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Maunskript zur Sendung >>> CSH 16 Q1 02 – Krise in Eden – Sendemanuskript

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge wird die biblische Schöpfungsgeschichte und der Sündenfall im Garten Eden beleuchtet. Der Vortrag erklärt die Ordnung und die Grenzen, die Gott in der Schöpfung setzte, und wie der Mensch durch den Sündenfall seine Beziehung zu Gott und die Herrschaft über die Erde verlor. Es wird die Bedeutung von Glauben und Gerechtigkeit im Kampf gegen Versuchungen hervorgehoben und die erste Verheißung eines Erlösers besprochen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q1: Auflehnung und Erlösung

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Cannstatt Study Hour, diesmal in einem neuen Jahr. Wir hatten unser erstes Thema im letzten Jahr noch behandelt und jetzt ist wirklich das erste Thema in diesem neuen Jahr 2016. Und viele beginnen ein neues Jahr mit Vorsätzen, die sie sich nehmen für dieses neue Jahr. Und einen Vorsatz möchte ich euch vorschlagen und zwar der Merkvers für diese Woche steht in 1. Mose Kapitel 3 Vers 15 und dort steht: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinen Samen und ihren Samen; du wirst ihm, er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm in die Ferse stechen.“ 1. Mose Kapitel 3 Vers 15. Lasst uns dieses Jahr vornehmen, nicht nur vielleicht den Merkvers, sondern allgemein Bibelverse auswendig zu lernen. Es ist so wichtig, dass wir das Wort Gottes in unserem Herzen tragen, dass wir darüber nachsinnen Tag und Nacht. Und das ist mein Aufruf an euch und an jeden, der das sieht und zuschaut. Nehmt euch vor, das Wort Gottes wirklich im Herzen zu tragen und es auswendig zu lernen. So kann der Geist Gottes euch immer wieder diese kostbaren Worte in Erinnerung rufen, wenn ihr sie braucht. Und solltet ihr irgendwann mal keinen Zugang zur Bibel haben, habt ihr doch das Wort abgespeichert in eurem Herzen.

[1:51] Bevor wir in das Studium dieses Themas hineingehen, möchten wir ein Gebet sprechen. Unser himmlischer Vater, wir danken dir für die Offenbarung, die du uns geschenkt hast in deinem Wort. Danke, dass du uns so viele Dinge gezeigt hast und dass wir verstehen dürfen, warum wir in dieser Welt leben und warum sie so ist, wie sie ist. Danke, dass du uns gezeigt hast und dass du uns beschrieben hast, wie du diese Welt geschaffen hast und dass du uns auch nicht in Unkenntnis darüber gelassen hast, warum die Sünde in dieser Welt herrscht. So bitten wir dich darum, dass du uns durch deinen Geist führst, wenn wir jetzt dieses wichtige Thema studieren und uns Erkenntnis schenkst. Habt Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[2:34] Im ersten Mose, Kapitel 1, Vers 1 stehen die Worte: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Und damit beginnt dieser biblische Bericht der Schöpfung. Und die Schöpfung ist folgendermaßen aufgeteilt: Gott hat die Welt erschaffen in sechs Tagen. In den Tagen 1 bis 6 finden wir folgende Dinge: Tag 1 wurde, hat Gott das Licht geschaffen. Tag 2 hat er das Wasser unten von dem Wasser oben getrennt. Ich empfehle euch, das zu Hause mal, das Kapitel 1 mal komplett durchzulesen, denn es sind ein paar wichtige Sachen drin. In Tag 3 trennte er das Land von dem Meer. Tag 4 wurde, Entschuldigung, am dritten Tag trennte er das Land von dem Meer und er erschuf die Pflanzen und die Bäume. Am dritten Tag erschuf er Sonne, Mond und Sterne, die Himmelskörper. Am fünften Tag erschuf Gott die Wasserlebewesen und die Vögel. Und am sechsten Tag die Landtiere und den Menschen. Und in diesem ersten Kapitel finden wir interessanterweise genau sieben Mal, dass Gott sagt, dass es gut war. Wir finden es bei dem Licht und Gott sah, dass es gut war. Wir finden es bei der bei der Trennung von dem Land und von dem Wasser, von dem Meer und Gott sah, dass es gut war. Bei den Pflanzen und den Bäumen, Gott sah, dass es gut war. Bei den Himmelskörpern, Gott sah, dass es gut war. Bei den Wasserlebewesen und Vögeln, Gott sah, dass es gut war. Bei den Landtieren, Gott sah, dass es gut war. Und bei den Menschen, Gott sah, es war sehr gut. Also es gibt hier einen Unterschied. Gott erschafft den Menschen als letztes. Er setzt ihn in eine perfekte, vollkommene Umgebung. Und die Bibel spricht auch davon, in Kapitel 2, dass Gott extra einen Garten anlegte, den Garten Eden, den er in besonderer Weise für den Menschen schuf.

[4:53] In diesem Schöpfungsbericht, der erst im Kapitel 2 endet, im Kapitel 2 Vers 1, Vers 2 und 3 finden wir noch die Aussage oder den Bericht darüber, wie Gott den Sabbat eingesetzt hat. Er setzte diesen Tag zur Ruhe ein. Und wenn wir den ganzen Schöpfungsbericht von 1. Mose, Kapitel 1 bis 1. Mose, Kapitel 2, Vers 3 nehmen, dann sehen wir hier auch, dass es einen dreifachen Segen gibt. Der erste Segen, den spricht Gott über die Tiere und Wasserlebewesen, die Tiere im Wasser und die Fische aus. Und er sagt: „Seid fruchtbar.“ Der zweite Segen, den spricht er über die Menschen aus. Er sagt: „Seid fruchtbar und erfüllt die Erde.“ Und was noch hinzukommt: „Herrscht über die Tiere.“ Gott hatte den Menschen in seinem Bild geschaffen und er gab ihm auch noch etwas von sich. Er ließ ihn daran teilhaben, mit ihm zu herrschen. Und er gab ihm, er übergab ihm diesen Bereich, den er für ihn geschaffen hatte, die Erde. Und der dritte Segen ist der Sabbat. Gott legt seinen Segen auf diesen besonderen Tag, auf den siebten Tag. Und wir lesen auch im Patriarchen Propheten und wir werden uns auch im Laufe dieses Studiums immer wieder Ausschnitte und Zitate aus diesem Buch, aus dem Kapitel, wo Ellen White darüber schreibt, anschauen, weil dort auch viele wichtige Dinge drin zu finden sind. Und so lesen wir im Patriarchen Propheten Kapitel 24 Absatz 2: „Gott sah, dass auch im Paradies ein Ruhetag für den Menschen notwendig war. Dieser brauchte einen von sieben Tagen, um an ihm die eigenen Belange und Beschäftigung beiseite zu tun und ungehindert Gottes Werk zu betrachten, sowie über dessen Macht und Güte nachdenken zu können. Er brauchte einen Sabbat, den Lebendiger an Gott erinnerte und der seine Dankbarkeit weckte, weil alles, wofür er sich freute und was er besaß, aus der Segenshand des Schöpfers kam.“ Das ist auch der Grund, warum wir heute den Sabbat feiern sollen. Wir sollen dadurch unsere Dankbarkeit Gott gegenüber zeigen und ihn als Schöpfer aller Dinge ehren.

[7:25] Wir lesen 1. Mose Kapitel 1 und dort Vers 28. 1. Mose Kapitel 1 und dort Vers 28. Dort steht geschrieben: „Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und mehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan, und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt, auf Erden.“ Hier haben wir diesen besonderen Segen und den Aufruf, über die Erde und über die Tiere zu herrschen. Auch in Matthäus Kapitel 6 Vers 26 äußert sich Jesus in einer bestimmten Art zu dem Menschen. Matthäus Kapitel 6 und dort Vers 26, da sagt er: „Seht die Vögel des Himmels an, sie sehen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“ Also ohne die Tiere hier irgendwie geringer zu achten, sagt Jesus, Gott sieht euch als sehr wertvoll an, er wird für euch sorgen.

[8:45] Eine weitere Aufgabe des Menschen war es auch, den Garten, in den Gott ihn gesetzt hatte, zu bebauen und zu bewahren. Das lesen wir in ersten Mose Kapitel 2 und dort Vers 15. Wir sehen auch in diesem Schöpfungsbericht, dass Gott nicht einfach nur die Dinge erschuf, sondern er schuf auch eine Ordnung darin und er setzte Grenzen. Es gab, wenn wir reinschauen, sehen wir verschiedene Grenzen: Die Grenze zwischen Licht und Finsternis, das Wasser oben, das Wasser unten, das Land und das Meer, Tag und Nacht, Mann und Frau, Arbeitswoche und Sabbat, dem Baum des Lebens und dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Und auch die Tiere waren unterschiedlich nach ihrer Art. Überall gab es Trennung von bestimmten Dingen. Und das ist auch etwas, was notwendig war für den freien Willen. Denn Gott musste dem Menschen auch eine Grenze schaffen, die er, wenn er sich gegen Gott entschied, übertreten konnte. Also hätte Gott keine Grenzen geschaffen, hätte der Mensch alles machen können, was er wollte und es hätte keine Auswirkung gehabt. Aber durch diese Grenzen schuf Gott auch die Möglichkeit für den Menschen, sich gegen ihn zu entscheiden. Die Grenzen boten aber gleichzeitig Schutz.

[10:07] Denn wie wir sehen werden, in 1. Mose Kapitel 2, wir können das gleich aufschlagen, 1. Mose Kapitel 2 und dort Verse 15 bis 17. Hier spricht Gott zu den Menschen und wir lesen hier: „Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihnen in den Garten Eden, damit er ihnen bebaue und bewahre. Und Gott, der Herr, gebot den Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen. Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.“ Also Gott sagte, das ist die Grenze. Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Aber warum gebrauchte Gott diesen solch einen Test?

[10:59] Wir lesen im Patriarchen Propheten, Seite 29: „Gott schuf den Baum der Erkenntnis, um ihren Gehorsam und ihre Liebe zu ihm zu erproben. Der Herr hatte es für gut befunden, ihnen von allem, was der Garten bot, nur eins zu verbieten. Sollten sie darin seinen Willen missachten, müssen sie die Schuld der Übertretung auf sich nehmen.“ Und das ist spannend, was jetzt kommt: „Satan durfte ihnen nicht mit ständigen Versuchungen nachstellen. Nur am verbotenen Baum hatte er Zugang zu ihnen. Wenn sie versuchen sollten, die Eigenart des Baumes zu erforschen, wären sie seiner Tücke ausgesetzt. Sie wurden ermahnt, sorgfältig auf Gottes Warnungen zu achten und sich mit den mitgeteilten Unterweisungen zufrieden zu geben.“ Wir sehen, sie wurden gewarnt und Gott unterrichtete die Menschen darüber, dass es einen Feind gibt, dass er früher ein Engel im Himmel war und dass er gefallen ist, weil er sich gegen die Regierung, gegen den Charakter Gottes aufgelehnt hatte und rebelliert hatte. Und Gott und die Engel unterwiesen die Menschen und sagten ihnen alles, was sie wissen mussten.

[12:27] Doch leider lesen wir im 1. Mose Kapitel 3 und dort Vers 1: „Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte, und sie sprach zu der Frau.“ Bevor wir weitergehen, wer ist die Schlange? Aus Offenbarung Kapitel 12 Vers 9 wissen wir folgendes. Dort lesen wir: „Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan in den ganzen Erdkreis verführt. Er wurde auf die Erde hinabgeworfen und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“ Also die Schlange ist der Satan, der Teufel, der Drache. Die Bibel identifiziert ihn ohne Zweifel. Und dieser Satan, der sich hinter der Schlange verbarg, sprach nun zu Eva, zu der Frau. Und er sprach: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“

[13:39] Nun Eva überschritt diese Grenze. Sie begab sich in einen Bereich, wo Satan Einfluss hatte, wo er sie versuchen konnte und wo Gott es auch zuließ, dass sie versucht wurde. Sie entfernte sich vor allem von ihrem Mann, denn ihr Mann war nicht dabei. Also sie entfernte sich von dem Mann, näherte sich diesem Baum, ob bewusst oder unbewusst. Vielleicht war sie einfach nur spazieren und wollte sich den Garten anschauen. Sie wollte ihn erkunden und hat sich dann die schönen Pflanzen im Garten angeschaut. Und wie sie so herumgewandert ist und geschaut hat, sah sie plötzlich diesen Baum und dachte: „Der kommt mir bekannt vor. Ist es nicht dieser Baum, von dem Gott gesagt hatte, wir sollten nicht davon essen? Aber warum denn nicht?“ Und sie geht hin und geht näher hin und schaut sich das an. Und das war die Gelegenheit, auf die Satan gewartet hatte. In diesem Moment nutzte er diese Gelegenheit aus und sprach sie an.

[15:01] Und wäre Satan einfach nur als Engel zu ihr gekommen, wäre sie vermutlich schnell weggelaufen. Doch er versteckte sich. Er kam in einer unerwarteten Weise zu ihr. Und die Bibel sagt, dass die Schlange, sie war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott daher gemacht hatte. Und aus dem Geist der weißen Augen wissen wir auch, dass es eine der schönsten Tiere im Garten Eden war. Und so war Eva bezaubert von dieser Schönheit und von dieser Eigenart, dass ein Tier plötzlich sprechen konnte. Und sie hatte eine, vielleicht kann man das sagen, dass sie eine zweifache Neugier oder eine doppelte Neugier in ihr geweckt wurde. Zum einen von diesem Baum und zum anderen von diesem Tier, das da sprach, was so einzigartig war. Können wir etwas daraus lernen? Sind wir manchmal neugierig und begeben uns in Situationen oder in Bereiche, wo Satan einen Einfluss über uns hat? Und dann fallen wir und dann wundern wir uns: „Gott, warum hast du das zugelassen?“

[16:25] Wir können auch lernen, dass Satan Werkzeuge gebraucht. Er versteckt sich immer hinter anderen. Denn wenn er in seiner in seiner wahren Form kommen würde, dann würden die Menschen das natürlich erkennen und sie würden sich nicht auf ihn einlassen. Die Taktik Satans ist es immer zuerst, Zweifel zu säen. Er verunsichert die Menschen. Wir sehen, dass wenn er hier zu der Frau spricht: „Sollte Gott wirklich gesagt haben? Hat er das wirklich gesagt? Bist du dir sicher, Eva? Hast du das nicht vielleicht falsch verstanden?“ Ich glaube nicht, dass die Menschen damals, dass Adam und Eva in irgendeiner Weise vergesslich waren, denn sie waren vollkommen. Und erst über die Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch, als Auswirkung auch und als Folge der Sünde, ist der Mensch degeneriert. Und wir haben es verlernt, uns Sachen zu merken. Und unser Gehirn ist verkommen und wir können uns Sachen nicht mehr merken. Und sie hatte genau gewusst, was Gott zu ihr gesagt hatte und zu Adam. Sie hatte die Worte noch genau im Ohr und konnte es wieder wiederholen und wiedergeben.

[17:54] Aber lesen wir weiter. Die Schlange spricht ja nicht nur, er sieht nicht nur Verunsicherung, sondern die Schlange sagt auch: „Dass ihr von keinem Baum im Garten Eden essen dürft.“ Was hatte Gott gesagt? In Kapitel 2 und dort in Vers 16 lesen wir in der Mitte des Verses: „Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen.“ Und was sagt die Schlange? „Sollte Gott wirklich gesagt haben, ihr dürft von keinem Baum im Garten essen dürfen?“ Sie verdreht die Wahrheit. Die Schlange, Satan verdreht die Wahrheit. Und es ist manchmal kaum zu merken. Aber diese Verdrehung der Wahrheit erzeugte in Eva eine Abwehrreaktion. Sie ließ sich auf das Gespräch mit dem Feind ein und sie führt diese Unterhaltung. Aber sie tut es nicht, sie führt den Kampf falsch aus.

[19:16] Schaut mal in Epheser Kapitel 6 Vers 11 bis 12. Epheser Kapitel 6 und dort die Verse 11 bis 12. Dort lesen wir: „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels.“ Wie haben wir den Teufel? Und was sollen wir anziehen? Die ganze Waffenrüstung Gottes, damit wir standhalten können. Denn der Teufel ist listig und er wird uns angreifen. Und er schreibt weiter in Vers 12: „Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte.“ Wir haben es nicht mit einem physischen Kampf zu tun, sondern mit einem geistlichen Kampf. Und dafür brauchen wir die ganze Waffenrüstung Gottes. Wir werden uns gleich noch anschauen, was das bedeutet. Aber indem Eva sich jetzt auf diese auf diese menschliche Art und Weise oder auf diese Art und Weise der Kriegsführung einlässt, macht sie viele Fehler. Denn sie versucht nicht mit den Waffen Gottes zu kämpfen, sondern mit ihren eigenen. Sie versucht ihre eigene Logik zu benutzen. Aber als Jesus in der Wüste war und von Satan versucht wurde, da sagt er auch nicht: „Ja, ich glaube, da liegst du falsch. Denn das ist, glaube ich, irgendwie anders“ und hat versucht zu philosophieren. Das hat er nicht getan. Was er getan hat, war: „Es steht geschrieben.“ „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ und so weiter. Und Eva hat es hier sozusagen versucht aus eigener Kraft den Satan zu überwinden. Sie reagierte auf seine Provokation.

[21:12] Im ersten Mose Kapitel 3, wir können vielleicht noch Vers 2 und 3 lesen, damit wir den Kontext haben. Da sprach die vorte Schlange: „Von der Frucht des Baumes im Garten dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt.“ Wir kommen zu Vers 4 und 5. Da sprach die Schlange zu der Frau: „Keineswegs werdet ihr sterben.“ Hatte Gott gesagt, sie werden sterben? Er hat gesagt, sie werden sterben. Und was sagt die Schlange? „Ihr werdet nicht sterben.“ Also zuerst sät er Verunsicherung, dann verdreht er die Wahrheit und dann lügt er. Vers 5: „Sondern Gott weiß, an dem Tag, der ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist.“ Er lügt in so einer Weise, dass selbst die treuesten Diener Gottes versucht sind, dieser Lüge nachzugeben. Satan täuschte Eva, indem er ihr Vorteile versprach. Er sagte: „Guck mal, das Gebot Gottes, ja, du sollst nicht davon essen, aber wenn du davon isst, da wird es dir richtig gut gehen. Du wirst Erkenntnis haben. Du wirst viel mehr verstehen. Du wirst sein wie Gott.“ Und Eva, sie denkt darüber nach. Sie lässt es zu, diesen Gedanken.

[22:57] Wie ist es denn heute? Gibt es heute manchmal eine Stimme, die sagt, ob von Freunden, von Bekannten, von sonst jemand, vielleicht sogar aus der nächsten Familie, die dann sagt: „Ja, guck mal, ich meine, den Sabbat zu halten, ja, das ist schon gut und wichtig, aber wenn du vielleicht doch mal an einem Sabbat arbeiten würdest, du würdest viel mehr Geld verdienen können. Oder du könntest diesen Job haben. Oder du könntest diese Freunde haben.“ Satans Versuchungen sind immer wieder die gleichen. Von Anbeginn der Zeit hat sich nichts geändert. Er versucht es immer wieder mit den gleichen Mitteln und er hat immer wieder Erfolg. Warum? Weil wir nicht fähig sind zu lernen. Oftmals. Deswegen müssen wir Gott um diese Kraft bitten, dass er sie uns jeden Tag gibt, dass wir ihm treu sein können und dass wir nicht vergessen, in welcher Weise er uns geholfen hat und in welcher Weise Satan uns angegriffen hat, damit wir widerstehen können.

[24:14] Der Teufel redete Eva ein, dass Gott unfair sei, dass er den Menschen etwas vorenthält und dieses Argument, zu sein wie Gott, eine andere Daseinsstufe erreichen. Das war das, was Satan doch eigentlich wollte. Er wollte sein wie Gott. Das haben wir in der letzten Woche behandelt. Das war das, was ihn schließlich auch zu Fall brachte. Und Eva hörte sich diese Sachen an und sie nahm es an. Sie dachte, sie hinterfragte das nicht. Sie tat es nicht, wie wir in 1. Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 21 lesen: „Prüft alles und das Gute behaltet.“ In 1. Johannes, Kapitel 4, Vers 1 können wir auch lesen.

[25:11] 1. Johannes, Kapitel 4 und dort Vers 1 lesen wir: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind. Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.“ Eva prüfte nicht, was sie dort hörte, sondern sie nahm es einfach an und fiel. Und als sie auf diesen Baum schaute, sah sie Folgendes. Wir lesen in Kapitel 3 und dort Vers 6, 1. Mose, Kapitel 3, Vers 6: „Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, da er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß.“ Also es gab drei Gründe, warum Eva gesagt hat: „Okay, es lohnt sich für mich, mir von diesem Baum eine Frucht zu nehmen, sie zu essen.“ A, weil sie gut zu essen war. B, sie war eine Lust für die Augen. Und C, sie sollte weise machen.

[26:37] Jetzt denken wir mal über diese drei Elemente nach. Essen. Gibt es, ist es möglich, dass Menschen heute wegen Essen ihr ewiges Leben aufs Spiel setzen? Oder dass sie Essen zu ihren Götzen machen? Dass sie, dass sie lieber einen vollen Magen haben oder einen überfüllten Magen haben, anstatt dass sie über das Wort Gottes nachdenken? Die Lust für die Augen, ist das heute ein Problem? Gibt es Dinge, die wir uns gerne anschauen, aber die uns nicht gut tun, die schlecht für uns sind, die uns dazu führen, Gottes Gebote zu übertreten? Und das Streben nach Wissen, das Streben nach Wissen ist nichts Schlechtes, aber dieses Argument, eine höhere Daseinsstufe erreichen zu wollen, das finden wir in vielen okkulten und esoterischen Richtungen, wo oft davon gesprochen wird, ja, wenn du das tust und so oft, keine Ahnung, vielleicht betest oder diese Zauberformel aufsagst, was auch immer, dann wirst du eine andere Daseinsstufe erreichen. Dieses Verlangen danach, klüger zu sein oder so klug zu sein wie Gott. Natürlich gibt es auch eine Form des Wissens, die die Grenzen überschreitet, ethische Grenzen. Wenn wir zum Beispiel auch in den Bereich der Genforschung gehen, wo man versucht, dann zu klonen und selbst Leben zu erschaffen, man versucht, sich selbst zu Gott zu machen. Drei Gründe, die Eva dazu bewegten, das Gebot Gottes zu übertreten.

[28:32] Wir hatten vorhin in Epheser Kapitel 6 schon gelesen und wir wollen das nochmal aufschlagen, Epheser Kapitel 6 und dort die Verse 14 bis 17. Dort lesen wir: „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an.“ Entschuldigung, Vers 14 bis 17: „So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit der Wahrheit.“ Also jetzt kommt hier diese Ausführung, diese Erklärung, was ist die Waffenrüstung Gottes und jedes einzelne Teil der Waffenrüstung wird hier erklärt. „Also steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit und die Füße gestiefelt mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens. Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist.“

[29:43] Also wir haben hier sechs Sachen, sechs Ausrüstungsteile, die zu der Waffenrüstung Gottes gehören. Wir haben an den Lenden den Gurt der Wahrheit, wir haben an der Brust den Brustpanzer der Gerechtigkeit, wir haben an den Füßen die Stiefel der Bereitschaft, wir haben an dem einen Arm, ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass der linke ist, vielleicht kann es auch umgekehrt sein, aber wir haben zum Beispiel am linken Arm den Schild des Glaubens, wir haben den Helm des Heils am Kopf und wir haben an dem anderen Arm das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Jetzt überlegen wir mal, als Eva in dieser Situation war, was hat ihr da gefehlt, was hat sie nicht gebraucht oder zu Hause gelassen oder nicht verwendet. Vielleicht liege ich auch falsch, aber meine Überlegung war folgende: Sie hatte nicht den Schild des Glaubens, sie glaubte nicht den Worten Gottes und sie handelte ungerecht, sie hatte nicht den Brustpanzer der Gerechtigkeit. Und hier haben wir wieder zwei Elemente, die auch für uns heute und eigentlich in diesem Kampf ein wichtiges, wenn nicht sogar ein entscheidender Faktor sind: Glauben und Gerechtigkeit.

[31:08] Gerechtigkeit und Glauben, wir finden das schon hier zu Anbeginn der Zeit, als die ersten Menschen geschaffen wurde im Sündenfall. Deswegen ist es so ein wichtiges Thema, deswegen sprach Ellen White auch davon, dass bei der Generalkonferenz 1888 der Spätregen anfing zu tröpfeln, als diese wichtige Botschaft der Gerechtigkeit durch den Glauben verkündigt wurde. In Römer Kapitel 1 Vers 17 lesen wir folgendes. Römer Kapitel 1 und dort Vers 17: „Denn es wird darin, wir lesen mal 16 und 17: Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Vers 17: Denn es wird darin offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben. Wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“

[32:19] In Matthäus Kapitel 4 Vers 4 verteidigt sich Jesus gegen Satans Aufforderung, die Steine in Brot zu verwandeln, und Jesus spricht hier zu Satan: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern aus jedem Wort, seinen jeden Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht.“ Er zitiert hier aus dem fünften Buch Mose. Also wir haben hier diese zwei Verse: „Der Gerechte wird aus Glauben leben“ und „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“ Wenn wir diese nebeneinander legen, dann sehen wir, dass das das Glaube, das Leben aus jedem Wort ist. Eva lebte nicht aus jedem Wort Gottes. Sie hatte das Wort Gottes, sie wusste genau, was er gesagt hatte, aber sie glaubte nicht daran, sie lebte nicht danach. Die Beweise Gottes haben ihr nicht ausgereicht, um ihr seine Liebe zu verdeutlichen. Und wenn wir wieder dieses Bild benutzen, dann parierte sie auch nicht mit dem Schwert, also sie benutzte das nicht, um den Angriff abzuwehren, denn sie hatte kein Schild, sie hatte keinen Panzer, sie hatte eine Schwachstelle und das Einzige, womit sie sich noch verteidigen konnte, war das Schwert. Aber das ließ sie einfach beiseite und wurde getroffen. Sie lief sozusagen ungeschützt ins offene Messer.

[33:51] Schon bei dem ersten Angriff Satans auf die Menschheit finden wir dieses Thema Gerechtigkeit aus Glauben. Und das ist es, was uns heute zu überwindern machen kann. Das ist es, was wir heute brauchen und was die Menschheit schon immer gebraucht hat: Der feste Glaube an Jesus Christus, der Glaube an das Wort Gottes, der Glaube als das lebendige Wort, das Leben aus jedem Wort. Als Jesus in der Wüste von Satan versucht wurde, setzte er die volle Rüstung ein. Und wenn wir auch dieses Bild jetzt auf uns heute übertragen, dann ist die Frage: Wie verwenden wir diese Waffenrüstung Gottes heute? Haben wir alle diese Rüstungsteile? Ziehen wir sie an? Benutzen wir sie?

[34:52] Wir lesen in Patriarchen Propheten, Seite 32, Absatz 1: „Eva glaubte Satans Worten wirklich. Also sie glaubte wirklich daran, dass Satan die Wahrheit sprach. Aber dieser Glaube bewahrte sie nicht vor der Strafe der Sünde. Den Worten Gottes schenkte sie keinen Glauben und kam dadurch zu Fall.“ Also Eva hatte Glauben, aber es kommt darauf an, welchen Glauben man hat. Es ist nicht einfach nur Glaube, der uns rettet, sondern wie wir in Jakobus Kapitel 2, Vers 19 auch sehen: „Auch die Dämonen glauben und trotzdem werden sie nicht gerettet.“ Also wir müssen unterscheiden: Haben wir den rettenden Glauben, das Leben aus jedem Wort, oder haben wir einen dämonischen Glauben, der einfach nur sagt: „Ja, ich glaube, dass es Gott gibt und so weiter“, aber der nicht aus jedem Wort lebt.

[35:49] Und das so tragische, was dann passiert ist, folgendes: Eva war verführt. Sie glaubte Satan, dass er recht hatte und dass Gott ihnen tatsächlich etwas vorenthalten wollte. Und was tat sie? Wir lesen in 1. Mose Kapitel 3 und dort Vers 6. Am Ende lesen wir: „Und sie nahm von seiner Frucht und aß und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und der er aß.“ Warum aß Adam von diesem Apfel oder von der Frucht? Wir lesen in 1. Timotheus Kapitel 2, Vers 14. Dort erhalten wir eine wichtige Information, die uns hilft das Ganze ein bisschen.

[36:49] 1. Timotheus, ein bisschen besser zu verstehen. 1. Timotheus Kapitel 2, Vers 14: „Und Adam wurde nicht verführt. Die Frau aber wurde verführt und geriet in die Übertretung.“ Nun, wenn Eva verführt war, kann man vielleicht sagen: „Okay, man versteht es ein bisschen. Sie war dann verblendet, sie hat sich da irgendwie was einreden lassen.“ Aber Adam war nicht verführt. Das heißt, er sah seine Frau daherkommen mit den ganzen Früchten von dem verbotenen Baum, von denen Gott ihnen gesagt hatte, sie sollen nicht davon essen. Und er wusste genau, was vorgefallen war und welche Konsequenzen das hat. Aber er aß davon. Warum aß er davon? Das ist, wie wenn du jemandem sagst: „Wenn du über diese Klippe springst, wirst du sterben“ und dann springt er darunter. Er weiß, dass er sterben wird und er tut es trotzdem. „Sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war.“ Adam ging bereitwillig in den Tod sozusagen.

[38:09] War es, weil er vielleicht seine Frau sah und sagte: „Ohne diese Frau kann ich nicht leben. Ich möchte mit dir sterben. Wenn sie jetzt sterben soll, will ich auch mit dir sterben.“ War das vielleicht Liebe? Nein, warte. Kann es Liebe sein? Was ist Liebe? Gott ist die Liebe. Die Bibel sagt auch in Römer 13, Vers 19, dass die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist. Als Adam das Gesetz übertrat, konnte er nicht gleichzeitig wahre Liebe empfinden. Es war eine selbstsüchtige, pervertierte Liebe, die ihn dazu brachte, das Gebot Gottes zu übertreten. Er konnte sich nicht vorstellen, auf diese Frau zu verzichten und er dachte auch nicht daran, dass Gott, der ihm diese Frau gegeben hatte, ihm auch ohne weiteres eine weitere Frau... Gott hätte eine Lösung gehabt, aber er glaubte nicht daran. Und das ist der Unterschied zwischen dem Adam, der hier in dieser Situation seine Frau sozusagen hätte loslassen müssen, und Abraham, der auch seinen Sohn sehr geliebt hat, Isaak. Und als Gott zu ihm gesagt hat: „Geh auf den Berg und opfere ihn“, da ist er bereitwillig gegangen. Denn er wusste, dass Gott ihm auch ein neues Kind, einen neuen Sohn von den Toten wieder aufstehen lassen kann. Er glaubte daran, dass Gott diese Macht hat.

[40:00] Adam und Eva bestanden den Test Gottes für Liebe und Loyalität nicht. Gibt es vielleicht auch heute eine pervertierte Art der Liebe, die Menschen dazu treibt, bereitwillig in den Tod zu gehen und auf das ewige Leben zu verzichten? Bald schon merkten Adam und Eva, dass da etwas schief gegangen war und sie versteckten sich, denn sie verloren ihr Lichtkleid. Sie erkannten, dass sie nackt waren und sie schämten sich und sie hatten Angst.

[40:53] Bevor wir zu 1. Mose Kapitel 3 Vers 10 gehen, möchte ich noch einen Gedanken festhalten und zwar: Der Herrscher dieser Welt, das war Adam, unterstellte sich, oder der Herrscher dieser Welt hatte sein Recht zu herrschen an einen anderen abgegeben, an Satan. Denn er hörte nicht auf Gott, der ihm diese Herrschaft gegeben hatte, sondern er hörte auf Satan. Und somit wurde diese Herrschaft auf Satan übertragen, wie wir dann auch später in der Bibel immer wieder lesen, der wird von Satan als den Fürsten dieser Welt gesprochen. Und auch in Hiob Kapitel 1 kommt Satan zu diesem Treffen, wo die Söhne Gottes sich da treffen, die vermutlich die Fürsten der geschaffenen Welten waren. Und Satan kommt dorthin als Stellvertreter der Erde.

[41:52] In 1. Mose Kapitel 3 Vers 10 lesen wir über die Konsequenzen, die der Sündenfall mit sich brachte. Nicht nur verloren sie die Herrschaft über die Erde, sondern wir lesen auch Folgendes. In Vers 9 kommt Gott in den Garten und er ruft den Menschen und fragt: „Wo bist du?“ Und in Vers 10 lesen wir: „Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt, darum habe ich mich verborgen.“ Wir sehen hier die erste Auswirkung der Sünde. Es ist die Angst, die Angst vor Gott. Eine Angst, die auch eine Trennung hervorruft, eine Trennung von Gott. Und diese Angst zerstört Beziehungen, zerstört die Beziehung nicht nur zu Gott, sondern auch zu dem Menschen. Das war die Konsequenz, die erste offensichtliche Konsequenz.

[43:06] Wir lesen Vers 11: „Da sprach er, also Gott: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten hatte, du sollst nicht davon essen?“ Das Lichtkleid, das sie verloren hatten, das stellte die Gerechtigkeit dar, und sie hatten ihre Gerechtigkeit verloren. Deswegen waren sie nackt. Obwohl Gott genau weiß, was geschehen ist, gab er dem Menschen trotzdem noch mal die Möglichkeit, darüber nachzudenken, zu reflektieren, was er getan hatte. Und deswegen stellt er immer wieder Fragen.

[43:41] Wir lesen im Vers 12: „Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum und ich aß.“ Und wir sehen hier, dass das, was Adam vielleicht noch dachte, das Liebe war, dass er sich einfach, dass er für immer mit seiner Frau verbunden sein wollte, selbst den Tod, dieser noch so romantische Gedanke, wir sehen, was hier damit passiert ist. Er ergibt die Schuld seiner Frau. Er sagt: „Sie war es, die Frau, die du mir gegeben hast.“ Er klagt hier damit auch Gott an. Sünde kann vollkommene Liebe in ihr Gegenteil verkehren.

[44:26] Im Vers 13 lesen wir: „Da sprach Gott, der Herr, zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt, da habe ich gegessen.“ Die Schlange, das Geschöpf, das du geschaffen hast. Auch Eva verhält sich nicht viel besser in dieser Situation und sie schiebt damit auch ein bisschen die Schuld Gott zu. Es war eigentlich die Schlange, die du geschaffen hast, Gott, die mich in diese Schwierigkeiten brachte. Und Gott spricht dann im Vers 14 als erstes die Schlange an, weil von ihr das Ganze ausgegangen war. Und er spricht zu der Schlange und sagte: „Weil du dies getan hast, sollst du verflucht sein, mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes. Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang.“ Natürlich verbarg sich hinter der Schlange Satan, doch die Schlange hatte sich gebrauchen lassen als Werkzeug. Und das war ihre Strafe. Von einem der schönsten Geschöpfe in dem Garten Eden wurden jetzt ihre Schönheit genommen und sie musste im Staub des Bodens kriechen und sich auf ihrem Bauch fortbewegen.

[45:47] Im Vers 15 lesen wir jetzt aber etwas, das den ersten Menschen damals Hoffnung gab. „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihren Samen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihm in die Ferse stechen.“ Nun, wovon spricht es hier? Das hier ist die erste Verheißung und die erste Prophezeiung auf den kommenden Erlöser. Gott hat den Menschen gezeigt: Ich werde euch nicht in eurem Elend lassen, sondern ich schicke euch jemanden, der euch davon befreit.

[46:22] Wir sehen im Vers 16 vielleicht noch kurz dieses: Wann wurde der Kopf der Schlange zertreten? Das, was hier vorausgesagt wird, geschah am Kreuz auf Golgatha, an der Schädelstätte, als Jesus Christus für die Sünden der Menschen starb, als er für jeden Menschen die Möglichkeit schuf, Errettung in ihm zu finden. In diesem Moment war Satan endgültig besiegt und es gab keine Möglichkeit mehr für ihn, die Ungerechtigkeit Gottes zu beweisen, was niemals der Fall war. Satan wurde auf Golgatha besiegt und Jesus blieb davon nicht unberührt. Er wurde sozusagen in die Ferse gestochen, denn er musste dort sterben, aber nicht ewig, sondern er stand wieder auf.

[47:37] Die direkten Konsequenzen in Vers 16 für die Frau. „Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühe deiner Schwangerschaft sehr groß machen. Mit Schmerzen sollst du Kinder gebären und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein. Er aber soll über dich herrschen.“ Diese Konsequenzen für die Frau symbolisierten auch in gewisser Weise die Erfahrung der Kirche, der Gemeinde. Wir sehen die Geburt unter Schmerzen. Wir haben auch die Frau in der Offenbarung, die unter Schmerzen ihr Kind gebiert und von einem Drachen verfolgt wird. Offenbarung Kapitel 12. Und diese Prophezeiung, die wir hier finden, erfüllt sich auch, als Jesus Christus in diese Welt kam. Da war sein Volk, seine Gemeinde unter Schmerzen. Denn das jüdische Volk litt damals unter der Unterdrückung und unter der Gewaltherrschaft Roms. Und Rom wird übrigens auch in der Prophetie als Drache dargestellt, was sehr interessant ist, denn Rom ließ sich auch von Satan als Werkzeug gebrauchen.

[48:46] Das Verlangen der Frau sollte nach ihrem Mann sein. Auch die Gemeinde Gottes sehnt sich nach Befreiung und nach Erlösung von den Qualen und von den Schmerzen und Tod, der in dieser Welt herrscht. Und wir sehnen uns als Gemeinde nach der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus. Und auch er, Jesus Christus, der der Ehemann sozusagen ist, wie wir auch dieses Bild in Epheser finden und die Gemeinde, die Braut, er ist unser Herr. Er herrscht über die Gemeinde. Er ist das Haupt der Gemeinde. Und in Johannes Kapitel 15 Vers 15 lesen wir auch, dass wir ohne ihn nichts tun können. Wir brauchen ihn.

[49:45] Ich möchte ein weiteres Zitat lesen. Patriarchen Propheten, Seite 35, Absatz 2: „Eva traf die Ankündigung, dass Leid und Schmerzen fortan ihr Teil sein sollten. Und der Herr sprach: Dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein. Bei der Erschaffung hatte Gott sie Adam gleichgestellt. Wären beide gehorsam geblieben, in Übereinstimmung mit seinen großen Gesetz der Liebe, hätten sie miteinander im Einklang leben können. Aber die Sünde brachte Uneinigkeit. So konnte nur die Unterordnung des einen ihre Eintracht bewahren. Eva war die erste bei der Übertretung gewesen. Als sie sich entgegen der göttlichen Weisung von ihren Gefährten trennte, geriet sie in Versuchung. Als sie ihn dazu überredete, sündigte Adam auch. Und nun wurde sie ihrem Mann unterstellt. Und dennoch hätte dieses Urteil, auch wenn es aus den Folgen der Sünde erwuchs, für das gefallene Menschengeschlecht ein Segen werden können, wenn die im göttlichen Gesetz verankerten Grundsätze befolgt worden wären. Aber der Mann missbrauchte diese ihm übertragene Vorrangstellung. Das machte das Los der Frau nur allzu oft bitter und ihr Leben zu Last. Es hätte ein Segen sein können, wenn der Mann sich nur an dieses Gebot gehalten hätte. Wenn der Mann nicht diese Vorteile daraus gezogen hätte, dass Gott ihn als Herr über die Frau gesetzt hätte. Hätte er die Frau so geliebt, wie Christus die Gemeinde liebt, dann hätten die Männer in den vergangenen Epochen unserer Zeit sich ganz anders verhalten. Doch die Sünde pervertiert jeden Bereich unseres Lebens. Und so brachte leider auch das viel Leid über die Frau. Aber wir sehen, dass Gott hier bestimmte Rollen für die unterschiedlichen Geschlechter vorgesehen hat. Und wir lesen auch, dass es ein Segen sein kann, wenn wir es in rechter Weise tun.“

[51:55] Ein interessantes Zitat, was ich jetzt auch hier gelesen habe, das ist gerade im nächsten Absatz und ich möchte das einfach nur zum Nachdenken geben, was wir heute als Gemeinde zu dem Thema Stellung des Mannes und der Frau stehen. Folgendes: „Im Garten Eden, ihrem Heim, war Eva an der Seite ihres Mannes vollkommen glücklich gewesen. Aber wie die ruhelosen Evas der Gegenwart lebte sie in der hoffnungsvollen Erwartung, in einen höheren Wirkungskreis aufzusteigen, als der war, den Gott für sie bestimmt hatte. Bei dem Versuch, sich über ihre ursprüngliche Stellung zu erheben, fiel sie tief unter sie hinab. Ähnliche Folgen wird erleben, wer seine täglichen Pflichten nicht vorerfüllen will, wie es Gottes Absicht entspricht. Über die Bemühen, Stellungen einzunehmen, für die sie sich gar nicht eignen, sind viele an dem Platz müßig, wo sie zum Segen sein könnten. Dem Verlangen nach einem höheren Wirkungskreis opferte schon manche Frau ihre weibliche Würde und den Adel ihres Wesens. Dabei vernachlässigte sie eben die Aufgabe, für die sie vom Himmel bestimmt ist.“ Und wenn man das so liest, dann erinnert es doch einen auch ein bisschen daran, wie Luzifer gehandelt hat. Er hatte seine Position, seine Stellung von Gott bekommen, aber er wollte darüber hinaus. Und infolgedessen ist er gefallen. Zum Nachdenken.

[53:30] Wir nähern uns dem Ende dieses Studiums. Wir gehen zum ersten Musikkapitel 3 Vers 17 bis 19. Dort lesen wir über die Konsequenzen für den Mann. „Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht um deinet Willen. Mit Mühe sollst du dich davon ernähren, dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen und du sollst das Gewächs des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du gekommen, denn du bist Staub und zu Staub wirst du wieder zurückkehren.“

[54:16] Nun, Gott spricht: „Um deinet Willen habe ich den Erdboden verflucht.“ Die Konsequenz für den Mann war es, dass er unter Mühe und unter Anstrengung den Boden bestellen musste, um sich sein Brot zu verdienen. Wir lesen auf Seite 37 patriarchischen Propheten: „Wenn der Mensch fortan ein Leben voller Mühe und Sorgen führen würde, dann lag auch darin göttliche Liebe. Diese Schule war notwendig, um seiner Sünde willen. Er sollte lernen, seine Begierden und Leidenschaften zu zügeln und sich selbst zu beherrschen. Es gehörte zu Gottes großen Plan, den Menschen aus Verderben und Erniedrigung zu erretten.“ Beschäftigung ist etwas, was uns hilft, den Segen Gottes zu empfangen. Wir lernen darin, unsere Begierden und Leidenschaften zu zügeln und uns selbst zu beherrschen. Deswegen liegt eine Gefahr darin, wenn wir uns heute zu wenig körperlich betätigen. Das ist eine praktische Lehre, die wir auch daraus ziehen können. Wir brauchen Bewegung, wir brauchen Aktivität, denn Müßiggang und Langeweile fördern schlechte Gedanken und führen uns oder lassen uns eher der Sünde nachgeben.

[56:00] Gott sagte: „An dem Tag, da du davon isst, wirst du gewisslich sterben.“ Und an dem Tag, als Adam davon aß und als Eva von der Frucht aß, da wurde das Urteil über sie verhängt. Sie sollten sterben. Dies trat nicht sofort ein, doch wir lesen auch später, dass Adam dann gestorben ist.

[56:28] In 1. Mose Kapitel 3 Vers 21, wir kommen zu unserem letzten Vers, lesen wir: „Und Gott der Herr machte Adam und seine Frau Kleid aus Fell und bekleidete sie.“ Auch in dieser Handlung lag ein symbolischer Wert und eine Prophezeiung in sich. Denn laut Hebräer Kapitel 9 Vers 29 gibt es keine Vergebung ohne Blutvergießen. Und laut Mose Kapitel 3 Vers 17 und Kapitel 17 Vers 11 ist das Leben im Blut. Das heißt, ohne dass ein Leben gegeben wird, kann keine Sünde vergeben werden. Und wir kommen zu dem wohl bekanntesten Vers der Bibel: Johannes Kapitel 3 Vers 16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

[57:37] Gott hat den Menschen so sehr geliebt, dass er seinen Sohn für ihn gab. Und als Gott für den Menschen Kleidung anfertigte und ihm diese gab, dann war das auch ein Symbol dafür, dass Jesus Christus sterben würde und dass nur durch seinen Tod und wir seine Gerechtigkeit empfangen können. Dadurch, dass wir den Tod Jesu für uns in Anspruch nehmen, werden unsere schmutzigen Kleider hinweggenommen und wir bekommen seine reinen weißen Kleider, die seine Gerechtigkeit darstellen. Das möchte Gott und möchte Jesus jeden von uns schenken. Er möchte es uns umsonst geben. Wir brauchen es nur anzunehmen.

[58:32] Wir sehen, dass diese Entscheidung Gott ungehorsam zu sein, zu unermesslichem Leid führte und wir werden das auch in den kommenden oder jetzt im weiteren Verlauf dieses Quartals weiterhin behandeln. Und meine Frage an euch heute ist es: Möchtest du dir vornehmen, aus jedem Wort Gottes zu leben und ihm zu vertrauen in allem, was er uns gesagt und verheißen hat.

[58:58] Wir möchten zum Abschluss noch gemeinsam beten. Herr Jesus, wir danken dir, dass du dieses große Opfer auf Golgatha gebracht hast. Wir danken dir, dass du uns, du den Menschen gleich zu Beginn, wo sie so hoffnungslos in die Zukunft blickten und nicht wussten, was passieren würde, dass du ihnen gleich eine Hoffnung gegeben hast und dass du diese Prophezeiung selbst auf Golgatha erfüllt hast. Herr, wir danken dir, dass wir durch deinen Sieg keine Sklaven der Sünde sein müssen, sondern dass wir Überwinder sein können. Wir danken dir, dass es im Prinzip so einfach ist, dass wir durch den Glauben gerecht sein dürfen. Herr, bitte lehre uns, was das wirklich bedeutet und schenke uns Verständnis für all diese wertvollen Wahrheiten, die du in deinem Wort für uns bereithältst. So bitten wir dich auch im weiteren Studium deines Wortes, das mit deinem Heiligen Geist zu begleiten und zu erfüllen, dass wir in der Lage sind, alles, was du uns zu sagen hast, aufzunehmen und zu verstehen. Habt Dank dafür. Amen.

[1:00:11] So bleibt mir nichts weiteres übrig, als mich jetzt von euch zu verabschieden. Viel Kraft und Gottes Segen auch im weiteren Studium und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. Gottes Segen euch. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft.


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