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Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2016-1st-Nr-7

In dieser Cannstatt Study Hour-Ausgabe mit Andreas Buchholz geht es um die Lehren Jesu im Kontext des großen kosmischen Kampfes. Es wird beleuchtet, wie Jesus selbst sich aktiv in diesen Kampf einbringt und welche Bedeutung er für das Leben jedes Einzelnen hat. Anhand von Gleichnissen wie dem vom Sämann und der Bergpredigt werden praktische Lehren für den Umgang mit Herausforderungen, Sorgen und dem Reichtum des Lebens vermittelt, um ein fruchtbares Leben im Glauben zu führen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q1: Auflehnung und Erlösung

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Transkript

[0:00] Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Cannstatt Study Hour. Heute mit dem Thema 7 aus der Reihe "Auflehnung und Erlösung". Und das Thema heute ist: "Die Lehren von Jesus und der große Kampf". Und ich denke, es ist ein sehr spannendes Thema, gerade die Perspektive von Jesus auf dieses Thema zu hören. Aber bevor wir einsteigen in das Thema, möchte ich uns einladen, dass wir noch einmal beten gemeinsam. Vater im Himmel, danke Herr, dass wir die Möglichkeit haben, jetzt dein Wort zu studieren. Herr, wir wollen all unsere eigenen Gedanken beiseite legen und wir wollen dich bitten, Herr, dass du durch deinen Geist uns führst, meine Worte, unsere Gedanken und dass du jeden von uns, der jetzt über dieses Thema nachdenkt, bereichert wird, gesegnet wird und von dir geführt wird. So, aber dank, dass du dieses Gebet erhörst im Namen Jesu Christi. Amen.

[1:17] Die Lehren von Jesus und der große Kampf. Nachdem wir natürlich schon in den vergangenen Abschnitten auch immer wieder etwas von Jesus gehört haben, beispielsweise letzte Woche über die Versuchung Jesu in der Wüste, so ist es, denke ich, doch noch mal sehr, sehr interessant, ganz konkret herauszugreifen, worüber Jesus selbst gesprochen hat. Der große Kampf. Wir kennen ihn oftmals als die große Metaerzählung, das große Ganze, das riesige Bild, in dem quasi alle Elemente des Glaubens, des Evangeliums eingebettet werden können. Es geht, wenn wir beispielsweise in Daniel 2 hineinschauen, um Weltreiche, die nacheinander sind, um Abläufe, wo gegeneinander gekämpft wird. Es geht um unsichtbare Kämpfe, wie wir beispielsweise in Daniel 10 sehen, wo der Engel zu Daniel kommt und sagt: "Da im Hintergrund passiert ein großer Kampf und Michael hat mir geholfen. Er war derjenige, der mir beigestanden hat." Sprich, auf großer Ebene wird gekämpft und auch beispielsweise in Offenbarung 12 wird dieser große Kampf zwischen Licht und Finsternis beschrieben, in dem gesagt wird, dass es zwei Parteien gibt, zwei Heere, die gegeneinander kämpfen. Auf der einen Seite Satan und sein Heer und auf der anderen Seite Michael, Jesus und sein Heer. Und so kämpfen diese beiden Mächte, Gut und Böse, auf den verschiedensten Ebenen gegeneinander. Das ist, wie gesagt, so in etwa das, was wir immer mit dem großen Kampf bezeichnen, als dem Gesamtbild.

[3:17] Aber es geht natürlich im großen Kampf letzten Endes nicht um Völker oder um nur das große Ganze. Denn wir müssen uns immer vor Augen halten, worum es im Kampf letzten Endes geht. Es geht um die Erlösung eines jeden Einzelnen. Und das sieht man an verschiedenen Bibeltexten. Und wir wollen unser Studium beginnen, indem wir in den Brief des Apostels Petrus gehen und dort in 1. Petrus 5, Vers 8, dort heißt es: "Seid nüchtern und wacht, euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann." Sprich, es ist also dieses Bild eines Löwen, der auf Beutejagd geht. Er lauert, er wartet, er sucht sich vielleicht sogar das schwächste Glied einer Herde heraus und wartet so lange, bis er eine Möglichkeit sieht, dass es vielleicht von der Herde wegläuft, dass er es alleine fangen kann. Und dann jagt er ihm nach, versucht dieses Einzelne umzubringen, zu fressen. Aber es geht nicht nur auf der negativen Seite um jeden Einzelnen, sondern Jesus sagt von sich beispielsweise, dass er der gute Hirte ist. Der gute Hirte, der sein Leben lässt für ein jedes einzelne Schaf. Es geht darum, dass Jesus sogar sagt, wenn er 100 Schafe hat und ein Schaf wegläuft, was macht er? Er verlässt die 99 und jagt dem einen Schaf nach, bis er es gefunden hat und zur eigentlichen Herde zurückgeführt hat. Und so haben wir auf beiden Seiten, vom Bösen her und vom Guten her, dass beides darauf abzielt, jedes einzelne Schaf, jede einzelne Seele, jeden Menschen dazu zu bewegen, wieder zurück zur eigentlichen Herde zu führen. Und so haben wir, wie gesagt, auf diesen zwei Ebenen den großen Kampf. Wir haben es im Großen und Ganzen, aber wir haben es auch auf der ganz persönlichen Ebene, auf der persönlichen Ebene von dir und von mir, dass um uns gekämpft wird. Und ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir das sehen, worum es letzten Endes geht, dass jeder Einzelne zu Gott findet.

[5:38] Dann wollen wir aber ein Stück weit schauen, wie Jesus, was das Verhältnis von Jesus zum großen Kampf ist. Ich denke, es sind natürlich für uns geläufige Konzepte, aber trotzdem ist es gut, zu Beginn dieses Studiums einfach noch einmal darauf einzugehen, wie Jesus zu dem großen Kampf steht. Wir wissen, wir haben eben gerade schon von dem Text gehört aus Offenbarung 12, dass Michael – und wir wissen, wir können das jetzt nicht im Einzelnen studieren – aber Michael, der Erzengel Michael, ist ein Bild für Jesus Christus, dass Michael und seine Engel kämpfen. Von Anfang an, seitdem dieser Kampf im Himmel losgebrochen ist, ist Jesus im Kampf. Dann geht es weiter, dass Jesus, wie wir in Daniel gesehen haben, nicht nur im Himmel gekämpft hat, sondern auch auf der Erde sich um Schlachtfelder kümmert, um Kämpfe, die hinter den Kulissen stattfinden. Wo beispielsweise Engel dem Volk Gottes beistehen im Kampf gegen Feinde, dass Jesus dabei ist und unterstützt. Und manchmal schafft es niemand anders, dem Bösen zu widerstehen, als nur Jesus Christus selbst. Wenn er vorangeht, hat er noch nie verloren. Es mag auch für ihn einen gewissen Kampf geben, weil er sich ja nur auf seine eigenen Prinzipien stützen kann, dass er nicht einfach nur Gewalt anwendet, sondern alles im Prinzip der Liebe. Aber Jesus Christus hat noch keinen Kampf verloren, den er in Angriff genommen hat. Und so sehen wir, dass Jesus nicht nur im Himmel gekämpft hat, sondern auch auf der Erde sich um die verschiedenen Kämpfe kümmert.

[7:30] Und dann sehen wir auch noch weiter, dass Jesus sich natürlich, wie wir alle wissen, auch noch ganz persönlich in diesen Kampf eingebracht hat. Schlagt mit mir beispielsweise auf den Philipperbrief, den Brief des Apostels Paulus an die Philipper. Und dort lesen wir Philipper 2, die Verse 7 und 8. Dort heißt es: "sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seinem äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz." Hier sehen wir, dass Jesus nicht nur von Ferne zugeguckt hat oder vielleicht seine Handlanger geschickt hat, um etwas zu tun. Nein, wir sehen, dass er hinter den Kulissen eingreift, um Dinge zu führen. Aber auch das war ihm noch nicht genug, sondern er hat sich so involviert, wie es für niemand anders überhaupt möglich war. Engel hätten seinen Platz gerne eingenommen. Sie haben ihn angefleht, dass doch sie für ihren Meister auf die Erde gehen könnten und diese Dinge, die ihm bevorstanden, auf sich zu nehmen. Aber allein der Sohn Gottes konnte diese Mission erfüllen und er hat sich hinabgegeben, er hat sich entäußert, er hat seine Gottheit beiseite gelegt, hat die menschliche Gestalt angenommen. Er ist auf die Erde gekommen, um die Mission an vorderster Front zu Ende zu führen, den Kampf bis zum Ende zu kämpfen und durch seinen Sieg allen anderen den Sieg zu geben, die an ihn glauben. Und insofern hat sich Jesus immer und immer mehr selbst in diesen Kampf eingebracht.

[9:30] Aber es kommt zu etwas ganz Merkwürdigem, und das finden wir beispielsweise in Johannes Kapitel 1. Johannes Kapitel 1 und dort die Verse 10 und 11. Johannes Kapitel 1, Verse 10 und 11 sagen: "Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf." Das muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen. Der Schöpfer des Universums, der Besitzer aller Dinge, kommt in sein Eigentum, erniedrigt sich so sehr, macht sich schmutzig, begibt sich selbst in Gefahr, aber die Seinen nehmen ihn nicht auf, sie erkennen ihn nicht. Sie wissen nicht, was sie wirklich mit ihm anfangen sollen. Sie haben auf einen anderen Erlöser gewartet. Sie haben auf einen gewartet, der mit weltlichen Methoden arbeitet, der mit Gewalt kämpft, der siegreich ist, der ein irdisches Reich aufrichtet. Aber der Messias, der letzten Endes gekommen ist, hat ein ganz anderes Bild verkörpert. Jesus wurde von seinem eigenen Volk nicht erkannt. Und so sehen wir, was auch Teil der Mission Jesu auf jeden Fall ist, dass er mit seinem Volk so umgeht, dass sie ihn kennenlernen, dass sie ihn erkennen und dass sie ihm nachfolgen wollen, dass sie Gemeinschaft mit ihm pflegen wollen. Das ist Teil des großen Kampfes und Jesus Christus engagiert sich an jeder Stelle dieses großen Kampfes mit diesem Ziel, dass Menschen zurückgeführt werden, dass sie erkennen, wer ihr Schöpfer ist und dass wir als Geschöpfe erkennen, dass wir abhängig von Gott sind, dass Gott nur das Beste für uns will und dass seine Prinzipien wahres Leben für uns bedeuten und dass ohne ihn nur Tod auf uns wartet. Das ist die Mission, die Jesus in Angriff genommen hat.

[11:48] Und jetzt wollen wir einfach einmal direkt in die Thematik einsteigen, was Jesus alles gesagt hat. Natürlich ist das nur eine ganz kleine Auswahl. Die Evangelien sind ja voll von Beschreibungen und es geht ja nicht nur um die Evangelien, weil im Timotheusbrief steht ja beispielsweise, dass die ganze Schrift von Gott eingegeben ist. Jesus als das Wort Gottes. Er hat die Bibel inspiriert und will uns durch die Bibel, durch die komplette Schrift etwas weitergeben. Aber wir wollen uns jetzt ein paar Gleichnisse raussuchen, in denen Jesus ganz bestimmte Dinge angesprochen hat. Und ich hoffe, dass wir mit ganz frischen Augen noch einmal auf diese Gleichnisse schauen, um daraus zu lernen, es nicht einfach nur wieder einmal zu lesen, sondern zu verinnerlichen, was Jesus Christus, der, wie wir gesehen haben, dem es ein sehr großes Anliegen war, dass dieser große Kampf über dich und mich richtig ausgefochten wird, dass wir eine faire Chance haben in diesem Kampf zu bestehen und dass wir ihn erkennen und ihm nachfolgen wollen. Und so lasst uns daraus lernen, was Jesus zunächst einmal aus dem Gleichnis von dem Sämann uns mitteilen möchte.

[13:05] Schlagen wir dazu auf Matthäus Kapitel 13. In Matthäus Kapitel 13 lesen wir erstmal das Gleichnis in den Versen 3 bis 9. Dort heißt es: "Und er redete zu ihnen vieles in Gleichnissen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen. Und als er säte, fiel etliches an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. Anderes aber fiel auf den steinigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und es ging sogleich auf, weil es keine tiefe Erde hatte. Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzeln hatte, verdorrte es. Anderes aber fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen auf und erstickten es. Anderes aber fiel auf das gute Erdreich und brachte Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig und etliches dreißigfältig. Wer Ohren hat zu hören, der höre." Und es ist natürlich an diesem Gleichnis sehr interessant, dass wir nicht nur das Gleichnis haben, denn hier heißt es dann weiter, dass die Jünger nicht so richtig verstanden haben, was Jesus mit diesem Gleichnis sagen wollte. Und deswegen fragen sie ihn, warum er überhaupt in Gleichnissen redet. Und Jesus geht darauf ein, erklärt erstmal ein bisschen, warum er das macht. Und dann aber haben wir in den weiteren Versen, ab Vers 18, eine Auslegung von Jesus selbst. Und die wollen wir uns jetzt einfach einmal anschauen und daraus lernen, was Jesus selbst über dieses Gleichnis sagt. Ab Vers 18 heißt es: "So hört ihr nun das Gleichnis vom Sämann." Und wie gesagt, es geht um diese vier Kategorien von Samen, der ausgesät wird auf unterschiedliche Arten von Boden. Und jetzt wollen wir diese einzelnen Arten von Boden etwas analysieren.

[15:13] Die erste Art heißt es hier, ab Vers 19: "So oft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem an den Weg gestreut war." Und es ist interessant zu sehen, dass alleine durch das Aussäen, durch das Hören, wie Jesus sagt, schon etwas ins Herz dringt. Der erste Schritt ist, dass man etwas hört. Und wenn wir es gehört haben, dann versucht es schon, in uns zu wirken. So hat Gott uns gemacht, dass wir darüber nachdenken, dass in unserem Herzen – und wir wissen ja, dass das Herz nicht der Muskel ist, der sich hier in unserer Brust bewegt, sondern es ist unser Denken, unser Charakter, unser Verstand. Und wir bewegen die Gedanken auf unserem Herzen, in unserem Verstand, und es bewirkt schon etwas. Aber was Jesus sagt, ist, wenn es nur dort ein kleines bisschen verweilt, hat es noch nicht wirklich etwas gewonnen. Und so sind die meisten Menschen auf dieser Welt, die Gott nicht kennen. Bei ihnen ist es so, dass zwar jede Botschaft, jede Nachricht, jedes Prinzip, jedes göttliche Prinzip, was sie hören, auch in ihr Herz dringt. Aber sie wissen damit nichts anzufangen. Sie kennen ja Gott nicht. Sie wissen nicht genau, was sie mit den ganzen wunderbaren Prinzipien tun sollen oder dass sie wichtig sind. Und so ist es ein leichtes, dass Satan, der ja nicht will, dass irgendwelche Samen Wurzeln fassen und aufgehen und Frucht bringen, deswegen sieht er: Aha, das ist nur etwas, wo es nicht wirklich tief reingeht, wo es zertreten werden kann, wo es leicht geraubt werden kann. Also stürzt er sich sehr schnell drauf und nimmt es weg.

[17:27] Aber interessant ist, dass man da wahrscheinlich noch nicht aufgeben sollte, denn es kann ja sein, dass an die gleiche Stelle, in den gleichen Boden, mehrere Samen gesät werden. Und je häufiger der Samen gesät werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass doch etwas passiert, dass es nicht so sein muss, dass immer der gute Samen geraubt wird, sondern dass die Pflanze aufgehen kann und Frucht bringen kann. Es muss gesät werden, immer und immer wieder. Und es muss bewässert werden, immer und immer wieder. Und es mag sein, dass es oftmals geraubt wird, aber Gott gibt jedem Menschen die Chance, dass er die Möglichkeit hat, darauf zu reagieren, was Gott ihm anbietet.

[18:12] Dann lesen wir weiter die zweite Gruppe von Menschen, ab Vers 20: "Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden aufnimmt. Er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch. Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht und das um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoß." Und das ist etwas, was leider auch relativ häufig passiert, dass man vielleicht doch erkennt, dass an dem Evangelium etwas Schönes ist, dass da etwas ist, was attraktiv ist, dass man sieht, dass es gute Prinzipien sind und man fühlt sich bereichert, man fühlt sich gesegnet und man fühlt sich dahin gezogen, nach diesen Prinzipien zu leben. Die Sache ist nur, dass einem Christen nicht verheißen ist, dass er immer nur schönes Wetter erlebt, dass es immer nur ein leichtes Leben ist, dass wir immer nur Friede, Freude, Eierkuchen haben, dass es nicht immer so ist, dass wir von freundlichen Menschen umgeben sind, von leichten Situationen. Ganz im Gegenteil. An vielen, vielen Stellen in der Bibel spricht Gott genau von dem Gegenteil. Wir werden aber auch noch sehen, warum. Beispielsweise sagt es in Jakobus 1, ab Vers 2: "Im Übrigen, ihr Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung geratet." Freut euch darüber, wenn Schwierigkeiten auf euch zukommen. Und er sagt auch, warum. Er sagt, die Bewährung, das Ausharren bringt euch zu etwas, gibt euch eine Erfahrung, die ihr sonst niemals machen könntet. Und das müssen wir auch allein schon so sehen. Rein theoretisch, ganz am Anfang, als Adam und Eva gesündigt haben, hätten sie nicht im Garten Eden bleiben können? Was sagt Gott? Er hat den Ackerboden und die Welt weswegen verflucht? Um des Menschen willen. Um des Menschen willen heißt, weil es zum Besten für den Menschen ist, hat er die Erde verflucht. Dadurch sehen wir, dass Dornen und Disteln nicht zum ursprünglichen Plan gehört haben, sondern eine negative Auswirkung waren der Sünde. Nur dadurch, dass manchmal Schwierigkeiten auftreten, können wir erkennen, dass der Zustand, in den wir geraten sind, dass der Zustand, in den die Welt geraten ist, nichts Gutes ist. Nichts ist, womit wir uns zufrieden geben sollten auf Dauer. Gott hat den Erdboden um des Menschen willen verflucht.

[21:09] Und es gibt noch weitere Situationen, weitere Bibeltexte, wo auch noch über ähnliche Sachen gesprochen wird. Wenn wir beispielsweise weiterhin in Matthäus bleiben, lesen wir in Matthäus 18 einfach mal den Vers 7. Dort heißt es: "Wehe der Welt wegen der Anstöße zur Sünde. Denn es ist zwar notwendig, dass die Anstöße zur Sünde kommen, aber wehe jenem Menschen, durch den der Anstoß zur Sünde kommt." Anstoß zur Sünde, was heißt das? Werden wir einfach mal ganz praktisch. Anstoß zur Sünde kann beispielsweise heißen, dass ich dir gegenüber ungeduldig bin oder dass ich dich anschreie oder dass ich unfreundlich zu dir bin. Es ist ein Anstoß zur Sünde. Warum? Weil es ganz natürlich ist für uns als gefallene Menschen, auf negative Dinge negativ zu reagieren. So wie es in den Wald reinruft, so ruft es raus. Aber was sagt Jesus? Wir sollen unsere Feinde lieben oder hassen? Natürlich lieben. Sprich, Liebe würde sagen: Okay, er ist unfreundlich zu mir, aber ich richte mich nicht nach ihm, sondern ich richte mich nach Gott. Gott sagt, ich soll und ich kann in der Situation Liebe zurückgeben, wo er mir vielleicht Hass gibt. Und so mag ich dir vielleicht einen Anstoß zur Sünde sein, indem ich vielleicht unfreundlich bin und du darauf reagierst.

[22:45] Aber was sagt der Text hier? Es ist ganz interessant. Es sagt, es ist notwendig. Es gibt keine andere Wahl. Es muss so sein, dass Anstöße zur Sünde kommen. Ja, wie sollen wir das jetzt verstehen? Heißt das, Gott will, dass wir sündigen? Nein, natürlich nicht. Anstöße zur Sünde müssen kommen, damit wir immer und immer wieder Gelegenheiten haben, zu überwinden. Und wir wissen aus den Sprüchen, dass der Gerechte viele Male fällt, aber immer wieder aufsteht. Er fällt wieder, aber er steht auf. Das sind diese Anstöße zur Sünde, die immer und immer wieder kommen müssen, damit wir uns selbst prüfen können. Weil manchmal verlassen wir uns so stark auf uns selbst. Wir denken, naja, das Prinzip, was ich gerade in der Bibel gelesen habe, das ist so schön. Die Feinde zu lieben ist super. Ich will das auf jeden Fall tun und ich fühle mich selbst sicher. Und dann kommt mein Nächster und ist mir ein Anstoß zur Sünde und sehr schnell bin ich schon wieder gefallen. Es müssen Anstöße zur Sünde kommen, damit ich weiß, was in meinem Herzen wirklich ist. Damit ich aus dieser Not heraus zu Gott komme und ihn bitte: Herr, hilf mir, wenn das nächste Mal das auftritt, hilf mir, dass ich im Gebet mit dir verbunden bin, dass du mir einen Ausweg zeigen kannst. Weil du wirst mich nicht über mein Vermögen hinaus versuchen, sondern du wirst mit der Versuchung auch den Ausweg zeigen. Du wirst mir die Kraft geben. Ich mag vielleicht mich immer mal wieder auf mich verlassen, aber letzten Endes werde ich mich an dich halten können, weil du es zugesagt hast, weil du mir beistehst.

[24:35] Jesus Christus weiß, was wir für Kämpfe durchleben müssen. Wir haben ja gerade letzte Woche gesehen, dass Jesus selbst viele, viele sehr starke Prüfungen durchlebt hat, als er auf der Erde war. Er ist unser Hoherpriester. Er tritt für uns ein. Er weiß, was es wirklich ausmacht, im Kampf zu stehen, versucht zu sein. Und er hat uns Hilfe zugesagt. Alle Dinge, die uns geschehen, auch die Anstöße zur Sünde, die scheinbar negativen Dinge, wo wir manchmal nicht verstehen, warum sie kommen, hat Gott in unseren Weg gelegt, weil er ein Ziel damit hat. Und so ist es halt in dieser Sache, in dem Text in Matthäus, dass man, wenn wir einfach noch mal zurückgehen, in Matthäus 13, wenn man zu denjenigen gehört, die zwar Gefallen am Evangelium haben, aber nicht verstanden haben in der Fülle, dass auch mit dem Evangelium Prüfungen kommen, um uns zu überwinden? Nein, aber um uns zu zeigen, um uns zu lenken und in rechter Weise zum Ziel zu führen. Wir müssen akzeptieren, dass alles, was Gott uns vorlegt, zu unserem Besten ist, egal was es ist. Aber es gibt leider doch viele Menschen, die gerade in solchen Situationen sich entmutigen lassen. Das ist es, was der Feind erreichen will. Aber ich ermutige uns, dass wir, wenn wir in solchen Situationen stehen sollten, dass wir lernen, immer und immer wieder Gott zu vertrauen, dass er es gut mit uns meint und uns durchtragen wird.

[26:33] Es gibt noch weitere Gruppen von Menschen. Und die dritte Gruppe lesen wir, über die dritte Gruppe lesen wir in Vers 22. "Unter die Dornen gesät, aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort und es wird unfruchtbar." Ich denke, als erstes müssen wir festhalten, dass alles, was bereits Gewachsenes erstickt, schlecht ist, oder? Alles, was das Wachstum, was der Same des Evangeliums in unserem Herzen schon bewirkt hat, alles, was das erstickt und zunichte macht, ist per Definition nicht gut. Es ist natürlich leichter gesagt, in der Theorie klingt das immer so wunderbar, aber Jesus spricht hier ja ganz konkret zwei Dinge an. Sicherlich gibt es noch mehr, aber diese zwei Dinge sind schon mal zwei sehr wichtige, die Jesus auch gerade in Matthäus in der Bergpredigt beispielsweise intensiv anspricht. Er sagt beispielsweise in Matthäus 6, Matthäus 6, ab Vers 25, ein schöner Abschnitt, den wir uns zu Herzen nehmen sollten, den wir mehrmals lesen sollten, gerade wenn wir mit diesem Punkt Probleme haben. Matthäus 6, ab Vers 25 sagt: "Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an, sie säen nicht und sie ernten nichts, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber kann von euch durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzufügen? Warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht und sie spinnen nicht. Und ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen oder was werden wir trinken oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden. Aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden. Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage."

[29:41] Jesus macht klipp und klar, dass Sorgen nichts bringen. Er zählt viele Dinge auf des alltäglichen Lebens, Dinge, die wir wirklich brauchen. Wir brauchen Nahrung, wir brauchen Kleidung, wir brauchen alles, was er aufzählt. Und trotzdem sagt er, es lohnt sich nicht, sich Sorgen darüber zu machen. Gott kümmert sich um jede Blume, um den Spatzen, der vom Himmel fällt. Alles hat er in seiner Hand und wir vertrauen ihm nicht, dass er sich um uns kümmern kann. Und so sagt er, diese dritte Gruppe von Menschen, bei ihnen mag alles so weit gut laufen. Sie mögen gläubige Christen sein, sie mögen Jesus nachfolgen, aber Sorgen kommen in jedermanns Leben hinein und es ist entscheidend, wie wir mit diesen Sorgen umgehen. Jesus versteht uns, er weiß, wo unsere Sorgen herkommen und er würde nie schlecht über uns denken, nur weil Sorgen aufkommen. Aber trotzdem will er für uns einen Ausweg haben. Er verurteilt uns nicht, weil Sorgen aufkommen, sondern er wünscht sich, dass wir mit den Sorgen so umgehen, dass wir ein freies Leben haben können, dass wir sorgenfrei leben können. Heißt das wiederum, dass es ein Leben ohne Schwierigkeiten ist? Nein. Ich denke, es ist klar, was wir vorher uns Gedanken gemacht haben, dass wir Schwierigkeiten sein müssen zu unserem Besten. Aber Schwierigkeiten zu haben und sich Sorgen zu machen, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ja, Schwierigkeiten werden kommen, aber die Sorgen dürfen wir auf ihn legen. Wir dürfen sie ganz getrost ablegen, ihm abgeben und sagen: Herr, ich kann es alleine nicht tragen, aber du bist der große Lastenträger, du bist derjenige, der mit diesen Dingen wirklich umgehen kann und du hast eine wahrhafte Lösung, die dauerhaft ist. Das Evangelium macht das Leben eines Christen, wenn er es annimmt, wie es ist und sich keine Sorgen macht, deutlich leichter. Es mögen Schwierigkeiten sein, aber der Umgang ohne Sorgen ist das, was uns wirklich glücklich machen kann.

[32:22] Er spricht aber auch noch an, dass es, wenn wir wieder zurückgehen zu Matthäus 13, dass es nicht nur die Sorgen sind, die dieser dritten Gruppe Probleme bereiten, sondern es ist auch der sogenannte Betrug des Reichtums. Betrug und Reichtum. Ist Reichtum an sich etwas Schlechtes? Nein. Es gibt viele, viele gläubige Menschen in der Bibel, die durchaus zu Wohlstand und sogar Reichtum gekommen sind. Wohlstand und Reichtum ist nicht das Problem, sondern der Betrug des Reichtums. Was ist der Betrug des Reichtums? Und da sind es auf den ersten Blick für mich zumindest zwei Elemente. Das erste ist das, was Jesus in Matthäus 6 anspricht. Wir gehen wieder zurück zur Bergpredigt, weil wir sehen, dass Jesus gerade in dieser Bergpredigt viele, viele Dinge zu sagen hat, die unser alltägliches Leben wirklich betreffen. Und wenn wir uns danach richten, dass es uns guttun kann. Matthäus 6, die Verse 19 bis 21. "Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten oder der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch viel mehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein." Sprich, Reichtum, wie gesagt, ist nicht das Problem. Aber wenn der Reichtum zu unserem Schatz wird. Jesus spricht hier davon, dass jeder Mensch einen Schatz braucht. Etwas, was er für wertachtet, wo er nachstrebt, was er als Ziel vor Augen hat. Und was sagt er? Trachtet nicht nach den irdischen Dingen, nach den Dingen, die materiell sind, die vergehen werden. Die ganze Erde wird in Feuer gereinigt werden. Es wird nichts mehr von dem erhalten sein, was hier an materiellen Sachen gewesen ist. Und so sagt Jesus: Du brauchst einen Schatz, aber der Schatz soll nicht hier von dieser Erde kommen, sondern der Schatz soll im Himmel sein. Wir sollen uns hier auf der Erde Schätze sammeln für den Himmel. Für uns soll der Himmel das Ziel sein. Für uns soll es das Ziel sein, dass alles, was mit Gott zu tun hat, unsere Motivation ist. Wir brauchen einen Schatz, aber es ist die Wahl des Schatzes, die den Unterschied macht: Ewiger Schatz oder irdischer und vergänglicher Schatz.

[35:20] Und es gibt noch einen anderen Aspekt des Reichtums. Was macht den Reichtum denn sonst noch aus? Oder was macht den Betrug des Reichtums noch aus? Reichtum kann nämlich etwas sein, was uns leicht dazu verführt, uns Sicherheit zu vermitteln. Aber kann uns Reichtum Sicherheit geben? Wenn wir Jesus hier in der Bergpredigt noch einmal zitieren, dann sagt er: Reichtum kann vergehen, es kann verrosten, verrotten, es kann beiseite getan werden, es kann geraubt werden, nutzlos gemacht werden. Sprich, Sicherheit bekommen wir nur an einer einzigen Stelle und das ist bei Gott selbst. Gott ist unsere Sicherheit, unsere Garantie, dass wir ein Leben haben können, ein Leben in Fülle. Die Sicherheit, die wir auf dieser Erde erfahren können, wird dann zum Problem, wenn wir es als höheres Ziel haben, als Sicherheit bei Gott zu finden. Und so sagt Jesus: Sich Sorgen zu machen und der Betrug des Reichtums, das heißt, dass wir in dem Reichtum unseren Schatz sehen oder in dem Reichtum unsere Sicherheit sehen, das wird bei vielen Menschen zu dem Problem, dass sie zwar mit Gott schon eine Weile gehen, eine Beziehung mit ihm haben, viele Prinzipien schon implementiert haben, aber dann kommen die Dornen und Disteln und auf einmal sind wir überwältigt von den Sorgen. Sind wir überwältigt von dem, wovon wir uns abhängig machen. Jesus gibt uns Prinzipien mit auf den Weg, wie wir, wenn wir in dieser Kategorie sein sollten, nicht fallen müssen, sondern bei Gott bleiben können. Dass der Same weiter in unser Herz eingepflanzt wird, dass unser Boden weiterhin ein fruchtbarer Boden sein kann, wenn wir in ihm den Schatz suchen, in ihm unsere Sicherheit suchen und darauf hoffen, dass er derjenige ist, der uns bis ans Ende führen kann, dass wir uns keine Sorgen machen müssen.

[37:33] Nachdem wir jetzt drei Kategorien von Böden besprochen haben, die nicht bis zur vollen reifen Frucht getragen haben, dann gibt es aber auch noch diese Kategorie, und das ist es, wonach wir streben sollten. Die letzte Kategorie wird in Matthäus 13 in Vers 23 gesprochen: "Auf das gute Erdreich gesät, aber ist es bei dem, der das Wort hört und versteht, der bringt dann auch Frucht. Der eine trägt hundertfältig, ein anderer sechzigfältig, ein dritter dreißigfältig." Jesus wünscht sich, dass wir Dinge, die wir aufnehmen. Wir haben gesehen bei der ersten Kategorie von Menschen, allein schon das Hören lässt den Samen in unser Herz kommen. Es kommt schon etwas in uns hinein, aber Jesus will, dass es nicht dabei bleibt, sondern er will, dass dieser Same auf gutem Boden trifft, dass es da bleibt, dass wir nicht nur hören, sondern wie er hier sagt, dass wir es auch wirklich verstehen. Aber auch das Verstehen reicht noch nicht aus. Nach dem Verstehen kommt das Umsetzen, nach dem Verstehen kommt die Frucht. Was ist die Frucht? Der Same ist das Evangelium. Der Same ist das, was Gott als Prinzipien in uns hineinlegen möchte, dass wir ganz natürlich nach diesen Prinzipien leben. Denn ein Abweichen von diesen Prinzipien ist Sünde, bringt den Tod. Und Gott möchte uns Leben geben. Und er wünscht sich, dass nach dem Hören, Erkennen und Verstehen die Frucht in unserem Leben kommt.

[39:34] Was ist die Frucht? Die meisten von uns kennen diesen Text, Galater 5. Und trotzdem lohnt es sich, auch in diesem Kontext einfach noch mal diesen Text aufzuschlagen und ihn auf uns wirken zu lassen. Galater 5, und dort der Vers 22. Da heißt es: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung." Gott wünscht sich, dass diese Art von Frucht in unserem Leben aufgeht. Denn alles, was nicht diese Frucht wäre, ist Sünde, führt zum Tod. Und so wünscht sich Gott, dass all diese Früchte in unserem Leben wachsen, dass sie zum Vorschein kommen. Dass dadurch, dass viele Menschen diese Früchte haben, wir auch aneinander Freude haben können, dass wir uns ermutigen können, dass wir langmütig miteinander sind, dass wir Liebe füreinander haben. Ich würde gerne in so einer Gesellschaft schon auf dieser Erde wohnen, aber ich freue mich, dass im Himmel diese Gemeinschaft herrschen wird unter allen existierenden Lebewesen. Jeder wird nach diesen Prinzipien leben. Und ich denke, es ist etwas Erstrebenswertes, schon hier danach zu trachten.

[41:09] Die Lektion spricht aber auch noch ein weiteres Gleichnis an. Deswegen gehen wir wieder zurück zu Matthäus 7. Es ist wieder die Bergpredigt. Wir springen oftmals hin und her, aber ich denke, dadurch können wir auch Gewinn davontragen, wenn wir verschiedene Aussagen miteinander vergleichen und sich das Ganze ergänzt, dass wir ein Gesamtbild ergeben, dass wir lernen, was Gott insgesamt durch die ganze Schrift sagen will. Jetzt lesen wir Matthäus 7, ab Vers 21. "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jedem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweißsagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen. Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, dem will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an diesem Haus stießen, fiel es nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird mit einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stießen, da stürzte es ein und sein Einsturz war gewaltig."

[42:55] Jesus sagt, den Unterschied in diesem Gleichnis hier macht das Ganze, ob jemand etwas tut oder nicht tut. Um in den Worten des vorherigen Gleichnisses zu sein, es kommt darauf an, dass Frucht in unserem Leben ist. Wie ist es nun? Müssen wir uns irgendetwas erarbeiten? Müssen wir etwas tun, um uns etwas zu verdienen? Ich hoffe, dass wir alle diesen Irrglauben weit von uns stoßen, dass wir nichts damit zu tun haben wollen, dass wir uns etwas verdienen könnten. Wir wissen, dass aus uns heraus nichts Gutes kommen kann, es sei denn, Gott wirkt in uns. Und trotzdem sagt hier an der Stelle dann Jesus in der Bergpredigt, er selbst sagt: Wenn du nur hörst und erkennst, aber nicht tust, wenn du hörst und erkennst, aber keine Frucht bringst, bist du ein törichter Mann. Und wenn Schwierigkeiten kommen, wenn Anfeindungen kommen, wenn Anstöße zur Sünde kommen, wirst du hinweggefegt. Und Jesus möchte uns davor bewahren und deswegen sagt er uns diese ernsthaften Worte: Tut diese Dinge, tut es, setzt es um, implementiert es in eurem Leben, damit ihr nicht davon gerissen werden müsst von den Schwierigkeiten und Problemen.

[44:43] Und wenn wir uns noch einmal vor Augen halten, was wir in Galater 5, 22 gelesen hatten: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Friede, Freude, Geduld, Sanftmut." Das sind doch überwiegend Dinge, wo es etwas Aktives zu tun gibt. Wie gesagt, wir haben vorhin schon mal darüber gesprochen, wenn ich dir einen Anstoß zur Sünde bin, indem ich ungeduldig bin oder böse auf dich, laut dich anschreie, dir gegenüber sündige, dann musst du trotzdem in der Lage sein, etwas zu tun, was du aus dir heraus nicht tun kannst. Wir brauchen Jesus Christus als unseren Erlöser, damit er uns in den Alltagsdingen hilft, etwas zu tun. Warum will er, dass wir dieses tun? Und ich hoffe, dass wir das wirklich verstehen. Er will, dass wir es tun, damit wir Leben haben. Er möchte nicht, dass wir uns selbst kaputt machen, dadurch, dass wir nicht seine Prinzipien ausleben und tun. Jesus vergleicht denjenigen, der nur hört und versteht, aber nicht danach tut und handelt, mit einem törichten Mann, dessen Haus auf Sand gebaut ist. Lasst uns unser Haus auf ein festes Fundament stellen. Lasst uns unser Haus absichern, indem wir auch das ausleben und tun, was Gott uns an Prinzipien mitgibt.

[46:38] Jetzt haben wir ein paar Dinge angesprochen. Es gibt auch in der Lektion noch ein paar andere Sachen, die angesprochen sind, ganz praktischer Natur, beispielsweise, dass wir nicht richten sollen. Warum sollen wir nicht richten? Weil es uns selbst schaden würde. Es würde uns selbst schaden, wenn wir andere richten. Weil wir uns selbst zu Gott machen, was wieder ein Prinzip des Bösen ist, was wieder Sünde ist, was wieder zum Tod führt. Und so wünscht sich Gott, dass wir nicht richten, dass wir nicht versuchen, in unserem Unterbewusstsein Gott zu spielen. Und es gibt weitere und weitere und weitere Prinzipien. Und ich wünsche mir von Herzen, dass wir ganz praktisch werden, dass wir versuchen, beispielsweise einfach nur mal die Bergpredigt noch einmal zu lesen und ganz konkret darauf zu achten, was wären es für Sachen, die Jesus uns rät, dass wir sie tun sollen. Wie gesagt, wir haben vorhin etwas länger darüber gesprochen, dass wir uns keine Sorgen machen sollen. Leichter gesagt als getan. Und ich denke, jeder weiß, dass es manchmal nicht so einfach ist.

[48:01] Aber wie gehen wir damit um? Wie reagieren wir darauf, was Gott, was Jesus Christus uns hier beispielsweise in der Bergpredigt sagt? Willst du es abhaken als sowieso nicht erreichbar? Willst du dich damit zufrieden geben, es vielleicht nur manchmal zu schaffen? Sich keine Sorgen zu machen, ist etwas, was wir üben müssen, was wir immer wieder probieren müssen. Aber nicht nur das Sorgen machen. Es gibt so viele Dinge, die wir lernen müssen, ganz praktisch in unserem Leben umzusetzen.

[48:49] Jesus Christus ist derjenige, der von Anfang an in diesem großen Kampf alles dafür getan hat, alles dafür eingesetzt hat, damit du und ich von unserer fleischlichen Natur errettet werden können. Dass wir lernen, ganz praktisch unser Leben nach Gottes Prinzipien auszurichten. Denn nach Gottes Prinzipien sich auszurichten und zu leben, heißt wahres Leben, heißt ewiges Leben. Und Jesus Christus ist nicht fern geblieben und hat nur vielleicht gute Prinzipien auf den Weg gegeben oder hier und da ein bisschen eingegriffen. Er hat sich an die vorderste Front gestellt, um diesen Kampf über deine Seele und über meine Seele zu kämpfen. Und er gibt dich nicht auf und er gibt mich nicht auf, bis wir entweder ihn von uns stoßen und sagen: Wir wollen mit dir nichts zu tun haben, oder bis wir ihn angenommen haben, dass er in uns lebt. Die Hoffnung der Herrlichkeit, dass er derjenige ist, der wahrhaft unser Herr in unserem Leben ist. Dass wir uns nicht nach Menschen ausrichten, nicht nach Umständen ausrichten, sondern nach ihm und seinem Wort, nach den Prinzipien des Lebens. Jesus Christus hat alles dafür eingesetzt, dass der Kampf über uns gewonnen wird. Und ich lade uns alle ein, dass wir darauf antworten, indem wir nicht nur hören und Dinge verstehen und erkennen, sondern dass wir umkehren und mit seiner Hilfe lernen, Dinge zu tun. Seine Prinzipien, die zum Leben führen. Gott segne uns dabei. Amen.

[50:35] Lasst uns noch einmal zum Abschluss miteinander beten.

[50:41] Vater im Himmel, danke Herr, dass du alles vorbereitet hast, dass wir Menschen befreit werden können, dass wir Menschen wieder zurückgeführt werden können zu dir, zu deinem Volk. Danke Herr, dass Jesus Christus von Anfang an in diesem Kampf gekämpft hat, für uns. Dass er sich aber nicht nur damit begnügt hat, Impulse zu setzen, sondern er ist Mensch geworden und hat diesen Kampf bis aufs Äußerste gekämpft. Aber wir haben immer wieder gesehen, dass Jesus siegreich geblieben ist. Hilf uns, oh Vater, dass wir mit seiner Hilfe, mit seinem Beistand, mit der Gabe seines Geistes auch bestehen können in diesem Kampf. Wir sind schwache Wesen, Herr. Du weißt das besser als wir. Wir vergessen es manchmal und verlassen uns noch auf uns selbst. Aber Vater im Himmel, wir wollen lernen, uns nur noch von dir abhängig zu machen. Wir wollen lernen, nach deinen Prinzipien zu leben. Ermutige uns, Herr, dass wir wirklich das Gelernte auch in die Tat umsetzen, dass wir in unserem Leben die Frucht des Geistes erleben können. Dir zur Freude und uns zum Leben. Und wir danken dir, Herr, dass du uns führen wirst in dieser Richtung. Wir beten alles im Namen Jesu Christi. Amen.

[52:22] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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