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Manuskript:CSH_2012_Q3_Folge6.pdf

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode von Christopher Kramp geht es um die Verse 1. Thessalonicher 2,13 bis 3,13. Der Sprecher beleuchtet die Rolle von Paulus als vorbildlicher Missionar und die Bedeutung von Glauben, Liebe und Hoffnung für die Gläubigen. Es wird betont, wie wichtig es ist, die Gemeinde im Glauben zu stärken und auf die Wiederkunft Jesu vorbereitet zu sein, um den Herausforderungen des Lebens standzuhalten.

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode taucht Christopher Kramp tief in den 1. Thessalonicherbrief ein, insbesondere in die Verse 2,13 bis 3,13. Er beleuchtet die Rolle von Paulus als vorbildlicher Missionar und die Bedeutung von Wachstum und Festigung im Glauben für die Gemeinden. Der Vortrag betont die Wichtigkeit, sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten und wie die Liebe zu Gott und den Mitmenschen dabei eine zentrale Rolle spielt.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q3: Die Thessalonicherbriefe

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Transkript

[27:32] Paulus sagt später, dass er, oder vielmehr hat Paulus gesagt, im gleichen Kapitel, in Kapitel 2, Vers 7: „Sondern wir waren liebevoll in eurer Mitte, wie eine stillende Mutter ihre Kinder pflegt.“

[29:09] Paulus verwendet das Bild von Eltern, von einer Mutter, die sich um ihr Kind, das noch so hilflos ist, kümmert, um zu zeigen, wie die Beziehung zwischen dem Missionar und den Neubekehrten ist. Aber wenn das das Bild dafür ist, dann gilt dieser Text, der eigentlich primär natürlich für den Missionar und auch für die Neubekehrten geschrieben ist, letztendlich auch für das Bild, nämlich für die Eltern und ihre Kinder.

[29:35] Was wäre es für eine Freude, lieber Freund, liebe Freundin, wenn deine Kinder bei der Auferstehung dabei sind, wenn deine Kinder bei der Wiederkunft Jesu sagen können: „Das ist unser Gott.“ Wenn deine Kinder verwandelt werden, wären dann nicht deine Kinder dein Ruhm, die Krone, die Freude, die Hoffnung? Was musst du tun, damit deine Kinder dort dabei sein werden? Und wenn wir diese Frage bedenken, dann können wir wiederum besser verstehen, was müssen wir tun, damit unser Nachbar, unser Freund, der Fremde in unserer Gemeinde dabei sein wird. Was wird es an Zeit kosten, an Energie kosten, an Gebet kosten, um Menschen zu Jesus zu bringen und sie dort zu festigen?

[30:35] In Vers 20 sagt Paulus: „Ja, ihr seid unsere Ehre und Freude.“ Ich möchte euch einen interessanten Punkt hier zeigen. Alle fünf Kapitel im ersten Buch Thessalonicher, im ersten Brief, enden jeweils mit der Wiederkunft. In anderen Worten, Paulus hat verschiedene Gedankenstränge, die er aufbaut und jedes Mal führt er den Gedanken zur Wiederkunft. Dann kommt der nächste Gedanke, nächstes Kapitel und er führt wieder bis zur Wiederkunft.

[31:00] Wir hatten in 1. Thessalonicher 1, Vers 10, am Ende des ersten Kapitels folgenden Gedanken: „Und um seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat, Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.“ Hier war die Wiederkunft im Zusammenhang mit der Errettung vor dem Zorn erwähnt worden.

[31:17] Jetzt in Kapitel 2, wo es darum geht, wie bin ich ein vorbildlicher Missionar, wie kann ich Menschen zu Jesus führen? Und Paulus benutzt sich selbst als Beispiel, verwendet er das Bild von der Wiederkunft, um die Dringlichkeit und die Schönheit der Mission darzustellen, wenn er sagt: „Ihr seid unsere Krone.“ Warum mache ich Mission? Weil ich auf die Wiederkunft warte und ich dann weiß, dann bekomme ich meinen Lohn.

[31:40] Denn wenn Jesus kommt, sagt er: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir.“ Wenn du auf die Wiederkunft wartest, wenn du darüber nachdenkst, kannst du Lohn erwarten. Siehst du, dass Menschen durch deinen Dienst sich bekehrt haben und zu Jesus gekommen sind. Hast du Freude und Ruhm und Hoffnung, wenn du an die Wiederkunft denkst, in diesem Sinne.

[32:02] Denk einmal darüber nach, wie viele Menschen sind durch das Lebenswerk von Paulus gerettet worden. Nicht nur durch seinen persönlichen Dienst, nicht nur durch die Heilungswunder vielleicht, die geschehen sind, oder durch seine Predigten, sondern auch durch seine Schriften. Tausende, zehntausende, hunderte, ja vielleicht Millionen von Menschen können sagen: „Die Schriften von Paulus hatten einen Einfluss auf meinen Glauben.“ Dieser Mann, der einige Jahrzehnte im Nahen Osten und in Südosteuropa bis hin und her gereist ist, ist für Millionen von Menschen zum Anstoß geworden, Jesus nachzufolgen.

[33:00] Was kannst du tun, der du heute nicht mit Stab und Mantel unterwegs bist auf Sandalen, sondern die größten medialen Möglichkeiten hast wahrscheinlich, die jemals Menschen gehabt haben. Was könnte dein Einfluss sein? Paulus sagt: „Ich tue das alles, weil ich weiß, es kommt der Lohn, Menschen für ewig für Jesus gerettet zu haben.“

[33:19] Gehen wir weiter in 1. Thessalonicher 3, gehen wir zu diesem Kapitel und Paulus geht jetzt zu einigen praktischen Erwägungen. In 1. Thessalonicher 3 Vers 1 lesen wir: „Weil wir es nicht länger aushielten, zogen wir es vor, allein in Athen zu bleiben.“ Nun, wir hatten schon in Apostelgeschichte 17 Vers 15 gesehen, dass Timotheus und Silas in Beroea zurückgeblieben waren, nachdem sie in Thessalonich gewesen waren und dann rausgeschmissen wurden aus Thessalonich und nach Beroea gegangen waren.

[33:48] Hatte Paulus Timotheus und Silas in Beroea gelassen, war nach Athen gegangen, hatte sich dort aber sehr einsam gefühlt, inmitten dieser heidnischen großen Weltstadt und hat dann Timotheus und Silas rufen lassen, hat sich aber dann, weil er solche Angst hatte um die Gläubigen in Thessalonich, entschieden, lieber alleine zu sein in Athen, als die Thessalonicher alleine zu lassen. Was für eine Einstellung. Paulus wollte lieber alleine sein in Athen, ohne jede Hilfe, als den Gedanken zu ertragen, dass die Thessalonicher, die gerade auf wackeligen Beinen die ersten Schritte im Glauben machen, dass sie ohne Hilfe sind und so sendet er Timotheus wieder zurück.

[34:29] In Vers 2 heißt es: „Und sandten Timotheus, unseren Bruder, der Gottesdiener und unserer Mitarbeiter im Evangelium von Christus ist, damit er euch stärke und euch tröste in eurem Glauben.“ In Apostelgeschichte 16, Vers 5, finden wir ein sehr wichtiges Prinzip. Apostelgeschichte 16 und dort Vers 5.

[34:55] Liebe sagt: „So wurden nun die Gemeinden im Glauben gestärkt und nahmen an Zahl täglich zu.“ Ganz einfaches Prinzip: Gemeinden, die im Glauben gefestigt werden und gestärkt werden, wachsen. Gemeinden, die nicht gestärkt werden im Glauben und gefestigt werden in der Wahrheit, wachsen nicht. Das ist das ganze Geheimnis echten biblischen Gemeindewachstums. Stärke die Gemeinde im Glauben. Festige sie in der Wahrheit. Grabe den Schach der Wahrheit tiefer und tiefer in ihrer Erfahrung. Und die Gemeinde wird wachsen.

[35:37] Gehen wir weiter. 1. Thessalonicher 2, Vers 3. Dort heißt es: „Damit niemand wanken werde in diesen Bedrängnissen, denn ihr wisst selbst, dass wir dazu bestimmt sind.“ Paulus sagt: „Ich weiß, dass ihr zum Glauben gekommen seid inmitten einer Zeit der Trübsal und ihr müsst gefestigt werden.“

[35:54] Jesus sagt uns in Matthäus 10 und wir haben viele andere Texte hier, von denen ich euch raten würde, sie ausführlich zu studieren, die wir aus Zeitgründen hier nicht ansprechen können. In Matthäus 10, Vers 16 bis 18. Jesus sagt: „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe, darum seid klug wie die Schlangen und ohne falsch wie die Tauben. Hütet euch aber vor den Menschen, denn sie werden euch den Gerichten ausliefern und in ihren Synagogen werden sie euch geißeln. Auch vor Fürsten und Könige wird man euch führen, um meinetwillen ihnen und den Heiden zum Zeugnis.“

[36:27] All diese Verfolgung, all diese Schwierigkeiten müssen sein, weil dadurch wir besser Zeugnis geben können als ohne Verfolgung. Gehen wir weiter in Vers 4, 1. Thessalonicher 3. Und dort Vers 4 heißt es: „Als wir nämlich bei euch waren, sagten wir euch voraus, dass wir Bedrängnisse erleiden müssten und so ist es auch gekommen, wie ihr wisst.“ Paulus hatte die Gläubigen vorbereitet und ich glaube, das ist auch heute sehr wichtig, dass wenn wir Menschen zum Glauben führen, wir sie vorbereiten darauf, dass nicht alles sehr ruhig abgehen wird im christlichen Leben, dass es dort Schwierigkeiten geben wird und Bedrängnisse.

[37:05] Und Jesus hat uns dieses Prinzip auch deutlich gemacht in Johannes 16, 1-3. „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anschluss nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen. Es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen.“ Jesus sagt: „Ich sage es euch im Voraus, damit ihr dann keinen Anstoß nehmt.“ Viele Menschen sind gestolpert im Glauben, weil sie nicht erwartet haben, dass sie so erbitterten Widerstand erleben.

[37:51] Paulus sagt: „Ich habe es euch vorhergesagt und ich möchte euch festigen, damit ihr durch diese Schwierigkeiten, die der Satan in den Weg legt, hindurchkommt.“ Interessanterweise können wir immer wieder feststellen, wie Paulus sich in seinem Dienst an Jesus orientiert hat. Lesen wir gemeinsam, wie Paulus versucht hat, durch diese Schwierigkeiten hindurchzukommen in Apostelgeschichte 20, Vers 24. Ein ganz wunderbarer Vers, den wir auch zu unserem eigenen Prinzip machen können. Apostelgeschichte 20, Vers 24.

[38:23] „Aber auf all das nehme ich keine Rücksicht. Mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.“ Paulus sagt: „Das interessiert mich alles gar nicht. Die Verfolgung, die Schwierigkeiten, die Verbote. Ich mache einfach weiter mit Freude, weil Jesus mir das Evangelium aufgetragen hat. Und ich möchte Jesus gefallen. Ich möchte für Jesus wirken. Ich möchte sein Werk vollenden.“

[39:03] Gehen wir zuerst in Thessalonicher 3 zurück und dort Vers 5. Die Bibel sagt: „Darum hielt ich es auch nicht mehr länger aus, sondern erkundigte mich nach eurem Glauben, ob nicht etwa der Versuche euch versucht habe und unsere Arbeit umsonst gewesen sei.“ Paulus weiß, selbst wenn Menschen Jesus annehmen, ist der Satan bereit, das Samenkorn wieder hinauszureißen aus dem Boden, durch die Vögel, um im Bild von Matthäus 13 zu bleiben.

[39:24] Lass uns ganz kurz den 2. Korinther 11 anschauen, wo Paulus auch den Korinthern einen ähnlichen Gedanken äußert. 2. Korinther 11 und dort Vers 2 und 3. Er sagt ja nicht: „Ich eifere um euch mit göttlichem Eifer.“ Er sagt: „Das, was ich vor euch empfinde, dieser Eifer, damit ihr gefestigt werdet, das habe ich gar nicht selbst in mir drin. Das wirkt nur Gott durch mich. Das ist Gottes Liebe, die er mir geschenkt hat. Ich eifere um euch mit göttlichem Eifer, denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau, eine tugendhafte Frau, eine charakterlich reine Frau, Christus zuzuführen.“

[39:57] „Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben und abgewandt werden von der Einfalt gegenüber Christus.“ Lieber Freund, liebe Freunde, lass dich nicht verführen von der Schlange. Lass dich nicht verführen von dem Satan, der das gute Wort, das durch Predigten und Seminare vielleicht in dein Herz hineingelegt worden ist. Lass es nicht wieder herausreißen. Und wenn du anderen Menschen Bibelstunden gibst, wenn du anderen Menschen von Jesus erzählst, dann eifere für sie, damit sie nicht zu Jesus kommen und dann wieder weggerissen werden.

[40:37] Paulus sagt: „Ich eifere mit göttlichem Eifer, deswegen schreibt er den Brief an die Thessalonicher.“ In dem lesen wir im dritten Kapitel Vers 6. „Nun aber, da Timotheus von euch zu uns zurückgekehrt ist und uns gute Nachricht gebracht hat von eurem Glauben und eurer Liebe und dass ihr uns alle Zeit in gutem Andenken habt und danach verlangt uns zu sehen, gleich wie wir auch.“

[41:05] Paulus bekommt eine gute Nachricht. Er ist sonst der Bote der guten Nachrichten und er trägt die gute Nachricht, das Evangelium in die Welt. Aber jetzt bekommt er selbst gute Nachricht, ein Evangelium. Die Thessalonicher stehen noch im Glauben. Wie oft haben wir es erlebt, dass Menschen zur Gemeinde kommen und gehen. Was war eine gute Nachricht? Sie stehen noch im Glauben und sie erinnern sich an das, was sie gehört haben und sie erinnern sich an das, was Paulus gepredigt hat.

[41:29] In Sprüche 25, Vers 25, lesen wir Sprüche 25, Vers 25. Ein ganz toller Vers, den Paulus hier erlebt hat. „Wie kühles Wasser für eine dürstende Seele, so ist eine gute Botschaft aus fernem Land.“ Manchmal sind die Schwierigkeiten in unserem eigenen Umfeld, in unserer Ortsgemeinde, dort wo wir wohnen, so überwältigend, dass wir mal gute Nachrichten von Ferne brauchen. Gute Nachrichten aus dem Missionsfeld, aus Afrika oder Asien oder vielleicht aus einem anderen Gebiet, aus Deutschland. Es hat eine Berechtigung, es hat eine Wirkung und es kann uns wieder Kraft geben, wenn wir sehen, ja dort geht das Evangelium kraftvoll voran. Paulus war ermutigt durch die guten Nachrichten aus fernen Ländern.

[42:20] In 1. Thessalonicher 3, Vers 7 lesen wir: „Da sind wir deshalb, ihr Brüder, euretwegen bei all eurer Bedrängnis und Not getröstet worden durch euren Glauben.“ Und er geht weiter in Vers 8: „Denn nun leben wir, wenn ihr feststeht im Herrn.“ Worin besteht das Leben? Das Leben besteht im Feststehen im Herrn.

[42:49] In 2. Petrus 3, 2. Petrus 3 und Vers 17, da sagen wir uns jetzt, Petrus, ihr aber Geliebte, da ihr dies eben voraus wisst, so wie auch Paulus sagt, ich habe es euch vorhergesagt, wie Jesus sagt, ich habe es euch vorhergesagt, da ihr dies eben voraus wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch die Verführung der Fräfler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert.

[43:22] Lieber Freund, liebe Freundin, die ja jetzt diese Cannstatt Study Hour, die ihr, zuschaut. Wisst, weil die Bibel es vorher sagt, dass der Satan auf euren Fersen ist und versucht das gute Wort, das ihr gehört habt, aus eurem Herzen hinaus zu reißen. Wisst es und bereitet euch vor, dass ihr stehenbleiben könnt und euren eigenen festen Stand nicht verliert. Verliert ihn nicht.

[43:46] In 1. Thessalonicher 2 und dort Vers 9 heißt es: „Denn was für einen Dank können wir Gott euretwegen abstatten, für all die Freude, die wir um euretwillen haben vor Gott.“ Was für eine Freude, wenn Menschen gerettet sind.

[44:02] In 2. Korinther 9 Vers 15, 2. Korinther 9 und dort Vers 15 lesen wir: „Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe.“ Immer wenn ich sehe, wie Menschen sich für Jesus entscheiden und echte Schritte in der Bekehrung machen, dann kann ich nur sagen: „Es ist eine unaussprechliche Gabe.“ Hast du schon erlebt, dass dir die Worte fehlen, weil du von solcher Dankbarkeit erfüllt bist, dass Menschen zu Jesus kommen und bei Jesus bleiben, trotz der Versuchung, trotz der Bedrängnisse, trotz der Schwierigkeiten. Gott sei Dank für das, was man kaum in Worte fassen kann, wenn er durch seine Gnade Menschen bei sich hält.

[44:51] In 2. Korinther 13 Vers 10, 1. Thessalonicher 3 Vers 10, Paulus sagt: „Tag und Nacht flehen wir aufs allerdringendste, dass wir euer Angesicht sehen und das ergänzen dürfen, was an eurem Glauben noch mangelt.“ Er sagt: „Es gibt noch einiges, was ihr noch nicht wisst, was ihr noch lernen müsst und wir bitten darum.“ Wir können nicht einfach ruhen und sagen: „Naja, irgendwie wird es schon werden“, sondern er möchte, dass der Glaube vervollkommnet wird.

[45:23] Was für eine Lektion für uns, die sagen: „Naja, sie kennen zumindestens die Anfangsgründe, das wird schon reichen.“ Paulus war es so wichtig, auch das noch zu sagen, was noch fehlt. Und das ist das Ziel dieses Briefes, dass wir wissen, auch wenn wir schon einiges im Glauben erlebt haben, einiges schon wissen, es gibt noch mehr zu lernen und wir müssen es lernen.

[45:46] In Römer 1 Vers 11, in Römer 1 und dort Vers 11 lesen wir: „Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, um euch etwas geistliche Gnadengabe mitzuteilen, damit ihr gestärkt werdet.“ Immer und immer wieder finden wir diesen Punkt und ich frage mich, warum wir diesen Punkt so selten in unserem eigenen Leben erleben oder anderen weitergeben. Dass wir uns gegenseitig geistlich stärken, weil wir wissen aus der Prophetie, weil wir wissen aus den Prinzipien der Bibel, dass der Satan immer wieder angreifen wird. Warum ist es, dass wir fallen, weil wir oft ungestärkt in die Versuche hineingehen, weil wir es versäumen, uns vorher zu stärken.

[46:31] In 1. Thessalonicher 3 und dort Vers 11 lesen wir: „Er selbst aber, Gott, unser Vater und unser Herr Jesus Christus, lenke unseren Weg zu euch.“ Gott weist den Weg. Das können wir sehen in Esra 8 Vers 21. Esra 8 und dort Vers 21.

[46:59] Esra betet dort in Esra 8 Vers 21 oder er sagt dort: „Und ich ließ dort an dem Fluss Ahava ein Fasten ausrufen, dass wir uns demütigen vor unserem Gott, um von ihm einen geebneten Weg für uns und unsere Kinder und alle unsere Habe zu erflehen.“ Lieber Freund, liebe Freundin, hast du dich vor Gott gedemütigt, um einen geebneten Weg für dich und für deine Kinder und für all das, was du hast, zu erflehen?

[47:29] In 1. Thessalonicher 3 Vers 12 lesen wir: „Euch aber lasse der Herr wachsen und überströmen werden in der Liebe zueinander und zu allen, gleich wie auch wir sie zu euch haben.“ Da ist ein Wachstum notwendig und es muss an allen Ecken und Enden geschehen. Er sagt: „Ich möchte, dass durch den Herrn, dass der Herr euch wachsen lässt, nicht eure eigenen Werke, sondern der Herr lässt euch wachsen und überströmen.“ Das heißt, es wird immer mehr, immer mehr, dass dann auch an andere weitergegeben wird.

[47:57] In Philipper 1 Vers 9 haben wir einen ähnlichen Gedanken. Philipper 1 und dort Vers 9, dort heißt es: „Und um das bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen.“ Paulus sagt: „Echte Zunahme der Liebe führt zu mehr Erkenntnis und zu mehr Urteilsvermögen.“ Erlebst du das in deinem Leben, dass du immer mehr wächst in Erkenntnis und im Urteilsvermögen, weil deine Liebe überströmend wird?

[48:32] Der letzte Vers heute in 1. Thessalonicher 3 Vers 13, den wir betrachten wollen, dort heißt es: „Damit er, also Gott, eure Herzen stärke und sie untadelig sein in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus mit allen seinen Heiligen.“ Es muss das Ende des Kapitels sein. Warum? Paulus ist wieder bei der Wiederkunft angekommen. Und er wird dann den nächsten Gedanken aufgreifen in Kapitel 4 wegen der Heiligkeit und wird die Heiligkeit beschreiben, die wir besitzen müssen. Und wir werden nächste Woche mehr darüber erfahren über die biblische Lehre der Heiligkeit.

[49:08] Nachdem wir heute gesehen haben, wie wichtig es ist, den angefangenen Glauben durch Gottes Gnade zu vollenden und zu stärken, damit wir bei der Wiederkunft in Heiligkeit und mit gestärktem Herzen und untadelig auf Jesus warten können. Ein letzter Vers, der das verdeutlichen soll. Einige mehr im Sendemanuskript. Erste Korinther 1, Vers 8. Erste Korinther 1, Vers 8. Dort heißt es: „Der euch auch, gemeint ist Christus, der euch, also dich und mich, auch festmachen wird bis ans Ende, sodass ihr unverklagbar seid am Ende, am Tag unseres Herrn Jesus Christus.“

[49:50] Was ist das Ziel, von dem der ganze erste Thessalonicher Brief spricht, wenn er uns festmachen will und stärken will im Glauben? Das Ziel ist, dass wenn Jesus bald wiederkommt, was ja das große Thema im Thessalonicher Brief ist, wenn Jesus wiederkommt, sollen wir so fest sein. Was bedeutet es fest zu sein? Dass wir unverklagbar sind. Mit anderen Worten, dass Satan, der Verkläger der Brüder, keine Anklage mehr findet. Wer kann das tun? Allein Jesus, der mächtig genug ist, uns vor dem Straucheln zu bewahren und uns unsträflich vor sein Angesicht stellen kann.

[50:24] Möchtest du das erleben, dass der Glaube, den Jesus in dir angefangen hat, vollendet wird, durch seine Gnade, durch seine Liebe, durch das, was er in dir tut, sodass du unverklagbar bist. Und tadellich, in Heiligkeit, mit gefestigtem Herzen, dastehen kannst, wenn Jesus Christus wiederkommt. Ist das dein Wille, diesen Charakter, ist das dein Wunsch, diesen Charakter zu haben?

[50:49] Gott segne dich in deiner Entscheidung und nächste Woche werden wir weiter studieren im vierten Kapitel von 1. Thessalonicher und sehen, was die biblische Lehre dieser Heiligkeit wirklich praktisch für uns bedeutet. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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