Veröffentlicht am
1.164 Klicks

Manuskript zur Sendung >>> CSH – die kämpfende Kirche

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour, „Die kämpfende Kirche“, wird die symbolische Bedeutung der sieben Gemeinden aus der Offenbarung beleuchtet. Die Ausführungen reichen von der Gemeinde Ephesus, die ihre erste Liebe verloren hat, über die verfolgte Gemeinde Smyrna bis hin zur dunklen Zeit des Mittelalters in Thyatira. Es wird erklärt, wie die biblischen Symbole auf die Entwicklung der Kirchengeschichte und auf heutige Glaubensfragen anwendbar sind.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q1: Auflehnung und Erlösung

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Cannstatt Study Hour hier direkt aus unserem Studio in Cannstatt. Ich freue mich, euch begrüßen zu dürfen zu der vorletzten Lektion dieses Sabbatschulquartals. Und zwar heißt die Lektion dieser Woche die kämpfende Kirche. Und wir werden uns heute ein Thema anschauen, ein Thema studieren, das sehr geschichtlich ist. Und vielleicht denkt sich der eine oder andere, auf Geschichte habe ich keine Lust. Die Adventisten wollen immer so viel wissen und wollen alle Zahlen kennen. Und ich will doch mal was von Gott sehen und von ihm hören und was Praktisches. Und ich möchte euch darüber ein Zitat von Ellen White vorlesen. Sie schreibt: „Wir haben nichts für die Zukunft zu befürchten, es sei denn, wir vergessen, wie der Herr uns geführt und in der Vergangenheit unterwiesen hat.“ Und ich denke, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Und deshalb ist es auch sehr wichtig, sich mit Kirchengeschichte und auch besonders mit Adventgeschichte auseinanderzusetzen. Und dazu möchte ich euch den Leitvers vorlesen oder den Merkvers dieser Woche. Und er steht in Offenbarung 3 Vers 20: „Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir.“ Und wegen genau diesem Vers möchte ich euch einladen, dass wir nicht aus uns versuchen, Gott zu verstehen und wie er zu werden, sondern dass wir ihn einladen, dass wir uns ganz auf ihn berufen und ihm auch vertrauen, dass er uns befähigen wird. Und ich lade euch ein, ein Gebet mit mir zu sprechen.

[2:02] Großer Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir dein Wort studieren dürfen, in Freiheit studieren dürfen, dass du es uns geschenkt hast und dass es uns dient zur Leitung, aber auch in der Verheißung, auch in der Beträngnis, dass es uns dient, dass wir wirklich wissen, dass wir einen Tröster haben, einen Beistand. Ich bitte dich, dass du dieses Studium segnen mögest, dass du alle deine Weisheit gibst, dass du deinen heiligen Geist in Massen ausschüttest, dass wir verständigt werden und wachgerüttelt werden. Ich danke dir dafür, dass du es tun wirst und ich bete im Namen Jesu, Amen.

[2:42] Ich lade euch herzlich ein, mit mir heute das Thema der sieben Gemeinden aus der Offenbarung zu studieren. Diese sieben Gemeinden sind nicht nur tatsächlich geografische Orte, die sich in der heutigen Türkei befinden, sondern sie bilden oder sie sind ein Sinnbild für die Entwicklung der Kirchengeschichte nach Jesu Tod bis in unsere heutige Zeit. Ich möchte ein paar Dinge voraussetzen. Es wird einige Annahmen geben, die wir hier nicht gemeinsam ausführlich studieren werden aus Zeitgründen. Ich möchte euch ermutigen, dass wenn ihr noch nicht dieses Thema, das ich gerade beschrieben habe, studiert habt, dass ihr das macht, denn es wird euch bewegen, denn Gottes Wort kehrt nicht leer zurück. Darum werden wir heute anfangen, die Gemeinden etwas tiefer zu studieren. Vorneweg kann man sagen, dass sich diese Schreiben an diese sieben Gemeinden einteilen lassen in Jesus, der sich vorstellt, immer mit verschiedenen Kennzeichen, danach mit einem Lob an die Gemeinde, mit einem Tadel, der darauf folgt und aber auch mit einfach praktisch, was müsst ihr tun, was können wir tun, damit es wieder gut wird, damit wir uns bessern, verändern und zu guter Letzt mit einer Segnung oder einer Verheißung. Und ich möchte euch bitten, mit mir aufzuschlagen die Gemeinde von Ephesus und diese finden wir in Offenbarung 2 und dort Vers 1. Und ich lese einfach mal den ersten Vers: „Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Dies sagt der, der die sieben Sterne in seiner rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt.“ Okay, hier stellt Jesus sich vor, dies sagt der, der die sieben Sterne in seiner rechten hält, das ist die linke, aber ihr versteht, was ich meine, und inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt. Nun ja, das hört sich sehr, ja, bildlich gesprochen an und wenn wir nur ein Vers zurückgehen in Offenbarung 1 Vers 20, dann sehen wir eigentlich eine Erklärung, denn hier steht im zweiten Teil des Verses: „Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.“ Das heißt, Jesus wandelt inmitten dieser sieben Leuchter, er läuft also eigentlich durch die Gemeinde hindurch oder durch die Gemeinden. Und wenn wir an einen Leuchter denken, dann ist das biblisch gesehen etwas ganz anderes, als wir das so kennen. In der Bibel ist ein Leuchter kein Teelicht, auch keine Taschenlampe, ist auch nicht, wenn ich an meinem Handy die Taschenlampe anmache und da mit dem Dunkeln rumleuchte. In der Bibel kommt das Wort Leuchter in einem bestimmten Kontext vor, und das ist die Heiligtumslehre. Und wenn wir in die Heiligtumslehre schauen und uns anschauen, wie dieser Leuchter aussieht, dann sehen wir die Menora. Das kennen vielleicht manche heute noch aus dem Jüdischen. Und diese Menora ist aus reinem Gold angefertigt und im Grunde genommen ist es ein Leuchter mit sieben Leuchten oder Lampen. Das heißt, wir haben einen wie einen Grundständer und aus ihm gehen sieben Arme hervor, an denen sieben Lampen sind und auch Mandelblätter. Und es ist sehr interessant, dieses Bild ein wenig näher zu betrachten, denn wenn man sich überlegt, dass es sieben dieser Leuchter gibt, die alle Arme haben und an den Enden der Arme sind Früchte, dann hat man so das Bild von einem Wald mit Bäumen, mit Ästen und Früchten am Ende der Äste. Und es gibt tatsächlich so ein Bild in der Bibel, nämlich ganz am Anfang, als Jesus durch den Garten Eden läuft. Und ich lade euch ein, mit mir aufzuschlagen Genesis 3 oder 1. Mose 3, Vers 8. Dort steht: „Und sie hörten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages.“ Sie hörten die Stimme Gottes des Herrn. Wir stolpern da so drüber, oder vielleicht überliest man das auch, aber man stolpert eher drüber. Ich habe meine Stimme noch nie im Garten rumlaufen sehen. Also es ist ziemlich sicher bildlich gesprochen. Und wir wissen aus dem Johannesevangelium, dass das Wort Gottes Jesus Christus ist. Das heißt, hier haben wir das Bild von Jesus, wie er durch den Garten Eden läuft. Und so können wir uns auch das mit den Leuchtern vorstellen. Er läuft inmitten der Leuchter, das ist ein Zungenbrecher, und wandelt inmitten der Leuchter. Gut, ein Leuchter ist nur so lange ein Leuchter, solange er leuchtet. Das macht einfach nur Sinn. Um zu leuchten, muss ein Leuchter Licht haben oder Licht sein. Und ich möchte euch sagen, die Gemeinden sind Leuchter. Das heißt, du und ich in unserer Gemeinde sind wir ein Leuchter. Nicht nur im Kleinen, sondern auch im Großen als gesamte Weltgemeinde. Und wenn Christus an diesen Leuchtern leuchtet, dann hat das nicht nur einfach so etwas damit zu tun. Also es hat etwas damit zu tun. Er läuft nicht einfach so willkürlich herum, sondern Gottes Plan ist meistens ziemlich durchdacht, um nicht zu sagen immer. Und ich möchte euch einladen, mit mir 2. Mose 25, 37 aufzuschlagen. Und dort steht, es geht um, also Gott sagt hier den Israeliten, wie sie das Heiligtum bauen sollen. Und hier steht: „Und fertige seine sieben Lampen an, und man soll seine Lampen darauf setzen, so dass jede auf die ihm gegenüberliegende Seite leuchtet.“ Das ist interessant. Das heißt, die Lampen sollten nicht einfach nach oben, links, rechts, schräg in die andere Ecke leuchten. Sie sollten auf die gegenüberliegende Seite leuchten. Und das Erstaunliche ist, dass, wenn man das Heiligtum mehr studiert, alles ganz genau angegeben, dann weiß man, kann man wie eine Skizze im Kopf erstellen, wo was stand. Und gegenüber der Leuchter stand der Schaubrot Tisch. Und wir wissen aus der Heiligtumslehre, dass der Schaubrot Tisch Jesus repräsentiert. Denn Jesus ist das Brot des Lebens. Die Aufgabe der Leuchter war also, direkt auf Jesus zu leuchten. Und so ist es auch die Aufgabe der Gemeinden, wenn Jesus durch sie hindurch läuft, auf Jesus zu leuchten, Jesus zu erhellen für den, der ihn nicht kennt. Und damit würde ich euch auch ermutigen, zu studieren, was in der Bibel Licht heißt. Aus verschiedenen Quellen in Psalm 109, 105 steht, dass das Wort Gottes Licht ist. Und in Sprüche 6, 23 steht, dass die Gebote Gottes Licht sind. Und auch Jesus selbst ist Licht, sein Charakter. Genau, ich kann euch nur ermutigen, das für euch zu studieren. Ich werde es hier nicht ausführen aus Zeitgründen. Genau, aber lesen wir weiter in Offenbarung. In Offenbarung schreibt er, in diesem Vers stellt er sich vor als der, der inmitten der Leuchter wandelt. Und dann in Vers 5 sagt er: „Denke nun daran, wovon du gefallen bist und tue Buße und tue die ersten Werke. Wenn aber nicht, so komme ich zu dir und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken, wenn du nicht Buße tust.“ Im Grunde genommen sagt Jesus, wenn du nicht aufhörst, gegen das, was ich dir sage, zu verstoßen, wenn du nicht von deinem Weg abkehrst, dann werde ich dich einfach nicht mehr Gemeinde nennen. Du wirst einfach nicht mehr meine Gemeinde sein. Wir haben nicht mehr die Berechtigung, uns einen Leuchter, eine Gemeinde zu lernen, wenn wir nicht auf Jesus leuchten. Und da sagt er hier explizit an die Gemeinde Ephesus. Aber schauen wir uns weiter an, was diese Gemeinde denn so falsch gemacht hat. Denn wenn wir das Lob lesen, das ist in den Versen 2 bis 3, denken wir, was ist denn an denen schlecht? Lasst uns lesen: „Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren und dass du Böse nicht ertragen kannst und du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind und hast sie als Lügner befunden und du hast Ausharren und hast vieles getragen um meines Namens willen und bist nicht müde geworden.“ Aber ich habe gegen dich. Das lesen wir noch nicht. Diese Gemeinde hört sich eigentlich ziemlich gut an. Es ist eine Gemeinde, die viel arbeitet. Es ist eine Gemeinde, die bestimmte Dinge erkennt, nämlich Lügner. Lasst uns schauen. Der Johannes hat ja die Offenbarung geschrieben, der hat auch noch ein bisschen mehr geschrieben und er spricht eigentlich ziemlich explizit darüber, was biblisch gesehen Lügner sind. Darum lasst uns aufschlagen. 1. Johannes 2 und das Vers 22. Dort steht: „Wer ist der, der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.“ Sprich, wenn jemand leugnet, dass Jesus der Gesalbte ist, wenn jemand leugnet, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der auf die Erde gekommen ist, der Mensch geworden ist, aber doch völlig Gott war und für uns gestorben ist, der ist ein Lügner im biblischen Sinne. Wer ist noch ein Lügner? In 1. Johannes 2 Vers 4 steht: „Wer sagt, ich habe ihn erkannt und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner und in dem ist nicht die Wahrheit.“ Wenn also jemand sagt, ich gehöre zu Gott, ich habe ihn erkannt, aber die Gebote, die muss man heute nicht mehr halten, das wurde aufgehoben. Oder wenn er sagt, ja, die Gebote sind zwar wichtig, aber wir können sie ja doch irgendwie nicht halten und die Gnade Gottes rettet uns so oder so, egal wie wir sind, egal wer wir sind, jeder wird gerettet. In der Bibel wird das als ein Lügner beschrieben. Und noch ein Vers möchte ich euch vorlesen. In 1. Johannes 4, die Verse 1 bis 3, drei Verse möchte ich euch vorlesen: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind, denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen. Hieran erkennt ihr den Geist Gottes. Jeder Geist, der Jesus Christus im Fleisch gekommen bekennt, ist aus Gott und jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott.“ Wenn ich sage, Jesus ist Mensch geworden, ja klar, aber er war doch irgendwie mehr Gott als Mensch. Er war nicht genauso wie wir. Also wir können gar nicht alles tun, was er getan hat, denn er war ja Gott. Dann ist das biblisch gesehen, jemand, der nicht aus Gott ist, beziehungsweise jemand, der ein Lügner ist, denn wir haben gesehen, jemand, der sagt, er ist aus Gott, aber er hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner. Lasst uns also schauen. Was ist das an der Gemeinde Ephesus? Sie wussten, was in der Bibel steht. Sie wussten, die Lehre ist falsch und die Lehre ist falsch und die Lehre ist falsch. Sie konnten sagen, du musst die Gebote halten. Sie konnten den Sabbat predigen den ganzen Tag und sie konnten geschichtlich und prophetisch und auf alle möglichen Weisen das Heiligtum beweisen und auch, dass es jetzt gerade im Himmel existiert und existieren wird. Und sie konnten die identifizieren, die sagen, du musst die Gebote nicht halten. Die sagen, Jesus war nicht wirklich Mensch. Die sagen, sie lieben Gott, aber sie hassen vielleicht ihren Bruder. Sie konnten alles ausmachen und noch dazu, wenn wir das so gelesen haben, da kam schon hervor in diesen zwei Versen, Verse zwei und drei, dass sie eigentlich ziemlich hart arbeiteten. Sie waren fleißig und hatten wahrscheinlich Disziplin und Geduld, denn es wird auch davon geredet, dass sie ausharren. Sie konnten das Böse nicht ertragen. Also man könnte sagen, sie hatten gute Standards in Benehmen und in dem Umgang miteinander, vielleicht auch in Aufrichtigkeit. Aber trotz allem lesen wir in Vers vier: „Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“ Wow, sie tun all diese Dinge, aber sie haben die erste Liebe nicht mehr. Die erste Liebe, das Feuer für Jesus. Alles, was ich tue, ist aus Liebe zu Jesus. Alles, was ich mache, ich möchte nur Gott damit verherrlichen. Vielleicht sind sie in ihre Wege, haben sie sich verfahren, vielleicht sind sie abgekommen und zwischen den beiden Seiten konnten sie das Gleichgewicht nicht mehr halten und sind hinübergefallen in die Gesetzlichkeit vielleicht. Es wird keinen retten, alles perfekt zu machen und es wird keinen retten, der größte Missionar auf der Welt zu sein. Wir sind gerettet durch Jesus Christus und wenn wir die Liebe zu ihm nicht mehr haben, dann können wir noch so viel tun. Aber die Werke können uns nicht retten. Gott sei Dank, dann wären wir wirklich verloren. Lesen wir weiter in Vers 6: „Aber dies hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hasst, die auch ich hasse.“ Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, welcher in dem Paradies Gottes ist. Die Nikolaiten werden wir uns nachher noch genauer anschauen, aber man könnte auch sagen, dass sie das Gleiche lehren wie die Lügner, was wir gerade festgestellt haben. Das Urteil über diese Gemeinde ist relativ hart, aber gleichzeitig gibt Gott seine Gnade und sagt, ich weiß, es ist gut, was du machst. Ich muss betonen, hier sind immer noch die, die Gemeinde, die er anspricht, die die Liebe verloren haben und nicht die, die lehren, die Gnade Gottes wird uns alle retten. Es ist immer noch die Gemeinde, die die Werke Gottes tut, aber ohne Liebe. Er sagt nur, die Liebe ist eine Gabe Gottes und wenn du die Liebe verloren hast, dann ist das ein moralischer Fehlschlag. Es ist eine moralische Sünde, die du bekennen musst, für die du Buße tun musst. Und so sollen sie auch wieder, ja, nicht wieder aufstehen, ja, wieder zurückkehren zu ihrer ersten Liebe. Und so denke ich, dass es eine große Signifikanz hat heute, denn wann immer wir, ja, vielleicht teilen wir Gemeinden ein in konservativ und in liberal und alles mögliche, aber wenn, zu welcher Gemeinde ich mich auch immer zähle, in dieser Nachricht an oder Botschaft an Ephesus finden wir, glaube ich, alle etwas, das uns anspricht und wo wir merken, oder bin ich auf dem falschen Weg. Und ich möchte euch ermutigen, euch selbst zu prüfen, denn das sollten wir immer tun. Wir sollten auch Gott bitten, dass er uns unsere Fehler aufzeigt und unsere Schwächen und dass er uns da hilft, das zu überwinden. Genau, lasst uns weiterschauen in die Gemeinde Smyrna. Smyrna war eine Gemeinde, genau, also Ephesus ging so von den Jahren 31 bis 100 und im Jahre 100 beginnt Smyrna und es endet im Jahre 313 nach einer sehr, sehr schweren Verfolgung unter Diokletian, die zehn Jahre gedauert hat. Also lasst uns in Vers 8 anfangen: „Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde.“ Also wie ich es zu Ihnen schon, irgendwas hat diese Gemeinde, diese Gemeinde ist anders, denn wenn ich zu jemandem schreibe, hör mir zu, ich bin der, der den Tod überwunden hat, ich bin der Herr über den Tod, dann hat diese Gemeinde wohl irgendetwas mit dem Tod zu tun. Und wir werden sehen, dass die Gemeinde unter Verfolgung ist, die unter Verfolgung gelebt hat und Jesus geht auf sie zu und das Erste, was er sagt ist: „Fürchte dich nicht, ich bin der Herr des Todes und wenn du gerettet wirst und vielleicht hier das irdische Leben stirbst, ich, ich werde dich doch wieder zu mir holen, ich werde dafür sorgen, dass du aufhörst und werde wiederkommen und du wirst mit mir in das Himmelreich fahren.“ Das ist eine sehr schöne Verheißung, die dieser Gemeinde gleich zu Beginn gegeben wird. Lasst uns lesen in Vers 9: „Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut, du bist aber reich und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans.“ Das ist ein interessanter Wort, weil was mir zuerst an diesem Vers aufgefallen ist, es ist das Gegenteil von Laodizea. Wir leben heute in Laodizea und diese Gemeinde, die wir uns hier anschauen, die Verfolgung erlitten hat und die nichts hatte, die hier, ich kenne deine Armut, deine Bedrängnis, deine Armut, aber diese Gemeinde war reich und das ist das, was wir brauchen. Und ich denke, hier ist es wichtig anzumerken, dass Verfolgung nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, denn wenn Gottes Anwesenheit wirklich in die Gemeinde kehrt, dann wird die Verfolgung unmittelbar automatisch kommen, denn es ist Feindschaft gesetzt zwischen die Frau und zwischen die Schlange. Das heißt, wenn wir nicht verfolgt werden, wenn der Satan uns nicht versucht und uns nicht rüttelt und schüttelt, dann sind wir irgendwie nicht so ganz im Glauben, vielleicht nicht so ganz aktiv oder wach. Und damit meine ich nicht, dass wir nicht missionarisch sind, sondern ich meine in unserer intimsten, engen Beziehung zu Jesus. Diese Gemeinde wird verfolgt, aber sie ist reich. Da können wir uns einiges abschauen. Aber wenn wir in Vers 8 sehen, dann sehen wir, da sind welche in der Gemeinde und sie sind Juden. Sie sagen, sie seien Juden und sie sind es nicht. Wir wissen, zu diesem Zeitpunkt sind die Juden nicht mehr das Volk Gottes. Das können wir auch sehen. Ich gebe euch kurz einen Vers in Römer 2, 28, 29. Das könnt ihr selbst gerne nachschlagen, aber auch gibt es unzählige andere Beweise oder ja, in der Bibel. Aber das heißt, hier steht, sie sind die Synagoge des Satans. Okay, wenn eine Synagoge ist, so ein Ort zum Zusammenkommen und dort haben die Juden auch angebetet, das heißt vielleicht wie eine Kirche heute. Also es war nicht das Heiligtum, sondern man könnte es vielleicht mit der Kirche vergleichen. Und in dieser Kirche sind dann Leute, die sagen, wir sind Christen, aber sie sind es tatsächlich nicht. Und dieses Verhalten, das Verhalten von Namenschristen, nennt die Bibel Synagoge des Satans. Das ist ein sehr hartes Wort, sehr hartes Urteil. Weiterhin heißt es: „Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet und ihr werdet Bedrängnis haben zehn Tage. Sei getreu bis zum Tod und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben.“ Also wir sehen hier wieder, dass der Konflikt ist, Leben oder Sterben. Liebe ich diese Welt oder gebe ich alles, selbst mein eigenes Leben für Gott. Die zehn Tage, zehn prophetische Jahre kann man in der Geschichte sehen, waren unter Diokletian, der den letzten Teil dieser schweren Verfolgung führte. Und wir sehen, Gott sagt wieder, du wirst Leben haben, du wirst Leben haben. Vertraue mir nur, ich will dir Leben geben. Und da muss diese Gemeinde tatsächlich vertrauen. Und es bringt uns auch zu einem Bild von Daniel, wie er in der Löwengrube war. Denn dort wurden auch drei junge Hebräer verfolgt und der wandelte mitten unter ihnen. Es war Jesus selbst. Wenn wir in Verfolgung sind, wenn wir in Bedrängnis sind, dann ist es Jesus persönlich, der zu uns kommt, der mit uns geht, der uns tröstet, der uns hält, der uns stützt und der uns da durchbringt. Das ist eine große Verheißung, auf die wir immer, immer, immer bauen können. Lasst uns weiter schauen zu der Gemeinde Pergamon. Lesen wir in Vers 12: „Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Die sagt der, der das zweischneidige scharfe Schwert hat.“ Das scharfe Schwert, was scheidet das Schwert? Lasst uns aufschlagen in Hebräer 4 und das Vers 12.

[23:58] Ja, so. Ja, genau. Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Das Schwert Gottes, das Schwert Gottes sagt oder Jesus, Jesus als das Wort Gottes, als das zweischneidige Schwert sagt, ich richte, ich bin der Richter über Gesinnungen und Gedanken des Herzens. Ich weiß, was in dir vorgeht, was dein tiefster Gedanke ist, den du nie jemandem erzählt hast, den du mit keinem geteilt hast. Jesus kennt ihn. Und wenn du nicht, wenn du nicht umkehrst, wirst du dafür gerichtet werden. Wenn du ihn nicht um Vergebung bittest, ihn nicht annimmst, wirst du wohl oder übel davon darüber gerichtet werden oder dafür. Lasst uns weiter in Vers 13 lesen: „Ich weiß, wo du wohnst, wo der Thron des Satans ist. Und du hältst meinen Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch in den Tagen des Antipas, meines treuen Zeugen, der bei euch, wo der Satan wohnt, ermordet worden ist.“ Jesus sagt, die Gemeinde ist der Thron Satans, beziehungsweise Satan thront in der Gemeinde. Das ist ziemlich schrecklich, das ist ziemlich traurig. Und das einzige Lob, das ich hier rauslesen kann, ist, dass du an meinen Namen festgehalten hast und den Glauben an mich nicht verleugnet, auch in den Tagen des Antipas nicht. Lasst uns überlegen, der Thron Satans. Es gibt also, es gibt die theologische Theorie von einigen vielen Leuten, die sagen, da spricht es tatsächlich von Rom, denn in Offenbarung 13 und dort Vers 2, der zweite Teil, heißt es, nein, das stimmt nicht, 13, 2, genau, doch, 13, 2, der zweite Teil, „und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht.“ Der Drache, wissen wir, ist in der Offenbarung der Satan. Der Satan gab dem Tier aus dem Meer den Thron, das Tier aus dem Meer, das Papsttum. Der Satan gab dem Papsttum seinen Thron. Und wenn wir hier den Thron Satans sehen, dann kann es durchaus sein, dass hier von Rom gesprochen wird, aber es muss nicht sein. Lasst uns weiterschauen, der Antipas heißt wortwörtlich Anti, gegen, und Papa, was die erste Form von Papst war oder woher das Wort Papst überhaupt kommt. Das heißt, es hat wahrscheinlich dort schon eine Gruppierung von Leuten gegeben, die sich gegen das päpstliche, die päpstliche Konstellation gestellt hat und diese war da in ihren ersten Schritten. Also es wurden die ersten Bischöfe ernannt und es kam so ziemlich raus, dass es so ein System von einem Vater hier auf Erden geben soll, von einem göttlichen Vater hier auf Erden sozusagen. Genau, dann in Vers 14 lesen wir: „Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, einen Fallstrick vor die Söhne Israels zu legen, sodass die Götzenopfer aßen und Unzucht trieben. So hast du auch solche, die in gleicher Weise die Lehre der Nikolaiten festhalten.“ Die Geschichte von Bileam ist sehr interessant, vor allem, wenn man Prophetie studiert und Bileam war ein Prophet Gottes und er hat angefangen mit Balak, einem Herrscher, zu kommunizieren und er hat sich von materiellem Besitz verführen lassen und wollte das Volk Gottes verfluchen. Er hat es aber nicht geschafft, denn aus seinem Mund kam nur Segnung heraus und dann sagt er zu Balak: „Führe doch die moabitischen Frauen nach Israel herein, so wirst du das Volk verführen.“ Tatsächlich hat er so das Volk verführt. Das sagt uns etwas sehr Interessantes über die Beziehung zwischen christlichen Männern oder Frauen und Männern oder Frauen, die nicht christlich bzw. ich würde sogar sagen nicht adventistisch sind. Das sagt sehr viel darüber und dass es sehr oft schlechte Folgen nehmen kann oder einen schlechten Lauf nehmen kann. Weiterhin sehen wir auch, dass der Zusammenschluss von Gottes Prophet und städtlicher oder staatlicher Macht bzw. von Kirche und Staat führte zu Kompromissen und führte im Endeffekt zu der Einladung von moabitischen Frauen und wir sehen das im päpstlichen Rom, die der Zusammenschluss von dem Kompromiss zwischen Kirche und Staat dazu geführt hat, dass das Volk abgefallen ist, indem tatsächlich Götzen in Gottes Haus aufgenommen wurden und so sehen wir, dass es schon in Pergamon sehr, sehr deutliche Zeichen für diese Entwicklung gibt, aber es fängt schon in Ephesus an mit den Nikolaiten, denn wir sehen hier auch, dass die Nikolaiten und die Lehre Bileams zusammengehören. Zusätzlich schreibt Ellen White, was ich sehr, sehr wichtig und interessant und signifikant finde für diese Zeit, sie schreibt in Review and Herald in Band 7 auf Seite 957: „Es ist unsere Sünde, die Sünde der Nikolaiten, Gottes Gnade als Ausrede für Ausschweifungen zu benutzen.“ Wir sehen dies, was die Nikolaiten taten, war eigentlich zu sagen, Gott ist so gnädig und wir können die Gebote ja eh nicht halten, darum machen wir sowieso, was wir wollen und es ist Tatsache, dass das heute immer noch Leute vertreten, dass es heute immer noch gelehrt wird von einigen Leuten, die in Leitungspositionen stehen und hier im Gotteswort sehen wir, dass es schon vor über 1.000 Jahren, vor über 1.500 Jahren sehr, sehr schlecht war, dass Gott es schon damals getadelt hat, es Gottes Synagoge des Satans nennt, dass dort, wo das gelehrt wurde, der Thron Satans ist und das sind sehr harte Worte und wir sehen auf jeden Fall, wie der große Kampf hier einfach seinen Lauf nimmt, wie ein kleines Kompromiss zu einem größeren führt, zu einem größeren, zu einem größeren und schlussendlich zu dem absoluten Abfall, den wir in Thyatira sehen werden, wo wir jetzt auch gleich hinkommen. Diese Gemeinde Pergamon ging von dem Jahr 313 nach dieser Verfolgung unter Diokletian bis ins Jahr 538 und für alle, die Prophetie studieren, kennen ist 538 ein Jahr, das man auswendig kennt, das kann man im Schlaf hoch und runter sagen, darüber träumt man. 538 ist nämlich der Beginn der prophetischen einer Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit oder von den 1260 Jahren und das ist tatsächlich hier der Fall, denn wenn wir uns die Gemeinde Thyatira anschauen, dann geht sie tatsächlich von 538 bis 1798. Thyatira ist das dunkle Zeitalter, das dunkle Mittelalter, in der einiges Schreckliches passiert ist und lasst uns einfach lesen, was Jesus zu dieser Gemeinde zu sagen hat. Wir fangen an in Vers 18: „Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Dies sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen und Füße gleich glänzendem Erz.“ Also wir sehen wieder, es ist sehr bildlich, es erinnert an die Beschreibung von Pergamon, Gott sieht alles, Gott kann durch dich hindurch blicken. Vers 19: „Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und deinen Dienst und dein Ausharren und weiß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten.“ Das ist auch sehr interessant, die ersten Werke waren schlechter als die letzten. In den letzten Werken kommt die Reformation, da kommt wieder Licht. Was waren die ersten Werke? Die Bibel wurde verloren und der Papst hat sich zum Gott erhöht und es gab den Ablasshandel und das alles. Aber wenn wir weiter schauen, sehen wir den Tadel. Ab Vers 20: „Aber ich habe gegen dich, dass du das Weib Isabell gewähren lässt, die sich eine Prophetin nennt und meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen und ich gab ihr Zeit, damit sie Buße tue und sie will nicht Buße tun von ihrer Unzucht. Siehe, ich werfe sie aufs Bett und die, welche Ehebruch mit ihr treiben, in große Bedrängnis, wenn sie nicht Buße tun von ihren Werken.“ Es ist noch nicht mal vorbei, aber das ist sehr viel Tadel. Das ist, glaube ich, der längste Tadel und auch im Vergleich zu dem Lob sehr viel. Isabell. Wer kennt nicht Isabell? Isabell war eine falsche Prophetin. Sie war eine sidonische Prinzessin, sidonisch heidnische Prinzessin, die Frau von Ahab, dem König von Israel. Und sie führte das Volk zum Abfall, zur Balsanbetung, zu allem Möglichen. Es ist dann die Stelle, wie das ganze Volk um ein Opfer tanzt und sich aufschneidet und den schlimmsten nur erdenklichen Gottesdienst feiert, der so abtrünnig ist. Isabell hat eine sehr große Ähnlichkeit, gruselig auch, aber auch groß, mit der Hure aus Offenbarung 17. Und wenn wir uns auch sonst überlegen, sie war eine Frau, die Frau steht für die Gemeinde und sie war zusammen mit einem König, der für staatliche Macht stehen kann, dann zeigt Isabell eigentlich die Verbindung aus Kirche und Staat und dass daraus wieder, ähnlich wie bei Balak und Bileam, Götzendienst folgt und vieles Schreckliches. Außerdem gibt diese Frau vor, eine Prophetin zu sein und ein Prophet ist jemand, der in Gottes Namen spricht. Er spricht für Gott. Und das ist eigentlich das, was der Papst macht. Wenn er die Sünden vergibt, wenn er Gesetze verändert, wenn er sagt, wir dürfen das, denn wir haben die von Gott gegebene Macht, dann spricht er im Namen Gottes. Und das ist eigentlich einem Propheten vorbehalten. Und das Interessante ist, dass die Propheten in der Bibel, die wollten das nie tun. Isabell sagt hier, ich bin eine Königin, ich bin eine Prophetin. Die wahren Propheten Gottes wollten das nie tun. Sie hatten Angst davor. Sie haben sich nicht würdig gefühlt. Sie hatten nichts, was sie bieten konnten. Und das war der Grund, aus dem Gott gesagt hat, genau dich will ich. Weiterhin können wir lesen in Vers 21, und das finde ich auch sehr interessant, wird hier geredet von der Zeit, die sie Buße tun konnte. Und lasst uns lesen in Jakobus und dort Vers, Kapitel 5, Vers 17: „Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir. Und er betete inständig, dass es nicht regnen möge. Und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate.“ Aus der Geschichte selbst wissen wir, dass diese Zeit der Dürre die Zeit war, in der Isabell Buße tun konnte. Und wir wissen hier, es war dreieinhalb Jahre. Oder könnte ich auch sagen, dreieinhalb Zeiten. Denn dann sehen wir die direkte Verbindung zu dem dunklen Mittelalter, das dreieinhalb Zeiten oder 1260 Jahre ging. Das heißt, das Papsttum hatte 1260 Jahre Zeit, zu der es hätte Buße tun können, aber nicht getan hat. Und so lasst uns lesen in Vers 23, was passiert: „Und ihre Kinder werde ich mit dem Tod töten, und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht. Und ich werde euch einem jeden nach euren Werken geben.“ Jesus sagt hier, es ist nicht egal, was ihr tut. Ihr könnt nicht meine Gnade für Ausschweifungen missbrauchen. Jeder wird sich für seine Werke rechtfertigen müssen. Nicht im Sinne der Werksgerechtigkeit, dass sie dadurch erlöst werden, sondern im Sinne, dass unsere Werke eigentlich unsere innere Gesinnung zeigen. Die Werke zeigen, das, was wir denken, was wir fühlen, was wir verfolgen. Und es ist auch interessant, dass hier die Kinder Isabels angesprochen werden. Isabell oder auch Babylon hat tatsächlich Kinder. Sie ist die Mutter aller Huren. Und aus dem Prophetie-Studium wissen wir, dass die Kinder der abgefallene Protestantismus ist. Und dazu würde ich gern mit euch die Geschichte von Herodes anschauen, bzw. von Johannes dem Täufer. Wenn wir uns überlegen, Johannes der Täufer hat versucht, Herodes zu missionieren. Und Herodes ist ein weltlicher König, ein staatlicher Staat. Und Johannes der Täufer ist der Prophet Gottes. Und dann kommt Herodias und verführt den Staat bzw. kommt zusammen mit dem Staat. Eigentlich gehen sie eine Beziehung ein. Herodias steht hier für Babylon. Das heißt, es ist die abgefallene Kirche oder die Hurekirche, die zusammenkommt mit dem Staat. Und es ist der Prophet Gottes, der wahre Prophet, der dann verfolgt wird. Erst von Herodias, danach aber auch von Herodes selbst, obwohl er das am Anfang gar nicht wollte. Und dann kommt Salome ins Spiel. Und Salome ist die Tochter Herodias. Und ich möchte sagen, sie repräsentiert den abgefallenen Protestantismus. Denn Salome kommt und Herodias verführt Salome dazu oder benutzt sie dazu, Johannes den Täufer zu verfolgen und umzubringen. Das heißt, wir sehen hier, es ist ein dreieiniges Netz aus diesen Parteien, das dazu führt, dass Johannes den Täufer, der Prophet Gottes, verfolgt und umgebracht wird. Und das ist sehr interessant. Aber lasst uns weiterschauen. In Vers 25 ist auch noch ein sehr guter Punkt, den wir hier mitnehmen können: „Doch was ihr habt, haltet fest, bis ich komme. Nein, ich werfe keine andere Last auf euch. Doch was ihr habt, haltet fest, bis ich komme.“ Jesus gibt nicht mehr Erkenntnis, als wir tragen können. Das ist sehr, sehr lieb und sehr nett. Aber es heißt auch, dass nur weil Luther den Sabbat nicht gehalten hat, heißt es nicht, dass wir den Sabbat nicht halten sollen. Denn er gibt uns nur so viel, wie wir ertragen können. Und zur Zeit Luthers war es so viel Dunkelheit, wie wir uns gar nicht vorstellen können. Und Gott hat es für richtig empfunden, ihm das zu geben, was er bekommen hat an Erkenntnis. Und er hat damit viel bewirken können. Und ich denke, so sollten wir es auch handhaben mit den Reformatoren. Wir müssen vielleicht in unserer Einstellung zurück zu den Reformatoren und in unserem Missionsdienst, aber nicht in allen Glaubenspunkten. Denn wenn Gott uns heute mehr Erkenntnis gibt als damals, dann denke ich, sollten wir das von ihm gerne annehmen.

[39:43] Gut, lasst uns noch den Vers 26 anschauen: „Wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Macht über die Nationen geben. Und er wird sie hüten mit eisernem Stab, wie Töpfergefäße zerschmettert werden, wie auch ich von meinem Vater empfangen habe. Und ich werde ihm den Morgenstern geben.“ Hier wird auch wieder eigentlich eine verfolgte Gemeinde angesprochen. Und wann immer von dem eisernen Stab gesprochen wird, dann geht es um Jesus, wie er über seine Feinde herrscht. Und wir wissen, dass während des Millenniums wir tatsächlich genau das tun können mit ihm zusammen. Und das ist eine schöne Verheißung, dass Gott sagt, du wirst eine Bedrängnis sein. Es wird schrecklich sein, aber ich bin bei dir und schau, was wir vor uns haben. Schau, was wir in dieser schweren Zeit vor uns haben. Und das ist ein großes Versprechen.

[40:39] Genau, wie sehen wir in dieser Gemeinde den großen Kampf? Es gibt ganz viel. Wir haben die gleiche Verfolgung wahrscheinlich, die wir auch in Smyrna hatten. Wir haben aber zudem noch viele, viele Irrlehrer. Und was noch dazu kommt, ist, dass wir eigentlich das Wort Gottes nicht mehr haben, denn das Wort Gottes wurde verboten. Ich empfehle euch, das verborgene Manna zu studieren, denn als das Manna gegeben wurde, wurde damit die Lektion des Sabbats gelehrt. Das war in Zweiter Mose, vor den Zehn Geboten irgendwo. Ich glaube, 16, 17. Und als dieses Manna gegeben wurde, wurde der Sabbat gegeben. Und der Sabbat ging während des Mittelalters verloren, als die katholische Kirche den Tag der Anbetung vom Sabbat auf Sonntag verlegt hatte, als sie den Sabbat zu einem Fastentag machte, zu einer Bürde, die schwer auf den Leuten lastete. Und wenn wir uns überlegen, dass es doch eine Gruppe gab, und zwar die Waldenser, die durch diese Zeit hindurch den Sabbat hielten, die sich aber versteckt haben, dann können wir doch zurückschließen, dass es das versteckte Manna gab, dass es diese Gruppe von Leuten gab, die ausharrte und die wirklich auf Jesus vertraut hat, und er hat ihnen gegeben, was sie brauchten. Und mit dieser Verheißung können auch wir in bestimmte Zeiten vielleicht mit mehr Zuversicht blicken.

[42:12] Lasst uns weitergehen nach Sardes. Sardes war die Gemeinde von 1798 bis 1832, sagen manche, andere sagen 40. Sardes heißt wortwörtlich das Übriggebliebene oder die, die übrig bleiben. Aber sie haben nicht die große Verheißung, hier sind die Heiligen, die erhalten die Gebote Gottes und den Namen Jesu haben, oder die, die aus der Verfolgung der Frau übrig sind, sondern bei ihnen heißt es: „Ich kenne deine Werke, dass du den Namen hast, dass du lebst und bist tot.“ Hier geht es um Namenschristen, die sagen, wir sind Christen, aber sie sind innerlich tot, ihr Glaubensleben ist tot. Und das zeigt sich in einigen Punkten.

[42:59] In Vers 2 lesen wir: „Wache auf und stärke das Übrige, das im Begriff stammt, zu sterben, denn ich habe vor meinem Gott deine Werke nicht als völlig befunden. Denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast und bewahre es und tue Buße. Wenn du nun nicht wachst, werde ich kommen wie ein Dieb und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.“ Also hier sagt er eigentlich, du trägst den Namen der Reformation, du trägst den Namen Protestantismus, aber du bist tot. Du nimmst die Züge der Welt an, du läufst nicht mehr auf dem Pfad, den ich dir zeige. Was heißt Protestantismus überhaupt? Es heißt, für das Zeugnis oder für die Schriften. Und hier hat der Protestantismus wirklich verloren, zurück in die Schrift zu gehen und zurück zu schauen, was die Schrift lehrt. Und heute sehen wir in vielen protestantischen Kirchen, was das bewirkt hat, denn die meisten Protestanten glauben manchmal nicht einmal mehr, dass Gott, dass Jesus wiederkommt. Viele glauben nicht mehr an die Schöpfung, viele glauben nicht einmal mehr, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist. Und das ist sehr, sehr traurig.

[44:12] In Vers 4 können wir weiterlesen: „Du hast einige wenige Namen in Sardis, die ihre Kleider nicht befleckt haben, und sie werden mit mir einhergehen in weißen Kleidern, denn sie sind es wert.“ Was bedeutet es, die Kleider nicht zu beflecken?

[44:32] Lasst uns nachlesen in Jakobus 1 und dort Vers 27. Sich zu beflecken heißt einerseits, ich kümmere mich nicht mehr um meinen Mitmenschen. Ich bin glücklich, so wie ich bin. Was interessiert mich der andere? Andererseits heißt es aber auch, ich bin von der Welt befleckt. Und ich denke, das ist wirklich, was Sardis war. Sardis nahm einige Züge der Welt an, und ich glaube, Sardis stand in großen Verführungen, denn zu dieser Zeit kamen so einige Dinge an Pflicht. Und ich glaube, da hat der Satan wirklich gewütet, dass er alles geben wollte nochmal, weil er wusste, bald ist die Zeit vorbei, bald habe ich keine Zeit mehr. Das hat er schon zu Beginn, das hat er schon vor 2000 Jahren gedacht. Aber heute merkt er wirklich, dass es knapp wird, dass es eng wird.

[45:33] Was ist da passiert? Die Evolutionstheorie durch Darwin kam ein wenig später, aber das Denken nach einer Evolutionstheorie kam tatsächlich im Jahre 1809, also mitten in dieser Zeit von Sardis auf, und zwar von Lamarck. Und dieser Begründer des evolutionistischen Denkens oder dieses Gedankengut stieg weiterhin sehr schnell und rasant an. Wir sehen, dass dann viele Leute daran übergingen, und heute gibt es kaum noch Christen, die tatsächlich an den Schöpfergott glauben.

[46:15] Weiterhin begannen einzelne Bewegungen, im 19. Jahrhundert begannen einzelne Bewegungen, die die Geistestaufe durchführten und andere charismatische Anzeichen hatten oder Dinge, Taten. Und dieses Prinzip der falschen Erweckung zeigt eigentlich, dass die Gemeinde tot war, denn wer erweckt ist, wer lebendig ist, braucht keine Erweckung. Aber hier wurde mit weltlichen Mitteln versucht, mit satanischen Mitteln versucht, eine tote Gemeinde wieder lebendig zu rütteln. Und es gibt noch einen weiteren Punkt, der zu dieser Zeit aufkam, und zwar, dass die Leute plötzlich nicht mehr glaubten, dass Jesus vor dem Millennium wiederkommt. Plötzlich stieg die Idee auf, Jesus würde nach dem Millennium wiederkommen. Und die Idee, die dahinter steckt, ist eigentlich, wir können ein schönes Leben auf Erden haben. Und wer diese Idee nicht abgeben wollte aus biblischer Lehre, sagt eigentlich, ich will lieber ein schönes Leben hier haben, als Jesus sehen, wie er wiederkommt, wie er mich zu sich holt, wie er mit mir im Himmel lebt. Und das ist sehr traurig. Und da sehen wir wirklich, dass die Gemeinde sehr standhaft bleiben musste in ihren Überzeugungen, und es waren nur wenige, die das taten.

[47:38] Es gibt noch einen Punkt, der zu dieser Zeit aufkam, das war die Industrialisierung. Und die Industrialisierung brachte eine bestimmte Lebenseinstellung mit sich. Einerseits waren die Leute sehr beschäftigt, und ich glaube, es war auch wirklich eine Herausforderung zu sagen, ich habe Schichtdienst, weil das gab es dann, ich arbeite am Fließband und arbeite ganz schön viel, und gleichzeitig lese ich noch die Bibel. Oder haben sie eher gesagt, naja, das mit dem Glauben stelle ich jetzt mal hinten an, ich arbeite erstmal, vielleicht habe ich ja morgen Zeit für Gott. Ich denke, das ist ein Kampf, den wir alle kämpfen in der Gesellschaft, in der wir heute seit der Industrialisierung leben.

[48:20] Und zudem kam da noch der Fordismus auf, und das ist eigentlich ein wirtschaftliches Modell, dadurch kam auch die Fließbandarbeit, und das Modell, was sie machen wollten, um mehr Autos zu verkaufen, war, dass sie die Fließbandarbeit einführten, dass es billiger würde, dass sie verschiedene Eingriffe nehmen, dass es ganz billig ist, Autos herzustellen, und dass sich so jeder Autos kaufen kann. Das heißt, was mit der Industrialisierung und diesem Fordismus kommt, ist eigentlich, der normale Mittelstandsmensch kann sich alles leisten, was auch toll ist. Ich kann mir ein Auto leisten, später kann ich mir vielleicht einen tollen Wagen leisten, ich kann ihn leasen, ich kann mir ein iPad leisten, und ich kann mir ein tolles Samsung-Touch-Handy leisten, keine Ahnung. Ich kann mir ganz viel leisten. Und ich denke, das ist ein großer, großer Angriff, denn ich denke, ein Armutleben macht uns sehr demütig, und plötzlich alles haben zu können, ist nicht der beste Weg für uns im Glaubensleben. Und das erinnert mich wieder an Smyrna, an die Gemeinde, die in Armut lebte, aber tatsächlich reich war.

[49:31] Nun ja, gehen wir zur vorletzten Gemeinde, zu Philadelphia. Diese Gemeinde war von, sagen wir, 1840 bis 1844 oder 1855, darauf kommen wir später nochmal zurück. Philadelphia heißt wortwörtlich Brüderliche Liebe, und ich denke, die Gemeinde hat das wirklich ausgedrückt. Es waren Leute, die von Herzen dabei waren, und tatsächlich bin ich der festen Überzeugung, wenn unsere erste Intention und unsere große Liebe Jesus ist und seine Verkündigung, wenn die Verkündigung Jesu im Vordergrund steht, dann kümmern mich die Fehler meiner Brüder nicht mehr, denn dann ist mir egal, was sie für Fehler haben, weil ich liebe sie aus dem einzigen Grund, nicht aus dem einzigen, aber hauptsächlich aus dem Grund, dass sie meine größte Leidenschaft, nämlich Jesus Christus teilen. Und wenn das wirklich unsere Ansicht wird, unser Charakter, das, was wir leben, dann werden wir uns nicht mehr in die Haare kriegen mit anderen, sondern wir werden unsere Brüder und Schwestern lieben aus ganzem Herzen, weil sie Jesus lieben und weil auch wir Jesus lieben.

[50:40] Aber lasst uns anschauen, was Gott dieser Gemeinde zu sagen hat. Wir können lesen in Vers 7 und 8.

[51:10] Wenn von einer geschlossenen Tür gesprochen wird, dann ist es eine Gerichtsbotschaft immer. Wir können ganz kurz aufschlagen. 1. Mose 7 und dort Vers 16. Da ist die Sprache von der Sintflut und von Noah. Und hier steht: „Und die, die hineingingen, waren je ein männliches und ein weibliches von allem Fleisch, wie Gott ihm geboten hatte. Und der Herr schloss hinter ihm zu.“ Es war nicht Noah, der zuschloss, es war der Herr. Und als diese Tür zu war, konnte keiner mehr rein. Es war das Ende der Gnadenzeit.

[51:50] Und noch ein weiterer Vers in Matthäus 25, Vers 10. Das ist das Gleichnis der zehn Jungfrauen. Als sie aber hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam und die Bereitwahren gingen mit ihm hinein zur Hochzeit und die Türe wurde verschlossen. Jesus schließt die Tür. Auch hier wissen wir, es ist ein Gleichnis für die Endzeit und die Tür wird verschlossen sein. Es gibt welche, die nicht mehr hereinkommen.

[52:31] Wenn wir von der verschlossenen Tür sprechen, dann geht es um ein Gericht, das kurz vor dem Kommen steht. Aber es geht auch noch um etwas anderes. Lasst uns aufschlagen in Lukas 1, und dort die Verse 32 und 33.

[52:49] „Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und der Herrgott wird ihm den Thron seines Vaters David geben.“ Wir sehen hier, dass das, was in Offenbarung geschrieben steht, sich nicht nur auf das Gericht bezieht, sondern auch auf Jesus, der seine Herrschaft antritt. Das heißt, wir sehen eine bestimmte Reihenfolge. Es wird ein Gericht geben, aber danach wird es auch eine Herrschaft Jesu geben.

[53:26] Und David war kein Herrscher der ganzen Welt, David hat das Volk Gottes geherrscht. Und so wird auch Jesus über das Volk Gottes herrschen, denn es wird keine Sünder mehr geben. Es gibt nur noch das Volk Gottes. Es wird eine herrliche Zeit werden, wo wir alle leben werden in tatsächlicher Herrlichkeit. Und es wird ein Ende der Gnadenzeit geben. Das ist in der Bibel und auch im Geist der Weihsagung sehr deutlich dargestellt. Und wir sollten uns darauf vorbereiten, den Spätregen tatsächlich in vollem Maße empfangen zu können.

[54:04] Und wir sollten uns darauf vorbereiten, den Spätregen tatsächlich in vollem Maße empfangen zu können. Denn es ist heute wichtig, dass wir uns vorbereiten. Denn wenn der Satan immer wieder zu uns kommt und uns sagt, heute bist du zu beschäftigt und irgendwie fühlst du dich nicht so gut und ein kurzes Gebet reicht jetzt auch und zum Gebetskreis gehen, das ist nicht so wichtig. Dann wird uns diese Zeit des Spätregens einfach, sie wird einfach an uns vorbeiziehen. Und das wäre sehr, sehr traurig und schade. Denn Gott wünscht sich, dass jeder Einzelne gerettet wird. Und ich würde gern dasselbe erleben.

[54:46] Lasst uns in Vers 10 lesen. Offenbarung 3, Vers 10, immer noch im Schreiben an Philadelphia: „Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen.“ Die Stunde der Versuchung war 1844. Die große Enttäuschung. Leute haben ihre Häuser verkauft, alles, was sie hatten. Und sie standen da und sie haben auf Jesus gewartet und sie waren von Herzen und von allem überzeugt, er muss jetzt kommen und er kommt jetzt und er kam nicht. Und es blieben nur noch einige wenige übrig. Tatsächlich wenige. Es blieben ungefähr 50 Leute übrig, die gesagt haben, irgendwas muss falsch gewesen sein. Es liegt nicht an Gott, es liegt an uns. Und viele andere haben diese Stunde der Versuchung nicht überstanden und sie sind leider weggegangen von der Gemeinde, von dieser Gemeinde.

[55:54] Und in Vers 11 können wir auch sehen: „Ich komme bald, halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme.“ Jesus sagt, ich komme bald. Ich weiß, du dachtest, ich komme jetzt, aber ich komme bald, ich komme bald, ich verspreche es dir. Es war nur noch nicht die richtige Zeit, aber halte an deinem Glauben an die Wiederkunft Jesu fest. Lass ihn dir von niemandem nehmen und du wirst diesen Siegeskranz empfangen und den kann dir keiner nehmen.

[56:20] Hier ist die Frage, hatten sie Glauben oder hatten sie tatsächlichen Glauben? Waren sie begeistert von dieser Bewegung oder waren sie wirklich davon überzeugt, dass Jesus sie erlöst hat, sie erlösen wird weiterhin, dass Jesus alles für sie gegeben hat und dass er wiederkommt zum richtigen Zeitpunkt. Manchmal ist es auch im Kleinen so, sind wir bereit, wenn wir für etwas beten oder etwas von Gott wünschen oder wollen, auf seinen Zeitpunkt zu warten oder wollen wir es zu unserem Zeitpunkt? Drehen wir Gott den Rücken zu, wenn wir nicht das kriegen, zu dem Zeitpunkt, zu dem wir es wollen, wenn er unsere Gebete nicht dann erhört, wann wir es vielleicht erwartet haben? Diese Fragen sollten wir uns immer wieder stellen und uns prüfen und wir sollten Gott wirklich bitten, uns wahres Vertrauen in ihn zu schenken.

[57:18] Nun gut, wir wollen zu der letzten Gemeinde gehen. Ich denke, sie ist eine sehr spannende Gemeinde, denn jetzt sprechen wir nicht mehr von der Geschichte, sondern jetzt sprechen wir von dir und mir. Jetzt sprechen wir von Laodizea und du wie auch ich sind herzlich eingeladen, uns jetzt sehr angesprochen zu fühlen.

[57:39] Die Laodizea-Botschaft, Laodizea, das Volk des Gerichts, Laodizea begann 1844 oder 1855. Es gibt beide Meinungen. Einige sagen 1844, weil 1844 hat ja das Gericht begonnen. Sie wussten es zwar noch nicht, aber das Gericht hat so oder so begonnen. Andere sagen 1855, weil 1855 war der Zeitpunkt, zu dem sie herausgefunden haben, zu dem sie verstanden haben, dass es das Gericht war, das da begonnen hat. Es ist auch interessant, in Philadelphia wird ja geschrieben, dass Gott die Gemeinde bewahren wird vor der Stunde der Versuchung. Diese Stunde der Versuchung, wenn es 1844 ist, dann wird Gott sie bewahren, das heißt sie hindurch bringen und dann ist es immer noch Philadelphia, weil es zu dieser Gemeinde geschrieben hat. Es gibt so einige Kleinigkeiten, aber ich denke unter diesen kleinen Punkten sollten wir nicht die großen Zurechtweisungen vergessen, die in dieser Gemeinde drin stecken. Und darum lasst uns anfangen zu lesen in Vers 14.

[58:50] „Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dies sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes.“ Amen, was heißt Amen wortwörtlich? Amen heißt, so soll es sein. Wir sagen Amen am Ende des Gebets. Amen kommt am Ende von etwas. Es ist das Letzte, was man sagt. Es ist nochmal die feste, es heißt eigentlich hinter dem, was ich gerade gesagt habe, stehe ich. Jesus sagt zu dieser Gemeinde Amen. Was heißt es? Es wird keine andere Gemeinde geben. Das ist Gottes letzte Endzeit Gemeinde. Das ist die letzte Generation im Sinne von Gemeinden, Generation, Gläubigen, Generation. Das ist die, wo Gott sagt, diese Gemeinde lasse ich nicht los. Zu dieser Gemeinde wird das Ende kommen.

[59:42] Und wenn wir weiterschauen, der treue und wahrhaftige Zeuge. Wo brauchen wir Zeugen? Wir brauchen sie im Gericht. Das ist nochmal eine Untermauerung dessen, dass es hier wirklich um die Gemeinde geht, die im antitypischen Versöhnungstag lebt. Diese Gemeinde wird streng getadelt. Diese Gemeinde hat keinen Lob.

[1:00:07] Die Gemeinde hat einen langen Tadel. Wir haben kein Lob. Wir haben kein Lob. Das ist sehr gut. Denn Laodizea ist ziemlich überheblich und ich denke, dass Gott sieht, dass Lob nicht wirklich guttun würde. Aber es ist nicht nur Tadel, sondern ein sehr langer Teil im Vergleich zu den anderen Gemeinden ist mit praktischen Zurechtweisungen. Im Sinne von praktische Anleitungen. Wie kann ich umkehren? Wie kann ich es ändern?

[1:00:40] Lass uns diese Gemeinde einfach weiter anschauen. Vers 15: „Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du doch kalt oder heiß wärst. Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.“ Das ist sehr hart.

[1:01:01] Ich empfehle euch eine Predigt von Mark Finley. Wenn ihr einfach in YouTube eingibt, Mark Finley Laodicea oder so. Das ist auf Englisch für die Englischsprachigen unter euch. Dann spricht er über das tatsächliche Laodizea, über den geografischen Ort. Und er sagt, dort ist tatsächlich das Wasser lauwarm, weil es gibt heiße Quellen und von dort strömt das Wasser dann runter und vermischt sich mit kaltem Wasser und es wird lauwarm. Und er gibt auch an, dass Laodizea an sich eine sehr reiche Stadt war. Es ist sehr interessant. Ich empfehle euch es anzuschauen.

[1:01:35] Genau. Was können wir hierzu sagen? In Kolosser 4, Vers 16, das können wir mal aufschlagen, steht:

[1:01:54] „Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so veranlasst, dass er auch in der Gemeinde der Laodicea gelesen werde und dass auch ihr den aus Laodicea lest.“ Also hier sehen wir eigentlich, dass die Kolosser und die Laodizea ziemlich viele Gemeinsamkeiten hatten oder haben. Das heißt, wenn ihr mal nicht wisst, was ihr studieren sollt, dann studiert den Kolosserbrief und fühlt euch sehr angesprochen, denn der Kolosserbrief spricht auch uns in Laodizea an. Und das Interessante ist, dass in Kolosser ein Punkt ist, der eigentlich oder einer der Hauptpunkte. Den lesen wir in Kolosser 1, Verse 26 und 27 oder ja von 26, 27.

[1:02:41] „Das Geheimnis, das von den Welt, das von den Weltzeiten und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist. Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei. Und das ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“

[1:03:00] Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Wow. Das sind viele Worte, wenig Worte und viel dahinter.

[1:03:14] Es ist ein Geheimnis, ein Geheimnis wird es genannt. Und ich habe letztens einen tollen Punkt hierüber gehört. In Offenbarung 10, Vers 7 wird und wir wissen, dass Offenbarung 10 auch an unsere Zeit heute spricht. Und es wird von einem Geheimnis Gottes gesprochen oder von dem Geheimnis Gottes, das vollendet wird. Das heißt, eigentlich steckt hier eine Verheißung drin. Denn es gibt zwar dieses Geheimnis Christus in euch, aber es wird zu dieser Zeit, zu unserer Zeit vollendet werden. Das heißt, wir dürfen Teilhaber werden. Wir dürfen es verstehen. Aber gehen wir zu dem Punkt von Ausspeien. Das war in Vers 16. Und ich lese noch Vers 17 dazu.

[1:04:06] Wow. Wir sind arm und blind und bloß. Das ist ein sehr harter Tadel, vor allem wenn man weiß, was es biblisch heißt. Biblisch ist Reich sein, Glauben haben. Das heißt, wenn wir arm sind, haben wir eigentlich keinen Glauben. Was auch Sinn macht, denn heute können wir eigentlich alles haben. Ich brauche Gott gar nicht mehr, weil ich kann alles haben. Ich brauche nur auf Amazon gehen. Und so sehen wir, dass es wirklich diese postmoderne Gesellschaft ist. Diese Gesellschaft, die alles haben kann und die eigentlich relativ gleichgültig auch ist. Und ich denke tatsächlich, dass Laodizea eine sehr gleichgültige Gemeinde ist.

[1:04:48] Was ist Elend? Wer ist in der Bibel ein elender Mensch? In Römer 7.

[1:05:02] Und dort Vers 24 lesen wir: „Ich elender Mensch, wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?“ Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? Was der Mensch, der in Römer 7 beschrieben wird, ist ein elender Mensch. Römer 7 dreht sich eigentlich darum, dass ich alle Erkenntnis habe. Ich weiß alles. Ich weiß, was richtig ist und was gut ist. Ich will es vielleicht sogar tun, aber ich kann es nicht tun. Das ist Römer 7. Und Laodizea hat sich ziemlich in Römer 7 verkantet. Laodizea lebt Römer 7 und Christus ekelt sich davor. Denn wenn ich etwas im Mund habe, wenn etwas Teil von mir wird und da spucke ich es aus, dann ekle ich mich davor. Das heißt, Christus sagt, so könnt ihr nicht Teil von mir werden. Wärt ihr doch nur heiß oder kalt. Aber lauwarm, ich spucke euch wieder aus. Und das zeigt auch, wie Christus dazu steht, wenn Leute namens Christen sind. Das zeigt, wie Christus dazu steht, wenn wir seinen Namen annehmen, aber wir haben gar keine Beziehung zu ihm. Es ist ein ziemlich harter Tadel. Und wir dürfen ihn alle, wir sollten ihn alle an uns heranlassen, an unser Herz heranlassen, uns sogar schlecht darüber fühlen und um seine Vergebung bitten dafür. Denn wenn wir anfangen zu sagen, ja, ich kenne diesen Bruder, der ist so Laodizea, dann sind wir genau Laodizea. Denn was Laodizea macht, ist, dass Laodizea jeden verurteilt, was er Schlechtes macht, nur nicht sich selbst. Laodizea kann zu jedem sagen, du bist Laodizea, aber sieht nicht, dass Laodizea Laodizea ist. Noch mehr Zungenbrecher heute.

[1:06:41] Laodizea braucht Gold, geläutertes Gold. Gold in der Bibel ist Glauben. Und geläutertes Gold heißt Glauben, der auch durch Prüfung gegangen ist. Ich ermutige euch, das für euch selbst zu studieren. Noch dazu braucht Laodizea Augensalbe. Weiße Kleider. In 1. Korinther 2, Vers 14 können wir stehen, dass geistliche Dinge geistlich verstanden werden müssen. Dazu die Augensalbe. Und die weißen Kleider kriegen wir durch Jesu Gerechtigkeit. Und wir wissen auch, dass die Gemeinde diese Gerechtigkeit empfangen wird. Das steht in Offenbarung 19, Vers 8. Aber Laodizea hat so einen schlechten Tadel. Und Laodizea kämpft. Ich glaube wirklich, Laodizea kämpft. Laodizea fährt die Glaubensachterbahn hoch und runter. Die höchste, die es gibt. Weil Laodizea nicht weiß, wie kann ich mein Problem lösen. Und da ist der Punkt. Ich kann mein Problem nicht lösen. Es ist Christus allein, der mein Problem lösen kann. Und Laodizea steckt zwar in Römer 7 fest. Und dieses Geheimnis Gottes, Christus in uns, wird in Offenbarung 10 vorhergesagt.

[1:08:00] wird uns verheißen eigentlich, dass es vollendet werden wird. Das heißt, Gott sagt, ich gebe dir das, was du brauchst. Ich werde vollenden in dir das Geheimnis Christus in uns. Das wirst du empfangen, du persönlich. Und die Augensalbe, dazu möchte ich noch einen Vers mit euch lesen. Und zwar 1. Samuel. Und das Kapitel 9, Vers 9, oder? Ja, Kapitel 9, Vers 9. 1. Samuel 9, Vers 9. Vor Zeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen. Kommt und lasst uns zum Seher gehen. Denn den, den man heute Propheten nennt, nannte man früher Seher. Jemand, der sieht, ist ein Prophet. Wir brauchen Augensalbe. Und wen schickt uns, sendet uns Gott? Nicht schendet uns Gott, Gott sei Dank. Wen sendet uns Gott? Er schenkt uns den Geist der Weisheit. Und Ellen White hat tatsächlich so viel Weisheit in ihren Büchern. Nicht ihre Weisheit, sondern Gottes Weisheit. Das heißt, Gott gibt uns genau das, was wir brauchen. Er gibt uns das Geheimnis Christus in uns. Er gibt uns die Augensalbe, den Geist der Weisheit. Und er gibt uns eigentlich alles, um ausharren zu können. Er gibt uns alles, um Offenbarung 14, Vers 12. Er gibt uns alles, um Offenbarung 14, Vers 12 erfüllen zu können. Nicht durch unsere Kraft, sondern durch seine Kraft, durch sein Wirken.

[1:09:40] Und es ist wichtig für uns, den großen Kampf zu studieren und zu verstehen. Aber ich denke, am wichtigsten ist es, die Verheißungen Gottes in Anspruch zu nehmen. Ihm tatsächlich zu glauben, dass er das in uns bewirken wird. Und dass wir den großen Kampf sehen, beobachten. Dass wir anderen Menschen davon erzählen. Aber dass wir gewiss sind, dass er uns durch diesen großen Kampf hindurchführen wird. Und dass wir diese Gewissheit haben, selbst das ist ein Geschenk.

[1:10:15] Und darum möchte ich euch einladen, noch einmal zu beten. Ein mächtiger Gott im Himmel, du zeigst uns so viel Weisheit durch dein Wort. Du erfüllst unsere Herzen mit deiner Nähe und mit deiner Fürsorge für uns. Lass uns nicht immer das Negative sehen, sondern lass uns auf gesunde Weise deinen Tadel verstehen. Lass uns wahre Reue zeigen, lass uns Buße tun. Aber lass uns dein Geschenk annehmen, dass wir glauben dürfen, dir in deinen Verheißungen, die du uns gegeben hast und dass wir auf dich bauen dürfen. Dass du uns die Kraft schenken wirst, all diese Dinge anzunehmen, die du uns schenkst. Als Gemeindelaudizeer. Bitte Sorge dafür, dass jeder Mensch gerettet werden wird. Und dass so viele wie möglich in den Himmel kommen werden. Lass nicht los von einem einzigen Herzen, sondern führe und leite du jeden. Führe und leite du jeden, vor allem in der Gemeinde, dass wir ein gutes Licht sind, ein guter Leuchter. Und rücke diesen Leuchter nicht von uns weg. Wir danken dir und wir beten im großen Namen deines Sohnes Jesus Christus. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.