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In diesem Vortrag von Christopher Kramp wird die prophetische Bedeutung von Daten in der Bibel beleuchtet, insbesondere das letzte prophetische Datum vor der Wiederkunft Jesu. Es wird erklärt, wie die Reinigung des himmlischen Heiligtums und das Gericht mit diesem Datum verbunden sind. Der Vortrag betont die Wichtigkeit von Jesus als unserem Fürsprecher und Richter und wie die Bibel zeigt, dass unser Leben im himmlischen Gericht vollständig offenbart wird.

In diesem Vortrag von Christopher Kramp wird das Datum 1844 als letztes prophetisches Datum in der Bibel beleuchtet. Es wird erklärt, dass dieses Datum nicht die Wiederkunft Jesu markiert, sondern den Beginn der Reinigung des himmlischen Heiligtums und des Gerichts. Der Vortrag geht auf die Bedeutung dieses Gerichts für jeden Einzelnen ein und betont die Rolle Jesu als Fürsprecher und Richter.


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Serie: Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)

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Transkript

[0:00] Meine wunderschönen guten Abend für alle, die später dazugekommen sind oder sich später eingeschaltet haben. Schön, dass Sie dabei sind. Und ja, manchmal ist weniger mehr, nicht wahr? Und wir werden heute auch ein sehr gewichtiges Thema studieren, ein wirkliches Schwergewicht in der biblischen Prophetie sozusagen. Und wir haben es überschrieben mit: Das Datum. Wenn es um den Weltuntergang geht, dann geht es ja auch immer um Daten, nicht wahr? Eines der berühmten Daten, das momentan durch die Welt hindurch schwirrt, ist ja dieses Datum, das ist der 12.12.2012. Und wir haben gesehen, wie viel kann man darauf vertrauen? Null. Es wird wohl nichts passieren, außer dass die Sonne aufgeht und die Sonne wohl auch wieder untergehen wird, nach all dem, was wir bisher wissen können, denn niemand hat jemals was dazu prophezeit, die Mayas auf keinen Fall. Aber heute wollen wir nicht so sehr über dieses Datum sprechen, auch nicht über die anderen Daten, die bisher gesetzt worden sind für den vermeintlichen Weltuntergang, sondern wir wollen über ein ganz spezielles Datum sprechen, das letzte Datum, das wir in der biblischen Prophetie finden. Und wir haben ja schon einige Daten kennengelernt, als wir Daniel 2 und Daniel 7 und Daniel 8 und Daniel 9 studiert haben in den letzten Tagen. Und bevor wir in unser Thema gehen, würde ich gerne ein kurzes Gebet sprechen und dann mit einem kleinen Quiz beginnen. Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für den Abend und für die Gelegenheit, jetzt dein Wort zu studieren. Bitte schenke uns deinen Heiligen Geist, gib, dass wir verstehen, was du uns sagst und sei du in unserer Mitte. Amen.

[1:55] Ein kleines Wiederholungsquiz über das, was wir bisher in der Prophetie gelernt haben. Wir haben angefangen mit einer Statue in Daniel Kapitel 2, und diese Statue hatte verschiedene Metalle. Das Haupt war aus Gold, und dann hatten wir die Brust aus Silber, und dann hatten wir Bronze, und dann waren die Beine aus Eisen und die Füße waren aus Eisen und Ton. Jetzt geht einfach los: Und dann haben wir gesagt, dass all diese Metalle auch was darstellen? Weltreiche, Königreiche. Das Gold stand für Babylon, und dann kam Medo-Persien, und dann kam Griechenland, und dann kam Rom, und dann kam das geteilte Europa. Aber wir haben auch gesagt, Kirche und Staat sind eigentlich auch mit gemeint, der mittelalterliche Kirchenstaat. Frage in Daniel 7: Wie wurde Babylon dargestellt in der nächsten Prophezeiung? Nicht mehr als Gold, sondern als Löwe mit... mit was für Flügeln? Adlerflügeln. Wie viele? Zwei. Zwei Adlerflügel. Und mit diesem Löwen ist etwas passiert, was ist mit ihm passiert? Er kam aus dem Wasser, das stimmt, das war mit allen Tieren. Und der Löwe hat sich aufgerichtet, das stimmt. Und... die Flügel wurden ihm abgenommen und er bekam ein menschliches Herz. Wir werden nächstes Wochenende noch mehr darüber erfahren. Dann Medo-Persien wurde dargestellt mit einem Bären. Dieser Bär hat eine Besonderheit: auf einer Seite war er aufgerichtet und in seiner Maul gab es drei Rippen. Diese drei Rippen standen für welche Macht? Für welche drei Provinzen? Lydien, Ägypten und Babylon. Von wann bis wann war noch mal Babylon? Wer das jetzt weiß, der ist sehr gut. 605 vor Christus bis 539 vor Christus. Genau. Gemeinsam sind wir stark. Medo-Persien war von 539 bis 331 vor Christus. Und wer kam danach? Dann kamen die Griechen, und sie wurden dann in sieben wiedergestellt mit was für einer Macht, mit was für einem Tier? Mit einem Leopard. Und der hatte welche anatomische Besonderheit? Vier Köpfe und vier Flügel. Und er flog förmlich über die Erde. Und die vier Köpfe standen für wen? Für die vier Diadochen, die vier Generäle. Und das waren... Kassander, Lysimachus, Seleukos und Ptolemäus. Ganz genau. Und Medo-Persien, äh, Verzeihung, Griechenland regierte bis, also von 331 vor Christus bis 168. Wir haben ja einige Experten in unserem Publikum, freut mich. 168 vor Christus. Und dann, das Römische Reich wurde dargestellt durch welches Tier? Ein schreckliches Tier, so schrecklich, dass es kein beschriebenes, wissenschaftlich beschriebenes Tier in der gesamten, in keinem Tierbuch dieser Welt gibt, das man da hätte zuordnen können. Und dieses Tier hatte was für Zähne? Eiselne Zähne. Ganz genau. Und es kamen dann aus diesem Tier heraus, wie viele Hörner? Zehn Hörner. Wer waren die zehn Hörner? Zählen wir sie kurz auf: Die Vandalen, genau, die Ostgoten, die Lombarden, die Alemannen, die Franken, Burgunder, die Sueben, die Heruler, Westgoten und die Angelsachsen. Die Angelsachsen. Ganz genau. Die zehn. Und dann, das war dieses geteilte Europa. Aber dann kam ja noch der mittelalterliche Kirchenstaat und der war dargestellt durch was für eine anatomische Besonderheit? Ein kleines Horn. Dieses kleine Horn wurde immer größer und es gab eine ganze Reihe von Indizien über dieses kleine Horn, die wir nicht alle wiederholen wollen.

[5:56] Stattdessen wollen wir noch ganz kurz uns erinnern: Wie wurde Babylon in Daniel 8 dargestellt? Mit welchem Tier? Mit gar keinem Tier, nicht wahr? In Daniel 8 ist Babylon schon übersprungen worden. Es geht gleich mit welcher Macht los? Mit Medo-Persien. Und was war das Tier, mit dem Medo-Persien dargestellt wurde in Daniel 8, dieser Prophezeiung, die wir später weiter studiert haben? Mit einem Widder. Mit wie vielen Hörnern? Zwei Hörnern. Eins war höher als das andere. Aber was war das Besondere hier? Das höhere Horn war später im Port gewachsen. Genau. Und dann hatten wir eine andere Macht, die auf den Widder zulief, und das war welche Macht? Ein Ziegenbock. Er lief gar nicht, dankeschön für die Korrektur, er lief in der Luft, nicht wahr? Er flog förmlich, hat den Erdbrunnen nicht berührt, hat ja keine Flügel gehabt, wahrscheinlich hat er schon gelaufen in der Luft. Wie auch immer, er stößt den Widder, womit? Mit einem Horn. Siehst du, ein Horn stand für den ersten König. Der erste König von Griechenland war Alexander der Große. Ganz genau. Dann kamen die vier Hörner, die haben wir schon aufgezählt. Und dann wuchs aus den vier Hörnern, oder aus den vier Himmelsrichtungen, aus den vier Himmelsrichtungen haben wir auch gelernt, was hervor? Das kleine Horn. Und dann kam Rom in seine zwei Phasen. Ganz gut. Ich hoffe, Sie haben das auch alles gewusst vom Computer. Wir konnten es jetzt nicht testen. Aber falls Sie da noch einige Lücken haben, vielleicht einige Vorträge nicht gesehen haben, schauen Sie auf Joelmedia vorbei, dort sind alle Aufzeichnungen zu finden. Hier haben wir noch einmal das zusammengefasst: Gold, Silber, Bronze, Eisen, Eisen, Ton, Löwe. Haben wir alles gesagt. Und in all diesen Prophezeiungen gab es immer ein Element, das sozusagen ganz am Ende wegführte von dem Erdboden, wegführte von den Gegebenheiten hier auf dieser Welt, hin zu himmlischen, endzeitlichen Realitäten, nämlich hier war der Stein, der losging. Der Stein stand für? Für Jesus. Und wir haben gesagt, das ist die Einleitung der Wiederkunft Jesu, am ersten Vortrag ganz kurz angerissen. Und in Daniel 7 haben wir dann entdeckt, dass nach dem kleinen Horn eine Zeitperiode kommt, wo das Heiligtum gereinigt oder gerechtfertigt oder wieder in das Recht eingesetzt werden sollte. Und wir haben uns gefragt: Wann wird das sein? Wir haben ja gesehen hier, die mittelalterliche Kirche ging nach der Prophezeiung bis 1798. Wie viele Jahre waren das nochmal? Weiß das jemand noch, wie viele Jahre das waren für die mittelalterliche Kirche? 1260 Jahre. Ganz genau. Aber da gab es eine andere Prophezeiung hier in Daniel 8, und die hatte zu tun mit einer anderen Zeitprophezeiung, die Daniel verstehen wollte und erst nicht verstand. Und um wie viele Jahre ging es dort? 2300 Jahre. Und die sollten dann zu dieser Reinigung des Heiligtums führen. Und wir haben ja schon im vorletzten Vortrag das angedeutet und im letzten Vortrag schon einiges darüber gehört. Und wir wollen heute sozusagen den Sack zumachen in dieser Frage. Wir wollen uns erstens fragen: Wann begann das hier? Und dann wollen wir uns fragen: Was lehrt uns Daniel 7 als Parallele darüber? Wir können ja sehen, dass all diese Dinge parallel laufen. Was bedeutet es, dass dieses Heiligtum gereinigt wird? Um welches Heiligtum ging es hier nochmal? Das Irdische oder das Himmlische? Das Himmlische Heiligtum. Ganz genau.

[9:19] Gut, wir hatten ja gesehen, dass in der Reinigung des Heiligtums, wie war nochmal der alttestamentliche Begriff dafür, wenn der Hohepriester hineinging in das Allerheiligste? Der Jom Kippur, der große Versöhnungstag, wo der Hohepriester das Blut, das am Opferaltar vergossen wurde, hineinbrachte, nicht nur ins Heilige, sondern in das Allerheiligste hinein. Und das Blut wo auftat? Auf die Bundeslade. Da, wo der Bund Gottes war, die 10 Gebote, wo Gott selbst sich offenbart hatte. Und dort sollten all die Sünden, die das Jahr über auf das Heiligtum übertragen wurden, sollten jetzt ausgetilgt werden. Im Heiligtum wurden die Sünden erst übertragen auf das Heiligtum, bis das Heiligtum so schmutzig war, sozusagen in Anführungsstrichen, im übertragenen Sinne, dass auch das Heiligtum gereinigt werden sollte. Und im übertragenen Sinne sagt uns die Bibel, dass ein Zeitpunkt kommen muss, wo im himmlischen Heiligtum die Sünden ausgetilgt werden müssen. Und das muss geschehen. Es heißt weiter: Damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sendet, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus. Das heißt, bevor Jesus wiederkommt, müssen diese Sünden vorher im himmlischen Heiligtum ausgetilgt werden. Das ist genau das, was wir gesehen haben. Erst muss die Reinigung stattfinden, dann kann die Wiederkunft stattfinden. Das ist sozusagen die Idee. Wenn wir also wissen, wann dieses biblische Datum für die Reinigung des Heiligtums ist, wissen wir, es ist das letzte Datum, das uns die biblische Prophetie gibt, vor der Wiederkunft. Nicht das Datum für die Wiederkunft. Dieser Fehler ist manchmal gemacht worden. Das ist nicht das, was die Bibel sagt. Es ist nicht das Datum für die Wiederkunft, sondern das Datum für die Reinigung des Heiligtums als das letzte Datum vor der Wiederkunft. Und dann sind wir wirklich am letzten Abschnitt der Weltgeschichte.

[11:07] Die Frage war ja gewesen: Wie lange gilt dieses Gesicht? An den 8. Vers 13. Und die Antwort hatten wir gesagt: Er sprach zu mir: Bis zu 2300 Abende und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt oder gereinigt oder wieder in sein Recht gesetzt werden. Die Übersetzungen sind unterschiedlich. Das hebräische Wort ist "nizdak" und kann all diese drei verschiedenen Dinge meinen, dass es gerechtfertigt wird, dass es sozusagen gereinigt wird, dass es wieder, es wird wieder etwas in Ordnung gebracht, was vorher nicht in Ordnung war. Das ist sozusagen die Idee hinter diesem Wort. Und hier wollen wir uns noch einmal das jetzt kurz vergegenwärtigen, was wir gestern gelernt haben. Wir haben ja gesehen, diese 2300 Jahre hatten ein Problem. Was war das Problem? Es hatte keine Anfangsdatierung. Einige sind schon drei Schritte weiter. Das ist eine kurze Wiederholung von dem, was wir gemacht haben. Wir wussten nicht, wann es begann. Aber wir haben gestern gelernt, dass es eine andere Prophezeiung gibt, nicht Daniel 8, sondern Daniel 9, die uns hilft. In Daniel 9 kommt wer nochmal? Der Engel Gabriel und hilft jetzt, Verständnis zu geben. So haben wir gesehen, dass Daniel 9 uns den Hinweis gibt auf Daniel 8. Wir hatten dann gesehen, dass es einen Anfangspunkt gibt in Daniel 9, denn es heißt ja: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems. Wir hatten gesehen, dass es in Daniel 9 insgesamt 70 Wochen gibt, oder 490 Jahre, nicht wahr? Die was waren? Einer hat das schon reingerufen: Ratak. Und Ratak hieß? Abgeschnitten. Abgeschnitten. Ganz genau. Wir hatten also gesehen, es gab diesen Erlass zum Aufbau Jerusalems. Wer von den drei Königen, Darius, Kyrus oder Artaxerxes, wer war der, der den entscheidenden Befehl gegeben hat? Artaxerxes. Und weißt du noch, in welchem Jahr des Königs Artaxerxes das war? Im siebten Jahr. Ganz genau. Und das war welches Datum, haben wir uns das gemerkt? Fast. Es war 457. Ganz genau. Es war der dritte Erlass, den wir hier sehen. Es war im Jahre 457 vor Christus. Das ist ein Datum, das kann man sich merken, das sollte man sich merken: 457 vor Christus. Das war sozusagen hier der Anfang. Und dann haben wir gesagt, davon sind 70 Wochen bestimmt oder abgeschnitten, Ratak, und die kann man jetzt sozusagen hiervon abschneiden. Und dann gab es, die waren sozusagen für das jüdische Volk abgeschnitten. Und dann gab es da noch diese 67 Wochen. Und 67 Wochen sind... 69 Wochen. Und wie viele Tage waren das? 483 Tage sind gleich 483 Jahre. Die 483 Jahre gehen dann wohin? Zu welchem Datum? Weiß es noch jemand? 27 nach Christus. Ganz genau. Und was ist da passiert? Dort hatten wir die Salbung Jesu bei der Taufe, und er wurde gesalbt mit Heiligem Geist und Kraft. Der Heilige Geist kam in körperlicher Gestalt, wie eine Taube, nicht als Taube, aber wie eine Taube auf ihn herab. Und dann blieben noch logischerweise 7 Jahre übrig, nicht wahr? Von 490 bleiben noch 7 Jahre übrig. Und diese 7 Jahre führen uns natürlich wohin? In welches Jahr? Haben wir gestern nicht besprochen, aber das kann man ja trotzdem berechnen, nicht wahr? 27 plus 7 sind 34. Und in der Mitte dieser Woche, in der Mitte dieser 7 Jahre sollte was geschehen? Schlacht und Speisopfer sollten aufhören. Und die Woche hat genau 7 Tage, 3,5 ist die Mitte, haben wir gesagt. Und genau in dieser Mitte, was ist passiert? Jesus Christus ist gekreuzigt. Und deswegen sagen viele Menschen, dass Daniel 9 die wichtigste Prophezeiung der ganzen Bibel ist, denn diese Prophezeiung beweist über jeden Zweifel erhaben, dass Jesus der Messias sein muss. Denn wie viele Menschen, die behaupten, der Messias zu sein, sind im Jahr 31 nach Christus umgekommen? Nicht viele, nicht wahr? Genau eine Person: Jesus Christus. Jeder andere sogenannte Messias ist entweder früher gestorben oder später gestorben. Nur einer hat Daniel 9 erfüllt. Und das ist es wert, noch einmal betont zu werden. Und es ist wert, darüber nachzudenken, dass die Gesamtprophezeiung der 2300 Jahre nicht einfach nur ein Datum gibt für die Reinigung des Heiligtums, sondern dass sie in sich das Datum der Kreuzigung Jesu als des wichtigsten Ereignisses des ganzen Erlösungsplanes beinhaltet.

[15:30] Jesus ist für uns gestorben. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Und dann bleiben offensichtlich noch dreieinhalb Jahre übrig, und die führen uns dann in das Jahr 34 nach Christus. Und gemäß der Prophezeiung, was sollte im Jahre 34 nach Christus passieren, sozusagen? Haben wir gestern nicht behandelt, aber es ist abgeschnitten für das Volk Israel. Das heißt, ab diesem Zeitpunkt ist das Volk Israel nicht mehr das besondere Volk Gottes, wenn wir das ganz deutlich sagen. Damit ist nicht gemeint, dass das Volk Israel in irgendeiner Weise verflucht sei, nicht mehr gerettet werden kann, was einige Christen daraus herausgegeben haben. Das sagt die Bibel nicht. Die Bibel macht an dieser Stelle deutlich, dass das Volk Israel vorher eine besondere, herausgehobene Stellung hatte vor allen anderen Nationen. Gott sagt: Ihr seid mein besonderes Eigentum. Alle Nationen gehören mir, die ganze Erde gehört mir, aber ihr sollt mir ein besonderes Volk sein, von Königen und Priestern und ein Weinstock. Ganz genau. Und als dies von dem jüdischen Volk nicht umgesetzt worden ist, hat Gott sie sozusagen von ihrem erhöhten Podest sozusagen wieder auf das normale Maß aller Nationen zurückgeführt. Das heißt, das jüdische Volk ist aus Gottes Sicht jetzt genauso gleich viel wert und genauso wenig privilegiert wie das deutsche Volk oder das nordkoreanische Volk oder wie das thailändische Volk oder wie das brasilianische Volk oder das albanische Volk oder das kanadische Volk, oder welche Völker wir uns immer überlegen wollen. Es ist genau auf der gleichen Ebene, kein besonderes Volk mehr. Und Gott hat sich durch die Jünger ein neues Volk sozusagen für seinen besonderen Auftrag geschaffen. Die jüdische Nation verliert ihren besonderen Status. Nicht mehr und nicht weniger. Aber es ist dann trotzdem ein sehr signifikantes Ereignis.

[17:32] Und dann soll also die Reinigung des himmlischen Heiligtums kommen als letztes Ereignis hier. Und jetzt müssen wir nicht viel rechnen und wir sind jetzt mittendrin im Thema. Wenn hier 490 Jahre abgeschnitten wurden, wie viel bleiben übrig von den ganz ursprünglichen 2300? Wer kann mir das sagen? Wie viele Jahre bleiben noch übrig von hier bis hier? Laut... 1810. Logisch? Ganz einfach. 1810 Jahre bleiben übrig von hier bis hier. Und wenn das im Jahre 94 nach Christus war, und interessanterweise haben wir nicht die Zeit dazu, das ausführlich zu behandeln, aber in diesem Jahr wurde ja Stephanus gesteinigt und ab diesem Jahr begann dann die Jünger Jesu, die bis dahin eigentlich nur in Jerusalem gewirkt hatten, mit der Heidenmission und fing an dann in die ganze Welt zu gehen und die ganze Welt zu missionieren. Ab diesem Zeitpunkt, ab 94 nach Christus, wenn ich dort jetzt 1810 Jahre zuaddiere, und das ist jetzt der einfachste Teil der ganzen Prophezeiung, das andere ist viel schwieriger, das ist auch viel bekannter interessanterweise. Und das ist meistens das, was die meisten, die meisten rechnen nur bis hier und sagen, naja, das ist ja alles wunderbar, aber die Prophezeiung geht weiter, sie führt uns zu einem noch wichtigeren Datum hier ganz am Ende. Und alles, was ich tun muss, ist 34 plus 1810 rechnen, und das können wir alle, oder? Das führt uns wohin? In ein Datum, das die Bibel nennt, sozusagen verschlüsselt in dieser Prophezeiung: 1844 nach Christus. Es ist das Datum, ein besonderes, kein unwichtiges Datum, das eines der wichtigsten Daten der ganzen Bibel. Und interessanterweise in der meisten Christenheit entweder nie bekannt oder bekämpft oder vernachlässigt, ignoriert, belächelt. Es steht aber in der Bibel. Und da haben wir uns irgendwas hier ausgedacht, irgendwelche Zahlen erfunden. Wenn ich an diese Prophezeiung glaube, muss ich auch an diese glauben. Wenn ich sage, das ist Quatsch und das ist Unsinn, das gibt es nicht, dann muss ich auch sagen, dass das hier Quatsch und Unsinn ist und dass es das nicht gibt und Quatsch ist. Das heißt, dieses Datum ist prophetisch mit dem wichtigsten Ereignis der ganzen Bibel verknüpft, nämlich mit der Kreuzigung Jesu. 1844. Das letzte Datum in der biblischen Prophetie. Keine andere Zeitweissagung, keine andere Prophezeiung in der ganzen Bibel geht über dieses Datum hinaus. Es ist sozusagen die 90. Minute der Weltgeschichte.

[20:10] Frage: Geht ein Fußballspiel immer genau 90 Minuten? Nein, es gibt immer noch die berühmte Verlängerung oder Zusatzzeit in ein paar Minuten. Und so könnte man im übertragenen Sinne sagen, dass seit 1844, als sozusagen die 90. Minute angepfiffen wurde, wir uns jetzt in der Verlängerungszeit, in der Nachspielzeit befinden. Und von der weiß man nie so genau, wann die Zeit endet. Und das ist das, was Jesus sagt: Von der Stunde und von dem Tag weiß niemand, kein Mensch, kein Engel. Aber das hat eine Implikation, eine sehr interessante Implikation. Nämlich, wenn Jesus nicht im Jahre 30 sterben konnte und nicht im Jahre 32 sterben konnte, sondern nur im Jahre 31 sterben konnte nach der Prophezeiung, weil es so vorhergesagt war, und er vorher nicht sterben wollte und konnte und auch nicht gestorben ist, sondern genau auf das Datum, dann zeigt uns das, dass Jesus nicht einfach vor 500 Jahren hätte kommen können. Logisch. Er hätte auch nicht vor 800 Jahren kommen können. Er konnte erst kommen, nachdem dieses Datum und dieses Ereignis, was mit dem Datum verbunden ist, abgeschlossen ist. Das heißt, wenn jemand sagt: Oh, die Christenheit wartet schon seit 2000 Jahren auf die Wiederkunft und nichts ist passiert. Muss ich sagen: Nein, jeder Christ, der die Bibel kennt, der sie studiert und auch Daniel 8 ausgelegt hat und Daniel 8 verstanden hat, muss zu dem Schluss kommen, dass Jesus bis zum Jahre 1844 gar nicht kommen konnte, wollte und es auch nie getan hätte. Dass wir erst seit dem Datum 1844 überhaupt in der Möglichkeit sind, dass Jesus wiederkommen könnte. Und das macht die Sache doch plötzlich ganz brisant, oder? Etwas näher an unserer Zeit, nicht wahr? Das ist nicht mehr eine Verheißung, die 1000 Jahre alt ist und irgendwann wird sie sich schon erfüllen. Nein, wir merken plötzlich, über die längste Zeit des christlichen Zeitalters konnte Jesus nicht wiederkommen, wollte er nicht wiederkommen, er hat es auch nie versprochen gehabt, sondern er hat gesagt, er wird dann erst kommen, wenn die Sünden ausgetilgt sind aus dem himmlischen Heiligtum, wenn das Gericht dort beginnt.

[22:11] Nun, was genau beginnt dort? Und das wollen wir uns anschauen, dieses Datum 1844 von gewaltiger Bedeutung. Wir haben also gesehen, es beginnt seit 1844 diese Reinigung des Heiligtums. Aber die Frage ist, was genau muss ich mir jetzt unter vorstellen? Welche Bedeutung hat das für mich, der ich hier auf der Erde lebe, in Stuttgart, Bad Cannstatt oder wo auch immer Sie live zuschauen, wenn dort im Himmel ein Heiligtum gereinigt wird? Was konkret bedeutet das für mich? Hat das jetzt irgendwelche Implikationen? Und dort hilft uns, wie gesagt, der Vergleich jetzt mit dem letzten Puzzlestück, das noch fehlt, mit Daniel 7. Dort heißt es, parallel zu dem Ereignis in Daniel 8: Ich schaute, bis was aufgestellt wurde? Throne. Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle, sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Jetzt lernen wir etwas Interessantes: Vor dem Thron Gottes befinden sich was? Räder. Jetzt, wozu braucht man Räder? Zum Bewegen, zum Fahren. Werden wir gleich nochmal ausführlicher besprechen. Lesen wir nochmal weiter: Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausend mal tausend dienten ihm und zehntausend mal zehntausende standen vor ihm. Und jetzt sehr wichtig: Das was? Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Also, was beginnt dort 1844 konkret, in einfachem Deutsch ausgedrückt? Es beginnt dort das Gericht. Das Datum für das Gericht. Denn die Bibel sagt, es gibt ein Gericht. Prediger 12, Vers 14 sagt: Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse. Und eine der Hauptpersonen in diesem Gericht wird hier genannt in Daniel 7, Vers 13. Das heißt: Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem was? Sohn des Menschen. Einem Menschensohn. Und diesen Begriff kennen wir aus dem Neuen Testament. Wer hat diesen Begriff auf sich angewandt? Jesus. Das heißt, wir sehen hier Jesus mit den Wolken des Himmels. Ist das die Wiederkunft? Ja oder nein? Einige sagen: Nein. Ja oder nein? Warum nicht? Es heißt hier: Es kam und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Jesus kommt hier mit den Wolken des Himmels nicht zur Erde, werden wir am Freitag mehr darüber erfahren, sondern er kommt hier zu Gott, dem Vater, zu einem bestimmten Ereignis, das für dich und mich, lieber Freund, liebe Freundin, lieber Zuschauer, von der allergrößten Wichtigkeit ist.

[25:00] Es heißt hier: Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und was verliehen? Königtum. Und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen. Jetzt müssen wir verstehen, wann dieses Gericht oder warum dieses Gericht zu diesem Zeitpunkt beginnt. Woher wissen wir allein aus diesem Text hier, dass dieses Gericht offensichtlich vor der Wiederkunft stattfinden muss? Nochmal: Woher wissen wir, dass dieses Gericht offensichtlich vor der Wiederkunft stattfinden muss? Viele Menschen glauben ja, dass wenn Jesus wiederkommt, oder wenn es überhaupt ein Weltgericht gibt, dann gibt es das erst ganz am Ende, wenn Jesus wiedergekommen ist und dann kommt er und dann gibt es irgendwie ein Weltgericht, nicht wahr? Aber aus welchem Grund können wir hier in diesem Vers erkennen, dass das Gericht vor der Wiederkunft stattfinden muss? Kann mir jemand helfen, hier aus dem Text heraus? Das stimmt, aber das steht in dem Text nicht. Genau. Wenn Jesus wiederkommt, was für eine Beschreibung finden wir immer? Er kommt mit einer Krone als König der Könige und Herr der Herrschaft und Herr der Herren. Und hier im Gericht wird er zum König gekrönt. Ich kann erst als König kommen, wenn ich zum König gekrönt werde, richtig? Ich muss also erst das Königtum bekommen, bevor ich als König kommen kann. Jesus wird erst im Gericht zum König gekrönt, um dann als König zu kommen. Deswegen allein aus diesem Grund und aus vielen anderen, unter anderem, dass er seinen Lohn auch mitbringt, ist es absolut zwingend, dass die Bibel lehrt, dass das Gericht vor der Wiederkunft stattfindet. Das ist dann der Gedanke: Vor der Wiederkunft. Jesus Christus kommt als König wieder, wie wir gesagt haben, als König der Könige. Und dann ist das Gericht schon vorbei. Es heißt hier, wie es richtig reingerufen worden ist: Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir. Wenn Jesus wiederkommt, ist das Urteil bereits gefällt. Manche sagen: Naja, ich warte einfach mal, wenn das stimmt mit der Wiederkunft, wenn die Christen halt doch irgendwie recht haben, schauen wir mal, was auf mich zukommt. Und wenn es soweit ist, dann werde ich ja sehen, ob ich noch irgendwie was teichseln kann. Aber wenn Jesus wiederkommt, ist die Sache bereits besiegelt. Dann kommt er mit seinem Lohn.

[27:30] Es heißt hier, dass dieses Gericht uns alle angeht, auch dich, lieber Freund, liebe Freundin, auch wenn du live zuschaust, jetzt gerade. Das Gericht geht dich an. Denn es heißt hier: Denn wir, wer ist alle? Gehörst du auch zu alle? Du auch? Okay, ich auch. Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse. Das heißt, hier ist die wichtige Nachricht aus der Bibel: Du und ich, lieber Freund, lieber Freundin, wir müssen in dieses Gericht und wir kommen ins Gericht, wir werden ja gar nicht gefragt. Jeder Mensch wird in diesem Gericht beurteilt. Jetzt, was ist normalerweise das Gefühl, wenn man nach Hause kommt? Ich weiß nicht, wer das schon erlebt hat, ich nicht zum Glück. Und man macht die Post auf und da gibt es eine Vorladung vor Gericht. Was denkt man da? Wer von uns würde schreien: Hurra, wunderbar, war schon lange nicht mehr auf Gericht! Insbesondere dann, wenn man das Gefühl bekommt aus dem Schreiben, dass man dort der Angeklagte ist. Deswegen haben manche Christen so ein bisschen die Strategie, über das Gericht einfach nicht zu reden. Aber ändert das etwas an einem Gerichtstermin, wenn ich den Brief, den ich bekomme, einfach irgendwo ablege und nicht mehr lese? Ändert das an der Tatsache irgendetwas? Gar nichts. Ich kann es zwar ignorieren, aber es wird trotzdem mich treffen, es wird trotzdem kommen. Das heißt, wenn die Bibel uns sagt, wir kommen ins Gericht, ich werde gerichtet, du wirst gerichtet, lieber Freund, liebe Freundin, dann sollten wir uns Gedanken machen, was bedeutet es, dass du und ich, dass wir gerichtet werden. Und Gericht hat immer dieses Element von: Vielleicht werde ich es schaffen, bin ich gut genug, nicht wahr? Da kann so eine kleine Angst in uns hervorsteigen. Und wir wollen heute sehen, was uns die Bibel zu diesem so wichtigen Thema zu sagen hat. Fangen wir einfach mal mit einer einfachen Frage an: Wo findet das Gericht statt? Frage. Im Himmel. Okay, das ist ganz klar. Das heißt hier, dass die Throne aufgestellt wurden. Jetzt, wenn ich einen Thron aufstelle, was bedeutet das? Das ist davor nicht da, war nicht, wahr? Wenn ich einen Stuhl nehme, Achtung Kamera, jetzt war ich schon weg, zu spät. Wenn ich den Stuhl nehme und hier aufstelle, dann heißt das, dass der Stuhl vorher nicht da war. Ich musste den Stuhl von dort nach hier bewegen. Das heißt, wenn ein Thron aufgestellt wurde, dann hat sich der Thron bewegt, von hier nach hier zum Beispiel. Thron wurden aufgestellt. Und wir haben ja schon gesagt, der Thron hat was? Er hat Räder. Auch in Hesekiel wird es beschrieben. Das ist ein ganz interessantes Kapitel. Wenn Sie mal so richtig Kopfweh bekommen wollen vom Bibellesen, dann lesen Sie Hesekiel 1 und versuchen Sie sich das bildlich praktisch vorzustellen. Das grenzt, ich glaube, das übersteigt sogar das Menschenmögliche, all diese Räder in den Rädern, und irgendwie begreift man es einfach nicht. Ganz faszinierendes Kapitel. Aber da steht auch, dass dort Räder am Thron sind, mehrere Male. Das heißt, der Thron Gottes ist beweglich. Das ist doch wunderbar, oder? Gott ist nicht einfach irgendwo festzementiert an einem Ort und da bleibt er und sitzt er, sondern Gott ist beweglich auf seinem Thron. Es zeigt auch ein bisschen diese Idee, dass Gott sich bewegt auf andere zu.

[31:02] In Offenbarung 4, Vers 2 heißt es folgendes. Jetzt werden wir einen kleinen Gedankengang hier machen. Und sogleich war ich im Geist und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß eine... Frage: Wer hat die Offenbarung geschrieben? Johannes. Wann hat er die Offenbarung ungefähr geschrieben? Auf Patmos. Aber wann ungefähr? 90 nach Christus, 95 nach Christus, 100 nach Christus. Ungefähr war der letzte überlebende Jünger. Es war am Ende des ersten Jahrhunderts, als er das geschrieben hat. War Jesus schon im Himmel? Ja oder nein? Ja. Welche Aufgabe hat Jesus dort? Hohepriester. Und zwar im Heiligtum. In welche Abteilung ist Jesus als Hohepriester gegangen? Ins Heilige und ins Allerheiligste. Ins Heilige. Jetzt schauen wir uns an, was Johannes zu dieser Zeit sieht, wo der Thron Gottes ist. Sehen wir, dass er den Thron Gottes sieht? Okay, schauen wir mal an, wo der Thron ist. Es heißt hier: Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. Frage: Sieben Feuerfackeln, Heiligtum, woran erinnert uns das? Sieben Armleuchter, nicht wahr? Jetzt, wo befindet sich der sieben Armleuchter? Im Vorhof, Heiligen oder Allerheiligsten? Im Heiligtum. Das heißt, wo befand sich der Thron Gottes zur Zeit, als Johannes in den Himmel schaut? Im Heiligen, nicht im Allerheiligsten. Das heißt, wenn jetzt Throne aufgestellt wurden, von wo hat sich wahrscheinlich der Thron Gottes bewegt? Vom Heiligen ins Allerheiligste. Allerheiligste. Das ist genau der Schritt, den ja auch der Hohepriester einmal im Jahr gemacht hat, dass er nicht nur ins Heilige ging, sondern ins Allerheiligste. Okay, haben wir diesen Gedankengang gut verstanden. Jesus ist dort also mit dem Vater ins Allerheiligste des himmlischen Tempels gegangen.

[33:00] Gut, gehen wir einen Schritt weiter. Wer klagt mich dort eigentlich an? Die Bibel ist da sehr deutlich. Es heißt hier in Offenbarung 12, wir haben den Vers ja schon gelesen, am Ende: Wenn hinabgestürzt ist der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht. Jetzt, das ist ein wichtiger Gedanke, denn was ist wohl die Anklage, die er an uns richtet? Was sagt er da wohl als Anklage? Sünder. Frage: Wer hat, sind wir Sünder? Hat er recht damit? Er hat recht. Wer hat uns dazu angestiftet? Jetzt nehmen wir mal an, du hast einen Freund und dein Freund sagt dir: Weißt du was, lass uns doch heute Abend um zwei Uhr nachts dort in dieses Geschäft einbrechen. Ich habe alles, was es dazu braucht und wir gehen da hinein und wir bestellen ein paar interessante Sachen, wertvolle Sachen. Keiner wird es mitbekommen. Ich habe da einen guten Plan und dann werden wir uns ein bisschen bereichern an irgendwelchen Gütern, was auch immer. Und sie sind unsicher und sagen: Was soll ich das tun? Das ist doch eigentlich nicht erlaubt. Und er sagt: Nein, es ist top sicher, todsicher, ich habe alles ausgeschaltet, ich habe alles dafür Sorge getragen, wir werden nicht erwischt werden, wir werden alle Spuren verwischen und es klappt. Schließlich lassen sie sich breitschlagen, sie gehen dorthin und sie machen das, haben ein bisschen schlechtes Gewissen, aber naja, hat man halt viele Reichtümer angehäuft, ein bisschen Trickserei, ein bisschen Diebstahl. Und am nächsten Morgen klingelt die Polizei an der Tür, klopft an, steht scherbewaffnet dort und hinter der Polizei steht ihr Freund und sagt: Der war's. Was würden sie denken von dem Freund? Nicht wahr? Was für ein Freund, kein Freund. Und was würden sie denken, wenn sie erfahren würden, dass sie das von Anfang an so geplant hat? Das ist ein wirklicher Feind, oder? Da kriegt man so ein Hals, oder? Nun, das soll uns etwas illustrieren. Jedes Mal, wenn der Satan sagt: Oh, mach diese Sünde noch einmal, sie ist so schön. Gott wird schon nichts merken. Noch einmal. Dein Ehepartner hat die Sünde ja auch getan, oder der hat das ja auch getan, es ist ja nicht so schlimm. Du wirst doch bestimmt danach dich wieder bekehren können, nur das eine Mal noch, oder? Der macht das nicht, um uns Freude zu machen, der macht das auch nicht, damit wir irgendwie Spaß haben. Er macht das mit einem Ziel, damit er einige Stunden später sagen kann, einige Minuten später: Schau Gott, das hat er gemacht. Und das sollte uns zeigen, dass wir niemals auf diesen Satan hören sollten, denn all das, wozu er uns verführt, kurze Zeit später dreht er sich um und verklagt uns damit. Das ist seine Natur, sein Wesen.

[35:53] Frage: Gibt es in diesem Gericht Zuschauer? Eine ganze Menge. Die Bibel sagt dort, es sind tausend mal tausende und zehntausend mal zehntausende. Wie viele sind tausend mal tausend? Das sind eine Million. Richtig? Und was sind zehntausend mal zehntausend? Fast hundert Millionen. Ganz genau. Hundert Millionen. Jedenfalls, die Idee ist, es sind viele. Es ist jetzt keine abgezählte Zahl, Komma null null, nicht wahr? Viele, viele, viele. Und um wen handelt es sich hier? Die Bibel erklärt sich selbst, wie jedes Mal. Da haben wir wieder die zehntausend mal zehntausend und tausend mal tausend. Und um wen handelt es sich hier? Es sind die vielen Engel rings um den Thron. Das Gericht findet statt für wen? Für die Engel. Warum für die Engel? Das führt uns zu einer anderen Frage: Warum muss Gott eigentlich noch ein Gericht halten? Weiß er nicht schon alles? Was würden Sie denken? Weiß er nicht schon alles? Klar weiß er alles. Warum hat er Gericht? Er hält offensichtlich nicht Gericht für sich selbst, sondern ganz besonders für die Zuschauer, für die Engel. Da gibt es nämlich Menschen, die sagen, sie möchte in den Himmel kommen und sagen: Ich möchte bei Jesus sein. Und die Engel schauen hinunter und sagen: Naja, das wäre interessant, aber schau mal, Gott, was er alles tut. Das kennen wir, haben wir schon mal gehabt, vor ein paar tausend Jahren. Können wir eigentlich nicht nochmal vertragen im Himmel. Wir haben einige unserer besten Freunde verloren, deswegen, wegen der Sünde. Bist du dir sicher, dass wenn die in den Himmel kommen, die das Sünden-Ding nicht nochmal anfangen? Bist du dir sicher, dass es eine gute Idee ist, diese Menschen, die so lange an der Sünde festgehalten haben, die Sünde praktiziert haben, die Sünde geliebt haben, die in den Himmel zu bringen, wo wir unsere besten Freunde, ein Drittel unserer besten Freunde verloren haben, weil sie sich wegen der Sünde gegen dich entschieden haben? Ist das eine gute Idee? Glauben wir, dass die Engel da durchaus ihre berechtigten Fragen haben? Und wenn wir das Thema mal von der Seite betrachten, sehen wir auch die Dringlichkeit für das Gericht, nicht wahr? Unsere Idee ist immer: Ich möchte so schnell wie möglich in den Himmel, nicht wahr? Nur kein Leid mehr, kein Schmerz mehr, kein Tod mehr, bloß in den Himmel, egal wie, nicht wahr? Aber versetzen wir uns einfach mal in die Lage der Engel. Ich glaube, die haben nicht so diese Eile unbedingt. Also, ich denke, die freuen sich schon, wenn wir kommen, aber sie möchten auch sicher gehen, dass dort der Himmel nicht wieder in Gefahr gerät. Denn wir haben ja gesehen, der Kampf begann wo? Im Himmel. Es war ein himmlischer Krieg um das Gesetz. Also, die Engel nehmen da wirklich regen Anteil. Sie wollen wissen: Was ist mit deinem Fall? Was ist mit meinem Fall? Das ist doch interessant, dass dort viele, viele Engel auf mich schauen. Manch einer hat ja das Gefühl, sein Leben ist unbedeutend, nicht wahr? Schon mal das Gefühl gehabt: Mein Leben ist unbedeutend. Ob ich jetzt zur Arbeit gehe oder nicht gehe, eigentlich interessiert es auch keinen. Ob ich jetzt zur Schule gehe oder nicht, ob ich jetzt meine Pflichten erledige oder nicht, irgendwie keiner nimmt Notiz von mir. Schon mal das Gefühl gehabt? Ein ganzes Universum von ungefallenen Engeln schaut ganz genau auf dich. Dein Leben hat eine unfassbare Bedeutung, denn die Engel schauen, ob tatsächlich Jesus die Kraft hat, aus einem Sünder einen gerechten Menschen zu machen, aus einem Sünder einen liebenden Menschen zu machen, aus einem Sünder einen Menschen zu machen, der die Gnade Gottes in dein Herz aufgenommen hat. Auch wenn du vielleicht glaubst, mein Ehepartner interessiert sich nicht dafür, meine Kinder interessieren sich nicht dafür, meine Freundinnen interessieren sich nicht dafür, ich fühle mich so einsam. Wisse, dass das ganze Universum mit gespanntem Interesse, mit allen angespannten Fasern sozusagen schaut und guckt, wie wir mit Jesus leben. Interessanter Gedanke, oder? Manchmal denken wir, die Sache zwischen Jesus und mir, das ist einfach nur, ich war Jesus nicht und was ich mache, ist egal. Nein, nein, nein, das ganze Universum schaut und guckt, ist es möglich, dass das Evangelium tatsächlich Menschen verändert.

[40:01] Frage: Habe ich dort in diesem Gericht einen Anwalt oder muss ich meine eigene Verteidigung vornehmen? Frage: Wer würde gerne sich selbst verteidigen gegen diesen Satan? Gibt es jemanden, der sagt: Ich bin ein guter Rhetoriker, ich nehme es mit dem Satan auf und ich mache ihn fertig am Gericht. Gibt es jemanden, der sagt: Das schaffe ich? Ich würde behaupten, dass da werden wir ganz schön schwach aussehen, oder? Der Satan ist tatsächlich nicht nur stärker, er ist geübter, er weiß genau, was er tut und er hat ja in der Sache der Sünde tatsächlich recht. Das heißt, wenn ich mich selbst dort verteidigen möchte, was wird mein Urteil sein? Tod. Denn was habe ich wirklich vorzubringen an Argumenten? Nichts, denn er hat ja recht. Das ist das Problem. Und so viele Menschen auf dieser Welt glauben: Naja, ich kümmere mich um meine Probleme alleine. Lass mich in Ruhe mit der Religion, lass mich in Ruhe mit der Bibel, lass mich in Ruhe mit deinem Jesus. Ich kümmere mich alleine darum. Ich komme schon alleine klein in die Welt, ich schaffe das einfach. Herzlichen Glückwunsch, wenn es um das Gericht geht. Dort kommt niemand heil heraus, der sich auf seine eigene Kraft, auf seine eigene Weisheit, auf seine eigene Klugheit beruft, denn dort ist jemand gegen uns, der uns weit überlegen ist und er hat die Argumente auf seiner Seite. Er hat ja recht, denn wir alle, egal wie klug wir sind, haben alle gesündigt. Das heißt, wir brauchen einen Anwalt. Und haben wir einen Anwalt? Die Bibel sagt: Ja, wir haben einen Anwalt. Johannes sagt: Meine Kinder, die schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen was? Einen Fürsprecher. In dem Wort Fürsprecher sind zwei Worte drin. Welche Worte sind da drin? Für und Sprecher. Da heißt, da spricht jemand für mich. Er ist mein Fürsprecher. Wenn der Satan mich aufhört und sagt: Was hast du da getan? Muss ich nichts sagen. Ich muss dort nicht stehen und mit zitternder Stimme irgendwie im Zeugenstand mich verteidigen und sagen: Naja, es war die Frau oder der Mann oder die Frau, die du mir gegeben hast, Gott. Nein, das muss ich nicht. Ich kann einfach sagen: Mein Anwalt spricht für mich. Mein Jesus spricht für mich. Wenn ich Jesus angenommen habe, kann ich sagen: Jesus, dein Part. Rede du. Sieht wunderbar aus. Und dieser Jesus ist Jesus Christus, der Gerechte. Und hat Jesus Argumente auf seiner Seite? Jesus hat Argumente. Jesus sagt: Ich habe für diesen Menschen mit meinem Blut bezahlt. Ich habe mein gerechtes Leben, mein sündloses Leben ihm geschenkt, habe die Strafe auf mich genommen. Das heißt, all die Dinge, die der Satan gerade sagt, die in dem Leben passiert sind von Person X, die gelten alle für mich. Und Gott, all das, was du von mir gesehen hast, das sehe jetzt in dieser Person. Wir haben einen Fürsprecher.

[43:04] Okay, wenn also Satan der Ankläger ist und Jesus der Fürsprecher, dann brauchen wir noch wen? Einen Richter. Und wer ist der Richter? Die Bibel sagt, natürlich, wenn wir glauben, Gott der Vater ist, ist der Richter, nicht wahr? Aber die Bibel sagt ja, der Vater richtet wie viele? Niemand. Ist er ursprünglich der Richter gewesen? Ja, aber er hat alles Gericht dem Sohn übergeben. Halleluja. Denn das bedeutet, mein Richter ist mein Rechtsanwalt. Jetzt, das ist eine unglaubliche Nachricht, oder? Jetzt, wenn ich einen Brief bekomme: Sie sind vor Gericht angeklagt, aber im nächsten Satz steht: Sie werden gerichtet von Ihrem Anwalt, von Ihrem Verteidiger. Dann kann ich da hingehen und sagen: Gut, solange ich mit meinem Anwalt übereinstimme, ist das ein gewonnener, ein Freispruch. Aber wehe uns, wenn wir uns von unserem Fürsprecher distanzieren, wenn wir unserem Fürsprecher nichts mehr zu tun haben wollen, wenn wir unserem Fürsprecher widersprechen, wenn wir das in unsere eigene Hand nehmen wollen. Unser Freispruch ist garantiert, aber er hängt an dieser einen Bedingung ab, dass wir mit Jesus Christus eins sind und dass wir ihn für uns reden lassen und dass er jetzt schon unserem Leben für uns redet. Und warum hat Gott ihm dieses, Gott der Vater, ihm dieses Gericht übergeben? Es heißt, er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten. Warum? Weil er der Sohn des Menschen ist. Mit anderen Worten, Gott möchte, dass wenn Menschen gerichtet werden, jemand das Urteil fällt, der selbst ein Mensch gewesen ist oder ist, der weiß, wie es ist. Das heißt, wann immer im Gericht irgendeine Sünde von mir aufkommt, dann ist er nicht nur einfach ein Gott, der objektiv weiß, was passiert ist, sondern ein Jesus, der selbst in der Versuchung gewesen ist und weiß, wie es ist, und der aber den Sieg errungen hat und mir den Sieg schenken kann. Das ist doch eine wunderbare Nachricht. Müssen wir Angst haben vor dem Gericht? Das ist der Grund, warum David ausruft in den Psalmen: Herr, richte mich! Förmlich, ich kann es kaum erwarten. Und ich habe mich immer gefragt, was meint der David? Aber als ich das hier studiert habe, ist mir deutlich geworden: Tatsächlich, das Gericht ist heilsam und das Gericht ist eine gute Nachricht, eine Nachricht, die uns noch mehr, noch enger, noch näher zu Jesus treibt. Es heißt hier, dass er in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise, doch ohne Sünde. Und deswegen kann er uns verstehen. Deswegen ist er unser Fürsprecher. Deswegen können wir mit all unseren Problemen kommen und können unseren Fall in seine Hände übergeben.

[46:01] Lieber Freund, lieber Freundin, egal wie dein Leben aussieht, du kannst deinen Fall in die Hände Jesu übergeben. Wenn heute der Name im Gericht, und das ist die eigentliche Frage, wenn heute der Name im Gericht aufkommen würde und dein Fall untersucht werden würde, manche Leute kriegen die Krise und sagen: Oh, was habe ich gemacht? Ich habe das gemacht, ich habe das gemacht. Die Frage ist: Könntest du heute sagen, mein Leben ist so, Jesus ist übergeben, er wird alles übernehmen. Mein ganzes Leben gehört ihm, er wird für mich sprechen. Oder hast du noch Trennung zwischen dir und Jesus? Das ist die eigentliche Frage. Im Gericht ist dein ganzes Leben völlig Jesus übergeben, sodass du sagen kannst: Ja, ich habe viele Sünden getan, aber ich weiß, ich bin so völlig eins mit Jesus. Ich habe Jesus mein ganzes Leben übergeben, er wird für mich sprechen, er macht das schon. Das ist die Frage.

[46:44] Und hier kommt eine interessante Frage, denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden. Das ist eine durchaus problematische Aussage zunächst einmal. Warum? Wir müssen vor dem Richterstuhl offenbar werden. Was bedeutet das, vor dem Richterstuhl offenbar zu werden? Was heißt das? Ich muss da erscheinen, ich muss da vortreten. Aber wo findet das Gericht statt? Im Himmel. Und wann findet es statt? Vor der Wiederkunft. Aber werden wir vor der Wiederkunft schon im Himmel sein? Ja. Wie kann ich dann jetzt vor dem Richterstuhl Christi mich offenbaren, wenn ich doch im Himmel sein müsste, aber das vor der Wiederkunft ist? Wie geht das? Wir müssen offenbar werden. Und ich habe mich gefragt, was bedeutet dieses offenbar werden? Und hier haben wir die Antwort in einem Buch, das heißt sogar Offenbarung. Das ist die Offenbarung von wem? Nicht von Johannes, sondern die Offenbarung Jesu Christi. Jesus Christus wird dort offenbar. Aber wenn ich die Offenbarung lese, habe ich dort eine Person vor mir oder habe ich ein Buch vor mir? Ein Buch. Das heißt, Jesus wird offenbar durch ein Buch. Wo ist Jesus jetzt gerade? Im Himmel. Aber wie lerne ich von ihm? Durch ein Buch auf der Erde. Und genau so funktioniert es andersrum. Wo sind wir jetzt gerade? Auf der Erde. Aber wie lernen die Engel über uns? Durch Bücher im Himmel. Schauen wir uns das ganz kurz an. Denn die Bibel sagt ja, das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Und was steht in den Büchern? Wir lesen in Offenbarung 20, Vers 10: Die Toten wurden gerichtet gemäß ihren was? Ihren Werken. Ja, wir werden erlöst durch Gnade, aber werden gerichtet, sagt die Bibel ganz eindeutig, gibt es keinen Zweifel daran, wir werden gerichtet nach den Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben steht. Das heißt, es gibt Bücher, dort steht das drin, was ich getan habe, meine Werke. Jetzt, was genau bedeutet das? Stehen da alle Werke drin? Denn Gott wird jedes Werk, absolut jedes Werk, alles, was ich getan habe. Und jetzt, denke ich, wird uns langsam bewusst, dass dieses Gericht eine ziemlich interessante Sache ist, oder? Eine ziemlich wichtige Sache und eine ziemlich persönliche Sache. Denn, mein lieber Freund, liebe Freundin, alles, was du jemals getan hast, ist im Himmel verzeichnet.

[49:19] Jetzt, was gehört dazu? In Lukas lesen wir von Jesus: Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird, und nichts ist geheim, das nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird. Gibt es dort irgendetwas, was verborgen bleibt? Nichts. Im himmlischen Gericht kommt alles ans Tageslicht. Es gibt Dinge, die sind so geheim, die haben wir nicht mal unserem Ehepartner gesagt, oder? Nicht mal unserem besten Freund. Es gibt manchmal Dinge, die haben wir so verdrängt, dass wir uns selbst nicht mehr daran erinnern können, oder? Aber im himmlischen Gericht kommt das alles zu Tage. Alles. Und das sind nicht nur unsere Taten, denn die Bibel sagt erstmal natürlich, dass die Taten gewogen werden. Von ihm werden die Taten gewogen. Aber die Bibel sagt auch, dass wir zum Beispiel Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts von jedem unnützen Wort. Also nicht nur das, was ich Gutes getan habe, was ich Schlechtes getan habe, auch das, was ich geredet habe. All meine Worte sind aufgezeichnet. Frage: Haben wir schon ein paar unnütze Worte geredet? Dinge, wo wir gesagt haben: Meine Güte, was für ein Quatsch habe ich da erzählt? Wir können das vergessen, nicht wahr? Aber im himmlischen Gericht gibt es dort, das müssen nicht nur Meter sein, das müssen Kilometerweise sein, exakte Transkripte von allen unseren Worten. Aber nicht nur das. Die Bibel sagt sogar, dass die Absichten der Herzen offenbar werden. Das heißt, hast du mal erlebt, dass du etwas tun wolltest und fest entschlossen warst es zu tun, aber die Umstände dich daran gehindert haben es zu tun? Schon mal vorgehabt, eine Sünde zu tun, etwas irgendwohin zu gehen, wo ich hätte hingehen sollen, etwas zu dir zu nehmen, was du hättest nicht zu nehmen wollen, aber es war halt gerade nicht zur Verfügung da? Oder das war ein Glück. Ich habe die Sünde nicht begangen, nicht wahr? Gott hat mich gerettet. Nein, im Herzen haben wir es schon getan, nicht wahr? Und die Bibel sagt sogar, das, was wir vorhatten zu tun, was wir zwar nicht getan hatten, weil die Umstände es nicht erlaubt haben, aus irgendwelchen Gründen, selbst das wird offenbar werden. Das ist ziemlich krass, oder? Sogar die Absichten der Herzen werden offenbar. Und natürlich auch die Gedanken und Gesinnungen. Das ist der Grund, warum dieses Gericht stattfinden muss für die Engel. Denn sehen die Engel das, was wir tun? Sehen die das? Die sehen ganz klar, was ich tue. Die hören auch meine Worte, oder? Jetzt gerade, während ich rede, hören die Engel, was ich rede. Sie sehen, wie ich gestikuliere. Aber etwas können sie nicht. Sie können nicht in meine Gedanken schauen. Sie können nicht sehen, ob ich vielleicht, während ich jetzt gerade rede und gestikuliere, vielleicht etwas völlig anderes denke. Könnte ja sein, oder? Also nicht, dass ich das tue. Aber es wäre ja möglich, dass ich hier stehe und das Evangelium predige und die Engel denken vielleicht: Schau her, da predigt ihm das Evangelium. Aber in meinen Gedanken tue ich etwas, was die Bibel Sünde nennt. Da würde es der Engel so nicht merken, richtig? Aber Gott sieht es. Der Heilige Geist sieht es. Und im Gericht wird es offenbar. Da kann jemand ganz fleißig im Gottesdienst sitzen, in der Kirche und alle Lieder mitsingen und gespannt der Predigt zuhören. Aber in seinem Herzen wandern seine Gedanken ganz woanders hin, nicht wahr? Das merkt kein Prediger, kein Pastor, kein Priester, kein Nachbar, der daneben sitzt. Aber der Geist Gottes merkt es. Und im Gericht werden diese Dinge offenbar.

[52:51] Es heißt hier: Siehe, das ist von mir aufgeschrieben. Ich will nicht schweigen, sondern vergelten eure Sünden und die Sünden eurer Väter miteinander, spricht der Herr. Aber es gibt auch die andere Seite. In Maleachi 3, Verse 16 bis 18 heißt es: Da besprachen sich die Miteinander, welche den Herrn fürchteten. Und der Herr achtete darauf und hörte es. Und ein was? Ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und seinen Namen hoch achten. Und dort heißt es: Und sie werden von mir, spricht der Herr der Herrscher, an als mein auserwähltes Eigentum behandelt werden, an dem Tag, den ich bereite. Und ich will sie was? Verschonen. Wo haben wir gestern das Wort verschonen gehabt? Kann ich mich erinnern? Wer wurde verschont, haben wir im gestrigen Vortrag? Die Israeliten, die was getan haben? Das Blut des Lammes an die Türpfosten gestrichen haben. Sie wurden verschont. Und auch mit uns. Ja, wir sind Sünder. Wir haben Dinge getan, die sind schlecht. Wir haben Dinge gesagt, die waren unnütz. Wir haben vielleicht Dinge gedacht, die waren völlig fehl am Platz. Aber das Blut Jesu, wenn wir es annehmen, reinigt uns von aller Sünde. Und dann werden wir verschont. Und unsere Entscheidung für Christus und unsere guten Taten, die wir in Christus tun, werden aufgezeichnet in diesem Gedenkbuch, wenn wir ihm dienen. Und Gott macht einen Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen. Einen gewaltigen Unterschied. Und interessanterweise, das finde ich so schön. Das heißt hier, du zählst in Psalm 56, Vers 9: Du zählst, wie oft ich fliehen muss. Sammle meine Tränen in deinen Schlauch. Wer von uns ist schon mal geflohen? Schon mal geflohen? Vielleicht nicht aus einem Land, aber vor einer Situation schon mal geflohen? Vor einem Stress geflohen? Vor einer Person geflohen? Aus lauter Angst auf das Zimmer gerannt und auf das Bett geschmissen und in das Kissen reingebissen und geweint? Keiner hat es gehört? Der Heilige Geist hat es gehört. Der Heilige Geist hat es gesehen. Es heißt: Sammle meine Tränen in deinen Schlauch. Stehen sie nicht alle, oder stehen sie nicht wo? In deinem Buch. Da ist keine einzige Träne, die ich vergossen habe, aus Trauer, aus Schmerz, aus Sorge um die Sünde, aus Zerknirschung, aus Reue, die nicht aufgezeichnet ist im Buch. Jede einzelne Sünde und jede einzelne Träne und jedes einzelne Bekenntnis, jede einzelne Emotion, jedes einzelne Bekümmernis, jede einzelne Sorge, jeder Schmerz, all das steht in Gottes Buch. Er kennt uns wahrhaftig besser als wir uns selbst. Und das ist auch der Grund, warum er uns besser verteidigt als wir. Er kennt uns besser. Und das Einzige, was wir tun können in diesem Fall ist, einfach ihm alle Akten zu übergeben und zu sagen: Herr Jesus, nimm du mein Leben.

[55:47] Was passiert, wenn ich ihm einige Akten zurückhalte? Wenn ich sage: Nimm du hier, das sind die ganzen Akten von meinem Leben, aber da gibt es eine Akte, die ist so dreckig, so schmutzig, da sage ich, das gebe ich nicht meinem Anwalt, das möchte ich nicht, dass er das liest. Das behalte ich für mich. Was passiert dann im Gericht? Der Verteidiger verteidigt mich auf all dem, was ich mir gegeben habe. Und dann kommen die Sünden ran. Und wer verteidigt mich dann? Dann muss ich ran. Deswegen ist es so wichtig, dass wir alle Dinge Jesus übergeben. Und seien sie noch so dreckig und seien unsere Sünden noch so schmutzig und seien sie noch so pervers. Wenn sie in Jesu Hand sind, sind sie in guter Hand. Wenn sie im himmlischen Heiligtum bei Jesus sind, dann sind sie in guter Hand. Aber können wir uns vorstellen, dass diese Bücher das himmlische Heiligtum richtig verunreinigen? Stellen wir uns vor, Gott hat so ein Buch von mir. Ich weiß, was ich in meinem Leben alles getan habe. Und mein Buch ist bestimmt keine angenehme Lektüre. Gibt es jemanden, der sagt: Mein Buch wäre ein Bestseller? Vielleicht in der heutigen Welt. Heute verkaufen sich schlimme Geschichten gut. Aber im Himmel sind das keine Bestseller. Das ist Schmuddelliteratur. Da kommt keine Schmuddelliteratur, irgendeine Bibliothek mit dem, was allein in den Büchern von uns, die wir hier versammelt sind, drinsteht. Geschweige denn von denen, die vor dem Livestream sitzen. Geschweige denn von all den Menschen. Stellen wir uns diese Bibliothek vor. Jedes einzelne Buch dort im Himmel. Sünden, Abfall, schlimme Geschichten, natürlich auch gute Geschichten. Aber können wir uns vorstellen, warum Gott sein Heiligtum reinigen möchte? Dass er all die Sünden raushauen möchte? Dass er das Heiligtum, dass er die Sünden austilgen möchte?

[57:32] Es heißt hier: Der Herr wird zählen, wenn er die Völker verzeichnet. Jeder einzelne Mensch, egal welcher Rasse, welcher Nation. Ob aus Afrika oder aus Asien, aus Südamerika, aus Australien, aus Europa, aus Nordamerika. Und wenn jemand von der Antarktis kommt. Sie sind alle aufgezeichnet im Buch des Herrn. Und dort gibt es ein besonderes Buch. Das wollen wir uns kurz anschauen. Es heißt hier: Es wurden Bücher geöffnet und ein anderes Buch wurde geöffnet. Das ist das Buch des Lebens. Und das ist das wichtigste Buch von allen. Denn in diesem Buch steht was drin? Namen. Da stehen nur Namen. Und es heißt hier, dass die Namen nicht ausgelöscht werden unter einer Bedingung. Nämlich, wer überwindet. Wie kann man überwinden? Wie hat Jesus überwunden? Es steht geschrieben. Und wenn wir das in unserem Leben erleben, wird auch unser Name nicht ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens.

[58:25] Jetzt, die Bibel macht deutlich, dass dieses Buch des Lebens was enthält? Namen. Und es gibt in der Bibel noch ein anderes Buch, das enthält nur Namen. Das findet sich hier, 1. Mose 5. Wer von uns hat schon mal versucht, die Bibel durchzulesen? Von 1. Mose 1. Wie weit sind wir gekommen? Eigentlich sind wir durch. Wunderbar. Es gibt viele, die haben abgebrochen. Und raten wir in welchem Kapitel zuerst? 1. Mose 5. Warum? 1. Mose 1 ist die Schöpfung. 1. Mose 2 ist auch die Schöpfung. 1. Mose 3 ist der Sündenfall. 1. Mose 4 ist Kain und Abel. 1. Mose 5 ist Geschlechtsregister. Und dann wurde er 130 Jahre alt. Dann kam sie, dann kam er. Und man fragt sich: Was soll das? Warum all diese Geschlechtsregister? Es ist ein Buch, das nur Namen enthält. Aber ich möchte heute den Vorschlag machen, dass diese Geschlechtsregister in Wirklichkeit jedes einzelne von ihnen, es gibt viele in der Bibel, jedes einzelne Geschlechtsregister ein Hinweis ist auf das Buch des Lebens. Denn es heißt in Jesaja 4, Vers 3, dass jeder, der heilig genannt wird, zum Leben eingeschrieben ist in Jerusalem.

[59:34] Jetzt, wenn ich in ein Geschlechtsregister eingetragen werden sollte, was musste ich tun? Wenn ich in ein Geschlechtsregister im alten Israel eingetragen werden musste, was muss ich tun? Man muss geboren werden. Ganz genau. Da kann man gar nichts tun. Man muss geboren werden. Denn wenn jemand geboren wird, sein Name sei Jael oder Jared oder wie auch immer, dann wird er kurz danach eingetragen. Geboren in Jerusalem, geboren in Hebron, geboren in Bethlehem. Geschlechtsregister, nicht wahr? Der ist dort geboren, der ist dort geboren. Wenn ein Kind geboren wurde, wurde es eingetragen in die Stadt, wo es geboren worden ist, z.B. hier in Jerusalem. Aber gibt es auch ein himmlisches Jerusalem? Die Bibel sagt in Hebräer 12, Vers 22, dass es dort ein himmlisches Jerusalem gibt, eine himmlische Stadt. Und gibt es für diese Stadt auch ein Geschlechtsregister? Definitiv. Es ist das Buch des Lebens. Es enthält all diejenigen, die dort in dieser Stadt Wohnrecht haben. Denn es heißt: Die sind im Himmel angeschrieben, die Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind oder aufgeschrieben sind. Und unser Bürgerrecht ist wo? Wer von uns ist aus Deutschland? Wer ist aus Griechenland? Wer ist aus Kroatien, Serbien? Wer ist aus Slowenien? Hallo Thomas. Aber in Wirklichkeit...

[1:01:05] Wenn wir Jesus angenommen haben, sind wir alle gar nicht hier. In Wirklichkeit haben wir alle eine doppelte Staatsbürgerschaft. Italien habe ich vergessen. Wir haben alle eine doppelte Staatsbürgerschaft. Wir sind alle sekundär aus Slowenien und aus Griechenland und aus Italien und aus Deutschland. Aber primär sind wir woher? Aus Neu-Jerusalem. Dort ist unser Wohnrecht, unser Bürgerrecht. Wir sind Wanderer, wir sind Fremdlinge, wir sind eigentlich sozusagen Ausländer im eigenen Land. Bürgerrecht ist im Himmel. Und Jesus sagt: "Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel angeschrieben sind."

[1:01:39] Frage: Wie wird man nochmal geboren? Wie kommt man in das Geschlechtsregister hinein? Man wird geboren, richtig? Aber wie kommt man in dieses himmlische Geschlechtsregister? Was muss ich tun, dass dort mein Name eingetragen wird in dieses Buch des Lebens, dass ich ein Bürgerrecht habe, dort in dieser Stadt? Die Bibel sagt es ganz deutlich: "Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen." Was ist die Bedingung, um das Reich Gottes zu sehen? Was ist die Bedingung, um hineinzukommen in diese Stadt Jerusalem? Ich muss von Neuem geboren werden.

[1:02:21] Wie kann ich von Neuem geboren werden? Die Bibel sagt: "Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht das Reich Gottes eingehen." Wir haben einen anderen Vortrag ausführlich dazu. Wenn wir diese Wiedergeburt erleben, wenn wir neu anfangen mit Jesus und all unsere Akten ihm übergeben und sagen: "Ich will neu anfangen mit dir, übernimm du mein Leben", dann wird dort ab diesem Moment mein Name, Christopher Kramp, in das himmlische Buch eingetragen, in das Buch des Lebens. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.

[1:02:46] Die Frage heute Abend ist: Möchtest du, dass dein Name im Buch des Lebens steht? Bist du dir sicher, dass dein Name dort steht? Hast du alles Jesus übergeben? Und Jesus sagt zu Mose, dass er jeden aus dem Buch herauslöschen wird, der gegen mich sündigt. Das heißt, wer an der Sünde festhält, wer im Leben gegen Jesus lebt, der wird, auch wenn er sich mal für Jesus entschieden hat, aber dann durch die Rebellion wieder gegen Jesus arbeitet, dessen Name wird aus dem Buch wieder ausgelöscht oder getilgt.

[1:03:23] Jetzt, was ist Gottes Plan? Was soll eigentlich getilgt werden dort im himmlischen Heiligtum? Was soll getilgt werden? Sünde. Aber was passiert, wenn ich eine Sünde festhalte? Wer wird dann getilgt? Mein Name, der Sünder. Das heißt, etwas muss getilgt werden. Entweder meine Sünde oder der Sünder. Entweder die Tat, die ich getan habe, oder mein Name. Und das ist die große Frage: Was wird in deinem Fall der Fall sein?

[1:03:48] Wir wollen abschließen vor der Pause mit einer kurzen Geschichte in Sacharja 3, Vers 1. "Und er ließ mich den hohen Priester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand. Der Satan aber stand zu seiner Rechten, um was zu tun? Um ihn anzuklagen." Und der hohe Priester Jeschua ist ja ein Symbol für jeden einzelnen Gläubigen, der im himmlischen Gericht sozusagen durch die Bücher vor Gericht steht. Und Satan klagt ihn an. Aber dann sagt Jesus etwas Erstaunliches und etwas Spannendes. Er sagt: "Da sprach der Herr zum Satan: Der Herr schelte dich, du Satan!" Das ist eine schöne Formulierung, nicht wahr? "Der Herr schelte dich, du Satan." Ja, der Herr schelte dich. Er, der Jerusalem erwählt hat, ist dieser nicht ein was? Ein Brandscheit, das aus dem Feuer rausgerissen ist?

[1:04:25] Frage: Wer von uns hat schon mal ein Feuer gemacht? Schon mal Feuer gemacht? Wer von uns hat schon mal einen Brandscheit aus dem Feuer rausgeholt? Schon mal gemacht? Mit Handschuhen? Wer schon mal mit bloßer Hand? Ist nicht so einfach, oder? Jetzt, wie wertvoll sind Brandscheite? Was für einen Materialwert haben die? Darauf kann man keinen Pfifferling mitkaufen, nicht wahr? Das ist absolut wertlos. Warum würde man, außer vielleicht in besonderen Fällen, normalerweise macht man das nicht, dass man mit seiner Hand in ein Feuer greift, um einen Brandscheit herauszuholen?

[1:05:07] Hast du einen Brandscheit rausgeholt, der völlig gebrannt hat, oder? Okay. Der hat teils gebrannt, nicht wahr? Du hast wahrscheinlich an dem Ende angefasst, wo es nicht gebrannt hat, oder? Okay. Aber die Bibel macht deutlich, dass wir alle Brandscheite sind, die in der Sünde, im Feuer der Sünde verkohlt sind. Und brennen wir völlig von der Sünde, oder sind wir nur teils Sünde? Nein, wir sind völlig in dem Feuer und jemand holt uns aus dem Feuer heraus. Mit bloßer Hand. Das ist das, was Jesus getan hat. Mit bloßer Hand hat er in das Feuer reingegriffen, hat gesagt: "Dieser Brandscheit, dort für die Welt sieht er verkohlt aus, aber ich sehe dort einen gewaltigen Wert darin. Es ist mein Brandscheit." Er hat hineingegriffen und hat ihn rausgeholt, hat sich dabei selbst fürchterlich verbrannt. Diese Schmerzen hat er auf sich genommen, um dich und mich aus dem Feuer rauszuholen.

[1:05:58] Frage: Wenn man diese Schmerzen auf sich genommen hat, würde man dann leichtfertig den Brandscheit wieder zurückwerfen? Wahrscheinlich nicht, oder? So sagt Jesus: "Ist dieser nicht dein Brandscheit, das aus dem Feuer rausgerissen hat?" Ich habe so viel investiert und solange er bei mir bleiben möchte, solange er bei mir bleiben möchte, werde ich ihn nicht zurückwerfen. Aber wer der Brandscheit ruft und sagt: "Wirf mich zurück ins Feuer, da war es so schön warm. Das war so prickelnd, die Sünde. Bitte Jesus, lass mich los, ich will mehr Sünde erleben." Wird Jesus dann den Brandscheit festhalten und sagen: "Nein, nein, nein, nein." Jesus wird schon unseren Wunsch erfüllen, nicht wahr? Der Brandscheit selbst kann nicht herausspringen, nicht wahr? Jesus hat uns herausgeholt und wenn wir bei ihm bleiben. Jesus sagt: "Niemand kann euch aus meiner Hand herausholen, es sei denn, ihr schreit selbst zurück nach Ägypten, zurück in die Sklaverei, zurück zur Sünde." Das wäre aber dann sehr dumm.

[1:06:58] Joshua hatte unreine Kleider an und stand doch vor dem Engel, aber das ist ein so wunderbares Bild. Ja, wir sind unrein, ja, wir haben gesündigt, aber Jesus steht vor uns. Er ist der Fürsprecher und er sagt: "Schau, schau auf mich, Gott, mein gerechtes Leben im Austausch für seine Sünden, weil er alle Sünden mir übergeben hat, schenke ich ihm alles, was ich zu bieten habe und wir stehen gerechtfertigt vor Gott." "Siehe, ich habe deine Sünde von dir genommen und lasse dir Festkleider anziehen." Und dann heißt es, dass diese Sünden ausgebügelt werden und wir werden mit weißen Gewändern im symbolischen Sinne vor Gott stehen und Jesus wird kommen können.

[1:07:35] Wer von uns hat Sünden, von denen er sagt: "Ich wünsche mir, dass der himmlische Radiergummi, der himmlische, wie sagt man, Tintenmarke, wie sagt man, Tintenkiller." Wisst ihr, welche Farbe er hat? Rot. Ein roter Tintenkiller und das Schöne an diesem Tintenkiller ist, er schreibt rot, aber hinter ist alles weiß. Die Gewänder werden im Blut des Lammes weiß gewaschen, so sagt es die Offenbarung. Die Gewänder sind schmutzig, sie werden ins Blut hineingetaucht und hinter ist es weiß, weiß. Gibt es irgendeine Sünde, die zu schrecklich ist, dass sie nicht von diesem roten Tintenkiller, von diesem Radiergummi ausradiert werden kann? Warum also an den Sünden festhalten, warum nicht alles Jesus übergeben?

[1:08:28] Nachdem du live zuschaust und wenn du in meinen Wegen wandelst und meinen Dienst eifrig versehen wirst, so sollst du auch mein Haus regieren und meine Vorsteher hüten und ich will dir Zutritt geben unter Diesling. Was wird am Ende der Maßstab sein? Was wird den Ausschlag geben, wonach Gott beurteilen wird? Nach welchem Maßstab wird er entscheiden, auf welcher Seite du und ich stehen wirst?


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