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In dieser Predigt von Christopher Kramp wird die Bedeutung von Weissagung und Propheten in der Bibel beleuchtet. Anhand biblischer Beispiele wird gezeigt, wie Gott durch Propheten seine Pläne offenbart und sein Volk leitet. Der Vortrag erklärt auch, wie man wahre Propheten erkennt und wie die Gabe der Prophetie auch in der Endzeit eine wichtige Rolle spielt.

In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Bedeutung von Weissagung und Propheten in der Bibel. Er erklärt, wie Gott durch Propheten seine Pläne offenbart und wie wichtig es ist, diese Botschaften zu erkennen und zu befolgen. Anhand biblischer Beispiele wird gezeigt, wie Prophezeiungen über lange Zeiträume gegeben und später erfüllt wurden, und wie Gott auch in der Endzeit einen Propheten beruft.

Die Predigt beleuchtet auch die Rolle von falschen Propheten und den Täuschungen Satans, die darauf abzielen, die Wahrheit zu verdunkeln. Es wird erklärt, wie man wahre Propheten erkennt und welche Kriterien dafür wichtig sind. Abschließend wird die Rolle von Ellen G. White als Prophetin der Endzeit beleuchtet und ihre Bedeutung für die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten dargelegt.


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Serie: Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)

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Transkript

[0:00] Einen gesegneten Sabbattag! Gesegneten Sabbatt auch all denjenigen, die jetzt im Internet zuschauen. Wir sind alle mal ruhig und wir hören euch mal zu. Gesegneten Sabbatt! Auch von unserer Seite schön, dass wir heute den dritten Sabbatt hier bei Ausweg 2012 gemeinsam am Vormittag feiern können und wir ein Thema vor uns haben, das es wirklich in sich hat und sehr spannend ist.

[0:41] Ich möchte kurz am Anfang fragen, wer von uns war bisher an jedem Thema dabei? Es gibt immer noch einige der letzten Mohikaner und ihr habt es fast geschafft. Morgen Abend ist es vorbei. Ihr seid alle herzlich eingeladen, wisst ihr das? Wisst ihr, dass ihr alle herzlich eingeladen seid? Morgen 18 Uhr? Und ihr werdet doch meine Einladung nicht abschlagen, oder? Gut. Und ihr seid auch herzlich eingeladen, morgen Abend einzuschalten um 18 Uhr zum letzten Vortrag.

[1:16] Aber jetzt wollen wir uns gemeinsam Gedanken machen über die Weissagung. Wir haben ja gerade von der Schifffahrt gehört, nicht wahr? Und ein Schiff, wenn es so auf dem hohen Meer unterwegs ist, was braucht es da, um zu wissen, wo es langfährt? Dann brauchen wir einen Kompass, nicht wahr? Was brauchen wir noch? Eine Nacht die Sterne, nicht wahr? Das ist hilfreich, genau, wenn man weiß, wo man ist. Eine Karte. Man braucht eine Seekarte, wo man weiß, ich muss da langfahren, ich muss da langfahren, da um die Insel drumherum und so weiter bis zum Hafen.

[1:48] Aber die größte Schwierigkeit meistens in der Schifffahrt besteht dann, wenn das Schiff so langsam Richtung Hafen kommt, richtig? Und wenn so ein großes Schiff, nicht so ein kleines philippinisches Boot, sondern so ein großes Schiff nach langer Reise über die Weltmeere zum Hafen kommt, kurz vor dem Ziel steht, dann ist ja meistens so, dass im Hafen das Wasser viel flacher ist, da gibt es Sandbänke und Felsen da und da muss man genau aufpassen, wo man langfährt, damit man nicht das Schiff da noch kurz vor der Reise völlig beschädigt und ein Schiffbruch erleidet. Und deswegen tut man meistens etwas senden vom Hafen aus. Was wird dort gesendet? Licht gesendet, ganz genau, da gibt es so Licht, hierher, ein kleines Schiff, ein Lotse, ein kleines Schiff, das jetzt genau weiß, wo die kleinen Feinheiten sind, wo man langfahren muss, um auch heil ans Ziel anzukommen.

[2:45] Und das ist ein interessantes Bild auf Gottes Gemeinde. Hat Gott eine Gemeinde? Wir haben gesehen, sie hat eine Gemeinde, die durch die Stürme dieser Zeitalter hindurch immer bewegt, aber doch gerade auf Kurs gefahren ist bis zu dem Hafen, dem himmlischen Hafen, aber kurz vor dem letzten Abschnitt, kurz vor dem himmlischen Hafen, kurz bevor sie angekommen sind, ist die schwierigste Teil der Reise. Da stehen lauernd die größten Gefahren und so sendet Gott in seiner Gnade einen Lotsen.

[3:19] Lass uns gemeinsam niederknien für ein Gebet und dann gehen wir unser Thema hinein. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für den Sabbatmorgen, den wir haben dürfen, für die Gelegenheit, dein Wort zu studieren. Wir möchten dich bitten, dass wir dieses Thema der Weissagung aus deinem Wort erkennen können. Schenkst du uns Weisheit, schenkst du uns Verstand und gib, dass wir das, was wir lesen und verstehen, auch in die Praxis umsetzen. Wir danken dir, dass du uns führst, dass du dein Volk, deine Endzeitgemeinde führst sicher bis in den Hafen. Wir möchten heute lernen, wie wir das praktisch erleben können, was du uns geschenkt hast und wie wir das Wahre vom Falschen unterscheiden können. Und wir bitten dich, dass du alle Stürme fernhältst und dass wir uns ganz auf dich konzentrieren können und dass wir von dir lernen dürfen. Amen.

[4:12] Jetzt das Thema heute Morgen ist die Weissagung und Weissagung ist ein anderes Wort für was? Prophezeiung. Und wenn ich eine Prophezeiung habe, habe ich automatisch auch wen? Einen Propheten. So ist unser Thema eigentlich wirklich heute um Propheten und Propheten haben heutzutage so eine zwielichtige Aura meistens, nicht wahr? Wenn jemand sagt, ich bin ein Prophet, sind die meisten Leute begeistert oder eher skeptisch? Skeptisch, weil es so viele seltsame Gestalten gibt, die sich Propheten nennen und so ist es ein Thema, das durchaus auch an Brisanz hat, aber die Frage ist, mag Gott Propheten? Ja oder nein? Ja. Definitiv. Es heißt uns, nein, Gott der Herr tut wie viel? Nichts. Null Komma gar nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten wehen, den Propheten offenbart hat. Gott tut gar nichts in dieser Weltgeschichte, ohne dass er sich nicht mitteilt und wenn er sich mitteilt, dann vor allem und primär an seine Propheten. Also braucht Gott seine Propheten, ja oder nein? Er möchte Propheten haben.

[5:21] Wir wollen einen ganz kurzen Überblick gegenüber einigen Propheten in der Bibel, damit wir verstehen, wie Gott das macht, was so seine Lieblingsmethode ist, mit den Propheten zu reden. Nebenbei gefragt, wer war der erste Prophet in der Bibel, von dem wir wissen, dass er ein Prophet war? Ja, einige haben es schon richtig gesagt, es war dieser Mann, es war Henoch, der siebte nach Adam und er hat Geweissagt. Das war die erste Weissagung, die wir in der Bibel definitiv von einem Menschen bekommen gehabt haben, wo es explizit steht. Es ist durchaus möglich, dass es vorher welche gegeben hat, aber hier wird es explizit gesagt, er hat Geweissagt. Was hat er Geweissagt? Sie hat er herrscht gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden und so weiter. Wir wissen, es war eine Prophezeiung auf die Wiederkunft, aber gleichzeitig wissen wir, dass Henoch auch andere Prophezeiungen gegeben hat und zwar diese hier und das sieht auf den ersten Moment nicht wie eine Prophezeiung aus. Es heißt ja, Henoch lebte 65 Jahre, da zeugte er den Methuselah oder Methusalem, je nach Übersetzung.

[6:24] Und dieser Methuselah ist eine bekannte Persönlichkeit, selbst Leute, die die Bibel nicht gut kennen, haben von dem Methuselam gehört, oder? Warum? Was ist an ihm so besonders? Er ist der älteste Mensch auf Erden gewesen, aber das Wort Methuselah ist ein interessantes Wort, denn es steht im Hebräischen aus zwei Worten, nämlich Mut und Salah und das bedeutet sterben und senden. Man könnte den Namen so übersetzen, wenn er stirbt, dann wird es gesendet oder dann sendet Gottes, dann kommt es sozusagen, was gesendet werden soll. So war also dieser Mensch Methuselah oder Methusalem eine lebende Prophezeiung, wie wäre das, wenn dein Name eine Prophezeiung ist? Stell dir vor, die Menschen würden warten, bis du stirbst, weil sie wüssten, dann kommt was. Aber was sollte kommen? Eine Katastrophe und so waren die Menschen froh, solange sie ihn noch gesehen haben. Und Henoch hatte also diese Prophezeiung in den Namen seines Sohnes gelegt.

[7:25] Wie lange hat er gelebt? 969 Jahre, das ist ein Zeichen der Gnade Gottes, dass dieser Mann so alt wurde, fast ein ganzes Jahrtausend hat Gott gewartet. Wir können das sehen, er wurde 969 Jahre und wenn wir da ein bisschen weiter in der Genealogie forschen, stellen wir fest, dass er als er 187 Jahre alt war, zeugte den Lamech und als der 182 Jahre alt war, zeugte der Noah und wieviel sind 187 plus 182, 369 und dann haben wir hier Noah und als Noah wie alt war? 600 Jahre und 369 plus 600 sind 969, das war das Jahr, in dem Methuselim starb und genau in jenem Jahr kam die Sintflut, als er starb, sandte Gott das Gericht, das nebenbei auch ein Typus war auf die Wiederkunft, wie wir gesehen haben, von der ja Henoch auch gesprochen hatte. Das heißt, wir hatten einen Propheten, der eine Weisung gegeben hat, es kommt etwas, wenn mein Sohn stirbt, dann kommt etwas Großes und es dauerte noch viele viele Jahre, bis es kommen sollte. Die Menschen zur Zeit, die Henoch zugehört haben, haben noch nicht viel damit anfangen können, weil es waren ja noch Jahrhunderte, sie wussten, normalerweise wird ein Mensch viele hundert Jahre alt, also wenn der stirbt, das kann sich noch um Jahrhunderte handeln. Wenn heute ein Prophet kommt und sagt, in 800 Jahren geht die Welt unter, ist da irgendjemand dann begeistert oder aufgeregt? Das ist mehr so eine Information, ich war aha, selbst wenn es ein wahrer Prophet ist, ok, 800 Jahre, 900 Jahre, da haben wir noch ein bisschen Zeit, aber als die Zeit sich dem Ende näherte, sandte Gott einen anderen Propheten, wen sandte er da?

[9:15] Er sandte Noah, den Verkündiger der Gerechtigkeit, der am Ende dieser Zeitprophezeiung die Zeitprophezeiung aufnahm und sagte, schaut her, die Zeit ist bald erfüllt, das Ende kommt, werdet fertig, bereitet euch vor, kommt jetzt in die Arche, ihr müsst euch jetzt entscheiden. Können wir das sehen? Da gab es einen Propheten, da gab es die Information, da wird es ein Ende geben und da gab es eine lange Zeitprophezeiung, aber nach vielen Jahrhunderten, als die Zeitprophezeiung zum Ende kam, sandte Gott einen zweiten Propheten, der dieselbe Botschaft predigte, keine neue Prophezeiung, dieselbe Botschaft und gesagt hat, schaut her, diese Zeitprophezeiung hat sich erfüllt, sie kommt zu dem Ende, entscheidet euch heute. War es wichtig, diesem Propheten zu folgen, ja oder nein? Definitiv. Diesem Propheten nicht zu folgen, war eine Sache auf Leben und Tod. Wer diesem Propheten nicht gefolgt ist, ist nicht in die Arche gegangen.

[10:10] Frage, war Noah an sich selbst ein Heilsbringer, konnte er sie erlösen? Nein, aber sie mussten seiner Botschaft hören, weil als sie ihn erkannt haben, dass er predigt, mussten sie seiner Botschaft folgen und in die Arche hineingehen.

[10:23] Wir sehen dieses Prinzip in vielen anderen Geschichten auf der Bibel, hier haben wir ein anderes. Wir haben hier einen Mann namens Abram, war Abram ein Prophet? Kann mir jemand eine Textstelle sagen, wo das stehen sollte? Es steht in 1. Mose 20, da sagt Gott explizit, dass Abram ein Prophet ist und er hat ja auch Visionen gehabt von Gott und dann bekommt er hier diese Prophezeiung, dass das Volk Israel geknechtet werden soll und Sklave sein soll und zwar wie lange? 400 Jahre lang, kurzer Zeitraum oder langer Zeitraum? Langer Zeitraum.

[11:01] Jetzt die Menschen, die zu seiner Zeit gelebt haben und die jetzt gehört haben, die Nachkommen von Abram sollen 400 Jahre lang noch geknechtet werden und gedemütigt werden, das hat sie nicht so direkt betroffen, weil das lag ja noch in der Zukunft, weil Gott sagt, er würde dann nach 400 Jahren sie befreien, es heißt hier aber auch, das Volk, dem sie dienen müssen, will ich richten, also die Ägypter und danach sollen sie mit großer Habe was? Ausziehen. Gott verheißt hier den Auszug und Auszug auf Griechisch ist, oder Latein, Exodus, er verheißt den Ausweg, das war die Ausweg-Prophezeiung. Und Abram war der Prophet, der diese Zeit-Prophezeiung in die Welt trug, sozusagen.

[11:44] Aber als die Zeit zu Ende kam, als die 400 Jahre abliefen, da sandte Gott einen anderen Propheten, wer war das? Mose, ganz genau. Mose wurde gesandt, um das Volk jetzt herauszuführen, um die Zeit-Prophezeiung, die schon seit Jahrhunderten gegeben war, anzuwenden und gesagt, um zu sagen, schaut her, die Zeit hat sich erfüllt, die prophetische Zeit kommt zum Ende, es ist jetzt die Zeit zu handeln, entscheidet euch heute. Frage, wenn jemand Mose als Prophet abgelehnt hat, was ist mit ihm passiert? Der ist in Ägypten geblieben und die in Ägypten geblieben sind, die haben die Plagen abbekommen und wurden nicht herausgerettet. War es also wichtig, diesen Propheten zu folgen? Definitiv, definitiv.

[12:31] Es heißt hier, so hat der Herr durch einen was? Propheten, Israel, aus Ägypten heraufgeführt und es durch einen Propheten hüten lassen. Gleiches Spiel auch in folgender Prophezeiung, das ist jetzt Jeremia, Jeremia hat einige Jahrhunderte später gelebt und ergibt eine Prophezeiung, dass, weil das Volk Israel über Jahrhunderte nicht das getan hat, was sie hätten tun sollen, haben wir schon angeschaut mehrmals, sagt er, dieses Land soll zu Zimmerhaufen und zur Wüste werden und diese Völker sollen dem König von Babel dienen, wie lange? 70 Jahre lang sollen sie in die Gefangenschaft gehen und erst nach 70 Jahren sollen sie herausgeführt werden.

[13:08] Es gab übrigens zur Zeit von Jeremia andere sogenannte Propheten, falsche Propheten, die behauptet haben, ach Gott wird uns niemals in Gefangenschaft senden, weil wir sind der Gottesvolk. Klingt doch gut oder? Jetzt, wem hat wahrscheinlich das Volk lieber zugehört, welchen Propheten? Dem, der gesagt hat, wir sind Gottesvolk, wir haben den Tempel hier, wir haben das Gesetz Gottes hier, wir folgen ja der Bibel, das kann uns niemals passieren oder? Die, die Frieden gepredigt haben und Sicherheit, die waren die beliebten Propheten und Jeremia, der gewarnt hat und gesagt hat, kehrt um, eine große Katastrophe kommt, den hat man so ein bisschen als Fanatiker, als Fundamentalist, als Schwarz-Weiß-Maler so ein bisschen in die Ecke gestellt und nicht nur im übertragenen Sinne, buchstäblich hat man den ins Gefängnis gesteckt dafür. Und zwar von seinen eigenen Leuten.

[13:53] Aber als die 70 Jahre zu Ende waren, übrigens wer hat recht gehabt? Jeremia oder? Jeremia hat recht gehabt, denn er war ein wahrer Prophet. Als dann die 70 Jahre zu Ende waren, Jeremia hatte gesagt, dann will ich an dem König von Babel und demjenigen Volk ihre Schuld heimsuchen. Gott hatte verheißen, ich führe das Volk heraus, es soll einen weiteren Exodus, einen weiteren Auszug geben, diesmal nicht aus Ägypten, sondern aus Babylon. Der kam auch oder? Durch den König von Osten, Kyros, ein Typos auf Christus, haben wir letzten Sabbat gesehen, der den Euphrat umgeleitet hat und dann das Volk befreit hat.

[14:36] Gab es dann zu jener Zeit, 70 Jahre später, auch einen Propheten, der diese Botschaft sozusagen aktuell dann den Juden in Babylon verkündigt hat, ja oder nein? Definitiv. Es gab einen Propheten namens Daniel und wir wissen aus der Bibel, dass er sich explizit mit dieser anderen Prophezeiung aus Jeremia beschäftigt hat, denn es heißt, im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich Daniel in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte. Und daraufhin betet er das berühmte Gebet, das wir angeschaut haben vor einigen Wochen vor, sagt, bitte Gott, wir haben gesündigt, wir wissen, du bist im Recht, es treibt uns die Schamesröte ins Gesicht, bitte erfülle deine Prophezeiung und führe uns wieder zurück nach deiner großen Barmherzigkeit willen. Und wir sehen hier auch, dass obwohl er ein Prophet war, er sich auf die Prophezeiung gestützt hat, die es schon gab.

[15:32] War es wichtig Daniel zu glauben? Definitiv. Und so sehen wir immer wieder das gleiche Prinzip, Gott hat einen Propheten, der eine Zeitprophezeiung gibt, eine längere Zeitprophezeiung als Information und dann hat er einen zweiten Propheten, der am Ende der Zeitprophezeiung keine neue Prophezeiung gibt, sondern diese alte Zeitprophezeiung jetzt anwendet und sagt, es ist soweit, jetzt ist eure Zeit gekommen, ihr müsst euch entscheiden, Gott wird nicht länger warten, nun ist es soweit, tretet ein für das Evangelium.

[16:07] Daniel selbst war nicht nur ein Prophet am Ende, er hat selbst wieder neue Zeitprophezeiungen gegeben. Wir haben ja einige angeschaut während Ausflug 2012 und unter diesen befindet sich diese berühmte Prophezeiung aus Daniel 9, wo es heißt, über dein Volk, Israel, und über deine heilige Stadt, das war Jerusalem, sind 70 Wochen bestimmt und diese 70 Wochen sind wie viele Jahre insgesamt? 490 Jahre, fingen an im Jahr 457 vor Christus, genau, wir haben die Aufnahmen, nicht wahr, und am Ende dieser 490 Jahre, die wohin führten, in welches Jahr, zuerst zur Taufe von Jesus ins Jahr 27, dann zur Kreuzigung ins Jahr 31 und dann die Verwerfung des Volkes Israels als Volk Gottes im Jahre 34.

[17:06] Als diese Prophezeiung sich dem Ende näherte, hat Gott einen anderen Propheten erweckt und das war Johannes der Täufer, der diese Prophezeiung auf das erste Kommen Jesu jetzt anwandt und gesagt hat, das ist das, was wir tun müssen, nämlich, das Reich der Himmel ist was? Nah herbeigekommen, deswegen tut Buße, also Gott hat eine Prophezeiung gegeben, eine Zeitprophezeiung an Daniel, die sagt, für das erste Kommen Jesu gibt es diese Zeitprophezeiung und Gott hat einen zweiten Propheten, der dann diese Zeitprophezeiung angewendet hat und er hat die Menschen auf Jesus hingewiesen, der gesagt hat, siehe, das Lamm Gottes, aber da gibt es noch eine Zeitprophezeiung, nämlich die in Daniel 8, Vers 14, er sprach zu mir, bis zu 2300 Abend und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden oder gereinigt werden oder wiederhergestellt werden, wann beginnt diese Zeitprophezeiung? Sehr gut, im gleichen Jahr, 457 vor Christus, denn wir wissen, die 490 Jahre sind nur ratak abgeschnitten von den 2300 ganz genau, aber diese 490, äh diese 2300 Jahre enden nicht im Jahre 31 oder 34 oder 27, sondern im Jahre 1844 ganz genau.

[18:23] Nach all dem, was wir studiert haben, was muss jeder denkende Mensch erwarten? Irgendeine Form von prophetischer Manifestation, es muss einen Propheten geben, der diese Zeitprophezeiung nimmt und praktisch anwendet, würden wir von diesem Propheten erwarten, dass er zwangsläufig neue Zeitprophezeiung gibt? Nicht notwendigerweise, wahrscheinlich nicht und nach der Bibel erst recht nicht, denn diese Zeitprophezeiung ist nach der Bibel die, die letzte, also der Prophet, der hier diese Zeitprophezeiung jetzt anwendet und die Leute zur Entscheidung ruft, der wird keine neue Zeitprophezeiung geben, er wird sozusagen nur das Werk beschließen, was Daniel begonnen hat. Und diese einfache Logik, die jeder von uns begreifen kann, oder? Gibt es jemanden, der sagt, das ist mir zu hoch? Glauben wir, dass der Satan diese Logik auch begriffen hat?

[19:17] Satan wusste also, dass um diese Zeit herum Gott noch einmal die Gabe der Prophetie irgendwie manifestieren würde, weil er bisher das immer so gemacht hat und da bekam er ganz schön Angst. Es war ja klar, dass zu dieser Zeit die Sünden ausgetilgt werden sollten, dass Jesus würde ins Allerheiligste gehen, das Untersuchungsgericht würde kommen, bevor er gesendet werden kann, der verkündigt wurde, Jesus Christus. Jedes Werk würde in ein Gericht gebracht werden, ob gut oder böse und das ist eine Botschaft, die gepredigt werden muss, oder? Das ist eine Zeitprophezeiung, die auf das himmlische Gericht hindeutet und diese Zeitprophezeiung muss angewendet werden, sie muss praktisch gemacht werden, dann braucht es einen Propheten, der den Leuten sagt, schaut her, das Gericht hat begonnen, ihr müsst das und das und das praktisch in eurem Leben tun, damit das Evangelium euch auch wirklich verändert, oder? So wie Noah kam und die Prophezeiung praktisch macht und gesagt hat, um gerettet zu werden, müsst ihr in diese Arche gehen, so wie Mose kam und gesagt hat, um die Prophezeiung praktisch zu machen, müsst ihr herauskommen aus Ägypten und so weiter und so fort. So braucht es auch hier einen Propheten, der sagt, das Gericht findet statt, das und das ist jetzt entscheidend, um mit Jesus Christus als unserem Fürsprecher und unserem Richter durch das Gericht zu kommen, denn dort werden wir durch das Gesetz, wie wir es heute Vormittag behandelt haben, das Gesetz der Freiheit gerichtet werden und das sollte 1844 beginnen.

[20:44] Satan wusste, 1844, um diese Zeit herum, ist nochmal Gefahr angesagt, aus seiner Sicht. Da können wir uns vorstellen, dass Propheten eine Gefahr für Satan sind. Solange Menschen predigen, so wie ich gerade predige, ist er schon alarmiert, denn wenn wir Gottes Wort predigen, dann schaden wir dem Satan, richtig? Aber ein Prophet ist eine noch größere Gefahr, denn ein Prophet spricht ja nicht seine eigenen Worte, sondern immer direkt Gottes Worte, das heißt, er spricht Gott direkt zu den Menschen und das ist für den Satan die größte Katastrophe.

[21:19] Also musste er einen Plan erfinden, denn er wusste aus der Bibel, dass die letzte Gemeinde, die Gemeinde der übrigen, über die wir gestern ausführlich gesprochen haben, heißt es, welche die Gebote Gottes befolgen und das was? Das Zeugnis Jesu Christi haben und der Satan musste nicht lange forschen, um zu verstehen, was das Zeugnis Jesu Christi ist, auch wir müssen nicht lange forschen, wir brauchen nur einen anderen Text anschauen, der es uns erklärt und es ist hier in Offenbarung 19 verstehen, das Zeugnis Jesu ist der Geisterweissagung. Es kommt also eine letzte Gemeinde, die nicht nur allen zehn Geboten folgt, inklusive des Sabbats, sondern die in ihrer Mitte auch das Zeugnis Jesu Christi haben muss und das Zeugnis Jesu Christi ist nicht einfach das Zulzeugnis von Jesu, das Zeugnis Jesu Christi ist der Geisterweissagung und wenn der Geisterweissagung das Zeugnis Jesu ist, wer bezeugt dann eigentlich? Jesus! Der heilige Geist wird einen Propheten inspirieren, sodass Jesus direkt zu seinem Volk sprechen kann. Macht das Sinn?

[22:28] Okay. Das Zeugnis Jesu ist der Geisterweissagung und das war für den Satan die größte aller Katastrophen und hier noch eine andere Übersetzung, Einheitsübersetzung sagt, das Zeugnis Jesu ist der Geist prophetischer Rede, das ist genau das gleiche. Deswegen heißt es in Offenbarung 12, Vers 17, der Drache wurde was? Zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben, nicht nur, weil sie die Gebote Gottes befolgen, sondern auch, weil sie das Zeugnis Jesu haben, deswegen bekämpft er diese Gruppierung, deswegen bekämpft er diese letzte Gemeinde und wir wissen, sein Krieg hat viele Facetten, viele Methoden, wir haben einige seiner Methoden angeschaut und manche der Methoden sind durchaus heimtückisch und schwierig zu durchschauen und eigentlich nur zu durchschauen, wenn wir dieses Wort zur Grundlage nehmen, nicht wahr?

[23:21] Also versetzen wir uns kurz in die Lage von Satan, nicht zu lange, stellen wir uns vor, wir sind Satan und wir wissen aus der Bibel, da kommt diese Endzeitbewegung, die wird wieder die 10 Gebote haben, die wird alle 10 Gebote halten und die wird sogar den Geist der Weissagung haben und die wird damit die ganze Erde überfluten, denn es heißt, das Evangelium geht zu allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen. Was müsste er als Satan jetzt tun? Irgendwie die Leute ablenken, nicht wahr?

[23:53] Die Leute ablenken mit anderen Dingen, die das wahre Zeugnis unterminieren würden und so kam er auf einige Ideen. Wer ist das? Kennt jemand diesen hier? Die wirksamste Methode wäre erstmal einen Propheten erstehen zu lassen, oder? Am besten noch in dem Land, in dem auch die Bewegung gegründet werden würde, nämlich in Amerika. Dieser Mann hier ist Joseph Smith und Joseph Smith bekam im Jahr 1820 seine sogenannte erste Vision. Er war verwirrt über all die verschiedenen Kirchen, die es gab. Das war auch mal verwirrt, oder? Wir haben gestern darüber gesprochen, warum gibt es so viele Kirchen. Joseph Smith hat sich dieselbe Frage gestellt, warum gibt es so viele Kirchen?

[24:44] Jetzt was, welche Antwort würde man eigentlich, oder was müsste man tun? Die Bibel lesen, oder? Aber statt die Bibel zu lesen, ging er einfach in den Wald und bekam dort eine angebliche Vision, wo er nicht nur Jesus, sondern den Gott Vater auf dieser Erde in leiblicher Gestalt sah. Jetzt meine Bibel sagt mir, ich habe das auch mit Anhängern dieses Propheten, die ich sehr schätze, als Menschen, geteilt, meine Bibel sagt mir, dass Johannes 1, Vers 18 sagt, niemand hat den Vater gesehen, richtig? Man hat mir gesagt, ja das gilt nur so lange bis Joseph Smith kam. Er bekam die sogenannte Vision und in seiner Vision wurde er hingewiesen auf geheime Platten, die er dann angeblich 1827 fand, geheime Platten aus Gold mit ägyptischen Hieroglyphen, die er übersetzte, ohne ägyptischen Hieroglyphen zu können und es wurde bekannt als das Buch Mormon. Im gleichen Jahr wurde auch die Kirche gegründet und in der Folgezeit schrieb er weitere Bücher und weitere Abhandlungen und er wurde interessanterweise im Jahre 1844 im Gefängnis ermordet. Viele Menschen waren wütend auf ihn, zum Teil deswegen, weil er ihnen die Frauen weggenommen hatte. Er hatte je nach Bericht so viele Dutzende Frauen und viele Ehemänner waren ein bisschen böse auf ihn. Er ist an einer Stelle wohl nach einigen Berichten geteilt und gefedert worden von einer Bevölkerung, aber das ist noch nicht mal das Hauptproblem an Joseph Smith und seiner Theorie, denn der Anspruch, den er hatte, war, das gesamte Evangelium wiederherzustellen.

[26:24] Haben wir gesehen, dass Gottes Plan das ist, das Evangelium ganz wiederherzustellen? Und hier kam ein Prophet, scheinbar fast zur richtigen Zeit, der den Anspruch hatte, das ganze Evangelium wiederherzustellen und zum Urchristentum zurückzuführen, nur das Problem war, nach seiner Meinung bedeutet das Evangelium, dass Gott froh war, als Adam und Eva gesündigt haben. Für ihn bedeutete das Evangelium, dass die Toten nicht tot sind, sondern alle Menschen als Seele weiterleben in drei verschiedenen Ebenen des Himmels und dass man sie sogar für die Toten taufen lassen kann. Für ihn bedeutete das Evangelium letztendlich, dass Gott mal so war wie ein Mensch und jeder Mensch durch Glauben so werden kann wie Gott. Wer hat da wohl gesprochen? So hatte Satan also seinen ersten Erfolg, aber das war noch nicht ausreichend, denn er wusste, diese Bewegung, die kommen würde, würde den Sabbat verkündigen und das muss man tun, um den Sabbat anzugreifen. Er wusste, mit dem Sonntag hat er eigentlich nicht viel Fundament in der Bibel, es muss eine andere Attacke her und so kam er auf folgende Idee.

[27:30] Aber bevor wir die anschauen, hier noch ganz kurz. Weiß jemand, was das ist? Das ist ein Tempel der Baha'i in Israel, in Tel Aviv, ein Schrein, denn eine der Probleme, die Satan hatte, noch bevor wir jetzt zum Sabbat kommen, war ja, dass diese Bewegung die Wahrheit haben würde und die Wahrheit predigen würde und die Wahrheit auch exklusiv haben würde und herausrufen würde aus Babylon. Also er brauchte eine Religion, die zum ersten Mal die Idee in die Welt bringen würde, dass alle Religionen eigentlich gleich sind, dass man friedlich nebeneinander leben muss und einen kleinsten gemeinsamen Länder finden muss. Und dazu gab es dann die sogenannten Baha'i. Und zwar im Jahre 1844, kein Zufall oder? Bekam ein damaliger Moslem, der sich selbst der Bab nannte, ausgehend von einer schiitischen Vorstellung, dass da mal ein Erlöser kommen würde, eine sogenannte Bab-Offenbarung, er nannte sich danach der Bab und glaubte, er wäre jetzt sozusagen der Prophet, der das Kommen der neuen Religion ankündigt. Vier Jahre später trennten sie sich vom Islam und gründeten jetzt eine Religion, die sozusagen alle Religionen miteinander vereinen möchte. Sie wurden schwer verfolgt von den Moslems in Iran und 1866 kam dann sein Nachfolger Bahá'u'lláh, der sich als der Verheißene bezeichnete und einige Jahre später das heiligste Buch hinter schrieb, das für sie von großer Bedeutung ist. Und sie haben wirklich diese Idee den Menschen nahe gemacht und die hat sich weit verbreitet nicht nur in den Baha'i, dass irgendwie alle Religionen gleich sind, dass niemand sagen kann, ich habe die Wahrheit, du hast sie nicht. Und sie haben durchaus einen guten Einfluss, einen signifikanten Einfluss auch in unserer Welt heute.

[29:34] Aber jetzt kommen wir zum siebten Tag Sabbat. Satan braucht ein Mittel, um die Menschen davon abzulenken und den kennen wir alle, oder? Wer ist das? Kennen wir nicht? Das ist Charles Darwin. Im Jahre 1831 bestieg er die HMS Beagle, ein Schiff, auf dem er viele Jahre als Naturalist die Geologie und die Flora und die Fauna der Welt untersuchen wollte. Er kam dann zurück und was wenige wissen, es war 1844, Zufall, dass er zum ersten Mal einem Freund in einer nicht öffentlichen Situation sich öffnete und sagte, er glaube an die Evolution. Bis 1844 hat er nie was davon erzählt. Er hat es nur für sich privat so durchdacht und Skizzen gemacht. Aber 1844 war das erste Mal, dass er sich jemand anderem mitgeteilt hat und zum ersten Mal ein längeres Essay geschrieben hat, 230 Seiten, es wurde noch nicht veröffentlicht, aber es hielten schon die gesamten Grundgedanken seines späteren Buches, das 1858 veröffentlicht wurde, Origin of Species, was die Evolutionstheorie wirklich weltweit bekannt macht und dann zu einem Meilenstein wurde der Biologie.

[30:45] Und der Trick war ganz einfach, wenn es keine Schöpfung gibt, warum an den Sabbat glauben, oder? Aber dann ging Satte noch einen Schritt weiter, indem er die Menschen einreden wollte, dass es gar keinen Gott gibt, dass Religion an sich Quatsch ist und dazu brauchte er noch jemand anderes, nämlich den hier. Wer ist das? Karl Marx. Das war der deutsche Beitrag zur Verwirrung. Und Karl Marx, eines seiner wichtigsten frühen Dokumente, datiert aus dem Jahre 1844, die Pariser Manuskripte, vier Jahre später das Kommunistische Manifest und dann 1867 das Kapital, indem er wirklich den Menschen deutlich machte, denkt nicht so viel über philosophische und religiöse Fragen, es ist alles nur Ablenkung, der wirkliche Kampf ist nicht zwischen Gut und Böse, der wirkliche Kampf ist zwischen den Reichen und den Armen, zwischen den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern, zwischen den Klassen, das ist der wirkliche Kampf. Und es geht darum, die Produktion umzugestalten, es geht darum, die realen Verhältnisse der Wirtschaft umzugestalten, das ist das Lebensziel sozusagen. Und über Religion hat er was gesagt, Religion ist das Opium fürs Volk. Einige von uns, die aus dem Osten der Republik kommen, haben das wahrscheinlich auch noch gelernt bekommen in der Schule. Das Opium fürs Volk, damit meint er, ist Opium nützlich oder schädlich? Schädlich. Er hat also den Menschen versucht einzureden, dass es gar keinen Sinn macht über Religion nachzudenken, weil Religion nur die wahren Probleme verdeckt. Und seinem Einfluss ist es zu verdanken, dass fast ein halbes Jahrhundert ein Großteil der Welt, ungefähr die Hälfte der Welt durch den kommunistischen Block unerreichbar war für das Evangelium so gut wie. Da können wir sehen, dass diese Männer mit ihren merkwürdigen Ideen einen gewaltigen Einfluss genommen haben auf die Auswirkungen des großen Kampfes. Und ich glaube, keiner von denen hat wirklich geahnt, was er damit auslöst.

[32:42] Aber Satan wusste, es gibt immer Menschen, selbst wenn man den Menschen einredet, ihr seid eigentlich nur hochentwickelte Affen oder Bananen oder was auch immer. Und wenn man den Menschen auch sagt, es gibt gar keinen Gott, Hauptsache ihr seid reich und ihr habt genug zu essen und Hauptsache ihr habt alle die gleich aussehende Wohnung, gibt es immer noch Menschen, die an das übernatürliche Glauben oder die irgendwie sich danach sehnen. Und für die braucht er auch eine Verführung. Und die folgte auf dem Fuße. Weiß jemand, wer diese drei Damen hier sind? Das sind die sogenannten Fox-Schwestern, die nur drei Jahre nach 1844, im Jahr 1847, die ersten Klopfzeichen bei sich zu Hause hörten und die Begründerin waren des modernen Spiritismus, wo Menschen anfingen jetzt mit Geistern Kontakt aufzunehmen, von denen sie glaubten, es seien die Geister der Verstorbenen. Aber was sagt die Bibel über den Tod? Die Toten wissen nichts, die Toten schlafen. Und nur kurze Zeit später begannen sie das dann öffentlich auch zu praktizieren und Hunderte und Tausende folgten ihnen und der Spiritismus ist heute eine etablierte Richtung innerhalb der Religion. Und hat viele, viele Menschen verführt von der Wahrheit weg.

[33:55] Ich glaube, Satan wusste auch, dass es Menschen geben wird, die sich nach diesem Übertödlichen sehen und deswegen hat er gleich noch eine zweite Verführung diesbezüglich angemacht. Und zwar haben wir hier diese Frau. Weiß jemand, wer das ist? Das ist Frau Blavatsky. Sie wurde 1831 geboren und in der Zeit um 1844, 1845 herum war sie auf Wanderjahren, sie ist überall in der ganzen Welt gewesen, sie behauptet sogar in Tibet gewesen zu sein, obwohl das damals schwer zugänglich war. Hat sich mit allem möglichen beschäftigt, mit Spiritismus, mit Fernost, mit der abendländischen Esoterik und hat dann 1875 angefangen, die Lehre der Theosophie zu verkündigen. Und in einem anderen interessanten Datum, haben wir nicht die Zeit, darüber zu reden, aber 1888 hat sie ein Buch geschrieben, die Geheimlehre, The Secret Doctrine und viele, viele Menschen folgen ihren Lehren und sie hat großen Einfluss gehabt in vielen Bereichen, vor allem im New Age und in all den Dingen, die auch im letzten Jahrhundert viel Aufsehen erregt haben.

[35:04] Und dann wusste der Satan, dass es Menschen geben wird, die sich für Gesundheit interessieren und er wusste wahrscheinlich auch, dass die letzte Endzeitbewegung das Thema Gesundheit wieder in den Mittelpunkt richten würde, oder? Haben wir gesehen, dass es ein wichtiger Punkt ist, dass wir auf unseren Körper achten und so musste auch dafür eine Verfügung her und das sind nur Beispiele, die wir geben. Weiß jemand, wer das ist? Das ist Mary Baker Eddy, die 1866, nachdem sie lange mit Krankheit zu tun hatte, ein Heilungserlebnis hatte, wie sie es beschreibt, sie hat einfach die Bibel aufgeschlagen, hat sich plötzlich geheilt gefühlt und in 1875 das berühmte Buch schrieb, Science and Health und das zur Gründung der Christian Science gehörte, einer Kirche, die großen Einfluss in Amerika hatte über einen langen Zeitraum, wo gelehrt wurde, du musst einfach nur die Bibel aufschlagen, du musst einfach nur die Bibel glauben, du musst keine Medizin nehmen, du musst auch keine weiteren irgendwie großen Behandlungen oder Heilmittel nehmen, einfach nur die Bibel glauben und du wirst geheilt, weil es den Satan gar nicht wirklich gibt. Und so sehen wir, wie all diese Theorien, die immer wegführten vom Evangelium, alle in kurzer Zeit aufpoppen und für jeden war sozusagen was dabei. Egal, was mein Interessensgebiet war, für jeden war etwas dabei und das sind nur einige wenige Beispiele von vielen. Der Satan hat tatsächlich versucht, mit vielen Täuschungen die Wahrheit zu verdunkeln.

[36:34] Aber gab es auch die Wahrheit? Die Bibel sagt, es muss eine Gruppe geben, welche die Gebote Gottes und das Zeugnis Jesu Christi haben. Alle diejenigen, die behaupten, Propheten und Prophetinnen zu sein, müssen sich daran messen, ob sie die Gebote Gottes befolgen und keine von denen, die wir gerade angeschaut haben, folgen diesem Muster. Aber fragen wir uns die Frage, weil es gibt immer Leute, die sagen, naja, aber Christopher, reichen die Propheten der Bibel nicht aus? Muss es überhaupt noch Propheten geben? Was sagt die Bibel darüber? Schauen wir uns das kurz an.

[37:05] Die Bibel sagt in Epheser 4, Vers 11, er, Jesus, hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten. Wozu? Zur Zurüstung der Heiligen. Also wozu gibt es Propheten? Wer sind die Heiligen? Du und ich. Wozu gibt Gott Propheten? Um dich und mich zuzurüsten für die Erbauung des Leibes. Wer ist der Leib? Die Gemeinde. Um die Gemeinde zu erbauen, deswegen gibt es Propheten. Nicht um sich derer zu schämen oder die dann zu ignorieren, sondern um die Gemeinde zu erbauen. Und zwar wie lange? Was steht hier? Was heißt bis? So lange soll es Propheten geben, bis dieses Ziel erreicht ist. Macht das Sinn? Bis dieses Ziel erreicht ist. Und was ist das Ziel? Einheit des Glaubens und vollkommene Reife.

[37:59] Frage. Ist die Gemeinde Gottes schon zur Einheit des Glaubens und zur vollkommenen Reife gelangt? Braucht es also noch Propheten? So lange bis das passiert ist, braucht es das prophetische Wort, braucht es den Geist der Weissagung. Warum? Damit wir nicht mehr Unmündige sein. Unmündige sein. Was haben die meisten Menschen als Idee, wenn sie von Propheten reden? Was denken sie davon, wenn jemand sagt, ich habe einen Propheten, dem ich folge? Ich muss es jetzt anders formulieren. Wenn ich auf die Straße gehe und sage, dieser Mensch hier ist ein Prophet, dieses Buch ist von einem Propheten geschrieben, lest es bitte. Was glauben die Menschen meistens von mir? Von mir? Von meinem Gehirn? Dass ich gehirngewaschen bin, oder? Dass ich mich jetzt von diesen Menschen abhängig mache, von den Propheten, richtig? Dass ich meine Mündigkeit verloren habe. Das denken die Menschen, wenn ich sage, ich folge einem Propheten, richtig?

[38:52] Aber wozu sind uns Propheten gegeben? Damit wir nicht mehr Unmündige sind. Propheten machen uns erst wirklich mündig. Ein wahrer Prophet führt nicht dazu, dass ich sklavisch dem folge, ohne zu wissen, was ich tue, sondern ein wahrer Prophet führt dazu, dass ich selbst mündig bin und selbst intelligente Entscheidungen fällen kann. Damit wir nicht mehr was? Nicht mehr umhergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Leere durch das betrügerische Spiel der Menschen werden. Gibt es betrügerische Leere in unserer Zeit? Links und rechts und oben und unten. Und viele sind so nah an der Wahrheit, dass wir sie kaum unterscheiden können von der Wahrheit. Es sei denn, wir haben was einen? Propheten. Dazu ist der Prophet gegeben.

[39:33] Und dann sagt er hier, wie denn das Zeugnis von Christus. Was hat die Gemeinde Gottes? Sie hat das Zeugnis. Die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben. Ist das Zeugnis Jesu das Zeugnis von Christus? Definitiv, weil Jesus ist Christus. Wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist, sodass ihr was? Keinen Mangel an irgendeiner Gnadengabe habt, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet. Wie nennt man die Menschen, die warten? Ganz genau. Wenn wir auf die Wiederkunft Jesu warten, sagt die Bibel, sollen wir keinen Mangel an irgendeiner Gnadengabe haben. Gehört die Gabe der Prophetie zu den Gaben des Heiligen Geistes, ja oder nein? Ganz genau. Das heißt, während wir auf die Wiederkunft Jesu warten, soll es da an keiner einzelnen Gabe fehlen. Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.

[40:31] Und Jesus sagt selbst und es werden wie viele? Warum sagt Jesus nicht, hütet euch, da werden Menschen kommen, die werden sagen, die sind Propheten. Hätte er auch sagen können, oder? Was wäre, wenn Jesus gesagt hätte, hütet euch vor Menschen, die sich Propheten nennen? Dann hätte er gesagt, es werden keine Propheten mehr geben. Aber wenn er sagt, hütet euch vor den falschen Propheten, sagt er gleichzeitig, es gibt auch wahre Propheten. Hütet euch vor den falschen Propheten. Die große Zeichen und Wunder tun. Aber wir brauchen sie, die wahren Propheten, die wahre Prophetie. Denn die Bibel sagt in Sprüche 29 Vers 18, wo keine Offenbarung ist, wird das Volk was? Zügellos.

[41:16] Jetzt, ich möchte ganz kurz das verdeutlichen. Wozu braucht man Zügel? Um ein Pferd zu führen, ja? Also die Bibel sagt, die Gemeinde ist wie ein Pferd, sozusagen. Und die Gabe der Prophetie ist gegeben, um das Pferd richtig zu führen. Und was passiert, liebe Freunde, die über das Thema vielleicht schon öfter gehört haben, ich spreche jetzt besonders zu euch, wenn wir die Zügel loslassen und die Zügel wegtun? Das Pferd geht durch, ganz genau. Wer der Gemeinde, die den Geist der Beistagung wegnimmt, weil sie dann zügellos wird, wie ein wild gewordenes Pferd? Soll man es noch deutlicher sagen? Okay, haben wir verstanden, oder? Wenn das ohne prophetische Beistagung wird, wird ein Volk zügellos.

[42:05] Und wir sehen hier, wie Offenbarung und Gesetz direkt zusammenhängen. Sie haben die prophetische Beistagung und sie haben das Gesetz, das sie bewahren. Und wir haben gestern gesprochen über jene Bewegung, die aus dem Mittelalter herauskommend durch die vielen Stufen der Reformation, am Ende der Reformation, die letzten beiden Säulen der Wahrheit wiederhergestellt hat. Das Gesetz, den Sabbat und das Heiligtum, die gepredigt worden ist ab 1844, um diesen Zeitraum herum. Und wir haben gesagt, da gibt es noch ein charakteristisches Merkmal, das wir sehen müssen in dieser Bewegung. Und diese Bewegung behauptet von sich, dass es dort den Geist der Beistagung gibt. Die Sieben-Tags-Adventisten glauben, dass diese Frau mit Namen Ellen Gold White die Gabe der Prophetie, die Gabe der Beistagung bekommen hat.

[42:53] Im Alter von 17 Jahren bekam sie ihre erste Vision, 1844 im Dezember. Wenige Monate nach der großen Enttäuschung, einige Wochen später, hatten sie sich versammelt. Es gab noch keinerlei Erklärung und sie bekam auch in der Vision keinerlei Erklärung dafür. Das ist sehr wichtig. Das wurde ja durch Bibelstudien herausgefunden. Aber sie bekam eine Vision, wo sie sah, dass das Adventvolk auf dem richtigen Weg ist. Sie wusste nicht, warum. Sie wusste nicht, was falsch lief. Aber sie sah das Adventvolk, wie Jesus immer noch ihm voranging. Und sie wusste aufgrund dieser Vision, Gott führt sein Volk, auch wenn wir jetzt nicht verstehen, warum es enttäuscht worden ist. Es hat dann einige Jahre gedauert des Bibelstudiums. Und Ellen White, das war die erste Vision von ungefähr 2000, die sie bekam. Aber das allein reicht uns doch nicht aus, oder? Wir wollen wissen, ob diese Behauptung wahr ist, denn dann müssen wir sie als Prophetin anerkennen. Oder ob sie falsch ist, dann sollte das heute der letzte Tag gewesen sein, wo wir diesen Raum betreten haben.

[43:55] Wie gesagt, Gott tut nichts, ohne dass er das Geheimnis seinen Propheten und Knechten offenbart. Nun, wie kommuniziert Gott mit Propheten? Schauen wir mal hier ganz genau. In 4. Mose 12 heißt es, wenn jemand unter euch ein Prophet des Herrn ist, dem will ich mich in einem Gesicht offenbaren, oder ich will in einem Traum zu ihm reden. Das heißt, durch Träume und durch öffentliche Visionen, die am Tag geschehen, wo ein Mensch eine Vision hat am Tag, das ist die normale Kommunikationsmethode, mit denen Gott zu Propheten redet.

[44:29] Aber ist es dann vielleicht so, dass es eine Option darstellt? Dass ich sage, okay, für manche ist es jetzt wichtig, eine Prophezeiung zu haben, eine Prophetin zu haben, aber ich bin lieber auf der sicheren Seite, weil wenn ich einfach gar keinem Propheten vertraue, dann kann ich nichts verkehrt machen, oder? Lieber einfach gar nichts glauben, dann mache ich keinen Fehler, oder? Liebe Freunde, die Bibel sagt was anderes. Die Bibel sagt, den Geist dämpft nicht. Weiß jemand, was ein Dämpfer ist? Was ist ein Dämpfer? Kennt jemand von uns in der Musik den Begriff Dämpfer? Gibt es jemanden, der Trompete oder Posaune spielt? Nicht wirklich, okay. Trompeten und Posaunen haben Dämpfer, vor allem wenn sie üben, nicht wahr? Wohnt jemand neben einem, der Trompete lernt? Da gibt es solche Dämpfer, die steckt man da in das Schallloch herein, dann klingt das nicht mehr laut, das klingt ja nur so ein Näseln. Es kommt der richtige Ton nicht mehr raus.

[45:27] Was passiert, wenn man alle Propheten per se ablehnt? Man dämpft den Heiligen Geist. Man steckt sozusagen dem Heiligen Geist einen Dämpfer in den Mund und er kann nur noch Näseln sprechen. Verzerrt. Wollen wir den Heiligen Geist dämpfen? Nein. Okay. Deswegen sagt die Bibel ganz deutlich, die Weissagung verachtet nicht, aber prüft alles. Wir wollen prüfen. Johannes sagt, prüft die Geister, denn es gibt viele falsche Propheten. Also müssen wir wissen, woran wir prüfen können. Woran erkennt man wahre Propheten?

[45:56] Punkt Nummer 1. Und das, wenn in deiner Mitte ein Prophet oder Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt und das Zeichen oder Wunder trifft ein. Das ist ein Prophet, oder? Wer sagt ja? Nein, nein, nein, nicht so wie diese Gleichgültigkeit. Wer sagt, das ist ein Zeichen, dass es ein Prophet ist? Ja oder nein? Ja? Wer sagt nein? Nein, das sind zu wenige, die einfach keine Meinung haben. Wir sind hier bei Ausblick 2012, wir wollen Entscheidungen treffen, wir müssen uns entscheiden. Ist das ein Kennzeichen eines wahren Propheten, dass es eintrifft? Ja oder nein? Ja? Wer ist für nein? Okay.

[46:41] Die Bibel sagt, und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, und er spricht nun, lass uns anderen Göttern nachfolgen, die du nicht gekannt hast, und lass uns ihnen dienen. Was sollst du den Worten eines solchen Propheten oder eines solchen Träumers nicht gehorchen? Es kann sein, dass jemand 200 wahre Prophezeiungen gibt, und wenn er diesem Wort nicht folgt, ist er kein Prophet. Die Tatsache, dass sich Prophezeiungen erfüllen, ist nullkommanichts wert. An sich. Und in sich. Und deswegen ist es vollkommen egal, ob es da eine von 300.000 Prophezeiungen von Nostradamus gibt, die sich vielleicht sogar mal erfüllt hat. In der Bibel ist das kein Kriterium.

[47:26] Schauen wir uns an, was die Bibel sagt. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Der erste Test ist der Gehorsam gegen Gottes Gesetz. Und die Bibel sagt, dass... Schauen wir uns das an. Genau. Wir müssen Gottes Gesetz gehorsam sein, und Ellenwhite hat genau das gleiche gesagt. Hier können wir das sehen. Gott möchte, dass seine Kinder vollkommen sind. Das Gesetz spiegelt sein Wesen wider. Und es ist gleichzeitig der ewig gültige Maßstab für unseren eigenen Charakter, sodass kein Zweifel darüber bestehen kann, welche Art von Menschen Gott in seinem Reich haben will. Sie sagt außerdem, Christus richtete sein Leben auf dieser Erde ganz nach dem Gesetz Gottes aus. Wer also wie Christus leben will, wird wie er auch den Geboten Gottes gehorsam sein.

[48:10] Hat sie die Gebote Gottes aufrechterhalten? Definitiv. Und dabei auch diesen Tag. Der Sabbat ist darum als Gedächtnistag der Schöpfung wichtig, weil er immer den wahren Grund vor Augen führt, warum die Anbetung Gott gebührt, weil Gott der Schöpfer ist und wir seine Geschöpfe sind. Der Sabbat bildet daher die eigentliche Grundlage aller Gottesdienste, denn er lehrt diese große Wahrheit in der eindrucksvollsten Weise. Diese Frau war sehr, sehr biblisch fundiert. Denn diese Gruppe hält die Gebote Gottes und hat das Zeugnis Jesu Christi.

[48:41] Schauen wir uns diesen Vers an. Jesaja 8, Vers 19, 20. Wenn die Menschen sagen, befragt die Toten Beschwerer und Wahrsager, die flüstern und murmeln, so antwortet ihnen, soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Und zwar wie? Zum Gesetz und zum Zeugnis. Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgen. Hin zu dem, was schon offenbart ist. Hin zu der Bibel, hin zu dem Gesetz. Jeder wahre Prophet wird zurückweisen auf das, was da ursprünglich war. Die Übereinstimmung mit dem bereits anerkannten Wort Gottes.

[49:13] Was hat das Ellenwhite gesagt? Sie sagt, die Heilige Schrift enthält den Willen Gottes für die Menschen. Sie ist die einzig vollkommene Richtschnur für den Charakter. Hat Ellenwhite gelehrt, dass ihre Schriften neben der Bibel stehen? Ja oder nein? Nein. Die einzig vollkommene Richtschnur für den Charakter ist das Wort hier. Übrigens, wie oft haben wir Ellenwhite in den letzten 23 Vorträgen zitiert? 0,0. Denn alles, was ich als siebten Tagsadventist glaube, kommt aus diesem Buch hier. Von dem Buch der Ecke bis zu dem. Steht alles da drin. Jetzt fragt sich vielleicht jemand, warum brauchst du noch Ellenwhite? Abwarten.

[49:56] Die Heilige Schrift muss als autoritative, unfehlbare Offenbarung seines Willens angenommen werden. Übrigens, tolles Statement zur Autorität der Bibel. Sie ist der Standard des Charakters, der Offenbarer der Lehren und der Test der Erfahrung. Und dann sagt sich hier, wie der Seemann über die Sandbank oder ein Klippen vorbei einen Lotsen braucht. Genauso muss uns ein Führer durch die vielen Meerengen des Lebens gleiten. Wo aber ist dieser Führer zu finden? Wir weisen euch auf die Bibel hin, liebe Brüder. Aber dann ist es natürlich wahr, und deswegen haben die, die davon gemeldet haben, nicht unrecht. Ein Prophet, der Frieden weiß sagt, der wird am Eintreffen seines Wortes erkannt, als ein Prophet, den der Herr in Wahrheit gesagt hat. Wenn diese ersten beiden Tests stimmen, dann kann auch der dritte angemerkt werden, nämlich ob seine Worte eintreffen.

[50:41] Ich möchte mal eine Frage stellen. Kennt jemand eine Vision von Ellenwhite, wo sie etwas vorhergesehen hat, was in der Geschichte auch eingetroffen ist? Ich möchte etwas zeigen, was tatsächlich sehr interessant ist. Hier haben wir ein Zitat von Alexander H. Stevenson. Weiß jemand, wer das gewesen ist? Das war der Vizepräsident der Konföderation. Die Konföderation waren die Südstaaten. Wir wissen, es gab in Amerika lange Zeit diesen Konflikt zwischen den Nordstaaten und den Südstaaten. Die Südstaaten hatten die Sklaverei, die Nordstaaten wollten ihn abschaffen und es gab dann eine Sezession. Die Südstaaten wollten einen eigenen Staat bilden. Und dieser Alexander H. Stevenson war der Vizeführer dieser Revolution, dieser Rebellion. Er war einer der führenden Politiker seiner Zeit. Und er sagt am 21. März 1861, die Revolution sei bisher ohne jegliches Blutvergießen erfolgreich gewesen und dass die Furcht einer tödlichen Kollision mit der Union, das sind die Nordstaaten, die wir verlassen haben, fast völlig verschwunden ist. Das heißt, die besten, einflussreichsten Politiker, die die meisten Einblick hatten in die Situation Nordamerikas zu der Zeit, sagten, dieser Konflikt wird völlig unblutig gelöst werden. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass es da zu einem Krieg oder zu einer Konfrontation kommt. Genauso saß auch die New York Times. Ist das eine gute Quelle oder eher eine obskure Quelle? Obskure. Also, jetzt weltlich gesehen ist das tatsächlich eine der besten Quellen, die man haben kann, oder? New York Times? Die sagt zu den Nordstaaten, lasst uns rasch ein starkes, aktives Zusammenreißen, wird die Arbeit in 30 Tagen effektiv erledigen. Sie sagen, okay, wenn wir schon Krieg haben müssen, 30 Tage, das reicht, dann geht es vorbei. Ganz kurzer Krieg, ganz schnell die Südstaaten besiegen und Recht und Ordnung wieder herstellen.

[52:30] Wenige Monate vorher hatte diese Frau am 12. Januar eine Vision bekommen, die so lang ist, dass wir sie nicht komplett zitieren. Dort sagt sie, es wird einen Bürgerkrieg geben, obwohl die führenden Politiker zu dem Zeitpunkt gesagt haben, es gibt keinen. Sie sagt, er wird sich lange hinziehen, obwohl die besten politischen Quellen gesagt haben, der wird ganz kurz sein und niemand einen langen Krieg erwartete. Sie sagt, Eltern werden Söhne im Krieg verlieren, weil sie nicht fertig waren bei der Vision. Sie sagt, beide Seiten erschätzen den Gegner. Niemand, der die politische Lage damals beobachtet hat, niemand, der die militärischen Streitkräfte kannte, hätte so etwas gesagt. Was ist passiert? Es gab vier Jahre Bürgerkrieg und das Land ist in etwas gestürzt worden, was es niemals erwartet hatte. Jede Prophezeiung von Ellen White kam genauso und alle anderen waren falsch. Interessant. Das ist nur eines von vielen Beispielen, wo sie tatsächlich klare Prophezeiungen gegeben hat, die sie unwiderlegbar erfüllt haben.

[53:27] Dazu gehört auch ein Wissen über Dinge, die zu ihrer Zeit unbekannt waren. Zum Beispiel dieses hier. Tabak ist ein langsames, aber äußerst heimtückisches Gift. Wenn man das heute sagt, gilt man nicht als Prophet, oder? Steht sogar auf den Tabakschachteln selbst drauf. Sie ärgern sich ja selbst darüber, dass sie das machen müssen. Aber 1886 war das eine andere Sache. Da haben die Lungenärzte Zigaretten verschrieben, damit die Lungen besser werden. Das war der wissenschaftliche Stand. So viel zum Thema. Und diese Frau, die übrigens nur drei Jahre Schulbildung hatte, hat geschrieben, unter der Inspiration des Heiligen Geistes, das ist ein heimtückisches Gift. Das hat niemand gewusst, niemand gesehen, niemand vermutet.

[54:05] Jetzt, wer hatte recht? Ellen White. Prüft die Geister. Eines der Kennzeichen ist, dass jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott. Das heißt, Jesus Christus muss im Zentrum sein. Und der wahre biblische Jesus war auch bei Ellen White im Zentrum. Eines meiner Lieblingszitate von ihr ist das. Wahre Religion ist die was? Die Imitation von Jesus. Ist das nicht praktisch? Warum lange Bücher über Religionen schreiben, wenn man einfach Jesus imitieren muss? Wahre Religion ist die Imitation von Jesus, die sagt, erforsche die Bibel, denn sie erzählt dir von Jesus. Ich möchte, dass du die Bibel liest und die unvergleichlichen Reize Jesus siehst. Und dann sagt sie, schau auf Jesus und lebe. Sagt sie etwas Neues, was nicht schon in der Bibel steht? Nein, sie nimmt nur das, was in der Bibel steht, was auf ihre Zeit, auf diese letzte Zeit gemünzt ist, auf 1844 und die Zeit danach, und macht es so praktisch, so wie Mose gesagt hat, kommt heraus aus Ägypten, so wie Noah durch das Klopfen auf der Arche gesagt hat, kommt hinein in die Arche, so sagt sie, schau, schau auf Jesus und lebe. Und macht die Sachen praktisch und verdeutlicht sie.

[55:15] Und das ist noch ein interessantes Kennzeichen. Von Daniel wissen wir, dass als er Prophezeiungen bekommen hatte, als er Visionen gesehen hat, dass er während der Erscheinung, was nicht mehr gehabt hat, keine Kraft mehr hatte. Und dass ihm der Atem ausging, dass er nicht mehr geatmet hat. Wenn man nicht mehr atmet, was ist der normale Zustand eines Menschen dann? Er ist tot. Aber war Daniel tot? Nein, denn der Heilige Geist hielt ihn am Leben. Und schreiben wir kurz, was über Ellen White berichtet wird. Doch das ist ein Test. Nicht der einzige, aber ein Test unter vielen. Einer, der sie mindestens 50 Mal gesehen hat in Visionen. John Loughborough schreibt folgendes. Wenn sie eine Vision bekommt, ruft sie dreimal entzückt Herrlichkeit. Der zweite und besonders der dritte Ruf ist zwar schwächer, aber ergreifender als der erste. Ihre Stimme klingt, als wäre sie weit weg, fast außer Hörweite. Vier oder fünf Sekunden lang scheint sie wie ohnmächtig oder wie jemand, der all seine Kraft verloren hat, umzufallen. Dann sieht es so aus, als würde sie plötzlich übernatürlich die Kraft erhalten. Sie schüttelt sich sehr rasch auf und geht dem Raum umher. Oft bewegt sie ihre Hände und Arme und zeigt nach links oder rechts in die Richtung, in die sich ihr Kopf dreht. Ihre Bewegungen sind sehr anmutig, doch ist es unmöglich, ihre Hand oder ihren Arm zu bewegen, egal in welcher Position sie sich befinden. Ihre Augen sind immer geöffnet, aber sie blinzelt nicht. Ihr Kopf und ihre Augen sind nach oben gerichtet, nicht mit starrer Leere, sondern mit freundlichem Ausdruck, der sich von ihrem normalen Zustand nur dadurch unterscheidet, dass sie aufmerksam in die Ferne blickt. Ihr Puls ist normal, obwohl sie nicht atmet. Ihr Ausdruck ist freundlich und ihre Gesichtsfarbe so lebendig wie auch sonst. Gerade zu Beginn dieser Bewegung hat Gott es so gemacht, dass sie ihre Vision nicht abends in der Nacht hatte, sondern meistens bei solchen Versammlungen wie jetzt.

[56:53] Also stellen wir uns vor, wir sind hier bei einer Ausweg, nicht 2012, sondern Ausweg 1860 oder 1850 und es wird gepredigt, das Wort Gottes war eine Offenbarung, Ellen Weiss spricht und bekommt eine Vision. Einmal große Aufregung. Und ihr Mann James White hat dann meistens folgendes gemacht, er hat dann gesagt, gibt es Ärzte unter uns, medizinisches Fachpersonal, die hat er eingeladen, nach vorne zu kommen und die durften sich an ihr dann versuchen. Weil es gab natürlich viele Leute, die gesagt haben, naja, nicht atmen, das glauben vielleicht ein paar einfältige Bauern, aber wir als medizinisches Fachpersonal, wir können das prüfen. Und dann gab es Leute, die haben ihr die Nase zugehalten. 15 Minuten lang. Bis sie gemerkt haben, sie können noch 2 Stunden die Nase zuhalten, es passiert nichts. Da gab es Leute, die haben Ärzte, übrigens keine Adventisten, die haben eine Kerze genommen und haben sie direkt unter die Nase gehalten. Minuten lang. Es hat nicht einen Millimeter geflaggert. Eine besondere, interessante Geschichte wird erzählt aus dieser Kirche hier, 1861, bekamen sie dort eine Vision und ein gegenwärtiger Arzt, der Spiritist war, der Mesmerismus gemacht hat, der also sozusagen mit Hypnose und mit Geistern versucht hat, Leute zu heilen, hat gesagt, kein Problem, das kenne ich schon, das mache ich ja auch genau so, ich kriege die ganz schnell wieder aus ihrem Zustand heraus. Gib mir eine Minute und dann wecke ich sie wieder auf. Und dann haben die Brüder und Schwestern gemeint, komm, sie hat gerade ihre Vision, versuch sie mal aus daraus zu holen. Deine Gelegenheit. Und während er sich näherte, so ist die Anekdote, so ist der Bericht, wurde er immer ängstlicher. Und als er dann war, war er ganz vorsichtig und als er sie gesehen hat, ist er weggerannt, man hat ihn nicht mal weggerannt lassen, hat die Tür zugegangen und hat gesagt, hey, du wolltest sie da rausholen, du mach mal. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Und er ist dann rausgerannt und jemand meinte dann etwas süffisant, wahrscheinlich hat der Geist, der in ihm war, sich mit dem Geist, der in ihr war, sich nicht gut vertragen. Und er hat plötzlich erkannt, wer da wirklich gegenwärtig war, der Heilige Geist.

[59:03] An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Das ist ein weiteres Kennzeichen der Propheten. Ihr Lebenswandel und ihr Lebensstil, die Folgen ihres Dienstes. Als sie starb, im Jahre 1915, war in folgender öffentlichen Zeitschrift folgendes zu lesen, in St. Helena Star, das Leben der Frau White ist ein Beispiel, das wert ist, von allen Nachbarn zu werden. Ganz egal von dem, was sie geglaubt hat, allein das, wie sie gelebt hat, ihr christlicher Charakter, war nachahmenswert, so in der weltlichen Presse. Sie war eine demütige, hingegebene Nachfolgerin Jesu und war stets darauf bedacht, Gutes zu tun, geehrt und respektiert von allen, die edle Fraulichkeit, die selbstlos der Erhebung und Verbesserung der Menschheit geweiht ist, schätzen. Und ihr Dienst hat dazu geführt, dass die Gemeinschaft der sieben Tagsadventisten, heute über 71.000 Gemeinden, mehr als 17 Millionen erwachsen getaufte Glieder, das sind nicht die Kinder dabei, das sind dann mehr als 25 Millionen, in 209 von 232 möglichen Ländern vertreten ist, mit 7806 Schulen, 173 Krankenhäusern, das zweitgrößte Bildungswerk in der ganzen Welt, nur die katholische Kirche hat mehr Schulen, weil Ellen White neben der Predigt der Prophetie immer zwei Dinge betont hat, nämlich Erziehung und Gesundheit. Mediencenter, Verlagshäuser und so weiter und das alles im Wesentlichen durch ihre Ratschläge, die sie gegeben hat in vielen ihrer Büchern. Sie ist die meistübersetzte Frau der Literaturgeschichte, der meistübersetzte Autor oder Autorin der amerikanischen Literatur, beiderlei Geschlecht und hier haben wir sie mal mit einem Familienbild, das ist Ellen White, das ist ihr Mann James White und das sind zwei ihrer Kinder, zwei andere Söhne starben, einer starb mit 16, ein anderer mit wenigen Monaten, das ist Willie White und das ist Edson, das ist sie in späteren Jahren, kurz vor ihrem Tod und um einen Menschen richtig kennenzulernen, vielleicht gibt es einige, die sagen, Ellen White sagt mir nicht so viel, wenn man jemanden kennenlernen möchte, wo muss man hingehen? Ziemlich nach Hause, oder? Man muss mal eingeladen werden und so, laden wir uns jetzt gemeinsam ein bei Ellen White zu Hause. Das ist in ihrem letzten Sitz, wo sie in den letzten zehn Jahren ihres Lebens ungefähr in einem Säven in Kalifornien gelebt hat, kurz vor ihrem Tod.

[1:01:23] früher in diesen Jahren gewesen, und das ist das Haus, in dem sie gelebt hat. Zu Beginn ihres Dienstes war sie in sehr ähnlichen Verhältnissen, dann am Ende ihres Lebens konnte sie sich dieses Haus hier leisten, wo sie viele ihrer letzten Bücher geschrieben hat. Das ist mittlerweile eine National Historic Landmark von der US-Regierung sogar bestätigt, und da werden natürlich viele von ihren Originalwerken ausgestellt, die da gedruckt worden sind, "Testimonies to the Church" und so weiter. Aber so sah es aus, das war ihr Wohnzimmer, Entschuldigung, ihr Esszimmer mit Original gedeck aus ihrer Zeit. Übrigens war sie eine Frau, die moderne Technik liebte. Das war hier so eine Vorform des Telefons. Als das aufkam, war sie eine der Ersten in der Gegend, die sich das halt einbauen ließen und da war sie schon, also weit über 80 Jahre alt. Das heißt, wenn sie heute noch leben würde als alte Frau, sie würde noch mit iPad und iPhone durch die Gegend laufen. Sie liebte die Technik. Und das ist einer der Gründe, warum wir diese Botschaft auch über die modernste Technik, die es gibt, verkündigen. Amen.

[1:02:29] Hier haben wir ihre Küche, da haben wir die Kellogg's Cornflakes. Kellogg's übrigens auch eine Marke, die von einem Arzt gegründet wurde, der Adventist war, aber das ist nur nebenbei. Das ist ihr Arbeitszimmer, das war der Stuhl, auf den sie sich gesetzt hat, bis sie morgens um 4 oder 5 aufgestanden ist und dann erstmal ein paar Stunden geschrieben hat, vor dem Frühstück. Das war sehr interessant. Das ist ihre Küche, ihr Bad. Ich fand es interessant, sie hatte rose Tapete. Ist das nicht schön? Das kriegt man nicht mit, wenn man nur ihre Bücher liest. Und das ist ihr Schlafzimmer jetzt. Das ist sehr, sehr interessant, weil in diesem Schlafzimmer hat sie ihre ersten Visionen gehabt. War sehr bewegend dort zu stehen, wo sie selbst berichtet, wo immer wieder sie Engel besucht haben und ihr Dinge gezeigt haben für das Volk Gottes. Und falls es jemanden gibt, der sagt, aber Frauen können ja keine Prophetinnen sein, das geht ja nicht. Das Neue Testament sagt, da gab es vier Töchter, Frauen oder Männer, Jungfrauen sogar, die Weissagten. Und wenn es Prophetinnen gibt, Gott macht keinen Unterschied zwischen Propheten und Prophetinnen.

[1:03:49] Zum Abschluss wollen wir nur ganz kurz wenige Verse anschauen, die uns verdeutlichen, warum brauchen wir sie überhaupt? Was ist ihr Sinn und Zweck von Ellen White? Frage: Brauchten die Juden zur Zeit vor Jesus, brauchte sie Johannes, ja oder nein? Brauchte man Johannes, um Jesus zu erkennen? Stand alles in der Bibel drin, oder? Warum hat Gott also den Johannes gesandt? Zur Erinnerung, und deswegen, weil die Menschen die Bibel nicht so studiert haben, wie sie es hätten tun sollen. Denn ihre Konzeption von dem kommenden König war völlig falsch, richtig? Also gab es da jemanden, der Zeugnis abgeben sollte. Von wem Zeugnis? Von Jesus. Er hatte also das Zeugnis Jesu. Und das hat Ellen White auch, sie hat das Zeugnis Jesu. Als Johannes gefragt wurde, ob er ein Prophet ist, was hat er gesagt? Nein. Was sagt Ellen White? "Während meiner Ausführung sagte ich, ich beanspruche nicht, eine Prophetin zu sein." Und dann sagte sie später: "Andere haben mich Prophetin genannt, aber ich habe diesen Titel nie beansprucht." Sie hat es auch nie abgelehnt, aber nie beansprucht. "Ich hielt es nie für meine Pflicht, mich in dieser Weise zu bezeichnen." Und sie gibt den Grund an: "Jene, die in unseren Tagen mit Nachdruck beanspruchen, Propheten zu sein, haben wir einige gesehen vorhin, sind oft eine was? Eine Schande für die Sache Christi." Deswegen sagt sie, braucht mir nicht Prophet nennen. Aber, war Johannes der Täufer ein Prophet? Er war sogar mehr als ein Prophet. Was sagt Ellen White über ihren Dienst? "Weil mein Werk weit mehr einschließt, als der Begriff Prophet ausdrückt. Mein Auftrag umfasst das Werk eines Propheten." Also hat sie die Aufgabe einer Prophetin, ja oder nein? Definitiv. Sie ist keine minderwertige Prophetin, denn das Werk endet nicht damit, es umfasst weit mehr. Nicht nur Prophezeiungen geben, sondern viele praktische Ratschläge für unser Leben. Wie wurde Johannes genannt? Er wurde genannt der Bote. Wie hat Ellen White sich genannt? Als eine Bote. Können wir sehen, wie ganz deutlich Johannes der Täufer und Ellen White klare Parallelen haben? Johannes der Täufer war gerufen worden, um die Welt vorzubereiten auf die erste Ankunft Jesu und Ellen White ist gerufen worden, um die Welt vorzubereiten auf die zweite Ankunft Jesu. Sie sagt: "Ich bin die Botin des Herrn und mein Erlöser hat mich zu seiner Botin erklärt." Es war seine Herausforderung, den Weg zu ebnen und viele zurückzuführen.

[1:06:18] Und dann sagt Jesus: "Elia kommt, aber Elia ist schon gewesen." Und sagt, dass Johannes der Täufer Elia gewesen ist. Aber wenn Elia kommt und Elia schon da gewesen ist, dann heißt es, dass dasselbe Werk, das von Johannes dem Täufer, der dieser symbolische Elia war, getan wurde, dass dasselbe Werk noch einmal getan werden muss in der Endzeit. Hat Johannes der Täufer große Wunder getan? Er hat keine Zeichen getan. Und Ellen White sagt: "Es gibt Leute, die daran zweifeln, dass Gott mich in seinen Dienst gerufen hat. Sie begründen ihre Ablehnung damit, dass sie sagen, Ellen G. White wirkt keine Wunder." Ich muss dazu sagen: "Wer Zeichen und Wunder zum Maßstab für göttliche Berufung und Führung macht, sieht die Dinge falsch." Im Original, im Englischen heißt es: "Ist in großer Gefahr, verführt zu werden." Was heißt es von Johannes? Er war nicht das Licht. Aber war er ein Licht? Es heißt, er war eine brennende und scheinende Leuchte. Wenn ich eine kleine brennende Lampe habe, ist er Licht? Aber war er das Licht? Er war also ein kleines Licht. Was sagt Ellen White über sich? "Der Bibel wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt und der Herr hat ein kleineres Licht gegeben." Ist das kleinere Licht weniger wahr als das große Licht? Es ist genauso Licht. Aber das kleine Licht weist zum großen Licht. Ellen White weist zur Bibel und macht die Bibel deutlich. Und für mich eine der größten Dinge als Beweise ist, dass sie etwas erkannt hat, was kein anderer erkannt hat von all diesen vermeintlichen Propheten. Wir wissen, dass Satan am Anfang zwei Lügen hatte. Die erste Lüge war: "Ihr werdet nicht sterben, wenn ihr sterbt." Und die zweite war: "Muss man Gottes Gebote wirklich befolgen? Sollte Gott gesagt haben, kann man die Gebote nicht verändern?" Und Ellen White sagt: "Durch die zwei großen Irrtümer, die Unsterblichkeit der Seele und die Heiligkeit des Sonntags, die Veränderung des Gebotes, wird Satan das Volk unter seine Täuschung bringen." Sie deckt die Täuschungen Satans auf, so wie sie in der Bibel stehen. Keiner der anderen vermeintlichen Propheten, auch wenn sie viel von Evangelium, von Kirche und was sonst was reden, die decken die wahren Täuschungen Satans nicht auf. Und Satan macht viel. Es gibt sogar Propheten, die von Jesus reden, aber er würde niemals durch seine eigenen Leute seine eigenen Täuschungen aufdecken, oder? Da wäre er schön dumm. Ellen White deckt den Satan gnadenlos auf. Und deswegen wird sie auch so angegriffen.

[1:08:56] Abschließend folgender Gedanke. Er hat eure, was ist das nächste Wort? Augen, die Propheten. Propheten stehen in der Sprache, wir wissen ja, der Körper ist ein Symbol für die Gemeinde, und jeder von uns ist ein Fuß, oder eine Hand, oder eine Nase, oder ein Ohr, oder ein Zahn, oder was auch immer. Aber die Augen stehen für den Propheten. Und dann heißt es der Gemeinde Laodicea, dieser berühmten Gemeinde, am Ende der Zeit, dass sie was ist? Elend, erbärmlich, arm, blind und ein Böses. Was fehlt der Gemeinde? Was fehlt der Christenheit am Ende der Zeit? Es fehlt ihnen die Prophetie. Deswegen sagt Jesus: "Ich rate dir von mir Gold zu kaufen, das dem Feuer geläutert ist, damit du reich wirst und du weißt, was du weißt. Nimm dein kleines Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird, und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst. Nimm den Geist der Weisheit an, damit du erkennen kannst, was Irrtum und was Wahrheit ist." Hier haben wir ein bisschen Augensalbe. Braucht man kein Wissen, um das zu erkennen? Das ist das erste Buch, das ich empfehlen würde: "Der große Kontroverse zwischen Christ und Satan". Einfach mal nachgoogeln. Es gibt viele andere Bücher, die ich empfehle, am Anfang zu lesen. "Schritte zu Jesus", ein Buch, da geht es darum, wie ich, ein ganz kleines Buch, unglaublich kraftvoll, einen Menschen zu Jesus finde. Ich habe kein anderes Buch gefunden, das so praktisch, so klar und so biblisch beschreibt, wie ein Mensch Christ wird. Dann das Buch, "Der Erlöser der Welt", ist mein Lieblingsbuch. Es geht dort um das ganze Leben Jesu und mit vielen praktischen Lektionen und dann nochmal hier "Der große Kampf", der große Konflikt.

[1:11:03] Ein paar Internetseiten, die hilfreich sind: egwritings.org. Das ist, da kann man sämtliche Schriften von Ellen White, sowohl im Englischen als auch in vielen Sprachen, inklusive Deutsch, einfach kostenlos lesen. Ganz tolle Ressource. Ellen White ST, die offizielle Internetseite, wo man alles über sie erfahren kann, alle Fragen, die man hat, da loswerden kann. Wenn man Bücher von ihr kaufen möchte oder erwerben möchte, kann man das tun, am Adventist Book Center oder im Advent Verlag. Und meine besondere Empfehlung an alle, die ähnlich wie Ellen White die moderne Technik lieben: Es gibt es auch als App. Es ist die beste App, die es gibt. Warum? Es gibt keine andere App, die so viel nützliche Informationen zu so einem geringen Preis gibt, nämlich zu 0,0 Euro. Das ist kostenlos. Da sind tonnenweise Bücher drauf, ihre sämtlichen Schriften und man kann sie kostenlos auf dem Handy haben. Also wer ein Smartphone hat und das nicht hat, der ist selber schuld. Aber es nützt es nicht nur, dieses App zu haben, man muss es auch lesen. Das App hilft einem noch nicht so viel.

[1:12:05] Abschließend wollen wir folgendes sagen: Vertraut auf den Herrn, euren Gott. So könnt ihr getrost sein und glaubt seinen, wem? Propheten. So werdet ihr gelingen haben. Ich möchte folgendes sagen: Ich bin Siebenten-Tags-Adventist. Und alles, was ich glaube, steht in diesem Buch. Ich brauche nicht ein einziges Ellen White Zitat, um alles zu belegen, was ich glaube. Ich kann stundenlang über dieses Buch reden und brauche nicht einmal Ellen White zu zitieren. Aber ich lese zu Hause Ellen White wie sonst was. Ich lese jeden Tag Ellen White, weil sie meinem geistlichen Unterscheidungsvermögen so gut tut. Weil ich durch ihre Schriften endlich mündig wurde, die Bibel selbst zu verstehen. Und jeder, der daran Zweifel hat, möge es einfach mal ausprobieren. Ein Buch von Ellen White nehmen, erst die Bibel studieren und dann ein wenig was von ihr lesen. Ich verspreche, dass innerhalb kürzester Zeit wir ein geistliches Unterscheidungsvermögen bekommen, eine Schärfe in unseren biblischen Gedanken, wie wir sie vorher nie gehabt haben. Wer das wissentlich ablehnt, hat eine große Chance. Und ich bin froh und dankbar für Ellen White. Ich schäme mich nicht am geringsten darüber. Manche Leute sagen: "Wie kannst du jemandem glauben, der nur drei Jahre Schulbildung hat?" Ist mir vollkommen egal, ob sie drei Jahre Schulbildung hatte. Wenn Gott durch einen Esel spricht, dann glaube ich dem Esel, oder? Super William. Nebenbei gesagt, die vielen Theologen, die nicht nur drei Jahre Schulbildung hatten, sondern zwölf Jahre, dreizehn Jahre, acht Jahre, zehn Jahre, dreizehn Jahre akademische Bildung, keiner von denen kommt auch nur annähernd so ran an die Ausgewogenheit und an die Klarheit der biblischen Auslegung wie Ellen White. Da kann man jetzt auch Ursachen und Wirkungen miteinander vergleichen. Das ist ein anderes Thema. Machen wir nicht. Gott sei gelobt auch für viele Theologen. Nichts verkehrt Theologie zu studieren. Aber ich bin froh, dass Ellen White da ist und dass wir sie haben. Und ich lese sie. Und ich hoffe, ihr lest sie auch. Und ich würde euch empfehlen, damit anzufangen. Und zwar nicht erst morgen, sondern heute. Und sie hat viel Material, sodass man wirklich viel lesen kann.

[1:14:09] Wollen wir uns die Frage stellen: Möchtest du neben Jesus auch sein Zeugnis annehmen? Denn er ist es ja, der wirklich durch sie spricht. Oh, dass ich in der Sprache Kanans reden könnte. Ellen White hat die Dinge gesehen in der Vision und sie konnte es kaum beschreiben. Und wenn man sie, wenn sie das schon live gesehen hat und kaum beschreiben könnte, wie sie es auch kaum beschreiben können, wenn wir uns am Sonntag treffen werden, um das noch ein bisschen zu vertiefen, was wir gerade gehört haben. Diese Dinge, die dort im Himmel auf uns warten. Ich bin so dankbar für Ellen White. Und ich weiß nicht, wer von uns bisher regelmäßig Ellen White gelesen hat, nach der Bibel und neben der Bibel. Nicht davor, aber danach. Und zwar regelmäßig. Und ich möchte einladen, jeden Einzelnen von uns das zu tun. Es wird unserem geistlichen Leben immer weitergehen müssen. Denn dazu hat Gott sie gegeben. Und wenn Gott der Meinung war, dass wir sie brauchen. Wer sind wir, dass wir sagen: "Oh, ich brauche das nicht." Sind wir klüger als Gott? Also ich bin nicht klüger als Gott. Wenn es jemanden gibt, der möge sich jetzt melden. Gott hat gemeint, dass wir sie brauchen. Also brauchen wir sie. Und wir sind dankbar für all das, was sie geschrieben hat. Und es ist ja nicht, dass sie schreibt, sondern wer schreibt eigentlich wirklich? Jesus. Wenn du ihre Schriften liest, weißt du, dass genau so Jesus spricht. Er will nichts Neues sagen, keine neuen Wahrheiten verkündigen, die in der Bibel stehen, sondern er möchte einfach noch einmal das betonen, was schon da stünde, so, dass wir als Menschen im 19., 20., 21. Jahrhundert das begreifen. Wie ein Vergrößerungsglas. Wer von uns möchte dieses Vergrößerungsglas nehmen und die Bibel noch besser verstehen?

[1:15:45] Oh, Gott sei gelobt. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du in deiner Gnade uns so viel Licht gegeben hast, dass wir wirklich sicher in den Hafen eingehen können. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du deiner Endzeitgemeinde nicht nur die Gebote Gottes gegeben hast, sondern auch das Zeugnis Jesu, den Geist der Beistand. Nicht als einen Ersatz für die Bibel, nicht als eine Ergänzung zur Bibel, sondern als eine Vergrößerung der Bibel, als ein Hinführen zur Bibel, um das biblische Wort besser, praktischer anwenden zu können. Wir haben gesehen, dass du schon zu allen Zeiten so operiert hast. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns dich mithaltest, dass du uns so erreichst, dass wir dich wirklich begreifen können. Und wenn wir uns überspotten und es angreifen, so dürfen wir wissen, dass alle wahren Propheten von Henoch über Jeremia bis zu Paulus und Johannes angegriffen, verspottet worden sind. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir im Glauben vorangehen dürfen und dass du uns hilfst. Wir haben gelesen, dass wenn wir deinen Propheten glauben, dann werden wir gelingen haben. Und wir brauchen gelingen. Und wir danken dir, dass wir durch die Schriften von Ellen White, durch ihren Dienst, ein kleines Licht haben, das uns führt und leitet hin zum großen Licht. Und wir wollen es schätzen und dir dankbar sein dafür, dass du es angezündet hast, als eine Gabe, die du für notwendig erachtet hast. Und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns auch dort Weisheit schenkst, damit wir verstehen, annehmen und umsetzen. Bitte sei du bei uns jetzt am restlichen Sabbat-Tag. Führe und leite uns du und bring uns allesamt gesund und freudig zusammen. Heute Abend. Amen.


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