[0:00] So, noch einmal einen wunderschönen guten Abend an alle, die jetzt noch später dazugekommen sind oder sich jetzt gerade vielleicht in den letzten Minuten dazugeschaltet haben im Internet. Schön, dass Sie alle hier sind und dass Sie alle jetzt live dabei sind. Und wenn ich mich nicht alles täusche, dann läuft die Leitung, dann läuft das Internet und Sie können mich sehen und hören und sich freuen. Ich freue mich auch und will beten, dass diese Freude beiderseits so weitergeht.
[0:35] Wir haben jetzt heute unseren sechsten Vortrag. Wir haben schon einiges gelernt. Wir haben darüber gesprochen, dass es in den Krisen dieser Zeit einen Ausweg gibt. Und was ist der Ausweg? Der Ausweg ist die Bibel und die biblische Prophetie, die sagt, Jesus kommt wieder. Und wir haben gesehen, dass um die Bibel zu verstehen, gibt es einen Bibelcode, aber der hat nichts damit zu tun, dass man Buchstaben aussucht, sondern damit, dass man Vers mit Vers versteht und vergleicht und damit die biblischen Prophezeiungen entschlüsseln kann. Und als wir das getan haben, haben wir festgestellt, es gibt durch die ganze Bibel hindurch eine Auseinandersetzung. Wir nennen auch den Krieg zwischen Christus und Satan. Und wir haben gesehen, dass durch diesen Krieg unser Leben manchmal konfus und finster und durcheinander gerät. Aber dann gibt es etwas, nämlich das Licht, das hineinscheint, das Licht des Evangeliums, des Wortes in unsere Seele. Und wir möchten dadurch Gott näher kennenlernen. Und wo kann man ihn besonders gut kennenlernen? Haben wir im letzten Vortrag besprochen. Im Zelt, im Heiligtum, das er auf die Erde gebracht hat, in die Wüste, wo wir ihm begegnen können, wo wir näher zu ihm kommen können, das ein Symbol war für dieses himmlische Heiligtum, wo Jesus Christus jetzt unser Hoherpriester ist.
[1:52] Und heute wollen wir sprechen über den Einen. Und ich freue mich sehr darauf. Es ist ein wunderbares, spannendes Thema. Ich hoffe, Sie sind schon bereit. Und ich möchte mit einem kurzen Gebet starten und dann direkt hineingehen in unser Thema.
[2:05] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken von ganzem Herzen, dass wir dieses Thema heute haben dürfen, dass du uns zusammengeführt hast hier, hier in Bad Cannstatt und auch vor den Rechnern. Und wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass du uns erklärst, was du zu sagen hast und dass wir von dir lernen dürfen und dich besser verstehen dürfen. Herr Jesus, wir bitten es in deinem kostbaren Namen. Amen.
[2:34] Die Temperatur liegt bei ungefähr angenehmen 32, 33 Grad. Es gibt eine leichte, angenehme Brise vom Atlantischen Ozean, genauer gesagt vom Golf von Guinea. Es ist weißer Sandstrand, ein paar verspielte Cliffs dort und dann diese wunderbaren Palmen, die im Wind wehen. Es ist fast das Paradies. Und wenn man einmal vom Sehblick sich umdreht, dann sieht man diese wunderbaren weißen Forts und diese weißen Burgen, die dort die ganze Landschaft säumen und zwar ganz Westafrika von Senegal bis nach Kamerun. Alle paar Kilometer findet man solche wunderbaren weißen Gebäude, die in dieser Landschaft so einen unglaublichen Eindruck machen, aber die ein dunkles Geheimnis bergen.
[3:33] Ich hatte das Vorrecht, ich habe es vor einigen Tagen schon mal kurz angedeutet, mal in Westafrika zu sein und dort in Ghana eines dieser Forts zu besuchen. Wir waren in dem ältesten und größten in Elmina. Elmina wurde gefunden von den Portugiesen noch bevor Kolumbus Amerika entdeckt hat. Da haben die das gebaut hier. Da wussten die noch nichts von Amerika und von der neuen Welt. Und es ist das größte Fort, das dort in Westafrika jemals gebaut wurde, von den Portugiesen, wie gesagt, erbaut. Am Anfang, in den ersten Jahren, um Güter zu tauschen, dort an der Küste, besonders in Ghana, gibt es viel, viel Gold, man nennt es auch die Goldküste und angeblich kommt auch der Begriff Elmina daher, was von Portugiesisch die Mine herrührt. Und für das Gold hat man den Einwohnern dort viele wertvolle Gegenstände, Tabak und Styritosen am Strand gelassen.
[4:33] Nach einiger Zeit hat sich der Handel geändert und man hat nicht mehr einfach nur Güter getauscht, man hat ganz schnell hier nicht mehr Güter eingelagert, sondern Menschen. Sklaven. Und das haben nicht nur die Portugiesen gemacht, einiger Zeit waren dann die Holländer dort und übrigens alle europäischen Länder, ob das jetzt die Franzosen waren, die Briten, die Preußen, die Schweden, die Dänen, die Holländer, die Portugiesen, alle waren sie dort beschäftigt, jeder hatte so seinen Küstenabschnitt.
[5:03] Hier, das ist ein Aufschnitt aus Psalm 132, da ist mitten in diesem Gebäude ein Raum, ein Andachtsraum, eine Kapelle, wo dann die Holländer, die später dann dieses Fort übernommen hatten, ihren Andachtsraum hatten und die die Bibel gelesen haben und hier geht es um den Berg Zion und nur ein paar Meter unter dem Holzboden sind die schwarzen Sklaven buchstäblich verreckt. Dies ist eines der Verliesse dort, in diesem Raum haben 400 Frauen drei Monate lang gehaust, gelegen. Da gab es auch keine Betten, da gab es keine Stühle, da gab es keine Sanitäranlagen, da gab es gar nichts für drei Monate, da gab es nur Ketten und das war ziemlich bedrückend.
[5:56] Heute ist es, wie gesagt, sehr leer, man findet ab und zu noch ein paar Flughunde, die oben an der Decke sitzen, aber über Jahrhunderte hinweg haben dort Christen aller Konfessionen, egal ob Katholiken oder Protestanten, das einzige, was sich dann immer geändert hat, wenn dann die Protestanten kamen, die haben dann den Kirchturm abgenommen und dann war es plötzlich ein protestantisches Fort, haben dort mit Menschen Sklaverei betrieben und wenn diese Menschen dann nach einigen Monaten dort fast am Ende waren, wurden sie gebracht an diesen Ort, das war ganz unten im Verlies, das war, im Englischen heißt es, the point of no return, das war der Ort, an dem es dann keine Rückkehr mehr gab, die wurden einzeln durch dieses enge Spalt hindurchgetrieben, aber nicht ins Licht und nicht in die Freiheit, sondern das war hier dann so ein Gang, so eine Rampe, die führte direkt auf ein Schiff und dieses Schiff fuhr dann über den wunderbaren Mittelmeer, über den Atlantik, Verzeihung, direkt nach Amerika, wo dann diese Menschen weiter versklavt wurden und interessanterweise waren es nicht nur die Kolonialherren, die Weißen, die dort versklavt haben, sondern es haben sich ganz oft auch Afrikaner gegenseitig verkauft, das ist auch Teil der Geschichte, dass dort für Alkohol und für Nikotin und für andere Güter manche Häuptlinge ihre eigenen Stämme oder andere Stämme verkauft haben und gegenseitig Krieg geführt haben, um dann den weißen Sklavenhändlern wieder Material zu liefern. Eine sehr, sehr bedrückende Geschichte, die mir zu denken gegeben hat, das Thema Sklaverei ist ja in unseren Breiten nicht mehr so gegenwärtig, aber wenn du drüber nachdenkst, was diese Menschen gelitten haben und was Sklaverei eigentlich für eine schlimme Sache ist, dann war dieser Besuch auf jeden Fall wert, darüber nachzudenken, was Menschen auch im Namen der Religion sich gegenseitig angetan haben und mir ist bewusst geworden, Sklaverei ist wirklich etwas, was ich in meinem Leben nicht erleben möchte, unter keinen Umständen.
[7:47] Warum erzähle ich Ihnen das? Weil der Mensch, mit dem wir uns schon längere Zeit beschäftigt haben, Daniel, dieser Prophet, von dem wir einige Prophezeiungen bereits studiert haben, wir haben Daniel 2 studiert, wir haben Daniel 7 studiert, wir haben Daniel 8 studiert, auch Daniel war ein Sklave, er war gefangen genommen worden von den Babyloniern samt vielen anderen Judäern. Man muss fairer halber sagen, dass es dem Daniel nicht ganz so schlecht ging, wie den westafrikanischen Sklaven dort in diesem Fort. Er hat dann eine ganz gute Ausbildung erhalten, aber er war auch gefangen und manche Wissenschaftler, manche Theologen gehen sogar davon aus, dass er, weil er ein Diener am Hofe war, auch ein Eunuch gewesen sein muss. Und wir können uns das nicht mit den Sätzen vorstellen, was das für Schmerzen gewesen sind, die er sowohl seelisch als auch körperlich erlitten hat, in der Sklaverei. Und wir haben von ihm gehört, aber dieser Daniel hat einiges erlebt.
[8:44] Und dieser Daniel war vielleicht auch deswegen so betrübt oder so aufgewühlt, als er in der Vision, die wir am letzten Dienstag angesprochen haben, die wir studiert haben und die wir dann kurz vor Ende abgebrochen haben, weil wir gesagt haben, der Hauptteil kommt noch, dass er dort gehört hat auf die Frage, wie lange noch, wie lange soll das Heiligtum verwüstet bleiben, der Opferdienste der Zertretung Preise geben wird. Diese Frage hat ja etwas bei ihm eine Seite zum Klingen gebracht. Denn wenn er an Heiligtum dachte, wenn er an Opferdienst dachte, dann dachte er nicht zuerst an das himmlische Heiligtum, obwohl die Juden ja wussten auch im Alten Testament, dass es ein himmlisches Heiligtum gibt. Für ihn war es viel naheliegender zuerst einmal zu denken an das irdische Heiligtum, an den irdischen Tempel, der dort verwüstet war von den Babyloniern, der dort zertreten war, wo nur noch Ruinen war. Und als er diese Frage hört, wie lange noch, hört er diese verstörende Antwort bis zu 2300 Abende und Morgen. Dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden. Ich kann mir vorstellen, wie für einen Moment Daniel überlegt hat, Herr Jesus, natürlich hat er nicht gesagt, wahrscheinlich hat er gesagt, Gott im Himmel. 2300 Abende und Morgen, das sind nach der biblischen Prophetie und die kannte er von Ezekiel. 2300 Jahre willst du damit sagen, dass wir noch für zwei, fast zweieinhalb Jahrtausende hier in der Sklaverei bleiben? Ihm wurde ja gesagt, das Gesicht bezieht sich auf fernliegende Tage und er hat es nicht verstanden. Und er war niemand, der es verstanden hat und egal wen er gefragt hat, niemand konnte es ihm erklären. Er hatte alles andere erklärt bekommen. Er wusste, der Witter, das ist Melopersien, der Ziegenbock, das ist Griechenland und da kommt ein kleines Horn und all das hat er verstanden, aber nicht verstanden, was hat es mit diesem 2300 Abende und Morgen auf sich? Was hat es mit diesem verwüsteten Heiligtum auf sich?
[10:43] Und er hat sich gefragt, was soll ich tun? Jetzt, wer von uns hat schon mal die Situation gehabt, dass er die Bibel aufgeschlagen hat und einen Text gefunden hat, den er nicht verstanden hat? Schon erlebt? Oh ja, viele ehrliche Leute hier. Und ich denke, es geht euch wahrscheinlich auch so, die ihr live zuschaut. Die Bibel ist, ich würde nicht sagen voll, aber es gibt eine ganze Reihe von Texten der Bibel, die sind schwer zu verstehen und da geht man von einer Person zur nächsten und fragt, kannst du mir das erklären? Und die anderen sagen, naja, gute Frage, gute Frage.
[11:09] Nun, was soll man tun, wenn man an einen Text stößt, der einen Kopf zerbrechen bereitet, den man nicht wirklich verstehen kann? Hier ist das, was Daniel getan hat. Das heißt, im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia ergangen war. Also wo ist er hingegangen? Zur Bibel. Er ist zu einem anderen Propheten gegangen, zu einem anderen Buch, hat gesagt, wenn ich das jetzt nicht verstehe, was ich bei Daniel lese, seinem eigenen Buch, wenn ich mein eigenes Buch nicht verstehe, vielleicht hilft es mir, wenn ich zu Jeremia gehe oder wenn ich zu Jesaja gehe. Er hat also versucht, wie wir das auch machen in unserer Serie hier, Bibelfersen mit anderen Versen zu vergleichen und da liest er auch von der Verwüstung Jerusalems und was hat die Jeremia gesagt? Wie lange sollte die Verwüstung andauern? 70 Jahre. Und in seinem Kopf, denke ich, sind diese beiden Dinge jetzt nicht ganz zusammengekommen. Gott, wenn es nur 70 Jahre dauern sollen nach Jeremia, warum heißt es dann hier in meiner Vision, dass da 2300 Jahre vergehen sollen?
[12:05] Und als er nicht mehr mit Lesen weiterkommt, betet er. Das heißt, ich warnte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn und um ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche. Wir können daraus etwas sehr, sehr Praktisches lernen. Nämlich, wie versteht man schwere Texte? Was muss ich tun? Erstens, haben wir schon gesagt, wir müssen die Bibel lesen, weiterlesen, nicht aufgeben. Andere Texte finden, die vielleicht mehr Licht auf den schwierigen Vers werfen. Und dann zweitens, was müssen wir tun? Beten, ganz genau. Bibelstudium und Gebet zusammen sind eine Kraft und ich empfehle, wann immer wir die Bibel lesen, immer vorher zu beten. Bitte niemals die Bibel lesen ohne Gebet, denn wenn wir sie verstehen wollen, müssen wir den fragen, der sie inspiriert hat.
[12:49] Aber es gab noch etwas, was er außerdem tat. Etwas, was noch dazu kam zu Bibelstudium und Gebet und ich glaube, manchmal ist das etwas, was auch uns hindert, die Bibel richtig zu verstehen und Daniel hat dieses Hindernis verstanden und er hat es aus dem Weg geräumt. Lesen wir weiter in Vers 4.
[13:15] Der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren und achten jetzt darauf, was er sagt. Wir haben was? Gesündigt und haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt. Wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen. Mit anderen Worten, was tut Daniel hier? Er bekennt seine Sünde, ganz genau, er bekennt seine Sünde und manchmal ist es tatsächlich der Fall, dass wir in der Bibel lesen und wir wollen etwas verstehen und wir können es nicht verstehen, weil da gibt es etwas, was in unserem Leben noch ungeklärt ist zwischen Gott und uns.
[13:53] Und Daniel hat es verstanden und interessanterweise, nur so ein Nebenpunkt, Sie können das Buch Daniel durchlesen, von Daniel 1 bis Daniel 12. Sie werden nicht eine einzige Tatsache finden, eine Aktion, ein Wort, eine Handlung, wo wir den Eindruck bekommen würden, dass Daniel hier etwas Schlechtes getan hat. Nur will ich nicht sagen, dass Daniel sündlos war. Natürlich war Daniel auch ein Sünder wie alle anderen Menschen, aber er war so eng mit Gott verbunden, dass die Bibel keine Sünden von ihm aufschreibt. Er war mit Sicherheit einer von denjenigen, die wirklich den Sieg über Sünde und über Sünden erhoben haben und trotzdem sagt er nicht, das Volk hat gesündigt und das Volk hat Unrecht getan. Er sagt, wir haben gesündigt und wir haben Unrecht getan und wir sind gesetzlos gewesen.
[14:39] Weiter sagt er oder wir wissen schon, das haben wir studiert, Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Das wird in diesem Vers auch sehr deutlich. Und dann sagt er hier, wir haben auch nicht auf deine Knechte, die Propheten gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern und zu dem ganzen Volk des Landes geredet haben. Daniel macht hier einen entscheidenden Punkt. Er sagt, wir sind in die Sklaverei gekommen, weil wir gesündigt haben.
[15:07] Und eigentlich waren wir mal in der Freiheit. Wir waren dort mal im Land Israel, im Land Kanaan und hatten dort unsere Weinberge und unsere Felder und unsere Dörfer und Städte. Wir hatten alles in Freiheit, aber wir haben gesündigt. Wir haben das Gesetz Gottes gebrochen und da hat Gott Propheten gesandt. Er hat uns Nachrichten gegeben und wir haben sie ignoriert. Und wir sind weiter hineingegangen in die Sünde und als wir so tief versklavt waren, innerlich von der Sünde, hat Gott kein anderes Mittel mehr gefunden, als uns äußerlich in die Sklaverei zu schicken, damit wir verstehen, wie tief wir innerlich versklavt sind. Und so sagt er in Vers 7, du, Herr, bist im Recht. Uns aber treibt es heute die Schamröte ins Gesicht.
[15:49] Nun, es ist eine Sache, wenn man merkt, dass man etwas Falsches getan hat und man hat es nicht vorher besser gewusst. Schon mal erlebt, dass man irgendwie plötzlich die Bibel liest und plötzlich stellt man fest, meine Güte, die Bibel sagt, das und das sollte man nicht tun, das habe ich ja immer getan. Ich habe es nicht gewusst. Schon mal erlebt? Das ist natürlich schon ein Schock vielleicht, dass man denkt, wow, ich habe die ganze Zeit etwas Falsches getan. Aber es ist eine ganz andere Sache, wenn ich etwas verkehrt getan habe, wenn ich etwas Falsches getan habe und ich weiß in meinem Herzen, ich habe es besser gewusst. Gott hat mich gewarnt, oder? Und ich tue diese Sünde, ich tue dieses Falsche, was im Messe ist und dann fällt es mir ein, Gott hat es mich längst davor gewarnt. Er hat mir sogar den Ausweg gezeigt und ich habe es ignoriert. Schon mal gegangen so? Dass man wusste, dass du oder ich, dass wir gewusst haben. Gott möchte das nicht und er hat uns ganz deutlich gezeigt, wie wir es besser machen können und aus irgendeinem Grund haben wir es ignoriert und haben uns richtig tief hineingeritten. Das kann passieren, das ist dem Volk Israel passiert und ich glaube, wenn wir ganz ehrlich sind zu uns selbst, wir brauchen nicht die Hand heben, aber wenn wir ganz ehrlich zu unserem eigenen Herzen sind, dann ist uns allen das schon so gegangen, dass wir Dinge getan haben, die falsch waren, nicht weil wir es nicht besser gewusst haben, sondern obwohl wir es besser gewusst haben.
[17:10] Und das führt automatisch zur Sklaverei. Aber Daniel erinnert sich daran, mitten in der Sklaverei sagt er, halt einen Moment mal, obwohl wir jetzt in der Sklaverei sind, obwohl wir gefangen sind und wir können nicht heraus, wir haben jetzt keinerlei Entscheidungsmöglichkeit, wir können nicht einfach Babylon verlassen, kann ich mich erinnern, dass es dort eine Situation gab, wo vor vielen Jahrhunderten Gott schon einmal uns aus der Sklaverei geführt hat. Das heißt nun aber Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus dem Land, aus welchem Land? Aus dem Land Ägypten herausgeführt hast. Mit anderen Worten, Gott, wir haben solch einen Mist gebaut, wir sind so weit abgewichen. Ja, wir hätten es besser machen können, aber ich weiß, du kannst uns sogar daraus herausholen, weil du hast es schon einmal getan. Das ist eine hoffnungsvolle Botschaft, wenn wir von einem Fehler überrannt werden, wenn wir die Warnung Gottes ignorieren und wir rennen die Sünde nicht hinein und dann fällt es uns wie Schuppen von den Augen, wir sind verführt worden und wir haben es wieder getan, dann können wir uns daran erinnern, was Gott schon in der Vergangenheit für uns getan hat.
[18:19] Und so erinnert er sich an den Plan Gottes, wie er sein Volk aus der Sklaverei aus Ägypten herausgeführt hat. Nun, Ägypten war ein interessantes Land. Ägypten war eine der großen Hochkulturen des Altertums und viele Menschen sind sehr interessiert an den ägyptischen Pyramiden und an dem Wissen der Ägypter, vielleicht auch an der Religion und an ihrer Kultur, aber die Bibel macht ganz deutlich, dass Ägypten auch die Israeliten versklavt hat und für sich hat arbeiten lassen und sie äußerst schlecht behandelt hat. Und die Bibel sagt uns, dass Gott sie herausgeführt hat und schauen wir mal, mit welchem Begriff das Volk Israel benannt wird. Es heißt hier, einen Weinstock hast du aus Ägypten herausgebracht, du hast die Heidenvölker vertrieben und ihn gepflanzt.
[19:12] Als Gott das Volk Israel aus der Sklaverei aus Ägypten herausgeführt hat, sagt die Bibel, hat er einen Weinstock genommen, merken wir uns das Wort, einen Weinstock und hat ihn in das Land Kanan eingepflanzt. Nun, wie war die Situation dort? Sie wurden geschlagen, sie wurden misshandelt, sie wurden ungerecht behandelt, ihnen wurden Arbeiten aufgebürdet, die sie nicht schaffen konnten. Ist jemand von uns schon mal so gegangen, dass er eine Arbeit aufgebürdet bekommen hat, die er Menschen unmöglich schaffen konnte? Alle Schüler haben so mal den Eindruck, nicht wahr? Zu viele Hausaufgaben. Aber ich glaube, wir alle haben die Situation schon erlebt, wo einfach die Dinge zu viel werden. Wir können es gar nicht schaffen, es ist Menschen unmöglich und das war ein Dauerzustand für dieses Volk. Wir haben gerade davon Stress gesprochen. Ich glaube, hier war so manches Herz verstopft, manche Herzkranzgefäße völlig zu. Stress und Sklaverei von morgens bis abends.
[20:16] Aber das Schöne ist, was die Bibel sagt und das ist so eine ermutigende Botschaft, die Bibel sagt und der Herr sprach, ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten sehr wohl gesehen und ich habe ihr Geschrei gehört und die, welche sie antreiben, ja, ich kenne ihre Schmerzen. Egal, wie unsere Situation ist, ob wir uns elend fühlen, ob wir am liebsten aufschreien vor lauter Druck, äußerlich oder innerlich, ob wir frustriert sind. Jesus sagt, ich kenne deine Schmerzen.
[20:57] Ich habe es gesehen. Ich habe deine Schreie gehört und wenn du gestern Nacht in dein Kissen geschrien hast, damit es keiner hören kann und ich habe deine Tränen gesehen, ich weiß, wie es dir geht und ich bin herabgekommen, um sie zu, eher was, zu erretten. Aus der Hand der Ägypter, uns hier aus diesem Land zu führen in ein gutes und weites Land und Gott schaut hinab auf sein Volk, dieses Volk, das so arm dich dort war, dass ich nicht selbst retten konnte, das völlig hilflos war und er sagt, ich komme zu euch. Ich habe eure Situation gesehen. Ich habe sie gehört. Ich weiß, wie es euch geht. Ich möchte euch herausholen und er kam und schauen wir, wie er Israel hier nennt. Er beruft seinen Knecht Mose und er bringt seinen Bruder Aaron mit und sie gehen zum Pfarrer und es heißt hier, und du sollst zum Pfarrer sagen, so spricht der Herr, Israel ist mein, was? Mein erstgeborener Sohn.
[21:58] Also was war das erste Symbol für Israel? Das erste Symbol war der Weinstock und hier wird er genannt, der erstgeborene Sohn. Israel ist mein erstgeborener Sohn und man kann sich fast vorstellen, wie Gott so eine Botschaft gibt zu dem Pfarrer, Israel ist mein Sohn. Das ist mein Kind. Wage ja nicht noch einmal, mein Kind anzuhören. Stellen wir uns vor, wir haben ein Kind in der Schule und dieses Kind wird von dem Lehrer gemobbt und geschlagen. Können wir uns vorstellen, wie wir als Eltern teilhaben und hingehen würden und sagen würden, Max ist mein Kind. Das ist mein Sohn oder Susanne ist meine Tochter. Das kommt nicht noch einmal vor. Und so sagt Gott, Israel ist mein erstgeborener Sohn. Wage du das Volk länger zu versklaven. Das ist wie Gott uns sieht, wie er für uns eintritt. Er möchte sagen, du bist mein erstgeborener Sohn und heißt es hier, der Herr redet zu Mose und Aaron im Land Ägypten und sprach, dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein. Er soll für euch der erste Monat des Jahres sein und der erste Monat hieß zunächst einmal Abib und später wurde er umgenannt in Nisan. Sagen wir die beiden Worte mal. Abib und dann Nisan.
[23:13] Bis zu einer gewissen Periode hieß dieser Monat Abib, später wurde er umgenannt in Nisan. Nur dass man das in der Bibel findet, man beide Begriffe. Meistens nennen wir ihn heute den Nisan. Es ist der Monat, der ungefähr in unserem Kalendersystem von Mitte März bis Mitte April geht. Und dann heißt es hier, rede zu der ganzen Gemeinde Israels und sprecht. Am zehnten Tag dieses Monats nehme sich jeder Hausvater ein Lamm. Ein Lamm für jedes Haus. Und dieses Lamm sollte besonders sein. Es sollte nämlich wie sein? Makellos, männlich und einjährig. Von den Schafen und von den Ziegen solltet ihr es nehmen. Und ihr solltet es aufbewahren bis zu welchem Tag? Bis zum 14. Tag dieses Monats. Wie ist der Monat nochmal? Nisan oder Abib. Und die ganze Versammlung der Gemeinden Israels soll es zur Abendzeit schächten. Und im Hebräischen steht ja eigentlich wörtlich zwischen den Abenden. Zwischen den Abenden ist ein bisschen komisch, weil man denkt sich, es gibt ja nur einen Abend am Tag, oder? Aber für die Hebräer gab es zwei Abende. Interessant, oder? Der erste Abend war um zwölf Uhr mittags. Ich weiß nicht, ob sie jemals daran gedacht haben, dass um zwölf Uhr mittags Abend sein kann. Aber die Idee ist ganz einfach, denn um zwölf Uhr mittags beginnt die Sonne zu sinken. Geht schon mal los. Und dann irgendwann gegen 18 Uhr ist sie dann dort in dem Raum völlig untergegangen. Und zwischen den Abenden ist also sozusagen zwischen Mittag, wo die Sonne anfängt zu sinken. Und dann irgendwann 18 Uhr oder wann auch immer, wo sie dann ganz gesunken ist. Und wann wäre dann zwischen den Abenden? Ungefähr in der Mitte. Nachmittags, 15 Uhr ungefähr. Ungefähr in dieser Zeit. Da sollte das Lamm geschächtet werden.
[24:56] Und dann heißt es, und sie sollen von dem Blut nehmen und damit beide Türpfosten und die Oberschwellen der Häuser bestreichen. Frage. Gehen wir jetzt mal kurz weiter. Das Blut sollte also in Türpfosten gestrichen werden. Und dann heißt es, sie sollen das Fleisch mit derselben Nacht essen. Am Feuer gebraten, mit ungesäuertem Brot, mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. Und das Blut soll euch zum was sein? Zum Zeichen dienen an euren Häusern, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich, und das ist ein so schönes Wort, verschonen und euch vorüber gehen. Die Idee ist, dass das ganze Land Ägypten Plagen bekommen hat, aber dass Gott verschonend an den Israeliten vorbeigehen würde. Waren die Israeliten weniger Sünder als die Ägypter? Ja oder nein? Nein, die waren genauso Sünder und die waren auch in der Sklaverei. Aber jeder, der das Blut an den Türpfosten hat, der würde verschont werden.
[25:53] Nun, Frage. War das Blut ausreichend? Ja oder nein? Ja. Nein. Ja. Nein. Nur, dass sie es gehört haben. Ja. Nein. Also, wer ist für Ja? Hände hoch. Wer ist für Ja? Wer ist für Nein? Das sieht für 50-50 aus. Wer ist unentschieden? Das ist okay. Es ist 33-33. Ja, wie auch immer. Ja, das Blut war ausreichend und nein, das Blut war nicht ausreichend. Was meine ich damit? Sie brauchten nur das Blut. Mussten sie irgendwas anderes haben? Nein. Aber hätte es jemanden gerettet, wenn er das Blut genommen hätte und er wäre in seine Wohnung gegangen und hätte gesagt, naja, ich bin halt mal jetzt ein Privatgläuber. Ich nehme das Blut einfach für mich in mein stilltes Kämmerlein und dann wird schon alles in Ordnung sein. Hätte das ausgereicht? Nein. Das Blut an sich hätte noch nicht ausgereicht, obwohl das Blut an sich ausreicht. Denn das Blut musste wohin? An die Türpfosten. Es ist nichts anderes dazu, aber dieses Blut musste an eine bestimmte Stelle. Das Blut selbst an und für sich einfach nur ins private Kämmerlein genommen, hätte noch nicht ausgereicht. Man brauchte ein öffentliches Bekenntnis zum Blut. Ja, auch ich bin einer von diesen Israeliten, die glauben, dass man durch Blut gerettet wird.
[27:18] Jetzt, wer von Ihnen hat schon mal sein Haus mit Blut bestrichen? Das ist nicht besonders gewöhnlich, oder? Ist auch nicht vielleicht der schönste Anblick, vielleicht auch nicht mal der schönste Geruch, an den Türpfosten Blut zu streichen. Und ich bin mir ganz sicher, da gab es bestimmt auch manche Ägypter, die da Blut gestrichen haben. Und vielleicht gab es auch den einen oder anderen Israeliten, der gesagt hat, ach so ein Quatsch. Wir glaubten so ein Märchen. Was ist jetzt an dem Blut so besonders? Aber überall dort, wo das Blut öffentlich an den Türpfosten gestrichen war, überall dort, ging Gott verschonend herüber.
[27:56] Und dann heißt es, er hat sie auf Adlersflügeln, was? Getragen und sie zu sich gebracht. Wir werden in den nächsten Tagen noch mehr darüber sprechen. Gott hat sein Volk liebevoll geführt. Er hat sie nicht getrieben, er hat sie getragen. Er war unter ihnen, hat sie Schritt für Schritt geführt. Und dann heißt es, wenn ihr wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet. Wollte Gott, dass das Volk ihm gehorcht? Ja oder nein? Er wollte es. Er hat sie herausgeführt aus der Sklaverei, damit sie ein freies Volk sein könnten. Und dieses freie Volk hatte einen Auftrag.
[28:31] Es heißt hier nämlich in Jesaja 60, zum Volk Israel mache dich auf, werde was? Licht. Und wir haben schon mit das Licht gesprochen. Was ist das Licht in der Bibel? Das Licht des Evangeliums, der guten Nachricht, dass Gott aus der Sklaverei rettet, dass er Sünden vergeben kann, dass er uns verschonen kann. Und was dem Volk Israel, das diese Erfahrung kollektiv gemacht hatte, das kollektiv aus der Sklaverei heraus gekommen war und Gottes besonderes Eigentum geworden war. Diesem Volk war der Auftrag gegeben, mache dich auf, werde Licht. Denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir und Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen. Was war die Idee? Wenn das Volk Israel erzählt, wie es ihnen gegangen ist, was sie erlebt haben, dann werden sie nicht nur selbst gesegnet sein, sie werden zu einem Leuchtfeuer, einem Leuchtturm, einem Lichtblick inmitten dieser heidnischen, dunklen Welt gewesen. Und andere Heidenvölker werden wohin gegangen? Nach Israel. Die Ammoniter, die Amalekiter, die Hethiter, die Kananiter, die Hiviter, die Periziter, die Ägypter, all die anderen Völker wären gekommen, die Elamiter, die Babylonier, ganz genau, es gibt eine ganze Reihe mehr. Wir könnten den ganzen Abend damit füllen, sie aufzuzählen. Gottes Plan war, dass alle Heidenvölker zu den Israeliten kommen und von den Israeliten lernen, wie Gott aufs Adlersflügel, aus der Sklaverei herausführt, in das wunderbare Licht seines Charakters, seines Wesens.
[30:05] Aber die Jahrzehnte vergingen, die Jahrhunderte vergingen und Gott wurde ziemlich ernüchtert. Und derselbe Prophet Jesaja schreibt Folgendes, dass Gott mal wieder singt. Können wir uns erinnern, wo Gott schon mal gesungen hat? Das Klaglied, genau, in welchem Kapitel? In Ezekiel 28, als es ging um den Fall von Luzifer. Ich stelle mal ein Klaglied an und hier haben wir wieder Gott, der singt. Das heißt, ich will auch singen von meinem Geliebten, ein Lied meines Freundes von seinem Weinberg. Jetzt, wofür steht der Weinberg? Für Gottes Volk, für Israel. Mein Geliebter hatte einen Weinberg auf einem fruchtbaren Hügel und der Gobi nahm und säubert ihn von Steinen und bepflanzt ihn mit edlen Reben. Mitten darin baute er einen Turm und hieb auch eine Kälte darin aus und er hoffte, dass er gute Trauben brächte, aber er trug was? Schlechte.
[30:51] Hier haben wir Gott, der einen Weinberg aus Ägypten nimmt und ihn verpflanzt auf einen fruchtbaren Hügel, der all die Steine herausnimmt, die Disteln herausnimmt, einen Turm baut, alles tut, was man nur tun kann und sich sagt, ich habe eine edle Pflanze, ich habe alles getan, ich habe alle Hindernisse entfernt. Nach menschlicher Logik, nach göttlicher Logik müsste jetzt was kommen. Eine gute Frucht, eine edle Pflanze, alle Hindernisse entfernt, gutes Klima, fruchtbarer Boden, an Sonne und Regen wird es nicht mangeln. Eigentlich müsste da Gutes herbeivorkommen, aber es kam nur Schlechtes. Und Gott fragt diese verzweifelte Frage seinem Volk, nun ihr Bürger von Jerusalem und ihr Männer von Judas, sprecht recht zwischen mir und meinem Weinberg. Er sagt gut, sagt mir, sagt objektiv, liege ich falsch? Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe?
[31:51] Dann denkt ihr, das ist eine Frage, die Gott auch uns stellt. Gibt es etwas, was ich nicht für dich getan habe, was ich hätte tun können? Warum hoffte ich dann, dass er gute Trauben brächte, aber er trug nur Schlechte? War ich einfach ein Illusionist, ein Utopist, dass ich geglaubt habe, wenn ich alles für dieses Volk tue, wenn ich sie befreie aus der Sklaverei, wenn ich ihnen alles gebe, was zum Leben notwendig ist, ihnen alle Verheißungen gebe, das Evangelium gebe, war ich dann zu weit gegriffen, dass ich gehofft habe, dass sie gute Menschen sind, dass sie einen guten Charakter haben, dass sie die Sünder hassen, dass sie ein Licht werden für andere. War das zu weit gegriffen? Gott stellt diese Frage, denn dieser Weinstock Israel scheint offensichtlich über die Jahrhunderte größtenteils schrecklich versagt zu haben.
[32:41] Es heißt hier, denn das Haus Israel ist der Weinberg des Herrn, der Herrscher und die Männer von Judas sind seine Lieblingspflanzung, es war sein Lieblingsweinberg und doch heißt es und er hoffte auf was? Auf Rechtsbruch und siehe da, blutiger Rechtsbruch. Er hoffte auf Gerechtigkeit und siehe da, Geschrei über Schlechtigkeit. Im Hebräischen ist es übrigens auch ein Reim. Und dann sagt er hier in der Remia, ein anderer Prophet, und doch hatte ich dich gepflanzt als eine Edelrebe von ganz echtem Samen. Es waren keine Heuchler, die da das Volk Israel ausgemacht haben, es war ein echter Same und doch, sagt er, wie hast du dich mir verwandeln können in wilde Ranken eines fremden Weinstocks? Gott sagt, ich habe alles für dich getan und doch hast du dich entfernt, du hast dich mir entfremdet.
[33:28] Kann es man mal vorkommen, dass wir, für die Gott alles getan hat, dass wir uns ihm entfremden, dass wir uns verwandeln, dass wir Dinge, die wir früher mal geglaubt haben, nicht mehr so wirklich in unserem Herzen haben und Stück für Stück manchmal ganz unmerklich, das merkt man manchmal erst nach einer langen Zeit. Das ist diese berühmte Abweichung um 0,01 Grad, die merkt man erst nach mehreren Kilometern. Plötzlich merkt man, man hat sich von Gott meilenweit entfernt. Und dann sagt er, ja, wenn du dich auch mit Lauge waschen und viel Seife dazu nehmen würdest, so würde deine Schuld vor meinem Angesehen doch was bleiben. Schmutzig. Und die Wahrheit ist, egal wie viel wir uns waschen und wie toll wir versuchen, irgendwie das wieder auszumerzen, wir kriegen es einfach nicht ab.
[34:10] Und so betet Daniel, komm mal zurück zu deiner Neuen, nach seiner Erinnerung an was in Ägypten passiert ist, wie Gott das Volk aus der Sklaverei herausgeführt hat, jetzt sieht er das und sieht, du hast uns aus der Sklaverei herausgeführt, du hast uns freigemacht und jetzt sind wir nach vielen Jahrhunderten wieder am gleichen Punkt. Schon mal erlebt, dass du eine Sünde Gott übergeben hast und gesagt, nie wieder. Und manchmal vergehen dann 1, 2, 3, 5, 10 Jahre und plötzlich denkst du, ich bin am gleichen Punkt. Ich habe in den letzten Jahren keinen Schritt weiterentwickelt. So ging es dem Volk Israel. Sie waren wieder in der Sklaverei, wieder auf 0.
[34:59] Neige dein Ohr, mein Gott und höre, tue deine Augen auf und siehe unsere Verwüstung und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist, denn nicht um unserer eigenen Gerechtigkeit willen. Warum nicht um unsere eigene Gerechtigkeit will? Da gibt es keine. Da gibt es nichts, was wir in die Backstalle werfen können. Nicht um unsere Gerechtigkeit willen, sondern um deiner großen was? Deiner großen Barmherzigkeit. Können wir uns erinnern, wir haben am Dienstag gesprochen über die Barmherzigkeit. Wie können wir zum Thron der Barmherzigkeit kommen? Wie können wir da hingehen? Weiß es jemand noch? Mit welcher Einstellung?
[35:31] So lasst uns nun mit Freimütigkeit, und Freimütigkeit war was? Geradeaus, mutig. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen. Das Volk Israel brauchte Barmherzigkeit und so betet Daniel mit Freimut und sagt, Herr Jesus, wir haben gesündigt, aber du hast uns verheißen. Nicht wegen unserer Gerechtigkeit, sondern wegen deiner Verheißung. Und wir können heute, liebe Freunde, liebe Zuschauer, wir können dasselbe beten. Und deswegen sagt er, das ist Freimut. Herr, höre. Herr, vergib. Herr, achte darauf und handle und zögere nicht. Das klingt freimütig, oder?
[36:16] Schon mal so gebetet. Mit der Bibel in der Hand. Gott, du hast es versprochen. Ich bin hilflos. Ich kann nicht. Ich bin verloren, aber du hast es versprochen. Handle. Rette mich. Danke dir, dass du es verheißen hast. Das ist Freimut. Um deiner selbst willen, mein Gott, denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt. Das ist ein interessanter Gedanke. Wer ist die Stadt? Die Stadt ist Jerusalem, richtig? Wer ist das Volk? Israel. Was bedeutet es, dass Jerusalem und Israel nach dem Namen Gottes genannt sind? Schon mal nachgedacht? Frage.
[36:55] Wo machen wir das als Menschen, dass wir uns gegenseitig nach gewissen Namen nennen? Wir verheiratet sind, nicht wahr? Meine Frau ist nach meinem Namen genannt. Und sie freut sich auch darüber. Man kann nicht drüber streiten, ob das ein Zugewinn war oder ein Verlust. Sie hat auch einen schönen anderen Namen gehabt. Aber die Idee, warum sie nach meinem Namen genannt ist, ist, weil wir sind einen Bund eingegangen, einen Ehebund. Und das ist die Idee, dass es hier heißt, denn nach deinem Namen ist dein Staat und dein Volk genannt.
[37:37] Denn das Volk Israel, die Stadt Jerusalem, ist einen Bund eingegangen. Und ist Gott treu im Bund? Aber das Volk Israel war untreu gewesen. Aber deinem betet Gott, du hast diesen Bund gemacht und du bist treu und du kannst uns wieder zurückholen. Und das finde ich so schön. Es heißt hier, was ist das nächste Wort? Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte und meine Bitte für den heiligen Berg meines Gottes vor den Herren meinen Gott brachte, also während er noch betet, ja während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an. Er hatte noch nicht Amen gesagt, da war die Antwort schon da. Und wer kommt zu ihm? Gabriel, da heißt es, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte. Von welchem Gesicht spricht er hier, wenn er sagt, den ich im Gesicht gesehen hatte?
[38:27] Wir hatten Gabriel schon erlebt in der Vision, die wir am Dienstag besprochen hatten, nämlich in Daniel 8. Als Daniel in Daniel 8 die Vision hatte mit dem Witter und dem Ziegenbock und er es verstehen wollte, da hieß es ja in Vers 16, Gabriel erkläre diesem das Gesicht. Das heißt, derselbe Engel, der in Daniel 8 kommt, um zu erklären, der Witter, der Ziegenbock, das ist Griechenland und das erste Horn ist der ansehnliche König und so weiter und so fort. Derselbe Gabriel von Daniel 8 kommt jetzt und erklärt ihm auch Daniel 9.
[39:02] Warum? Denn Daniel studiert ja immer noch diese Frage mit den 2.300 Armen am Morgen, was hat es damit auf sich mit dieser Verwüstung des Heiligtums, erklär mir das bitte Gott. Und so kommt derselbe Engel nochmal und schauen wir, was es weiter heißt. Und er wies mich und redete mit mir und sprach, Daniel, was ist das nächste Wort? Jetzt bin ich ausgegangen. Mit anderen Worten, vor einigen Stunden oder Tagen wäre ich nicht ausgegangen. Warum? Was hatte Daniel in der Zwischenzeit gemacht? Er hatte gebetet und die Bibel studiert, er hat auch gefastet und er hatte seine Sünden bekannt, die Sünden seines Volkes.
[39:38] Und als er das getan hat, heißt es, jetzt bin ich ausgegangen, jetzt kommt die Antwort, jetzt kommt die Rettung und könnte es sein, dass wir manchmal das Gefühl haben, dass unsere Gebete bis zur Zimmerdecke gehen, weil wir noch unbekannte Sünde irgendwo tief in unserem Herzen haben. Der Engel sagt, jetzt, als der Weg frei ist, als alles geklärt ist zwischen dir und Gott, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lernen. Jetzt woran hat es ihm gemangelt in Daniel 8? An Verständnis, er hatte nicht verstanden, was sind diese 2.300 Armen am Morgen, den Rest hat er verstanden. Nur diese eine Vers, der war ihm unklar und der Engel sagt ihm jetzt, jetzt wirst du Verständnis erlangen, du wirst es jetzt begreifen.
[40:18] Nun, und das ist, finde ich, das Allerschönste von allen Versen hier. Als du, was ist das nächste Wort, anfingst zu beten, erging ein Wort. Jetzt, das muss man sich mal ganz praktisch auf der Zunge zergehen lassen. Das bedeutet, schon mal erlebt, dass jemand gesagt hat oder selbst wieder das Gefühl hatten, ich weiß nicht wirklich, wie man beten kann, bete du lieber für mich. Ich weiß nicht richtig die Worte. Ja, schon mal erlebt? Vielen geht das so. Was die Bibel sagt ist, als Daniel niedergekniet hat und seinen Mund geöffnet hat und auch bevor der erste Konsonant durch seinen Rachen hindurch das Licht des Tages erblickt hat, da war der Befehl schon ergangen, Gabriel, der Daniel fängt an zu beten, vorwärts, los, geh zu ihm.
[41:07] Das heißt, dem Gott im Himmel kommt es gar nicht so darauf an, ob wir jetzt die richtigen Formulierungen finden und richtig angemessen beten, wenn wir nur niedergeknien, unser Herz voll ist mit einem Gebetsanliegen, wir wissen gar nicht, wie wir es ausdrücken sollen, aber wir fangen einfach an, unseren Mund zu öffnen, Gott weiß ja schon längst, was im Herz drin ist. In dem Moment, wo wir anfangen zu beten, da geht das Wort Engel, dort betet niemand. Dein Mensch betet, geh. Als du anfängst, erging ein Wort. Nach diesem Vers braucht niemand Angst haben zu beten, denn es kommt gar nicht so darauf an, was wir beten, weil Gott weiß ja sowieso, bevor wir anfangen zu beten, ist die Antwort schon unterwegs. Es kommt darauf an, dass wir wollen und ich bin gekommen, es dir zu verkünden, denn du bist ein vielgeliebter Mann, so achte nur auf das Wort und was steht hier als nächstes? Verstehe das Gesicht. Kann man das Gesicht verstehen? Ja oder nein? Man kann es verstehen, der Gabriel sagt, verstehe es, begreife es und so sagt er uns auch jetzt heute, begreif die Vision.
[42:10] Und wir wollen uns ganz kurz diese vier Verse anschauen, die der Gabriel ihm jetzt sagt. Über dein Volk, wer ist dein Volk? Israel. Und über deine heilige Stadt, wer ist die heilige Stadt? Jerusalem. Sind siebzig Wochen bestimmt, um die Übertretung am Ende zu machen und die Sünden abzutun und die Missetat zu süden und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen. Frage, so viel haben wir schon verstanden in unserer Vortragsreihe. Wer brachte die ewige Gerechtigkeit? Jesus Christus. Offensichtlich hat diese Prophezeiung etwas zu tun mit dem Kommen von Jesus, mehr dazu gleich.
[42:42] So wisse und verstehe, vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten dem Fürsten vergehen sieben Wochen und 62 Wochen Straßen und Gräben werden wieder aufgebaut und zwar in bedrängter Zeit. Wir gehen alle Verse gleich nochmal ausführlich durch und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und ihm wird nichts zuteil werden, die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören und sie geht unter in der überströmenden Flut und bis ans Ende wird es Krieg geben, festbeschlossene Verwüstung. Und er wird mit den vielen einen was? Einen festen Bund, Bibel nennt ihn auch den neuen Bund, schließen eine Woche lang und in der Mitte der Woche wird er was? Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen. Und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt und zwar bis die festbeschlossene Vernichtung sich über den Verwüste ergießt.
[43:32] Fangen wir hiermit an. Er sagt über dein Volk, wir haben gesagt das ist Israel und deine heilige Stadt, haben wir gesagt das ist Jerusalem, sind 70 Wochen bestimmt. Jetzt dieses Wort bestimmt kommt in der hebräischen Bibel nur ein einziges Mal vor und wenn es die Frage wo, dann wissen sie es nämlich in Daniel 9 Vers 24. Es kommt an keiner anderen Stelle vor, das heißt es zu übersetzen ist gar nicht so einfach. Was man dann machen muss, man muss sich die Grundform anschauen. Das ist also eine abgeleitete Form von einem Verb, das heißt Ratak, sagen wir das mal gemeinsam. Ratak und das klingt schon so wie es auch, was es auch meint, es meint nämlich abgeschnitten. Ratak, Ratak, das heißt diese 70 Wochen könnte man auch übersetzen sie sind abgeschnitten oder ja abgeschnitten um dann für das Volk und für die Stadt reserviert zu sein.
[44:25] Da werden 70 Wochen von etwas abgeschnitten um für Jerusalem und für das Volk zu reservieren, um es für sie zu bestimmen. Wenn ich also zum Bäcker gehe und sage, dieser Teil des Brotes ist für mich bestimmt, sagt man vielleicht nicht genau so, aber wir verstehen was gemeint ist, dann würde der genau diesen Teil des Brotes abschneiden, von einem größeren Abteil, das ist für mich bestimmt. Oder wir haben einen großen Topf mit Nudeln und eine unserer Familienangehörigen ist nicht da, dann tun wir die Nudeln auf den Teller und sagen, dieser Teil davon, das ist bestimmt. Es ist abgeschnitten, es ist abgenommen von etwas Größerem, es ist bestimmt für eine bestimmte Person, ein bestimmtes Volk.
[45:09] Das heißt, wenn 70 Wochen bestimmt sind, dann müssen wir uns natürlich fragen, wovon sind sie bestimmt, wovon sind sie abgeschnitten. Aber fragen wir uns erstmal das, 70 Wochen sind eigentlich wie viele Tage? Das ist einfache Mathematik, 70 mal 7 sind 490, ganz genau. Und 490 Tage, das ist jetzt ganz einfach, das sind wie viele Jahre in der biblischen Prophetie? 490 Jahre, denn die Bibel sagt, ein Tag für ein Jahr, ganz genau, immer wieder das gleiche, 490 Jahre.
[45:41] Das heißt, 490 Jahre sind für Israel, sind für Jerusalem bestimmt, sind abgeschnitten, abgeschnitten, aber die Frage ist, wenn ich Brot abschneide, wovon kann ich Brot nur abschneiden? Von Brot, richtig, ich kann Brot nicht von einem Kaktus abschneiden, macht das Sinn? Wovon kann ich also, wenn ich also Jahre abschneiden will, wovon muss ich sie abschneiden? Von Jahren, ich kann sie nicht von irgendwas anderes abschneiden. Das heißt, die 490 Jahre müssen abgeschnitten sein von einer anderen Zeitperiode, die jetzt kleiner oder größer ist. Größer, sonst kannst du sie nicht abschneiden. Und welche Zeitperiode in deinen 8 und 9 gibt es noch, von der diese 490 Jahre abgeschnitten sein müssen? Helfen Sie mir, die 2300 Abend und Morgen, ganz genau.
[46:26] Das heißt, diese große Periode, 2300 Abend und Morgen, da werden 490 Jahre abgeschnitten, bestimmt. Für wen? Für Jerusalem und für Israel, ganz genau. Und jetzt finden wir etwas Interessantes. Wir hatten ja gesagt, das Problem an diesen 2300 Abend und Morgen, gehen wir mal kurz zurück, ist ja, dass in Daniel 8 kein Anfangszeitpunkt gegeben wird. Und wenn ich kein Anfangszeitpunkt gebe, dann ist das so wie mit der Maya-Theorie, können Sie sich an den Maya-Kalender noch erinnern? Mit all den verschiedenen Baktun und Uinal und Kin und so weiter, da wird alles addiert und am Ende weiß keiner, was rauskommt, weil niemand weiß, wo es losgeht. Da gibt es 1000 Theorien und interessanterweise, nur nebenbei, als ich das studiert habe mit dem Maya-Kalender, da fand ich einen Wissenschaftler, der sich empört beschwert hat, dass so viele Wissenschaftler, wohlgemerkt, die sich mit dem Maya-Kalender befassen, beim Rechnen immer vergessen, dass es das Jahr Null nicht gab. Da kann ich nochmal drauf zukommen.
[47:28] Also ein Fehler, der immer wieder gemacht wird, auch heute noch, weil selbst bei der Maya-Kalender-Theorie, dass die Wissenschaftler immer nicht daran denken, dass es da ein Jahr Null nicht gab. Aber ich werde es Ihnen gleich noch später genauer erklären, was ich meine. Ganz genau, gehen wir weiter.
[47:42] Der Ansatz, der Anfang für diese 2900 Abend und Morgen, wird uns gegeben, wenn wir Daniel 9 dazunehmen, diese 490 Jahre, die dort abgeschnitten sind, denn diese 490 Jahre haben einen Anfang, dieser Anfang wird genau bestimmt vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems. Nun, diesen Erlass gibt es nicht einmal oder zweimal in der Bibel, den gibt es gleich dreimal, es gibt drei Erlasse in der Bibel. Und die Frage, die wir ganz kurz hier anschauen wollen, in zwei Minuten, ist, welcher von diesen drei Erlassen ist jetzt der richtige? Nur für den Fall, dass Sie mal das gefragt werden.
[48:17] Der erste Erlass, den wir finden in der Bibel, ist der in Kyros. Aber bevor wir das anschauen, noch ganz kurz, was muss im Erlass drinstehen? Was muss wiederhergestellt werden? Jerusalem. Gut, der erste Erlass kommt von Kyros, von wem? Kyros. Und Kyros sagt, so spricht Kyros, der König von Persien, der Herr, der Gott des Himmels, hat mir alle Königrechte der Erde gegeben und er selbst hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem. Jetzt, was soll gebaut werden hier? Welches Haus? Der Tempel. Wird hier die Stadt Jerusalem gebaut? Nein, hier in diesem ersten Befehl wurde nur der Erlass gegeben, um den Tempel aufzubauen. Also Kyros befiehlt, dass der Tempel aufgebaut wird.
[49:58] Der zweite Befehl kommt von König Darius, von wem? Darius. Und da heißt es hier, dass er nachforscht in dem Urkotenhaus und er findet in Achmeta, in der Königsburg, in Provenzmedien, eine Schriftrolle, darin war folgende Denkwürdigkeit niedergeschrieben. Im ersten, ja, und jetzt wird das alles zitiert aus dem ersten Befehl, und dann heißt es hier im zweiten, lasst Sie arbeiten an diesem Haus Gottes. Mit anderen Worten, der erste Befehl war angefangen worden, aber dann war er unterbrochen worden, und dann durfte nicht weitergebaut werden. Dann haben sich die Juden beschwert, und dann wurde ein zweiter Befehl ausgestellt, der gesagt hat, okay, es darf weitergebaut werden an dem Tempel. Also ist dieser Befehl der, den wir suchen? Nein, also der erste kam von Kyros, der zweite kam von Darius, und beide waren nicht wirklich hilfreich.
[49:47] Hier kommt der dritte. Der dritte kommt von König Athasasta, oder auch Adaxerxes genannt, und Sie können den ganzen Befehl nachlesen in Ezra 7, aber entscheidend ist, was passiert, als die Israeliten mit diesem Befehl, der im siebten Jahr des Königs Athasasta ausgestellt wird, nach Jerusalem gehen. Sie fangen an, etwas zu tun, und als sie das tun, beschweren sich die Nachbarn sozusagen. Schon mal erlebt, dass die Nachbarn sich beschweren? Nachbarn können ganz schön taff sein, nicht wahr? Und hier beschweren sich die Nachbarn und schreiben an den Athasasta zurück, bist du dir sicher, was du da gesagt hast? Bist du dir sicher, was das für Konsequenzen hat? Schau mal mit deinem dritten Befehl, was da passiert. Sie bauen die Stadt wieder auf. Die Mauern werden vollendet, die Grundfesten werden ausgebessert. Können wir sehen, dass dieser dritte Befehl dazu geführt hat, dass die Stadt tatsächlich wieder aufgebaut wurde. Das heißt, dieser dritte Befehl von Athasasta, gegeben im siebten Jahr des Königs Athasasta, war der Befehl, der den Startpunkt gibt für Daniel 9 und für Daniel 8.
[50:47] Und wann erging dieser Befehl? Geschichte lehrt uns, dass dieses Jahr genau, und das kann man sogar mit Sonnenfinsternissen beweisen, dieses Jahr war explizit im Jahre 457 v. Chr.
[50:59] Nun, gehen wir weiter. Also wir haben einen Startpunkt 457 v. Chr. Können wir uns das merken, 457? Von dort an sollen gezählt werden jetzt 7 Wochen und 62 Wochen. Frage, 7 plus 62, das ist nicht so schwer, oder? 69.
[51:18] Jetzt kommen wir zur höheren Mathematik. 69 mal 7, wer kann mir das ausrechnen? Wer hat es jetzt schon rausgefunden in seinem Kopf? 483. Darf ich mal fragen, wer von Ihnen hat versucht, 7 mal 69 zu rechnen? Und wer hat 7 mal 70 gerechnet und hat 7 abgezogen? Die Menschheit lässt sich einkategorieren in zwei Menschengruppen. Es gibt Menschen, die rechnen das 7 mal 69, es gibt Menschen, die rechnen das 7 mal 70, 490 und ziehen einfach 7 ab. Wenn ich jetzt sage, wer in welche Gruppe fällt, dann bin ich hinterher ein toter Mann, deswegen sage ich nicht. Aber vielleicht haben Sie eine Vorstellung, welches Geschlecht er dazu neigt. 7 mal 70 zu rechnen. Das ist ein empirischer Wert. Ich habe das in so vielen persönlichen Bibelunterrichten erlebt. Aber es gibt auch Ausnahmen. Aber am Ende kommen alle an das gleiche Ziel. Gott sei gelobt.
[52:32] Es sind 483 Tage, die natürlich Jahre sind nach der biblischen Prophetie. Und diese 483 Jahre, wenn ich sie hier dazu rechne, von 457 vor Christus komme ich ins Jahre 27 nach Christus. An alle guten Mathematiker, wenn man minus 457 vor Christus plus 483 rechnet, müsste man eigentlich woraus kommen im Jahre? 26, aber wir machen nicht den Fehler der Maya-Wissenschaftler, wir beachten das Jahr null, dass es es nicht gab. Und deswegen springt man eins weiter. Auf das Jahr 27 nach Christus.
[53:04] Aber was genau ist da passiert im Jahre 27 nach Christus? Es heißt im Text, dass im Jahre 27 nach Christus ein Gesalbter kommen sollte, ein Fürst. Und das hebräische Wort für Gesalbter, für Fürst ist Mashiach. Mashiach. Und das klingt so ähnlich wie das Wort Messias oder Gesalbter. Und da ahnen wir schon, was jetzt hier passiert ist.
[53:24] Kennen Sie diesen Fluss hier? Das ist der Jordan. Und an diesem wunderbaren Fluss passiert etwas entscheidendes, was die biblische Prophetie vorhersagt. Es heißt hier in Markus 1, Vers 9, es geschah an jenen Tagen, dass Jesus von Nazareth in Galiläa kam und sich von Johannes im Jordan taufen ließ. Und es heißt hier, als Johannes sagt, Moment mal, du bist sündlos. Wie sollte ich dich taufen? Warum sollte ich dich taufen? Da sagt er, denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Wir hatten ja gesagt, diese 70 Wochen sind abgeschnitten, um was einzuführen? Eine ewige Gerechtigkeit. Und diese ewige Gerechtigkeit kommt jetzt auf die Bühne sozusagen und zeigt sich der Welt und wird jetzt eingeführt hier.
[54:06] Und dann heißt es hier in Markus 1, Vers 10, und sogleich als er aus dem Wasser stieg, sah er den Himmel zerrissen und den Geist wie eine Taube auf ihn herabsteigen und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, du bist mein was? Geliebter Sohn, an dem ich wohlgefallen habe. Frage, wer wurde schon mal genannt, mein geliebter Sohn oder mein erstgeborener Sohn? Das Volk Israel. Aber konnte Gott wohlgefallen haben an dem Volk Israel? Hm. Übrigens, ist nicht unser Thema, aber ich möchte Ihnen zeigen, dass dieser Vers ausreicht, zu zeigen, dass es dort drei Personen der Gottheit gibt. Warum? Wo war Jesus? Wo war Gott, der Vater? Im Himmel. Seine Stimme konnte Gott nicht mehr hören. Und wo war der Heilige Geist? War der Heilige Geist auf der Erde? War der Heilige Geist im Himmel? Der Heilige Geist war zu unterscheiden von Jesus und war zu unterscheiden von Gott, dem Vater. Alle drei waren gegenwärtig. Ein Vers allein zeigte schon, das ist ein anderes Thema. Wir können mal ausführlich viel darüber sprechen. Bibel hat sehr, sehr viel dazu zu sagen. Aber dieser Vers reicht eigentlich schon aus.
[55:09] Dann heißt es hier in Apostelgeschichte 10, Vers 38, wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft, was? Gesalbt hat. Und was heißt Messias nochmal? Messias ist der Gesalbte. Er wurde also gesalbt mit dem Heiligen Geist und mit Kraft. Und dann sagt er weiter, warum? Er kommt in eine Synagoge in Nazareth, in seiner Heimatstadt, findet die Schriftrolle von Jesaja, steht auf, findet eine Textstelle und liest dann Folgendes. Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft. Und was heißt frohe Botschaft auf Griechisch? Evangelion oder Evangelium, die gute Nachricht. Er ist gesalbt worden, die gute Nachricht von der Gerechtigkeit Gottes, von der Erlösung, von der Verschonung, von dem Heraus aus der Sklaverei zu predigen. Das heißt hier, er hat mich gesandt zu heilen, die zerbrochenen Herzen sind und Gefangenen Befreiung zu verkünden. Und zwar nicht den politisch Gefangenen und den buchstäblich Eingelochten, sondern vor allem uns allen, die wir in der Sünde gefangen sind. Und Jesus ist gesalbt worden, um diese Gerechtigkeit uns zu bringen.
[56:21] Da kam er und fing an zu predigen. Und es heißt, dass als er anfing zu predigen, die Zeit ist gekommen, die Zeit ist was? Warum sagt er, die Zeit ist erfüllt? War jetzt einfach mal die Zeit gekommen? Nein, Daniel 9, diese 483 Jahre hatten sich auf das Jahr hin erfüllt. Jesus kam nicht ein Jahr zu früh und nicht ein Jahr zu spät. Er kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Zeit ist erfüllt. Da bin ich mal gefragt, warum er so viele Jahre als Zimmermann ungesehen von der Welt einfach Tische gesägt hat und Stühle, wenn es da schon Stühle gab, weiß ich nicht, aber er war ja schon da. Warum ist er nicht vorgekommen? Weil die Zeit noch nicht reif war oder die Zeit erfüllt war, wurde er gesalbt mit dem Heiligen Geist und er kam und predigte. Und er kam in sein Eigentum, sagt die Bibel. Er kam unter die Menschen. Er war ein Jesus, zum Anfassen. Er liebte die Kinder. Er hat mal gesagt, lass die Kinder zu mir kommen. Und wer hat ihn nicht? Er sagte auch, dass wir den Kindern gleich werden müssen im Glauben, wenn wir in das Reich Gottes kommen müssen. Und wenn du vielleicht ein, auch wenn du vielleicht zuschaust, vielleicht ein Kind, vielleicht schauen einige Kinder zu, ich weiß von einigen Kindern, die zuschauen, ein Kind bist oder ein Jugendlicher, dann sei gewiss, dass wir die Kinder erfüllen, um Theologie zu erklären.
[57:59] Er kam, um mit Kindern und Jugendlichen zusammen zu sein. Er kam für die Kranken, für die, die nicht sehen konnten, nicht hören konnten, die nicht gehen konnten, die alle möglichen Gebrechen hatten. Und er heilte sie. Und es gab manche Dörfer und Städte, da gab es keinen einzigen Kranken mehr. Die Ärzte mussten ihre Praxen schließen. Jesus war einmal im Dorf gewesen. Keine Arbeit mehr. Jesus kommt auch zu uns, wenn wir krank sind, wenn wir Schmerzen haben, wenn wir Heilung, körperlich oder seelisch brauchen. Jesus ist auch für dich da.
[58:37] Jesus kam zu den Gebildeten, zu den Intellektuellen, die die Bibel auswendig kannten, rückwärts und vorwärts in Hebräisch, den Pharisäern und den Sadduzäern. Er kam zu diejenigen, den Pharisäern, die die Bibel für nicht genug erachteten, die noch zusätzliche Regeln aufstellten und zu denjenigen, die sagten, der Bibel kann man nicht wirklich vertrauen. Das glauben wir nicht.
[59:03] Die Sadduzäer waren solche, die sagten, es gibt keine Engel, keine Totenauferstehung. Und Jesus kam auch zu denen. Vielleicht bist du heute jemand, der sagt, die Bibel ist schon gut, aber wer soll das alles glauben? Das greift nicht intellektuell an, wenn ich das alles so glauben soll. Das ist nicht intellektuell genug. Jesus kommt zu dir und redet mit dir. Er hat in seinen Theologen seiner Zeit auch manch gewürztes Wort gehabt. Das muss man so formulieren. Aber er kam und er liebte sie und er wollte sie gewinnen.
[59:35] Aber er kam nicht nur zu denen, die viel Ahnung von der Bibel hatten, er kam auch zu denen, die wenig Ahnung von der Bibel hatten. Die einfachen Römer, die einfach da stationiert waren in Judäa, die hätten ja auch im Teutoburger Wald stationiert sein können oder in Karthago oder in Spanien. Aber sie waren jetzt gerade mal in Jerusalem und haben die Bibel gesehen. Vielleicht siehst du gerade die Aufnahme auf dem YouTube-Kanal und hast dich gerade durchgesäppt und hast keine Ahnung von dem, was wir in den vorigen Vorträgen gesprochen haben. Aber Jesus spricht auch zu dir. Er spricht zu jedem Römer, zu jedem Heiden, zu jedem, der auch nur andeutungsweise in seine Nähe kommt.
[1:00:15] Jesus war ein Messias für das ganze Volk. Er liebte es, die Menschenmassen um sich zu haben und zu ihnen zu reden, auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Aber Jesus war auch ein Mann für das Individuum, für den Einzelnen. Da gab es Menschen, die haben sich nicht getraut, in der breiten Masse zu ihm zu kommen. Die wollten lieber gerne abends ein Skype-Meeting mit ihm haben, wenn es keiner merkt. So wie der Nikodemus, ein hoch angesehener, wahrscheinlich nach jüdischer Tradition ein stinkreicher Mann, der alles hatte, was die Welt brauchte und der wirklich, ja, es im Leben gemacht hatte, um auf den Ausweg 2012 zu kommen. Er saß vielleicht einfach ganz geheim hinter dem Rechner und hat zugeschaut. Und Jesus kam auch zu ihm und hat mit ihm gesprochen und war auch sein Messias und sein Erlöser.
[1:01:11] Jesus kam zu denen, die von der Gesellschaft ausgestoßen waren, die man kaum noch angeschaut hat, weil sie einfach moralisch so verwerflich gehandelt haben. Vielleicht gibt es auch jemanden unter uns, der etwas widerfahren ist. Diese Frau dort hatte nicht einen Mann hinter sich, nicht zwei Männer, das waren sechs. Eine Männergeschichte nach der anderen. Und die Frage ist natürlich, die man sich dabei stellen kann, lag das immer nur an den Männern. Richtig? Wahrscheinlich völlig beziehungsunfähig. Aber Jesus kam zu ihr und er sah ihre Not und er hat sie nicht verurteilt, hat nicht gesagt, du musst dich heilen und egal, was deine Situation ist, vielleicht hast du Dinge getan, für die man sich wirklich schämen muss, so sehr, dass du nicht darüber sprechen möchtest. Jesus ist dein Messias, er kommt auch zu dir.
[1:02:07] Und er kam dort in die Wüste, wo niemand von uns gewesen ist, damit er die Schlimmsten aller Versuchungen erleiden kann, damit er in jeder Versuchung, die wir erleiden, uns ein Vorbild sein kann. Denn er hat in jeder Versuchung, das haben wir schon gelernt, in jeder Versuchung war er derselbe und hat für uns überwunden, damit wir Sieger sein können.
[1:02:29] Denn Jesus kam nicht zu denen, die schon gerettet sind, er kam zu denen, denen das Wasser bis zum Hals steht. Denen, die vielleicht mal gut mit ihm gewandelt sind, wie der Petrus, der im Glauben auf Jesus geschaut hat und auf dem Wasser ging und dann plötzlich von Angst und Furcht erfüllt wurde und plötzlich im Wasser versank. Vielleicht geht es dir auch so, vielleicht hast du vor einigen Tagen Angst gehabt und du bist mit ihm gegangen und es war so, als ob du auf dem Wasser gehen würdest. Die Schwierigkeiten, die waren dahin. Aber dann kam der Sturm, dann kam der Wind und plötzlich hast du auf dich selbst geschaut, hast von Jesus weggeschaut und früher oder später hast du angefangen, um das Überleben zu kämpfen. Geistlich, geistig, vielleicht materiell und das Wasser steht dir heute bis zum Hals. Jesus sagt nicht, warum hast du von mir weggeschaut? Jetzt hast du das davon. Jesus kommt heute zu dir und streckt seinen Arm aus und sagt, komm, komm doch mal zu mir. Komm doch mal zu mir.
[1:03:32] Jesus kam zu den Bevölkerungsgruppen, die nicht angesehen waren. Jesus kam zu den Frauen. Und ist es nicht interessant, dass die Auferstehung Jesu von wem berichtet wurde? Nur von Frauen. Das finde ich so toll, denn wenn es eine ausgedachte Geschichte gewesen wäre, dann hätte man alles getan, aber niemals hätte man die Zeugen Frauen sein lassen. Dann wüssten die, dass Frauen in der damaligen Zeit nicht mal vor Gericht aussagen durften. Also stellen wir vor, da wird jemand umgebracht und es wird von 32.000 Frauen gesehen, die alle daneben standen und es gesehen haben, fotografiert haben, Video gemacht haben und alles mögliche und alle 32.000 Frauen sagen im Gericht aus, hätte man zur damaligen Zeit gesagt, das ist leider nicht bewiesen. Keine stich- und schiebfesten Beweise. Wir müssen den laufen lassen. Und Jesus basiert seine gesamte Auferstehung auf dem Zeugnis von Frauen. Aus seiner Sicht waren Frauen vertrauenswürdig. Amen. Einige Frauen trauen sich jetzt, Amen zu sagen. Ich hätte gehofft, es waren ein paar mehr.
[1:03:38] Jesus kam, um Menschen nicht einfach zu retten und zu heilen, sondern um sie auszubilden, um ein neues Volk zu bilden. Denn das alte Volk hatte seinen Auftrag nicht erfüllt und er nahm sich nicht die Besten und die Klügsten, er nahm sich stinkende Fischer und Betrüger von der Straße Zöllner und baute mit ihnen sein Reich. Er fing an. Und das hat ihm viel Geduld gekostet. Das waren zum Teil ungehobelte Klotze. Und wenn Sie einen Christen treffen, der noch ein bisschen ungehobelt ist, denken Sie an Petrus und Johannes. Jesus hat auch Geduld mit uns Christen, so wie er mit denen damals Geduld gehabt hat. Und er hat es auch mit uns Christen gemacht. Und die Bibel sagt übrigens, dass sie ungelehrt waren und dass sie Laien waren. Das griechische ist, sie waren Idiotes. Aber mit diesen Idiotes hat Jesus ein neues Volk gebaut.
[1:05:27] Und er kam. Und wenn du heute sagst, ich bin nur ein Idiotes in Sachen Religion, ich verstehe von der Bibel nicht viel. Jesus kommt auch zu dir und er möchte dich nicht nur retten, er möchte dich nicht nur aus der Sklaverei herausführen, er möchte dich zu seinem Jünger machen. Es heißt hier, und das haben wir schon am Dienstag gesehen, rein theologisch, das Wort wurde Fleisch und wohnt unter uns. Jesus war ein Jesus zum Anfassen, nicht ein Gott fern im Himmel, vor dem man Angst haben muss. Jemand, der zu uns kam und uns verstehen kann, der mitten unter uns gelebt hat. Und wir können mit all unseren Sorgen zu ihm kommen. Und dann sagt er diesen wunderbaren Satz, er sagt, ich bin der was? Der wahre Weinstock. Israel mag versagt haben, aber ich habe nicht versagt. Israel hat in der Wüste 40 Jahre lang gemurrt, aber ich habe 40 Tage lang in der Wüste gesiegt. Israel kam aus Ägypten, Jesus kam aus Ägypten. Die Parallelen sind überwältigend. Jesus sagt, ich bin der wahre Weinstock. Übrigens sagt die Bibel sogar an einer anderen Stelle, dass das Volk Israel Immanuel genannt wurde. Und dann sagt er, ich bin das Licht der Welt. Wir haben gesehen, Israel war der Weinstock, Israel war der eingeborene Sohn, Israel sollte das Licht sein und dann sagt er, ich bin der wahre Weinstock, ich bin der wahre Sohn, ich bin das Licht der Welt. Er ist der wahre Israel.
[1:06:50] Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln. Die Frage ist, was bedeutet es ihm nachzufolgen? Als aber Jesus sich umwandte und sich die Nachfolgen sah, sprach er zu ihm, was sucht ihr? Und lieber Freund, liebe Freundin, die du heute gekommen bist, du musst mir wieder nachfolgen. Jesus stellt dir heute die Frage, was suchst du? Bist du hier, um Unterhaltung zu suchen? Bist du hier, um einfach Fakten zu sammeln über die Geschichte und Prophetie? Oder bist du hier, um Jesus persönlich kennenzulernen? Dass er sich dir offenbaren darf. Was suchst du? Denn das, was wir suchen, das können wir auch finden. Und sie sagen, Rabbi, wo wohnst du? Und Jesus sagt, kommt und seht. Wenn du Jesus finden möchtest, wenn du Jesus zu deinem persönlichen Heiland machen möchtest, dann komm einfach und sieh. Komm hierher und sieh zu. Kommt und seht.
[1:07:50] Sie kamen und sahen, wo er wohnte und blieben jenen Tag bei ihm. Und sie waren so begeistert, dass sie, sobald sie von ihm weggegangen waren, sie automatisch davon reden mussten, von dem, was sie entdeckt haben, über diesen Jesus, der so anders war. Und sie sagen, wir haben den wen gefunden? Den Messias. Das heißt übersetzt den Gesalbten. Wir verstehen das, aber wir verstehen nicht, was das bedeutet. Über Jahrhunderte hat das Volk Israel gewartet auf diesen Messias, der an Daniel 9 angekündigt wird. Und plötzlich sind da zwei Menschen. Und sie sehen ihn und sie bekommen diese Idee. Eventuell ist das die Verheißung. Eventuell ist das derjenige. Das ist der Messias. Wir haben ihn gefunden. Wir haben ihn getroffen. Wir haben eine persönliche Beziehung zum Retter der Welt. Lieber Freund, liebe Freundin, liebe Freundin. Ja, diese Freude kann auch deine Freude sein, wenn du den Retter der Welt persönlich findest. Nicht nur als eine theoretische, theologische Wahrheit, die du abnickst, um in eine Kirche zu kommen, sondern weil du ihn persönlich gefunden hast, weil du ihn getroffen hast, weil du ihm begegnet bist. Wir haben ihn gefunden, den Messias, den Gesalbten. Und er lässt sich finden von jedem Einzelnen. Da ist niemand, der ihn aufrichtig gesucht hat, der ihn nicht schnell gefunden hat.
[1:09:07] Und es heißt hier, wir wollen langsam zum Schluss kommen heute Abend, ich bin der gute Hirte, der gute Hirte, der führt nicht nur seine Schafe, sondern er lässt sein Leben für die Schafe. Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht, siehe das Lamm Gottes. Daniel endet mit diesen Worten, nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden. Er wird einen festen Bund schließen. Jetzt, was ist dieser feste Bund? Bevor Jesus ausgerottet wurde, rief er seine Jünger zusammen und instituiert sozusagen das Abendmahl. Er sagt, denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes. Das ist dieser feste Bund zwischen ihm und seinem Volk. Wollen Sie wissen, was der neue Bund ist? Hier ist die Antwort. Der neue Bund hat zwei Komponenten. Wie viele Komponenten? Zwei. Komponente Nummer eins, das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde. Nach jenen Tagen spricht der Herr, er will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben. Punkt Nummer eins im neuen Bund ist, dass das Gesetz Gottes in unseren Sinn kommt. Frage, wo fand nochmal der Kampf Gottes, der große Kampf statt? In unserem Denken. Wir haben gesagt, der große Kampf ist ein Kampf der Gesinnung und Gedanken. Und worum ging der große Kampf? Um das Gesetz. Und der neue Bund besteht darin, dass Jesus durch sein Blut das Gesetz wieder in unser Denken, in unser Handeln, in unsere Gesellschaft, in unsere Gesellschaft, in unsere Gesellschaft. Das ist die erste Komponente.
[1:10:44] Und hier kommt die zweite Komponente. Das heißt, es wird keiner mehr seinen Nächsten lehren und sagen, erkenne den Herrn, denn es werden mich alle kennen, vom kleinsten bis zum größten unter ihnen. Dann wird niemand mehr sagen, ich bin der Prediger und ich sage dir, tu das oder tu jenes, weil das sagt der Herr. Nein, wir werden eine persönliche Beziehung zu Gott haben. Frage, hat Adam da auf dem Hügel gestanden und hat gesagt, ja, das ist Eva. Ist sie davon schwanger geworden? Nein. Erkennen heißt viel mehr, als zu sagen, ah, ich habe sie erkannt. Gestern ist es mir passiert, dass ich im Bahnhof meine eigene Frau nicht erkannt habe. Und ich soll es mir vorstellen. Ich bin einfach nebenher vorbeigelaufen. Aber dieses Erkennen meint viel mehr als einfach nur, ach, das bist du, ja, jetzt habe ich dich erkannt. Erkennen meint eine direkte Verbindung, eine intime Verbindung. Das ist das, was Gott sich mit jedem Einzelnen von uns wünscht. Mit jedem einzelnen Menschen. Nicht nur mit einigen Priestern, einigen Predigern, die quasi dann dazwischen sind und dann so ein Bindeglied stellen. Auch nicht mit einer Maria, zu der wir erst beten müssen. Nein, direkt zu Gott.
[1:11:54] Warum schlafe ich jetzt nicht sofort? Jesus hätte schon früher sterben können, oder? Wenn es nach dem Volk Israel ging. In Lukas 4 haben sie ihn an den Rand der Klippe gestoßen und er stand kurz davor und er wäre beinahe runtergefallen. Aber dann heißt es, er ging mitten durch sie hindurch. Warum ist Jesus nicht gleich gestorben? Ich meine, wenn er für uns gestorben ist und gekommen ist, um für uns zu sterben, warum ist er nicht gleich nach ein paar Wochen gestorben? Ende aus der Geschichte. Es heißt ja anders, da suchten sie ihn zu ergreifen, aber niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. Stunde war noch nicht da. Aber dann, 10 Kapitel weiter, heißt es, Jesus betet und sagt, Vater, die Stunde ist gekommen. Der Tod Jesu hing an einem ganz bestimmten Zeitpunkt. Die Stunde ist gekommen. Denn es sollte genau wann sein? In der Mitte der Woche. Das Schlacht- und Speisopfer, all die Opfer, die im Heiligtumsdienst hinweisen sollten auf das Lamm Gottes, dass sie aufhören sollten in der Mitte der Woche. Die Hälfte einer Woche sind wie viele Tage? Dreieinhalb Tage. Und dreieinhalb Tage sind in der biblischen Prophetie? Dreieinhalb Jahre. Und dreieinhalb Jahre vom Herbst 27 nach Christus, wo die Taufe war, führt uns genau in das Frühjahr 31 nach Christus, als Jesus Christus starb.
[1:13:18] Aber es war nicht nur im Jahr 31 nach Christus. Es heißt in Matthäus 26, geht hin in die Stadt zu dem und dem und sprecht zu ihm. Der Meister lässt dir sagen, wir werden das Passah halten, das Fest an dem, das Volk Israel aus Ägypten herauskommt. Frage. Wir sind gleich am Ende angekommen. Der Auszug aus Ägypten steht in welchem Buch? 2. Buch. Weiß jemand, wie das 2. Buch Mose auch heißt? Exodus. Was heißt Exodus auf Griechisch, oder auf Latein eigentlich übersetzt? Es kommt von Exodus. Exodus ist Aus und Hodos ist der Weg. Es war der Ausweg. Das war das Passah. Das Passah ist der Ausweg.
[1:14:15] Jesus kam, und wir haben am Montag schon viel darüber gesprochen. Wir haben das Opfer studiert. Jesus wurde gekreuzigt. Er wurde genannt der König der Jugend. Sie schlugen ihn ins Gesicht. Sie sind begeistert, wie kein anderer jemals gequält wurde. Und dann heißt es, dass er gekreuzigt wurde. Zu welcher Zeit? Um die 9. Stunde jetzt. Nach römischer Zeitrechnung, die geht um 6 Uhr los und endet um 6 Uhr abends, ist die 9. Stunde wann? 15 Uhr, 3 Uhr Nachmittag. Das ist zwischen den Abenden. Es war 31 nach Christus. Daniel 9 hatte sich erfüllt. Er war im ersten Monat im Nisan. Es war Passah, der 14. Tag des Monats. Und just an diesem Tag, genau zur Prophezeiung, nachdem alle biblischen Prophezeiungen auf einen Punkt zugesteuert waren, genau an diesem Moment reißt der Tempel in 2. Also der Vorhang im Tempel. Und genau in diesem Moment darf das erste Passalam freilaufen. Weil die Priester, die just um 15 Uhr wieder ein Lamm schlachten wollen, sich erschrecken, weil der Tempel im Tempel, der Vorhang zerreißt. Und gleichzeitig, einige Kilometer außerhalb der Stadt, bricht es einem sündlosen Menschen, der gleichzeitig Gottes, das Herz, weil alle Sünden, alle Sklaverei auf ihn gelegt worden ist. Der Weg ist frei. Es ist 15 Uhr, und die Bibel sagt, der Vorhang im Tempel riss von oben bis zwei, die Erde erbebte, die Felsen spalteten sich. Und die Bibel sagt, denn so hat Gott die Welt geliebt, dass es einen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, egal wer du bist, dieses Opfer ist für dich gebracht worden. Nicht einfach irgendwann, sondern ganz genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn unser Passalam ist ja für uns geschlachtet worden. Ausweg.
[1:16:29] Er kam in sein Eigentum, in seinen Namen nicht auf. Aber du, lieber Freund, liebe Freundin, du, lieber Zuschauer, kannst sein Eigen werden, denn er gibt dir das Anrecht, ein Kind Gottes zu werden, wenn du an seinen Namen glaubst. Nicht, weil du aus Blut ein Christ bist, weil du in eine christliche Familie hineingeboren bist. Nicht, weil du es dir jetzt intellektuell vornimmst, weil es in der Gemeinde interessant ist und schön ist und weil man unter Christen viel Freude hat, sondern die Motivation sollte sein und ist, weil wir aus Gott geboren sind, weil das Opfer Jesu uns zu ihm zieht, zu diesem einen, der die ewige Gerechtigkeit gebracht hat. Und da gab es Menschen am Kreuz, die kannten die Bibel auswendig und die haben wir gespottet. Und da gab es Menschen am Kreuz wie diesen Hauptmann, der war genauso sündig wie alle anderen, der war, der rief aus, wahrlich dieser Mensch war gerecht. Er bekehrte sich, just an diesem Moment, er kannte nicht viel von der Bibel, aber er nahm Jesus als seinen persönlichen Heiland an. Und es ist alles geschenkt. Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, wir haben am Montag darüber gesprochen, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch, wie viel schenken? Und das ist das, was die Bibel anbelangt. Dein Geist ist immer in der finde, du kommst frei heraus, wenn du Jesus zum ersten Mal oder erneut, wenn du in der Volk Israel abgefallen bist, wenn du Jesus zu deinem persönlichen Heiland machst, denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus, Jesus unserem Herrn. Denn er sagt, ich bin der was? Er ist dein Ausweg 2012.
[1:18:29] Im Jahre 2012 will die Welt nicht runtergehen. Wir haben gesehen, der Magier könnte das quatschen. Aber es gibt ein Ereignis im Jahre 2012. Es kann ein Ereignis geben in deinem Leben. Und da musst du nicht warten auf den 21.12. Dieses Ereignis kann schon heute sein. Auch du, der da live zuschaust. Es kann dein Ausweg 2012 sein, Jesus Christus anzunehmen. Raus aus der Sklaverei der schlechten Gedanken. Raus aus der Sklaverei der schlechten Gewohnheiten, der schlechten Dinge, die du tust. Hinaus, weil er es dir schenkt, weil er dir Freiheit gibt. Und er steht heute an der Tür deines Herzens und klopft an. Hast du es auch gehört vom Computer? Er klopft an deiner Tür und fragt, darf ich hinein? Nein. Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Malen mit ihm essen und er mit mir. Und ich glaube, viele von uns möchten diese Entscheidung fällen oder erneuern. Und deswegen haben wir uns heute Folgendes überlegt. Wir möchten euch diese Entscheidung anbieten. Wollen sie Jesus als ihren persönlichen Erlöser annehmen, um das auch wirklich festzumachen. Nicht nur geheim für sich, sondern durchaus ein bisschen öffentlich. Das Blut an die Türposten zu streichen, haben wir Karten vorbereitet, die jetzt ausgeteilt werden. Und in diesen Karten, diese Karte heißt Meine Entscheidung. Und in dieser Karte geht es darum, dass eventuell das Thema dich zum Nachdenken gebracht hat. Und wenn du jetzt live zuschaust und du hast die Karte nicht, du kannst per Kontakt auch einfach deine Meinung dazu schreiben, deine Entscheidung uns schreiben. Nutz die Gelegenheit. Dieses Thema hat mich zum Nachdenken gebracht. Du sagst, ich habe darüber neu nachgedacht. Vielleicht habe ich viele Dinge schon gehört. Manche Dinge auch zum ersten Mal. Ich muss dieses Thema weiter verarbeiten. Vielleicht sagst du auch, ich nehme Jesus Christus als meinen persönlichen Erlöser an. Ich möchte nicht warten auf morgen. Ich möchte heute genau zur rechten Zeit meinen Ausweg 2012 erleben. Dann hast du die Gelegenheit heute dazu. Ich möchte mit Jesus gehen. Ich möchte nicht nur einer theologischen Wahrheit folgen. Ich möchte nicht einfach nur Fakten kennen. Ich möchte tatsächlich mit diesem Jesus direkten Kontakt haben. Er soll mein persönlicher Erlöser sein. Er soll mein Jesus sein. Er soll meiner sein, der eine.
[1:20:57] Und vielleicht sagst du auch, ich wünsche dir ein persönliches Gespräch. Ich habe etwas auf meiner Seele, eine Bürde vielleicht. Ich möchte vielleicht seelsorgerlich begleitet werden. Ich möchte mich vielleicht in irgendeiner Weise auch Rat suchen. Dann ist das auch möglich. Du kannst es ankreuzen. Wir haben den Kontakt zu uns auf YouTube. Und dann haben wir hier noch die Möglichkeit, unsere Kontaktdaten zu geben. Nicht, weil wir Ihnen was verkaufen wollen. Sondern weil wir einfach Kontakt mit Ihnen aufnehmen wollen. Vielleicht für das persönliche Gespräch. Laß deinen Sünden weg. Laß ihnen deine Sünden hinwegwaschen. Nun, heute, als der Tag der Erlösung. Heute ist der Tag der Erlösung. Ohne Hesitation, ohne Zögerung. Und ich möchte mit dir sprechen. Ohne Hesitation, ohne Zögerung. Und wenn es dein Wunsch ist, auch wenn du live zuschaust jetzt gerade, oder wenn du die Aufnahme siehst zu einem späteren Zeitpunkt, auf julenmedia.tv oder im YouTube-Kanal oder worum auch immer, auf einer weitergereichten DVD, was auch immer dein Zustand ist, wenn du heute, jetzt, gerade im Moment, wo du meine Stimme hörst, die Entscheidung fällen möchtest, ich möchte Jesus zu meinem persönlichen Erlöser annehmen. Ich möchte mit ihm zusammenleben. Ich möchte ihn mir vergeben lassen. Ich möchte mit ihm zusammenleben. Seinem Volk angehören und einfach diese Freiheit von der Sünde erleben. Dann kannst du diese Entscheidung fällen. Zögere nicht. Und wenn du möchtest, schreibe uns. Schreibe uns über kontakt.julemedia.tv.de. Schreibe uns eine E-Mail. Wende dich an jemanden, vielleicht einen Freund oder so, dem du das weitergeben möchtest. Aber jede Entscheidung, sei sie an uns gerichtet oder auch nicht, ist eine echte Entscheidung. Wo wir uns dann anderen auch öffnen, damit auch andere durch dich gesegnet werden. Wie gesagt, kontaktausweg2012.de. Da kannst du dich dran wenden. Und wenn du ein persönliches Gespräch suchst, wenn du vielleicht auch Fragen hast, die weitergehen, wende dich an uns und wir versuchen, euch zu helfen. Und auch, die wir uns jetzt hier mit diesem Thema beschäftigt haben.