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In dieser Predigt von Ronny Schreiber geht es um das Thema „Brennende Steine“ und die Bedeutung der Zehn Gebote. Es wird erklärt, wie die feurigen Steine vor Gottes Thron die Gesetzestafeln symbolisieren und wie diese Gesetze den Charakter Gottes widerspiegeln. Die Predigt beleuchtet, wie der Heilige Geist durch das Studium des Wortes Gottes unseren Charakter verändert und uns befähigt, ein Licht in der Welt zu sein. Es wird betont, dass Heiligung und die Entwicklung eines gottähnlichen Charakters das Ziel des Gesetzes sind und die Grundlage für das ewige Leben bilden.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:00] Hallo, guten Abend und herzlich willkommen für alle diejenigen, die jetzt überrascht sind, dass sie mich hier vorne sehen. Der Christoph war da ganz spontan auf eine Box und ich darf heute Abend den Vortrag halten. Ich werde nicht über die Zeit des Endes sprechen und ich werde auch nicht das Offenbarungsseminar fortsetzen, das macht der Christoph aber viel besser. Ich habe ein ganz spannendes Thema mitgebracht, die im Livestream eingeschaltet sind, die haben es schon gesehen vorweg, es heißt brennende Steine. Und was es damit auf sich hat, werden wir gleich gemeinsam studieren.

[0:30] Vorher möchte ich gemeinsam mit euch allen ein Gebet sprechen, damit der Geist Gottes uns auch durch das Thema hindurchführt. Unser lieber Vater, wir danken dir dafür, dass wir hier Gemeinschaft haben dürfen, dass wir von deinem Wort erquickt werden können. Wir danken dir, Herr, dass dein Geist uns führen möchte und wir bitten dich, dass du unsere Herzen öffnest, dass dein Geist uns deine Schrift ins Herz hineinlegt, Herr, damit wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Ich habe Dank dafür im Namen Jesu, Amen.

[0:58] Brennende Steine, was hat es damit auf sich? Vielleicht weiß es jemand, hat jemand schon mal was über brennende Steine gelesen in der Bibel? Brennende Steine, ich warte. Feuerkohle, das war Jesaja, ja. Brennende Steine, wir finden sie in Hesekiel, Hesekiel 28. Wir schlagen es mal gemeinsam auf. Das ist unser Eingangstext, Hesekiel 28. Brennende Steine.

[1:32] Und wir lesen Hesekiel 28, Verse 14, 15 und 16. Hier heißt es: Du warst ein gesalbter, schützender Cherub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt.

[2:11] Diese Szene spielt wo? Die ist bekannt. Im Himmel, vor dem Throne Gottes, auf dem Berge Gottes. Und um wen geht es hier? Wer ist dieser Cherub? Satan, Luzifer, genau, also Luzifer vor seinem Fall oder sozusagen während seines Falls. Das heißt hier, er war ein schützender Cherub, der stand vor dem Throne Gottes, also auf dem heiligen Berg Gottes und er wandelte mitten unter den feurigen Steinen. Und diese feurigen Steine, die wollen wir uns heute mal angucken. Dass Luzifer war zwischen den feurigen Steinen, sagt Vers 14 und Vers 16 sagt, du wurdest entfernt von diesen Steinen.

[2:54] Nun, vor dem Thron Gottes waren feurige Steine. Vor dem Thron Gottes waren Stein und Feuer. Was ist Feuer für ein Symbol in der Bibel, wenn es vor dem Throne Gottes ist? Die Liebe, die alles verzehrt, die die Sünde verzehrt. Genau, kennen wir aus Hohelied 8, Vers 6. Wir können den mal lesen, Hohelied 8, Vers 6. Damit auch alle, die den vielleicht noch nicht gelesen haben, den Text auch kennen. Hohelied 8, Vers 6.

[3:26] Hier heißt es: Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an dein Arm. Denn die Liebe ist stark wie der Tod und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn. Also das Feuer wird hier, die Liebe als ein Feuer beschrieben. Und vor dem Throne Gottes waren scheinbar feurige Steine. Die Liebe wird als Feuer beschrieben. Was können das für Steine gewesen sein vor dem Throne Gottes, die das Feuer in sich hatten, die scheinbar die Liebe in sich hatten? Vielleicht Engel? Das Gesetz, ist das möglich?

[4:19] Finden wir am Thron Gottes das Gesetz? Ja, wo? Also woher kennen wir es? Warum wissen wir, dass am Thron Gottes das Gesetz steht? Aus dem Heiligtum. In der Bundeslade lagen die beiden Steine drin. Es waren zwei Tafeln, beschrieben mit den Gesetzen. Die feurigen Steine vor dem Throne Gottes sind nichts anderes, als die beiden Gebotstafeln, die Gesetztafeln. Die feurigen Steine, an denen Luzifer wandelte. Luzifer stand direkt am Throne Gottes, an den feurigen Steinen, an den Geboten Gottes. Er war direkt vor dem Thron Gottes.

[4:57] Wenn wir das wissen, dass Luzifer schon unter den feurigen Steinen gewandelt ist, in welcher Zeit müssen wir es dann einordnen? Vor den Menschen oder nach den Menschen? Vor den Menschen eigentlich. Das heißt, was können wir über das Alter des Gesetzes sagen? Es gibt es von Ewigkeiten an. Okay, es wird hier gesagt, Ed White schreibt das auch, das Gesetz ist ewig. Seit Ewigkeiten her gibt es dieses Gesetz. Es muss so sein. Wenn es der Charakter Gottes ist, sagst du, muss es so sein. Die Grundlage seines Thrones, also die Grundlage seiner ganzen Macht, seiner Regierung. Sein Gesetz, die feurigen Steine.

[5:43] Nun, wenn das Gesetz von Ewigkeit her ist, wie kann es möglich sein, dass dieses Gesetz ewig ist? Wie kann es zum Beispiel für die Engel gelten? Es heißt, du sollst nicht Ehebruch begehen. Heiraten Engel? Nein. Was ist mit dem, das vierte Gebot? Gedenke des Sabbat-Tages, dass du ihn heiligst. Warum ist der Sabbat geschaffen worden? Was sagt Jesus Christus? Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen. Aber der Mensch war noch gar nicht da zu dem Zeitpunkt, als wir gerade in die Szene reingeschaut haben. Er ist ja nicht nur für den Menschen, sondern in diesem Kontext geht es ja einfach um, dass er für den Menschen und nicht der Mensch steht.

[6:36] Okay, aber wann wurde der Sabbat eingesetzt von Gott? Bei der Schöpfung, nach sechs Tagen kam der siebte Tag und er heiligte und segnete diesen Tag. Das war also direkt nachdem der Mensch geschaffen wurde. Zack, wurde er eingesetzt. Es ist doch spannend, dass obwohl, das haben wir gerade gesagt, Ed White schreibt das auch, und im Kontext der Bibel erkennen wir auch, das Gesetz ist uralt, von Ewigkeiten her. Und trotzdem sehen wir in den Geboten, hier stehen sie, dass es scheinbar sehr auf den Menschen fixiert ist.

[7:09] Wenn wir uns diese Tafeln genau angucken, müssen wir uns fragen, was stand eigentlich auf diesen Tafeln? Also hier stehen sie neben mir. "Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland aus dem Diensthause geführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." So fängt es an. "Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland geführt habe." Für die Engel? Von Ewigkeiten her? Noch keine Menschen geschaffen? "Ich bin der Herr, dein Gott, ich aus Ägypten." Das ist interessant.

[7:37] Ich denke, dass dieses Gesetz, das ja mit dem Finger Gottes geschrieben wurde, es wurde ja damals explizit für das Volk Israel aufgeschrieben. Aber ich denke, dass dieses Gesetz schon vorher existiert hat. Nur, dass es hier in einer anderen Form geschrieben wurde. Einfach noch für den Menschen deutlicher dargestellt, dass er es auch versteht. Okay, das Gesetz steht irgendwie, und es wurde sozusagen für den Menschen übersetzt.

[8:02] Wir finden ja in der Bibel die Zehn Gebote wie oft? Zweimal. Das eine Mal stehen sie in? 2. Mose 20. Und das andere Mal? 5. Mose 5. 2. Mose 20 und 5. Mose 5. Da stehen die beiden. Wenn wir uns die beiden gegenüberstellen, die beiden Berichte, dann erkennen wir, dass sie ziemlich exakt gleich sind, bis auf so drei, vier kleine Unterschiede und einen großen Unterschied im Bericht. Wir können uns mal den großen Unterschied angucken, den wir in den Gesetzen finden.

[8:38] 2. Mose 20 gucken wir zuerst rein. 2. Mose 20. Und hier gucken wir uns gleich mal das vierte Gebot an. Das vierte Gebot ist anders in 5. Mose 5. Das vierte Gebot beginnt in Vers 8. 2. Mose 20, ab Vers 8. "Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt." Das ist ein bekanntes Gebot.

[9:41] Jetzt gucken wir uns das gleiche Gebot, mal lassen wir einen Finger drin, im 5. Mose 5 an. Fünfter Mose 5, und hier sind es die Verse 13 bis 15. Wenn ihr das irgendwie so nebeneinander legen könnt in eurer Bibel, könnt ihr es mal vergleichen. Fünfter Mose 5, ab Vers 13. "Sechs Tage sollst du arbeiten, ab Vers 12. Halte den Sabbattag und heilige ihn, wie es dir der Herr, dein Gott, geboten hat. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch deine Rinder, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist, damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du. Denn du sollst bedenken, dass du auch ein Knecht gewesen bist im Land Ägypten und dass der Herr, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgestreckten Armen. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst."

[10:59] Habt ihr gesehen, was hier die Begründung ist, warum wir den Sabbattag halten sollen? Die Befreiung aus der Sklaverei, die Befreiung aus Ägypten. Was ist die Begründung in 2. Mose 20? Gott hat alles geschaffen. Genau. Gott hat alles geschaffen. Also hier steht es. In sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Also die Argumentation ist hier eine andere. Das erste Mal sollen wir den Sabbattag halten, weil Gott der Schöpfer ist. Beim zweiten Mal, im 5. Mose 5, sollen wir den Sabbattag halten, weil Gott uns aus Ägypten ein Land herausgeführt hat.

[11:38] Kann man das verbinden miteinander? In jedem Fall alle. Wie würde man das verbinden? Wir sollen ihn anbeten, weil er Schöpfer ist und wir sollen ihn anbeten, weil er uns aus Ägypten ein Land herausgeführt hat. Also sollen wir den Sabbattag halten.

[11:58] Die Sünde, hat das was mit Schöpfung zu tun? Wiederherstellung. Steinerne Herz wird fleischern. Also das eine, "Gedenke des Sabbattages, denn Gott hat alles geschaffen." Das zweite Mal könnte man sagen: "Gedenke des Sabbattages, denn Gott hat alles neu geschaffen. Er hat euch aus dem Atheismus, aus dem Ägyptenland herausgeführt. Er hat euch ein neues Herz gegeben. Er hat euch neu geschaffen. Ihr seid wiedergeboren", sagt die Bibel. Also eine Neuschöpfung mitten im Leben.

[12:36] Also die Argumentation ist die gleiche, nur der Text ist halt ein anderer. Und es heißt ja, dass es auf Steintafeln geschrieben worden ist. Jetzt ist es für uns gut zu wissen, welcher Text war es nun? Stand nun der Text auf den Steintafeln, weil Gott alles geschaffen hat? Oder stand auf den Steintafeln, weil Gott euch aus Ägyptenland geführt hat? Irgendwas musste ja gestanden haben. Wir haben keinen Hinweis in diesen beiden Texten, was da nun draufgestanden hat. Aber es gibt einen interessanten Vers, in 5. Mose 4, Vers 13. Drei Mal taucht das auf in der Bibel. 5. Mose 4, Vers 13. Dass die 10 Gebote hier einen besonderen Namen bekommen.

[13:26] Wir können vielleicht ab Vers 12 anfangen zu lesen. 4 ab Vers 12. "Und der Herr redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, sondern vernahmt nur die Stimme. Und er verkündigte euch sein Bund, den er euch zu halten gebot, nämlich die 10 Worte. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln." Es gibt in drei Stellen, allein in den Mosebüchern, werden diese 10 Gebote, wir würden ja sagen diese 10 Verse oder diese 10 Satzungen, einfach als Worte bezeichnet. Dann drei Stellen. 10 Worte.

[14:03] Was war es also nun wirklich? Also was hat da wirklich gestanden auf diesen Steintafeln? Vor allem auf den Steintafeln und auf den Steintafeln vor dem Throne Gottes. Rosi hat das gerade eben schon gesagt, dass dieses Gesetz etwas widerspiegeln soll. Mit diesem Gesetz können wir etwas erkennen. Und du sagst, es ist der Charakter Gottes, den wir erkennen können. Wenn wir den Charakter Gottes erkennen können in diesen Steinen, dann müssen diese Steine etwas widerspiegeln, was Gott ist. Also sein Wesen.

[14:40] Wir wissen von Gott, wie beschreibt er sich? Was ist Gott? "Ich bin die Wahrheit. Ich bin gnädig, langmütig, treu. Gerecht, barmherzig. Ich bin ein verzehrendes Feuer." Das ist auch sehr interessant. 1. Johannes 4, Vers 16. "Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm." Gott sagt, ich bin die Liebe. Gerade eben wurde gesagt, ich bin ein verzehrendes Feuer. Er sagt, ich bin die Liebe.

[15:24] Als Jesus Christus über die 10 Gebote sprach, wie hat er sie zusammengefasst? "Meister, welches ist das wichtigste Gebot?", wurde er gefragt. Und er sagte: "Liebe Gott von ganzem Herzen, mit all deinen Kräften und deinen Nächsten wie dich selbst. Und mit ganzem Gemüt und deinen Nächsten wie dich selbst." Also Liebe Gott und Liebe deinen Nächsten. Er hat kurz zusammengefasst, die Liebe erfüllt das Gesetz. Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Er fasst es in Liebe zusammen.

[15:54] Wenn wir das wissen, Gott ist die Liebe und Jesus Christus sagt, diese 10 Gesetze sind einfach in Liebe zusammengefasst. Wer das tut, der bleibt in dem ganzen Gesetz und in den Propheten, also in der Liebe Gottes. Wenn er nun steht, müssen wir uns fragen, was stand auf den alten Steintafeln vor dem Throne Gottes? Was steht da wirklich? Müssen wir heute da noch stehen? Was steht da wirklich drauf?

[16:20] "Du sollst nicht töten." Welche Charaktereigenschaft Gottes könnte man da draufsetzen? Warum sagt er uns, du sollst nicht töten? Ich bin das Leben, genau. Ich bin das Leben. "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden." Ich bin die Wahrheit. Kennen wir von Jesus, oder? "Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, ich bin das Leben." Es gibt so viele. "Du sollst nicht Ehebruch begehen." Ich bin treu. Gott beschreibt seinen Charakter. Ich bin das Leben, ich bin die Wahrheit, ich bin treu.

[16:55] Vielleicht ein interessantes "Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst." Was könnte das? Ich bin der Schöpfer. Du kannst sagen, ich bin dein Schöpfer. Und ich bin dir treu. Und ich bin die Ruhe. Welche Worte da standen, was die zehn Worte waren, das weiß ich nicht, das taucht nirgends von der Bibel auf. Aber Gott beschreibt seinen Charakter durch diese Sachen, die wir in der Bibel finden. Das ist sehr deutlich. Ich bin das Leben.

[17:25] "Du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren." Ich bin der Segenspender. Ich bin dein Geber. Ich bin der, der dir alles gibt, was du brauchst. Ich bin Gott. Ich finde das ganz spannend, wenn wir uns angucken, dass Gott uns die zehn Gebote gibt, die aber seinen Charakter beschreiben. Und wir uns dann fragen, was muss da eigentlich gestanden haben, bevor es diese ganzen Dinge gab, wie Ehebruch, Mord und sowas. Was muss da gestanden haben? Das Gegenteil von dem, was wir, "du sollst nicht", heißt ja im Umkehrschluss, "du sollst so und so sein." Das finde ich ganz faszinierend.

[18:01] Ich bin mir sicher, dass diese Dinge vor dem Thron Gottes standen. "Ich bin der und der. Ich bin ein Schöpfer. Ich bin das Leben. Ich bin die Wahrheit. Und ich bin der, der mit dem Geber gesprochen hat. Zu uns sagt, ich bin euer Vater. Und ich liebe euch. Und ihr sollt zu mir kommen." Ich finde es ganz, ganz großartig zu wissen, dass ich so einen Gott habe, der nicht immer sagt: "Du sollst das machen und das darfst du nicht und hör auf damit", sondern der einfach zu einem kommt und sagt: "Weißt du was? Ich liebe dich. Ich bin dir treu. Ich bin alles, was du brauchst."

[18:39] Lass uns mal einen Text angucken, was das für Aussagen über Gott sind. Ich sehe viele überlegen gerade. Ihr könnt das natürlich auch mit den anderen 10 Geboten, also mit allen Geboten, die wir haben, durchspielen. Könnt ihr mal gucken, was das für Aussagen über Gott sind.

[18:54] 2. Mose 31, Vers 18. Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses. Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes. Hier werden diese Tafeln die Tafeln des Zeugnisses genannt. Klar, von wem geben sie Zeugnis? Von Gott selbst. Tafeln aus Stein. Also nicht irgendwie auf Papier geschrieben. Wie zum Beispiel das Zeremonialgesetz, das abgeschafft wurde zur Kreuzigung. Auf Papier geschrieben. In einem Buch neben die Bundeslade gelegt. Diese Gesetze auf Stein geschrieben, in die Bundeslade, in den Thron Gottes gelegt. Und Tafeln aus Stein, also für die Ewigkeit haltbar, beschrieben mit dem Finger Gottes. Gott selber hat das darauf geschrieben. Gott selber hat seinen Charakter in Stein gemeißelt. Unveränderlich.

[20:02] Denn Gott ist der gleiche gestern, heute und in aller Ewigkeit. Also Gott wird seinen Charakter nicht verändern. Das, was wir in den Zehn Geboten über ihn kennen, genauso wird er auch bleiben. So war er immer und so wird er immer sein. Beschrieben mit dem Finger Gottes. Da könnt ihr mir bestimmt helfen. Finger Gottes. Taucht nochmal auf. Der heilige Geist, sagt Jotta. Woher weißt du das? Lukas. Lukas 11, Vers 20. Das ist genau die richtige Geschichte.

[20:38] Für alle, die diese Geschichte nicht kennen, schlagen wir sie kurz auf. Lukas 11, Vers 20. Hier gibt es eine kleine Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Pharisäern. Und in 11, Vers 20, sagt Jesus: "Wenn ich Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen." Also Jesus sagt, er treibt Dämonen durch den Finger Gottes aus. Der Finger Gottes hat aber auch die Steintafeln geschrieben. Und er sagt, er treibt mit dem gleichen Finger die Dämonen aus.

[21:16] Und jetzt hat Jotta schon den Hinweis gegeben, wir finden einen Paralleltext. Und wenn wir den Paralleltext zu der Geschichte angucken, im Matthäus Evangelium, Matthäus 12, und hier Vers 28, dann lesen wir im Matthäus genau die gleiche Geschichte. Und Jesus sagt: "Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen." Also Lukas schreibt: "Wenn ich die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist das Reich zu euch gekommen." Und Matthäus sagt: "Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, also ist der Finger der Geist Gottes."

[22:04] Und mit dem wurden auch die Steintafeln geschrieben. Und warum das so spannend ist, sehen wir gleich im nächsten Vers, den wir lesen, warum es interessant ist, dass der Geist Gottes damals die Steintafeln beschrieben hat mit dem Charakter Gottes. Was kann das für uns für eine Relevanz haben, dass der Geist Gottes die Steine mit dem Charakter Gottes beschreiben kann? Dass er auch die Herzen beschreiben kann. Wenn er damals schon Steine beschrieben hat, dann kann er auch unsere Steine und Herzen mit dem Charakter Gottes beschreiben.

[22:34] Lesen wir übrigens im 2. Korinther 3, Vers 3. 2. Korinther 3, Vers 3. Dass der Geist Gottes auch in unsere Herzen hineinschreiben kann. 2. Korinther 3, Vers 3. Hier schreibt Paulus: "Es ist ja offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinernen Tafeln, sondern auf fleischernen Tafeln des Herzens." Auch hier wieder beschrieben, mit dem Geist des lebendigen Gottes, direkt ins Herz hinein.

[22:22] Was Gott damals schon auf dem Berg demonstriert hat, was er kann, schafft er immer wieder in den Menschen. Paulus sagt, es ist offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt. Jetzt ist es natürlich für uns ganz wichtig zu wissen, wie hat er das gemacht? Wie hat der Geist Gottes denn die Gesetze in das Herz hineingeschrieben? Was musste Paulus tun, um das Gesetz in die Herzen der Zuhörer hineinzuschreiben?

[23:50] Aus der Bibel wissen wir ja, also aus Jeremia 17, dass das Herz eigentlich böse ist, von Jugend an. Das steht auch an der Stelle, wo es um die Sintflut geht. Das Herz des Menschen ist böse, von Anfang an, 1. Mose schon. Die letzten Mal, ich weiß nicht, wie ich das letzte Mal hier gesprochen habe, aus Matthäus 5, Vers 48, das heißt: "Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist." Erinnert ihr euch? Genau. Und dann hatten wir auch gesehen, dass das Band der Vollkommenheit nach Kolosser 3, 14 die Liebe ist. Das heißt, in unser Herz muss die Liebe hinein, damit wir die Vollkommenheit erreichen, zu der uns Gott berufen hat.

[24:34] Gott möchte also, dass wir seinen Charakter tragen. Und das ist so entscheidend, das ist so entscheidend, dass der Charakter Gottes in uns hineinkommt. Denn das ist die einzige Möglichkeit für uns, ins Himmelreich hineinzukommen. Denn Paulus macht etwas ganz, ganz deutlich. Paulus sagt, dass keiner, an dem Sünde ist, ins Himmelreich hineinkommen kann. Wir lesen den Text mal. 1. Korinther 6, 9 und 10.

[25:14] Hier schreibt Paulus: "Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht. Weder Unsüchtige, noch Götzendiener, weder Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben." Er sagt, irrt euch da nicht.

[25:36] Es gibt ja heute, vielleicht kennt ihr das, es gibt heute oft diese Ansicht: "Ich kann bleiben, wie ich bin. Gottes Gnade ist so überschwänglich, dass mir alle meine Sünde vergeben wird, ohne dass ich ins Reich Gottes aufgenommen werde." Aber was würde dann passieren? Wenn Gott sagt: "Bleib wie du bist, ich vergiebe dir deine Schuld und nehme dich ins Reich auf." Was passiert dann im Himmelreich? Genau, es wird genau das gleiche passieren. Wenn ich egoistisch, selbstherrlich, ein Lügner, ein Götzendiener, ein wie auch immer bin, und ich sage: "Du machst nichts, ich vergebe dir, ich nehme dich trotzdem in mein Reich auf", dann werde ich im Himmelreich genauso sein. Dann ist Sünde im Himmelreich, und das kann nicht funktionieren. Sünde kann vor Gott gar nicht bestehen. Das beißt sich.

[26:26] In so vielen Predigten habe ich schon gehört: "Egal wie schlimm die Sünde ist, Gott deckt sie zu und nimmt den Sünder an." Das ist ja teilrichtig. Ja, Gott deckt die Sünde zu, und wenn sie noch so schlimm ist, er vergibt die Schuld. Aber die Schuldvergebung ist nur ein Teil. Ihr erinnert euch, wenn wir ins Heiligtum hineingucken, das erste war dieser Brandopferaltar, die Schuldvergebung, das ist der erste Teil. Aber danach kommt ein Verschenken, ich taufe, ich übergebe Gott mein Leben, und ich gehe ins Heiligtum hinein. Und im Heiligtum erfahre ich jetzt einen Prozess der Heiligung. Ich habe die Schaubrote, das Wort Gottes, ich habe das Gebet, den Räucheraltar, ich habe den Heiligen Geist, und dazwischen bewege ich mich. Bis ich irgendwann ins Allerheiligste komme, bis ich vor den Thron Gottes komme.

[27:18] Da sehen wir das Gleiche nochmal. Auch da haben wir die Brote, auch da haben wir das Symbol des Geistes. Den Stab Aarons, der geblüht hat, der hat auch Mandelblüten getrieben. Genau wie dieser siebenarmige Leuchter, der ja auch aus Mandelblüten so gewirkt war. Aber während ich, und das finde ich interessant, im Heiligtum den Räucheraltar habe, der ein Symbol ist für die Gebete, die zu Gott gehen, und Paulus sagt, der gehört schon zum Allerheiligsten, finde ich diesen Räucheraltar in der Bundeslade nicht. Es ist ja das Zeichen für die Gegenwart Gottes, also ich kann schon hier auf Erden vor Gottes Thron kommen. Aber welches Zeichen ist denn in der Bundeslade dafür? Die beiden Gesetzestafeln. Das ist das dritte Zeichen, das da drin ist. Also da stehe ich auch vor dem Thron Gottes, aber direkt vor Gottes Charakter, vor Gott selbst.

[28:08] Während ich heute im Heiligtum auch vor den Thron Gottes kommen kann, deswegen sagt Paulus ja auch, der gehört schon zum Allerheiligsten, weil ich heute schon auf den Knien vor Gottes Thron anbeten kann und direkt mit ihm in Verbindung bin. Und das wird später von Angesicht zu Angesicht sehen. Es ändert sich sozusagen nicht so viel. Die Umgebung ist besser, wir sehen Gott von Angesicht zu Angesicht, wir werden mit den Heiligen im Himmel sein, das wird großartig, aber das beginnt hier auf der Erde. Es beginnt hier schon heute in unseren Herzen.

[28:40] Dieser Charakter ist wichtig, dass wir diesen Charakter entwickeln. Dass Gott uns die Schuld vergibt, durch das Opfer, das er gebracht hat am Kreuz und dass wir heilig werden. Petrus nennt das in 1. Petrus 1, wir lesen mal ab Vers 14.

[29:06] 14, 15 und 16. 1. Petrus 1, 14, 15, 16. Petrus schreibt: "Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig."

[29:34] Ihr sollt den Charakter Gottes tragen, denn Gott trägt diesen Charakter. Denn ich bin heilig, sagt er. Und wenn er das sagt, dann wird es auch irgendwie möglich sein. Dann wird es diese Möglichkeit geben, dass Gott das in uns tun kann. Und wie er das tun kann, das werden wir uns gleich angucken, indem wir uns gleich ein paar Ellen White Zitate anschauen. Dass Ellen White dazu sagt, wie das funktioniert, finde ich ganz spannend.

[29:58] Vorher noch ein Text, der uns zeigt, dass Heiligung überhaupt das Ziel ist, wo das Gesetz uns hinbringt. Das ganze Gesetz will darauf hinaus, dass wir heilig werden, dass wir die Liebe Gottes im Herzen tragen, dass wir einen neuen Charakter haben, dass wir wirklich eine Neuschöpfung sind. Wie Gott am Anfang geschaffen hat und gesagt hat: "Es ist etwas sehr Gut", so will Gott euch, die ihr hier sitzt, auch heute verändern und sagen: "Es ist sehr gut." Es passt wieder in die Welt hinein, die ich einmal gemacht habe.

[30:32] Dazu lesen wir den vorletzten Bibeltext, 1. Timotheus 1, 5. 1. Timotheus 1. 1. Timotheus 1, Vers 5. Hier schreibt Paulus an Timotheus: "Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe, aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben." Er sagt, das Endziel des Gebotes ist die Liebe. Also da soll alles hingehen. Das Gesetz dient nicht dazu, dass wir gerettet werden, dass wir erlöst werden. Das Gesetz dient dazu, einen Maßstab zu setzen, wo wir hin müssen, um errettet zu werden, wo es hingehen muss, wo unser Herz sein muss.

[31:30] Und das Endziel ist die Liebe. Wenn es dahin geht, denn in der Liebe können wir nicht sündigen. Die Liebe hält alle Gebote. Im Hohelied der Liebe, Paulus, 1. Korinther 13, wo er anfängt, über die Liebe zu sprechen, sagt sie: "Neidet nicht, schaut nicht auf das Ihre." Das kennt ihr wahrscheinlich. Aber das mal zu lesen, wer es nicht kennt, 1. Korinther 13, Hohelied der Liebe von Paulus, da beschreibt Paulus, was die Liebe ist. Und die muss ins Herz hinein. Der Charakter muss entwickelt werden. Das Licht des Gottes in unseren Herzen.

[32:00] Aber, ich hatte schon gesagt, wir wollen uns jetzt mal angucken, was Ellen White dazu schreibt, wie es funktioniert, dass wir beschrieben werden von dem Geist Gottes in unseren Herzen. In "Bilder vom Reich Gottes" auf Seite 334, im 3. Absatz, schreibt sie: "Ohne den Geist Gottes ist es nutzlos, sein Wort zu kennen. Allein das theoretische Wissen und die Wahrheit kann uns weder geistlich beleben, noch unsere Herzen heiligen. Alle Kenntnis der Gebote und Verheißungen der Bibel reicht nicht aus, unseren Charakter zu ändern, wenn der Geist Gottes uns diese Wahrheit nicht nachdrücklich einprägt."

[32:42] Also, es reicht nicht, dass ich die ganze Bibel auswendig kenne. Es reicht nicht, dass ich sie vorwärts und rückwärts aufsagen kann, sondern sie macht ganz deutlich, es muss der Geist Gottes sein, der es in uns bewirkt. Das ist das Gleiche, was wir auf dem Berg gesehen haben. Es muss der Geist Gottes sein, der sich hineinschreibt.

[33:00] Und noch ein Text aus Römer, ich will das mal verstehen, aus Römer 1, 16, 17. Von Ellen White halten wir Punkt 1 mal fest, dass es der Geist Gottes ist, der es hineinschreiben muss. Wir schauen gleich noch, wie er das macht. Römer 1, 16, 17. Ein Bekenntnis von Paulus. In Römer 1, ab Vers 16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht. Denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben."

[33:48] Er sagt, das Evangelium ist Gottes Kraft zur Errettung. Eine, wenn man sich das physikalisch anguckt, ich habe eine Kraft, was hat eine Kraft immer? Physikalisch. Energie. Auf jeden Fall eine Wirkung. Irgendwie eine Auswirkung. Also eine Kraft wirkt immer auf irgendwas. Das heißt, wenn Gottes Evangelium eine Kraft ist, dann hat das auch eine Auswirkung. Und wenn das Evangelium also ins Herz fällt, wird dieses Evangelium eine Auswirkung aufs Herz haben.

[34:24] Und Gott sagt ja auch: "Mein Wort wird nicht leer zu mir zurückkommen." Also allein das Hören vom Evangelium wird das Herz verändern. Wenn ich das Evangelium höre, die Worte Gottes, das ist ja das Tolle daran. Es gibt so viele Menschen, die seit Jahrtausenden reden, erzählen. Einige sind Christen, einige sind keine. Und wo auch immer die Menschen herkommen, was für Weltanschauungen sie haben, sie reden. Aber was den Menschen wirklich rettet und nachträglich verändert, sind schon seit Jahrtausenden Gottes Worte. Gottes Worte sind so gemacht, dass sie das Herz prägen. Dass der Geist Gottes, wenn er diese Sachen, die wir hier lesen, in das Herz hineinschreibt, dann wird der Charakter verändert.

[35:04] Ellen White sagt das ganz, ganz toll in "Christi Gleichnisse". Das sind drei Sätze nur. Der zweite Satz, der ist so gut, den würde ich am liebsten dreimal vorlesen. Aber hört es euch mal an. "Christi Gleichnisse" 408, Absatz 1. "Durch den Heiligen Geist wirkt das Wort Gottes wie ein Licht und wird im Leben dessen, der es annimmt, eine umbildende Kraft." Und dann sagt sie: "Indem der Heilige Geist die Grundsätze des Wortes Gottes in die Herzen der Menschen einpflanzt, entwickelt er in ihnen die Eigenschaften Gottes." Den lese ich nochmal. "Indem der Heilige Geist die Grundsätze des Wortes Gottes in die Herzen der Menschen einpflanzt, entwickelt er in ihnen die Eigenschaften Gottes."

[35:56] Der dritte Satz: "Das Licht seiner Herrlichkeit, sein Charakter, soll aus seinen Nachfolgern heraus strahlen." Also allein dadurch, dass ich die Bibel lese, und das spielt eigentlich gar keine Rolle, wo ich lese und was ich lese, der Geist Gottes wird das, was ich da von Gott lese, also die Grundsätze seiner Wahrheit, in mein Herz hineinschreiben.

[36:18] Oftmals denken wir ja, naja, ich möchte mich gerne von Gott verändern lassen, ich möchte diese Heiligung haben. Und ich bete für bestimmte Sachen und ich versuche mein Leben anzupassen, meinen Lebensstil zu ändern, und mache das so ein bisschen auf Krampf. Aber das ist, es geschieht dadurch, dass ich das Wort Gottes studiere. Meistens geschieht Heiligung deswegen nicht oder nicht schnell, weil wir das Wort Gottes vernachlässigen. Man würde zwar alles Mögliche machen, aber das Wort Gottes gar nicht ausreichend studieren. Aber der Geist Gottes braucht ja das, um es in mein Herz hineinzuschreiben. Ich kann ja viele gute Motive haben und viele gute Gedanken, aber die Worte Gottes, das sind die, die ins Herz hinein müssen.

[36:56] Das Bibelstudium ist unglaublich wichtig. Vielleicht noch ein Bibelvers in 2. Korinther 3. Den finde ich so schön. 2. Korinther 3, Vers 18.

[37:12] "Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einen Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild. Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Nämlich vom Geist des Herrn." Dieser Vers sagt: Wir werden verwandelt vom Geist des Herrn. Wir werden verwandelt vom Geist des Herrn. Wir werden verwandelt vom Geist des Herrn. Und zwar von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

[37:44] Was meint das? Was ist die Herrlichkeit Gottes? Es ist ein Charakter. Wir werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit durch den Geist Gottes verändert. Von Charaktereigenschaft zu Charaktereigenschaft. Stück für Stück. Nicht auf einmal. Der Geist Gottes wirkt permanent an uns durch das Wort. Wenn wir mit unverhülltem Angesicht den Weg Jesu betrachten, Gottes Geschichten betrachten, das was er uns geschrieben hat, was wir von Abraham, von Jakob, von Abraham, von Noah, wenn wir das uns anschauen, wir schauen da rein, studieren das und lesen das, dann wird uns der Geist Gottes dahin verwandelt, wo Gott uns haben will. Finde ich wunderbar.

[38:30] Es ist nicht zu vernachlässigen ein intensives Bibelstudium. Das letzte Zitat von Ellen White. "Gute Nachricht für alle", Seite 288, Absatz 7. Sie sagt: "Der Mensch muss täglich lernen, was völlige Übergabe bedeutet. Er muss im Wort Gottes lesen, seine Bedeutung verstehen lernen und seinen Anweisungen Folge leisten. Auf diesem Wege kann er das Niveau christlicher Vortrefflichkeit erreichen. Gott wirkt Tag für Tag mit ihm und vervollkommnet auf diese Weise seinen Charakter, der sich zur Zeit der letzten Prüfung bewähren soll. Und Tag für Tag zeigt der Gläubige vor Menschen und Engeln durch dieses großartige Experiment, was das Evangelium für gefallene Menschen tun kann."

[39:20] Stark, oder? Sie sagt, der Gläubige muss lesen jeden Tag in der Bibel. Und Gott wird durch seinen Heiligen Geist seinen Charakter verändern. Und er wird durch diese Charakterveränderung, nicht durch gute Vorsätze, nicht weil er gerade Spaß daran hat, in der Welt zu leuchten und weil er gelesen hat: "Ihr sollt euer Licht leuchten lassen vor den Menschen", sondern weil sein Charakter verändert ist. Durch das Studium des Wortes Gottes. Wright nennt das dieses großartige Experiment, das vor Menschen und vor Engeln gefallene Menschen plötzlich zu Lichtern macht. Das ist so großartig.

[39:58] Das Bibelvers für heute, Philipper 3, 13 und 14. Philipper 3, 13 und 14. Und ich glaube, uns geht es hier allen wie dem Paulus, von dem wir jetzt lesen. Philipper 3, 13 und 14. Heißt: "Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe. Ich vergesse, was da hinten ist und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt und jage auf das Ziel zu, dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus."

[40:38] Paulus sagt: "Ich halte mich nicht dafür, dass ich es ergriffen habe, aber ich jage dem nach." Und ich glaube, so geht es auch jedem von uns. Ich glaube, das fühlt auch jeder im Herzen. Ich glaube nicht, dass ich es ergriffen habe, aber ich jage dem nach, jeden Tag. Ich möchte diese Charaktereigenschaften entwickeln. Ich möchte mich von Gott verändern lassen. Ich möchte als ein Licht in die Welt gehen.

[40:58] Und hey, das haben wir, zumindest all diejenigen, die getauft sind, wir haben das mal vor Gott gebracht und gesagt: "Ich möchte, dass du der Herr meines Lebens bist. Ich möchte, dass du mich veränderst. Ich möchte, dass du mich neu schaffst." Das war ja das Symbol, das wir in der Taufe auch bezeugt haben. Heißt also, wenn ich dieses Bekenntnis gegeben habe und gesagt habe: "Ich möchte Christus folgen", jetzt dafür sorgen muss, dass der Heilige Geist mein Leben, meine Charaktereigenschaften verändert. Ist ja nicht so, dass wir nach der Taufe alle vollkommene Menschen sind. Die Taufe war ja unser Entschluss. Unser Ja dazu, dass Gott in unserem Leben wirken soll. Und dass wir unser Leben ganz Gott in die Hände geben.

[41:40] Und wenn wir das gemacht haben, dann müssen wir natürlich auch Gottes Geist an uns wirken lassen. Durch die Schrift. Es bringt ja nichts, getauft zu werden und danach zu sagen: "Ich vernachlässige das Bibelstudium. Ich lese nicht mehr in der Bibel." Dann habe ich zwar das Bekenntnis gegeben und Gott gesagt: "Bitte verändere mein Leben", aber ich lasse ihn nicht. Und Gott kann sich selbst darin verherrlichen in unserem Leben, indem sein Wort in uns eingebrannt wird.

[42:04] Und ich glaube, das ist was, egal ob du schon getauft bist oder ob du dich noch nicht entschieden hast, aber ich glaube, das ist etwas, was jeder Mensch erstreben sollte. Dass er sein Leben von Gott verändern lässt. Dass er als ein Licht in die Welt hinausgeht. Dass er leuchten kann. Dass er eines Tages einen Charakter entwickelt, mit dem er im Reich Gottes leben kann. Ein Charakter, der die Sünde hasst. Der Versuchung widerstehen kann.

[42:32] Ellen White schreibt ja, wir sollen den Charakter entwickeln, der wird sich in der letzten Zeit der Prüfung wieder sich bewähren, ob wir diesen Charakter haben oder nicht. Es wird ja eine Zeit geben am Ende, die so schlimm wird, wo die Menschen, nur wenn sie diesen Charakter Gottes wirklich haben, auch bestehen werden. Wer diesen Charakter nicht hat, wird diese letzte Prüfung nicht schaffen. Also es ist für uns so wichtig, diesen Weg zu gehen. Jetzt, wo wir noch die Möglichkeit haben, die Bibel zu studieren, uns verändern zu lassen, das auch wirklich zu tun.

[43:02] Eines Tages werden wir die Bibel vielleicht gar nicht mehr haben. Vielleicht nur noch das, was wir dann auswendig wissen. Es ist wichtig, dass wir jetzt, wo wir die Chance haben, unseren Charakter zu verändern, das auch anzunehmen. Und wer von euch möchte das gerne? Wer von euch möchte täglich in der Bibel studieren und wirklich den Heiligen Geist darum bitten, dass er das Herz verändert? Wer möchte das? Amen.

[43:26] Dann lasst uns gemeinsam noch beten. Herr, unser Gott, wir danken dir für dein Wort. Wir danken dir dafür, dass du uns deine Gesetze gegeben hast. Dass wir erkennen dürfen, Herr, was für einen wunderbaren, vollkommenen und liebenswerten Charakter du hast. Unser lieber Vater, wir danken dir, dass du es möglich machen willst, dass dieser Charakter auch in uns hineinkommt, so wie es einmal war.

[43:50] Vater, wir bitten dich, nimm deinen Heiligen Geist und schreibe diese Gesetze, diese Eigenschaften, diese Charakterzüge in unser Herz, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Dass wir dir immer ähnlicher werden und dass wir unser Versprechen wahrmachen können, dass wir als Lichter in die Welt hinausgehen wollen. Dass wir das können durch deine Kraft, Herr. Wir danken dir dafür, dass du es tun möchtest, Herr, und dass du dich in uns verherrlichen willst. Im Namen Jesu. Amen.


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