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In dieser Vortragsreihe „Ausweg 2012“ behandelt Christopher Kramp das Thema Tod aus biblischer Perspektive. Er erklärt, was die Bibel über den Zustand nach dem Tod lehrt und entkräftet gängige Theorien. Dabei wird deutlich, dass der Tod ein Schlaf ist, aus dem man durch Gottes Kraft erwacht, und dass die Hoffnung auf ewiges Leben durch Jesus Christus liegt. Der Vortrag beleuchtet auch die Gefahren von spiritistischen Verführungen und die Bedeutung des richtigen Verständnisses der biblischen Lehre für die Endzeit.


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Serie: Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen an alle, die jetzt später dazugekommen sind und später eingeschaltet haben. Wir sind gerade an unserem neunzehnten Thema dran, an dem wir jetzt gleich beginnen werden: Der Tod. Wir haben von dem ersten Wochenende an Fragen gehabt: Was passiert eigentlich, wenn ein Mensch stirbt? Hat er den Himmel? Wie? Oder nicht? Und wir wollen dieses Thema heute gemeinsam besprechen und dann nach der Pause bitte nicht verpassen, bitte unbedingt dranbleiben, denn es ist das wichtigste Thema in der ganzen Vortragsreihe Ausweg 2012, nämlich das Zeichen. Mehr dazu später.

[0:48] Bevor wir anfangen, würde ich uns einladen für ein kurzes Gebet und dann geht es direkt los. Bitte. Wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir auch heute Abend zu dir kommen können, dass wir auch heute Abend von dir lernen können und dass du uns durch dein Wort unterweisen möchtest. Wenn wir jetzt diese beiden sensiblen und so wichtigen Themen ansprechen, die auch in der Endzeit von solcher großen Wichtigkeit sein werden, dann bitte ich dich, dass du uns Weisheit schenkst, einen klaren Verstand und dass wir sehen, was du uns sagen möchtest von deinem persönlichen Leben. Sei du bei uns, halte du alles Störende fern und hab Dank, dass du uns unterrichten möchtest. Amen.

[1:23] Das Thema Tod ist ein sensibles Thema, denn es berührt eine der existenziellsten Fragen des menschlichen Lebens überhaupt. Und ich denke, für jeden von uns hat dieses Thema noch eine ganz persönliche Komponente. Vielleicht hast du vor kurzem einen lieben Verwandten verloren. Vielleicht hast du einen Freund vor einiger Zeit bei einem Autounfall verloren, oder vielleicht bist du selbst mit diesem Thema konfrontiert worden, als der Arzt eine schwere, wenn nicht sogar tödliche Krankheit diagnostiziert hat und du hast dich gefragt: Wie ist das? Ich denke, im Laufe eines jeden Lebens wird ein Mensch irgendwann auf diese Frage stoßen und sich fragen: Ja, was ist dann?

[2:17] Vielleicht als junger Mensch, so ging es mir lange Zeit oder geht es mir vielleicht auch heute noch ein bisschen so, schiebt man das so ein bisschen vor sich hinweg, nicht wahr? Man ist 10, man ist 15, man ist 20 und man macht sich keine Gedanken über den Tod, oder? Wenn nicht irgendwas Außergewöhnliches kommt. Vielleicht ab und zu mal, aber und dann vielleicht, wenn die Jahre so dahin gehen, dann wird dieses Thema aktueller. Und das ist eine Frage, die so alt ist, wie die Menschheit selbst. Aber was passiert da? Und so alt, wie die Frage ist, so alt sind auch die Antworten. Jeder hat da vielleicht seine persönliche Antwort drauf gefunden. Vielleicht gibt es auch viele Menschen unter uns, die nicht ganz sicher sind, die das eine gehört haben, das andere gehört haben, denn es gibt ja eine ganze Reihe von Theorien, nicht wahr?

[3:04] Eine bekannte Theorie ist einfach, dass da hinterher gar nichts passiert, dass der Mensch einfach stirbt und das war es. Futter für die Würmer sozusagen. Manche andere sagen, na nein, da kommt man in so einen Tunnel, nicht wahr? Und da irgendwo am Ende des Tunnels, da ist dann so ein helles Licht. Sollte es sogar Menschen geben, die behaupten, dass sie so etwas erlebt haben, als sie sozusagen im Tod noch gerade mal von der Schippe gesprungen sind und schon quasi tot waren und dann nochmal zurückgekommen sind und sie berichten, viele von ihnen berichten so von so einem Licht. Vielleicht haben die ja recht damit. Oder vielleicht ist es auch so, wie andere Religionen sagen, dass wir wiedergeboren werden als Hund, Käfer, als Elefant, wenn wir Glück haben als Kuh, dann haben wir immer Vorfahrt auf den Straßen. Wenn wir besonders viel Pech haben als Frau, so ist das in dieser Lehre, nicht meine Worte, aber das ist schlimmer, als Mistkäfer geboren zu werden.

[4:15] Da sind wir dankbar für die Bibel, oder? Für die Gleichberechtigung in der Bibel? So gibt es also viele, viele Theorien und manche sind vielleicht plausibler als andere, manche sind sehr kurios. Manch einer hat geglaubt, dass wenn er sich selbst umbringt im Urwald mit all seinen anderen Freunden in der religiösen Gruppe, dass man dann gemeinsam auf den Schweif eines Kometen gebeamt wird. Und so gab es Menschen, die haben sich umgebracht, weil sie geglaubt haben, dass das nach dem Tod passiert. Der Schweif ging an der Erde vorbei, aber so viel wir wissen, der Schweif des Kometen hatte keine, wen auch immer dort auf seinem Schweif.

[4:56] Und manchmal kann man wirklich verwirrt sein, denn all diese Theorien sind oftmals in sich widersprüchlich. Ich gebe uns ein Beispiel, und zwar von einer Theorie, die eher in unseren Breitengraden bekannt ist. Wenn wir auf eine christliche Begräbnisfeier gehen, auf eine Trauerfeier, und wir sind in einer Kirche vielleicht und der Pastor predigt dann, man sieht den Sarg geschmückt und vor allem in den ersten Reihen viele schwarz gekleidete Menschen mit Tränen in den Augen, mit Taschentüchern in der Hand und man hört den Pastor mit würdevoller Stimme über das Leben dieses Menschen predigen und sagen, was für ein guter Mensch das gewesen ist, was für eine wunderbare Ehe er geführt hat und dies und jenes und weist immer auf den Sarg und die Menschen schauen auf den Sarg und dann fünf Minuten später sagt derselbe Pastor in derselben Kirche über denselben Menschen, dass er sich jetzt im Himmel befindet. Und wieder fünf Minuten später sagt der Pastor dann, dass man ja die Auferstehung von den Toten erwartet, wo dieser Mensch auferstehen wird. Viele Theorien über den Tod machen einfach keinen Sinn.

[6:16] Und wir wollen heute sehen, was sagt die Bibel über den Tod. Und wir werden sehen, dass wir nicht nur eine Theorie finden, sondern die Wahrheit, die uns wirklich Frieden vermittelt und Sinn macht. Als allererstes wollen wir das sagen, was Jesus uns gesagt hat in Offenbarung 1. Dort heißt es: Fürchte dich nicht. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn es um den Tod geht, sagt Jesus uns: Weißt du was, fürchte dich nicht. Er sagt: Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende und der, ich war tot und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit und ich habe was? Die Schlüssel. Wozu braucht man einen Schlüssel? Zum Aufschlüsseln, haben wir schon gelernt. Und hier ist es nicht der Schlüssel des Himmelreichs gemeint, sondern der Schlüssel zum Totenreich. Jesus hat den Schlüssel zum Tod. Wenn du wissen willst, was ist das Geheimnis des Todes, was passiert beim Tod, was kommt nach dem Tod, dann müssen wir den Schlüssel nehmen, den Jesus uns anbietet und mit der Bibel schauen, was sagt Jesus, denn er hat den Schlüssel.

[7:26] Wir werden das Thema Tod nicht verstehen, wenn wir einfach lange genug meditieren oder wenn wir einfach Nahtoderfahrungen machen. Wir werden das Thema dort nicht verstehen, sondern einzig und allein, wenn wir zu Jesus kommen, denn Jesus hat den Schlüssel. Schauen wir weiter. Wir haben ja schon gelernt, dass wenn wir ein Thema Bibel studieren, dann wollen wir eine bestimmte Reihenfolge, bestimmte Prinzipien beachten und wir haben das genannt: das ABC des Bibelstudiums. Kann mir jemand helfen und sagen: Was ist A? Wir wollen von Anfang an ganz genau. Was ist B? Und die ganze Bibelfragung. Und C? Christus. Wir wollen also sehen, was Jesus darüber gesagt hat. Also, wir werden uns in diesem Studium über den Tod von vorne beginnen. Wir werden am Anfang anschauen, was sagt die Bibel über dieses Thema. Zweitens werden wir schauen, was sagt die Bibel in all den Schriften, im Alten Testament, im Neuen Testament, und wir werden auch sehen, was hat Jesus selbst darüber gesagt und wie hat dieses Thema mit Jesus zu tun. Und wenn wir das tun, können wir sicher sein, dass wir der Wahrheit dann gefolgt sind. Da haben wir sie nochmal alle: Anfang, Bibel und Christus.

[8:35] Jetzt, das Thema Tod hängt ganz eng mit welchem Thema noch zusammen? Tod ist das Gegenteil von Leben. Um also zu verstehen, was beim Tod passiert, müssen wir erst einmal verstehen, was eigentlich wirklich beim Leben passiert, und das wollen wir jetzt als erstes tun. In 1. Mose 2, Vers 7, am Anfang sozusagen, lesen wir: Da bildete Gott daher den Menschen, wovon? Staub von der Erde. Wir haben gesehen, wie Gott, der Schöpfer des ganzen Universums, das haben wir vor einigen Wochen schon studiert, nicht wahr? Der nicht nur die Planeten, sondern auch die Sonnen und dann die großen Sterne, Arcturus und wie sie auch Antares, dass dieser Schöpfer auf diesen einen kleinen, staubigen Planeten gekommen ist, nicht wahr? Sich in den Staub gekniet hat und anfing, den Menschen zu formen und den Odem des Lebens in seine Nase zu blasen. Wir haben gesagt, das war ein Symbol dafür, dass er dem Menschen sehr nah sein wollte.

[9:36] Und hier lesen wir etwas, was wir damals nicht so ausführlich betrachtet haben, nämlich: So wurde. Frage: Das Wort "wurde" kommt von welchem Verb? Werden. Und "werden" hängt wieder zusammen mit welchem Verb? Sein. Ganz genau. Das heißt hier: So wurde der Mensch eine lebendige Seele. Viele Menschen glauben was? Sie glauben, dass der Mensch eine Seele hat. Aber die Bibel sagt: Der Mensch hat nicht eine Seele, sondern er ist eine Seele. Ganz wichtiges Prinzip. Und wodurch wird eine Seele definiert nach diesem Vers? Was kam hier zusammen? Zuerst hatten wir mal den Staub von der Erde, Materie. Und dann kam der Odem. Von woher kam der Odem? Der kam von Gott. Und als beides zusammenkam, also in einer mathematischen Formel würde man sagen: Staub plus Odem gibt gleich lebendige Seele.

[10:37] Lebendige Seele. Und das ist ja ein Begriff, den wir eigentlich auch in der Umgangssprache ab und zu verwenden, nicht wahr? Wir sprechen von einem 500-Seelendorf, oder? Schon mal gehört? Jetzt meinen wir da 500 durch die Luft transzendent fließende Geister? Wahrscheinlich nicht. Wir meinen einfach 500 Menschen. Und so meint die Bibel mit Seele zunächst einmal primär die Verbindung von Materie und Odem.

[10:56] Die Bibel sagt, dass der Odem ganz entscheidend war für das Leben. Und er immer noch ist. "Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen erhält mich am Leben." Das heißt, dass ich jetzt gerade sprechen kann, dass während ich hier stehe und mit meinen Händen gestikuliere und meine Lungen sich mit Luft füllen und dann sozusagen mir das Leben weiter ermöglichen, das liegt an dem Odem, der von Gott kommt. Und genauso mit jedem Einzelnen von uns, der jetzt atmet. Gibt es jemanden, der gerade nicht atmet? Gott erhält uns am Leben durch den Odem.

[11:38] Und das heißt hier: Denn gleich wie der Leib ohne Geist was ist? Totes. Das heißt, das Geheimnis des Lebens besteht darin, dass der Leib, der Körper Odem bekommt. Und wenn ich den Odem wegnehme, dann ist der Leib tot. Also, der Zustand "tot" kann beschrieben werden als der Körper ohne Odem.

[12:01] Gehen wir weiter. Was ist eigentlich Odem? Was ist dieses Wort Odem? Was bedeutet das? Viele haben da unterschiedliche Ideen. Vielleicht könnte ja dieser Odem so eine Art Seele sein. Also, da war der Leib und dann hat Gott so eine persönliche Seele hineingehaucht. Könnte ja sein, oder? Schauen wir mal, was die Bibel mit Odem bezeichnet. Hier: "Ja, solange noch mein Odem in mir ist und der Hauch Gottes, wo? In meiner Nase." Haben wir alle in der Nase? Okay, jetzt nehmen wir unsere beiden Hände, fassen uns an die Nase. Wird auch nicht gefilmt, nur von mir. Und wir fassen die mal unter die Nase und machen mal. Das ist Odem, okay? Das, was wir in der Nase haben, das ist Odem. Das hat Gott hineingebracht. Also, das ist keine Seele, oder? Das denkt hier nicht in meiner Nase, oder? Das ist keine Persönlichkeit in meiner Nase. Das ist einfach Luft. Und das meint die Bibel mit Odem. Wenn sie von Geist redet, meint sie nicht von einem, meint sie keine unabhängige Seele, die außerhalb des Körpers irgendwie existieren könnte. Sie meint einfach Odem, Atem.

[13:06] Es heißt weiter: "Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie. Nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub." Warum werden sie zu Staub? Weil sie aus Staub gewesen sind, gemacht worden sind. Körper ohne Odem zerfällt in sich selbst nach einer gewissen Zeit. Hier heißt es: "Sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen." Und wir sehen immer wieder: Körper plus Odem, Leben. Körper ohne Odem, Tod. Ganz einfaches Prinzip. Und der Staub wieder zur Erde zurückkehrt, wie er gewesen ist. Also, wenn da ein Mensch stirbt und er wird in einen Kasten gelegt, den wir Sarg nennen. Was passiert mit dem Sarg, mit dem Menschen da drinnen? Irgendwann, nach einiger Zeit, dauert ein paar, einen längeren Zeitraum, ist da irgendwann nur noch Staub. Nur noch Erde.

[14:03] Gut, schauen wir weiter. Es heißt hier in Apostelgeschichte 7: "Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf." Was hat er damit gesagt? Er hat damit gesagt: Meine Seele geht in den Himmel. Warum? Seele ist die Verbindung von Körper und Geist. Und der Körper ging denn in den Himmel? Der Körper blieb hier. Der Geist war der Odem, der zu Gott zurückging, der Lebensatem, den Gott gespendet hat, der uns am Leben hält und der zu Gott wieder zurückgeht. Ganz wichtiges Prinzip.

[14:37] Vielleicht ist das dem einen oder anderen bekannt, aber für die, die das nicht kennen, das ist ein ganz wichtiges Prinzip, das wir wirklich ganz tief in unser Gehirn hineinkriegen wollen, um das zu verstehen. Und dann heißt es im nächsten Vers: "Und nachdem er das gesagt hat, er kniete nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne diese Sünde nicht an. Und nachdem er dies gesagt hatte, entschlief er." Nun, dieses Wort ist ein Schlüsselwort für unser Thema, denn welches Wort steckt da drinnen? Schlaf. Er entschlief. Und das sagen wir auch: Er ist friedlich eingeschlafen, sagen wir, wenn da kein großer Todeskampf war. Er ist friedlich eingeschlafen, hat sich hingelegt, ist nicht wieder aufgewacht, ist friedlich eingeschlafen. Die Bibel benutzt dieses Wort "schlafen" immer wieder für Tod.

[15:17] Zum Beispiel hier, Psalm 13, Vers 4. David sagt: "Schau her, und erhöre mich, o Herr, mein Gott, erleuchte meine Augen, dass ich nicht in den Todesschlaf versinke."

[15:31] Noch ein Beispiel. Das ist jetzt Jesus selbst. Jesus, Ahnung über das Leben nach dem Tod. Weiß Jesus, was da passiert? Definitiv. Jesus als Christ, sollten wir das glauben und das sagen, was Jesus sagt. Es heißt hier, in einer Begebenheit, als Jesus mit seinen Jüngern unterwegs ist und er bekommt die Nachricht, dass sein bester Freund – das finde ich so schön, Jesus hatte auch richtige Freunde – einer von denen war Lazarus. Und er bekommt die Nachricht, dass Lazarus eine schwere Krankheit hat, eine tödliche Krankheit, und man ruft ihn: Komm und hilf uns. Aber Jesus, aus seltsamen Gründen, kommt nicht. Er verbringt mehrere Tage woanders und lässt auf sich warten. Und man fragt sich schon: Jesus, was machst du?

[16:19] Und dann, einige Zeit später, sagt er die Sprache, und danach sagt er zu ihnen: "Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen." Also, hier haben wir Jesus, und er sagt: Lazarus ist eingeschlafen. Jetzt haben sie das Wort verstanden, was "eingeschlafen" eigentlich meint. Denn im nächsten Vers sagen sie: "Herr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er gesund werden." Jesus war so deutlich mit diesem Wort "schlafen", er hat das so betont, dass die Jünger gesagt haben: Wir müssen ja nicht die 30 Kilometer laufen, nur um ihn aufzuwecken. Da gibt es ja vielleicht auch einen Wecker. Aber dann sagt Jesus: Ich habe mich falsch verstanden. Ich habe zwar "schlafen" gesagt, aber Jesus hat in Wirklichkeit von seinem Tod geredet. Und er hat vom Tod so sehr, vom Schlaf geredet, dass die Jünger fast gemeint haben, er meint den anderen Schlaf. Daraufhin nun sagte es ihnen Jesus frei heraus: "Lazarus ist gestorben."

[17:13] Also, wie nennt Jesus den Tod? Er nennt ihn einen Schlaf. Frage.

[17:19] Schauen wir uns noch diesen Vers hier an. Matthäus 27, Vers 52: "Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der Entschlafenen heiligen." Immer wieder, in der ganzen Bibel, wird der Tod mit einem Schlaf verglichen. Der erste Grund der 15. Vers 20 heißt es: "Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt. Er ist der Erstling der Entschlafenen." Tote Entschlafenen. Immer wieder dasselbe Bild.

[17:47] Und hier haben wir noch einen: "Ich sage euch ein Geheimnis. Wir werden zwar nicht alle entschlafen." Was meint er damit? Es wird einige Menschen geben, die werden Jesus leibhaftig wiederkommen sehen. Es wird Menschen geben, die werden niemals in ihrem Leben sterben. Und nebenbei gesagt, ich möchte einer von denen sein. Du auch? Frage.

[18:09] Wir haben ja gerade einiges über den Schlaf gelernt. So viel wissen wir schon: Der Tod nach der Bibel ist ein Schlaf. Aber wir haben ja heute einiges über den Schlaf gelernt. Welche Schlafphasen gibt es? Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Phase. REM-Phase war... Wie ist dieser Todesschlaf? Ist er wie der Leichtschlaf, wo man schnell wieder aufgeweckt wird? Ist es wie der Tiefschlaf, wo man nichts mitbekommt? Oder ist es wie die REM-Phase, wo man zwar tot ist, aber eigentlich Träume hat, Dinge sieht, ein bisschen zuckt? Ist es so?

[18:49] Schauen wir mal, was die Bibel sagt. Ja, wir schlafen. Und auch hier, wir schlafen. Es heißt hier in Psalm 115, Vers 17: "Die Toten rühmen den Herrn nicht." Viele Menschen glauben, dass wenn ein Toter stirbt, dass er in den Himmel kommt und dann anfängt, im himmlischen Chor zu singen. Oder auf der Harfe zu spielen. Oder was auch immer. Aber die Bibel sagt: "Die Toten rühmen den Herrn nicht. Keiner, der zum was? Zum Schweigen herabfährt." Jetzt ist das übrigens interessant. Wir werden noch ein ganzes Thema haben über das Thema Hölle. Ich werde noch nicht so viel darüber verraten. Aber was ist die landläufige Meinung von vielen Menschen beim Thema Hölle? Sie glauben, die Menschen, die böse sind, kommen in die Hölle. Und was machen sie dann? Und wenn sie brennen, was werden sie von sich geben? Laute! Schreien! Aber was sagt die Bibel? Wir werden beim Tod schweigen. Interessante Idee, nicht wahr? Man hat nicht den Eindruck, dass da irgendwie Schmerzen zum Ausdruck kommen.

[19:53] Schauen wir weiter. Es heißt im Psalm 6, Vers 6: "Denn im Tod gedenkt man nicht an dich." Also, sind die Menschen, die sterben, die gläubig sind, denken die an Gott? Ja oder nein? Nein. Können die im Himmel sein? Nein, denn wenn sie im Himmel wären, würden sie an Gott denken können. Wer wird dir im Todenreich Lob singen?

[20:13] Weiterhin heißt es, und das ist jetzt ein sehr entscheidender Schlüsselvers: "Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen, aber die Toten wissen wie viel? Gar nichts." Das ist nicht nur Tiefschlafphase, das ist die tief, tief, tief, tief, tief, tief, tief Schlaffase. Man erlebt, dass man früh, abends ins Bett gegangen ist, Augen zugemacht hat und dann die Augen wieder aufgemacht hat und gedacht hat: Ich muss mich nochmal umdrehen und dann plötzlich: Hey, es sind 8 Stunden vergangen. Ich habe nichts davon mitbekommen. Schon mal erlebt? Schon.

[20:45] Der Todesschlaf ist keine Rampfphase, ist keine Leichtschlafphase. Der Todesschlaf ist genau so: Man macht die Augen zu und kriegt dann gar nichts mit. Keine Schmerzen. Gute Nachricht, oder? Aber auch keine himmlischen Freuden gleich. Keine englischen, also das Wort, nee, früher hat man im Deutschen gesagt: keine englischen Chöre, weil man meinte die Engelschöre, aber heute ist das verständlich, weil man denkt, dass die Chöre in England sind. Also, keine Engelschöre, wollte ich sagen. Nichts davon. Gar nichts.

[21:17] Und das ist eine interessante Nachricht, weil viele Menschen haben solche Angst vor dem Tod oder solche Erwartungen auf den Tod oder freuen sich sogar auf den Tod, soll es ja auch geben. Dieser Text tut das alles so ein bisschen reduzieren und so ein bisschen wieder in eine normale Perspektive bringen, denn beim Tod merken wir gar nichts.

[21:35] Es heißt hier in Prediger 9, Vers 10: "Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft, denn im Totenreich, in das du gehst, gibt es was? Kein Wirken mehr und kein Planen, keine Wissenschaft und keine Weisheit." Und hier ist eine wichtige Lehre, liebe Freunde: Wenn es etwas gibt, was du in deinem Leben erreichen möchtest, wann solltest du es erreichen? Vor dem Tod.

[22:03] Manche Menschen glauben: Naja, ich lebe jetzt mal mein Leben hier in Saus und Braus und dann stehen die Chancen ja vielleicht 50/50, dass wenn ich dann tot bin, dass ich vielleicht doch irgendwie noch durchs Fegefeuer vielleicht oder wie auch immer durch einen schwarzen Kanal hindurch in den Himmel komme und dann habe ich ja noch Zeit dafür, Gott kennenzulernen, oder? Dann ist es zu spät. Dann ist wirklich das Ende. Wir haben heute Vormittag über die Idee von dem Ende der Gnadenzeit gesprochen, nicht wahr? Dass es einen Zeitpunkt geben wird, am Ende, wo niemand mehr zurück kann. Aber diese Idee von einem Ende der Gnadenzeit sozusagen, wo wir nicht mehr uns für oder gegen Gott entscheiden können, ist nicht nur eine Idee, die auf das Ende der Zeit sich bezieht, sondern eigentlich auf unser Leben von jedem Einzelnen. Denn es kommt ein Ende der Gnadenzeit für mein Leben. Nämlich wann? Wenn ich tot bin. Bis dahin muss alles geklärt sein mit Gott.

[22:55] Und wir wollen es ja nicht zu schwarz malen, aber gibt es jemanden unter uns, der eine Garantie hat von Gott, unterschrieben, dass er noch das Jahr 2013 sehen wird? Oder 2014? Mit Gottes Gnade hoffentlich, nicht wahr? Aber dieses Thema ist durchaus ein ernstes Thema, denn die Frage aus Sicht der Bibel ist nicht vielmehr: Was passiert im Tod? Denn die Bibel weiß, da passiert gar nichts. Die Frage ist vielmehr: Was passiert jetzt in meinem Leben angesichts der Tatsache, dass der Tod kommt? Das ist die viel wichtigere Frage. Denn im Tod selbst werden wir nichts merken, nichts spüren, keine Qual haben, aber auch nichts mehr entscheiden können.

[23:37] Es heißt hier in Psalm 146, Vers 3 und 4: "Verlasst euch nicht auf Fürsten, auf ein Menschenkind, bei dem keine Rettung ist. Fährt sein Geist aus, wird er wieder zur Erde; an dem Tag ist es aus mit allen seinen Plänen." Hast du Pläne in deinem Leben, die du noch verwirklichen willst? Vielleicht noch ein Haus bauen? Vielleicht noch einmal die Zugspitze ersteigen? Vielleicht noch einmal die Welt umsegeln? Was auch immer, vielleicht noch etwas tun? Vielleicht dich irgendwann mit deinen Eltern aussöhnen? Irgendwann mal deinem Nachbarn von Jesus erzählen? All diese Pläne, die wir haben, Dinge, die wir uns vorgenommen haben, irgendwann mit dem Rauchen, irgendwelche Pläne. Die Bibel sagt: Wenn wir tot sind, ist es aus damit. Jeden Plan, den wir nicht vor dem Tod umgesetzt haben, bleibt eine Luftblase. Es ist wichtig, darüber nachzudenken, dass alles, was wir tun können, wir es jetzt tun sollten. Zumindest die wichtigen Dinge.

[24:39] Und hier haben wir das Zeugnis aus der Apostelgeschichte. Es heißt hier, dass Petrus predigt: "Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freiwillig von euch zu reden, von dem Stammvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist wo? Unter uns bis zu diesem Tag." Jetzt, wenn wir glauben müssten oder sollten, dass ein Mensch nach dem Tod direkt in den Himmel geht, dann müssten wir glauben, dass all die Menschen schon aus dem Alten Testament im Himmel sind, richtig? Und die Bibel sagt, es gibt einige wenige Menschen, die im Himmel sind. Können wir mal sagen, wer? Mose oder Elia, wissen wir ganz sicher, denn sie sind später dem Jesus erschienen. Aber wir wissen auch in beiden Fällen, dass dort eine besondere Sache stattgefunden hat. Bei Mose wissen wir, dass er auferstanden ist, dass er auferweckt worden ist, sagt uns Judas, dass Michael, der Erzengel, also Jesus, ihn auferweckt hat. Und wir wissen von Elia, dass er wie in den Himmel gekommen ist, in einem Feuerwagen. Also nicht, indem er einfach die Augen zugemacht hat, war er plötzlich im Himmel, sondern da waren bestimmte physische Ereignisse. Aber für die große Masse aller Menschen gilt das, was hier steht: Sein Grab ist unter uns bis zu diesem Tag. Man konnte also da noch nach tausend Jahren irgendwo auf den Friedhof gehen, in Jerusalem, und konnte dort lesen: König David.

[26:01] Und dann heißt es: "Denn, was ist das nächste Wort? Nicht! David ist in den Himmel aufgefahren." Also, ist David in den Himmel aufgefahren oder nein? Nein! Und wenn David, ein Mann nach dem Herzen Gottes, der zwar schwer gesündigt hat, aber sich bekehrt hat, nicht im Himmel ist, woher sollten wir dann glauben, dass wir, die wir sterben, als Gläubige gleich in den Himmel fahren? Es gibt keinen Grund, oder? David, ein Mann nach dem Herzen Gottes, einer der wichtigsten Typen auf Jesus, einer der gläubigsten Menschen im Alten Testament, ist nicht in den Himmel aufgefahren. Und das heißt sogar noch expliziter: "Denn David ist entschlafen." Das heißt, der Geist Gottes, der Adonim, ging in den Himmel, er selbst blieb auf der Erde und er hat die Verwesung gesehen.

[26:44] Gut, gehen wir weiter. Schauen wir uns das an, wie Hiob es beschreibt. Wie ein sehr poetischer Text in Hiob 14. Es heißt: "Der Mann aber stirbt und ist dahin. Der Mensch vergeht und wo ist er? Wie Wasser zerrinnen aus dem See und wie ein Strom vertrocknet und versiegt." Mir gefällt dieses Bild. Haben wir gesehen, wie ein Wasserstrom immer kleiner wird, trockener wird? Oder wie ein, ja, diese Wasser in dem See zerrinnen, irgendwann bleibt da nur noch Trockenheit übrig. Das heißt hier: "So legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder auf."

[27:20] Es geht weiter: "Bis die Himmel nicht mehr sind, regen sie sich nicht." Jetzt heißt das: Die Menschen werden sich nie wieder regen. Sondern nur wie lange, bis die Himmel nicht mehr sind. Wissen wir, gibt es einen Zeitpunkt, wo die Bibel sagt, wo die Himmel vergehen werden? Wo der Himmel zusammenrollen wird? Wie eine Schriftrolle. Aber bis die Himmel nicht mehr sind, regen sie sich nicht und werden nicht aufgeweckt aus ihrem Schlaf.

[27:48] "Wer nicht aufgeweckt. Oh, dass du mich doch im Totenreich verstecken, dass du mich verbergen würdest, bis dein Zorn sich wendet, dass du mir eine Frist setztest und dann wieder an mich gedächtest." Aber wird denn der Mensch, wenn er stirbt, wieder leben? "Die ganze Zeit meines Frohndienstes würde ich warten, bis meine Ablösung käme." Das heißt, bis ich wieder frei bin. Dann würdest du rufen und ich würde dir antworten.

[28:16] Jetzt, was passiert am Ende der Ablösung? Am Ende des Frohndienstes, am Ende des Schlafes sozusagen? Da wird jemand rufen und der, der gestorben ist, wird dann antworten. "Nach dem Werk deiner Hände würdest du dich sehnen." Warum ruft da jemand? Mit wem spricht hier überhaupt da? Mit Gott. Er sagt: Du würdest rufen, am Ende meines Frohndienstes, wenn ich die ganze Zeit dort im Grab gelegen habe, geschlafen habe, nichts mitbekommen habe, irgendwann, wenn die Himmel nicht mehr sind, wirst du rufen und ich werde antworten. Warum? Weil Gott, du selbst dich nach dem Werk deiner Hände sehnst. Es ist doch wahr, wenn wir etwas gebastelt haben, wenn wir es gemacht haben, dann haben wir eine besondere Beziehung dazu, oder? Und Gott hat sich nur gebastelt, er hat uns geschaffen und er sehnt sich nach uns. Er hat den Staub genommen, hat seinen Odem gegeben. Wir sind gestorben, der Odem ist zurückgekommen, aber er möchte, dass wir wieder leben und so wird er uns rufen durch sein Wort und sein Wort hat schöpferische Kraft und wir werden antworten.

[29:24] So wie Jesus diesen Mann hier gerufen hat. Wer ist das? Jetzt, wie lange war Lazarus da im Grab? Im Grab? Vier Tage. Es gibt ja auch Geschichten, wo Jesus an einer Trauerfeier vorbeikommt und der Junge ist gerade gestorben und sie tragen ihn hinaus und er weckt ihn auf und man sagt: Naja, vielleicht war er halt nicht ganz tot, nicht wahr? Aber vier Tage lang kann man nicht im Grab überleben, es sei denn, der Mann ist tot. Also nicht überleben, aber der war wirklich tot, tot, tot, tot, so tot, dass die Frauen gesagt haben: Tu den Stein nicht weg, denn er riecht schon.

[30:12] Frage. Nehmen wir für einen Moment an, die Bibel hätte nicht recht und nehmen wir für einen Moment an, Lazarus wäre nicht im Todesschlaf gewesen, sondern der Tod wäre was anderes. Welche beiden Optionen gibt es dann läufig meistens? Himmel oder Hölle, nicht wahr? Jetzt, nach dem, was wir über Lazarus wissen, wo wäre er wohl hingegangen? In den Himmel, richtig? Nehmen wir an, rein hypothetisch, Lazarus wäre bei seinem Tod in den Himmel gegangen. Also, er macht die Augen zu, stirbt und plötzlich sieht er, geht vielleicht noch durch diesen schwarzen Tunnel hindurch, sieht das Licht am Ende des Horizonts, er geht hindurch, ist in der himmlischen Stadt, er hört die Engelchöre, er spielt auf seiner goldenen Harfe und er hat Freude über Freuden. Er trifft Jesus und er redet mit ihm und dann – Jesus kann er nicht treffen, also er trifft vielleicht den Heiligen Geist und er trifft Gott den Vater und er redet mit all den Engeln und hat es geschafft. Und vier Tage lang geht er durch die goldene Stadt und redet mit Henoch, redet mit Elia, mit Mose und fragt sich Fragen und erzählt den Engeln, wie es gewesen ist. Und nach vier Tagen kriegt er einen Handyanruf. Jesus ruft: Komm runter. Och nö, bitte nicht. Was habe ich verbrochen? Was habe ich verbrochen, dass ich wieder zurück muss in diese dunkle Welt? Wäre das ein liebender Gott?

[31:44] Als dieser Lazarus dort aus dem Grab kommt, sagt er: Jesus, bitte, bitte, warum denn? Warum hier wieder auf diese Wüste von Juden, mit all den streitenden Juden, die sich entzweit haben? Im Himmel ist es so viel schöner. Hat er das gesagt? Nein. Warum nicht? Er hat es nicht erlebt. Oder war es so, dass er in der Hölle geschmort hat, vier Tage lang und schon viele Hautpartikel gebrannt waren und er sich die Lunge schon heiser geschrien hat mit all den Schmerzen und schließlich holt Jesus Fischdiener raus und da steht er jetzt und sagt: Zum Glück. Sagt er das? Nein. Warum nicht? Es ist nie passiert.

[32:34] Was hat er erlebt? Er hat die Augen zugemacht und dann rief Jesus. Und zu seiner Verwunderung sieht er was. Ich stelle mir vor, wie das gewesen ist. Also, als Lazarus gestorben ist, war er ja noch nicht eingewickelt, oder? Als Lazarus gestorben ist, hat er vielleicht einen Schlafanzug angehabt oder was auch immer und lag auf seiner Bahre und Leute um ihn herum haben für ihn gebetet, haben ihn gestreichelt, haben ihm ein Wasser zu trinken gegeben und irgendwann ist er eingeschlafen, ist gestorben. Im nächsten Moment macht er die Augen auf, er hat die Stimme Jesu gehört. Wie findet er sich? Er kann nichts mehr sehen. Er hat gehört, Jesus hat gerufen. Der Stein wird weggerollt und er kommt hervor. Er hat nichts erlebt. Und wir haben nicht den geringsten Hinweis, dass er irgendetwas erzählt, sondern da ist er.

[33:30] Jesus hat die Kraft, die Toten wieder hervorzubringen. Die Bibel sagt uns ganz am Anfang, dass die Schlange etwas sehr Entscheidendes gesagt hat: "Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben." Wer hat die Idee erfunden, dass wenn der Mensch stirbt, er gar nicht wirklich stirbt? Dass er weiterlebt in irgendwelcher Form? Haben das die Griechen erfunden? Die Ägypter? Die Babylonier? Die Hindus? Satan selbst. Die Idee, dass der Tote gar nicht wirklich tot ist, sondern dass er mit irgendeiner Form, ob mit Körper oder nur mit Geist, und sich selbst vielleicht noch sieht, so mit einem Helikopterblick, wie er so den Körper verlässt. Diese Idee kommt von wem? Von dem großen Lügner. Von Satan.

[34:26] Weiß jemand, wie oft das Wort "Seele" in der Bibel vorkommt? Schätzen, wie oft kommt das ungefähr vor? Seele. Tausend Mal? Gar nicht schlecht. Es sind 1600 Mal. In der ganzen Bibel. 1600 Mal kommt das Wort Seele vor. Wie oft kommt das Wort "unsterbliche Seele" vor? Nicht ein einziges Mal. Alle 1600 ungefähr Male, wo das Wort Seele vorkommt, steht nicht einmal das Wort unsterblich auch nur in der Nähe.

[35:00] Die Frage ist: Wie kommen die Menschen auf eine unsterbliche Seele und verkünden das als eine biblische, christliche Lehre, die die Idee auch nicht ein einziges Mal in der Bibel zu finden ist. Stattdessen finden wir folgendes: Wir finden die Aussage in Hesekiel 18, Vers 4: "Die Seele, die sündigt, soll sterben." Gibt es eine unsterbliche Seele? Aber gibt es eine sterbliche Seele? Definitiv. Warum? Denn die Seele ist ja Körper und Geist kombiniert. Das ist die ganze Erklärung für diesen Vers. Es gibt eine sterbliche Seele. Denn der Lohn der Sünde ist der was? Der Lohn der Sünde ist nicht ewiges Leben in Qual. Der Lohn der Sünde ist der Tod.

[35:44] Und dann heißt es von Gott, dass er allein was hat? Alleinunsterblichkeit. Zu behaupten, dass wir eine unsterbliche Seele haben. Jetzt denken wir gut scharf nach. Wenn wir sagen, wir haben eine unsterbliche Seele, nach diesem Vers, was sagen wir damit? Dass wir Gott sind. Ganz genau. Wir machen uns damit zu Gott, denn nur Gott hat allein aus sich selbst heraus eine unsterbliche Seele. Und wissen wir jetzt, warum der Satan diese Idee verkündet hat? Genau aus diesem Grund. Er wollte sich zu Gott machen. Diese Lehre von der unsterblichen Seele ist nicht einfach nur ein frommer Irrtum. Es ist ein ganz gefährliches Gift, das Satan seit allen Zeiten benutzt und in der Endzeit auch benutzen wird.

[36:34] Werden wir Unvergänglichkeit mal bekommen? Aber wir müssen danach streben. Wenn ich nach etwas strebe, was sage ich damit? Ich habe es noch nicht. Ich strecke mich danach aus. Ich muss etwas tun, um da hinzukommen. Muss Gott sich ausstrecken? Muss Gott Unsterblichkeit erstreben? Nein, er hat sie schon. Aber die landläufige Theorie von der unsterblichen Seele sagt: Ich werde geboren und habe von mir selbst heraus eine unsterbliche Seele. Aber die Bibel sagt: Wir müssen die Unvergänglichkeit erstreben. Wir müssen uns danach ausstrecken. In diesem Leben, damit Gott sie uns verleihen kann.

[37:14] Was hat das alles mit der Endzeit zu tun? Das folgende. In Offenbarung 16, Vers 14 heißt es: "Es sind nämlich dämonische Geister, haben wir heute früh gesprochen, die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes." Wie heißt diese Schlacht nochmal? Armageddon. Und diese dämonischen Geister werden Zeichen tun.

[37:46] Frage. Durch welche Zeichen werden sich wohl Menschen, die heute ins Gesicht uns sagen würden: Wir sind strenge Atheisten, verführen lassen? Dadurch, dass einfach durch irgendwelche Zaubertricks, durch irgendwelche Knobeleien, wodurch würde sich jemand verführen lassen, zu sagen: Ja, vielleicht habt ihr doch recht.

[38:20] Die Bibel sagt: "Denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts." Die Dämonen verkleiden sich, so wie der Satan, um einen Eindruck zu erwecken, der nicht wahr ist. Was passiert, wenn du nach Hause kommst, die Tür aufmachst und deine verstorbene Oma sitzt dort auf dem Sofa, redet mit dir, spricht mit dir und weiß all das, was auch deine Oma gewusst hat. Wer bleibt da noch ein Atheist und sagt: Das gibt es nicht. Das ist ein Märchen. Wenn du es selbst siehst, wenn du es selbst hörst.

[39:10] Die Geschichte wird erzählt von einer Frau, die ihren Mann verlor. Im Krieg. Und er kam nicht wieder. Und sie bekam ein Schreiben von der Armee, dass er tot ist. Unauffindbar. Nach einiger Zeit, nach vielen Krisen in ihrem Leben, offensichtlich, weil es ja eine schwere Zeit ist, entschloss sie sich, an solchen Sitzungen hier teilzunehmen, wo Menschen, die behaupten, Kontakt zu den Toten zu haben, vielleicht auch Kontakt herstellen könnten zu ihrem Mann und zu erfahren, wie es ihm geht dort im Jenseits. Und sie machte Kontakt mit ihrem Mann. Oder war ich jemand, der sprach wie ihr Mann. Und sie sprach mit ihrem Mann. So glaubte sie. Bis eines Tages, einige Jahre später, er es an der Tür klopfte und sie die Tür aufmachte und ihr Mann stand vor der Tür. Fleisch und Blut. Vermisst, aber doch nicht gestorben. In diesem Moment ist dieser Frau nicht nur ein kalter Schauer in den Rücken gegangen, oder? Denn sie war bewusst, mit wem sie auch immer gesprochen hat, es war nicht ihr Mann. Aber er sah so aus wie ihr Mann. Er hat so gesprochen wie ihr Mann. Und wusste auch all die Teile seines Lebens wie ihr Mann. Und das reicht uns ja meistens schon aus, nicht wahr? Dämonen sind unterwegs, um Menschen zu verführen. Vielleicht nicht jeden auf diese Art und Weise, aber das ist eine ihrer stärksten Mittel. Und wenn wir glauben, das ist nur Hokuspokus und Quatsch und das gibt es gar nicht. Millionen von Menschen sind in den Fängen dieser Dinge. Es boomt.

[41:06] Und vielleicht sagst du: Naja, mir kann das nichts anhaben. Die Geschichte wird erzählt von einem gläubigen Mann. Er war nicht nur gläubig, er war Pastor. Jetzt, was denkt man meistens von Pastoren? In Bezug auf ihre Bibelkenntnis? Sollten gut kennen, nicht wahr? In der Regel muss man heute Hebräisch und Griechisch können, um Pastor zu werden, offiziell der Pastor in der Kirche. Der kannte die Bibel wirklich gut, er war Missionar in Südamerika. Und um eine lange Geschichte kurz zu machen, er kam in ein Dorf, wo er wusste, dass Spiritismus betrieben wird. Das Anrufen der Toten, dass es in Wirklichkeit ein Anrufen der Dämonen ist. Und er hat dort Vorträge gehalten, hat dort gepredigt, wollte das Evangelium weitergeben, wollte die Menschen zu Christus führen. Und er wurde eingeladen, an einem dieser spiritistischen Treffen teilzunehmen.

[42:02] Was sagt die Bibel? Sollten wir daran teilnehmen oder nicht? Die Bibel sagt ein eindeutiges, klares, mit rotem Ausrufezeichen versehenes Nein. Es ist ein Gräuel. Er ging aber trotzdem hin. Vielleicht, weil er geglaubt hat: Ich kenne ja die biblische Wahrheit. Ich weiß ja, was die Bibel in den Toten... Das kann mir nichts anhaben, nicht wahr? Er hat nicht mal den Raum betreten, da kamen seine beiden verstorbenen Kinder auf ihn zugerannt. Und er nahm sie in die Arme. Und seine Vatergefühle waren stärker als sein theologisches Wissen. Weil das theologische Wissen nicht hier verankert war, sondern nur hier. Es reicht nicht aus, zu wissen: Ja, ja, schon hundertmal gehört, Prediger 49, die Toten wissen nichts. Wenn das Wissen nicht hier ist, wenn ich nicht aus jedem Wort lebe, wenn ich nicht sagen kann, wie Jesus: Es steht geschrieben, selbst dann, wenn die Gefühle, wie bei Jesus, wenn der Hunger so groß ist, was machst du?

[43:06] Wenn dein liebster Freund, deine liebste Verwandte, wer auch immer, auf der Couch sitzt und sagt: Hey, ich bin es. Du hast bisher in der Bibel gelesen, aber du hast halt das falsch verstanden. Das musste man anders interpretieren. Weißt du nicht, dass Samuel auch erstanden ist von den Toten? Ja, die Bibel sagt, dass der König Saul zu einer Schwörerin ging. Und die Bibel sagt, dass das, was er dort sah, aussah wie Samuel. Aber die Bibel macht deutlich, dass das in Wirklichkeit ein fremder Gott war, ein Dämon. Der so aussah wie Samuel, der sich so benahm wie Samuel, aber der nicht Samuel war. Und diese Sache, liebe Freunde, ist eine der Hauptverführungen Satans.

[43:50] Als Satan die unschuldige Menschheit, Adam und Eva, mehr Menschen gab es ja nicht, verführen wollte, hat er nur zwei Strategien angewandt. Nur zwei. Menschen, die nichts von Sünde wissen und keinerlei Bezug zur Sünde haben und keinerlei Tendenz zur Sünde haben, sind sie eine einfache Beute für den Satan oder eine schwere Beute? Wenn sie keinerlei Tendenz zur Sünde haben, keine natürliche Tendenz. Wir sind eine einfache Beute, weil wir haben schon die natürliche Tendenz dazu, wir neigen schon förmlich dazu. Aber Adam und Eva hatten keine Neigung, es war eine schwere Beute für ihn. Und wenn man eine schwere Beute machen will, welche Strategien sollte man anwenden? Die besten, die besten Mittel, die beste Waffe, das, was auf jeden Fall funktioniert. Und Satan hatte zwei Mittel. Das erste war: Keineswegs werdet ihr sterben. Das andere: Sollte Gott wirklich gesagt haben? Und genau diese beiden Ideen: Keineswegs werdet ihr sterben und sollte Gott wirklich gesagt haben, weil sie so erfolgreich waren, sogar sündlose Menschen zu verführen, wird er zu den Hauptverführungsmitteln machen, zu einer Zeit, wo es geht, die Auserwählten zu verführen.

[45:18] Und jetzt, im ersten Teil, sprechen wir über: Keineswegs werdet ihr sterben. Im zweiten Teil wird es gehen um: Sollte Gott wirklich gesagt haben? Denn diese beiden Dinge, der Tod und das Zeichen, sind die beiden Themen, die in der Endzeit Satans große Verführungsmacht ausmachen werden. Deswegen ist es wichtig, dass wir verstehen, was die Bibel sagt, dass wir es nicht nur verstehen, sondern dass wir es wirklich in unserem Herzen begreifen und feststehen. Und auch wenn viele Kirchen etwas anderes sagen, wir wissen aus der Prophetie, dass die Kirchen aufgrund bestimmter Entwicklungen, die wir angeschaut haben, nicht mehr der vollen Wahrheit folgen.

[45:58] Aber wie ist es mit dem Beispiel von Jesus? Sagt die Bibel nicht, dass er selbst am Kreuz gesagt hat, dass er nach seinem Tod gleich in den Himmel geht? Wir lesen, dass Jesus am Kreuz starb und neben ihm starben zwei andere, zwei Verbrecher, die im Gegensatz zu Jesus es verdient hatten, in der christlichen Rechtsprechung dort zu hängen. Und zunächst haben sie beide ihn verspottet und haben sich aufgeregt und geflucht. Es hat ja eh keinen Sinn mehr gemacht, sie mussten sowieso sterben. Und sie haben sich einfach die Seele aus dem Leib geflucht. Bis einer plötzlich merkt: Der Jesus hier in der Mitte, der flucht gar nicht. Wie hält er das aus? Wie hält er diese Schmerzen aus? Und je mehr er darüber nachdenkt, desto mehr erkennt er in diesem Jesus den verheißenen Messias. Und am Ende dieses Gedankenprozesses ruft er aus: "Herr, gedenk an mich, wenn du deine Königsherrschaft kommst." Und jetzt Achtung. Jesus antwortet ihm und sagt: "Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein."

[47:06] Also, wenn Jesus das sagt, wie kannst du, Christopher, da etwas Gegenteiliges sagen? Und hier ist der Grund. Ich kann nicht gegen Jesus, sondern mit Jesus. Das ist der gleiche Text. Das ist leicht zu lesen: "Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein." Das ist ein bisschen schwerer zu lesen, oder? Was ist das? Das ist Griechisch. Gut. Kann das jemand mal vorlesen?

[47:34] Ja, gerne. Einmal vorlesen. "Ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein."

[47:42] Dankeschön. Klingt ja viel schöner, oder? Ja, Entschuldigung, das ist jetzt nicht live übertragen, also gehört werden konnte. Das ist eines der Vorteile, wenn man live vor Ort ist. Erinnert ihr euch an 30 Kilometer, nicht wahr? Ganz genau.

[47:58] Jetzt, was fällt uns auf, wenn wir den Text hier so sehen? Auch wenn wir kein Griechisch verstehen oder lesen können. Keine Satzzeichen, keine kleinen Buchstaben, alles Großbuchstaben. Und das ist eigentlich schon eine, nicht die Originalfassung, denn im Original gibt es nicht mal Leerzeichen. Im Original ist alles hintereinander weg. Das ist in Ordnung. Das lässt aber an wenigen Stellen der Bibel manchmal Interpretationsspielraum, wo jetzt die Satzzeichen zu setzen sind. Wir wollen uns mal auf folgende Worte hier konzentrieren. Amen. Amen heißt was? So soll es sein, oder? Wahrlich. Das ist das, was hier sagt: mit wahrlich. Das ist soll, richtig? Und das heißt? Dir, richtig? Dir. Lego heißt? Sage ich. Ich sage dir. Lego sage ich. Heute. Und was heißt? Mit mir. Amen heißt? Wahrlich. Dir. Lego sage ich. Heute. Mit mir. Tor Paradiso ist das Paradies.

[49:28] Jetzt, wenn ich das Komma dahin setze, also quasi so. Wie heißt es dann? Das heißt: Amen. Wahrlich. Dir. Sag ich. Heute. Mit mir. Aber was passiert, wenn ich dieses Komma dahin verschiebe? Dann ist es so: Amen. Soll. Dir. Lego sage ich. Heute. Mit mir. Das heißt, im Griechischen ist es ganz eindeutig, es gibt beide Varianten. Jetzt ist damit schon geklärt, welche richtig ist? Nein, wir wissen nur, es könnte beides sein. Es gibt manche Stellen in der griechischen Bibel, es gibt noch andere Stellen. Das ist manchmal nicht ganz klar, ist es der Glaube Jesu oder der Glaube an Jesus? Das Griechische kann beides hundertprozentig bedeuten. Es gibt solche Stellen in der Bibel.

[50:36] Muss ich jetzt also raten? Muss ich jetzt ein Los werfen, die Münze werfen und sagen: So oder so? Wie kann ich jetzt wissen, wo das Komma hingehört, wenn der Text das Komma selbst nicht setzt? Was muss ich tun? Andere Texte finden, die den Text erklären, richtig? Und hier gibt es einen anderen Text, der es erklärt. Jesus spricht zu ihr, zu Maria Magdalena, an welchem Tag? Am ersten Tag der Woche ist ein Sonntag. "Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater." War Jesus am Freitagabend im Paradies? Nein. Das heißt, wenn wir den Text hinzunehmen, haben wir keine andere Wahl, also wir müssen das Komma nach heute setzen. Siehe, ich sage dir, heute, Komma oder Doppelpunkt, du wirst mit mir im Paradies sein. Widerspricht sich nicht. Und wenn wir sie gründlich studieren, haben wir keinerlei Probleme.

[51:26] Jesus sagt: "Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus." Er meint das in seinem Leben. "Ich habe Vollmacht, es zu lassen und habe was? Vollmacht, es wieder zu nehmen." Hier steht einer der tiefsinnigsten Gedanken, die ich persönlich bisher nicht wirklich ergründen konnte und ich glaube, dass ich auch in meinem ganzen Leben bis in die Ewigkeit sie nicht ganz ergründen kann, diese Gedanken, die hier stehen. Hier steht, dass Jesus sein Leben freiwillig gegeben hat. Was war dann? Tod. Und im Tod war er in einem? Schlaf. Wie viel hat er mitbekommen? Nichts. Und aus diesem Zustand des Nichts Mitbekommens, des Nichts Wissens, hat er welche Macht gehabt? Sich selbst das Leben wieder zu geben. Wie das zugeht? Das ist genau der Schritt von menschlichem Verständnis zu Gott. Wie gesagt, Jesus hat sich selbst das Leben wieder gegeben und diesen Auftrag, das heißt diesen Befehl, hat er von wem bekommen? Vom Vater. Er hat gewartet, bis der Vater ihn ruft. So wie Gott auch uns rufen wird, nur werden wir uns nicht selbst das Leben geben, sondern wer wird uns das Leben geben? Jesus, der den Schlüssel hat zum Tod, denn er hat den Tod, den Todesschlaf besiegt. Er war tot, er hat geschlafen, aber er hat ihn selbst besiegt. Und er ist Sieger über den Tod. Und wenn wir zu Jesus gehören, dann werden wir auch den Sieg erringen über den Todesschlaf. Denn er sagt: "Ich bin die was? Die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt."

[53:06] Und wenn es unter uns Leute gibt, die sterben werden, bevor Jesus wiederkommt, dann dürfen wir wissen, dass das keine schlimme Sache ist. Wir werden nicht in den Himmel kommen, wir werden nicht in die Hölle kommen, wir werden keine Schmerzen haben, wir werden auch nicht im Hubschrauberblick über unseren eigenen Bahre sein, sondern wir werden Augen zumachen und nichts mitbekommen, bis Jesus uns ruft und wir die Augen wieder aufmachen. So wie Lazarus hervorkam, so wird Jesus auch uns rufen.

[53:40] Und Paulus hat das sehr deutlich gesagt, als er gesagt hat: "Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird." Wann werden wir belohnt werden? An jenem Tag. Wenn Paulus geglaubt hätte, dass er bei seinem Tod schon in den Himmel geht, dann hätte er das nicht geschrieben, aber er wusste ganz genau: Ich sterbe und ich werde auferstehen und wenn ich wieder auferstehe, an jenem Tag, dann werde ich meinen Lohn bekommen.

[54:18] Aber nicht mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben. Hast du, lieber Freund, liebe Freundin, die Erscheinung Jesu lieb gewonnen? Liebst du ihn? Freust du dich darauf, dass er wiederkommen wird in seiner Herrlichkeit? Weißt du, dann verliert der Tod seinen Schrecken, oder? Er verliert völlig seinen Schrecken, denn das Einzige, was da passiert, ist: Ich mache meine Augen zu, ich mache sie auf und Jesus ist da. Was für ein wunderbarer Trost. Denn Jesus sagt nicht ohne Grund: "Euer Herz erschrecke nicht." Wovor sollten wir Angst haben? Dass wir in diesem Leben ohne Jesus leben. Aber vor dem Tod brauchen wir keine Angst haben. Denn er sagt: "Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk ist." Wenn Jesus kommt, wirst du deinen Lohn bekommen.

[55:20] Deshalb sage ich euch, Bruder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können. Auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch, was ein Geheimnis. Ihr könnt euch das praktisch vorstellen, was da passiert. Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, haben wir schon gelesen. Plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune, denn die Posaune wird erschallen und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich. Wir werden mit einem neuen Körper kommen. Denn das Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen.

[55:52] Und dann wird folgendes passieren. Ich bin so gespannt auf diesen Tag. Denn das heißt, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben wird: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg." Abraham ist gestorben und hat seine Augen zugemacht. David ist gestorben, hat seine Augen zugemacht. Paulus ist gestorben, hat seine Augen zugemacht und viele andere. Und an diesem Tag werden sie ihre Augen aufmachen. Sie werden nichts mitbekommen haben von dem mittelalterlichen Kirchenstaat. Sie werden nichts mitbekommen haben, dass Menschen auf dem Mond gewesen sind. Sie werden nichts mitbekommen haben von der Erfindung des iPhones. Es war alles für sie nicht existent. Sie werden ihre Augen aufmachen, sie werden Jesus sehen und sie werden rufen: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg!" Sie werden rufen: "Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?"

[56:52] War das alles? Sie machen die Augen zu, machen die Augen auf und stellen fest: Es war ja gar nichts. Wo war der Tod? Viele Menschen glauben, der Tod ist ein Ereignis, ein Erlebnis, wo man irgendwie reinkommt. Die Wahrheit ist: Du machst die Augen auf, du machst sie zu, Verzeihung, du machst sie zu, du machst sie auf und du merkst: Der Tod war ja dazwischen, ich habe gar nichts mitbekommen. Der Tod ist so neutral, dass du selbst ihn nicht mitbekommst. Dass du sagst: Ich stehe auf und hey, das war es schon. Denn ja, wir wissen, da sind tausende Jahre dazwischen, zwischen Abraham und der Wiederkunft, aber die merkt da ja nicht. Ich kümmere mich 2000 Jahre, wenn ich sie nicht merke. Was nützt mir, was kümmert mich all die Entwicklung, was passiert ist, wenn ich es nicht merke, wenn ich meine Augen auf, äh, zumache und sie aufmache und sage: Das war alles.

[57:38] Wir machen mal eine Übung. Wir machen gemeinsam unsere Augen zu und auf, okay? Ich zähle bis drei, dann machen wir sie zu, dann machen wir sie auf, okay? Drei, eins, zwei, drei. Okay. War irgendwas Schlimmes daran? Das ist das, wie der Tod sich anfühlt. Genau so. Augen zu, Augen auf.

[57:58] Und können wir uns vorstellen, wie dort tausende, Millionen Menschen rufen werden: Tod, wo ist dein Stachel? Tod und Reich, wo ist dein Sieg? War das alles? Gott hatte Recht gehabt, als er gesagt hat: Euer Herz erschreckt ihr nicht. Es hat sich gelohnt für Jesus zu sterben, weil es war ja gar nicht schlimm. Was wird das für ein Tag sein, wenn wir alle wieder zusammen sein werden, die wir im Glauben gestorben sind und die wir auf unsere Verstorbenen warten? Ich möchte an diesem Tag dabei sein. Du auch? Ich möchte an diesem Tag, dass meine Lieben aus dem Grab herauskommen. Oder wenn ich gestorben bin, dass ich auch dort aus dem Grab herauskomme.

[58:40] Aber lieber Freund, liebe Freundin, dass du das erleben kannst, hängt von etwas anderem ab. Dass du dieses Erlebnis machen kannst und sagen kannst: Für die, die wir jetzt in der Endzeit leben, ich möchte genau das erleben, hängt davon ab, ob du das Zeichen hast oder nicht.

[59:46] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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