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In dieser Vortragsreihe „Ausweg 2012“ spricht Christopher Kramp über die grundlegenden Themen der Bibel. In dieser Episode mit dem Titel „Der Charakter“ geht es darum, wie sich unser eigener Charakter verändern kann und wie wir eine tiefere, persönliche Beziehung zu Gott aufbauen können. Es wird betont, wie wichtig es ist, Gottes Wort nicht nur zu kennen, sondern danach zu leben und wie Glaube und Gehorsam Hand in Hand gehen. Der Vortrag beleuchtet auch die Bedeutung von Gebet, Dankbarkeit und der Verkündigung des Evangeliums im täglichen Leben.


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Serie: Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)

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Transkript

[0:00] Schön, dass wir alle jetzt auch später hinzugekommen sind. Einige mussten ihren Weg noch durch das aufgetauchte Schneegestöber hierher finden. Schön auch an alle, die jetzt live zuschauen, noch einmal der Hinweis, dass, wenn wir über ausweg2012.de zuschauen heute, da sich etwas auf der Webseite geändert hat. Es lohnt sich mal, nachher kurz drüber zu schauen, um herauszufinden, was da heute noch hinzugekommen ist.

[0:37] Wir haben heute unseren vorletzten Abend, das drittletzte Thema, und es soll gehen um den Charakter, um unseren Charakter und vor allem, wie sich unser Charakter verändern kann. Und dazu brauchen wir ganz offensichtlich nicht nur richtiges Wissen, sondern vor allem die Leitung des Heiligen Geistes. Und den wollen wir jetzt bitten, und dazu lade ich uns ein, ein kurzes Gebet zu sprechen.

[1:00] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für den Abend jetzt, für die Gelegenheit, ein Wort zu hören und zu studieren. Und wir möchten dich bitten, dass du alle Stirne fernhältst, dass wir verstehen, was du uns sagen möchtest, dass wir verstehen können, wie wir praktisch in unserem Leben deine Stimme hören können und mit dir leben können. Und dass das, was wir hier erlebt haben in den letzten vier Wochen, nicht nur ein Strohfeuer ist, sondern eine beständige Beziehung mit dir, die sich immer weiter vertieft. Wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du uns jetzt unterrichtest und hilfst und dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist. Amen.

[1:37] Wir wollen beginnen, indem wir uns einen Vers nochmal zu Gemüte führen, den wir letzte Woche hier an selber Stelle behandelt haben, als wir über das Zeichen gesprochen haben. Da haben wir über das Mahlzeichen gesprochen und über das Siegel. Kann mir jemand noch sagen, was genau meint die Bibel mit dem Siegel Gottes?

[2:00] Den Charakter. Welchen Charakter?

[2:04] Gottes Charakter, ausgedrückt als den Namen des Herrn. Da können wir uns erinnern: Der Name des Herrn ist ein starker Turm, der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit. Das Siegel macht uns sicher. Wir haben auch festgestellt, dass der Name des Herrn, der Charakter des Herrn ist und dass der ausgedrückt wird in welchem Dokument?

[2:25] In den Zehn Geboten. Und deswegen sagt die Bibel: Versiegle das Gesetz in deinen Jüngern. Und der Versiegelungsmechanismus, das waren zwei Mechanismen, können wir uns erinnern? Mechanismus Nummer eins war?

[2:38] Erinnerung. Erinnere dich an das, was du schon weißt, immer wieder, immer wieder, damit es ins Gehirn wirklich hineinkommt. Und der zweite Mechanismus war?

[2:45] Heiligung. Sondert dich von dem ab, was schädlich ist. Und wir haben gesagt, es gibt ein Gebot in den Zehn Geboten, das das besonders hervorbringt, diese beiden Mechanismen. Welches Gebot ist das?

[2:54] Das vierte Gebot, das Sabbatgebot. Deswegen ist das Sabbathalten das äußere Zeichen der inneren Versiegelung, nämlich der inneren Charakterentwicklung und Vervollkommnung. Der Name des Herrn ist ein starker Turm. Und wir haben gesagt, wir wollen zum Namen, das heißt zum Charakter Gottes, nicht nur spazieren, sondern laufen, rennen. Und die Frage, die wir uns jetzt auch stellen können: Wir haben das ja vor einer Woche besprochen. Vor einer Woche war uns das ganz klar, oder? Wer von uns war letzte Woche da bei dem Vortrag? Okay. Wer hat das damals verstanden? Genau. Wer kann sagen, dass er in den letzten sieben Tagen wirklich gelaufen ist? Gut, gut. Woher das denn her? Einige sagen, naja, ich bin zwar gelaufen, bin aber beim Laufen gestolpert, oder? Jemand passiert, der gestolpert ist? Jemand, der vielleicht ein bisschen aus der Spur gelaufen ist? Wir sehen, es ist so einfach in einem Abend, einem Vortragsabend das zu sehen und zu sagen: Ja, wir müssen da hinlaufen. Aber es ist dann manchmal gar nicht so einfach, das über die nächsten Tage, Wochen, vielleicht sogar Monate hinüberzuretten, oder? Und meistens unsere Erfahrungen so, ja, ich muss laufen und nach drei Tagen, puh, ich hätte eigentlich schon viel da sein müssen. Und dann werden wir manchmal ein bisschen mutlos und sagen, naja, vielleicht ist am Ende gar nicht so wild und so weiter und so fort.

[4:14] Wir wollen uns heute Gedanken machen, im ersten Teil, wie können wir das, was wir alles verstanden haben und umsetzen wollen, jetzt nach Ausweg 2012 auch wirklich in unser weiteres Leben bis zur Wiederkunft integrieren. Denn eine Sache, die ich unter keinen Umständen möchte, ist, dass unser geistliches Leben abhängig ist von solchen Vorträgen. Solche Vorträge haben einen Vorteil: Sie können uns aufwecken, sie können uns inspirieren, sie können irgendwie etwas anstoßen. Aber wir können uns niemals abhängig machen von Vorträgen, oder? Das halten wir auch gar nicht aus, wenn wir jede Woche Ausweg 2012 haben, oder? Das ganze Jahr über. Wer soll denn das da aushalten? Vier Wochen sind genug, oder? Wie auch immer.

[4:51] Die Frage, die wir uns stellen müssen: Was muss ich tun? Wie kann ich mein christliches Leben, unabhängig davon, ob es andere gibt, die mir immer wieder auf die Nase stupsen, die mich immer wieder anschubsen, die mich immer wieder ermutigen, wie kann ich es selbst persönlich in meinem Leben entwickeln und dort vertiefen? Und wir haben ja den Namen Gottes schon angeschaut. Einer der Namen Gottes ist Immanuel, und Immanuel heißt Gott mit uns, nicht wahr? Wir wollen jetzt nicht durch alle theologischen Details hier des Heiligtums gehen, mit 1844 und mit uns und so weiter und so fort. Haben wir alles ausführlich gemacht. Und wir verstehen, Immanuel heißt Gott mit uns. Aber heute wollen wir es auf eine neue Ebene bringen, nämlich nicht Gott mit uns, sondern Gott mit mir. Das ist ein großer Unterschied, oder? Gott mit uns, da verstehen wir, was Gott mit der Menschheit vorhat, er versteht, was er uns anbietet. Aber Gott mit mir, da geht es jetzt ganz konkret um mich und um dich und um dein Glaubensleben. Das ist ein großer Unterschied, ob du hier sitzt oder live vor dem Computer sitzt oder dann eine Aufnahme anschaust und das alles verstanden hast und sagst: Ja, das sehe ich in der Bibel, das steht so in der Bibel, das glaube ich. Oder ob du wirklich selbst täglich dieses Glaubensleben erlebst.

[6:11] Wir haben gesagt, und das ist uns bekannt, der Bekannteste der Bibel sagt, dass es nur eine Bedingung gibt, um gerettet zu werden, und diese Bedingung ist was?

[6:20] Glaube. Jeder, der glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern ein ewiges Leben haben. Und die Frage ist, wie zeigt sich dieser Glaube? Denn es gibt so viele Menschen, die auch glauben, dass sie glauben und eigentlich gar nicht wirklich glauben. Also, worin zeigt sich echter Glaube? Glaubst du? Also jetzt nicht in die Hände nehmen, einfach mal selbst fragen. Glaube ich so, dass ich mir sicher bin, dass ich den Glauben hier habe? Kann jeder von uns so glauben, ja oder nein?

[6:51] Definitiv. Die Frage ist, glaube ich auch gerade so, oder bin ich nur davon überzeugt, dass das, was da gesagt wird, richtig ist? Glaube ich. Und woran erkennt man, ob ich glaube?

[7:00] Hier sagt Paulus uns: Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus. Dieser Vers gefällt mir so sehr, zitiere so oft, weil er definiert das Evangelium. Jetzt, was heißt Evangelium auf Griechisch? Das ist Englisch, good news. Griechisch heißt es: Euangelion, meins, die gute Nachricht, die gute Botschaft. Das ist die Übersetzung, aber das ist nicht die Definition. Denn was ist die Definition des Evangeliums? Was ist die Definition der guten Nachricht?

[7:35] Denn es ist Kraft, aber nicht nur irgendeine Kraft, es ist Gotteskraft. Das heißt, wenn wir von dem Evangelium reden, reden wir von Kraft. Jetzt, wenn wir auf die Straße von Stuttgart oder irgendeiner anderen Stadt in Deutschland gehen würden und wir würden eine Umfrage machen unter Menschen, die wir treffen, und würden sie fragen: Mit welchen Eigenschaften verbinden sie Christen? Wie viel Prozent würden wohl sagen: Das sind Kräftige, ich verbinde da Kraft und Stärke mit? Was würden wohl die meisten eher sagen?

[8:09] Das sind Schwächlinge, die brauchen das als eine Krücke, weil sie so schwach sind, weil sie den Realitäten des Lebens alleine nicht entgegenzusetzen haben. Das sind vielleicht Gehirngewaschene oder halt einfältige Hinterwäldler oder so weiter und so fort. Aber die Bibel sagt, es ist genau das Gegenteil. Das Evangelium ist eine Kraft.

[8:32] Jetzt, woran erkennt man eine Kraft? Jetzt, ich habe nicht besonders viel Kraft, aber meine Kraft, ich habe reichlich aus, zumindest hier eine deutliche Wirkung auszuführen. Ich kann jetzt erkennen, dass hier eine Kraft dran gewirkt hat, weil es sich verändert hat. Wenn wir also sagen, wir glauben an Gott und wir glauben dem Evangelium und wir wollen dem Evangelium folgen, was muss ich in meinem Leben erleben?

[8:59] Eine Kraft, eine Veränderung und zwar sogar eine sichtbare Veränderung. Es ist Gottes Kraft für jeden, der glaubt. Das ist ein interessanter Gedanke hier. Wir haben ja gestern die Dreifache-Engels-Botschaft gehört und wir haben sie genau analysiert. Das heißt dort: Wie er sprach, ich fürchte Gott und gebe ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und bete den, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen. Und dann: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große und so weiter und so fort. Wir haben das alles angeschaut, wissen, was es bedeutet. Aber lange bevor Johannes das Evangelium hörte, hat er was?

[9:33] Er hat es gesehen. Ich sah. In Vers 6 sagt er: Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium. Das heißt, was hatte er?

[9:45] Eine ewige Kraft zu verkündigen. Und als er es gesehen hat, hat er die Aufmerksamkeit gehabt. Und eins später sagt er: Und ich hörte seine Stimme, der rief mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre. Der Gedanke ist: Wenn man das Evangelium sieht, möchte man es auch hören.

[10:03] Könnte es sein, dass so wenig Menschen, gerade in Westeuropa, dem sogenannten säkularen Europa, der säkularen Welt, das Evangelium nicht hören wollen, weil sie es vorher nicht gesehen haben? Uns wird gesagt, man muss das Evangelium verändern, man muss das Christentum verändern, um die säkularen Menschen anzusprechen. So ein Quatsch! Man muss das Evangelium nicht verändern, man muss die Christen verändern, die an das Evangelium glauben. Denn die Menschen sind enttäuscht, so oft, von Christen, die behaupten, dass sie an das Evangelium glauben und trotzdem in ihrem Leben sich nichts verändert und eigentlich die genauso leben wie vorher. Übrigens, nebenbei, das ist nicht unser Thema, aber ist für das Evangelium der säkularen Menschen ein Problem? Hat Gott ein Problem damit, die säkularen Menschen zu erreichen? Überhaupt nicht. Die alten Athener waren genauso säkular, und Paulus hat sie auch erreicht. Von daher spielt es aus Gottes Sicht nicht so eine Rolle, ob ich ein buddhistischer Sünder bin oder ein säkularer Sünder oder ein muslimischer Sünder oder ein christlicher Sünder oder ein kommunistischer Sünder. Ich bin ein Sünder, und das Evangelium ist die Kraft für dieses Problem, egal was mein kultureller Hintergrund ist.

[11:21] Also kommen wir zu unserem Thema zurück. Das Entscheidende ist, dass Menschen in meinem Leben und in deinem Leben das Evangelium sehen. Und jetzt sagst du: Ja, wie soll denn das geschehen? Und das wollen wir uns ein bisschen genauer anschauen.

[11:36] Fangen wir mal mit dieser Idee an. Es gibt einen Begriff in der Bibel, wird immer wieder benutzt und auch in der Christenheit wird er verbreitet, das heißt nämlich: Gerechtigkeit aus Glauben. Schon mal gehört? Gerechtigkeit aus Glauben? Ganz bekannter theologischer Begriff, und da sind viele theologische Bände drüber geschrieben worden. Leute haben sich die Köpfe buchstäblich und symbolisch eingeschlagen, weil jeder eine andere Sicht von dieser großen Idee hat: Gerechtigkeit aus Glauben. Und was ich jetzt sage, ist nicht übertrieben, aber die Bibel ist sehr einfach an dem Punkt: Gerechtigkeit aus Glauben kann man in zwei Minuten erklären. Ich schau auf die Uhr, es werden nicht mehr als zwei Minuten sein.

[12:16] Die Bibel sagt in 1. Johannes 5, Vers 17a: Was steht hier? Jede Ungerechtigkeit ist Sünde. Jetzt, Ungerechtigkeit ist das Gegenteil von Gerechtigkeit, macht Sinn, okay? Und jede Ungerechtigkeit ist Sünde. Gibt es eine Ungerechtigkeit, die nicht Sünde ist? Nein. Also ist Gerechtigkeit das Gegenteil von Sünde, von Ungerechtigkeit? Ganz genau, deswegen von Sünde. Wenn jede Ungerechtigkeit Sünde ist, dann ist jede Gerechtigkeit das Gegenteil von Sünde. Na, was ist Sünde? Was sagt die Bibel?

[12:46] In 1. Johannes 3, Vers 4 sagt die Bibel: Sünde ist die Gesetzlosigkeit, die Übertretung des Gesetzes. Also ist Gerechtigkeit das Gegenteil von Übertretung des Gesetzes. Macht das Sinn? Und was ist das Gegenteil wohl davon? Gehorsam ist dem Gesetz gegenüber. Also Gerechtigkeit meint auf Deutsch was?

[13:08] Gehorsam. Ganz einfach, oder? Braucht man keine theologischen Wälzer wälzen, man kann einfach sagen: Gerechtigkeit ist Gehorsam. Aber Gerechtigkeit kommt nicht durch Zwang oder nicht durch Regeln, sondern durch den Glauben. Und das wollen wir uns auch kurz anschauen.

[13:27] Die Bibel sagt in Habakuk 2, Vers 4b: Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. Und dann, das haben wir uns auch schon angeschaut, in Matthäus 4, Vers 4: Jesus sagt, der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Das heißt, Glaube bedeutet nichts weiter als Leben aus jedem Wort.

[13:49] Das sagst du so oft. Ja, ich sag das so oft. Warum? Weil ihr euch daran erinnern, obwohl ihr es schon wisst, weil dieses eine Thema ist heilsentscheidend. Wir müssen also verstehen, dass wir gerecht sein. Ich sag das immer und immer wieder, weil ich mich selbst daran erinnern muss und uns alle, die wir dazugehören, dass der Gehorsam, den wir Gott schuldig sind, dass er nur auf einen Weg kommen kann, nämlich indem wir durch jedes Wort leben, aus jedem Wort, alle Verheißungen Gottes in Anspruch nehmen, all das tun. Und wer ist wirklich das Wort Gottes?

[14:23] Jesus. Aus seiner Kraft leben. Gut, gehen wir einen Moment weiter. Es heißt hier, er sagt: Ich bin der Weg. Und wenn wir uns den Weg anschauen, praktisch für unser alltägliches Leben, wo sollten wir hinschauen, um den Weg zu sehen?

[14:37] Auf Jesus. Und die Bibel sagt: Danach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort. Eine der entscheidenden Dinge, über die wir gleich noch deutlicher sprechen wollen, ist das Wort Gottes in meinem Leben.

[14:54] Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Ich glaube, der Heilige Geist möchte heute Abend zu jedem Einzelnen von uns in einer besonderen Art und Weise sprechen, denn der Heilige Geist kennt uns sehr gut, oder? Und der Heilige Geist weiß auch etwas über mein Leben oder über dein Leben, was wir alle anderen nicht wissen. Und er möchte zu uns sprechen und sagen: Schau her, es gibt dort etwas, was du vielleicht zu ändern hast. Das mag ganz anders sein als das, was du zu ändern hast oder das, was ich zu ändern habe, aber es gibt bestimmt etwas, was in unserem Leben noch nicht so läuft, wie es laufen sollte. Und wir müssen bereit sein, auch dieses eine Wort, das uns gilt, anzunehmen.

[15:30] Wir könnten es also so beschreiben: Der Glaube an Jesus, das Leben aus jedem Wort, führt uns zum Gehorsam. Das ist der Weg des Heiligtums. Der Weg des Heiligtums ist nichts anderes als Gerechtigkeit aus Glauben. Der Glaube ist das Mittel hin zur Gerechtigkeit. Was machen die meisten Christen? Teilen das hier nicht. Sagen, Glaube ist wichtig, Gerechtigkeit nicht so ganz. Aber der Glaube ist der Weg zur Gerechtigkeit.

[15:56] Jetzt, was heißt das praktisch? Erster Korinther 3, Vers 16 sagt: Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt? Jetzt, der Geist Gottes ist wer?

[16:08] Der Heilige Geist. Der Heilige Geist ist Gott. Der Heilige Geist, kennt der das himmlische Heiligtum? Ja oder nein? Okay. Wenn der jetzt in uns wohnt, in meinem Leben, in meinem Körper, in meinem Alltag gegenwärtig sein will, wonach sucht er dann, wenn das ein Tempel sein soll? Okay, nochmal. Der Heilige Geist ist Gott, er kennt das himmlische Heiligtum. Und jetzt möchte er in meinem Leben leben, er möchte in meinem Alltag leben und er möchte so leben, dass wir ein Tempel sind. Wonach sucht er also wahrscheinlich dann in meinem Leben?

[16:46] Auch nach den Geboten. Wonach noch? Nach all den Dingen, die es auch im himmlischen Heiligtum gibt, oder? Denn im himmlischen Heiligtum gibt es eine bestimmte Anzahl von Gegenständen, die der Heilige Geist dort kennt, nicht wahr? Dort im Himmel gibt es bestimmte Dinge im himmlischen Heiligtum. Und wenn er in meinem Leben lebt und dort in einem Tempel sein möchte, sucht er nach den gleichen Dingen. Denn wenn diese Dinge dort nicht vorhanden sind, was ist dann mit meinem Tempel? Das ist ja nicht wirklich so, wie das himmlische Heiligtum, nicht wahr? Und dann fühlt sich der Heilige Geist nicht wirklich wohl. Das heißt, damit der Heilige Geist in meinem Leben wirklich leben kann, muss er das Gleiche vorfinden, was er auch im himmlischen Heiligtum vorgefunden hat. Macht das Sinn?

[17:27] Also müssen wir uns fragen: Was bedeutet das himmlische Heiligtum konkret für mein praktisches Leben? Von Montag bis Dienstag, Mittwoch und so weiter. Welche, was muss der Heilige Geist dort vorfinden, sozusagen, damit er sich sozusagen wohlfühlt? Was sind diese Gegenstände praktisch in meinem Leben?

[17:48] Fangen wir mal ein wenig hier an. Wir wollen nur ein bisschen was ausgreifen, da könnte man stundenlang und tagelang drüber referieren. Wir wollen nur einige entscheidende Punkte herausgreifen. Das hier ist was für ein Gegenstand?

[17:58] Das ist der Schaubrot-Tisch. Wie viele Schaubrote waren drauf?

[18:01] Zwölf. Zweimal sechs. Ganz genau. Mit Gold überzogen. Aus welchem Holz? Weiß es jemand?

[18:09] Akazienholz. Übrigens, weiß jemand, warum es Akazienholz war? Völlig vom Thema weg, nur eine halbe Minute. Warum war es Akazienholz? Akazienholz, das hebräische Wort deutet auf die Dornen hin. Dornen.

[18:29] Die Bibel sagt: Herr, in der Frühe wirst du meine Stimme hören. Wir wissen, die Brote, die dort ausgelegt waren, waren ein Symbol wofür?

[18:41] Für das Wort Gottes. Wir wissen, wir müssen das Wort Gottes lesen. Jetzt, die Bibel sagt aber nicht, wir sollen das Wort Gottes studieren. Sie gibt uns einen praktischen Hinweis: Herr, in der was?

[18:51] In der?

[18:52] Frühe. Frage: Wann ist Frühe für dich? Was heißt Frühe? Jeder hat ja unterschiedliche Definitionen von Frühe. Was wäre früh für dich?

[19:00] Zehn Uhr, sagt jemand. Zehn Uhr morgens. Okay. Für manche ist das schon fast Mittag, da haben manche schon viel gearbeitet, manche liegen noch fast im Bett. Was hatten wir noch für einen Vorschlag?

[19:11] Um sechs? Fünf? Wenn die Sonne aufgeht. Es gibt uns ein bisschen Flexibilität. Dann darf man aber nicht am Nordkap leben, da geht sie in einem halben Jahr nämlich nie auf. Also, wir haben natürlich unterschiedlichen Lebensrhythmus. Und die Bibel beschreibt jetzt keine Zeit vor und sagt, es muss genau um sieben Uhr dreißig sein oder um sieben Uhr zweiundfünfzig. Aber es sollte in der Frühe sein, dass wir Gott suchen. Warum? Wenn man am frühesten ist, ist der Kopf noch frei, der Tag ist noch vor uns. Was nützt es, wenn ich immer nur abends komme und sage: Herr, vergib mir, Herr, vergib mir, Herr, vergib mir, Herr, vergib mir, wenn ich am frühen Morgen schon die Kraft bekommen könnte, dass ich nicht am Abend sagen muss: Herr, vergib mir. Wer von uns hat ein Problem, früh aufzustehen? Also, ich melde mich jetzt, weil ich auch wirklich das Problem habe. Also nicht wahr?

[20:00] Und hier ist eine ganz praktische Sache: Früh aufstehen, auch wenn es schwierig ist, ist offensichtlich ein besonderer Segen, mit dem wir Gott hören können. In der Frühe wirst du meine Stimme hören. In der Frühe werde ich dir Befehl sein und Ausschau halten. Das heißt, wenn ich früh aufstehe und die Bibel lese, meint nicht, dass ich mir um fünf Uhr dreißig den Wecker stelle, weil ich so müde bin und einfach jetzt auch gar nicht so richtig aus dem Bett komme, dann einfach mit verschlafenen Augen die Bibel greife und dann mich so im Bett gemütlich mache und dann einfach einen Psalm lese, mit zugekniffenen Augen, weil dann habe ich zwar die Bibel gelesen, aber eigentlich habe ich sie auch nicht gelesen. Schon mal erlebt? Und dann wird es ein langes Bibelstudium, nicht wahr? Bis der Wecker nochmal klingelt.

[20:50] Denn das Ziel dieses frühen Bibelstudiums soll es sein, Ausschau zu halten, auf Befehl zu hören. Und dazu ist es wichtig, den Morgen zu nutzen. Wie gesagt, eine genaue Uhrzeit muss niemand vorgeschrieben bekommen, aber es ist wichtig, den Tag damit zu beginnen. Und wenn möglich, nicht nur die fünf Minuten schnell noch, zwischen Zähneputzen und Brötchen in den Mund stecken und schnell schon auf der Tür sein, weil die Bahn schon fast abfährt, sondern nimm dir Zeit. Und vielleicht sagst du: Ich habe die Zeit nicht. Doch, du hast die Zeit. Es gibt Leute, die rebellieren dagegen, wenn ich das sage. Die rebellieren dagegen und sagen: Du weißt gar nicht, wie es ist. Du warst früher Student, jetzt arbeitest du Vollzeit für den Herrn. Du weißt nicht, wie es ist. Muss ich auch nicht. Die Bibel sagt, dass Zeit ist. Gott sagt, dass es Zeit ist. Ich muss nicht das Leben von jedem Einzelnen kennen. Ich bin nicht der Maßstab. Gott sagt, du hast Zeit. Punkt. Amen.

[21:49] Jesaja 50, Vers 4 heißt es: Er weckt mich morgen für Morgen. Hat das jemand schon mal ausprobiert, dass er am Abend gebetet hat: Gott, weckt mich auf? Ich habe das schon ausprobiert. Das ist eine gefährliche Sache, denn Gott ist mindestens genauso exakt wie die beste Uhr, wie ein Radiowecker, wie eine Funkuhr. Und hat da jemand dann auch erlebt, dass er trotzdem liegen geblieben ist? Ja, ich auch. Aber es stimmt, Gott weckt uns morgen für Morgen, wenn wir das möchten. Und nicht einfach nur, um uns aufzuwecken, sondern damit wir hören, wie Jünger hören.

[22:26] Jetzt sagst du, ein Jünger, ein Jünger ist ein Nachfolger, ein Schüler, nicht wahr? Das heißt, er möchte uns unterrichten. Und dafür ist es wichtig, sich morgens Zeit zu nehmen. Frage: Wann hast du das letzte Mal am Morgen nicht die Bibel gelesen?

[22:45] Heute Morgen. Ich hoffe, wir müssen die Frage nicht andersherum stellen: Wann hast du das letzte Mal in deiner Vergangenheit, irgendwann mal am Morgen die Bibel gelesen? Aber meistens ist das eher so die Frage, die wir uns stellen: Wann war das letzte Mal, dass ich mir wirklich Zeit genommen habe?

[23:03] Es heißt hier: Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder hin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Seemann Samen gegeben hat und Brot, dem er isst, genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht, es wird nicht leer zu mir zurückkehren. Das Wort Gottes hat eine ungeheure Kraft, und dazu muss man sich hineinlassen und hineinbegeben.

[23:27] Ich habe vor einiger Zeit, ich habe eigentlich in meinem Leben in den letzten Jahren oft wirklich kurze Verse, kurze Paragraphen studiert und dann viel versucht herauszuholen. Das hat mir sehr gut getan. Vor einiger Zeit habe ich mal angefangen, Bibellesepläne mehr zu machen. Kennt jemand so Bibellesepläne, die man so kapitelweise liest? Und ich dachte mir, ich habe noch nie, muss ich ehrlich gestehen, bis heute, noch nie einmal komplett durch die Bibel von A bis Z gelesen am Stück. Ich glaube, ich habe schon alle Stellen gelesen. Ich habe es noch nie, weil ich immer von A nach B und C, Z springe. Und ich dachte, ich muss einmal von A bis Z durchlesen. Ich dachte, das ist meine Pflicht und habe das dann über Wochen lang gemacht, habe immer Kapitel gelesen. Und man kann halt so ein ganzes Kapitel nicht in der völligen Tiefe studieren, weil dann braucht man acht Stunden, dann ist der Tag vorbei. Also habe ich ein Kapitel gelesen und habe gedacht, ich schaue mir noch die zwei Hauptpunkte an, dann weiß ich auch, was jetzt wichtig ist. Aber ich muss ehrlich gestehen, das hat mich nicht so genährt wie die Wochen und Monate vorher. Und ich habe das in meinem Leben gelebt, in den vergangenen Monaten, dass es so ein bisschen geistig bergab ging. Und jetzt habe ich vor kurzem den Entschluss gefasst: Nein, ich werde jetzt wieder mir immer nur drei oder vier Verse nehmen, und ich werde sie kauen, und ich werde sie alle Parallelverse aufschlagen, so wie wir das gelernt haben bei dem Schlüssel, nicht wahr? Dass ich wenigstens einen kleinen Abschnitt richtig verstanden habe, was Gott mir sagen will, ist viel besser, als wenn man einfach nur große Abschnitte durchkaut. Deswegen dieser praktische Ratschlag.

[24:49] Und wenn wir die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden wir was?

[24:56] Verwandelt. Das ist das Geheimnis. Das ist so einfach, man glaubt es gar nicht, dass es so einfach ist, oder? Weil wir möchten irgendwie etwas tun, wir möchten unserem Charakter etwas feilen, wir möchten sagen: Heute ist der Tag X und jetzt mache ich das und jetzt höre ich auf damit.

[25:09] Dabei müssen wir uns einfach nur Zeit nehmen und lesen. Zeit nehmen und darüber nachdenken. Zeit nehmen und darüber, ich will nicht sagen meditieren, aber diese Dinge in uns aufnehmen. Denn allein beim Nachdenken, allein beim Lesen, allein beim Zeitnehmen werden wir durch die Tatsache, dass unsere Augen auf das Wort gerichtet sind, auf Jesus, werden wir verwandelt. Stattdessen nehmen wir uns tausend Dinge vor, hundert Vorsätze jedes Jahr, nicht wahr? Und irgendwie klappt es nicht, weil wir uns die Zeit nicht nehmen.

[25:40] Durch das Anschauen werden wir verwandelt. Weiß nicht, ist es jemand schon mal so gegangen, dass er wirklich mal eine Stunde lang Bibel studiert hat und gesagt hat: Wow, das hat mich wirklich verändert? Das ist wirklich etwas, was ich jedem von uns wünsche. Einfach mal, und wenn es eine halbe Stunde ist, 20 Minuten, aber wirklich mal sich Zeit nehmen und sagen: Ich möchte etwas lernen, ich möchte Jesus besser kennenlernen, etwas lernen, was ich vorher nicht gesehen habe. Und wir werden verwandelt werden.

[26:05] Die Bibel sagt: Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und dein Licht auf meinem Weg. Ist es mal jemandem von uns so gegangen, dass wir nicht wussten, wie wir uns entscheiden sollen? Da gab es mehrere Optionen im Leben. Man hätte den Weg gehen können oder den Weg können, oder es war nicht ganz klar. Dann sagt die Bibel: Das Wort ist ein Licht auf meinem Weg. Das heißt, wenn es dunkel ist, zeigt mir das Licht, wo ich lang gehen kann, damit ich nicht stolpere.

[26:36] Denn haben wir einen Weg vor uns? Und wie schnell müssen wir den Weg laufen? Und damit wir den Weg ganz schnell finden zum Charakter Gottes, brauchen wir dieses Licht, um zu sehen, wo da die Stolpersteine sind.

[26:50] Dann heißt es hier, das ist eine der wunderbarsten Verheißungen, die ich kenne in der Bibel: Ich will dich unterweisen. Was heißt unterweisen?

[26:58] Lehren, unterrichten. Ich meine, das ist eine persönliche Frage. Könntest du ehrlich sagen, dass Jesus dich unterrichtet, dass Jesus dein Lehrer ist? Die Frage meint jetzt nicht: Glaubst du, dass Jesus zu dir gestorben ist? Glaubst du, dass Jesus dein himmlischer Hohepriester ist? Glaubst du, dass du zu Jesus beten kannst? Ich denke, die meisten von uns sagen sofort ja. Meine Frage ist: Hast du das tatsächlich den Eindruck, dass Jesus dein Lehrer ist? Das heißt, dass du Dinge lernst, die du von Jesus gelernt hast, die du nicht von einer Predigt gelernt hast. Dass du Dinge gelernt hast, die du nicht in einem Bibelkreis gelernt hast, nicht in einem Buch, das du gelesen hast über die Bibel, sondern allein durch das Bibellesen, wo du direkt zu mir gesprochen hast. Das habe ich gelernt. Ich habe den Eindruck, er wollte mir etwas zeigen. Das ist das, was da steht. Und wenn das geschehen würde in der weiten Christenheit, wow, wir würden große Ereignisse sehen. Aber zu oft sind wir damit zufrieden, mit einer tollen Predigt, mit einem tollen Buch, das wir gelesen haben, tollen Gedanken, die jemand anders gesagt hat, die mir so viel gebracht haben. Und das ist auch schön und gut. Aber auf Dauer ist das nicht Gottes Ziel. Und auch nicht unser Ziel bei Ausweg 2012. Unser Ziel ist es, jeden Einzelnen direkt zu Jesus zu bringen, weil niemand von uns, der hier sitzt, kann die Verantwortung übernehmen für jemand anders. Ich kann nicht die Verantwortung für deinen Seelenheil nehmen. Ich kann nur dich anstoßen und sagen: Das ist, was die Bibel sagt. Und jetzt lass dich von Jesus weiter unterrichten. Nimm ihn als Lehrer. Er ist ein besserer Lehrer, oder?

[28:25] Kennt jemand einen besseren Lehrer als Jesus? Jesus ist ein wunderbarer Lehrer. Vor allem hat er so viel Geduld, oder? Jesus hat viel Geduld. Er sagt: Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, auf den du wandeln sollst.

[28:39] Also, wenn jemand sagt: Eigentlich weiß ich gar nicht, was ich tun soll, dann haben wir das Prinzip noch nicht verstanden. Wenn wir Jesus ernst nehmen, werden wir wissen, wo unser Lebensweg geht. Wir werden wissen, was Gott von uns möchte. Wir werden, vielleicht nicht sofort wissen, aber nach Zeit und nachdenken und Bibelstudien werden wir wissen, was Gottes Plan für unser Leben ist. Und wir werden Stück für Stück mit ihm gehen können.

[29:03] Er sagt: Ich will dir raten, mein Auge auf dich richten. Es ist ja schon so gegangen, dass du, wie sagt man, guter Rat ist was?

[29:12] Teuer. Stimmt das? Wie teuer ist eine Bibel? Kann man schon kostenlos im Internet lesen, nicht wahr? Guter Rat ist nicht teuer. Wir haben es hiermit bewiesen. Denn den besten Rat, den es gibt, den finden wir im Wort.

[29:27] Aber jetzt mal ganz ehrlich, ganz ehrlich. Wenn ich ein konkretes, praktisches Problem in meinem Leben habe, wer von uns, nicht melden, wer von uns sagt: Okay, ich habe hier ein Problem, ich weiß nicht, was ich tun soll. Wie viele biblische Geschichten gibt es zu dem Thema? Schauen wir mal in die Konkurrenz. Wer macht das von uns? Oder machen wir nicht meistens dann doch das, was uns am besten erscheint und sagen: Gott wird schon segnen, wir sind ja seine Kinder, nicht wahr?

[29:57] Wie oft machen wir die Bibel wirklich zu unserem praktischen Ratgeber? Sei es in Fragen der Freizeitgestaltung, sei es in Fragen der Ernährung, in welchen praktischen Fragen es doch auch gibt, nicht wahr? Sachen, wo wir plötzlich nicht wissen, wie soll ich mich entscheiden? Soll ich jetzt so verfahren, soll ich so verfahren? Wir kommen doch ganz oft an so eine Situation, nicht wahr? Und wir rufen Freunde an, unsere besten Freunde und sagen: Was würdest du an meiner Stelle tun? Und die sagen dann: Ja, mach das und mach jenes. Und wir sagen: Oh, guter Rat. Anstatt, dass wir Jesus fragen: Was würdest du an meiner Stelle tun? Da gibt es nämlich viele Geschichten. Und ich gebe mal ein praktisches Beispiel. Wir werden später noch im zweiten Vortrag darüber reden.

[30:33] Hast du dir jemals die Frage gestellt: Was ist gute Musik zum Anhören? Hast du dir mal die Frage gestellt? Ich weiß nicht, wenn man Christ wird, stellt man sich die Frage: Kann ich jetzt noch alle Musik hören, oder gibt es da Musik, die ich vielleicht besser nicht hören sollte und so weiter? Jetzt, wen soll ich fragen? Wen soll ich fragen? Wonach gehen wir? Wie soll ich das entscheiden? Gibt es da irgendwo eine Handreichung in der Kirche, die sagt: Das und das und das ist gute Musik? Oder muss ich einfach nach meinem Geschmack gehen und sagen: Das gefällt mir? Oder muss ich einfach einen Musiker anrufen, der Ahnung von Noten hat und von Tonleitern und von Akkorden und sagt: Das ist gute und das ist schlechte Musik? Wonach muss ich gehen?

[31:13] Wonach?

[31:15] Nach der Bibel. Sagt die Bibel etwas über gute und schlechte Musik? Ja oder nein? Wer hat das schon mal gelesen und studiert? Es gibt so viele Fragen, wo wir sagen: Wie soll ich das jetzt machen? Ist das gut oder schlecht? Und die Bibel ist voller Ratschläge, aber wir nehmen uns einfach nicht die Zeit, weil wir sagen: Irgendwie wird es schon. Nein, nicht irgendwie wird es schon. Die Bibel hat diese Ratschläge und die Bibel wartet darauf, dass wir die Bibel nachforschen und sagen: In den praktischen Fragen des Alltags, das war jetzt nur ein Beispiel, was hat die Bibel mir zu sagen? Das kann über Partnerschaft, über Beziehungen, es gibt so viele Geschichten der Bibel, oder? Die uns raten sollen.

[31:51] Gut, gehen wir weiter. Und dann heißt es hier nämlich: Der Herr wird dich ohne was?

[31:57] Was heißt ohne Unterlass? Was ist Unterlass?

[32:01] Unterlassung, nicht wahr? Aufhören. Das heißt, ohne aufzuhören wird Gott uns leiten. Also am Sabbat fühlen wir uns besonders von Gott geleitet, oder? Und dann meistens, wem ist es schon mal so gegangen, dass man das Gefühl hat, Gott ist woanders lang gegangen als ich. Aber das ist nicht Gottes Plan. Gottes Plan ist, dass ich am Montag und am Dienstag und am Donnerstag genauso von ihm geleitet werde, wie auch durch die Sabbatstunden. Wir sind nämlich keine Siebenten-Tags-Adventisten, wir sind was?

[32:31] Sieben-Tage-Adventisten. Ohne Unterlass möchte er uns leiten, aber wodurch leitet er uns?

[32:37] Durch sein Wort. Das heißt, wir sollten auch ohne Unterlass in dem Wort sein. Das ist der entscheidende Punkt.

[32:45] Dann wollen wir zu einem zweiten Punkt kommen. Jetzt haben wir viel über die Bibel gesprochen. Ein zweiter Aspekt, neben dem geistlichen Schaubrotisch, den der Heilige Geist erwartet in unserem Leben, ist der geistliche Räuchertag. Kannst du dich immer noch erinnern? Wofür stand der Rauch, der Aufstieg?

[33:01] Für die Gebete. Ganz genau. Haben wir angeschaut damals. Für das Gebet. Und jetzt wollen wir uns ein paar praktische Fragen stellen über unser Gebetsleben. Wie oft beten wir am Tag? Zu welchen Gelegenheiten beten wir? Beten wir zum Frühstück? Und dann zum Mittag? Und dann zum Abendbrot? Und wenn wir ganz fromm sind, auch noch für die Snacks zwischendurch, die wir eigentlich nicht essen sollten, oder? Ja, wir beten auch noch am Abend. Können wir uns das vorstellen? Ja, wir beten auch noch am Abend. Wir beten auch noch am Abend. Wir beten auch noch am Abend. Kurz vorm Schlafen gehen, oder? Oder am frühen Morgen? Und wofür beten wir dann? Wie lange beten wir?

[33:51] Die Bibel sagt: Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Ich bin kein Vater, noch nicht. Aber ich habe einen Vater. Und ich weiß, deswegen kann ich auch aus Erfahrung hier sprechen, dass wann immer ich meinen Vater um Brot gebeten habe, hat er mir einen Stein gegeben, oder? Selbstverständlich. Warum? Weil unsere Eltern, selbst wenn sie nicht wirklich vollkommen sind, oder hat jemand vollkommene Eltern bisher gehabt? Obwohl unsere Eltern nicht vollkommen sind und wir uns auch als Kinder geärgert haben, wir wissen, unsere Eltern meinten es nur gut. Aber in der Regel meinten sie es einfach nur gut mit uns. Und was immer sie getan haben, war in bester Absicht, in aller Regel. Es mag Ausnahmen geben, aber in aller Regel ist das so. Gott sagt hier: Schau, wenn ein Vater so etwas tut und eine Mutter auf Erden, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn was bitten?

[34:53] Jetzt manchmal schleicht sich so dieses Gefühl ein in der Christenheit: Naja, wir müssen lange beten, wir müssen bestimmte Gebetsformen haben, wir müssen in Gruppen beten, wir müssen das tun, wir müssen das tun, wir müssen dazu folgende Bücher lesen, damit auch wirklich der Heilige Geist kommen kann, oder? Was sagt dieser Text? Wer nicht so aufrichtig und so ehrlich wie ein Kind, das zu seinem Vater geht, sagt: Kann ich bitte den Heiligen Geist haben? Wenn ich so zu Gott komme, was wird er tun? Er wird ihn mir geben.

[35:23] Jetzt, das Problem ist, wir verstehen meistens nicht, was der Heilige Geist ist. Wir glauben, der Heilige Geist ist einfach nur eine tolle Erfahrung, dass ich mich gläubiger fühle. Aber was macht der Heilige Geist in der Wirklichkeit? Er sagt: Das ist falsch in deinem Leben, das ist falsch in deinem Leben, das ist falsch in deinem Leben. Und er erkennt ja meistens gar nicht, dass uns der Heilige Geist gegeben ist, und wir bitten um den Heiligen Geist, und er hat ihn schon längst gegeben, und er zeigt schon auf die Sachen, und wir sagen: Gott, bitte gib uns den Heiligen Geist. Dabei ist er schon längst da. Manchmal wird das, will nicht sagen, überstrapaziert. Gott muss man nicht erst bitten und betteln und verschlagen, damit er uns endlich den Heiligen Geist gibt. Er sagt: Ich gebe ihn so gerne. Aber wir vertreiben auf den Heiligen Geist wieder durch unsere Aktion. Das ist das Problem.

[36:11] Jetzt, was sollen wir beten? Eines der schönsten Beispiele in der Bibel über das Gebet ist das von Jesus in Gethsemane. Es heißt, er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch mir vorüber? Hatte Jesus einen eigenen Wunsch an dieser Stelle? War das berechtigt, diesen Wunsch zu haben? Aber was war seine Schlussfolgerung? Doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst.

[36:41] Wenn wir beten, so wie Gott es möchte, werden wir nicht eine Liste haben mit Dingen, die wir gerne haben möchten. Schon mal so gebetet? Gott, gib mir das, gib mir das, gib mir das. Und manchmal fordern wir Gott regelrecht heraus, nicht wahr? Aber Gott ist nur dann wirklich geehrt, wenn wir um seinen Willen bitten. Die Bibel sagt, dass wir gar nicht wirklich wissen, was wir bitten sollen. Schon mal gelesen? Das heißt, wenn wir beten, wissen wir eigentlich gar nicht, wovon wir reden. Und da haben wir zum Heiligen Geist, der quasi als Dolmetscher das nimmt, was wir gesagt haben und dann zu Jesus bringt und sagt: Pass auf, das hat die Person eigentlich wirklich gemeint. Deswegen betet Jesus, sondern wie du willst.

[37:21] Und jetzt aber meine Frage: Wie soll ich beten, nicht wie mein Wille ist, sondern wie dein Wille ist, wenn ich den Willen Gottes gar nicht kenne? Jetzt, was nützt ein Gebet, wenn ich sage: Gott, ich bitte dich darum, dass dein Wille geschehe in meinem Leben, ich mich aber nicht dafür interessiere, was Gottes Wille ist, weil ich die Bibel nicht wirklich studiere? Wie kann Gott das Gebet beantworten? Kann man sehen, dass Bibelstudium und Gebet eng zusammen gehen? Wenn ich also wissen will, wenn ich also möchte, dass Gottes Wille geschieht, muss ich auch wissen, was sein Wille ist. Sagt die Bibel etwas über den Willen Gottes? Ganz deutlich. Ganz deutlich. Wir sollten also wissen, um was wir bitten.

[38:01] Und dann heißt es hier: Wirf dein Anliegen auf den Herrn. Jetzt, das ist ein toller Vers, oder? Was heißt werfen? Kann mir jemand sagen, was werfen heißt?

[38:07] Was bedeutet werfen?

[38:13] Schmeißen, nicht wahr? Wenn das hier mein Anliegen ist und ich habe hier so ein Problem, irgendwie kriege ich da keine... Alles irgendwie durcheinander, nicht wahr? Und völlig zerstört die Beziehung oder das Problem, das ich habe, ist einfach unlösbar, nicht wahr? Was soll ich damit machen? Was machen wir meistens im Gebet? Wir knien nieder, wir kommen zu Jesus und erzählen ihm, wie es uns geht. Wir sagen, was hier schiefgelaufen ist, nicht wahr? Was da eingeknickt ist und was da nicht mehr so schön aussieht und erzählen das alles ganz genau und dann sagen wir: Gott, hilf uns! Tu etwas! Wirke du an unserem Herzen. Amen! Und dann gehen wir wieder, nicht wahr? Aber was sagt die Bibel, was sollen wir tun?

[38:53] Wegwerfen! Auf ihn werfen! Nimm das Problem und wirf es auf ihn! Und wo ist es jetzt?

[39:01] Bei Jesus. So sollen wir beten. Das ist mein Problem, Herr Jesus, jetzt ist es dein Problem. Weil ich bin dein Jünger. Und wenn wir Gemeinschaft haben und wir zusammen eine Beziehung haben, dann ist mein Problem auch dein Problem. Jetzt musst du dich drum kümmern. Wenn ich verheiratet bin, ist mein Problem auch das Problem meiner Frau, oder? Dann kann sie nicht sagen: Das geht nur dich was an, das interessiert mich nicht. Wenn man eine enge Gemeinschaft hat, dann kann ich das Problem auf ihn werfen und sagen: Herr Jesus, du hast gesagt, wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen. Nimm das, was dich bedrückt und wirf es auf ihn. Und sag: Da ist es, kümmer du dich darum.

[39:43] Hier heißt es nochmal in 1. Petrus 5, Vers 7: Was ist das Wort?

[39:49] Alle.

[39:51] Alle?

[39:53] Auch die kleinen Sorgen? Auch wenn ich nicht weiß, womit ich mein Essen bezahlen soll? Die großen Sorgen? Auch wenn ich nicht weiß, wann ich die Zeit finden soll, für die Prüfung zu lernen, wenn ich gleichzeitig die Bibel lesen soll? Auch die Sorge, wenn ich nicht weiß, ob mein Arbeitsplatz sicher ist? All diese Sorgen werft auf ihn.

[40:17] Hast du Sorgen? Jetzt, wenn wir alle unsere Sorgen auf ihn werfen, haben wir dann noch Sorgen? Jetzt heißt das, dass wir nie wieder Sorgen bekommen werden. Die Bibel sagt nicht, dass wir ein sorgloses Leben leben in dem Sinne, dass nie Sorgen kommen werden. Aber die Bibel sagt, dass wir ein sorgloses Leben leben können im Sinne, dass die Sorgen, die auf uns kommen, wir weiterleiten. Die Bibel sagt nicht, dass da keine Sorgen auf uns zukommen, aber die Bibel sagt, dass wir die Sorgen nicht festhalten müssen. Wir sind sozusagen Sorgen-Weiterleiter. Der Satan bringt Sorgen, und wir leiten sie weiter. Aber was machen wir meistens? Wir halten sie fest. Und dann kommt die nächste Sorge. Und dann haben wir so viele Sorgen, dass wir unter der Sorgenlast niederkrachen. Nimm die Sorgen und gib sie weiter.

[41:11] Und es gab wie viele Sorgen?

[41:13] Alle Sorgen. Indem ich alle Zeit in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freuden Fürbitte tue.

[41:21] Jetzt, was heißt Fürbitte?

[41:25] Was heißt Fürbitte?

[41:27] Für jemand anderen bitten. In wie vielen meiner Gebete soll ich Fürbitte haben?

[41:33] In jedem? Auch im Tischgebet? In allen unseren Gebeten sollten wir auch für andere bitten.

[41:43] Wie oft bittest du für andere? Und wenn du für andere bittest, wie viel Prozent deines Gebets macht das aus? Mir ist es oft so gegangen, ich habe gebetet für das und das und das und das, was ich brauchte. Ach, übrigens, sei noch für meine Eltern oder noch so ein Anhängsel, dass ich auch an die anderen nicht gedacht habe. Dass ich sie nicht völlig vergessen habe. Wie oft bittest du? Für wie viele Menschen bittest du gerade zur Zeit? Regelmäßig?

[42:17] Jetzt, der Paulus, wenn wir das in den Briefen lesen, für euch alle, das waren nicht nur zwei oder drei, das war eine ganze Gemeinde. Und er hat nicht nur für die Philipper, sondern auch für die Kolosser und die Epheser gebetet, vielleicht tausende von Christen, für die er alle Fürbitte. Also, dessen Gebetsliste möchte ich gerne sehen. Nur, das heißt nicht, dass wir jetzt irgendwie krankhafte Listen machen müssen, um an jeden zu denken, den wir irgendwo im Telefonbuch finden können. Aber die Frage ist, die Frage, lieber Freund, wie viele Menschen betest du? Wie oft betest du für sie? Was betest du für sie?

[42:55] Wir werden nämlich feststellen, wenn wir für andere Menschen beten, dann bete ich auch für sie. Das ist der ganze Sinn und Zweck dahinter. Weil manche fragen sich: Warum soll ich für andere beten? Gott weiß doch genau, was deren Problem ist. Die beten auch für sich selbst. Denn lass uns folgenden Punkt nicht missverstehen: Wenn ich für jemand anderes bete, bedeutet das noch lange nicht, dass Gott jetzt plötzlich diese Person rettet. Es ist immer die Entscheidung der Person selbst. Ein sehr wichtiger Punkt. Manche glauben, wenn wir nur lang genug beten und kräftig genug beten, dann können wir nicht mehr. So Power-beten, das ist aber völlig unlieblich. Gott respektiert jede freie Entscheidung. Aber durch unsere Fürbitte für andere lernen wir es, Sympathie für sie zu bekommen. Und wir werden dann auch andere Dinge tun, nicht nur beten.

[43:47] Und dann heißt es noch: Und seid was?

[43:49] Dankbar. Jetzt, Gebet hängt ganz eng mit einem anderen Verb zusammen im Deutschen, mit welchem Wort?

[43:59] Beten natürlich. Okay. Beten hängt eng zusammen mit welchem Wort?

[44:03] Geben.

[44:07] Bitten. Genau. Wir bitten Gott um das, wir bitten Gott um jenes, wir bitten Gott um solches. Und ich habe mich so oft in meinem Leben ertappt, mache mir das jetzt immer wieder, dass ich das erste Wort, das ich sage nach: Lieber Vater, ist:

[44:21] Bitte hilf uns. Bitte tu das. Bitte sei bei mir. Und es gibt viele Situationen, wo es absolut super ist, gleich als erstes Bitte zu sagen. Wenn ich in einer schwierigen Situation bin, dann plötzlich eine Notsituation saß, dann bete ich sofort: Bitte Gott, hilf mir. Aber in meinem regulären Gebet sollte das erste Wort Bitte sein.

[44:43] Danke. Jetzt, gibt es Gott, gibt es Grund in deinem Leben, dass du Gott danken kannst? Wir sehen meistens die ganzen Probleme, wir sehen, das läuft verkehrt in meinem Leben und das hat mir die Person angetan und das läuft noch nicht und hier gibt es ein Problem und überhaupt die anderen und der und solches. Gott, tu was. Aber wie oft denkst du nach über das, was Gott alles Schönes und Gutes in deinem Leben getan hat?

[45:09] Bist du dankbar? Das heißt, ihr seid dankbar. Und in wie vielen Dingen sollen wir dankbar sein? Soll ich auch dankbar sein, wenn ich eine Sechs bekommen habe in der Schule? Dankbar sein, wenn ich meinen Arbeitsplatz verloren habe? Dankbar sein, wenn ich eine schwere Krankheit habe?

[45:29] Seid in allem dankbar. Denn Dankbarkeit ist ein Prinzip. Ich bin Gott dankbar für das, was er getan hat. Und eines der schönsten Beispiele, oder ergreifendsten Beispiele ist das von Hiob, nicht wahr?

[45:43] Hiob war ein reicher Mann. Hiob war einer der bedeutendsten Männer seiner Zeit. Er hatte mehr gehabt, als wir alle zusammen, vermute ich. Es sei denn, jemand von uns hat ein dickes Bankkonto und ich weiß nichts davon. Hiob hatte wirklich viel. Er war wirklich hoch angesehen und was selten zusammenkommt, er war nicht nur hoch angesehen und sehr reich, er war auch noch sehr, sehr gläubig. Und dann hat er wie viel verloren?

[46:11] Alles. Aber nicht nur stückweise in einem Prozess, sondern bum, bum, bum, bum, bum. So, sofort. Stell dir vor, du kommst heute nach Hause und während du zu deinem Haus fährst, siehst du das Haus in Flammen aufgehen. Und dann steigst du aus dem Auto, verzweifelt, was du gerade siehst. Und während du aussteigst, kommt ein großer Truck und fährt dein Auto zu Schrott. Und dann bekommst du den Telefonanruf. Während du völlig außer Atem bist, bekommst du den Handyanruf. Du. Deine Kinder hatten einen Unfall. Sind alle tot. Und dann merkst du plötzlich, wie du Beulen an deinem Körper. Das kann man sich gar nicht vorstellen, oder? Der Mann hatte wirklich nach menschlichem Ermessen Grund zu sagen: Gott, bis hier an und nicht weiter, oder? Das ist zu viel.

[47:13] Aber was hat dieser Hiob gelernt? Dankbarkeit. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gelobt. Denn ganz ehrlich, selbst wenn Gott uns etwas nimmt, nimmt er es nicht. Er nimmt es. Selbst wenn Gott uns etwas nimmt, nimmt er uns etwas, was ihm nicht gehört? Wenn Gott uns etwas nimmt, dann nimmt er was?

[47:41] Sein Eigentum. Gibt es irgendwas, was wir haben, was wir uns selbst erarbeitet haben? Ohne Gott? Gibt es irgendwas, was wir haben, irgendeine Ressource, Materialien, Intelligenz, was wir sagen, das ist unsere Sache, da hat Gott nichts mit zu tun? Und ist es nicht interessant, dass Simson und Salomo solche Probleme nicht hatten, aber Hiob und Daniel und Abraham? Was würde ich damit sagen? Solche schwierigen Glaubenstests werden wem gegeben?

[48:23] Denjenigen, die besonders treu sind. Gott hätte dem Salomo das nicht zumuten können, weil er wusste, der Salomo war sowieso schon auf einem halben Schlingerweg. Er hätte es auch dem Simson nicht zumuten können, weil der war auch mehr an der Welt interessiert als an dem Glauben. Aber er konnte es Hiob zumuten. Er konnte es Abraham zumuten, ihm zu sagen: Opfere deinen Sohn, weil er wusste, Abraham ist so eng mit mir, so ein guter Freund.

[48:55] Wenn wir also sagen: Warum ausgerechnet ich? Schon mal erlebt? Du hast die Krankheit bekommen. Du hast deinen Arbeitsplatz verloren. All dein Geld ist weg. Du sagst: Warum ausgerechnet ich? Weil Gott ausgerechnet dich dafür brauchte. Es ist kein Zufall, es ist ausgerechnet. Gott hat sich das ausgerechnet, als er dich dafür ausgewählt hat. Weil er wusste, dein Freund in der Kirche hätte es wahrscheinlich nicht ertragen, aber er weiß, du schaffst das. Er hat dich ausgerechnet.

[49:29] Weil so drüber nachgedacht, der Name des Herrn sei gelobt. Und ja, es ist schwierig. Ja, der Hiob hat da nicht angefangen zu lachen. Der Hiob war traurig und er war betrübt, aber er konnte es aus Gottes Hand nehmen. Und Gott hat ein großes Wunder mit ihm getan, von Hiobs, was von ihm?

[49:45] Standhaftem Ausharren. Woher haben wir standhaftes Ausharren schon mal gehört? Auf Offenbarung 14, Vers 4 ist das: Standhafte Ausharren der Heiligen. Diejenigen, lasst uns ganz deutlich sein, diejenigen, die zur Wahrheit stehen in dieser letzten Endzeit, werden nicht viele weltliche Güter mit nach Neu-Jerusalem nehmen. Auf Deutsch gesagt, gar keine.

[50:13] Lieber Freund, liebe Freundin, sei dir dessen sicher, dann wirst du deinen Arbeitsplatz verlieren, ganz sicher. Du wirst ganz sicher deine Wohnung verlieren. Du wirst ganz sicher dein Geld verlieren, alle deine Ressourcen, die du hast. Überleg dir deswegen jetzt gut, was du damit machst. Kommen wir später noch zu. Unter Umständen wirst du, wird zumindest dein Leben in Gefahr sein. Wir werden einiges aufgeben. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass viele von uns vielleicht verlieren werden, die abfallen werden, vielleicht sogar Familienangehörigen. Wir werden Dinge erleben, die dem hier zumindest mal nahe kommen. Warum? Weil die letzte Generation vor der Wiederkunft eine so enge Beziehung zu Gott hat, weil sie versiegelt ist, dass Gott es ihnen zumuten kann. Weil dadurch der Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, zwischen Licht und Finsternis, noch deutlicher wird. Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen.

[51:13] Und hat Gott den Hiob belohnt? Mit mehr, als er jemals vorher gehabt hat. Denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen. Auch wenn du gerade im Staub sitzt und mit einer Tonscherbe dir die Haut abschaffst und sagst: Warum ich? Wisse, der Herr ist jetzt gerade voll Mitleid und Erbarmen.

[51:35] Vielleicht ein praktischer Punkt zum Gebet noch. Wir können von Jesus lernen, dass der beste Ort zu beten, wo ist?

[51:41] An einem einsamen Ort. Hast du zu Hause einen einsamen Ort? In deiner Wohnung? Eine Stelle, wo du hingehen kannst? Wo du alleine bist? Und alleine bedeutet nicht nur, dass da kein anderer ist. Alleine bedeutet auch, dass da nicht so viele andere Einflüsse auf dich hineinstürmen. Man kann halt schlecht Andacht machen, während gleichzeitig Facebook an ist. Nicht, weil uns ständig jemand was sagen möchte. Geht schlecht, oder? Mal versucht?

[52:07] An einem einsamen Ort, wo wir uns Zeit nehmen. Und dann sagt der David etwas Interessantes: Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen, so hätte der Herr was. Ist es möglich, dass mein Gebet bis zur Zimmerdecke geht? Liegt es an meiner schlechten Formulierung? Nein. Liegt es daran, dass ich zu lange gebetet habe? Zu kurz? Es liegt daran, dass ich in meinem Herzen Sünde vorhabe und sie nicht aufgeben möchte. Und dann können wir beten, wie wir wollen. Wir können uns auf den Kopf stellen. Wir können meditieren. Und dann können wir nur eine einzige Silbe hören. Er denkt gar nicht daran. Deswegen ist es so wichtig, unser Herz zu überprüfen, unsere Gedanken zu überprüfen.

[52:47] Er sagt: Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in was, in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Gott gibt uns viele Dinge nicht, weil er weiß, was wir damit tun würden. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch hören. Ich will euch finden, wenn ihr von was?

[53:07] Ganz im Herzen. Das Herz hat was. Was ist im Herzen drin?

[53:13] Gedanken und Gesinnung. Sind alle deine Gedanken beim Beten auf Jesus gerichtet? Oder denkst du schon über den Einkauf nach, den du danach machen musst? Rede ich spanisch, oder ist das jemals schon mal passiert, dass beim gemeinsamen Gebet mit dem Ehepartner der andere betet und man sagt auch Amen, aber eigentlich hat man schon daran gedacht, den Abwasch und dann das. Oder die Gedanken wandern irgendwo hin. Man fängt an zu beten und plötzlich denkt man drüber nach, über die Person, für die man gerade Fürbitte getan hat. Es kommt einem wieder in den Sinn, was sie Schlimmes gesagt hat. Und dann denkt man drüber nach. Eigentlich habe ich ja gebetet. War passiert? Und es ist wichtig, dass wenn unsere Gedanken wandern, wir sie wieder zurückholen. Immer wieder zurückholen.

[54:01] Wenn wir jetzt mit all unseren Gedanken uns auf Gott fokussieren, dann werden wir ihn finden. Und das ist sehr wichtig. Gedenkt an seine Wunder, die er getan hat. Erinnerst du dich an das, was Gott in deinem Leben getan hat? Hast du dir Gedanken gemacht, als Gott einen bestimmten Weg deines Lebens eingegriffen hat? Wenn wir immer nur aus dem Jetzt leben, dann leben wir immer nur die Katastrophen, die Sorgen, die Probleme. Aber wir dürfen wissen, dass Gott so oft geholfen hat. Gedenkt daran, an das, was er schon getan hat.

[54:33] Und dann gibt es noch einen Punkt, der wichtig ist, nämlich der siebenarmige Leuchter. Und auch den möchte der Heilige Geist in unserem Leben sehen. Wofür steht der siebenarmige Leuchter?

[54:45] Für die Gemeinde. Die Gemeinde hat einen Auftrag. Der Heilige Geist ist das Öl, nicht wahr? Der Heilige Geist, der die Gemeinde befähigt zu einem Auftrag. Was ist der Auftrag der Gemeinde?

[54:55] Jesus hat es bei dieser Frau ein Beispiel gegeben. Da kommt diese Frau, jetzt war diese Frau eine gut ausgebildete Theologin, ja oder nein? War sie moralisch auf dem richtigen Pfad? Aber sie war nach einer Stunde, oder mit einer kurzen Begegnung mit Jesus, war sie eine Missionarin. Das heißt hier: Nun ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und lief in die Stadt. Sie kam angeschlichen zum Brunnen mit dem Krug. Als sie es getroffen hat, lässt sie den Krug stehen und rennt in die Stadt.

[55:33] Wann war das letzte Mal, dass du so begeistert von Jesus warst, dass du deine täglichen Pflichten einfach mal vergessen hast, weil du einfach von Jesus erzählen musstest? Hm. Das ist hier, was passiert ist. Sie hat eine Pflicht, sie musste das Wasser holen, hat ihren Krug. Sie findet Jesus, ist so begeistert, dass sie das unbedingt loswerden will. Dabei vergisst sie sogar ihre tägliche Pflicht. Jetzt, ich möchte damit nicht vorschlagen, dass wir ständig unsere täglichen Pflichten vergessen. Das ist schon wichtig, unsere täglichen Pflichten. Ich muss das immer wieder auch mir sagen. Aber, wir sehen hier, dass die Evangeliumsverkündigung noch wichtiger ist. Können wir das sehen?

[56:11] Sie lief in die Stadt und sprach zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Ob dieser nicht der Christus ist. Jesus hatte vorher zu ihr gesagt: Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, das wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden.

[56:27] Jetzt sei mal ganz ehrlich, auf der du live zuschaust, wir sprechen genauso mit euch. Wie viel Wasser ist in der letzten Woche aus dir herausgequollen? Oder war das mehr so, oder hätte man da graben müssen, um irgendwann auf Wasser zu stoßen? Ja, so ist es doch meistens, oder? Wir glauben an Gott und dann sagen wir, wir sind ja bereit, falls uns jemand fragt, dann antworten wir, oder? Und schon so viele haben mir gesagt: Ich verstehe das gar nicht, ich würde so gerne für Gott arbeiten, ich würde so gerne das Evangelium weiter erzählen, aber mich fragt da keiner. Ja, hallo? Die Leute draußen auf der Straße, die wissen nicht, was du anzubieten hast. Es sei denn, sie sehen es nicht. Aber ganz ehrlich, wie viel muss man graben, um das Wasser zu finden? Oder läuft das Wasser so von alleine? In der Quelle, die läuft ständig, oder? Oder hat so eine Quelle so bestimmte Zeiten? Einmal im Monat? Zu einem bestimmten Sabbat? Weil da alle motiviert werden, hinauszugehen? Dann läuft die Quelle einmal im Monat? Die läuft ständig, oder? Bei jeder Gelegenheit. Wenn du im Zug bist, wenn du in der S-Bahn sitzt, wenn du auf der Arbeit bist, wenn du in der Schule sitzt, an der Universität, in deinem Lese-Buch-Verein, in deinem Kaninchen-Züchter-Verein, wo du auch bist, läuft die Quelle? Oder ist sie verstopft? Läuft die Quelle? Das ist die Frage, praktische Frage.

[58:09] Das heißt hier, eine segnende Seele wird reichlich gesättigt.

[58:13] und wer anderen zu trinken gibt, wird selbst erquickt. So viele Christen sagen: "Ich habe nicht das Gefühl, dass der Heilige Geist in meinem Leben ist." Warum? Weil sie nicht anderen zu trinken geben. Jemand hat mal etwas Kluges gesagt, das war, nebenbei gesagt, Ellen White. Er hat gesagt: "Wenn du Überwinder werden willst, hilf anderen, überwindert zu werden." Das ist übrigens der Grund, weil es mir am meisten hilft. Das ist für mich am allerbesten. Weil das, was ich predige, das, was ich anderen sage, es brennt sich noch viel deutlicher in mein Gehirn ein. Das heißt, derjenige, der am meisten profitiert von dieser ganzen Auswirkung, freut den Herrn dafür. Man sollte auch immer zu sich selbst predigen.

[59:03] Es heißt hier: "Ich will dich jetzt senden, um ihnen die Augen zu öffnen, um sie zu bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott." Er sagt: "Ihr seid das Licht der Welt." Frage: Was genau ist das Licht der Welt? Das stimmt. Aber schauen wir noch ein bisschen genauer hin. Es heißt hier: "In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen." Was ist das Licht der Menschen? Was ist das Licht der Welt? Das Leben. Aber welches Leben? Das Leben in ihm. Was ist das Licht der Welt? Das Leben, das in Christus war. Jetzt, wenn wir das Licht der Welt sein sollen, was muss in uns sein? Das Leben, das in Christus war. Wie bist du das Licht der Welt? Nicht indem dir jemand sagt: "Geh hinaus", sondern indem du das Leben lebst, das Christus gelebt hat. Wenn wir das Leben nicht leben, dann können wir noch so viele Traktate verteilen oder Bücher verteilen oder Gespräche führen. Wir sind nicht das Licht der Welt. Wenn wir das Leben leben, das Jesus gelebt hat, dann haben wir das Licht der Welt. Wir sind nicht das Licht der Welt. Wir sind das Licht der Welt. Und das ist das Gute.

[1:00:13] Wir müssen echt Pause machen. Wir haben gesehen, dieses Licht soll in unserem Herzen Licht werden. Und das ist immer ganz wichtig. Wenn wir das tun, haben wir diesen Schatz, dieses Licht, in was? In den Gefäßen. Damit die überragende Kraft von wem sei? Von Gott. Das Gefühl zu geben, er hätte die Kraft. Wo ist die Kraft? Bei Gott. Gott sei gelobt für alles, was wir hören. Gott sei gelobt für alles, was wir selbst weitergeben. Denn Satan hat sogar ein Mittel für die geistlich Eingestellten. Das nennt sich geistlicher Stolz. "Ich kann die Bibel so toll erklären. Ich weiß so viel von der Bibel." Vorsicht. Die überragende Kraft kommt von Gott, denn wir sind Botschafter für Christus. Bist du ein Botschafter? Übrigens, wenn man Botschafter einer Nation ist, was hat das für Implikationen für das Verhalten? Du sprichst für das Volk. Dein Aussehen, deine Einstellung, dein Verhalten ist repräsentativ für die ganze Nation. Du kannst ja nicht alles Mögliche erlauben. Wenn wir Botschafter für Christus sind, dann steht unser ganzes Leben repräsentativ für wen? Für Jesus.

[1:01:23] Letzter Punkt, warte. Für diesen Teil. Die 10 Gebote. Wir haben gesehen, dass wir 10 Gebote halten können. Ein Punkt, der mir sehr wichtig ist, ist dieser hier. Wir haben gesehen, dass wir getauft werden, um uns zu sündigen, getauft werden und dann gereinigt werden von aller Sünde. Aber wer von uns ist schon getauft worden? Und wer von uns hat nach seiner Taufe nochmal gesündigt? Ich habe nicht die Hände gezählt, aber ich denke wahrscheinlich alle, oder? Jetzt muss man nach jeder Sünde neu getauft werden? Nein, sondern die Bibel sagt: "Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße." Jetzt hat er uns etwas ganz Praktisches gegeben, in dem wir immer wieder uns an diesen Bund neu erinnern können. Ist es euch mal so gegangen, dass ihr gesagt habt: "Ich war bei Gott und jetzt habe ich mich ein paar Wochen entfernt, ich muss wieder zurück." Die beste Gelegenheit, das zu tun, ist beim Abendmahl, wo wir in der Fußwaschung zeigen können, dass wir dieselbe Demut wie im Herzen besitzen, wie wir sie bei der Taufe gehabt haben. Hier sagt: "Ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe."

[1:02:35] Aber das Abendmahl beinhaltet noch mehr. Es gibt nämlich den Laib. Wofür stand der Laib? Das Brot. Das Brot stand für sein Laib. Und dann sagt er, und das ist sehr wichtig, wir wollen es nur kurz erwähnen, weil viele es missverstehen: "Das wurde gegeben zum Gedächtnis." Passiert irgendetwas mit dem Brot, wenn wir es essen beim Abendmahl? Gar nichts. Es ist zum Gedächtnis. Es ist zum Nachdenken. Gott möchte in unseren Gedanken sein. Und dann gibt es auch noch den Kelch. Und im Kelch befindet sich was? Traubensaft. Amen. Und der Traubensaft ist der neue Bund in meinem Blut. Ein Symbol dafür. Und wann immer wir dieses Abendmahl feiern, können wir uns zurückversetzen. Wir können sozusagen wieder auf Null gehen. Es gibt so eine Computersprache, glaube ich, ich bin nicht so gut im Computer, aber diese Funktion von Reset, wo man einfach nochmal auf Null geht, alles löschen kann, nochmal neu formatieren. Und mit jedem Abendmahl können wir unser Gewissen sozusagen neu formatieren. Was für eine wunderbare Gelegenheit, oder? Weil, kommt es mir mal vor, dass wir Formatierung brauchen? Dass da so ein Virus raufgekommen ist auf die Festplatte? Formatieren. Abendmahl.

[1:03:47] Lasst uns was ablegen. Jede Last. Und die Sünde, die uns so leicht umstrickt. Und lasst uns mit was? Mit Ausdauer. Müssen wir laufen bis zum Namen des Herrn? Ja, aber bitte, es ist kein Sprint. Es ist ein Ausdauerlauf. Warum? Weil es halt doch ein bisschen Strecke ist. Denn unser Charakter als Sünder und Gottes Charakter, die liegen halt nicht so dicht nebeneinander, dass man einmal hinspringen könnte. Es ist ein bisschen von Wegstrecke. Also brauchen wir was? Ausdauer. Lieber Freund, liebe Freundin, um deinen Charakter zu verändern, brauchst du Ausdauer. Und wir sollen jede Last ablegen. Und zwar jede Sünde. Tut uns die Sünde leicht umstricken? Ganz schnell kommen sie. Ich war strick da ein bisschen, strick da ein bisschen und schon sind wir gefesselt. Aber die Bibel sagt, lasst sie uns ablegen. Mit Ausdauer. Laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir was tun? Hinschauen auf Jesus.

[1:04:41] Und Jesus ist der Anfänger und der was? Vollender des Glaubens. Hat Jesus den Glauben in dir angefangen oder nein? Ja? Hast du das getan oder hat Jesus das getan? Gibt es jemanden, der sagt: "Ich habe angefangen zu glauben, irgendwann habe ich Jesus gefunden"? Wir alle wissen, letztendlich war das Jesus, der uns gegriffen hat, nicht wahr? Zur rechten Zeit. Vielleicht auch gerade während dieser Serie. Aber kann Jesus deinen Glauben auch vollenden? Glaubst du, dass dieser selbe Jesus, der den Lauf angefangen hat mit dir, auch bis zum Ende gehen wird? Ich glaube das. Denn er kennt unser Problem. Er weiß, wie es ist. Er ist in allem versucht worden, wie wir in ähnlicher Weise. Aber wir finden bei ihm Barmherzigkeit und Hilfe zur rechten Zeit, wenn wir mit was zu ihm hinkommen? Mit Feinmütigkeit. Kühnheit.

[1:05:39] Gott aber ist treu. Das ist ein so praktischer Vers. Ich liebe diesen Vers. Gott aber ist treu. Er wird was? Nichts zulassen. Was heißt zulassen? Etwas zu mir lassen. Er lässt etwas nicht zu mir kommen. Was nämlich? Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt. Praktisch. Versuchen wir es praktisch zu illustrieren. Ich brauche zwei Freiwillige. Drei Freiwillige. Nehmen wir euch drei hier vorne. Wir müssen uns weinen. Okay. Einer muss der Satan sein, es tut mir leid. Lukas, komm. Der Satan ist der Lukas. Das ist der Satan, Entschuldigung. Du bist der Mensch. Okay? Und du bist die Verführung. Symbolisch. Jetzt.

[1:06:47] Machen wir es ganz praktisch. Nehmen wir an, welche Verführung es sein soll. Nehmen wir mal eine Verführung zum Hochmut. Verführung zum Hochmut. Wenn der Satan den Menschen sieht und sagt: "Okay, dieser Mensch hat vielleicht eine Tendenz zum Hochmut", und er bringt jetzt eine Situation, wo man hochmütig sein könnte, dann hat er also die Versuchung, die er jetzt los sendet. Jetzt die Versuchung an sich selbst, ist sie stärker, als er sein wird, oder nicht? Definitiv, Satans Versuchungen sind stärker als das, was wir Menschen ertragen können. Deswegen hat Gott einen Check im System, einen Checkpoint. Nämlich sich selbst. Wenn die Versuchung kommt, wird er nicht zulassen, dass wir über unser Vermögen versucht werden. Das heißt, er wird nur die Versuchung durchlassen. Das heißt, wenn die Versuchung kommt, sagt Gott: "Okay, halt, Moment, stopp. Das ist die Versuchung. Okay, das und das wäre erforderlich, ein Glaube. Hat diese Person den dafür erforderlichen Glauben?" Moment, das ist eine Frage, die sich gerade gestellt hat. Der Glaube wächst ja nicht. Es gibt Personen. Nehmen wir mal an.

[1:07:59] Gibt es Versuchungen, die zu stark sind? Wenn ich gerade frisch im Glauben zum Beispiel bin, gibt es da Versuchungen, die ich nicht handeln könnte? Und wenn Gott sieht, die Person ist gerade so frisch, sie hat noch nicht die nötigen Informationen aus der Bibel, sie hat noch nicht genügend Glauben, um mit dieser Situation fertig zu kommen, sagt Gott: "Stopp, bis hierhin und nicht weiter. Bis hierhin und nicht weiter." Liebe Freunde, das ist, was dort steht. Gott wird nicht zulassen, dass eine Versuchung an uns herankommt, die wir nicht ertragen können. Was heißt das aber? Jede Versuchung, die letztendlich uns berührt oder die an uns herankommt, ist nur deswegen da, weil vorher Gott gesagt hat: "Okay, das ist die Versuchung, das ist der Glaube, den er hat, das kann er tragen, das schafft er mit meiner Hilfe." Denkt mal darüber nach. Jede Versuchung, die ich erlebe, jede Versuchung, die du erlebst, die erlebst du deswegen, weil Gott vorher gesagt hat: "Mein Kind, meine Tochter, mein Sohn könnte das ertragen mit dem, was es weiß, mit der Verbindung, die wir haben." Ist das nicht ein ermutigender Vers?

[1:08:57] Dankeschön. Denn es gibt immer einen, was? Einen einen Ausweg. Ausweg 2012 und es gibt auch Ausweg 2013 und Ausweg 2014. Denn diesen Ausweg gibt es immer. Ich habe ja mal auf meinen Schreibtisch geschrieben: "Suche den Ausweg." Da denke ich heute noch manchmal dran. Es gibt so oft Situationen, da gibt der Satan uns das Gefühl: "Du musst das jetzt machen", oder er sagt uns: "Du musst zwischen zwei Übeln entscheiden." Hast du mal gehört? "Entweder ganz was Schlimmes oder halb was Schlimmes." Nein, es gibt immer einen Ausweg, den ich wählen kann, ohne zu sündigen. Den gibt es immer. Suche den Ausweg. Denn Gott wird nicht zulassen, dass wir ertragen werden. Suche den Ausgang. Der Herr ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid.

[1:09:55] Denn ich vermag wie viel? Wie viel? Glaubst du, was du sagst? Gott gebe dir gemäß deinem Glauben. Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. Denn was ist unser Sieg? Der Glaube. Und das ist ja das, deswegen rede ich so oft über Glaube, ist Leben aus jedem Wort. Nicht, weil ich da irgendwie ein Steckenpferd habe, sondern weil das der Sieg ist. Versteht ihr das? Viele Leute glauben, naja, jetzt wenn ich Glauben habe, dann werde ich dadurch irgendwann den Sieg bekommen. Nein, wenn ich den Glauben habe, ist das schon der Sieg. Ich muss also nicht betteln und beten und sagen: "Gott, bitte schenk mir den Sieg." Wenn ich sage: "Ich lebe aus jedem Wort", habe ich den Sieg schon. Du kannst gar nicht sündigen, wenn du gleichzeitig aus jedem Wort leben möchtest. Das Problem ist, wir entfernen uns von Gott, wir entfernen uns von Jesus, wir entfernen uns von der Bibel, deswegen sündigen wir. Ist das nicht die Wahrheit? Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat und deswegen heißt es: "Denkt über all das Gute nach, das Gerechte, das Reine, das Liebenswerte, das Wohlklingende und so weiter." Hier sind die, welche die Gebote Gottes, den Gehorsam und den Glauben haben. Sie erleben Gerechtigkeit aus Glauben. Deswegen hat jemand mal gesagt, die Dreieinigkeitsbotschaft ist eigentlich Gerechtigkeit aus Glauben. Meine Charakterveränderung. Das ist der letzte Vers vor der Pause.

[1:11:17] Dem aber der was ist? Es gibt viele Leute, die sagen: "Ach Christopher, es gibt bestimmte Sünden, die kann man nicht überwinden, das wird man nie schaffen, das ist doch gar nicht Gottes Plan." Hallo? Dem aber der was? Mächtig genug ist, euch was? Ohne Straucheln zu bewahren. Und euch was? Unsträflich mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen. Es interessiert mich nicht, wie stark die Sünde ist. Es interessiert mich nicht, wie stark ich bin. Ich weiß, dass Jesus stark genug ist. Weißt du das auch? Und ich weiß auch, dass es meine Entscheidung ist, das anzunehmen oder nicht. Und ich weiß, dass in meinem Leben ich schon oft diese Entscheidung falsch getroffen habe. Weißt du das auch? Dass wir nicht so gelebt haben, dass Gott allmächtig ist. Aber er hat diese Kraft. Es liegt an uns, diesen Ausweg zu finden.

[1:12:45] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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