deine Ressourcen, deine Energie und deine Zeit alles investiert hast in dieses Projekt, von dem die Leute sagen, es ist absolut verrückt, dann wirst du nicht ein besonders bequemes Leben haben. Könnt ihr euch vorstellen, die Nachbarn von Noah, dass die wirklich gedacht haben, dieser Mann, der spinnt total. Also Noah hatte nicht ein gutes Leben hier. Er hat auf dieser Erde nicht wirklich ein tolles Leben gehabt.

[41:24] Aber Noah hat, indem er alles, was in seiner Möglichkeit stand, das umzusetzen, was Gott ihn gebeten hatte zu tun. Dadurch war er in der Lage, sein Leben zu retten. Ich möchte euch fragen, was passiert hier zwischen diesen beiden Beispielen? Übrigens, ich möchte euch nicht hier den Eindruck hinterlassen, dass Lot verloren war. Ich glaube, dass bevor Jesus wiederkommt, es zwei Klassen von Menschen geben wird. Zwei Gruppen von Gerechten. Es wird Gläubige geben, die aufgrund dessen, dass es auf uns zukommt, ganz bestimmte Vorbereitungen treffen werden. Und sie werden Opfer bringen, die für andere Leute vielleicht seltsam erscheinen. Sie haben vielleicht nicht die Möglichkeit, die besten Universitäten der Welt zu besuchen. Vielleicht werden sie kein großes Vermögen anholfen können. Sie werden vielleicht alle ihre Talente, ihre Zeit, ihre gesamte Energie investieren, um Gottes Reich zu bauen. Aber indem sie das tun, das hat auch Auswirkungen auf ihre Kinder. Ihre Kinder werden sagen, Mama und Papa glauben wirklich das, was sie tun. Sie werden den Segen erleben, dass ihre eigene Familie gerettet wird.

[41:16] Und es wird aber auch einige wie Lot geben, die gerne jeden Vorteil, das dieses Leben auf dieser Erde zu bieten hat, für sich in Anspruch nehmen möchten. Ich möchte hier vorsichtig sein und möchte, dass ihr wirklich versteht. Es gibt Menschen, die wirklich hier ein gutes Leben leben, aber auch das ewige Leben bekommen werden. Es sind Leute, die einfach diese Wahrheiten, die wir schon kennen, kannten und deswegen ihr Leben ganz anders ausgerichtet haben, aber später in ihrem Leben die Wahrheit kennenlernen und sich bekehren und trotzdem gerettet werden. Aber wenn das dein Ziel ist, dass du danach trachtest, hier auf dieser Erde ein wirklich tolles und bequemes Leben zu führen, dass sich die Worte Jesu erfüllen werden, dass du versuchst, hier dein Leben zu erhalten, ein tolles Leben, dass du Gefahr läufst, dein ewiges Leben zu verlieren.

[44:42] Man kann hier eine Untersuchung machen über jede Person aus der Bibel. Und ihr werdet kein einziges Beispiel finden von einer Person, die hier ein tolles, großartiges Leben auf Erden hatte und gleichzeitig das ewige Leben bekommen hat. Ich möchte natürlich hier vorsichtig sein mit dieser Aussage. Wenn wir uns Lot anschauen, dann hat er die falsche Entscheidung getroffen, wenn es darum ging, wo er gelebt hat, wo er investiert hat, alle diese Dinge in seinem Leben und trotzdem können wir sagen, und trotzdem wissen wir, dass er gerettet wurde. Aber seine Rettung ist das, was die Bibel beschreibt, ein Scheit aus dem Feuer gerettet. Er wurde aus dem Feuer heraus gerettet.

[45:50] Ich möchte euch drei Verse zeigen, die in Verbindung stehen mit Vers 33. Denn dieser Satz, den wir hier finden in Vers 33, wer sein Leben zu retten sucht, der wird es verlieren und wer es verliert, der wird es erhalten. Über diesen Satz Jesu haben wir nur zweimal einen Bericht in der Bibel. Also die einzige andere Stelle, an der Jesus genau das formuliert, hat er nur zweimal, aber die andere Zeit, in der er es sagt, wird es in drei verschiedenen Gospeln aufgenommen.

[46:52] Schaut mit mir auf Matthew 16. Und schaut mit mir auf Vers 24. Vers 16, Vers 24. Und hier sagt Jesus Folgendes. Da sprach Jesus zu seinen Jüngern, wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Und in Vers 25 sagt er dann wieder, denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben verliert, um meines Willen, der wird es finden.

[47:50] Freunde, ich möchte hier einen berühmten deutschen Theologen zitieren. Dietrich Bonhoeffer, habt ihr sicher schon mal gehört. Er hat ein großartiges Buch geschrieben, was heißt Der Preis der Jüngerschaft, oder Der Preis der Nachfolge. Und Bonhoeffer hat Folgendes gesagt. Wenn Gott einen Menschen ruft, wisst ihr, wie es weitergeht? Dann ruft er ihn auf zu sterben.

[48:25] Und woher hat er diese Idee? Dieses Konzept finden wir genau in Matthäus 16, Vers 24. Denn hier sagt Jesus, wenn jemand mir nachfolgen will, so verleugne er sich selbst und nehme was auf? Sein Kreuz. Und ich möchte euch heute erklären, was das eigentlich bedeutet.

[48:58] Viele Menschen heutzutage verstehen nicht, was das praktisch eigentlich bedeutet, sein Kreuz auf sich zu nehmen. Auf den Philippinen, bei jeder Osterzeit, gibt es in einem bestimmten Bereich der Philippinen eine ganz bestimmte Tradition. Während der Osterzeit ein Mensch tatsächlich ein Kreuz, ein richtig physisches Kreuz trägt. Aber das ist nicht das, was Jesus meinte. In den Vereinigten Staaten war ein Mann, der ein großes Kreuz, ein sehr großes Kreuz aus Aluminium getragen hat und ist durch die gesamten Vereinigten Staaten mit diesem Kreuz gewandert. Aber auch das meinte Jesus nicht.

[50:02] Was bedeutet es, sein Kreuz auf sich zu nehmen? Es ist wichtig zu verstehen, welche Rolle das Kreuz im Leben spielt, wenn wir zum Garten Gethsemane kommen. Dort hat Jesus gerungen. Und ich benutze das Wort nicht so nebenbei. Er hat wirklich gerungen gekämpft. Er hat gerungen, weil er wusste, was Gottes Wille für ihn war und wovor seine natürliche, menschliche Natur zurückgeschreckt ist.

[50:50] Wenn ihr euch anschaut, was Jesus dort gesagt hat, beachtet bitte sorgfältig, er hat gesagt, nicht mein Wille. Wenn er wirklich gewollt hätte, diesen Weg zu gehen, wenn er nach Golgatha das Kreuz auf sich genommen hätte, dann hätte er doch gesagt, mein Wille und dein Wille geschehen. Aber seine natürliche, menschliche Natur ist zurückgeschreckt vor dieser Demütigung, vor diesem Schmerz, vor all dem, was dort auf Golgatha auf ihn zukam.

[51:32] Und als Jesus also dann seinen Nachfolgern gesagt hat, nehmt auf euch euer Kreuz. Ein Kreuz für einen Gläubigen ist das, von dem er weiß, es ist der Wille Gottes im Himmel, aber gleichzeitig steht dieser Wille Gottes im Gegensatz zu dem, was meine ganz normale, menschliche Natur ist, das, was ich mir eigentlich wünsche, es ist konträr zu dem.

[52:14] Für einige Menschen bedeutet es zum Beispiel, sein Kreuz auf sich zu nehmen, dass eine Beziehung, die zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen besteht, aufgelöst wird. Sein Kreuz auf sich zu nehmen, würde für andere zum Beispiel bedeuten, eine aktive Rolle in einem Dienst, in einem Ministry zu übernehmen. Sein Kreuz auf sich zu nehmen, würde für einige andere zum Beispiel bedeuten, den Beruf, den ich gerne erlernen möchte, abzuschreiben und eine andere Richtung einzuschlagen.

[53:04] Seht ihr, das Kreuz steht für Dinge, die konträr sind zu unseren eigenen menschlichen Wünschen, aber in Harmonie sind mit dem, was Gott will. Aber wenn du versuchst, die Grenzen, die es gibt, zu vermeiden, wenn du versuchst, hier ein tolles, wunderbares Leben zu haben.

[53:38] Seht ihr, einer der Gründe, der dazu führte, dass Lotts Frau sich umdrehte, war, dass sie einfach dieses Verlangen, diese unstillbare Sehnsucht hatte, nach den Dingen, die sie dort in Sodom besessen hat. Und Jesus sagt, wer versucht, sein Leben zu gewinnen, wird es verlieren.

[54:03] Seht ihr, Freunde, heute Abend, wir wissen, Jesus kommt, und Jesus kommt bald. Aber bevor er kommt, wird es ganz deutlich zwei unterschiedliche Klassen geben, die sich auf sein Kommen vorbereiten. Und von diesen zwei Beispielen, die Jesus uns gegeben hat, im Angesicht dieser zwei Beispiele gibt uns Jesus eine sehr ernste Warnung, er gibt uns den guten Rat, er sagt, denkt an Lotts Frau, er gibt wirklich ein warnendes Beispiel.

[54:48] Übrigens, an welcher Stelle ist Lotts Frau gestorben? Wo wurde sie in eine Salzsäule verwandelt? Wo war das? Als ich in der Gemeinde aufgewachsen bin, hatten wir dort in der Kindersabbatsschule diese großen Poster, diese Bilder, die man dann jede Woche eins umgeschlagen hat und eine neue Geschichte hatte. Und ich erinnere mich daran, dass ich dort ein Poster gesehen habe von Lotts Frau. Und auf diesem Bild ist Lot zu sehen und seine zwei Töchter und seine Frau. Und man sieht, wie sie laufen und man sieht gleichzeitig, wie Lotts Frau wirklich gefroren ist zu einer Salzsäule und wie sie sich gerade in dem Moment umdreht. Aber tatsächlich ist das gar nicht eine richtige Darstellung.

[55:48] Sondern wenn wir die Bibel sorgfältig lesen, dann wird dort gesagt, dass Lot und seine Familie es geschafft hatten, zu einer Stadt, die ganz in der Nähe lag, nämlich Zoar zu gelangen. Und es war in Zoar, in der Sicherheit dieser Stadt, dass Lotts Frau sich umgewandt hat. Wisst ihr, was das bedeutet? Es bedeutet, dass Lotts Frau tatsächlich dem gehorsam geleistet hat, was Gott ihnen befohlen hat. Das heißt, Gott hatte ihnen gesagt, geht raus aus Sodom, geht nach Zoar, da seid ihr in Sicherheit und sie hatten es getan.

[56:43] Das heißt, äußerlich gesehen hat Lotts Frau tatsächlich das Gebot Gottes umgesetzt. Aber innerlich. Das heißt mit anderen Worten, obwohl sie das tat, was Gott gesagt hatte, war ihr Herz nicht dabei. Wir haben jetzt im Moment Sabbat. Wir arbeiten nicht, wir sind hier. Und obwohl es Sabbat ist und du hier sitzt und du Gottes Ruhe erfährst, das heißt körperlich, physisch gesehen, stimmst du überein mit Gottes Wort, du folgst seinem Wort, du arbeitest nicht. Kann es sein, dass in deinen Gedanken du ganz woanders bist, dass du über Fußball nachdenkst, dass du über bestimmte Filme nachdenkst, dass du innerlich ganz woanders bist und gar nicht die Dinge tust, die eigentlich zum Sabbat gehören.

[57:49] Seht ihr, Lotts Frau hat das getan, was Gott gesagt hat, aber sie war nicht bekehrt. Wie ist es, wie steht es mit deinem Herzen heute? Wenn du eins dieser Beispiele sein könntest, die Jesus uns gegeben hat, würdest du Noah wählen? Würdest du die Wahl treffen, dein Leben zu verlieren und all die Annehmlichkeiten dieses Lebens, um diese ewige Belohnung zu bekommen, die Gott für dich vorbereitet hat?

[58:29] Ich möchte Christopher und Rabea bitten, dass sie heute Abend für uns ein Lied singen. Und während sie dieses Lied singen, möchte ich, dass ihr in eurem Herzen betet und bevor wir abschließen, möchte ich eine ganz besondere Einladung aussprechen für den Sabbat und danach werden wir unser Abschlussgebet haben. Und jetzt bitte hört auf dieses Lied, was euch Christopher und Rabea vortragen.

[1:00:11] Du hast mich gefunden und in dir verbunden. Du hast mich gefunden und nie wieder loszulassen. Dies hoffe ich so sehr. Dank sei dir oh Herr. Du hast mich gefunden und in dir verbunden. Du hast mich gemacht, hast stets an mich gedacht. Durch deinen Geist geführt, geleitet. Schützenflügel ausgebreitet. Deine Kraft in mir. Öffnet mir die Tür zum Leben. Deinen Vaterwillen durch den Glauben zu erfüllen. Sprich dein Schöpfungswort und treib das Dunkle fort. Licht durchflutet dann mein Leben, das ich dir gegeben. Erneuere meinen Sinn, führ zum Kreuz mich hin. Dass ich deine Liebe sehe, deinen Plan verstehe. Du trugst meine Schuld, in Liebe und Geduld. Nun darf ich deinem Wort vertrauen, dankbar auf dein Opfer schauen. Du trittst für mich ein, du ermachst mich rein und heilig. Du schaffst in mir neues Leben, wie es war im Anfang. Du mein Gott bist groß. Ich lasse dich nicht los. Dich will ich anbieten und in Ehre von dir. Du bist mein Gott. Ich lasse dich anbieten und in Ehrfurcht vor dich treten. Mein Lob sei dir gebracht, Ehre Tag und Nacht. Cherubim und Seraphim vermeiden sich vor dir. Du hast mich geliebt, was Ewigkeiten wert. Ein neues Lied darf ich nun singen, deinem Namen Lob preisbringen. Komm, Immanuel, schließ mich fest in deine Arme. Endlich ist der Tod besiegt, die Trennung überwunden. Dich, oh Herr, zu sehen, vor deinem Thron zu stehen. Deine Hand zu fassen und niemals zu weinen. Deine Hand zu fassen und nie wieder loszulassen. Ich warte auf die Zeit, bald ist es soweit. Dann darf ich dir entgegen gehen, um dich, oh Herr, zu sehen.

[1:05:43] Ich möchte eine ganz einfache, aber wichtige Einladung aussprechen an diejenigen, die hier sind. Wenn ich ganz ehrlich zu euch wäre, und das bin ich, bevor ich Christus getroffen habe, war mein Ziel einfach nur selbstsüchtig. Ich wollte ein gutes Leben haben. Ich wollte viel Geld verdienen. Und ich wollte einfach nur ein gutes Leben haben. Aber als ich Jesus begegnete, hat sich alles verändert. Ich habe mein Studium verändert. Meine Ziele haben sich verändert. Und ich kann es noch nicht wirklich umfassend verstehen, aber trotzdem habe ich so ein Gespür dafür bekommen, was es wirklich bedeutet, dass Jesus sagt, wer sein Leben verlieren will, der wird es gewinnen, und wer es gewinnt, der wird es verlieren.

[1:07:01] Ich glaube, dass es einige gibt hier im Saal heute Abend, die eine Religion gelebt haben, die ohne Kreuz ist. Mit anderen Worten, du hast ein Leben geführt, wo du alles das getan hast, um das Gott dich bittet. Außer in den Bereichen, die konträr sind zu dem, was dein eigener menschlicher Wille, dein Bedürfnis ist. Jesus hat gesagt, dass wenn du ihm wirklich nachfolgen willst, wenn du ihm folgen willst, dann kannst du den Kreuz auf dich nehmen. Bevor wir jetzt beten, dann gibt es vielleicht heute Abend hier einen Mann, eine Frau, die eine Übergabe an Jesus machen wird, ihm ein Versprechen geben, die dieses Versprechen Gott gegenüber abgeben wird, Jesus gegenüber, die sagt, ich möchte folgen, und ich möchte das Kreuz auf mich nehmen, und ich möchte durch seine Macht und seine Kraft das tun.

[1:08:13] Das Kreuz eines jeden Menschen ist unterschiedlich, jeder hat ein anderes Kreuz. Für mich war das Kreuz in meinen College-Jahren, dass ich entscheiden musste, für welches Thema, für welche Studienrichtung ich mich entscheide. Für einige mag das Kreuz bedeuten, dass sie das tun, was Gottes Wille ist, entgegen der Meinung, entgegen den Wünschen ihrer eigenen Familie. Für einen anderen mag es bedeuten, sein Kreuz aufzunehmen, dass er ganz drastische Veränderungen in seinem Leben durchführen muss, in Bezug auf seinen Lebensstil, auf bestimmte Entscheidungen, die er trifft.

[1:09:05] Was ich gesagt habe, ist nicht ein allgemeiner Aufruf, der jeden anspricht, sondern es ist etwas ganz Spezifisches. Heute Abend haben wir Sabbat, und wir sind hier in dieser wunderbaren Halle, und vielleicht spricht heute Abend ganz gezielt der Heilige Geist zu dir über ein ganz bestimmtes Kreuz, das du auf dich nehmen sollst. Welchen besseren Sabbatanfang kann es geben, dass ich mich wirklich Christus völlig übergebe, dass ich bereit bin, sein Kreuz, mein Kreuz auf mich zu nehmen und ihm zu folgen.

[1:10:03] Und wenn du heute Abend hier bist und spürst, wie der Heilige Geist zu dir spricht, wie Gott zu dir spricht über eine ganz bestimmte Sache, von der du weißt, sie ist in Harmonie mit Gottes Willen, aber sie geht konträr zu deinem eigenen menschlichen Gefühl, und du sagst, Jesus, durch deine Kraft bin ich bereit und möchte gern dieses Kreuz auf mich nehmen und dir folgen, weil du ehrlich bist in Bezug auf diese Entscheidung. Dann möchte ich, dass du diese Entscheidung zeigst, indem du einfach nur in dem Moment aufstehst, dort wo du sitzt, einfach nur aufstehst und durch dieses Aufstehen zeigst, dass du diese Entscheidung getroffen hast. Gott segne euch.

[1:11:03] Und ich möchte wirklich, dass das etwas ganz Spezifisches ist, dass ihr nur aufsteht, wenn es eine ganz bestimmte Sache gibt in eurem Leben, von der ihr wisst, es ist Gottes Wille, aber sie ist in Widerspruch zu dem, was euer fleischliches Begehren ist, das, was ihr eigentlich von eurem menschlichen Zustand her euch wünscht und möchtet, aber ihr wisst, dass diese eine Sache Gott zu übergeben, und ich möchte Gott loben und preisen für jeden Einzelnen, der jetzt hier aufgestanden ist. Es geht nämlich darum, ich brauche nicht zu wissen, welche Art Entscheidung ihr jetzt getroffen habt, aber Gott muss wissen, was ist genau die Sache, für die ihr euch jetzt entschieden habt.

[1:12:01] Und ich möchte euch auffordern, diejenigen, die ihr jetzt steht, dass ihr euer Haupt neigt und ein stilles Gebet sprecht zu Gott und sagt, genau diese Sache ist es, die ich dir heute Abend vorlegen werde, das ist die Entscheidung, die ich jetzt treffe, und ich möchte dieses Kreuz auf mich nehmen, und ich möchte mein Leben nicht hier retten, aber ich möchte mein Leben für Jesus verlieren, damit ich es dort retten kann.

[1:12:49] Freunde, bevor wir hier gemeinsam als Gruppe beten, sprecht in eurem Herzen, sprecht zu Jesus, und lasst ihn ganz speziell wissen, was dieses Kreuz ist, was ihr für ihn auf euch nehmen wollt. Und während ihr mit Jesus sprecht, dann bittet ihn, dass er euch die Kraft gibt, dieses Kreuz zu tragen und ihm zu folgen. Und alle anderen heute Abend, die möchte ich einladen, dass wir alle gemeinsam aufstehen und jetzt gemeinsam als Gruppe beten für diese Menschen, die diese Entscheidung jetzt getroffen haben.

[1:13:37] Unser Vater in dem Himmel. Wir werden heute Abend daran erinnert, wie nah dein Kommen ist. Die Zeichen um uns herum und lasst uns angesichts dieser Zeichen erinnert sein an das, was mit Lotts Frau geschehen ist und an die Warnung, die du ausgesprochen hast. Herr, lass unsere Zuneigung nicht mehr diesen Dingen gehören, nimm sie weg und lass sie auf andere Dinge gerichtet werden. Herr, hilf uns, dass wir so wie Noah, das ist nicht nur wir, sondern unsere ganze Familie, so wie Noah, das umsetzen, was du von uns erwartest, dass wir das suchen und danach trachten, was für das ewige Leben dient. Und bitte verändere uns ganz innen, verändere unser Herz. Dass wir nicht nur äußerlich mit deinem Willen übereinstimmen, sondern dass wir wirklich unser ganzes Herz dem Gehorsam dir gegenüber widmen.

[1:15:01] Herr, für jeden Einzelnen, der zuerst aufgestanden ist und dadurch gezeigt hat, dass er eine Änderung herbeiführen will, dass er dein Kreuz auf sich nehmen will in einer ganz bestimmten Sache. Möge dieser Freitagabend, dieser Sabbat hier beim Army Bible Camp einen Wendepunkt einläuten, eine neue Ausrichtung, dir ganz zu folgen. Und wir beten dies im Namen Jesu. Amen.


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