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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2016 1st Nr 13

In dieser letzten Folge der Serie „Auflehnung und Erlösung“ wird der Abschluss des großen Kampfes zwischen Gut und Böse beleuchtet. Christopher Kramp erklärt anhand von Offenbarung 20 die endgültige Entscheidung des Konflikts, die Rolle Satans und die Konsequenzen für die Menschheit. Die Ausführungen zeigen auf, wie Gottes Gerechtigkeit und Liebe in der Überwindung der Sünde und des Todes zum Tragen kommen und wie die Erlösung letztendlich in der Schaffung eines neuen Himmels und einer neuen Erde mündet.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q1: Auflehnung und Erlösung

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Wir begrüßen auch alle Zuschauer auf Amazing Discoveries zur letzten Folge unserer Serie über die Rebellion und die Erlösung. Wir haben uns die Geschichte der Bibel unter diesem Generalthema des großen Kampfes zwischen Gut und Böse, zwischen Gott, zwischen Christus und Satan angeschaut. Wir sind durch die verschiedenen Epochen der Weltgeschichte gegangen, haben die verschiedenen Abschnitte des biblischen Berichts untersucht, um immer wieder herauszustellen, dass die grundlegenden Prinzipien dieses Kampfes, die sich schon im Himmel offenbart haben, durch all die Jahrhunderte hindurch eine Rolle gespielt haben.

[1:04] Und heute wollen wir uns anschauen, wie die ganze Geschichte zu Ende geht, und zwar wiederum unter dem Fokus, wie dieser große Kampf endgültig entschieden wird. Bevor wir das tun, möchten wir unserer Gewohnheit folgend ein kurzes Gebet sprechen, wozu ich dich, liebe Freunde, liebe Freundinnen, auch gerne zu einlade. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben und dass dein Wort uns Klarheit schenkt über die Dinge, die auf uns zukommen. Wir möchten dir danken, dass dein Wort uns zeigt, dass das Gute wirklich am Ende siegen wird. Wenn wir jetzt die letzten Szenen des großen Kampfes anschauen, möchten wir dich bitten, dass dein Wort uns Hoffnung schenkt, Mut schenkt und auch Vertrauen in dein Wort, sodass wir wirklich danach leben können. Im Namen Jesu, Amen.

[1:57] Wenn man sich die Bibel anschaut, dann stellt man fest, dass ganz am Anfang, in den ersten beiden Kapiteln, keine Sünde auf dieser Erde gewesen ist. Als Gott die Welt schuf, war sie vollkommen, sie war perfekt, sie war, wie die Bibel sagt, sehr gut. Im dritten Kapitel der Bibel finden wir dann, wie durch das Medium der Schlange Satan es gelungen ist, die Sünde in die Welt zu bringen, durch Eva und durch Adam. Der Sündenfall stürzte die Welt in die Rebellion und von dem Zeitpunkt an sehen wir den großen Kampf in all seinem Drama und all seinen Konsequenzen auf den Seiten der Bibel. Ganz am Ende der Bibel, in den letzten beiden Kapiteln, Offenbarung 21 und Offenbarung 22, finden wir dann wiederum einen Zustand ganz ohne Sünde. Die wiederhergestellte neue Erde, der neue Himmel, wo Gerechtigkeit wohnt, wo kein Leid, kein Schmerz, kein Tod, keine Sünde mehr ist, nur noch Gerechtigkeit und Frieden.

[3:01] Das ist sozusagen die große Klammer der Bibel, die dadurch vollständig wird, dass im drittletzten Kapitel der Bibel, also genau in der Korrespondenz zum dritten Kapitel am Anfang, das Problem der Sünde gelöst wird, also endgültig gelöst wird. Also zwei Kapitel am Anfang ohne Sünde, dann Einführung der Sünde, dann die Entfaltung des großen Kampfes und dann im drittletzten Kapitel die endgültige Lösung für das Problem Sünde und dann zwei Kapitel ohne Sünde. Das ist eigentlich der große Bogen, der große rote Faden durch die Bibel. Dieses drittletzte Kapitel Offenbarung 20 soll heute so ein bisschen im Fokus stehen, weil hier die letzten Fragen geklärt werden in Bezug auf diesen großen Kampf, in Bezug auf Rebellion und Erlösung. Weil das so entscheidend ist und weil quasi die gesamte Bibel mit ihrer Erzählung vom großen Kampf auf diesen letzten Moment zusteuert, ist dieser Moment natürlich von großer theologischer Tragweite und auch praktischer Tragweite. Und immer dann, wenn es ganz, ganz wichtig ist, dann lohnt es sich von verschiedenen Seiten etwas zu betrachten. So hat das auch der Johannes getan, als er in Offenbarung 20 diese Ereignisse beschrieben hat. Er hat es nicht einfach nur chronologisch beschrieben, sondern er hat einen bestimmten Zeitraum, in dem all das passieren wird, von verschiedenen Perspektiven beleuchtet und immer wieder den gleichen Zeitraum beschrieben. Wenn man Offenbarung 20 einmal liest komplett, dann ist man leicht verwirrt, weil dann fällt drei oder viermal das Feuer hintereinander. Aber in Wirklichkeit handelt es sich um drei bis vier ganz unabhängige Stränge, die zusammen dann gefügt werden müssen, um das Gesamtbild zu ergeben. Das wollen wir heute ein bisschen illustrieren.

[4:45] In Offenbarung 20 und dort den ersten drei Versen finden wir zunächst einmal das Geschehen des Millenniums und dann die Zeit nach dem Millennium. Besonders beschrieben aus der Perspektive oder vielmehr gesagt mit dem Fokus auf den Satan. Er ist ja derjenige, der eigentlich diesen großen Kampf begonnen hat. Wenn wir Offenbarung 12 lesen und dort ab Vers 7, da heißt es: Dieser Satan, also der den Krieg begonnen hat, der steht jetzt in Offenbarung 20 im Fokus. Das Problem der Sünde kann nur gelöst werden, wenn auch das Problem des Satan gelöst wird. Und schon nachdem er die Erde verführt hatte, schon nachdem er das das erste Mal tat, wie wir gerade gelesen haben, hatte Gott ihm angekündigt, dass er nicht siegen würde. In 1. Mose 3, Vers 15, das haben wir vor einigen Wochen ausführlich angeschaut, da heißt es: Die gesamte Geschichte der Bibel, all die verschiedenen Begebenheiten, die aufgeschrieben sind, sind letztlich alle eine Illustration des großen Kampfes. Sehr deutlich sieht man das zum Beispiel in der Geschichte von Hiob. Aber auch an vielen anderen Begebenheiten kann man deutlich die Prinzipien erkennen, wie der Satan wirkt und wie Gott wirkt. Dann am Kreuz von Golgatha ist der eigentlich entscheidende Sieg über Satan errungen worden. In Kolosser 2, und dort Vers 15, lesen wir genau das. Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben. An dem Kreuz hat Jesus die Herrscher der Finsternis, insbesondere den Satan, öffentlich zur Schau gestellt. Er hat ihn sozusagen demaskiert. Vor dem Universum war damit bereits der Sieg errungen. Es war deutlich geworden, dass Satan tatsächlich der Menschenmörder war, von dem Gott schon immer wusste, dass er es sein würde, seit dem Zeitpunkt, wo Luzifer sich zu Satan wandelte. Und etwas, was die Engel damals kaum hätten glauben können, dass jener Luzifer wirklich einmal den Sohn Gottes ans Kreuz bringen würde, das hatte sich jetzt offenbart. Satan war wirklich demaskiert worden. Ab diesem Zeitpunkt war der Himmel, das Universum, dort wo Gott ist, wirklich sicher vor der Verführung Satans.

[7:54] In Offenbarung 12, und dort Vers 12, lesen wir: Und es hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat. Also mit dem Kreuz war bereits der endgültige Sieg für das Universum errungen, weil sündlose Engel, die all das gesehen hatten über 4000 Jahre, jetzt keine Fragen mehr hatten. Für sie war deutlich, Satan ist definitiv der Lügner, wie Gott behauptet hatte. Aber sündige Menschen, die aufgrund ihrer Sünde bereits ein getrübtes Urteilsvermögen hatten, konnten das selbst nach dem Kreuz nicht immer und überall so erkennen. Also hat Gott noch mehr Zeit gegeben, um die Botschaft vom Kreuz und die Botschaft des Evangeliums in alle Welt zu tragen, damit dieser große Kampf auch aus Sicht der Menschen, nicht nur aus Sicht der Engel, sondern aus Sicht der Menschen beendet werden kann. Wie wir gesehen haben, hat der Satan weiterhin versucht, die Welt zu verführen und das mit großem Erfolg. In Offenbarung 13, Vers 4, lesen wir, dass bis ans Ende der Zeit er diesen Erfolg haben wird. Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte, und sie beteten das Tier an und sie sprachen, wer ist dem Tier gleich, wer vermag mit ihm zu kämpfen. Satan versucht also in dieser kurzen Zeit, die ihm gegeben ist, seit dem Kreuz, die ganze Welt zu vereinen im Krieg, in einer großen Ausländersetzung, im großen Kampf gegen Christus. Und dann lesen wir in Offenbarung, dass mit der Wiederkunft Jesu auch dieser Plan durchkreuzt wird. In Offenbarung 17, Vers 14 heißt es, diese werden mit dem Lamm Krieg führen, also mit Christus, und das Lamm wird sie besiegen, denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige. Und mit ihm sind die Berufenden Auserwählten und Gläubigen. Also der Satan wird zwei alleine schaffen, er wird erstens Christus nicht besiegen können und er wird es nicht schaffen, die ganze Welt unter seine Führung zu bekommen. Es wird immer Menschen geben, die auf der Seite Christus stehen.

[10:05] Und als dann Jesus wiederkommt, ist damit diese Herrschaft des Satans über Menschen auf der Erde ebenfalls gebrochen. In Offenbarung 19, Vers 11 sehen wir dann diese Beschreibung der Wiederkunft, wie er als der Herr der Herren, als der Kriegsherr wiederkommt. Die Heere des Himmels folgten ihm und er hält dann Gericht. Das heißt in Vers 15, Offenbarung 19, Vers 15. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage. Und er wird sie mit eisernem Stab weiden und er tritt die Weinkälte des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen. An dieser Stelle beschreibt der Prophet Jeremia, wie die Erde nach diesem entscheidenden Ereignis der Wiederkunft Jesu aussehen wird. In Jeremia und dort Kapitel 4, Jeremia 4 und dort Abvers 23. Jeremia beschreibt folgendes. Jeremia beschreibt die Erde nach der Wiederkunft und beschreibt sie als wüst und leer. Das ist eine Formulierung, die uns direkt erinnert an den Zustand der Erde direkt bei der Schöpfung, am Anfang der Schöpfung, kurz vor der Schöpfung. Als die Erde wüst und leer war und finster. Und auch hier heißt es ja, dass das Licht verschwunden war in Vers 23. Die Erde wird also mindestens teilweise wieder in den Zustand zurückgemacht, den sie vor der Erschaffung des Lichtes auf dieser Erde gehabt hat. Und wir werden gleich sehen, was der Grund dafür ist. Noch wichtiger ist hier festzustellen, dass keine Menschen mehr da sind.

[12:15] Der Grund ist ja einfach, die Wiederkunft Jesu hat alle Gläubigen entrückt. Mit der Wiederkunft Jesu sind alle Gläubigen, egal ob sie gestorben sind oder nicht, die Gestorbenen sind auferstanden. Und die lebendigen Gläubigen, die 144.000, sind verwandelt worden ebenfalls. Und sind dann gemeinsam mit den auferstandenen Gläubigen in den Himmel entrückt worden, auf Wolken, dem Herrn entgegen. Wie erste Thessalonicher 4 uns sagt, um ihm in der Luft zu begegnen und dann bei ihm zu sein, alle Zeit. Alle Ungläubigen dagegen sind gestorben. Vor allem deswegen, weil sie selbst gerufen haben, wer gefällt auf uns? Und sich lieber den Tod gewünscht haben, als dem kommenden Messias oder dem kommenden Erlöser, Jesus Christus, in die Augen zu schauen. Und Gott hat ihren Wunsch erfüllt, sie sind gestorben. Und so ist kein Mensch mehr auf der Erde. Alle Gläubigen im Himmel, alle Ungläubigen, tot, entweder unter der Erde oder auf der Erde als Leichnam liegend.

[13:13] Und an dieser Stelle beginnt jetzt Offenbarung 20 mit der Beschreibung. Offenbarung 20 und dort Vers 1. Und ich sah ein Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand. Das griechische Wort avisos, das hier steht, ist das Wort, das in der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes, der berühmten Septuaginta, in 1. Mose 1, Vers 2 verwendet wird. Als eine Beschreibung der Wüste und der Leere des Abgrundes, der Tiefe. Und damit verweist also Offenbarung 20, Vers 1 an dieser Stelle zurück auf diesen Zustand der Erde vor der Schöpfung oder am Anfang der Schöpfung. Und bedeutet, was also mit gesagt wird, Gott zieht quasi sein kreatives Handeln in gewisser Weise zurück. Und der Grund dafür ist natürlich sehr interessant in der Bibel. Die Menschen haben ihn als Schöpfer abgelehnt, indem sie ein Gesetz erlassen haben, das den Tag, der an die Schöpfung erinnern soll, in Mistkredit bringt und geändert hat. Und dieser Angriff auf die Schöpfung und den Schöpfer beantwortet Gott damit, dass er sozusagen seine Schöpfung in gewisser Weise zurückzieht.

[14:30] Interessant ist diese Idee einer Kette. Es heißt in Vers 2, und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, der Teufel und der Satan ist. Die der Teufel und der Satan ist, gleiche Formulierung wie in Offenbarung 12. Also hier am Ende des großen Kampfes und dort in Offenbarung 12 am Anfang des großen Kampfes haben wir diese vierfache Identifikation des Feindes. Dann heißt es, und band ihn für tausend Jahre. Diese Kette ist deswegen interessant, weil es sich offensichtlich nicht um eine buchstäbliche Kette handeln kann. Das kann man sehr deutlich zeigen. Zum Beispiel im Evangelium in Markus, Markus 5 und dort Abvers 2. Markus 5, Abvers 2. Und als er aus dem Schiff gestiegen war, lief ihm sogleich aus den Gräbern ein Mensch mit einem unreinen Geist entgegen, der seine Wohnung in den Gräbern hatte und selbst mit Ketten konnte niemand ihn binden. Denn schon oft war er mit Fußfesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen und die Fußfellen zerrieben und niemand konnte ihn bändigen. Hier war jemand mit unreinen Geistern, mit einem unreinen Geist, wo wir dann später sehen, es waren sehr viele sogar, der man nicht fesseln konnte mit einer buchstäblichen Kette. Und da handelte es sich nur, in Anführungsstrichen, nur um Dämonen, noch nicht einmal um den mächtigsten von allen, den Satan selbst.

[15:48] Man kann den Satan nicht mit einer Kette aus Eisen oder Titanium binden, sondern mit einer symbolischen Kette. Die symbolische Kette Satans beschreibt letztendlich einfach, dass er handlungsunfähig ist. Ihm sind, im wahrsten Sinne des Wortes, die Hände gebunden. Wir sagen das, wenn wir nichts tun können, obwohl wir vielleicht etwas tun wollten. Wir sagen, wir sind uns die Hände gebunden. Der Satan, der 6000 Jahre lang nichts anderes tat, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, ohne Pause, ohne Urlaub, ohne Ruhetag, der nichts anderes tat, als Menschen zu verführen und Rebellionen gegen Gott anzuzetteln, ihm sind jetzt die Hände gebunden, denn es gibt niemanden, den er verführen könnte. Die Gläubigen sind im Himmel, die Ungläubigen sind tot. Er ist tatsächlich gebunden. Und das ist jetzt ein interessanter und wirklich nachdenkenswerter Gedanke.

[16:49] Satan geht jetzt also für 1000 Jahre über diese Erde, die er ja als seinen eigenen Herrschaftsbereich beansprucht hat. Schauen wir mal gemeinsam in Judas 9, um etwas Interessantes zu entdecken. In Judas 9 wird uns eine Begebenheit berichtet, die in 5. Mose nur angedeutet wird, ohne wirklich ausgesprochen zu werden. Und hier in Judas wird recht deutlich, dass es zur Zeit des Todes von Mose eine Auseinandersetzung, einen Kampf zwischen Christus und Satan gab. In Judas und dort Vers 9 heißt es, der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufelsstreit hatte und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästernes Urteil zu fällen, sondern sprach, der Herr strafe dich. Es gab also als Mose starb und begraben wurde eine Auseinandersetzung, einen Kampf um den Leib Mose. Jesus wollte ihn offensichtlich auferwecken, was er dann auch tat. Und wir wissen aus der Bibel, dass Mose dann jetzt im Himmel ist. Das kann man im Evangelium deutlich nachlesen. Der Satan dagegen hatte einen Anspruch auf den Leichnam des Mose geltend gemacht. Warum? Weil Mose gesündigt hatte und Satan behauptete, dass deswegen der tote Mose ihm gehört. Er hatte ja auch schließlich die Sünde ins Leben gerufen. Und alle, die jetzt der Sünde folgen und Sünde tun, so hat er behauptet, gehören auf seine Seite und nicht auf die Seite von Jesus. Nun, Jesus hat trotzdem Mose auferweckt mit dem Wissen, dass er einmal für Mose und alle anderen Gläubigen sterben würde und damit den Preis bezahlt, um Menschen wieder zu erlösen. Aber es zeigt hier interessanterweise, dass der Satan davon ausging, dass die Toten, die vorher gesündigt hatten, und das waren letztlich alle Toten, bis auf Jesus, dass sie alle ihm gehören, dass sie seine Untertanen sind.

[18:59] Und jetzt, am Ende der Zeit, in den tausend Jahren, geht der Satan über die Erde, die voller Toter ist. All die Menschen, die ihm gefolgt sind, die das Evangelium von Christus abgelehnt haben, die lieber sich für Satans Seite entschieden haben, alle die sind jetzt seine Untertanen, aber alle von denen sind tot. Er regiert buchstäblich über ein Totenreich. Und das krasse daran ist, dass genau das der Grund ist, warum er gebunden ist. Er hat Menschen zur Sünde verführt, um Untertanen zu haben, aber die Sünde führt immer zum Tod. Römer 6, 23 sagt uns ja, dass der Sünde soll der Tod ist. Und weil seine Untertanen gesündigt haben und deswegen gestorben sind, sind ihm selbst die Hände gebunden, weil sie jetzt tot sind. Das heißt, seine eigene Ideologie, seine eigene Strategie, seine eigene Weltanschauung führt dazu, dass ihm als dem vermeintlichen König die Hände gebunden werden. Und das illustriert auf so interessante Weise jenen Ausspruch von Johannes 8, Vers 34. Jesus antwortete ihnen, wahrlich, wahrlich, ich sage euch, jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. Man ist gefangen, man ist gebunden und hier in diesen tausend Jahren sehen wir eine buchstäbliche Veranschaulichung, was das Reich Satans wirklich ist. Es ist ein frustrierter Dämon, der über seine Anhänger herrscht und seine Anhänger sind aufgrund der Sünde, weil sie ihm gefolgt sind, alle tot. Und das führt dazu, dass selbst er, der König der Toten, gebunden ist, weil er sie nicht mehr verführen kann. Das zeigt, dass die Sünde selbstzerstörerisch ist und dass diese Regierung gar nicht existieren kann, weil der Regierende, der solch ein Prinzip anwendet, das Prinzip der Sünde, bindet sich selbst. Und das ist natürlich von ganz entscheidender Bedeutung, weil es objektiv illustriert, dass das Prinzip der Sünde keine wünschenswerte Regierung auf Dauer erlaubt und möglich macht. Er hat sich durch die Verführung seiner Untertanen selbst gebunden.

[21:41] Nun, es gibt noch einen anderen Grund, warum diese tausend Jahre von überragendem Interesse für uns sind. Matthäus 4, Vers 9, in der dritten Versuchung Jesu, als der Satan dann alles auf eine Karte gesetzt hat, nachdem er zuvor mit Verführung und mit List versucht hat, Jesus zur Sünde zu verführen, hat er jetzt in der dritten Versuchung deutlich gesagt, pass auf, ich bin der Satan und du bekommst alles, was du willst, die ganze Erde, wenn du, und so heißt es jetzt in Vers 9, und so sprichst und sprichst zu ihm, dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Und hier sehen wir ganz offen den Wunsch des Satan, er wollte angebetet werden. Im großen Kampf geht es letztlich um die Frage, wer darf angebetet werden und warum. Diese Frage, warum darf jemand angebetet werden, warum darf Gott zum Beispiel angebetet werden, erklärt sich aus Offenbarung 4, Vers 11 und wird dort beantwortet. In Offenbarung 4, Vers 11 heißt es, würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn, jetzt kommt der Grund für würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Macht und die Ehre, denn du hast alle Dinge geschaffen und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen. Warum ist Gott würdig, die Macht und die Ehre und den Ruhm zu empfangen, warum ist er würdig, angebetet zu werden? Ganz einfach, Offenbarung 4, Vers 11 sagt uns, weil er alle Dinge geschaffen hat, seine schöpferische Kraft ist der Grund für seine Anbetungswürdigkeit. Wenn es also so ist, dann basiert Anbetung auf der Erkenntnis, dass jemand mein Schöpfer ist, ich bete Gott an, weil ich weiß, dass er mein Schöpfer ist und wenn Jesus ebenfalls Schöpfer ist, dann darf auch Jesus angebetet werden.

[23:34] Wenn Satan hingegen Anbetung fordert, Anbetung für sich in Anspruch nimmt, dann muss er irgendwann irgendwie auch nachweisen können, dass er selbst diese schöpferische Kraft hat. Interessanterweise wird Satan in den tausend Jahren die Erde im Wesentlichen so vorfinden, wie Gott die Erde am ersten Schöpfungstag vorfand, Wüst und leer und finster. Ja, man muss sogar ganz genau sagen, dass Satan vielleicht sogar noch einen Vorteil hat, weil im Gegensatz zum ersten Schöpfungstag liegen da ja noch tote Körper, es liegen noch Reste der ehemaligen Zivilisation, die man ja eventuell sogar verwenden könnte für die Schöpfung. Gott hat sechs Tage gebraucht, um aus dem Chaos, das sich dort in Erstemose 1 Vers 2 darstellt, eine wunderschöne, vollkommene Erde zu schaffen, die nach seinem Urteil sehr gut war. Sechs Tage und am siebten konnte er sich bereits ausruhen und Sabbat feiern. Und es sieht fast so aus, als ob Gott jetzt vor dem gesamten Universum dem Satan seine Chance gibt, sozusagen. So wie Gott im gesamten großen Kampf immer wieder dem Satan die Möglichkeit gegeben hat, seine Prinzipien zu offenbaren und eine Transparenz geschaffen hat, die wirklich alles übersteigt, was man sich vorstellen kann. So lässt er jetzt dem Satan die Erde für tausend Jahre, nicht sechs Tage, sechs Wochen oder sechs Monate, für tausend Jahre. Und Satan hat jetzt die Möglichkeit, wenn er dann irgendeine schöpfrische Kraft in sich hat, das zu beweisen. Aber nach tausend Jahren wird Satan nichts, aber auch gar nichts, nicht einen Insekt, nicht einen Pilz, nicht eine Pflanze erschaffen haben. Er wird nicht einmal Licht erschaffen haben können, nichts. Und dann wird auch dem letzten Dämon aufgehen, aufgrund dieser Demonstration der Unfähigkeit Satans, dass Satan tatsächlich ein Lügner war.

[26:06] Am Kreuz ist der Charakter Satans aufgedeckt worden und demaskiert worden und zwar so sehr, dass eigentlich keine weitere Erklärung bedarf. Aber in den tausend Jahren wird jetzt die Unfähigkeit Satans als Schöpfer zu agieren offensichtlich. Seine Machtlosigkeit wird offenbar und damit die Sinnlosigkeit seines Anspruchs. Es wird deutlich, er ist nur ein Geschöpft mit all seiner Weisheit, mit all seinem Wissen, mit all seiner Erfahrung, mit all seinem Glanz ist er nur ein Geschöpft und kann nichts, aber auch gar nichts aus eigener Kraft hervorbringen. Damit wird auf einer ganz technischen Ebene sozusagen sein Anspruch absolut und unwiderruflich widerlegt. Interessanterweise endet selbst dann der große Kampf noch nicht direkt, sondern in Offenbarung 20 Vers 3 lesen wir. Was wir dann sehen in Offenbarung 20 Vers 7 und 8 ist, dass er nach diesen tausend Jahren, nach der offensichtlichen Demonstration seiner Unfähigkeit und der Lüge seines Anspruchs, er trotzdem ohne mit der Wimper zu zucken genauso weitermacht wie vor den tausend Jahren. In Vers 7 heißt es und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen. Den Gorgon, den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist. Tausend Jahre Zeit zum Nachdenken, tausend Jahre lang der nackten Wahrheit ins Gesicht ziehen, dass er nichts kann und keinerlei Anspruch auf die Anbetung hat und all das, was er behauptet hat, nur Lüge ist. Tausend Jahre davon haben nicht ausgereicht, auch nur ein bisschen ihn irgendwie charakterlich zu verändern. Damit zeigt sich und damit demonstriert Gott jetzt vor dem Universum auch die Unheilbarkeit des Satans. Seine Unbelehrbarkeit, seine Unverbesserlichkeit werden demonstriert und damit zeigt sich auch, dass es jetzt keinen Sinn mehr macht, dann noch wiederum eine Gnadenzeit oder noch mehr Zeit in diesem großen Kampf anzusetzen.

[28:31] In Offenbarung 20 Vers 4 bis 10 wechselt jetzt die Perspektive und wir sehen jetzt dieselben Ereignisse, im Fokus dabei allerdings die Menschen, die Menschheit, denn die ist ja quasi in diesem großen Kampf hin und her gerissen zwischen diesen beiden Seiten aufgrund der leidvollen Geschichte, die wir in den letzten Wochen studiert haben. Schauen wir Vers 4 an. Also was für ein Kontrast. Die Nachfolger Satans sind tot und ihr Meister selbst ist gefangen. Die Nachfolger Jesu sind lebendig, obwohl sie auf der Erde gestorben sind. Sie sind lebendig und sie werden jetzt auch nie wieder sterben. Sie haben ewiges Leben und sie regieren mit Christus. Also Christus ist der König, der das Gesetz der Freiheit auslebt und sie sind mit Könige. Diesen wenigen Versen offenbart sich so deutlich der Gegensatz zwischen dem Reich Gottes und dem Reich Satans. Es heißt ja auch, dass sie in das Gericht involviert sind. Das Gericht wurde ihnen übergeben. Paulus spricht auch darüber im 1. Korintherbrief. Im 1. Korinther Kapitel 6 und dort Vers 2 und 3. Dort ermahnt er die Gläubigen in Korinth und sagt, wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden. Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig über die allergeringsten Dinge zu entscheiden. Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden? Wie viel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens.

[30:14] Die Gläubigen werden während dieser tausend Jahre Einblick bekommen in den großen Kampf wie nie zuvor. Nun, zu diesem Zeitpunkt ist natürlich schon jeder Fall entschieden. Woher wissen wir das? Aus der Offenbarung, natürlich in Offenbarung 22. Da wird bereits vor der Wiederkunft jener Satz gesagt, in Offenbarung 22 Vers 11. Wer Unrecht tut, der tut weiter Unrecht. Und wer unrein ist, der verunreinigt sich weiter. Und der Gerecht übt weiter Gerechtigkeit. Und der Heilige heiligt sich weiter. Kurz vor der Wiederkunft wird jeder Fall entschieden sein. Aber Gott möchte, dass alle seine Geschöpfe erkennen, worum es in diesem großen Kampf geht. Und sie sollen erkennen, dass er gerecht und treu entschieden hat. Es geht also um die Transparenz der Regierung Gottes und die Richtigkeit seiner Entscheidung. Und das war ja bereits im Untersuchungsgericht so, dass vor der Wiederkunft stattfand, wo Gott den Engeln all das erklärt hat, was in den Büchern stand. Und all ihnen deutlich gemacht hat, warum bestimmte Menschen in den Himmel kommen und andere nicht. Das kann man nachlesen in Daniel 7, Vers 9, auch Daniel 8, Vers 14. Das spricht dann von dem Zeitpunkt dieses Untersuchungsgerichtes, dass es ab 1844 beginnen würde.

[31:28] Das heißt, Gott möchte nicht nur retten. Er möchte nicht einfach nur die Menschen schnell aus den Fängen Satans reißen und sagen, hey, jetzt habe ich sie gewonnen. Nein, er möchte, dass die Rechtmäßigkeit und die Liebe seines Handelns verstanden wird. Denn es geht nicht nur darum, den Satan zu besiegen. Es geht darum, seine Idee zu besiegen. Wenn es nur darum gehen würde, den Satan zu besiegen, dann hätte dieser Kampf schon lange, lange beendet sein können. Und Gott hätte schon vor langer Zeit, vielleicht noch bevor er die Welt geschaffen hätte, den Satan umbringen können, aus dem Weg schaffen können, einfach ihn aus der Existenz nehmen. Aber Gott wollte nicht einfach nur den Satan besiegen. Er wollte die Idee des Satan, die Rebellion an sich besiegen. Gedanken auszumerzen, ist schwerer als Personen auszumerzen. Und deswegen möchte Gott nicht einfach nur die Menschen vom Satan retten. Er möchte, dass sie verstehen, warum Satan in jeder einzelnen Angelegenheit falsch liegt und warum Gott in jedem einzelnen Fall vertraut werden kann. Und dazu diese 1.000 Jahre, wo die Menschen all die schwierigen Fragen stellen dürfen, die wir heute vielleicht manchmal gar nicht richtig beantworten können, die uns heute vielleicht Bauchschmerzen bereiten oder wo wir heute nicht genau wissen, wie man das jetzt so erklären soll. Gott nimmt sich Zeit, nicht nur kurz, sondern 1.000 Jahre, um alles transparent zu erklären.

[32:48] Und dann heißt es in Offenbarung 20, ab Vers 5. Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1.000 Jahre vollendet waren. Dies ist die 1. Auferstehung. Und dann heißt es, Vers 7 und 8 haben wir schon gelesen, und wenn die 1.000 Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen und er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde leben, den Gokk und den Magokk, um sie zum Kampf zu versammeln, deren Zahl wie der Sand am Meer ist. Nach den 1.000 Jahren werden die ungläubigen Toten auferstehen. Nun die Frage ist, wodurch werden sie auferstehen? Auch das ist interessant, auch da macht man sich manchmal nicht so viele Gedanken drüber. In Johannes 5 lesen wir in Vers 28 und 29. Johannes 5, Vers 28 und 29. Jesus spricht hier zu den Leitern des jüdischen Volkes. Verwundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden. Da geht es um den Sohn des Menschen. Im Kontext. Alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören und sie werden hervorgehen, die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.

[33:59] Jesus beschreibt hier zwei Auferstehungen, die in Offenbarung 20 auch wieder erwähnt werden, die erste und die zweite Auferstehung. Und er sagt aber, dass alle, egal ob sie zur ersten Auferstehung des Lebens, bei der Wiederkunft oder zur zweiten Auferstehung nach den 1.000 Jahren, auferstehen werden, dass sie alle auferstehen werden, weil sie die Stimme des Menschensohnes gehört haben. Es ist also Jesus, der die Toten, auch die unglaublichen Toten, auferweckt. Und das ist ein wichtiger Punkt, weil damit wird deutlich, dass Satan, der 1.000 Jahre auf der Erde gegangen ist und 1.000 Jahre über seine Anhänger, in Anführungsstrichen, geherrscht hat und ihm aber die Hände gebunden waren, Satan war nicht in der Lage, auch nur einen einzigen zum Leben zu erwecken. Und jetzt nach 1.000 Jahren kommt Jesus vom Himmel und er ruft, steht auf und alle, alle, die zum Reich Satans gehören, leben wieder. Damit ist bewiesen, dass selbst die Ungläubigsten der Ungläubigen ihre Existenz, wenn sie dann leben, einzig und allein Jesus verdanken. Satan kann ihnen kein Leben geben. Das heißt, wenn sie sich entscheiden, im Reich Satans zu leben, müssen sie sich auch entscheiden, tot zu sein. Denn hiermit wird noch einmal demonstriert, das was schon das Evangelium die ganze Zeit immer gepredigt hat. Es wird vor dem ganzen Universum noch einmal für alle sichtbar gemacht, dass das Leben nur in Christus ist. Deswegen hat er gesagt, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

[35:34] Trotzdem werden auch diese Ungläubigen, genau wie der Satan, nachdem sie wieder die Gelegenheit haben zur Rebellion, sofort mit der Rebellion weitermachen. Und damit demonstriert Gott vor dem Universum auch die Unheilbarkeit und die Unverbesserlichkeit jener, die sich endgültig für Satan und sein Reich entschieden haben. Sie rüsten sich und versammeln sich zum größten Krieg, zur größten Schlacht, die natürlich dann aber nie gefochten wird, aber zur größten Auseinandersetzung der Weltgeschichte. Niemals zuvor und mit Sicherheit niemals danach hat oder wird es jemals so ein gewaltiges Heer geben, wie an dem Zeitpunkt, wo alle Ungläubigen Menschen, die jemals auf diesem Planeten gelebt haben, nebst Satan und seinen Dämonen selbst, sich als Schlachtheer organisieren, um das vom Himmel herabgekommene Jerusalem zu bedrohen. Was für eine gigantische Szene. Es ist dieser Moment, auf den Gott seit Jahrtausenden gewartet hat. Der Moment, an dem erstmals und zum einzigen Mal alle Lebewesen, die jemals im Universum gelebt haben, zur gleichen Zeit lebendig sind, zur gleichen Zeit anwesend sind. Und jetzt die letzten Details des großen Kampfes gelöst werden können, damit er endgültig besiegt werden kann. Und damit niemand sagen kann, naja, aber ich hätte noch ein Argument gehabt und bin nicht gehört worden.

[37:23] In Offenbarung 20, Vers 9 lesen wir dann, und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel herab und verzerrte sie. Aus Holied 8, Vers 6 wissen wir, dass das Feuer ein Symbol für die Liebe Gottes ist. Das kann man auch sehen, wenn man 1. Johannes 4, Vers 16 mit Hebräer 12, Vers 29 vergleicht. Es ist die Liebe Gottes, die den Sünder eingeladen hat, eine lange, lange Zeit, die der Sünder aber abgelehnt hat, die jetzt den Sünder vernichtet. Gottes Liebe wollte einen Spaltkeil zwischen Sünde und Sünder treiben, weil Liebe immer Sünde vernichtet, weil Sünde trennt von Gott und Liebe verbindet mit Gott. Und deswegen sind Sünde und Liebe unvereinbar. Sie können nicht nebeneinander friedlich koexistieren. Sünde und Liebe sind eigentlich die Kernpartei in diesem großen Kampf. Ja, natürlich, es ist Gott, der Vater und Jesus, die die Liebe verkörpern und es ist der Satan, der die Sünde verkörpert. Aber es sind diese beiden Prinzipien, die dort unvereinbar aufeinanderprallen. Und die Liebe ist stärker als die Sünde. Die Liebe besiegt die Sünde. Die Liebe vernichtet die Sünde. Aber wenn ein Mensch, wenn ein Sünder sich nicht von der Sünde trennen möchte, obwohl die Liebe es ihm anbietet, die Liebe ist bereit, sich zwischen Sünder und Sünde zu stellen, damit die Sünde vernichtet wird und der Sünder gerettet werden kann. Wenn der Mensch dazu nicht bereit ist, wird die Liebe den Sünder samt der Sünde vernichten.

[39:01] Der nächste Abschnitt, Vers 11, beschreibt eigentlich noch einmal jetzt den gesamten Zeitabschnitt. Diesmal noch einmal besonders fokussiert auf die Rechtfertigung Gottes und auf sein Wirken. Schauen wir in Offenbarung 20, Vers 11. Ja, es stimmt, dieser Vers findet seine Anwendung auch nach den 1000 Jahren, wenn Gott Gericht halten wird. Aber er findet auch eine Anwendung schon auf die Zeit der Wiederkunft. Warum? In Offenbarung 6 finden wir genau diese Beschreibung. Dort heißt es in Vers 14, Offenbarung 6, Vers 14, und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Herrführer und die Mächtigen und alle Knechten und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge. Und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen, Fallt auf und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes. Bei der Wiederkunft sehen wir Gott auf einem Thron kommen und die Erde und der Himmel weichen. Man kann also durchaus mit Fug und Recht Vers 11, Offenbarung 20, auch auf die Wiederkunft beziehen.

[40:21] Und dann erklärt sich auch Vers 12 besser. Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet, gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Die Toten sind ja buchstäblich tot auf der Erde. Die Toten, die jetzt hier gerichtet sind und gerichtet werden, die sind ja auf der Erde. Aber symbolisch sind sie von Johannes im Himmel gesehen worden, weil das Aufschlagen der Bücher ihr Leben, ihre Personen zum Vorschein bringt. Die Toten, die eben nicht an der ersten Auferstehung teilhatten, sondern die für die zweite Auferstehung reserviert sind, sie werden gerichtet, ihre Bücher werden geöffnet und mit dem Buch des Lebens verglichen. Die Toten wurden gerichtet, gemäß ihren Werken. Das ist das, was während der tausend Jahre passiert. Vers 11, die Wiederkunft am Anfang der tausend Jahre. Vers 12 beschreibt jetzt das Gericht während der tausend Jahre, wo die Gläubigen das Gericht halten, und zwar in dem die Bücher geöffnet werden. Genauso wie in Daniel 7 ab Vers 9 in Bezug auf das Untersuchungsgericht vor der Wiederkunft.

[41:32] Und dann in Vers 13 heißt es hier, ab Morgen 20 Vers 13, und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Hier sehen wir jetzt also die Auferstehung, die zweite Auferstehung nach den tausend Jahren. Die Toten werden wieder lebendig, das Totenreich gibt die Toten heraus. Das heißt, die Toten gehören jetzt nicht mehr zum Totenreich, sie sind jetzt lebendig. Und sie werden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Hier wird noch einmal der Fokus sehr deutlich, in diesen drei Versen, auf die Tatsache, dass Bücher geöffnet werden, dass also Transparenz herrscht und dass alles nachvollziehbar ist. Natürlich ist es genauso richtig und offensichtlich, dass nach diesen tausend Jahren die Ungläubigen nicht einfach nur auferstehen, um vernichtet zu werden, sondern dass ihnen jetzt auch noch einmal diese Bücher gezeigt werden oder zumindest der Erlösungsplan gezeigt wird in dieser großen Panoramaschau. Und auch in diesem Hinsicht ist Vers 11 sicherlich zu verstehen, dass auch dort dieser weiße Thron eine Rolle spielt. Wenn noch einmal vor dem versammelten Kriegsherr, das um die Stadt Jerusalem sich gelagert hat, Christus gekrönt wird, dort in Neu-Jerusalem auf seinem Thron sitzt und der gesamte Plan der Erlösung sich noch einmal Szene für Szene vor den Augen aller entfaltet.

[42:58] Und dann wird geschehen, was Paulus im Philippabrief andeutet, in Philippa Kapitel 2. Und dort Vers 9 bis 11, dort heißt es, darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über alle Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters. Es kommt der Zeitpunkt, wo jeder, jeder Mensch, jeder Engel, egal ob gläubig oder ungläubig, egal ob auf der Seite Gottes oder auf der Seite Satans, jeder bekennen wird, dass Christus gerecht war und dass sein Weg, wie er vorher in Vers 5 bis 8 beschrieben wird, sein Weg der Unterordnung, der Liebe und der Aufopferung für andere, dass das der richtige Weg war. Und dass man Christus nichts, aber auch gar nichts vorwerfen kann. Es ist dann offensichtlich für alle demonstriert worden. Und jetzt stimmen selbst die Feinde Gottes zu, dass Gott gerecht und gütig und gnädig ist, dass man ihm nichts vorwerfen kann und dass alle Anschuldigungen Satans auf Lüge, Spekulation und unbegründeter Rebellion basierten und deswegen unhaltbar sind. Und damit ist das Problem des großen Kampfes gelöst.

[44:27] Der große Kampf war eine Anklage an Gott ohne Begründung. Und Gott nahm sich Zeit, einem Universum von beschränkten Wesen, weil sie nicht Gott sind, sondern als geschaffene Wesen nur ein bestimmtes begrenztes Verständnis haben, so lange zu erklären, dass die Rebellion unbegründet war, bis jedes Wesen das verstanden hat. Und dann gibt es keinen Grund mehr, diese Rebellion irgendwie festzuhalten. Dann ist sie ein für allemal besiegt. Und so zeigt uns Offenbarung 20 Vers 14, dass nicht nur die Sünde selbst, sondern sogar die Konsequenzen und Folgen der Sünde ein für allemal beseitigt werden. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Die große und entscheidende Frage wird in Vers 15 deutlich gemacht. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen. Die große Frage ist, stehst du im Buch des Lebens? Willst du leben?

[45:40] Diese Ereignisse von Offenbarung 20 haben deutlich gemacht, dass jeder, der sich für Satan entscheidet, kein Leben haben kann, weil Satan die Hände gebunden sind über seine Untertanen. Er kann nach tausend Jahren keinem einzigen das Leben geben. Wer sich für Satan entscheidet, entscheidet sich für den Tod. Aber wer sich für Christus entscheidet, der entscheidet sich für den, der den Tod besiegt hat. Selbst als er tot war als Mensch, hat er den Tod besiegt. Er sagt, ich habe die Schlüssel des Totenreiches. Ich kann ewiges Leben geben. Er sagt, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Willst du leben? Denn jeder, der an Christus glaubt, wird ewiges Leben haben. So sagt es Johannes 3, Vers 16. Oder wie es in 1. Johannes 1 steht, wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht. Offenbarung 20 illustriert, demonstriert von dem Universum, warum das so ist. Es ist nicht nur eine theologische Idee, die irgendjemand sich ausgedacht hat. Es ist die buchstäbliche Wahrheit. Offenbarung 20 macht das deutlich. Und dann wird jeder erkennen, dass Jesus Recht hatte mit dem, was er sagte. Dass er wirklich allein Leben geben kann. Und dass all die Lügen Satans von seiner unsterblichen Seele und von Lust und Freude hier auf dieser Erde usw. All das Unsinn war. Denn Satan kann kein Leben geben.

[47:02] Stehst du mit deinem Namen? Stehen wir mit unserem Namen im Buch des Lebens? Haben wir uns angemeldet? Haben wir uns eingeschrieben? Haben wir uns Christus so übergeben, dass unser Name eingeschrieben werden konnte? Und dass er auch dort bleiben kann. Weil wir das Leben haben möchten. Offenbarung 21, Vers 1 heißt es. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen und das Meer gibt es nicht mehr. Gott möchte alles neu machen. In 2. Petrus 3. Da heißt es. Dann wird es Gerechtigkeit und Freude und Frieden und Liebe geben. Und dann sagt der Petrus. Darum Geliebte, weil ihr dies erwartet, weil ihr auf dieses Ende des großen Kampfes wartet. Deswegen, so seid eifrig darum bemüht, dass ihr als unbefleckt und tadellos von ihm erfunden werdet in Frieden.

[48:19] Wer den großen Kampf versteht, zumindest so viel wie wir als Menschen davon verstehen können, weil die Bibel es offenbart hat. Wenn wir den großen Kampf verstehen und auf das Ziel schauen, dass Gott in seiner Geduld und seiner Langemut und seiner Güte und seiner Liebe, seiner Selbstaufopferung einen Weg schaffen wird. Tatsächlich vor dem gesamten Universum den Kampf so zu beenden, dass selbst Satan ihm Recht gibt und Satan seiner Zerstörung zustimmen wird. Wenn das so ist, sollten wir uns dann nicht wirklich eifrig darum bemühen, unbefleckt und tadellos von ihm erfunden zu werden durch seine Kraft und durch seine Gnade. Damit wir deutlich machen, auf welcher Seite wir stehen. Schon die Patriarchen haben ihr Leben lang auf diese Stadt gewartet, das neue Jerusalem und die Bibel berichtet davon. Und Jesus hat deutlich gemacht in der Bergpredigt, dass es nicht ein großes Intellekt ist, nicht viel Reichtum, nicht eine gute ethnische Abstammung, sondern dass es der Charakter ist, der in unserem Leben den Charakter Jesu widerspiegeln soll, der am Ende das entscheidende Kriterium ist. Matthäus 5 sagt in der Bergpredigt, glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. Er selbst, der Sanftmütigste aller, bietet uns an, seinen Charakter widerspiegeln zu dürfen.

[49:45] Gott wird diesen großen Kampf so gründlich, so ausgefeilt und so durchdacht beenden, dass es nie wieder zu so einem schrecklichen Experiment kommen wird. In Nahum Kapitel 1 und dort Vers 9 lesen wir die folgenden Gedanken. Was denkt durchaus gegen den Herrn? Er wird eine gänzliche Zerstörung anrichten. Die Drangsal wird sich nicht zum zweiten Mal erheben. Wenn er am Ende die Sünder, den Satan, den Tod zerstört, so wird er das so gründlich machen, so umfassend, weil nach so viel Geduld und Liebe so offensichtlich ist, dass das das Richtige ist, dass sich die Drangsal nicht zum zweiten Mal erheben wird.

[50:47] Als letzter Vers für heute, Offenbarung 21. Dort lesen wir, ab Vers 3 und durch heute, eine laute Stimme aus dem Himmel, sagen wir, das Zelt Gottes bei den Menschen und er wird bei ihnen wohnen. Und sie werden seine Völker sein und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Gott möchte bei uns wohnen. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen. Und er auf dem Thron sah, sprach sie, ich mache alles neu. Und er sprach zu mir, schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss. Und er sprach zu mir, es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürsten geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.

[51:36] Lieber Freund, liebe Freundin, hast du aus diesem Quell des Wassers getrunken, trinkst du täglich daraus? Jesus bietet mir und dir es frei umsonst an. Du kannst ewiges Leben haben, wenn du dich auf seine Seite stellst und dich eifrig bemühst, seine Gnade jeden Tag aufs Neue anzunehmen und ihn wirken zu lassen. Ich möchte mich heute entscheiden, auf der Seite des Siegers zu stehen. Auf der Seite dessen, der diesen Kampf schon lange gewonnen hat und ihn auch in unserem Leben gewinnen möchte, sodass wir einmal, wenn alles zum Ende kommt, auf der richtigen Seite stehen. In der Stadt, nah am Thron von Jesus. Wenn für das gesamte Universum sichtbar wird, warum die einen den Tod gewählt haben und die anderen das Leben. Möchte ich bei denen sein, die das Leben gewählt haben, die getrunken haben vom Quell des Wassers des Lebens. Das ist auch dein Wunsch. Möchtest du Jesus nicht heute in dein Herz nehmen, zum ersten Mal oder vielleicht erneut, von diesem Quell des Wassers des Lebens trinken, damit du, wenn alles zusammenfällt, in diesem großen Kampf auf der Seite des Siegers stehst. Gott segne dich in deiner Entscheidung.

[53:02] Nächste Woche wollen wir eine neue Serie beginnen. Wir werden uns gemeinsam mit dem Matthäusevangelium für die nächsten drei Monate beschäftigen. Ich kann euch verraten, das wird äußerst interessant und spannend werden. Es ist eines der großartigsten Bücher der Bibel und wir werden viele interessante Dinge dort lernen. Wir möchten euch auch dazu ermutigen, das Matthäusevangelium nicht nur zu studieren, sondern auch Teile davon auswendig zu lernen. Ich wünsche euch Gottes Segen im Studium seines Wortes. Amen.


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