[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge der Cannstatt Study Hour, dieses Mal die elfte in diesem Quartal, mit dem Thema Petrus und der große Kampf. Und bevor wir in das Studium einsteigen, möchten wir mit einem Gebet beginnen. Unser himmlischer Vater, Herr, wir möchten dich jetzt bitten, dass du bei uns bist und uns durch deinen Heiligen Geist leitest und führst und hilfst zu verstehen, was du in deinem Wort hast niederschreiben lassen, dass wir erkennen, wie sich der große Kampf auch in Petrus' Leben ausgewirkt hat und was wir von ihm lernen können, damit wir für diesen Kampf gewappnet sind und damit wir treu an deiner Seite stehen können und nicht fallen. So bitten wir das im Namen Jesu und danken dir dafür. Amen.
[1:06] Den Merkvers finden wir diese Woche in 1. Petrus, Kapitel 2 und dort Vers 9. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat. Petrus schrieb zwei Briefe. Den ersten davon schrieb er circa 60 bis 63 nach Christus an mehrere Gemeinden, die im Gebiet Asien zu finden waren damals. Und wir steigen ein mit dem ersten Vers im ersten Brief des Apostels Petrus. Dort lesen wir: Petrus, Apostel Jesu Christi. Er stellt sich also erst mal vor als der Apostel Jesu Christi an die Fremdlinge in der Zerstreuung in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien. Er schreibt ja auch die Fremdlinge in der Zerstreuung. Diese Gebiete hier, diese Gemeinden Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien, Bithynien waren Gemeinden von, diese Gemeinden waren lokalisiert, wie gesagt, in der heutigen Türkei. Damals waren das römische Provinzen, bewohnt von Griechen. Und diese Gemeinden dort wurden verfolgt, standen unter Verfolgung. Und Petrus schreibt hier diesen Brief zum Aufbauen und zum Ermahnen der Gemeinde auch zum heiligen Wandel. Und er schreibt hier im ersten Petrus Kapitel 2 Vers 9. Das ist der Merkvers, den wir gerade gelesen haben.
[3:07] Wir lesen hier, dass Petrus an diese Heiden schreibt, an diese ehemaligen Heiden, die sich nun bekehrt hatten vom Finsternis zum Licht. Schreibt hier, dass sie ein auserwähltes Geschlecht seien. Aus dem Alten Testament wissen wir, dass es ein anderes Volk gab, das auserwählt war, ein besonderes Volk, ein besonderes auserwähltes Geschlecht zu sein. Wir finden das im zweiten Mose Kapitel 19 und dort Vers 6. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst. Gott spricht zu Mose und sagt: Israel ist mein auserwähltes Volk. Allerdings war das an Bedingungen geknüpft, was Gott hier Israel sagt. In Vers 5 lesen wir: Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenkt und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Also die Bedingungen, die Gott hier nennt, sind: der Stimme Gottes Gehör schenken, seinen Bund bewahren und ihm gehorchen. Warum war Israel auserwählt? Warum war es das auserwählte Volk? In 5. Mose Kapitel 7 und dort Vers 6 lesen wir: Denn ein heiliges Volk bist du für den Herrn, deinen Gott. Dich hat der Herr, dein Gott, aus allen Völkern erwählt, die auf Erden sind, damit du ein Volk des Eigentums für ihn seist. Und weiter spricht Gott hier: Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher wärt als alle Völker, hat der Herr sein Herz euch zugewandt und euch erwählt, denn ihr seid das geringste unter allen Völkern, sondern weil der Herr euch geliebt und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen hatte. Darum hat der Herr euch mit seiner starken Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharaos, des Königs von Ägypten. Gott hat Israel nicht ausgewählt, weil sie irgendwie was Besonderes gewesen wären, sondern weil er sie geliebt hat, weil er ihren Vätern die Verheißung gegeben hat, dass ihre Kinder ein großes Volk sein werden, dass er sie ausgewählt hat. Und so spricht Gott hier: Ihr seid mein ausgewähltes Volk. Ihr seid nichts Besonderes, aber ich liebe euch, deswegen habe ich euch ausgewählt. Und wenn wir die Geschichte Israels betrachten, dann sehen wir, wie viele Fehler und wie oft Israel sich von Gott abgewendet hat. Und trotzdem hat Gott sie gebraucht und trotzdem ist er ihnen treu geblieben. Also trotz ihrer Fehler, trotz ihrer Makel hat Gott sie zu seinem besonderen Volk ausgewählt.
[6:31] Und in Versen 9 bis 11 finden wir auch wiederum eine Ermahnung. In Vers 9 zum Beispiel: So erkenne nun, dass der Herr dein Gott der wahre Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren auf tausend Generationen. Gott ist treu und er hat auf viele Generationen den Israeliten ja auch den Bund bewahrt. Der Wechsel kam, als sich Israel gegen Gott entschied. In Johannes Kapitel 19 und dort Verse 14 und 15 lesen wir von der Szene, als Jesus Pilatus vorgeführt wurde. Und Pilatus kommt heraus und spricht zu dem Volk. Johannes Kapitel 19 Verse 14 und 15: Es war aber Rüsttag für das Passa und zwar um die sechste Stunde. Und er sprach zu den Juden: Seht, das ist euer König. Sie aber schrien: Fort mit ihm! Kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren König soll ich kreuzigen? Die obersten Priester antworteten: Wir haben keinen König als nur den Kaiser. Als die Führer des Volkes sprachen: Wir haben keinen König als nur den Kaiser, wandten sie sich nicht nur gegen Jesus, sondern auch eindeutig gegen Gott. Sie sagten: Nicht mal Gott ist unser Herr, der Kaiser ist unser Herr. Und Gottes Langmut ist unerschöpflich, aber Gott hatte dieses Volk berufen, um ein Segen für alle Nationen, für alle Völker in der Welt zu sein. Und so konnte er mit diesem Volk sozusagen nicht mehr arbeiten. Also lesen wir jetzt eben in Petrus, dass Gott sich an die Heiden wendet und sich von ihnen Menschen beruft. Und zur Zeit Petrus schien das vielleicht für einige oder mag das vielleicht für einige was Neues gewesen zu sein, denn das Denken der Juden war exklusiv. Sie alleine, nur sie waren das auserwählte Volk und sonst konnte niemand Gott gefallen. Doch dieses Denken, dass auch Heiden gerettet werden konnten und auch Heiden zum Volk Gottes gehören konnten, war nicht neu, denn auch Jesaja sprach darüber in Kapitel 66 und dort Verse 18. Ich aber kenne ihre Werke und Pläne. Es kommt die Zeit, alle Nationen und Sprachen zusammenzubringen, und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen. Und ich will ein Zeichen an ihnen tun und aus ihrer Mitte Gerettete entsenden zu den Heidenvölkern, nach Tarsis, Pul und Lut, die den Bogen spannen, nach Tubal und Javan, nach den fernen Inseln, die noch nichts von mir gehört haben und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben. Und sie werden meine Herrlichkeit unter den Heidenvölkern verkündigen. Also hier sollten aus der Mitte aller Nationen, also aus der Mitte der Heiden, sollten Menschen entsendet werden, die wiederum andere Heiden für Gott gewinnen. Also dieser Gedanke war nicht neu, aber er wurde von den damaligen Gelehrten und Pharisäern einfach abgetan. Sie haben das übersehen, überlesen, wollten es nicht wissen, denn sie waren stolz auf ihre Herkunft.
[10:24] In Matthäus Kapitel 3 Vers 9 lesen wir: Und denkt nicht bei euch selbst sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Wenn Gott aus Steinen sich Kinder erwecken kann, dann ist es für ihn ein Kinderspiel, aus ungläubigen Menschen sich Kinder zu erwählen, denn er kennt das Herz der Menschen. Er weiß, warum Menschen ihn vielleicht noch nicht angenommen haben und er weiß, wen er noch annehmen wird. Und er geht jedem nach und er lässt nichts unversucht, um jeden Menschen zu erreichen und für sein Reich zu gewinnen.
[11:10] Wir gehen zu Philipper Kapitel 3. Philipper Kapitel 3 und dort Vers 12. Nicht, dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre. Ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin. Jetzt werden Menschen von Gott auserwählt, die früher nicht zu seinem Volk gehört haben, jetzt aber zu seinem geistlichen Volk, zu dem geistigen Israel gehören und diese sind nicht perfekt. Auch Paulus schreibt hier, er sagt nicht, dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre, doch mit dem, was er hat und mit dem, was er konnte, hat er schon für Gott gewirkt, hat er sich von Gott benutzen lassen. Diejenigen, die Gott beruft, sind nicht perfekt. Wären sie es, bräuchten sie keinen Erlöser. Doch das Streben nach dem Ziel, wir brauchen ein Ziel, das ist notwendig. Wir brauchen ein Ziel, um darauf zugehen zu können, denn wenn wir kein Ziel haben, dann bleiben wir stehen. Und Paulus schreibt hier: Ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus, Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt. Das, was hinten ist, kann mich zurückhalten. Die Frau Lots drehte sich um, als sie aus Sodom und Gomorra flohen und blieb zurück. Sie wurde zur Salzsäule, denn sie hing noch an dem, was zurücklag. Sie hat ihr Ziel nicht erreicht. Wichtig ist, dass man sich nach dem ausstreckt, was vor einem liegt. Wir haben in Vers 12 schon gelesen, Paulus schreibt: Ich jage, und hier er streckt sich aus. Und in Vers 14 lesen wir: Und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Es ist wichtig, dass wir aktiv sind, wenn wir unser Ziel verfolgen. Der Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Wenn wir in einem Kampf passiv sind, dann werden wir verlieren. Wenn wir zu freundlich mit unserem Gegenüber umgehen, dann werden wir verlieren. Ein Kampf erfordert Aggressivität und Ziel, dass man auf sein Ziel gerichtet ist. Man möchte den Feind niederstrecken. Und wenn man das nicht tut, wenn man nicht diesen Trieb hat, wenn man nicht aggressiv ist, dann wird man verlieren. Und das schreibt Paulus hier. Es ist wichtig, dass wir in unserem Wachstum, in unserem geistlichen Leben, in den Kämpfen, die wir Tag für Tag kämpfen, dass wir dort entschieden handeln.
[14:44] Jesus Christus ist der Schlüssel zum Sieg. In 1. Korinther Kapitel 1, Vers 30 lesen wir: Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung. Also Jesus Christus ist uns alles. Er ist sozusagen die Personifizierung dieser Dinge. Er stattet uns mit allem aus, was wir brauchen. Und er führt uns von der Finsternis zum Licht.
[15:43] Leider gibt es oft den Fall, dass wir uns von unseren Mitmenschen, von unserem Umfeld beeinflussen lassen. Und als ich noch zur Schule ging, da gab es diesen ultimativen Grund, warum Schüler und Jugendliche anfangen zu rauchen, und das war Gruppenzwang. Ja, sobald man irgendwie unter Freunden ist, alle rauchen und dann kommt einer und reicht einem eine Zigarette und kommt: Mach doch mit, ist ja nicht so schlimm. Entweder das oder man fühlt sich selber: Ja, alle machen das, warum soll ich das nicht auch machen? Es ist so ein psychischer Druck. Und dieses Phänomen des Gruppenzwangs kann uns eben auch in unserem geistlichen Leben beeinflussen. Es gibt einen sogenannten direkten und einen indirekten Gruppenzwang. Was ich damit meine ist, der direkte ist, wenn wirklich jemand kommt und sagt: Tu das. Oder wenn eine ganze Gruppe sagt: Tu das. Dann ist ein direkter Gruppenzwang. Und wenn man jetzt aber nur irgendwo ist und alle tun etwas und man selber ist halt anders, dann ist es ein eher psychischer Druck, ein indirekter Gruppenzwang. Und wir kennen aus der Bibel auch Geschichten, wo das vorkommt, als Hananja, Mischaël und Asarja, auch bekannt als Schadrach, Meschach und Abed-Nego, am Hof des Königs Nebukadnezar waren und vor diesem goldenen Standbild standen, das Nebukadnezar hatte errichten lassen. Dann fing plötzlich die Musik an zu spielen und alle Menschen warfen sich nieder und beteten dieses Standbild an, weil der König das befohlen hatte. Sie aber waren die Einzigen, die standen. Das war sicher keine angenehme Situation. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, wenn man irgendwo alle sitzen in einem Raum und man ist der Einzige, der steht. Die Leute gucken einen dann irgendwie komisch an und man fragt sich: Ist irgendwie unangenehm. Aber diese drei Hebräer waren so fest in ihrem Glauben, dass sie wussten: Wir werden Gott nicht die Treue brechen. Wir werden ihm treu bleiben und wir werden nicht auf den König hören, der dieses Standbild hat errichten lassen, selbst wenn das unseren Tod bedeutet. Also sie haben ihr Leben nicht so sehr geliebt, dass sie gegen Gott gesündigt hätten. Sind wir in unserem Leben so standhaft, dass wir sagen: Egal was passiert, egal, selbst wenn mein eigenes Leben auf dem Spiel steht, ich werde Gott treu bleiben?
[18:35] Petrus wusste von der Gefahr, die von der Masse ausgeht und gab in seinem Brief Ratschläge an die Gläubigen. Wir lesen das in 1. Petrus Kapitel 4 und dort Vers 1, Abvers 1. Dann, wenn Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung. Denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch nicht mehr den Lüsten des Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. Petrus gibt es hier den Ratschlag, uns mit der Gesinnung Jesu zu wappnen. Dadurch hat die Sünde keine Macht mehr über uns. Er sagt: Wappnet euch mit der Gesinnung oder mit demselben Gedanken. Worauf richten wir unsere Gedanken? Sind es himmlische oder sind es irdische Dinge? Denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen, um die noch verbleibende Zeit im Fleisch, also solange wir jetzt noch hier auf der Erde in unserem menschlichen Körper sind, so zu leben, im Fleisch nicht mehr den Lüsten der Menschen zu leben, sondern dem Willen Gottes. Durch die Gesinnung Jesu können wir mit der Sünde abschließen.
[20:08] Wir lesen weiter in Vers 3. Denn es ist für uns genug, dass wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigung, Trinkgelage und frevelhaften Götzendienst. Ich weiß noch, als ich studiert habe, da erst hatte ich angefangen zu trinken, Alkohol zu trinken. Und es war nicht, weil ich jetzt mir gesagt habe: Okay, Alkohol ist toll und ich fange jetzt an, das zu trinken, sondern es waren die Freunde, die ich damals hatte. Man hat gesagt: Okay, lass uns mal treffen und was machen wir? Lass uns ein Bierchen trinken. Und das war normal. Also man hat nach ihren Lüsten, nach dem Willen der Heiden, sozusagen, hatte ich damals mein Leben ausgerichtet. Und als ich mich dann bekehrt habe, habe ich das nicht mehr getan. Und viele meiner damaligen Bekannten und Freunde hatten dann plötzlich nichts mehr mit mir zu tun und haben sich von sich aus auch selber nicht mehr gemeldet. Warum das so ist, lesen wir in Vers 4. Das befremdet sie, dass ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm und darum lästern sie. Also, wenn wir gottreu sind und nicht mit den Menschen einfach mitlaufen und das tun, was sie tun, dann wird es unterschiedliche Reaktionen hervorrufen: Neugier, Versicherung, Verunsicherung, Missgunst, Wut, vielleicht Hass.
[21:36] In Vers 5 lesen wir: Sie werden aber dem Rechenschaft ablegen müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. Wann werden die Gottlosen Rechenschaft ablegen müssen? Wenn wir in Psalm 73 und dort Abvers 12 lesen, dann lesen wir hier von einem Psalm Asafs. Und er wundert sich darüber, dass die Ungläubigen, dass es ihnen so gut geht. Und er schreibt: Siehe, das sind die Gottlosen, denen geht es immer gut und sie werden reich. Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten und meine Hände in Unschuld gewaschen, denn ich bin doch den ganzen Tag geplagt worden und meine Züchtigung war jeden Morgen da. Denn wenn ich gesagt hätte: Ich will ebenso reden, siehe, so hätte ich treulos gehandelt am Geschlecht deiner Söhne. So sah nicht nach, um dies zu verstehen, aber es war vergebliche Mühe in meinen Augen, bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende acht gab. Was war es, was Asaf hier in dem Heiligtum Gottes gesehen hat, wodurch er verstanden hat, dass diese Gottlosen ein Ende finden werden, selbst wenn es ihnen scheinbar jetzt noch so gut geht? Wir schauen mal in Psalm 77 Vers 14. Was ist im Heiligtum? O Gott, dein Weg ist heilig, übersetzt Schlachter 2000. In der Fußnote gibt es eine andere Übersetzung: Oder dein Weg ist im Heiligtum. Der Weg Gottes zeigt den Plan Gottes. Es zeigt an, was passieren wird. Im Heiligtum finden wir so viele Lehren darüber, nicht nur wie unsere eigene persönliche Entwicklung ist, sondern wir sehen auch, was der Plan für das Leben Jesu war. Wir sehen, was der Plan für Israel war. Wir sehen, was der Plan für die Erlösung ist und wir sehen auch den Plan für diese Welt. Und in dem Versöhnungstag, in dem Tag der Versöhnung, als die zwei Böcke hergeführt wurden und das Heiligtum gereinigt wurde, dieser Tag steht für das Gericht und auch für das abschließende Gericht, wenn Gott Satan und die Sünde für immer zerstören wird. Diejenigen, die ihre Sünde nicht bekannt haben, werden keinen Fürsprecher haben und werden in diesem Gericht nicht bestehen. Selbst wenn wir es also nicht erleben, dass Menschen für ihre schlimmen Taten zur Verantwortung gezogen werden, wird Gott sie doch zur Rechenschaft ziehen.
[25:02] Wir lesen in Vers 6: Dazu ist auch Toten das Evangelium verkündigt worden, dass sie gerichtet würden im Fleisch, denn menschengemäß, aber gottgemäß lebten im Geist. Also wir lesen hier von Toten, denen das Evangelium verkündigt worden ist. Nun, wir haben davor gelesen, es geht hier um Heiden auch, die sich gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigung und so weiter. Es sind Menschen, die im Geiste tot sind. Ihnen wurde das Evangelium verkündigt, dass sie gerichtet würden im Fleisch, dem menschengemäß, aber sie können durch den Geist leben. Sie können zum Leben erwachen und wir wissen, dass es Gott nicht nur möglich ist, Tote zum Leben zu erwecken.
[25:51] In Vers 7 lesen wir: Es ist aber nahe gekommen, das Ende aller Dinge, so seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Petrus spricht hier aus Erfahrung, denn er war nicht immer nüchtern und besonnen zum Gebet. In Matthäus 26 lesen wir davon, Matthäus Kapitel 26 und dort Verse 40 und 41. Es geht hier um Gethsemane, als Jesus die Hilfe oder die Unterstützung der Jünger im Gebet gebraucht hatte. Vers 40 lesen wir: Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafen und spricht zu Petrus: Könnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Petrus hatte in Gethsemane nicht gewacht und so ermahnt er die Gläubigen, dazu wachsam zu sein und nicht zu schlafen.
[27:09] Erster Petrus 4, Vers 8. Vor allem aber habt innige Liebe untereinander, denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken. Seid gegeneinander gastfreundlich, ohne Murren. Innig kann hier auch mit nachhaltig übersetzt werden und bedeutet nicht nur einmal dem anderen mit Liebe zu begegnen, sondern ständig, ständig. Petrus zitiert hier auch Sprüche Kapitel 10, Vers 12. Sprüche Kapitel 10, Vers 12, dort finden wir: Hass erregt Streit, aber die Liebe deckt alle Verfehlungen zu. Wahre Liebe übersieht Makel und vielleicht kennt ihr das, wenn man jemanden mag und er hat vielleicht hier oder da einen kleinen Fehler, dann sieht man das als nicht so schlimm an und sagt: Ja, aber sonst ist er super. Wenn wir uns überlegen, dass diese Art von menschlicher Liebe hier und da den einen Fehler, den Makel zudeckt und nicht in den Vordergrund tut und wir uns überlegen, wie groß die Liebe Jesu ist, er hat nicht einfach nur gesagt: Okay, sie haben ein paar Macken, ein paar Sünden hier und da, das ist gar nicht so schlimm. Das hat er nicht getan, sondern er hat sich für uns selbst hingegeben, damit diese Sünden ausgelöscht werden, damit wir sein Leben in Anspruch nehmen können und durch sein Leben gerechtfertigt vor Gott dastehen können.
[29:02] In Römer 12, Vers 21 lesen wir davon, dass wir das Böse mit dem Guten überwinden sollen. Es ist nicht einfach freundlich zu bleiben, wenn man genau weiß, dass einem Unrecht getan wurde. Doch Paulus schreibt hier in Römer, er gibt hier ein wichtiges Prinzip wieder, was auch in dem Sinne jetzt nicht neu ist, sondern auch davor schon in der Bibel wieder und wieder gefunden werden kann. In Sprüche, Kapitel 15 und dort Vers 1 lesen wir dort: Eine sanfte Antwort wendet den Grimm ab, ein verletzendes Wort aber reizt zum Zorn. Vielleicht habt ihr das auch schon mal gehört, dieses Sprichwort, was es auch hergibt: Gewalt erzeugt Gegengewalt und so erzeugt eben ein freundliches Wort einen sanften Umgang mit einem anderen, eben nicht diese Gegengewalt, ob jetzt physisch oder psychisch oder seelisch, sondern sie mildert den Zorn.
[30:05] Im ersten Korinther Kapitel 13, im Hohelied der Liebe, lesen wir darüber auch, dass die Liebe langmütig ist und durch die Liebe können wir viele, viele Dinge abwenden, viele Situationen deeskalieren. Wir sehen, wir erfahren einen negativen Einfluss durch unser Umfeld, durch unsere Mitmenschen. Christus kann uns allerdings davor bewahren und durch seine Liebe können wir standhaft bleiben, durch seine Liebe und durch die Liebe zu ihm können wir standhaft bleiben, statt uns beeinflussen zu lassen. Und das Wichtige ist, dass wir uns nicht diesen Einfluss, diesen negativen Einfluss entziehen, sondern dass wir selbst einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt und auf unsere Mitmenschen ausüben können.
[31:13] Seinen zweiten Brief schrieb Petrus ca. 64 bis 67 nach Christus, kurz vor seinem Tod. Darin entgegnete er aufkommenden Irrlehren, die die Wiederkunft Jesu als König und als Richter auf Erden leugneten. In diesem Kontext schrieb er folgende Zeilen in 2. Petrus 1, Vers 16. Ab Vers 16: Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesu Christi wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen. Unser Glaube stützt sich nicht auf irgendwelche Fabeln, Sagen, Märchen, sondern auf Tatsachen, die von Augenzeugen belegt sind. Petrus selbst war Augenzeuge der Herrlichkeit Jesu. Er ist selbst diese drei Jahre, wo Jesus auf der Erde war, mit ihm gegangen und hat ihn erlebt und gibt hier aus erster Hand seine Erfahrung wieder. Und er sagt in Vers 17: Denn er empfing von Gott dem Vater Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hoch erhabenen Herrlichkeit an ihn erging: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Petrus bezeugt, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist. Er war dabei auf dem Berg der Verklärung, zusammen mit Jakobus und Johannes. Und sie alle waren dort und haben miterlebt, wie Gott nochmal das, was er bereits bei der Taufe Jesu schon mal gesagt hatte, wiederholt. Und zwar dieses: Mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Im Matthäus-Evangelium finden wir sonst noch eine weitere Stelle, wo jetzt kein Charakter aus der, aus der Erzählung selbst, sondern wo der Schreiber auch nochmal Zeugnis gibt. Also Matthäus, der Evangelist, gibt Zeugnis darüber, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist. Und das tut er, indem er auch auf das Alte Testament verweist, in Jesaja Kapitel 42, Verse 1 bis 4. Könnt ihr gerne zu Hause nachlesen.
[34:00] Wir lesen weiter in Vers 18: Und diese Stimme hörten wir vom Himmel hergehen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einen dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Als Adventvolk haben wir eine ganz besondere Beziehung zur Prophetie. Unsere Identität ist daran geknüpft. Und wenn wir uns mit der Prophetie nicht auseinandersetzen, wenn wir diese nicht kennen, dann ist die Frage: Warum sind wir Adventisten? Warum glauben wir daran, dass wir ein besonderes Volk sind, das in dieser letzten Zeit ausgewählt wurde, eine wichtige Botschaft der Welt zu übermitteln, die Drei-Engels-Botschaft? Wenn wir die Prophetie nicht kennen, dann können wir auch nicht verstehen, warum das so ist, warum die Adventgemeinde eine prophetisch hervorgesagte Bewegung ist, die kurz vor dem Ende der Welt in Erscheinung tritt. Und genauso ist es auch wichtig, dass wir verstehen, dass die Gabe der Prophetie, die wir auch durch Ellen White haben, dass wir diese nicht verwerfen. Denn Petrus schreibt hier: Und so halten wir nun fest an den gewissen und prophetischen Wort. Wenn wir dieses prophetische Wort abtun, dann tun wir etwas ab, was Gott uns in seiner Güte und in seiner Barmherzigkeit für diese wichtige letzte Zeit gegeben hat, damit wir gewappnet sind, damit wir noch besser verstehen, was er uns in seinem Wort hat niederschreiben lassen. Also lasst uns auch darauf Acht geben und den Geist der Weissagung studieren.
[35:50] Vers 20. Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet. Keine Aussage oder keine prophetische Aussage kann eigenmächtig gedeutet werden. Das Prinzip ist hier, dass die Bibel sich selbst auslegt. Wenn wir etwas nicht verstehen, dann ist es notwendig, dass wir die Bibel nehmen und dann Vers mit Vers vergleichen. Ein ganz einfaches Beispiel ist Daniel Kapitel 2. Wir lesen dort den Traum, die Erklärung des Traums, den Nebukadnezar hatte und wir könnten da stoppen und anfangen und selbst irgendetwas hinein zu interpretieren. Aber wenn wir einfach ein bisschen weiter lesen, dann sehen wir, dass die Bibel selbst die Erklärung dazu gibt. Also nichts ist von eigenmächtiger Deutung. Gott hat uns alles gegeben, was wir brauchen, um sein Wort zu verstehen.
[37:14] Jesus hatte Petrus angekündigt, was geschehen würde, also dass er ihn verleugnen würde. Und Petrus hatte zunächst nicht daran geglaubt, bis er dann das tatsächlich gemacht hat und sozusagen auf die Nase gefallen ist. Petrus schreibt hier aus Erfahrung und er möchte, dass die Leser seine Briefe nicht den gleichen Fehler tun. Prophetie stärkt den Glauben, da es ein Beweis für Gottes Wirken in der Weltgeschichte ist. Und der Glaube ist es, der uns letztendlich die Pforten zum Himmel öffnet.
[38:09] In 2. Petrus Kapitel 1 und dort ab Vers 3 bis 7 lesen wir, dass seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verdorbenen entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht. Also ich mache hier mal Pause. Petrus schreibt ja, dass wir durch die kostbaren Verheißungen, die Gott uns geschenkt hat, wir Teilhaber der göttlichen Natur werden können. Denkt mal darüber nach. Und zwar nicht irgendwann, sondern nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht. Also nachdem wir den Begierden der Welt entflohen sind, nachdem wir unsere Bekehrung erlebt haben, können wir Teilhaber der göttlichen Natur sein, durch die Verheißungen Gottes. So setzt eben deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend da. Und dieses reicht in eurem Glauben kann auch übersetzt werden mit: Fügt eurem Glauben hinzu. Und zwar die Tugend. In der Tugend aber die Erkenntnis. In der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung. In der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren. Im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht. In der Gottesfurcht aber die Bruderliebe. In der Bruderliebe aber die Liebe. Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesu Christi. Gibt es Geschwister oder Gemeinden vielleicht sogar, die träge sind? Die unfruchtbar sind. Was ist der Grund dafür, dass das so ist? Wir sehen hier eine Auflistung oder eine Folge von Dingen. Wir sehen hier: Wenn jemand träge und fruchtlos oder unfruchtbar ist, dann liegt es daran, dass er keine Liebe hat. Und wenn er keine Liebe hat, dann liegt es daran, weil er keine Bruderliebe hat. Wenn er keine Bruderliebe hat, liegt es daran, dass er keine Gottesfurcht hat und so weiter. Und wir kommen zu dem Schluss, dass er nicht mit allen Eifer daran setzt, seinen Fortschritt in seinem geistlichen Leben, seiner geistlichen Entwicklung zu machen. Das ist der Kern. Wir müssen selbst darum bemüht sein und können nicht erwarten, dass es irgendjemand für uns tut. Sind wir darum bemüht? Bist du darum bemüht? Bin ich darum bemüht, unseren Charakter zu entwickeln, dass wir vorankommen, dass diese Geistesfrucht in uns heranreifen kann?
[41:25] Und da wir jetzt nun schon bei der Geistesfrucht sind, lassen wir uns zu Galater Kapitel 5 Vers 22 gehen. In Galater Kapitel 5 und dort Vers 22 und 23, dort lesen wir nämlich genau das. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. So wie Petrus spricht, also auch Paulus über die Geistesfrucht. Und zwar, was ganz interessant ist, er spricht von der Frucht, nicht von den Früchten. Also das griechische Wort ist eindeutig. Hier steht Karpos, das ist Singularform für Frucht. Wäre es Plural, müsste es Karpoi heißen. Also die Frucht, und diese Frucht beinhaltet Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Glaube, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Man kann es sich vielleicht so vorstellen: Gott hat in die Natur wunderbare Bilder hineingelegt, wodurch wir geistliche Dinge besser verstehen können. Und wir finden dieses Bild jetzt zum Beispiel bei bestimmten Zitrusfrüchten. Das sind jetzt erstmal die einzigen, die mir eingefallen sind. Zum Beispiel bei Orangen, Mandarinen, Zitronen, Pomelo. Die haben alle verschiedene Kammern. Es ist eine Frucht mit unterschiedlichen Kammern. Und so kann man sich das auch vorstellen bei der Geistesfrucht. Sie hat verschiedene Kammern. Und die eine Kammer ist Freundlichkeit, die andere ist Selbstbeherrschung, die andere ist Sanftmut, Friede und so weiter. Entweder man hat dieses Gesamtpaket oder man hat nicht die Frucht des Geistes.
[43:23] In Vers 25 lesen wir: Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Es ist notwendig, dass wir im Geist wandeln, denn nur durch den Geist kann die Geistesfrucht heranreifen. Wenn wir keine Fortschritte darin machen, wenn unsere Frucht nicht wächst, dann heißt es, dass wir den Heiligen Geist nicht haben. Und das ist ein Problem, denn laut Römer 8, Vers 9 gehören nur diejenigen zu Christus, in denen der Heilige Geist wohnt. In Matthäus Kapitel 3, Vers 10 sagt auch Johannes der Täufer, dass jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, abgehauen wird und ins Feuer geworfen wird. Und das galt natürlich damals für die Pharisäer und Schriftgelehrten, aber das gilt auch heute noch für uns. Auch wir sind berufen, Bäume zu sein, die gute Früchte bringen oder die, die gute Frucht bringen. Es ist auch wichtig, dass wir verstehen, dass wir durch unser Verhalten, wenn wir sagen, wir sind Christen, aber wir bringen nicht diese Frucht, dann lästern wir im Endeffekt Gott. Denn wir verunehren seinen Namen. Wir sagen, wir gehören zu Christus, aber in uns ist nichts davon zu sehen in unserem Leben. Und wir müssen darauf Acht geben, dass wir nicht dahin kommen.
[45:04] In Kapitel 3 des zweiten Petrusbriefes werden wir vor Spöttern gewarnt, die am Ende der Tage aufkommen sollen. Wir lesen Kapitel 3, Vers 3 und 4. Zweiter Petrus, Kapitel 3, Vers 3 und 4. Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln oder Begierden und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist. Es war nicht nur heute so, dass Menschen sagen: Ja, okay, Jesus soll wiederkommen, aber wo ist er denn? Ich meine, er wartet schon so lange darauf. Das gab es damals genauso. Und Petrus sagt uns, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden. Wir glauben, dass wir in der letzten Zeit leben. Also bezieht sich das genau auf unsere Zeit heute auch. Es betrifft uns also in besonderer Weise. Und die Motivation hier für die Lästerung dieser Menschen sind ihre eigenen Begierden. Sie leben nach ihren eigenen Lüsten. Es ist interessant, dass Judas auch dieses gleiche Thema aufgreift. Und ihr könnt mal zu Hause nachschlagen, er benutzt fast die gleichen Worte in Judas, Vers 17 und 19.
[46:54] Interessant ist auch, wenn wir in Vers 5 lesen: Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vor Zeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus entstanden ist und inmitten der Wasser Bestand hat durch das Wort Gottes. Also sie übersehen absichtlich Beweise für das Wirken Gottes.
[47:18] Doch der Herr hat uns eine wundervolle Verheißung gegeben in Johannes Kapitel 14. Johannes Kapitel 14 und dort ab Vers 1: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Jesus hat uns eine wundervolle Verheißung gegeben und er hat uns versprochen, dass er wiederkommen wird, um uns zu sich zu nehmen, um dass er jetzt schon für uns diesen Ort bereitet.
[48:17] Wir bleiben noch im zweiten Petrusbrief und dort Kapitel 3 Vers 8. Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Gott sehnt sich danach, uns bei sich zu haben. Er möchte diesen ganzen Schlamassel hier auf der Erde ein Ende setzen. Und deswegen ist es für ihn, als wäre ein Tag tausend Jahre, denn er kann es kaum erwarten, uns bei sich zu haben. Aber Gott ist auch nicht an Zeit gebunden. Für ihn sind tausend Jahre wie ein Tag. Deswegen hier beschreibt Petrus das in dieser Weise.
[49:11] In Vers 11 lesen wir: Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht. Es ist wichtig, dass wir uns durch diese Dinge auszeichnen, denn von dieser Welt werden wir nichts mitnehmen können. Es gibt zwei Dinge, die wir mitnehmen können auf die neue Erde, und das ist unseren Charakter und die Freunde, die wir für Christus gewonnen haben.
[49:43] In Vers 13 und 14 lesen wir: Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden. Alles wird neu gemacht. Es wird keine Ungerechtigkeit mehr geben. Das ist ein wundervoller Ausblick und ich persönlich freue mich schon sehr darauf, in so einer Welt leben zu können. Petrus ermahnt die Gläubigen, aktiv darum bemüht zu sein, unbefleckt und tadellos vor Gott erfunden zu werden. Doch das können wir nicht aus uns selbst schaffen. Dafür brauchen wir Jesus Christus und so wie Paulus es in Galater 2, Vers 20 beschreibt, können wir durch ihn leben. Er sagt: Und nun lebe nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Christus muss in uns leben, damit wir als unbefleckt und tadellos vor Gott erfunden werden können.
[50:46] In Daniel Kapitel 2 und dort Vers 34 und 35 lesen wir davon, wie Daniel den Traum erklärt, wiedergibt, den der Büchertnäzer hatte, der ihn so betrübt gemacht hat und weswegen er auch alle Weisen des Landes dann umbringen lassen wollte. Wir lesen hier Vers 34 und 35: Du saßt zu, bis sich ein Stein losriss, ohne Zutun von Menschenhänden, und das Bild an seinen Füßen traf, die aus Eisen und Ton waren, und sie zermalmte. Da wurden Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt, und sie wurden wie Spreu auf den Sommertennen, und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde. Wir haben vorhin gelernt: Die Bibel legt sich selbst aus. Das heißt, wir gehen jetzt nicht einfach her und fangen an, irgendetwas wild zu interpretieren, was es jetzt bedeuten könnte, sondern wir sehen die Erklärung schon in Vers 44. Aber in den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird, und sein Reich wird keinem anderen Volk überlassen werden. Es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen, und es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen. Dieser Stein, dieser Fels, der da losgelöst wurde, ist Jesus Christus, und er wird sein Reich aufrichten. Wir können sehen in der Geschichte, dass all die Reiche, die vorhergesagt wurden, genauso auch eingetroffen sind: die Babylonier, die Medoperser, die Griechen, die Römer, das heutige europäische Reich. Und das Nächste, was kommt, ist Christus und sein Reich. Wir stehen am Ende der Zeit. Alles hat sich erfüllt, und Europa ist auch am Zerbröseln unter den ganzen Krisen, mit denen es heute zu kämpfen hat. Es dauert nicht mehr lange, und Christus wird ein ewiges Reich aufrichten. Ein Reich, in dem Gerechtigkeit wohnt, in dem es kein Kummer, kein Leid, kein Tod mehr gibt, keine Sünde. Ein Reich, in dem wir auf ewig mit demjenigen vereint sind, der sein Leben für uns gegeben hat.
[53:42] Lieber Bruder, liebe Schwester, lieber Freund, liebe Zuschauer, möchtest du dabei sein? Möchtest du dich vorbereiten, aktiv, damit du in diesem Kampf bestehen kannst und damit du als treuer und gerechter Knecht erfunden wirst? Dass du auch das Vorrecht hast und bekommst, zusammen mit Jesus die Ewigkeit zu verbringen? Bist du bereit, im Werk Gottes mitzuarbeiten und seine Wiederkunft zu beschleunigen, auf dass er bald wiederkommen will?
[54:31] Lasst uns zum Abschluss beten. Herr Jesus, hab Dank für die Verheißung, die du uns gegeben hast, dass du bald wiederkommen möchtest. Herr, wir sind schwach und unfähig, aus eigener Kraft deinem perfekten Ideal gerecht zu werden. Herr, bitte hilf uns, steh du uns bei. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und statte du uns mit all dem aus, was wir brauchen, um wirksame Werkzeuge in deinen Händen zu sein, um andere Menschen zu dir führen zu können und auch, um die Kraft zu haben, in diesem Kampf zu bestehen. Herr, du bist uns alles. Wir brauchen dich. Wir brauchen dein Leben in unserem Leben, Herr. Bitte führe und leite uns, Herr, und hilf uns, all diese Dinge umsetzen zu können, die du uns gezeigt hast. Hilf uns, aktiv zu sein und hilf uns, jeden Tag die Verbindung zu dir aufrechtzuerhalten. So bitten wir das in deinen Namen und danken dir für alles. Amen.
[55:43] So wünsche ich euch ein gesegnetes Studium weiterhin. Im Sendemanuskript findet ihr noch weitere Texte zu diesem Thema, die ihr gerne studieren dürft. Und wir sehen uns dann bei der nächsten CSH. Bis dann. Gottes Segen.